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zübeyde
03.12.06, 20:36
03. Dezember 2006
19:09





Dominoeffekt des Chaos?

Die USA und Europa sollten sich rasch auf eine gemeinsame Irak- und Nahost-Strategie einigen

- ein Kommentar der anderen von Joschka Fischer

Angesichts des möglichen Abzugs der USA aus dem Irak kalkulieren alle am Konflikt beteiligten Mächte ihre Lage neu.

Amerika und Europa sollten sich schnell auf eine gemeinsame Strategie einigen.

Betrachtet man die Region zwischen dem Tal des Indus und dem Ufer des östlichen Mittelmeers, so besteht zu sehr ernster Sorge Anlass. Als die USA im März 1991 militärisch im Irak intervenierten, hatten sie die Absicht, diese Region fundamental zu verändern. Heute muss man feststellen, dass nahezu nichts von dieser Politik gelungen ist. Selbst der Erfolg freier Wahlen im Irak droht sich in ein Instrument der Teilung und nicht der Einigung des Landes zu verkehren.

Die nachhaltige Erschütterung, ja Revolutionierung der existierenden Machtverhältnisse im Nahen Osten allerdings ist gelungen. Es kam jedoch zu keinem Dominoeffekt der Demokratisierung, sondern es droht im Gegenteil ein Dominoeffekt des Chaos.

Mit ihrer ersten Entscheidung zum Krieg gegen den Irak und der Befreiung Kuwaits 1991 begann die Rolle der USA als alleinige hegemoniale Militärmacht in der Region. Mit ihrer Entscheidung zum zweiten Krieg gegen den Irak und zur Besetzung des Landes im März 2003 wurde aus der Hegemonie die unmittelbare Verantwortung für die Zukunft des Nahen Ostens.

Destabilisierung der gesamten Region

Die USA waren so zur entscheidenden nahöstlichen Führungsmacht geworden, die entweder unter dem Einsatz ihrer einmaligen militärischen Stärke einen neuen, demokratischen Nahen Osten schaffen würde - oder die trotz ihres gewaltigen militärischen Potenzials daran scheitern, ein Machtvakuum auslösen und dadurch die Destabilisierung der gesamten Region nach sich ziehen würde. Letzterer Fall ist eingetreten, es war seit Langem absehbar.

Der Krieg im Irak selbst hat sich in seinem Charakter transformiert. Eine Demokratisierungsintervention wurde zur Stabilisierungsmission mit hohen Opferzahlen und Kosten. Statt Umsturz der regionalen Machtverhältnisse geht es jetzt nur noch um den Erhalt des Status quo. Den Krieg gewinnen heißt aus US-Sicht nicht mehr, einen demokratischen Irak in einer sich demokratisierenden Region durchzusetzen, sondern den Krieg und die Besatzung mit Anstand so beenden und abziehen zu können, dass Amerika eine Demütigung erspart bleibt.

Die jüngste amerikanische Wahl war ein Referendum gegen den Krieg im Irak. Damit ist auch der Zeitrahmen für die Irakisierung plus Abzug der US Truppen gesetzt, nämlich bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen.

Regionale Großkrise

Hinter diesem absehbaren Ende der Stabilisierungsmission lauert der Bürgerkrieg im Irak, der zugleich zu einem indirekten arabisch-iranischen Krieg um die Vorherrschaft im Irak, am Golf, im Libanon, in den palästinensischen Gebieten und darüber hinaus zu werden droht.

Mehr noch, es besteht die akute Gefahr, dass das im Irak geschaffene Machtvakuum den israelisch-arabischen Konflikt, Irak und Afghanistan zur regionalen Großkrise verknüpfen wird.

Alle beteiligten Mächte und Akteure kalkulieren angesichts des kommenden amerikanischen Abzugs ihre Lage und Interessen neu.

Dies gilt für alle drei Krisenherde. Iran, Syrien, Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Pakistan, aber auch die Türkei und vor allem Israel werden dabei die regionalen Hauptakteure sein.

Die USA haben mit dem Irakkrieg ihre unilaterale Stellung im nahen Osten, aber nicht nur dort, verloren. Hinter den Regionalmächten werden daher die globalen Großmächte von heute und morgen agieren -

die USA, Russland, China, Indien. Und hoffentlich auch Europa, dessen Sicherheit mit auf dem Spiel steht.

Es geht bereits heute nicht mehr nur um den Irak, sondern vielmehr um die Zukunft der gesamten Region.

Die Einsicht, die in Washington um sich greift, dass der Irak nicht mehr zu gewinnen, ja auch nur zu stabilisieren sein wird, wenn sich die regionalen Rahmenbedingungen nicht ändern, kommt vielleicht zu spät. Washington wird sich mit seinen Verbündeten abstimmen und mit allen Akteuren direkt reden müssen, um so vielleicht noch einen neuen regionalen Konsens erreichen zu können.

Risiko Iran

Wäre diese Politik vor einem Jahr oder spätestens im letzten Frühsommer erfolgt, so wären die Aussichten dafür sehr viel besser gewesen. Mit jedem weiteren Tag, der verstreicht, wird Amerikas Position in der Region schwächer und werden die Chancen für den Erfolg einer neuen Politik düsterer.

