Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Türkische Medien in Deutschland
DIE ZEIT
24/2005
Alles Verräter
Die Deutschlandausgabe der Zeitung »Hürriyet« macht Stimmung gegen kritische Deutschtürken
Von Cem Özdemir
Türkische Medien erfreuen sich in Deutschland großen Zuspruchs. Dazu zählen zahlreiche türkische Fernsehsender, die über Satellit empfangen werden, aber auch türkische Zeitungen, die in Deutschland als Europaausgabe erscheinen. Warum informieren sich türkische Migranten auch nach mehreren Generationen aus Medien des Herkunftslandes (der Eltern und Großeltern)?
Die erste Einwanderer-Generation interessiert sich für Entwicklungen in der alten Heimat, die sie regelmäßig besucht. Neueinwanderer sind in der Regel allein schon aus sprachlichen Gründen darauf angewiesen, türkische Medien zu nutzen. Angehörige der jüngeren Generation, falls des Türkischen überhaupt noch mächtig, schlagen eher die Sportseiten auf. Manche pflegen bewusst ihre Transnationalität und interessieren sich gleichermaßen für Deutschland und die Türkei. Wieder andere fühlen sich in Deutschland kaum zu Hause und blicken deshalb auf die Türkei.
Die mit Abstand meistgelesene türkischsprachige Tageszeitung in Deutschland ist Hürriyet (»Freiheit«) mit Redaktionssitz im hessischen Neu-Isenburg. Die verkaufte Auflage liegt in Deutschland bei etwa 53000, die Zahl der Leser ist weit größer. Es sind keineswegs nur türkische Nationalisten, auch gemäßigt Konservative, Liberale und Linke finden sich darunter. In der Türkei ist Hürriyet das auflagenstärkste Blatt. Im Unterschied zur Originalausgabe enthält der in Deutschland erscheinende Druck einige Sonderseiten zu Europa, mit Schwerpunkt Deutschland. Hürriyet kann hierzulande kaum ignoriert werden: 38 Prozent der befragten Türkischstämmigen gaben in einer Umfrage des Bundespresseamtes aus dem Jahr 2001 an, die Zeitung zu lesen. Der Anteil der Leser anderer Zeitungen wie Türkiye oder Milliyet lag unter 10 Prozent. Die Boulevardzeitung pflegt eine populistische Berichterstattung, die ihre Spuren im Meinungsspektrum der deutschen Türken hinterlässt und mitunter an Bild erinnert. Deren Chefredakteur Kai Diekmann sitzt übrigens im Beirat von Hürriyet.
Kürzlich startete Hürriyet eine deutschlandweite Kampagne: »Gegen häusliche Gewalt«. Diese Kampagne des Stammkonzerns der Hürriyet, der in Istanbul ansässigen Dogan-Media Group, lief bereits erfolgreich in der Türkei.
Hürriyet wollte für die Kampagne auch die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes mit ins Boot holen – die lehnte jedoch ab. Auch die Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD), als Schirmherrin angefragt, war nicht für das eigentlich ehrenwerte Vorhaben zu gewinnen. Es ist klar, worauf sich die Bedenken gründen: Angesichts der Diffamierungskampagne der Zeitung gegen türkischstämmige Frauenrechtlerinnen in Deutschland, die ebenjene Gewalt gegen Frauen in türkischen Familien zum Thema machen, scheint es mehr als zynisch, gleichzeitig in derselben Zeitung eine Kampagne gegen häusliche Gewalt zu starten. Die drei türkischstämmigen Publizistinnen Seyran Ates, Necla Kelek und Serap Cileli fühlen sich mittlerweile durch die anhaltend hetzerische Berichterstattung der Hürriyet persönlich bedroht. Anlässlich des Internationalen Frauentags schrieb die Zeitung in Reaktion auf den Ehrenmord an der Berlinerin Hatun Sürücü: »Die Beteiligung einiger unserer Frauen an der Propaganda der deutschen Medien und bestimmter Personen hat Unruhe verursacht« (Hürriyet vom 10.3.2005).
Hürriyet hält sich dabei an ein bewährtes Muster der Diffamierung. Die Abweichler aus den eigenen Reihen müssen aufgespürt und bloßgestellt werden, nach dem Motto »Entweder du bist für oder gegen uns«. Erst werden die Leserinnen und Leser aufgehetzt gegen die vermeintlichen Nestbeschmutzer. In folgenden Ausgaben dürfen sich dann »ehrenwerte« Mitglieder der Community ebenfalls über die »Verräter« empören. Türkischstämmige Journalisten, Politiker und Intellektuelle bekommen von der Hürriyet einen Stempel aufgedrückt, der qualifiziert, ob jemand ein Nestbeschmutzer ist, ob man zu denen gehört, die die Türkei oder Türken öffentlich kritisieren.
Auch in der Debatte um türkische Verbrechen an den Armeniern 1915/16 tut sich das Blatt durch einseitigen Populismus hervor. Jeder, der die offizielle türkische Linie (»Es war kein Völkermord«) infrage stellt, wird scharf attackiert. So wurden türkischstämmige Berliner Abgeordnete in der Zeitung mit der Frage an den Pranger gestellt: »Warum schweigt ihr zum angeblichen Völkermord?« (Hürriyet, 19.4.2005) Im Falle der Vorstandsmitglieder des Türkischen Bunds Berlin-Brandenburg (TBB) reichte bereits ein Abendessen mit dem falschen Gast für tagelange Angriffe. Der TBB habe bisher zu der Debatte »geschwiegen«, so Hürriyet. Bei dem »geheimen Abendessen« mit dem türkischen Historiker Halil Berktay, der den Genozid-Vorwurf »verteidigt«, habe die Organisation jedoch ihr wahres Gesicht gezeigt: Das Spiel des TBB titelte Hürriyet in der Europaausgabe (20.4.2005). Dabei handelte es sich schlicht um ein informelles Essen, das anlässlich einer Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung zur Armenier-Debatte in einem Berliner Restaurant stattfand. Halil Berktay, die Person des Anstoßes, ist zudem ein Historiker von internationalem Rang. Berktay stellt allerdings die offiziellen Thesen infrage und fordert damit das türkisch-nationalistische Establishment heraus.
Es war eigentlich zu erwarten, dass die Annäherung der Türkei an das liberale Europa zu einer seriöseren Berichterstattung der Hürriyet führen würde. Doch was für andere in Deutschland verlegte türkischsprachige Zeitungen, wie etwa die islamisch-konservative Zaman, durchaus gilt – nämlich ein Prozess der Öffnung und Liberalisierung –, ist bei der Hürriyet nur Kosmetik. Früher berichtete das Blatt in extremer Form über deutsche Politiker und Wissenschaftler. Deutscher Protest bei der Chefredaktion und dem Verleger hatte Erfolg: Der damalige Macher und Hauptagitator der Europaausgabe, Ertug Karakullukcu, musste seinen Posten räumen. Allerdings wurde er nicht etwa fallen gelassen, sondern im Mutterblatt in Istanbul untergebracht.
Die neue Garde in der deutschen Redaktion begann mit einer Charmeoffensive und versprach, dass Kampagnenjournalismus und offene Drohungen der Vergangenheit angehörten. Das war nicht nur Rhetorik, die neue Redaktion ließ tatsächlich Taten folgen. Auch ich wurde nicht mehr als »Spinne«, als »Dolch im Rücken« oder »Feind der Türken« bezeichnet. Das war damals ein großer Schritt für die Hürriyet – von seriösem Journalismus ist die Zeitung allerdings immer noch weit entfernt.
Nach wie vor gibt es bemerkenswerte Unterschiede zwischen der in der Türkei und der in Europa erscheinenden Ausgabe. Zwar ist Hürriyet in der Türkei grundsätzlich bemüht, sich nicht allzu weit von der offiziellen Staatsdoktrin zu entfernen, und versteht sich gewissermaßen als Stimme des Staates – wohlgemerkt nicht der Regierung. Doch spielen Kolumnisten eine herausragende Rolle, und so kann es durchaus geschehen, dass der eine oder andere die Zeitung als »liberales Testlabor« nutzt, um heikle Themen wie die Situation der Kurden, der Armenier, das Kopftuchverbot oder Zypern anzusprechen. In der in Deutschland erscheinenden Ausgabe ist man jedoch ganz besonders darum bemüht, die türkische Fahne zu schwenken: Sobald die Türkei kritisiert wird, steht Hürriyet Gewehr bei Fuß.
Trotz alledem tritt Hürriyet für den EU-Beitritt der Türkei ein. Nur warum tut sie mit ihrer Berichterstattung alles dafür, dass ihre türkischen Leser in Deutschland den Eindruck gewinnen, sie befänden sich in Feindesland? Es wäre wünschenswert, dass sich die Zeitung mit demselben Eifer, mit dem sie ihren Kampagnenjournalismus betreibt, für die Integration türkischstämmiger Migranten einsetzt – allein eine sachliche Berichterstattung wäre hierfür schon hilfreich. Oder befürchtet Hürriyet etwa, die zunehmende Integration würde dazu führen, dass sie ihre Leserschaft verliert?
http://zeus.zeit.de/text/2005/24/H_9frriyet-t_9frk_Medien
bu artikeli yazan herkimse, bircok yanlislar yapmis.
1-hürriyet gazetesinin merkezi neuisenburg/zeppelinheimdan tasinali yillar oldu..su anda mörfelden/waldorfta.
2-hürriyet/dogan medya, avrupanin en modern baski tesislerini kurdu ve bizzat alman basbakani acilisina katildi.
3-bu nasil mantiktir..ermeni meseleinde, taraf tutarak, ermenileri savununca birsey olmuyor ama türkiyenin tarafini tutunca súc oluyor.
4-bu yaziyi yazan yazar ve bu yaziyi newsletter olarak her tarafa gönderen(bana da geldi) Cem Özdemir, türklein hangi meselesinde dogru dürüst türklerin hukukunu savundu? yani, türklerin hukukunu savunan, ve bunu gayet güzel yapan hürriyet, böyle davraninca kötü oluyor...
5-cem özdemir, türkiyenin bircok meselesini bilmiyor ama türkiye hakkinda cene yapmayi cok seviyor..
Partnerland Türkei: Medienghetto oder Integration?
(05. Juli 2005) Die Türkei ist in diesem Jahr das offizielle Partnerland des medienforum.nrw. Deshalb stellt sich die Frage: Inwieweit sind Medien für Integration verantwortlich und inwieweit helfen sie bei der Integration?
In der Diskussion um türkische Fernsehprogramme in deutsche Kabelnetzen wird immer wieder angeführt, dass türkisch-sprachige, sowie auch bilinguale Fernsehprogramme zu sogenannten Medienghettos führen würden. Als "nicht haltbar" weist Publizistik- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß diesen Vorwurf zurück: In Deutschland lebende Türken würden ihr TV Verhalten nicht ändern und auch in Deutschland zwischen den verschiedenen TV-Programmen hin und her schalten. Insofern isoliere ein türkisches TV-Programm die Zielgruppe keinesfalls.
Dr. Gualtiero Zambonini (WDR) konnte diese These nur unterstützen: Durch eine WDR-Studie sei eindeutig festgestellt worden, dass türkische Familien deutsche TV-Programme ebenso intensiv nutzen würden, wie türkische.
Ohnehin war der Grundtenor der Paneldiskussion eher der, dass es sich die türkischen Medien nahezu auf die Fahnen geschrieben zu haben scheinen, die Integration von Türken in Deutschland voranzutreiben. Mit bilingualen Angeboten versucht der Sender TGRT EU beispielsweise die Integration und insbesondere das Erlernen der deutschen Sprache für Türken zu erleichtern. Deutsche Untertitel in türkischen Serien sind nur ein Beispiel. Es ist geplant in Zukunft auch die Nachrichten des Senders auf Deutsch zu senden.
Auch thematisch würden in Deutschland erhaltbare, türkische Medien versuchen die Integration zu fördern: Durch spezielle Berichterstattung zu aktuellen Themen aus Deutschland, wie beispielsweise Arbeitsmarktpolitik oder Rentenreformen versuche man den in Deutschland lebenden Türken Hilfe bei der Integration zu leisten.
Allerdings seien diese Bemühungen keinesfalls einseitig, wie Dr. Gualtiero Zambonini (WDR) betonte: Gerade der WDR lege großen Wert auf sein multikulturelles Programm "Cosmo TV". Ebenfalls erklärte Zambonini, dass es dem WDR äußerst wichtig sei auch in Zukunft verstärkt Mitarbeiter mit "multikulturellem Hintergrund" einzustellen. Ziel dessen sei es, die türkischen Mitbürger in den Medien präsenter zu machen und sie generell als Mitglied der Gesellschaft wahrzunehmen.
Beide Seiten - deutsche, wie türkische Medien - mussten eingestehen, dass sie möglicherweise über die Jahre ein kritikwürdiges Bild von Deutschland, bzw. von Türken gezeichnet hätten, welches es gelte zu korrigieren.
Interessant sei laut Zambonini die Entwicklung der eigenen Auffassung der Aufgabenbereiche zu betrachten: War es vor einigen Jahren noch so, dass die deutschen Medien sich als Korrektiv für den türkischen TV Markt sahen, sähen sich heute die türkischen Medien als Korrektiv für das Bild, dass die deutschen Medien von Türken geschaffen hätten.
http://dwdl.de/article/news_19600.html
Dem kann ich nur zustimmen. Sobald das türkische TV langweilig wird, schalte ich um auf Deutsch (wenn ich überhaupt TV sehe) und umgekehrt.
Und es wimmelt geradezu nur so vor Sendungen aus Deutschland bzw. über deutsche Themen.
Eine Zeitung mit zwei Gesichtern
Integration oder Bildung einer Parallelgesellschaft? Die Rolle türkischer Medien in Deutschland ist umstritten
VON MARKUS DUFNER
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
http://www.fr-aktuell.de/_img/_cnt/_online/050718_fme_turkish_ap_teaser.j pg (http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/medien/?sid=f07918cda48e609970407f024 eff713e&client=fr&cnt=700732&src=174009)http://www.fr-aktuell.de/_img/fr/lupe.gif Die liberal-konservative Tageszeitung Hürriyet (Freiheit) (ap) (http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/medien/?sid=f07918cda48e609970407f024 eff713e&client=fr&cnt=700732&src=174009)
In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr türkischsprachige Zeitungen und Fernsehsender in Deutschland etabliert. Politiker, Medienwissenschaftler und Journalisten sind sich nicht einig, ob diese Medien zur Integration der in Deutschland lebenden Türken beitragen oder ob sie eher der Bildung einer türkischen Parallelgesellschaft Vorschub leisten. Klar scheint zumindest eines: Die Türken in Deutschland leben nicht in einem medialen Getto, sondern sie nutzen neben türkischsprachigen auch deutsche Medien.
Hürriyet, Milliyet, Türkiye und einige weitere türkische Tageszeitungen erreichen in Deutschland eine Auflage von 200 000 Exemplaren. Daneben gibt es mehrere Wochen- und Monatszeitschriften. Untersuchungen zufolge lesen rund 55 Prozent der 2,5 Millionen in Deutschland lebenden Türken nur türkischsprachige Zeitungen. Die meisten dieser Medien beziehen ihren Mantel aus der Türkei. In Deutschland lebende Redakteure produzieren zusätzlich Europa- oder Deutschlandseiten.
Heimat via Satellit
Auch die Fernseh- und Radiosender in türkischer Sprache haben ihre Zentrale am Bosporus. Fast jeder türkische Haushalt verfügt über eine Satellitenanlage, mit der diese Programme aus der Heimat empfangen werden können. Schätzungen zufolge sieht die Hälfte der Türken in Deutschland täglich mehr als drei Stunden fern.
Für den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch ist der angebliche einseitige Medienkonsum der türkischen Mitbürger Anlass zur Sorge. Diese Situation sei ein Zeichen dafür, so der CDU-Politiker, dass die Türken in einer völlig anderen Welt - weit weg von der deutschen Gesellschaft - leben.
"Die Aufgabe der türkischen Medien ist nicht die Integration der Türken in Deutschland", halten Gürsel Köksal, Redakteur von Milliyet, und sein Kollege Kemal Calik vom Deutschen Fachverlag dieser Politiker-Sicht entgegen. Sie verstehen es als ihre Hauptaufgabe, die türkischen Leser mit aktuellen, interessanten Informationen zu versorgen. "Selbstverständlich sollte guter Journalismus dazu beitragen, dass sich Türken aktiv als freiheitsliebende, kritische und informierte Mitbürger an dem Leben in Deutschland beteiligen", ergänzen die Redakteure.
Die Bemühungen türkischer Medien um Integration sind allgegenwärtig: Deutsch-Kurse für die Migranten aus Ankara und Istanbul, spezielle Zeitungs-Beilagen für die in Deutschland geborenen Türken, Berichte über deutsche Kulturlandschaften wie den Bodensee, türkische TV-Serien mit deutschen Untertiteln, Fernseh-Diskussionen zu Integrationsfragen mit deutschen Experten.
Um Integration bemüht sind auch verschiedene türkische Fernsehsender, die eine Zusammenarbeit mit deutschen Partnern suchen. So beabsichtigt etwa TRT einen stärkeren Programmaustausch mit dem ZDF. Der Sender TGRT Europa verfügt über eine deutsche Sendelizenz und will gar ein deutsch-türkisches Vollprogramm aufbauen, das über Satellit und digital in den deutschen Kabelnetzen empfangen werden kann.
Bei der nach eigener Einschätzung liberal-konservativen Tageszeitung Hürriyet (Freiheit) gibt es Unterschiede zwischen der Türkei- und Deutschland-Ausgabe. Im Mutterland nützen Kolumnisten die Zeitung gelegentlich als "liberales Testlabor", berichtet der grüne EU-Abgeordnete Cem Özdemir, "um heikle Themen wie die Situation der Kurden, der Armenier, das Kopftuchverbot oder Zypern anzusprechen." In der in Deutschland erscheinenden Ausgabe sei man jedoch ganz besonders darum bemüht, "die türkische Fahne zu schwenken. Sobald die Türkei kritisiert wird, steht Hürriyet Gewehr bei Fuß", sagt der im Schwäbischen geborene Sohn türkischer Eltern.
Trotz alledem tritt Hürriyet Europa, das in Deutschland 50 000 Mal täglich verkauft wird, für den EU-Beitritt der Türkei ein. "Nur: Warum tut sie mit ihrer Berichterstattung alles dafür, dass ihre türkischen Leser in Deutschland den Eindruck gewinnen, sie befänden sich in Feindesland?" fragt Özdemir und empfiehlt: "Es wäre wünschenswert, dass sich die Zeitung mit demselben Eifer, mit dem sie ihren Kampagnenjournalismus betreibt, für die Integration türkischstämmiger Migranten einsetzt." Faruk Sen, Leiter des Essener Zentrums für Türkeistudien, urteilt hingegen: "Das Blatt hat sich gewandelt. Es setzt mehr auf Integration."
Türken in Deutschland - besonders die der zweiten Generation - nutzen nicht nur türkische, sondern auch deutsche Medien. Beliebtester deutscher Fernsehsender ist mit Abstand RTL. "Man lebt hier und hat noch ein Bein in der Türkei", sagt Sevda Boduroglu, Geschäftsführerin von Dogan Media International, dem Verlag der auch Hürriyet herausgibt.
Dem WDR-Integrationsbeauftragten Gualtiero Zambonini zufolge ist das meistgehörte Radio-Programm junger Deutsch-Türken in Nordrhein-Westfalen der Jugendsender Eins Live. Funkhaus Europa, der vom WDR produzierte "Weltmusiksender mit Berichten und Infos in den Sprachen der Welt", sei auch als "ein Korrektiv der deutschen Medien für türkische Medien" entwickelt worden, sagt Zambonini. Manchmal frage er sich, ob bei der Einrichtung neuer türkischer Medien in Deutschland das "umgekehrte Motiv" wirksam sei. Der Intergrationsbeauftragte warnt denn auch ausdrücklich vor "Frontenbildung" und der Bildung einer Parallelgesellschaft.
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/medien/?cnt=700732
deryatulga
06.03.06, 22:38
DIE WELT.de
Fleet Street des Türkentums
Welches Deutschlandbild die türkischen Medien in Deutschland verbreiten - Das Leitmotiv vieler Artikel lautet: "die" und "wir"
von Mariam Lau
Meinungsstark und Kampagnenfähig: Türkische Zeitungen in Deutschland
Meinungsstark und Kampagnenfähig: Türkische Zeitungen in Deutschland
Foto: dpa
Mörfelden-Walldorf - Mitten im postindustriellen Niemandsland, im südhessischen Mörfelden-Walldorf, haben die größten türkischen Zeitungen ihre Deutschlandredaktionen, ihre Fernsehsender und Druckereien. Von hier aus fahren Lieferwagen aus einem streng bewachten Gelände hinaus in die Bundesrepublik. Welches Bild vermitteln sie ihren Lesern von Deutschland? Wie halten sie es mit der Integration?
"Wir verstehen uns als Anwälte der Türken in Deutschland", erklärt Sevda Boduroglu, energische Geschäftsführerin des mächtigen Dogan-Konzerns. Neben der größten türkischen Tageszeitung "Hürriyet" (deutsche Auflage etwa 44 000), auch "Milliyet" (um die 10 000), die Sportzeitung mit dem unzweideutigen Titel "Fanatik", der meistgesehene Sender Kanal D, sechs Radiostationen und 30 weitere Printmedien in der Türkei. Als Anfang der siebziger Jahre die ersten hier ihre Gehversuche starteten, war das Deutschlandbild rundum positiv. Deutsche Technik, deutsche Effizienz, auch die historische Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg wurden den Zugewanderten anempfohlen - heute brauchen sie "einen Anwalt". Was ist passiert? "In den achtziger Jahren", so die Autorin Sabiba Bozbel, "wurde Deutschland in der Türkei häufig als Gegner wahrgenommen, der im Nahen Osten, in der Kaukasusregion, in Zentralasien und auf dem Balkan divergierende Interessen vertritt." Daß die kurdische Organisation PKK in Deutschland lange Zeit frei agieren konnte, man aber gegen die Türkei ein Waffenembargo verhängte, hat viele Kolumnisten verleitet, von einem "terrorfreundlichen Staat" zu sprechen. Daß man die islamische Organisation Milli Görüs hier gewähren läßt, ließ bei vielen Laizisten den Eindruck aufkommen, man versuche, die Türkei mit Hilfe des "Euro-Islam" zu spalten. Bei den Brandanschlägen der neunziger Jahre hieß es "Deutsche Grausamkeit in Solingen" oder "Europa, das ist dein Werk"; die wenigsten Blätter machten sich die Mühe, von Skinheads oder Neonazis zu sprechen. Die Kampagne gegen doppelte Staatsbürgerschaft im Heimatland Hessen hat auch nicht geholfen.
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Ein Großteil der 2,5 Millionen Türken, speziell die jüngeren unter ihnen, nutzen sowohl deutsche als auch türkische Medien, vor allem Boulevard. Mit den Zuwanderern der ersten Stunde, die jetzt in Rente gehen und dann auch oft wieder in die Türkei zurückkehren, verringert sich die Zahl derjenigen, die ausschließlich aus türkischen Medien ihre Informationen beziehen. Wer aber mäßig bis schlecht Deutsch spricht - und das sind nach eigenen Angaben in einer Umfrage des gewiß nicht überkritischen Essener Zentrums für Türkeistudien immerhin 40 Prozent, verläßt sich hauptsächlich auf türkische Tageszeitungen.
Von den ganz großen Hetzkampagnen hat man bei "Hürriyet" inzwischen abgelassen. Mit Kerem Caliskan, dem neuen Chefredakteur der Deutschlandredaktion, dessen Mutter Michael Endes "Momo" ins Türkische übersetzt hat, besinnt man sich mehr auf journalistische Tugenden. Weder im Karikaturenstreit, noch in der Debatte um Deutsch auf den Schulhöfen, hat man die alten Fanfaren geblasen. Auch aus der Debatte um die Ehrenmorde, in der "Hürriyet" ursprünglich heftig gegen Autorinnen wie Seyran Ates gehetzt hatte, wurde gelernt: Seit elf Monaten läuft eine Kampagne des Blattes gegen häusliche Gewalt. Gleichwohl klingt es in einem ganzseitigen Beitrag des Kolumnisten Oktay Eksi in der freitags erscheinenden deutschen Beilage des Blattes zum Thema "Deutschgebot" so: "Unsere europäischen Freunde, die in bezug auf "Toleranz" immer wieder versuchen, uns eines Besseren zu belehren. Genau über sie sprechen wir. Über unsere Freunde, die mit der Argumentation "Eure Kultur ist anders als unsere", vor allem Türken, aber auch alle anderen Menschen diskriminieren, die nicht zu ihnen gehören. Das Beispiel des Schulhofstreits zeigt doch, wie tolerant und freiheitlich diese Herrschaften sind, die sich stets als Verfechter der Menschenrechte ausgeben". Kein Wort darüber, daß türkische Eltern und Schüler das Deutschgebot mitbeschlossen hatten; dafür jede Menge Falschdarstellungen wie die, ein deutscher Politiker habe gefordert, wer Türkisch spreche müsse den Schulhof fegen.
Hier klingt das Leitmotiv vieler Artikel über Deutschland an: ein bitterer, höhnischer, anklagender Ton, ein klares Trennen von "die" und "wir". In "Türkiye" (Auflage circa 10 000) ist der Ton noch weitaus schärfer. Der Kolumnist Mehmet Ali Demirbas erklärt auf Anfrage mehrerer Leser, ob es von seiten der Religion zulässig sei, mit Nicht-Moslems Freundschaft zu schließen, "O ihr Gläubigen, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden." Oder: "Führe den Dschihad mit den Ungläubigen, mit den Heuchlern! Verfahre hart mit ihnen, zeige Feindschaft!". In der Karikaturenkrise schrieb im selben Blatt Mehmet Oruc (Autor des Buches "Die Falle des interreligiösen Dialogs"): "Ein schlechter Charakter ändert sich nicht. Wir haben seit Jahren geschrieben, daß der Westen heuchlerisch ist, man seiner Freundschaft nicht trauen kann und seine Leidenschaft, den Islam zu vernichten, zu keiner Zeit erloschen ist."
Die sachlichste, anspruchsvollste und gesprächsbereiteste türkische Tageszeitung ist eindeutig die islamische "Zaman" (Die Zeit) - hier wenig bekannt, in der Türkei aber die drittgrößte. Sie wird hauptsächlich von türkischen Intellektuellen gelesen. In "Zaman" wird immer wieder gegen Terror im Namen des Islam agitiert, für Bildungsehrgeiz, Engagement in der deutschen Gesellschaft, für Demokratie und gegen Despotie in der islamischen Welt. Ein Kopftuch für die moslemische Frau sei keineswegs nötig. Die Redakteure sind Anhänger des moderaten Predigers Fethulla Gülen, der inzwischen - angeblich aus gesundheitlichen Gründen - in den USA lebt.
Beim Thema Armenien hört der Spaß überhaupt auf. Keine einzige türkische Zeitung spricht von Völkermord. Der einzige türkischstämmige Politiker, der dies tut - der Europaabgeordnete der Grünen, Cem Özdemir -, wurde als Verräter bezeichnet. Viele seiner Kollegen haben sich deshalb auf eine Art "Doubletalk" verlegt: in der deutschen Presse so, in der türkischen ein wenig anders. Interessanterweise berichten viele Leser, in den türkischen Ausgaben der Medien würde viel pluralistischer und auch selbstkritischer berichtet als in den Deutschlandausgaben - eine Art "Diaspora-Syndrom", meint der Schriftsteller Zafer Senocak: "In der Fremde muß man zusammenhalten". Auch die soziale Lage der Einwanderer - vielfach aus ländlichen Gebieten Anatoliens - kommt hinzu. Die Türken haben auch noch nicht viel Erfahrung mit der Diaspora - erst seit den sechziger Jahren.
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Im Zimmer von Hayri Dizerkonca, Chefredakteur des sozialdemokratischen Boulevardblattes "Milliyet", hängen Bilder vom Redaktionsbesuch des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, der auch gelegentlich hier schreibt, auch Sigmar Gabriel war mal da. Dizerkonca lebt seit 23 Jahren in Deutschland, muß sich die Fragen aber übersetzen lassen. Sein Schlüsselerlebnis mit Deutschland war der Einzug in ein Reihenhaus. "Wir haben zum Einzug unsere Nachbarn eingeladen, einen Apotheker, einen Steuerberater, einen Arzt. Sie fielen aus allen Wolken. Sie lebten damals schon seit zwölf Jahren nebeneinander und waren noch nie auf so eine Idee gekommen." Seither trifft man sich öfter.
Artikel erschienen am Di, 7. März 2006
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© WELT.de 1995 - 2006
http://www.welt.de/data/2006/03/07/856122.html?s=2
Ich überlege schon seit längerem eine Arbeit über die türkischen und "westlichen" Medien zu schreiben. Das ist nun noch ein Grund mehr.
Finde der Artikel ist eigentlich sehr gut gelungen. Nicht nur die Hürriyet-Journalisten scheinen von den alten Methoden abzulassen, sondern auch Welt-Journalisten.
Als ich die Überschrift gelesen hab, dachte ich schon wieder, das Wort Türkentum müsste man sich schnell mal patentieren lassen. :lach:
Als Laie würd ich denken, oh das Christentum, das Judentum und das Türkentum. Immerhin haben wir es geschafft etwas neues hervorzubringen. Eine eigene Religion :brüll:
Aber an dem Artikel gefällt mir eine Stelle überhaupt nicht:
"...dafür jede Menge Falschdarstellungen wie die,"
Na, da muss die Welt aber mal schön ruhig sein..... :kafa:
deryatulga
06.03.06, 23:10
http://www.welt.de/data/2006/03/07/856122.html?s=2
Ich überlege schon seit längerem eine Arbeit über die türkischen und "westlichen" Medien zu schreiben. Das ist nun noch ein Grund mehr.
Finde der Artikel ist eigentlich sehr gut gelungen. Nicht nur die Hürriyet-Journalisten scheinen von den alten Methoden abzulassen, sondern auch Welt-Journalisten.
