PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Parlamentswahl in Kirgistan



Yabgu
17.12.07, 13:47
Präsidentenpartei liegt in Führung


http://img170.imageshack.us/img170/7027/kirgistan8vgross4x3so1.jpg
Kirgistans Präsident Bakijew bei der Abgabe seiner Stimme zur Parlamentswahl in der Hauptstadt Bischkek.

Im zentralasiatischen Kirgistan haben die Anhänger von Präsidenten Kurmanbek Bakijew haben die Parlamentswahl nach ersten Ergebnissen klar gewonnen.Nach Auszählung von 70 Prozent der Stimmen lag ihre Partei Ak Jol (türk. Akyol) bei knapp 46,7 Prozent, teilte die Zentrale Wahlkommission mit. Demnach kam die Oppositionspartei Ata Meken unter Führung von Ex-Parlamentspräsident Omurbek Tekebajew lediglich auf 9,7 Prozent. Alle anderen Parteien hatten zu diesem Zeitpunkt die notwendige Fünf-Prozent-Hürde noch nicht überwunden. Eine Vertretern der Wahlkommission sagte, es sei noch viel zu früh, um zu sagen, wie viele der 90 Parlamentssitze auf die Opposition entfielen - oder ob diese überhaupt Sitze bekomme.
Nachwahlbefragungen des als regierungsnah geltenden Binom-Instituts hatten zunächst suggeriert, Bakijews Partei habe mit 63 Prozent der Stimmen einen Erdrutschsieg verbucht und ziehe damit möglicherweise als einzige ins Parlament ein.

Parteien werfen sich gegenseitig Fälschung vor

http://img132.imageshack.us/img132/4118/wahlbt6.jpg
Vorbereitungen in einem Wahllokal in Gornaya Maevka, 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bischkek

Die Opposition hatte der Regierung im Wahlkampf massive Einschüchterungsversuche vorgeworfen. Am Wahltag beschuldigten sich die Anhänger der großen Parteien gegenseitig der Manipulation. Ak-Jol-Aktivisten behaupteten, die anderen Parteien versuchten, Stimmen zu kaufen. Die Opposition wiederum erklärte, die Anhänger Bakijews hätten mehrmals abgestimmt und zusätzlich bereits ausgefüllte Stimmzettel in die Wahlurnen gesteckt. Internationale Beobachter äußerten ebenfalls Zweifel, ob die Abstimmung frei und
fair verlaufen sei.Bei der Parlamentswahl traten Kandidaten aus zwölf Parteien an. Nach mehreren Verfassungsänderungen in diesem Jahr will der Präsident aus Sicht von Beobachtern mit der Wahl seine Machtbasis festigen.



Opposition bleibt außen vor

Bakijew sei ein typischer Vertreter der sowjetischen Nomenklatura mit mangelhaftem Demokratieverständnis, sagt Viktoria Panfilowa, Expertin für Zentralasien bei der russischen Zeitung "Nesawissimaja Gaseta". Die Opposition sei praktisch vom Wahlkampf ausgeschlossen worden.
Sollte ein Sieg von Bakijews Partei mit massiven Fälschungsversuchen verbunden werden, sagen ihm manche Beobachter das Schicksal seines Vorgängers Askar Akajew voraus. Im März 2005 vertrieb die Opposition den langjährigen Präsidenten in der sogenannten Tulpenrevolution aus dem Amt. Seitdem streiten die Eliten des Landes um Einfluss. Nach Einschätzung von Beobachtern verhindern zunehmende Korruption und Vetternwirtschaft sowie der Einfluss der Organisierten Kriminalität die Entwicklung Kirgistans, des ärmsten Landes der früheren Sowjetunion.


Drei Verfassungsänderungen in einem Jahr

In den vergangenen zwölf Monaten hat Kirgistan drei Verfassungsänderungen erlebt - jeweils mit einer neuen Machtbalance zwischen Parlament und Präsident. Ob die Opposition die Kraft hatte, ihre Anhänger zu mobilisieren, wurde vor der Wahl bezweifelt. "Das Volk ist zwar unzufrieden mit Bakijew und seiner Politik. Aber die Menschen sind nach den Protesten der vergangenen Jahre müde", sagte Panfilowa. Bakijew werde große Kundgebungen in der Hauptstadt Bischkek außerdem nicht zulassen.
Die Wahl wurde im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) von 270 Wahlఇbeobachtern verfolgt. Insgesamt 2,7 Millionen der 5,3 Millionen Kirgisen waren zur Stimmabgabe berechtigt.

Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/kirgistan6.html

Der Schakal
17.12.07, 19:32
In Nord-Kirgistan missionieren die Christen ziemlich stark.

easydogi
17.12.07, 22:19
In Nord-Kirgistan missionieren die Christen ziemlich stark.

Und?

Flagellum Dei
18.12.07, 00:25
Akayev ("Agaoglu") ist nicht vertrieben worden, wie im Artikel suggeriert wird, er hat selbst seinen Hut genommen, als er merkte, dass er nicht mehr erwünscht ist; er hat dadurch Rückgrat, Feingefühl und demokratische Kultur bewiesen, im Gegensatz etwa zum durchgeknallten Niyazov, oder zu Islam Kerimov (der übrigens Tadschike ist!) , welcher Protestierende einfach zusammenschiessen liess.

Carlito
18.12.07, 00:43
Akayev ("Agaoglu") ist nicht vertrieben worden, wie im Artikel suggeriert wird, er hat selbst seinen Hut genommen, als er merkte, dass er nicht mehr erwünscht ist; er hat dadurch Rückgrat, Feingefühl und demokratische Kultur bewiesen, im Gegensatz etwa zum durchgeknallten Niyazov, oder zu Islam Kerimov (der übrigens Tadschike ist!) , welcher Protestierende einfach zusammenschiessen liess.
Wo kann man sich eigentlich generell über das Tagesgeschehen in den zentralasiatischen Republiken informieren? Deutsche oder türkische Quellen geben da nicht viel her.

Ich finde es schon komisch, dass unsere Presse diese Region weitesgehend ignoriert.

Tam
18.12.07, 00:49
Wo kann man sich eigentlich generell über das Tagesgeschehen in den zentralasiatischen Republiken informieren? Deutsche oder türkische Quellen geben da nicht viel her.

Ich finde es schon komisch, dass unsere Presse diese Region weitesgehend ignoriert.


Hier ist eine Auswahl auf Englisch:

http://www.newspaperindex.com/de/Zeitungen/Kirgisistan

Eine andere Quelle für Zeitungen weltweit:

http://www.kidon.com/media-link/kg.php

:)

kadirpasa
18.12.07, 00:54
Wo kann man sich eigentlich generell über das Tagesgeschehen in den zentralasiatischen Republiken informieren? Deutsche oder türkische Quellen geben da nicht viel her.

Ich finde es schon komisch, dass unsere Presse diese Region weitesgehend ignoriert.

nicht nur die presse.
auch unsere politiker.
vor allen unter a.necet sezer hatten wir keine nennenswerte entwicklungen in der kaukasus-und zentralasienpolitik.
abdullah gül,hat sofort spürbare akzente gesetzt in der hinsicht,und das in den ersten 3monaten.bravo........

Carlito
18.12.07, 01:06
@Tam

Vielen Dank für die Links. :)



nicht nur die presse.
auch unsere politiker.
vor allen unter a.necet sezer hatten wir keine nennenswerte entwicklungen in der kaukasus-und zentralasienpolitik.
abdullah gül,hat sofort spürbare akzente gesetzt in der hinsicht,und das in den ersten 3monaten.bravo........
Wieso hat denn Sezer nichts in dieser Richtung unternommen? Ist ihm nicht bewusst, welche bedeutende Rolle diese Region in naher Zukunft spielen wird?

Unabhängig davon, finde ich einen kulturellen austausch notwendig. Wir wissen kaum was über sie und haben kaum kontakt. Man muss nicht immer Geld, Macht oder strategische Vorteile im Auge haben. Das interessiert mich alles nicht. Ich bin neugierig auf die Menschen, mit denen ich Verwandt bin.


Hayatin her kösesine girmis birkere bati özentisi. Orta asyada ne olur ne gider haberimiz bile yok.

kadirpasa
18.12.07, 14:26
@Tam

Vielen Dank für die Links. :)



Wieso hat denn Sezer nichts in dieser Richtung unternommen? Ist ihm nicht bewusst, welche bedeutende Rolle diese Region in naher Zukunft spielen wird?

Unabhängig davon, finde ich einen kulturellen austausch notwendig. Wir wissen kaum was über sie und haben kaum kontakt. Man muss nicht immer Geld, Macht oder strategische Vorteile im Auge haben. Das interessiert mich alles nicht. Ich bin neugierig auf die Menschen, mit denen ich Verwandt bin.


