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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Movie zum Thema Integration: "Wut" oder "Türkischer Teufel"



Praeparator
20.09.06, 12:23
INTEGRATION

Türkischer Teufel</B>

Von Nikolaus von Festenberg
Ein brutales ARD-Movie über einen türkischen Drogenhändler ("Wut") will liberale Spießer entlarven und mit Multikulti-Illusionen abrechnen.

Schwuchtel ist sein Lieblingswort. Er sagt es in 90 Minuten öfter als Schimanski in seinen schlimmsten "Tatort"-Zeiten das Wort "Scheiße". Platz zwei auf der Schmähliste von Can, so heißt der junge türkische Drogenhändler (Oktay Özdemir): "ficken". Wen will er nicht alles ficken: "christliche Arschlöcher", Männer "ohne Eier", "geile Fotzen" von Müttern, ja sogar die Literatur, als er eine Kleist-Vorlesung stört.

"Wut" (Buch: Max Eipp, Regie: Züli Aladag) ist kein abseitiges Filmhochschulprojekt für die jugendfreie Mitternacht. Das hochbesetzte Movie soll am Mittwoch nächster Woche um 20.15 Uhr laufen. Das deutsche Fernsehen lässt nicht nur sprachlich die Sau raus. "Wut" will "radikale Fragen stellen und radikale Antworten geben können" (WDR-Fernsehspielchef Gebhard Henke). Es riecht nach Skandal.

Denn die Motivation zu diesem Film ist vielleicht radikal, auf jeden Fall aber fahrlässig. "Wut" tut so, als wäre die bisherige Debatte um die Integration der Ausländer von Tabus geprägt, von falscher deutscher Rücksichtnahme. Er will mit dem gutmenschlichen linksliberalen Köhlerglauben brechen, eigentlich seien Ausländer immer nur Opfer. Er zeigt den Fremden als Täter. Und spielt mit dem Feuer.

Es geht um die Zerstörung einer deutschen Professorenfamilie. Der Zuschauer wird eingeladen, sich an der Hilflosigkeit und dem Masochismus der liberalen Laubs zu erfreuen. Sohn Felix (Robert Höller) lässt sich von der Türkengang abziehen, misshandeln und erniedrigen und sucht trotzdem immer wieder die Nähe zu seinem Peiniger Can, dessen Name Seele bedeutet.

Wer tatsächlich glaubt, bei den Integrationsproblemen zwischen Türken und Deutschen spiele Sexualneid eine Hauptrolle, wird in "Wut" reichlich bedient: hier die verklemmten und verspießerten Deutschen, dort ein türkischer Macho, der mit barbarischer Primitivität die Dinge auf den G-Punkt bringt.

Der Zuschauer soll lustvoll dranbleiben, wenn der als türkischer Teufel konzipierte Drogenhändler den Professorenvater (August Zirner) als unmännlichen Schwächling hinstellt und seine Frau (Corinna Harfouch) als geile Schlampe. Voller heimlicher Bewunderung schlägt sich "Wut" auf die Seite dessen, was Held Can für die Kultur der Ehre hält. Frauen- und Homosexuellenverachtung sind das eine, die Rückkehr des Faustrechts das andere. Wer dem aggressiven Tunichtgut in die Quere kommt, bezieht Prügel. Wer, wie der Professorenvater, gesetzliche Mittel einsetzt und die Polizei holt, ist ein Feigling und Verräter.

Can wird als Tyrann porträtiert, und der Film will einem weismachen, er könne nicht anders. Da ist ein alter bärtiger Gemüsehändler (Demir Gögköl), Cans Vater, dem der Film nur dumpfe Sturheit zuweist. Wir sehen, wie der Vater seinen Gebetsteppich zusammenfaltet und anschließend den Sohn verstößt. Aus den Augen mit dem Bösen. Für welchen Islam steht das?

Der Verstoßene darf hier Gefühl zeigen. Er weint, als er die Fotos aus seiner Kindheit betrachtet. Die Tränen trocknen allerdings schnell. Schließlich braucht die Dramaturgie Can als den Leibhaftigen vom Dienst.

Regisseur Aladag ("Elefantenherz") sagt, wovor er am meisten bei diesem Film Angst gehabt habe: politisch korrekt zu sein. Die Ausländer als ewige Opfer darzustellen und nicht auch als Täter, so etwas wäre ihm als Beschönigung vorgekommen.

Aber so geht das mit Vorsätzen, sie sind ästhetisch nicht kontrollierbar. Mit einer Orgie aus Demütigung und Gewalt endet dieser Film, ein Finale, das erschauern lässt, weil es den Zuschauer zum Komplizen des Hasses auf einen Fremden macht.