Als ich die Überschrift gelesen hab, dachte ich schon wieder, das Wort Türkentum müsste man sich schnell mal patentieren lassen. :lach:
Als Laie würd ich denken, oh das Christentum, das Judentum und das Türkentum. Immerhin haben wir es geschafft etwas neues hervorzubringen. Eine eigene Religion :brüll:
Aber an dem Artikel gefällt mir eine Stelle überhaupt nicht:
"...dafür jede Menge Falschdarstellungen wie die,"
Na, da muss die Welt aber mal schön ruhig sein..... :kafa:
Hürriyet wollte alles umkrempeln, insbesondere die Berliner Kadern. Sie wollten quasi sozial-demokratisch auftreten, klopften bei allen Ex-Kommunisten an. Es wird ihnen jedoch nie gelingen die fantastische 200000 Grenze wieder zu erlangen.
Hürriyet wollte alles umkrempeln, insbesondere die Berliner Kadern. Sie wollten quasi sozial-demokratisch auftreten, klopften bei allen Ex-Kommunisten an. Es wird ihnen jedoch nie gelingen die fantastische 200000 Grenze wieder zu erlangen.
Ja, das habe ich auch früher gehört.
Also war doch was dran.:motz:
Was für ein Artikel schon wieder.
Es schrieb na klar "die Welt" (Al Dunya) dieses Mal als Thema:
"Fleet Street des Türkentums". Sollte mich das wundern ?
Liebe Mariam Lau, da haben Sie aber mit Ihren großartigen journalistischen Fähigkeiten so richtig über Ihre türkischen Kollegen abgeurteilt, daß die Federn nur so wackeln. Die werden jetzt vor Scham in die Tiefe blicken müssen. Diese Abhetzer ohne Deutschkenntnisse auch nach 23 Jahren, diese Haßverbreiter. Na so was auch. Lehrmeisterin der Schreibkunst, von "die Welt" berichtet verachtlich über des Türken liebsten Blattes, weil sie wohl sehr erstaunt ist, über soviel journalistischem Schund en mas, sie kennt es ja bei "die Welt" ganz anders.
Was bewegte Sie zu diesen Outings und Bloßstellung der türkischen Presse in der "Diaspora"? Ach ja die türkische Diaspora, an die sich die Türken noch nicht so recht gewöhnen konnten. Stammt der Vergleich "Diaspora-Syndrom" des Türken von Ihnen oder tatsächlich von dem Schriftsteller Senocak ? Was für ein Begriff ? In "Neuerfindungen" sollte man einen Preis vergeben. Ab heute bin ich eine "Diaspora Türkin". Kein schlechter Begriff, wenn man nur nicht zu genau weiß, in welchem Zusammenhang dieser Begriff immer wieder angewandt wird. Neuerdings auch für die aus Anatolien. Wunderbar.
Sie hatten ja dafür hier im Forum genug gelesen über das "Diaspora-Syndrom". Frau Mariam Lau wir verstehen uns.
Ach ja und im übrigen, was die Ablehnung der Genozidvorwürfe angeht, stehen nicht nur die türkischen Zeitungen ob im Inland oder in der Diaspora zusammen, auch ich als Leserin dieser Hetzblätter, nur zum Verständnis der Leser. Ich fühle mich so richtig verstanden und bestätigt, wenn ich nur die erste Seite Hürriyets aufschlage. Oh wie das gut tut. Das geht vielen aus Anotolien so. Oder meinten Sie, ich solle lieber "die Welt" aufschlagen und mich als halbverrückte (Diaspora-Syndrom !) mir Deutschland und seine Tugenden und Leitkulturen erklären lassen ? Auch jetzt haben Sie mich nicht überzeugen können, ganz im Gegenteil, niemals mehr wird Ihre Zeitung von mir gekauft werden. Ich habs mir mal versprochen.
Lediglich die Zeitung "Zaman" loben Sie in den Himmel, mit der Bemerkung, sie sei islamisch und würde hauptsächlich von "Intellektuellen" gelesen werden. So, so. Was lesen die nicht religiösen Intellektuellen, wenn Zaman islamisch sei. Die lesen anscheinend gar nichts mehr in der Türkei.
Und unser Cem Özdemir, über den in den türkischen Zeitungen ja so abgehetzt wird, spricht also "Doubletalk" ! Was für ein Unwort. Bei der türkischen Presse so, bei Ihnen dann wieder so. Gut zu wissen Herr Özdemir, daß "die Welt" Ihnen die Ehrlichkeit eines Politikers damit abspricht. Verleumdung gegenüber einem Politiker, er würde nach Nationalität des Blattes argumentieren. Herr Özdemir "die Welt" (Al Dunya) hat Sie durchschaut. Wir im übrigen ja auch.
Und das auch noch: Wie kann ein Chefredakteur, der seit 23 Jahren hier lebt und sogar sich ein Reihenhaus leisten konnte, sich Ihre Fragen übersetzen lassen ? Der kann uns Türken Deutschland wirklich nicht erklären. Das würden Sie aber gerne. Noch abwarten.
Je mehr ich von "die Welt" lese, desto mehr liebe ich meine türksiche Zeitung. Da ich aus Anotolien stamme und keine "Intellektuelle" bin, werden Sie ja schnell erraten, welche. Und wenn es auf der ganzen "Welt" keine einzige türkische Zeitung mehr zu kaufen gebe, würde ich "die Welt" noch nicht mal mit den Fingern berühren, geschweige denn mit den Augen. Die Bild-Zeitung ist da noch viel besser.
Sie Irren sich, wenn Sie nur glauben, die türksichen Zeitungen würden ein falsches Bild und einseitiges negatives Bild über unser Deutschland verbreiten. Da machen Sie sich die Welt aber zu einfach. Obwohl ich sicher beinahe fast so lange wie Sie hier lebe, und wir bestimmt die gleichen Lehrer und die gleichen deutschen Einflüsse über uns hatten, sehen wir beide die Dinge so ziemlich kontrovers. Das liegt also an Hürriyet !!!! Noch kann ich aber klar sehen und erkennen, wer hier und warum "Hetze" treibt und den "Kulturkampf" so hochschwört. Nicht die Hürriyet, nicht Milliyet oder sonstwas. Es tut nur gut, sich auch in seiner Muttersprache veröffentlichten Zeitungen wiederzufinden. Was lesen bloß die Engländer in Deutschland, fällt mir jetzt so ein. Oh da haben Sie aber von Hetze noch keinen Schimmer.
Sie wollen also mir "die Welt" erklären, wenn ich nur "ja" sage.
Nur übernehmen Sie sich nicht. Ich lese weiterhin, und jetzt noch intensiver und mehr denn je mein "Hürriyet". Für Zaman muß ich mich noch Ihrem Intellekt annähren. Mit meinem "Diaspora-Syndrom" finde ich mich schon zurecht, ohne Ihnen Ihr Deutschland ganz und gar schlecht zu reden.
Ich liebe türkischsprachige Zeitungen in der Diaspora.
Journalisten des Türkentums bitte, bitte weiter schreiben.
PS: Mit Kollegen sollte man besser umgehen.
Frau Lau arbeitet für die falsche Zeitung.
Mehr zum Artikel gibt es heute abend... wenn bis da nicht schon alles gesagt wurde.
Man beachte die Wortwahl bei "PKK" und "Gülen" und die "Hetzkampagnen"...
Das ist wieder ein üblicher WELT-Artikel, der eindeutig tendenziös geschrieben ist. Nur ein Beispiel, dass WELT meist nicht ordentlich recherchiert - nachfolgend eines von vielen Artikeln aus der türkischen Presse, wo man den Vertretern der Genozid-These wie Taner Akcam ein Podium bot:
http://arsiv3.hurriyet.com.tr/haber/0,,sid~461@nvid~566132,00.asp (http://arsiv3.hurriyet.com.tr/haber/0,,sid%7E461@nvid%7E566132,00. asp)
Darüber hinaus waren Vertreter der Genozid-These auch Kolumnisten in allen grossen türkischen Zeitungen. Aber was will man schon von WELT erwarten? Soviel Journalismus und Recherche wäre doch zuviel verlangt! Schliesslich orientiert man sich eher an den Bedürfnissen seiner konservativen Leserschaft. Da gehört Türkenbashing zum Grundrepertoire und darf nicht fehlen!
Umgekehrt muss man fragen, gab es denn eine deutsche Zeitung, das türkischen Historikern ermöglichte, mal ihre Sicht der Historie zu erläutern? Ich verfolge dies bereits seit längerem und wurde bisher nicht fündig. Stattdessen ist man hier noch so dreist und tischt den Lesern auch bekannte armenische Geschichtsfälschungen auf (siehe Andonian, Toynbee, Lepsius etc.).
Mich interessiert brennend, ob Frau Lau den Titel selber gewählt hat. Ich frage mich bereits seit längerem, ist die Berichterstattung von WELT eine "wohl organisierte Kampagne" oder ist es lediglich das Resultat von schlechten Recherchen?
Denn oft verstärkt sich der Eindruck, dass WELT-Journalisten eher einer bestimmten Gesinnung Tribut zollen. Noch heute gibt mir der Fall mit den Jesus-Karikaturen von Haderer zu denken, der sogar Morddrohungen bekommen hatte und von einem griechischen Gericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Im Gegensatz zu den Mohammed-Karikaturen (kam sogar grossformatig auf die WELT Titelseite!) hat WELT die Haderer-Karikaturen nicht abgedruckt. Das erinnert mich irgendwie an die rechtskonservative Jylland-Posten aus Dänemark, die ebenfalls sich geweigert hatten, Jesus-Karikaturen abzudrucken.
Ich frage mich bereits seit längerem, ist die Berichterstattung von WELT eine "wohl organisierte Kampagne" oder ist es lediglich das Resultat von schlechten Recherchen?
Denn oft verstärkt sich der Eindruck, dass WELT-Journalisten eher einer bestimmten Gesinnung Tribut zollen. Noch heute gibt mir der Fall mit den Jesus-Karikaturen von Haderer zu denken, der sogar Morddrohungen bekommen hatte und von einem griechischen Gericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Im Gegensatz zu den Mohammed-Karikaturen (kam sogar grossformatig auf die WELT Titelseite!) hat WELT die Haderer-Karikaturen nicht abgedruckt. Das erinnert mich irgendwie an die rechtskonservative Jylland-Posten aus Dänemark, die ebenfalls sich geweigert hatten, Jesus-Karikaturen abzudrucken.
Die WELT ist eben nur ein Boulevard-Blatt, da kann man nicht furchtbar viel erwarten.
Die F.A.Z. hat sie übrigens überboten (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=8290).
Mariam Lau
07.03.06, 16:21
Liebe Diskutanten,
da ich nun so häufig in Ihrem Forum angesprochen werde, hier einmal eine Antwort. Nein, den Titel des Artikels habe ich nicht selbst gewählt; auf das Wort "Türkentum" hätte ich wohl verzichtet.
Ich finde nicht ganz fair, wenn mir nach dem Text mangelnde Recherche vorgeworfen wird. Ich habe mit allen betroffenen Redaktionen gesprochen, entweder vor Ort in Frankfurt oder auf anderen Wegen, mit etliche Texte übersetzen lassen und was immer ich konnte selbst gelesen. Ich versuche, herauszufinden, wie es kommt, daß auf beiden Seiten derzeit so ein Mißtrauen vorherrscht. Ich würde das gern ändern, auch und gerade in der in der WELT. Wir wissen zu wenig voneinander.
Ja, ich finde es seltsam, daß der Chefredakteur eines in Deutschland erscheinenden Blattes auch nach 23 Jahren noch nicht genug Deutsch spricht, um sich mit einer Kollegin zu unterhalten. Gleichzeitig habe ich seine Erfahrung mit den Deutschen so geschildert, daß er dabei durchaus "gut aussieht". Inzwischen haben mit schon mehrere Leute mitgeteilt, daß meine Einschätzung von "Zaman" zu positiv ist; daß Frauen dort durchaus zum Tragen des Kopftuchs genötigt werden. Sollte mir da eine Falschdarstellung unterlaufen sein, täte es mir natürlich sehr leid. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir mehr über Ihre Leseerfahrungen mit türkischen Zeitungen schreiben könnten, gern auch eine meine email.
Herzlich, Ihre
Mariam Lau
Liebe Diskutanten...
Hallo Frau Lau! Willkommen im Forum...
Ich finde nicht ganz fair, wenn mir nach dem Text mangelnde Recherche vorgeworfen wird. Ich habe mit allen betroffenen Redaktionen gesprochen, entweder vor Ort in Frankfurt oder auf anderen Wegen, mit etliche Texte übersetzen lassen und was immer ich konnte selbst gelesen. Ich versuche, herauszufinden, wie es kommt, daß auf beiden Seiten derzeit so ein Mißtrauen vorherrscht. Ich würde das gern ändern, auch und gerade in der in der WELT. Wir wissen zu wenig voneinander.
Der Vorwurf ist aber berechtigt bzw. sollte Sie das nicht überraschen, denn wir lassen nicht übersetzen sondern lesen die Artikel selber und verfolgen das Geschehen mehr oder weniger hautnah und nicht, um einen Artikel zu schreiben und sich einem anderen Thema zu widmen.
Ach ja, Ihr Artikel über die Demo in Berlin... war... "sehr schlecht". Das nur so zur Info.
Ja, ich finde es seltsam, daß der Chefredakteur eines in Deutschland erscheinenden Blattes auch nach 23 Jahren noch nicht genug Deutsch spricht, um sich mit einer Kollegin zu unterhalten.
So lange die Hürriyet nicht auf Deutsch erscheint und wir nicht vollständig assimiliert wurden, sollte Sie das nicht verwundern.
Inzwischen haben mit schon mehrere Leute mitgeteilt, daß meine Einschätzung von "Zaman" zu positiv ist; daß Frauen dort durchaus zum Tragen des Kopftuchs genötigt werden.
Zaman gehört zur Nurcu-Sekte... Stichwort "Gülen"... Fragen Sie jemanden von der Zaman einmal, ob die PKK und Hamas nicht das Gleiche sind und warum sie es es angeblich nicht sind...
Manastirli Hamdi
07.03.06, 16:54
Liebe Diskutanten,
da ich nun so häufig in Ihrem Forum angesprochen werde, hier einmal eine Antwort. Nein, den Titel des Artikels habe ich nicht selbst gewählt; auf das Wort "Türkentum" hätte ich wohl verzichtet.
Ich finde nicht ganz fair, wenn mir nach dem Text mangelnde Recherche vorgeworfen wird. Ich habe mit allen betroffenen Redaktionen gesprochen, entweder vor Ort in Frankfurt oder auf anderen Wegen, mit etliche Texte übersetzen lassen und was immer ich konnte selbst gelesen. Ich versuche, herauszufinden, wie es kommt, daß auf beiden Seiten derzeit so ein Mißtrauen vorherrscht. Ich würde das gern ändern, auch und gerade in der in der WELT. Wir wissen zu wenig voneinander.
Ja, ich finde es seltsam, daß der Chefredakteur eines in Deutschland erscheinenden Blattes auch nach 23 Jahren noch nicht genug Deutsch spricht, um sich mit einer Kollegin zu unterhalten. Gleichzeitig habe ich seine Erfahrung mit den Deutschen so geschildert, daß er dabei durchaus "gut aussieht". Inzwischen haben mit schon mehrere Leute mitgeteilt, daß meine Einschätzung von "Zaman" zu positiv ist; daß Frauen dort durchaus zum Tragen des Kopftuchs genötigt werden. Sollte mir da eine Falschdarstellung unterlaufen sein, täte es mir natürlich sehr leid. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir mehr über Ihre Leseerfahrungen mit türkischen Zeitungen schreiben könnten, gern auch eine meine email.
Herzlich, Ihre
Mariam Lau
Liebe Frau Lau,
bitte mißverstehen sie einige Beiträge nicht, aber die unter den Türken und türkischen Medien vorherrschende Sicht der Dinge und deren Verfechter werden durch Hiebe der Integrationskeule ins moralische Abseits gestellt.
Es gibt unterschiedliche, ja sogar entegegngesetzte Meinungen auch zu wichtigen Themen.
Bloss werden diese in DEUTSCHEN MEDIEN entweder durch Moralsierung entlegitimiert oder durch soziologische Ansätze unabhängig von ihrem Inhalt zu erklären gesucht.
Ich habe früher oft die Zeit, Spiegel oder auch die Süddeutsche gelesen. Aber seit dem ich gerade in Bezug auf Türken- oder Türkei-bezogene Probleme aus meiner Perspektive eine verzerrte Berichterstattung und Kommenatierung bemerkt habe, habe ich meine Mediengewohnheiten neu überdacht.
Ich überblicksartiger Artikel spiegelt meines Erachtens Ihr selektives Erkenntnisinteresse an dem Phänomen wider, was Sie als Integrationshemmnis oder -mangel zu bezeichnen pflegen. Sollte dies eine böse Unterstellung sein, so möchte ich mich entschuldigen, aber ich habe sehr selten ausgewogene entsprechende Berichte in der deutschen Medienlandschaft wahrgenommen. Dass türkische Medien im Gegenzug dazu einen Korrekturfaktor darstellen, muß niemanden verwundern.
Über den Druck auf türkische Verbände, die Autoren über die Armenierfrage an deutschen Unis einladen, schreiben nun mal keine deutschen Zeitungen, oder versuchen durch die Beziechnung der eingeladenen türkischen oder anderen Redner als Genozidverleumder indirekt zu rechtfertigen. Da sind wir als Türken auf türkische Medien angewiesen.
Die Meinung der türkischen Medien wird von Außen auch korregiert. So musste Hürriyet-Chefredakteur Ertugrul Karakullukcu 2000/2001 seinen Hut nehmen, weil seine mißliebigen und unbequemen Meinungen zu türken- oder türkei-bezogenen Themen oder Personen von deutscher Seite als "integrationsfeindlich" bezeichnet worden war.
So drängt sich der Eindruck auf, dass in Punkto Türken oder Türkei nur überkonforme bzw. türkeikritische Haltungen hierzulande als politisch korrekt gelten und das Prädikat "gemäßigt" verdienen.
Bitte verzeihen Sie meine versuchte und vielleicht auch nicht so gegelückte Generalabrechnung
Als Anfang der siebziger Jahre die ersten hier ihre Gehversuche starteten, war das Deutschlandbild rundum positiv. Deutsche Technik, deutsche Effizienz, auch die historische Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg wurden den Zugewanderten anempfohlen - heute brauchen sie "einen Anwalt". Was ist passiert?
Frau Lau, was denken Sie, was passiert ist?
... die wenigsten Blätter machten sich die Mühe, von Skinheads oder Neonazis zu sprechen.
Ich glaube, das stimmt nicht. Das Wort "Dazlak" (Kahlkopf) habe ich als erstes im türkischen Fernsehen gehört. Und "Die Deutschen" sagt man im türkischen nicht, das ist schlechter Sprachstil und auf so etwas achtet ganz besonders TRT-INT.
Von den ganz großen Hetzkampagnen hat man bei "Hürriyet" inzwischen abgelassen... Auch aus der Debatte um die Ehrenmorde, in der "Hürriyet" ursprünglich heftig gegen Autorinnen wie Seyran Ates gehetzt hatte, wurde gelernt...
Warum schreiben sie "Hetzkampagne"? Die Hürriyet hat Bilder von Serap Cileli veröffentlicht (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=3121), die sie Lügen strafen und Ates... ich weiß gar nicht mehr, was da war.
Aber wieso schreiben Sie "Hetzkampagne"? Ich glaube, dass sie das Wort "übernommen" haben.
Wenn das eine "Hetzkampagne" war, was ist dann mit Necla Kelek? Ist es eine Hetzkampagne, dass man darauf hinweist, dass sie in ihrer Doktorarbeit genau das Gegenteil behauptet wie später in ihrem Buch?
In "Türkiye" (Auflage circa 10 000) ist der Ton noch weitaus schärfer. Der Kolumnist Mehmet Ali Demirbas erklärt auf Anfrage mehrerer Leser, ob es von seiten der Religion zulässig sei, mit Nicht-Moslems Freundschaft zu schließen, "O ihr Gläubigen, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden." Oder: "Führe den Dschihad mit den Ungläubigen, mit den Heuchlern! Verfahre hart mit ihnen, zeige Feindschaft!". In der Karikaturenkrise schrieb im selben Blatt Mehmet Oruc (Autor des Buches "Die Falle des interreligiösen Dialogs"): "Ein schlechter Charakter ändert sich nicht. Wir haben seit Jahren geschrieben, daß der Westen heuchlerisch ist, man seiner Freundschaft nicht trauen kann und seine Leidenschaft, den Islam zu vernichten, zu keiner Zeit erloschen ist."
Wissen Sie, was das Problem ist? Solange Die WELT solch rassistischen Kram (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=7480) veröffentlicht, die F.A.Z. solch literarischen Schund preist (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=8290) und ein Hans-Peter Raddatz ungestört seinen Stammtischquark (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=8288) verbreiten und durch die Talkshows tingeln darf, kann zumindest ich Ihre Kritik nicht ernst nehmen.
Beim Thema Armenien hört der Spaß überhaupt auf. Keine einzige türkische Zeitung spricht von Völkermord.
Haben Sie sich nie gefragt, warum fast kein Türke den Völkermordvorwurf akzeptiert? Wir können doch nicht alle verbohrte "Ewig-Gestrige" sein?
Der einzige türkischstämmige Politiker, der dies tut - der Europaabgeordnete der Grünen, Cem Özdemir -, wurde als Verräter bezeichnet.
Unter uns: Cem Özdemir nimmt keiner von uns ernst.
Interessanterweise berichten viele Leser, in den türkischen Ausgaben der Medien würde viel pluralistischer und auch selbstkritischer berichtet als in den Deutschlandausgaben - eine Art "Diaspora-Syndrom", meint der Schriftsteller Zafer Senocak: "In der Fremde muß man zusammenhalten".
Zafer Şenocak ist ein übler Demagoge und Opportunist, nur so zur Info.
Und dass die Europa-Ausgabe "selbstkritischer" ist, liegt vielleicht auch daran, dass in der Europa-Ausgabe ein Europa-Teil ist und andere Artikel der türkischen Ausgaben einfach rausfallen?
Die Meinung der türkischen Medien wird von Außen auch korregiert. So musste Hürriyet-Chefredakteur Ertugrul Karakullukcu 2000/2001 seinen Hut nehmen, weil seine mißliebigen und unbequemen Meinungen zu türken- oder türkei-bezogenen Themen oder Personen von deutscher Seite als "integrationsfeindlich" bezeichnet worden war.
Na ja, ich konnte den nie leiden und bin froh, dass er weg ist.
Manastirli Hamdi
07.03.06, 17:25
Na ja, ich konnte den nie leiden und bin froh, dass er weg ist.
Es geht doch die bei der Karikaturenkrise beschworene Presse- und Kurtlar Vadisi Irak vorenthaltne Meinungsfreiheit.
Karakullukcu wurde den hiesigen Leuten in der Bundesrepublik zu unbequem, sodass er nach einer unterredung von karakullukcu-gegnern mit aydin dogan gefeuert worden sein soll.
Aber vielleicht führt das ja vom Thema weg.
Der Schakal
07.03.06, 17:41
1. Cem Özdemir sprach niemals und wird niemals im Namen der Türken in Deutschland sprechen das sollte er endlich kapiert haben ...
2. Zur Armenierproblematik:
Erst Bilden dann Schreiben ... nicht immer den selben Mist durchkauen ...
Wie wäre es wenn ihr mal eine Antwort abwartet. Wenn ich Mariam wäre würde ich mir die angenehmen Postings raussuchen und nur diese beantworten. :lach:
Wie wäre es wenn ihr mal eine Antwort abwartet. Wenn ich Mariam wäre würde ich mir die angenehmen Postings raussuchen und nur diese beantworten. :lach:
Und wenn ich Frau Lau wäre, würde ich nur die unbequemen Sachen beantworten, so erfährt man am meisten.
Liebe Diskutanten,
da ich nun so häufig in Ihrem Forum angesprochen werde, hier einmal eine Antwort. Nein, den Titel des Artikels habe ich nicht selbst gewählt; auf das Wort "Türkentum" hätte ich wohl verzichtet.
Ich finde nicht ganz fair, wenn mir nach dem Text mangelnde Recherche vorgeworfen wird. Ich habe mit allen betroffenen Redaktionen gesprochen, entweder vor Ort in Frankfurt oder auf anderen Wegen, mit etliche Texte übersetzen lassen und was immer ich konnte selbst gelesen. Ich versuche, herauszufinden, wie es kommt, daß auf beiden Seiten derzeit so ein Mißtrauen vorherrscht. Ich würde das gern ändern, auch und gerade in der in der WELT. Wir wissen zu wenig voneinander.
Ja, ich finde es seltsam, daß der Chefredakteur eines in Deutschland erscheinenden Blattes auch nach 23 Jahren noch nicht genug Deutsch spricht, um sich mit einer Kollegin zu unterhalten. Gleichzeitig habe ich seine Erfahrung mit den Deutschen so geschildert, daß er dabei durchaus "gut aussieht". Inzwischen haben mit schon mehrere Leute mitgeteilt, daß meine Einschätzung von "Zaman" zu positiv ist; daß Frauen dort durchaus zum Tragen des Kopftuchs genötigt werden. Sollte mir da eine Falschdarstellung unterlaufen sein, täte es mir natürlich sehr leid. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir mehr über Ihre Leseerfahrungen mit türkischen Zeitungen schreiben könnten, gern auch eine meine email.
Herzlich, Ihre
Mariam Lau Liebe Frau Lau,
... Beim Thema Armenien hört der Spaß überhaupt auf. Keine einzige türkische Zeitung spricht von Völkermord. ...
Ich habe hier extra auf die Schnelle aus der Zeitung Hürriyet einen Artikel mit Taner Akcam gepostet. Lassen Sie es mal übersetzen. Sie wissen die Hürriyet sicherlich einzuordnen, da brauche ich kaum etwas dazu zu sagen. Umso sehr sollte es Ihnen doch zu denken geben, dass SELBST Zeitungen wie Hürriyet Leuten wie Taner Akcam ein Podium geben. Es gibt und gab unzählige Zeitungen, die dasselbe gemacht haben, bis hin zu Diskussionsrunden im türkischen Medien (darunter solche prominenten Politsendungen wie "Ceviz Kabugu"), die weiterhin von Halil Berktay bis hin zu armenischen Historikern ermöglichten, ihre Sicht zur Historie darzustellen. Jene Leute haben auch Kolumnen in diversen türkischen Zeitungen bekommen. Wieso wird in Deutschland nie darüber berichtet? Wieso wird all das stets unterschlagen? DAS nenne ich Desinformation und bewusste Irreführung der Leserschaft, wenn man behauptet, türkische Zeitungen würden es nicht thematisieren. Es tut mir leid, aber bei Journalisten lege ich die Messlatte ein wenig höher als normal, schliesslich haben diese auch eine Verantwortung gegenüber ihrer Leserschaft.
Wenn Sie ausdrücklich darauf bestehen, stelle ich Ihnen eine Sammlung von Artikeln aus türkischen Zeitungen bzw. Medien zusammen, die genau das widerlegen, was Sie insgeheim in Ihrem Artikel behauptet haben. Mag sein, dass Sie nicht die Türkischkenntnisse haben, um die türkischen Zeitungen zu verfolgen bzw. gezielt in deren Archiven zu suchen.
Hier auf die Schnelle noch ein Interview mit Halil Berktay, ich habe wieder bewusst die Hürriyet ausgewählt, da diese als nationalistisch gilt:
http://arsiv3.hurriyet.com.tr/haber/0,,sid~461@nvid~563374,00.asp (http://arsiv3.hurriyet.com.tr/haber/0,,sid%7E461@nvid%7E563374,00. asp)
Genau wie Taner Akcam kann auch hier Halil Berktay, der Name dürfte Ihnen vielleicht bekannt sein, seine Sicht der Dinge beschreiben!
Und jetzt vergleichen Sie es mit Ihrer Behauptung im Artikel. Was passt da nicht?
Nun frage ich Sie, wann werden Sie endlich die armenischen Geschichtsfälschungen thematisieren? Selbst in der Resolution des Deutschen Bundestages hat man sich auf zwei Geschichts- bzw. Dokumentenfälscher berufen - Arnold Toynbee und Johannes Lepsius.
Webseite von Wolfgang Gust, Verwalter des Lepsius Onlinearchivs, Buchautor:
http://www.armenocide.de/armenocide/armgende.nsf/GuidesView/VorwortManDe?OpenDocument
Vorwort zu den Manipulationen
Die von Johannes Lepsius 1919 unter dem Namen „Deutschland und Armenien 1914-1918“ herausgegebenen diplomatischen Aktenstücke stimmen zu einem großen Teil nicht mit den Originalen überein. Sie sind zum Teil erheblich gekürzt worden, zum anderen ist ihr Wortlaut verändert. Wer sich einen detaillierten Überblick über diese Manipulationen verschaffen will, findet in diesem Teil der Internet-Ausgabe die dafür notwendigen Unterlagen.
In der Liste folgt zunächst ein Überblick über jene Dokumententeile, die in den von Lepsius veröffentlichten Akten „Deutschland und Armenien“ überhaupt nicht abgedruckt worden sind.
In den dann folgenden Akten sind die für die Lepsius-Ausgabe gestrichenen Passagen kursiv dargestellt worden. Sinnentstellende Veränderungen des Textes werden durch eckige Klammern kenntlich gemacht. Aus technischen Gründen ist in manchen Texten der Originaltext zugrunde gelegt worden, in anderen der Text aus „Deutschland und Armenien“. Viele Texte hat Lepsius redigiert, ohne den Sinn zu verändern. Diese Textstellen sind nicht kenntlich gemacht worden. Ganze Dokumente, die Lepsius lediglich redigiert hat, befinden sich ebenfalls nicht in dieser Zusammenstellung.
Den Originalwortlaut aller in dieser Internet-Ausgabe veröffentlichten Akten findet der Leser ausschließlich im eigentlichen Dokumententeil.
Weiterhin hat Toynbee zu Lebzeiten selbst zugegeben, dass er Propaganda betrieben hat - selbst armenische Historiker haben es bereits thematisiert:
http://www.zoryaninstitute.org/Books/book_toynbee_turks.htm
Yet when this question was put to Toynbee in a personal letter, he answered:
"It is true that the British Government's motive in asking Lord Bryce to compile the Blue Book was propaganda. But Lord Bryce's motive in undertaking it, and mine in working on it for him, was to make the truth known, and the evidence was good: the witnesses were all American missionaries with no political axe to grind. So the Blue Book, together with Lepsius' book, does give a true account." Hier gibt Toynbee zu Propaganda betrieben zu haben (Blue Book). Man solle aber, um die Wahrheit zu finden, es mit dem Buch von Lepsius lesen. Bedauerlicherweise ist Lepsius keine seriöse Quelle, er hat zwecks Propaganda gezielt Dokumente manipuliert.
