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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutschland hat die schädlichsten Kraftwerke - Noch giftiger sind nur die Griechen



kUmPaRa
10.05.07, 13:03
Umweltverschmutzung
Deutschland hat die schädlichsten Kraftwerke

Kohlekraftwerke sind wahre Dreckschleudern. Ihre Rauchwolken sind riesig. Jetzt ist auch klar, dass sie giftig sind. Eine Studie ergab, dass sechs der zehn klimaschädlichsten Kraftwerke in der EU stehen in Deutschland. Noch giftiger sind nur die Griechen.

http://www.welt.de/multimedia/archive/00242/fsl_braunkohlekraft_242271g.jp g

Deutsche Braunkohlekraftwerke gehören nach den Berechnungen von Umweltschützern zu den klimaschädlichsten Stromlieferanten in der Europäischen Union. Nach einer in Berlin veröffentlichten Studie des Öko-Instituts im Auftrag des World Wildlife Fund WWF stehen von den 30 größten Dreckschleudern in der EU allein zehn in der Bundesrepublik. Dabei sind Braunkohlekraftwerke besonders schmutzig, sechs der zehn EU-weit giftigsten Anlagen dieser Art befinden sich auf deutschem Boden.
Im eigenen Land führend ist nach diesen Angaben mit dem dritten Platz auf der EU-Negativ-Rangliste das vom Energieversorger RWE betriebene Braunkohlekraftwerk Niederaußem im Rheinland. Die ebenfalls in Nordrhein-Westfalen angesiedelten RWE-Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf, Weisweiler und Neurath belegen die Plätze fünf, sechs und sieben. Zwei Vattenfall-Braunkohleanlagen im brandenburgischen Jänschwalde und im sächsischen Boxberg stehen auf Platz vier beziehungsweise zehn der EU-Liste.
Das giftigste Kraftwerk steht in Griechenland


weiter

http://www.welt.de/politik/article863611/Deutschland_hat_die_schaedlich sten_Kraftwerke.html


...

kUmPaRa
10.05.07, 13:05
Negativ-Spitzenreiter in Europa ist laut WWF das Kraftwerk Agios Dimitrios in Griechenland. Pro Kilowattstunde erzeugten Stroms bläst es nach der Studie rund 1.350 Gramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft. Die restlichen vier der zehn zu den «Dreckigen Dreißig» gehörenden Anlagen in der EU seien in Deutschland die Braunkohlekraftwerke Schwarze Pumpe in Brandenburg (Rang 14) und Lippendorf in Sachsen (Rang 16) sowie die Steinkohlekraftwerke Scholven bei Gelsenkirchen (Rang 20) und Mannheim (Rang 28).

http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/644133.html

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kUmPaRa
10.05.07, 13:07
Hier die Pressemeldung vom WWF :

Tatorte des Klimawandels

WWF-Rangliste: Zehn der 30 schmutzigsten Kraftwerke in der EU stehen in Deutschland

http://www.wwf.de/typo3conf/ext/dkd_damdownloads/res/bilder-list-icon.gif Pressebilder
(http://www.wwf.de/presse/bild-film/presse-download/einzelansicht/cHash/b65b48bd63/?tx_dkddamdownloads_pi1%5Btt_n ews_uid%5D=1272) http://www.wwf.de/uploads/pics/260_RWE_Kraftwerk_Niederaussem II__c__WWF_Douglas_Robertson.j pg
Kraftwerk Niederaußem © WWF /Douglas Robertson