Das größte Risiko geht dabei von dem eindeutigen Gewinner des irakischen Machtvakuums aus, dem Iran.

Der Iran hat hegemoniale Ambitionen, die er mittels seines strategischen Potenzials, seiner Öl- und Gasreserven, seines Nuklearprogramms, der religiösen Karte der Schiiten und mittels der Erschütterung des Status quo in der arabisch-muslimischen Welt zu erreichen sucht.

Andererseits befindet sich der Iran aber in einer Lage der relativen Isolierung in der Region. Nur Syrien und die Hisbollah sind seine Verbündeten. Zudem droht ihm de facto eine Koalition aller Mächte in der Region, die einen iranischen Nahen Osten ablehnen.

Durchaus Chancen

Wenn Amerika und Europa schnell und einer gemeinsamen Strategie folgend handelten, so bestünde durchaus die Chance, die Lage noch zu stabilisieren. Anstelle der militärischen Intervention müssen direkte Gespräche, Sicherheitsgarantien, politische und ökonomische Integration einerseits oder aber die Isolierung und ein wirksames Containment andererseits treten.

Diese Politik bedarf aber einer glaubhaften Isolierungsdrohung. Und sie wird sich auf folgende drei Punkte konzentrieren müssen:

1) Umfassendes Angebot an Syrien und Iran zur Normalisierung der Beziehungen.

2) Eine energische Initiative zu Fortschritten oder gar zur Lösung des israelisch-arabischen Konflikts in seiner ganzen Breite.

3) Eine regionale Sicherheitsarchitektur, in deren Zentrum die Stabilisierung von Irak und Afghanistan steht.


(Joschka Fischer,
Wissenschaften vom Menschen, 2006/DER STANDARD, Printausgabe 4.12.2006)

Zur Person

Joschka Fischer war von 1998 bis 2005 deutscher Außenminister und Vizekanzler.


http://derstandard.at/?url=/?id=2683069

Asli
03.12.06, 20:46
Europa in der heutigen Verfassung hat nicht die Kapazitäten alleine zu agieren: es fehlt an gemeinsamer Aussenpolitik oder Konsens, vor allem an militärischer Stärker und die Demokratie im Heime könnte Probleme verursachen, da die Bevölkerungen Einsätzen nicht zustimmen wird.


Politiker haben so an sich, dass sie manchmal Leute hinter's Licht führen, indem sie entweder bewusst lügen oder einfach einen Teil auslassen.

Hier würde ich sagen kommt eine dritte Komponente ins Spiel: die Logik.

Herr Fischer erklärt nicht, warum die US nicht selbst dran gedacht hat, dass Krieg kein Weg zur Demokratie ist, sondern ins Chaos führen wird.

Denkt doch mal nach oder mit: glaubt ihr wirklich dass die USA so 'dumm' ist? Lasst eure Urteilskraft nicht durch Vorurteile blenden.

Das Chaos oder die 'Libanisierung' oder die Bürgerkriege sind Plan einer Strategie, die nur aufgehen kann, wenn jetzt die anderen genannten Akteure dem Bismarkchen Realismus nachgehen würden.

Herr Fischer, Sie können mir nichts vormachen!

Eine Frage bleibt unbeantwortet in dem 'Dektivspielchen': wo bleibt die Logik? Ein Aktuer, eine weltmacht wie die USA, handelt nicht unbedacht! Die US versteht es aus den Niederlangen anderer einen Erfolg für sich zu verbuchen, wie die Nachkriegswelt gezeigt hat, daher ist der Titel des Artikels sehr zutreffend.

KÖNIGSTIGER
03.12.06, 22:33
Ich glaube nicht daran das das Amerika dort im Nebel Rudert.
Die USA wird ihre Strategischen Ziele genau Ausgelotet und Abgesteckt
haben.
Nur was für Ziele sie wirklich verfolgen wird die Welt in der nächsten Zeit
bestimmt nicht Erfahren wen überhaupt.
Eines ist klar es geht um´s Öl und die Destabilisierung der Region für die Amerikanischen Interessen.



[quote=Asli;255

Hier würde ich sagen kommt eine dritte Komponente ins Spiel: die Logik.

Herr Fischer erklärt nicht, warum die US nicht selbst dran gedacht hat, dass Krieg kein Weg zur Demokratie ist, sondern ins Chaos führen wird.

Denkt doch mal nach oder mit: glaubt ihr wirklich dass die USA so 'dumm' ist? Lasst eure Urteilskraft nicht durch Vorurteile blenden.

Das Chaos oder die 'Libanisierung' oder die Bürgerkriege sind Plan einer Strategie, die nur aufgehen kann, wenn jetzt die anderen genannten Akteure dem Bismarkchen Realismus nachgehen würden.

Gallipoli
03.12.06, 23:10
Europa in der heutigen Verfassung hat nicht die Kapazitäten alleine zu agieren: es fehlt an gemeinsamer Aussenpolitik oder Konsens, vor allem an militärischer Stärker und die Demokratie im Heime könnte Probleme verursachen, da die Bevölkerungen Einsätzen nicht zustimmen wird.


