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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : War es sinnvoll, das Kalifat in der Türkei abzuschaffen?



Dicle
31.10.08, 22:22
Ich frage mich, was der Sinn dabei war, dass Atatürk das Kalifat in der Türkei abgeschaftt hat.
Weil, wenn er das nicht getan hätte, dann wäre die Türkei doch noch mächtiger, weil das so eine Art 2. Mekka für die Moslems wäre.

polatinum
31.10.08, 22:24
Genau, Nergis hat recht.

Konus Nergis.

ayyıldız66
31.10.08, 22:24
Biz niye hep geri geri gidiyoruz? Herkes Mersin'e, biz tersine....Türkiye dönüm noktasinda ve biz bu gibi sorularla vakit geciriyoruz.

Alevi_Playa
31.10.08, 22:24
Ich frage mich, was der Sinn dabei war, dass Atatürk das Kalifat in der Türkei abgeschaftt hat.
Weil, wenn er das nicht getan hätte, dann wäre die Türkei doch noch mächtiger, weil das so eine Art 2. Mekka für die Moslems wäre.

Was für einen Stellenwert dies hatte, hat sich ja durch die arabischen Unabhängigkeitsbestrebungen gezeigt

Der Schakal
31.10.08, 22:25
Ich frage mich, was der Sinn dabei war, dass Atatürk das Kalifat in der Türkei abgeschaftt hat.
Weil, wenn er das nicht getan hätte, dann wäre die Türkei doch noch mächtiger, weil das so eine Art 2. Mekka für die Moslems wäre.

Um die Frage zu beantworten musst du wissen das Atatürk eine neue Nation schaffen wollte (türkische Nation). Diesbezüglich musste er mit dem "alten" brechen. Wenn er das Kalifat nicht abgeschafft hätte wäre er immer ein umstrittener und kein absoluter Herrscher gewesen.

Der Schakal
31.10.08, 22:26
Biz niye hep geri geri gidiyoruz? Herkes Mersin'e, biz tersine....Türkiye dönüm noktasinda ve biz bu gibi sorularla vakit geciriyoruz.

Zurück zu gehen impliziert nicht das man nicht Vorwärts kommt.

Gökcen
31.10.08, 22:28
türk tarihiyle pek ilgilenmemissin herhalde.das osmanische reich war zerteilt..wir waren belagert..ne gücü?ne osmanli devleti?fransiz ingiliz ve yunan isgali altindaydik..atatürk türkiye cumhuriyetini kurmasaydi.neyse..

Enver
31.10.08, 22:30
Was nützt ein Kalif, wenn viele der Moslems ihn nicht schätzen?
(Damit sind andere islamische Länder, vor allem arabische gemeint)

Außerdem hätte es mit der Struktur der Türkei nicht zusammen gepasst.
Dafür gibt es ja nun jetzt den Diyanet in der Türkei.

Außerdem hätte man einen Kalifen gegen die Politiker damals benutzen können...
Ingilizler becerirdi :)...

Ob es nun richtig oder falsch war.
Es musste sein... Alleine schon um die Gedanken so umzusetzen, wie man sie gerne hätte... Alleine das die Türkei ein "Laik Devlet" ist sagt doch schon alles aus.

Wäre die Türkei eine islamische Republik, hätte dein Beitrag ja durchaus Sinn gemacht.
Aber so nicht :)

polatinum
31.10.08, 22:30
türk tarihiyle pek ilgilenmemissin herhalde.das osmanische reich war zerteilt..wir waren belagert..ne gücü?ne osmanli devleti?fransiz ingiliz ve yunan isgali altindaydik..atatürk türkiye cumhuriyetini kurmasaydi.neyse..

Aber Atatürk hätte doch auch als Kalif die Feinde raushauen können oder?
Und von dort aus alle Muslime vereinen und die Feinde aus dem gesamten mitleren Osten vertreiben....Tekbir!

Alevi_Playa
31.10.08, 22:30
@Nergis: Dir muss aber klar sein, dass man durch das Kalifat die Demokratie verliert.

Der Schakal
31.10.08, 22:31
@Nergis: Dir muss aber klar sein, dass man durch das Kalifat die Demokratie verliert.

Falsch. Das Osmanische Reich erhält! Du kannst nicht verlieren was du nicht besitzt.

Gökcen
31.10.08, 22:31
hätte,wäre,würde..er wollte eine freie demokratische türkei..das ist auch gut so..
Aber Atatürk hätte doch auch als Kalif die Feinde raushauen können oder?
Und von dort aus alle Muslime vereinen und die Feinde aus dem gesamten mitleren Osten vertreiben....Tekbir!

Dicle
31.10.08, 22:31
Biz Avusturyada yasadimiz icin okadar iyi bilmiyorum türk tarihi, ama genede vielleicht nach dem Krieg Kalifati yapa bilirdi.

Der Schakal
31.10.08, 22:33
Aber Atatürk hätte doch auch als Kalif die Feinde raushauen können oder?
Und von dort aus alle Muslime vereinen und die Feinde aus dem gesamten mitleren Osten vertreiben....Tekbir!

Ich meine irgendwo gelesen zu haben das man ihm das vorgeschlagen hat (also das Kalifat zu übernehmen) und er dies abgelehnt hätte. Aber ob das stimmt? Keine Ahnung.

Haluk
31.10.08, 22:33
Bevor alle jetzt Nergis kritisieren bezüglich der Frage..

Hilafet sistemi 1924 de TBMM tarafindan kaldirildi.

Savas mavas bitmisdi.. Türkiye Cumhuriyeti kurulmusdu... und die Frage bezieht sich darauf ob es sinnvoll war.

Gökcen
31.10.08, 22:33
das ist doch kein grund/keine ausrede.bizde almanyada yasiyoruz.madem tarihi bilmiyorsun niye "kalifat"denen olayi savunuyorsun..osmanlinin cökme sebebi neydi?war das kalifat wirklich so toll wie es uns gepredigt wird?überleg mal
Biz Avusturyada yasadimiz icin okadar iyi bilmiyorum türk tarihi, ama genede vielleicht nach dem Krieg Kalifati yapa bilirdi.

Alevi_Playa
31.10.08, 22:33
Falsch. Das Osmanische Reich erhält! Du kannst nicht verlieren was du nicht besitzt.

Ich habe von dem Standpunkt aus gesprochen ob man es nicht jetzt wieder einsetzen sollte. Die Grundaussage bleibt die Gleiche: Kalifat <-> Demokratie

Alevi_Playa
31.10.08, 22:34
das ist doch kein grund/keine ausrede.bizde almanyada yasiyoruz.madem tarihi bilmiyorsun niye "kalifat"denen olayi savunuyorsun..osmanlinin cökme sebebi neydi?war das kalifat wirklich so toll wie es uns gepredigt wird?überleg mal

Gökceeeeeennnnnnn ya kizzzzzzz sie hat doch nur gefragt und ne Überlegung angestellt :lach:

polatinum
31.10.08, 22:35
Ich meine irgendwo gelesen zu haben das man ihm das vorgeschlagen hat (also das Kalifat zu übernehmen) und er dies abgelehnt hätte. Aber ob das stimmt? Keine Ahnung.

Iyi olurdu er hatte das Zeug dazu. Alter Schwede dann alle vereinen und in Rom einmarschieren...ich bin dabei.......








aber sonst bin ich für den friedlichen Islam

Der Schakal
31.10.08, 22:35
Bevor alle jetzt Nergis kritisieren bezüglich der Frage..

