zübeyde
12.12.06, 21:47
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Hintergrund:
Gibraltar ist seit Jahrhunderten umstritten
Spanien erhebt Anspruch auf britischen Besitz an seiner Südspitze
Madrid -
Der 6,5 Quadratkilometer große britische Besitz Gibraltar an der Südspitze der Iberischen Halbinsel ist seit mehr als drei Jahrhunderten ein Zankapfel zwischen Spanien und Großbritannien.
Der britische Admiral George Rooke hatte den Felsen 1704 im spanischen Erbfolgekrieg erobert. Im Friedensvertrag von Utrecht wurde Gibraltar 1713 auch offiziell den Briten zugesprochen.
Dem spanischen König Philipp V. (1683-1746) wird der Satz zugeschrieben: "Wie mit Dornen in den Füßen müssen wir Spanier leben, solange Gibraltar zu England gehört.
"Spanien erneuerte im Laufe der Zeit immer wieder seinen Anspruch auf Gibraltar, das 1830 den Status einer Kronkolonie erhielt. Als London der Besitzung 1969 eine Verfassung mit einer gewissen Autonomie gab, antwortete Spaniens Diktator Francisco Franco (Regierungszeit: 1939-1975) mit einer Blockade, die erst 1982 gelockert wurde.
Im "Klein-Britannien am Mittelmeer" leben 28.000 Menschen meist spanischer, portugiesischer oder marokkanischer Herkunft.
Die große Mehrheit will von einer Abtretung Gibraltars an Spanien nichts wissen. Madrid beruft sich bei seinem Anspruch auf das Gebiet auch auf eine Resolution der UN-Vollversammlung von Dezember 1993, wonach der Kolonialismus weltweit abgeschafft werden soll.
Nach dem Vertrag von Utrecht steht Spanien das Recht des ersten Zugriffs zu. Dieses käme zur Anwendung, falls London auf seine Hoheitsrechte verzichtete.
Im Altertum galt Gibraltar als eine der Säulen des Herakles. 711 wurde Gibraltar von den muslimischen Arabern und Berbern eingenommen. Der Name Gibraltar stammt aus dem Arabischen - Jebel al-Tariq ("Berg des Tarik") -, nach dem maurischen Feldherrn Tariq ibn Ziyad. Die Muslime beherrschten Gibraltar mit einer kurzen Unterbrechung bis zur Reconquista 1492.
Die berühmtesten Bewohner der Kronkolonie am Eingang des Mittelmeeres dürften die dort frei lebenden Affen sein. Nach der Legende bleibt Gibraltar solange britisch, wie sich die Kolonie der Makaken auf dem Felsen hält.
(APA/dpa)
Hintergrund:
Gibraltar ist seit Jahrhunderten umstritten
Spanien erhebt Anspruch auf britischen Besitz an seiner Südspitze
Madrid -
Der 6,5 Quadratkilometer große britische Besitz Gibraltar an der Südspitze der Iberischen Halbinsel ist seit mehr als drei Jahrhunderten ein Zankapfel zwischen Spanien und Großbritannien.
Der britische Admiral George Rooke hatte den Felsen 1704 im spanischen Erbfolgekrieg erobert. Im Friedensvertrag von Utrecht wurde Gibraltar 1713 auch offiziell den Briten zugesprochen.
Dem spanischen König Philipp V. (1683-1746) wird der Satz zugeschrieben: "Wie mit Dornen in den Füßen müssen wir Spanier leben, solange Gibraltar zu England gehört.
"Spanien erneuerte im Laufe der Zeit immer wieder seinen Anspruch auf Gibraltar, das 1830 den Status einer Kronkolonie erhielt. Als London der Besitzung 1969 eine Verfassung mit einer gewissen Autonomie gab, antwortete Spaniens Diktator Francisco Franco (Regierungszeit: 1939-1975) mit einer Blockade, die erst 1982 gelockert wurde.
Im "Klein-Britannien am Mittelmeer" leben 28.000 Menschen meist spanischer, portugiesischer oder marokkanischer Herkunft.
Die große Mehrheit will von einer Abtretung Gibraltars an Spanien nichts wissen. Madrid beruft sich bei seinem Anspruch auf das Gebiet auch auf eine Resolution der UN-Vollversammlung von Dezember 1993, wonach der Kolonialismus weltweit abgeschafft werden soll.
Nach dem Vertrag von Utrecht steht Spanien das Recht des ersten Zugriffs zu. Dieses käme zur Anwendung, falls London auf seine Hoheitsrechte verzichtete.
Im Altertum galt Gibraltar als eine der Säulen des Herakles. 711 wurde Gibraltar von den muslimischen Arabern und Berbern eingenommen. Der Name Gibraltar stammt aus dem Arabischen - Jebel al-Tariq ("Berg des Tarik") -, nach dem maurischen Feldherrn Tariq ibn Ziyad. Die Muslime beherrschten Gibraltar mit einer kurzen Unterbrechung bis zur Reconquista 1492.
Die berühmtesten Bewohner der Kronkolonie am Eingang des Mittelmeeres dürften die dort frei lebenden Affen sein. Nach der Legende bleibt Gibraltar solange britisch, wie sich die Kolonie der Makaken auf dem Felsen hält.
(APA/dpa)