Was nützt eine Ehrlichkeit, die in den Schrecken mündet? Gab es da nicht mal einen öffentlich-rechtlichen Anspruch, gewissen Grundsätzen des Zusammenlebens verpflichtet zu sein und sie nicht zum Teufel zu schicken, bloß weil das ästhetisch so hinreißend ankommt?

Es könnte gut sein, dass "Wut" einen Frust ausdrückt, der sich in der ARD über den von ihr sonst so überreichlich produzierten Süßstoff angesammelt hat - eine Art Wut der Anstalt auf sich selbst.

Quelle:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,437978,00.html

Der Film soll am nächsten Mittwoch um 20.15 laufen.

Turkuaz
20.09.06, 13:06
Ist es nicht der gleiche Sender, der für 200 Euro ausländische
Jungendliche miteinander prügeln ließ um im nachhinein darüber
zu berichten?

teutonengrill
20.09.06, 13:36
Bei den geringen GEZ Gebühren ist nicht mehr drin als 200 EURO!

Cengizhan
20.09.06, 14:38
viel ist auch von der deutschen medienlandschaft, insbesonders von ard & zdf nicht zu erwarten.
"türkisch für anfänger" war auch in der selben richtung. türkischer junge macho, assi, pervers, drogendealer, und mädchen mit kopftuch.


die sollen den nagel auf den kopf hauen und einen film drehen, worin hitler zu gibt er sei türke. seine grosseltern wären osmanische kriegsgefangene und seitdem in österreich lebten.
wäre doch toll!

Yasin
20.09.06, 16:44
Es geht um die Zerstörung einer deutschen Professorenfamilie. Der Zuschauer wird eingeladen, sich an der Hilflosigkeit und dem Masochismus der liberalen Laubs zu erfreuen. Sohn Felix (Robert Höller) lässt sich von der Türkengang abziehen, misshandeln und erniedrigen und sucht trotzdem immer wieder die Nähe zu seinem Peiniger Can, dessen Name Seele bedeutet.
:aferin: Genau so und nicht anders sind diese dreckigen und gefährlichen Türken die arme unschuldige deutsche Professorfamilien zerreissen.. echt Klasse! So ist mans von Deutschland gewohnt! :aferin:

Wie weit darf das Fernsehn eigentlich noch gehen? Muss man umbedingt provozieren und sich hinterher wundern,dass die "gesamte islamische Welt verrückt spielt"?

PS.: Türken sind alle Killer und schwarze dealen bereits als Babys mit Drogen.. ach ne,das übernehmen ja jetzt auch die Türken. :rolleyes:

Yakamoz
20.09.06, 17:06
Und man lässt das ganze noch von einem Türken inszenieren. Denn wenn ein Türke einen Türkenwitz macht ist es ja ned so schlimm.:gewalt:

Ich schau mir den Film an und stelle mir einfach vor es wäre kein Türke sondern ein Strichjunge vom Stachus.

Kemal1
20.09.06, 17:24
Türk cocuklari gururdan evvel parayi düsündüklerinden böyle pis reklamlara maruz kaliriz her zaman. Inanirim hic bir Alman bu denli serefsizce kendi milletini kötüleyen filmler oynamaz.

omar
20.09.06, 18:21
Quelle:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,437978,00.html

Der Film soll am nächsten Mittwoch um 20.15 laufen.
Wenn sowas der Spiegel (!) druckt...

KingTurek
20.09.06, 18:51
Züli Aladag, geboren 1966 in Van/Türkei

Das sagt wohl alles:rolleyes:

easydogi
20.09.06, 20:37
Ich schau mal, ob ich es zeitlich schaffe, mir den Film anzuschauen.
Interessant scheint er zu sein, aber meist kündigen sie immer etwas "nie dagewesenes" an und die Umsetzung ist langweiliger Mist.
Mal sehen, was sie diesmal fabriziert haben.

Wer übrigens Ideen für einen, aus Eurer Sicht, richtigen Türken-Film hat, kann sich bei mir melden.

