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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nichts neues: Drama vor Spanischer Küste



omar
19.05.06, 19:24
Madrid schaut weg

Mehr als 6500 afrikanische Bootsflüchtlinge sind in diesem Jahr auf den Kanarischen Inseln gelandet. Der spanische Innenminister droht ihnen mit Abschiebung - die Praxis sieht anders aus.

VON MARTIN DAHMS

Allein am Mittwoch und Donnerstag kamen fast 400 Immigranten mit sieben Booten auf den Ferieninseln Teneriffa und Gran Canaria an. Der Madrider Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba drohte den Zuwanderern die Abschiebung an: "Wer illegal nach Spanien einreist, wird ausgewiesen." Tatsächlich wurden von den mehr als 6500 in diesem Jahr auf den Kanaren gelandeten Flüchtlingen rund 4000 auf das spanische Festland gebracht. Die Zahl ist umso beeindruckender als im gesamten vergangenen Jahr "nur" 4800 Immigranten an den kanarischen Küsten aufgegriffen wurden. Das Problem scheint sich zu verschärfen. Doch das ist nur teilweise wahr.

Die Flucht übers Meer ist ein Drama für die Flüchtlinge, aber nicht für Europa. Ihr Anteil an der gesamten Immigration ist gering. In Spanien sind etwa die Hälfte aller im Land lebenden Nicht-EU-Ausländer ganz legal mit Touristenvisum eingereist, um dann zu bleiben - ohne Papiere. Auch wenn das Meer nicht das wichtigste Tor nach Spanien ist, versucht Madrid seit Jahren, den Bootsflüchtlingen das Vorhaben zu erschweren. Bis zum vergangenen Jahr mit Erfolg.

Im Sommer 2002 hatte die spanische Regierung begonnen, mit EU-Hilfe ein elektronisches Überwachungssystem an der andalusischen Küste zu installieren, das Flüchtlingsboote aber auch nächtliche Haschischtransporte erkennen und abfangen soll. Ein Hauptmotiv für den Aufbau des "Integrierten Systems der Außenüberwachung" war die steigende Zahl von Toten, die praktisch täglich an der Straße von Gibraltar zu beklagen ist.

Das System wurde Stück für Stück erweitert und wird zurzeit auf die Kanarischen Inseln ausgedehnt. In der Folge ging die Zahl der Bootsflüchtlinge in Spanien in zwei Jahren von gut 19 000 auf knapp 12 000 zurück.

Ein wichtiger Grund für diesen Rückgang war auch die verbesserte Zusammenarbeit mit Marokko, das seit dem Regierungswechsel in Madrid auf Bitten des Sozialisten Zapatero seine Außengrenzen stärker kontrolliert. Mit Marokko, Mauretanien, Nigeria und Guinea Bissau hat Spanien Rückführungsabkommen abgeschlossen; die Flüchtlinge anderer Nationalität können vorläufig bleiben, auch wenn sie einen offiziellen Ausweisungsbeschluss in die Hand gedrückt bekommen.

Über neue Routen, mit Ausgangspunkt Mauretanien und neuerdings Senegal, machen sich die Schwarzafrikaner nun auf, weil sie damit rechnen, nicht gleich wieder ausgewiesen zu werden. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte am Donnerstag, dass Spanien nun auch mit Senegal, Mali, Ghana, Kamerun und den Kapverden über Rücknahmeabkommen verhandele.

Marokko und Mauretanien haben sich darüber hinaus verpflichtet, sämtliche Flüchtlinge zurückzunehmen, die sich von ihrem Territorium aus nach Spanien auf den Weg gemacht haben. Doch dieses Instrument nutzt Spanien mit großer Vorsicht: Im Herbst vergangenen Jahres schickte Madrid 73 Schwarzafrikaner nach Marokko zurück und vor zwei Monaten 200 nicht-mauretanische Flüchtlinge nach Mauretanien. Eine offizielle Begründung für die Zurückhaltung gibt es nicht.

Es dürften humanitäre Erwägungen dahinter stecken. So werden wohl einstweilen noch viele Bootsflüchtlinge von den Kanaren aufs spanische Festland geflogen werden, wo sie auf eigene Faust und ohne Papiere ihr Glück suchen müssen.

http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=3e0a63e251d4944173997eebb afd0590

Kontra
19.05.06, 19:34
TÜRKEI

Dutzende illegale Einwanderer sterben bei Unfall

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind in der Türkei mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Ein Lastwagen war mit illegalen Einwanderern aus Afghanistan und Bangladesch unterwegs nach Europa. Als das Fahrzeug auf ein anderes auffuhr, kam es zur Tragödie.

Ankara - Der Unfall ereignete sich im Süden der Türkei in der Provinz Adana. Das Unglücksfahrzeug war auf einen stehenden anderen Lkw aufgefahren, wie der Gouverneur der Provinz mitteilte. Mindestens 40 Menschen starben, sieben weitere wurden verletzt.
Der Aufprall ist ersten Berichten zufolge sehr heftig gewesen. Der Lastwagen sei bei Osmaniye offenbar ungebremst auf einen Schwertransporter mit ausländischem Kennzeichen aufgefahren. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Der Unfallhergang lasse vermuten, dass der Lkw-Fahrer am Steuer eingeschlafen sei, berichtet der türkische Fernsehsender NTV. Der Mann kam ebenfalls bei dem Unfall ums Leben.
Die Türkei ist eines der Haupt-Transitländer für Menschenschmuggel nach Europa. Täglich versuchen illegale Einwanderer aus Asien und Afrika auf dem Land- oder Seeweg über die Türkei nach Griechenland oder Bulgarien einzureisen.

Quelle: Spiegel vom 19.05.2006

taycunist
20.05.06, 05:17
TÜRKEI

Dutzende illegale Einwanderer sterben bei Unfall

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind in der Türkei mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Ein Lastwagen war mit illegalen Einwanderern aus Afghanistan und Bangladesch unterwegs nach Europa. Als das Fahrzeug auf ein anderes auffuhr, kam es zur Tragödie.

Ankara - Der Unfall ereignete sich im Süden der Türkei in der Provinz Adana. Das Unglücksfahrzeug war auf einen stehenden anderen Lkw aufgefahren, wie der Gouverneur der Provinz mitteilte. Mindestens 40 Menschen starben, sieben weitere wurden verletzt.
Der Aufprall ist ersten Berichten zufolge sehr heftig gewesen. Der Lastwagen sei bei Osmaniye offenbar ungebremst auf einen Schwertransporter mit ausländischem Kennzeichen aufgefahren. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Der Unfallhergang lasse vermuten, dass der Lkw-Fahrer am Steuer eingeschlafen sei, berichtet der türkische Fernsehsender NTV. Der Mann kam ebenfalls bei dem Unfall ums Leben.
Die Türkei ist eines der Haupt-Transitländer für Menschenschmuggel nach Europa. Täglich versuchen illegale Einwanderer aus Asien und Afrika auf dem Land- oder Seeweg über die Türkei nach Griechenland oder Bulgarien einzureisen.

Quelle: Spiegel vom 19.05.2006

Nur tragische Ereignisse, die einem wirklich zum Nachdenken bringen! Wohin diese Welt hinsteuert:gewalt:

omar
26.05.06, 12:32
700 Meilen im Fischerboot



AUS TENERIFFA
REINER WANDLER

Die spanischen Behörden haben dazugelernt. Anders als im vergangenen Herbst, als tausende von Afrikanern die Grenzzäune der beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla überwanden, gibt es jetzt keine Lebensgeschichten von denen, die die gefährliche Reise von Afrika auf die Kanarischen Inseln geschafft haben.

Die Schwarzafrikaner, die zu tausenden mit lang gezogenen Fischerbooten, den Cayucos, auf den europäischen Außenposten mitten im Atlantik gelangen, sind nur Nummern. "134 in zwei Cayucos" - "645 in nur 24 Stunden" - "1.300 seit dem Wochenende". Waren die Flüchtlinge in Melilla dank einer liberalen Politik überall in der Stadt anzutreffen und konnten frei reden, scheinen sie in Teneriffa, der Insel, auf der jetzt die meisten ankommen, nicht zu existieren.

Untergebracht sind sie in Internierungslagern. Eines davon, La Hoya Fría, befindet sich unweit der Inselhauptstadt Santa Cruz neben einer Militärkaserne. Über vier Meter hohe, mit Scheinwerfern und Lautsprecher versehene Betonmauern umgeben das Gelände. Durch die Streben des blauen Metalltors sind graue Gebäude mit kleinen Fenstern zu sehen. Kein Beamter, kein Flüchtling weit und breit. Nur am Eingang, einem Betonturm mit Panzerglasfenster, sitzt jemand. "Einen Verantwortlichen wollen Sie sprechen?" Er verschwindet. Nach zehn Minuten gibt er durch das Sprechloch eine Telefonnummer beim Zentralkommissariat in Santa Cruz.

