Orkut
24.06.06, 14:00
Turkmenien droht Russland mit Einstellung der Gaslieferungen
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Turkmenien droht Russland mit einem Gaslieferstopp, sollte sich Gasprom in den nächsten anderthalb Monaten nicht bereit erklären, das turkmenische Gas für 100 Dollar pro 1 000 Kubikmeter zu kaufen, berichtet die Zeitung "Gaseta" am Donnerstag.
Turkmeniens Öl- und Gasminister erklärte am Mittwoch, der bisherige Vertrag mit Gasprom über die Lieferung von 30 Milliarden Kubikmeter zu 65 Dollar pro 1 000 Kubikmeter laufe ab und werde in rund zwei Monaten vollständig erfüllt.
Allem Anschein nach wird Gasprom gezwungen sein, diese Bedingungen zu akzeptieren. Im Winter 2005 hat Aschchabad seine Gaslieferungen an Russland gestoppt und Moskau auf diese Weise gezwungen, die Preiserhöhung von 44 auf 65 Dollar hinzunehmen. Selbst bei einem Preis von 120 Dollar ist der Import von turkmenischem Gas für Gasprom einträglich, weil damit die Gaslieferungen nach Europa ersetzt werden. Außerdem will der Konzern seine Monopolstellung in Zentralasien beibehalten. Insofern wird er das gesamte asiatische Gas notfalls auch bei einer Null-Rentabilität aufkaufen müssen. Gerade deshalb wird Aschchabad seine Preise in den nächsten Jahren anheben und die Grenze der Gasprom-Rentabilität mit Ultimaten und Lieferstopps ermitteln.
Nach Aschchabad werden auch Astana und Taschkent ihre Preise anheben. Dadurch werden die Profite von Gasprom um mehrere hundert Millionen Dollar im Jahr zurückgehen. Viel größere Unannehmlichkeiten stehen aber Gasprom in Bezug auf die Ukraine bevor. Sollte Kiew einmal auch eine adäquate und wirksame Regierung bekommen, so wird diese kaum in der Lage sein, die Gas-Inlandspreise in diesem Jahr zu erhöhen. Ukrainische Beamte gaben bereits Moskau Bescheid, sie wollen alle Folgen der Preissteigerung für das turkmenische Gas auf Gasprom abwälzen. Wirtschaftsminister Arseni Jazenjuk erklärte letzte Woche, im Falle einer Preiserhöhung würde Kiew die Gastransittarife nach Europa anheben.
Gasprom scheint sich mit der Perspektive der finanziellen Verluste abgefunden zu haben. Trotz der bitteren Erfahrungen der letzten Jahre, als russisches Gas aus den ukrainischen Reservetanks verschwand, wird der Konzern erneut für Wintervorräte in der Ukraine sorgen. Dabei wird Gasprom das gesamte Reservegas bei sich selbst kaufen, genauer gesagt, an eigene Tochterunternehmen verkaufen.
http://wirtschaft.russlandonline.ru/oelundgas/morenews.php?iditem=1377
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Turkmenien droht Russland mit einem Gaslieferstopp, sollte sich Gasprom in den nächsten anderthalb Monaten nicht bereit erklären, das turkmenische Gas für 100 Dollar pro 1 000 Kubikmeter zu kaufen, berichtet die Zeitung "Gaseta" am Donnerstag.
Turkmeniens Öl- und Gasminister erklärte am Mittwoch, der bisherige Vertrag mit Gasprom über die Lieferung von 30 Milliarden Kubikmeter zu 65 Dollar pro 1 000 Kubikmeter laufe ab und werde in rund zwei Monaten vollständig erfüllt.
Allem Anschein nach wird Gasprom gezwungen sein, diese Bedingungen zu akzeptieren. Im Winter 2005 hat Aschchabad seine Gaslieferungen an Russland gestoppt und Moskau auf diese Weise gezwungen, die Preiserhöhung von 44 auf 65 Dollar hinzunehmen. Selbst bei einem Preis von 120 Dollar ist der Import von turkmenischem Gas für Gasprom einträglich, weil damit die Gaslieferungen nach Europa ersetzt werden. Außerdem will der Konzern seine Monopolstellung in Zentralasien beibehalten. Insofern wird er das gesamte asiatische Gas notfalls auch bei einer Null-Rentabilität aufkaufen müssen. Gerade deshalb wird Aschchabad seine Preise in den nächsten Jahren anheben und die Grenze der Gasprom-Rentabilität mit Ultimaten und Lieferstopps ermitteln.
Nach Aschchabad werden auch Astana und Taschkent ihre Preise anheben. Dadurch werden die Profite von Gasprom um mehrere hundert Millionen Dollar im Jahr zurückgehen. Viel größere Unannehmlichkeiten stehen aber Gasprom in Bezug auf die Ukraine bevor. Sollte Kiew einmal auch eine adäquate und wirksame Regierung bekommen, so wird diese kaum in der Lage sein, die Gas-Inlandspreise in diesem Jahr zu erhöhen. Ukrainische Beamte gaben bereits Moskau Bescheid, sie wollen alle Folgen der Preissteigerung für das turkmenische Gas auf Gasprom abwälzen. Wirtschaftsminister Arseni Jazenjuk erklärte letzte Woche, im Falle einer Preiserhöhung würde Kiew die Gastransittarife nach Europa anheben.
Gasprom scheint sich mit der Perspektive der finanziellen Verluste abgefunden zu haben. Trotz der bitteren Erfahrungen der letzten Jahre, als russisches Gas aus den ukrainischen Reservetanks verschwand, wird der Konzern erneut für Wintervorräte in der Ukraine sorgen. Dabei wird Gasprom das gesamte Reservegas bei sich selbst kaufen, genauer gesagt, an eigene Tochterunternehmen verkaufen.
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