Können Sie mir einen Artikel von WELT zeigen, wo man solche Dinge mal thematisiert hat? Vielleicht ist mir auch irgendetwas entgangen!?
Hans-Walter Schmuhl, "Friedrich Naumann und die Armenische Frage"
...
Im selben Atemzug äußerte Naumann jedoch Verständnis für "die Notwehr des Türken"[4] und entwickelte seine Sicht der Armenischen Frage.
Treffend analysierte Naumann die außenpolitischen Implikationen des Verhältnisses zwischen Türken und Armeniern im Osmanischen Reich. Wer auch immer das Osmanische Reich zerstören wolle, "der unterstützt zu diesem Zweck die Griechen, Serben, Bulgaren, Mazedonier, Syrer, Armenier. An dieser Methode, den Umsturz des Bestehenden in der Türkei herbeizuführen, haben gelegentlich alle Großmächte außer Deutschland teilgenommen. Das Verfahren ist dieses: man fordert für die abhängigen Völkerschaften Menschenrechte oder Humanität oder Civilisation oder politische Freiheit, kurz, irgend etwas, was sie den Türken gleichstellt." Solche "allgemeine moralische Forderungen" führten im osmanischen Vielvölkerstaat, der ja in der Tat auf einem ausgeklügelten System der politischen Ungleichheit beruhte, "zu revolutionären Wirkungen".[5] Sie förderten den Separatismus der nationalen Minderheiten und gäben den europäischen Großmächten, die keineswegs als "harmlose Wohltäter" anzusehen seien, einen Hebel zur Auflösung des maroden Osmanischen Reiches an die Hand. Die Hohe Pforte müsse zwar unter diplomatischem Druck – wie auf dem Berliner Kongreß – den Reformplänen der europäischen Mächte zustimmen. Aber: "Sobald die Türkei wieder Luft genug hat zum Atmen, muß ihr Selbsterhaltungstrieb sie veranlassen, das abgezwungene Versprechen abzuschütteln [...]. Es war Gefahr, daß die Türkei an der armenischen Frage zu Grunde ging. Da half sie sich mit einem barbarischen, asiatischen Gewaltstreich: sie dezimierte die Armenier so stark, daß sie in nächster Periode nicht politisch auftreten konnten."
Vor diesem Hintergrund, so fuhr der frühere Pfarrer Naumann fort, könne "man auch als Christ schwankend werden, wie man stehen soll"
...Nachzulesen auch im Buch Asia von Friedrich Naumann (Seite 139/140). Nach Friedrich Naumann ist die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung benannt - er gilt als der geistige Vater der heutigen Liberalen:
http://www.fnst.org/webcom/show_article.php/_c-449/i.html
Viele Grüsse,
Laudazio
Bedauerlicherweise ist Lepsius keine seriöse Quelle, er hat zwecks Propaganda gezielt Dokumente manipuliert.
Laut Lepsius sind wie Türken doch nur "Ungeziefer" und der gute Mann hat sogar seine eigenen Briefe manipuliert.
So einen, der auch noch Miterfinder des Ethischen Imperialismus ist, kann Die WELT doch nicht zitieren...
deryatulga
07.03.06, 21:16
Nach Derya Tulga promovierte Taner Akcam ohne genügend Deutsch zu können und ohne eine eigenständige Forschung durchgeführt zu haben. Als ich ihn vor einigen Wochen traf, stellte ich fest, dass er nichts dazu gelernt hatte! Bin ich immer noch ein beratungsresistenter türkischer Skin Head? Ach ja ich werde in Berlin sogar als Redner auftreten, in welche Schublade gehöre ich denn?
Liebe Frau Lau,
ich hätte noch eine Bitte. Könnten Sie auch zu dieser Kritik eine Stellung abgeben?
http://www.politikcity.de/forum/showpost.php?p=119841&postcount=10
Das WELT-Archiv habe ich nämlich ausgiebig durchsucht, habe allerdings keine Jesus-Karikaturen von Haderer finden können. Das empfand ich als sehr seltsam.
Gerne können Sie zu dieser Frage auch den WELT-Chefredakteur konsultieren, weil speziell seine Stellungnahme mich sehr interessieren würde. Er hatte sich bei den dänischen Karikaturen ganz besonders hervorgetan ;-)
Viele Grüsse,
Laudazio
MissUnderstood
07.03.06, 21:40
Das WELT-Archiv habe ich nämlich ausgiebig durchsucht, habe allerdings keine Jesus-Karikaturen von Haderer finden können.
nicht in jeder Zeitung kannst du Jesus-Karikaturen finden, genausowenig wie du nicht in jeder Zeitung Mohammed-Karikaturen findest. Das bleibt jeder Zeitung selbst überlassen ob sie Karikaturen zeigen will oder eben nicht.
nicht in jeder Zeitung kannst du Jesus-Karikaturen finden, genausowenig wie du nicht in jeder Zeitung Mohammed-Karikaturen findest. Das bleibt jeder Zeitung selbst überlassen ob sie Karikaturen zeigen will oder eben nicht.
Das hat etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun, liebe MissUnderstood. Die Frage, warum WELT die Haderer-Karikaturen nicht abgebildet hat, ist daher berechtigt. Ich kann es mir zwar denken, würde die Antwort allerdings lieber von WELT erfahren wollen. Auf Leserbriefe reagiert man nach eigener Erfahrung nicht bzw. diese werden nicht einmal weitergeleitet, wie mir zu Ohren gekommen ist.
Eine Stellungnahme ist durchaus angebracht, angesichts der berechtigten Kritik.
Nach Derya Tulga promovierte Taner Akcam ohne genügend Deutsch zu können und ohne eine eigenständige Forschung durchgeführt zu haben. Als ich ihn vor einigen Wochen traf, stellte ich fest, dass er nichts dazu gelernt hatte! Bin ich immer noch ein beratungsresistenter türkischer Skin Head? Ach ja ich werde in Berlin sogar als Redner auftreten, in welche Schublade gehöre ich denn?
Oh, cok dikatli olmanizi istiyorum ( ist das richtig geschrieben? ahhh). Bir kac PC-Korucu yaninizda bulunsun. :) Bu ermenlilerin isi beli olmaz. Allah korusun. :mad: :motz: :türkiye:
deryatulga
07.03.06, 22:17
Oh, cok dikatli olmanizi istiyorum ( ist das richtig geschrieben? ahhh). Bir kac PC-Korucu yaninizda bulunsun. :) Bu ermenlilerin isi beli olmaz. Allah korusun. :mad: :motz: :türkiye:
Sevgili Sahika, bizim delikanliligimiz Beyoglu kaldirimlarini teperek gecti. Alnimizin yazisini da degistiremeyiz. Kalan üc günlük ömrümü sinerek gecirecegime, gönül ve vicdanimi nasi rahatlatacagima bakarim acikcasi.
Bilge Khan
07.03.06, 22:28
Die Welt ist eine CDU nahe Zeitung die CDU Anhänger anspricht, also müssen die Journalisten dort ein bisschen Türken und Islamfeindlich schreiben, sonst kauft das Blatt keiner.
deryatulga
07.03.06, 22:35
Die Welt ist eine CDU nahe Zeitung die CDU Anhänger anspricht, also müssen die Journalisten dort ein bisschen Türken und Islamfeindlich schreiben, sonst kauft das Blatt keiner.
Leute,"die Welt" war früher viel, viel schlimmer. Über die Türkei berichteten gewöhnlich nationalistische Griechen wie Evangelos Antonaros.
Leute,"die Welt" war früher viel, viel schlimmer. Über die Türkei berichteten gewöhnlich nationalistische Griechen wie Evangelos Antonaros.
Jetzt berichtet Evangelos Antonaros ja über Griechenland.
Wieso dürfen keine Türken über Türkei berichten?
Ich weiß eine dumme Frage:lach:
Nun ja, letztes Jahr, wie ich zu sagen pflege während der "Offensive gegen EU-Beitritt" durften auch pseudointellektuelle Armenier dran und sich offiziell in der DIE WELT die Augen ausheulen.
Wer fehlt sind eigentlich assimilierte Perser, die selbsternannten "Lieblingsnachbarn der Deutschen", die ölmillarden oft bereit sind proarmenisch daher zu lamentieren - Hauptsache es geht gegen den Erzrivalen Türkei.
Allesamt instrumentalisieren wir die Armenier - wohl wahr.
Aber es stimmt auch, dass DIE WELT ein Hetzblatt ist.
Meine Meinung.
Nein, den Titel des Artikels habe ich nicht selbst gewählt; auf das Wort "Türkentum" hätte ich wohl verzichtet.
Wieso macht Die WELT bzw. der Verantwortliche das? Das ist alles andere als seriös. Titel wie "Getürktes Eheglück" oder "Großkundgebung des Türkentums" sind nicht nur reißerisch sondern haben auch einen chauvinistisch-rassistischen Unterton.
In diesem Zusammenhang ist es verwunderlich, dass Zeitungen wie Die WELT über "Hetzkampagnen" in der Hürriyet berichten.
Mariam Lau
08.03.06, 11:25
Wieso macht Die WELT bzw. der Verantwortliche das? Das ist alles andere als seriös. Titel wie "Getürktes Eheglück" oder "Großkundgebung des Türkentums" sind nicht nur reißerisch sondern haben auch einen chauvinistisch-rassistischen Unterton.
In diesem Zusammenhang ist es verwunderlich, dass Zeitungen wie Die WELT über "Hetzkampagnen" in der Hürriyet berichten.
Um mal mit dem letzten Eintrag anzufangen: der Ausdruck "Türkentum" kam auf mit dem Prozeß gegen Orhan Pamuk, der sich angeblich des Verbrechens der Herabsetzung des Türkentums schuldig gemacht hatte. So hieß das Delikt, jedenfalls in der Übersetzung. War also nicht unsere Erfindung.:lach:
Was die Türkei-Berichterstattung der WELT angeht, haben wir uns meines Erachtens überhaupt nichts vorzuwerfen. Boris Kalnoky berichtet absolut fair und gut informiert; er hat außerdem ja auch in diesem Forum gezeigt, wie gesprächsbereit er ist.
Mein Problem bei der Recherche der Zeitungen war: ich habe keinen einzigen Artikel gefunden, der den Lesern Deutschland wegen seiner demokratischen Stärken empfiehlt. Es fehte mir an Beiträgen, die sich selbstkritisch mit den Defiziten der Integration befasst, die wirklich einmal offen über Kopftuch pro und contra reden, oder zur Rolle der türkischen Verbände. Stattdessen gibt es sehr häufig gegenüber Leuten, die das versuchen, Sätze wie jetzt hier bei Ihnen auch wieder über Safer Cenocak, der "übrigens nichts taugt" oder so ähnlich, keine Begründung, einfach als Person abgelehnt, aus, fertig. Das leuchet mir als Umgang mit kritischen Stimmen nicht ein.
"Denn oft verstärkt sich der Eindruck, dass WELT-Journalisten eher einer bestimmten Gesinnung Tribut zollen. Noch heute gibt mir der Fall mit den Jesus-Karikaturen von Haderer zu denken, der sogar Morddrohungen bekommen hatte und von einem griechischen Gericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Im Gegensatz zu den Mohammed-Karikaturen (kam sogar grossformatig auf die WELT Titelseite!) hat WELT die Haderer-Karikaturen nicht abgedruckt. Das erinnert mich irgendwie an die rechtskonservative Jylland-Posten aus Dänemark, die ebenfalls sich geweigert hatten, Jesus-Karikaturen abzudrucken.[/quote]
Unter Pressefreiheit verstehe ich nicht, daß man alles abdruckt, was irgendwen beleidigt. Das Entscheidende ist, daß man es sich als Redaktion selbst aussuchen kann, und daß kein Politiker, kein Staatsanwalt und kein gewalttätiger Mob entscheidet, was in meiner Zeitung steht. Bei Satire geht es nicht um Gerechtigkeit! Meines Wissens haben wir übrigens Haderer-Karikauren abgedruckt (was ich nicht getan hätte, weil ich sie scheußlich finde).
Viele von Ihnen haben recht, in der deutschen Gesellschaft und in den deutschen Medien Ressentiments gegen Türken, Muslime und/ oder Araber herauszuhören. Raddatz, Birg und wie sie alle heißen, schüren in der Tat ein Klima der Angst und des Hasses. Ich lehne das ab und bekämpfe es wo immer möglich. Aber ich finde, das kann nicht heißen, daß man auf eine Kritik wie die am Marsch für Talat Pascha verzichtet.
Den Deutschen hat die Auseinandersetzung mit ihrer blutigen Vergangenheit sehr gut getan. Es hat sehr lange nach dem Krieg noch viele Leute gegeben, (es gibt sie noch) die behauptet haben, es gäbe keine Beweise für den Judenmord. Es hat keinen Sinn, sie widerlegen zu wollen, weil es eine poltische entscheidung ist, so zu denken. Ich habe den Eindruck, in der Armenien-Debatte ist es ganz ähnlich. Aber wer mir entsprechende Artikel aus "Hürriyet" übersetzen kann, aus denen etwas anderes deutlich wird, würde mir eine große Freude machen :lach:
Was die Fotokampagne gegen Seyran Ates betrifft, sie habe auf ihrem Hochzeitbild doch so froh ausgesehen - das verschlägt mir die Sprache. So was nenne ich eben Hetze. Warum es Hetze ist, kritisch über türkische Zeitungen zu berichten , ist mir dagegen ein Rätsel.
Soweit erst mal. Danke für das Interesse!:hallo;
Liebe Diskutanten,
da ich nun so häufig in Ihrem Forum angesprochen werde, hier einmal eine Antwort. Nein, den Titel des Artikels habe ich nicht selbst gewählt; auf das Wort "Türkentum" hätte ich wohl verzichtet.
Ich finde nicht ganz fair, wenn mir nach dem Text mangelnde Recherche vorgeworfen wird. Ich habe mit allen betroffenen Redaktionen gesprochen, entweder vor Ort in Frankfurt oder auf anderen Wegen, mit etliche Texte übersetzen lassen und was immer ich konnte selbst gelesen. Ich versuche, herauszufinden, wie es kommt, daß auf beiden Seiten derzeit so ein Mißtrauen vorherrscht. Ich würde das gern ändern, auch und gerade in der in der WELT. Wir wissen zu wenig voneinander.
Ja, ich finde es seltsam, daß der Chefredakteur eines in Deutschland erscheinenden Blattes auch nach 23 Jahren noch nicht genug Deutsch spricht, um sich mit einer Kollegin zu unterhalten. Gleichzeitig habe ich seine Erfahrung mit den Deutschen so geschildert, daß er dabei durchaus "gut aussieht". Inzwischen haben mit schon mehrere Leute mitgeteilt, daß meine Einschätzung von "Zaman" zu positiv ist; daß Frauen dort durchaus zum Tragen des Kopftuchs genötigt werden. Sollte mir da eine Falschdarstellung unterlaufen sein, täte es mir natürlich sehr leid. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir mehr über Ihre Leseerfahrungen mit türkischen Zeitungen schreiben könnten, gern auch eine meine email.
Herzlich, Ihre
Mariam Lau
Liebe Frau Mariam Lau,
wenn Sie dazu beitragen wollen, das "vorherrschende Mißtrauen", wie Sie schreiben, zu verändern zugunsten von "Vertrauen", dann könnten Sie als Journalisten mehr Stimmen der türkischen Migranten und ihren Sorgen mit in die Zeilen Ihrer Artikel einfließen lassen.
Für mich ist die Integration dann gelungen, wenn ich als türkischstämmige Migrantin meine Stimme auch in den deutschen Medien vertreten sehe. Das muß so selbstverständlich sein, daß wir uns keine Sorgen mehr dahingehend machen müßten, daß wir jedesmal "zerrisen" werden. Journalismus verlangt viel auch an Ethik und Moral, was ich Ihnen hier absolut nicht abstreite. Nur darauf aufmerksam mache, daß man natürlich die Artikel auch nach ihrer Intention hin beurteilt. Die einseitige Berichterstattung bis hin zu offenen oder versteckten Diffarmierungen werden die immer mehr wachsende Kluft zwischen den Menschen vergrößern. Wir können das dulden oder endlich aufwachen.
Die Bedeutung der türkischen Zeitungen hat genau dieselbe Bedeutung wie die anderen ausländischen Zeitungen auch, nur daß in Deutschland 2,5 Mio. Türken leben. Pressefreiheit / Meinungsfreiheit. Vorallem als Zeichen der gewollten "Integration" von Migraten ist die muttersprachliche Presse unerlässlich. Ob sie und wie intensiv sie zur Information herangezogen wird, ist eine andere Sache. Aber die türkischen Medien zurechtzuweisen, gar sie mit herablassenden Kommentaren behaften, finde ich nicht ok und werde dann mich als eine "Leserin" dieser Blätter dagegen wehren. Ob ich ein großer Fan dieser Zeitungen bin oder nicht, ist absolut kein Thema.
Wenn der Titel Ihres Artikels auch Ihre Unterschrift getragen hätte, wäre es doch authentischer, oder nicht ? Sonst muß man sich doch krampfartig nach Informationen Ausschau halten, um diesem Titel gerecht zu werden. Ist das journalistisch fair ?
Viele Wünsche sind vorhanden, aber die Hoffnung schwindet. Eigentlich ist es ja nicht nur die Sorge der türkischen Menschen was die deutsche Presse angeht. Als verantungsvolle Journalisten muß man sich ja auch dieser Verantwortung stellen und nicht nur Artikel herausbringen, die manche Kreise der Leser total befriedigt, aber nicht zur Wahrheit oder gar zum Frieden dienlich istt.
Es sieht nicht gut aus und wirft leider viele Fragen auf, wenn in solchen schwierigen Zeiten, wo sogar einige Ihrer Kollegen vom "Kulturkampf" sprechen, sich eine deutsche Zeitung, die in letzten Wochen ganz schön für Ärger gesorgt hat, hinstellt und einen Artikel über die türkische Presse in der "Diaspora" verfaßt mit so einem unglücklichen Titel. Die türkische Presse vertritt auch türkische Stimmen: Also wer wird hier zurechtgewiesen ? Die türkische Meinungsfreiheit ?
Mit freundlichem Gruß
(PS: die PKK ist eine Terrororganisation)
Historikerzunft
08.03.06, 12:23
Beim Thema Armenien hört der Spaß überhaupt auf. Keine einzige türkische Zeitung spricht von Völkermord. Der einzige türkischstämmige Politiker, der dies tut - der Europaabgeordnete der Grünen, Cem Özdemir -, wurde als Verräter bezeichnet. Viele seiner Kollegen haben sich deshalb auf eine Art "Doubletalk" verlegt: in der deutschen Presse so, in der türkischen ein wenig anders. Interessanterweise berichten viele Leser, in den türkischen Ausgaben der Medien würde viel pluralistischer und auch selbstkritischer berichtet als in den Deutschlandausgaben - eine Art "Diaspora-Syndrom", meint der Schriftsteller Zafer Senocak: "In der Fremde muß man zusammenhalten". Auch die soziale Lage der Einwanderer - vielfach aus ländlichen Gebieten Anatoliens - kommt hinzu. Die Türken haben auch noch nicht viel Erfahrung mit der Diaspora - erst seit den sechziger Jahren.
In der Tat hört beim Thema "Armenien" der Spaß auf, weil sich ständig Leute zu Worte melden, die überhaupt keine Ahnung haben. Fraglich ist auch, ob Mann oder Frau schon mal was zu diesem ernsten Thema gelesen haben und nicht nur anhand forscher Ressentiments und Vorurteile eine Pseudodebatte vom Zaune reißen möchten, der sie zu keiner Zeit gewachsen wären.
Als besonders dreist empfinde ich es, wenn zum Beispiel der Historiker Michael Jeismann (schreibt auch für die FAZ) anhand des Wissens eines einzigen Buches (Operation Nemesis)- das er auch noch rezensiert hat- meint, ein vernichtendes Urteil über die Leugnungspolitik der Türkei fällen zu können. Erschreckend finde ich es vor allem, mit welcher Leichtigkeit deutsche "Intellektuelle", "Journalisten" und "Berufsversteher" in das revisionistische Lager wechseln, nur, um den "Türken" vorwerfen zu können, dass sie im Jahre 1915/16 einen Genozid begangen hätten.
Übrigens, Frau Lau wäre ebenfalls gut beraten, wenn Sie mangelnde Belesenheit, in Argumentationsfolge und Aufbau, nicht mit ideologischen Redundanzen paart, die nicht nur unerträglich, sondern bodenlos falsch sind. Wer eine offene Debatte in der Türkei fordert, scheint sämtliche politischen und historischen Auseinandersetzungen verschlafen zu haben und genau dies erweckt bei mir und vielen anderen kritischen Menschen den Eindruck, dass man zu diesem Thema nur eine Meinung, ein Ergebnis und eine Wahrheit hören möchte.
Ohne jeden Zweifel, man muss auch in der Türkei die revisionistische Position vertreten können, dass während der Katastrophe des Ersten Weltkrieges ein planmäßiger Völkermord begangen wurde aber dies setzt voraus, dass man seine Haltung begründet, vor einer offenen Debatte nicht davonrennt und seinem Kontrahenten nicht a priori Leugnung vorwirft.
Doch diese offene Debatte wird in Deutschland erst geführt werden können, wenn diejenigen das Zeitliche segnen, die das Sprichwort wahr werden ließen, dass man entweder zum König oder zum Trottel bereits geboren sein müsse (in Anlehnung an eine griechische Sentenz „nur für einen Trottel und den Kaiser gibt es ein ungeschriebenes Gesetz).
Hallo Frau Lau,
auch ich möchte mich zu Ihrem Artikel und der Meinungsbildung in Deutschland äussern.
Ich bin der Auffassung, dass viele User hier und ich eingeschlossen, vom Journalismus in Deutschland einfach viel mehr erwarten, als dieser hergibt.
Meine Forderung als Demokratin, Türkin und Mensch ist es, dass es endlich eine Berichterstattung in Deutschland gibt, die die Migranten einbezieht und nicht nur über sie Dinge schreibt, die so einfach nicht stimmen.
Wo bleibt das Gewissen eines Journalisten, wenn er nur den fertigen Kuchen anschaut und nicht hinterfragt, welche Zutaten dieser Kuchen enthält.
Ich habe manchmal das Gefühl, die Welt-Journalisten gehen lieber zum nächsten Bäcker und kaufen sich dort einen Fertigkuchen und machen sich nicht die Mühe, Rezepte zu suchen und selbst einen zu backen.
Ich wies Herrn Kalnoky schon mehrmals darauf hin, dass er als Journalist eine wahnsinns Verantwortung trägt. Möchte man diese Verantwortung los werden, dann bewirbt man sich lieber bei der Bild-Zeitung oder der britischen Sun.
Doch wer bei den ganz wichtigen Themen und die Türkeipolitik bzw. "Integrationspolitik" in Deutschland ist ein sehr wichtiges Thema, mitreden möchte, der muss mehr können als einen Fertigkuchen zu kaufen. Das man so unsensibel und tollpatschig damit umgeht, ist für mich oft ein Rätsel und sehr ärgerlich.
Doch ich erzähle Ihnen sicher nichts Neues, im Bezug auf die Wichtigkeit solcher Themen. Ob Sie zukünftig einer kritischen, gut recherchierten und fairen Berichterstattung folgen möchten, bleibt jedoch immer noch Ihnen überlassen.
Ich verlange keine Lobesgesänge oder nur posivite Meldungen über die Türken oder andere Migranten, sondern die Wahrheit, dass sollte nicht zu viel verlangt sein.
Und wenn ich in den deutschen Medien lesen muss, dass die Türkei einen angeblichen Genozid nicht anerkennen wollen und damit die Bad Guys sind, dann frage ich mich als Leser zunächst, wieso sie dies denn tun soll?! Welche Beweise gibt es? Wie sieht die Literatur dazu aus? Welche Meinungen gibt es in der internationalen Historikergemeinschaft? Ist die Beweislage stichhaltig oder nur vage?
Ich kann Ihnen versichern, ohne sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird man nie die Wahrheit schreiben können und daher bitte ich alle Journalisten, sich zunächst mit der Materie intensiv auseinanderzusetzen, bevor sie irgendeine Meinung in einem Artikel vermitteln.
Grüsse
Sahika
Liebe Frau Mariam Lau,
wenn Sie dazu beitragen wollen, das "vorherrschende Mißtrauen", wie Sie schreiben, zu verändern zugunsten von "Vertrauen", dann könnten Sie als Journalisten mehr Stimmen der türkischen Migranten und ihren Sorgen mit in die Zeilen Ihrer Artikel einfließen lassen.
Für mich ist die Integration dann gelungen, wenn ich als türkischstämmige Migrantin meine Stimme auch in den deutschen Medien vertreten sehe. Das muß so selbstverständlich sein, daß wir uns keine Sorgen mehr dahingehend machen müßten, daß wir jedesmal "zerrisen" werden. Journalismus verlangt viel auch an Ethik und Moral, was ich Ihnen hier absolut nicht abstreite. Nur darauf aufmerksam mache, daß man natürlich die Artikel auch nach ihrer Intention hin beurteilt. Die einseitige Berichterstattung bis hin zu offenen oder versteckten Diffarmierungen werden die immer mehr wachsende Kluft zwischen den Menschen vergrößern. Wir können das dulden oder endlich aufwachen.
Die Bedeutung der türkischen Zeitungen hat genau dieselbe Bedeutung wie die anderen ausländischen Zeitungen auch, nur daß in Deutschland 2,5 Mio. Türken leben. Pressefreiheit / Meinungsfreiheit. Vorallem als Zeichen der gewollten "Integration" von Migraten ist die muttersprachliche Presse unerlässlich. Ob sie und wie intensiv sie zur Information herangezogen wird, ist eine andere Sache. Aber die türkischen Medien zurechtzuweisen, gar sie mit herablassenden Kommentaren behaften, finde ich nicht ok und werde dann mich als eine "Leserin" dieser Blätter dagegen wehren. Ob ich ein großer Fan dieser Zeitungen bin oder nicht, ist absolut kein Thema.
Wenn der Titel Ihres Artikels auch Ihre Unterschrift getragen hätte, wäre es doch authentischer, oder nicht ? Sonst muß man sich doch krampfartig nach Informationen Ausschau halten, um diesem Titel gerecht zu werden. Ist das journalistisch fair ?
Viele Wünsche sind vorhanden, aber die Hoffnung schwindet. Eigentlich ist es ja nicht nur die Sorge der türkischen Menschen was die deutsche Presse angeht. Als verantungsvolle Journalisten muß man sich ja auch dieser Verantwortung stellen und nicht nur Artikel herausbringen, die manche Kreise der Leser total befriedigt, aber nicht zur Wahrheit oder gar zum Frieden dienlich istt.
Es sieht nicht gut aus und wirft leider viele Fragen auf, wenn in solchen schwierigen Zeiten, wo sogar einige Ihrer Kollegen vom "Kulturkampf" sprechen, sich eine deutsche Zeitung, die in letzten Wochen ganz schön für Ärger gesorgt hat, hinstellt und einen Artikel über die türkische Presse in der "Diaspora" verfaßt mit so einem unglücklichen Titel. Die türkische Presse vertritt auch türkische Stimmen: Also wer wird hier zurechtgewiesen ? Die türkische Meinungsfreiheit ?
Mit freundlichem Gruß
(PS: die PKK ist eine Terrororganisation)
Vor allem begeht man einen großen Fehler, wenn man die türkische Presse für vermeintlichen "Integrationsunwillen" verantwortlich zu machen sucht. Ein Begriff, der ohnehin eher einer politischen Kampfrhetorik geschuldet ist und darauf abzielt, Gesinnungskonformität mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft einzufordern. Man will das Paradigma eines sog. "integrierten Türken" definieren, diverse politische Themenkomplexe werden uns hierfür als Indikatoren und "Wasserstandsmelder" vor die Nase gesetzt. Gehst Du mit den Keleks und co. konform, distanzierst Dich gar von "nationalistischen Genozidleugnern", hast Du es geschafft. Diejenigen, die versuchen, sich diesem Diktat der Mehrheitsgesellschaft zu entziehen, sind "Integrationsverweigerer", und ihre Medien werden als Institutionen dieser Verweigerungshaltung interpretiert.
Dabei ist das genaue Gegenteil der Fall: wenn ich in absehbarer Zeit an einem Magengeschwür erkranken sollte, hat u.a. auch ein Medium wie die "Welt" einen Anteil daran. Ich brauche keine türkischen Medien, um mich angewidert von der öffentlichen und auf ein Gesinnungsdiktat abzielenden Meinungsbildung der deutschen Mehrheitsgesellschaft abzuwenden. Und jedes türkische Medium in Deutschland, dass sich diesem Druck beugt, wird vom Konsumenten konsequent abgestraft. Als Dogan seinerzeit bei Johannes Rau war und sich einen Schmusekurs mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft abpressen ließ, sind die Verkaufszahlen der Hürriyet massiv in den Keller gegangen. Sie hat gar ihren über Jahzehnte hinweg quasi naturgesetzmäßig eingenommenen Spitzenplatz unter den türkischen Zeitungen in D. eingebüßt. Irgendwann wird auch den deutschen Verantwortlichen dämmern, dass ihr eigentliches Problem nicht die "sprachlich inkompetenten anatolischen Bauern" sind, sondern diejenigen, die sich mindestens auf gleicher Augenhöhe den Kontroversen stellen, die "Fehdehandschuh" mit Leichtigkeit und selbstbewußt aufgreifen können, die man ihnen vor die Füße wirft.
Worin ich mir unschlüssig bin, sind lediglich die Ursachen dieser eingeschlagenen Entwicklung. Sucht man die Konfrontation gezielt oder ist es schlichtweg Naivität, dass man glaubt, man müsse uns "Alibitürken" wie Kelek, Ötzdemir und co. nur lange genug anpreisen, damit wir uns ihrer annehmen? Mehr und mehr kommen mir die deutschen Meinungsmacher vor wie lästige Staubsaugervertreter, die uns - mit aufdringlichem Fuß im Türspalt - ihre "Produkte" aufschwätzen wollen.
Boris Kalnoky berichtet absolut fair und gut informiert; er hat außerdem ja auch in diesem Forum gezeigt, wie gesprächsbereit er ist.
Boris Kalnoky ist in der Tat darum bemüht, fair zu berichten, auch wenn es ihm nicht immer gelingt. Auf jeden Fall ist er aufrichtig. Nur: was hat die "Welt" damit zu tun? Fehler wie auch Verdienste sind der Persönlichkeit Kalnokys geschuldet, ganz sicher nicht seiner grundsätzlichen Konformität mit der Türkei-Politik der "Welt", die ihn wie ein Feigenblatt vor sich her trägt.