Die meisten Gestrandeten kommen im Hafen der Feriensiedlung Los Cristianos im Süden der Insel an. Hier an die Mole, von wo aus Jahr für Jahr 1,8 Millionen Touristen die Fähre zur Nachbarinsel Gomera nehmen, schleppen Seerettungsdienst und Polizei die Cayucos. Wenn eines der überfüllten Flüchtlingsboote ankommt, spielt sich immer die gleiche Szene ab. Die Polizei sperrt den Zugang zur Mole. Es gibt kein Durchkommen. Gespräche mit den Flüchtlingen werden nicht erlaubt. Das Personal der Seerettung trägt weiße Overalls, Brillen und Atemschutzmasken. Zwei mit Gummihandschuhen ausgerüstete Polizisten packen die Flüchtlinge an den Oberarmen und helfen ihnen beim Sprung hinüber an Land. Die meisten von ihnen lächeln. Sie haben es geschafft. Sie sind in Europa.

Unter den Augen der schaulustigen Touristen, die am Ende der Mole auf der Aussichtsterrasse des Fährterminals zusammengeströmt sind, geht es dann in eines der drei Zelte des Roten Kreuzes zur Erstuntersuchung und dann zum Kommissariat der Nationalpolizei in Las Américas nur wenige Kilometer weiter, wo sie einem Richter vorgeführt werden.

Das Kommissariat befindet sich am Rande der Urlaubersiedlungen Las Terrazas, Hotel Bitácora oder Hotel Vulcano, wo die Bettenburgen für sonnenhungrige Nordeuropäer stehen. Nichts deutet hier auf die Flüchtlingssituation hin. Um die Mittagszeit fahren plötzlich zwei Reisebusse vor. Beamte stellen sich im Spalier auf, ein Gittertor öffnet sich. Dahinter stehen die Flüchtlinge. Verstörte, ängstliche Gesichter. Jeder hat einen Aufkleber mit einer Nummer auf der Brust. "Hopp, hopp!", werden die Afrikaner in die Busse gescheucht. Ein Mannschaftswagen vorneweg, ein anderer hinterher, verschwinden sie zwischen Touristenbussen und Mietwagen auf der Autobahn. "Keine Auskunft", raunt ein Beamter auf die Frage, wohin sie gebracht werden. Später wird eine Telefonnummer in Santa Cruz mitgeteilt.
Unter dieser gibt es zwar auch keine Besuchsgenehmigung, der Pressebeamte gibt jedoch immerhin Zahlen über die Flüchtlinge bekannt. Auch wenn er zu dieser Auskunft nicht berechtigt sei. Im Betonbunker von Hoya Fría sind 300 interniert. Im Militärcamp Las Raices seien es 780 und in Las Américas über 100.

"Die Lager sind restlos überfüllt", sagt Lucambré Diouf, der Vorsitzende des Forums für Immigration, einem Beratergremium der Inselregierung. In ihm sind Gewerkschaften, Unternehmerverbände und Immigrantenvereinigungen vertreten. Hoya Fría sei nur für 238 Insassen ausgelegt. "Wir vom Forum haben keinen Zugang zu den Flüchtlingen", erklärt Diouf, ein Senegalese, der seit knapp 14 Jahren in Teneriffa lebt. Er ist auf Nachrichten aus seiner Heimat angewiesen, um zu rekonstruieren, wie die Überfahrten ablaufen. "Die Vermutung, dass Mutterschiffe die Cayucos auf hoher See aussetzen, um so die Überfahrt zu verkürzen, ist ein Gerücht", erklärt er. Die Flüchtlinge seien tatsächlich sieben bis neun Tage unterwegs. Hin und wieder legten sie auf ihrer über 1.200 Kilometer langen Reise an unzugänglichen Buchten an.

Ein Besuch in Buzanada, einem Ort im Landesinneren, 15 Kilometer von Los Cristianos entfernt, macht die Strapazen, in einem Cayuco zu reisen, deutlich. Auf dem Gelände einer Baufirma lagern 34 Boote. Sie sind zum Teil über 20 Meter lang. In der Mitte ist der Innenraum bis zu 1,50 Meter tief. Rund 100 Personen finden hier Platz. Alle Boote haben zwei Motoren. Einer im ständigen Einsatz, ein zweiter, fabrikneu und in Ölpapier verpackt, für den Notfall. Überall liegen Kleider, Schuhe und Schwimmwesten herum, die die Passagiere trugen. Der Innenraum war mit einer Plane geschützt. Leere Reissäcke zeugen von der spärlichen Kost auf der Überfahrt. Zum Kochen dienten Campinggasflaschen und Autofelgen, die als Holzkohlegrill dienten. Mehrere Holzboote sind auseinander gebrochen, als sie aus dem Wasser gehoben wurden. Die Rümpfe sind mit bunten Mustern bemalt. "Ya Salame" heißt eines, das andere "African Star".

"Oft sind unter den Immigranten Fischer aus dem Senegal", erzählt Diouf. Sie hätten genug Erfahrung, um mit Hilfe eines GPS die Route auf die Kanaren zu finden. 1.200 Euro koste die Reise. Aus Mauretanien, dessen Küste mittlerweile von einheimischen Soldaten und Spaniern kontrolliert wird, ist es nur halb so teuer.

Diouf macht sich Sorgen um die Rechte der Flüchtlinge. "Viele haben sicher Asylgründe, werden aber unzureichend informiert", befürchtet er. Die meisten sitzen 40 Tage im Lager. Wenn sie dann nicht in ihre Heimat abgeschoben werden können, weil unklar ist, woher sie stammen, oder weil es kein Rücknahmeabkommen gibt, werden sie auf das spanische Festland gebracht und dort freigelassen. "Das ist der soziale Tod", weiß Diouf. Ohne Papiere kein Job. "Sie enden in der Kriminalität, Prostitution oder im Drogenhandel."

Das Forum verlangt deshalb Einwanderungsabkommen mit den Herkunftsländern. "In Spanien und auch hier auf den Inseln besteht Bedarf an Einwanderung", sagt Diouf. Doch kennt er auch die Statistiken. "Die besagen: Das größte Cayuco ist das Flugzeug." Denn die meisten Einwanderer kommen mit einem Touristenvisum aus Lateinamerika und Osteuropa. Viele von ihnen finden Arbeit, das zeigt die Regularisierung von Einwanderern ohne Papiere im vergangenen Jahr. "Doch für Afrikaner scheint es keinen Platz zu geben", bedauert Diouf.

taz vom 26.5.2006, S. 4, 231 Z. (TAZ-Bericht), REINER WANDLER

http://www.taz.de/pt/2006/05/26/a0133.1/text.ges,1

Komiker
26.05.06, 13:37
habe Bericht gesehen, Europa kümmert sich einen Scheiß um Menschenrechte...die schiessen die schwarzen dort vom Zaun wie Vieh...dingen sich Marokkanische Ordnungskräfte die sich der Flüchtlinge in der Sahara entledigen...die Grenzen werden immer mehr Richtung Osten verschärft gesichert, somit wird der Weg für die Flüchtlinge immer weiter, die Todesrate steigt....es ist ein grausames Kalkül. Es muss etwas geschehen....

erst haben die fetten Säcke Europas und des mittleren Ostens ganz Afrika ausgeblutet, ausgesaugt...Mensch und Tier versklavt und jetzt, nachdem sie nichts getan haben für den entwurzelten Menschen keine Vision und Zukunft in einem reichen Land das täglich von den Großkonzernen ausgebeutet wird wollen sie sich mit Zäunen, Mauern und Waffen vor der Armut schützen...

Schaut genau hin!!!! Denn Euch wird es auch einmal so gehen, es sei denn ihr könnt Eure Akademiker-Ausbildung erfolgreich beenden, Euch Speichelleckend irgendwo für den Gattungsverrat bezahlen lassen damit dieses perfide System so noch ein paar Jahrzehnte überlebt mit unserer Hilfe!

zübeyde
26.05.06, 13:48
Das ist ganz klar ein "europäisches Prolem" und nicht nur ein spanisches Problem. Die Flüchtlinge wollen nach ganz Europa. Spanien ist für viele nur ein Durchgang.

Allerdings soll sich keiner hier in Europa was vormachen. Der Flüchtlingsstrom wird weitergehen. Damit umzugehen und umzudenken, daß die Welt sich die Grenzen selber wegreißen wird, und man keine Zäune so hoch wie geht einrichten kann; ja mit dem Gedanken muß man sich vertraut machen.

