Yigit Efe
14.08.07, 21:02
Historischer Beschluss des Hohen Gerichtes in Griechenland:
„Türken auf Zypern nicht Besatzer, die Intervention ist Legal“
von Erol Cihangir (Übersetzung, Baris Celik):aferin:
Bu yazi 3Mayis gazetesinde yayimlanmistir.
Dieser Beschluss ist eine von griechischen Rechtsorganen gefälltes Urteil das
besagt: “Der Eingriff der türkischen Armee auf Zypern ist legal, die Schuld tragen
griechische Offiziere.”
Mit dem Urteil Nummer 2658/79 vom 21. März 1979 hatte ein griechisches
Berufungsgericht nach Bedenken des damaligen griechischen Premier Konstantin
Karamanlis, das Urteil könne “gegen Griechenland verwendet werden” die
Bekanntmachung des Urteils vom Obersten Gericht untersagt.
Nach diesem Berufungsurteil verschwanden die Gerichtsakten mit dem Vermerk “Top
Secret” in einem Safe.
Seit Jahren Propagieren Griechen und Südzyprioten den Eingriff der Türkei auf der
Insel im Juli des Jahres 1979 als illegale Besetzung. Dabei dürfte von Besatzung
Seitens der Türken keine Rede sein. Im Gegenteil: Die türkische Präsenz ist ein
gesetzlich legitimiertes Resultat eines international Anerkannten Abkommens zwischen
Grossbritannien, der Türkei und Griechenland.
Die Türkei hat die nach den Abkommen von London und Zürich Zustande gekommene
“Republik Zypern” weder besetzt noch gespalten. Ohnehin wäre damals die
internationale Resonanz differenziert gewesen, wenn damals eine Besatzung
tatsächlich stattgefunden hätte.
Dabei wünschen sich alle eine gerechte Lösung. Die griechischen und die
süd-zypriotische Regierung dagegen machen kaum einen Schritt um eine solchen
gerechten Ausweg zu finden.
Seit 1974 hat die türkische Seite keinen Vermittlungsvorschlag Seitens der Vereinten
Nationen abgelehnt, sondern immer ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert,
wobei die griechische Seite ihre Blockadepolitik fortzusetzen versucht hat. Die
Gegenseite jedoch blockiert jegliche Vermittlungsversuche Seitens der UN. Denn sie
vermuten, zu Recht, dass die Lösungsvorschläge die „Enosis“ - Politik der
griechischen Seite verhindern werden.
Griechenland und sie Südzyprioten sind von einer ernsthaften Friedensstiftung weit
entfernt. Mit unhaltbaren Argumenten halten sie das Zypernproblem auf
internationaler Eben aktuell und versuchen die Türkei in Verruf zu bringen. Dabei
sind Manche Behauptungen wirklich lachhaft. So wie der Vergleich zwischen der Türkei
und ihrem Eingriff aus Zypern und dem Überfall Saddam Husseins auf Kuwait, begleitet
von einem Ruf nach einer militärischen Operation gegen die Türkei.
Die Griechen merken gar nicht wie sehr sie sich selbst schaden, indem sie die Türkei
und den Irak Saddam Husseins gleichsetzen. ES IST NICHT DIE TÜRKEI, DIE ZYPERN
BESETZT HAT. IM GEGENTEIL, DIE TÜRKEI HAT ZYPERN VOR EINER GRIECHISCHEN BESETZUNG
GERETTET.
Die Zeit ist gekommen, sich von der griechischen Fata Morgana loszulösen und die
Wahrheiten zu erkennen. Hätte die Türkei wirklich vor gehabt Zypern zu besetzen,
hätte sie doch die Möglichkeiten 1963 oder 1967 genutzt, die ihr von Griechenland
gegeben wurden. Doch haben sich die Türken gegenüber den Griechen immer in Geduld
geübt. Die Situation im Juli des Jahres 1974 unterschied sich aber erheblich von den
vorangegangenen Spannungen. Eines der Garantiemächte der zypriotischen
Unabhängigkeit, nämlich die Griechen, hatten Aktionen gestartet um die Insel zu
ihrem Eigentum zu machen und sich in die Innenpolitik eingemischt. Hätte die Türkei
nicht interveniert, wäre es auf der Insel zu sinnlosem Blutvergießen, vor allem
unter den türkischen Zyprioten gekommen.