Politiker haben so an sich, dass sie manchmal Leute hinter's Licht führen, indem sie entweder bewusst lügen oder einfach einen Teil auslassen.

Hier würde ich sagen kommt eine dritte Komponente ins Spiel: die Logik.

Herr Fischer erklärt nicht, warum die US nicht selbst dran gedacht hat, dass Krieg kein Weg zur Demokratie ist, sondern ins Chaos führen wird.

Denkt doch mal nach oder mit: glaubt ihr wirklich dass die USA so 'dumm' ist? Lasst eure Urteilskraft nicht durch Vorurteile blenden.

Das Chaos oder die 'Libanisierung' oder die Bürgerkriege sind Plan einer Strategie, die nur aufgehen kann, wenn jetzt die anderen genannten Akteure dem Bismarkchen Realismus nachgehen würden.

Herr Fischer, Sie können mir nichts vormachen!

Eine Frage bleibt unbeantwortet in dem 'Dektivspielchen': wo bleibt die Logik? Ein Aktuer, eine weltmacht wie die USA, handelt nicht unbedacht! Die US versteht es aus den Niederlangen anderer einen Erfolg für sich zu verbuchen, wie die Nachkriegswelt gezeigt hat, daher ist der Titel des Artikels sehr zutreffend.


Liebe Asli
Sehr interessante Aspekte die diesem Thema die entscheidenden Eckpunkte geben.
Europas Unfähigkeit, Politiker welche es mit der Wahrheit nicht genau nehmen um mittels Medien ihre Politik zu machen, den eventuell beabsichtigten Chaos im Irak, Pläne einer Strategie und den Bismarkchen Realismus.

An dieser Stelle möchte ich kurz auf den Punkt des gewollten Chaos eingehen. Als sich der Chaos sich allmählich entwickelte habe ich mir die gleiche Frage gestellt, kann es nicht im Interresse der USA sein das im Irak Chaos Herrscht. Denn um diesen Chaos zu bekämpfen bedarf es einen starken Mann. Und ich glaube es Läuft dann so, dass auf einmal ein Starker Mann auftaucht der die USA aus dem Land jagen wird um anschliessend die Innerirakischen unruhen zu beenden und dieser Mann das Land totalitär regieren wird.
Danke

Komiker
04.12.06, 01:12
man unterstellt den USA vielleicht eine latente Kurzsichtigkeit aber Fakt ist


die USA ist Weltmacht Nr. 1


wenn man mit kurzsichtigen, falsch geplanten Strategien und Vorhaben die Weltmacht erreichen kann, wie dumm muß dann eigentlich Europa sein mit seiner kurz, mittel und langfristigen Dauerplanung in den von Bürokratie - Aristrokraten überschwemmten Behörden und Parlamenten?


Kurz und gut...die USA haben für jedes Szenario einen Plan in der Schublade und der "worst case" ist immer noch ein "winner plan" !

Das heißt...wäre alles so gelaufen wie in den Medien propagiert, mit Demokratie und so...dann wäre die USA der Winner überhaupt..

geht alles in die Hose und der Irak wird 3 geteilt, dann ist die USA auch der winner...denn dieser worst case gibt ihnen zumindest ungeteilten Zugriff auf mind. 1 großes Ölfeld an dem sie vorher nichts zu sagen hatten!

Asli
04.12.06, 02:42
Oder probieren wir doch mal diesen Denkansatz. Mal sehen ob er Bestand haben kann.


Wer hat vom ganzen Chaos in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts profitiert? Und ganz besonders in der zweiten Hälfte, nach 1950? Es gibt sogar historische Anzeichen, dass man das schon 100 Jahre vorher geplant hat.

Die Welt wurde in zwei Teile zertrennt: Es gab zwei Weltmächte.

Könnte es hier jetzt nicht eine Chance geben, dass die U.S. 'langfristig', zur einzigen Weltmacht aufsteigen könnte.

Erklärt dies nicht, warum viele Staaten auf einmal Nukleare Waffen haben möchten und Russland denen dabei hilft?

Es gibt einen politischen Theoretiker und 'Realisten' der die Zustände als Anarchisch bezeichnet und dass man deswegen eine 'Ordnungsmacht' braucht.


Wenn die Anarchie nicht herrscht, dann schafft man sie halt. Das ist was puren, knallharten Realismus ausmacht: Die Welt ist nicht so, wie sie angeblich zu beschreiben versuchen, sondern sie 'schaffen' sich ihre Fakten!

Wer's versteht, versteht es! Was meint ihr? Klingt das nicht logisch? Wäre es nicht eine Intepretationsmöglichkeit?

Hier geht es nicht um Russisch verursachten 'overstretch'. Hier geht es ums Chaos schaffen, abziehen, die anderen auf die 'freiliegende Beute' und somit Falle stürzen zu lassen und dann später wieder als 'Ordnungsmacht' auftreten.

So einfach ist das 'Böse' gestrickt!

Wir haben alle Zugang zu den selben Informationen: jedem stehen Bibliotheken offen. Das bedeutet, dass man eine Möglichkeit hat auch die Realität, die Vergangenheit und die Zukunft auf eigene Initiative zu deuten oder vorauszusagen.

