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zübeyde
22.07.06, 01:09
20.07.2006 · 16:10 Uhr

http://www.dradio.de/images/792/landscape/133,0/ (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/522372/bilder/image_main/)

Türkische Schülerinnen nehmen am Unterrichtsfach Islamkunde in Bremen teil. (Bild: AP)
Beitrag zum besseren Verstehen

Lehrerin Annemarie von Groeben schildert Leben türkischer Einwanderer

Von Imogen Reisner

"Yildiz und Aytekin" dokumentiert die Lebensgeschichte zweier türkischstämmiger Jugendlicher in Deutschland.

Die ungeschönten Stimmen der Protagonisten machen das Buch zu einer Bereicherung in der aktuellen Debatte um die Verständigung zwischen den Kulturen.

"Yildiz und Aytekin. Die zweite Generation erzählt" - so lautet der wenig inspirierende Titel eines schmalen Bändchens aus dem Peter Hammer Verlag.

Gewöhnlich engagiert sich der ambitionierte Wuppertaler Verlag vor allem für das geistige Leben Schwarzafrikas, eines Kontinents also, der in unserer aufgeklärt technokratischen Welt noch immer für exotische Träume herzuhalten vermag.

Bei "Yildiz und Aytekin" spielt die Musik mitten in Deutschland, und doch klingt sie streckenweise so schräg und unerhört, dass afrikanische Trommelschläge dagegen wie Heimatmusik anmuten.

Worum geht es?

Yildiz und Aytekin, zwei junge türkischstämmige Migranten, haben sich in Deutschland kennen und lieben gelernt. Doch bevor sie ein richtiges Paar werden und in der stahlbetonierten Grauzone zwischen zwei Kulturen Fuß fassen können, sind so viele Fremdheiten, so viel Andersartigkeit und Unverständnis zu überwinden, dass es dem deutschen Leser respektive der Leserin teilweise den Atem verschlägt. Denn so offen und so genau hat man vom Alltagsleben einer jungen türkischen Frau hierzulande kaum gehört; und wo ist man bislang mit derart intimen Details aus der Jugend eines gewöhnlichen türkischen Mannes konfrontiert worden wie auf den vorliegenden 150 Seiten fremden Lebens in Deutschland?

Erzählt wird die Geschichte von Yildiz und Aytekin eingangs von der Lehrerin Annemarie von Groeben, die Yildiz fünf Jahre lang unterrichtet hat. Sie ist auch die Herausgeberin des Buches. Im weiteren Verlauf übernehmen die beiden Protagonisten selbst das Wort und schildern die Stationen und Probleme ihres Lebensweges im direkten Gespräch und mit ihren eigenen Worten.

Yildiz ist in einer westdeutschen Hochhaussiedlung aufgewachsen.

Früh werden ihr familiäre Sorgen und Verantwortung übertragen, doch unter keinen Umständen will Yildiz die traditionelle Frauenrolle ihrer Mutter übernehmen, die für Unterordnung und Dienstbarkeit steht.

Aytekin dagegen kommt erst als Jugendlicher nach Deutschland. Er hat seine Kindheit in einem ostanatolischen Dorf verbracht und ist tief in den Traditionen seiner Heimat verwurzelt. Auch seine Kindheit ist hart und entbehrungsreich, wie er im Gespräch mit der Herausgeberin berichtet:

"Vom sechsten oder siebten Lebensjahr an hatten viele Kinder schon ihre Aufgaben auf den Feldern oder zu Hause ... Wir sind in der Natur aufgewachsen…., da gab's kein Fernsehen, keine Autos, keine großen Spielzeuge … Auch kein Radio, keine Elektrizität. Wir haben Öllampen gehabt, eine Lampe in einem Zimmer hat uns gereicht, und meistens haben alle in einem Zimmer geschlafen. Wir hatten eine Holzbank, da hat man Betten draufgelegt … Wenn der Platz nicht mehr reichte, hat man auf dem Boden geschlafen."

Strenge Regeln und körperliche Gewalt prägen auch Aytekins Schulzeit:

"Wenn man frech war, sich nicht vernünftig benommen oder seine Aufgaben nicht gemacht hat, gab es je nachdem verschiedene Prügelstrafen. Das war gang und gäbe, und keiner kam auf den Gedanken, sich dagegen zu wehren, und die Eltern waren auch damit einverstanden. Bei uns gab es sogar ein Sprichwort. Die Eltern sagten meistens zum Lehrer: Das Kind gehört Ihnen, das Fleisch gehört Ihnen, die Knochen uns."

Während Aytekin immerhin in die Kultur seiner Dorfgemeinschaft eingebettet war, beschreibt Annemarie von Groeben am Beispiel von Yildiz' spezifischen sprachlichen Defiziten, was es bedeutet, in zwei verschiedenen Kulturen zu leben, aber zu keiner richtig dazuzugehören:

"Sie sprach Türkisch und Deutsch gleichermaßen schnell und gut (wie sie sagte) und wechselte mühelos zwischen den beiden Sprachen hin und her, so wie man einen Wasserhahn auf- und zudreht … Aber sie war von den Reservoiren abgeschnitten, von dem Sprachschatz, der sich Kindern, die in ihre Kultur hineinwachsen, nach und nach erschließt … Sie kannte keine Lieder und Geschichten, keine 'Momo' oder 'Aschenputtel', keine Abzählreime, Sprüche und Gedichte."

Doch ebenso wenig stehen der jungen Schülerin die sprachlich überlieferten Bilder und Figuren, die das Weltbild und das Denken einer Kulturgemeinschaft prägen, in der Sprache ihres Elternhauses zur Verfügung. Die Türkei ist für Yildiz Ausland, die türkische Sprache eine Fremdsprache, die sie nur notdürftig von den Eltern und während der Sommerferien vor Ort lernt.

Als Yildiz und Aytekin sich in Deutschland kennen lernen, sind die kulturellen Voraussetzungen zwischen den beiden so eklatant verschieden, dass es einem übermenschlichen Kraftakt gleicht, wenn ihre Beziehung am Ende tragfähige Qualität gewinnt. Während Yildiz im Spannungsverhältnis zwischen deutscher Sozialisation und der patriarchalen Gesellschaftsordnung ihres Elternhauses schon einen Großteil ihrer Kräfte verschlissen hatte, eröffnet sich nun für die junge Frau eine weitere Front im sozialen Überlebenskampf. Denn ihr Freund und späterer Ehemann Aytekin überträgt das türkische Wertesystem ungebrochen auf die gemeinsame Beziehung im fremden Land. Für Yildiz bedeutet das einen endlosen Kampf gegen die Bevormundung durch die zukünftigen Schwiegereltern, deren Wort für den Sohn absolutes Gebot ist: Den Eltern widerspricht man nie, selbst wenn es gegen die eigenen Bedürfnisse geht - so hat er es in seiner Dorfgemeinschaft von klein auf gelernt.

Die Beziehung kriselt, Yildiz wird krank, so schwer, dass ihre erste Schwangerschaft ernsthaft bedroht ist. Immer wieder kämpft sie in zähen kleinen Schritten für ein sebstbestimmtes Leben. Und am Ende, so scheint es, hat sie gewonnen: Yildiz und Aytekin sind seit 20 Jahren verheiratet. Sie haben drei Kinder. Aytekin ist selbstständig, und Yildiz hat eine Stelle als Erzieherin.

Die ungewöhnliche Form dieses Buches, eine kulturell mehrfach gebrochene Zweierbeziehung aus drei verschiedenen Blickwinkeln im Originalton erzählen zu lassen, ermöglicht einen differenzierten Blick auf die vielschichtige Problematik der Migration. Vor allem sind es die ungeschönten authentischen Stimmen von Yildiz und Aytekin, die dieses Dokument zu einer echten Bereicherung in der aktuellen Debatte um die Verständigung zwischen den Kulturen werden lassen. Man wünschte diesem großartigen kleinen Buch mit dem spröden Titel mindestens einen Platz im Deutschunterricht der Oberstufe.



http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/522372/

karasevda75
22.07.06, 01:53
sehr autenhische Auführungen, diese Erfahrungen sind wirklich zentral, habe sie oft bei Freundinnen, Bekannten und Kolleginnen miterlebt

das Buch werde ich mir ziemlich schnell zulegen.