Hilafet sistemi 1924 de TBMM tarafindan kaldirildi.

Savas mavas bitmisdi.. Türkiye Cumhuriyeti kurulmusdu... und die Frage bezieht sich darauf ob es sinnvoll war.

Aus kemalistischer Perspektive sicherlich. Niemand würde einen "Gegner" dulden der ihm die Macht streitig macht. Die Instrumentalisierung (Kampf für Sultanat und Kalifat im Unabhängigkeitskrieg) hatte gewirkt. Danach brauchte man es nicht und hat es abgeschafft.

ayyıldız66
31.10.08, 22:35
Vatan Ermenistan'a peskes cekiliyor, biz daha hala gecmisi tartisiyoruz. Gecmis gecmiste kaldi. Osmanli'yi geri getirecek degiliz bundan sonra. Önümüze bakalim. Ama tarihimizi iyi bilelim.

Haluk
31.10.08, 22:36
@Nergis: Dir muss aber klar sein, dass man durch das Kalifat die Demokratie verliert.

Ich will Kalif sein anstelle des Kalifen..

man merkt das Zeichentrick unsere Jugend verdirbt :D

Dein Stichwort lautet: Hilafet

Was nicht ginge wäre Laiklik... Laik Devlet und Hilafet, geht nikis!!

Der Schakal
31.10.08, 22:36
Ich habe von dem Standpunkt aus gesprochen ob man es nicht jetzt wieder einsetzen sollte. Die Grundaussage bleibt die Gleiche: Kalifat <-> Demokratie

Demokratie ist ja ein recht schwammiger Begriff. Ob Rousseau die heutigen Staaten als Demokratie beschreiben würde stelle ich mal in Frage.

Gökcen
31.10.08, 22:36
bevor ich eine frage stelle mache ich mir paar gedanken dazu;) es muss ja eine intention geben warum man eine frage stellt..
Gökceeeeeennnnnnn ya kizzzzzzz sie hat doch nur gefragt und ne Überlegung angestellt :lach:

Alevi_Playa
31.10.08, 22:36
Aus kemalistischer Perspektive sicherlich. Niemand würde einen "Gegner" dulden der ihm die Macht streitig macht. Die Instrumentalisierung (Kampf für Sultanat und Kalifat im Unabhängigkeitskrieg) hatte gewirkt. Danach brauchte man es nicht und hat es abgeschafft.

aus demokratischer Perspektive auch.

Der Schakal
31.10.08, 22:38
aus demokratischer Perspektive auch.

aus faschistischer auch. Wollen wir jetzt alle Systeme dieser Welt aufzählen?

Alevi_Playa
31.10.08, 22:39
Demokratie ist ja ein recht schwammiger Begriff. Ob Rousseau die heutigen Staaten als Demokratie beschreiben würde stelle ich mal in Frage.

Schwammig nicht. Sondern dehnbar und verschieden auslebbar. Doch das Fundament bleibt gleich:
Die Macht geht vom Volke aus

Enver
31.10.08, 22:40
bevor ich eine frage stelle mache ich mir paar gedanken dazu;) es muss ja eine intention geben warum man eine frage stellt..

Naja, um ganz ehrlich zu sein, wollte ich die selbe Frage stellen, als ich mich ganz neu angemeldet hatte.

Naja, ok, eine ähnliche sage ich mal.

Alevi_Playa
31.10.08, 22:40
aus faschistischer auch. Wollen wir jetzt alle Systeme dieser Welt aufzählen?

Für die Menschen wird wohl das demokratische Element am wichtigsten sein. ;)

polatinum
31.10.08, 22:41
Schwammig nicht. Sondern dehnbar und verschieden auslebbar. Doch das Fundament bleibt gleich:
Die Macht geht vom Volke aus

In der Theorie.

Haluk
31.10.08, 22:42
Für die Menschen wird wohl das demokratische Element am wichtigsten sein. ;)

Zähl mal bitte die Aufgaben des Halifen auf ;)

Zumindest in der letzten Phase

Der Schakal
31.10.08, 22:42
Schwammig nicht. Sondern dehnbar und verschieden auslebbar. Doch das Fundament bleibt gleich:
Die Macht geht vom Volke aus

Selbst das ist schwammig. Aber wir wollen das jetzt nicht weiter interpertieren und lassen das einfach so ...


Für die Menschen wird wohl das demokratische Element am wichtigsten sein. ;)

Das denke ich nicht.

Dicle
31.10.08, 22:43
Vatan Ermenistan'a peskes cekiliyor, biz daha hala gecmisi tartisiyoruz. Gecmis gecmiste kaldi. Osmanli'yi geri getirecek degiliz bundan sonra. Önümüze bakalim. Ama tarihimizi iyi bilelim.

Jup, da ist was dran...

Haluk
31.10.08, 22:46
Vatan Ermenistan'a peskes cekiliyor, biz daha hala gecmisi tartisiyoruz. Gecmis gecmiste kaldi. Osmanli'yi geri getirecek degiliz bundan sonra. Önümüze bakalim. Ama tarihimizi iyi bilelim.

Cok haklisin,

ama tarihimizi bilmek icin, müssen diese Fragen ausdisskutiert werden! Zumal auch das alter von Nergis mitberücksichtigt, ist diese Frage sicher keine Zeitverschwendung.

polatinum
31.10.08, 22:47
Kann man ein Khalifat eigentlich mit einem Königreich vergleichen?

Haluk
31.10.08, 22:48
Um die Frage zu beantworten musst du wissen das Atatürk eine neue Nation schaffen wollte (türkische Nation). Diesbezüglich musste er mit dem "alten" brechen. Wenn er das Kalifat nicht abgeschafft hätte wäre er immer ein umstrittener und kein absoluter Herrscher gewesen.

Sehe ich auch so.. war ein nötiger Schritt in Richtung Cumhuriyet.. obwohl sicherlich ein grosses Opfer.. aber das Hilafet genoss eh schon nciht mehr das ansehen wie zur Blütezeit des O-Imperiums

Der Schakal
31.10.08, 22:50
Kann man ein Khalifat eigentlich mit einem Königreich vergleichen?

Nein. Zumindest nicht das Original. Sicherlich gab es auch unterschiede zwischen den osmanischen Sultanen und den europäischen Königen.

Enver
31.10.08, 22:52
Kann man ein Khalifat eigentlich mit einem Königreich vergleichen?

Nein, aber ein Sultanat.

polatinum
31.10.08, 22:52
Nein. Zumindest nicht das Original. Sicherlich gab es auch unterschiede zwischen den osmanischen Sultanen und den europäischen Königen.

Kann ein Khalifat trotz schwachen Khalifen stark sein?

Haluk
31.10.08, 22:53
Kann man ein Khalifat eigentlich mit einem Königreich vergleichen?

Halife, ilk zamanlarda İslam toplumunda ileri gelenlerin seçimiyle başa geldiği halde, Emevi ailesine geçmesinin ardından saltanat şeklini almıştır. Abbasi Hanedanı'ndan gelen halifelerin 10. yüzyılda zayıflamasına kadar devlet başkanı görevini yürüten halife, bu dönemde siyasi gücün yerel hükümdarların eline geçmesinin ardından sadece ruhani önder veya İslami toplulukların onursal lideri haline gelmiştir. Abbasiler döneminde Bağdat'ta yaşayan halife, Moğolların 1258 yılında Bağdat'ı yağmalamaları sonucunda Mısır'a Memluk himayesine kaçmış, 16. yüzyılın başında Yavuz Sultan Selim'in Memluklar'a son vermesiyle birlikte İstanbul'a taşınmıştır.