Kemal1
20.09.06, 20:51
Züli Aladag, geboren 1966 in Van/Türkei

Das sagt wohl alles:rolleyes:

Habe ich verstanden, danke für den Tipp , das übliche ebend:kafa:

Yakamoz
23.09.06, 01:04
SPIEGEL ONLINE - 22. September 2006, 17:12
URL: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,438700,00.html
Umstrittener TV-Film

ARD zeigt "Wut" später

Nach internen Diskussionen und Protesten von Jugendschützern hat die ARD den TV-Film "Wut" auf einen späteren Sendetermin verschoben. Das harte Integrationsdrama über eine türkische Jugendgang wird von einer Diskussionsrunde begleitet.
Berlin - Statt Mittwoch um 20.15 Uhr soll die WDR-Produktion nach ARD-Angaben nun am Freitag um 22.00 Uhr ausgestrahlt werden. Danach folgt die Live-Diskussion "Tatort Schulweg - Hilflos gegen Jugendgewalt?" mit Politikern, Experten und Betroffenen.
Gegen den Film waren Vorwürfe wegen Gewaltszenen und möglicher Ausländerfeindlichkeit laut geworfen. In der WDR-Produktion von Regisseur Züli Aladag drangsaliert der Anführer einer türkischen Jugendgang den Schüler Felix (Robert Höller), der aus einer liberalen, gut gestellten Familie kommt. Dabei bleibt es nicht. Can (Oktay Özdemir) terrorisiert immer mehr die gesamte Familie inklusive der Eltern Simon und Christa (August Zirner/Corinna Harfouch). Die Situation eskaliert.
Über den Film gab es auch innerhalb der ARD Diskussionen. In mehreren Anstalten soll es Kritik von Jugendschützern an der geplanten Sendezeit gegeben haben.




"Wut" behandle eine schwierige Problematik, sagte RBB-Sprecher Ulrich Anschütz, es herrsche aber Einigkeit im Senderverbund, dass der Film von Regisseur Züli Aladag eine wichtige Produktion sei. Er wies zugleich Vorbehalte zurück, der Film würde unnötige Brutalität zeigen oder gar ausländerfeindlich sein.
In einem Vorwort, das der WDR-Fernsehfilm-Leiter Gerhard Henke für das Presseheft des Films verfasste, war von Angst vor der eigenen Courage noch wenig zu spüren. Selbstbewusst rückte Henke "Wut" in eine Reihe mit provokanten WDR-Legenden wie "Millionenspiel" und "Smog". Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens sei es, so Henke, "politische und soziale Themen aufzugreifen". Die Fernsehfilme müssten "radikale Fragen stellen, um radikale Antworten geben zu können". Das Drama spitze Situationen zu und "macht in der Eskalation Probleme deutlich und begreifbar". Henke plädierte in seinem Text dafür, dass "Wut" von einem großen Familienpublikum gesehen werden sollte.
Hauptdarsteller Özdemir sagte, er hoffe, dass "Wut" Interesse und Diskussionen auslöse. Die Debatte, ob der Film "politisch korrekt" sei, findet der 19-Jährige jedoch "typisch deutsch". "Man sollte nicht vergessen, dass es ein Spielfilm ist - wir versuchen nicht, die Realität genau zu spiegeln und Probleme zu lösen", betonte er

Yakamoz
23.09.06, 14:55
Alman ARD televizyonunda gösterilecek 'Öfke' filmine tepki...
Alman ARD televizyonunda 27 Eylülde gösterilecek olan ve Berlin'deki Türk gençlerinin yaptığı şiddeti konu alan ''Öfke'' (Wut) isimli filme tepkiler artıyor.
Alman BZ gazetesinde yer alan haberde, Berlin'in Neukölln ilçesi Belediye Başkanı Heinz Buschowsky, ''Film klişelerin birbiri ardına sıralanmasından ibaret. Böyle şey görmedim'' dedi.
Berlin Brandenburg Türkiye Toplumu (TBB) Sözcüsü Safter Çınar da ''Filmde göçmenler gerçi tehdit olarak gösteriliyor, ama belki bu film Türk gençlerinin sosyal durumu hakkında dürüst bir tartışma yapılmasına neden olabilir'' diye konuştu.
Berlin'in Kreuzberg semtinde imamlık yapan Züftü İmamoglu ise filmin uyum sürecine zarar vereceğini belirterek, ''Filmde ırkçılık tahrik ediliyor. Şoke oldum. Bu film gösterilmemeli'' dedi.
ARD televizyonunda gösterilecek filmde, Can isminde bir Türk genci çetesiyle birlikte varlıklı bir profesörün oğlunu baskı altında tutuyor ve onun annesiyle babasına hakaretler ediyor. Filmin sonunda ise uğradığı baskı ve şiddetten bıkan Profesör Can'ı öldürüyor.

www.hurriyet.com.tr

zübeyde
23.09.06, 16:47
Ist es nicht der gleiche Sender, der für 200 Euro ausländische
Jungendliche miteinander prügeln ließ um im nachhinein darüber
zu berichten?

Das war, wenn ich mich nicht irre, die ZDF. Aber auch egal. Tut sich nicht viel.

Ja schon kriminelle Machenschaften. Die könnten bei uns aufm Kiez auch gut ihrer Arbeit nachgehen. Leute aufstacheln und schön filmen.