Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Türkische Paranoia- Nationalismus, ein Hindernis für den EU-Beitritt?
Je näher das Land an Europa heranrückt, desto stärker wird sein Nationalismus
von Zafer senocak
In den letzten Jahren hat sich die Türkei intensiv um einen Beitritt in die Europäische Union bemüht und schließlich auch einen Termin für den Beginn von Beitrittsverhandlungen erhalten. Doch diese Verabredung Europas mit der Türkei ist heute ernsthaft bedroht. Denn in der Türkei ist mit der konkreter werdenden Europaperspektive nicht der erwartete und von vielen Menschen auch lang ersehnte Frühling der Demokratie und Freiheit ausgebrochen, sondern ein Wiedererstarken des Nationalismus.
Das Gespenst der Unterdrückung von Meinungsfreiheit, die Gesichtszüge eines totalitären Staates, deren Organe mit demagogischer Finesse in der Bevölkerung Angst schüren und Sehnsüchte manipulieren und so für eine gefährliche und explosive Stimmungslage sorgen, zeichnen das Bild einer in höchstem Maße verunsicherten Gesellschaft. Wer die Türkei heute von außen betrachtet, kann ohne weiteres den Eindruck gewinnen, das Land bemühe sich um eine Integration mit China statt mit Europa.
Panik, so scheint es, hat jene Kräfte erfaßt, die um den Verlust ihrer Macht fürchten, an vorderster Stelle sind hier die Militärs und der nationalistisch gesinnte bürokratische Apparat zu nennen. Es sind genau jene Kräfte, die durch ihre starrsinnige Haltung in Fragen der Demokratisierung und Liberalisierung des Landes die Entwicklung der Türkei in den neunziger Jahren gehemmt und das Land in eine tiefe wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise gestürzt haben. Daß die Mitgliedschaft in der EU sich nicht mit den nationalen Interessen der Türkei decken kann ist ihr Credo. Vielmehr verfolge die EU einen Geheimplan zur Aufteilung und Schwächung der Türkei. Konspirationstheorien haben Konjunktur.
Totalitäre Systeme brauchen immer Konspirationstheorien. Das ist nicht neu. Die türkische Variante aber ist nichts anderes als die Forstsetzung eines Traumas aus den letzten Tagen des Osmanischen Reiches. Damals ging es tatsächlich um die Aufteilung des Osmanischen Erbes unter den Kolonialmächten. Heute aber geht es um nichts anderes als um die Auflösung des klassischen Nationalstaats. Durch die Mitgliedschaft in der EU wird die Türkei, wie jedes andere Mitglied, Teil eines Überbaus - ein Alptraum für rechte Nationalisten, für die Anhänger des Neutralismus, die übriggebliebene Schar linker Ideologen. Sie finden sich nun zusammen in einem letzten Gefecht, das die Zukunft der Türkei im Zeitalter der Globalisierung noch sehr trüben kann.
Aber auch für Europa verheißt diese Entwicklung nichts Gutes. Für die Gegner einer türkischen EU-Mitgliedschaft besteht kein Grund zur Schadenfreude. Denn was dabei herauskommt, ist kein strategischer oder gar privilegierter Partner Europas, sondern bestenfalls Rußlands und in langer Perspektive vielleicht ein Geselle Chinas. Die Nationalisten in der Türkei versuchen heute die Weichen für morgen zu stellen. Sie schüren nicht nur eine antieuropäische Stimmung, sondern auch den Antiamerikanismus und den Antisemitismus, und das mit einigem Erfolg.
Die überwältigende Mehrheit der Türken glaubt heute laut Umfragen, daß die USA eine Bedrohung für die Türkei darstellen. Der Krieg im Irak wird eindeutig negativ bewertet. Hitlers "Mein Kampf" ist inzwischen ein Bestseller. Ein Roman, in dem ein zukünftiger Krieg zwischen den USA und der Türkei thematisiert wird, gehört ebenfalls zu den derzeit am meisten gelesenen Werken. Die Stimmung richtet sich gegen den Westen schlechthin, ohne Differenzierungen, gelenkt von einer Ideologie des Hasses, von historisch tiefsitzenden Ängsten, die längst paranoide Züge angenommen haben.
Die türkische Paranoia hat eine lange Tradition. Sie ist die Folge eines verspäteten Nationalismus, der sich nur in einem Kampf um Leben und Tod behaupten konnte. Leidtragende dieser tragischen und blutdurchtränkten Geschichte waren Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die nichttürkischen Minderheiten Anatoliens und die muslimische Bevölkerung auf dem Balkan. In diesem dunklen Kapitel versteckt sich seit 90 Jahren auch der von den Türken an den Armeniern verübte Völkermord.
Der Schriftsteller Orhan Pamuk hat den Völkermord an den Armeniern Völkermord genannt, wofür er nun angefeindet wird. Wird das, was geschehen ist, nämlich die fast gänzliche Vernichtung des armenischen Volkes auf anatolischem Territorium, harmloser, wenn man es Massaker nennt, statt Völkermord? Der überwiegende Teil der türkischen Presse führt derzeit eine infame Kampagne gegen den Autor, aus der demagogisch und propagandistisch aufgeladenen Bevölkerung kommen Morddrohungen.