Es ist auch ein Fakt das die Türkei sich vor der Intervention an die Garantiemächte
[insb. England, Anm. d. Red.] gewendet hatte, mit der Bitte den Geschehnissen nicht
tatenlos gegenüber zu stehen. Dabei machte sie auch darauf Aufmerksam ihren
Pflichten als Garantiemacht nachzugehen. Doch haben es jene Staaten nicht in
Erwägung gezogen gemeinsam das Problem zu lösen. Angesichts der türkischen
Intervention zogen sie es vor Stillschweigen zu bewahren, da die juristischen und
menschlichen Argumente auf Seiten der Türkei waren.
Griechenland und die orthodoxen Zyprioten haben die Weltöffentlichkeit stets gegen
die Türkei aufgehetzt. Doch, ein griechisches Dokument von großer Wichtigkeit
betrachtet nicht die Türkei, sondern Griechenland selbst als den Verursacher der
Krise von 1974.
Diese Dokument ist ein Urteil eines griechischen Gerichtes: „Die Schuld an der
militärischen Intervention der Türkischen Armee auf Zypern tragen griechische
Offiziere.“
Der griechische Premier Konstantin Karamanlis verbat die publik Machung dieses
Urteils vom 21. März 1979, mit der Begründung es könne „gegen Griechenland verwendet
werden.“ Nach diesem Verbot kamen die Gerichtsunterlagen mit der Aufschrift „Top
Secret“ unter staatliche Verwahrung.
Es ist sehr seltsam das die griechische Justiz ein solches Urteil gefällt hatte die
besagte das der “Eingriff der türkischen Armee gesetzlich legal sei.” Werfen wir mal
einen Blick darauf wie es Zustande kam:
Im Dezember 1976 beantragte ein Grieche vor Gericht Schadensersatz, weil sich auch
sein Sohn in der am 22. Juli 1974 in dem vom den Süd-Zyprioten Abgeschossenen
griechischen Delta-Cargoflugzeug befand.
Das Gericht kam 1978 zu folgendem Urteil: “Der Kläger erhält in seiner Sache Recht.
Der Schadensersatz soll aus dem Staatsschatz gezahlt werden.”
Der griechische Wirtschaftsminister verweigerte die Zahlung und ging vor ein
Berufungsgericht. Dieses Allerdings bekräftigte noch einmal das Urteil am
21.03.1979. Das Urteil mit der Nummer 2658/79 trägt folgendes Wortlaut: “ Die
Untersuchung Seitens unseres Gerichtes gibt dem Kläger Recht. Nach dem Züricher
Abkommen, unterzeichnet zwischen Griechenland, der Türkei und England als
“Garantie-Staaten, worin sie Übereinkommen, den Zusammenschluss der Republik Zypern
mit irgendeinem anderen Staat oder die Teilung der Republik zu verhindern und (die
Unabhängigkeit der Insel) zu garantieren.
In der ersten Juliwoche erklärte der zypriotische Staatschef Makarios das einige auf
der Insel Tätigen Offiziere einen Staatsstreich gegen ihn planen und ihn ermorden
wollen. Er bittet den damaligen griechischen Diktator General Gizikis entsprechende
Vorsorge zu treffen.
Anstatt Makarios’ Ersuch zu beantworten oder gar Beistand zu leisten unterstütze
Griechenland Mittels die Kommandeure der Griechischen Truppen, den Generälen
Yorgidis und Yanakodimus einhundertzwei griechische Offiziere beim Putsch- und
Mordversuch gegen den zypriotischen Staatschef.
Bei dem Umsturzversuch wurde der Präsidentenpalast in Nikosia (Lefkoşa) unter
schweren Beschuss genommen. Makarios entkam nur durch einen Zufall dem Tod. Das
zypriotische Grundgesetz wurde mit Füssen getreten und Nikos Samson kam an die
Macht. Daraufhin machte die Türkei am 20. Juli von ihrer Pflicht als Garantiemacht
gebrauch und griff auf der Insel ein.”
Durch die Berufung durch das Wirtschaftsministerium und dem Urteil des
Berufungsgerichtes das den türkischen Eingriff rechtfertigte und Griechenland als
Hauptverantwortlicher darstellte, brachte den damaligen Verteidigungsminister
Evangelos Averof in eine brenzlige Situation, die ihn zum Handeln zwang.
In einem Geheimen Schreiben des Verteidigungsministerium vom 12.06.1979 mit der
Kennung F-800/109-B5849 wurde das Wirtschaftsministerium gebeten den Hinterbliebenen
des Flugzeugabschusses ohne Aufsehen entsprechenden Schadenersatz zu zahlen und
keine Berufung mehr in der Sache einzulegen.