...der Ausdruck "Türkentum" kam auf mit dem Prozeß gegen Orhan Pamuk, der sich angeblich des Verbrechens der Herabsetzung des Türkentums schuldig gemacht hatte. So hieß das Delikt, jedenfalls in der Übersetzung. War also nicht unsere Erfindung.
Pamuk wurde aufgrund Paragraph 301 angeklagt und "Herabsetzung des Türkentums" ist nur ein Artikel davon. Dieser eignet sich jedoch gut für reißerischere Titel und was hat eigentlich ein Artikel in einem Paragraph des türkischen Gesetzbuches mit den Türken in Deutschland zu tun?
Es fehte mir an Beiträgen… die wirklich einmal offen über Kopftuch pro und contra reden, oder zur Rolle der türkischen Verbände.
Dann sind Sie bei uns richtig!
Ich bin gegen das Kopftuch, denn unsere Frauen sind schön und unsere Männer anständig!
Und die türkischen Verbände in Deutschland taugen nichts. Es ist doch verwunderlich, dass die Arbeiterpartei aus der Türkei unter Doğu Perinçek nach Berlin reisen muss, um hier endlich etwas gegen die Genozidverleugnung zu tun.
Die türkischen Verbände in Deutschland werden zudem mit Debatten wie "Döner, Kopftuch, Zwangsheirat" (Originaltitel einer ZDF-Reportage mit Serap Çileli!) zwangsbeschäftigt.
ICH WILL ARBEIT (wenn ich fertig mit dem Studium bin) und KEINE "INTEGRATION" (denn ich bin schon "integriert" genug)!
… Safer Cenocak, der "übrigens nichts taugt" oder so ähnlich, keine Begründung, einfach als Person abgelehnt, aus, fertig.
Sie glauben doch nicht wirklich, dass ich den Zafer Şenocak aus Spaß so nenne? Sie können mich jetzt aber gerne fragen, warum ich über Cem Özdemir das Gleiche denke…
Aber ich finde, das kann nicht heißen, daß man auf eine Kritik wie die am Marsch für Talat Pascha verzichtet.
Wurden Sie auch von den Armeniern kontaktiert? (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=8320) Ihr Artikel war dem aus der Süddeutschen verdächtig ähnlich...
Den Deutschen hat die Auseinandersetzung mit ihrer blutigen Vergangenheit sehr gut getan. Es hat sehr lange nach dem Krieg noch viele Leute gegeben, (es gibt sie noch) die behauptet haben, es gäbe keine Beweise für den Judenmord. Es hat keinen Sinn, sie widerlegen zu wollen, weil es eine poltische entscheidung ist, so zu denken. Ich habe den Eindruck, in der Armenien-Debatte ist es ganz ähnlich. Aber wer mir entsprechende Artikel aus "Hürriyet" übersetzen kann, aus denen etwas anderes deutlich wird, würde mir eine große Freude machen
Ach so… die deutsche Auseinandersetzung mit der Geschichte. Haben Sie schon die Frage beantwortet, warum in Die WELT oder anderen Zeitungen keine türkischen Historiker zu Wort kommen? Ich glaube, dass letztes Jahr der türkische Botschafter interviewt und im Artikel als billiger Völkermordleugner dargestellt wurde.
Wer führt in Deutschland die Debatte über die türkische Geschichte? Türken? Nein, Deutsche, Armenier und TÜV-Türken, allein unter sich.
Was die Fotokampagne gegen Seyran Ates betrifft, sie habe auf ihrem Hochzeitbild doch so froh ausgesehen - das verschlägt mir die Sprache. So was nenne ich eben Hetze. Warum es Hetze ist, kritisch über türkische Zeitungen zu berichten , ist mir dagegen ein Rätsel.
Auf dem Bild ist Heulsuse Çileli abgebildet und es ist Hetze, wenn Frau Çileli lügt und deutsche Medien sich bereitwillig belügen lassen. An die "Ateş-Hetze" kann ich mich immer noch nicht erinnern...
Ich bin Türke und bei uns wurde niemand zwangsverheiratet und ich habe auch (noch) niemanden erschossen und ich habe sogar ein wenig geforscht: in unserer Familie (samt Verwandtschaft) gibt es weder Zwangsheirat noch Mord und Totschlag.
Doch solange es dem Türken-bashing dient, ist anscheinend alles erlaubt.
Nach über 40 Jahren Almanya scheint man hier immer noch nicht begriffen zu haben, dass wir keine "Gastarbeiter des 'Deutschtums'" mehr sind.
Mariam Lau
08.03.06, 13:50
Hallo Frau Lau,
auch ich möchte mich zu Ihrem Artikel und der Meinungsbildung in Deutschland äussern.
Ich bin der Auffassung, dass viele User hier und ich eingeschlossen, vom Journalismus in Deutschland einfach viel mehr erwarten, als dieser hergibt.
Meine Forderung als Demokratin, Türkin und Mensch ist es, dass es endlich eine Berichterstattung in Deutschland gibt, die die Migranten einbezieht und nicht nur über sie Dinge schreibt, die so einfach nicht stimmen.
Wo bleibt das Gewissen eines Journalisten, wenn er nur den fertigen Kuchen anschaut und nicht hinterfragt, welche Zutaten dieser Kuchen enthält.
Ich habe manchmal das Gefühl, die Welt-Journalisten gehen lieber zum nächsten Bäcker und kaufen sich dort einen Fertigkuchen und machen sich nicht die Mühe, Rezepte zu suchen und selbst einen zu backen.
Ich wies Herrn Kalnoky schon mehrmals darauf hin, dass er als Journalist eine wahnsinns Verantwortung trägt. Möchte man diese Verantwortung los werden, dann bewirbt man sich lieber bei der Bild-Zeitung oder der britischen Sun.
Doch wer bei den ganz wichtigen Themen und die Türkeipolitik bzw. "Integrationspolitik" in Deutschland ist ein sehr wichtiges Thema, mitreden möchte, der muss mehr können als einen Fertigkuchen zu kaufen. Das man so unsensibel und tollpatschig damit umgeht, ist für mich oft ein Rätsel und sehr ärgerlich.
Doch ich erzähle Ihnen sicher nichts Neues, im Bezug auf die Wichtigkeit solcher Themen. Ob Sie zukünftig einer kritischen, gut recherchierten und fairen Berichterstattung folgen möchten, bleibt jedoch immer noch Ihnen überlassen.
Ich verlange keine Lobesgesänge oder nur posivite Meldungen über die Türken oder andere Migranten, sondern die Wahrheit, dass sollte nicht zu viel verlangt sein.
Und wenn ich in den deutschen Medien lesen muss, dass die Türkei einen angeblichen Genozid nicht anerkennen wollen und damit die Bad Guys sind, dann frage ich mich als Leser zunächst, wieso sie dies denn tun soll?! Welche Beweise gibt es? Wie sieht die Literatur dazu aus? Welche Meinungen gibt es in der internationalen Historikergemeinschaft? Ist die Beweislage stichhaltig oder nur vage?
Ich kann Ihnen versichern, ohne sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird man nie die Wahrheit schreiben können und daher bitte ich alle Journalisten, sich zunächst mit der Materie intensiv auseinanderzusetzen, bevor sie irgendeine Meinung in einem Artikel vermitteln.
Grüsse
Sahika
Hallo Sahika!
"Um, wie Sie sehr richtig schreiben, "Migranten einzubeziehen" bin ich nach Frankfurt gefahren und habe mit sehr vielen Leuten gesprochen und ihnen die Gelegenheit gegeben, sich zu dem Thema Integration zu äußern. Die Beschwerden vieler Türken: Umgang mit der PKK, Fragebogen BW, Deutsch auf dem Schulhof etc. werden aufgelistet - und dann allerdings auch von mir kommentiert. Ich kann nicht so richtig nachvollziehen, was daran unfair sein soll.
Ich kann Sie nur bitten, uns auch in Leserbriefen oder eben hier Ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen.
Herzlich, Mariam Lau
Vor allem begeht man einen großen Fehler, wenn man die türkische Presse für vermeintlichen "Integrationsunwillen" verantwortlich zu machen sucht. Ein Begriff, der ohnehin eher einer politischen Kampfrhetorik geschuldet ist und darauf abzielt, Gesinnungskonformität mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft einzufordern. Man will das Paradigma eines sog. "integrierten Türken" definieren, diverse politische Themenkomplexe werden uns hierfür als Indikatoren und "Wasserstandsmelder" vor die Nase gesetzt. Gehst Du mit den Keleks und co. konform, distanzierst Dich gar von "nationalistischen Genozidleugnern", hast Du es geschafft. Diejenigen, die versuchen, sich diesem Diktat der Mehrheitsgesellschaft zu entziehen, sind "Integrationsverweigerer", und ihre Medien werden als Institutionen dieser Verweigerungshaltung interpretiert.
Dabei ist das genaue Gegenteil der Fall: wenn ich in absehbarer Zeit an einem Magengeschwür erkranken sollte, hat u.a. auch ein Medium wie die "Welt" einen Anteil daran. Ich brauche keine türkischen Medien, um mich angewidert von der öffentlichen und auf ein Gesinnungsdiktat abzielenden Meinungsbildung der deutschen Mehrheitsgesellschaft abzuwenden. Und jedes türkische Medium in Deutschland, dass sich diesem Druck beugt, wird vom Konsumenten konsequent abgestraft. Als Dogan seinerzeit bei Johannes Rau war und sich einen Schmusekurs mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft abpressen ließ, sind die Verkaufszahlen der Hürriyet massiv in den Keller gegangen. Sie hat gar ihren über Jahzehnte hinweg quasi naturgesetzmäßig eingenommenen Spitzenplatz unter den türkischen Zeitungen in D. eingebüßt. Irgendwann wird auch den deutschen Verantwortlichen dämmern, dass ihr eigentliches Problem nicht die "sprachlich inkompetenten anatolischen Bauern" sind, sondern diejenigen, die sich mindestens auf gleicher Augenhöhe den Kontroversen stellen, die "Fehdehandschuh" mit Leichtigkeit und selbstbewußt aufgreifen können, die man ihnen vor die Füße wirft.
Worin ich mir unschlüssig bin, sind lediglich die Ursachen dieser eingeschlagenen Entwicklung. Sucht man die Konfrontation gezielt oder ist es schlichtweg Naivität, dass man glaubt, man müsse uns "Alibitürken" wie Kelek, Ötzdemir und co. nur lange genug anpreisen, damit wir uns ihrer annehmen? Mehr und mehr kommen mir die deutschen Meinungsmacher vor wie lästige Staubsaugervertreter, die uns - mit aufdringlichem Fuß im Türspalt - ihre "Produkte" aufschwätzen wollen.
Lieber Cem,
nach der 2. Antwort von Frau Mariam Lau, hatte ich schon kein Interesse mehr zu diesem Thema noch was zu schreiben. Frau Lau hat mir mit Ihrer 2. Antwort eigentlich schon alles zwischen den Zeilen beantwortet. Ich nenne es eine "Abrechnung". Ich frage mich nur für was und für wen ? Für eine gezielte Diffarmierung unserer Community habe ich keine Antworten zur Verfügung. Ich war mit meiner Antwort zu Frau Lau´s erstem Antwort noch bereit - trotz der so ziemlich negativen Artikels der letzten Zeit - offen meinen persönlichen Standpunkt darzulegen. Denn sie hatte ja danach gefragt.
Jedoch nach ihrer zweiten Einlassung hat sich gezeigt, daß ich - man verzeihe mir - keine "unabhängige" "faire" "neugierige" Journalistin vor mir habe, was die Türken-Thematik betrifft. Sie bezieht sich tatsächlich auf die populären und populistischen "TÜRKEN-Themen" und verpackt es noch mit dem Zusatz "so ist es nunmal, was soll ich tun ?" ! So ist es eben nicht. Auf welche Themen und Personen hier man sich verläßt und Stimmung erzeugt, ist uns ja bekannt. Mehr habe ich da auch nicht mehr hinzuzufügen.
- Frauenunterdrückung
- Kopftuch
- Religion
- Genozid
- manipulierende türkische Presse
- Diaspora-Syndrom
- einseitige Meinungsbildung etc.pp.
- sogar die PKK komme vor
Jetzt zu Ihrer Gesundheit: Ich bitte Sie doch sehr, hier nicht an Magengeschwür zu erkranken. Wir halten doch hier mit großem Stolz ein Buch eines Landsmannes hoch, der "ein sehr wichtiges Thema" mit großem Anstand in einem Buch bearbeitet hat. Ein Buch, was ich ebenso mit Stolz immer gerne weiterempfehle. Auch an Frau Mariam Lau. Vielleicht liest sie. Von diesem Landsmann und von vielen, die hier schreiben, hoffen wir uns noch "viele Bücher". Unsere Bücher. Bitte gesund bleiben. Wir haben uns nach Büchern gesehnt.
Wie könnte ich Ihnen diesen Ärger und Frust nicht abnehmen. Nach der 2. Antwort von Frau Lau, bekam ich auch einen "moralischen Anfall" so unter uns gesagt. Traurig darüber, immer wieder solche Zeilen lesen zu müssen. Diese Zeilen haben mir viel über unsere gegenwärtige Lage hier in Deutschland ausgesagt. Vergessen wir aber nicht, wieviel die türkischen Menschen in diesem Land schon an Gutes geleistet haben, auch wenn sie "als anatolische Bauern" hierherkamen. Ich bin ja so stolz auf die I. Generation, die ohne Sprachkenntnisse ohne alles, und alles hinter sich gelassen, was ihnen lieb war, hierher kamen, um für ihre Familien was "Besseres" aufzubauen. Da ist nichts Schlimmes dabei. Unser Land war in einer Wirtschaftskrise. Heute wandern die Deutschen für Arbeit aus, sogar in die Türkei.
Freunde haben wir, auch wenn nicht die Mehrzahl, aber immerhin auch unter der deutschen Bevölkerung. Gegen die "Abhetzer" würde ich gerne einen Dialog beginnen oder fortführen, die alle "Vorurteile" und "Kampagnenstoffe", die uns betreffen, von Grund und Boden fegt.
Zum etwas Abreagieren, machte ich vorhin einen Spaziergang. Wieviel Vielfalt man auf deutschen Straßen mittlerweile erleben kann. Und die herzlichen Kinder, die mit ihren deutschen Freunden nach der Schule lustig vor sich hin den Nachhauseweg gehen. Alles das ist wohl einem bestimmten Kreis von Politikern und Pressevertretern nicht wert, behutsam damit umzugehen. Man kann kulturelle Vielfalt schnell kaputtschreiben, ohne zu ahnen, für wen man eigentlich hier Feder führt.
Von "Haßpredigern" in den Moschehen, zu zwangsverheirateten Frauen bis hin jetzt zu der freien türkischen Presse und eines Genozids: d.h.
- meine Religion, meine Familie, die Tradition, kulturelle Werte, unsere Kinder, die türkischen Frauen, unsere Geschichte, unsere freie Meinungsfreiheit durch die türkische Presse, unsere Filme. Habe ich noch was vergessen ? Und was ist die Zusammenführung dieser Themen:
"das ICH".
Und alle machen mit. Politik, Presse, Kirche, sogar aus unseren Reihen welche. Unter diesen Umständen bleibt für uns nur ein starkes Rückrad und zu wünschen übrig.
Hallo Frau Lau,
in Ihrem Artikel schreiben Sie:
"Wir verstehen uns als Anwälte der Türken in Deutschland", erklärt Sevda Boduroglu, energische Geschäftsführerin des mächtigen Dogan-Konzerns. Neben der größten türkischen Tageszeitung "Hürriyet" (deutsche Auflage etwa 44 000), auch "Milliyet" (um die 10 000), die Sportzeitung mit dem unzweideutigen Titel "Fanatik", der meistgesehene Sender Kanal D, sechs Radiostationen und 30 weitere Printmedien in der Türkei. Als Anfang der siebziger Jahre die ersten hier ihre Gehversuche starteten, war das Deutschlandbild rundum positiv. Deutsche Technik, deutsche Effizienz, auch die historische Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg wurden den Zugewanderten anempfohlen - heute brauchen sie "einen Anwalt". Was ist passiert?
Was ist tatsächlich passiert?
Meine Eltern, wie viele in der ersten Generation, sprechen nur sehr schlecht Deutsch. Dennoch war die erste Generation der Türken besser
integriert (Vorsicht, dieser Ausdruck wird noch mit Inhalt gefüllt werden!)
als ich es heute bin. Eigenartig oder, zumal ich der deutschen Sprache mächtig bin, eine akademische Ausbildung genossen habe, einen MBA von
einer angesehenen britischen Business School besitze und einen angesehen Beruf habe, der eine sehr gute "Rendite" auf meine "Investitionen" abwirft.
Das Phänomen der Integration
Was ist Integration? Wie und wo findet Integration statt? Gibt es unterschiedliche Integrationsformen und -phasen oder nicht? Ist Integration eine Einbahnstrasse? Welche Rolle spielt die Zeit dabei? etc.
"Die beste Integration ist die Assimilation", Otto Schilly, Innenminister a.D., 2002
Falsch!!!
Ein harmonisches Zusammenleben erfordert nicht die vollkommene Aufgabe der kulturellen Identität. Vielmehr erfordert es gegenseitigen Respekt und die Achtung der geltenden Gesetze (solange diese auch moralisch sind!). Die Interessen der herrschenden Kultur sind ja insofern gewahrt, als die Gesetze, die die gesellschaftliche Ordnung das Zusammenleben regeln, zum größten Teil, wenn nicht ausschliesslich, von der herrschenden Kultur geprägt sind.
Nicht nur aus Mitleid oder humanitären Gründen, sondern insbesondere aus Gründen der Eigeninteresse, sollte die herrschende Kultur bei der Regelung der gesellschaftlichen Ordnung und des Zusammenlebens auch die Bedürfnisse der Minderheiten berücksichtigen. Die Intension dabei sollte nicht nur vorbeugenden Charakter (um zukünftige Probleme zwischen den Kulturen zu verhindern) haben, sondern auch um die Stärken dieser Kulturen mit in die herrschende Kultur zu übernehmen (modifiziert oder 1:1), zu implementieren und als Stärke für das Wohl der gesamten Gesellschaft auszunutzen. Insbesondere im Zeitalter der Globalisierung.
Auch sollte die herrschende Kultur ihre Schwächen, ihre Minderwertigkeits-
komplexe und ihre Misserfolge nicht auf Kosten von Minderheiten versuchen zu vertuschen.
Der Wunsch von Herrn Otto Schilly ist allein aus technischen Gründen nicht umsetzbar:
Wir sind hier fast 3 millionen Menschen und nicht 30.000 oder 50.000. Ihr könnt uns nicht alle assimilieren, das geht gar nicht, erst recht nicht, wenn wir uns nicht assimilieren lassen wollen!
"Die Immigrantenkinder (lies: Türken) sind Schuld an Pisa-Ergebnis", Presse
"Die Bundesrepublik hat kein Ausländerproblem, sie hat ein Türkenproblem. Diese muslimische Diaspora ist im Prinzip nicht integrierbar. Man soll sich nicht freiwillig Sprengstoff ins Land holen." Hans-Ulrich Wehler im taz-Interview, 10.09.2002
"IQ der Türken", die Welt, Volkmar Weiß http://www.volkmar-weiss.de
"Unterschriftenaktion von Roland Koch gegen die doppelte Staatsbürgerschaft"
Zeitfaktor im Integrationsprozess
"Die Türken leben seit fast 50 Jahren in Deutschland und haben sich nach wie vor nicht intergrieren können. Die sind nicht integrierbar"
Oder:
"Der Anteil der türkischen Akademiker ist weit unter dem Schnitt"
Sind nur zwei von vielen Beispielen, womit die Türken in Deutschland konfrontiert werden.
Grundsätzliches dazu:
Übrigens bitte alle intellektuellen Türken sich diese These durch den Kopf gehen zu lassen und wenn sie ihre Meinung darin wiederfinden, diese These in Zukunft stark nach Außen zu kommunizieren!
Obwohl die ersten Türken bereits 1957 nach Deutschland kamen, fand eine systematische Zuwanderung von türkischen Arbeitskräften erst nach 1961 mit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Türkei und Deutschland statt. Fast alle dieser Zuwanderer kamen mit der Absicht, nach einigen Jahren mit ihren Ersparnissen in die Türkei zurück zu kehren. Beweise dafür sind
a) Die Sparrate: In den 1960'ern und 1970'ern betrug die Sparrate der in
Deutschland lebenden Türken 45%. Heute liegt sie bei ca. 20%.
b) Die geschlechtliche Aufteilung der Arbeitskräfte: Die Zuwanderer waren
überwiegend männlich.
c) Die Unterbringung: Viele dieser Arbeitskräfte lebten in sogenannten
"Heimen", da diese meist günstiger waren als Wohnungen. In diesen
"Heimen" wurden die Zimmer immer von mehreren Peronen geteilt,
ebenso die Küche und die Hygiene-Räumlichkeiten.
d) Der Geldtransfer in die Türkei: Der Geldtransfer der in Deutschland
lebenden Türken in die Türkei nimmt stetig ab. Dagegen ist ein starker
Anstieg von Immobilienerwerb unter den Türken in Deutschland zu
verzeichnen.
Bis Ende der 1970'er, Anfang der 1980'er war den in Deutschland lebenden Türken selbst nicht bewusst, dass sie nicht vorübergehend in Deutschland sind, sondern für immer. Dies war jedoch auch der deutschen Politik nicht bewusst. Denn sonst wäre Ende der 1970'er der Spruch "Wir wollten Arbeitskräfte, aber es kamen Menschen" nicht von der deutschen Politik geäußert worden.
Hinzu kam, dass die deutsche Politik Visa für Türken einführte und eine "Rückkehrprämie" von 10.000 DM für Rückkehrer gewährte. Erst ab diesem
Zeitpunkt wurde den in Deutschland lebenden Türken bewusst, dass sie sich entscheiden müssen. Bis mitte der 1980'er sind die Türken, die tatsächlich zurückkehren wollten, auch wieder zurück in die Türkei. Die jenigen, die sich für ein Leben in Deutschland entschieden haben, haben im Rahmen der Familienzusammenführung ihre Familien, insbesondere ihre Kinder, nach Deutschland geholt. Ich z.B. gehöre zu dieser Generation (1980 im Alter von 9 Jahren nach Deutschland gekommen).
Aus diesem Grund sollte die Integration der in Deutschland lebenden Türken auf dieser Basis bewertet werden: Also nicht 50 Jahre, sondern 25 Jahre!
Vergleichen Sie doch mal die Integration der Nordafrikaner in Frankreich, die in der 6. Generation dort leben und kein Wort Französisch sprechen mit dem der Türken in Deutschland. Aber diese Nordafrikaner sind alle französische Staatsbürger, während die Politik in Deutschland Unterschriften sammelt!!!
Wir sind sehr wohl und auch sehr gut integriert. Aber da die heutige Politik von uns die Assimilation abverlangt, nimmt die Integration Schaden. Und auch deshalb waren meine Eltern, die kaum Deutsch sprechen, keine Vermögenswerte in Deutschland hatten und auch keine deutsche Ausbildung genossen haben, besser integriert als ich, der, der deutschen Sprache mächtig ist, der Vermögenswerte in Deutschland besitzt und eine deutsche Ausbildung genossen hat.
Denn, ich bestehe auf meinem Recht, im gegensatz zu meinen Eltern!
Denn, ich bin aufgeklärter als meine Eltern!
Denn, ich besitze heute die legalen Instrumente um meine Interessen wahr zu nehmen, im gegensatz zu meinen Eltern!
Denn, ich habe andere Bedürfnisse als meine Eltern!
Paradox? Ja! Aber was ist den ein Paradox? John D. Barrow sagt:
"Ein Paradox ist nichts anderes als eine Wahrheit, die ein Handstand gemacht hat, um auf sich aufmerksam zu machen."
Und was die Märchen von "schlecht ausgebildeten Türken" und dass die Türken im akademischen Bereich unterrepresentiert seien angeht:
Ja, der Anteil der türkischen Akademiker ist in der Tat geringer als der Schnitt. Aber da vergleichen sie doch Äpfel mit Birnen. Wie soll ein Türke / ein Türkin denn eine akademische Karrirere überhaupt anstreben, wenn sie im Alter zwischen 7-12 Anfang der 1980'er nach Deutschland gekommen sind? Ganz zu schweigen, dass die Eltern der ersten Generation sich nicht ausreichend in dieser Sache bemüht haben. Warten Sie mal auf die Geburtsjahrgänge nach der 1985. Die Differenz wird sehr dann sehr schnell geschlossen werden.
All dies, was ich oben aufgeführt habe, zwingt die türkische Presse die Rolle des "Anwalts" zu übernehmen. Die aus meiner Sicht negative Entwicklung im Falle von Hürriyet, hat sich ja in ihrer Auflage bemerkbar gemacht. Noch milder, können sie nicht mehr werden. Bzw. kann die türksiche Presse schon, nur müssen sie dann Maria Lau's als Leser gewinnen.
Wir haben eine kritische Masse erreicht, wo wir nicht mehr assimilierbar sind und die Ressourcen für die Vertretung unserer Interessen selbst aufbringen können. Die technologische Entwicklung ist dabei besonders hilfreich. Das Wissen, welches wir als Kollektiv uns angeeignet haben ist ebenfalls ausreichend, was nicht bedeutet, dass es nicht weiter ausgebaut werden sollte. Das einzige was jetzt noch fehlt ist die Vernetzung. Aber wie Sie aus diesem Forum (wie viele andere Platformen auch) sehen, sind wir auf dem besten Weg dahin.
Was den angeblichen Völkermord angeht:
Es hat nie einen Völkermord an den Armeniern gegeben. Zumindest nicht durch Türken oder ihren Vorfahren. Dass Frau Tessa Hofmann bereits vor 2000 türkische Studenten gesucht hat, die Diplomarbeiten verfassen die diese These unterstützen sollen (gegen Entgelt versteht sich, ach wie heißt es wieder? Ja, Stipendium!) ist uns bekannt. Auch der Grund ist uns bekannt. Aber glauben Sie wirklich, dass Sie sich damit reinwaschen können, in dem Sie propagieren, dass der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts von Türken begangen sein soll und dass deutsche Offiziere dieses von Türken gelernt haben sollen? Tss Tss Tss
Was Ihre journalistische Leistung angeht:
Ich habe mal Lau im Duden nachgeschlagen und unter anderem folgendes erhalten:
4. lau (http://duden.xipolis.net/suche/abstract.php?shortname=szenedu den&artikel_id=626) Was für lau ist, ist umsonst, und umsonst ist immer gut. Geschenke, Gutscheine, Einladungen, Fundsachen ... ...
...also billig.
Nomen est omen.
Sie haben sich eine Meinung gebildet ohne sich das nötige Wissen anzueignen.
Dass Sie keinen Artikel gefunden haben liegt vielmehr in der Qualität Ihrer Recherche und nicht daran, dass es diese Artikel nicht gibt.
Beste Grüße
Turkuaz
_________________________
Tüm forumdaki arkadaslara bir kitap önerisinde bulunmak istiyorum. Kitap artik Almanya'da basilmiyor (nedenini okursaniz anlarsiniz) fakat Amazon üzerinden ara saticilara ulasmak mümkün. Almanya'da Türklerin karsi karsiya oldugu durumu cok güzel anlatiyor. Bilimsel bir calisma! Yazari bir Fransiz! Hatta Fransiz Meclisinden Ödül almis bir calisma! Anliyacaginiz hem iyi bir bas vuru kaynagi hemde tartismalar icin tarafsiz(!) bir kaynak. Buna ek olarak, mesela Londra'daki terör saldirisinda neden bir Jamaikali oldugunun cevabini bile bulabilirsiniz.
Das Schicksal der Immigranten. Deutschland, USA, Frankreich, Großbritannien.
von E. Todd (http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-url/index=books-de&field-author=Todd%2C%20E./028-2292397-4865338)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3546001354/qid=1141830895/sr=1-1/ref=sr_1_0_1/028-2292397-4865338
Turkuaz
danke.ich als integrierte aus 2.generation freue mich dass 3 bzw. 4. generation sich besser ausdrückt als wir.
1978, in ein arbeiterwohnheim, hörte ich von ein ältere immigrant
""pssssst, nicht über daytsche polizei oder beamte schlechtes sagen.die wissen, die hören alles""
seit 28 jahren bemühe ich mich für bessere integration.
bin mitglied einer dt.partei
bin ehrenamtliche mitarbeiter bei verschieden AGs und ASs
war und bin aktiv bei elternbeirat, fördernverein, ASB
Was soll ich noch tuen um als integrierte /akzeptierte Mensch gesehen zu werden?
heute noch, stehe ich am flugzeug Tür / warte das deutsche BGS mein pass Vorprüfen.
heute noch, werde ich mehrmals(bei bahnhof) kontrolliert weill ich schwarzkopf bin.
heute noch,beim paket abholung, muss ich mein pass vorzeigen. mein in deutschland erwerbte, von der oberstadtdirektor unterschriebene deutsche führerschein nicht als ausweis anerkannt.
kann jemannd mir erklären was das wort INTEGRATION bedeutet?
(ich bin nicht frau boduroglu auch nicht redakteur der Milliyet..auch nicht Cem Özdemir)
Helal olsun, Turkuaz :aferin: :aferin: :aferin:
Merhaba Sahika,
düsüncelerime katilmana sevindim.
Vatanimin, kültürümün, tarihimin, kisacasi: beni ben yapan
degerlerin bugünkü durumu, beni Ulu Önderimizin Bursa Nutku'nun
takipsici olmanin yeterli olmadigini gösterdi.
Bugün, Atatürk'ün Bursa Nutku'nun takipcisi olmak yetmez, uygulayicisi
olmak gerekmekte!
Saygi ve sevgilerimle
Turkuaz
Turkuaz
danke.ich als integrierte aus 2.generation freue mich dass 3 bzw. 4. generation sich besser ausdrückt als wir.
