PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : hat sich religion evolutionär durchgesetzt?



Ingolstädter
28.11.06, 23:12
hier wird die frage diskutiert warum religion in allen kulturen der welt verbreitet ist.

hat sich religion evolutionär durchgesetzt? wenn ja, warum?

Leo Navis
28.11.06, 23:16
Weil sie den Menschen scheinbar einen Sinn in ihrem sinnlosen Leben gibt.

omar
28.11.06, 23:29
Religion isch halt ne super coole Sache.:aferin:

Wolf
28.11.06, 23:31
hier wird die frage diskutiert warum religion in allen kulturen der welt verbreitet ist.

hat sich religion evolutionär durchgesetzt? wenn ja, warum?

Definiere bitte "Religion".

Die Testerin
28.11.06, 23:34
weil religion angst macht. wie grimms märchen. nur noch viel besser.

kahraman1970
28.11.06, 23:36
Ich glaube da ist was !!! aber nur was ? das habe ich noch nicht rausgefunden .

Gökcen
28.11.06, 23:39
mir gibt meine religion innere ruhe, kraft und halt..jedesmal wenn ich mich unwohl fühle bete ich zu gott und fühle mich danach gut..kann dabei nur für mich sprechen.es sit für mich eine große stütze

Ingolstädter
29.11.06, 00:03
Definiere bitte "Religion".

- das erfahren von spiritualität
- das glauben an eine höhere macht
(- das leben nach gewissen regeln)?

die frage ist: gibt religion dem anwender einen evolutionären vorteil?

bzw.: gibt religion einer gruppe von anwendern einen evolutionären vorteil?


was gökcen beschreibt ist recht charakteristisch für die aussage von gläubigen und wie ich finde äußerst interessant (ich würde zu gerne wissen was da im hirn genau vor sich geht).

Gökcen
29.11.06, 00:11
-was gökcen beschreibt ist recht charakteristisch für die aussage von gläubigen und wie ich finde äußerst interessant (ich würde zu gerne wissen was da im hirn genau vor sich geht).

es ist einfach eine sache der einstellung/des glaubens.wenn man sich unwohl fühlt oder irgendwie ein flaues gefühl im magen hat betet man zu gott und bittet ihn darum dir innere ruhe undkraft zu geben.später dann erfüllt es einen dann wirklich mit innerer ruh( ich kann es mir nicht erklären, als gläubige muslima kann ich dazu gottes werk sagen, was die wissenschaft dazu sagt weis ich nicht).
ich denke das man als mensch etwas braucht das man nicht steuern kann um irgendwie an etwas festzuhalten.

in meiner abiturprüfung hatte ich z.b ein blackout.30min ging nichts.dann habe ich die 30min lang zu gott gebetet und suren aus dem koran im kopf abgespielt.dann ging es wieder.kann auch sein das mein hirn wieder kraft hatte warum auch immer,aber ich glaube eben daran das es gottes hilfe war, da gott genau wusste das ich gelernt hatte und mir in dem moment den rücken gestärkt hat.
wie es andere sehen, keine ahnung, wie gesagt eine sache der einstellung.

Ingolstädter
29.11.06, 05:27
interessante bbc-doku über atheismus (in englisch):

http://www.youtube.com/watch?v=pWTfxKTTvpg
http://www.youtube.com/watch?v=h8RAnlmdkWI&mode=related&search=
http://www.youtube.com/watch?v=NRqxThCXrnU&mode=related&search=
http://www.youtube.com/watch?v=7luCQ3tGenA&mode=related&search=
http://www.youtube.com/watch?v=e3op09w53iQ&mode=related&search=
http://www.youtube.com/watch?v=MunTKMH1NdE&mode=related&search=

Leo Navis
29.11.06, 10:04
mir gibt meine religion innere ruhe, kraft und halt..jedesmal wenn ich mich unwohl fühle bete ich zu gott und fühle mich danach gut..kann dabei nur für mich sprechen.es sit für mich eine große stütze
Genau das meine ich. Es ist vollkommen egal, ob es einen "Gott" oder sonst irgendein überirdisches Wesen gibt, viele Menschen können ihn als Autoritätsfigur (oder "Vater") nehmen und finden Halt darin.

