PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Parallelgesellschaften



Ingolstädter
07.07.05, 16:35
hm was haltet ihr davon türkische monokulturelle "ghettos" langsam aufzulösen/aufzulockern und dort wieder multi-kulti zu schaffen? ich denke davon würden wir alle profitieren... was haltet ihr allgemein von den sich bildenden parallelgesellschaften (Kreuzberg etc.)? wie kann man das problem zu beidseitiger zufriedenheit angehen?

Caution
07.07.05, 16:45
hm was haltet ihr davon türkische monokulturelle "ghettos" langsam aufzulösen/aufzulockern und dort wieder multi-kulti zu schaffen? ich denke davon würden wir alle profitieren... was haltet ihr allgemein von den sich bildenden parallelgesellschaften (Kreuzberg etc.)? wie kann man das problem zu beidseitiger zufriedenheit angehen?

Um ein Problem lösen zu können, sollte es den erst geben. In Berlin-Kreuzberg machen die tükischen Staatsbürger weniger als 20% aus.

Ingolstädter
07.07.05, 17:01
Um ein Problem lösen zu können, sollte es den erst geben. In Berlin-Kreuzberg machen die tükischen Staatsbürger weniger als 20% aus.


dann ist ja alles gut und wir lassen alles so wie es ist :D.


nein ernsthaft ich denke du weißt wovon ich rede... in vielen schulen sinken die leistungen dort rapide weil die kinder schlecht deutsch können und in einem umfeld aufwachsen dass von arbeitslosigkeit und gewalt geprägt ist.

dies wird dadurch noch verstärkt dass ein wenig nationalismus oder falscher religionseifer mit reinspielt.

die leute die dort aufwachsen werden in arbeitslosigkeit geboren... natürlich ist für jene die perspektivlosigkeit erschreckend und sie flüchten sich in gefestigte eigene strukturen... damit beginnt die abgrenzung zum allgemeinen staat (polizei hat nichts mehr zu sagen etc...) und diese entwicklung ist gefährlich und nutzt niemandem...


ich wünsche mir dass den leuten die in solchen gegenden aufwachsen eine echte perspektive gegeben wird so dass sie sich nicht in falschen systemen zuflucht und halt suchen... wir müssen das problem angehen...

da ich jedoch deutscher bin und die mentalität die dort herrscht wohl eher deutschfeindlich gesinnt ist (klar man ist vom deutschen staat enttäuscht und im stich gelassen worden) frage ich euch vernünftige türken im forum wie man das problem am besten so löst dass alle davon profitieren...


das problem wegzureden hilft nicht.

Caution
07.07.05, 17:08
dann ist ja alles gut und wir lassen alles so wie es ist :D.


nein ernsthaft ich denke du weißt wovon ich rede...

Ja, wovon redest du denn????
Ich sagte, das der Türkenanteil in Berlin-Kreuzberg bei unter 20% liegt. Gibt es daran etwas auszusetzen? Stimmts, oder stimmts nicht?
Desweiteren war Kreuzberg schon immer ein Arbeiterviertel, und schon immer war da die weniger privilligierte Schicht anzutreffen. Das jetzt, auch bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, der sinkenden Kultur, der Türke, der dort weniger als 20% ausmacht, zum Sündenbock erklärt wird, is doch nichts weiter als "faschistoide" Stimmungsmache.

Ingolstädter
07.07.05, 17:12
Ja, wovon redest du denn????
Ich sagte, das der Türkenanteil in Berlin-Kreuzberg bei unter 20% liegt. Gibt es daran etwas auszusetzen? Stimmts, oder stimmts nicht?
Desweiteren war Kreuzberg schon immer ein Arbeiterviertel, und schon immer war da die weniger privilligierte Schicht anzutreffen. Das jetzt, auch bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, der sinkenden Kultur, der Türke, der dort weniger als 20% ausmacht, zum Sündenbock erklärt wird, is doch nichts weiter als "faschistoide" Stimmungsmache.


was redest du denn?? ich suche die schuld doch nicht bei den ansäßigen!!! die können am wenigsten dafür dass der deutsche staat die situation nicht gebacken bekommt!!

die leute dort brauchen PERSPEKTIVE!! und wenn sie durch die deutsche gesellschaft keine bekommen suchen sie sich anderswo eine... und genau da muss man ansetzen...


lol ich will doch niemanden zum sündenbock machen (außer vielleicht unsere absolut unfähigen politiker). ich sehe es gibt ein problem und ich frage mich wie man das problem lösen kann. was ist daran "faschistoide" stimmungsmache??? :eek: :eek: :eek:

Caution
07.07.05, 17:16
was redest du denn?? ich suche die schuld doch nicht bei den ansäßigen!!! die können am wenigsten dafür dass der deutsche staat die situation nicht gebacken bekommt!!

die leute dort brauchen PERSPEKTIVE!! und wenn sie durch die deutsche gesellschaft keine bekommen suchen sie sich anderswo eine... und genau da muss man ansetzen...


lol ich will doch niemanden zum sündenbock machen (außer vielleicht unsere absolut unfähigen politiker). ich sehe es gibt ein problem und ich frage mich wie man das problem lösen kann. was ist daran "faschistoide" stimmungsmache??? :eek: :eek: :eek:

Du siehst das Problem, aber du siehst das Problem falsch. Du sagtest, ich zitiere:
" was haltet ihr davon türkische monokulturelle "ghettos" langsam aufzulösen/aufzulockern und dort wieder multi-kulti zu schaffen? "

Folglich tust Du so, als gäbe es sowas. Dein Beispiel mit Berlin-Kreuzberg habe ich entkräftet. Weitere Beispiele gefälligst?

Ingolstädter
07.07.05, 17:18
ahh ich denke ich hab das mißverständnis gefunden... ich habe "türkische monokultur" geschrieben...

das tut mir leid denn das wollte ich nicht ausdrücken... für uns deutsche ist es manchmal sehr verlockend "nicht-deutsch" mit "türkisch" gleichzusetzen...

ich habe einen fehler begangen und bitte um entschuldigung... diese berechtigte verwirrung von caution hat denke ich dort seinen anfang...


gut also es gibt dort keine "türkische monokultur" sondern eine hohe zahl an arbeitslosen etc. was zu gewaltbereitschaft führt... auch wird dort deutsch nur eher selten gesprochen was auf dem arbeitsmarkt widerum zu problemen führt...

dies alles ist ein teufelskreis den es möglichst früh zu durchbrechen gilt. (ich hoffe meine ansicht wurde nun klarer)

Ingolstädter
07.07.05, 17:28
Dein Beispiel mit Berlin-Kreuzberg habe ich entkräftet. Weitere Beispiele gefälligst?

du hakst das meiner ansicht nach zu schnell ab... möchtest du da wirklich nichts ändern und der gewalt und zukunftslosigkeit dort freien lauf lassen :confused:

Caution
07.07.05, 17:30
ahh ich denke ich hab das mißverständnis gefunden... ich habe "türkische monokultur" geschrieben...

das tut mir leid denn das wollte ich nicht ausdrücken... für uns deutsche ist es manchmal sehr verlockend "nicht-deutsch" mit "türkisch" gleichzusetzen...

ich habe einen fehler begangen und bitte um entschuldigung... diese berechtigte verwirrung von caution hat denke ich dort seinen anfang...


gut also es gibt dort keine "türkische monokultur" sondern eine hohe zahl an arbeitslosen etc. was zu gewaltbereitschaft führt... auch wird dort deutsch nur eher selten gesprochen was auf dem arbeitsmarkt widerum zu problemen führt...

dies alles ist ein teufelskreis den es möglichst früh zu durchbrechen gilt. (ich hoffe meine ansicht wurde nun klarer)

Ich denke "die Deutschen" sollten daran arbeiten, die Verhältnisse zu erreichen, die sie vor der Wiedervereinigung hatten. Also die immensen Schulden, die durch die Wiederveienigung entstanden sind, abbauen, und die hohe Arbeitslosigkeit abbauen.

