Yedi Bela Hüsnü
18.02.05, 02:22
Der Homo Sapiens bewohnt die Erde offenbar schon um einiges länger, als Forscher bisher vermutet haben. Neue Datierungen uralter Schädel aus Äthiopien haben jetzt ergeben, dass schon vor knapp 200.000 Jahren moderne Menschen dort lebten.
Der moderne Mensch ist vermutlich rund 50.000 Jahre älter als Fossilienfunde bisher annehmen ließen. Das legen neue Datierungen von zwei Schädeln nahe, die 1967 in Äthiopien gefunden wurden. Die beiden Omo I und Omo II genannten Homo-Sapiens-Fossilien sind nach den neuen Ergebnissen nicht wie bislang angenommen etwa 130.000, sondern zirka 195.000 Jahre alt.
Ein Team von australischen und amerikanischen Forschern berichtet über die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes "Nature" (Bd. 433, S. 733). Auch aufgrund genetischer Studien nehmen Forscher an, dass der moderne Mensch vor rund 200.000 Jahren erstmals auftauchte. Die ältesten Funde wurden bislang auf ein Alter von 154.000 bis 160.000 Jahren geschätzt.
Omo I und Omo II waren 1967 von Richard Leakey entdeckt worden. Gemeinsam mit seinem Team fand der Anthropologe die Überreste der beiden Schädel und Teile der dazugehörigen Skelette in der Nähe von Kibish in Äthiopien. Damals waren die Fossilien anhand des Zerfalls von Uran und Thorium auf ein Alter von 130.000 Jahren datiert worden. Die Forscher hatten dazu Muschelschalen aus einer Felsschicht in unmittelbarer Nähe der Schädel analysiert.
Der Geologe Ian McDougall von der Australischen National-Universität in Canberra und seine Kollegen untersuchten nun Schichten vulkanischer Asche ober- und unterhalb der Sedimente, in denen die beiden Schädel eingebettet waren. Sie bestimmten das Alter der Gesteinsschichten mithilfe einer Technik zur Datierung, die mit dem radioaktiven Zerfall der Elemente Kalium und Argon arbeitet. Eine Schicht vulkanischer Asche 50 Meter oberhalb der Schädel datierten die Wissenschaftler auf ein Alter von 104.000 Jahren. Die Schicht nur drei Meter unterhalb der Fundstätte ist rund 196.000 Jahre alt.
Das Auftauchen des Homo sapiens auf knapp 200.000 Jahre zurückzudatieren, vergrößert die zeitliche Kluft zwischen den ersten anatomisch modernen Menschen und ersten eindeutigen Anzeichen der Kulturentwicklung. Funde wie Werkzeuge, Nadeln, Knochenschnitzereien oder Malereien tauchen erst vor etwa 50.000 Jahren auf. Demnach hätte der moderne Homo sapiens rund 150.000 Jahre ohne diese kulturellen Errungenschaften gelebt. Es gab also eine große Lücke zwischen dem Auftreten des modernen Skeletts und modernen Verhaltens, erklären die Forscher.
Quelle: SPIEGEL ONLINE
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Adam und Eva immernoch nicht gefunden! Hmmm... :think:
Der moderne Mensch ist vermutlich rund 50.000 Jahre älter als Fossilienfunde bisher annehmen ließen. Das legen neue Datierungen von zwei Schädeln nahe, die 1967 in Äthiopien gefunden wurden. Die beiden Omo I und Omo II genannten Homo-Sapiens-Fossilien sind nach den neuen Ergebnissen nicht wie bislang angenommen etwa 130.000, sondern zirka 195.000 Jahre alt.
Ein Team von australischen und amerikanischen Forschern berichtet über die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes "Nature" (Bd. 433, S. 733). Auch aufgrund genetischer Studien nehmen Forscher an, dass der moderne Mensch vor rund 200.000 Jahren erstmals auftauchte. Die ältesten Funde wurden bislang auf ein Alter von 154.000 bis 160.000 Jahren geschätzt.
Omo I und Omo II waren 1967 von Richard Leakey entdeckt worden. Gemeinsam mit seinem Team fand der Anthropologe die Überreste der beiden Schädel und Teile der dazugehörigen Skelette in der Nähe von Kibish in Äthiopien. Damals waren die Fossilien anhand des Zerfalls von Uran und Thorium auf ein Alter von 130.000 Jahren datiert worden. Die Forscher hatten dazu Muschelschalen aus einer Felsschicht in unmittelbarer Nähe der Schädel analysiert.
Der Geologe Ian McDougall von der Australischen National-Universität in Canberra und seine Kollegen untersuchten nun Schichten vulkanischer Asche ober- und unterhalb der Sedimente, in denen die beiden Schädel eingebettet waren. Sie bestimmten das Alter der Gesteinsschichten mithilfe einer Technik zur Datierung, die mit dem radioaktiven Zerfall der Elemente Kalium und Argon arbeitet. Eine Schicht vulkanischer Asche 50 Meter oberhalb der Schädel datierten die Wissenschaftler auf ein Alter von 104.000 Jahren. Die Schicht nur drei Meter unterhalb der Fundstätte ist rund 196.000 Jahre alt.
Das Auftauchen des Homo sapiens auf knapp 200.000 Jahre zurückzudatieren, vergrößert die zeitliche Kluft zwischen den ersten anatomisch modernen Menschen und ersten eindeutigen Anzeichen der Kulturentwicklung. Funde wie Werkzeuge, Nadeln, Knochenschnitzereien oder Malereien tauchen erst vor etwa 50.000 Jahren auf. Demnach hätte der moderne Homo sapiens rund 150.000 Jahre ohne diese kulturellen Errungenschaften gelebt. Es gab also eine große Lücke zwischen dem Auftreten des modernen Skeletts und modernen Verhaltens, erklären die Forscher.
Quelle: SPIEGEL ONLINE
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Adam und Eva immernoch nicht gefunden! Hmmm... :think: