Chutluck
07.07.06, 11:18
EIGENTUMSFRAGE IN ZYPERN http://www.diplomaticobserver.com/images/2kibris579.bmp Während die Zyperngriechen, wegen ihrer Eigentumsansprüche im Norden vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Türkei vor Gericht gingen und somit aufgrund der Prozesse und dem Vorstoß gegen die Eigentumsrechte in der internationalen Öffentlichkeit an die Tagesordnung kommen, wird die Benachteiligung der türkischen Seite gar nicht gesprochen.
Es heißt aber nicht, dass die Türken auf der südlichen Seite keine Immobilien haben nur weil der Westen auf Wunsch und zum Vorteil der griechisch-zypriotischen Führung davon nicht spricht. Mit der Rückgabe der Immobilien des Arif Mustafa im vergangenen Februar wird von den Immobilienrechten der türkischen Zyprioten auch in der Presse, die zuvor nichts davon erwähnte, mehr geschrieben.
Die Politik, die die griechisch-zypriotische Führung verfolgt, um in Zypern die umfangreiche Lösung auszuschließen und somit einen juristischen Profit zu erlangen, wird für Zyperntürken, die im Süden Immobilien haben, selbstverständlich Reflektionen haben. Diese kann man wie folgt aufzählen: Die Rückgabe der erwähnten Immobilien an die Zyperntürken, die Feststellung der Verluste durch die Nichtbenutzung der Immobilien der türkischen Besitzern und die dadurch entstehende Ansprüche auf Schadensersatz. Durch die einzelne juristische Behandlung der Eigentumsfrage, die eigentlich wegen ihrer schwierigen Struktur mit einer politischen Entscheidung zu beenden ist, werden sich die beiden Seiten in der Hinsicht der Versöhnung mehr voneinander entfernen.
Der geteilte Status Zyperns und die daraus ergebenen Resultate sollen in einer Gesamtheit und schließlich ohne sich von dem Endziel der Vereinigung zu distanzieren aufgefasst werden. In diesem Rahmen sollen alle Prozesse im Zusammenhang mit dem Eigentumsrecht bis eine umfangreiche Lösung in Zypern gefunden wird, verschoben werden.
Andererseits ist die Maske der griechisch-zypriotischen Führung und ihres Führers mit der Ablehnung des Annan-Plans gefallen. Ob die Zyperngriechen, die sich in der 2 jährigen Periode nach der Durchführung des Referendums des Annan-Plans regungslos und unvereinbar verhielten, eine Lösung für die Vereinigung wollen oder nicht, wurde nicht nur in der westlichen, sondern auch in der griechisch –zypriotischen Öffentlichkeit in Frage gestellt.
Die von der griechisch-zypriotischen Führung, die es geschafft hat, mit der Ablehnung der Vereinigung in die EU als Vertreter der gesamten Insel beizutreten, geführte Eigentumspolitik zeigt, dass sie keine Lösung wie eine Föderation mit zwei Gesellschaften wollen und dass sie Vorbereitungen haben in der eigenen Öffentlichkeit eine Grundlage in dieser Richtung zu schaffen. Denn es gibt auch eine Gruppe, die über die Eigentume der Zyperntürken ungerechtes Geld verdient und die Lösung in der Unlösbarkeit sehen. In einem Artikel vom 30. April in der Zeitung Politis, die in der griechisch-zypriotischen Seite veröffentlicht wird, wurden die Lage und Verantwortungen der Zyperngriechen in Bezug auf das Eigentum bewertet. Die Bewertung ist wie folgt:
„Die 1974 angezündete große Bombe ist heute nach 32 Jahren bereit, die zypriotische Wirtschaft und den gesellschaftlichen Wohlstand in die Luft zu jagen.
Die wirkungslose Politik des zypriotischen Staates über die Eigentume der Zyperntürken zeigte sich als eine sehr große und heimliche Schuld. Und dieses Problem wird früher oder später auf die Steuerzahler stürzen, wenn die Zypernfrage endlich nicht gelöst wird.