1989 gab es proportional weitaus mehr Türken und andere Ausländer in Berlin-West, als heute in Berlin. Doch die Schulden waren nicht so hoch, so das heute der Senat nicht einmal das Kopiergeld der Grundschüler bezahlen kann, die Arbeitslosigkeit war durchschnittlich hoch und nicht auf Deutschlandrekord. Und über die Integrationsschwierigkeiten der Türken wurde kaum geredet.

Also sollten wir am Motto, "Arbeit macht frei" festhalten und dafür sorgen, das ein Regierungswechsel die nötigen Voraussetzungen dafür schafft.

d3lux3
07.07.05, 17:30
@ Ingolstädtler

Gib mir 50000 € und ich hau von hier ab und zugleich habt ihr (einen sehr gut bezahlten) arbeitsplatz mehr :D

KingTurek
07.07.05, 17:38
@ Ingolstädtler

Gib mir 50000 € und ich hau von hier ab und zugleich habt ihr (einen sehr gut bezahlten) arbeitsplatz mehr :D

50.000€? Wie lange willst du mit so "viel" Geld leben? Höchstens 2 Jahre in der Türkei und ein Jahr in deutschland.

Ingolstädter
07.07.05, 17:41
@ Ingolstädtler

Gib mir 50000 € und ich hau von hier ab und zugleich habt ihr (einen sehr gut bezahlten) arbeitsplatz mehr :D


naja das grinsesmilie sagt doch dass du selber der vorschlag nicht für voll nimmst (nehme ich übrigens auch nicht)

damit kannst du wohl nur nazis oder sozialistischer deutsche begeistern, aber nicht leute wie mich :p

ich frage nach lösungen nicht nach propaganda :rolleyes:

Gökcen
07.07.05, 17:53
leute leute leute

gibt es nur "türkische" slumms und ghettos die ihr "bekämpfen" wollt.
ein ganz einfaches beispiel ist Duisburg-Marxloh, eine von PKK-Freaks vollgestopfte gegend in der jeden tag irgendwas passiert, dumme anmachen/bedrohungen tr mädels gegenüber, frauen mit turban werden als dreck bezeichnet und drogen puffs etc inklusive!

ein anderes beispiel ist köln, da gibt es genug stadtteile wo albaner und iraner ihren scheiss verzapfen und stadt hier irgendwelche türkensiedlungen in dne dreck zu ziehen, frage ich euch mal, wart ihr schonmal in kreuzberg,köln-mülheim, dinslaken? das sind alles gegende wo fast nur türken leben und ich habe hier in dinslaken, ode rin köln wo meine halbe familie wohnt noch nie erlebt das man von türken als "deutscher oder jmd anderes" einfach so blöd angemacht, verprügelt etc wurde.

und schwarze schafe gibts überall, was ist mit den ganzen naziköppen aus weimar?bei einem stufenausflug dorthin wurden ich und 2 andere!schwarzköpfige "freunde einfach so als dreckige ausländer bezeichnet


leute das die soziale situation in deutschland dne bach runtergeht liegt nicht an den türken bzw ausländern, sondern an deutschland un ihren vorurteilen, wir auslander leben seid 40jahren hier und geht mal auf die straße und fragt die menschen mal was sie über uns wissen?ist es nur unsere schuld das sie nichts über uns wissen? ist es unsere schuld das sich die meisten über unsere religionen und traditionen lustig machen? ich denke nicht!

naja wie dem auch sei, ich sehe es als überflüssig hier den saubermann zu spielen und zu versuchen irgendwelche stadtteile mit hoher kriminalität zu beschuldigen

KingTurek
07.07.05, 17:55
ich frage nach lösungen

Um ehrlich zu sein sehe ich keine Lösungen. Was will man denn dagegen machen? Die meisten sind sowieso nur Jugendliche die schieße bauen und das dort Arbeitslosigkeit herrscht ist nicht nur ein Problem von Kreuzberg sondern von ganz Deutschland und besonders die neuen Bundesländer.
Die deutschen perspektivlosen Jugendliche werden rechtsradikal und verprügeln Auslämder bis sie tod sind und die ausländischen werden anders kriminell.
Man spricht bei Kreuzberg von Ghetto weil dort überproportional viele Ausländer leben, aber andere Bezirke wie Marzahn sind für mich auch nicht besser, der einzige Unterschied ist das dort fast nur Deutsche leben.

Ingolstädter
07.07.05, 18:48
Wenn das so ist frage ich mich warum die Deutsche Regierung in den letzten jahren Millionen von Russen ins land gelassen hat?

Diese leute grenzen sich in gettos ab und wollen weder mit den schon hier lebenden ausländern und den deutschen was gemein haben...
Sie bilden paralelgeselschaften und sind sehr agressiv.


das ist auch ein problem...

wir sollten die einwanderung besser kontrollieren um solches zu vermeiden. gleichzeitig müssen wir den hier lebenden ausländern (und innländern) wieder mehr perspektive für die zukunft geben.

magoo
07.07.05, 18:55
das ist auch ein problem...

wir sollten die einwanderung besser kontrollieren um solches zu vermeiden. gleichzeitig müssen wir den hier lebenden ausländern (und innländern) wieder mehr perspektive für die zukunft geben.

Dieses wiederum ist seid der wiedervereinigung sogut wie unmöglich :rolleyes:

Ingolstädter
07.07.05, 19:03
Dieses wiederum ist seid der wiedervereinigung sogut wie unmöglich :rolleyes:


achwas. alles ist machbar herr nachbar :D .

wenn der staat nur das geld im osten nur nicht selbst verteilen würde...

würde man dort mit dem geld bessere rahmenbedingungen für die wirtschaft machen (weniger MWST, weniger steuern allgemein), dann würde es für viele firmen und leute attraktiv in den osten zu ziehen...

stattdessen baut man lieber cargolifter für über 7 MILLIARDEN €URO!!! die natürlich nicht funktionieren und vorzeitig abgebrochen werden... naja die paar milliardchen tun ja nicht weh :rolleyes:. außerdem konnte man die bereits fertige halle ja für sensationelle 10 millionen €uro abstoßen...

die deutsche politik ist also MEHR als erbärmlich. jeder idiot könnte das besser machen. (mit ausnahmen des irak-krieges. das war in 7 jahren amtszeit eine der wenigen richtigen entscheidungen)


*schauder* vor der inkompetenz...