Berlin - Deutsche Kohlekraftwerke gehören nach wie vor zu den klimaschädlichsten Anlagen in Europa. Eine aktuelle Berechnung des Öko-Instituts im Auftrag des WWF zeigt, dass zehn der 30 schmutzigsten und ineffizientesten Kraftwerke in Deutschland stehen. Bei den zehn klimaschädlichsten Anlagen handelt es sich ausnahmslos um Braunkohlekraftwerke, davon stehen sechs auf deutschem Boden. Vier gehören zum Energiekonzern RWE: Niederaußem (Rang 3), Frimmersdorf (Rang 5), Weisweiler (Rang 6) und Neurath (Rang 7). Zwei weitere, Jänschwalde (Rang 4) und Boxberg (Rang 10), werden von Vattenfall betrieben. Negativ-Spitzenreiter in Europa ist das Kraftwerk Agios Dimitrios in Griechenland. Pro Kilowattstunde erzeugtem Strom bläst dieses Kraftwerk rund 1350 Gramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft.
„Die neuen Daten unterstreichen, dass EU Umweltkommissar Stavros Dimas mit seiner Kritik an Deutschlands Energiepolitik absolut richtig liegt“, betont Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klimapolitik beim WWF Deutschland. Wenn man bei der anstehenden Modernisierung des deutschen Kraftwerkparks erneut auf Kohle setze, zementiere man über Jahrzehnte einen zu hohen CO2 Ausstoß.
Die Bundesregierung müsse endlich die Rahmenbedingungen schaffen, damit Privilegien und Subventionen für die klimaschädliche Kohle gestrichen werden. „Leider hat sich bei der Diskussion um den europäischen Emissionshandel gezeigt, dass der Regierung dazu noch immer der Mut fehlt“, so Regine Günther. Der WWF fordert Nachbesserung: Eine Versteigerung der Verschmutzungszertifikate sei hierzu ein erster Schritt.
Die WWF-Analyse basiert auf den Emissionsdaten von 2006, die im Rahmen des Emissionshandels erhoben werden. Zunächst ermittelte das Öko-Institut die 30 europäischen Kraftwerke, die über das Jahr 2006 verteilt am meisten CO2 ausstießen. Diese „Dreckigen Dreißig“ wurden dann nach ihrer Effizienz geordnet, um zu der endgültigen Rangliste der schmutzigsten Kraftwerke zu gelangen.
Die WWF-Untersuchung zeigt, dass im vergangenen Jahr 393 Millionen Tonnen Kohlendioxid, das entspricht zehn Prozent der europäischen CO2-Emissionen, auf das Konto der „Dreckigen Dreißig“ gegangen sind. Hier gelte es anzusetzen. Statt über neue Kohlekraftwerke nachzudenken, müsse man aus der Kohleverstromung nach und nach aussteigen. Der WWF fordert, Kohle durch umweltfreundlichere Alternativen wie Gas und erneuerbare Energien zu ersetzen. Die EU müsse neben strengen CO2-Grenzwerten deutliche Anreize schaffen, in Wind-, Wasser- und Solarenergie zu investieren.



http://www.wwf.de/presse/details/news/tatorte_des_klimawandels/111/cHash/f5a37beb5d/



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Mitleser
10.05.07, 13:21
Wo findet man eine komplette Liste (mit allen dreißig) der weltweit am meisten CO2-ausstoßenden Kraftwerke?

bigberta
10.05.07, 13:32
...nein, aber im Ernst: was will uns dieser Fred denn sagen? Atomkraft, ja bitte?

Jupp2004
10.05.07, 13:48
Ich finde das echt beschämend !

Deutschland ist in der Umwelttechnologie mit Abstand weltweit führend und ausgerechnet wir haben die größten Dreckschleudern auf der ganzen Welt :motz:

Dieser Dimas von der EU scheint wohl doch recht zu haben mit seiner Kritik.

BulletForMyValentine
10.05.07, 13:51
Du hast Recht...sollen sich doch verdammt nochmal die armen Länder darum kümmern.....yeeahh :german:

CO2 - Rocks!!!!!!

Was ist daran jetzt schwer zu verstehen? Eine größere Industrie erzeugt nunmal mehr abgase, ist das jetzt neu für dich? Dachtest du wir sind in der lage mit Estland mitzuhalten, was den CO2 ausstoß angeht? Es wird in keinem anderen Land auf der Erde soviel für den Klimaschutz getan wie in Deutschland, dies nur mal grundsätzlich dazu!

BulletForMyValentine
10.05.07, 13:55
Ich finde das echt beschämend !