Die Versuche Evangelos Averofs’ einem Mitbegründer der EOKA [Griechisch-Zypriotische
paramilitärische Terrororganisation, Anm. d. Red.], zu Verhindern das die Ursachen
der Zypern-Krise ans Tageslicht gebracht werden führten zwischen der griechischen
Regierung und ihrer Justiz zu heftigen Meinungsverschiedenheiten. Am Ende konnte
sich die Regierung durchsetzen und folgendes Schreiben mit der Unterschrift von
Premierminister Karamanlis ging an das Justizministerium:
“Bevor ein Zypern anbelangender Prozess eröffnet wird, sind Informationen an die
Regierung zu liefern und ohne deren Zustimmung nicht zu verhandeln. Nationale
Interessen, die zur türkischen Besatzung führten, verhindern die Verurteilung der
Verantwortlichen auf Ewig.”
Die Reaktion der griechischen Justiz war heftig. Das Schreiben Nummer 14289/78 an
Premier Karamanlis reichte aus um den Ministerpräsidenten Wütend zu machen.
Das Schreiben hatte folgenden Inhalt:
“Die Wahrung der Bevölkerung ist mit der Ergründung der Wahrheit möglich. Keine
Macht kann der Justiz verbieten die wahren Schuldigen herauszufinden.”
Es kommt Athen zugute das die Wahrheit um Zypern für immer im Dunklen bleibt. Auf
diese Weise wurde verhindert das Personen, die selbst heute an der Regierung
beteiligt sind als “Vaterlandsverräter” verurteilt wurden und Griechenland weiterhin
eine Propaganda gegen die Türkei führen konnte die den Nachbarn als “Besatzer”
darstellt.
Wie konnte ein Griechenland das seiner nationalen Interessen wegen die eigene Justiz
verhinderte auf Zypern gerecht handeln?
Die ganze Welt müsste und sollte inzwischen wissen das die griechische
Zypern-Politik auf der “Enosis” [Vereinigung aller Griechen, Anm. d. Red.] basiert.
Die türkische Seite allerdings muss nicht um die physische Verwirklichung des
Enosis-Plans fürchten. Denn diese wurde in Anbetracht der türkischen
Entschlossenheit auf ewig verworfen. Trotz allem sehen wir uns auch hier mit einer
psycho-soziologischen Wahrheit konfrontiert welche als der wichtigste Punkt auftritt
welcher den Frieden zwischen den Völkern verhindert. Nach Ansicht mancher
Psychologen ist auch im Bewusstsein von Nationen, wie bei einzelnen Individuen auch,
Platz für nur ein Ziel. Deshalb wird das Bewusstsein der Südzyprioten keinen Platz
für andere Ziele bieten, solange das Ideal der Enosis verfolgt wird. Dabei erwartet
man von den Zyprioten ein Leben unter einem gemeinsamen Dach, miteinander. Doch ist
es nicht Möglich den Wunsch nach der Enosis und einem gemeinsamen Leben mit der
türkischen Seite nach den Regeln der menschlichen Funktionsweise unter ein
gemeinsames Dach zu bringen.
Während man zum gemeinsamen Zusammenleben der Parteien auf Zypern voraussetzt das
sie beide Willen, Ehrgeiz und Hartnäckigkeit an den Tag bringen als einzige
Möglichkeit eines dauerhaften Friedens auf Zypern vorgebracht werden, sollte man
primär daran denken den Enosis-Gedanken aus den Köpfen der Südzyprioten zu
verbannen.
Seit den Züricher und Londoner Abkommen aus dem Jahr 1960 waren die Vorgehensweisen
der Machthaber in Griechenland auf ihrem Weg zum Enosis-Ideal stets sehr
unterschiedlich. Doch das Ideal blieb identisch. Die Bereinigung der Insel von den
Türken. Hätte dir Türkei unter die Züricher-Londoner – Abkommen nicht ihre
Unterschrift als Garantiemacht gesetzt wäre es zweifellos zur Vereinigung ganz
Zyperns mit Griechenland oder zu einem Krieg zwischen Griechenland und der Türkei
gekommen.
Die Beziehung Griechenlands zur zypriotischen Orthodoxie war noch nie besonders gut.