Komiker
26.05.06, 13:52
Das ist ganz klar ein "europäisches Prolem" und nicht nur ein spanisches Problem. Die Flüchtlinge wollen nach ganz Europa. Spanien ist für viele nur ein Durchgang.

Allerdings soll sich keiner hier in Europa was vormachen. Der Flüchtlingsstrom wird weitergehen. Damit umzugehen und umzudenken, daß die Welt sich die Grenzen selber wegreißen wird, und man keine Zäune so hoch wie geht einrichten kann; ja mit dem Gedanken muß man sich vertraut machen.

die Türkei sollte sich aber Gedanken machen, denn die Flüchtlingsströme werden immer weiter gen Osten gelenkt, Stück für Stück.... kein Blödsinn

diese Leute gehen zu tausenden in den Tod für die vermeintliche Chance, da waren Leute dabei die schon 5-10 Jahre versuchen abzuhauen....ZEHN JAHRE!!!! Einer war dabei, den haben die Marrokaner 2002 in die Sahara geworfen, mittenrein in den Sand...und er war 2006 wieder dabei am Zaun...macht dir das mal bewusst hoch 10

wenn die wissen, daß nur noch durch den mittleren Osten etwas geht.....dann wandern sie durch!

Da sind Leute durch die Sahara gegangen...die gaben nichts zu verlieren.

zübeyde
26.05.06, 13:58
die Türkei sollte sich aber Gedanken machen, denn die Flüchtlingsströme werden immer weiter gen Osten gelenkt, Stück für Stück.... kein Blödsinn

diese Leute gehen zu tausenden in den Tod für die vermeintliche Chance, da waren Leute dabei die schon 5-10 Jahre versuchen abzuhauen....ZEHN JAHRE!!!! Einer war dabei, den haben die Marrokaner 2002 in die Sahara geworfen, mittenrein in den Sand...und er war 2006 wieder dabei am Zaun...macht dir das mal bewusst hoch 10

wenn die wissen, daß nur noch durch den mittleren Osten etwas geht.....dann wandern sie durch!

Da sind Leute durch die Sahara gegangen...die gaben nichts zu verlieren.



Ich weiß Komiker, auch die Türkei spreche ich gerne an.
Sollen sich alle diese Anreiheländer den Kopf mal darüber zerbrechen, wie man ein menschenwürdiges Leben überall auf der Welt unterstützen kann. Anstatt sich mit Atombomben zu rüsten. Klingt zwar einfach, aber dieses Argument wird nie alt und verliert meiner Meinung nach auch nicht die Gültigkeit.

Es gibt Länder, die sich Mitten im Indischen Ozean Paläste bauen aus Gold, dann gibt es Länder, die einen toten Kometen im All wegschießen und dafür Millionen ausgeben. Gut alles notwendig. Aber wenn ich dagegen Zäune mitten in der Wüste sehe, dann ist das schon merkwürdig für meine Augen.

Es wird Zeit, zurückzugeben, was man stahl. Und diese Leute haben wirklich nichts zu verlieren, da hast Du Recht.

Komiker
26.05.06, 14:24
Es wird Zeit, zurückzuben, was man stahl. Und diese Leute haben wirklich nichts zu verlieren, da hast Du Recht.

Nur so geht es....Gerechtigkeit tun statt labern!!!

Unsere Politiker sind Labersäcke...sie sagen nicht was Sache ist und hängen am Schluss in den korrupten Sachzwängen der Uralt-Politik, die Politik

die die Mehrheit der Menschen schon IMMER ins Unglück gestürzt hat..

das muss aufhöhren!

zübeyde
05.06.06, 17:09
baz.ch
01.06.2006


Senegal setzt Abkommen mit Madrid aus

Madrid. AP/baz.



Der Senegal hat am Donnerstag ein mit Spanien getroffenes Abkommen über die Rücknahme von Flüchtlingen widerrufen. Madrid und Dakar hatten das Abkommen erst am Mittwoch unterzeichnet, wie ein Sprecher des spanischen Aussenministeriums sagte.


Noch am selben Tag nahm Spanien den Rücktransport erster Flüchtlinge von den Kanarischen Inseln auf. An Bord eines ersten Flugzeugs befanden sich 99 Personen, die illegal nach Spanien gelangt waren.

Nach der Ankunft des Flugzeugs habe die senegalesische Regierung der spanischen Botschaft ein Schreiben übermittelt, in dem der Stopp der Übereinkunft mitgeteilt wurde, erklärte der Aussenamtssprecher weiter. Zur Begründung habe Senegal erklärt, der Ausweisungsprozess weise Mängel auf. Die spanische Polizei erklärte, der Rücktransport sei unter «normalen und korrekten» Bedingungen erfolgt.


Die Kanarischen Inseln erleben derzeit einen Ansturm afrikanischer Flüchtlinge. Seit Beginn des Jahres trafen bereits knapp 7.000 Flüchtlinge ein.






http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=90C90A43-1422-0CEF-7006F17C2A308E99

omar
05.06.06, 18:34
Erneut Flüchtlingsdrama vor Sizilien


Die Leichen von zwölf Afrikanern hatten sich in den Netzen zweier Fischerboote verfangen. (http://www.welt.de/data/2006/06/04/902921.html)



Rom - Die Leichen von zwölf vermutlich aus Nordafrika kommenden Flüchtlingen sind im Meer in der Nähe der süditalienischen Inseln Sizilien und Lampedusa gefunden worden. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten sich die Toten am Donnerstag in den Netzen eines italienischen und eines spanischen Fischerbootes verfangen, berichtete die Zeitung „La Repubblica“ am Sonntag. Wahrscheinlich sei ein voll besetztes Flüchtlingsboot in hoher See gekentert, hieß es. Wie viele Einwanderer bei dem Unglück im Mittelmeer ums Leben gekommen sind, war unklar.

Da sich das italienische Boot in internationalen Gewässern befunden habe, seien die Fischer angewiesen worden, den Hafen Misurata in Libyen anzulaufen. Dort wollten die libyschen Behörden den genauen Hergang des Unglücks überprüfen, hieß es. Jedoch war unklar, warum die Polizei die Besatzung des Bootes so lange festhielt. „Wir sind jetzt seit drei Tagen in dem Hafen blockiert und wissen nicht warum“, sagte der Kapitän des Bootes.

Erst am Samstag waren 15 Flüchtlinge vor der Küste Maltas ertrunken, nachdem ihr Boot in schwerer See gekentert war. Neun Passagiere wurden von der Besatzung eines herbei geeilten Tankers gerettet und nach Malta gebracht, berichteten die Behörden der Mittelmeerinsel. WELT.de/dpa



Artikel erschienen am So, 4. Juni 2006

Asli
05.06.06, 20:59
habe Bericht gesehen, Europa kümmert sich einen Scheiß um Menschenrechte...die schiessen die schwarzen dort vom Zaun wie Vieh...dingen sich Marokkanische Ordnungskräfte die sich der Flüchtlinge in der Sahara entledigen...die Grenzen werden immer mehr Richtung Osten verschärft gesichert, somit wird der Weg für die Flüchtlinge immer weiter, die Todesrate steigt....es ist ein grausames Kalkül. Es muss etwas geschehen....

erst haben die fetten Säcke Europas und des mittleren Ostens ganz Afrika ausgeblutet, ausgesaugt...Mensch und Tier versklavt und jetzt, nachdem sie nichts getan haben für den entwurzelten Menschen keine Vision und Zukunft in einem reichen Land das täglich von den Großkonzernen ausgebeutet wird wollen sie sich mit Zäunen, Mauern und Waffen vor der Armut schützen...

Schaut genau hin!!!! Denn Euch wird es auch einmal so gehen, es sei denn ihr könnt Eure Akademiker-Ausbildung erfolgreich beenden, Euch Speichelleckend irgendwo für den Gattungsverrat bezahlen lassen damit dieses perfide System so noch ein paar Jahrzehnte überlebt mit unserer Hilfe!:aferin:

Asli
05.06.06, 21:04
In Europa Menschenrechte?

Meiner Meinung nach alles nur Propaganda ... bevor sie auf andere den Zeigefinger richten, sollen sie sich erste einmal mit sich selbst beschaeftigen....

So kann das nicht mehr weitergehen! Es muss eine gerechtere Weltordung her, in der nicht nur eine Minderheit auf Kosten anderer lebt wie bisher ....