DeLaHoya
07.07.05, 19:14
hm was haltet ihr davon türkische monokulturelle "ghettos" langsam aufzulösen/aufzulockern und dort wieder multi-kulti zu schaffen? ich denke davon würden wir alle profitieren... was haltet ihr allgemein von den sich bildenden parallelgesellschaften (Kreuzberg etc.)? wie kann man das problem zu beidseitiger zufriedenheit angehen?



Das lese ich immer wieder... die anderen haben sicher schon genügend geantwortet, ich verweise auf eine deutsche Parallelgesellschaft in Alanya!





Im verkehrsberuhigten Orient

In der türkischen Stadt Alanya leben viele Deutsche. Aber wirklich angekommen sind sie hier nie - Szenen einer Parallelgesellschaft

ALANYA, im Januar. Hasan Sipahioglu weiß nicht mehr genau, wann er die ersten Deutschen gesehen hat. Es muss so Ende der 50er Jahre gewesen sein. Nachdem die Straße an der Küste gebaut wurde. Vorher musste man durch die Berge fahren, um nach Alanya zu kommen. Aber wer wollte schon nach Alanya kommen. Es gab ja hier nicht viel. Ein paar Fischkutter im Hafen, ein paar einfache Häuser. Eine verfallene Burg auf einem Felsen. Auf den Hügeln wuchsen Bananen und Orangen.

Dann kamen die Deutschen. Erst als Touristen. Später auch als Bewohner. Als Mitbürger, wie man in Deutschland sagen würde.

Hasan Sipahioglu erinnert sich an das große Plakat, das 1985 am Hafen hing. "Neckermann begrüßt seine Gäste", stand auf dem Plakat. Da wusste er, dass etwas passiert war und dass noch viel mehr passieren würde. Er baute ein Hotel am Strand. Ein großes, modernes Hotel, mit fünf Stockwerken und Sonnenterrasse. Er war sicher, dass es funktionieren würde. Dass er sich auf die Deutschen verlassen konnte. Auf diese sonnenversessenen, blassen Menschen mit dem Geld.

Alanya breitete sich aus, fraß sich am Meer entlang, kletterte die Hänge empor. Bald standen Hotels und Restaurants dicht gedrängt. Bald gab es große Diskotheken am Hafen. Bald öffneten Läden, in denen billiger Silberschmuck und Lederjacken verkauft werden.

Hasan Sipahioglu sagt, dass er die Deutschen immer bewundert hat. Weil da, wo sie sind, die Dinge funktionieren. Die Deutschen sind für ihn so eine Art Talisman geworden. Man kann schon reich werden, wenn man nur in ihrer Nähe ist. Er sah die Türken, die zum Arbeiten nach Deutschland gingen und irgendwann mit großen Autos zu Besuch kamen. Er sah die Deutschen, die hier in Alanya Häuser und Wohnungen kauften. "Ich wusste, dass es uns immer gut gehen wird, wenn es den Deutschen gut geht", sagt Hasan Sipahioglu.

Heute leben hunderttausend Menschen in Alanya. Mehr als zehntausend davon sind Deutsche, weshalb die Türken die Stadt Alemania nennen.

Hasan Sipahioglu ist seit sechs Jahren Bürgermeister von Alemania. Er sitzt an diesem Sonntagmorgen in der Lobby seines Strandhotels und sagt, dass er gerne Bratkartoffeln isst. Dass er auch eine Menge anderer Türken kennt, die gerne Bratkartoffeln essen. Sehr gerne sogar. Es klingt so, als könne Hasan Sipahioglu sich nicht mehr vorstellen, wie Alanya es früher ohne Bratkartoffeln geschafft hat. Vielleicht muss man solche Dinge sagen, wenn man hier Bürgermeister ist. Wenn man seinen Talisman nicht verlieren will.

Hasan Sipahioglu hat im Rathaus eine Beschwerdestelle für die Deutschen eingerichtet, die sechzehn Stunden am Tag besetzt ist. Jede Beschwerde wird protokolliert und ausgewertet. "Wenn es Probleme gibt, dann lösen wir diese Probleme", sagt der Bürgermeister. Besonders oft haben sich die Deutschen über verwahrloste Grünanlagen, löchrige Straßen und fehlende Parkplätze beschwert. Störend waren auch die Händler, die Passanten auf der Straße bedrängten, Marktstände, die den Weg versperrten, Müll, der herumlag.

Der Bürgermeister hat einen Aktionsplan entworfen. Es gibt jetzt Gärtnertrupps, die in den Parks für Ordnung sorgen. Die Straßen in der Innenstadt wurden mit grauen und roten Formbetonsteinen ausgelegt. Erhöhte Stellen auf den Fahrbahnen sollen dafür sorgen, dass die Höchstgeschwindigkeit von dreißig Kilometern in der Stunde eingehalten wird. "Wie in Deutschland", sagt Hasan Sipahioglu und lacht.

Seit 1. Januar gilt eine Verordnung, die es Händlern und Gastronomen verbietet, Passanten anzusprechen. Außerdem darf auf den Bürgersteigen keine Ware mehr ausgestellt werden. "Früher sah es hier ja so aus wie auf einem Basar", sagt Hasan Sipahioglu. Er lacht wieder. Die Wochenmärkte hat er in die Außenbezirke verbannt.

Jedes Haus hat Mülltonnen bekommen, und frei umherlaufende Hunde und Katzen dürfen nicht mehr erschossen werden. Die Deutschen sind ziemlich empfindlich mit ihren Haustieren. Man könnte sagen, dass Hasan Sipahioglu die Türkei abgeschafft hat. Alemania triumphiert über Alanya. Die Minderheit aus dem Norden kann so weiterleben wie sie es gewohnt ist- im verkehrsberuhigten Orient.

DeLaHoya
07.07.05, 19:15
Fortsetzung



Es gibt deutsche Bäckereien und sogar eine Metzgerei, die Schweinefleisch verkauft. In der Metzgerei stehen deutsche und türkische Papierfahnen zwischen Nürnberger Würstchen und Räucherschinken. An der Wand lacht ein rosa Schwein, daneben hängt ein Bild von Kemal Atatürk, dem Gründer der türkischen Republik.

Hasan Sipahioglu hat gehört von den Debatten in Deutschland. Von den Forderungen an die dort lebenden Türken, sich der neuen Heimat anzupassen. Sich zu integrieren. So richtig verstehen kann er das alles nicht. "Wir sind vielleicht toleranter als die Deutschen", sagt er. "Wir erwarten nicht, dass die Deutschen so werden wie wir. Warum sollten sie das tun?" Er sagt, dass es jetzt in Alanya dreiunddreißig Brotsorten gibt, dass es Baumärkte gibt, dass Häuser gebaut werden nach deutschen DIN-Normen. "Die Deutschen haben unsere Stadt bereichert, wir können viel von ihnen lernen."