Außerdem ist eine Religion eine vorzügliche Sache um sämtliche, verschiedene Menschen - auch "normalerweise" benachteiligte - in eine Gruppe aufzunehmen, die akzeptiert.

Der einzige Grund, warum ich in keiner Religion bin, ist, dass ich mein Gewissen nicht verraten darf. Wer das in Kauf nehmen kann, für den ist Religion was hervorragendes.

Ingolstädter
29.11.06, 15:16
Der einzige Grund, warum ich in keiner Religion bin, ist, dass ich mein Gewissen nicht verraten darf. Wer das in Kauf nehmen kann, für den ist Religion was hervorragendes.

für mich ist das argument dass religion etwas menschliches ist und dass es sich vielleicht evolutionär durchgesetzt hat eine "rationale legitimation" für mich zu glauben.

es wäre mir jedoch deutlich wohler mit dem glauben wenn sich religion evolutionär sinnvoll erwiesen hätte.. dann hätte ich das nagende gefühl von "selbstbetrug" nicht mehr, wenn der glaube einen evolutionären nutzen hat.


prinzipiell bin ich seit meiner kindheit "spirituell verdrahtet". also ich hatte schon immer einen hang zum glauben bzw. zum spirituellen.

omar
29.11.06, 15:23
Die Religion hat die Aufgabe Menschen zu erziehen. Jetzt könnte man sagen, dass in heutiger Zeit, also der Zeit der vorherrschenden Vernunft und nach der Aufklärung, so weit gereift ist, dass er keine höhere Macht um sich erziehen zu lassen.
Aber auch in der Zeit der Wissenschaft gibt es sehr viele unerklärbare Dinge. Auf diese Fragen gibt ausschließlich die Religion (befriegende) Antworten. Und das wird auch immer so bleiben.
Ich bin wahrlich nicht das Genie in Naturwissenschaft, aber mir haben der Biounterricht z.B. immer gezeigt, dass es einen Gott geben muss, der unseren Körper und die komlexesten funktionen so eingestellt hat wie sie sind. Die Biologie stellt sich ja überhaupt nicht die Frage, weshalb dieses oder jenes so ist wie es ist, sondern beobachtet nur, sagt nur WIE es ist.
Wenn man dies zu wissenschaftlich zu erklären versucht, gibt es nur eine Antwort: Zufall. Evolution. Vom einem Bakerium sind die komlexesten Systeme entstanden, so ganz zufällig. Natürlich. Zufall.
Das ist etwa so: Ich bin am Flughafen und sehe ein Flugzeug und sage, dass der Wind die verschiedensten Teile vom Schrottplatz zusammengewürfelt hat und das Ding jetzt fliegen kann.

Ganz abgesehen davon, dass die Religion Menschen halt gibt, wie auch Gökcen oben beschrieben hat.

Leo Navis
29.11.06, 15:24
für mich ist das argument dass religion etwas menschliches ist und dass es sich vielleicht evolutionär durchgesetzt hat eine "rationale legitimation" für mich zu glauben.
Tja, für mich nicht. Vielleicht ist der nächste evolutionäre Schritt, dass wir unseren Glauben ablegen und zum Agnostizismus überwechseln - da wäre ich ein Vorreiter. Vielleicht allerdings ist morgen auch der letzte Tag auf dieser Erde und ich schmore in der Hölle. Möglich isses.

Leo Navis
29.11.06, 15:27
Ich bin wahrlich nicht das Genie in Naturwissenschaft, aber mir haben der Biounterricht z.B. immer gezeigt, dass es einen Gott geben muss, der unseren Körper und die komlexesten funktionen so eingestellt hat wie sie sind.
Der Mensch hat sich ja entweder entwickelt bis er zu diesem energiesparendem Ding geworden ist, dass mit einem Keks 'nen Kilometer laufen kann, oder aber irgendwann hat ein Gott den Menschen wie er ist so auf die Erde gesetzt. Das hieße allerdings, dass es dem Menschen gleichzeitig verwehrt ist, sich zu entwickeln, schließlich widerspräche das dem, was man glaubt.