Ich sage da 'immer' 2000 Jahre Judenverfolgung, 1000 Jahre Kreuzfaherer (werdet ihr noch sehr oft von mir hoeren).... Mit dieser Mentalitat muss endlich Schluss sein.

Es gibt genu auf dieser Welt, aber wie Gandhi mal meinte, anscheinend nicht genug fur die Habgier mancher ...

Asli
05.06.06, 21:11
Ich muss mich noch nochmal melden ... wenn ich sowas lese, macht mich das einfach nur wutend....

In den Afrikanischen Landern haben sie wahrscheinlich die (1) meisten Resourcen auf der Welt... und hinzu kommt (2) das diese Lander geographisch sehr schoen sind ... ach, ich reg mich da viel zu sehr druber auf!!!! Ihr wisst schon was ich meine ...

Jedenfalls kennt Europa Migranten erst so richtig nach dem 2. Weltkrieg ... so richtige Resourcen hat Europa nicht ... es gibt hier gar nichts, und wie "menschlich" sie sind, kriegen wir ja auch im Alltag mit ... Jedenfalls muss man mit diesen Landern "fair" handeln, anstatt sie auszubeuten ... man muss an den WURZELN etwas andern und nicht mehr Zaune aufbauen...

omar
05.06.06, 21:40
man mit diesen Landern "fair" handeln
Dann würde aber unser Wohlstand darunter leiden. Bist du bereit deinen Luxus für irgendwelche Buschmenschen aufzugeben?

Carlito
05.06.06, 21:58
Dann würde aber unser Wohlstand darunter leiden. Bist du bereit deinen Luxus für irgendwelche Buschmenschen aufzugeben?

Omar das unnötig und rassistisch. Hätte ich von dir ehrlich gesagt nicht erwartet !

Asli
05.06.06, 21:58
Das ist das Neoliberale Geschwatz ... nach dem Motto "entweder ... oder...."

Dazu muss man wissen, dass diese Konzerne sich die Resourcen schnappen, aber sie uns fur den Standardpreis hier verkaufen ... von daher wirtschaften die nur in ihre eigene Tasche ... zum Beispiel United Fruits hat sogar in Latein und Mittelamerika ganze Regierungen gesturzt, um an ihre Bannanen ran zu kommen ....
Ich bin der Meinung du solltest dich besser informieren, bevor du solche Behauptungen aufstellst und "Buschmenschen"... wenn du Turke bist... ich garantiere dir, so einen Geschwatz hast du bestimmt niemals von deinen Eltern gehort....das war echt unnotig ....

omar
05.06.06, 22:16
Omar das unnötig und rassistisch. Hätte ich von dir ehrlich gesagt nicht erwartet !
Spiegelt auch nicht meine Meinung wieder sondern die Meinung derer, die was zu sagen haben in dieser Welt. Und leider auch viele in meiner Umgebung. Auch wenn sie das nicht so krass gesagt haben, wie ich es oben tat, haben sie es zu 100% so gemeint.

Carlito
05.06.06, 22:19
Spiegelt auch nicht meine Meinung wieder sondern die Meinung derer, die was zu sagen haben in dieser Welt. Und leider auch viele in meiner Umgebung. Auch wenn sie das nicht so krass gesagt haben, wie ich es oben tat, haben sie es zu 100% so gemeint.
Ok dann ist das was anderes.

Die meisten Einheimischen(überall in der W), betrachten Einwanderer abfällig, da hast du recht.

Asli
05.06.06, 22:30
Da ich von dir bisher nur vernuftiges gelesen habe, schliesse ich mich dem an bzw. kann mir vorstellen, dass meistens wirklich so geredet wird und du solche Wortwahl nicht begrusst...

Ich glaube, dass es trotzdem "machbar" ist und man muss auch endlich einige richtige Massnahmen treffen (auch um der eigenen Sicherheitswillen). So kann das nicht mehr weitergehen.

omar
05.06.06, 22:42
Ich glaube, dass es trotzdem "machbar" ist und man muss auch endlich einige richtige Massnahmen treffen (auch um der eigenen Sicherheitswillen). So kann das nicht mehr weitergehen.
Wir sind bestimmt nicht die ersten, welche diese Umstände als Problem auffassen. Trotzdem ist bis jezt nicht viel passiert und ich glaube auch ehrlichgesagt nicht, dass in naher Zukunft das Blatt für diese Menschen wandeln wird.
Auf der einen Seite gibt es die Masse von Menschen, denen es schlicht und einfach scheisegal ist, solange es ihnen selbst gut geht. Und das ist die Mehrzahl.
Dann gibt es solche Menschen, die diese Ungerechtigkeit nicht begrüßen, aber auch nicht wirklich was dagegen machen. (dazu gehöre ich). Was will man auch dagegen machen? Der einfache Bürger kann garnichts machen.
Hier stehen viel zu große Interessen auf dem Spiel, die von mächtigen Konzernen um jeden Preis(auch Menschenleben) duchgezogen werden.

Wie krass diese Ungerechtigkeit ist kann man sich hier mal ansehen.

http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=8086&highlight=dorf

moxx
06.06.06, 15:07
Jedenfalls kennt Europa Migranten erst so richtig nach dem 2. Weltkrieg ... so richtige Resourcen hat Europa nicht ... es gibt hier gar nichts, und wie "menschlich" sie sind, kriegen wir ja auch im Alltag mit ... Jedenfalls muss man mit diesen Landern "fair" handeln, anstatt sie auszubeuten ... man muss an den WURZELN etwas andern und nicht mehr Zaune aufbauen...
Das Europa Migranten erst seit dem 2. Weltkrieg kennt, ist nicht wahr. Es gibt unendlich viele Beispiele die dagegen sprechen an vielen sind z.B. die Türken schuld.
Naja aber wie auch immer, du hast recht richtige Resourcen haben wir in Europa nicht (einwenig Öl in der Nordsee und Bäume im Norden), da ist es doch eigentlich ganz gut, dass Afrika sie hat, in Form von Bodenschätzen, sollte man meinen.
Jedoch sind sie in Afrika nicht fähig (Botsvana ausgenommen) dies auch zu nutzen. Es ist wirklich erschreckend. Was meinst du bitte mit "fair handeln", dass ist ja schön gefordert aber wie bitte soll das aussehen? Ich hab einmal in einem dritte Welt Laden nachgefragt, was dies denn hieße "fair gehandelter Kaffee", zurück kam irgendwas verquarstes von wegen Ausbeutung und faire Löhne usw. konkretes gab es nicht.
Also sei mal genauer mit "fairem Handel" und mach einmal ein paar konkrete Vorschläge für Afrika, ich mach mir ständig Gedanken drüber, aber dann seh ich die Nachrichten und alles sieht wieder anders aus.

Denn selbst Botsvana dem einzigen Sub-Sahara Land dem es wirtschaftlich besser geht als 1960 (!!!), hat eine HIV-Rate von fast 40%. Die Regierung hat sich einfach geweigert es als ein Problem anzusehen...

P.S. und bitte bitte, lass die Kreuzzügesache bleiben, damit machst du dich nur lächerlich.

Asli
06.06.06, 19:51
Zitat von Omar:
Wir sind bestimmt nicht die ersten, welche diese Umstände als Problem auffassen. Trotzdem ist bis jezt nicht viel passiert und ich glaube auch ehrlichgesagt nicht, dass in naher Zukunft das Blatt für diese Menschen wandeln wird.
Auf der einen Seite gibt es die Masse von Menschen, denen es schlicht und einfach scheisegal ist, solange es ihnen selbst gut geht. Und das ist die Mehrzahl.
Dann gibt es solche Menschen, die diese Ungerechtigkeit nicht begrüßen, aber auch nicht wirklich was dagegen machen. (dazu gehöre ich). Was will man auch dagegen machen? Der einfache Bürger kann garnichts machen.
Hier stehen viel zu große Interessen auf dem Spiel, die von mächtigen Konzernen um jeden Preis(auch Menschenleben) duchgezogen werden.


Ja, da gebe ich dir vollkommen recht.