Seit 1974 hatte der zypriotische Staat die Verantwortung, den türkisch-zypriotischen Landbesitz von 401.000 Hektar in den freien Zonen zu bebauen und zu schützen, hat aber dies nicht gut verwalten können. Durch diese Vernachlässigung könnte der Staat Probleme bei der Zahlung der Entschädigung haben, die er für die Verwendungsverluste den Zyperntürken, die nach der Tragödie im Jahre 1974 ihre Eigentume den Zyperngriechen überlassen haben, zahlen soll.
Bei einer optimistischen Zusammenrechnung - ohne das Einkommen durch die Enteignung der Eigentume von Zyperntürken- überschreitet diese Zahl 1 Milliarde Zypern-Lira. Nach den Informationen der Zeitung Politis beträgt das bis heute enteignete Grundstück 15 Tausend Dekar.
Diese Summe ist in keiner Stelle der Haushaltsrechnungen zu sehen. Trotz allem schafften die letzten Entwicklungen bei der nationalen Sache, d.h. die Öffnung der neuen Übergangspunkten im Zusammenhang mit der EU-Beitritt Zyperns und die Ablehnung des Annan-Plans eine neue und andere Bühne. Dies bedeutet nicht nur, dass die Zyperntürken ihre Eigentume (wie bei Arif Mustafa der Fall ist) ohne Vorbehalt wieder zurücknehmen können, sondern dass sie gleichzeitig Entschädigung für die Verwendung ihrer Eigentume in de n freien Zonen – ohne zu berücksichtigen, ob sie im Norden die Eigentume der Zyperngriechen benutzen oder nicht- verlangen werden.
Das gegenwärtige Gesetz über die Verwaltung der türkischen Eigentume Zyperns sieht vor, dass diese Unregelmassigkeit abgeschafft wird, d.h. den genannten türkisch-zypriotischen Eigentumsbesitzern soll eine Entschädigung gezahlt werden, wenn der Zypern-Konflikt gelöst wird oder die Besitzer in den südlichen Teil Zyperns umziehen würden.
Nach Meinung eines juristischen Experten, könne diese Artikel des Gesetzes jederzeit abgelehnt werden. Er sagt folgendes: „Denn diese Artikel können leicht als Verstoß gegen das Eigentumsrecht bewertet werden… Wir sprechen nämlich von einer Zeitbombe“
Aber so eine Entwicklung könnte unvorstellbare negative Folgen auf die Haushaltspolitik, den Steuerlast der Bürger, die wirtschaftliche Entwicklung und auf den gesellschaftlichen Wohlstand haben. Die griechisch-zypriotische Regierung könnte nach der Antragstellung der Türken aufgefordert werden, diese Entschädigung für die Verwendungsverluste zu bezahlen. So könnte die Regierung mit einer Dilemma konfrontiert sein: Neue Steuern einführen oder andere Investitionen nicht vornehmen. In dieser Phase könnte der Staat einen Rechtskampf durchführen, um die Entschädigungen nicht zu bezahlen.
Auch bei dieser Wahl könnten jedoch manche ungewollte Folgen entstehen, denn jede Verspätung der Konfliktlösung wird weitere schwere Verpflichtungen mit sich bringen.
Nach Meinung des oben erwähnten Experten, haben die Entschädigungsansprüche der Zyperngriechen -für die Verwendungsverluste ihrer Eigentume in Nordzypern- von der Türkei keine rechtliche Bedeutung, auch wenn sie politisch korrekt sind (wie Titana Loizidu-Prozess vor dem Europäischen Gerichtshof für die Menschenrechte zeigte).
Diese Art von möglichen Zahlungen der Entschädigungen durch die Türkei können nicht mit den ähnlichen Verpflichtungen der Zypriotischen Republik gegenüber den Zyperntürken verglichen werden. Denn die Gerichte treffen auf jeden Fall bei den Vorfällen in Bezug auf die persönlichen Forderungen Entscheidungen.