Oder anders: Wer an einen Gott glaubt, der müsste eigentlich völlig passiv werden oder die Logik völlig verwerfen.

Ingolstädter
29.11.06, 16:55
Tja, für mich nicht. Vielleicht ist der nächste evolutionäre Schritt, dass wir unseren Glauben ablegen und zum Agnostizismus überwechseln - da wäre ich ein Vorreiter.

ich war agnostiker und finde gerade mehr und mehr zur (urgermanischen) "religion".
ob du ein vorreiter in einer agnostischen gesellschaft bist ist eine andere frage :p.

was uns von den abrahamiten am deutlichsten unterscheidet: wir sehen die gewinnung der wahrheit (spirituell und wissenschaftlich) nicht in büchern, sondern in der beobachtung der natur (wobei diese beobachtungen natürlich auf bücher übertragen werden können, so dass nicht jeder für sich die beobachtungen machen muss... zeitersparnis ;)).

daher gibt es wohl auch praktisch keine asentreuen, welche die evolution bestreiten würden.. vielmehr sehen die meisten von uns religion/die götter als ein teil dieser evolution.
deswegen passt mir dieser glaube viel besser als die abrahamitschen... ich kann einfach nicht wörtlich nehmen was in der bibel oder dem koran geschrieben steht.


Das ist etwa so: Ich bin am Flughafen und sehe ein Flugzeug und sage, dass der Wind die verschiedensten Teile vom Schrottplatz zusammengewürfelt hat und das Ding jetzt fliegen kann.

nun da ist das wichtigste die idee.. ideen verbessern sich auch evolutionär.
die ersten entwürfe von flugzeugen waren mist, bald kamen die gebrüder wright die auf der basis vorheriger misslungener versuche ein flugzeug bauten. dann kamen aufgrund dieser basis immer neue flugzeugtypen.

gerade als angehender ingenieur verstehe ich dass es viele fehlversuche gibt (meistens in der planung. aber weil wir die naturgesetze verstehen können wir eine schlechte idee schon verwerfen obwohl wir das ding noch nicht gebaut haben) bevor ein plan besser als die anderen pläne ist und dieser dann umgesetzt wird.

es ist also nichts anderes als gedankliche evolution: http://de.wikipedia.org/wiki/Mem


zurück zum ursprünglichen thema:

haben gläubige menschen mehr kinder als ungläubige?

nach wikipedia (ja schlechte quelle, hab aber keine andere gefunden) ist dem so:

"Außerdem besteht in zeitgenössischen Gesellschaften häufig ein Zusammenhang zwischen Demografie (http://de.wikipedia.org/wiki/Demografie) und religiöser Bindung. Die Geburtenrate in religiösen Gemeinschaften ist z. T. erheblich höher als die in der eher säkular geprägten Gesellschaft. Beispiele hierfür sind die Geburtenraten der türkischstämmigen Familien in Deutschland, die zum allergrößten Teil dem Islam angehören und diejenigen der orthodoxen Juden in Israel."

http://de.wikipedia.org/wiki/Religion#Positive_Wirkungen

eine höhere geburtenrate wäre durchaus ein nennenswerter evolutionärer vorteil.