Die Machthaber in Griechenland hatten drei Mord- und vier Putschversuche gegen den
Patriarchen Makarios eingeleitet. Makarios selbst wiederum hatte
Terrororganisationen gegen die Machthaber in Griechenland gegründet und selbst
Mordversuche angezettelt.
Die Unten aufgeführten Vorkommnisse verdeutlichen weshalb die Zypern-Türken
Griechenland und den Südzyprioten misstrauen. Die Konsequenzen der Reibereien
zwischen Athen und den Südzyprioten mussten stets die Türken auf der Insel tragen.
Das ist der Hauptgrund weshalb sie ihre eigene Souveränität anstreben.
Die Aktionen Griechenlands auf der Insel können wie folgt aufgelistet werden:
Die Erste Operation; scheiterte 1970. Die trug den Namen “Ermis”. Der griechische
Oberst Dimitrios Papapostolu trug die Leitung des Unternehmens. Bei der Operation
gegen Makarios war der zypriotische Innenminister Polikarpos Yorgacis auf Seiten
Griechenlands involviert.
Die Zweite Operation; dabei sollte wie nach dem “Ermis-Plan” Makarios ermordet und
an seine Stelle Polikarpos Yorgacis als Führer der orthodoxen Christen eingesetzt
werden. Makarios sollte dabei von Angehörigen des “Nationalen Miliz” getötet werden,
welche von festland-griechischen Offizieren geleitet wurde. Am 8. März 1970
eröffneten zwei griechische Agenten von einem Dach gegenüber dem Präsidentenpalast
das Feuer auf den Helikopter Makarios’ und brachten ihn zum Absturz. Doch dieser
hatte Glück und entging knapp dem Tod.
Dritte Operation; wurde vom EOKA-Führer General Grivas geleitet und trug den Namen
“Spinne”. Hauptmann Loizos Hristodulidis wurde mit der Ermordung Makarios’
beauftragt. Das Unternehmen wurde in der Nachrichtenzentrale der “Nationalen Miliz”
geplant und sollte in der Nacht vom 14. aus den 15. Februar 1972 durchgeführt
werden. Doch hatte Makarios in jener Nacht eine grosse Demonstrationsveranstaltung
gegen die USA in die Wege geleitet, weshalb sich viele Zyprioten auf den Strassen
befanden. Dies verhinderte die Durchführung des Mordplans.
Die vierte Operation gegen Makarios wurde wieder von General Grivas unter dem
Decknamen “Apollon” geleitet. Der Putsch sollte am 16/20. Februar 1973 durchgeführt
werden. Nach dem Plan sollte die EOKA-B und die Nationale Mıliz acht bis zehntausend
Reservisten einberufen. Die Waffendepots der Polizei sollten angegriffen und
geplündert, die Waffen an Zıvile EOKA-Anhänger ausgeteilt werden. Die Operationen
sollte in zwei Phasen vollzogen werden. Die Erste bekam den Namen “Blitz”, die
Zweite “Erdbeben”. Parallel dazu sollte der Chef der griechischen Militärpolizei,
General Yoannidis, gegen den Führer der Militärjunta in auf dem griechischen
Festland, Oberst Yorgo Papadopulos putschen. Yoannidis hatte in Griechenland
Papadopulos bereits entmachtet als ein Teil der griechischen Seestreitkräfte einen
Aufstand gegen die Putschisten durchführte und damit auch das Unternehmen auf Zypern
scheitern liess.
Die Fünfte Operation der griechischen Soldaten auf der Insel gegen Makarios; war der
am 15. Juli 1974 in die Wege geleitete “Apollon”-Plan mit dem klaren Ziel der
Enosis, nämlich der Vereinigung Griechenlands mit Gesamt-Zypern. Dabei hatten
EOKA-Einheiten, die von griechischen Offizieren angeführt – die meisten unter ihnen
an den gescheiterten Putschversuchen gegen Makarios beteiligt und auf der Flucht,
hatten viele Makarios-Anhänger bereits ermordet.
Innerhalb der griechischen Militärführung wurde die geheime Einheit “K” gegründet,
die das Ziel hatte Makarios zu beseitigen.
Nach all diesen gefährlichen Spielen glaube ich nicht, dass irgendjemand von einer
“Besetzung” Seitens der Türken sprechen sollte. Und ich erachte es als Sinnvoll es
noch einmal zu betonen: das Ziel des gesetzlich legitimen Eingreifens der Türkei auf
der Insel war es, Leben und Gut der türkischen Zyprioten zu sichern. Sobald dies
zweifelsfrei Gesichert ist, wird die Mission der Türkischen Armee auf der Insel
beendet sein.