Wahrscheinlich ist Integration auch eine Machtfrage. Oder eine Geldfrage. Nur Arme und Schwache müssen sich anpassen. Ob in Deutschland oder in der Türkei.
Ute Brix sagt, dass es nicht funktioniert mit den Türken. Vielleicht liegt es an der Erziehung oder an der Kultur oder an der Religion. Sie weiß es nicht. Als sie vor zehn Jahren mit ihrem Mann nach Alanya gezogen ist, war sie erstmal begeistert von dem Land. Die Nachbarn brachten Kuchen vorbei. Wenn sie zum Strand wollten, der nur ein paar hundert Meter von ihrer Wohnung entfernt liegt, brauchten sie Stunden, weil sie überall eingeladen wurden. Manchmal haben sie so getan, als seien sie nicht zu Hause. Sie haben abends kein Licht angemacht, weil sonst sofort Besuch gekommen wäre. Die waren herzlich, sagt Ute Brix. Aber das Paar wollte auch mal allein sein.

Ute Brix rutscht in ihrem braunen Fernsehsessel hin und her und knetet ihre Hände. Die Erinnerungen scheinen sie nervös zu machen. Ihr Mann sitzt im Jogginganzug auf dem Sofa und zappt durch deutsche Nachmittags-Talkshows. Ihre Wohnungseinrichtung haben sie aus Deutschland mitgebracht. Schwere, dunkle Schrankwand, rustikale Sitzecke. Heimat in der Fremde.

Ute Brix war 49, als sie hergekommen sind. Sie hatte als Bürokraft bei Dynamit Nobel gearbeitet. Ihr Mann war in der Sprengstoffabteilung. Irgendwann haben sie gedacht, dass sie genug gearbeitet haben, dass sie das Leben noch genießen wollen. Die Türkei war billig, sonnig und nicht zu weit weg. Sechs Monate später waren sie in Alanya.

Vielleicht ging das ja alles zu schnell, sagt Ute Brix. "Wir waren gar nicht vorbereitet auf dieses Land. Wir können die Sprache nicht, alles war fremd." Es gab dann auch die ersten Enttäuschungen. "Wir stellten fest, dass viele Türken abzocken, lügen und betrügen", sagt Ute Brix. Selbst von Leuten, die sie lange kannten, fühlten sie sich verraten. "Die haben alle ein Euro-Auge und ein Dollar-Auge. Das Geld macht die Beziehungen kaputt." Sie wurden misstrauisch, zogen sich zurück, hatten irgendwann nur noch deutsche Freunde.
Man hört immer wieder diese Geschichten, wenn man sich mit den Deutschen von Alanya unterhält. Immer geht es um dieses unbestimmte Gefühl, sich in feindlicher Umgebung behaupten zu müssen. Abends sitzen sie in "Willis Kneipe" und erzählen von türkischen Gigolos, die deutsche Frauen ausnutzen, von türkischen Geschäftemachern, die eine Wohnung dreimal verkaufen, von türkischen Beamten, die bestechlich sind. Sie blicken ohne Liebe auf dieses Land, beißen sich an Kleinigkeiten fest. Irgendwann denkt man, dass sie Deutschland nie verlassen haben. Sie leben hier, aber eigentlich sind sie weit weg. In Deutschland würde man das wohl Parallelwelt nennen.
Im Stadtteil Oba gibt es die Pasa-Anlage. Hier wohnen nur Deutsche. Weiße Wohnblöcke stehen im Karree. Zwischen den Häusern wachsen Orangenbäume. Natursteinpfade führen an Beeten und Rasenflächen vorbei. Draußen herum läuft ein Zaun. Am Eingangstor steht: "Für Fremde kein Zutritt." Die Immobilienmaklerin Seynan Arabaci sagt, dass die Nachfrage nach solchen Objekten steigt. Interessenten aus Deutschland bestünden immer öfter darauf, nicht mit zu vielen Türken in einem Haus zu wohnen.

Ahmet Algül ist Chefredakteur des Alanya-Boten, einer von drei deutschsprachigen Zeitungen der Stadt. Er sitzt in seinem Büro, das auch seine Küche ist und telefoniert mit dem städtischen Tierheim. Der Direktor des Tierheims teilt mit, dass jetzt ein Erkennungssystem für geimpfte Hunde eingeführt werden soll. "Für die Deutschen ist das wichtig", sagt Algül. Immobilien, Tiere und Partnerschaftsanzeigen, darum geht es in jeder Ausgabe. "Mehr wollen die Deutschen nicht wissen", sagt Algül. Er hat mal versucht, etwas über den Islam zu machen. Eine Serie über ein paar Dinge, die man vielleicht kennen sollte, wenn man in der Türkei lebt. Aber das kam nicht an bei den Lesern.

Rainer Korten ist katholischer Pfarrer. Der einzige in der Türkei. Vor einem Jahr hat er als erster ausländischer Geistlicher eine Arbeitsgenehmigung bekommen. Es ging nicht mehr anders. Es waren einfach zu viele Deutsche geworden an der Küste. Es gab Trauungen, Beerdigungen und Taufen, aber keinen Pfarrer. Korten hat schon in deutschen Gemeinden in Korea und Thailand gearbeitet. Er kennt sich damit aus, Menschen in der Fremde beizustehen. Trotzdem war er erstaunt, als er hier anfing. Weil die Deutschen sich so verschließen, weil sie nicht neugierig sind auf die Welt, in der sie leben. "Sie lassen das Land nicht an sich heran. Sie können die Sprache nicht, sie kennen die Kultur nicht, sie wissen nicht, was hier passiert", sagt er.
Vor einem Jahr hatte Ute Brix die Idee, einen deutschen Verein zu gründen. Es sollte ein Verein sein, in dem man unter sich ist, wo man sich hilft und zusammen etwas unternimmt. Eine kleine, sichere Welt.

Der Verein hat großen Zulauf. Mehr als hundert Mitglieder waren sofort dabei und jeden Monat werden es mehr. Sogar Türken, die in Deutschland gelebt haben, treten ein. Isa Sarcihan zum Beispiel, ein feiner, hochgewachsener Mann, hat dreißig Jahre lang als Tischler in Hannover gearbeitet. Er sagt, dass der Verein für ihn ein Stück Heimat ist, weil er sich den Deutschen näher fühlt als den Türken. Er sitzt auch im Ausländerrat der Stadt und kämpft dafür, dass in Alanya Fahrradspuren eingerichtet werden.

Auf den westlichen Hügeln der Stadt liegt umgeben von Bananenplantagen der Friedhof. Ganz hinten, in der letzten Ecke, wurde vor Jahren ein Teil abgegrenzt. Für die Christen. Auf den meisten der fünfzig weißen Marmorgräber stehen deutsche Namen. "Für immer in Alanya", steht auf einem Grabstein.

