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Der Schakal
22.05.05, 14:54
Deutsches Wissen über Holocaust «besorgniserregend»
Immer mehr Deutschen fehlen Kenntnisse über den Holocaust. Laut einer Umfrage weiß nur jeder zweite, wie viele Juden von den Nazis ermordet wurden.
Die Geschäftsführerin des American Jewish Committee in Berlin, Deidre Berger, hat die zunehmende Unkenntnis der Deutschen über den Holocaust als «besorgniserregend und enttäuschend» bezeichnet. «Wenn im Land des Holocaust nur 77 Prozent 'Auschwitz' als Name eines ehemaligen Konzentrationslager einordnen können, dann ist das ein Indikator dafür, dass die Methoden nicht mehr haltbar sind, mit denen Wissen über den Holocaust vermittelt wird», sagte Berger der Tageszeitung «Die Welt». Auch die geringen Sympathiewerte, die die Deutschen den Juden sowie Israel entgegenbringen, seien ein «bedenkliches Signal».
Laut einer aktuellen Umfrage des American Jewish Committee (AJC) New York sind 42 Prozent der Deutschen der Meinung, Juden würden die Erinnerung an den Holocaust für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. Nur 22 Prozent sagen, sie finden Juden sympathisch - weniger Sympathie bringen nur noch die Österreicher auf (18 Prozent). Zum Vergleich: In den USA, Großbritannien und Frankreich liegen die Sympathiewerte zwischen 45 und 55 Prozent.
Sechs Millionen ermordete Juden
Ähnlich steht es mit der Einstellung gegenüber dem Staat Israel. Auch bei dieser Frage antworten nur 22 Prozent der Deutschen, sie würden Sympathien für Israel hegen. In den USA äußert sich jeder zweite, in Frankreich jeder dritte positiv.
Zudem verbinden nur 77 Prozent die Namen Auschwitz, Dachau und Treblinka mit den ehemaligen Konzentrationslagern. In Schweden ordnen 91 Prozent, in Österreich 88 Prozent, in Polen 79 Prozent und in Frankreich 78 Prozent der Befragten die Namen den Vernichtungslagern zu. Darüber hinaus weiß nur jeder zweite in Deutschland Befragte (49 Prozent) die richtige Zahl von sechs Millionen in der Nazizeit ermordeten Juden in Europa.
Erneute «Ausrottung» wahrscheinlich
60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs halten es gar sieben Prozent der Deutschen für «sehr» und 25 Prozent für «recht» wahrscheinlich, dass «Juden in den kommenden Jahren erneut irgendwo auf der Welt ausgerottet werden könnten». 63 Prozent denken, dass das «eher unwahrscheinlich» sei. (nz)
http://www.netzeitung.de/spezial/judenindeutschland/339342.html
Bilgisayar
22.05.05, 22:19
Deutsches Wissen über Holocaust «besorgniserregend»
Immer mehr Deutschen fehlen Kenntnisse über den Holocaust. Laut einer Umfrage weiß nur jeder zweite, wie viele Juden von den Nazis ermordet wurden.
Die Geschäftsführerin des American Jewish Committee in Berlin, Deidre Berger, hat die zunehmende Unkenntnis der Deutschen über den Holocaust als «besorgniserregend und enttäuschend» bezeichnet. «Wenn im Land des Holocaust nur 77 Prozent 'Auschwitz' als Name eines ehemaligen Konzentrationslager einordnen können, dann ist das ein Indikator dafür, dass die Methoden nicht mehr haltbar sind, mit denen Wissen über den Holocaust vermittelt wird», sagte Berger der Tageszeitung «Die Welt». Auch die geringen Sympathiewerte, die die Deutschen den Juden sowie Israel entgegenbringen, seien ein «bedenkliches Signal».
