Greyson
09.11.06, 14:55
heute ist der 9.november.ist mir ziemlich ruhig hier zu dem thema.
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Angehörige von Sturmabteilung (http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/innenpolitik/sa/index.html) (SA) und Schutzstaffel (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/ss/index.html) (SS) zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und mißhandelten ihre Bewohner. 91 Tote, 2.676 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7.500 verwüstete Geschäfte - das war die "offizielle" Bilanz des Terrors. Die Weisung zu dem Pogrom war von München ausgegangen, wo sich die Führung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/nsdap/index.html) (NSDAP) zum Gedenken an den 15. Jahrestag des Hitler-Putsches (http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/gewalt/hitler/index.html) versammelt hatte. Am 10. November wurden mehr als 30.000 männliche Juden in Konzentrationslager (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/antisemitismus/kz/index.html) (KZ) verschleppt.
Als Vorwand des von ihnen als angeblich spontanen Akt des "Volkszorns" deklarierten Terrors nutzten die Nationalsozialisten die Ermordung des Legationssekretärs an der deutschen Botschaft in Paris, Ernst vom Rath (http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/RathErnst/index.html), durch den erst siebzehnjährigen Herschel Grynszpan (http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GrynszpanHerschel/index.html). Er wollte so auf die Abschiebung von 17.000 polnischen Juden, zu denen auch seine Eltern zählten, nach Polen aufmerksam machen. Die aufgrund der zerstörten Schaufensterscheiben bald als "Reichskristallnacht" bekannt gewordenen Ausschreitungen waren bis dahin der Höhepunkt eines staatlichen Antisemitismus (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/antisemitismus/ausgrenzung/index.html), der mit der Machtübernahme (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/etablierung/index.html) der Nationalsozialisten 1933 begonnen hatte. Die Reaktionen der Bevökerung während des Pogroms waren zumeist von eingeschüchterter Reserviertheit und einem schockierten Schweigen geprägt. Nur wenige Menschen, die nicht der SA oder SS angehörten, beteiligten sich aktiv an den Zerstörungen und den Brandschatzungen, auch nur wenige allerdings tätigten Hilfe für ihre jüdischen Nachbarn. Das NS-Regime (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/index.html) deklarierte den von der NSDAP gesteuerten Pogrom als "berechtigte und verständliche Empörung des deutschen Volkes", die nach der weiteren Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben rief. Zunehmende Entrechtung, Einteignungen und "Zwangsarisierungen (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/arisierung/index.html)" sollten die Juden zur Auswanderung zwingen. Nach dem "öffentlichen" Novemberpogrom 1938 erhielt die Verfolgung einen neuen Charakter: Nun begann die "stille" Eliminierung der Juden. Auch die Zeugnisse ihrer religiösen Kultur fielen der Vernichtung zum Opfer.
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hier ein link zu informationen meiner stadt,zu diesem thema.
http://www.alemannia-judaica.de/loerrach_synagoge_a.htm
es gab auch menschlichkeit..
Beim Novemberpogrom 1938 wurde der Gemeindevorstand der Jüdischen Gemeinde am 10. November morgens zwischen 4.30 und 5 Uhr durch einen Gestapo-Offizier von der bevorstehenden Schändung der Synagoge heimlich informiert. Dadurch war es möglich, die Torarollen und andere wertvolle Gegenstände vor ihrer Zerstörung zu bewahren. Zwischen 9 und 10 Uhr rottete sich unter Führung eines SS-Sturmbannführer und eines SA-Sturmbannführers eine Gruppe von Parteiangehörigen, vor allem SA-Leute vor der Synagoge zusammen. Auch der damalige Leiter des Städtischen Werkhofes mit Bediensteten war an der Aktion beteiligt. Die insgesamt etwa 30 bis 40 Männer verschafften sich Eintritt in die Synagoge dadurch, dass einer von ihnen mit einem Hammer die Haupttüre der Synagoge einschlug. Gemeinsam wurde das Innere der Synagoge völlig zertrümmert. Die Bänke wurden umgeworfen, der Kronleuchter zerstört, der Toraschrein zertrümmert und die steinernen Gebotstafeln am Eingang zur Synagoge herausgerissen. Einige Teppiche und Holzstücke wurden in Brand gesetzt. Die völlig verwüstete Synagoge wurde wenig später abgebrochen.