„Türken auf Zypern nicht Besatzer, die Intervention ist Legal“
von Erol Cihangir (Übersetzung, Baris Celik):aferin:
Bu yazi 3Mayis gazetesinde yayimlanmistir.
Dieser Beschluss ist eine von griechischen Rechtsorganen gefälltes Urteil das
besagt: “Der Eingriff der türkischen Armee auf Zypern ist legal, die Schuld tragen
griechische Offiziere.”
Mit dem Urteil Nummer 2658/79 vom 21. März 1979 hatte ein griechisches
Berufungsgericht nach Bedenken des damaligen griechischen Premier Konstantin
Karamanlis, das Urteil könne “gegen Griechenland verwendet werden” die
Bekanntmachung des Urteils vom Obersten Gericht untersagt.
Nach diesem Berufungsurteil verschwanden die Gerichtsakten mit dem Vermerk “Top
Secret” in einem Safe.
Seit Jahren Propagieren Griechen und Südzyprioten den Eingriff der Türkei auf der
Insel im Juli des Jahres 1979 als illegale Besetzung. Dabei dürfte von Besatzung
Seitens der Türken keine Rede sein. Im Gegenteil: Die türkische Präsenz ist ein
gesetzlich legitimiertes Resultat eines international Anerkannten Abkommens zwischen
Grossbritannien, der Türkei und Griechenland.
Die Türkei hat die nach den Abkommen von London und Zürich Zustande gekommene
“Republik Zypern” weder besetzt noch gespalten. Ohnehin wäre damals die
internationale Resonanz differenziert gewesen, wenn damals eine Besatzung
tatsächlich stattgefunden hätte.
Dabei wünschen sich alle eine gerechte Lösung. Die griechischen und die
süd-zypriotische Regierung dagegen machen kaum einen Schritt um eine solchen
gerechten Ausweg zu finden.
Seit 1974 hat die türkische Seite keinen Vermittlungsvorschlag Seitens der Vereinten
Nationen abgelehnt, sondern immer ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert,
wobei die griechische Seite ihre Blockadepolitik fortzusetzen versucht hat. Die
Gegenseite jedoch blockiert jegliche Vermittlungsversuche Seitens der UN. Denn sie
vermuten, zu Recht, dass die Lösungsvorschläge die „Enosis“ - Politik der
griechischen Seite verhindern werden.
Griechenland und sie Südzyprioten sind von einer ernsthaften Friedensstiftung weit
entfernt. Mit unhaltbaren Argumenten halten sie das Zypernproblem auf
internationaler Eben aktuell und versuchen die Türkei in Verruf zu bringen. Dabei
sind Manche Behauptungen wirklich lachhaft. So wie der Vergleich zwischen der Türkei
und ihrem Eingriff aus Zypern und dem Überfall Saddam Husseins auf Kuwait, begleitet
von einem Ruf nach einer militärischen Operation gegen die Türkei.
Die Griechen merken gar nicht wie sehr sie sich selbst schaden, indem sie die Türkei
und den Irak Saddam Husseins gleichsetzen. ES IST NICHT DIE TÜRKEI, DIE ZYPERN
BESETZT HAT. IM GEGENTEIL, DIE TÜRKEI HAT ZYPERN VOR EINER GRIECHISCHEN BESETZUNG
GERETTET.
Die Zeit ist gekommen, sich von der griechischen Fata Morgana loszulösen und die
Wahrheiten zu erkennen. Hätte die Türkei wirklich vor gehabt Zypern zu besetzen,
hätte sie doch die Möglichkeiten 1963 oder 1967 genutzt, die ihr von Griechenland
gegeben wurden. Doch haben sich die Türken gegenüber den Griechen immer in Geduld
geübt. Die Situation im Juli des Jahres 1974 unterschied sich aber erheblich von den
vorangegangenen Spannungen. Eines der Garantiemächte der zypriotischen
Unabhängigkeit, nämlich die Griechen, hatten Aktionen gestartet um die Insel zu
ihrem Eigentum zu machen und sich in die Innenpolitik eingemischt. Hätte die Türkei
nicht interveniert, wäre es auf der Insel zu sinnlosem Blutvergießen, vor allem
unter den türkischen Zyprioten gekommen.