Laut einer aktuellen Umfrage des American Jewish Committee (AJC) New York sind 42 Prozent der Deutschen der Meinung, Juden würden die Erinnerung an den Holocaust für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. Nur 22 Prozent sagen, sie finden Juden sympathisch - weniger Sympathie bringen nur noch die Österreicher auf (18 Prozent). Zum Vergleich: In den USA, Großbritannien und Frankreich liegen die Sympathiewerte zwischen 45 und 55 Prozent.
Sechs Millionen ermordete Juden
Ähnlich steht es mit der Einstellung gegenüber dem Staat Israel. Auch bei dieser Frage antworten nur 22 Prozent der Deutschen, sie würden Sympathien für Israel hegen. In den USA äußert sich jeder zweite, in Frankreich jeder dritte positiv.
Zudem verbinden nur 77 Prozent die Namen Auschwitz, Dachau und Treblinka mit den ehemaligen Konzentrationslagern. In Schweden ordnen 91 Prozent, in Österreich 88 Prozent, in Polen 79 Prozent und in Frankreich 78 Prozent der Befragten die Namen den Vernichtungslagern zu. Darüber hinaus weiß nur jeder zweite in Deutschland Befragte (49 Prozent) die richtige Zahl von sechs Millionen in der Nazizeit ermordeten Juden in Europa.
Erneute «Ausrottung» wahrscheinlich
60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs halten es gar sieben Prozent der Deutschen für «sehr» und 25 Prozent für «recht» wahrscheinlich, dass «Juden in den kommenden Jahren erneut irgendwo auf der Welt ausgerottet werden könnten». 63 Prozent denken, dass das «eher unwahrscheinlich» sei. (nz)
http://www.netzeitung.de/spezial/judenindeutschland/339342.html
Krass die Deutschen lernen wohl nie dazu was, na ja nach den Pisa Ergebnissen hätte man ja eh nichts anderes erwarten können
:D
sehr geehrter bilgisayar,
"Krass die Deutschen lernen wohl nie dazu was, na ja nach den Pisa Ergebnissen hätte man ja eh nichts anderes erwarten können"
du musst wissen, dass die pisa-studie alle in deutscland lebenden schüler umfasste und gerade in den kreisen mit einem hohen ausländeranteil fielen die ergebnisse sehr schlecht aus.
Und wie du weißt ist ein sehr großer anteil, der in deutschland lebenden ausländer türken.
Daher solltest du dich vielleicht nicht in einer so beleidigenden weise mit der pisa-studie auf die deutschen stürzen, oder?
Bilgisayar
27.05.05, 17:04
sehr geehrter bilgisayar,
"Krass die Deutschen lernen wohl nie dazu was, na ja nach den Pisa Ergebnissen hätte man ja eh nichts anderes erwarten können"
du musst wissen, dass die pisa-studie alle in deutscland lebenden schüler umfasste und gerade in den kreisen mit einem hohen ausländeranteil fielen die ergebnisse sehr schlecht aus.
Und wie du weißt ist ein sehr großer anteil, der in deutschland lebenden ausländer türken.
Daher solltest du dich vielleicht nicht in einer so beleidigenden weise mit der pisa-studie auf die deutschen stürzen, oder?
Aber wir haben ja auch nicht mit dem :love:Holocaust:love: zu tun, denn das ist und bleibt eine belastete deutsche Geschichtsperiode :D und keine türkische:p !
und net vergessen das Schulsystem wurde von euch deutschen so gemacht wie es ist, würde man uns Ausländer besser mit einbeziehen wehre das sicherlich anders, nur das tut eure Gesellschaft leider nicht also hast du ein Eigentor Geschossen und net ich!
sehr geehrter bilgisayar,
zunächst einmal ich bin kein deutscher.
Dann muss ich dich leider dahingehend korrigieren, dass ich nicht deine kritik bzgl. der unwissenheit bei dieser thematik in irgend einer form entkräften möchte.
Nein, mir gefiel es nur nicht dass du versucht hast unter berufung auf die pisa-studie dich über die deutschen lustig zu machen.