1978, in ein arbeiterwohnheim, hörte ich von ein ältere immigrant
""pssssst, nicht über daytsche polizei oder beamte schlechtes sagen.die wissen, die hören alles""
seit 28 jahren bemühe ich mich für bessere integration.
bin mitglied einer dt.partei
bin ehrenamtliche mitarbeiter bei verschieden AGs und ASs
war und bin aktiv bei elternbeirat, fördernverein, ASB
Was soll ich noch tuen um als integrierte /akzeptierte Mensch gesehen zu werden?
heute noch, stehe ich am flugzeug Tür / warte das deutsche BGS mein pass Vorprüfen.
heute noch, werde ich mehrmals(bei bahnhof) kontrolliert weill ich schwarzkopf bin.
heute noch,beim paket abholung, muss ich mein pass vorzeigen. mein in deutschland erwerbte, von der oberstadtdirektor unterschriebene deutsche führerschein nicht als ausweis anerkannt.
kann jemannd mir erklären was das wort INTEGRATION bedeutet?
(ich bin nicht frau boduroglu auch nicht redakteur der Milliyet..auch nicht Cem Özdemir)
ah ah abisi.."du bist türke!" deswegen kannst du auch niemals "du bist deutschland" sein.
sie haben ihr feindbild..daran gibt es nichts mehr zu rütteln.
fernerhin verweise ich alle reporter,andere schreiberlinge und verfechter irgendeiner "meinung"(aber keineswegs der realität,knallharten fakten und beweisen) zu dieser meinung eines für mich bemerkenswerten menschens:
http://liberalestimme.blogsome.com/2005/05/08/zwischen-eu-und-kaukasus/
dem habe ich als türke nichts mehr hinzuzufügen.
PS:PKK ist eine Terrororganisation und mordet in einer Demokratie
PS:die regierende partei in armenien ist ebenfalls eine terrororganisation,die im osmanischen reich wehrlose zivilisten abgeschlachtet hat,ihre eigenen politiker umgebracht hat,unschuldige türkische diplomaten auf dem gewissen hat.
PS:es gab nie einen Völkermord-sondern eine Deportation(wovon unsere toten nur träumen konnten..)
PS:berichten sie mal über die etnischen säuberungen und genozide im osmanischen reich (durch armenier an den türken und kurden) in azerbaydchan(durch armenier an azeris) und im norden des iraks(kurden an den irakischen türken in kirkuk)
in diesem sinne,willkommen bei PC-oder besser-in ihren intellektuellen alpträumen..und in der realität.
@Turkuaz
Das Problem ist auch, dass sie uns eben für "dumme Kümmeltürken" und allgemein für minderwertig halten. Nicht einmal, dass man von Haus aus zwei Sprachen sprechen kann, wird irgendwie angerechnet. Warum? Ja, türkisch ist eben eine minderwertige Sprache, igitt! Deutsch wird gesprochen, zack zack!
Ich war z. B. noch nie auf einer türkischen Schule und lebe fast mein ganzes Leben in Deutschland, dennoch kommt jemand auf die Idee und meint, der türkische Staat hätte mich indoktriniert, weil ich eben den "Völkermord" nicht anerkennen würde.
"Ehrenmorde"? Nicht einmal den türkischen Begriff für diese Schandtaten haben sie richtig übersetzt.
Ach ja, und die Doppelmoral und Heuchelei sollten wir nicht vergessen. In der Türkei sterben Menschen im Südosten oder durch Anschläge der PKK. Dennoch gibt es keine Hetzkampagne gegen Kurden. Selbst die ach so nationalistische und ständig Hetzkampagnen führende Hürriyet unterscheidet strikt zwischen kurdischen Bürgern (immerhin 12 Millionen!) und der terroristischen PKK.
Was haben wir in Deutschland? Obwohl es hier keinen "islamistischen Terror", Anschläge usw. gab, sehen Die WELT, F.A.Z. & Co. überall "islamistische Terroristen", "Schläfer" und allgemein gewalttätige Türken (Moslems) und bauen ein Bedrohungsszenario auf. Ich fand es z. B. richtig erschreckend, als bei einer talkshow bei Sabine Christiansen der CDU-Poliker Friedbert Pflüger meinte, dass zum Glück "die Mehrheit der Muslime in Deutschland bis jetzt friedlich sind".
Stinkt das nicht zum Himmel? Was wäre in Deutschland los, wenn hier über 30.000 Menschen in einem 15jährigen Krieg gestorben wären?
Na ja, ich wäre ja schon froh darüber, wenn sie uns einfach nicht mehr für dumm halten würden.
PS:die regierende partei in armenien ist ebenfalls eine terrororganisation,die im osmanischen reich wehrlose zivilisten abgeschlachtet hat,ihre eigenen politiker umgebracht hat,unschuldige türkische diplomaten auf dem gewissen hat.
PS:es gab nie einen Völkermord-sondern eine Deportation(wovon unsere toten nur träumen konnten..)
PS:berichten sie mal über die etnischen säuberungen und genozide im osmanischen reich (durch armenier an den türken und kurden) in azerbaydchan(durch armenier an azeris) und im norden des iraks(kurden an den irakischen türken in kirkuk)
in diesem sinne,willkommen bei PC-oder besser-in ihren intellektuellen alpträumen..und in der realität.
Man muss gar nicht so weit zurückgehen!
Armenien hält 20 % aserbaidschanischen Territoriums besetzt (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=4159) und leugnet den Völkermord in Khojaly vom 26.02.1992 (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=7752), ohne dafür irgendwie verurteilt zu werden und obgleich es Bilder, Videos, Zeugen (http://www.khojaly.net/) usw. gibt.
Und da meinen manche allen ernstes, dass die Türkei doch bitte die Grenzen zu Armenien öffnen sollte! Damit wären wir wieder bei Cem Özdemir...
Mit großem Interesse habe ich die Beiträge von Mariam Lau und den anderen Forumsmitgliedern gelesen. Ich möchte Frau Lau danken, dass Sie sich dem Disput gestellt hat. Wir, der Bund türkischer Journalisten in Europa, hatten vergangenes Jahr eine Beitrag in der Verdi-Medienzeitschrift, M - Menschen Machen Medien, publiziert.
http://mmm.verdi.de/archiv/2005/02/internationales/bereicherung_der_gesellschaft
Wir werden in den nächsten Monaten wieder einen Beitrag in deutscher Sprache verfassen. In diesem werden wir uns noch genauer mit den türkischen Medien beschäftigen (Nachrichten in deutscher Sprache, Sendungen in deutscher Sprache, Serien mit deutschem Untertitel, Qualität der Sendungen etc).
Kemal
Turkuaz
danke.ich als integrierte aus 2.generation freue mich dass 3 bzw. 4. generation sich besser ausdrückt als wir.
1978, in ein arbeiterwohnheim, hörte ich von ein ältere immigrant
""pssssst, nicht über daytsche polizei oder beamte schlechtes sagen.die wissen, die hören alles""
seit 28 jahren bemühe ich mich für bessere integration.
bin mitglied einer dt.partei
bin ehrenamtliche mitarbeiter bei verschieden AGs und ASs
war und bin aktiv bei elternbeirat, fördernverein, ASB
Was soll ich noch tuen um als integrierte /akzeptierte Mensch gesehen zu werden?
heute noch, stehe ich am flugzeug Tür / warte das deutsche BGS mein pass Vorprüfen.
heute noch, werde ich mehrmals(bei bahnhof) kontrolliert weill ich schwarzkopf bin.
heute noch,beim paket abholung, muss ich mein pass vorzeigen. mein in deutschland erwerbte, von der oberstadtdirektor unterschriebene deutsche führerschein nicht als ausweis anerkannt.
Hallo dertli4u,
genau dieser Punkt geht ja aus meinem geschriebenes hervor:
Die erste Generation war besser integriert, WEIL SIE KEINE FORDERUNGEN STELLTEN!
Die erste Generation war besser integriert, WEIL SIE NICHT AM GESELLSCHAFTLICHEN LEBEN TEIL HABEN WOLLTEN!
Die erste Generation war besser integriert, WEIL SIE FREIWILLIG UND OHNE ZU MONIEREN ALS STRASSENKEHRER, MÜLLMANN, AKKORD-FLIESSBANDARBEITER, BAUARBEITER, BERGBAUARBEITER, ETC
arbeiteten.
Die erste Generation war besser integriert, WEIL SIE NICHT IM ELTERNBEIRAT, AGs, DEUTSCHER POLITIK, ETC AKTIV WAREN
Die erste Generation war besser integriert, WEIL SIE VON IHREM ERSPARTEN DIE ZWEITE WOHNUNG ODER DAS FELD VOM NACHBARN IN DER HEIMAT KAUFTEN UND NICHT WIE DER MILLIYET DEUTSCHLAND-CHEF IN EINER REIHENHAUS-SIEDLUNG WO ÄRZTE, ANWÄLTE USW. WOHNEN. KANNST DU DIR VORSTELLEN, WELCHEN WERTVERLUST DIE HÄUSER DIESER MENSCHEN HAT, WEIL EIN TÜRKE DA JETZT DIR-NICHTS-MIR-NICHTS EINFACH SO EINGEZOGEN IST?
Die erste Generation war besser integriert, WEIL SIE DIE DOPPELMORAL DER EUROPÄISCHEN / DEUTSCHEN POLITIK NICHT ERKANNT HAT. WAS FÄLLT DER JETZIGEN GENERATION ÜBERHAUPT EIN, IN DER TERRORFRAGE (PKK IST EINE TERRORORGANISATION), AN DEM ANGEBLICHEN VÖLKERMORD, ETC SICH NICHT NUR ZU INFORMIEREN UND SOGAR EINE EIGENE MEINUNG ZU BILDEN, NEIN, SOGAR SICH DIESBEZÜGLICH ZU ENGAGIEREN???
Wenn Du schön brav wie die erste Generation schweigen, akzeptieren, zufireden sein und die Übermenschen huldigen würdest, wärst Du sehr wohl integriert.
DU BIST SCHULD!
DIR FEHLT NICHT NUR DIE BEREITSCHAFT ZUR INTEGRATION, NEIN DU WIDERSETZT DICH SOGAR!
Deshalb geschieht es Dir und Deinesgleichen recht!!!
Hosca kal,
Turkuaz
[ps:ich habe nur zitat korregiert*dertli]
deryatulga
09.03.06, 13:02
mal 'ne Frage in die Runde: Hat eigentlich jemals irgend jemand in der Türkei wegen eines "Meinungsdeliktes" in der "Armenischen Frage" auch nur einen Tag im Gefängnis verbracht? Mir fällt da auf Anhieb niemand ein.
Ich glaube, vor etlichen Jahren traf so ein Schicksal Ali Nesin und Sevan Nisanyan. Nur die beiden waren damals Soldat und das Ganze wurde eher als ein Disziplinarverfahren erachtet. Es gibt noch diesen Fall mit einem assyrischen Priester, der auchfür ein Paar Tage in Polizeigewahrsam geriet. Tabubegriff ist die Erfindung der armenischen Propaganda ab Mitte siebzigerJahren. Gemeint war dabei nicht einmal die Türkei, sondern die westlichen Staaten.
Ich finde das zusammen mit den Büchern komisch, nur macht mich das in den Augen von Die WELT, F.A.Z., ZDF usw. nicht sympathischer...
Meine Fresse... was für eine Farce das Ganze doch ist!
Selbst armenische Nachrichtenagenturen sind noch so fair und berichten darüber. Seitens der hiesigen Medien hingegen wird immer noch die Desinformation den Lesern aufgetischt, dass die Armenier-Frage ein "Tabu" wäre in der Türkei, man darüber angeblich nicht sprechen könne, es keine Bücher darüber gäbe etc ...
Nachfolgend eine solche News zu einer Publikation eines armenischen Historikers in der Türkei:
http://www.panarmenian.net/news/eng/?task=world&id=14276&date=2005-07-23
SECOND VOLUME OF BOOK ON ARMENIAN GENOCIDE PUBLISHED IN ISTANBUL
/PanARMENIAN.Net/ The second volume of a book called the Armenian Genocide in the Turkish Sources by Armenian historian Vahagn Tatryan is published in Istanbul. The Pelke printing house publication is in Turkish. The first volume of the book – the Role of Institutions in the Armenian Genocide – was published by Pelke last year. The second volume comprises the results of a research of Turkish sources held by V. Tatryan, reported Haratch newspaper being issued in Paris.
Bücher, die die armenische Sicht der Historie vertreten, gibt es seit über 10 Jahren in der Türkei zu kaufen.
Ist mir gerade aufgefallen: der Artikel von Frau Lau ist bei "welt.de" zweimal aufgelistet, mit unterschiedlichen Überschriften. Einmal unter
http://search.seekport.biz/spRedir_springerWelt_SS_11_20_ 13?http://www.welt.de/data/2006/03/07/856312.html
... und einmal unter
http://search.seekport.biz/spRedir_springerWelt_SS_11_20_ 12?http://www.welt.de/data/2006/03/07/856122.html
Merhaba DeLaHoya,
@Turkuaz
Das Problem ist auch, dass sie uns eben für "dumme Kümmeltürken" und allgemein für minderwertig halten. Nicht einmal, dass man von Haus aus zwei Sprachen sprechen kann, wird irgendwie angerechnet. Warum? Ja, türkisch ist eben eine minderwertige Sprache, igitt! Deutsch wird gesprochen, zack zack!
Türkcemizin dünyanin en modern, en kolay ögrenilen, en ileri, sanata en
yatkin dillerinden birisi oldugunu biliyormuydun?
2004 yilanda, yanilmiyorsam Berlin'de, uluslararasi bir dil toplantisinda dünya capinda yapilan bir arastirmanin sonuclari yapilmisti. Bu arastirmaya göre, dünyada anadilini en erken ögrenenler Türk cocuklari! Ortalama 2,5-3 yas arasinda dili tamamen söküyorlar. En gec ögrenenler ise Arapcayi kullananlar, ortalama bu ülkelerde 13-14 yas! Almanya ortalarda. Türk cocuklarinin anadillerini cabuk ögrenmelerinin nedeni olarakta, arastirmayi yapan dil bilimcisi, Türkcenin ayni "Lego" gibi, cok kolay ve mantikli olmasina bagliyor.
Bu yüzden, krese baslayasiya kadar cocuklarimiza güzel bir Türkce ögretmemiz cok önemli. Almanyaci zaten kreste mecburen ögreniyorlar. Biz kizimizla öyle yaptik.
Ben Frankfurt'ta yasiyorum ve iddia edilenin aksine Almanca bilmeyen bir Türk genciyle / cocuguyla karsilasmadim, fakat maalesef cok Türkce bilmeyen Türk gencleriyle / cocuklariyla. Türk cocuklarinin Almanca bilmemeleri masallarina kanmayalim.
Hosca kal,
Turkuaz
Merhaba,
PC'yi bir süredir passiv olarak takip ediyordum. Gazeteci gecinen Lau
hanimefendinin makalesi(?) üzerine üye olup aktif olmaya karar verdim.
Bu forumda hosuma giden: Katilimcilarin entellektüel düzeyi, Almancayi
kullanma seviyeleri ve derin bilgi dagarcigi.
Lau hanima verdigim cevaptada belirttigim gibi, artik burada yasayan
Türkler olarak örgütlenmemiz lazim.
Yanlis anlamayi önlemek icin belirtmek istiyorum:
Organik bir olusuma gitmek, bir dernek veya grup kurmak, vs gibi bir amac tasimiyorum. Cünkü yeteri kadar, hatta gereginden cok daha
fazla benzer olusumlar mevcut. Hem böyle bir olusum istendigi
takdirde kötü ve tehlikeli gibi gösterilebilir ve saldirilara acik olur.
Benim örgütlenmeden kastim, mevcut olan entellektüel, bilgi ve zeka birikimlerini bir araya getirerek, hem bizim burada maruz kaldigimiz saldirilara
hemde ülkemize karsi yapilan yalan propagandaya karsi terzler olusturmak.
Mesela, Lau hanimefendiye verdigim cevapta, Türklerin entegrasyonunu
degerlendirirken, hangi zaman faktörünü baz almak gerektigini tartismaya
actim. Düsüncelerime katiliyormusunuz bilmiyorum, fakat bunun gibi bir cok
konuyu tartisabiliriz. Fakat bunlar duygusal degil, bilimsel olmali. Bilimsellikle
kastim, kaynakli olmali.
Tartisip hemfikir oldugumuz tezleri, mevcut olan Türk örgütleri kanaliyla
disariya / topluma tasiyabiliriz. Biz sustukca üstümüze geliyorlar. Ben sahsen, artik burada yasayan Türklerin bireysel olarak muazzam bir bilgiye,
beceriye, birikime ve hatta maddi imkanlara kavustugunu düsünüyorum.
Fakat bunlari bir araya getirmedikten sonra, bizim icin hic bir cikari olmuyor.
Hem toplumsal (kollektif) hemde bireysel bazda. Iyi ahci olabilirizde,
kendimiz pisirip, kendimiz yiyoruz. Restoran acmanin zamani geldide gecti
bile.
Ne dersiniz?
Hosca kal,
Turkuaz
Mitten in Ankara, in einer der größten und angesehensten Buchhandlungen (Dost) stehen Akcams Bücher direkt neben denen von Kazim Karabekir Pascha.
Türkisch-britischer Student in Armenien verhaftet!
The Associated Press
YEREVAN, ARMENIA -- A Duke University researcher was detained at Yerevan airport Friday on suspicion of smuggling antique books out of Armenia, the National Security Service said.
An official for the security agency, speaking on condition of anonymity, said Turkish citizen Yektan Turkyilmaz had been arrested in possession of books dating from the 17th to 20th centuries and was suspected of seeking to take them secretly on a flight to Turkey.
Turkyilmaz, of Duke University in Durham, is likely to be fined although the offense he is accused of carries a maximum five-year jail term, the official said.
Books older than 50 years cannot be taken out of Armenia without special permission. Turkyilmaz was in Armenia to carry out research in the Armenian national archives, the first Turk to be allowed to do so.
Turkyilmaz is a doctoral student in Duke's cultural anthropology department, according to the department's Web site. His dissertation is on the effects of geography and nationhood on Turkey's society.
http://newsobserver.com/news/story/2...-8917277c.html (http://www.anonym.to/?http://newsobserver.com/news/story/2513231p-8917277c.html)
deryatulga
10.03.06, 15:24
Türkyilmaz cehaletinin ifllah etmez türden oldugu ortaya cikan Akcam'in yerine yetistirilen bir arkadas ve soykirimi tezlerinin atesli bir savunucusu. Tutuklanmasi da antika kitaplari Ermenistan disina cikartmak istediginden. Serbest birakilmasi icin kimlerin kulis yaptigina bakildiginda mesele günes gibi parliyor.
Ben Frankfurt'ta yasiyorum ve iddia edilenin aksine Almanca bilmeyen bir Türk genciyle / cocuguyla karsilasmadim, fakat maalesef cok Türkce bilmeyen Türk gencleriyle / cocuklariyla. Türk cocuklarinin Almanca bilmemeleri masallarina kanmayalim.
Turkuaz
Roland Koch will Türkisch als Schulfach einführen.
Wenn sie die Sprache beherrschten, könnten sie an den demokratischen Prozessen teilnehmen und hätten alle beruflichen Möglichkeiten. «Die Entscheidung, dauerhaft in Deutschland zu leben, ist eine Entscheidung in der deutschen Sprache zu denken und zu träumen», sagte Koch. Dies bedeute aber nicht, die türkische Sprache zu vergessen oder die Heimat der Eltern und Großeltern zu ignorieren. Wie stark sich die jungen Menschen auf welchen Teil von Heimat einließen, sei ihre Entscheidung.
****
Der Freiburger Erziehungswissenschaftler Prof. Norbert Huppertz forderte eine bilinguale Bildung aller Kinder. Die doppelte Sprachbildung müsse aus entwicklungspsychologischer Sicht in den ersten sechs Lebensjahren beginnen. Kinder, die sechs Jahre in ihren Familien einwandfreies Türkisch und drei Jahre im Kindergarten gut Deutsch lernten, hätten später keine Probleme mit der Sprache. Sinnvoll seien auch bilinguale Kindergärten mit deutsch- und türkischsprachigen Erziehern.
http://www.rhein-main.net/sixcms/lis...le&id=2484841#
Türkyilmaz cehaletinin ifllah etmez türden oldugu ortaya cikan Akcam'in yerine yetistirilen bir arkadas ve soykirimi tezlerinin atesli bir savunucusu. Tutuklanmasi da antika kitaplari Ermenistan disina cikartmak istediginden. Serbest birakilmasi icin kimlerin kulis yaptigina bakildiginda mesele günes gibi parliyor.
evet..ama buna ragmen ancak ikinci mahkeme de serbest kalabildi.
serbest birakilmasi icin, bütün ermeni dostlari mektup yazdi.
*****
ve bu arada , bu sahsin ismi Türkiyede parlamis oldu..öyle ya, ermenistanda tutuklandigina göre!
Hürriyet kendisiyle iki gün arka arkaya ropörtaj yapti.
Demek Ermeniler bizden daha ilkeli davraniyor. "Bu adam bizim dostumuz" filan demeden iki ay yatirdilar ve Ermenistan icin cok yüksek bir kefaletle saldilar.
elbette daha ilkeli davraniyorlar.
bizimkiler, EU ne diyecek/ne der diye düsünüp öyle karar veriyorlar.
**********
bir zamanlar, inönüye uygulanan bir taktikden bahsedilirdi.
Tavsan kac, tazi tut taktigi
inönü. ilk önce sosyal devlet demeye baslamisti hemen daha sol bir parti aktif hale geldi.
bu sefer, ortanin solundayim dedi.
hemen sosyalist bir söylem basladi
en sonunda, silahli devrime gerek yok, biz kapilari acarak devrim yapacagiz diyen karaoglan ekibi partiyi ele gecirdi.
korkunun ecele faydasi yok, ondan cekin, buna bulasma, o ne der, EU ne yapar, abd ne düsünür falan derken.....
birde bakacagiz ki, tehcirin 100. yil dönümünde, ermeni soykirimi anitini anitkabirin karsisina dikecekler.:kafa:
deryatulga
10.03.06, 16:22
elbette daha ilkeli davraniyorlar.
korkunun ecele faydasi yok, ondan cekin, buna bulasma, o ne der, EU ne yapar, abd ne düsünür falan derken.....
birde bakacagiz ki, tehcirin 100. yil dönümünde, ermeni soykirimi anitini anitkabirin karsisina dikecekler.:kafa:
Soykirimi aniti aslinda dikildi ve töreni bile yapildi Istanbul Ermeni mezarliginda. Adi
"Ermeni yazar ve aydinlarini anma" aniti! Acilisinda sadece Patrik degil, devletin de
temsilcileri bulundu. Bizde her sey medyanin koparttigi yaygaraya bagimli oldugundan, düz haber seklinde verilen bu olayi herkes atladi. Bu acikcasi beni rahatsiz eden bir sey degil. Ama bu yapilirken benim tarihim mumyalasirsa, diyecek cok seyim vardir.
Hosgeldin Turkuaz,
katiliyorum. Bir nevi "Düsünce Fabrikasi" lazim bize!
Wir haben viele Helle Köpfe hier im Forum, also genug Potenzial um ernste Projekte zu verwirklichen.
saygilar
Merhaba Carlito,
evet, aynen bunu kastetiyorum. Fakat "düsünce fabrikasin'dan" elde edilen
sonuclari kullanmak önemli. Yoksa, bir konu üzerine kafa yorduk, düsündük,
bir sonuca vardik ve..... bir köseye attik. Hic bir anlami yok.
Yineliyorum fakat, Lau hanima yazdigim cevapta, Türklerin Almanya'daki
entegrasyon sürecini zaman olarak yaklasik 50 yil degilde, 25 yil olarak baz
almak gerektigini vurguladim. Cünkü, entegrasyon sürecine 25 yil olarak
baz alirsak, Almanya'da yasayan Türklerin bu kadar kisa bir sürede neler
basardiklari takdire deger. Bence bu konuyu tartismakta yarar var.
Bunun yanisira, dertli4u'ya yazmis oldugum mizahi cevaptada, entegrasyon
"onlar" icin ne, "bizim" icin ne? Bana kalirsa, birinci nesil, tüm eksiklerine
ragmen (dil, sosyal baglantilar, girisim, maddi imkanlar, vs.) bizlerden daha
"entegre" idi. Cünkü, her seyi oldugu gibi kabullenip, talepleri yoktu. Ne
zaman ki sonradan gelen nesil / nesiller entegre olduklari icin talep etmeye
basladilar (maddi, sosyal, toplumsal, hak, hukuk, dogruluk), iste ozaman
bizlerin üstüne asimilasyon hedefleri ile yöneldiler.
Bence bu konuda tartisilmasi lazim: Entegrasyon nedir? Türkler entegre
olmuslarmidir? Taraflarin entegrasyondan anladiklari nedir? Her iki tarafin
cikari nedir? (burada dogal olarak bizim cikarimiz onlarin cikarindan daha
önemli). Eger entegrasyon üzerine bir mutabakat saglanamiyorsa, yeni bir
hedef daha gercekci degilmi?
Bunun yanisira, sivas74 rumuzlu arkadasin diger forumda ortaya atmis
oldugu "azinlik statüsü" (Minderheitenstatus) bence arastirmaya ve
tartismaya deger bir konu.
Diger bazi konular:
1. Sark enstitüsü baskani Udo Steinbach tarafindan dile getirilen ve
özellikle protestan kilisesi tarafindan desteklenen, Türk diye bir irkin
olmadigi, Türklerin aslinda Sanskritlerin bir alt kolu olduklari, dolayisi ilede
Türkiye diye bir devletin varolma hakki bulunmadigi tezine karsi,
Avrupa diye bir kitanin bilimsel olarak olup olmadigi (forumlarin birinde
bu konuda bir aciklama vardi, ki benim bilgimle örtüsüyor), eger yoksa,
Avrupa Birligi diye bir birligin var olma hakkinin olup olmadigi, AB'ye
aslinda hangi deyimin daha cok uyabilecegi (mesela: Bati Asya Birligi?)
2. Türkiye'nin AB'ye üyeligi: Getirisi, götürüsü, gercekliligi, alternatifleri,vs.
3. Demokrasi: Demokrasi nedir, ne degildir? Demokrasin amaci ve bugün bu
amaca ulasip ulasmadigi? Demokrasinin yerini alabilecek sistemler
(bunlar illede fasizan veya diktatörlük olmak zorunda degil ya)
4. Türklerin Almanya'da nasil bir örgütlenmeye gitmeleri gerekli? Ilk bastaki
sorulari (entegrasyon, vs.) tartistiktan sonra. Mesela agirligimizi maddi
gelismeye (güc) yönlendirmek mi, yoksa kültürel degisimi (asimilasyon)
kabullenerekmi? Yoksa ama, burada yasayan Türk elitlerinin(!) bir araya
gelerek temel konularda degisime önce olmalarimi (ölen ölür, kalan saglar
bizimdir söyleminden yola cikarak)?
Ne dersiniz?
Hosca kal,
Turkuaz
deryatulga
14.03.06, 15:54
"1. Sark enstitüsü baskani Udo Steinbach tarafindan dile getirilen ve
özellikle protestan kilisesi tarafindan desteklenen, Türk diye bir irkin
olmadigi, Türklerin aslinda Sanskritlerin bir alt kolu olduklari, dolayisi ilede
Türkiye diye bir devletin varolma hakki bulunmadigi tezine karsi,
Avrupa diye bir kitanin bilimsel olarak olup olmadigi (forumlarin birinde
bu konuda bir aciklama vardi, ki benim bilgimle örtüsüyor), eger yoksa,
Avrupa Birligi diye bir birligin var olma hakkinin olup olmadigi, AB'ye
aslinda hangi deyimin daha cok uyabilecegi (mesela: Bati Asya Birligi?)"
Udo Steibach hakkinda övücü bir söz söyleyecek dünyadaki son adam oldugum kesin. Yalniz yukaridaki laflari hem de Protestan kilisesinin destegi ile söylemis olmasina imkan yok. Her seyden önce Steinbach ne kadar cahil olsada Sanskritler
diye bir irk olmadigini, Sanskritlerin bir halk bile olmadigini, sadece bir dil grubuna verilen ad oldugunu bilir. Sanskritce Indo-Germen dillerin atasi, Türk dil gruplariyla
taban tabana zit. Steinbach bunu da bilir. Steinbach'in, o da bu lafi eden Türklerden yillarca sonra söyledigi, Türk diye bir milletin olmadigi. Türk irkini baz alarak mesruiyet tartismasi yapacak kadar salak degil. Burada ettigi laf da
dayatilip durmakta olan Türkiyelilik kavraminin bir yansimasi. Ayrica devletler hak ettikleri icin degil, bir siyasi gercegin ürünü olarak oradadir. Abesle istigal edip zaman kaybetmeye gerek yok. Avrupa Birliginin kurulmaya hakkinin olmadigini farz etsek bile bizde bunu önleyecek güc var mi? Öyleyse isimize bakalim ve kendi tabanimizi pekistirelim.
Udo Steibach hakkinda övücü bir söz söyleyecek dünyadaki son adam oldugum kesin. Yalniz yukaridaki laflari hem de Protestan kilisesinin destegi ile söylemis olmasina imkan yok. Her seyden önce Steinbach ne kadar cahil olsada Sanskritler
diye bir irk olmadigini, Sanskritlerin bir halk bile olmadigini, sadece bir dil grubuna verilen ad oldugunu bilir. Sanskritce Indo-Germen dillerin atasi, Türk dil gruplariyla
taban tabana zit. Steinbach bunu da bilir. Steinbach'in, o da bu lafi eden Türklerden yillarca sonra söyledigi, Türk diye bir milletin olmadigi. Türk irkini baz alarak mesruiyet tartismasi yapacak kadar salak degil. Burada ettigi laf da
dayatilip durmakta olan Türkiyelilik kavraminin bir yansimasi. Ayrica devletler hak ettikleri icin degil, bir siyasi gercegin ürünü olarak oradadir. Abesle istigal edip zaman kaybetmeye gerek yok. Avrupa Birliginin kurulmaya hakkinin olmadigini farz etsek bile bizde bunu önleyecek güc var mi? Öyleyse isimize bakalim ve kendi tabanimizi pekistirelim.
Merhaba deryatulga.
Bakiniz:
http://www.turkiye.net/konuk/tamer1.htm
http://www.halkinsesi.org/?action=journalist&aid=370
http://www.orkun.com.tr/asp/yazi.asp?Makale_nu=EA.JS/EOAA/WATDU!*YNYP*-WVJDWIFTBSF*YNYP,WVJDWIFTB8
http://www.hakimiyetimilliye.org/modules.php?name=News&file=article&sid=541
Esas kaynak:
Türkiye’de Alman Vakıflarının Marifetleri” Tamer Bacıoğlu, Cumhuriyet 06,07,1999
Yukaridaki baglantilarin hepsi Udo Steinbach'in 06.07.1999 tarihli konusmasini yansitiyor. Fakat degisik kaynaklar göstereyim istedim.