Es geht nicht um 'Wahrheit', es geht um konkurrierende Modelle. Hiermit habe ich mein Modell vorgestellt- abgleitet aus Bruchstücken an Informationen, sozusagen Puzellteilchen, die ich mir versuche in meiner wenigen Freizeit anzulesen.

Was meint ihr zu dieser Theorie? Die nicht ich gänzlich erfunden habe, aber weitergedacht habe.

Wenn man zum Beispiel so jemanden wie mich in einen think-tank reinsetzen würde, würde ich dieses Modell analysieren und den Akteuren die dafür gedacht sind, sich auf die freie Beute zu stürzen, folgendes empfehlen:

Es gab selten so einen günstigen Moment in der Geschichte, wo Altruismus als ein Merkmal des Selbsterhaltes gelten könnte. Es gab selten so einen günstigen Zeitpunkt in der Geschichte, wo Kooperation nicht eine Naivität ist, sondern ein Egoismus.

Man braucht sich nur in das Modell reinzudenken, um zu verstehen, was ich meine. Wie kann man das Unglück oder den Zugcrash - um eine aktuelle Metapher zu benutzen, - am besten verhindern.

P.S. Think-tanks haben den Vorteil, dass sie nicht Entscheidungsträger sind und nur Vorschläge breitmachen. So wäre meiner nur einer unter vielen.

Das war gerade eine kleines fiktives Rollenspiel: Tätigkeit bei einem Think-tank :-) Spielt jemand mit? Wo ist die Konkurrenz?

Komiker
04.12.06, 04:54
Fakt unter anderem ist auch, daß Herr Fischer in den USA doziert...man kann sagen was man will,
die USA ziehen wertvolle human capacity ( die käuflichen und weniger starr ideologischen, oder die verdienten ) aus allen anderen Völkern(nicht zu wenige), diese werden umgepolt und sind jederzeit einsatzbereit gegen ihr Mutterland zu kämpfen, Argumente findet man immer ( oder nach Deiner Theorie, macht man die Argumente )....man sieht es ja am Beispiel Kliiiieeeensmaaaaaan...:lach:

colak
04.12.06, 08:28
Verschwörungstheorien sind very spannend und gehören auch immer wieder erwähnt. Gerade am Beispiel der Millizen, die wohlgesonnen aufmarschieren. Ein gesamt Konstrukt kann ich bei der amerikanischen Administrativen für ein Komplott nicht erkennen. Aber sollte es so sein, das Chaos bewusst herbei geführt wird (siehe bewaffnete Millizen, die Toleriert werden) um eine Regionalkrise zu schüren, wäre es ein gewagtes Projekt.

Aber ein wenig schlüssig ist dieser Aspekt dann schon.
Jeder muss sich neu Orientieren, die Saudis erwägen ein Einschreiten, sollten die Amerikaner abziehen. Iran müsste entsprechend handeln und ohne Frage, auch die Türkei kann nicht mehr die Zuschauer-Rolle einnehmen. Und wenn die Region ersteinmal im totalen Chaos versinkt, kommen die Amerikaner gestärkt wieder hervor. Joschka verlangt ja nun auch, das die Europär Stellung beziehen.

Die Interessen kollidieren, aber gewaltig. Nutznießer werden ganz zum Schluss wieder die Westmächte, es sei denn, es gibt eine Achse Russland, Türkei, Iran.

Es ist schon bezeichnent. Der "Westen", hat seiner Bevölkerung schon eingetrimmt, das die Bösen im Nahen Osten beheimatet sind. Das aber schon seit Jahrhunderten, gerade sie, diese Region für ihre "Spielchen" schamlos ausnutzen und eine Zivilgesellschaft verhindern, wird schnell untergraben.

Der Westen muss endlich begreifen, das diese Region ihre Konflikte selber lösen muss. All diese gezielten Angriffe, sei es wirtschaftlich oder kriegerisch, sind lediglich Symptombehandlungen.
Hin und wieder werden die Plazebos verbreitet um an die Rohstoffe zu gelangen. Die Region muss nun endlich sich zusammenraufen und ihre Konflikte selber lösen. Jedem Externa muss die Stirn geboten werden, auch und gerade den Amis. Die haben nun schon wirklich viel unheil angerichtet.

zübeyde
04.12.06, 10:43
Ich denke, die größten Nutznießer im Nahen Osten werden die Europäer sein.

Diesen Apell von Fischer wird die EU sicher nicht nachkommen und noch die USA im Irak unter die Arme greifen. Sie profittieren geradezu vom Gesichtsverlust der USA in der Region. Nicht zwar bei allen bekannten und wichtigen arabischen Staaten, aber immerhin in der Bevölkerung der jeweiligen Länder.

Nachdem die US-Armee dort abgezogen sein wird, werden die Europäer den Wiederaufbau schon hinkriegen. Diplomaten mit weißen Westen im Nahen Osten das sind sie schon immer gewesen. Europa hat eine andere und intrigenhaftere Politik im Nahen Osten schon immer getrieben. Da hat sich in derer Linie nichts geändert.