Danke für diesen tollen Beitrag Zübeyde :)

mika
22.07.06, 02:10
Ich finde den Artikel diffamierend in mehrerer Hinsicht.


vom Alltagsleben einer jungen türkischen FrauIch will nichts schönreden, aber "das Alltagsleben einer türkischen Frau" kenne ich anders. In Deutschland hat man die Schwierigkeit, zu erfassen, daß das Leben der Türken erheblich vielfältiger ist, als das der Deutschen. Wenn es schon bei Deutschen unangebracht ist, von Einzelerfahrungen auf typisches Verhalten zu schließen, gilt das für Türken in weit größerem Maße. Wo ist der Beleg, daß die Erfahrungen der Protagonistin so charakteristisch für "eine junge türkische Frau" sind?


Als Yildiz und Aytekin sich in Deutschland kennen lernen, sind die kulturellen Voraussetzungen zwischen den beiden so eklatant verschieden, dass es einem übermenschlichen Kraftakt gleicht, wenn ihre Beziehung am Ende tragfähige Qualität gewinnt. Während Yildiz im Spannungsverhältnis zwischen deutscher Sozialisation und der patriarchalen Gesellschaftsordnung ihres Elternhauses schon einen Großteil ihrer Kräfte verschlissen hatte, eröffnet sich nun für die junge Frau eine weitere Front im sozialen Überlebenskampf. Denn ihr Freund und späterer Ehemann Aytekin überträgt das türkische Wertesystem ungebrochen auf die gemeinsame Beziehung im fremden Land. Für Yildiz bedeutet das einen endlosen Kampf gegen die Bevormundung durch die zukünftigen Schwiegereltern, deren Wort für den Sohn absolutes Gebot ist: Den Eltern widerspricht man nie, selbst wenn es gegen die eigenen Bedürfnisse geht - so hat er es in seiner Dorfgemeinschaft von klein auf gelernt.Dieser Absatz hat es wirklich in sich. Nach solcher Lektüre sieht sich der unvoreingnommene und ahnungslose Europäer gedrängt, seinen kolonialistischen Anspruch, den er aus seiner überlegenen Zivilisation ableitet, neu zu beleben, die türkische Kultur als barbarisch zu verdammen und alle türkischen Einwanderer einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Andernfalls sind diese armen Menschen nicht fähig, selbständig und frei zu leben.

... ermöglicht einen differenzierten Blick auf die vielschichtige Problematik der Migration.Solche Aussagen danach sind der glatte Hohn.

Das Buch mag ein interessantes Dokument für bestimmte Fälle sein und von therapeutischem Wert für die Autoren. Aber so als allgemeingültiges Beispiel der Anpassungsprobleme von Türken hingestellt, verkommt es zur übler herabsetzender Propaganda.

mika
22.07.06, 02:22
sehr autenhische Auführungen, diese Erfahrungen sind wirklich zentral, habe sie oft bei Freundinnen, Bekannten und Kolleginnen miterlebt

das Buch werde ich mir ziemlich schnell zulegen.

Danke für diesen tollen Beitrag Zübeyde :)Ich hoffe, ich verstehe dies richtig. Erfahrungen zentral für die jeweilige Person. Ich will nicht bestreiten, daß es solche Personen auch in einiger Zahl gibt.

Die Sache mit der Sprache möchte ich dabei ausnehmen, die ist nicht kulturspezifisch sondern praktisch immer gegeben.

Aber die ganzen anderen Dinge? Sind sie zentrale Erfahrungen türkischer Einwanderer nach Westeuropa? Dies hätte eine politische Dimension, die aus europäischer Perspektive eigentlich Umerziehung zur Folge haben müßte.

zübeyde
22.07.06, 02:24
sehr autenhische Auführungen, diese Erfahrungen sind wirklich zentral, habe sie oft bei Freundinnen, Bekannten und Kolleginnen miterlebt

das Buch werde ich mir ziemlich schnell zulegen.