Wenn die politische Lösung für die nationale Frage die Löschung dieser Schulden vorsieht, könnte dies zu einem Ausweg aus dieser Situation führen.
Wie schon bekannt, beinhaltete auch der Annan-Plan, den das griechisch-zypriotische Volk durch Lenkung ihrer Führung ablehnte, einen ähnlichen Beschluss.
Die fortdauernde Stagnation bei der Zypern-Frage sorgt dafür, dass Widerauftreten einer ähnlichen Option zunehmend unmöglicher wird. Wenn der Staat bei der Verwaltung der türkisch-zypriotischen Eigentume mit der nötigen Sorgfalt vorgegangen wäre, hätte er jetzt auf diese angehäuften Verpflichtungen verzichten können.
Wenn Sie ein Eigentum von 400 Tausend Hektar verwalten und die Summen auf dem Konto der Vormundschaft der türkisch-zypriotischen Eigentume zeigen, kann dies nicht anders als eine „schlechte Verwaltung“ bezeichnet werden. Heute kann eine Person, die ein türkisch-zypriotischen Gut benutzt und dafür z.B. eine Miete von 1 Zypern-Lira bezahlt und denselben Gut dann für 500 Zypern-Lira wieder vermietet. Und so wird die Differenz von 499 Zypern-Lira dem Steuerzahler (ohne seine Kenntnis) zur Last.
Das Gesetz für die Verwaltung der türkisch-zypriotischen Güter sieht vor, dass diese Güter den Personen, die nicht deportiert worden sind, zu einem Marktwert der Miete oder den deportierten Personen zu einem nahen Preis des Marktwertes vermietet werden können. Nach einem Bericht des Rechnungshofes, soll das gesamte Einkommen der Verwaltung für die türkisch-zypriotischen Güter im Jahre 2004 eine Summe über 6 Millionen Zypern-Lira betragen haben.
Im selben Bericht wird im Bezug auf die Verwaltung der Eigentume der Zyperntürken eine Reihe von Problemen aufgezählt: Computer-System Kontrollsystem, illegale Verwendung der Güter, illegale Ausbreitungen, Gutverwendung durch Vormundschaft ohne Vertragsabschluss, Löschung der Schulden usw.
Die Einführung des Vormundschaftsgesetzes im Jahre 1991, führte zu einer umfangreichen Verwendung der Güter von Zyperntürken.
Während die Antwort auf die Frage „Wer hat wie viel profitiert?“ gesucht wird, ist es auch nicht auszuschließen, die tatsachlichen Gründe einiger Kreise, welche die Lösungsbemühungen für die Zypern-Frage systematisch torpedieren, herauszufinden.
Nach den Kalkulationen auf der Basis der Flächen der Eigentümer und Preissteigerungen seit 1974 sollte das erworbene Einkommen –wenn man bedenkt, dass der Preis für ein Hektar 206 Zypern-Lira betrug- ca. 40 Millionen Zypern-Lira sein.
Grundsätzlich ist nur 1/7 (6 Millionen Zypern-Lira) dieses Betrages in die Kasse der Vormundschaft gekommen. Außerdem betragen die Zinsen des seit 1974 angesammelten Einkommens rund 70 Millionen Zypern-Lira. In diesem Zusammenhang müsste die zypriotische Führung im Süden, als der Verwalter der Güter in der freien Zone angesichts ihrer Verpflichtungen gegenüber den türkischen Zyprioten 100 Millionen Zypern-Lira aus dem Staatshaushalt zuweisen.
Aber seit 1974 und den Jahren danach wurde die Absetzung diese Art von Verpflichtungen aus dem Etat durch den Finanzministern zu einer unveränderliche „Maßnahme für die Ausgleichung des Haushalts“. Die Gründe für die Fortsetzung dieser Praxis ist offen: Nur die Schulden durch die Nutzung der Güter von Zyperntürken und die Hinzufügung der Zinsen von alten Schulden im Haushalt nach dem Beitritt hätte das Defizit im Haushalt mehr als 1 % des Bruttoinlandsprodukts vergrößern.
