Wolf
18.04.05, 10:54
Der Film "Sen hic ates böcegi gördün mü?" ist ein leider nicht genug beachtetes Werk von Yilmaz Erdogan. "Eigentlich" ist es ein um ein paar Szenen erweitertes Theaterstück.
Die Hauptrolle spielt eine ÜBERRAGENDE Demet Akbag (die konservative Mutter in "Vizontele", die ich in der Rolle damals als Schauspielerin gar nicht ernst genommen hatte).
Das Thema ist nicht nur eine Zeitreise durch die Türkei der letzten 40-50 Jahre, sondern behandelt auch ein interessantes Grundthema:
In einer "normalen" Istanbuler Gegend wird ein weibliches Genie geboren, Gülseren. Sie hält im Alter von 6 Monaten ihren Eltern Standpauken und kann schon in der Grundschule 4-stellige Zahlen aus dem Kopf und sofort multiplizieren. Bis auf ihren Vater, der früh stirbt, halten sie alle entweder für verrückt oder für "vom Teufel besessen" (genauer gesagt von Dschinns). Ihre einzigen "Freunde" sind Glühwürmchen, die sich im Garten des Hauses eingenistet haben und denen sie mit ihrer Taschenlampe Gesellschaft leistet.
Mit einem überragenden Wortwitz stellt sie türkische Traditionen und Redewendungen in Frage. Yilmaz Erdogan-typisch kommen Religiöse bei diesem Theaterstück nicht besonders gut weg. :D
Die Englischen Untertitel (auf DVD) ermöglichen es auch unseren deutschen (und griechischen) freunden hier, das Stück zu genießen. Dennoch sollte ein Türke anwesend sein, denn "Wortwitz" ist schwer übersetzbar und muss oft erklärt werden.
Ein großartiges Theaterstück, dass durchaus mehrmals gesehen werden kann, da die Dialoge unseres Genies oft so schnell und scharf sind, dass man "versteckte" Witze erst nach mehrmaligem Seehn endeckt. Ich jedenfalls habe viel gelacht!
Fazit: 100% empfehlenswert!
Die Hauptrolle spielt eine ÜBERRAGENDE Demet Akbag (die konservative Mutter in "Vizontele", die ich in der Rolle damals als Schauspielerin gar nicht ernst genommen hatte).
Das Thema ist nicht nur eine Zeitreise durch die Türkei der letzten 40-50 Jahre, sondern behandelt auch ein interessantes Grundthema:
In einer "normalen" Istanbuler Gegend wird ein weibliches Genie geboren, Gülseren. Sie hält im Alter von 6 Monaten ihren Eltern Standpauken und kann schon in der Grundschule 4-stellige Zahlen aus dem Kopf und sofort multiplizieren. Bis auf ihren Vater, der früh stirbt, halten sie alle entweder für verrückt oder für "vom Teufel besessen" (genauer gesagt von Dschinns). Ihre einzigen "Freunde" sind Glühwürmchen, die sich im Garten des Hauses eingenistet haben und denen sie mit ihrer Taschenlampe Gesellschaft leistet.
Mit einem überragenden Wortwitz stellt sie türkische Traditionen und Redewendungen in Frage. Yilmaz Erdogan-typisch kommen Religiöse bei diesem Theaterstück nicht besonders gut weg. :D
Die Englischen Untertitel (auf DVD) ermöglichen es auch unseren deutschen (und griechischen) freunden hier, das Stück zu genießen. Dennoch sollte ein Türke anwesend sein, denn "Wortwitz" ist schwer übersetzbar und muss oft erklärt werden.
Ein großartiges Theaterstück, dass durchaus mehrmals gesehen werden kann, da die Dialoge unseres Genies oft so schnell und scharf sind, dass man "versteckte" Witze erst nach mehrmaligem Seehn endeckt. Ich jedenfalls habe viel gelacht!
Fazit: 100% empfehlenswert!