Seh ich genauso …



@Moxx

Warum stimmt das denn nicht, dass es in "West- Europa" (um konkreter zu sein) nicht so richtig Migranten gab??? Gab es vorher etwa Pakistaner, Inder, Menschen aus aller Welt? Naturlich koennte man jetzt die historischen Wanderungen aufzeichnen oder wie die Araber von Cordoba vertrieben wurden usw....(oder wie die Hunen, die bekanntliche Turken waren, die Goten vertrieben haben...)
Woran sollen denn die Turken "schuld" sein? Zuerst musst du mir das mal erklaren …
Und wenn du meinst, ich mache mich lacherlich, lieber moxx, weil ich Kreuzfahrer erwahnt habe, dann macht sich wohl der Altbundeskanzler Helmut Schmidt laecherlich, oder? Es gab ja mal ein grosses Aufsehen uber ihn, weil er gesagt hat, dass es ein Fehler war Migranten aufzunehmen, aber leider haben viele nicht weitergelesen. Er hat namlich genau das gesagt, was ich auch immer behaupte: Europa ist nicht fahig mit Migranten umzugehen, weil es 2000 Jahre Judenverfolgung gab und man versucht hat 1000 Jahre in den Mittleren Osten einzudringen. Ich musste oder kann das jetzt leider nur paraphrasieren, aber im Internet ist das Interview findbar. Ich glaube, dass DU dich lacherlich machst, wenn du nicht sehen kannst, dass die Imperialpolitik auch nach dem 2. Weltkrieg, trotz der sogenannten "Entkolonisierung" weiterstattfindet –ubrigens eine Aussage, die sogar der ehemalige Aussenminister Fischer in einer Phoenix-Dokumentation gesagt hat, er hat den Begriff "Kolonialpolitik" verwendet (leider kann ich dir nicht mehr sagen, welche es war). Was meinst du denn, wer diese Diktatoren unterstutzt?! Es ist eine Illusion zu glauben, dass das Christentum eine Religion des Friedens sei: die "Aufklarung" ist als Gegenbewegung entstanden und das Christentum ware gerne "humanistisch" ... (indem sie in Afrika Bibeln verteilt und 100 US$ reinlegt ...) Hort sich nicht schoen an. Ich weiss, aber dafur kann ich nichts. Ist so.
Ich "personlich" kann keine konkrete Vorschlage machen, aber es gibt genug Experten, die Entwurfe haben und es wurden sicherlich auch schon viele Bucher druber geschrieben und in den Ministerien sind diese auch bekannt. Und ausserdem, da ich manchmal Englische Nachrichten lese, habe ich dort mal gelesen, dass zum Beispiel Britische Universitaten "fair trade" Produkte in ihren Uni- Laeden anbieten und dass sich das ausweitet. Naturlich ist es ein Teufelskreis, weil manchmal schmecken die Produkte nicht so gut und sind dazu auch noch teuerer. Die haben halt nicht das Geld, wie grosse Konzerne, die Produkte zu entwickeln … Man muss das "System" umstellen …
Auch wenn ich da keine Expertin bin und auch wirklich alles andere als eine Marxisten bin, darf ich mich doch wohl trotzdem druber aufregen ... wie dem auch sei, im Moment finde ich es auch hoffnunglos, aber Begegnung mit Aktivisten, die sich tagtaglich fur "fair trade" einsetzen und auf diese Misstande Aufmerksam machen, sagen mir, dass es ja schon mal ein "Anfang" ist ….
HIV: wie schon gesagt, ich bin keine Expertin und es gibt andere die Wissen da mehr druber bzw. bschaftigen sich regelmassig damit, aber die HIV Medikamente koennen sich diese Leute gar nicht leisten und die Konzerne wurden das auch niemals zulassen … ich habe Berichte gelesen, wie diese Grosskonzerne aber dafur Medikamente in Afrika testen ... zum Beispiel, die "Pille" haben sie an Afrikanischen Frauen ausgestest, bis sie perfektioniert wurde ... Es gibt auch Berichte, wo sie grosse Umweltschaeden anrichten, die Grosskonzerne. Oder "Nike" hat sich erst "zivilisiert" weil es auf Proteste gestossen ist (hat die Schuhe durch Kinderarbeit herstellen lassen)... und irgendwo muss man doch anfangen. Sei es dass es mich "nur" druber Aufrege...ich finde, dass es wenigstens meine Pflicht ist zu wissen, dass ich auf Kosten anderer Menschen lebe ... hoert sich auch nicht schoen an, ist aber so... Ich lebe auf Kosten anderer Menschen. Ich bin nur eine kleine Schraube in einem Raederwerk ... ich hatte gerne das es anders tickt, das Raederwerk, aber ich sitzt halt nicht am Hebel...

moxx
06.06.06, 22:18
@Moxx

Warum stimmt das denn nicht, dass es in "West- Europa" (um konkreter zu sein) nicht so richtig Migranten gab??? Gab es vorher etwa Pakistaner, Inder, Menschen aus aller Welt? Naturlich koennte man jetzt die historischen Wanderungen aufzeichnen oder wie die Araber von Cordoba vertrieben wurden usw....(oder wie die Hunen, die bekanntliche Turken waren, die Goten vertrieben haben...)
Woran sollen denn die Turken "schuld" sein? Zuerst musst du mir das mal erklaren …
Und wenn du meinst, ich mache mich lacherlich, lieber moxx, weil ich Kreuzfahrer erwahnt habe, dann macht sich wohl der Altbundeskanzler Helmut Schmidt laecherlich, oder? Es gab ja mal ein grosses Aufsehen uber ihn, weil er gesagt hat, dass es ein Fehler war Migranten aufzunehmen, aber leider haben viele nicht weitergelesen. Er hat namlich genau das gesagt, was ich auch immer behaupte: Europa ist nicht fahig mit Migranten umzugehen, weil es 2000 Jahre Judenverfolgung gab und man versucht hat 1000 Jahre in den Mittleren Osten einzudringen. Ich musste oder kann das jetzt leider nur paraphrasieren, aber im Internet ist das Interview findbar. Ich glaube, dass DU dich lacherlich machst, wenn du nicht sehen kannst, dass die Imperialpolitik auch nach dem 2. Weltkrieg, trotz der sogenannten "Entkolonisierung" weiterstattfindet –ubrigens eine Aussage, die sogar der ehemalige Aussenminister Fischer in einer Phoenix-Dokumentation gesagt hat, er hat den Begriff "Kolonialpolitik" verwendet (leider kann ich dir nicht mehr sagen, welche es war). Was meinst du denn, wer diese Diktatoren unterstutzt?! Es ist eine Illusion zu glauben, dass das Christentum eine Religion des Friedens sei: die "Aufklarung" ist als Gegenbewegung entstanden und das Christentum ware gerne "humanistisch" ... (indem sie in Afrika Bibeln verteilt und 100 US$ reinlegt ...) Hort sich nicht schoen an. Ich weiss, aber dafur kann ich nichts. Ist so.
Ich "personlich" kann keine konkrete Vorschlage machen, aber es gibt genug Experten, die Entwurfe haben und es wurden sicherlich auch schon viele Bucher druber geschrieben und in den Ministerien sind diese auch bekannt. Und ausserdem, da ich manchmal Englische Nachrichten lese, habe ich dort mal gelesen, dass zum Beispiel Britische Universitaten "fair trade" Produkte in ihren Uni- Laeden anbieten und dass sich das ausweitet. Naturlich ist es ein Teufelskreis, weil manchmal schmecken die Produkte nicht so gut und sind dazu auch noch teuerer. Die haben halt nicht das Geld, wie grosse Konzerne, die Produkte zu entwickeln … Man muss das "System" umstellen …
Auch wenn ich da keine Expertin bin und auch wirklich alles andere als eine Marxisten bin, darf ich mich doch wohl trotzdem druber aufregen ... wie dem auch sei, im Moment finde ich es auch hoffnunglos, aber Begegnung mit Aktivisten, die sich tagtaglich fur "fair trade" einsetzen und auf diese Misstande Aufmerksam machen, sagen mir, dass es ja schon mal ein "Anfang" ist ….
HIV: wie schon gesagt, ich bin keine Expertin und es gibt andere die Wissen da mehr druber bzw. bschaftigen sich regelmassig damit, aber die HIV Medikamente koennen sich diese Leute gar nicht leisten und die Konzerne wurden das auch niemals zulassen … ich habe Berichte gelesen, wie diese Grosskonzerne aber dafur Medikamente in Afrika testen ... zum Beispiel, die "Pille" haben sie an Afrikanischen Frauen ausgestest, bis sie perfektioniert wurde ... Es gibt auch Berichte, wo sie grosse Umweltschaeden anrichten, die Grosskonzerne. Oder "Nike" hat sich erst "zivilisiert" weil es auf Proteste gestossen ist (hat die Schuhe durch Kinderarbeit herstellen lassen)... und irgendwo muss man doch anfangen. Sei es dass es mich "nur" druber Aufrege...ich finde, dass es wenigstens meine Pflicht ist zu wissen, dass ich auf Kosten anderer Menschen lebe ... hoert sich auch nicht schoen an, ist aber so... Ich lebe auf Kosten anderer Menschen. Ich bin nur eine kleine Schraube in einem Raederwerk ... ich hatte gerne das es anders tickt, das Raederwerk, aber ich sitzt halt nicht am Hebel...