Um den Friedhof der Christen herum liegt ein verwilderter Sandgürtel. Die ersten muslimischen Gräber sind mehr als hundert Meter entfernt. In Alanya hält man Abstand. Auch nach dem Tod.

http://www.berlinonline.de/berliner...0001/index.html

Ingolstädter
07.07.05, 19:28
die deutschen in alanya sollten zumindest die türkische sprache sprechen!!! diese mindestmaß der integration sollte schon da sein!! das die leute da "schon" 49 sind ist nichts als eine faule ausrede. wenn man schon im land lebt sollte man sich zu einem gewissen grad anpassen.

das ist nicht sehr vorbildlich von den deutschen in alanya :o

aber es funktioniert dort einigermaßen weil die leute reich sind und meist nur dort ihren lebensabend genießen wollen...

bei uns ist das anders... die leute wollen hier ihre zukunft aufbauen. da muss man anders planen...

Minosh
07.07.05, 19:32
Wenn ein Ausländer in der Türkei gebrochen Türkisch spricht, dann freuen sich die Türken und wollen ihm noch helfen.
Spricht ein Ausländer in Deutschland gebrochen oder schlechtes Deutsch, dann machen Deutsche sich über ihn lustig und missachten ihn.

KingTurek
07.07.05, 19:37
Wenn ein Ausländer in der Türkei gebrochen Türkisch spricht, dann freuen sich die Türken und wollen ihm noch helfen.
Spricht ein Ausländer in Deutschland gebrochen oder schlechtes Deutsch, dann machen Deutsche sich über ihn lustig und missachten ihn.

Wobei die Deutschen in Alanya weder arbeiten noch eine andere Beschäftigung haben. Ganz anders die erste Generation der Türken die manchmal sogar zwei Arbeiten hatten und keine Zeit für irgendwelche Kurse hatten geschweige denn Kraft.

piramses
07.07.05, 19:38
die deutschen in alanya sollten zumindest die türkische sprache sprechen!!! diese mindestmaß der integration sollte schon da sein!! das die leute da "schon" 49 sind ist nichts als eine faule ausrede. wenn man schon im land lebt sollte man sich zu einem gewissen grad anpassen.

das ist nicht sehr vorbildlich von den deutschen in alanya :o

aber es funktioniert dort einigermaßen weil die leute reich sind und meist nur dort ihren lebensabend genießen wollen...

bei uns ist das anders... die leute wollen hier ihre zukunft aufbauen. da muss man anders planen...

soweit ich mich erinnere, sind die Deutschen nicht deswegen in Alanya, weil sie eine bessere Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten haben wollen..
sie sind einfach da, weil sie die Sonne und Strand genießen wollen..
Die Natur kennt nur eine Sprache, und für die Harmonie mit Natur braucht man keine integration;)

diese unnötige und merkwürdige Vergleich von Alanya mit Kreuzberg verdient keine weitere Kommentar

Ingolstädter
07.07.05, 19:38
Wenn ein Ausländer in der Türkei gebrochen Türkisch spricht, dann freuen sich die Türken und wollen ihm noch helfen.
Spricht ein Ausländer in Deutschland gebrochen oder schlechtes Deutsch, dann machen Deutsche sich über ihn lustig und missachten ihn.


nein, also ich freue mich wenn ausländer sich redlich bemühen deutsch zu reden, da ich selber weiß wie verflucht schwer es sein kann fremdsprachen zu lernen (ich hatte latein ;)).

und deutsch ist nicht wirklich eine einfache sprache.

DeLaHoya
07.07.05, 19:40
die deutschen in alanya sollten zumindest die türkische sprache sprechen!!! diese mindestmaß der integration sollte schon da sein!! das die leute da "schon" 49 sind ist nichts als eine faule ausrede. wenn man schon im land lebt sollte man sich zu einem gewissen grad anpassen.

das ist nicht sehr vorbildlich von den deutschen in alanya :o

aber es funktioniert dort einigermaßen weil die leute reich sind und meist nur dort ihren lebensabend genießen wollen...

bei uns ist das anders... die leute wollen hier ihre zukunft aufbauen. da muss man anders planen...

Das wird nicht funktionieren... Menschen sind Menschen und du kannst nicht auf Knopfdruck integrieren.

Es wird immer Leute geben, die sich besser und/oder schelchter integrieren.

Ich finde die ganze Diskussion ein wenig Much Ado About Nothing.

DeLaHoya
07.07.05, 19:42
soweit ich mich erinnere, sind die Deutschen nicht deswegen in Alanya, weil sie eine bessere Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten haben wollen..
sie sind einfach da, weil sie die Sonne und Strand genießen wollen..
Die Natur kennt nur eine Sprache, und für die Harmonie mit Natur braucht man keine integration;)

diese unnötige und merkwürdige Vergleich von Alanya mit Kreuzberg verdient keine weitere Kommentar

Erzähl keine Märchen, nur um hier wieder die Opposition zu spielen.

Wenn du den Artikel gelesen hättest, würde dir etwas auffallen. Es geht nicht um irgendwelche Renter oder sonst was.

Ingolstädter
07.07.05, 19:43
soweit ich mich erinnere, sind die Deutschen nicht deswegen in Alanya, weil sie eine bessere Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten haben wollen..
sie sind einfach da, weil sie die Sonne und Strand genießen wollen..
Die Natur kennt nur eine Sprache, und für die Harmonie mit Natur braucht man keine integration;)

diese unnötige und merkwürdige Vergleich von Alanya mit Kreuzberg verdient keine weitere Kommentar


ich halte es trotzdem für nicht richtig, da dies zu konflikten mit den einheimischen türken führen kann... einfach weil die verständigung fehlt.

die sollen die sprache lernen. wenigstens kurse besuchen und sich mühe geben (ok mit 49 lernt man nicht mehr so schnell). das wäre für mich im ausland eine selbstverständlichkeit... jeder kennt das das man im ausland versucht natürlicherweise sich die sprache anzueignen und zu lernen.

sich bewusst abschotten halte ich für schlecht. das ist für das miteinander der deutschen und türken in alanya nicht gerade förderlich.

piramses
07.07.05, 19:47
Erzähl keine Märchen, nur um hier wieder die Opposition zu spielen.

Wenn du den Artikel gelesen hättest, würde dir etwas auffallen. Es geht nicht um irgendwelche Renter oder sonst was.

Junge, mein Oppositionader ist nicht stärker als dein überempfindlicher Nationalstolz :)

Minosh
07.07.05, 19:49
Wobei die Deutschen in Alanya weder arbeiten noch eine andere Beschäftigung haben. Ganz anders die erste Generation der Türken die manchmal sogar zwei Arbeiten hatten und keine Zeit für irgendwelche Kurse hatten geschweige denn Kraft.

Da hast du Recht, aber ich wollte keine "Gastarbeiter" mit deutschen Rentnern in Alanya vergleichen, sondern allgemein.

Ist es nicht so, dass sich jeder Türke freut wenn ein Nichtürke einpaar gebrochene Worte Türkisch kann?

Ingolstädter
07.07.05, 19:54
Das wird nicht funktionieren... Menschen sind Menschen und du kannst nicht auf Knopfdruck integrieren.