Deutschland ist in der Umwelttechnologie mit Abstand weltweit führend und ausgerechnet wir haben die größten Dreckschleudern auf der ganzen Welt :motz:

Dieser Dimas von der EU scheint wohl doch recht zu haben mit seiner Kritik.

Klar haben wir die, weil wir eben auch ein großer Industriestandort sind, man sollte Deutschland mal mit den G8 Staaten vergleichen, vorallem im Umweltschutz. Hier wird doch für jede Kröte eine Brücke gebaut...

kUmPaRa
10.05.07, 13:57
Und wie erklärt ihr dann, dass Griechenland das schmutzigste Kraftwerk hat.

Weil Griechenland so ein toller Industriestandort ist ?

Irgendetwas an eurer Logik ist falsch. Zumal in den letzten Jahren so viel Industrie aus Deutschland ausgelagert wurde.


...

kUmPaRa
10.05.07, 14:05
Wenns dir nichts passt hier dann verzieh dich doch....wir Deutschen lieben CO2 Gestank.....:german:

Hmpf, das ist jetzt aber nicht nett gewesen.

Wo steht den im Grundgesetz geschrieben, dass Äußerung von Kritik mir meinen Aufenthaltsstatus entzieht ?

Ne du...ich bleib hier :). Zumindestens vorerst.

Und bis dahin können wir ja zusammen für eine bessere Luft hier in Deutschland sorgen. Ab und zu mal weniger Auto fahren, weniger Strom verbrauchen ach was weiß ich...es gibt tausende Möglichkeiten, die Welt zu verbessern.


...

BulletForMyValentine
10.05.07, 14:05
Und wie erklärt ihr dann, dass Griechenland das schmutzigste Kraftwerk hat.

Weil Griechenland so ein toller Industriestandort ist ?

Irgendetwas an eurer Logik ist falsch. Zumal in den letzten Jahren so viel Industrie aus Deutschland ausgelagert wurde.


...

einzelne Kraftwerke zu vergleichen ist Blödsinn, man sollte den gesamten CO2 ausstoß berücksichtigen

theinsider
10.05.07, 14:19
in china wird jede woche ein kohlekraftwerk gebaut, in den nächsten 10-15 jahren ca. 600 !!!! bedenkt man, dass eine effiziente co2-minderung ca. 25%
der leistung eines kohlekraftwerkes mindert, werden die chinesen wohl gänzlich auf eine solche filterung verzichten.....da erscheint die griechische dreckschleuder doch eher wie eine schlecht gelüftete gyros-bude

Mitleser
10.05.07, 14:20
Liegt vielleicht auch daran, dass lange Zeit nur auf die Rauchgasentschwefelung geachtet wurde und nicht auf Kohlenstoffdioxidaustoßreduzie rung.

Das Thema der Achtziger war das Waldsterben, nicht die Klimaerwärung. Da der "Saure Regen" primär auf Schwefeldioxid und Stickoxide zurückzuführen ist, verwundert es auch nicht, das dem CO2 kaum Beachtung geschenkt wurde.

Die wenig sinnvolle Anti-AKW-Politik hat noch ihr Übriges beigetragen.

Jupp2004
10.05.07, 14:27
Ich finde das echt beschämend !

Deutschland ist in der Umwelttechnologie mit Abstand weltweit führend und ausgerechnet wir haben die größten Dreckschleudern auf der ganzen Welt :motz:

Dieser Dimas von der EU scheint wohl doch recht zu haben mit seiner Kritik.

Zurück zum Thema. Ich finde das immer noch beschämend. Es sollte doch wohl möglich sein, die deutschen Kraftwerke umweltgerecht aufzurüsten ?!
Haben wir nach der Wende mit den ostdeutschen Dreckschleudern doch auch gemacht.

Das geht mir irgendwie nicht in den Kopf rein... Die Energielobby scheint mal wieder gute Arbeit geleistet zu haben.

Tam
10.05.07, 14:32
Umweltverschmutzung
Deutschland hat die schädlichsten Kraftwerke

Wären die linken/grünen "Umweltschützer" nicht gegen Atomkraftwerke, hätten wir keine Probleme.