Es ist auch ein Fakt das die Türkei sich vor der Intervention an die Garantiemächte
[insb. England, Anm. d. Red.] gewendet hatte, mit der Bitte den Geschehnissen nicht
tatenlos gegenüber zu stehen. Dabei machte sie auch darauf Aufmerksam ihren
Pflichten als Garantiemacht nachzugehen. Doch haben es jene Staaten nicht in
Erwägung gezogen gemeinsam das Problem zu lösen. Angesichts der türkischen
Intervention zogen sie es vor Stillschweigen zu bewahren, da die juristischen und
menschlichen Argumente auf Seiten der Türkei waren.
Griechenland und die orthodoxen Zyprioten haben die Weltöffentlichkeit stets gegen
die Türkei aufgehetzt. Doch, ein griechisches Dokument von großer Wichtigkeit
betrachtet nicht die Türkei, sondern Griechenland selbst als den Verursacher der
Krise von 1974.
Diese Dokument ist ein Urteil eines griechischen Gerichtes: „Die Schuld an der
militärischen Intervention der Türkischen Armee auf Zypern tragen griechische
Offiziere.“
Der griechische Premier Konstantin Karamanlis verbat die publik Machung dieses
Urteils vom 21. März 1979, mit der Begründung es könne „gegen Griechenland verwendet
werden.“ Nach diesem Verbot kamen die Gerichtsunterlagen mit der Aufschrift „Top
Secret“ unter staatliche Verwahrung.
Es ist sehr seltsam das die griechische Justiz ein solches Urteil gefällt hatte die
besagte das der “Eingriff der türkischen Armee gesetzlich legal sei.” Werfen wir mal
einen Blick darauf wie es Zustande kam:
Im Dezember 1976 beantragte ein Grieche vor Gericht Schadensersatz, weil sich auch
sein Sohn in der am 22. Juli 1974 in dem vom den Süd-Zyprioten Abgeschossenen
griechischen Delta-Cargoflugzeug befand.
Das Gericht kam 1978 zu folgendem Urteil: “Der Kläger erhält in seiner Sache Recht.
Der Schadensersatz soll aus dem Staatsschatz gezahlt werden.”
Der griechische Wirtschaftsminister verweigerte die Zahlung und ging vor ein
Berufungsgericht. Dieses Allerdings bekräftigte noch einmal das Urteil am
21.03.1979. Das Urteil mit der Nummer 2658/79 trägt folgendes Wortlaut: “ Die
Untersuchung Seitens unseres Gerichtes gibt dem Kläger Recht. Nach dem Züricher
Abkommen, unterzeichnet zwischen Griechenland, der Türkei und England als
“Garantie-Staaten, worin sie Übereinkommen, den Zusammenschluss der Republik Zypern
mit irgendeinem anderen Staat oder die Teilung der Republik zu verhindern und (die
Unabhängigkeit der Insel) zu garantieren.
In der ersten Juliwoche erklärte der zypriotische Staatschef Makarios das einige auf
der Insel Tätigen Offiziere einen Staatsstreich gegen ihn planen und ihn ermorden
wollen. Er bittet den damaligen griechischen Diktator General Gizikis entsprechende
Vorsorge zu treffen.
Anstatt Makarios’ Ersuch zu beantworten oder gar Beistand zu leisten unterstütze
Griechenland Mittels die Kommandeure der Griechischen Truppen, den Generälen
Yorgidis und Yanakodimus einhundertzwei griechische Offiziere beim Putsch- und
Mordversuch gegen den zypriotischen Staatschef.
Bei dem Umsturzversuch wurde der Präsidentenpalast in Nikosia (Lefkoşa) unter
schweren Beschuss genommen. Makarios entkam nur durch einen Zufall dem Tod. Das
zypriotische Grundgesetz wurde mit Füssen getreten und Nikos Samson kam an die
Macht. Daraufhin machte die Türkei am 20. Juli von ihrer Pflicht als Garantiemacht
gebrauch und griff auf der Insel ein.”
Durch die Berufung durch das Wirtschaftsministerium und dem Urteil des
Berufungsgerichtes das den türkischen Eingriff rechtfertigte und Griechenland als
Hauptverantwortlicher darstellte, brachte den damaligen Verteidigungsminister
Evangelos Averof in eine brenzlige Situation, die ihn zum Handeln zwang.
In einem Geheimen Schreiben des Verteidigungsministerium vom 12.06.1979 mit der
Kennung F-800/109-B5849 wurde das Wirtschaftsministerium gebeten den Hinterbliebenen
des Flugzeugabschusses ohne Aufsehen entsprechenden Schadenersatz zu zahlen und
keine Berufung mehr in der Sache einzulegen.