Es wird immer Leute geben, die sich besser und/oder schelchter integrieren.

wenn kurse angeboten werden und ein wenig gesellschaftlicher druck da ist, dann wird das schon ^^.

ich kenne einen ausländer (armenier, albaner... weiß ich nicht mehr genau woher genau) der meinte er ist nach deutschland gekommen und war zunächst völlig entwurzelt... niemand (außer einem der für ihn dolmetschte) sprach seine sprache und er wurde von allen seiten diskriminiert (war zunächst auf der hauptschule).
innerhalb eines jahre (in der 7 klasse) hat er sich angepasst durfte probehalber aufs gymnasium und hatte dort einen exzellenten schnitt!! (er erzählt von dem jahr aber auch dass er "durch die hölle" gegangen ist und wie krass es ist ohne anschluss in eine völlig fremde kultur geworfen zu werden)

er hat das abi (in bayern wohlgemerkt) mit 1,4 bestanden und studiert jetzt mit mir in münchen... ich wusste lange nicht dass er überhaupt ausländer ist, da er völlig deutsch/bayrisch handelt.

nun es ist natürlich schade, dass diese integration auf extremen druck hin geschah, aber es war mehr als erfolgreich. ich denke wenn er mehr landsläute in seiner umgebung gehabt hätte die schulisch nicht so begeistern gewesen wären wäre seine entwicklung auch anders verlaufen.



meine konsequenz: man muss die deutschen in alanya mehr unters türkische volk bringen... oder das türkische volk mehr zu ihnen. mit abschottung ist niemandem geholfen.

Caution
07.07.05, 19:57
soweit ich mich erinnere, sind die Deutschen nicht deswegen in Alanya, weil sie eine bessere Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten haben wollen..
sie sind einfach da, weil sie die Sonne und Strand genießen wollen..
Die Natur kennt nur eine Sprache, und für die Harmonie mit Natur braucht man keine integration;)

diese unnötige und merkwürdige Vergleich von Alanya mit Kreuzberg verdient keine weitere Kommentar

Und was meinst Du was die türkischen Rentner der 1ten Generation in Deutschland machen? AUCH IHREN LEBENSABEND zu Ende bringen, mit IHREM GELD!
Und genau an diesen tapferen Menschen wird rumgehackt. Oder bist Du auch der Meinung, daß die meisten oder ein großer Teil der jungen Türken in Deutschland keinen oder schlechtes deutsch können?

piramses
07.07.05, 20:12
Oder bist Du auch der Meinung, daß die meisten oder ein großer Teil der jungen Türken in Deutschland keinen oder schlechtes deutsch können?

ich weiss nur eines..Die Jungen nutzen die Möglichkeiten, die dieses Land zu bieten hat, im enorm geringen Masse.
einer der wichtigsten Gründe müsste mangelnde sprachliche Kompetenz sein..

Minosh
07.07.05, 20:14
ich weiss nur eines..Die Jungen nutzen die Möglichkeiten, die dieses Land zu bieten hat, im enorm geringen Masse.
einer der wichtigsten Gründe müsste mangelnde sprachliche Kompetenz sein..

So toll sind die Möglichkeiten in Deutschland nun auch wieder nicht!

Gökcen
07.07.05, 20:15
ich weiss nur eines..Die Jungen nutzen die Möglichkeiten, die dieses Land zu bieten hat, im enorm geringen Masse.
einer der wichtigsten Gründe müsste mangelnde sprachliche Kompetenz sein..


ich frag mich immer wo ihr lebt und sowas zu sehen bekommt
ben dinslakende yasiyorum hier leben mehr türken als deutsche:D und alle können sehr gutes deutsch von den jugendlichen und die asirate ist sehr gering

also woher kommt ihr denn das ihr son eindruck habt:(
es gibt genug deutsche jugendliche die yo alda digga mamacita slang drauf haben

Minosh
07.07.05, 20:21
Ich kenne auch nur Türken die gut Deutsch sprechen!

piramses
07.07.05, 20:25
ich frag mich immer wo ihr lebt und sowas zu sehen bekommt
ben dinslakende yasiyorum hier leben mehr türken als deutsche:D und alle können sehr gutes deutsch von den jugendlichen und die asirate ist sehr gering

also woher kommt ihr denn das ihr son eindruck habt:(
es gibt genug deutsche jugendliche die yo alda digga mamacita slang drauf haben


die meisten die ich kenne, beherrschen weder Türkisch noch Deutsch .man sollte zumindest in einer Sprache ganz gut sein..
Sprache ist wie eine unendliche Ozean..

Gökcen
07.07.05, 20:27
ya die die du kennst, ich weiss ja ncht was es für menschen sind, aber du solltest nicht von den 10 20 die du kennst auf hundertausende von tr jugendlichen schließen:)
glaubs mir wenn in solchen türkengegenden wie dinslaken jugendliche perfekt deusch und türkisch können, können sie es in großstädten erst recht:)))

piramses
07.07.05, 20:38
ya die die du kennst, ich weiss ja ncht was es für menschen sind, aber du solltest nicht von den 10 20 die du kennst auf hundertausende von tr jugendlichen schließen
glaubs mir wenn in solchen türkengegenden wie dinslaken jugendliche perfekt deusch und türkisch können, können sie es in großstädten erst recht:)))

ich weiss gökcen:mad:
ich wünsche mir nur, dass sie besser und perfekt sprechen.:) in der Sprache gibts keine Grenze, wo man aufhören soll.
ich habe einen Neffe im Gymnasium. Er hat mit Unterrichtsstof keine Probleme, ich weiss aber, dass es ganz anders wäre, wenn er sich für die Sprache mehr interesiert hätte..
Kereta ne roman okuyor ne hikaye okuyor ne gazete ..kitap okumak faydasiz bos is diyor :D

Gökcen
07.07.05, 20:42
ya ama bunlar zamane cocuklari iste ufaklikdan ögretmek gerek cocuklara
mesela ben ve kuzenlerim hep öyle yetisdik, bizim ailelerimizde türk adetlerine göre yetisdi falan ama ben kücüken aksam 8de yatagimda olurdum 14 yasina kadar ve 1 saat kitap okumaya alisdirmisdi beni annem babam türkce önde olmak üzere almanca daha sonra ingilizcede geldi bunun yanina
yanin agac yasken egilir, ama genelde erkek cocuklari daha hircin oldugu icin"egal mentalitesiyle yasiyolar ama allaha sükür onlarin sayisida cok az
ve türk gencleri gümbür gümbür yükseliyo:)
almancalari iyi olmasa öyle olurmuydu?:)
türkcede baska bir konu, evde aileler almanca yasagi yoksa bak nasil türkce ögreniyorlar:)
mesela ben babamla almanca konusdugum zaman kücüken seni anlamiyorum kizim derdi bende türkce konusmak zorunda kalirdim ve iyke öyle olmus:)

piramses
07.07.05, 21:11
So toll sind die Möglichkeiten in Deutschland nun auch wieder nicht!