PS: Die Überschrift hat mich zum Lachen gebracht;) Ja, die Deutschen und die Griechen...: Was sind wir nur fies.

Yakamoz
10.05.07, 14:32
Wären die linken/grünen "Umweltschützer" nicht gegen Atomkraftwerke, hätten wir keine Probleme.

PS: Die Überschrift hat mich zum Lachen gebracht;) Ja, die Deutschen und die Griechen...: Was sind wir nur fies.

Den Artikel hat aber keiner von PC geschrieben...

BulletForMyValentine
10.05.07, 14:33
Zurück zum Thema. Ich finde das immer noch beschämend. Es sollte doch wohl möglich sein, die deutschen Kraftwerke umweltgerecht aufzurüsten ?!
Haben wir nach der Wende mit den ostdeutschen Dreckschleudern doch auch gemacht.

Das geht mir irgendwie nicht in den Kopf rein... Die Energielobby scheint mal wieder gute Arbeit geleistet zu haben.


Wenn es wirklich so einfach wäre, hätte man es längst getan. Nach welchen Punkten wurden den die Kraftwerke bewertet? Nach Größe? Gesamtausstoß?

Tam
10.05.07, 14:40
Den Artikel hat aber keiner von PC geschrieben...

Ist klar;)

Aber die Überschrift ist urkomisch:

"Deutschland hat die schädlichsten Kraftwerke -

noch schlimmer sind nur die Griechen"

:brüll:

Jupp2004
10.05.07, 14:43
Ist klar;)

Aber die Überschrift ist urkomisch:

"Deutschland hat die schädlichsten Kraftwerke -

noch schlimmer sind nur die Griechen"

:brüll:

Da haben wir ja nochmal Glück gehabt :lach:

Heinz Ballermann
10.05.07, 15:02
1. Habe ich das schon unter Klimawandel gepostet
2. Sind es die 30 schädlichsten Kraftwerke in der EU
3. 6 der 10 schlechtesten stehen in der BRD
3. Deutschland baut Kernkraftwerke ab und (Braun)Kohle Kraftwerke auf
Braunkohle hat eine sehr schlechte Energieeffizienz und einen hohen Schadstoffausstoß

Musel
10.05.07, 15:47
Ich wäre auch dafür, dass diejenigen, die sich hier mal wieder so sehr über die bösen Deutschen aufregen, erstmal Lösungsvorschläge machen sollen!

Brauchen wir mehr Atomkraftwerke? Sind die Franzosen nur unser Vorbild was die Energiegewinnung angeht?

Im Übrigen muss man hierbei auch mal den Energieverbrauch (und somit Schadstoffausstoß) mit der Produktion ins Verhältnis setzen. Deutschland ist nun mal Exportweltmeister. Würden also nicht ringsrum auf der Welt Länder unsere Produkte kaufen sondern selbst qualitativ auf ähnlichem Niveau produzieren, wäre zumindest unser Schadstoffausstoß sicherlich verringert. Devise also: Jeder kehrt vor seiner eigenen Tür.... :hallo;

Jupp2004
10.05.07, 16:14
Ich bin darüber sehr entäuscht, muss ich sagen.
Dass irgendwelche Entwicklungsländer oder kleinere Staaten, die technologisch nicht so auf der Höhe sind wie wir, dass nicht auf die Reihe bekommen, kann ich irgendwo nachvollziehen.
Aber dass Deutschland so viele Drecksschleudern hat ist bitter.

Natürlich ist das Argument von Musel richtig den Schadstoffausstoß relativ zur gesamten Wirtschaftskraft zu sehen und sich auch mit den Industrieländern zu vergleichen. Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack.

Kann man nur hoffen, dass die EU da noch mehr Druck macht. Unsere Kinder werden es uns danken.

Heinz Ballermann
10.05.07, 17:20
Ich bin darüber sehr entäuscht, muss ich sagen.
Dass irgendwelche Entwicklungsländer oder kleinere Staaten, die technologisch nicht so auf der Höhe sind wie wir, dass nicht auf die Reihe bekommen, kann ich irgendwo nachvollziehen.
Aber dass Deutschland so viele Drecksschleudern hat ist bitter.

