AGM
27.04.05, 19:29
Ölmarkt: Rohölpreis steigt kurzzeitig auf 56 Dollar
Raffinerie-Engpässe in den USA und der Anschlag auf eine irakische Pipeline haben den Rohölpreis kurzzeitig weiter in die Höhe getrieben. Am Vormittag notierte US-Leichtöl der Sorte WTI zur Lieferung im Mai bei 56,00 $ pro Barrel (159 Liter).
Damit nur 2,28 $ unter seinem historischen Höchstpreis vom 4. April. Die September-Kontrakte für WTI wurden sogar mit 58,00 $ gehandelt. Die Nordsee-Referenzsorte Brent notierte zeitweise bei 55,30 $ pro Barrel. Obwohl technische Faktoren die Kurse am Nachmittag wieder sinken ließen, haben damit die Rohölpreise seit Anfang der vergangenen Woche schon wieder um rund zehn Prozent zugelegt.
Nach Ansicht des Londoner Centre for Global Energy Studies könnte das hohe Preisniveau von längerer Dauer zu sein - trotz des Versprechens der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), ihr Angebot auszuweiten und trotz erster Anzeichen für einen weltweiten Nachfragerückgang. Insbesondere die im Kürze beginnende "Driving Season" in den USA werde die Nachfrage nach Benzin und Rohöl schlagartig steigen lassen, meinen Experten. Zwar sind die Benzin-Lagerbestände aktuell fünf Prozent höher als vor Jahresfrist - aberschon jetzt arbeiten die US-Raffinerien größtenteils an ihrer Kapazitätsgrenze. Jeder noch so kurzzeitige Ausfall der oftmals überalterten Anlagen lässt die Furcht vor kurzfristigen Lieferengpässen weiter wachsen. Seit Wochen klagen Großraffinerien aus Texas und Kansas über technische Probleme; fällt nun auch ein Betrieb in Louisiana länger als vorgesehen aus.
Bereits am Wochenende hatte ein Terroranschlag eine Pipeline im irakischen Norden ausser Kraft gesetzt. Offizielle gaben sich allerdings optimistisch, den Schaden innerhalb weniger tage zu reparieren. Die Pipeline zum Hafen der türkischen Stadt Ceyhan kann täglich bis zu 800.000 Barrel Öl transportieren.
Unterdessen kündigte US-Präsident George W. Bush an, er werde Saudi-Arabiens Kronprinzen Abdullah bei dessen Staatsbesuch in den USA auf den hohen Ölpreis ansprechen. Dieser würde den Finanzmärkten schaden, sagte Bush.
Quelle: Financial Times Deutschland
Raffinerie-Engpässe in den USA und der Anschlag auf eine irakische Pipeline haben den Rohölpreis kurzzeitig weiter in die Höhe getrieben. Am Vormittag notierte US-Leichtöl der Sorte WTI zur Lieferung im Mai bei 56,00 $ pro Barrel (159 Liter).
Damit nur 2,28 $ unter seinem historischen Höchstpreis vom 4. April. Die September-Kontrakte für WTI wurden sogar mit 58,00 $ gehandelt. Die Nordsee-Referenzsorte Brent notierte zeitweise bei 55,30 $ pro Barrel. Obwohl technische Faktoren die Kurse am Nachmittag wieder sinken ließen, haben damit die Rohölpreise seit Anfang der vergangenen Woche schon wieder um rund zehn Prozent zugelegt.
Nach Ansicht des Londoner Centre for Global Energy Studies könnte das hohe Preisniveau von längerer Dauer zu sein - trotz des Versprechens der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), ihr Angebot auszuweiten und trotz erster Anzeichen für einen weltweiten Nachfragerückgang. Insbesondere die im Kürze beginnende "Driving Season" in den USA werde die Nachfrage nach Benzin und Rohöl schlagartig steigen lassen, meinen Experten. Zwar sind die Benzin-Lagerbestände aktuell fünf Prozent höher als vor Jahresfrist - aberschon jetzt arbeiten die US-Raffinerien größtenteils an ihrer Kapazitätsgrenze. Jeder noch so kurzzeitige Ausfall der oftmals überalterten Anlagen lässt die Furcht vor kurzfristigen Lieferengpässen weiter wachsen. Seit Wochen klagen Großraffinerien aus Texas und Kansas über technische Probleme; fällt nun auch ein Betrieb in Louisiana länger als vorgesehen aus.
Bereits am Wochenende hatte ein Terroranschlag eine Pipeline im irakischen Norden ausser Kraft gesetzt. Offizielle gaben sich allerdings optimistisch, den Schaden innerhalb weniger tage zu reparieren. Die Pipeline zum Hafen der türkischen Stadt Ceyhan kann täglich bis zu 800.000 Barrel Öl transportieren.
Unterdessen kündigte US-Präsident George W. Bush an, er werde Saudi-Arabiens Kronprinzen Abdullah bei dessen Staatsbesuch in den USA auf den hohen Ölpreis ansprechen. Dieser würde den Finanzmärkten schaden, sagte Bush.
Quelle: Financial Times Deutschland