Meiner Meinung nach könnte die Region erst zur Ruhe kommen, wenn sie von demokratischen und stabilen Regierungen geführt werden würde. Aber was für ein langer Weg bis dahin. Eine arabische Allianz, losgelöst von der Vormachtstellung der USA und gegen eine immer mehr nach Macht strebenden Iran in der Region. Nur bis die sich zusammenraufen, wird sicherlich noch viel Blut fließen. Demnächst wohl wieder ein Bürgerkrieg auch in Libanon.

Ungewollt haben die USA dem Iran und auch Europa einen Bärendienst erwiesen und die Lage auch für den Norden Iraks für uns in Zugzwang gebracht. Ich kann mir Kirkuk unter einer kurdischen oder schiitischen Flagge nicht vorstellen. Es wird also dort sicher große Interessen der Türken, Syrer und Iraner sowieso geben. Die Iraner, die die Teilung des Iraks regelrecht herbeisehnen und alles auch dafür getan haben, natürlich mit Wissen der USA selbst. Der Irak Krieg ist deshalb nicht nur eine bittere Niederlage für die USA, sondern auch eine Stärkung des Irans in der Region. Der Feind Irak ist ja nun außer Gefecht.

Die reichen arabischen Länder in der Region haben tatsächlich fast ein Jahrhundert die Zeit verschlafen, zu einem stabilen Bündnis untereinander zu werden und nach Frieden zu greifen. Das Öl und die innige Freundschaft zur USA allein als Stütze wird ihnen wohl auch nicht mehr helfen.

Ich glaube, Libanon, Jordanien, Ägypten und Saudi Arabien stehen keine guten Zeiten entgegen, es sei denn die Türkei zeigt von nun an mehr politische Präsenz im Norden Iraks und übernimmt Verantwortung bei der weiteren Entwicklung.

Eine "Allianz" mit den Russen und Iranern in Sicherheitsfragen kann ich mir absolut nicht vorstellen. Der Dialog ist wichtig, aber ich glaube kaum, daß wir mit den Iranern und den Russen die selben Interessen im Nahen Osten hätten. Nämlich allein den Frieden und die Einheit Iraks und keine arabischen-iranischen Kämpfe in Zukunft.

Denn auch im Kaukasus haben wir sicher entgegengesetzte Interessen sowohl mit den Iranern, als auch mit den Russen, die bestens auch im Kaukausus kooperieren. Geschweige denn die ruhigen Europäer, die längst ihre Grenzen bis dorthin auszuweiten versuchen.

Kurz gesagt, ich wünsche mir eine besonnene und starke Aussenpolitik der Türkei sowohl im Kaukasus als auch im Nahen Osten. Die Vormachtstellung in Sachen Diplomatie sollte sie sich nicht nehmen lassen - weiterhin in Freundschaft versteht sich, aber mit mehr Nachdruck. Auch im Bezug auf Kirkuk und den Norden des zerbröckelnden Iraks.

KÖNIGSTIGER
04.12.06, 10:45
Es geht doch darum wer die Kontrolle über die Rohstoff Reserven der Welt hat.Warum hat die USA die mächtigste Armee , nur zu diesem Zweck.
Und nicht um Demokratie und Menschenrechte zu verbreiten und zu wahren. Amerika , Europa , Russland , China usw alle sind Irgendwo Verwickelt in den Kampf um die Resorcen.
Ohne die Rohstoffe bewegt sich nichts. Wer sie Kontrolliert wird die Macht haben. Militärisch wie Wirtschaftlich.
Unser System ist darauf Aufgebaut.
Nur habe ich den Eindruck das Europa da bald nicht mehr Mithalten kann.
Militärisch zu Schwach , Politisch Uneins. Wirtschaftlich werden wir in die Abhänigkeit von den Ländern geraten die über die Rohstoffe herschen.
Die UDSSR / Ostblock ist nicht Militärisch zu Grunde gegengen sondern Wirtschaftlich, Ökonomisch.Aber Russland hat Unglaubliche Bodenschätze und die halten es am Leben.Mit diesen Voraus Setzungen kann eine Industrie und Handels Wirtschaft aufgebaut werden.
Europa hat nichts der gleichen. Ich glaube das uns USA , Russland , China
in ein paar Jahren sagen werden was wir zu Tun und zu Lassen haben.

zübeyde
04.12.06, 10:55
Im Bezug auf Europa teile ich Deine Meinung.
Ohne Rohstoffe werden die nie zu einer Weltmacht.
Aber alles Andere traue ich ihnen durchaus zu.
Sie sind Exportmeister auch in Know-How und Technologie.
Allerdings aussenpolitisch noch ziemlich schwach.

Komiker
04.12.06, 11:40
Es geht doch darum wer die Kontrolle über die Rohstoff Reserven der Welt hat.Warum hat die USA die mächtigste Armee , nur zu diesem Zweck.


wer es sich leisen kann....die Sovjets konnten es nicht auf Dauer....



Es ist merkwürdig, wie ein Land mit den weltbesten Universitäten und "think tank" Schmieden unfähig ist, auch nur einen einzigen Diplomaten zu erzeugen, der im neuen Jahrtausend fähig ist die Welt von den ehrbaren Absichten der USA zu überzeugen....
der letzte war ein ehemaliger General...und der log, ohne es zu wissen, daß sich die Balken bogen mit dem Ergebnis von über 100.000 Toten bis jetzt.

