KingTurek
14.07.05, 14:49
Türkei droht mit Einmarsch in Norden des Irak
Die Türkei droht mit einem Einmarsch ihrer Truppen in den Nordirak. Wenn das zur Bekämpfung der kurdischen Rebellengruppe PKK (Kurdische Arbeiterpartei) nötig sei, werde es auch geschehen, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in einem Fernsehinterview.
Erdogan reagierte damit auf die Zunahme von PKK-Anschlägen in der Türkei in den letzten Wochen. Ausgangspunkte dieser Angriffe sind Lager der Rebellen im Norden des Irak.
1.500 Soldaten bereits auf irakischer Seite
Die türkische Armee hat rund 1.500 Soldaten auf der irakischen Seite der Grenze stationiert, um den PKK-Kämpfern eine Rückkehr in die Türkei zu erschweren; diese begrenzte Truppenpräsenz wird von den USA, der irakischen Übergangsregierung und den irakischen Kurden toleriert.
Nun deutete Erdogan jedoch an, dass bald noch mehr türkische Soldaten ins Nachbarland einrücken könnten. Mehrere dutzend Menschen sind allein seit dem Frühjahr bei PKK-Anschlägen im türkischen Südosten ums Leben gekommen.
Kritik an USA
Türkische Forderungen, die Besatzungsmacht USA solle mit militärischer Gewalt gegen die PKK in Nordirak vorgehen, lehnt Washington bisher ab. Im Fernsehsender CNN-Türk ließ Erdogan erkennen, dass er allmählich die Geduld verliert. Die Türkei behalte sich das Recht vor, die Grenze zu überschreiten, wenn es die Lage erfordere, sagte der Regierungschef.
Erdogan kritisierte, die USA und auch die EU-Staaten hätten die PKK zwar auf die Liste der Terrororganisationen aufgenommen, unternehmen konkret aber kaum etwas gegen die Rebellen.
Außenpolitisch wäre ein größerer Einmarsch nach Irak ein riskanter Schritt für die Türkei. Eine Intervention würde möglicherweise nicht nur die USA gegen die Türkei aufbringen. Auch für die türkische EU-Bewerbung könnten sich neue Probleme ergeben.
http://www.orf.at/index.html?url=http%3A//www.orf.at/ticker/187927.html
Die Türkei droht mit einem Einmarsch ihrer Truppen in den Nordirak. Wenn das zur Bekämpfung der kurdischen Rebellengruppe PKK (Kurdische Arbeiterpartei) nötig sei, werde es auch geschehen, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in einem Fernsehinterview.
Erdogan reagierte damit auf die Zunahme von PKK-Anschlägen in der Türkei in den letzten Wochen. Ausgangspunkte dieser Angriffe sind Lager der Rebellen im Norden des Irak.
1.500 Soldaten bereits auf irakischer Seite
Die türkische Armee hat rund 1.500 Soldaten auf der irakischen Seite der Grenze stationiert, um den PKK-Kämpfern eine Rückkehr in die Türkei zu erschweren; diese begrenzte Truppenpräsenz wird von den USA, der irakischen Übergangsregierung und den irakischen Kurden toleriert.
Nun deutete Erdogan jedoch an, dass bald noch mehr türkische Soldaten ins Nachbarland einrücken könnten. Mehrere dutzend Menschen sind allein seit dem Frühjahr bei PKK-Anschlägen im türkischen Südosten ums Leben gekommen.
Kritik an USA
Türkische Forderungen, die Besatzungsmacht USA solle mit militärischer Gewalt gegen die PKK in Nordirak vorgehen, lehnt Washington bisher ab. Im Fernsehsender CNN-Türk ließ Erdogan erkennen, dass er allmählich die Geduld verliert. Die Türkei behalte sich das Recht vor, die Grenze zu überschreiten, wenn es die Lage erfordere, sagte der Regierungschef.
Erdogan kritisierte, die USA und auch die EU-Staaten hätten die PKK zwar auf die Liste der Terrororganisationen aufgenommen, unternehmen konkret aber kaum etwas gegen die Rebellen.
Außenpolitisch wäre ein größerer Einmarsch nach Irak ein riskanter Schritt für die Türkei. Eine Intervention würde möglicherweise nicht nur die USA gegen die Türkei aufbringen. Auch für die türkische EU-Bewerbung könnten sich neue Probleme ergeben.
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