Es gibt freilich auch kritische Meinungen gegen diese Art des perfiden Umgangs mit dem international renommierten Schriftsteller. Doch der Türkei fehlt eine geistige Elite, die ein Gegengewicht gegenüber der demagogischen Aufwiegelung der Massen darstellen könnte. Es gibt nichts, was man vergleichen könnte mit dem Widerstand der Intellektuellen in Osteuropa, der sich seinerzeit unter der kommunistischen Herrschaft gebildet hatte. Es sind vor allem einzelne Stimmen, die sich kritisch äußern, ungebündelt und somit auch ohne spürbare Wirkung. Wenn die Türkei wirklich europäisch werden will, müßte sich aber eine solche geistige Elite bilden, die sich Gehör verschaffen kann. Doch nicht wenige Autoren scheinen selbst vom Bazillus des Nationalismus infiziert zu sein.
Nicht wenige werten Orhan Pamuks Äußerungen als billige Medienstrategie, als den Versuch eines Schriftstellers, sich im Westen beliebt zu machen. Andere sehen nicht die exemplarische Tragweite der Debatte um den Völkermord. Denn wer die Geschichte eines Volkes nur als Heldengeschichte auf blütenweißem Papier liest und die blutigen Flecken, die sich darin befinden, geflissentlich übersieht, hat keine Chance, eine selbstkritische Gesellschaft und eine Immunität gegenüber den Versuchungen des Nationalismus aufzubauen.
Wie aber kann sich Freiheit von Meinung und Lehre in öffentlichen Schulen und Universitäten entfalten, wenn der Staat eine bestimmte Ideologie propagiert? Ein Nationalstaat, der sich ideologisch festgelegt hat, neigt fast immer dazu, ein totalitäres System zu bilden. Er ist ein Feind der offenen Gesellschaft, des kritischen Diskurses. Eine europäische Türkei aber braucht ein Staats- und Gesellschaftssystem, das gerade auch die sensiblen und umstrittenen Themen offen und frei debattiert. Eine mit dem Mond- und Sternenbanner beflaggte Türkei, auf deren Straßen sich Lynchstimmung gegen Andersdenkende und Minderheiten breit macht, deren Polizei auf wehrlose Demonstrantinnen einprügelt, ist wohl genau das Gegenteil davon.
Nein, die Türkei in gegenwärtiger Verfassung, das ist kein Land auf dem Weg nach Europa. Nicht geringe Schuld an dieser eskalierenden Lage trägt die Regierung. Obwohl sie fast eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament besitzt und ein eindeutiges Mandat für die Reformierung des Landes bekommen hat, hat sie es bis jetzt versäumt, die auf dem Papier stehenden Reformen wirklich in die Tat umzusetzen. Statt dessen verhält sie sich, wahltaktisch motiviert, zögerlich gegenüber den schrillen Tönen der Nationalisten, ja stimmt von Zeit zu Zeit selbst mit ein.
So verfolgt die Türkei in der Kurdenfrage nach wie vor eine Politik der eisernen Faust. Ebenso liegt eine kritische Aufarbeitung der eigenen Geschichte vollkommen brach. Tabuthemen wie der Völkermord an den Armeniern oder die dunklen Seiten des Kemalismus bleiben weiter unangetastet. Offenbar wirkt sich der nationalkonservative muslimische Hintergrund der Regierungspartei jetzt als Hemmschuh aus. Den zumeist national orientierten säkularen Kräften waren die muslimischen Politiker immer ein Dorn im Auge. Wer aber hat die Hoheit über das "gesunde" Volksempfinden? Über die nationalen Emotionen der Bürger, die Empfindlichkeiten der türkischen Seele?
Die Reformer in der Türkei kommen eben nicht aus dem liberalen Lager. Kritisch und streng beäugt vom Militär und Bürokratieapparat dürfen sie sich sehr viele Seitensprünge nicht erlauben. Doch ihr Demokratieverständnis steht heute auf dem Prüfstand. Ministerpräsident Erdogan wird früher oder später Farbe bekennen müssen, wenn er auf dem Weg nach Europa weiterkommen will. Vielleicht ist der letzte Zug dann schon abgefahren.
www.welt.de
Was der Autor nicht erwähnt, dass der türk. Nationalismus erst durch den Flaggen Vorfall (KURDISCHER NATIONALISMUS) gesteigert wurde
Je selbstbewusster die PKK wird mit der Hilfe der EU desto mehr nationalisiert sich die Türkei
Leyla Zana, Haydar Isik sollten sich nicht so sehr auf die EU verlassen, denn je aktiver sie werden, desto mehr steigt die türk. Ablehnung
von paranoia würde ich nicht reden....die europäer denken die türken währen blauäugig und naiv und würden somit alles von der EU kommende gutheißen. Die DEHAP inszieniert sich als volkspartei, ist jedoch auch eine kurdisch-nationalistische partei (cevizkabugu am sa.)...das erkennt auch das türkische volk.
Die Türkeihasser von der Springer-Presse erhoffen sich wieder einmal selbtserfüllende Prophezeihungen.
Wer sind diese Doppelmoral beladenen Lügner schon, die sollen ersteinmal kurz rüber gucken, zu den Kommunisten die im Gegensatz zu der Türkei bereits in der EU sind und jetzt schon zweimal die Karre in den Dreck fuhren (EU-Verfassung verzögert, EU-Hilfen erlogen).