Doch! Wenn man bewusste Eltern hat, sind die- im Vergleich zu Türkei und vielen anderen Staaten- toll, kann ich sagen

Minosh
07.07.05, 21:50
Doch! Wenn man bewusste Eltern hat, sind die- im Vergleich zu Türkei und vielen anderen Staaten- toll, kann ich sagen

Ja, es kommt hauptsächlich auf die Eltern an.
Aber im Gegensatz zu anderen Ländern würde ich jetzt nicht von "toll" sprechen, dass deutsche Schulsystem und die Unis sind wirklich nicht gerade das Gelbe vom Ei!Im Gegensatz zur Türkei muss man nicht unbedingt reich sein um eine gute Ausbildung zu geniessen, das ist der einzige positive Punkt!

kemalist
07.07.05, 21:51
das wichtigste ist meiner meinung nach, dass ein mensch zunächst mal die sprache der nation sprechen lernt,welcher er sich verbundener fühlt.
wir haben hier in deutschland das "problem" in einer zunächst fremden gesellschaft aufzuwachsen. dieses zunächst "fremde" sollte der einzelne sich zunehmend zu eigen machen, wenn er denn vor hat,einen teil seines lebens hier zu verbringen.
es soll doch bitte niemand ein verfälschtes bild der realität hier wiedergeben und behaupten, dass türkische jugendliche in deutschland sowohl der türkischen als auch deutschen sprache mächtig wären.
dies steht,mal abgesehn von meinen eigenen erfahrungen die sich nicht auf 20-30 personen reduzieren lassen,in diametralem gegensatz zu dem was man anhand repräsentativer gesellschaftsforschung festgestellt hat.

das umfeld,und da kommen mehrere faktoren zusammen, spielt eine wesentliche rolle bei der entwicklung der jugendlichen.nicht jeder hat das glück,wie beispielsweise die forumsteilnehmer hier, eine entsprechende familiäre und schulische bildung zu genießen,die es einem erlaubt einen gescheiten werdegang zu haben.
die tatsache der ghettoisierung ist ein erwiesenermaßen weitverbreitetes phänomen...
hier muss und kann der staat seine rolle als sorgtragender "vater" zum ausdruck bringen und dafür sorgen,dass solche gegenden und rechtsfeindlichen gebiete garnicht erst enstehen.da wird keineswegs genug gemacht.
hinzu kommt aber auch die einstellung der jugendlichen...meiner meinung nach ist ein großer teil der türkischen jugend (vieleicht auch anderer nationen aber das kann ich nicht beurteilen) einfach nur asozial.und wer mir hier jetzt vorwirft ich würde die türkische jugend diffamieren ist fehl am platz.
als einer dem die türkische sprache weitaus wichtiger ist als die deutsche und somit auch die kultur,welcher ich mich verpflichtet und verbunden fühle, bin ich mehr als andere daran interesiert ein gutes bild eines "türken"zu vermitteln und dieses auch aufrecht zu erhalten.
schlimmer noch ist es ja,dass nicht nur die heutige türkische jugend einen falschen weg eingeschlagen hat,sondern schon jene,welche die zweite und dritte generation darstellen.

oder glaubt ihr etwa,dass die türkische gesellschaft in deutschland (abgesehn von jenen,die ihrerzeit hier eingewandert sind) auch nur im geringsten etwas mit der türkischen gesellschaft in der türkei zu tun hat.
der unterschied ist kein marginaler,sondern ein ziemlich ernstzunehmender...

es gehört einfach ein gewisses grad an bildung bezüglich türkischer kultur...
und dazu zählen auch bestimmte verhaltensweisen,die u.a im respekt gegenüber älteren personen und auch lehrern ihren ausdruck finden.
das ist ein sehr kleiner aspekt...und nicht mal hier sehe ich auch nur die geringste übereinstimmung mit der türkei...

es gibt soviel zu erzählen was dieses thema angeht...aber der rahmen soll ja nicht gesprengt werden.
aus der tatsache heraus,dass ich mich sehr mit diesem thema befasst habe resultiert auch eine sehr große enttäuschung...

LAZ
07.07.05, 23:19
Na ja ich komm aus einem Stadtteil (Veddel, Hamburg) über den die Lokal Zeitungen schreiben er sei ein <<Ghetto>>

Wie kamm es zum Ghetto?
In der Nähe von Veddel steht einer der größten Aluminiumfabriken Europas <<Die Norddeutsche Affinerie>> In den 70er sind Türken als Gastarbeiter nach D gekommen und haben unter anderem in der "Affi" Arbeit gefunden, weil es zu seiner Zeit dort sehr gesundheitsschädlich war und sich viele Deutsche für die "Affi" zu schade waren (Merke: Zu dieser Zeit gab es fast KEINE ARBEITSLOSIGKEIT!)

Durch die "Affi" lebten immer mehr Türken in Veddel...und weil dort Türken lebten kamen andere Türken auch hinzu...somit stieg der Anteil der Türken, was die dt. Bevölkerung störte und wer es sich leisten konnte hat Veddel verlassen...das führte dazu das der Anteil der Deutschen weiter sank...aber immer mehr Türken hinzukamen, weil dort ein hoher Türkenanteil bestand (Teufelskreislauf)

Die Regierung SPD schien alles zunächst egal zu sein...doch dann kam Herr Schill (Rechtspopulist "kein Nazi!") und versprach den übrig gebliebenen Einhemischen Deutschen in Veddel/(Wilhelmsburg auch) Kriminelle (vor allem Ausländer, Asylanten) härter zu bestrafen...das war für die Deutschen in Veddel/Wilhelmsburg die von Ausländern verprügelt werden ein Segen...somit konnte Herr Schill mit den Stimmen der Deutschen aus Ghettos ins Bürgerhaus einziehen...das führte dazu das sich Linke fragten "Was haben wir bei Veddel falsch gemacht?"...sie kamen darauf, dass ein zu hoher Ausländeranteil die Wurzel des Problems sei in Veddel und das mehr Deutsche dort leben müssten zum Wohl der Deutschen und Türken

Was wurde im Fall Veddel gemacht?
Es wurden 200 Studenten (zumeist Deutsche) in Veddel eingesiedelt mit sehr günstigen Wohnpreisen (vom Staat subventioniert)...und Türken wurden durch höhere Mieten weggesiedelt in andere Stadtteile, in denen die Miete günstiger ist

Zur Zeit ist der Stadtteil weniger von Türken dominiert, aber immer noch irgendwie ein Ghetto


Ich hab das geschrieben damit jeder einen Eindruck von einem besagten Türken-Ghetto hat

Ingolstädter
07.07.05, 23:35
das wichtigste ist meiner meinung nach, dass ein mensch zunächst mal die sprache der nation sprechen lernt,welcher er sich verbundener fühlt.
wir haben hier in deutschland das "problem" in einer zunächst fremden gesellschaft aufzuwachsen. dieses zunächst "fremde" sollte der einzelne sich zunehmend zu eigen machen, wenn er denn vor hat,einen teil seines lebens hier zu verbringen.
es soll doch bitte niemand ein verfälschtes bild der realität hier wiedergeben und behaupten, dass türkische jugendliche in deutschland sowohl der türkischen als auch deutschen sprache mächtig wären.
dies steht,mal abgesehn von meinen eigenen erfahrungen die sich nicht auf 20-30 personen reduzieren lassen,in diametralem gegensatz zu dem was man anhand repräsentativer gesellschaftsforschung festgestellt hat.