TurkishWarLord
29.11.06, 17:41
Die Religion bzw. der Islam gibt mir nicht nur Kraft und die Vernunft und inneren Frieden sondern beantwortet mir die Fragen des Lebens die die Wissenschaft nicht beantworten kann. Die Wissenschaft sagt zwar Wie und Wann vielleicht auch Wieso aber Wer oder Was es gemacht hat kann sie nicht erklären bsp. den Urknall den gab es das bezweifele ich nicht und man sagte auch wie es funktioniert haben kann, aber wie kam es den zum Urknall und wer oder was hat es veranlasst kann man nicht sagen. Wie kann es sein das aus dem nichts einfach ein Urknall kommt, meine Physik, Chemie und Biologie Noten waren nicht die allerbesten aber ich weis das man um einen Urknall oder irgendeine Reaktion im All immer eine Chemische Reaktion braucht bzw. Moleküle bsp. Atome damit irgendwas geschehen kann indem Fall einen Urknall aber da war ja nichts und da kommt wieder der Kuran ins Spiel und zwar steht da drinne ALLAH hat die Welt, Sterne den Himmel usw. aus dem nichts erschaffen, warum steht nicht das Universum im Kuran fragt sich der eine oder andere und dafür das mit Sterne und Himmel, damals würde das doch keiner verstehen, aber wir wissen heute was man damit meint, aufjedenfall ist es mir vollkommen logisch gekommen das im Kuran steht das ALLAH alles vom nichts erschaffen hat und man fragt ja auch wie groß ist denn ALLAH und da heißt es ALLAH ist überall und seine größe ist niemals messbar da verbinde ich schon es mit dem Universum das Universum ist auch nicht messbar, also die größe und weil ALLAH überall ist ist er so groß wie das Universum. Die Religion hat den Menschen weitergebracht bzw. weiterentwickelt und zwar gab es mit Hilfe der Religion die ersten Gesetze (natürlich kommt es auch auf die Religion an) wo man die ersten Menschenrechte anwendet bsp. in den Abrahamitischen Religionen das alle Menschen egal welche Hautfarbe, Sprache und Nationalität alle gleich sind und das es bsp. keine Sklaverei geben darf, Gleichberechtigung auch wenn sie meistens nicht eingesetzt werden, das aber nicht mit der Religion sondern mehr mit den Traditionen zu tun hat, das man sich um die Armen und Weisen kümmert, Gesetze und ersen Strafen gab die angemessen waren, Recht auf Erbschaft der Frauen(im Islam), keine Zwangsverheiratung,also das man selber entscheiden darf(steht auch im Kuran), Toleranz und noch vieles mehr. Technisch gesehen war es im Islam so nicht wie im Christentum das man im Islam Fortschritt also Technik nicht als Teufelswerk angesehen hat, sondern im gegenteil im Kuran steht drin das Wissen gefördert muss und ich weiß nicht ob das jeder weiß aber in den ersten paar Jahrhunderten des Islams waren die Moslems in Sachen Fortschritt in den meisten also fast allen dingen den Europäern meilen weit vorraus, aber fragt mich bitte nicht warum sich das Blatt dannach gewendet hat das muss ich noch selber erforschen. Ich weiß nicht in welcher Religion Tieren als erstes Rechte gegeben wurden(Hinduistmus abgesehen die glauben ja das ihre verstorbenen Verwandten als Tiere wiedergeboren werden und deshalb mit respekt behandeln) ich meine wenn man kein Hinduist ist dann war es der Islam glaube ich, bin mir da nicht sicher, aufjedenfall hat der Prophet Mohammed (S.A.V) gesagt das man den Kamelen bzw. den Tieren die immer etwas tragen müssen nicht zu viel zum Tragen zur last gibt und sie imemr gut behandeln müsse oder beim Opferfest das man die Tiere schnell Opfert und nicht dabei quellen darf bzw. das man gar keine Tiere quellen darf, weil es auch Gottes Geschöpfe sind.

Wolf
30.11.06, 02:06
- das erfahren von spiritualität
- das glauben an eine höhere macht
(- das leben nach gewissen regeln)?

Na dann wirds aber eng. Buddhisten haben z.B. keinen Glauben an eine höhere Macht un die japanische Version hat ebenfalls weder einen Schöpfer noch sonst irgendetwas, nur die Geister der Vorväter.

Sind also alle drei Punkte Bedingung oder jeweils nur einer?


die frage ist: gibt religion dem anwender einen evolutionären vorteil?