Nein, auch die Springer-Presse wird erkennen müssen SEVR bleibt den Christen ein Traum der sich für noch zehn Christenclubs nicht realisieren lassen wird.
Wir sind stolz auf die Türkei - mit und gerade wegen unserer Geschichte. Kein anderer hat einen derartigen Befreiungskrieg vorzuweisen, wie die Türkei. Die Verluste in Gelibolu lassen sie immer noch zittern - und das ist gut so.
Wir sind stolz auf die Türkei, weil sie nicht zum Ausverkauf steht. Geschichtsaufarbeitung ist nicht gerade die Stärke der Christen, selbt den der Deutschen nicht.
Wäre Hamburg, Nürnberg, Dresden, und, und, und nicht dem Erdboden gleichgemacht, hätten sie die judische Frage sicher nicht so offen artikuliert. Mit den Hereros sind die Deutschen ja auch ziemlich konspirativ.
Frankreich hat Konspirationstheorien bezüglich des Völkermord in Algerien in die Verfassung geschrieben. Ist meines Erachtens (noch) in der EU. Warum fragen die hinterfotzigen Reporter nicht mal beim Chirac nach.
Großbritanien hat als Kolonialmacht, so viele VERSCHIEDENE Völker hingerichtet, dass es schon schmerzt, in einen Christenclub wie die EU als Türkei reinzugehen.
Die sollen mal ersteinmal vor die eigene Hausflur fegen.
Wir lassen uns unsere schöne Türkei nicht nehmen, schon gar nicht von Brüssel - da müssen schon Männer kommen, keine Zeitungsreporter.
Ich finde es eigentlich nur interessant, dass ein (gemäßigter) Islamist wie Senocak in "Die Welt" publizieren darf.
Denen ist wohl jedes Mittel recht, um die Türkei zu diskreditieren.
Ich finde es eigentlich nur interessant, dass ein (gemäßigter) Islamist wie Senocak in "Die Welt" publizieren darf.
Denen ist wohl jedes Mittel recht, um die Türkei zu diskreditieren.
ein gemäßigter Islamist?
bist du sicher?
ein gemäßigter Islamist?
bist du sicher?
Ich habe einen Artikel von ihm gelesen, in dem er den Islam, das Osmanische Reich den Kalifen und den Sultan über den grünen Klee lobt und die Türkische Republik, den Kemalismus und den türk. Nationalismus schlecht redet.
Ich glaube sogar, dass dieser Artikel auch in "Die Welt" veröffentlich wurde.
Ich finde es eigentlich nur interessant, dass ein (gemäßigter) Islamist wie Senocak in "Die Welt" publizieren darf.
Denen ist wohl jedes Mittel recht, um die Türkei zu diskreditieren.
Naja wenn der Typ schin in der TAZ schreiben darf, warum dann nicht in "Die Welt"?
Ich habe einen Artikel von ihm gelesen, in dem er den Islam, das Osmanische Reich den Kalifen und den Sultan über den grünen Klee lobt und die Türkische Republik, den Kemalismus und den türk. Nationalismus schlecht redet.
Ich glaube sogar, dass dieser Artikel auch in "Die Welt" veröffentlich wurde.
Dass er ein Kritiker des kemalismus und türkischen Nationalismus ist, klar..
er kritisiert aber auch den (praktizierende) Islam:
Es fehlt die Bereitschaft zur Kritik der eigenen Traditionen
Muslime verurteilen den Mord an Theo van Gogh. Aber sie erkennen in dem Terror kein Grundproblem ihres Glaubens
von Zafer Senocak
Muslimische Intoleranz und Gewalt gegen Andersgläubige oder auch gegen Kritiker des Islam gehören in vielen islamischen Ländern zum Alltag. Gottlosigkeit wird nicht nur als Sünde angesehen, sondern kann auch je nach Gesetzeslage Gerichte beschäftigen oder zur sozialen Isolation führen. Sogar in einem säkularen Land wie der Türkei gab es noch in den neunziger Jahren religiös motivierte Mordanschläge.
Jetzt hat ein muslimischer Meinungshenker in den Niederlanden, in einem Mutterland der Toleranz, seine Untat verübt. Mit dem Mord an dem Filmemacher und Publizisten Theo van Gogh, der sich in seinen Werken sowohl kritisch als auch polemisch mit dem Islam beschäftigte, ist eine Schmerzgrenze überschritten worden. Wie so oft nach solchen Anschlägen haben viele muslimische Organisationen die Tat verurteilt. Doch der Protest erscheint in den Augen vieler Nichtmuslime als halbherzig, mehr ein Zugeständnis an die verletzten Gefühle des Gastgeberlandes als eine grundlegende Einsicht in das Problem. Kaum ein islamischer Geistlicher, geschweige denn ein frommer Laie ist willens und in der Lage, das Kernproblem in der Denkstruktur des eigenen Glaubens zu sehen.
Muslime fühlen sich heutzutage schnell attackiert. Sie haben das Gefühl, in einer permanenten Verteidigungshaltung ausharren zu müssen. Das schweißt sie zusammen und erschwert die kritische Selbstbetrachtung. Diese Geisteshaltung entfremdet die Muslime zunehmend von ihrer Umgebung. Sie macht aus ihnen eine Art verschworener Gemeinschaft, die in den Augen anderer zunehmend als gefährlich eingestuft wird.