"Aber wir haben ja auch nicht mit dem Holocaust zu tun, denn das ist und bleibt eine belastete deutsche Geschichtsperiode und keine türkische !"
- ja, aber diese studie bezeiht sich zwar auf "deutsche" jedoch bezweifle ich, dass man nur die deutsch-stämmigen Bürger bzgl. dieser thematik befragt hat und egal zu welcher geschichte man den holocaust zählt es ist ein wesentlicher bestandteil der 2. weltkrieg-thematik und wie der name schon sagt WELTkrieg sollte auch die ganze welt kenntnis davon haben.
Nur aber sich über die deutschen lustig machen mit dem verweis auf die pisa-studie die nicht zwischen deutschen und tüken unterscheidet ist in jedem fall falsch!
mit freundlichen grüßen
Der Schakal
27.05.05, 18:28
Also eines will ich auch mal zu dieser Pisa-Studie sagen.
Niemand (bezogen auf Schüler) hat diese Studie ernst genommen. Jeder hat nur willkürlich sachen angekreuzt und Fragen unbeantwortet gelassen.
Die Leute wollten nur schnell nach Hause...und auf den Test hat jeder geschissen.
sehr geehrter bilgisayar,
"Krass die Deutschen lernen wohl nie dazu was, na ja nach den Pisa Ergebnissen hätte man ja eh nichts anderes erwarten können"
du musst wissen, dass die pisa-studie alle in deutscland lebenden schüler umfasste und gerade in den kreisen mit einem hohen ausländeranteil fielen die ergebnisse sehr schlecht aus.
Und wie du weißt ist ein sehr großer anteil, der in deutschland lebenden ausländer türken.
Daher solltest du dich vielleicht nicht in einer so beleidigenden weise mit der pisa-studie auf die deutschen stürzen, oder?
aber die bei piza studie erwähnte schuler(egal dt.od tr.) sind in diesem land alles gelernt oder auch nicht..von kindergarten angefangen..
es ist eine deutsche problem...weil die lehrkräfte fehlen oder sind nicht kompetent für lehren, weil die gelder gekürtzt sind..usw..
es gibts wohl erfolgreiche ausländische schuler, die besser geschnitten als die anderen..
deryatulga
27.05.06, 15:46
Kriegsverbrechen
Unser Nachbar, der SS-Schlächter
Von Johannes Boie, Wollin
In Italien als Kriegsverbrecher verurteilt, in Deutschland als Nachbar geschätzt - so lebt der ehemalige SS-Mann Karl Gropler im brandenburgischen Wollin. Im Dorf mag niemand über die Vergangenheit des Greises reden - warum auch?
Wollin - Zwischen Berlin und Hannover schläft Deutschland nie. Rund um die Uhr jagen Autos über die A2. Die Namen der Orte neben der Verkehrsader sind aus dem Staufunk bekannt. Doch wer Richtung Hannover unterwegs ist und die Ausfahrt Nummer 77 nimmt, ist schon nach wenigen Sekunden in einer unverhofften Idylle gelandet. Wälder, Wiesen, Stille. Ein einsames Fastfood-Restaurant versorgt hungrige Autofahrer mit Nahrung. Wer die Augen zusammenkneift, sieht am Horizont ein kleines Dorf auftauchen: Wollin.
WOLLIN: EINE TRÜGERISCHE IDYLLE
http://www.spiegel.de/img/0,1020,632183,00.jpg (http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,PB64-SUQ9MTM5NDQmbnI9MQ_3_3,00.html )http://www.spiegel.de/img/0,1020,632180,00.jpg (http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,PB64-SUQ9MTM5NDQmbnI9MQ_3_3,00.html )http://www.spiegel.de/img/0,1020,632177,00.jpg (http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,PB64-SUQ9MTM5NDQmbnI9MQ_3_3,00.html )
Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (3 Bilder).