Man siehts doch seit Jahrzehnten, die Armee in den USA ist ein Selbstläufer, Generäle werden zu Diplomaten, Präsidenten sollten Offiziere im Krieg gewesen sein, am besten noch Helden der Air Force, mit dem Fallschirm abspringen und auf Bärenjagd mit einem Schuss Jungtier und Mutter erlegen.

Die USA hat erschreckend viele Paralellen zum alten Rom in der Zeit der grössten Expansion. Die hatten auch überall ihre Kastelle ( Basen ) um den Reichtum und das ausschweifende Leben der römischen Bürger zu sichern.

New Rome hätts heissen sollen....aber der letzte römische Wurmfortsatz, das British Empire entwickelte sich sogar mächtiger, denn sein Ziehvaten, es hat sogar die lateinische Sprache besiegt.

KÖNIGSTIGER
04.12.06, 14:26
Alle großen Reich waren ziemlich Stabil solange sie Expandierten , neue Einkunfts bzw Rohstoffquellen erschlossen.
Erst mit der Stagnation dem Beginn vom Zerfall der Wirtschaftlichen Macht und der darauffolgende zwangsläufige Militärische Niedergang haben ihr Ende Eingeleitet.
Ohne Finanzmittel keine Armee ohne Armee keine Expanzion.Es ist nicht mehr möglich das Ereichte zu sichern und zu wahren.
Destabiliesierung , Chaos , Zerfall.Übernahme durch den Stärkeren.

Komiker
04.12.06, 16:09
Alle großen Reich waren ziemlich Stabil solange sie Expandierten , neue Einkunfts bzw Rohstoffquellen erschlossen.
Erst mit der Stagnation dem Beginn vom Zerfall der Wirtschaftlichen Macht und der darauffolgende zwangsläufige Militärische Niedergang haben ihr Ende Eingeleitet.
Ohne Finanzmittel keine Armee ohne Armee keine Expanzion.Es ist nicht mehr möglich das Ereichte zu sichern und zu wahren.
Destabiliesierung , Chaos , Zerfall.Übernahme durch den Stärkeren.

zockst Du zufällig Strategiespiele? Denn so ungefähr geht das in civilization und medieval auch ab....und wie so oft..

einfach aber wahr....

das einzige Problem besteht in der Möglichkeit, daß solche Supermächte vor der Implosion noch einmal radikal um sich schlagen....auch deshalb bin ich für Atombombe für alle...denn sie schlagen natürlich da zu, wo keine sind und sagen

die haben eine versteckt!

KÖNIGSTIGER
04.12.06, 16:44
Ach Komiker mit den PC Spielen habe ich es nie gehabt,das einzige was ich
kann ist PAC MAN :lach: .


zockst Du zufällig Strategiespiele? Denn so ungefähr geht das in civilization und medieval auch ab....und wie so oft..

einfach aber wahr....

das einzige Problem besteht in der Möglichkeit, daß solche Supermächte vor der Implosion noch einmal radikal um sich schlagen....auch deshalb bin ich für Atombombe für alle...denn sie schlagen natürlich da zu, wo keine sind und sagen

die haben eine versteckt!

taycunist
04.12.06, 16:51
Kofi Annan

Lage im Irak schlimmer als Bürgerkrieg


http://www.fr-online.de/no.gif
http://www.fr-online.de/no.gif


London (dpa) - UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die Lage im Irak als «viel schlimmer» als in einem Bürgerkrieg bezeichnet. Das Leben für den normalen Iraker sei heute schlechter als unter dem Regime von Saddam Hussein, sagte der scheidende UN-Generalsekretär in einem von der BBC ausgestrahlten Interview.

Die Situation sei «extrem gefährlich». Zugleich drückte Annan sein Bedauern über das Unvermögen der Weltorganisation aus, den Krieg zu verhindern. Er appellierte an die regionalen und internationalen Mächte, dem Irak zu helfen.

Auf die Frage, ob die Lage im Irak als Bürgerkrieg bezeichnet werden könne, sagte Annan: «Vor ein paar Jahren, als wir die Kämpfe im Libanon hatten, haben wir das einen Bürgerkrieg genannt. Dies hier (im Irak) ist viel schlimmer.» Die Gesellschaft brauche Sicherheit und eine sichere Umgebung um weiterzukommen. «Ohne Sicherheit kann nicht viel getan werden, keine Besserung und kein Wiederaufbau», sagte Annan. Die Situation im gesamten Nahen und Mittleren Osten sei sehr Besorgnis erregend. Erneut stellte Annan den Konflikt im Irak mit dem im Libanon, dem palästinensisch-israelischen Konflikt und den Spannungen mit dem Iran in Zusammenhang.

Der Unfähigkeit, den von den USA geführten Krieg gegen den Irak zu verhindern, habe den Vereinten Nationen schweren Schaden zugefügt, von dem sich die Weltorganisation erst langsam erhole, sagte Annan.