Die Attacken auf islamische Einrichtungen in den Niederlanden, die nun als Reaktion auf die Mordtat stattfinden, machen deutlich, wie ernst die Lage ist. Der Islam in seiner gegenwärtigen Verfassung polarisiert nicht nur die Meinungen, er sorgt inzwischen auch für ein Klima, in dem der Rechtsstaat bedroht ist.
Die Muslime in Europa brauchen dringend eine Charta, in der die verbindlichen Regeln des Zusammenlebens mit Nichtmuslimen in einer demokratischen, offenen Gesellschaft festgeschrieben werden müssen. Wer sich nicht an diese Charta hält, müßte aus der Gemeinschaft der Gläubigen verstoßen werden und dürfte sich auch nicht auf die in der Verfassung garantierte Glaubensfreiheit berufen. Ein solcher Wertekanon aber kann nur dann entstehen, wenn es eine innere Debatte über die Konflikte des muslimischen Glaubens mit der Moderne gibt. Viele Muslime sind nicht einmal bereit, einen solchen Konflikt zu erkennen. Sie sind nicht bereit zur kritischen Analyse der eigenen Tradition, zu einer schonungslosen Gegenüberstellung ihres Glaubens mit der Lebenswirklichkeit in modernen Gesellschaften. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, warum ihre Kultur so wenig Kunst und Kreativität hervorbringt und ohne Verständnis, ja feindselig auf solche reagiert.
Nach der islamischen Tradition hat sich ein Muslim, der außerhalb der islamischen Welt lebt, grundsätzlich an die Gesetze seines Gastgeberlandes zu richten. Doch viele Muslime in Europa orientieren sich zunehmend weniger an den Gesetzen der demokratischen, pluralistischen Gesellschaft. Sie fühlen sich ja auch nicht mehr als Gäste, sondern als Mitglieder einer Minderheit, die verbissen um ihre Rechte streitet.
Dieses neue Selbstbewußtsein der Muslime führt keineswegs zu der erwünschten gesellschaftlichen Integration, sondern in den direkten Konflikt mit der Mehrheitsgesellschaft. Denn nicht selten nutzen radikale Muslime die Toleranz und die Werte- und Meinungsfreiheit aus, um letztendlich dagegen zu agieren. Ein solches Verhalten muß unterbunden werden, wenn wir unsere Demokratien erhalten wollen. Wer seinen Töchtern eine rigide Sexualmoral aufzwingt, die immer das weibliche Geschlecht benachteiligt, kann sich nicht auf demokratische Grundrechte berufen. Wer die Freiheit der Meinung und des künstlerischen Ausdrucks einschränken möchte, ist ein Feind der offenen Gesellschaft. Europa kann und sollte nicht die mühsam errungenen Werte der Aufklärung einem falsch verstandenen Toleranzbegriff opfern. Wer sich unter den Bedingungen der Freiheit unwohl fühlt, dem darf kein Kissen gereicht werden, auf dem er es sich bequem machen kann. Im Gegenteil: Eine demokratische Gesellschaftsordnung ist nur dann lebenstüchtig, wenn intolerantes Denken an der Wurzel gepackt wird. Es ist eine Aufgabe sowohl für die Bildungseinrichtungen, als auch die Akteure des geistigen Lebens, die Erzeuger des intellektuellen Klimas. Bisher aber haben all diese Institutionen versagt. Es ist erstaunlich, wie wenig Reaktionen es auch von Künstlern hierzulande auf den Mord an Theo van Gogh gegeben hat. Sind die Niederlande denn so weit?
Der in Ankara geborene Schriftsteller und Publizist Zafer Senocak lebt in Berlin.
Artikel erschienen
http://www.welt.de/tplpix/welt/dot.gifhttp://www.welt.de/tplpix/welt/dot.gifhttp://www.welt.de/tplpix/welt/dot.gif
Der Schakal
05.05.05, 18:26
Dieser Zafer Senocak geht mir langsam auf den Sack...er schreibt in seinen Artikeln zumeist Blödsinn...mal sehen was man diesbezüglich tun kann...hehe..;)
Dieser Zafer Senocak geht mir langsam auf den Sack...er schreibt in seinen Artikeln zumeist Blödsinn...da muss wohl eine neue Operation her...;)
vielleicht weil er die türkei aus der Sicht der Westen betrachtet.
ich persönlich, stimme seiner Kritik zu;)
Der Schakal
05.05.05, 18:49
vielleicht weil er die türkei aus der Sicht der Westen betrachtet.
ich persönlich, stimme seiner Kritik zu;)
In welcher kritik stimmst du ihm denn zu...zitiere ihn bitte...oder stimmst du mit dem ganzen Artikel überein?