Daha sonra Osmanlı Hanedanı'na geçen halifelik, 3 Mart 1924 tarihinde Türkiye Büyük Millet Meclisi tarafından kaldırılmıştır.

Quelle:http://tr.wikipedia.org/wiki/Halifelik

Enver
31.10.08, 22:53
Nein. Zumindest nicht das Original. Sicherlich gab es auch unterschiede zwischen den osmanischen Sultanen und den europäischen Königen.

Naja, nicht jeder osmanische Sultan war auch Kalif oder umgekehrt.

selam_turkey
31.10.08, 22:54
Zurück zu gehen impliziert nicht das man nicht Vorwärts kommt.

erinnert mich an: ist das glas halb-leer oder -voll

zumthema ob es besser ist das atatürk das kalifat abgeschaffen hat:

ich weiss es nicht, wie manche schon gesagt haben befindet sich die türkei in einem wechsel oder wie ich es nenne identitätsfindung (türkiyenin kisiligi daha tam oturmadi ve benim görüsüme göre hic birzaman oturmayacaktir).

bspl: wieso wird man in manchen ecken unseres landes in dem fast 100% der bevölkerung muslimischen glaubens sind als yobaz oder terrorist bezeichnet weil man freitags in die moschee (oder kopftuch trägt) geht und in anderen ecken wird man als haide und gottloser bezeichnet und geschlagen nur weil man ein bier getrunken hat????


fettes plus pro kalifat: das die (ethnisch)vielschichtige bevölkerung unseres landes besser MITeinander zurechtkommen würde da sich das land NICHT in erster linie auf eine mehrheitliche ethnie beziehen könnte. sprich das was unsere bevölkerung an erster stelle zusammenhalten würde wäre unser glaube. (siehe israel=viele verschiedene ethnien aber der kleister, welcher alles zusammenhält ist der glaube.)

fettes minus: wir sind menschen also fehlbar und würden der reinen lehre nicht gerecht werden =es würde in die hose gehen wie in vielen anderen muslimischen ländern auch, in formen von unterdrückung, vertreibung, negative bestandteile der sharia, abkapselung, yobazlasma usw.
der gesunde mix von beidem wäre ganz gut ist aber meiner meinung nach nicht realisierbar.

selam

Der Schakal
31.10.08, 22:55
Kann ein Khalifat trotz schwachen Khalifen stark sein?

Mit Sicherheit. Denn die Muslime tragen das Khalifat. Du kennst doch die Antwort der Jugend auf Abu Bakr's Rede als er Kalif wird.

polatinum
31.10.08, 22:59
Mit Sicherheit. Denn die Muslime tragen das Khalifat. Du kennst doch die Antwort der Jugend auf Abu Bakr's Rede als er Kalif wird.

Ich ja aber Nergis nicht. Haste das in Kurzform in Griffweite?

Enver
31.10.08, 22:59
(siehe israel=viele verschiedene ethnien aber der kleister, welcher alles zusammenhält ist der glaube.)


Sie sehen sich aber als das israelische Volk an.
Jeder, der von einer jüdischen Mutter auf die Welt kam, ist für Sie Jude und gehört somit dem israelischen Volk an. Auch wenn er daran nicht glaubt(Judentum).

Tja und so gesehen...

Oder irre ich mich? (Stand auf dem Zettel im Reli Unterricht :) )

Haluk
31.10.08, 23:04
Sie sehen sich aber als das israelische Volk an.
Jeder, der von einer jüdischen Mutter auf die Welt kam, ist für Sie Jude und gehört somit dem israelischen Volk an. Auch wenn er daran nicht glaubt(Judentum).

Tja und so gesehen...

Oder irre ich mich? (Stand auf dem Zettel im Reli Unterricht :) )

Im Osmanischen Reich hat es auch gereicht das man Moslem war.. da stand dann auch überall Tür und Tor offen.

Auch heute noch.. als Türke in islamischen Ländern (die meisten) ist man gern gesehen.. weil man eben Moslem ist.. und Türke sowieso ;)

Detan
31.10.08, 23:05
Ich frage mich, was der Sinn dabei war, dass Atatürk das Kalifat in der Türkei abgeschaftt hat.
Weil, wenn er das nicht getan hätte, dann wäre die Türkei doch noch mächtiger, weil das so eine Art 2. Mekka für die Moslems wäre.

Was willst du mit einem Kalifen? Ausserdem haben wir doch einen. Den Kalifen von Köln, der sollte doch reichen.

Hier; incl Katana

http://img.stern.de/_content/52/48/524822/Kap250_250.jpg

Haluk
31.10.08, 23:06
http://img.stern.de/_content/52/48/524822/Kap250_250.jpg


selbsternannte Gewaltprediger zählen nicht :naugthy:

easydogi
31.10.08, 23:07
Was soll sich durch das Kalifat für die Türkei und ihren Menschen dann verbessern?

polatinum
31.10.08, 23:08
selbsternannte Gewaltprediger zählen nicht :naugthy:

War er denn wirklich so böse wie man hier behauptet? Deutschen Medien haben schlecht über ihn geredet also muss er ja gut gewesen sein (?)

easydogi
31.10.08, 23:09
selbsternannte Gewaltprediger zählen nicht :naugthy:

Wer ernennt sonst den Kalifen?
Das Volk vielleicht?
Pfui Deibel! Das wäre ja Demokratie! :kotz:

polatinum
31.10.08, 23:09
Was soll sich durch das Kalifat für die Türkei und ihren Menschen dann verbessern?

Nicht jetzt easy, sie fragt ob es nötig war damals

easydogi
31.10.08, 23:10
War er denn wirklich so böse wie man hier behauptet? Deutschen Medien haben schlecht über ihn geredet also muss er ja gut gewesen sein (?)

Der andere Möchte-gern-Kalif, den er ermorden lassen wollte, war da anderer Meinung.

Alevi_Playa
31.10.08, 23:11
Nicht jetzt easy, sie fragt ob es nötig war damals

Im Umkehrschluss: Wenn es für die Menschen nichts besser macht dann war es damals nötig es abzuschaffen

Haluk
31.10.08, 23:13
Was soll sich durch das Kalifat für die Türkei und ihren Menschen dann verbessern?

Theoretisch hätte es Vorteile...

stell dir den Papst vor.. er ist für die Katholiken eine Anlaufstelle in sachen Religion für alle Christen auf der Welt.

Global könnte man so den terrorismus bekämpfen, die weibliche Beschneidung auslöschen und auch sonst viele ungereimtheiten im Islam und den Ländern aus der Welt schaffen. Ein Khomeini im Iran hätte meines erachtens zb keine Chance gehabt.

Wie gesagt.. reine Theorie, ich glaube auch nicht daran das es heute realisierbar sein wird. Jegliche Energie in diese Richtung ist Zeitverschwendung

selam_turkey
31.10.08, 23:13
Sie sehen sich aber als das israelische Volk an.
Jeder, der von einer jüdischen Mutter auf die Welt kam, ist für Sie Jude und gehört somit dem israelischen Volk an. Auch wenn er daran nicht glaubt(Judentum).