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Angehörige von Sturmabteilung (http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/innenpolitik/sa/index.html) (SA) und Schutzstaffel (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/ss/index.html) (SS) zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und mißhandelten ihre Bewohner. 91 Tote, 2.676 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7.500 verwüstete Geschäfte - das war die "offizielle" Bilanz des Terrors. Die Weisung zu dem Pogrom war von München ausgegangen, wo sich die Führung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/nsdap/index.html) (NSDAP) zum Gedenken an den 15. Jahrestag des Hitler-Putsches (http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/gewalt/hitler/index.html) versammelt hatte. Am 10. November wurden mehr als 30.000 männliche Juden in Konzentrationslager (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/antisemitismus/kz/index.html) (KZ) verschleppt.
Als Vorwand des von ihnen als angeblich spontanen Akt des "Volkszorns" deklarierten Terrors nutzten die Nationalsozialisten die Ermordung des Legationssekretärs an der deutschen Botschaft in Paris, Ernst vom Rath (http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/RathErnst/index.html), durch den erst siebzehnjährigen Herschel Grynszpan (http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GrynszpanHerschel/index.html). Er wollte so auf die Abschiebung von 17.000 polnischen Juden, zu denen auch seine Eltern zählten, nach Polen aufmerksam machen. Die aufgrund der zerstörten Schaufensterscheiben bald als "Reichskristallnacht" bekannt gewordenen Ausschreitungen waren bis dahin der Höhepunkt eines staatlichen Antisemitismus (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/antisemitismus/ausgrenzung/index.html), der mit der Machtübernahme (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/etablierung/index.html) der Nationalsozialisten 1933 begonnen hatte. Die Reaktionen der Bevökerung während des Pogroms waren zumeist von eingeschüchterter Reserviertheit und einem schockierten Schweigen geprägt. Nur wenige Menschen, die nicht der SA oder SS angehörten, beteiligten sich aktiv an den Zerstörungen und den Brandschatzungen, auch nur wenige allerdings tätigten Hilfe für ihre jüdischen Nachbarn. Das NS-Regime (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/index.html) deklarierte den von der NSDAP gesteuerten Pogrom als "berechtigte und verständliche Empörung des deutschen Volkes", die nach der weiteren Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben rief. Zunehmende Entrechtung, Einteignungen und "Zwangsarisierungen (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/arisierung/index.html)" sollten die Juden zur Auswanderung zwingen. Nach dem "öffentlichen" Novemberpogrom 1938 erhielt die Verfolgung einen neuen Charakter: Nun begann die "stille" Eliminierung der Juden. Auch die Zeugnisse ihrer religiösen Kultur fielen der Vernichtung zum Opfer.
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hier ein link zu informationen meiner stadt,zu diesem thema.
http://www.alemannia-judaica.de/loerrach_synagoge_a.htm
es gab auch menschlichkeit..
Beim Novemberpogrom 1938 wurde der Gemeindevorstand der Jüdischen Gemeinde am 10. November morgens zwischen 4.30 und 5 Uhr durch einen Gestapo-Offizier von der bevorstehenden Schändung der Synagoge heimlich informiert. Dadurch war es möglich, die Torarollen und andere wertvolle Gegenstände vor ihrer Zerstörung zu bewahren. Zwischen 9 und 10 Uhr rottete sich unter Führung eines SS-Sturmbannführer und eines SA-Sturmbannführers eine Gruppe von Parteiangehörigen, vor allem SA-Leute vor der Synagoge zusammen. Auch der damalige Leiter des Städtischen Werkhofes mit Bediensteten war an der Aktion beteiligt. Die insgesamt etwa 30 bis 40 Männer verschafften sich Eintritt in die Synagoge dadurch, dass einer von ihnen mit einem Hammer die Haupttüre der Synagoge einschlug. Gemeinsam wurde das Innere der Synagoge völlig zertrümmert. Die Bänke wurden umgeworfen, der Kronleuchter zerstört, der Toraschrein zertrümmert und die steinernen Gebotstafeln am Eingang zur Synagoge herausgerissen. Einige Teppiche und Holzstücke wurden in Brand gesetzt. Die völlig verwüstete Synagoge wurde wenig später abgebrochen.