Dies würde zu einem Haushaltsdefizit mehr als 3 % führen. Außerdem würde die Zusammenrechnung der Staatsschulden mit den angesammelten Schulden aus der Nutzung der Eigentümer von Zyperntürken –ohne die Entschädigungsgelder aus den Enteignungen, die Millionen von Zypern-Lira betragen, in Betracht zu ziehen- die Staatsschulden von 70 % -heutige Wert- bis zu 80 % hochziehen.
Diese Angelegenheit erregt nicht nur das Interesse der europäischen Diplomaten in Nikosia, sondern auch der Organisationen, welche die Wirtschaft der griechischen Zyprioten studieren. Da die griechisch zypriotische Führung ihren Verpflichtungen gegenüber den Zyperntürken, die in den freien Zonen Immobilien haben, nicht nachkam, schadete dies ihrem Ansehen im Hinsicht der Anpassung an das Entwicklung- und Stabilitätsabkommen Zyperns, der Möglichkeiten in die Geldunion Europas einzutreten und ihrer Kreditfähigkeit. Aus diesem Grund wird das Finanzministerium in naher Zukunft Druck ausübende Fragen über die wirkliche Lage seines Haushaltes beantworten müssen.
Nach den Informationen aus der Zeitung, Politis:
-360.000 Hektar von 401.000 Hektar der türkischen Zyprioten werden benutzt.
-Nach den Statistiken des griechisch zypriotischen Innenministeriums wohnen 3125 Familien in staatlichen Behausungen auf nicht enteigneten Grundstücken der Zyperntürken.
-5431 Familien leben in den Wohnungen, die auf nicht enteigneten Grundstücken der Zyperntürken gebaut sind.
-5 Tausend Familien leben in verschiedenen Dörfern und Städten in Häusern der Zyperntürken.
-Seit 1974 wurde das Grundstück von 15.000 Dekar von Zyperntürken ohne Entschädigung enteignet. Nach den Berechnungen des Innenministeriums beträgt die Summe 110-130 Millionen Zypern-Lira
http://www.diplomatischerbeobachter.c om/news_read.asp?id=1271
Es heißt aber nicht, dass die Türken auf der südlichen Seite keine Immobilien haben nur weil der Westen auf Wunsch und zum Vorteil der griechisch-zypriotischen Führung davon nicht spricht. Mit der Rückgabe der Immobilien des Arif Mustafa im vergangenen Februar wird von den Immobilienrechten der türkischen Zyprioten auch in der Presse, die zuvor nichts davon erwähnte, mehr geschrieben.
Die Politik, die die griechisch-zypriotische Führung verfolgt, um in Zypern die umfangreiche Lösung auszuschließen und somit einen juristischen Profit zu erlangen, wird für Zyperntürken, die im Süden Immobilien haben, selbstverständlich Reflektionen haben. Diese kann man wie folgt aufzählen: Die Rückgabe der erwähnten Immobilien an die Zyperntürken, die Feststellung der Verluste durch die Nichtbenutzung der Immobilien der türkischen Besitzern und die dadurch entstehende Ansprüche auf Schadensersatz. Durch die einzelne juristische Behandlung der Eigentumsfrage, die eigentlich wegen ihrer schwierigen Struktur mit einer politischen Entscheidung zu beenden ist, werden sich die beiden Seiten in der Hinsicht der Versöhnung mehr voneinander entfernen.
Der geteilte Status Zyperns und die daraus ergebenen Resultate sollen in einer Gesamtheit und schließlich ohne sich von dem Endziel der Vereinigung zu distanzieren aufgefasst werden. In diesem Rahmen sollen alle Prozesse im Zusammenhang mit dem Eigentumsrecht bis eine umfangreiche Lösung in Zypern gefunden wird, verschoben werden.
