Orkut
18.06.06, 23:38
Iran: Fans und Medien fordern den Kopf des Trainers
Der Wunsch der iranischen Fans blieb unerfüllt: `Nationalhelden! Macht uns wieder stolz´, hatten sie auf einem Plakat gefordert. Doch `Team Melli´ bestätigte auch beim 0:2 (0:0) gegen Portugal das Bild der ausgelaugten Mannschaft, die diese Bezeichnung angesichts der teaminternen Grabenkämpfe kaum verdient. Die Anhänger und Medien hatten den Sündenbock schnell gefunden: Trainer Branko Ivankovic. `Branko ist Schuld!´
Alle großen Sport- oder Tageszeitungen wie Navad, Mehr oder Khabar Varzeshi kritisierten den Kroaten nach dem dritten Vorrundenaus bei der dritten WM-Teilnahme des Landes nach 1978 und 2002. Sollte es Ivankovic wagen, in den Iran zurückzukehren, droht ihm ein schmachvoller Empfang. `70 Millionen Menschen warten auf dich´, drohte Navad. Der Coach solle lieber heute als morgen den Hut nehmen und Verbandspräsident Mohammad Dadgan gleich mitnehmen, so die Empfehlung. Auch Nasser Hejazi, Torwart des WM-Teams von 1978 und bester Keeper der iranischen Fußball-Geschichte, machte den Trainer für die bittere Pleite des `besten iranischen Nationalteams aller Zeiten´ verantwortlich. `Branko hat dem Team alles genommen. Sollte er noch einmal zu uns zurückkommen, müssen wir ein ernstes Wörtchen mit ihm reden´, sagte er.
Der Hauptvorwurf: Ivankovic hat die körperlichen Probleme der Mannschaft aufgrund seines mangelhaften Trainings provoziert. Die Bitte von Führungsspielern, einen Fitnesscoach zu engagieren, wies er mit dem Verweis auf sein Sportdiplom zurück. Außerdem sei es dem 52-Jährigen nicht gelungen, die zerstrittene Truppe zu einen. Die älteren Spieler um Stürmer-Idol Ali Daei und die jüngere Fraktion mit Wortführer Ali Karimi von Bayern München gifteten sich schon vor Turnierbeginn an. Nach der 1:3-Auftaktpleite gegen Mexiko sank die Stimmung Insidern zufolge auf den Nullpunkt. Obwohl die Demission von Ivankovic nach der WM sicher scheint, wollten sich die Spieler nicht eindeutig gegen ihn äußern. `Das ist Sache des Verbandes´, sagte der Hamburger Mehdi Mahdavikia, der wie Karimi nicht unbedingt als Unterstützer des Trainers gilt. Ob er mit Ivankovic weiter arbeiten will? `Hm, tja. Ich weiß es nicht´, sagte er.
Rückendeckung hört sich anders an. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Angola soll trotzdem der zweite WM-Sieg nach dem 2:1 1998 gegen die USA her. `Wir müssen uns mit einem Erfolg verabschieden´, sagte der Hannoveraner Stürmer Vahid Hashemian. Und danach? `Wir haben sehr gute junge Spieler und sehr große Qualität im Kader´, meinte Mahdavikia: `Ich glaube, dass wir in vier Jahren eine gute WM spielen können.´ Die enttäuschten Fans mögen wie die Medien Trost finden in den Worten von Portugals Trainer Felipe Scolari. `Ich mag das iranische Team´, meinte der nach dem Spiel, ehe er prophezeite: `Sie werden die bedeutendste Mannschaft Asiens werden.´ Nach den Eindrücken bei der WM 2006 eine sehr gewagte Prognose.
http://www.reviersport.de/sportinfos/news.php?idNews=96561&return=%2Fsportinfos%2Falle_sp ortnews.php%3F
Der Wunsch der iranischen Fans blieb unerfüllt: `Nationalhelden! Macht uns wieder stolz´, hatten sie auf einem Plakat gefordert. Doch `Team Melli´ bestätigte auch beim 0:2 (0:0) gegen Portugal das Bild der ausgelaugten Mannschaft, die diese Bezeichnung angesichts der teaminternen Grabenkämpfe kaum verdient. Die Anhänger und Medien hatten den Sündenbock schnell gefunden: Trainer Branko Ivankovic. `Branko ist Schuld!´
Alle großen Sport- oder Tageszeitungen wie Navad, Mehr oder Khabar Varzeshi kritisierten den Kroaten nach dem dritten Vorrundenaus bei der dritten WM-Teilnahme des Landes nach 1978 und 2002. Sollte es Ivankovic wagen, in den Iran zurückzukehren, droht ihm ein schmachvoller Empfang. `70 Millionen Menschen warten auf dich´, drohte Navad. Der Coach solle lieber heute als morgen den Hut nehmen und Verbandspräsident Mohammad Dadgan gleich mitnehmen, so die Empfehlung. Auch Nasser Hejazi, Torwart des WM-Teams von 1978 und bester Keeper der iranischen Fußball-Geschichte, machte den Trainer für die bittere Pleite des `besten iranischen Nationalteams aller Zeiten´ verantwortlich. `Branko hat dem Team alles genommen. Sollte er noch einmal zu uns zurückkommen, müssen wir ein ernstes Wörtchen mit ihm reden´, sagte er.
Der Hauptvorwurf: Ivankovic hat die körperlichen Probleme der Mannschaft aufgrund seines mangelhaften Trainings provoziert. Die Bitte von Führungsspielern, einen Fitnesscoach zu engagieren, wies er mit dem Verweis auf sein Sportdiplom zurück. Außerdem sei es dem 52-Jährigen nicht gelungen, die zerstrittene Truppe zu einen. Die älteren Spieler um Stürmer-Idol Ali Daei und die jüngere Fraktion mit Wortführer Ali Karimi von Bayern München gifteten sich schon vor Turnierbeginn an. Nach der 1:3-Auftaktpleite gegen Mexiko sank die Stimmung Insidern zufolge auf den Nullpunkt. Obwohl die Demission von Ivankovic nach der WM sicher scheint, wollten sich die Spieler nicht eindeutig gegen ihn äußern. `Das ist Sache des Verbandes´, sagte der Hamburger Mehdi Mahdavikia, der wie Karimi nicht unbedingt als Unterstützer des Trainers gilt. Ob er mit Ivankovic weiter arbeiten will? `Hm, tja. Ich weiß es nicht´, sagte er.
Rückendeckung hört sich anders an. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Angola soll trotzdem der zweite WM-Sieg nach dem 2:1 1998 gegen die USA her. `Wir müssen uns mit einem Erfolg verabschieden´, sagte der Hannoveraner Stürmer Vahid Hashemian. Und danach? `Wir haben sehr gute junge Spieler und sehr große Qualität im Kader´, meinte Mahdavikia: `Ich glaube, dass wir in vier Jahren eine gute WM spielen können.´ Die enttäuschten Fans mögen wie die Medien Trost finden in den Worten von Portugals Trainer Felipe Scolari. `Ich mag das iranische Team´, meinte der nach dem Spiel, ehe er prophezeite: `Sie werden die bedeutendste Mannschaft Asiens werden.´ Nach den Eindrücken bei der WM 2006 eine sehr gewagte Prognose.
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