Natürlich ist das Argument von Musel richtig den Schadstoffausstoß relativ zur gesamten Wirtschaftskraft zu sehen und sich auch mit den Industrieländern zu vergleichen. Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack.

Kann man nur hoffen, dass die EU da noch mehr Druck macht. Unsere Kinder werden es uns danken.

Zugegeben, da kann man einiges optimieren. Aber es geht hier um EU-Verhältnisse. Es ist kein Vergleich zu den Schwellenländern wie China. Weltweit würde sogar das größte Dreckswerk der EU international noch auf Platz 49.393 sein.

emire
10.05.07, 20:19
Wären die Kraftwerke mobil,man hätte sie Stillgelegt.....

bigberta
10.05.07, 22:10
Nachdem 1976 das Seveso-Unglück passierte, schrieb ein gewisser Herr Koch ein Buch, das da hieß: "Seveso ist überall". Hätten sich seine Prophezeihungen bzgl. Dioxin erfüllt, sähen wir heute alle aus, wie Juschtschenko. Heute reist Koch in Sachen alQaida und Atombombe. Alles frei nach der Formel: "Alarmismus belebt das Geschäft". Bei RTL wurde die Meldung mit den schmutzigsten AKW's übrigens auch gebracht. Da waren's in Deuschland nur noch sechs. Wenn sich der WWF, von dem ich dachte, er würde sich um die wilden Tiere kümmern, sich jetzt dazu äussert, würde ich das mal für eine Form von Public Relations und Fund Raising halten. Ich stimme Ballermann's zu und sach' ma': so ein Gedröhne verhindert eine emotionsfreie Auseinandersetzung.

theinsider
11.05.07, 13:02
Alles frei nach der Formel: "Alarmismus belebt das Geschäft".

alarmismus belebt nicht nur das geschäft, sondern verzerrt auch die realität.

dieser bericht ist subjektiv, wie jeder andere auch, aber er erlaubt uns einen weiteren blickwinkel in der sache.

Triumph der Politik über den Bürger+84
Realität. 16.04.2007, andreas tögel

Wahnsinn mit Methode

Die um die angebliche Gefährlichkeit des „Treibhausgases“ CO2 EU-weit entfachte Hysterie sucht ihresgleichen. Und selbst in den für Umweltthemen bislang wenig sensiblen USA scheint ein Paradigmenwechsel stattzufinden: wie sonst wäre es zu erklären, daß der geborene Verlierer Al Gore für sein Öko-Machwerk „Eine unbequeme Wahrheit“ zu Oscar-Ehren kommt?

Waldsterben, Vogelgrippe oder Rinderwahn – ebenfalls willkommene Vehikel zur totalen Politisierung der Gesellschaft – konnten bei weitem keine vergleichbare Dynamik zur Einschränkung der individuellen Freiheit entfalten. War lange Zeit der Krieg das wirksamste Mittel des Staates, seine Macht zu Lasten des Bürgers auszudehnen und der „Krieg gegen den Terror“ die logisch fortgesetzte Anwendung dieser Erkenntnis, scheinen nationale und supranationale Regierungen nun schlechthin den Stein der Weisen gefunden zu haben: die Kontrolle über das CO2. Wer die Kontrolle über die Emission von Kohlendioxid hat, hat die (totale) Kontrolle über den Menschen.

Denn, was in der allgemeinen Wahrnehmung völlig ausgeblendet wird: menschliches Leben ist ursächlich und unmittelbar mit der Produktion von Kohlendioxid verbunden. Kleines Rechenexempel: bei 12 Atemzügen á 800 ml / Minute (Durchschnittswert für Erwachsene) und einer Ausatmung von 4% dieses Volumens in Form von CO2, ergibt sich für Österreich ein Jahrswert von rund 3,2 Mio. Tonnen. Zum Vergleich: der Bestand an PKW in diesem Lande (4,2 Mio) produziert bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 13.000 km und einem CO2-Ausstoß von 160g/km rund 8,7 Mio Tonnen pro Jahr (Daten der Statistik Austria). Der gesamte private Kraftfahrzeugverkehr verursacht somit das rund Zweieinhalbfache dessen an Kohlendioxid, was allein durch die schiere Existenz der Bevölkerung produziert wird.

