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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der angebliche Armenier Genozid und seine wahren Opfer..



Ernes
26.04.05, 01:48
Merhaba liebe Freunde und Forumsteilnehmer,

eigentlich habe ich nach jahrelanger Recherche und unzähligen Aktionen letztes Jahr geschworen, dieser höchst komplizierten Thematik endgültig den Rücken zu kehren und es meinerseits ruhen zulassen da ich einfach als Alleinkämpfer erschöpft war und bei niemanden Beistand fand.

Doch wenn ich die vorgänge der letzten Tage in den europäischen Medien beobachte und täglich die gut organisierte schüre hier in der Bundesrebublik gegen die Türkei bzw. Türken mitbekomme
kocht in mir etwas über vor Wut und ich fühle mich wie in Deutschland der dreißiger Jahre.

Ich fühle mich demütigt!

Ich bin ein türkisch stämmiger Jude dessen Großverwandschaft seinerzeits durch die Hände der Täter gestorben ist die sich heute voller Erfolg als die "armen" Opfer in der Weltöffentlichkeit darstellen.

Meine Familie und viele der unzähligen anderen massakrierten Juden gehörten
zu den "Romaniots" also zu den Juden (Musevi), die seit der römischen Vertreibung aus
dem judäaischen Gebiet auf anatolischen Boden lebten bis jener grauenvoller Tage in denen innerhalb einer kurzen Zeit über 1600 Seelen meines Volkes ausgelöscht wurde abgesehen von den bis zu 4000 abgeschlachteten unschuldigen moslemischen Landbevölkerung.

Ich frage Europa was ist mit unseren Opfern -
Sind unsere Toten erfundene Hirngespinnste?

Aus meiner Großfamilie damals konnten sich gerade nur 2 Familienmitglieder retten und das nur weil sie sich in dem Gemetzel totstellten!

Warum wird in den einseitigen europäischen Medienberichten kein Wort über diese Opfer verloren?
Man spricht nur von 1,5 Millionen ermordeten Armeniern ohne einen glaubhaften Beweis zu erbringen das diese utopische Zahl der toten der Wahrheit entspricht?

Möchte Europa besonders die BRD die Shoah den Völkermord von 6 Millionen
Juden damit runterspielen?!

Bis heute habe ich mich mit türkischen sowie israelischen Botschaftlern, unzähligen Medienanstalten und Zeitungen wie der "Hürriyet" bzgl. dieses
Themas auseinander gesetzt doch es ist nichts grosses passiert ausser Lobpreisungen und Dankesbriefen.
Mit denen ich nichts anfangen kann und innerlich keine Ruhe finde!

Ich frage euch liebe Forumsteilnehmer wie empfindet Ihr das ganze -
Wie soll das alles weitergehen?

Iciniz rahatmi?

Saygilarimla,

Ernes (28)

T.I.M
26.04.05, 02:15
ernes..

Danke für diesen aufschlussreichen post.

Bei mir wirkt sich diese problematik manchmal in hass und manchmal in enttäuschung aus.

Du schriebst das dein großvater durch die hände der jetzigen angeblichen opfer gestorben ist, wo hat dein großvater damals gelebt?

mfg t.i.m

Ernes
26.04.05, 03:41
Hallo t.i.m...

die tiefe Entäuschung und den hass kann ich allzugut nachvolziehen.
Den sie sind in der letzten Zeit auch meine ständigen Begleiter geworden!

Meine Familie stammte teils aus Trabzon und Giresun.
In den Archiven von Trabzon kann man unsere Familiengeschichte bis zum 15. Jhr. zurückverfolgen.

Maalesef bin senelek Ayle tarihimiz ve geleneklerimiz bir sene degil bir gün icinde yok edildi!

Saygilarimla,

ernes

DeLaHoya
26.04.05, 06:57
(Dieser thread wird ins "Armenische Frage" Forum verschoben)

Die Berichterstattung stört mich ebenfalls.

Im Spiegel (und der FAZ) wurde sogar Justin McCarthy als "in seiner Zunft unbekannt" genannt.

Der Schakal
26.04.05, 08:06
Selam,

ich stimme DeLaHoya zu und füge folgendes hinzu...

Irgendwie bekomme ich den Eindruck als wenn die Armenier-Problematik zu einem neuen Revisionismus der Shoah führt. Man versucht die Erkentnisse Hitlers auf die Türkei zu schieben um sagen zu können:" Von den Türken haben wir das gelernt..und wenn die nichts gemacht hätten, wäre die Shoah auch nicht passiert..."

Demzufolge ist in Deutschland ein neuer Revisionismus entstanden der von allen Seiten gefördert wird.