Istanbuler
02.06.05, 10:37
Türkische Lira reagiert gelassen
Während der Euro infolge des negativen Ausgangs des französischen Referendums zur EU-Verfassung gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck geriet, konnte die türkische Lira sogar zulegen, obwohl gerade hier mit Verlusten gerechnet werden musste, so die Analysten der Commerzbank. Schließlich könne das französische "Nein" auch als Votum gegen einen türkischen EU-Beitritt interpretiert werden. Ob die Beitrittsgespräche deshalb wie geplant am 3. Oktober beginnen würden, bleibe abzuwarten. Und selbst wenn, sei deren Ausgang in Anbetracht des wachsenden Ressentiments in den Bevölkerungen ungewisser denn je. Aufgrund des hohen Leistungsbilanzdefizits und der noch immer verhältnismäßig geringen Zuflüsse in Direktinvestitionen sei die Türkei sehr stark von kurzfristig orientierten Kapitalzuflüssen abhängig.
Um diese Abhängigkeit zu reduzieren und für das notwendige Vertrauen langfristig orientierter Investoren zu sorgen, sei die Fortsetzung der wirtschaftlichen Reformen notwendig. Die Hauptrolle hierfür spiele der IWF. Dennoch müsse die Türkei den Nachweis erbringen, dass die in Gang gesetzten politischen Reformen auch unabhängig von der EU-Perspektive implementiert würden. Nur so sei auf Dauer die Stabilität der Lira gewährleistet.
Quelle (http://finanzen.net/analysen/analysen_detail.asp?AnalyseNr= 159626)
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Während der Euro infolge des negativen Ausgangs des französischen Referendums zur EU-Verfassung gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck geriet, konnte die türkische Lira sogar zulegen, obwohl gerade hier mit Verlusten gerechnet werden musste, so die Analysten der Commerzbank. Schließlich könne das französische "Nein" auch als Votum gegen einen türkischen EU-Beitritt interpretiert werden. Ob die Beitrittsgespräche deshalb wie geplant am 3. Oktober beginnen würden, bleibe abzuwarten. Und selbst wenn, sei deren Ausgang in Anbetracht des wachsenden Ressentiments in den Bevölkerungen ungewisser denn je. Aufgrund des hohen Leistungsbilanzdefizits und der noch immer verhältnismäßig geringen Zuflüsse in Direktinvestitionen sei die Türkei sehr stark von kurzfristig orientierten Kapitalzuflüssen abhängig.
Um diese Abhängigkeit zu reduzieren und für das notwendige Vertrauen langfristig orientierter Investoren zu sorgen, sei die Fortsetzung der wirtschaftlichen Reformen notwendig. Die Hauptrolle hierfür spiele der IWF. Dennoch müsse die Türkei den Nachweis erbringen, dass die in Gang gesetzten politischen Reformen auch unabhängig von der EU-Perspektive implementiert würden. Nur so sei auf Dauer die Stabilität der Lira gewährleistet.
Quelle (http://finanzen.net/analysen/analysen_detail.asp?AnalyseNr= 159626)
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