Erstellt man diese Rechnung für die gesamte Weltbevölkerung (die von 1800 bis heute von einer auf 6,3 Mrd. gewachsen ist und die insgesamt über einen erheblich geringeren Motorisierungsgrad verfügt als Österreich), ergibt sich, daß die allein durch menschliche Atmung bedingte Produktion von CO2. jene durch den Individualverkehr um das etwa Zweieinhalbfache übertrifft (dieser Kalkulation liegt die geschätzte Zahl von weltweit 500 Mio. PKW zugrunde)! Derlei Fakten sucht man im so gerne zitierten IPCC-Report der UNO vergeblich…

Völlig inkonsistente Aktionen der Regierungen sind ein zusätzlicher Beleg dafür, daß es in Wahrheit nicht um (willkürliche, politisch festgelegte) Klimaschutzanliegen, sondern um einen weiteren Anschlag des Staates auf die Freiheit der Bürger geht – diesfalls international konzertiert. Vollmundig CO2–Emissionssenkungsziele zu propagieren (wie das etwa die Deutsche Ratspräsidentin tut) und gleichzeitig Dutzende neue (Braun)Kohlekraftwerke zu bauen (wie es in Deutschland derzeit geschieht) – wie geht das zusammen? Die Scheinheiligkeit dieser Politik sollte nicht unbemerkelt bleiben…

Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Wohlstand und Energieverbrauch (und damit CO2-Ausstoß) ist evident. Wer also Emissionsgrenzen verordnet und zugleich einen Kreuzzug gegen die Atomkraft führt, legt die Axt an die Wurzeln des mühsam erarbeiteten Wohlstands der Bürger!

Was in einer auf die strikte Rationalität des Handelns konditionierten Welt besonders merkwürdig erscheint: der kollektive Veitstanz um die „anthropogen induzierte globale Erwärmung“ entbehrt weitgehend der wissenschaftlichen Evidenz und ist überwiegend politisch motiviert. Daß allein menschliches Handeln für die aktuelle Klimaentwicklung verantwortlich sei, ist eine unbewiesene (und wohl auch unbeweisbare) Behauptung. Daß jedoch jede wirksame Begrenzung anthropogener Treibhausgasproduktion - logisch zu Ende gedacht - auf die Dezimierung der Weltbevölkerung hinausläuft, wird von der politischen Kaste konsequent - und aus gutem Grund - verschwiegen. Notorische Umweltalarmisten wie Dennis Meadows („The Limits to Growth“), der eine Mrd. Menschen für „tragbar“ hält, werden da schon deutlicher…

Daß aber die von ihrem vom Markt meilenweit entfernten Elfenbeinturm aus agierende Intellektuellenkaste in der Frage des „Global Warming“ in sich uneins ist, ist eine besonders skurrile Facette dieser Debatte. Denn während der bereits zitierte D. Meadows mit dem Konzept des „Ecologic Footprint“ argumentiert und 5/6 der Menschheit für überzählig hält, fabuliert etwa Jean Ziegler, seines Zeichens „UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung“, und Attac-affiner ultralinker Globalisierungsgegner, von einer Zahl von „12 Milliarden Menschen, die problemlos nachhaltig ernährt werden könnten“ (wenn - ja wenn nicht entmenschte Plutokraten den Hungertod von Millionen armer Neger, Südostasiaten und Indios auf ihre blutgetränkten Fahnen geschrieben hätten - wie er nicht müde wird zu betonen).

Also was nun?!

Ferner: wie die EU etwa China und Indien (für welche die Vorgaben des Kyoto-Protokolls nicht gelten) zu einer Abkehr von deren erfolgreichen Liberalisierung der Wirtschaft zu zwingen gedenkt (die nota bene einen steigenden Energiebedarf bedingt) ist rätselhaft. Träumen die im „Krieg gegen den Terror“ ein wenig laschen Eurokraten etwa von einem gerechten „Krieg für die Umwelt“ unter ihrer Stabführung?

