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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundeswehr rüstet auf



AGM
16.04.05, 15:00
Bundeswehr erobert den Weltraum

Die Bundeswehr rĂŒstet im Weltraum auf. FĂŒr die wachsende Zahl ihrer AuslandseinsĂ€tze baut das Verteidigungsministerium eine Flotte von Spionagesatelliten auf und beschafft auch eigene Kommunikations- und Datensatelliten. FĂŒr die Raumfahrtindustrie winken

Ein Konsortium unter FĂŒhrung des EADS-Konzerns wurde jetzt als bevorzugter Bieter fĂŒr die ersten Datensatelliten (Satcom Bw) der Bundeswehr ausgewĂ€hlt. Nach Informationen der FTD wird das Verteidigungsministerium mindestens zwei Kommunikationssatelliten kaufen. Das britische MilitĂ€r und jĂŒngst auch Portugal verfolgen eine andere Strategie und mieten ihre SatellitenkapazitĂ€ten bei der britischen EADS-Tochter Paradigm an.

Der Markt der MilitĂ€rsatelliten gilt als Wachstumsbranche. Das US-Forschungsinstitut Forecast International schĂ€tzt, dass bis zum Jahr 2014 weltweit 118 MilitĂ€rsatellitenprojekte mit einem Auftragswert ĂŒber 41 Mrd. $ gestartet werden. Die US-MilitĂ€rs und die US-amerikanischen Satellitenhersteller wie Boeing und Lockheed dominieren bislang den Markt fĂŒr MilitĂ€rsatelliten. So steht das bekannte weltweite Navigationssatellitennetz GPS, das von jedem Auto-Navigationssystem genutzt wird, nach wie vor unter der Kontrolle des US-MilitĂ€rs.




MittelstÀndischer Unternehmer sticht EADS aus
Um von den Amerikanern unabhĂ€ngiger zu werden, baut Europa mit Galileo ein eigenes Navigationssatellitennetz auf und startet zunehmend eigene MilitĂ€rsatelliten. Vor allem Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien haben große Projekte initiiert. Inzwischen zieht auch Deutschland nach. Damit entstehen auch eine Reihe neuer GeschĂ€ftsmöglichkeiten fĂŒr die europĂ€ischen Satellitenbauer. Zum Beispiel erhielt EADS Ende 2003 einen 3,6-Mrd.-Euro-Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums fĂŒr MilitĂ€rkommunikation.

Vor knapp vier Jahren fiel bei der Bundeswehr die Entscheidung fĂŒr den Aufbau des SAR-Lupe-Spionagesatellitennetzes. Über Radarbilder sollen bei dem 300-Mio.-Euro-Projekt aus dem Weltraum GegenstĂ€nde von unter einem Meter GrĂ¶ĂŸe noch erkennbar sein. Aufnahmen sind selbst bei Nacht und durch eine Wolkendecke hindurch möglich.



Der Auftrag zum Bau der Satelliten ging an das mittelstĂ€ndische Bremer Raumfahrtunternehmen OHB, obwohl sich auch der mĂ€chtige EADS-Konzern um den Auftrag beworben hatte. Der erste SAR-Lupe-Satellitenstart ist fĂŒr Jahresende geplant. In einem Verbund mit Helios-Fotosatelliten der Franzosen will die Bundeswehr die Möglichkeit haben, weltweit jeden Ort aus dem Weltraum im Detail auszuspĂ€hen.

Die Bundeswehr benötigt fĂŒr ihre AuslandseinsĂ€tze außerdem sichere und leistungsfĂ€hige Datenverbindungen. Derzeit werden bei kommerziellen Satellitenanbietern KapazitĂ€ten angemietet, die aber nicht ideal auf die BedĂŒrfnisse der Truppe zugeschnitten sind. Etwa ab 2008 sollen daher bei dem jetzt in der Endverhandlung stehenden Satcom-Projekt mindestens zwei Satelliten in geostationĂ€ren Positionen etwa zwei Drittel der ErdoberflĂ€che mit Daten, Kommunikation, Internet und TV-KanĂ€len versorgen.

Quelle: Financial Times Deutschland

Refa
16.04.05, 15:53
war als Antwort fĂŒr MEADS gedacht.

update: Bared
Eben weil es nix damit zutun hat, habe ich mein Kommentar hier gelöscht und unter dem Thread ĂŒber MEADS eingefĂŒgt.

Bared
16.04.05, 17:11
war als Antwort fĂŒr MEAD gedacht.



Was hat MEADS mit Sateliten zu tun?

Die Sateliten werden in einem Verbund sehr gute AufklÀrungsarbeit leisten.

Helios II + SAR Lupe.
Galileo noch hinzu.

Hört sich doch klasse an.


Hab noch einen Klasse Link:


http://www.danmil.de/10184.html


wusste garnicht das dass Programm so gut wird,ist.