Mit Annan, einem Ghanaer, wurde 1997 erstmals ein Afrikaner zum UN-Generalsekretär gewählt. Seine Amtszeit endet am 31. Dezember. Nachfolger wird der Südkoreaner Ban Ki Moon.

Derweil haben Aufständische im Irak innerhalb von zwei Tagen neun amerikanische Soldaten getötet. Mindestens ein weiterer Soldat kam bei der Notlandung eines Militärhubschraubers im Wasser ums Leben.

Drei weitere US-Soldaten gelten seit der Notlandung in der westlichen Anbar-Provinz am Sonntag als vermisst, teilte das Militärkommando in Falludscha am Montag mit. 13 Passagiere des Helikopters der Marineinfanterie hätten sich retten können, hieß es.

Wie die US-Armee weiter mitteilte, wurden bei einer Sprengstoffattacke im Nordirak am Sonntag zwei Soldaten getötet und zwei weitere verletzt. Ein Soldat kam am gleichen Tag bei einem Gefecht in Bagdad ums Leben. In Tadschi nördlich der Hauptstadt und in der Unruhe-Provinz Anbar im Westen starben am Samstag insgesamt sechs Soldaten.

Quelle: www.Frankfurter-rundschau.de (http://www.Frankfurter-rundschau.de)

Gallipoli
05.12.06, 21:54
Es geht doch darum wer die Kontrolle über die Rohstoff Reserven der Welt hat.Warum hat die USA die mächtigste Armee , nur zu diesem Zweck.
Und nicht um Demokratie und Menschenrechte zu verbreiten und zu wahren. Amerika , Europa , Russland , China usw alle sind Irgendwo Verwickelt in den Kampf um die Resorcen.
Ohne die Rohstoffe bewegt sich nichts. Wer sie Kontrolliert wird die Macht haben. Militärisch wie Wirtschaftlich.
Unser System ist darauf Aufgebaut.
Nur habe ich den Eindruck das Europa da bald nicht mehr Mithalten kann.
Militärisch zu Schwach , Politisch Uneins. Wirtschaftlich werden wir in die Abhänigkeit von den Ländern geraten die über die Rohstoffe herschen.
Die UDSSR / Ostblock ist nicht Militärisch zu Grunde gegengen sondern Wirtschaftlich, Ökonomisch.Aber Russland hat Unglaubliche Bodenschätze und die halten es am Leben.Mit diesen Voraus Setzungen kann eine Industrie und Handels Wirtschaft aufgebaut werden.
Europa hat nichts der gleichen. Ich glaube das uns USA , Russland , China
in ein paar Jahren sagen werden was wir zu Tun und zu Lassen haben.#


Hallo Königstiger

Möchte hier keine Kritik ansetzen, sondern nur etwas auf die gängigen termini eingehen. Es geht nicht um die direkte Kontrolle der Rohstoffe vielmehr geht es um den Schutz der Handelsströme. So haben es die Briten vor den Vereinigten Staaten gehandhabt. Britanien war nicht darauf aus riesige Landflächen zu kontrollieren und die dazugehörigen Rohstoffe direkt auszubeuten(die Spanier haben dies gemacht in dem sie das Gold aus Südamerika geraubt haben aber dies war keine effiziente und nachhaltige Ausbeute), vielmehr haben die Briten ihre Stützpunkte entlag der Handelsströme gelegt um den "freien Warenverkehr" zu gewährleisten um somit die Märkte funktionsfähig zu halten. D.h. die Briten haben mit hilfe der freien Marktwirtschaft, a la Manchester Kapitalismus, die Welt regiert. Genauso machen es die USA heute eine direkte Kontrolle ist Irrelevant. Deswegen Keimen auf aller Welt Antiglobalisierungsgegner auf, nennen wir sie moderne Rebelen die sich dem Imperium des Kapitals widersetzen. Wichtig ist in diesem kapitalistischen Mechanismus den reibungslosen Ablauf der Warenströme zu gewährleisten.
Vielleicht versucht die USA deswegen den Chaos im Irak als vorbereitende Maßnahme zur Zerschlagung dieses besagten Staates, die folge wäre das wir drei Unabhägige Staaten hätten. Diese würden in Konkurrenz bezüglich des Vertriebs von Öl stehen zu einander stehen. Konkurrenz wird zwangsläufig zur Senkung der Ölpreise führen.
Dies war nur ein Gedankengang

colak
06.12.06, 00:39
Nachdem die US-Armee dort abgezogen sein wird, werden die Europäer den Wiederaufbau schon hinkriegen.
du trauest den europäern so einiges zu. bosnien war ja auch eine meisterleistung. vorbildlich, wie die niederländischen rekruten, bosnische zivilisten den serben übergaben.


Diplomaten mit weißen Westen im Nahen Osten das sind sie schon immer gewesen. Europa hat eine andere und intrigenhaftere Politik im Nahen Osten schon immer getrieben.

so wie lawrenc von arabien?