Hallo Asli,

schön das du dir soviel Mühe gemacht hast, ich werde versuchen es dir gleich zu tun.

zu 1. und 2. Selbstverständlich gab es vor 60 Jahren noch keine große Einwanderung aus Afrika oder Asien, da hast du schon Recht, es gibt aber unzählige Beispiele von Innereuropäischer Migration. Diese geschah aus den verschiedensten Gründen, wie das eben immer so ist, wirtschaftlichen/religiösen/politischen und verstehe mich nicht falsch, auch da kam es zu massiven Konflikten. So kann ich mir durchaus vorstellen, dass beispielsweise die Berliner im 17. Jahrhundert auch übertölpelt waren, als ihre Stadt fast zu 1/3 mit Franzosen bewohnt war, die dann auchnoch eine andere Religion hatten usw.
Dennoch es hat sie gegeben, am meisten im Osten und Südosten und da kommen dann auch die Türken ins Spiel. Viele Einwanderer ließen die Habsburger an ihren Grenzen zum Osmanischen Reich ansiedeln, da sie meist vollkommen entvölkert waren. Vielleicht hast du schon einmal etwas von der "Schwäbischen Türkei" gehört, die liegt im heutigen Ungarn und ist eine Region, in der Schwäbische Siedler in Wehrdörfern gegen die Türken angesiedelt wurden. Auch die Völkervielfalt auf dem Balkan geht darauf zurück.
Ein weiteres Beispiel für, diesmal sogar außereuropäischer Einwanderung vor den 60zigern, in die die Türken verwickelt waren, ist die noch heute recht starke armenische Gemeinde in Frankreich.

zu 3. So Helmut Schmidt hat das gesagt und das ist dann Beweis genug, dass Europa nicht mit Einwanderern umgehen kann und die Kreuzzüge und Judendiskriminierung daran schuld sind. Ehrlich gesagt eine ziemlich schwache Argumentationskette nicht wahr. Aber schön, ich weiß dass in der muslimischen Welt die Kreuzzüge eine große Rolle spielen, ich halte das für recht lächerlich, in Europa hält den Türken ja auch keiner mehr die Hunnenangriffe vor, oder dass sie den ganzen Balkan unterwarfen der vorher schön in christlicher Hand war, oder?
Die Kreuzzüge sind seid Jahrhunderten vorrüber und wenn jemand damit anfängt ist dies lächerlich.
Aber zum eigentlichen Punkt, nämlich dass Europa keine Einwanderer verträgt, bzw. das sie keine aufnehmen können: Die westliche Welt ( also die USA Kanada usw mal mitgenommen) ist so ziemlich der einzige teil dieser Welt in der Einwanderer einigermaßen freundlich aufgenommen werden. INformiere dich einmal über die Situation von Einwanderern in Arabischen Staaten, wie bspw. Qatar oder den VAE, da sieht es ganz übel aus. Natürlich Einwanderer wirken so gut wie immer bedrohlich auf die einheimische Bevölkerung, aber ich denke im Vergleich zu anderen Nationen bzw. Kulturen machen wir uns gar nicht schlecht. Ich habe keine Berichte über Einwanderer in der Türkei (wahrscheinlich weil es auch nicht allzuviele gibt, ich habe einmal herumgesucht weil ich in einem Vortrag über Asylanwärter in Europa was über die Zustände in der Türkei gehört habe, bin aber noch auf nichts gestoßen). Mal schauen vielleicht findet sich noch etwas.
Noch etwas: Ich habe nie behauptet das Christentum sei eine Religion des Friedens, nochsowenig behaupte ich das über den Islam.

zu 4. und 5. Ich weiß, dass sich die Sache mit den "fair trade" Produkten ausweitet, jedoch versteh ich nicht was sich dahinter versteckt. Ich hatte gehoft, dass du es mir erklären kannst, aber das scheinst du ja leider auch nicht zu können. Einzig eines kann man beobachten: die Preise liegen weit über dem normalen Marktpreis, was nun wenn sich der Afrikaner/Südamerikaner oder wer auch immer, sich schön auf seinem "fair trade Preis" ausruht und auf deine Kosten lebt? Darum geht es ja: was ist ein fairer Preis und wie errechnen wir ihn???
Ein Anfang ist es auf alle Fälle aber, dann muss man auch weiter gehen als nur ein "fair trade"-Aktivist zu sein.

zu 6. Man brauch keine Expertin über AIDS und HIV zu sein um eine Sache zu verstehen: HIV und somit ADIS läst sich mit Kondomen an der Übertragung hindern. Kondome sind keine Wundermedizin, sondern nur Latex und recht billig. Sie müssen nicht speziell gelagert werden und schwer sind sie auch nicht, außerdem ist ihr Gebrauch recht einfach zu erklären. Das ist das einzige was viele Nationen v.a. im südlichen Afrika hatten machen müssen, Kondome verteilen, offen über Gefahren sprechen und den Menschen erklären wie sie sie zu benutzen haben. Das haben sie aber nicht, sie haben einfach geleugnet, dass ADIS ein Problem ist, weil es ihnen unangenehm war und nun haben sie den Salat. Ein Freund von mir aus Südafrika hat mir erzählt, dass Männer dort Jungfrauen, sogar Babys vergewaltigen, weil sich standhaft das Gerücht hält, man müsse nur Sex mit einer Jungfrau haben, dann wäre man geheilt.

Denke ich an Afrika, fällt mir einfach nichts mehr ein und sich nur aufregen und alles auf die früheren Kolonialherren schieben nützt gar nichts. Die Leute dort müssen lernen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind.

Asli
07.06.06, 00:20
Hallo Asli,

schön das du dir soviel Mühe gemacht hast, ich werde versuchen es dir gleich zu tun.

zu 1. und 2. Selbstverständlich gab es vor 60 Jahren noch keine große Einwanderung aus Afrika oder Asien, da hast du schon Recht, es gibt aber unzählige Beispiele von Innereuropäischer Migration. Diese geschah aus den verschiedensten Gründen, wie das eben immer so ist, wirtschaftlichen/religiösen/politischen und verstehe mich nicht falsch, auch da kam es zu massiven Konflikten. So kann ich mir durchaus vorstellen, dass beispielsweise die Berliner im 17. Jahrhundert auch übertölpelt waren, als ihre Stadt fast zu 1/3 mit Franzosen bewohnt war, die dann auchnoch eine andere Religion hatten usw.
Dennoch es hat sie gegeben, am meisten im Osten und Südosten und da kommen dann auch die Türken ins Spiel. Viele Einwanderer ließen die Habsburger an ihren Grenzen zum Osmanischen Reich ansiedeln, da sie meist vollkommen entvölkert waren. Vielleicht hast du schon einmal etwas von der "Schwäbischen Türkei" gehört, die liegt im heutigen Ungarn und ist eine Region, in der Schwäbische Siedler in Wehrdörfern gegen die Türken angesiedelt wurden. Auch die Völkervielfalt auf dem Balkan geht darauf zurück.
Ein weiteres Beispiel für, diesmal sogar außereuropäischer Einwanderung vor den 60zigern, in die die Türken verwickelt waren, ist die noch heute recht starke armenische Gemeinde in Frankreich.

zu 3. So Helmut Schmidt hat das gesagt und das ist dann Beweis genug, dass Europa nicht mit Einwanderern umgehen kann und die Kreuzzüge und Judendiskriminierung daran schuld sind. Ehrlich gesagt eine ziemlich schwache Argumentationskette nicht wahr. Aber schön, ich weiß dass in der muslimischen Welt die Kreuzzüge eine große Rolle spielen, ich halte das für recht lächerlich, in Europa hält den Türken ja auch keiner mehr die Hunnenangriffe vor, oder dass sie den ganzen Balkan unterwarfen der vorher schön in christlicher Hand war, oder?
Die Kreuzzüge sind seid Jahrhunderten vorrüber und wenn jemand damit anfängt ist dies lächerlich.
Aber zum eigentlichen Punkt, nämlich dass Europa keine Einwanderer verträgt, bzw. das sie keine aufnehmen können: Die westliche Welt ( also die USA Kanada usw mal mitgenommen) ist so ziemlich der einzige teil dieser Welt in der Einwanderer einigermaßen freundlich aufgenommen werden. INformiere dich einmal über die Situation von Einwanderern in Arabischen Staaten, wie bspw. Qatar oder den VAE, da sieht es ganz übel aus. Natürlich Einwanderer wirken so gut wie immer bedrohlich auf die einheimische Bevölkerung, aber ich denke im Vergleich zu anderen Nationen bzw. Kulturen machen wir uns gar nicht schlecht. Ich habe keine Berichte über Einwanderer in der Türkei (wahrscheinlich weil es auch nicht allzuviele gibt, ich habe einmal herumgesucht weil ich in einem Vortrag über Asylanwärter in Europa was über die Zustände in der Türkei gehört habe, bin aber noch auf nichts gestoßen). Mal schauen vielleicht findet sich noch etwas.
Noch etwas: Ich habe nie behauptet das Christentum sei eine Religion des Friedens, nochsowenig behaupte ich das über den Islam.