Andererseits ist die Maske der griechisch-zypriotischen Führung und ihres Führers mit der Ablehnung des Annan-Plans gefallen. Ob die Zyperngriechen, die sich in der 2 jährigen Periode nach der Durchführung des Referendums des Annan-Plans regungslos und unvereinbar verhielten, eine Lösung für die Vereinigung wollen oder nicht, wurde nicht nur in der westlichen, sondern auch in der griechisch –zypriotischen Öffentlichkeit in Frage gestellt.
Die von der griechisch-zypriotischen Führung, die es geschafft hat, mit der Ablehnung der Vereinigung in die EU als Vertreter der gesamten Insel beizutreten, geführte Eigentumspolitik zeigt, dass sie keine Lösung wie eine Föderation mit zwei Gesellschaften wollen und dass sie Vorbereitungen haben in der eigenen Öffentlichkeit eine Grundlage in dieser Richtung zu schaffen. Denn es gibt auch eine Gruppe, die über die Eigentume der Zyperntürken ungerechtes Geld verdient und die Lösung in der Unlösbarkeit sehen. In einem Artikel vom 30. April in der Zeitung Politis, die in der griechisch-zypriotischen Seite veröffentlicht wird, wurden die Lage und Verantwortungen der Zyperngriechen in Bezug auf das Eigentum bewertet. Die Bewertung ist wie folgt:
„Die 1974 angezündete große Bombe ist heute nach 32 Jahren bereit, die zypriotische Wirtschaft und den gesellschaftlichen Wohlstand in die Luft zu jagen.
Die wirkungslose Politik des zypriotischen Staates über die Eigentume der Zyperntürken zeigte sich als eine sehr große und heimliche Schuld. Und dieses Problem wird früher oder später auf die Steuerzahler stürzen, wenn die Zypernfrage endlich nicht gelöst wird.
Seit 1974 hatte der zypriotische Staat die Verantwortung, den türkisch-zypriotischen Landbesitz von 401.000 Hektar in den freien Zonen zu bebauen und zu schützen, hat aber dies nicht gut verwalten können. Durch diese Vernachlässigung könnte der Staat Probleme bei der Zahlung der Entschädigung haben, die er für die Verwendungsverluste den Zyperntürken, die nach der Tragödie im Jahre 1974 ihre Eigentume den Zyperngriechen überlassen haben, zahlen soll.
Bei einer optimistischen Zusammenrechnung - ohne das Einkommen durch die Enteignung der Eigentume von Zyperntürken- überschreitet diese Zahl 1 Milliarde Zypern-Lira. Nach den Informationen der Zeitung Politis beträgt das bis heute enteignete Grundstück 15 Tausend Dekar.
Diese Summe ist in keiner Stelle der Haushaltsrechnungen zu sehen. Trotz allem schafften die letzten Entwicklungen bei der nationalen Sache, d.h. die Öffnung der neuen Übergangspunkten im Zusammenhang mit der EU-Beitritt Zyperns und die Ablehnung des Annan-Plans eine neue und andere Bühne. Dies bedeutet nicht nur, dass die Zyperntürken ihre Eigentume (wie bei Arif Mustafa der Fall ist) ohne Vorbehalt wieder zurücknehmen können, sondern dass sie gleichzeitig Entschädigung für die Verwendung ihrer Eigentume in de n freien Zonen – ohne zu berücksichtigen, ob sie im Norden die Eigentume der Zyperngriechen benutzen oder nicht- verlangen werden.
Das gegenwärtige Gesetz über die Verwaltung der türkischen Eigentume Zyperns sieht vor, dass diese Unregelmassigkeit abgeschafft wird, d.h. den genannten türkisch-zypriotischen Eigentumsbesitzern soll eine Entschädigung gezahlt werden, wenn der Zypern-Konflikt gelöst wird oder die Besitzer in den südlichen Teil Zyperns umziehen würden.