In welcher kritik stimmst du ihm denn zu...zitiere ihn bitte...oder stimmst du mit dem ganzen Artikel überein?
ja, ganze Ausführung überzeugt mich
Der Schakal
05.05.05, 18:59
ja, ganze Ausführung überzeugt mich
jetzt musst du mir nur noch sagen welcher Artikel damit ich auch antworten kann...;) :D :)
Das liegt bei dir.:D
ich stimme beiden Artikel grundsätzlich zu und auch bereit mit tapfer zu verteidigen:)
muss aber gleich los. das mach aber nichts später kann ich auch lesen;)
Der Schakal
06.05.05, 16:12
Wie so oft nach solchen Anschlägen haben viele muslimische Organisationen die Tat verurteilt. Doch der Protest erscheint in den Augen vieler Nichtmuslime als halbherzig, mehr ein Zugeständnis an die verletzten Gefühle des Gastgeberlandes als eine grundlegende Einsicht in das Problem. Kaum ein islamischer Geistlicher, geschweige denn ein frommer Laie ist willens und in der Lage, das Kernproblem in der Denkstruktur des eigenen Glaubens zu sehen.
Selbstverständlich verurteilen wir Muslime und unsere Organisationen solch einen Anschlag. Wenn dies als halbherzig empfunden wird, so sollten sich die Nichtmuslime mal gedanken über ihre eigenen Stellungnahmen machen...wenn in Amerika Soldaten freikommen die kurz zuvor Moslems in einer Moschee erschiessen und dies ohne jeden Grund. Ich habe keine "Entschuldigung" vernommen. Im Gegensatz zu denen haben wir unseren Standpunkt klargemacht. Und ein Kernproblem in der Denkstruktur des Glaubens existiert meineserachtens nicht.
Muslime fühlen sich heutzutage schnell attackiert. Sie haben das Gefühl, in einer permanenten Verteidigungshaltung ausharren zu müssen. Das schweißt sie zusammen und erschwert die kritische Selbstbetrachtung. Diese Geisteshaltung entfremdet die Muslime zunehmend von ihrer Umgebung. Sie macht aus ihnen eine Art verschworener Gemeinschaft, die in den Augen anderer zunehmend als gefährlich eingestuft wird.
Zunächst einmal ist es richtig das die Muslime Seite an Seite zusammenstehen. Dies entfremdet die Muslime aber keineswegs von ihrer Umgebung. Wenn man schon als gefährlich eingestuft wird nur weil man zusammen steht und als Einheit fungiert, dann stimmt etwas mit dem Demokratischen System nicht. Das würde ja bedeuten, dass jeder Moslem sofort als Potenziler Mörder betrachtet wird. Und dies würde bedeuten, dass man Vorurteile aufbaut und dies ohne jeden Grund. Sind wir die Juden des 21.jahrhunderts?
Die Muslime in Europa brauchen dringend eine Charta, in der die verbindlichen Regeln des Zusammenlebens mit Nichtmuslimen in einer demokratischen, offenen Gesellschaft festgeschrieben werden müssen. Wer sich nicht an diese Charta hält, müßte aus der Gemeinschaft der Gläubigen verstoßen werden und dürfte sich auch nicht auf die in der Verfassung garantierte Glaubensfreiheit berufen. Ein solcher Wertekanon aber kann nur dann entstehen, wenn es eine innere Debatte über die Konflikte des muslimischen Glaubens mit der Moderne gibt. Viele Muslime sind nicht einmal bereit, einen solchen Konflikt zu erkennen. Sie sind nicht bereit zur kritischen Analyse der eigenen Tradition, zu einer schonungslosen Gegenüberstellung ihres Glaubens mit der Lebenswirklichkeit in modernen Gesellschaften. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, warum ihre Kultur so wenig Kunst und Kreativität hervorbringt und ohne Verständnis, ja feindselig auf solche reagiert.
Die Muslime in Eurpopa brauchen keinerlei Charta. Wenn sie sich an den Koran und die Sunna halten reicht das vollkommen. Und seine letzte Behauptung zeigt wie dämlich doch sein Ausspruch ist. Im Islam ist es die Pflicht eines Jeden Moslems seine Talente und Fähigkeiten auszubauen.
Es ist die Pflicht eines jeden Moslems sich so viel Wissen wie möglich anzueignen.
Die Attacken auf islamische Einrichtungen in den Niederlanden, die nun als Reaktion auf die Mordtat stattfinden, machen deutlich, wie ernst die Lage ist. Der Islam in seiner gegenwärtigen Verfassung polarisiert nicht nur die Meinungen, er sorgt inzwischen auch für ein Klima, in dem der Rechtsstaat bedroht ist.
Welch dämliche Argumentation. Gibt dem Islam die Schuld an dem Mord und sagt dann auch noch das es die Schuld der Moslems ist das Attacken auf islamische Einrichtungen stattfinden...
Nach der islamischen Tradition hat sich ein Muslim, der außerhalb der islamischen Welt lebt, grundsätzlich an die Gesetze seines Gastgeberlandes zu richten. Doch viele Muslime in Europa orientieren sich zunehmend weniger an den Gesetzen der demokratischen, pluralistischen Gesellschaft. Sie fühlen sich ja auch nicht mehr als Gäste, sondern als Mitglieder einer Minderheit, die verbissen um ihre Rechte streitet.
Fast alle Moslems halten sich an die Gesetze des jeweiligen Landes. Zudem sind wir eine Minderheit die natürlich für ihre eigenen Rechte streiten muss. Sollen wir alles hinnehmen? Nein.