Tja und so gesehen...

Oder irre ich mich? (Stand auf dem Zettel im Reli Unterricht :) )

wie du schon sagst wenn eine frau jüdischen glaubens ein kind auf die welt bringt ist das kind JÜDISCHEN glaubens oder einfach ein JUDE. und nach islamischer auffassung ist es so ähnlich wir sind von geburt an MUSLIME und nicht an erster stelle eine ETHNIE......
-wieso noch vor dem zweiten weltkrieg haben sich deutsche JUDEN als DEUTSCHE jüdischen glaubens gesehen, genauso wie persische, sephardische und, und, und.....HALT da war doch noch was... es gibt sogar türkische juden die irgendwann einmal in der geschichte zum judentum übergetreten sind...google mal unter KARÄER wenn mich nicht alles täuscht haben sie glaube ich irgendwo richtung krim gelebt??!! (ist anscheinend doch nicht alles so einfach wie im reliunterricht vermittelt/versucht wird eine tausendjahre alte religion auf einem A4 blatt zu erklären ;)

selam

Detan
31.10.08, 23:15
Nicht jetzt easy, sie fragt ob es nötig war damals

Welche Funktion könnte denn ein Kalif in einer laizistischen, parlamentarischen Demokratie inne haben?

Für Fragen in religiösen Themen vielleicht? Dafür haben wir die alo-diyanet.

ayyıldız66
31.10.08, 23:17
Im Osmanischen Reich hat es auch gereicht das man Moslem war.. da stand dann auch überall Tür und Tor offen.

Auch heute noch.. als Türke in islamischen Ländern (die meisten) ist man gern gesehen.. weil man eben Moslem ist.. und Türke sowieso ;)

Araplardan yedigimiz küfürler yok mu. Burunlari havada, tutturmuslar biz peygamberin irkindaniz, siz Türkler light Müslümanlarsiniz diye. Sen bunlari yeni nesil adamlara anlat hele. Kulaklarimla duyduklarima ve gözlerimle gördüklerime mi inanayim bazen, yoksa size mi? Müslüman Türkler Arabistan icin iyi bir gelir kaynagi. Nicht mehr und nicht weniger.


Bugün bile dünya bizi kayda almazken, acaba halifelik altinda olunca mi bizi adam yerine koyacaklardi? Duy da inanma derler ya hani.


Kalbinizi kirmak istemem ama madalyonun bir yüzü de bu.

Haluk
31.10.08, 23:17
Wer ernennt sonst den Kalifen?
Das Volk vielleicht?
Pfui Deibel! Das wäre ja Demokratie! :kotz:

Den letzten hat das TBMM gewählt :rolleyes:

polatinum
31.10.08, 23:18
Welche Funktion könnte denn ein Kalif in einer laizistischen, parlamentarischen Demokratie inne haben?

Für Fragen in religiösen Themen vielleicht? Dafür haben wir die alo-diyanet.

Also ich habe über diese demokratische-parlamentarische Demokratie nichts Gutes gelesen, schau mal im anderen Fred Plutokratie

theinsider
31.10.08, 23:18
offtopic

es gibt leute, die schicken kinder vorneweg, um steine zu schmeissen

und

es gibt leute, die schicken kinder vorneweg, um unnütze fragen zu stellen

beiden ist eines gemein; sie wollen das volk spalten.

Enver
31.10.08, 23:18
(ist anscheinend doch nicht alles so einfach wie im reliunterricht vermittelt/versucht wird eine tausendjahre alte religion auf einem A4 blatt zu erklären ;)

selam

Ach komm, nichtmals das...
Der Text hätte sogar auf ein DINA5 gepasst :D

Aber da waren nette Stichpunkte^^

Haluk
31.10.08, 23:21
Araplardan yedigimiz küfürler yok mu. Burunlari havada, tutturmuslar biz peygamberin irkindaniz, siz Türkler light Müslümanlarsiniz diye. Sen bunlari yeni nesil adamlara anlat hele. Kulaklarimla duyduklarima ve gözlerimle gördüklerime mi inanayim bazen, yoksa size mi? Müslüman Türkler Arabistan icin iyi bir gelir kaynagi. Nicht mehr und nicht weniger.

Parantez icinde belirttim, hepsi degil elbette.. Özellikle Arablarin kuyruk acisi hala sizliyor.. birak Dost, resmen Düsmanlar.

Ben Müslüman toplumlardan bahsederken, genellikle Arablari saf disi birakiyorum. Bunu ilk defa da yazmadim...



Bugün bile dünya bizi kayda almazken, acaba halifelik altinda olunca mi bizi adam yerine koyacaklardi? Duy da inanma derler ya hani.


Kalbinizi kirmak istemem ama madalyonun bir yüzü de bu


Henüz "evet lazim, kurulsun" diyen cikmadi.. onun icin kirilan mirilan olmaz.. bizde farkindayiz

Enver
31.10.08, 23:21
offtopic

es gibt leute, die schicken kinder vorneweg, um steine zu schmeissen

und

es gibt leute, die schicken kinder vorneweg, um unnütze fragen zu stellen

beiden ist eines gemein; sie wollen das volk spalten.

Das mag ja gerne stimmen. (Wobei ich das offtopic für unseriös halte :D)

Ich bin in diesem Fall aber anderer Meinung.

Wie gesagt...
Ich war 15-16 Jahre alt...
Und in der selben Woche wie ich mich im Forum anmeldete, wollte ich ähnliche Fragen stellen. Und das waren sogar meine eigenen Gedanken :)
Mit meinen Eltern hatte das nichts zutun.
Hoffentlich glaubst du mir :)

Enver
31.10.08, 23:25
Welche Funktion könnte denn ein Kalif in einer laizistischen, parlamentarischen Demokratie inne haben?

Für Fragen in religiösen Themen vielleicht? Dafür haben wir die alo-diyanet.

Genau das selbe meinte ich auch :D

Wie gesagt...
Wären wir ein islamisches Land wie z.B. Pakistan (wenn ich mich nicht täusche heißen sie islam cumhuriyetì??) dann wäre die Frage mit dem Kalifen ja berechtigt...

theinsider
31.10.08, 23:26
Das mag ja gerne stimmen. (Wobei ich das offtopic für unseriös halte :D)

Ich bin in diesem Fall aber anderer Meinung.

Wie gesagt...
Ich war 15-16 Jahre alt...
Und in der selben Woche wie ich mich im Forum anmeldete, wollte ich ähnliche Fragen stellen. Und das waren sogar meine eigenen Gedanken :)
Mit meinen Eltern hatte das nichts zutun.
Hoffentlich glaubst du mir :)

ich glaube dir...

polatinum
31.10.08, 23:34
Ein Khalifat würde alle Probleme in der Türkei lösen.











(duckt und weg)

Detan
31.10.08, 23:36
Araplardan yedigimiz küfürler yok mu. Burunlari havada, tutturmuslar biz peygamberin irkindaniz, siz Türkler light Müslümanlarsiniz diye. Sen bunlari yeni nesil adamlara anlat hele. Kulaklarimla duyduklarima ve gözlerimle gördüklerime mi inanayim bazen, yoksa size mi? Müslüman Türkler Arabistan icin iyi bir gelir kaynagi. Nicht mehr und nicht weniger.




Wer kennt sie nicht, die Natural Born Muslims. Wenn ich mir die arabischen Länder so anschaue, kann man ihre Anfeindungen ruhig als Kompliment aufassen.