Die Versuche Evangelos Averofs’ einem Mitbegründer der EOKA [Griechisch-Zypriotische
paramilitärische Terrororganisation, Anm. d. Red.], zu Verhindern das die Ursachen
der Zypern-Krise ans Tageslicht gebracht werden führten zwischen der griechischen
Regierung und ihrer Justiz zu heftigen Meinungsverschiedenheiten. Am Ende konnte
sich die Regierung durchsetzen und folgendes Schreiben mit der Unterschrift von
Premierminister Karamanlis ging an das Justizministerium:
“Bevor ein Zypern anbelangender Prozess eröffnet wird, sind Informationen an die
Regierung zu liefern und ohne deren Zustimmung nicht zu verhandeln. Nationale
Interessen, die zur türkischen Besatzung führten, verhindern die Verurteilung der
Verantwortlichen auf Ewig.”
Die Reaktion der griechischen Justiz war heftig. Das Schreiben Nummer 14289/78 an
Premier Karamanlis reichte aus um den Ministerpräsidenten Wütend zu machen.
Das Schreiben hatte folgenden Inhalt:
“Die Wahrung der Bevölkerung ist mit der Ergründung der Wahrheit möglich. Keine
Macht kann der Justiz verbieten die wahren Schuldigen herauszufinden.”
Es kommt Athen zugute das die Wahrheit um Zypern für immer im Dunklen bleibt. Auf
diese Weise wurde verhindert das Personen, die selbst heute an der Regierung
beteiligt sind als “Vaterlandsverräter” verurteilt wurden und Griechenland weiterhin
eine Propaganda gegen die Türkei führen konnte die den Nachbarn als “Besatzer”
darstellt.
Wie konnte ein Griechenland das seiner nationalen Interessen wegen die eigene Justiz
verhinderte auf Zypern gerecht handeln?
Die ganze Welt müsste und sollte inzwischen wissen das die griechische
Zypern-Politik auf der “Enosis” [Vereinigung aller Griechen, Anm. d. Red.] basiert.
Die türkische Seite allerdings muss nicht um die physische Verwirklichung des
Enosis-Plans fürchten. Denn diese wurde in Anbetracht der türkischen
Entschlossenheit auf ewig verworfen. Trotz allem sehen wir uns auch hier mit einer
psycho-soziologischen Wahrheit konfrontiert welche als der wichtigste Punkt auftritt
welcher den Frieden zwischen den Völkern verhindert. Nach Ansicht mancher
Psychologen ist auch im Bewusstsein von Nationen, wie bei einzelnen Individuen auch,
Platz für nur ein Ziel. Deshalb wird das Bewusstsein der Südzyprioten keinen Platz
für andere Ziele bieten, solange das Ideal der Enosis verfolgt wird. Dabei erwartet
man von den Zyprioten ein Leben unter einem gemeinsamen Dach, miteinander. Doch ist
es nicht Möglich den Wunsch nach der Enosis und einem gemeinsamen Leben mit der
türkischen Seite nach den Regeln der menschlichen Funktionsweise unter ein
gemeinsames Dach zu bringen.
Während man zum gemeinsamen Zusammenleben der Parteien auf Zypern voraussetzt das
sie beide Willen, Ehrgeiz und Hartnäckigkeit an den Tag bringen als einzige
Möglichkeit eines dauerhaften Friedens auf Zypern vorgebracht werden, sollte man
primär daran denken den Enosis-Gedanken aus den Köpfen der Südzyprioten zu
verbannen.
Seit den Züricher und Londoner Abkommen aus dem Jahr 1960 waren die Vorgehensweisen
der Machthaber in Griechenland auf ihrem Weg zum Enosis-Ideal stets sehr
unterschiedlich. Doch das Ideal blieb identisch. Die Bereinigung der Insel von den
Türken. Hätte dir Türkei unter die Züricher-Londoner – Abkommen nicht ihre
Unterschrift als Garantiemacht gesetzt wäre es zweifellos zur Vereinigung ganz
Zyperns mit Griechenland oder zu einem Krieg zwischen Griechenland und der Türkei
gekommen.
Die Beziehung Griechenlands zur zypriotischen Orthodoxie war noch nie besonders gut.
Die Machthaber in Griechenland hatten drei Mord- und vier Putschversuche gegen den
Patriarchen Makarios eingeleitet. Makarios selbst wiederum hatte
Terrororganisationen gegen die Machthaber in Griechenland gegründet und selbst
Mordversuche angezettelt.