Bunun yani assagida bazi bilgilendirici baglantilar (Tessa Hofmann ve Ermeni
konusu, vs.):
http://www.turkiye.net/konuk/ishak1.htm
http://www.1001kitap.com/Guncel/Tamer_Andrea_Bacinoglu/modern_alman_oryantalizmi/alman07etnosantrik.html
http://www.radikal.com.tr/haber.php?haberno=129644
Diger konular icin ne düsüyorsun / düsünüyorsunuz?
Hosca kal,
Turkuaz
Is öyle kaynaklara kalsa ben dünyanin tepsi gibi düz oldugunu da, öküzün boynuzunda durdugunu da kanitlarim. Tamer Bacinoglu hakkinda düsündüklerimi daha gecenlerde yazdim, tekrari gereksiz. Birileri Steinbach'i albay üniformasiyla gördüklerine de yemin ediyorlar, kaynaksa o da kaynak! Allah herkese akil fikir versin.
Deryatulga,
kaynak kabul etmiyorsan, ki, herhangi bir kaynak olsa, zaten seninle tartismanin pek bir anlami yok :hallo; .
Kaldi ki, sana yaptigi konusmayi degisik kaynaklardan aktardim. Bunlarin arasinda ülkücü kaynaklarin yani sira, Atatürk'cü ve hatta Cumhuriyet gibi saygin bir gazete bile var.
Neyse, senin dünya görüsüne uymuyorsa kabul etmeme hakkin var. Ozman
artik bu konuda senden yorum beklemiyorum. Belki diger konulara katkin olur.
Diger foruma katilanlar ne düsünüyorlar?
Hosca kal,
Turkuaz
deryatulga
14.03.06, 17:36
Deryatulga,
kaynak kabul etmiyorsan, ki, herhangi bir kaynak olsa, zaten seninle tartismanin pek bir anlami yok :hallo; .
Kaldi ki, sana yaptigi konusmayi degisik kaynaklardan aktardim. Bunlarin arasinda ülkücü kaynaklarin yani sira, Atatürk'cü ve hatta Cumhuriyet gibi saygin bir gazete bile var.
Neyse, senin dünya görüsüne uymuyorsa kabul etmeme hakkin var. Ozman
artik bu konuda senden yorum beklemiyorum. Belki diger konulara katkin olur.
Diger foruma katilanlar ne düsünüyorlar?
Hosca kal,
Turkuaz
O konusma senin aktardigin kaynaklarda bile yok, Cumhuriyet desen Oral Calislar, Gürbüz Capan ve daha nicelerinin cirit attigi gazete. Ulus da irk demek degildir, bu da Türkce'nin ara notu!
O konusma senin aktardigin kaynaklarda bile yok, Cumhuriyet desen Oral Calislar, Gürbüz Capan ve daha nicelerinin cirit attigi gazete. Ulus da irk demek degildir, bu da Türkce'nin ara notu!
Deryatulga,
i) Udo Steinbach'in konusmasi:
Sana gerektigi kadar kaynak gösterdim. Degisik dünya görüsü olan
kaynaklardan. Kaldi ki, öyle olmasa, Türk Devleti bu zat'a giris yasagi
koymazdi (Steinbach'in Türkiye'ye girisi yasaklanmisti bir süre).
ii) Irk konusuna gelince:
6 Milyon insani gaz odalarinda katledenlerin, dogrudan "irk" kelimesini
agizlarina almayacaklari dogaldir. Yaptigi konusmanin tamamindan cikan
ise yine Türklerdir.
iii) Cumhuriyet Gazetesine gelince:
Evet, Oral Calislar ve digerlerini bende begenmiyorum. Fakat Cumhuriyet
Gazetesi Oral Calislar'dan ibaret degil! Cumhuriyet Gazetesi'nin
sayginligini ve ciddiyetini sorgulamak gibi, altinda ezilecegin bir iddiada
oldugunuda düsünmüyorum.
Genel olarak:
Daha önce yazdigim gibi, yazimin icerisinden tek bir bölümü cikarip, tümünü
sulandirmaya calisiyorsun! Kaldi ki, gösterilen kaynaklari bile kabul etmiyorsun, Armutun sapi var üzümün cöpü misali. Yazdigim konuLARLA ilgili yapici bir katkin olmayacaksa, konu SIKINTISI oldugunu düsünmüyorum PC'de.
Bana Türkce dersi vermeye kalkiyorsun, fakat dil kültüre giristir ve benim
kültürümde siyah-beyaz düsünce yoktur, aksina sacakli düsünce vardir. Dil'i
yasayarak ögrenmek, kitap ögrenmekten daha erdemlidir.
Esen kal,
Turkuaz
Herkes icin, Udo Steinbach konusunda ek bir kaynak. Kendi agzindan, 15.09.1998 tarihinde, katolik akademisinde yaptigi konusmanin tam metni.
Metin Islam ve özellikle Türkiye ile ilgili ve uzun (fakat hepsini okumaya deger, cünkü Ermeni, Yunan ve Kürt konularinada giriyor). Önemli pasaji assagiya kopyaladim.
Hosca kal,
Turkuaz
Die Türkei ist ein Kunstprodukt. Sie merken, ich kann meine Themen nur mit äußerster Vorsicht, mit äußerster Zurückhaltung und äußerster Kürze und Skizzenhaftigkeit ansprechen. Sonst verlieren wir uns den ganzen Abend in einer Fülle von Aussagen und Thesen und kommen nicht mehr zur Diskussion. Die Türkei ist ein Kunstgebilde. Die real existierende Türkei ist ein Kunstgebilde, geschaffen von dem Diktum eines Mannes, eines bedeutenden Mannes, eines historischen bedeutenden Mannes. Das war nämlich Mustafa Kemal Attatürk. Nur dieser Mann hat einen Staat geschaffen. Und das ist das Problem heute in der Türkei. Er hat einen Staat geschaffen, der künstlich war. Die beiden Elemente der Kemalismus, der Laizismus, die Trennung von Religion und Politik und der türkische Nationalismus als die Grundlage der türkischen Republik zeigen sich heute als irreal.
Tüm metin icin, bakiniz:
http://www.kath.de/akademie/lwh/archiv/politik/steinbach.htm
Danke, Turkuaz...
nur darf man nicht vergessen, dass war die Zeit, wo wir Apo um die Welt hetzten, PKK-Typen sich in Deutschland auf den Straßen verbrannten, und ein Mann Namens Wolfgang Koydl von der SZ prophezeite, die Türkei stehe kurz vor der Auflösung, und ihr werde es ähnlich ergehen, wie der UdSSR oder Jugoslawien, weil sie eben genauso ein Kunstprodukt sind, zur gleichen Zeit ungefähr gegründet wurden etc etc...
Niemals wieder hat man sich so deutlich über die gewünschte Zukunft der Türkei geäußert, wie 1998...
Und alles was damals gesagt wurde, wurde Lügen gestraft!
Dennoch zeigt uns, den geübten Medienbeobachter, dass Deutschland bzw. Europa, niemals ein verlässlicher Partner sein wird.
Merhaba tralles,
Danke, Turkuaz...
nur darf man nicht vergessen, dass war die Zeit, wo wir Apo um die Welt hetzten, PKK-Typen sich in Deutschland auf den Straßen verbrannten, und ein Mann Namens Wolfgang Koydl von der SZ prophezeite, die Türkei stehe kurz vor der Auflösung, und ihr werde es ähnlich ergehen, wie der UdSSR oder Jugoslawien, weil sie eben genauso ein Kunstprodukt sind, zur gleichen Zeit ungefähr gegründet wurden etc etc...
Niemals wieder hat man sich so deutlich über die gewünschte Zukunft der Türkei geäußert, wie 1998...
Und alles was damals gesagt wurde, wurde Lügen gestraft!
bu söylemde / düsüncede ben olsam cok dikkatli olurdum. Bugün (kanimca) Türkiye, bagimsizligi, bütünlügü, ve diriligi konusunda, 1998'den cok daha
gerilerde.
Dostlarimizi biraz daha iyi tanimamiz icin bir analiz daha.
Hosca kal,
Turkuaz
http://www.1001kitap.com/Guncel/Tamer_Andrea_Bacinoglu/modern_alman_oryantalizmi/alman07etnosantrik.html
Merhaba tralles,
bu söylemde / düsüncede ben olsam cok dikkatli olurdum. Bugün (kanimca) Türkiye, bagimsizligi, bütünlügü, ve diriligi konusunda, 1998'den cok daha
gerilerde.
Dostlarimizi biraz daha iyi tanimamiz icin bir analiz daha.
Hosca kal,
Turkuaz
http://www.1001kitap.com/Guncel/Tamer_Andrea_Bacinoglu/modern_alman_oryantalizmi/alman07etnosantrik.html
ben bugünkü durumun daha vakim olmadigini zaten ima etmek istememistim, ancak "soguk" ve gizli bir isgal var, o günlerde ic kargasa cok sicakti, ayrica yabanci medya da hic olmadigi kadar acik ve netti...
bu taktikten vazgectiler ki bu taktigin bize sökmedigini, cünkü analizlerinin yanlis oldugunu anlamislardi.... sessizce saldirilar, en tehlikeli olanidir... simdi öyle bir dönemdeyiz yine...
ben bugünkü durumun daha vakim olmadigini zaten ima etmek istememistim, ancak "soguk" ve gizli bir isgal var, o günlerde ic kargasa cok sicakti, ayrica yabanci medya da hic olmadigi kadar acik ve netti...
bu taktikten vazgectiler ki bu taktigin bize sökmedigini, cünkü analizlerinin yanlis oldugunu anlamislardi.... sessizce saldirilar, en tehlikeli olanidir... simdi öyle bir dönemdeyiz yine...
Sana hak veriyorum. Almanlarin bir sözü vardir:
Umarmung ist die Vorstufe der Erdrückung.
Danke, Turkuaz...
nur darf man nicht vergessen, dass war die Zeit, wo wir Apo um die Welt hetzten, PKK-Typen sich in Deutschland auf den Straßen verbrannten, und ein Mann Namens Wolfgang Koydl von der SZ prophezeite, die Türkei stehe kurz vor der Auflösung, und ihr werde es ähnlich ergehen, wie der UdSSR oder Jugoslawien, weil sie eben genauso ein Kunstprodukt sind, zur gleichen Zeit ungefähr gegründet wurden etc etc...
Niemals wieder hat man sich so deutlich über die gewünschte Zukunft der Türkei geäußert, wie 1998...
Und alles was damals gesagt wurde, wurde Lügen gestraft!
Dennoch zeigt uns, den geübten Medienbeobachter, dass Deutschland bzw. Europa, niemals ein verlässlicher Partner sein wird.
Klar, so ein Kunstprodukt wie Deutschland...."Demokratie von oben"...von den Amis importiert...GI's drücken Schokolade in die Hände der Kinder...sowas prägt sich ein....Selbst heute weiss ich nicht, ob sie wirklich den Holocaust oder eher die Niederlage bedauern... na ja, so leichtfertig wie der Begriff Genozid benutzt wird eher wohl das zweite
Klar, Kunstprodukt wie die Deutsche Einheit, "über Nacht": Wir wissen doch alle wie lieb sich Ossis und Wessis hab, wenn es ums Geld geht....
Als Dogan seinerzeit bei Johannes Rau war und sich einen Schmusekurs mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft abpressen ließ, sind die Verkaufszahlen der Hürriyet massiv in den Keller gegangen. Sie hat gar ihren über Jahzehnte hinweg quasi naturgesetzmäßig eingenommenen Spitzenplatz unter den türkischen Zeitungen in D. eingebüßt.
Das impliziert mir aber etwas anderes als vielleicht erwartet.
Wenn eine Zeitung das schreibt, was die Leser wollen, hat sie Erfolg.
Ergo
Der Türke will keinen Schmusekurs, er will eigenständig sein, seine Vorstellungen durchsetzen, koste es was es wolle.
Wer da nicht kompromißlos mitspielt wird als Verräter denunziert und gegebenenfalls sogar nicht mehr bei ihm eingekauft.
Kauft nicht bei Volksverrätern.
So ist das Bild das sich mir jetzt aus dieser Darstellung aufdrängt.
Aber Ihre Einschätzung ist auch nur eine von vielen, somit will ich nicht pauschlieren, die Stichwörter sind auf alle Fälle bezeichnend.
deryatulga
12.01.07, 02:50
Deryatulga,
kaynak kabul etmiyorsan, ki, herhangi bir kaynak olsa, zaten seninle tartismanin pek bir anlami yok :hallo; .
Kaldi ki, sana yaptigi konusmayi degisik kaynaklardan aktardim. Bunlarin arasinda ülkücü kaynaklarin yani sira, Atatürk'cü ve hatta Cumhuriyet gibi saygin bir gazete bile var.
Neyse, senin dünya görüsüne uymuyorsa kabul etmeme hakkin var. Ozman
artik bu konuda senden yorum beklemiyorum. Belki diger konulara katkin olur.
Diger foruma katilanlar ne düsünüyorlar?
Hosca kal,
Turkuaz
Bush'tan Yardım İsteyen İlhan Selçuk! http://medya.zaman.com.tr/zamantryeni/pics/yazarlar-detay/tamerkorkmaz.jpg TAMER KORKMAZ
12/01/2007
ÇIKAN KISMIN ÖZETİ: Bir günlüğüne Radikal'in Genelkurmay Başkanı olan Orhan Pamuk aldığı Nobel ödülünü görmezden gelen Cumhuriyet Gazetesi'ni bombalar. Radikal'in manşetinde yer alan -56 yıl önceki "Nazım Hikmet aleyhtarı" haber Cumhuriyet'te ağır hasara neden olur...
***
Cumhuriyet, 1951'de Nazım Hikmet için aynen şöyle yazmıştı: "Doya doya yüzüne tükürsünler"
Cumhuriyet yazarları "Orhan Pamuk geçmişi bıraksın, bugüne baksın" diyorlar. Örneğin, Hikmet Çetinkaya "56 yıl önce Cumhuriyet'te yayınlanmış, bugün hiçbir Cumhuriyet çalışanının onaylamadığı Nazım Hikmet'le ilgili haber Cumhuriyet'i neden bağlasın?" diye soruyor...
Madem öyle, gel böyle: Cumhuriyet hiç vakit kaybetmeden logosunun altında yer alan "Başyazarı Nadir Nadi" ibaresini kaldırmalıdır. Nadir Nadi dönemi ile hiçbir ilişkisinin kalmadığını beyan etmelidir!
Bugünkü Cumhuriyet, "Yunus Nadi ve Nadir Nadi'nin Cumhuriyet'i" olmakla doğal ve haklı olarak her saniye övündüğüne göre, yeni nesiller de Cumhuriyet'in Cemaziyülevvel'ini öğrenme hakkına sahiptir...
Mesela, dönemin aydınları Yunus Nadi'ye Hitler'e olan hayranlığından dolayı 'Yunus Nazi' derlermiş!
Reha Oğuz Türkkan'ın şahit olduğu hadisedir: Bir gün Cumhuriyet'e gittiğinde, Yunus Bey'in oğlu Nadir Nadi'nin kapıdan Nazi selamı vererek içeriye girdiğini görmüş ve gözlerine inanamamış. Ardından Cumhuriyet'te Nazi iktidarını destekleyen yazıları okuyunca resmi birleştirmiş...
Cumhuriyet'in eski tüfekleri bu 'Yunus/Nadir Nazi' bahsi açıldığında suspus olurlar. Bu tarihi gerçeğe yok muamelesi yaparlar...
Bir başka çarpıcı örnek, Cumhuriyet'in Sertel Ailesi ile ilgili tavrıdır. Hatırlayın, Demirel iki yıl önce "Elebaşı değildim ama Tan Gazetesi Baskını'nda (1945) ben de vardım" itirafında bulunmuştu...
Peşinden, Tan Baskını'na İlhan Selçuk'un da katıldığı ortaya çıkmıştı! Selçuk ve Cumhuriyet sonraki yıllarda kralına kadar Sertel'ci kesilecektir: Milli Şef İnönü döneminde un ufak edilen Tan'ın sahibi Zekeriya Sertel vefat ettiğinde en dokunaklı satırları yazan kişi İlhan Selçuk'tu! (14 Mart 1980)
Cumhuriyet'in ikircikli durumu dünle sınırlı değil, bugün de devam eden bir özellik: Yani? Cumhuriyet'e şöyle bir baktığımızda sıkı Anti-Amerikan bir gazete görüyoruz, değil mi? Öyle ama bu tümüyle bir yanılsamadan ibaret!
Taha Kıvanç, İlhan Selçuk'un son aylardaki yazılarından bazı pasajları sütununa taşıyarak "Şaşıracaksınız ama Selçuk Türkiye için çözümü Bush'tan bekliyor" diye yazdı...
Cumhuriyet'in Başı, "Bush Ortadoğu'da yeni bir istikrar anlayışına yönelmek zorundaysa bu işe Türkiye'den başlaması aklın yoludur" diyor. Bir başka yazısında ise "ABD'nin Ortadoğu tasarımında revizyona, Türkiye'de ise yeni bir iktidara gerek var!" cümlesine imza atıyor, Selçuk...
Kamera şakası değil: Türkiye'de AKP iktidarının alaşağı edilmesi için ince ince Bush'tan yardım isteyen bir İlhan Selçuk var, karşımızda!
Bahsettiğim satırlar kırıntı hükmünde: Cumhuriyet'in Gizli Amerikancılığı'nın çok daha derinde saklı bir gerçek olduğu kanısındayım!
İlhan Selçuk, MİT Müsteşarı'nın son çıkışını dahi "MİT ulusuna 'Tehlikenin farkında mısınız?' dedi" diye çarpıttı...
İşin sırrı bu "Tehlikenin farkında mısınız?" parolasında saklı gibi: Görüntüde sözü edilen "AKP sayesinde artan şeriat tehlikesi"; peki ya perde arkasında? İlhan Selçuk'un "tehlike" olarak gördüğü gelişme, Türkiye Cumhuriyeti Devleti'nin 2006'da ABD'nin yörüngesinden çıkması olmasın?
deryatulga
12.01.07, 02:57
12.01.2007
http://www.politikcity.de/resim/bos.gif http://www.politikcity.de/resim/bos.gif http://www.politikcity.de/resim/bos.gif
http://www.politikcity.de/forum/../resim/bos.gif Taha Kıvanç
Allah eksik etmesin
'Hadi, iyisin iyi' dedi bir dostum, 'Cumhuriyet gazetesi Taha Kıvanç adını ilk kez olumlu olarak sayfalarına taşıdı.' Neyse ki, 'iyi bir Cumhuriyet okuru' olmadığımı baştan ilân etmiştim, yoksa hakkımda çıkan 'olumlu' haberi nasıl ıskaladığımı kendime bile izah edemeyecektim...
Cumhuriyet'te hakkımda olumlu haberler çıkmadı mı geçmişte? Çıktı. Hatta, bir ara, değişik görüşlere yer vermek için gazetede günlerce tefrika ettikleri 'aydınların yuvarlak masa buluşması' tarzını denemişlerdi; bir-iki buluşmaya ben de katılmıştım.
Orhan Pamuk'un hazırladığı Radikal'in manşetine değinerek girdiğim son yazımda, esas işlediğim konu, İlhan Selçuk'un ABD Başkanı George W. Bush'u Ak Parti iktidarına son vermek üzere Türk iç politikasına müdahaleye dâvet etmesiydi. 'Bush'a dâvetiye, Cumhuriyet'ten...' yazımı (http://www.yenisafak.com.tr/yazarlar/?t=09.01.2007&y=TahaKivanc)hatırlayacaksınız ...
Haberi hazırlayanlar yazımın girişini aktarmakla yetinmişler. Cumhuriyet okuru beynini kapatmış bir grup mu, ya 'Başlık ilginç, bakalım ne anlatıyor?' merakına düşüp yazımın bütününü okumaya kalkışırlarsa? Yoksa, Cumhuriyet okuru, gazetesine körü körüne bağlılık hisseden, İlhan Selçuk, ABD Başkanından, 'Ak Parti iktidarını devirme girişimine yeşil ışık yak' talebinde bulunsa da bunda bir hayır olduğunu düşünecek türden insanlar mı?
Ulusalcılık, Kuva-yı Millicilik, tam bağımsızlık hikâye mi yoksa?
Yıllar önce, Cumhuriyet'in ağır bombardımanı altında kaldığım günlerde, arşiv taraması yaparken bir garipliğin farkına varmıştım: Cumhuriyet'in en önemli kalemi İlhan Selçuk'un her kitabı, baskısı tükenince yeniden piyasaya sürülürken, 1976'da çıkan 'Güzel Amerikalı' başlıklı olanı ortada yoktu. O kitabın, bildiğim kadarıyla, tek bir baskısı vardır, piyasada arasanız bulamazsınız.
Sebebi okuyunca anlıyorsunuz: İlhan Selçuk'u ABD resmen dâvet etmiş; yanına bir rehber verip ülkenin dört bir tarafında dolaştırmış... Vietnam Savaşı yüzünden dünyanın gözünde tu kaka ABD o sıra, hakkında 'Çirkin Amerikalı' başlıklı kitaplar yayınlanıyor... İlhan Bey, ziyaret ettiği her yerden aktaracak olağanüstü olumlu hikâyeler bulmakta hiç zorlanmamış...
Herhalde 'Bir gençlik hatasıdır oldu, yeniden basıp gençlerin kafasını bulandırmayalım' diye düşünmüş olmalı...
Geçenlerde 'Ankara' dergisine bakarken, adıyla Cumhuriyet ve Cumhuriyet-Kitap sayfalarında sıkça karşılaştığım bir bayan romancının bir denemesine rastladım. Gençliğinde çıktığı yurtdışı gezileri anlatıyordu romancı. Ne kadar güzel yerler görmüş... O yerleri görmek için ne zahmetlere katlanmış... Bir yerde parasız kalmış, otobüste yanında seyahat eden gencin pahalı fotoğraf makinasını çalması gerekmiş... Tabii, o, 'Çaldım' demiyor, ama anlatımından da başka bir sonuç çıkmıyor...
Satmış makinayı ve hiç programında olmadığı halde bir İtalyan adasına uğramış... Ne demiş eskiler, 'Şecaat arzederken merd-i kıpti sirkatin söyler...'
Yaşlanınca bu tür sürç-ü kalemlerle karşılaşılabiliyor... İlhan Selçuk'un, Bush'a yaptığı, 'Ak Parti'yi devirme girişimlerine yeşil ışık yak' açık dâvetini de sürç-ü kalem olarak görme eğilimindeyim ben.
Bir ay kadar önce (7 Aralık 2006) yine böyle bir sürç-ü kalem olayı yaşandı Cumhuriyet'te; kahramanı yine İlhan Selçuk'tu. Bir gün önceki yazısında bir tashih hatası olmuş, iki satır arayla aynı cümleyi tekrar ediyor görünmüş İlhan Bey; okurlarına bunun sebebini açıklarken bakın neler anlatıyor:
'Bizim gazete, az sayfasına karşın, -reklâm değil- haber ve yazı bakımından tüm 'refiklerimiz' e fark atar... / Ancak -Allah eksik etmesin- son dönemlerde reklâmlarda bir artış izleniyor... / Aşağıdan haber veriyorlar: / - İkinci sayfa kapalı!.. / Demek ki bizim yazı başka sayfaya taşınacak... / - Yarım sayfa reklâm var... / Demek ki yazının boyunu kısa tutacaksın... / Ancak kimi zaman aymazlığa düşüyoruz, gereğinden uzun tutuyoruz yazıyı... / O zaman aşağıdan talimat geliyor: / - Yazıyı kısalt!..'
Gerçekten de Allah'ın adını anmayı gerektirecek kadar olağanüstü bir durum yaşıyor Cumhuriyet; reklâm bombardımanına tutuluyor. TÜSİAD'ın büyükleri tam sayfa/yarım sayfa reklâmlar veriyorlar Cumhuriyet'e, ama bu yeni değil; esas şaşırdığım, bir ara 28 Şubat'ın 'Uzak durulması gereken irticâî şirketler' listesinde yer almış nice sınaî ve ticarî kuruluşun da reklâmlarıyla Cumhuriyet sayfalarında sıkça karşılaşmam. Haa, yanlış anlamayın, o kuruluşların Cumhuriyet'e reklâm vermelerine şaşırmıyorum, nasıl oluyor da Cumhuriyet onların reklâmlarını basıyor, benim şaşırdığım bu...
'Şaşırma' dedi bir dostum, 'İlhan Selçuk'a 'Allah eksik etmesin' dedirtmelerini büyük başarı sayıyorlardır...'
31. März 2008, 14:48 Uhr
Von Thomas Seibert und Richard Heister
Türkische Medien attackieren Deutschland
Mehrere Brandstiftungen nähren in der Türkei Spekulationen, in Deutschland nehme der Ausländerhass zu. Türkische Medien werfen deutschen Behörden vor, Straftaten mit anti-islamischen Hintergrund herunterzuspielen. Dass bei den genannten Fällen die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, interessiert wenig.
Der Ton ist rauh geworden zwischen türkischen Medien und deutschen Behörden – spätestens seit der Brandkatastrophe mit neun türkischen Toten in Ludwigshafen. Übergriffe auf Türken in Deutschland würden verschwiegen oder verharmlost, beklagen türkische Medien in einer zunehmenden Zahl von Berichten über einen angeblich wachsenden Ausländerhass in Deutschland.
weiter (http://www.welt.de/vermischtes/article1856102/Tuerkische_Medien_attackieren_ Deutschland.html#article_comme nt)
abgesehen von einigen enten der hürriyet,die völlig sinnlos waren,würden die leitenden behörden vielleicht nicht so schnell agieren,wenn sie nicht den medialen druck hätten...
ich frage mich ,ob an dem mißtrauen nicht auch die deutschen medien schuld tragen? denn irgendwann trägt der gesäte zwiespalt auch mal früchte.wenn ich mich recht entsinne,trieben es die deutschen medien ,im fall marco,auch nicht anders...im falle des u-bahn schlägers wurde auch nur der türke in den vordergrund geschoben,obwohl noch ein grieche beteiligt war...nicht zu vergessen die tägliche islamhetze...
und zu guterletzt, was tun die deutschen medien für das gegenseitige verständnis und die annäherung?
abgesehen von einigen enten der hürriyet,die völlig sinnlos waren,würden die leitenden behörden vielleicht nicht so schnell agieren,wenn sie nicht den medialen druck hätten...
ich frage mich ,ob an dem mißtrauen nicht auch die deutschen medien schuld tragen? denn irgendwann trägt der gesäte zwiespalt auch mal früchte.wenn ich mich recht entsinne,trieben es die deutschen medien ,im fall marco,auch nicht anders...im falle des u-bahn schlägers wurde auch nur der türke in den vordergrund geschoben,obwohl noch ein grieche beteiligt war...nicht zu vergessen die tägliche islamhetze...
und zu guterletzt, was tun die deutschen medien für das gegenseitige verständnis und die annäherung?
Das stimmt, man hört in den deutschen Medien tatsächlich immer nur Türken sind Schläger, der Islam ist schlecht, da eine Bombe wieder hoch gegangen, der Islam ist schuld, der Türke hat wieder zugeschlagen, jetzt grad aktuell, AKP wird geschlossen, die Türkei ist nicht EU-fähig, etc. pp.
Die deutschen Medien machen es kein deut besser finde ich. Immer heisst es Türken, Türken, Türken, ich habe echt die Schnauze voll man.
ayyıldız66
31.03.08, 19:34
Türkische Medien attackieren Deutschland?
Bei dieser Doppelmoral kann man nicht genug schreiben. Es muss schon schlimm sein, wenn eine mediale Instaz versucht, die in Deutschland lebenden türkischen Bürger zu schützen. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wo bei diesem U-Bahn-Fall alle Ausländer verteufelt wurden etc.
Ich gebe ein Beispiel. Die Doppelmoral sieht so aus:
Wenn der Türke attackiert und ermordet wird, Klappe halten und totschweigen.
Wenn der Deutsche attackiert und ermordet wird, alle möglichen Mitteln nutzen. Man lebt in einer Demokratie usw. usw. und muss den bösen Ausländern die Grenzen zeigen.
Meine Frage: Warum ist Menschenleben nur so billig?
Das stimmt, man hört in den deutschen Medien tatsächlich immer nur Türken sind Schläger, der Islam ist schlecht, da eine Bombe wieder hoch gegangen, der Islam ist schuld, der Türke hat wieder zugeschlagen, jetzt grad aktuell, AKP wird geschlossen, die Türkei ist nicht EU-fähig, etc. pp.
Die deutschen Medien machen es kein deut besser finde ich. Immer heisst es Türken, Türken, Türken, ich habe echt die Schnauze voll man.
Stellvertretend für die meisten anderen Postings nehme ich das obige als Grundlage, einmal nachzufragen ob die Kritiker der ua. deutschen Medien sich nicht die Falschen für ihre Kritik aussuchen, ob bewußt oder uinbewußt?!
In den meisten deutschen Medien findet man sehr selten Nationalitätshinweise auf Täter der verschiedensten Straftaten.
Und was die Kritik an den Islam angeht, solltet ihr nicht besser diejenigen Kritisieren die im Namen des Islam Morde/Terrorakte begehen? Die Kindern/ Frauen Sprengstoffgürtel umbinden und sie losschicken um für Allah zu sterben?
Der Islam ist nicht das Problem, es sind die Menschen die ihn für ihre Zwecke mißbrauchen und nicht ua. die deutschen Medien.
Die Feuermelder
Von Frank Drieschner | © DIE ZEIT, 03.04.2008 Nr. 15
Wie die türkische Zeitung »Hürriyet« unter Deutschlands Einwanderern die Angst vor rechter Gewalt schürt
Mörfelden-Walldorf - Sie haben es wieder getan. Wieder haben unbekannte Deutsche Feuer gelegt, wieder bei Türken. Der Brand in einem Haus im baden-württembergischen Backnang am vergangenen Wochenende ist für viele Deutschtürken nur der vorerst letzte Beweis einer These, die sich längst zur Gewissheit verdichtet hat: dass ihre Bevölkerungsgruppe derzeit Opfer einer Welle rechtsradikal motivierter Mordanschläge wird, wie es sie in diesem Ausmaß nie gegeben hat. Köln (11. Februar), Aldingen (14. Februar), Gelsenkirchen (15. Februar) … – allein 17 Brände mit überwiegend unbekannter Ursache zählte die bei Frankfurt erscheinende Europa-Ausgabe der türkischen Zeitung Hürriyet ihren Lesern Anfang März auf. Es war der Tag, an dem ein deutscher Staatsanwalt und ein von der türkischen Regierung entsandter Experte das vorläufige Ergebnis ihrer Ermittlungen zu dem verheerenden Brand in einem von Deutschtürken bewohnten Haus in Ludwigshafen bekannt gaben, der am 3. Februar neun Menschen das Leben gekostet hatte. Die Ursache des Brandes hatte sich nicht klären lassen, aber für einen Anschlag sprach nichts. Die Redaktion der Hürriyet, die ihren Lesern die Geschichte vom Feuer in Ludwigshafen als Mordanschlag verkauft hatte (Sie haben uns verbrannt), war widerlegt.