Danke für diesen tollen Beitrag Zübeyde :)


karasevda, gerne !

Allerdings habe ich sehr andere Gedanken noch zu diesem Buch. Ich habe sehr viel geschrieben darüber, etwa 1 Std. investiert, aber mein Text ist weg :motz:-
Ich find sie nicht wieder. Aber ich werde wieder einen neuen Anlauf machen. Bin ja hartnäckig . Aber enttäuscht nach soviel Schreiberei umsonst. :buuh:

Ich muß schauen, ob ich noch denken kann um diese Zeit. :lach:

karasevda75
22.07.06, 02:26
Ich finde den Artikel diffamierend in mehrerer Hinsicht.

Ich will nichts schönreden, aber "das Alltagsleben einer türkischen Frau" kenne ich anders. In Deutschland hat man die Schwierigkeit, zu erfassen, daß das Leben der Türken erheblich vielfältiger ist, als das der Deutschen. Wenn es schon bei Deutschen unangebracht ist, von Einzelerfahrungen auf typisches Verhalten zu schließen, gilt das für Türken in weit größerem Maße. Wo ist der Beleg, daß die Erfahrungen der Protagonistin so charakteristisch für "eine junge türkische Frau" sind?

Dieser Absatz hat es wirklich in sich. Nach solcher Lektüre sieht sich der unvoreingnommene und ahnungslose Europäer gedrängt, seinen kolonialistischen Anspruch, den er aus seiner überlegenen Zivilisation ableitet, neu zu beleben, die türkische Kultur als barbarisch zu verdammen und alle türkischen Einwanderer einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Andernfalls sind diese armen Menschen nicht fähig, selbständig und frei zu leben.
Solche Aussagen danach sind der glatte Hohn.

Das Buch mag ein interessantes Dokument für bestimmte Fälle sein und von therapeutischem Wert für die Autoren. Aber so als allgemeingültiges Beispiel der Anpassungsprobleme von Türken hingestellt, verkommt es zur übler herabsetzender Propaganda.


Natürlich ist die Problematik vielschichtiger, da es eben verschiedene Menschen gibt unter uns, die auch verschieden Leben.

Aber diese Art von Konflikt habe ich persönlich , eben auch als Therapeutin relativ häufig bei Bekannten, Kolleginnen und Patientinnen miterlebt und finde , dass es durchaus eine der klassischen Konfliktsituationen ist.

Natürlich könnte man jetzt einwenden, dass ich eben als psychotherapeutisch tätige Ärztin häfiger mit solchen, pathologischen Beziehungskonstellationen in Kontakt komme, was auch sicherlich stimmt...

Dennoch ist auch diese Beziehungskonstellation ein Stück Realität, nicht für alle, aber eben doch für einen Teil unserer Menschen, mit denen Du oder auch Ich vielleicht wenig gemein haben.

Und natürlich könnte dies die Mehrheitsgesellschaft wieder auf alle projezieren und natürlich wäre das so auch nicht zutreffend.

Aber die völlige Abwehr dessen, die Umdeutung dieser doch relativ echten Problematik, die es hier eben doch gar nicht so selten gibt, als Angriffs oder gar Pauschalisierungsversuch der deutschen Mehrheitsgesellschaft, kanns für mich persönlich auch nicht sein.

Genauso wie wir manchmal Pauschalisieren, wird es dass in der Mehrheitsgesellschaft geben, das ist auch nicht verhinderbar...

Wenn mich dass aber daran hindert, mich mit den realen Problematiken mancher Menschen meines Kulturkreises auseinanderzusetzen und diese kritisch zu beleuchten, dann läuft aus einem überzogenen Verteidigungsimpuls heraus Einiges mehr als schief.

Denn damit helfe ich den Menschen die in dieser Situation sind und nicht wissen wie sie damit umgehen sollen kein Stück.