Nach Meinung eines juristischen Experten, könne diese Artikel des Gesetzes jederzeit abgelehnt werden. Er sagt folgendes: „Denn diese Artikel können leicht als Verstoß gegen das Eigentumsrecht bewertet werden… Wir sprechen nämlich von einer Zeitbombe“
Aber so eine Entwicklung könnte unvorstellbare negative Folgen auf die Haushaltspolitik, den Steuerlast der Bürger, die wirtschaftliche Entwicklung und auf den gesellschaftlichen Wohlstand haben. Die griechisch-zypriotische Regierung könnte nach der Antragstellung der Türken aufgefordert werden, diese Entschädigung für die Verwendungsverluste zu bezahlen. So könnte die Regierung mit einer Dilemma konfrontiert sein: Neue Steuern einführen oder andere Investitionen nicht vornehmen. In dieser Phase könnte der Staat einen Rechtskampf durchführen, um die Entschädigungen nicht zu bezahlen.
Auch bei dieser Wahl könnten jedoch manche ungewollte Folgen entstehen, denn jede Verspätung der Konfliktlösung wird weitere schwere Verpflichtungen mit sich bringen.
Nach Meinung des oben erwähnten Experten, haben die Entschädigungsansprüche der Zyperngriechen -für die Verwendungsverluste ihrer Eigentume in Nordzypern- von der Türkei keine rechtliche Bedeutung, auch wenn sie politisch korrekt sind (wie Titana Loizidu-Prozess vor dem Europäischen Gerichtshof für die Menschenrechte zeigte).
Diese Art von möglichen Zahlungen der Entschädigungen durch die Türkei können nicht mit den ähnlichen Verpflichtungen der Zypriotischen Republik gegenüber den Zyperntürken verglichen werden. Denn die Gerichte treffen auf jeden Fall bei den Vorfällen in Bezug auf die persönlichen Forderungen Entscheidungen.
Wenn die politische Lösung für die nationale Frage die Löschung dieser Schulden vorsieht, könnte dies zu einem Ausweg aus dieser Situation führen.
Wie schon bekannt, beinhaltete auch der Annan-Plan, den das griechisch-zypriotische Volk durch Lenkung ihrer Führung ablehnte, einen ähnlichen Beschluss.
Die fortdauernde Stagnation bei der Zypern-Frage sorgt dafür, dass Widerauftreten einer ähnlichen Option zunehmend unmöglicher wird. Wenn der Staat bei der Verwaltung der türkisch-zypriotischen Eigentume mit der nötigen Sorgfalt vorgegangen wäre, hätte er jetzt auf diese angehäuften Verpflichtungen verzichten können.
Wenn Sie ein Eigentum von 400 Tausend Hektar verwalten und die Summen auf dem Konto der Vormundschaft der türkisch-zypriotischen Eigentume zeigen, kann dies nicht anders als eine „schlechte Verwaltung“ bezeichnet werden. Heute kann eine Person, die ein türkisch-zypriotischen Gut benutzt und dafür z.B. eine Miete von 1 Zypern-Lira bezahlt und denselben Gut dann für 500 Zypern-Lira wieder vermietet. Und so wird die Differenz von 499 Zypern-Lira dem Steuerzahler (ohne seine Kenntnis) zur Last.
Das Gesetz für die Verwaltung der türkisch-zypriotischen Güter sieht vor, dass diese Güter den Personen, die nicht deportiert worden sind, zu einem Marktwert der Miete oder den deportierten Personen zu einem nahen Preis des Marktwertes vermietet werden können. Nach einem Bericht des Rechnungshofes, soll das gesamte Einkommen der Verwaltung für die türkisch-zypriotischen Güter im Jahre 2004 eine Summe über 6 Millionen Zypern-Lira betragen haben.
Im selben Bericht wird im Bezug auf die Verwaltung der Eigentume der Zyperntürken eine Reihe von Problemen aufgezählt: Computer-System Kontrollsystem, illegale Verwendung der Güter, illegale Ausbreitungen, Gutverwendung durch Vormundschaft ohne Vertragsabschluss, Löschung der Schulden usw.