Malerisch fügt sich die kleine Ortschaft in die Landschaft ein. Nicht mehr als tausend Menschen leben hier. Der Ort ist so winzig, dass er vom nahe gelegenen Ziesar einfach mitverwaltet wird. Wer die kleine Allee in den Ort entlangfährt, spürt nichts mehr von der Hektik der Autobahn. "Wollin? Das ist ein friedlicher Ort", sagt ein Polizist, der gemächlich mit seinem Opel Astra über die alten Asphaltwege zuckelt.
Die ältesten Quellen über Wollin sind aus dem Jahr 1372. Wer hier wohnt, der kennt sich. Bei den allermeisten Wollinern kannten sich auch schon die Eltern und die Großeltern und vielleicht auch die Urgroßeltern.
Einer aus der Dorfgemeinschaft ist Karl Gropler, 82. Der alte Mann war in der Freiwilligen Feuerwehr, er hat in einer Traktor-LPG gearbeitet, er trifft sich regelmäßig mit seinen Freunden in der Dorfkneipe "Krause". Und er ist ein ehemaliger SS-Mann, den italienische Gerichte im Jahr 2005 wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilten.
Nach Überzeugung der italienischen Justiz war Gropler an einem Massaker an 560 Zivilisten in dem italienischen Bergdorf Sant' Anna di Stazzema beteiligt. In Italien hat man ihn und zehn andere auf Grund von Zeugenaussagen verurteilt. Das Vorgehen der SS ist gut dokumentiert: Das italienische Dorf wurde umzingelt, alle Bewohner erschossen und die Leichen verbrannt. Das jüngste Opfer war elf Monate alt.
"Damals war halt Krieg"
Seit die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (BVVN) die aktuellen Adressen von insgesamt zehn ehemaligen SS-Leuten, die alle an dem Massaker beteiligt waren, veröffentlicht hat, ist Leben in das verschlafene Wollin gekommen. Eine kleine Demo wurde von der BVVN organisiert, direkt vor Groplers Haus. Hin und wieder kommen auch Reporter nach Wollin und versuchen, Karl Gropler vor die Linse oder das Mikrofon zu bekommen. Der alte Mann schweigt und versteckt sich, aber die Wolliner Dorfgemeinschaft - die äußert sich.
Von "dem Amerikaner" und "dem Russen" ist dann oft die Rede: "Die sind ja auch nicht besser gewesen." Die kritischsten Wolliner sind die, die gar nichts sagen. Wer in Wollin spricht, der verteidigt Gropler - oder attackiert Medien und Justiz. "Dass man so einen alten Mann nicht in Ruhe lassen kann", echauffiert sich eine junge Frau. "Damals war halt Krieg."
Die evangelische Pfarrerin Jana Büttner verschanzt sich hinter einer Pressemitteilung. Man wolle keinesfalls einen Schlussstrich unter die Verbrechen ziehen, die durch Deutsche verübt worden seien, heißt es in dem Schreiben. Die Kirche habe allerdings vor allem die Aufgabe, Gropler "seelsorgerlich zu begleiten". Kein Wort dazu, dass ein ganzes Dorf einen SS-Mann als guten Nachbarn ansieht.
Nur langsam begreift man in dem kleinen Ort, dass es ein dauerhafter Schatten ist, der sich über dem penibel herausgeputzten Haus von Karl Gropler ausbreitet. Und dass der Schatten irgendwann das ganze Dorf verdunkeln könnte. "Schreiben Sie bitte, dass wir das, was früher war, nicht gut finden", sorgt sich ein Mann, der anonym bleiben will, um das Ansehen Wollins in der Welt. Er schaut schräg über die Straße, zum Haus des ehemaligen SS-Offiziers. Dann überlegt er: "Aber wollen sie wirklich über den Gropler schreiben, ohne den Bombenhagel von Dresden zu erwähnen? Das ist doch nicht gerecht."