Da finde ich so ein Buch auch gar nicht schlecht.

karasevda75
22.07.06, 02:29
karasevda, gerne !

Allerdings habe ich sehr andere Gedanken noch zu diesem Buch. Ich habe sehr viel geschrieben darüber, etwa 1 Std. investiert, aber mein Text ist weg :motz:-
Ich find sie nicht wieder. Aber ich werde wieder einen neuen Anlauf machen. Bin ja hartnäckig . Aber enttäuscht nach soviel Schreiberei umsonst. :buuh:

Ich muß schauen, ob ich noch denken kann um diese Zeit. :lach:

das kenn ich, ist mir Anfangs so elendig oft passiert. :lach:

karasevda75
22.07.06, 02:30
Ich hoffe, ich verstehe dies richtig. Erfahrungen zentral für die jeweilige Person. Ich will nicht bestreiten, daß es solche Personen auch in einiger Zahl gibt.

Die Sache mit der Sprache möchte ich dabei ausnehmen, die ist nicht kulturspezifisch sondern praktisch immer gegeben.

Aber die ganzen anderen Dinge? Sind sie zentrale Erfahrungen türkischer Einwanderer nach Westeuropa? Dies hätte eine politische Dimension, die aus europäischer Perspektive eigentlich Umerziehung zur Folge haben müßte.

Ausführungen im Post zuvor, erklärt sicherlich Einiges.

Bin noch auf der Arbeit und wohl etwas kurzangebunden. :lach:

zübeyde
22.07.06, 02:32
das kenn ich, ist mir Anfangs so elendig oft passiert. :lach:


Dramatisch. :buuh: Ich hab mir erstmal einen Kaffee gekocht und will unbedingt nochmal paar Zeilen, wenn ich noch in der Lage bin, dazu schreiben.

Gruß

mika
22.07.06, 02:34
Da finde ich so ein Buch auch gar nicht schlecht.Natürlich ist das Buch gut. Ich finde es nur wichtig, die Diskussion darüber in den richtigen Kontext zu stellen, um zu verhindern, daß diese Fragen propagandistisch instrumentalisiert werden. Der Artikel im Dlf ersceint mir in der Richtung völlig überzogen und nur eine neue Variante des altbekannten Zeigefingers, mit dem auf den Feind gedeutet wird.

karasevda75
22.07.06, 02:52
Natürlich ist das Buch gut. Ich finde es nur wichtig, die Diskussion darüber in den richtigen Kontext zu stellen, um zu verhindern, daß diese Fragen propagandistisch instrumentalisiert werden. Der Artikel im Dlf ersceint mir in der Richtung völlig überzogen und nur eine neue Variante des altbekannten Zeigefingers, mit dem auf den Feind gedeutet wird.

Ehrlich gesagt bin ich was das angeht sicher, dass du dass auch wenn du Kritik daran übst nie wirklich verhindern kannst, da die Schablonen in den Köpfen nun mal so sind, wie sie sind...

Man könnte allerdings TIC-Redaktion zu einem Leserbrief diesbezüglich animieren, um die eigene Sichtweise dem entgegenzustellen

Tja, verzeih mir mika, ich bin irgendwie schon ziemlich in diesem Beruf drin... daher denke ich oft, das was draussen ist, kann man nur bedingt ändern, aber was hat das geschriebene mit einem Selbst oder mit dem eigenen Kollektiv zu tun, was kann man an sich selbst verändern, um vor diesen auch kränkenden Pauschalisierungen geschützter zu sein?

An mir persönlich, perlt dieses Pauschalisierungsgehabe immer häufiger ab, da ich mich nicht angesprochen fühle... und jedem auch ein Stück weit die eigenen Denkschubladen zugestehe, ich habe sie ja schließlich auch.

Ich nehme es eher als Anregung...hinterfrage die dargestellten Problematiken und versuche, wie in meinem Beruf zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten zu erörtern...

Aber natürlich hat es in diesem Kontext auch eine andere Gruppendynamik, die dem Integrationsprozess nicht wirklich zu Gute kommt.