Dieses neue Selbstbewußtsein der Muslime führt keineswegs zu der erwünschten gesellschaftlichen Integration, sondern in den direkten Konflikt mit der Mehrheitsgesellschaft. Denn nicht selten nutzen radikale Muslime die Toleranz und die Werte- und Meinungsfreiheit aus, um letztendlich dagegen zu agieren. Ein solches Verhalten muß unterbunden werden, wenn wir unsere Demokratien erhalten wollen. Wer seinen Töchtern eine rigide Sexualmoral aufzwingt, die immer das weibliche Geschlecht benachteiligt, kann sich nicht auf demokratische Grundrechte berufen. Wer die Freiheit der Meinung und des künstlerischen Ausdrucks einschränken möchte, ist ein Feind der offenen Gesellschaft. Europa kann und sollte nicht die mühsam errungenen Werte der Aufklärung einem falsch verstandenen Toleranzbegriff opfern. Wer sich unter den Bedingungen der Freiheit unwohl fühlt, dem darf kein Kissen gereicht werden, auf dem er es sich bequem machen kann. Im Gegenteil: Eine demokratische Gesellschaftsordnung ist nur dann lebenstüchtig, wenn intolerantes Denken an der Wurzel gepackt wird. Es ist eine Aufgabe sowohl für die Bildungseinrichtungen, als auch die Akteure des geistigen Lebens, die Erzeuger des intellektuellen Klimas. Bisher aber haben all diese Institutionen versagt. Es ist erstaunlich, wie wenig Reaktionen es auch von Künstlern hierzulande auf den Mord an Theo van Gogh gegeben hat. Sind die Niederlande denn so weit?
Das Selbstbewusstsein eines Moslems bringt ihn erst zur Integration. Erst wenn er sich selbst kennt und weiss aus welchem Kulturkreis u.s.w. er kommt wird er bereit zur Integration sein. Wie kann sich jemand in eine gesellschaft integrieren wenn er sich selbst nicht kennt? Das was der Autpor meint ist Assimilation. Integration? JA! Assimilation? NEIN!!! Seine ganze Argumenatationsstruktur ist meineserachtens vollkommen falsch und gründet auf keinerlei Fundament.
Der Schakal
06.05.05, 16:51
Das Gespenst der Unterdrückung von Meinungsfreiheit, die Gesichtszüge eines totalitären Staates, deren Organe mit demagogischer Finesse in der Bevölkerung Angst schüren und Sehnsüchte manipulieren und so für eine gefährliche und explosive Stimmungslage sorgen, zeichnen das Bild einer in höchstem Maße verunsicherten Gesellschaft. Wer die Türkei heute von außen betrachtet, kann ohne weiteres den Eindruck gewinnen, das Land bemühe sich um eine Integration mit China statt mit Europa.
Dies entbehrt meineserachtens jedweder Realität. Die Meiunungsfreiheit ist gestiegen und einen totalitären Staat gibt es nicht. Erst gestern habe ich bei ATV "Siyaset Meydani" gesehen wie Hrant Dink, Herr Mathupceyan und Hikmet Özdemir über die Armenier-Problematik diskutiert haben.
Panik, so scheint es, hat jene Kräfte erfaßt, die um den Verlust ihrer Macht fürchten, an vorderster Stelle sind hier die Militärs und der nationalistisch gesinnte bürokratische Apparat zu nennen. Es sind genau jene Kräfte, die durch ihre starrsinnige Haltung in Fragen der Demokratisierung und Liberalisierung des Landes die Entwicklung der Türkei in den neunziger Jahren gehemmt und das Land in eine tiefe wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise gestürzt haben. Daß die Mitgliedschaft in der EU sich nicht mit den nationalen Interessen der Türkei decken kann ist ihr Credo. Vielmehr verfolge die EU einen Geheimplan zur Aufteilung und Schwächung der Türkei. Konspirationstheorien haben Konjunktur.
Zunächst einmal sollte man die Ausgangslage erwähnen. Diese "unruhen" kamern nachdem Separatisten die türkische Flagge versucht haben zu verbrennen... In Deutschland wird dies sogar mit Gefängniss bestraft. Außerdem sind einige "Sachen" bzw. Agitationen der EU ziemlich fragwürdig. Und ein Blick Richtung China schadet nicht. Denn dann wird der EU hoffentlich bewusst das wir auch andere Partner haben.
Aber auch für Europa verheißt diese Entwicklung nichts Gutes. Für die Gegner einer türkischen EU-Mitgliedschaft besteht kein Grund zur Schadenfreude. Denn was dabei herauskommt, ist kein strategischer oder gar privilegierter Partner Europas, sondern bestenfalls Rußlands und in langer Perspektive vielleicht ein Geselle Chinas. Die Nationalisten in der Türkei versuchen heute die Weichen für morgen zu stellen. Sie schüren nicht nur eine antieuropäische Stimmung, sondern auch den Antiamerikanismus und den Antisemitismus, und das mit einigem Erfolg.
Antisemitismus in der Türkei? Die Türkei ist das einzige Land das nie Antisemitisch war. Antisemitsmus muss bekämpft werden und darf niemals FUß fassen in der Türkei. Antiamerikanismus liegt wohl eher daran, dass die Amis im Irak sind und dort Moslems mißhandeln und ermorden ...