Seit dieser Pressekonferenz am 4. März scheinen Deutsche und Türken mehr als je zuvor in parallelen Wirklichkeiten zu leben. Aus deutscher Sicht gab es eine Brandkatastrophe, verursacht wahrscheinlich durch Fahrlässigkeit, und hysterische Reaktionen türkischer Medien. Aus türkischer Sicht gibt es eine Serie von Anschlägen, die andauert und von deutscher Seite ignoriert, wenn nicht gefördert wird. »Die Deutschen assimilieren die Türken«, behauptet ein Kolumnist in der Hürriyet, und »wo sie es nicht können, verbrennen sie sie«.
[...]
Der Weg zu Chefredakteur Halit Çelikbudak führt durch eine vergitterte Schleuse und einen mit Nato-Draht bewehrten Zaun – selbst in der entlegenen Kleinstadt hat Hürriyet sich eingeigelt. Çelikbudak ist Mitte 50, ein kleiner, lebhaft gestikulierender Mann. Er hat seine Kindheit zum Teil in Deutschland verbracht und an der Universität Stuttgart am Lehrstuhl für Maschinenbau geforscht, ehe er Journalist wurde. Was die Brandberichterstattung seiner Zeitung betrifft, ist der Chefredakteur sich keiner Schuld bewusst. Gab es all die Feuer etwa nicht? »Wenn es in einem von Türken bewohnten Haus brennt«, sagt er, »dann erwarten unsere Leser von uns, dass wir darüber berichten.«
Aber darf man aus Feuern mit ungeklärter Ursache eine Serie von Verbrechen konstruieren? Die Feuermelder der Hürriyet zählen mittlerweile 43 Wohnungsbrände binnen zweier Monate – das, argumentiert Halit Çelikbudak, liege »außerhalb des statistisch Erwartbaren«. Eine erstaunliche Behauptung, zumal für einen Journalisten, der in einem früheren Leben einmal Wissenschaftler war. Ein Anruf beim Deutschen Feuerwehrverband in Berlin genügt, um herauszufinden, dass es beispielsweise im Jahr 2006 in Deutschland 187604 Brandeinsätze der Feuerwehr gab. Selbst wenn man die Hälfte dieser Zahl für brennende Papierkörbe und ähnliche Petitessen abzieht, die mitgezählt wurden, bleiben gut 250 Wohnungsbrände – pro Tag. Bei ungefähr drei Prozent Einwohnern türkischer Herkunft müsste es demnach an einem durchschnittlichen Tag auch in etlichen türkischen Haushalten brennen.
Nun wäre es ungerecht, Hürriyet an den Maßstäben der deutschen Qualitätspresse zu messen. Das Blatt ist eine türkische Bild-Zeitung, mit bunten Bildern und großen Buchstaben, mit dem türkischen Popstar Sertab Erener auf Seite 1 und dem amerikanischen Weltstar Paris Hilton auf Seite 2. Zudem ist Hürriyet vor allem eine türkische Zeitung. In Mörfelden-Walldorf entsteht nur der Europa-Teil im Inneren des Blatts, und die Verantwortung für diese Seiten muss sich Halit Çelikbudak mit einem Kollegen in Istanbul teilen. Für die Kolumnen der türkischen Starjournalisten mit ihren grotesken Verurteilungen der deutschen Politik (»Der deutsche Staat betreibt Türken gegenüber einen bewussten ›Faschismus‹«) kann er nichts. Und auch die Internetkampagne der Hürriyet an die Adresse der Bundesregierung, die endlich den »zunehmenden Gewalttaten gegen die Wohnhäuser von Ausländern« ein Ende machen solle, wird aus der Türkei gesteuert.
[...]
Nutzt er seinen Einfluss für eine antideutsche Kampagne? Wer mit Halit Çelikbudak über die Lage seiner Landsleute und die Versäumnisse der deutschen Integrationspolitik spricht, der wird diesen Verdacht abwegig finden. »Wir wollen mit unserer Berichterstattung auch einen Beitrag für die Integration leisten«, sagt er, und das darf man ihm glauben. Die wirkungsvollste Initiative gegen die Gewalt in türkischen Ehen dürfte eine Kampagne seines Blattes gewesen sein. Und regelmäßig ermuntert Hürriyet die Deutschtürken zu mehr Bildungseifer und insbesondere zum Erlernen der deutschen Sprache.
Wahrscheinlich gibt es für die Parallelwelt im türkischen Medienghetto von Mörfelden-Walldorf eine recht triviale Erklärung: eine Atmosphäre des Misstrauens zwischen Deutschen und Türken, in der noch die abwegigste Verdächtigung plausibel erscheint – und Mangel an Professionalität. Dass etwa die deutschen Zeitungen über die einzige unbestreitbar politisch motivierte Tat in der vermeintlichen Serie von Verbrechen, einen Brandanschlag bei Marburg, zunächst nicht berichtet hätten, wie Çelikbudak angesichts der Kritik an seinem Blatt in einem hilflosen Versuch der Gegenwehr öffentlich behauptete – das glaubt er offenbar wirklich. Und das umfangreiche Material zum Beweis des Gegenteils, die ausführlichen Berichte in der Lokalpresse, die Agenturmeldungen und die Zweispalter der überregionalen Zeitungen, die allesamt unmittelbar nach dem Anschlag erschienen, nimmt er erkennbar verblüfft zur Kenntnis.
Werden deutsche und türkische Zeitungsleser zu einer gemeinsamen Deutung der Wirklichkeit zurückfinden? Viel spricht dafür. Die meisten Leser türkischer Zeitungen nutzen auch deutsche Medien; viele von ihnen begegnen ihren Blättern zudem mit der gesunden Skepsis erfahrener Leser der Boulevardpresse. Und die Auflage von Hürriyet sinkt schon seit Jahren.
http://www.zeit.de/2008/15/Huerriyet?page=2
.
Und die Antwort eines Hürryiet-Kommentators auf den ZEIT-Artikel:
Es sind die konservativen, fanatischen und extrem national gesinnten Kreise, die die Veränderung in der Welt, in Europa und in Deutschland nicht wahrnehmen wollen. Kreise, die eine Mentalität mit Inhalten wie “die Türken haben Deutschland besetzt, Deutschland geht verloren, laßt uns die Türken nach Hause schicken” schüren. Medienkreise, die sich bemühen, Propagandamaterial für die reaktionärsten, sich der Veränderung am meisten widersetzenden Elemente der CDU/CSU zu beschaffen.
Da brechen nach Ludwigshafen innerhalb eines Monats an mindestens 20 Stellen, wo jedesmal Türken und Ausländer wohnen, Brände aus, und ein Drittel davon sind Brandstifungen, und du sagst dazu: “statistisch normal”. Pfui! Deutsche Journalisten, die so etwas schreiben und sagen, müssen entweder ihr Gewissen verloren haben, oder blind vor Wut sein!
Warum sind einige deutsche diplomatische Kreise böse auf diese Journalisten? Weil diese Journalisten eine Verbindung herstellen zwischen den letzten Bränden und der in Deutschland wachsenden Ausländerfeindlichkeit. Sie sagen, daß die in Deutschland wachsende Ausländerfeindlichkeit die Brände ausgelöst haben. Ist das wahr oder ist das gelogen? Die Bewertung überlasse ich unseren Lesern.
Die Übersetzung habe ich hier gefunden, ich weiß nicht ob sie korrekt ist:
http://fact-fiction.net/?p=388#more-388
Das ist das türkische Original:
http://www.hurriyet.de/?navi=yazshow&id=68&banner=0
Was ich nicht verstehe: Die ZEIT ist eine linksliberale Zeitung, die häufig über die Problematik des Rechtsextremismus berichtet und aufmerksam macht, auf der Homepage gibt es eine eigene Rubrik dafür und sie betreibt sogar einen eigenen Blog gegen Neo-Nazis (http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/). Wenn man sie als "Neo-Con-Zeitung bezeichnet, die einem "konservativen, fanatischen und extrem national gesinnten Kreise" zugehöre, dann gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder ist der Journalist vollkommen ahnungslos oder extrem böswillig, beide Möglichkeiten kann ich nicht ausschließen.
Fakt ist jedenfalls, dass die ZEIT zu den Medien gehört, die sich im Falle tatsächlicher rechtsextremer Gewalt gegen Türken oder andere Menschen (wie z.B. bei dem Anschlag in Dauphtetal) sofort mit den Betroffenen solidariseren und kritisch berichten, positive Berichte zur Integration findet man dort auch dutzende. Und genau denen tritt man mit solchen Artikeln vors Schienbein...
Was ich nicht verstehe: Die ZEIT ist eine linksliberale Zeitung, die häufig über die Problematik des Rechtsextremismus berichtet und aufmerksam macht, auf der Homepage gibt es eine eigene Rubrik dafür und sie betreibt sogar einen eigenen Blog gegen Neo-Nazis (http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/). Wenn man sie als "Neo-Con-Zeitung bezeichnet, die einem "konservativen, fanatischen und extrem national gesinnten Kreise" zugehöre, dann gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder ist der Journalist vollkommen ahnungslos oder extrem böswillig, beide Möglichkeiten kann ich nicht ausschließen.
Ich weiß nicht, wie Du die "Zeit" liest, aber "links" und "liberal" war sie vielleicht vor Jahrzehnten einmal,wenn überhaupt. Die "Zeit" war einst am klassischen Bildungsbürgertum orientert und galt als das Flaggschiff der deutschen Presse. Das Schwergewicht bildete das Feuilleton und die Literaturbeilage. Das ist aber mindestens 20 Jahre her.
Die Sache mit dem "Kampf gegen Rechts" ist einer betont projüdischen-Ausrichtung zuzuschreiben, möglicherweise noch ein Akt politischer Korrektheit. Wo die "Zeit" aber offen agitiert, ist sie deutlich "rechts" und "neocon". Besonders seit Joffe dort sein Unwesen treibt, scheint sie verstärkt von "Atlantikern" unterwandert zu sein und hat in dieser Hinsicht die "Welt" inzwischen deutlich übertroffen. Ich würde mich nicht davon irritieren lassen, daß die "Zeit" oft mit großem Getöse einen rechthaberischen Stil pflegt und sich als so etwas wie eine moralische Instanz gibt. In politisch unwichtigen Dingen kommen manchmal menschenfreundliche Schönschreiber zum Wort, damit das Bild ein wenig frisiert wird, aber wenn man genau hinschaut, wo mit Nachdruck politische Linien vertreten werden, ist die "Zeit" in meinen Augen eindeutig ins rechte Spektrum abgedriftet. Die Zeit ist für mich das deutsche Pressemedium, das in den letzten Jahren den stärksten Verfall an journalistischer Qualität zu verzeichnen hat, die Artikel sind häufig einseitig und von manipulativem Charakter. Die "Zeit" steht für mich inzwischen mit am unteren Ende der Skala.
Ich weiß nicht, wie Du die "Zeit" liest, aber "links" und "liberal" war sie vielleicht vor Jahrzehnten einmal,wenn überhaupt. Die "Zeit" war einst am klassischen Bildungsbürgertum orientert und galt als das Flaggschiff der deutschen Presse. Das Schwergewicht bildete das Feuilleton und die Literaturbeilage. Das ist aber mindestens 20 Jahre her.
Die Sache mit dem "Kampf gegen Rechts" ist einer betont projüdischen-Ausrichtung zuzuschreiben, möglicherweise noch ein Akt politischer Korrektheit. Wo die "Zeit" aber offen agitiert, ist sie deutlich "rechts" und "neocon". Besonders seit Joffe dort sein Unwesen treibt, scheint sie verstärkt von "Atlantikern" unterwandert zu sein und hat in dieser Hinsicht die "Welt" inzwischen deutlich übertroffen. Ich würde mich nicht davon irritieren lassen, daß die "Zeit" oft mit großem Getöse einen rechthaberischen Stil pflegt und sich als so etwas wie eine moralische Instanz gibt. In politisch unwichtigen Dingen kommen manchmal menschenfreundliche Schönschreiber zum Wort, damit das Bild ein wenig frisiert wird, aber wenn man genau hinschaut, wo mit Nachdruck politische Linien vertreten werden, ist die "Zeit" in meinen Augen eindeutig ins rechte Spektrum abgedriftet. Die Zeit ist für mich das deutsche Pressemedium, das in den letzten Jahren den stärksten Verfall an journalistischer Qualität zu verzeichnen hat, die Artikel sind häufig einseitig und von manipulativem Charakter. Die "Zeit" steht für mich inzwischen mit am unteren Ende der Skala.
Ich lese die ZEIT nur sporadisch und wenn, dann auch nur online. Zumindest die Artikel zur Integration gefallen mir in der Regel ziemlich gut und zumindest da ist auch nichts dabei, was für mich nach "konservativen, fanatischen und extrem national gesinnten Kreisen" klingt. Aber selbst wenn sie sich neokonservativer ausgerichtet hat, ist so ein Kommentar wie der der Hürriyet (wenn die Übersetzung so stimmt) absolut nicht gerechtfertigt.
Der Schakal
13.04.08, 22:10
60 Jahre Tageszeitung "Hürriyet"
Ein Blatt für die Völkerverstimmung
Sie ist die beliebteste türkischsprachige Zeitung - auch bei uns. In enger "Freundschaft" mit dem "Bild"-Chef übt "Hürriyet" politischen Einfluss aus.
VON CIGDEM AKYOL
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ein-blatt-fuer-die-voelkerverstimmung/?src=TE&cHash=3e0451eba2
Die "Zeit" steht für mich inzwischen mit am unteren Ende der Skala.
Für mich auch. Ich beobachte schon seit langem, daß sie, wohl um ihrem Namen gerecht zu werden, ihr Fähnchen immer nach dem jeweils wehenden Zeitgeist hängt.
Außerdem erfahre ich von ihr nichts, was ich durch das Verfolgen der Nachrichten in der Woche zuvor nicht schon gewußt hätte. Sie reimt für mich noch einmal zusammen, was ich mir selber schon zusammengereimt habe. Die Überschriften reichen meist, um zu wissen , was im aufgeblähten Rest steht. Insofern ist sie für mich überflüssig, eine Zeitung für Gymnasiasten.
60 Jahre Tageszeitung "Hürriyet"
Ein Blatt für die Völkerverstimmung
Sie ist die beliebteste türkischsprachige Zeitung - auch bei uns. In enger "Freundschaft" mit dem "Bild"-Chef übt "Hürriyet" politischen Einfluss aus.
VON CIGDEM AKYOL
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ein-blatt-fuer-die-voelkerverstimmung/?src=TE&cHash=3e0451eba2
Mittlerweile scheint es so zu sein, daß für jede pro-Kampagne die contra-Kampagne aus dem gleichen Haus kommt. In dem Artikel steht, die Hürriyet sei die türkische Bild. Falsch. Hürriyet ist Bild. Hier hat mal jemand gefragt, wie denn diese Zeitungen die Nachricht: "Mann beisst türkischen Hirtenhund" bringen würden: Ist doch klar:
Die Bildzeitung würde schreiben:
Ich konnte nur noch beissen - Deutscher verteidigt sich verzweifelt gegen türkisch-islamistischen Grauen Wolfshund.
die Hürriyet:
Heroischer Hirtenhund verteidigte die Nation - Nazi biß zu.
Das Fatale ist bloß: beide Kampagnen laufen dann über einen Schreibtisch.
Es geht das Gerücht (ich kann es nicht verifizieren), daß ein weiteres solches Pärchen aus CNN und al-Jazeera besteht. Und: PI und Kewil haben beide einen türkischen Hoster...
21.04.2008
Neumarkt
Eine ganze Stadt unter Verdacht
Entmietung ist nie schön - und wenn es dabei um Ausländer geht, kommt noch eine ganz andere Dimension hinzu. Diese leidvolle Erfahrung machte eine ganze Stadt.
Von Ferda Ataman
Die Stadt Neumarkt hat es in der vergangenen Woche zu zweifelhafter Berühmtheit weit über die Grenzen der Oberpfalz hinaus gebracht: "Deutscher Hausbesitzer äußerst gnadenlos: Tortur für Türken", schrieb die liberale türkische Zeitung Milliyet.
Das Leitmedium der Türken, Hürriyet, brüllte in großen Lettern: "Quälerei für türkische Mieter". Manche türkischsprachige Zeitungen gingen soweit, die meist recht beschauliche Stadt mit den Schlagworten "Nazis", "NPD-Propaganda" und "Rassisten" zu beschreiben. Was war passiert?
Alle Artikel beschrieben den Fall der Familie Duruk aus Neumarkt, die im Schutt hausen müsse, da ihr neuer Vermieter das Haus rigoros renovieren lasse. Türen und Fenster seien herausgerissen.
Neben einem Foto von vier betrübten Familienmitgliedern war in der Hürriyet tatsächlich eine üble Baustelle als Behausung zu sehen. "Der Besitzer macht alles, um die Familie rauszuschmeißen", stand darunter, "dabei lebt sie seit 28 Jahren dort".
"Rein zivilrechtlicher Mietstreit"
Ende der Woche kam dann die Wende: "Familie davor gerettet, auf Baustelle zu leben", lautete die Schlagzeile im Europateil der Hürriyet. Auf dem Foto war Oberbürgermeister Thomas Thumann (UPW) zu sehen, wie er den diesmal lächelnden Duruks persönlich einen Wohnungsschlüssel und einen Mietvertrag für eine neue Wohnung überreicht.
Ein glückliches Ende also für die türkische Familie, die anscheinend seit Wochen unter ihrem Vermieter leiden musste. So zumindest die Interpretation der Medien.
Bei dem Vermieter handelt es sich keineswegs um einen ausländerfeindlichen Miethai. Vielmehr habe der Immobilienhändler tschechischer Abstammung mehrfach auch mit deutschen Vermietern Auseinandersetzungen geführt, berichtet Oberbürgermeister Thumann.
"Eigentlich ist das natürlich ein rein zivilrechtlicher Mietstreit." Doch die türkischen Medien hätten den Fall "höchst instrumentalisiert" und damit für politischen Wirbel gesorgt.
Darauf reagierte wiederum die Lokalpresse, die Mittelbayerische Zeitung schrieb: "Neumarkt wird europaweit als Nazi-Stadt präsentiert" und wies noch darauf hin, dass Hürriyet jeden Tag in einer Auflage von 550.000 Stück gedruckt werde.
"Prekäre Ausnahmesituation"
Tatsächlich beläuft sich die Auflage der Hürriyet in Europa nur auf ein Zehntel dessen. Gleichwohl riefen bei der Stadtverwaltung viele aufgebrachte Neumarkter an. Sie verwehrten sich gegen die Nazi-Vorwürfe, wie der Oberbürgermeister erzählt, so dass er sich gezwungen sah zu reagieren.
Ob er sich nun bei jedem Aufschrei der türkischen Presse beugen werde? Oberbürgermeister Thumann spricht von einer "prekären Ausnahmesituation". Familie Duruk habe wirklich sehr unter den Wohnumständen gelitten, an eine einstweilige Verfügung durch das Amtsgericht habe sich der Hausbesitzer jedoch nicht gehalten.
"Und wir können es nicht auf uns sitzen lassen, dass wir als ausländerfeindliche Stadt dastehen", sagt Thumann. Denn das sei Neumarkt nun mal überhaupt nicht.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/783/170286/
ich weiß nicht, was die hürriyet mit diesen "nazi" vorwürfen,bei jeder meldung über einen vorfall mit türken bezwecken will.
unnötig vorurteile zu verbreiten und stärken hilft auch nicht weiter!
deryatulga
24.04.08, 00:53
Christan Bleher
Ende des Kampagnenjournalismus
Türkische Medien suchen den Weg der Versöhnung
Druckversion . Anfang Dezember lieferte der bayerische Innenminister Günther Beckstein der türkischen Tageszeitung "Hürriyet" unfreiwillig eine Steilvorlage ins braune Klischee: Eine Moschee passe einfach nicht in den Münchner Stadtteil Sendling, sagte der CSU-Politiker in einem Interview, wer das anders sehe, habe nicht "das Empfinden eines halbwegs normalen Menschen". Diese Wortwahl wecke "schreckliche Erinnerungen", kommentierte Münchens SPD-Oberbürgermeister Christian Ude als Befürworter des Moschee-Neubaus. Und Hürriyet bastelte aus dem Streit einen Seite-eins-Aufmacher mit der Schlagzeile: "Moschee-Hindernis mit Nazi-Mund". Daneben das Bild des schmallippigen Beckstein.
Da war sie wieder, die antideutsche Seite der größten türkischen Tageszeitung. In einem Kommentar war schon einmal zu lesen, die Türken seien "die Juden des heutigen Deutschland". Und noch vor gut fünf Jahren fühlte sich Cem Özdemir (Die Grünen) wegen türkeikritischer Äußerungen derart diffamiert, dass er gegen die Zeitung vor Gericht zog. In einem Beitrag für den Sender 3sat erklärte der Parlamentarier damals: "Es gäbe einen Aufschrei der Empörung, wenn die ‚Hürriyet' eine Woche lang jeden Tag auf Deutsch übersetzt werden würde."
Inzwischen aber hat Ertug Karakullukcu als Chef der Europaausgabe abgedankt - unter anderem auf Druck des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau - und drastische Aufmacher wie im Fall Beckstein sind seltener geworden. Sogar Özdemir bescheinigt der erneuerten Redaktion, der selbst verkündete Abschied vom Kampagnenjournalismus sei nicht nur Rhetorik gewesen. Faruk Sen, Leiter des Zentrums für Türkeistudien (ZfT), erklärte, die Zeitung setze mehr auf Integration. Zu diesen Einschätzungen passt, dass "Hürriyet" (Freiheit) Anfang Dezember in Berlin eine Podiumsdiskussion mit einigen Frauenrechtlerinnen wie Seyran Ates veranstaltete. Die Rechtsanwältin und Buchautorin hatte sich nach eigenen Worten auch wegen Überschriften wie "Diese Anwältin ist verwirrt" einer "Hetzkampagne" durch das Massenblatt ausgesetzt gesehen. "Wir hetzen nicht gegen sie, wir haben lediglich andere zitiert", rechtfertigt Keram Caliskan, Chefredakteur der Europaausgabe, solche Zeilen. "Und: wir schreiben auch ausführlich, was sie sagt!" Gerne verweist Caliskan in diesem Zusammenhang auf die Mitte 2005 gestartete "Hürriyet"-Kampagne "Gegen häusliche Gewalt", die von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), unterstützt wird.
In Zeiten drastisch sinkender Auflagen setzen die Blattmacher allerdings im neuen, 25 Millionen Euro teuren Verlagsgebäude in Mörfelden-Waldorf im Großraum Frankfurt auf das bewährte Mittel der Überspitzung. Selbst dann, wenn der Neubau einer Moschee zu verteidigen ist. Bedeutsam ist das auch insofern, als das Blatt sich eigentlich den laizistischen Prinzipien von Republikgründer Atatürk verpflichtet fühlt. Sein Konterfei ziert die Kopfleiste der Zeitung, darunter die Parole: "Die Türkei gehört den Türken."
Mit der Rückkehr der bürgerlich-liberalen "Sabah" auf den deutschen Markt im vergangenen Jahr hat sich die Konkurrenz verschärft. Die besteht aus nunmehr sechs türkischsprachigen Zeitungen mit eigenständiger Deutschlandausgabe. Der kränkelnde Marktführer "Hürriyet" findet an den Kiosken täglich nur noch etwas mehr als 33.000 Käufer - und liegt damit nicht mehr weit vor "Zaman" (27.000), die größtenteils im Abonnement bezogen wird. Im Münchner Moscheenstreit hätten jene, die die Zeitung als islamis-tisch verkennen, eine flammende Stellungnahme zugunsten der Moschee-Befürworter erwarten können. Stattdessen fanden sich die Ereignisse auf Seite 17 neutral dargestellt. "Zaman" (Zeit) wurde vor 20 Jahren von dem islamischen Friedensbotschafter Fethullah Gülen gegründet. Rein weltlich orientierte Türken verulkten sie in einem Umkehr-Wortspiel gerne als "Namaz" - "Gebet". Inhaltlich hat die politisch liberal-konservative Zeitung (Motto: "Mit der Zeit wird sich die Wahrheit zeigen") jedoch nichts mit Propaganda für den Islam zu tun. Sie bemüht sich um Ausgleich und Integration und setzt auf ein gebildetes und demokratisches Publikum. Schon von der seriös-ästhetischen Aufmachung her erinnert sie an die frühere "Woche". "Hürriyet" dagegen gemahnt mit ihren großen Lettern, zumindest von der Frontseite her, eher an "Bild", mit der sie tatsächlich kooperiert. Chefredakteur Kai Diekmann sitzt im Beirat der "Hürriyet", und wenn es sein muss, zeigen er und sein Istanbuler Kollege Ertugrul Özkök schon einmal gemeinsam Flagge, wie im Karikaturen-Streit Anfang 2006. Da riefen sie gemeinsam in "Bild" zu Völkerverständigung auf.
Um den Leserschwund zu stoppen, plant "Hürriyet" Caliskan zufolge, im Frühjahr erneut mit einer wöchentlichen Beilage im Großformat auf Deutsch zu erscheinen. "80 Prozent der jungen Generation spricht hervorragend Deutsch", glaubt Caliskan, "und nur noch schlecht Türkisch." 100.000 Leser wie zu Monopolzeiten der 40 Jahre währenden Deutschlandpräsenz wird die Zeitung schon wegen des Generationenwandels aber nie mehr erreichen. Daran werden sicherlich auch Themen wie "Erstes Altersheim nur für Türken in Berlin eröffnet" nichts ändern. Oder die Tatsache, dass das Blatt immer wieder als Ratgeber bei Fragen zu Renten- oder Krankenversicherung auftritt und alljährlich in der Service-Serie "Der Weg in die Heimat" die Urlaubsreise in die Türkei erleichtert.
Auch eine aktuelle Untersuchung des ZfT deutet darauf hin, dass sich der Auflagentrend nicht umkehren wird. Laut ZfT lesen von 1.000 Befragten nur noch 58 Prozent türkischsprachige Zeitungen, 40 Prozent lesen auch oder nur deutschsprachige Zeitungen. Dafür wird umso ausgiebiger ferngesehen: Über 90 Prozent sehen via Satellit und Kabel ebenso türkische Sender wie deutsche. Zur Auswahl stehen neben dem staatlichen TRT, das verstärkt mit dem ZDF kooperiert, fast ein Dutzend kommerzieller Privatsender. Populärste Radiostation in Deutschland ist längst nicht mehr der WDR mit der muttersprachlichen 40-Minuten-Migrantensendung "Köln-Radio", sondern "Radiyo 94,8 Metropol fm", das rund um die Uhr Unterhaltung und Politik auf Türkisch funkt. Dirk Holm, Autor der Medienstudie des ZfT, folgert aus der Tatsache der Vielfachnutzung in beiden Sprachen: "Die türkische Community verfügt über Medienkompetenz und Urteilsfähigkeit. Türkische Medien werden überwiegend komplementär genutzt." Auch wenn man nicht Medienwirkung, sondern Mediennutzung erforsche: Von Parallelgesellschaft könne keine Rede sein.
Der Nachwuchs ist ganz zu Hause im Internet. Am populärsten ist die Netz-Zeitung "vaybee!" (Neudeutsch etwa: "Whow!"). Die Kölner Kulmac-Brüder und ihr Schwager Ufuk Senay wollten mit dem Nachrichten- und Lifstyle-Portal nach eigener Aussage "die türkische Community europaweit miteinander vernetzen und ihren Informationsstand erhöhen". Das Besondere: Ein Klick, und Texte etwa zum Thema "Deutschland braucht mehr türkische Lehrer" erscheinen auf Deutsch. Viele der offenbar jungen, türkischen Leser kommentieren auf Deutsch. Ein "jale2004" etwa schreibt: "boa ey, dat regt mich wieder so wat von auf." "Vaybee!" nennt sich im Untertitel "Seite der neuen Generation". Das klingt wie eine Kampfansage an die Zeitungstraditionalisten aus Frankfurt. Von Moscheen und Nazis kein Wort.
Christian Bleher ist freier Journalist und Dozent an der Journalistenschule in München.
ich weiß nicht, was die hürriyet mit diesen "nazi" vorwürfen,bei jeder meldung über einen vorfall mit türken bezwecken will.
unnötig vorurteile zu verbreiten und stärken hilft auch nicht weiter!Jetzt wissen wir's. Nach dem Artikel zuvor kooperieren sie mit "Bild". Das färbt ab.
09 Mayıs 2008
Hürriyet Almanların diline düştü!
Avrupa Hürriyet, büyük bir skandalla çalkalanıyor. Gazetenin Almanca Young Hurriyet adlı gençlik ekinde haber müdürlüğü ve başyazarlık yapan 23 yaşındaki Gülşah Koç'un yazılarında başkalarına ait çalıntı metinleri kullandığı ve bunları kendi metinleri gibi sunduğu ortaya çıktı. Frannkfurter Algemeine Zeiturg konuyu haberleştirdi!
Almanya'nın önde gelen ciddi yayın kuruluşlarından Frankfurter Allgemeine Zeitung ve Frankfurter Rundschau adlı gazetelerde yayınlanan haberlerde, hiçbir mesleki tecrübesi ve birikimi olmamasına rağmen, haber müdürlüğü ve başyazarlık görevine getirilen Gülşah Koç'un çeşitli internet sitelerinden kopyaladığı yazıların altına kendi adını yazdığı belirtiliyor.
devami (http://www.iyibilgi.com/haber.php?haber_id=66519)
und der artikel aus der F.A.Z. (http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB 916D7/Doc~EB77AD11D682F45659EF6F0ED6 DADDB6E~ATpl~Ecommon~Scontent. html?rss_aktuell)
„Diese Männer beabsichtigten ein Blutbad“ Wie die „Hürriyet“ über die Anschläge von Rudow berichtet
09.06.2008
Nach den zwei Brandanschlägen von Rudow ist die „Hürriyet“ offenbar davon überzeugt, dass Rechtsradikale in Deutschland serienweise Anschläge auf die Häuser von Türken verüben. Anfang der vergangenen Woche hatte die Polizei, wie berichtet, zwei mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Szene in Neukölln festgenommen, die in Verdacht stehen, die Brandsätze geworfen zu haben. Das Amtsgericht Tiergarten erließ Haftbefehle wegen versuchten Mordes.