Meiner Meinung nach könnte die Region erst zur Ruhe kommen, wenn sie von demokratischen und stabilen Regierungen geführt werden würde.
Falsch, Demokratie muss wachsen. Schritt für schritt. Ich könnte mit einem wachsenden arabischen Nationalismus durchaus gut leben.
Ein Nationalismus könnte die Araber vereinen, fruchtende Koalitionen bilden, was auch zur Stabilität in dieser Region und gleichzeitig mit der Türkei bedeuten würde. Nur eine geeinte Arabische Gemeinschaft kann stark genug sein, mit der Türkei ein Bündniss einzugehen.
Etwas, was die Türkei nicht ablehnen könnte. Nicht weil sie sich bedroht fühlen würde, sondern, weil, geben wir es zu, sie uns Mental näher liegen, als die Europär.


Die reichen arabischen Länder in der Region haben tatsächlich fast ein Jahrhundert die Zeit verschlafen, zu einem stabilen Bündnis untereinander zu werden und nach Frieden zu greifen. Das Öl und die innige Freundschaft zur USA allein als Stütze wird ihnen wohl auch nicht mehr helfen.
Das liegt an ihren Clan-Strukturen. Diese werden sie nie aufgeben. Ein Nationalgefühl, ähnlich wie bei den Türken scheinen sie nicht zu haben. Sie fühlen sich zunächst mit ihrem Clan verbunden zu fühlen und schwächen sich somit selbst.


Kurz gesagt, ich wünsche mir eine besonnene und starke Aussenpolitik der Türkei sowohl im Kaukasus als auch im Nahen Osten. Die Vormachtstellung in Sachen Diplomatie sollte sie sich nicht nehmen lassen - weiterhin in Freundschaft versteht sich, aber mit mehr Nachdruck. Auch im Bezug auf Kirkuk und den Norden des zerbröckelnden Iraks.
unter dieser Regierung läuft in dieser Hinsicht gar nichts, schreibst dir ab, denn Kuchen werden sich andere Teilen

colak
06.12.06, 00:46
Im Bezug auf Europa teile ich Deine Meinung.
Ohne Rohstoffe werden die nie zu einer Weltmacht.
Aber alles Andere traue ich ihnen durchaus zu.
Sie sind Exportmeister auch in Know-How und Technologie.
Allerdings aussenpolitisch noch ziemlich schwach.

sie sind exportweltmeister im know-how und technologie transfer, zübeyde.
transrapid made by china? siehe link! http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5240350_TYP6_THE_NAV _REF1_BAB,00.html

zübeyde
06.12.06, 01:06
du trauest den europäern so einiges zu. bosnien war ja auch eine meisterleistung. vorbildlich, wie die niederländischen rekruten, bosnische zivilisten den serben übergaben.Richtig. Seit eh und jeh traue ich Europa viel zu. Du verstehtst ..... !


so wie lawrenc von arabien?Er war doch einer. Die Gattung stirbt nie aus.


Falsch, Demokratie muss wachsen.
Ja, nur irgendwann muß man damit anfangen, damit es auch wachsen kann.


Ich könnte mit einem wachsenden arabischen Nationalismus durchaus gut leben.Ich glaub nicht mehr daran.


Ein Nationalismus könnte die Araber vereinen, fruchtende Koalitionen bilden, was auch zur Stabilität in dieser Region und gleichzeitig mit der Türkei bedeuten würde. Nur eine geeinte Arabische Gemeinschaft kann stark genug sein, mit der Türkei ein Bündniss einzugehen.Ja, auch da muß es mal der Wille da sein. Oh aber wenn ich mir die Situation mal vor Augen führe, dann glaube ich wirklich nicht mehr daran. Aber wir wollen ja nicht so pessimistisch sein.

Ja, ein geeintes, demokratisches Bündnis. Aber da müssen erstmal die heranwachsen, die das zustande bringen könnten. Da ist noch weit hin.


Das liegt an ihren Clan-Strukturen. Diese werden sie nie aufgeben. Ein Nationalgefühl, ähnlich wie bei den Türken scheinen sie nicht zu haben. Sie fühlen sich zunächst mit ihrem Clan verbunden zu fühlen und schwächen sich somit selbst. Ja, ich habe da keine Hoffnung ehrlich gesagt. Und mit der Türkei kann man ihre Geschichte nicht vergleichen. Aber man kann vieles, wenn man will, vorallem vesteht, wofür.


unter dieser Regierung läuft in dieser Hinsicht gar nichts, schreibst dir ab, denn Kuchen werden sich andere TeilenJa, eine Schande. Aber ich hoffe, daß da nicht nur die Regierung was zu sagen hat. Es muß auch die berühmte "Linie" geben, wo viele Andere noch was zu sagen haben.

zübeyde
06.12.06, 01:11
sie sind exportweltmeister im know-how und technologie transfer, zübeyde.
transrapid made by china? siehe link! http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5240350_TYP6_THE_NAV _REF1_BAB,00.html


Danke für Info.
Aber trotz alledem sind sie auf dem Gebiet noch top.
Daß China, Indien viel nachgeholt haben und auf der Überholspur sind,
ist die andere Seite. Aber Europa wird sich - da keine Rohstoffe etc. -
versuchen, sich die Rangliste noch zu erhalten. Nur daß, Forschung und
Entwicklung in diesem Land leider seit Jahren vernachlässigt wird, ist ein
anderes Kapitel.