@Enver

Ausserdem hätte ein türkischer Kalif auch etwas imperialistisches an sich. Und keiner mag Imperialisten. :D

Kingpin
31.10.08, 23:38
Ein Khalifat würde alle Probleme in der Türkei lösen.

(duckt und weg)

Und die wäre ?
Ich wundere mich immer wieder das wir nicht hinkriegen gescheite Topics zu öffnen .Was interessiert mich etwas was schon vorbei ist

theinsider
31.10.08, 23:41
Ein Khalifat würde alle Probleme in der Türkei lösen.


(duckt und weg)

sprich, haus- und hofnarr. was möchtest du zu meiner belustigung beitragen?

http://www.wuerstlprinz.at/pics/hofnarr_mario.jpg

polatinum
31.10.08, 23:43
Wer kennt sie nicht, die Natural Born Muslims. Wenn ich mir die arabischen Länder so anschaue, kann man ihre Anfeindungen ruhig als Kompliment aufassen.


Es gibt Anfeindungen von "arabischen" Ländern?

Der Schakal
31.10.08, 23:58
Wer kennt sie nicht, die Natural Born Muslims. Wenn ich mir die arabischen Länder so anschaue, kann man ihre Anfeindungen ruhig als Kompliment aufassen.
...


Den habe ich auch nicht verstanden. Aber egal.

Haluk
01.11.08, 00:10
Es gibt Anfeindungen von "arabischen" Ländern?

Nein nur die Araber...

Haca beraber bi gidersek insallah, werden wir es auch selber spüren und sehen :D

Das Osmanische wird dort systematisch zerstört... unter anderem

theinsider
01.11.08, 00:15
Den habe ich auch nicht verstanden. Aber egal.

du reist nicht gerne, oder?

ein saudi oder ein beamter aus den emiraten kriegt pickel am ar...., wenn ein türke vor ihm steht. ich hatte in meinem ex-job auch viel mit iranern zu tun. die erste regel war, erwähne nicht das du türke bist.

in indonesien und malaysia hatte ich wiederum weniger probleme.....

polatinum
01.11.08, 00:16
Nein nur die Araber...

Haca beraber bi gidersek insallah, werden wir es auch selber spüren und sehen :D


Wie "nur"? Also ich höre in letzter Zeit nur gutes von denen. Wen genau meinst du? Und du musst verstehen wir sind nunmal die "Söldner" der Amis seit über 50 jahren, ist also bestimmt nicht schwer dort irgendwelche "Geschichten" über uns zu verbreiten. Es wird also langsam Zeit uns zu nähern.
Redet denn ein Engländer oder, Deutsche gut über uns? Franzose? Grieche? Armenier? Schweizer?

Zum 2., Inshallah.

Haluk
01.11.08, 00:51
Wie "nur"? Also ich höre in letzter Zeit nur gutes von denen. Wen genau meinst du? Und du musst verstehen wir sind nunmal die "Söldner" der Amis seit über 50 jahren, ist also bestimmt nicht schwer dort irgendwelche "Geschichten" über uns zu verbreiten. Es wird also langsam Zeit uns zu nähern.
Redet denn ein Engländer oder, Deutsche gut über uns? Franzose? Grieche? Armenier? Schweizer?

Zum 2., Inshallah.

Mit "nur" meine ich die Emirate... Saudi Arabien

Sie sind arrogant und die Enkel der Osmanen geniesen dort einen sehr niederen Rang. Wie theinsider es schrieb, in erster Linie Behörden und Ämter sowie die staatliche (königliche) Einstellung. Sicher gibt es im Volk nicht generell so eine Meinung über uns, aber die meisten die beim Hac waren, haben mind. eine Geschichte parat in der sie diese Einstellung über sich ergehen haben lassen.

Auch meine Eltern sowie schwiegereltern haben dies gespürt und gesehen.. gesehen in diesem Sinne, alles Osmanische ist entweder zerstört worden, oder seinem Schicksal überlassen.

polatinum
01.11.08, 01:04
Mit "nur" meine ich die Emirate... Saudi Arabien

Sie sind arrogant und die Enkel der Osmanen geniesen dort einen sehr niederen Rang. Wie theinsider es schrieb, in erster Linie Behörden und Ämter sowie die staatliche (königliche) Einstellung. Sicher gibt es im Volk nicht generell so eine Meinung über uns, aber die meisten die beim Hac waren, haben mind. eine Geschichte parat in der sie diese Einstellung über sich ergehen haben lassen.

Auch meine Eltern sowie schwiegereltern haben dies gespürt und gesehen.. gesehen in diesem Sinne, alles Osmanische ist entweder zerstört worden, oder seinem Schicksal überlassen.


Nun meine Eltern und mein kleiner Bruder hat während seinr Hajj ähnliches erlebt aber das beste wäre doch in Zukunft das anzusprechen.
Vor Jahren hatten wir (älterer Bruder und ich) mit Investmentbanking zutun und da hatten wir oft Kontakt mit Saudis (komischerweise warens alle Prinzen) und ich habe einen bei Kaffee und Prinzenrollen drauf angesprochen er reagierte "überrascht" und tat zumindest so als ob er davon nichts wüsste. Ob wir mit der PKK an einem Wendepunkt sind wie ein User hier schreibt weiss ich nicht aber mit der islamischen bzw arabischen Welt sind wir es mit Sicherheit.
Das mit den Osmanischen Bauten ist natürlich schade, aber sogar in der Türkei sehe ich oft bzw sah ich noch bis in die 90er wie lieblos man mit unserer geschichte umgegangen ist. Wenn wir sogar so sind wieso sollte ein Saudi anders sein? All das kann man besprechen, man kann von mir aus Städtepartnerschaften beginnen, alles ausser beleidigt sein.
Ey Saudi wat is mit den Bauten? Mach die mal klar sonst kauf ich kein Öl mehr von euch.

Haluk
01.11.08, 01:16
Ey Saudi wat is mit den Bauten? Mach die mal klar sonst kauf ich kein Öl mehr von euch.

Wenn doch immer alle so schön einfach wäre wie wir beide es uns immer wünschen..

Es ist nicht meine Einstellung sondern die der Araber..

polatinum
01.11.08, 01:20
sondern die der Araber..


...........und der Türken....

Haluk
01.11.08, 01:25
...........und der Türken....

muss ich zugeben, wir haben auch unsere Vorurteile.. aber das ist eine normale Reaktion. Aber ich hoffe wie du das dieser Teufelskreis sich irgendwann einmal löst

polatinum
01.11.08, 01:29
muss ich zugeben, wir haben auch unsere Vorurteile.. aber das ist eine normale Reaktion. Aber ich hoffe wie du das dieser Teufelskreis sich irgendwann einmal löst

Mir geht es hauptsächlich darum dass ich die die das ganze hier angefangen haben, nämlich westliche (englische) Geheimdienste, nicht glücklich machen will. Ging schon im 17.Jahrhundert los deren ganze Spiele und wir sind drauf reingefallen und tuns immer noch.

Haluk
01.11.08, 01:31
Mir geht es hauptsächlich darum dass ich die die das ganze hier angefangen haben, nämlich westliche (englische) Geheimdienste, nicht glücklich machen will. Ging schon im 17.Jahrhundert los deren ganze Spiele und wir sind drauf reingefallen und tuns immer noch.

Ja der Keil sitzt tief...