Wer Dresden bombardiert hat, weiß man zwar nicht so genau in "Krause's Café" - "die Amerikaner, die Engländer, egal." Aber über eines sind sie sich in der Dorfkneipe einig: Alle anderen haben auch Dreck am Stecken, und Gropler, der ist ein netter Typ. "Schreiben Sie: ein guter Kumpel." Vom italienischen Urteil will man nichts wissen. "Was interessiert uns Italien? Wir leben in Deutschland." Dass in Deutschland längst die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Gropler und seine ehemaligen Kollegen ermittelt, ist in Wollin kaum bekannt. Zumal sich die Stuttgarter Beamten nicht gerade als zügige Ermittler präsentieren. "Wir müssen vor allem gründlich ermitteln", sagt Staatsanwältin Tomke Beddies. Gründlich bedeutet langsam. Und bis in Stuttgart ein Urteil gesprochen wird, ist Karl Gropler in Wollin einfach nur ein netter Nachbar.
"In Sant' Anna ist das Leid gegenwärtig", sagt Gabriele Heinecke, die Anwältin der Überlebenden des Massakers. Seit dem Angriff der SS 1944 ist das kleine Bergdorf eine Ansammlung von Ruinen, ein großes Mahnmal für einen sinnlosen Massenmord.
Die Menschen in Wollin schlafen ruhig. Nur auf der A2 donnern die Autos durch die Nacht.
Na ja, man kann es ja auch übertreiben. Bin ich als junger Deutscher im Jahre 2006 gezwungen, der Politik des Staates Israel blinde Sympathie entgegenzubringen? Ich denke nicht.
Sind wir auf dem Weg in einen neuen Holocaust, wenn junge Deutsche nicht aus dem Stehgreif genau beziffern können, wie viele Juden exakt im 3. Reich ums Leben gekommen sind? Dass es viel zu viele waren, ist jeden bewusst. Aber man kann doch nicht wie in einem Fernsehquiz alles von der exakten Antwort abhängig machen.
Das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Vergangenheit muss stets von einer gewissen Demut gegenüber dem jüdischen Volk geprägt sein, keine Frage. Aber wir müssen mit diesem Wissen auch in die Zukunft schreiten können. Man kann die Gefühle und die Verhaltensweisen nicht einfach konservieren und jede Entwicklung verteufeln. Die nächsten Generationen werden mit diesem Thema vermutlich anders umgehen. Und das ist nicht schlimm in meinen Augen, so lange die Grundtendenzen klar sind.
Hallo,
Immer noch ein schwieriges Thema.
Natürlich muss man der Politik Israels keine blinde Sympathie entgegenbringen. "Demut gegenüber dem jüdischen Volk" halte ich für den falschen Begriff. Klar ganz normal wird man miteinander auch die nächsten Jahrzehnte nicht miteinander umgehen können.
Vor ein paar Jahren startete ich einen e-Mail Dialog mit einem etwa gleichaltrigen Mann aus Israel, bzw. er hat mich zuerst angeschrieben. Das Thema war völlig belanglos, er hörte nur gerne die gleiche Musik wie ich (das war noch zu Anfangszeiten des WWW, für speziellere Sachen und Musikgeschmäcker gab es damals nur eine Hand voll Seiten im Netz, und ich hatte eine davon.)
Ich ertappte mich dabei wie ich stundenlang an Formulierungen für die Antwort-Mail tüftelte, um ja nicht irgendwie was zu schreiben, was er in den falschen Hals kriegen könnte. Er hat einen deutsch klingenden Nachnamen, es war also gut möglich, so dachte ich mir, dass er Verwandte im Holocaust verloren hat.
Naja, er schrieb dann aber ganz locker zurück und bei der nächsten Mail hatte ich schon keine Beklemmungen mehr. Später gingen dann noch ein paar CD's zwischen Israel und Deutschland hin und her. Der Kontakt ist dann wieder eingeschlafen, aber die Erfahrung, mit einem Israeli ganz normal wie mit einem guten Kumpel zu kommunizieren war schon irgendwie eine besondere.