Die Unten aufgeführten Vorkommnisse verdeutlichen weshalb die Zypern-Türken
Griechenland und den Südzyprioten misstrauen. Die Konsequenzen der Reibereien
zwischen Athen und den Südzyprioten mussten stets die Türken auf der Insel tragen.
Das ist der Hauptgrund weshalb sie ihre eigene Souveränität anstreben.
Die Aktionen Griechenlands auf der Insel können wie folgt aufgelistet werden:
Die Erste Operation; scheiterte 1970. Die trug den Namen “Ermis”. Der griechische
Oberst Dimitrios Papapostolu trug die Leitung des Unternehmens. Bei der Operation
gegen Makarios war der zypriotische Innenminister Polikarpos Yorgacis auf Seiten
Griechenlands involviert.
Die Zweite Operation; dabei sollte wie nach dem “Ermis-Plan” Makarios ermordet und
an seine Stelle Polikarpos Yorgacis als Führer der orthodoxen Christen eingesetzt
werden. Makarios sollte dabei von Angehörigen des “Nationalen Miliz” getötet werden,
welche von festland-griechischen Offizieren geleitet wurde. Am 8. März 1970
eröffneten zwei griechische Agenten von einem Dach gegenüber dem Präsidentenpalast
das Feuer auf den Helikopter Makarios’ und brachten ihn zum Absturz. Doch dieser
hatte Glück und entging knapp dem Tod.
Dritte Operation; wurde vom EOKA-Führer General Grivas geleitet und trug den Namen
“Spinne”. Hauptmann Loizos Hristodulidis wurde mit der Ermordung Makarios’
beauftragt. Das Unternehmen wurde in der Nachrichtenzentrale der “Nationalen Miliz”
geplant und sollte in der Nacht vom 14. aus den 15. Februar 1972 durchgeführt
werden. Doch hatte Makarios in jener Nacht eine grosse Demonstrationsveranstaltung
gegen die USA in die Wege geleitet, weshalb sich viele Zyprioten auf den Strassen
befanden. Dies verhinderte die Durchführung des Mordplans.
Die vierte Operation gegen Makarios wurde wieder von General Grivas unter dem
Decknamen “Apollon” geleitet. Der Putsch sollte am 16/20. Februar 1973 durchgeführt
werden. Nach dem Plan sollte die EOKA-B und die Nationale Mıliz acht bis zehntausend
Reservisten einberufen. Die Waffendepots der Polizei sollten angegriffen und
geplündert, die Waffen an Zıvile EOKA-Anhänger ausgeteilt werden. Die Operationen
sollte in zwei Phasen vollzogen werden. Die Erste bekam den Namen “Blitz”, die
Zweite “Erdbeben”. Parallel dazu sollte der Chef der griechischen Militärpolizei,
General Yoannidis, gegen den Führer der Militärjunta in auf dem griechischen
Festland, Oberst Yorgo Papadopulos putschen. Yoannidis hatte in Griechenland
Papadopulos bereits entmachtet als ein Teil der griechischen Seestreitkräfte einen
Aufstand gegen die Putschisten durchführte und damit auch das Unternehmen auf Zypern
scheitern liess.
Die Fünfte Operation der griechischen Soldaten auf der Insel gegen Makarios; war der
am 15. Juli 1974 in die Wege geleitete “Apollon”-Plan mit dem klaren Ziel der
Enosis, nämlich der Vereinigung Griechenlands mit Gesamt-Zypern. Dabei hatten
EOKA-Einheiten, die von griechischen Offizieren angeführt – die meisten unter ihnen
an den gescheiterten Putschversuchen gegen Makarios beteiligt und auf der Flucht,
hatten viele Makarios-Anhänger bereits ermordet.
Innerhalb der griechischen Militärführung wurde die geheime Einheit “K” gegründet,
die das Ziel hatte Makarios zu beseitigen.
Nach all diesen gefährlichen Spielen glaube ich nicht, dass irgendjemand von einer
“Besetzung” Seitens der Türken sprechen sollte. Und ich erachte es als Sinnvoll es
noch einmal zu betonen: das Ziel des gesetzlich legitimen Eingreifens der Türkei auf
der Insel war es, Leben und Gut der türkischen Zyprioten zu sichern. Sobald dies
zweifelsfrei Gesichert ist, wird die Mission der Türkischen Armee auf der Insel
beendet sein.