Der Schakal
01.11.08, 09:49
du reist nicht gerne, oder?

ein saudi oder ein beamter aus den emiraten kriegt pickel am ar...., wenn ein türke vor ihm steht. ich hatte in meinem ex-job auch viel mit iranern zu tun. die erste regel war, erwähne nicht das du türke bist.

in indonesien und malaysia hatte ich wiederum weniger probleme.....

Ich würde gerne viel reisen. Sobald ich die Mittel zur Verfügung habe.

juanito
01.11.08, 11:21
Auch meine Eltern sowie schwiegereltern haben dies gespürt und gesehen.. gesehen in diesem Sinne, alles Osmanische ist entweder zerstört worden, oder seinem Schicksal überlassen.



ja und wie schaut das in der türkei, zb mit dem griechischen bauten etc. aus ? :kotz:

erst mal an die eigene nase fassen .... heisst es so schön oder :lach:

yücel
01.11.08, 11:47
ja und wie schaut das in der türkei, zb mit dem griechischen bauten etc. aus ? :kotz:

erst mal an die eigene nase fassen .... heisst es so schön oder :lach:Juanito, zuerst einmal, die griech. oder armenischen Bauten wurden nicht restauriert oder erneut aufgebaut, weil man kein Geld und keine Zeit investieren wollte oder konnte, das erging vielen osmanischen Bauten ebenso. Wenn ich vor 10Jahren durch die Ägäis gereits bin, habe ich sehr viele griechische Häuser gesehen, die verkommen waren, nicht bewohnt, nicht drum gekümmert. Zumindest habe ich in Edremit-Bucht und Umgebung, besonders die Inseln viele gesehen. Heute werden diese restauriert, weil man sich touristisch aufpolieren will. Ist zwar nicht Sinn der Sache, aber wenn dabei Kulturgut erhalten wird, bin ich auch so zufrieden. Ich sehe in diesen letzten Jahren einen Boom in diese Richtung, nicht nur in der Ägäis, sondern in ganz Anatolien. In meiner Heimatstadt werden Moscheen, osmanische Herbergen und christliche Kulturgüter restauriert, speziell die Kirche und die Mission wurden in Angriff genommen. Was positiv ist, nicht die Regierung oder die Stadt haben das angestoßen, sondern Zivilorganisationen. Eine Umstellung in der Bevölkerung in Sachen Geschichte ist spürbar. Auch weil viele sich engagieren. Davor hatte man schlichtweg kein Geld oder die Einstellung, das eigene Kulturgut zu erhalten. Ich weis auch, das man die eigenen osmanischen Bauten kaum erhalten hat, so z.B. die vielen osmanischen Han´s, die es früher zuhauf gab und heute in trümmern liegen.

Astra-San
01.11.08, 12:32
War er denn wirklich so böse wie man hier behauptet? Deutschen Medien haben schlecht über ihn geredet also muss er ja gut gewesen sein (?)

Immerhin war er böse genug, dass man ihn in der Türkei lebenslänglich verknackt hat. Hier in Deutschland wurde gegen ihn ermittelt weil er dazu aufgerufen hat den Gegenkalifen in Berlin zu töten. Erfolgreich. Wobei man hier wohl klar feststellen kann dass hier nur ein Irrer einem anderen Irren zuvor gekommen ist.
Was sein ‚Wirken’ in Deutschland angeht so beeindruckt mich sein ‚Mobilisierungsruf zum allgemeinen Glaubenskampf’. Schade dass auf die markigen Worte nie Taten folgten. Ich hätte gerne die verdatteren Gesichter dieser vor Fanatismus verblendeten Hupen gesehen nachdem ihr ‚Aufstand’ eingestampft wurde.:muhahahaa:

Enver
01.11.08, 14:58
Oh? Es gab auch einen Gegenkalifen aus Berlin?
Und der ist sogar Hops gegangen?

Kann es vielleicht sein, das der einen Dr. Titel hatte?

Hamilkar Barkas
01.11.08, 15:13
Immerhin war er böse genug, dass man ihn in der Türkei lebenslänglich verknackt hat. Hier in Deutschland wurde gegen ihn ermittelt weil er dazu aufgerufen hat den Gegenkalifen in Berlin zu töten. Erfolgreich. Wobei man hier wohl klar feststellen kann dass hier nur ein Irrer einem anderen Irren zuvor gekommen ist.
Was sein ‚Wirken’ in Deutschland angeht so beeindruckt mich sein ‚Mobilisierungsruf zum allgemeinen Glaubenskampf’. Schade dass auf die markigen Worte nie Taten folgten. Ich hätte gerne die verdatteren Gesichter dieser vor Fanatismus verblendeten Hupen gesehen nachdem ihr ‚Aufstand’ eingestampft wurde.:muhahahaa:


Ach, wat hab ich mich seinerzeit gefreut als man diesen ***** endlich dingfest gemacht hatte. :brüll: Dr.Mengele haben wir hier nicht nötig!

deryatulga
01.11.08, 15:25
Oh? Es gab auch einen Gegenkalifen aus Berlin?
Und der ist sogar Hops gegangen?

Kann es vielleicht sein, das der einen Dr. Titel hatte?

Der selige hiess Halil Ibrahim Sofu! Titel für ihn stünden frei zur Wahl!

tilmiz
01.11.08, 23:24
Dr.Mengele haben wir hier nicht nötig!

Dr. Mengele'nin torunlari komsun sayilir....

Hamilkar Barkas
02.11.08, 00:20
Dr. Mengele'nin torunlari komsun sayilir....

Da hat ein Aushilfsmod wohl vergessen, seine Duftmarke zu setzen. So hört es sich an als wäre Kaplan der zweite Dr.Mengele, obwohl meine Wenigkeit gemeint ist...:brüll:

Der Schakal
02.11.08, 07:09
Da hat ein Aushilfsmod wohl vergessen, seine Duftmarke zu setzen. So hört es sich an als wäre Kaplan der zweite Dr.Mengele, obwohl meine Wenigkeit gemeint ist...:brüll:

Kaplan mit Mengele zu vergleichen gleicht der Relativierung des Holocaust.

Yakamoz
02.11.08, 12:12
Abuk sabuk konusmalar basladi....

Komiker
02.11.08, 14:57
habs gelesen und meine Meinung trotz 0 Ahnung

ich habe gelernt
ein Oberhaupt aller Muslime einer Richtung wäre das Kalifat ( habe gelernt, es gibt Muslims und Muslims, so wie es Katholiken, Protestanten, Orthodoxe usw. gibt )

wenn das Kalifat von einem Menschen ausgefüllt wird, der von der Mehrheit ( uups demokratie wieder ) respektiert wird....was wäre dann besser ?

Wie würde der Kalif der anderen dann heißen, die anderen Gruppen zugehören ( die Evangelischen haben zB. keinen Papst, was haben die eigentlich?, die orthodoxen haben auch jemanden....nur die muslime nicht...? )

Also mal so schnell...die Muslime haben eigentlich als eine der wenigen Weltreligionen kein geistiges Oberhaupt....nur wieder national oder überregional in verschiedenen Bereichen usw.

also keine Zentrale...sozusagen, liege ich da richtig?