Der Holocaust sollte immer für jeden eine Mahnung sein, so ein Verbrechen nie wieder zuzulassen. Und das ist es was mich wütend macht, wenn von gedankenlosen Politikern die Worte "Problem ... Türken ... Lösung" in einem Satz höre. Von hirnlosen Neofaschisten erwarte ich nichts anderes, aber dass sich auch "etablierte demokratische" Politiker schleichend eines solchen Vokabulars bedienen ist unsäglich.
Der Holocaust sollte immer für jeden eine Mahnung sein, so ein Verbrechen nie wieder zuzulassen. Und das ist es was mich wütend macht, wenn von gedankenlosen Politikern die Worte "Problem ... Türken ... Lösung" in einem Satz höre. Von hirnlosen Neofaschisten erwarte ich nichts anderes, aber dass sich auch "etablierte demokratische" Politiker schleichend eines solchen Vokabulars bedienen ist unsäglich.
Vielleicht ist in Deutschland ja auch ein Problem, dass sich die politische Mitte nie effektiv an Integrationsprobleme und Ausländerfragen traut, eben aus Angst, ins Fettnäpfchen zu treten. Deshalb überlassen wir dieses Feld schon viel zu lang dem rechten Rand, der hier ohne größere Probleme Wählerstimmen und Sypmpathien im Volk fischt.
Man sieht es ja auch hier. Kaum sagt ein "normaler" Politiker mal etwas zu Ausländerfragen, ist das Geschrei hier gleich groß und man wähnt das vierte Reich an der Türschwelle.
Deutschland muss auch lernen, viel normaler mit diesen Problemen umzugehen.....
9:00 morgens,firma,frühstückspause :D
ich und ein kollege hocken bei der pause und trinken unseren kaffee.irgendwer hat die deutsche bild liegen lassen und ich amüsiere mich darüber.
irgendwo treffe ich dann an einen artikel über "ausschwitz" und lese es,beim lesen fragt mich der kollege warum ich den kopf schüttele.
ich antworte:"schlimme sache,das damals mit ausschwitz".
seine antwort:"was für ein teil?"
ich lächle und sage "ausschwitz"..jeder kennt "ausschwitz".
er sagt"wo liegt das?polen?".
ich:"sag mal machst du witze?!" "du willlst mir jetzt aber nicht weissmachen,dass du nicht weisst was ausschwitz ist,oder?"
er:"jetzt sag was das ist und nerv nicht!"
ich (ein türke:rolleyes: ) kläre ihn auf.
sein werdegang:
realschule
gelernter industriemechaniker
ich war schon verblüfft,belustigt...aber dennoch geschockt.
Heinz Ballermann
28.05.06, 20:55
@Greyson
Tja, was man in seiner Schule zu wenig behandelt hat, hat man in meiner Schule bis zum Nasenbluten durchgekaut.
Das Thema Juden und Verbrechen der Nazis habe ich in jedem Schulfach mal dran gehabt. Naja gut, in Mathe und Sport kam es nicht dran.
Je weiter man in der Schulform nach unten kommt umso erschreckender das Nicht-Wissen.
Dazu hab ich auch noch ein Beispiel.
Ich habe vor einiger Zeit eine Reportage über die Hauptschule gesehen.
Lehrer: "Wann war der II. Weltkrieg?"
Schülerin: "Noch nich lange her, vor 20 Jahren oda so..."
Lehrer: "Richtig, 1939-1945. Wer hat denn den Krieg gewonnen?"
Schüler 1: "Deutschland!"
Schüler 2: "Türkei!"
Schüler 3: "Holland"
Lehrer: "Nein, die Alliierten (UsA, England etc.)."
Wenn solche Leute bei einer Umfrage gefragt werden, kein Wunder das nur 77% was mit dem Wort Ausschwitz anfangen können.
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