Die überwältigende Mehrheit der Türken glaubt heute laut Umfragen, daß die USA eine Bedrohung für die Türkei darstellen. Der Krieg im Irak wird eindeutig negativ bewertet. Hitlers "Mein Kampf" ist inzwischen ein Bestseller. Ein Roman, in dem ein zukünftiger Krieg zwischen den USA und der Türkei thematisiert wird, gehört ebenfalls zu den derzeit am meisten gelesenen Werken. Die Stimmung richtet sich gegen den Westen schlechthin, ohne Differenzierungen, gelenkt von einer Ideologie des Hasses, von historisch tiefsitzenden Ängsten, die längst paranoide Züge angenommen haben.
In der Türkei denken kaum welche das die USA eine Bedrohung für die Türkei ist. Dies bezieht er nur auf das Buch "Metal Firtinasi". Wenn er meint das ein fiktives Buch die Türken repräsentiert und er daraus ableiten kann das die Türkei die USA als Bedrohung sieht dann ist er schief gewickelt. Leider ist das Buch Mein Kampf ein Bestseller. Doch man sollte auch das positive sehen. In diesem Buch sieht man ganz deutlich den Antisemitismus und den Hass. Jeder vernünftige Mensch der auch nur ein hauch von Intelligenz hat wird erkennen das dieses Buch purer Blödsinn ist etc..(das regt mich so auf das mir die Wort fehlen). Hass gegen den Westen wird keinesfalls geschürt, sondern die kritische Betrachtung. In jedem Land der EU gibt es Menschen die gegen den EU-Beitritt sind bzw. ´gegen die EU (z.B. GB). Und wenn er daraus ableitet das dies Hass sei...sollte er sich mal die frage stellen ob das nicht vielleicht lediglich eine kritische Betrachtung ist..
Die türkische Paranoia hat eine lange Tradition. Sie ist die Folge eines verspäteten Nationalismus, der sich nur in einem Kampf um Leben und Tod behaupten konnte. Leidtragende dieser tragischen und blutdurchtränkten Geschichte waren Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die nichttürkischen Minderheiten Anatoliens und die muslimische Bevölkerung auf dem Balkan. In diesem dunklen Kapitel versteckt sich seit 90 Jahren auch der von den Türken an den Armeniern verübte Völkermord.
Einen Völkermord an den Armeniern hat es nicht gegeben. Der türkische Nationalismus hat erst mit der Landung Atatürks in Samsun begonnen. Diese Befreiungsarmee hat die Türkei gegründet. In der Befreiungsarmee waren auch Nichtmuslimische Türken (griechische, armenische, jüdische). Daher existeirt auch keinerlei Paranoia.
Der Schriftsteller Orhan Pamuk hat den Völkermord an den Armeniern Völkermord genannt, wofür er nun angefeindet wird. Wird das, was geschehen ist, nämlich die fast gänzliche Vernichtung des armenischen Volkes auf anatolischem Territorium, harmloser, wenn man es Massaker nennt, statt Völkermord? Der überwiegende Teil der türkischen Presse führt derzeit eine infame Kampagne gegen den Autor, aus der demagogisch und propagandistisch aufgeladenen Bevölkerung kommen Morddrohungen.
Nein. Natürlich wird es nicht harmloser. Aber die Fakten zeigen dass es sich um einen Bürgerkrieg handelt und nicht um ein Völkermord. Es ist wichtig den Fakten entsprechend zu handeln und zu reden. Mehr als 500.000 Moslems wurden von armensichen Milizen ermordet. Und mehr als 2,5 Mio. Moslems fanden in diesem traurigen Kapitel den Tod.
Nicht wenige werten Orhan Pamuks Äußerungen als billige Medienstrategie, als den Versuch eines Schriftstellers, sich im Westen beliebt zu machen.
Ich auch.
Wie aber kann sich Freiheit von Meinung und Lehre in öffentlichen Schulen und Universitäten entfalten, wenn der Staat eine bestimmte Ideologie propagiert? Ein Nationalstaat, der sich ideologisch festgelegt hat, neigt fast immer dazu, ein totalitäres System zu bilden. Er ist ein Feind der offenen Gesellschaft, des kritischen Diskurses. Eine europäische Türkei aber braucht ein Staats- und Gesellschaftssystem, das gerade auch die sensiblen und umstrittenen Themen offen und frei debattiert. Eine mit dem Mond- und Sternenbanner beflaggte Türkei, auf deren Straßen sich Lynchstimmung gegen Andersdenkende und Minderheiten breit macht, deren Polizei auf wehrlose Demonstrantinnen einprügelt, ist wohl genau das Gegenteil davon.
Es wird garnichts propagiert. In der Türkei kann man über alle themen diskutieren. Schliesslich lernen wir in der Schule auch das was man uns vorsetzt. Deswegen bezeichne ich das aber nciht als "propagieren". Sonst könnte man ja sagen in Frankreich ist es nicht gestattet über den angeblichen völkermord zu diskutieren. Damit würde seine Argumentation auch auf Frankreich zutreffen und nicht nur das, sondern auch die Prügel franz. Polizisten gegen Demonstarnten. Dies sieht die EU nicht. Warum?
Nein, die Türkei in gegenwärtiger Verfassung, das ist kein Land auf dem Weg nach Europa. Nicht geringe Schuld an dieser eskalierenden Lage trägt die Regierung. Obwohl sie fast eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament besitzt und ein eindeutiges Mandat für die Reformierung des Landes bekommen hat, hat sie es bis jetzt versäumt, die auf dem Papier stehenden Reformen wirklich in die Tat umzusetzen. Statt dessen verhält sie sich, wahltaktisch motiviert, zögerlich gegenüber den schrillen Tönen der Nationalisten, ja stimmt von Zeit zu Zeit selbst mit ein.