Je religiöser und schicksalsgläubiger ein Mensch ist, desto unselbstständiger ist er im Denken, also ist diese Frage zu verneinen. Ein Selbstmordattentäter ist tiefreligiös und setzt seiner eigenen Evolution ein Ende. Den Vorteil kann ich also hier nicht erkennen.


bzw.: gibt religion einer gruppe von anwendern einen evolutionären vorteil?

Soziologisch ja! Dem Einzelindividuum hingegen nein. Regeln werden nur aufgrund von (möglichen) Sanktionen befolgt, also ist die Angst vor dem gehörnten Teufel und dem Fegefeuer die Motivation, sich an Regeln zu halten, die zur Entstehungszeit der Religionen alle auch durchweg Sinn machten. Heute ist das nur mit Abstrichen der Fall.


was gökcen beschreibt ist recht charakteristisch für die aussage von gläubigen und wie ich finde äußerst interessant (ich würde zu gerne wissen was da im hirn genau vor sich geht).

Hm..... manche hören Musik, wieder andere fressen Schokolade. Manche schwenken Fahnen, andere sprechen mit Ausserirdischen...... Ich denke, dass wir es ganz schnöde mit Serotonin zu tun haben.

Ingolstädter
30.11.06, 03:39
Na dann wirds aber eng. Buddhisten haben z.B. keinen Glauben an eine höhere Macht un die japanische Version hat ebenfalls weder einen Schöpfer noch sonst irgendetwas, nur die Geister der Vorväter.

Sind also alle drei Punkte Bedingung oder jeweils nur einer?

es gibt auch religionen die nur mit spiritualität auskommen.. meistens ist aber schon ein ahnenkult oder so etwas ähnliches dabei.
also ja, zumindest spiritualiät muss vorhanden sein.


Je religiöser und schicksalsgläubiger ein Mensch ist, desto unselbstständiger ist er im Denken, also ist diese Frage zu verneinen. Ein Selbstmordattentäter ist tiefreligiös und setzt seiner eigenen Evolution ein Ende. Den Vorteil kann ich also hier nicht erkennen.

hm. stimmt.. das einzige was sinnvoll sein könnte wäre ein "halt" im leben durch den vaterersatz den gott bietet (jetzt werde ich aber sehr freudianisch..)


Soziologisch ja! Dem Einzelindividuum hingegen nein. Regeln werden nur aufgrund von (möglichen) Sanktionen befolgt, also ist die Angst vor dem gehörnten Teufel und dem Fegefeuer die Motivation, sich an Regeln zu halten, die zur Entstehungszeit der Religionen alle auch durchweg Sinn machten. Heute ist das nur mit Abstrichen der Fall.

gut. das macht sinn. religion stärkt gruppen welche religion haben durch das "einhämmern" von gesellschaftsnützlichen werten (kinderreichtum, unterstützen von mitgliedern der gesellschaft, ehrlichkeit, mäßigung, missionieren? etc..) effizienter funktionieren.

Komiker
30.11.06, 09:45
Der Materialismus hat sich durchgesetzt. Da kommt niemand dran vorbei, wenn er nicht zum Waldmensch, Wüstenmensch oder Robinson werden will.


Religion, oder sagen wir mal Glaubensbekenntnisse und vorallem Angst vor dem Ungewissen wird es immer geben und musste sich auch nicht wirklich als Zustand durchsetzen, denn es ist ur-menschlich.