zu 4. und 5. Ich weiß, dass sich die Sache mit den "fair trade" Produkten ausweitet, jedoch versteh ich nicht was sich dahinter versteckt. Ich hatte gehoft, dass du es mir erklären kannst, aber das scheinst du ja leider auch nicht zu können. Einzig eines kann man beobachten: die Preise liegen weit über dem normalen Marktpreis, was nun wenn sich der Afrikaner/Südamerikaner oder wer auch immer, sich schön auf seinem "fair trade Preis" ausruht und auf deine Kosten lebt? Darum geht es ja: was ist ein fairer Preis und wie errechnen wir ihn???
Ein Anfang ist es auf alle Fälle aber, dann muss man auch weiter gehen als nur ein "fair trade"-Aktivist zu sein.

zu 6. Man brauch keine Expertin über AIDS und HIV zu sein um eine Sache zu verstehen: HIV und somit ADIS läst sich mit Kondomen an der Übertragung hindern. Kondome sind keine Wundermedizin, sondern nur Latex und recht billig. Sie müssen nicht speziell gelagert werden und schwer sind sie auch nicht, außerdem ist ihr Gebrauch recht einfach zu erklären. Das ist das einzige was viele Nationen v.a. im südlichen Afrika hatten machen müssen, Kondome verteilen, offen über Gefahren sprechen und den Menschen erklären wie sie sie zu benutzen haben. Das haben sie aber nicht, sie haben einfach geleugnet, dass ADIS ein Problem ist, weil es ihnen unangenehm war und nun haben sie den Salat. Ein Freund von mir aus Südafrika hat mir erzählt, dass Männer dort Jungfrauen, sogar Babys vergewaltigen, weil sich standhaft das Gerücht hält, man müsse nur Sex mit einer Jungfrau haben, dann wäre man geheilt.

Denke ich an Afrika, fällt mir einfach nichts mehr ein und sich nur aufregen und alles auf die früheren Kolonialherren schieben nützt gar nichts. Die Leute dort müssen lernen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind.

Hi Moxx :-) alles klar?

Verstehe, so kann man auch argumentieren. Da gebe ich dir auch gerne recht. Das war ja auch im Osmanischen Reich so, dass die Menschen aus Europa vor der Verfolgung gefluechtet sind. In W. Gusts ‘Das Osmanische Reich’, kann man sogar lesen, dass Deutsche ins Osmanische Reich gefluchtet sind.

Ich glaube man kann ruhig andere Meinung sein ohne sich gleich gegenseitig als "lacherlich" zu bezeichnen. Gut, dass ich das nochmal klarstellen kann. Um Gottes willen, ich werfe hier keinen was vor, schon gar nicht die Kreuzzuge, aber mich stort die "Mentalitat". Was sind das denn fur Prioritaten bitte: Es ist schlimm, dass 3000 im World Trade Centre gestorben sind, aber warum bezieht sich denn das Mitgefuhl nur auf "Seinesgleichen" und nicht auf die 30 000 die taglich sterben, pro Minute- glaube ich (das ist eine weit zitierte Zahl. Kann mich leider nicht daran erinnern, ob es pro Tag, pro Sekunde oder Minute war). Ich greife nicht den "einzelnen" in seiner Glaubensrichtung an, dennoch darf man nicht die politischen Instrumentalisierung des Christentums ignorieren in Europa und einsitig vor dem "Islam" warnen, wobei doch meistens der "Islamismus" gemeint ist, der aus den Wahhabismus entspringt (und nur mal so nebenbei: der sich aufgemacht hat im 19Jhr. den Kern des Islam zu zerstoren und der seinen Unterstuzung auch durch Europaische Krafte gefunden hat)
Okay, ob nun durch Medikamente oder durch Aufklarung. Naturlich durch das letztere waere das erste nicht notwendig. Das hatte ich auch aufzahlen koennen. Im Kern bleibt es doch das selbe. Um die Resourcen von dort nach Europa zu kriegen ist uns nichts zu schade, aber helfen tut man auch nur, wenn man konvertieren kann und nicht aus Nachstenliebe- wobei schon wieder: bitte nicht missverstehen. Ich kenne Leute, die das machen und diese gute Tat im einzelnen ist sehr lobenswert und man muss sich bedanken bei diesen Leuten, dass sie es machen, aber dennoch als politisches Unternehmen, verfolgt man nur Eiskalt seine eigenen Interessen. Das ist "Realpolitik" um einen Begriff von Bismarck zu verwenden.
Letzte Punkt: Ich kenne nicht die Wissenschaftler die sich "fair trade" ausgedacht haben. Kann man im Internet bestimmt rausfinden oder ein Buch sich dazu kaufen nach Recherchen. Wie dem auch sei: Im Kern geht es doch darum, dass man die Arbeiter nicht ausbeitet, dass sie ihren gerechten Lohn bekommen, dass Multinationale Konzerne Arbeitsplatze schaffen, Infrastruktur und nicht nur einseitig, radikal ihre Interessen verfolgen. Das man ein System ausbaut in der nicht nur eine Seite profitiert, sondern nach liberalen Prinzipien beide Seite gewinnen: ein "positve-sum game" und nicht ein "zero sum game". Die Kolonialherrn sind noch da, nur dass sie es heute anders machen. Schau doch mal, in Rwuanda zum Beispiel hat der Fanzosische Premierminster Mitterand mitgewirkt an dem Genozid, der 1997 stattfand. Die Schusswaffen wurden von einem Familienmitglied verkauft. Wenn Chaos und Unordnung herrscht kommt dass diesen Multi-konzernen ganz recht. Nicht nur Waffen werden dort verkauft. Man kann auch nebenbei alles mitgehen lassen. Sehr polemisch gesagt, ich weiss.Gruss,
Asli

zübeyde
10.06.06, 14:51
heute.de
10.06.2006



http://www.heute.de/ZDFheute/img/29/0,1369,2399325,00.gifBildquell e dpa
Flüchtlinge auf Fuerteventura


UNO: Weltweit fast 21 Millionen Flüchtlinge

Vertreibung von Menschen im eigenen Land nimmt zu

Die Zahl der durch Kriege und Verfolgung vertriebenen Menschen ist nach UNO-Angaben im vergangenen Jahr weltweit auf knapp 21 Millionen angewachsen. Hauptgrund für den sechsprozentigen Anstieg sei die
wachsende Zahl von Menschen, die in ihrem Heimatland in Flüchtlings-ähnlichen Umständen lebten, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten UNHCR-Bericht. Das sind dem UNO-Flüchtlingshilfswerk zufolge 6, 6 Millionen Menschen.

Die Anzahl der Binnenflüchtlinge sei besonders in den durch Krisen und Konflikte betroffenen Ländern Irak, Somalia und Sudan angestiegen. Dagegen ging die Zahl jener Menschen, die in andere Länder flüchteten, das fünfte Jahr in Folge zurück und lag mit 8, 4 Millionen auf dem niedrigsten Stand seit 1980. Die Zahl der in Europa lebenden Flüchtlinge fiel im vergangenen Jahr um 15 Prozent. Zu den übrigen rund sechs Millionen Vertriebenen zählen unter anderem Asylbewerber und Staatenlose.

Der UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres zeigte sich erfreut, dass immer weniger Flüchtlinge ihr Land verlassen. Allerdings forderte er dazu auf, mehr gegen die wachsende Zahl der Binnenflüchtlinge zu tun. "Die internationale Staatengemeinschaft ist noch weit davon entfernt, Millionen von Binnenvertriebenen aus Notlagen wie in Darfur, in Uganda und in der Demokratischen Republik Kongo zu befreien", sagte Guterres.

Weiterhin mehr tun

Dem UNHCR-Bericht zufolge ist die Lage in Kolumbien besonders ernst. Dort seien mindestens zwei Millionen Menschen aus ihren Heimatgegenden in andere Teile des Landes vertrieben worden. Gefolgt werde das südamerikanische Land vom Irak, wo 1, 2 Vertriebene lebten.