das umfeld,und da kommen mehrere faktoren zusammen, spielt eine wesentliche rolle bei der entwicklung der jugendlichen.nicht jeder hat das glück,wie beispielsweise die forumsteilnehmer hier, eine entsprechende familiäre und schulische bildung zu genießen,die es einem erlaubt einen gescheiten werdegang zu haben.
die tatsache der ghettoisierung ist ein erwiesenermaßen weitverbreitetes phänomen...
hier muss und kann der staat seine rolle als sorgtragender "vater" zum ausdruck bringen und dafür sorgen,dass solche gegenden und rechtsfeindlichen gebiete garnicht erst enstehen.da wird keineswegs genug gemacht.
hinzu kommt aber auch die einstellung der jugendlichen...meiner meinung nach ist ein großer teil der türkischen jugend (vieleicht auch anderer nationen aber das kann ich nicht beurteilen) einfach nur asozial.und wer mir hier jetzt vorwirft ich würde die türkische jugend diffamieren ist fehl am platz.
als einer dem die türkische sprache weitaus wichtiger ist als die deutsche und somit auch die kultur,welcher ich mich verpflichtet und verbunden fühle, bin ich mehr als andere daran interesiert ein gutes bild eines "türken"zu vermitteln und dieses auch aufrecht zu erhalten.
schlimmer noch ist es ja,dass nicht nur die heutige türkische jugend einen falschen weg eingeschlagen hat,sondern schon jene,welche die zweite und dritte generation darstellen.

oder glaubt ihr etwa,dass die türkische gesellschaft in deutschland (abgesehn von jenen,die ihrerzeit hier eingewandert sind) auch nur im geringsten etwas mit der türkischen gesellschaft in der türkei zu tun hat.
der unterschied ist kein marginaler,sondern ein ziemlich ernstzunehmender...

es gehört einfach ein gewisses grad an bildung bezüglich türkischer kultur...
und dazu zählen auch bestimmte verhaltensweisen,die u.a im respekt gegenüber älteren personen und auch lehrern ihren ausdruck finden.
das ist ein sehr kleiner aspekt...und nicht mal hier sehe ich auch nur die geringste übereinstimmung mit der türkei...

es gibt soviel zu erzählen was dieses thema angeht...aber der rahmen soll ja nicht gesprengt werden.
aus der tatsache heraus,dass ich mich sehr mit diesem thema befasst habe resultiert auch eine sehr große enttäuschung...


ich denke sie sehen das gut... auch wenn mich andere forenteilnehmer berechtigterweise darauf hingewiesen haben dass es sich eben nicht nur um türken handelt...

auch haben wir bisher festgestellt dass das hauptproblem die arbeitslosigkeit die sprachlichen probleme und die gewalt in ghettos sind.

enttäuschung ist gut wenn es eine realistischere sichtweise vermittelt... jedoch darf das nicht zur hoffnungslosigkeit werden...

einige lösungsansätze haben wir schon besprochen: die der arbeitslosigkeit... die konzepte sind auf dem tisch man muss sie nur umsetzen

nun gibt es noch das sprachliche problem und das problem der gewalt...

wie sollte man das lösen?

Ingolstädter
07.07.05, 23:44
Ich kenne auch nur Türken die gut Deutsch sprechen!


du hast bereits beschrieben dass deine türkischen freunde auch weitgehend nicht islamisch sind...

ich glaube du kommst aus einem sehr stark integriertem türkischem umfeld und hast dich wieder auf deine wurzeln zurückbesonnen... warscheinlich verstehen wir uns auch deshalb in den meisten punkten so gut.

ich komme auch aus einem umfeld in dem ausländerhass eigentlich unbekannt ist.

aber ich weiß auch dass es deutsche gegenden gibt bei denen ausländerhass verbreitet ist und wo diese leute auch gesetze deswegen brechen... diese nazis bringen die deutschen in verruf und sind aufs schärfste zu verurteilen!!

KingTurek
08.07.05, 00:44
ich frag mich immer wo ihr lebt und sowas zu sehen bekommt
ben dinslakende yasiyorum hier leben mehr türken als deutsche:D und alle können sehr gutes deutsch von den jugendlichen und die asirate ist sehr gering

also woher kommt ihr denn das ihr son eindruck habt:(
es gibt genug deutsche jugendliche die yo alda digga mamacita slang drauf haben

Bak herkes anlamasin diye Türkce yaziyorum. Bizim Berlinde ne Türkce nede almanca konusabiliyorlar. O yüzden cok kavga basliyor konusa konusa anlasamadiklari icin:D
Biraz saka gibi gözüksede almanlar ne dese hakli bence.

dertli4u
08.07.05, 00:57
also


erste 10 beiträge gelesen und könnte nicht weiter lesen..die frage ist falsch verstanden worden.

******

1-die outländer sind nicht erst 1960 sondern schon früher nach deutschlend gekommen.polen vor 200 jahren(NRW-Polaken) und italianern vor 60 jahren..

2-als die türken nach deutschland geholt worden, in BRD gab auch arbeitslosen (60 er jahren ca.500 tausend)...so,wegen arbeitslosigkeit, kann man nicht die ausländern als schuldige sehen.

3-weder BRD noch TC führung darüber gedanken gemacht das die türken auch ihre eigene traditional bzw. religion mitbringen.mann hat nicht die wichtige masnahmen getroffen.

4-BRD hat diese problem zu spät gemerkt..mann musste "einwanderer gesetz" früher erledigen.

5-integration massnahmen null...man versuchte assimilation..das würde naturlich von türken abgelehnt.

6-in keruzberg und bei andere ghettos!!!, unrenowierte wohnungen an die türken vermietet und dafür teure mieten..deutche ämter haben keine kontrolle gemacht..nicht mal gesundheitliche massnahmen...miethaie haben dabei gut verdient..

es gab kein genügend KT plätze..nichtmal spielplätze...und tausend andere sachen die nicht in ordnung war.

7-ghetto ähnliche wohngebiete sind "nachkriegs" bauten..1965-1980, hat man für die Deutche bevölkerung neue wohngebiete gebaut bzw. ermöglicht..die sind umgezogen..und die türken bzw. ausländer sind bei "nachkriegs bauten" geblieben..dadurch wurde solche ghettos entstanden.(berlin, hamburg)

es gab auch anderes..z.B. in frankfurt gabs "frankfurter vertrag"..danach, muss alle stadt gebiete mind.18 % wohnungen an die ausländer vermietet werden..und bei staatlich beförderte wohnungen bzw.wohnblocks müssen
ausländer verteilt werden...

8-mitlereweile, man sieht überall türkische geschäfte aber die kundschaft ist mehr deutsche als türken. es ist keine parallelgesellschaft...