Noch im Jahr 2000 formulierte die EU-Bürokratie ihr Ziel, zum „dynamischesten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ zu werden („Lissabon-Strategie“). Dagegen scheint das Motto 2007 zu lauten: totale Kontrolle über den Bürger, maximaler Dirigismus und nachhaltige Selbstbeschädigung gegenüber internationalen Konkurrenten - etwa durch die Verordnung unproduktiver Kosten für die Industrie (zwangsweiser Kauf von Emissionszertifikaten).

Daß zur selben Zeit, da in Euroland ein Kreuzzug gegen die Erderwärmung geführt wird, auf dem benachbarten Mars ebenfalls die Temperaturen steigen (und zwar in weitaus drastischerem Maße als auf der Erde), mag als Treppenwitz der Geschichte erscheinen. Aber es ist auch ein Beweis dafür, daß unser Klima eben im Weltraum – nicht aber am grünen Tisch größenwahnsinniger Bürokraten gemacht wird!

http://de.liberty.li/magazine/?id=4295&q=Triumph+der+Politik+%FCber+d en+B%FCrger

kUmPaRa
11.05.07, 13:08
alarmismus belebt nicht nur das geschäft, sondern verzerrt auch die realität.

dieser bericht ist subjektiv, wie jeder andere auch, aber er erlaubt uns einen weiteren blickwinkel in der sache.



Trotzdem, das Kyotoprotokoll macht sinn, der CO²-Handel macht sinn. Alles andere als der unkontrollierte ausstoß von irgendwelchen Gasen in die Atmosphäre sollte richtig sein.

Man braucht ja nur noch das Ozonloch als natürliche Erscheinung zu deklarieren schon ist man noch ein Klimaproblem mehr los.

Nein, sicher ist, es gibt einen natürlichen Ablauf der Steigerung vom CO²-Ausstoß und die Temperatur auf diesem Planeten ist nicht immer gleich. Wir wissen dass es Eiszeiten auf dieser Erde gab und natürlich auch das Gegenteil.

Hysterie !? Ich glaube da kann man getrost nein Danke sagen.

Dennoch ist die unkontrollierte Entwicklung von fast allem meist schädlich.

Also Sensibilisieren aber nicht hysterisieren.

...

theinsider
11.05.07, 13:34
Trotzdem, das Kyotoprotokoll macht sinn, der CO²-Handel macht sinn.

Also Sensibilisieren aber nicht hysterisieren.

...

-was auf dem papier (kyoto-protkoll und co²-handel) so effektiv erscheint, wird von ihren erfinder schon wieder konterkariert. emissionsrechte sind in der eu so billig, dass sich jedes verpflichtete unternehmen soviel kauft wie es ungestraft und ungefiltert verblasen kann. kostete die tonne co² vor einem jahr noch eur 30.00, so bekommt man heute die gleiche menge für einen euro nochwas. du glaubst doch nicht wirklich, dass solche preise die unternehmen motivieren in umweltschonende techniken zu investieren. kaum verwunderlich das europäische unternehmen mehr emissions-zertifikate halten, als sie verbrauchen.

kUmPaRa
11.05.07, 13:40
-was auf dem papier (kyoto-protkoll und co²-handel) so effektiv erscheint, wird von ihren erfinder schon wieder konterkariert. emissionsrechte sind in der eu so billig, dass sich jedes verpflichtete unternehmen soviel kauft wie es ungestraft und ungefiltert verblasen kann. kostete die tonne co² vor einem jahr noch eur 30.00, so bekommt man heute die gleiche menge für einen euro nochwas. du glaubst doch nicht wirklich, dass solche preise die unternehmen motivieren in umweltschonende techniken zu investieren. kaum verwunderlich das europäische unternehmen mehr emissions-zertifikate halten, als sie verbrauchen.