„Hier habt ihr die Brandstiftung, hier die Neonazis“, titelte die „Hürriyet“ am Freitag. In den Unterzeilen hieß es: „Nachdem wir bei der Brandkatastrophe in Ludwigshafen neun unserer Landsleute verloren haben, stellt sich jetzt heraus, dass bei den in Brand geratenen türkischen Häusern die Neonazis ihre Finger im Spiel haben.“ Dazu zeigte die „Hürriyet“ ein Foto, das kurz nach dem Anschlag entstand: Der türkischstämmige Unternehmer Bayram Y. steht auf dem Balkon und zeigt auf die verrußte Stelle an der Fassade seines Hauses. Die „Hürriyet“ berichtete damals über den Fall, woraufhin der türkische Generalkonsul Nazif Alpman die Familie Y. besuchte.
weiter (http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2546932)
deryatulga
30.08.08, 22:35
HÜRRİYET’TE BÜYÜK DEĞİŞİM!
Odatv.com olarak aldığımız bilgilere göre Hürriyet Avrupa Genel Yayın Yönetmeni Kerem Çalışkan görevinden alınıyor.
Kerem Çalışkan’ın Hürriyet ile yıllar önce imzaladığı sözleşme 1 Eylül’de feshediliyor.
Kerem Çalışkan’ın yerine ise şu anki Yazı İşleri Müdürü Halit Çelik Budak gelecek.
DP Genel Başkan Yardımcısı Nevval Sevindi’nin eşi olan Kerem Çalışkan, Hürriyet’ten önce Tempo dergisinin de Genel Yayın Yönetmenliği’ni yapmıştı.
Hatırlanacağı üzere; geçtiğimiz aylarda Hürriyet Avrupa bir intihal olayı ile sarsılmıştı.
Hürriyet Avrupa’nın Almanca yayınlanan gençlik eki ‘Young Hürriyet’ (Genç Hürriyet)’in başyazarlığını yapan Gülşah Koç’un, çalıntı metinleri kendi fikri gibi sunmasına, Frankfuter Allgemeine Zeitung ve Frankfurter Rundschau gibi Alman gazeteleri büyük tepki göstermişti.
Odatv.com
19 Ağustos 2008
deryatulga
30.08.08, 22:47
Ali Gülen
Alman basını niye Hürriyet i hedef aldı
15.05.2008 11:36
GÜN geçmiyor ki, Alman basınında Hürriyet aleyhinde bir şey çıkmasın.
Özellikle de Avrupa’daki yayınlarıyla ilgili...
Bu haftaki Der Spiegel, habercilikteki yalpalamayı ve dengesizliği ele almış.
Bir gazetenin iki yıl içerisinde nasıl bu hallere düşürüldüğünün özetidir bu.
Peki Alman basınının dikkatini çeken olaylar neydi?
Önce onlara bir bakalım;
Hessen Eyaleti seçimlerinde açıkça taraf yapılan gazete (bir çok çalışanın
karşı çıkmasına rağmen), “Oylar SPD’ye” politikası güttü.
“Hadi bu gazetenin tarafsızlık ilkesine karşı yapılmış bir basit hataydı”
diyelim.
Ama öyle başlıklar atıldı, öyle yorumlar getirildi ki, akıllara zarar.
Manşetten Hessen Eyaleti’nin mevcut başbakanı CDU’lı Roland Koch’a “ırkçı”
denildi, onun için Hitler benzetmesi yapıldı.
* * *
Nasıl mı?
Birlikte okuyalım.
Tarih; 21.01.2008. Yer ünlü yazar Bekir Coşkun’un köşesinin bulunduğu
bölüm. Yazan, Kerem Çalışkan...
Bakınız Sayın Çalışkan, Koch için neler diyor:
“Ne yazık ki, Hessen'in CDU’lu Başbakanı Sayın Roland Koch seçim
kampanyasının tümünü ‘yabancı düşmanlığı’ üzerine kurmuştur. Almanya'daki
sosyal ve politik ortamı, göçmenlere karşı nefret ve öfke sözleriyle
zehirlemiştir. Bunun için bile bile gençlik suçlarındaki rakamları
çarpıtmış, yalan söylemiştir. Evet, o artık Pinokyo Koch’tur.
Koch şimdi ‚nefret oyları’nın peşindedir. Yabancılardan nefret eden
Almanların oylarını kendine çekmek istemektedir. Almanların ilginç bir
sözü var: Hassprediger. Yani ‚Nefret vaizi’. Ama Alman tarihinin en büyük
nefret vaizi kuşkusuz Hitler'dir. Yahudilere ve yabancılara karşı nefret
körükleyerek oyları toplamış ve iktidara gelmiştir.Aynı yöntemin bugün
Koch tarafından 21. Yüzyılda, Berlin Duvarı'nın yıkılmasından neredeyse 20
sene sonra kullanılması üzücüdür.“
* * *
Devam edelim. Yer yine Bekir Coşkun’un köşesinin bulunduğu bölüm. Yani 3.
sayfa...
Pazartesi günleri Bekir Coşkun yazmadığından yerinde yine Kerem Çalışkan
var. Bu kez başlık “Neo-Irkçılık”... Tarih 28.01.2008...
Okuyalım;
“Irkçılık her zaman Hitler selamıyla, gamalı haçla ortaya çıkmaz. Günün
şartlarına göre başka sembollerin arkasına sığınır. Günümüzdeki ırkçılık
sembollerinin bazılarını sayalım...Cami-karşıtlığı, Kara koyun,
Kriminelle Auslander raus…“
Almanya’ya yönelik aşırı eleştiriler hemen hemen her yazıda var.
Önceki bir yazıdan örnek. Tarih 31 Aralık 2007. Yılın son günü. Sayın
Çalışkan’ın yazısı şöyle:
“Almanya 2008’e artan yabancı düşmanlığı ve ırkçılığın gölgesinde giriyor.
Politikacılar ve medya bu düşmanlığı giderek daha çok körüklüyor. Son
olarak ‘Tatort’ dizisi. Türk-Alevi insanlara karşı aşağılama ve düşmanlık
kışkırtan TV filmi. Bunlar sanat mı? Kuşkusuz Hitler’in Propaganda ve
Sanat Bakanı Goebbels’in övgüsünü kazanabilecek filmler. Çünkü yabancı
düşmanlığını körüklüyorlar.“
* * *
Daha neler mi var?
Almanlar’ın, neden Yalçın Bayer’i ve Hürriyet’in yazarı olmadığı halde
yazılarının kullanıldığı eski bir Büyükelçiyi sevmediğinden şikayet
etmekten tutun da, savcıların kasıtlı olarak kundaklamaları gizlediği
iddiasına kadar her şey var.
Bunlar ne anlama mı geliyor? Onu da açıklayalım…
Bakınız siz bir ülkede yaşıyorsunuz ve orada gazete çıkarıyorsunuz.
Sonra da o ülkenin değerlerine “haksız yere” saldırıyorsunuz.
Üstelik de, reddettikleri tarihten örnekler veriyorsunuz. Her olayda
Hitler benzetmesi, Göbbels örneklemesi veriyorsunuz.
Bunu hiç bir ülke kabul etmez.
Dahası basit bir insan bile kabul etmez.
Ortada bir sonuç yokken, çıkan bir facidan dolayı “Almanya’da Türkler’i
yakıyorlar“ diye manşet attıracak kadar Türkiye’deki yazı işlerini
yanıltmak gazetecilik değildir.
Çocukların ifadelerini kendi kendine alıp buna göre haber kurmak da
gazetecilik değildir.
Daha sonra da uyum nutukları atmak, Almanlarla toplantılarda boy
göstermek, orada bozuk Almancaylı konuşup ortamı yumuşatmaya çalışmak da
gazetecilik değildir.
Eleştiri başka şeydir, bunlar başka şeydir…
* * *
Alman basını bütün bunları fark ettiği için, habercilikteki yalpalamayı
gördüğü için Hürriyet’in üzerine gidiyor. Ve bu sefer sıkı gidiyor.
Çünkü yumuşak karnını keşfetti; Gazetecilik hataları…
Maalesef Avrupa Hürriyet’in son iki yıldır en büyük zaafı burası…
Umarız bu zaaf daha kötü sonuçlara yol açmaz.
Son bir sözümüz de, intihal skandalının kahramanı Gülşah Koç’la ilgili
olacak.
Bakınız Sayın Kerem Çalışkan onun için de bir şeyler yazmış:
“Geçenlerde Young Hürriyet’in genç yöneticisi Gülşah Koç ile konuşurken
bir ara ağzımdan ‘Türkenheim’ sözcüğü çıktı. Gülşah kuşkulu bir ifadeyle
‘Öyle bir şey mi vardı?’ diye sordu. Gülşah 23 yaşında Frankfurt Hanau
doğumlu. Belli ki birçok yaşıtı gibi o da ‚Türkenheim’ı duymamıştı...
Gülşah’ı Hürriyet Yazıişleri’nin en eskisi 40 yıllık Nezih Abi’nin
karşısına oturttuk. Torununa renkli bir masal anlatan dede gibi
‚Türkenheim’ları anlattı....“
Ne diyelim…
Keşke böyle sevimlilikler yapılacağına ve hikayeler anlatılacağına,
kızcağıza yeteneğine göre bir iş verilseydi…
Değil mi?
GÜNÜN SORUSU
- Avrupa Hürriyet’in Almanca ekinin başına getirilen Gülşah Koç’un
yazılarını sağdan soldan araklayıp gazeteye koyduğunu, yanında çalışanlar
Alman basını uyanana kadar hiç fark etmedi mi, yoksa fark edip de sustular
mı?
- Çalınan yazıların sahiplerinden bazılarının tazminat davası açma
hazırlığı yaptığı belirtiliyor. Bu paraları öderken kızdan yaptığı işin
bedeli istenecek mi? İstenecekse olaya göz yumanların katkısı beklenecek
mi?
aligulen@haberturk.com
deryatulga
30.08.08, 23:00
Avrupa Hürriyet'te neler oluyor? kim neden görevden alındı?
hürriyet
Habertürk yazarı Ali Gülen Avrupa Hürriyet'ye yaşanan sıkıntıları bugüm köşesinden duyururken yaşanan 'görevden almayı'da değerlendirdi. İşte o yazı.
Ali Gülen'in Habertürk'teki yazısı
Avrupa Hürriyet’ten
jet bir veda…
İKİ yıldan az bir süre önce “Almanca biliyor” denilerek, Avrupa
Hürriyet’in başına yayın yönetmeni olarak gönderilen Kerem Çalışkan, önceki gün arkadaşlarına veda etti.
Almanya’da yetişen gençlerden kurulu kadro Almanca bilmiyormuş gibi…
Her ne kadar, Çalışkan’ın kendisi Türkiye’ye tayin edilip haber bölümünde çalışacağını söylese de, işin aslı görevden alındığıdır.
İşin aslı tenzil-i rütbedir…
Eyalet Başbakanı’na “ırkçı” diye manşet atmak, Alman basınından köşe yazıları araklamak, şok tiraj düşüşleri bu dönemde oldu.
Hürriyet, Hürriyet olmaktan çıktı.
Bir çeviri gazetesi halini aldı…
Şimdi yerine, bu olaylarda başdanışmanlık yapan ve fiilen içinde olan kişi bakacak.
Umarız tersi olur, ama bizce değişen bir şey olmayacak ve büyük gazetemiz göz göre göre eriyecek…
Ne diyelim yine de hayırlısı olsun…
Böyle olaylar olup bittikten sonra nedenleri, nasılları elbette fazladır.
Kuruma zarar gelmemesi için onlara girmiyoruz.
Ama bir şeyi özellikle vurgulamak istiyoruz.
Gazetecilik yetenekleri ile değil, başka oyunlarla yapılan atamalar kısa süreli oluyor.
Yaranmak için 40’ından sonra saksafon öğrenseniz de gerçek bu...
Zwei türkischsprachige Sender verlieren Zulassung
13. November 2008 Die deutsche Medienaufsicht hat zwei türkischsprachigen Fernsehsendern die Zulassung entzogen. Nach einem Beschluss der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten werden die Lizenzen für die bundesweit ausgestrahlten Programme „Kanal 7 INT“ und „tvt“ widerrufen. Laut ZAK-Mitteilung von diesem Donnerstag hat die Veranstalterin, die in Frankfurt am Main ansässige Euro 7 Fernseh- und Marketing GmbH, „gegen maßgebliche Bestimmungen der Zulassungsbescheide verstoßen“.
Das Unternehmen ist nach Einschätzung der ZAK „weder personell noch finanziell in der Lage, die Fernsehprogramme künftig entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zu veranstalten“. Insbesondere stützen sich die Medienwächter dabei „auf den Umstand, dass einerseits die Verantwortung der Programme nicht mehr von Deutschland aus wahrgenommen wird, andererseits ehemals Verantwortliche zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden sind“.
Bei der Programmbeobachtung hatte die Medienaufsicht festgestellt, dass das in Deutschland ausgestrahlte Angebot weitgehend identisch mit dem Originalprogramm in der Türkei war. Bei Besuchen in der Senderzentrale in Frankfurt wurde niemand angetroffen.
...
weiter:
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB 916D7/Doc~EE299F9B2DCC0413785A6B9D7D 3F2360E~ATpl~Ecommon~Scontent. html
Großer Bahnhof für die Integration: Startschuss für die Deutschlandstiftung Integration auf der Publishers' Night
Berlin (ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel übernimmt Schirmherrschaft für Integrationsstiftung des VDZ / Deutsche Bank unterstützt Verlegerinitiative mit 100.000 Euro / Bild-Chef Kai Diekmann und Hürriyet-Chefredakteur Ertugrul Özkök unterstreichen Verantwortung der Medien für Integration Vor über 1000 Gästen aus Medien, Politik, ...
[...]
Für seine Verdienste um die türkisch-deutsche Verständigung wurde der türkische Unternehmer Aydin Dogan mit einer Goldenen Victoria ausgezeichnet. Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble würdigte Dogan als Persönlichkeit, die sich nicht auf den Handel mit Informationen beschränkt, sondern dies in einer Weise tut, die Menschen über Grenzen und Unterschiede hinweg näher zueinander bringt.
Im Rahmen der Publishers' Night erläuterten darüber hinaus "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann und Hürriyet-Chefredakteur Ertugrul Özkök ihr gemeinsames Engagement in Sachen Integration, das seinerzeit beim UEFA-Euro Halbfinalspiel Deutschland-Türkei in erheblichem Maße für das friedliche Miteinander von türkischen und deutschen Fußballfans mit verantwortlich war. Beide Chefredakteure haben unlängst auch ein gemeinsames Buch ("Süper Freunde") auf den Markt gebracht, für das beide Blätter 26 Prominente als Autoren gewonnen hatten und das demnächst auch in türkischer Sprache erscheinen soll.
http://www.ad-hoc-news.de/Groer-Bahnhof-fr-die-Integration-Startschuss-fr-die--/de/Wirtschaft-Boerse/Arbeit-Soziales/19870344
Almanların, A. Doğan'a verdiği ödülün sırrı ne?
İSRAFİL K.KUMBASAR'ın yazısı
21 / 11 / 2008
Herr Alaman bunu hep yapıyor.
Ne zaman ki, ‘kendi çıkarlarına’ hizmet etmeyi adeta bir misyon haline getiren Aydın Doğan’ın başı sıkışıverse, bir vesileyi bahane edip, hemen ödülü dayıyor.
Son ödül, Alman Yayıncılar Birliği’nden geldi.
Ödülün veriliş gerekçesi oldukça dikkat çekici:
1-) Almanya ile Türkiye ilişkilerin geliştirilmesine destek vermek.
2-) Almanya’daki Türk toplumunun ‘uyumuna’ katkıda bulunmak.
Bir yanına kızlarını ve damatlarını, diğer yanına silahşorlarını alarak ‘Altın Victoria’ ödülünü kucaklayan Aydın Doğan, şöyle dedi:
- “40 yılı aşkın süredir Almanya’da yayımlanan ve tüm Avrupa’ya dağıtılan gazetelerimiz ve Euro D ve Euro Star gibi televizyon kanallarımız, uyumu destekleyen bir yayın politikası izliyor.”
* * *
Deutsche Bank’ın Doğan Holding’e bağlı kuruluşlara ortak olarak sürekli sermaye aktarımında bulunması, Aydın Doğan’a ait gazete ve dergilerin, Almanya hükümeti tarafından ‘ayrıcalığa’ tabi tutulması demek ki hiç de tesadüf değilmiş.
Doğan’a ait yazılı ve görsel basın, ‘Türk’ görünümü altında Almanya’da yaşayan Türklerin ‘asimile’ edilmesi için bir araç vazifesi görüyor.
Kültürel dejenerasyonun öncülüğünü yapan Fatih Akın gibi dönmeler, Türk toplumuna ‘Türk kökenli Alman sinemacı’ diye takdim ediliyor.
‘Türk’ kelimesini ağızlarına almayan, hatta neseplerini ‘başka ırklar’ ile açıklamaya çalışan Cem Özdemir gibi devşirmeler, kamuoyuna ‘Türklerin Obaması’ diye lanse ediliyor.
Genç beyinler, “Siz de Türklüğünüzden vazgeçip, onun gibi olursanız, ileride Almanya’ya başbakan olabilirsiniz” diye yıkanıyor.
Ahmetler ve Ayşeler, sistemli bir biçimde Hanslara, Helgalara dönüştürülüyor.
Bunun adı ne yazık ki ‘uyum’ oluyor.
* * *
Bugüne kadar ‘Rodos-Frankfurt’ hattında hükümet kurup, hükümet yıkan Aydın Doğan’ın iktidara gelmeden önce Almanya’da ağırladığı siyasetçiler arasında Tayyip Erdoğan da vardı.
Doğan ile Erdoğan arasında, “Sen benim sırtımı kaşı, ben de seninkini” şeklinde süren ilişkiler, ‘Hilton arazisi’ yüzünden bir anda bozuldu.
İnşaat izni alamayan Doğan, silahşorları vasıtası ile, ‘aba altından’ sopa göstermeye başladı.
“Bu atışların nedenini bir hafta içinde açıkla” diye gürleyen Erdoğan, bir yandan Doğan’a ait gazetelere boykot çağrısı yaparken, diğer yandan Doğan’a ait bazı televizyonların ruhsatlarının iptalini gündeme getirdi.
Ama aradan fazla geçmeden, ikilinin Bayburt Milletvekili Ülkü Güney’in oğlunun nikâhında ortaya çıkan sarmaş dolaş fotoğrafları ‘mutlu beraberliğin’ yeniden kurulduğu şeklinde yorumlandı.
* * *
Aydın Doğan’ın ödülünü okşadığı saatlerde, uluslararası haber ajansı Reuters’in, abonelerine geçtiği haberin başlığı aynen şöyleydi:
- “Doğan Grubu’nun hükümetle başı dertte.”
Almanya Başbakanı Angela Merkel, İçişleri Bakanı Wolfgang Schaeuble, SPD Genel Başkanı Franz Müntefering, FDP Genel Başkanı Guido Westerwelle’nin de katıldığı ödül töreninde, el altından bir yerlere mesaj veriliyordu.
Mesajın oldukça açık olan meali şudur:
- “Sakın adamımıza dokunmayın.”
http://www.cafesiyaset.com/haber/20081121/ADogana-verilen-odulun-sirri-ne.php
09.12.08
Türkische Sender ziehen nach Köln
Gleich zwei türkische Fernsehsender wollen eine Niederlassung in Köln eröffnen. Verteter von "ShowTV" und "ATV" haben bekanntgegeben, dass sie sich in Kürze in Köln ansiedeln werden.
Köln - Gleich zwei türkische Fernsehsender wollen eine Niederlassung in Köln eröffnen. Das ergaben Gespräche der Stadt Köln mit Vertretern der Medienbranche in Istanbul. So zieht es zum einen den Sender „ShowTV“ mit einer Dependance an den Rhein und zum anderen den zur Zeitungsgruppe Sabah gehörenden Sender ATV. Die türkischen Medienvertreter zeigten großes Interesse an Köln - wegen des großen Anteils türkischer Mitbürger in der Region, aber auch mit dem Ziel, die gegenseitige Information über Politik, Gesellschaft und Kultur zu verbessern.
...
http://www.ksta.de/html/artikel/1228404085587.shtml
ach was, die ziehen da doch nur wegen Karneval hin. Und weil sie gehört haben, dass dabei die Frauen leicht abzuschleppen seien... ;)
deryatulga
19.07.09, 21:04
19.07.2009
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Kürşat Bumin
kbumin@yenisafak.com.tr
Taha Kıvanç'ın yanlış anlaşılmaması için
Dünkü yazımda 'Topkapı-İdil Biret konseri' çerçevesinde Vakit yazarının 'şaraplı-müzikli' Saray akşamını hatırlatmak için internette yaptığım kısa gezinti bana bir zamanlar Yeni Şafak'ta Alper Görmüş ile birlikte haftanın beş günü yayımladığımız 'Kronik Medya' sayfasını hatırlattı. Meşhur 'Medyakronik' kapattırılınca, bu güzel 'medya eleştirisi' sitesinin mütevazi bir benzerini Yeni Şafak'a taşımıştık. 2-3 (?) yıl sonra onun da vadesi doldu. Gazete yönetiminin isteksizliği üzerine her gün yüzlerce manalı -manasız haber ve yoruma laf yetiştirmekten kaynaklanan bıkkınlığımız da eklenince sayfayı kapattık gitti.
Peki (soranlarınız vardır mutlaka) iyi de nereden çıktı bu 'Kronik Medya' meselesi şimdi?
Bu hafta içinde Taha Kıvanç'ın 'Bir yanlışı düzeltiyorum' başlıklı yazısını okuyunca hatırlamam uzun sürmedi: Taha Kıvanç benzer bir yazıyı 'Kronik Medya' günlerinde de yayımlamış, biz de bu münasebetle, uzun yıllar Hürriyet-Almanya'nın dümencisi olarak, 'Bir gazetenin yapabileceği kötülükler nelerdir?' sorusuna cevaben çok aydınlatıcı örnekler vermiş olan Ertuğ Karakullukçu hakkında epeyce laf etmiştik.
Söylediğim gibi, Taha Kıvanç, geçen günkü yazısında -2004 Mayısı'nda yayımladığı yazıda da olduğu gibi- Hürriyet-Almanya'yı yıllarca, 'Acaba bugün hangi kötülük tohumlarını ekebilirim?' arzu, istek ve hırsıyla yönetmiş olan Karakullukçu'yu 'korur-kayırır' gibiydi sanki…
Yazımın başlığını 'Taha Kıvanç'ın yanlış anlaşılmaması için' olarak seçmemin nedeni de bu 'sanki'den kaynaklanıyor zaten.
Taha Kıvanç, 'Bir yanlışı düzeltiyorum' başlıklı yazısında Hürriyet'in Almanya baskısını yöneten Kerem Çalışkan'ın görevden (ve gruptan) ayrılmak zorunda bırakıldığını yazıyor.
Bu arada Hürriyet'in Almanya baskısında köşe yazarlığı yapan Yiğit Bulut'un da Çalışkan gibi gazeteden ayrılmak zorunda bırakıldığını öğreniyoruz. Taha Kıvanç, işin bu faslını Bulut'un geçen gün Habertürk'te yayımladığı yazısından naklen aktarıyor. Bulut, 'Yak bir Türk' başlıklı yazısının Kerem Çalışkan tarafından manşete taşınmasıyla 'istenmeyen adam' ilan edildiklerini ve Bild gazetesi genel yayın yönetmeni Kai Diekmann'ın Ertuğrul Özkök'e yaptığı bir ziyaretle de işin bağlandığını ileri sürüyor.
Neyse, bizim asıl işimiz bu gazetecilerle değil.
Bizi asıl olarak, Taha Kıvanç'ın Hürriyet-Almanya'da yakınlarda yaşanan bu olaydan hareketle bizi nasıl geçmiş yıllara götürdüğü ve geçmişin yönetmeni Karakullukçu'yu bugün bile başarılı bir isim olarak takdim etmeye çalıştığı ilgilendiriyor.
Karşımızda öyle bir 'Ertuğ Bey' portresi var ki, şaşırmamak imkansız doğrusu.
Şu satırlar mesela:
'Almanlar ülkelerinde basılan Hürriyet'e olağanüstü özel önem veriyorlar. Bunun en yakın tanıklarından biriyim ben… Yıllar ve yıllar boyu Türk-Alman ortak toplantılarında Hürriyet'in Almanya'da nasıl 'şoven' bir yayın çizgisi izlediğine dair şikayetler dinledim; (…) Şikâyetlerin odağındaki isim Hürriyet-Almanya'yı İstanbul'da hazırlayan Ertuğ Karakullukçu'ydu. Sonunda Almanlar muratlarına grubun Ertuğ Karakullukçu'yu kendilerinin karşısına çıkardığı bir toplantıda erdiler. (…) Az sonra görevden alındı Ertuğ Bey ve Almanya ile Doğan Grubu yakınlaşması öylece başladı…'
Yanılıyor muyum yoksa? Yukarıdaki satırlardan 'Harcadılar Ertuğ Bey gibi bir yayın yönetmenini!' gibi bir anlam çıkmıyor mu?
Çıkıyor 'sanki'…
Çünkü hemen arkasından şu satırlar geliyor:
'Bu gelişmenin ilk etkisi şu oldu: Hürriyet-Almanya'nın Almanlar'ın 'şoven' bulduğu yayın çizgisi değişti; çizgiyle birlikte tiraj da bayağı aşağılara düştü. Ne beklersiniz bu durumda, eski 'tutulan' çizgiye dönülmesini ve eski 'başarılı' yayın yönetmeninin göreve iade edilmesini, değil mi? Öyle olmadı…'
Görüyorsunuz; 'sanki', Almanya-Doğan Medya Grubu arasındaki yakınlaşmanın 'Ertuğ Bey' problemini ortadan kaldırması hiç de hayırlı bir vak'a olarak değerlendirilmiyor bu satırlarda. Söz konusu yakınlaşma pek çok açıdan gözden geçirebilir-eleştirilebilir tabii ki; ancak bu fasla ilişkin söylenecek sözler ne olursa olsun, sonuç kesinlikle hayırlı olmuştur.
Hürriyet'in Almanya baskısının içeriği, zamanında 'Meydakronik'de ve sonradan 'Kronik-Medya'da göreli olarak epeyce yer verdiğimiz bir konuydu Karakullukçu yönetimindeki bu gazete, her şeyden önce, Avrupa'da (ve özellikle Almanya'da) yaşayan Türkiyeli göçmenlerin içinde yaşadıkları topluma entegre olmamaları yönünde gayret sarf ediyordu. Aklınıza gelebilecek her yöntemi kullanarak hem de. Yeter ki, Türkiyeli göçmenler ikinci vatan bildikleri ülkelerden nefret etsinler, 'milli duyguları'nı daha da geliştirip hep Hürriyet-Almanya okusunlar!
Türkiyeli göçmenlere Almanya'da 'model' olması gereken Cem Özdemir'e neler çektirdi bu yönetmenin yönetimindeki gazete. Özdemir'in Kürt sorunu, Alevi sorunu ve Ermeni sorununa ilişkin açıklamaları Karakullukçu tarafından sürekli tahrif edilip kışkırtıcı bir şekle sokuldu. Cem Özdemir'e Ermeni kilisesinde 'Papazın elini öptüren' de bu yayın yönetmeniydi. Özdemir'in 'küpesi' bile Karakullukçu'nun aklını kurcalıyordu!
Dolayısıyla bugün, Almanya-Doğan Medya arasındaki ilişkilere esrarengiz bir hava vermeye çalışıp, geriye dönerek 'Hiç değilse düşen tirajı yükseltmek için Karakullukçu gelmeliydi' şeklinde bir sonuç çıkartmaya çalışmak 'yanlış anlaşılmaya' çok uygundur. Hürriyet-Almanya'nın Avrupa'daki göçmenleri de her gün tekrarlanan bir takım ırkçı haber başlıklarıyla 'zinde' tutmaya çalışmış bu Karakullukçu döneminin kapanması herkes için hayırlı olmuştur.
Başlığa dönecek olursam: Taha Kıvanç'ın yanlış anlaşılmaması için yazdım bu yazıyı. Olur da bazı okurları, 'Taha Kıvanç, Karakullukçu'nun yayın politikasını beğeniyormuş' gibi bir sonuç çıkarırlar diye tasalandığım için…
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Kaynak: http://yenisafak.com.tr/yazarlar/?i=17785&y=KursatBumin
Aydın Doğan Bild’in “Günün Kazananı” oldu
19 Temmuz 2009
Alman Bild Gazetesi, Federal Alman Liyakat Nişanı’na layık görülen Doğan Holding Yönetim Kurulu Başkanı Aydın Doğan’ı “Günün Kazananı” ilan etti.
Bild’in birinci sayfasında yer alan haberde, Aydın Doğan’ın ödüle layık görülmesini, “Birinci sınıf bir dost için birinci sınıf bir ödül” yorumu yer aldı. Bild haberinde, Doğan Holding Yönetim Kurulu Başkanı Doğan, Türkiye’nin en önemli medya girişimcisi olarak tanıtılırken, “Gelecek hafta içerisinde Federal Liyakat Nişanı alacak. Nedenine gelince... Yıllardır Almanya’da yaşayan Türkler’in uyumu için mücadele ediyor ve Türkiye’nin AB’ye yakınlaşmasını destekliyor” denildi.
http://www.hurriyet.com.tr/ekonomi/12101236.asp?gid=254
es ist mir ein rätsel,wie man nach etlichen hetznachrichten von der hürriyet,die die deutschen als "nazis" betitelten, einen aydin dogan wegen jahrelangen bemühungen zur integration der türken in D,auszeichnen kann?!
es ist mir ein rätsel,wie man nach etlichen hetznachrichten von der hürriyet,die die deutschen als "nazis" betitelten, einen aydin dogan wegen jahrelangen bemühungen zur integration der türken in D,auszeichnen kann?!
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