Spitzenreiter Afghanistan

Die meisten Flüchtlinge weltweit kämen aus Afghanistan. Insgesamt 1, 9 Millionen Afghanen lebten in 72 Ländern. Die meisten Asylsuchenden leben demnach in Pakistan. Das Land beheimatet mehr als eine Million Flüchtlinge, die meisten davon Afghanen.

Das UNHCR zählte 2005 weltweit insgesamt 668.000 Asylbewerber in 149 Staaten, zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die meisten Asylsuchenden wurden in Europa registriert (374.000). Es folgen Afrika (125.000), die Asien-/Pazifik-Region (75.000) und Amerika.

REUTERS



http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,3942933,00.html

zübeyde
10.06.06, 14:52
Eine ungerechte und schlechte Welt ist das.

omar
20.06.07, 19:25
Flüchtlinge

Europas Grenze häufig tödlich

Der neue Verein "borderline-europe" will das Elend der Flüchtlinge an Europas Außengrenzen öffentlich machen. VON WALTRAUD SCHWAB
http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/full/teneriffa.jpg
"Drama an den EU-Grenzen": Flüchtlinge auf Teneriffa Foto: dpa

BERLIN taz Am Mittwoch ist UNO-Weltflüchtlingstag. Der Verein "borderline-europe - Menschenrechte ohne Grenzen" nimmt dies zum Anlass, sich erstmals öffentlich zu präsentieren. Er will zukünftig auf das Drama der Flüchtlinge an den Außengrenzen der EU aufmerksam machen und aufklären. Vor allem die Fluchtwege über das Mittelmeer und den Atlantik werden für Tausende von Flüchtlingen aus Afrika und Asien zur tödlichen Falle.

"Offizielle Fakten zum Ausmaß des Dramas sind rar", sagt Elias Bierdel von borderline-europe. Meeresanrainerstaaten gäben ab und zu Zahlen heraus. So seien letztes Jahr, laut spanischer Regierung, allein vor den Küsten der Kanarischen Inseln 6.000 Flüchtlinge ertrunken. Die Regierung von Malta wiederum beklagte sich auf einem Treffen der EU-Innenminister vor einer Woche, mit dem Flüchtlingsproblem allein gelassen zu werden. Der Inselstaat habe in den letzten fünf Jahren 7.000 Menschen, die mit dem Ziel Europa unterwegs waren, aufgenommen. Gemessen an der Bevölkerung, sei das so, als ließe Deutschland 1,5 Millionen Flüchtlinge ins Land. Malta will, dass die Gestrandeten auf andere EU-Länder verteilt werden. Der deutsche Innenminister Schäuble lehnt dies ab.

Hilfsorganisationen schätzen, dass die Chance, die Flucht über die Meere lebend zu überstehen, bei 50 Prozent liegt. "Das Drama an den EU-Grenzen ist Europas Schande", sagt Bierdel. Das tausendfache Sterben nicht hinzunehmen, sei "ein Akt des Widerstandes".

Bierdel selbst kam 2004 in die Schlagzeilen, als das Hilfsschiff "Cap Anamur" 37 afrikanische Flüchtlinge, die in Seenot geraten waren, auf Sizilien an Land gebracht hatte. Die italienische Regierung klagt ihn, als Vorstand der Hilfsorganisation, sowie den Kapitän Stefan Schmidt und den ersten Offizier des Schiffes wegen "Schlepperei" an. "Ab drei ist man eine Bande", sagt Bierdel. "Es geht nicht, dass wir für unsere Pflicht, Menschen aus Seenot zu retten, kriminalisiert werden." Der Prozess läuft noch.

Das internationale Seerecht verpflichtet jeden, der ein Boot fährt, Menschen in Seenot zu retten. Nur an den europäischen Außengrenzen werde dieses Recht ausgehebelt, sagt Stefan Schmidt, der ebenfalls zu borderline-europe gehört. Tatsächlich gibt es immer wieder Berichte, dass Boote, die gestrandete Flüchtlinge aufnehmen, nicht an Land gelassen werden. Selbst wenn sie einen Hafen anlaufen dürfen, kommen die Flüchtlinge meist in Lager, um so bald als möglich wieder abgeschoben zu werden. Immer wieder berichten Flüchtlinge auch, von vorbeifahrenden Schiffen ignoriert worden zu sein.

Dass ausgerechnet die EU-Gesetzgebung dazu führt, dass Gebiete an ihren Außengrenzen zu rechtsfreien Räumen werden, wo Menschenrechte und das Seerecht ausgehebelt sind, sei selbst für einige EU-Parlamentarier nicht hinnehmbar, sagen Vertreter von borderline-europe. Es gebe daher auch ein offizielles Interesse an Aufklärung. "Wir nennen den Verein nicht ohne Absicht borderline." Es gehe nicht nur um Grenzziehungen, sondern auch um verschobene Wahrnehmung der Wirklichkeit.

torstentorstenson
20.06.07, 20:46
Madrid schaut weg


Es dürften humanitäre Erwägungen dahinter stecken. So werden wohl einstweilen noch viele Bootsflüchtlinge von den Kanaren aufs spanische Festland geflogen werden, wo sie auf eigene Faust und ohne Papiere ihr Glück suchen müssen.



Solange Spanien illegale Einwanderer nicht konsequent abschiebt, sondern ihren Aufenthalt früher oder später legalisiert, lohnt sich die Aktion für die Einwanderer. Und solange sich die illegale Einwanderung lohnt, wird es sie auch geben mitsamt den unliebsamen Begleiterscheinungen.
Die Gutmenschen erzeugen alsoselbst das Elend, über das sie solche Krokodilstränen vergiessen.

kUmPaRa
20.06.07, 22:12
Gutmenschen (http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmenschen)


Verwendung findet der Begriff, mit unterschiedlicher Intention und Häufigkeit, im gesamten politischen Spektrum; allerdings ist der Begriff – als ideologisch besetzter Kampfbegriff in der Auseinandersetzung mit (tatsächlichen und vermeintlichen) Vertretern der politischen Korrektheit – vorwiegend im konservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Bereich verbreitet.

..

verda
29.07.07, 00:07
27. Juli 2007

SCHWERE VORWÜRFE
Flüchtlingskinder werden misshandelt

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen spanische Aufnahmezentren für Flüchtlinge: Sie sollen minderjährige afrikanische Bootsflüchtlinge systematisch misshandeln, auch sexuell.

Madrid - Mindestens in zwei Aufnahmezentren auf Teneriffa und Gran Canaria würden die Kinder übelst misshandelt, kritisiert die Organisation. Sie würden von den Betreuern geschlagen und tagelang in Zellen eingesperrt, als wären sie Häftlinge, sagte Human-Rights-Watch-Sprecherin Simone Troller. Es gebe auch Fälle von sexuellem Missbrauch.
Die kanarischen Behörden wiesen den Bericht der Organisation zurück. Die Staatsanwaltschaft habe die Vorwürfe bereits untersucht und keinerlei Anhaltspunkte dafür entdeckt.

Unter den rund 31.000 Bootsflüchtlingen, die im vergangenen Jahr auf die Kanaren gelangten, gab es etwa 900 Kinder, die ohne Eltern oder Familie unterwegs waren. Sie kommen in gesonderte Aufnahmezentren und können meistens nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

Human Rights Watch hatte im Januar elf dieser Zentren besucht und drei von ihnen beanstandet. Diese müssten geschlossen werden, forderte die Organisation. Sie kritisierte zugleich, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien nur sehr oberflächlich gewesen. Aus Angst vor Bestrafung trauten sich die Kinder nicht auszusagen. Zudem stünden ihnen weder Anwälte noch Sozialarbeiter zur Verfügung.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Madrid forderte die Behörden der Kanaren auf, ihr die Ermittlungsergebnisse zur Prüfung zu schicken. Die kanarische Sozialministerin Inés Rojas kündigte an, sich persönlich ein Bild der Zentren machen zu wollen.

Die Behörden auf den Kanarischen Inseln richteten vier Zentren zur Unterbringung von bis zu 500 Kindern ein. Nachdem Spanien in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Staaten und der EU-Grenzschutzbehörde Frontex die Kontrollen auf dem Atlantik verstärkt hatten, kamen in diesem Jahr bislang 4700 Flüchtlinge auf den Kanaren an. In der vergangenen Woche kenterte 180 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln ein Flüchtlingsschiff, rund 50 Insassen kamen ums Leben.
jjc/AFP/dpa
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,496824,00.html

als ob das leid ,dass ihnen widerfahren ist nicht genügt,müssen die flüchtlingskinder noch von betreuenden "vertrauenspersonen" misshandlungen ertragen!
sieht so die nächstenliebe von spanien aus?