Leo Navis
30.11.06, 11:48
ich war agnostiker und finde gerade mehr und mehr zur (urgermanischen) "religion".
ob du ein vorreiter in einer agnostischen gesellschaft bist ist eine andere frage .

was uns von den abrahamiten am deutlichsten unterscheidet: wir sehen die gewinnung der wahrheit (spirituell und wissenschaftlich) nicht in büchern, sondern in der beobachtung der natur (wobei diese beobachtungen natürlich auf bücher übertragen werden können, so dass nicht jeder für sich die beobachtungen machen muss... zeitersparnis ).

daher gibt es wohl auch praktisch keine asentreuen, welche die evolution bestreiten würden.. vielmehr sehen die meisten von uns religion/die götter als ein teil dieser evolution.
deswegen passt mir dieser glaube viel besser als die abrahamitschen... ich kann einfach nicht wörtlich nehmen was in der bibel oder dem koran geschrieben steht.
Ich finde zu gar keiner Religion. Religionen an sich sind zwar nicht widerlegbar - das ist so ähnlich wie mit Verschwörungstheorien - aber immerhin kann man die Wahrscheinlichkeit, dass sie stimmen, auf ein sehr geringes reduzieren.

Gehörst Du den Asatru an?

Ingolstädter
30.11.06, 17:12
Gehörst Du den Asatru an?

jep. auf deutsch sagt man übrigens "Asentreu" (ich weiß ist nicht perfekt übersetzt). auch haben wir deutsche ein paar andere götternamen (wotan statt odin, donar statt thor, ziu statt tyr etc..) im vergleich zu den nordgermanen.

hier mal ein ami-asentreuer: http://www.youtube.com/watch?v=98xieYU_K-M&mode=related&search=


allerdings, asatru ist eine sehr freie religion, mit sehr unterschiedlichen meinungen. sogar krasser als im islam, wie gesagt weil die beobachtung der natur zur wahrheitsfindung über büchern steht.

für mich persöhnlich kann man riesen schon mit naturgewalten gleichsetzen (insbesondere bei donars fahrt nach utgard (http://www.lokis-mythologie.de/Thor%20in%20Utgard.php)) und die götter mit den grundprinzipien menschlicher natur und den gemeinschaftsgeist meiner vorfahren.
also man kann das ganze auch sehr philosophisch auffassen.

in diesem sinne (in der schrift meiner vorfahren):
ᚺᛇᛚ ᛞᛖᚾ ᚨᛊᛖᚾ ᚢᚾᛞ ᚹᚨᚾᛖᚾ

Leo Navis
30.11.06, 17:15
jep. auf deutsch sagt man übrigens "Asentreu" (ich weiß ist nicht perfekt übersetzt). auch haben wir deutsche ein paar andere götternamen (wotan statt odin, donar statt thor, ziu statt tyr etc..) im vergleich zu den nordgermanen.

hier mal ein ami-asentreuer: http://www.youtube.com/watch?v=98xieYU_K-M&mode=related&search=


allerdings, asatru ist eine sehr freie religion, mit sehr unterschiedlichen meinungen. sogar krasser als im islam, wie gesagt weil die beobachtung der natur zur wahrheitsfindung über büchern steht.
Is' ja krass, ich dacht euch gibt's so gut wie gar nicht mehr. Gewaltsame Christianisierung hat damals schon mächtig was an germanischer Kultur kaputtgemacht.

Ingolstädter
30.11.06, 17:45
Is' ja krass, ich dacht euch gibt's so gut wie gar nicht mehr. Gewaltsame Christianisierung hat damals schon mächtig was an germanischer Kultur kaputtgemacht.

das meiste wird auch für immer verloren bleiben (die umfangreiche schriftensammlung über die kontinentalgermanische kultur von karl dem großen wurde warscheinlich von christlichen eiferern zerstört). allerdings gibt es viele anhaltspunkte insbesondere im norden und in form von märchen (und auch z.b. bei den heiligen der katholiken und der marienverehrung ;). allgemein wenn man die christliche praxis von dem was in der bibel steht "subtrahiert", bleibt viel heidnisches übrig) dass man sich (auch im indo-europäischen kontext) durch historische fieselarbeit ein einigermaßen stimmiges bild zusammenpuzzeln konnte.

asatru ist also sicher nicht der glaube der hier vor 2000 jahren praktiziert wurde.. aber es kommt (mit dem einbeziehen lokaler bräuche) verdammt nahe dran.