Die Einführung des Vormundschaftsgesetzes im Jahre 1991, führte zu einer umfangreichen Verwendung der Güter von Zyperntürken.
Während die Antwort auf die Frage „Wer hat wie viel profitiert?“ gesucht wird, ist es auch nicht auszuschließen, die tatsachlichen Gründe einiger Kreise, welche die Lösungsbemühungen für die Zypern-Frage systematisch torpedieren, herauszufinden.
Nach den Kalkulationen auf der Basis der Flächen der Eigentümer und Preissteigerungen seit 1974 sollte das erworbene Einkommen –wenn man bedenkt, dass der Preis für ein Hektar 206 Zypern-Lira betrug- ca. 40 Millionen Zypern-Lira sein.
Grundsätzlich ist nur 1/7 (6 Millionen Zypern-Lira) dieses Betrages in die Kasse der Vormundschaft gekommen. Außerdem betragen die Zinsen des seit 1974 angesammelten Einkommens rund 70 Millionen Zypern-Lira. In diesem Zusammenhang müsste die zypriotische Führung im Süden, als der Verwalter der Güter in der freien Zone angesichts ihrer Verpflichtungen gegenüber den türkischen Zyprioten 100 Millionen Zypern-Lira aus dem Staatshaushalt zuweisen.
Aber seit 1974 und den Jahren danach wurde die Absetzung diese Art von Verpflichtungen aus dem Etat durch den Finanzministern zu einer unveränderliche „Maßnahme für die Ausgleichung des Haushalts“. Die Gründe für die Fortsetzung dieser Praxis ist offen: Nur die Schulden durch die Nutzung der Güter von Zyperntürken und die Hinzufügung der Zinsen von alten Schulden im Haushalt nach dem Beitritt hätte das Defizit im Haushalt mehr als 1 % des Bruttoinlandsprodukts vergrößern.
Dies würde zu einem Haushaltsdefizit mehr als 3 % führen. Außerdem würde die Zusammenrechnung der Staatsschulden mit den angesammelten Schulden aus der Nutzung der Eigentümer von Zyperntürken –ohne die Entschädigungsgelder aus den Enteignungen, die Millionen von Zypern-Lira betragen, in Betracht zu ziehen- die Staatsschulden von 70 % -heutige Wert- bis zu 80 % hochziehen.
Diese Angelegenheit erregt nicht nur das Interesse der europäischen Diplomaten in Nikosia, sondern auch der Organisationen, welche die Wirtschaft der griechischen Zyprioten studieren. Da die griechisch zypriotische Führung ihren Verpflichtungen gegenüber den Zyperntürken, die in den freien Zonen Immobilien haben, nicht nachkam, schadete dies ihrem Ansehen im Hinsicht der Anpassung an das Entwicklung- und Stabilitätsabkommen Zyperns, der Möglichkeiten in die Geldunion Europas einzutreten und ihrer Kreditfähigkeit. Aus diesem Grund wird das Finanzministerium in naher Zukunft Druck ausübende Fragen über die wirkliche Lage seines Haushaltes beantworten müssen.
Nach den Informationen aus der Zeitung, Politis:
-360.000 Hektar von 401.000 Hektar der türkischen Zyprioten werden benutzt.
-Nach den Statistiken des griechisch zypriotischen Innenministeriums wohnen 3125 Familien in staatlichen Behausungen auf nicht enteigneten Grundstücken der Zyperntürken.
-5431 Familien leben in den Wohnungen, die auf nicht enteigneten Grundstücken der Zyperntürken gebaut sind.
-5 Tausend Familien leben in verschiedenen Dörfern und Städten in Häusern der Zyperntürken.
-Seit 1974 wurde das Grundstück von 15.000 Dekar von Zyperntürken ohne Entschädigung enteignet. Nach den Berechnungen des Innenministeriums beträgt die Summe 110-130 Millionen Zypern-Lira
http://www.diplomatischerbeobachter.c om/news_read.asp?id=1271