Hayatin her kösesine girmis birkere bati özentisi. Orta asyada ne olur ne gider haberimiz bile yok.

a.necdet sezer hat genauso wenig unternommen wie die jetzige und auch ehemalige regierungen.
bisher war die türkische staatspolitik viel zu passiv in der hinsicht.
auch in den versuchen eine ernsthafte türkische union zu bilden verlieren wir langsam,meiner meinung nach,die "vorreiterrolle" an die kasaken.
daher finde ich es wichtig das a.gül als staatspräsident zu beginn seiner amtszeit wichtige akzente in der richtung gesetzt hat.
sein erstes auslandsbesuch war baku.
das sind alles positive signale die mir hoffnung machen,das wir in den beziehungen mit unseren brüderstaaten voran kommen.

PS:einige intellektuelle hatten spekuliert das a.gül seine erste auslandsreise in s.arabien oder lybyen machern würde......:buuh:

Der Schakal
18.12.07, 20:15
Und?

Wie Und?

Carlito
18.12.07, 20:23
auch in den versuchen eine ernsthafte türkische union zu bilden verlieren wir langsam,meiner meinung nach,die "vorreiterrolle" an die kasaken.

Müssen wir überhaupt der Vorreiter sein? Wenn wir so tun als seien wir dazu erkoren den anderen Vorschriften machen zu können, wird es so einen Bund sowieso nie geben. Wenn schon müssten alle auf gleicher Augenhöhe sein. Sonst können wir auch weiterhin den Schosshund gewisser Mächte weiterspielen. Was mich stört sind ja diese unverhältnismässigen Beziehungen, zugunsten der Anderen. Warum sollen wir anderen etwas zumuten, von dem wir uns befreien wollen?

Zaten Türkiye fazla yol aldi. Yakinda frene basar birileri. Bukadar Özgür olmamiz herkesin hosuna gitmiyor. Birileride kücük olsun benim olsun hevesinde.

kadirpasa
18.12.07, 21:20
Müssen wir überhaupt der Vorreiter sein? Wenn wir so tun als seien wir dazu erkoren den anderen Vorschriften machen zu können, wird es so einen Bund sowieso nie geben. Wenn schon müssten alle auf gleicher Augenhöhe sein. Sonst können wir auch weiterhin den Schosshund gewisser Mächte weiterspielen. Was mich stört sind ja diese unverhältnismässigen Beziehungen, zugunsten der Anderen. Warum sollen wir anderen etwas zumuten, von dem wir uns befreien wollen?

Zaten Türkiye fazla yol aldi. Yakinda frene basar birileri. Bukadar Özgür olmamiz herkesin hosuna gitmiyor. Birileride kücük olsun benim olsun hevesinde.

yanlis anlasilmak istemiyorum.bu konuda önderligi illahi biz yapalim demiyorum,fakat gönül iste, bunu arzuluyor.
demek istedigim,sanki kazak hükümeti suan sanki daha samimi ve somut adim atmaya calisiyorlar.bana daha aktif gibi geliyorlar bu konuda.bu da tabi sevindirici bir hushus!
ayrica öyle vorschriftle morschriftle olacak is degil.öyle bir sey isteyende yoktur herhalde!
her aday ülke birbirinin egemenligine saygili olmasi ve ic islerine karismamasi gerekiyor.
hedef, SIKI ekonomik ve kültürel isbirligi ile uluslararasi siyasi platformda agirligini his ettirebilen bir TÜRK BIRLIGI!

easydogi
18.12.07, 21:24
Wie Und?

Na und?
Lass sie doch missionieren. Zwingt doch niemanden die Kirgisen zum Christentum zu übertreten.
Wenn sie es wollen, sollen sie es doch.

kadirpasa
18.12.07, 21:31
Na und?
Lass sie doch missionieren. Zwingt doch niemanden die Kirgisen zum Christentum zu übertreten.
Wenn sie es wollen, sollen sie es doch.

dieses "problem" gibt es z.b. auch in kasachstan und uzbekistan.
in kasachstan ist es soweit gekommen,das die regierung mit neuen gesetzen versuchen will die missionierung einzudämmen.
ich kenne die genauen fakten nicht,aber anscheinend ist es langsam unangenehm geworden.daher die neuen gesetzesplanungen.