Wie ist das beim Papst, der hat einen eigenen Staat und manchmal ist er Pole, meistens Italiener, auch ein Deutscher jetzt....

um dem Vorwurf des Imperialismus entgegenzuwirken wäre das wohl mal ein Modell zum anschauen...?

polatinum
02.11.08, 15:17
um dem Vorwurf des Imperialismus entgegenzuwirken wäre das wohl mal ein Modell zum anschauen...?


Ich fände das sehr gut besonders wenn der Khalif alle paar Jahre gewechselt und von verschiedenen Rassen bzw Ethnien "gewählt" wird.

Enver
02.11.08, 15:40
Ich fände das sehr gut besonders wenn der Khalif alle paar Jahre gewechselt und von verschiedenen Rassen bzw Ethnien "gewählt" wird.

Bei den Moslems stelle ich mir das super toll vor

Erst einmal wird man sich nicht entscheiden können, wo der Kalif überhaupt sein sollte... Also in welchem Staat.

Sicherlich bleibt der Kalif dann jedesmal im Vaterland...

Und am Ende wird dann das Kalifat für die eigenen Zwecke misbraucht.
Somit vertritt dann der Kalif, sobald ein Araber gewählt ist arabische Interessen... und so weiter...

Am Ende akzeptieren die anderen völker den arabischen kalifen nicht...
und sobald seine amtszeit vorbei ist, und z.b. ein türkischer kalif da ist, akzeptieren die araber wieder den türken nicht...

und dann gehts wieder mit dem laik, din, seriat geschrei los...

Ne, ne. Die Moslems müssen erst einmal lernen, sich zu einigen.

Davor sollte so ein Schritt keineswegs gewagt werden.
Am Ende hat es nur Nachteile.

Haluk
02.11.08, 16:18
ja und wie schaut das in der türkei, zb mit dem griechischen bauten etc. aus ? :kotz:

erst mal an die eigene nase fassen .... heisst es so schön oder :lach:

Wenn wir in Öl baden würden, dann hättest du Recht...

wer soviel Geld hat und sein Kulturgut nicht restauriert, verdient diesen Schmah...

Trotzdem ist es aber Fakt, das die Türkei serh wohl sich um sein Kulturgut kümmert.. wenn auch verspätet, aber nicht vergessen.. 1923 waren wir nur eine Handvoll und vom Krieg gebeutelt.. hier hatte erstmal die Exitenz Priorität.. und trotzdem blühen sehr viele Kirchen in voller Pracht in unserem Land.. über Jahrhunderte hinweg.. zumindest zerstört wurde nichts.

Im Moment plant das arabische Königreich die Kaba zu restaurieren.. dabei wird das ganze Türkische natürlich weggebaut.

Der Schakal
02.11.08, 16:19
Ich fände das sehr gut besonders wenn der Khalif alle paar Jahre gewechselt und von verschiedenen Rassen bzw Ethnien "gewählt" wird.

Keine Sorgen. Das nächste Kalifat wird inshallah mit Isa (as) kommen.

Detan
02.11.08, 16:24
ja und wie schaut das in der türkei, zb mit dem griechischen bauten etc. aus ? :kotz:

erst mal an die eigene nase fassen .... heisst es so schön oder :lach:

Temple of Artemis to revived once more in Selçuk
Thursday, October 30, 2008






The Temple of Artemis was built in the seventh century BC. But according to myth a madman set it on fire 400 years later. But as Christianity began to spread throughout Anatolia, a Christian ecclesiast outlawed the cult of Artemis in the fifth century. The temple was destroyed during the early period of Christianity in Anatolia. Artemis, one of the original Seven Wonders of the World, will be rebuilt in Selçuk in present day Turkey

TEMPO


The Temple of Artemis, or Artemision in Greek, recalled in both Greek and Byzantine anthologies for its magnificence, was once one of the Seven Wonders of the World. After decades of vandalism, religious conflict and decay it is finally to be rebuilt.

Erected at the expense of the Lydian king, Karun, at Ephesus (modern-day Turkey) in the seventh century B.C., the Temple of Artemis was dedicated to the goddess Artemis, or Artemis of Ephesus, the daughter of Zeus and twin sister of Apollo. She was the Hellenic goddess of forests, hills, virginity and fertility.

Artemis of Ephesus is often thought to be a cult of Cybele, the fertility goddess worshipped in Anatolia. Historians say that Cybele came to be known as Artemis over time.

According to Christian literature, the Virgin Mary succeeded Artemis in receiving the devotions of the people of Ephesus.



Bank of the time

Numerous myths have existed surrounding the Temple of Artemis, the construction of which lasted a hundred years, and its plan belonged to prominent architects of the time. One of the myths tells of how the temple was burned down. According to the myth, an insane man named Herostratos set the temple on fire in 356 B.C. When people asked why Artemis could not protect the temple against a madman, certain wise men replied to them that Artemis had gone to help in the birth of Alexander the Great.

The Temple of Artemis was not only a religious structure; it was also the largest and richest bank of the time. According to Turkish writer Cevat Þakir Kabaaðaçlý (the fisherman of Halicarnassus), it was not a madman that set fire to the temple, but the guardians of the temple, who got away with all the money kept inside. After the great fire, the temple was rebuilt.

Alexander the Great offered financial support for the reconstruction but the people of Ephesus rejected his offer, saying one god could not give votive offerings to another god or goddess.

The Temple of Artemis became less popular as Christianity became more widespread throughout Anatolia. The Temple of Artemis was pillaged, as Artemis was seen not only as the predecessor to, but also as a rival of the Virgin Mary.

In the fifth century, Johannes Chrysostomos, the Patriarch of Constantinople, outlawed the cult of Artemis. The roof, the altar and the columns of the temple were removed and disposed of. Narratives suggest many of the columns were taken to Constantinople and used in the construction of numerous buildings.

The first archaeological excavation of the site where the relics of the temple were located took place in 1869. It was during this excavation that the exact location of the temple was discovered on the western side of Ayasoluk Hill. Between 1965 and 1994, the area set the stage for a series of excavations led by Dr. Anton Bammer of the archaeology institute at the University of Vienna, Austria. During this period, experts searched for the techniques on how to rebuild Artemis.



New temple not an imitation

Dr. Atýlay Ýleri, the founder of the Selçuk Artemis Culture, Arts and Education Foundation, met with Bammer 10 years ago to realize the reconstruction of the once magnificent Temple of Artemis.

With support from Austrian scientists, Ýleri had Swiss architects prepare a plan for the reconstruction of the temple. Ýleri, who has dreamed of reconstructing the temple for 10 years, said: “When completed, the temple will not be a copy or an imitation of the original Artemis but the Artemis itself. And its sisters of the past will set their eyes on it with pride and emulation.”

The original Temple of Artemis had 120 columns. Thirty-six of them were placed on cubic circles. If completed, the new temple of Artemis will be the third Temple of Artemis constructed in history. Its size will be the same as the original. A total of 25,000 cubic meters of solid marble, the original construction material of Artemis, will be used in the construction of the third temple. Sixty of the 120 columns of the new temple will have base plates.

To find the best sculptures to adorn the restored temple, a lottery will be held to form a selection committee chosen from representatives of 196 U.N. member countries. Each selected representative will then select two sculptors from the nation they represent. The selected sculptors will then take part in workshops run by the Artemis Culture, Arts and Education Foundation.

The sculptors will first begin work on the cubic bases for the columns, with sculptures to be inspired by either of two sayings attributed to Heracleitos of Ephesus: “War is the father of everything” and “Everything flows and nothing abides.”

