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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reisemesse Köln - jahrtausendalte Kulturen



zübeyde
05.12.06, 11:36
Stutenmilch in der Wüste Gobi

VON BARBARA AUS DER WIESCHE, 02.12.06, 07:15h

http://www.ksta.de/ks/images/mdsBild/1164634048976s.jpg (http://www.ksta.de/html/bildpopup/1164/634048976.shtml)
Für Europäer ungewöhnlich, auf der Reisemesse ein attracktiver, folklorischer Hingucker - Bharat Nartyam der südindische klassische Tempeltanz

Westerland oder Wüste Gobi? Kommt drauf an. Während sich Sylt als Ganzjahresziel anbietet, ist die Mongolei vorzugsweise in den Monaten Mai bis September zu empfehlen.

Mehr über dieses geheimnisvolle Hochland in Zentralasien, wo es Schamanen gibt und Stutenmilch getrunken wird, weiß Olzod Bhum-Yalagch, waschechter Mongole mit erstklassigen Deutschkenntnissen, der in einer winzigen Koje in Halle 6 (Gang E) auf Besucher wartet.Seit Freitagmorgen die Reisemesse Köln International geöffnet ist, zieht es ganze Heerscharen in die Nordhallen der Kölnmesse.

Knapp 600 Aussteller aus 40 Ländern haben tonnenweise Hochglanzkataloge mitgebracht, um das Fernweh zu steigern. Wer es gar nicht aushält, kann an Ort und Stelle LastMinute buchen, einen Koffer kaufen und sich verabschieden.

Doch so eilig hatte es am ersten Tag niemand, da überwog die Lust am Sammeln - von Prospekten, Stoffbeuteln, Luftballons. Und Schlangestehen war angesagt, unter anderem bei den Südtirolern mit ihrem verführerisch duftenden Speck, Kaminwurzen und Bechern voller Wein. Derart gesättigt, zog es anschließend vor allem die Damen zur kostenlosen Shiatsu-Massage (Halle 7).

Unübersehbar auf dieser Messe:

die Türkei. Sie präsentiert sich als Partnerland der Veranstaltung.

Ab 2007 wolle man sich „anders und vielfältiger“ darstellen als bisher, kündigte Kulturattaché Tahsin Yilmaz an, „denn wir haben viel mehr zu bieten als Strände und Meer“. Schwerpunkt soll unter anderem die jahrtausendealte Kultur sein.

Einen Eindruck davon vermitteln am Zentralstand in Halle 6 die großen nachgebauten Götterköpfe vom Nemrut aus Adiyaman.

Spannend ist es, sich bei den kleinen Anbietern vom „forum anders reisen““ (Halle 6) umzusehen. Ihnen geht es um nachhaltigen Tourismus, und damit behaupten sie sich seit Jahren tapfer gegen die großen Reisekonzerne. Diese Exoten unter den Veranstaltern führen keine Luxusherbergen im Programm, sondern landestypische Unterkünfte. Sie befördern ihre Teilnehmer auch schon mal mit Eseln und Kamelen oder schicken sie mit dem Zelt in die Wildnis der Kamtschatka.

Das gesetztere Publikum hält sich eher an die Wellness-Anbieter. Ob Indien, Tschechien oder Brandenburg - Thermalbäder, Beautyfarmen, die ayurvedische Behandlungen auf ihrem Plan haben, und Häuser mit Saunalandschaften sind gefragt. Die Reisemesse dauert bis Sonntag, 3. Dezember.

http://www.ksta.de/html/artikel/1162473134379.shtml

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Leider schon vorbei.
Aber ich freue mich, daß die Türkei sich nicht mehr auf Meer und Strand beschränkt.