Nichts ist perfekt, natürlich kann und muss man es verbessern. Meine Kernaussage ist : es nicht unkontrolliert zu lassen ob mit CO²-Handel oder Kyotoprotokoll oder irgendeinem anderen Konzept.
Das kommt ein Stückweit mit der Annahme der Verantwortung gleich.
Denn zu sagen dieses oder jenes Konzept ist falsch oder schlecht, lassen wir dem Prozess einfach seinen Gang wäre falsch.

PS: Du sprichst natürlich einen Kernpunkt an. Und zwar, dass europäische Unternehmen in Umweltschonende Technik investieren müssen. Ob man diese mit dem CO²-Handel oder irgendwelchen anderen Konzepten dazu bekommt ist im Prinzip egal, Hauptsache sie tun es.

Die Wichtigkeit von Dingen (in diesem Fall Konzepten) stellt sich eh immer erst im Nachhinein heraus.

...

theinsider
11.05.07, 13:55
Nichts ist perfekt, natürlich kann und muss man es verbessern. Meine Kernaussage ist : es nicht unkontrolliert zu lassen ob mit CO²-Handel oder Kyotoprotokoll oder irgendeinem anderen Konzept.
Das kommt ein Stückweit mit der Annahme der Verantwortung gleich.
Denn zu sagen dieses oder jenes Konzept ist falsch oder schlecht, lassen wir dem Prozess einfach seinen Gang wäre falsch.

PS: Du sprichst natürlich einen Kernpunkt an. Und zwar, dass europäische Unternehmen in Umweltschonende Technik investieren müssen. Ob man diese mit dem CO²-Handel oder irgendwelchen anderen Konzepten dazu bekommt ist im Prinzip egal, Hauptsache sie tun es.

Die Wichtigkeit von Dingen (in diesem Fall Konzepten) stellt sich eh immer erst im Nachhinein heraus.

...

die konzepte sind da, zu recht. mein sinnen war auch nicht diese konzepte zu verwerfen, sondern denjenigen auf die finger zu klopfen, die diese regularien umgehen wollen. man darf den co²-handel nicht zum zahnlosen tiger machen, denn unternehmen verstehen nur eine sprache -geld-. nur wenn jede tonne co² der industrie schmerzlich an der geldbörse zerrt, kommt entwicklung in die sache.

Heinz Ballermann
11.05.07, 15:05
die konzepte sind da, zu recht. mein sinnen war auch nicht diese konzepte zu verwerfen, sondern denjenigen auf die finger zu klopfen, die diese regularien umgehen wollen. man darf den co²-handel nicht zum zahnlosen tiger machen, denn unternehmen verstehen nur eine sprache -geld-. nur wenn jede tonne co² der industrie schmerzlich an der geldbörse zerrt, kommt entwicklung in die sache.

CO² kann man nicht aus der Luft filtern. Es entsteht bei jeder Verbrennung. Da kann man auch 300Mrd/t verlangen. Man kann sich nur aussuchen was man verbrennt. Auswahl und Angebot an fossielen Brennstoffen ist eher überschaubar. Früher oder später landet man wieder bei der Braunkohle...

"Laßt uns saubere Kernkraft nutzen" ---> "Buuuh, was ist mit Chernobyl, was ist mit den endlichen Uranvorkommen und dem Problem des Atommülls"

"Dann laßt uns Gas nehmen, das verbrennt schön sauber und hat eine hohe Energiedichte" ----> "Buuuh der Russe dreht uns den Gashahn zu"

---> Braunkohle

theinsider
11.05.07, 16:02
CO² kann man nicht aus der Luft filtern.

ach, was machen denn pflanzen? ...scherz beiseite, der ansatz in europa ist nunmal "nur" die co²-emission. laut kyoto-protokoll sollen die länder den ausstoss von weiteren treibhausgasen senken, die dann sehr wohl zu filtern wären. allerdings stehen diese treibhausgase garnicht (noch nicht) auf der europäischen agenda.

wenn der emissionshandel nicht so billig wäre, würden die unternehmen sehr viel schneller auf umweltfreundlichere energien setzen.