Es braucht nunmal zeit einen ganzen Staat zu reformieren und dies auch durchzusetzen. Wenn es nämlich so einfach wäre, wären in Deutschland viele Reformen schon durchgesetzt auf die wir immer noch warten (z.B. Diskriminierung).
So verfolgt die Türkei in der Kurdenfrage nach wie vor eine Politik der eisernen Faust. Ebenso liegt eine kritische Aufarbeitung der eigenen Geschichte vollkommen brach. Tabuthemen wie der Völkermord an den Armeniern oder die dunklen Seiten des Kemalismus bleiben weiter unangetastet.
Eiserne faust=? :confused: was meint er denn damit? Das Armenier Thema ist und war kein Tabu-Thema in der Türkei. Eine kritische Aufarbeitung kann nur dann gelingen wenn Armenien und die Türkei an einem Strang ziehen um die Wahrheit herauszufinden. Diesbezüglich hat die Türkei den ersten Schritt unternommen in dem sie eine Historikerkomission vorgeschlagen hat...
Selbstverständlich verurteilen wir Muslime und unsere Organisationen solch einen Anschlag. Wenn dies als halbherzig empfunden wird, so sollten sich die Nichtmuslime mal gedanken über ihre eigenen Stellungnahmen machen...wenn in Amerika Soldaten freikommen die kurz zuvor Moslems in einer Moschee erschiessen und dies ohne jeden Grund. Ich habe keine "Entschuldigung" vernommen. Im Gegensatz zu denen haben wir unseren Standpunkt klargemacht. Und ein Kernproblem in der Denkstruktur des Glaubens existiert meineserachtens nicht. .
So geht aber nicht Schakal..wenn man zitat für zitat nimmt,die ganze einheitliche sinn wier übersehen..
Hier sehe ich im Kern des Glaubens ein Problem.Moslem -wenn sie auch verbal verurteilen-verstehen und nacvollziehen einen Mord gegen jemand,der als gottloser den Islam krisiert..Das haben wir schon in der Türkei genug gesehen..es sei nur auf brutaler Verbrechen in Sivas hinzuweisen,für den wir immer noch den Schuld Aziz Nesin geben
Die Muslime in Eurpopa brauchen keinerlei Charta. Wenn sie sich an den Koran und die Sunna halten reicht das vollkommen. Und seine letzte Behauptung zeigt wie dämlich doch sein Ausspruch ist. Im Islam ist es die Pflicht eines Jeden Moslems seine Talente und Fähigkeiten auszubauen.
Es ist die Pflicht eines jeden Moslems sich so viel Wissen wie möglich anzueignen. .
Das ist das Problem..die demokratisch-pluralistische moderne Gesellschaften sind sekülär,deren Ordnung sich nicht nach religiöse Gebote und heilige Bücher richtet..
Dies entbehrt meineserachtens jedweder Realität. Die Meiunungsfreiheit ist gestiegen und einen totalitären Staat gibt es nicht. Erst gestern habe ich bei ATV "Siyaset Meydani" gesehen wie Hrant Dink, Herr Mathupceyan und Hikmet Özdemir über die Armenier-Problematik diskutiert haben. .
Ich gebe dir Ansatzweise Recht.Jedoch dies geschieht im Zuge der EU und gibt es auch gegen diese demokratische Entfaltungen heftige Widerstand und Wut von der Seiten der Konservativ-Nationalisten
Zunächst einmal sollte man die Ausgangslage erwähnen. Diese "unruhen" kamern nachdem Separatisten die türkische Flagge versucht haben zu verbrennen... In Deutschland wird dies sogar mit Gefängniss bestraft. Außerdem sind einige "Sachen" bzw. Agitationen der EU ziemlich fragwürdig. Und ein Blick Richtung China schadet nicht. Denn dann wird der EU hoffentlich bewusst das wir auch andere Partner haben..
man hätte auch dagegen strafrechtlich vorgehen können.und auf sonstige Weise auch verurteilen..abgesehen davon,dass die Reaktion erst nach dem Ereignis aufgrund der Rede von Generalstabchef ausgelöst wurde, war sie eindeutig Unverhältnissmäßig
Antisemitismus in der Türkei? Die Türkei ist das einzige Land das nie Antisemitisch war. Antisemitsmus muss bekämpft werden und darf niemals FUß fassen in der Türkei. Antiamerikanismus liegt wohl eher daran, dass die Amis im Irak sind und dort Moslems mißhandeln und ermorden ...
Wie erklärst du die dann die Beliebtheit der Verschwörungstherien in der Türkei?
Sabetaycilik, Masonluk usw. Das waren und sind unsere Topthemen..vorher nur bei Moslem,jetz auch bei Link-Nationalisten findet Antisemitismus den Zuspruch
Und zum anderen Punkt; der türkische Nationalismus hatte schon vorher mit Ittihat ve terakki begonnen und Atatürk hat diese unvernünftige-nationalistische Politik Talat-cemal-Enver Pascha und deren Umgang mit Armeniern auf der ersten Natinalversammlung heftig kritisert
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