An international jury will then choose two sculptures from all the pieces produced by artists to be featured in the temple. One of the winning sculptures will be displayed on one of the cubic circles and the other will be displayed in the temple's yard.

Ýleri said the project would rock the world of art. “When the temple is completed, the workshops will start serving as a school of sculpture. Selçuk will be the center of world sculpture,” he said.



Expected cost $150 million

The Artemis Culture, Arts, and Education Foundation was opened in Selçuk in September 2007. The foundation's mission is to reconstruct the Artemis Temple. The project is expected to cost $150 million. The foundation will complete the project with no financial assistance from the state.

Ýleri said the Culture and Tourism Ministry welcomes the project. The foundation applied to the ministry for the allocation of land via the Selçuk Municipality. The new temple will be constructed on an area called Kurutepe, 1,500 meters away from the temple's original location. Construction will begin when official permission is provided for land allocation.

http://www.turkishdailynews.com.tr/article.php?enewsid=118819

Dicle
02.11.08, 21:06
Keine Sorgen. Das nächste Kalifat wird inshallah mit Isa (as) kommen.

Wie meinst du das?

Enver
02.11.08, 22:53
Wie meinst du das?

Ich schätze, das er der Ansicht ist, das Hz. Isa (Jesus) nicht gekräuzigt wurde, sondern eine Person, die genau so aussah wie er.

Und das er nun von Allah/Gott in den Himmel geholt wurde, bis er eines Tages (in der nächsten Zeit) zurück kommt. Wobei er nun der Anführer der Moslems wird, weil er ja selbst einer war, man aus ihm nun aber einen Christ machte.

Den Moslems werden sich auch nochmal die Christen anschließen, die ja nun die wahre Religion erkannt haben und somit auch Moslems werden.

Und so weiter...

Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er auch noch heute :D

Cervantes
02.11.08, 23:02
Erinnert an die Crackpotversion evangelikaner Christen die meinen der Endkampf fände in Israel statt, wenn der Antichrist (nach landläufiger Meinung das Regierungsoberhaupt eines EU-Superstaates, welcher "Frieden" verspräche) sich mit nem jüd. Wanderprediger derbe Battles um Jersualem liefert.
Die Juden müssten zuvor natürlich erkennen dass Jesus ihr Erlöser ist, dem Judentum abschwören und wenn sie das brav machen würden sie zuvor "geraptuert". Schakal hängt einer anderen Version einen Monotheismus weiter an, bestechend logisch und wahrscheinlich sind sie ja beide und wenn man sich das Verhältnis christl. Lobbygruppen, der Israelis und den Palästinensern ansieht dann sollten wir viel mehr Zeit und Energie aufwenden Endzeitvisionen von Wüstenvölkern aufzuführen bzw. wie es in den USA geschieht, moonetär zu unterfüttern. Das funktioniert ja auch ganz prächtig wie man momentan sehen kann.
Alles wird gut, Jesus kommt und ist entweder sauer auf die Juden, battlet mit seinem Flammenschwert aus dem Mund gegen die Moslems und Eu-Truppen oder Jesus Christus bekehrt die Christen zum Islam. :yippie:
Herr, lass Hirn regnen.

Kurz Google angeschmiessen für die die nicht wissen von was die Rede ist:
http://www.tagesschau.de/ausland/meldung105174.html

Cheers
Cervantes

PS: Übrigens, Schackal, dir hat doch die "Israel Lobby" von Waltheim und Co so gefallen, was machst du den Staaten eigentlich für einen Vorwurf wenn dort Christen, die an ihre Religion glauben und einem ähnlichen Endzeitphantasma anhängen wie du, Israel finanziell unterstützen und denen die Moslems mehr oder weniger am Arsch vorbeigehen, weil diese, und das darfst du ihnen nicht verübeln, in ihrer Religion einfach nicht als rechtmäßig Adressierte vorkommen?

Der Schakal
03.11.08, 10:46
Übrigens, Schackal, dir hat doch die "Israel Lobby" von Waltheim und Co so gefallen, was machst du den Staaten eigentlich für einen Vorwurf wenn dort Christen, die an ihre Religion glauben und einem ähnlichen Endzeitphantasma anhängen wie du, Israel finanziell unterstützen und denen die Moslems mehr oder weniger am Arsch vorbeigehen, weil diese, und das darfst du ihnen nicht verübeln, in ihrer Religion einfach nicht als rechtmäßig Adressierte vorkommen?



Bsp.:

Wenn ein Staat von sich behauptet demokratisch zu sein aber diktatorisch o.ä. ist dann mache ich dem Staat einen Vorwurf. Ansonsten macht er nur das was er machen muss. Wenn ein Staat rassistisch ist dann soll er gefälligst dazu stehen. Dann habe ich auch kein Problem mit dem Staat (außer vielleicht ideologisch). Ich verüble es ihnen nicht. Sie machen nur ihre Aufgabe.

Salavat Yulaev
10.12.08, 17:28
das einzig bedeutende für mich persönlich, was von den arabern hervorging, ist das zahlensystem. den rest, was die sich ausgedacht haben, können die für sich behalten. und atatürk hat wohl so ähnlich gedacht.

Yakamoz
10.12.08, 17:36
das einzig bedeutende für mich persönlich, was von den arabern hervorging, ist das zahlensystem. den rest, was die sich ausgedacht haben, können die für sich behalten. und atatürk hat wohl so ähnlich gedacht.

Yine pek anlamadigin bir konuda atip tutuyorsun. Araplarin tip dünyasinda yaratmis olduklari bilimsel dayanak olmasaydi bugünkü tip düsünülemezdi bile.

Langirt
10.12.08, 18:07
Yine pek anlamadigin bir konuda atip tutuyorsun.

Niyet üzüm yemek değil bağcıyı dövmek...

Cumhur
10.12.08, 18:43
Yine pek anlamadigin bir konuda atip tutuyorsun. Araplarin tip dünyasinda yaratmis olduklari bilimsel dayanak olmasaydi bugünkü tip düsünülemezdi bile.


Araplar?:lach:

@li
14.12.08, 23:31
Ich frage mich, was der Sinn dabei war, dass Atatürk das Kalifat in der Türkei abgeschaftt hat.
Weil, wenn er das nicht getan hätte, dann wäre die Türkei doch noch mächtiger, weil das so eine Art 2. Mekka für die Moslems wäre.

Allein das du diese Frage stellen kannst als freier Mensch ist doch genug, was für einen Sinn suchst du denn noch??

lynxxx
15.12.08, 03:47
Salavat, die Araber haben noch bedeutend mehr hervorgebracht, ausser das Zahlensystem. Jedenfalls bedeutend mehr, als die Türken in ihrer Geschichte, falls einer das noch nicht wusste.

Das Kalifat kann ja auf zwei verschiedene Weisen entstehen: Entweder durch Wahlen/Beratung, wie bei den ersten Kalifen, oder durch "plumpe" Machtergreifung und Konsolidierung dessen. Dann beruft man sich halt darauf, dass es vorherbestimmt gewesen sei, Kalif zu sein, denn sonst hätte Gott es ja schon längst nicht mehr zugelassen. Mit letzterer Variante legitimierten die Umayyaden ihre Kalifenwürde.

Abgesehen davon, die Türken, bzw. die osman. Sultane legten keinen besonderen Wert auf die Kalifenwürde. Erst als es aussenpolitische Vorteile bot, besannen sie sich darauf (18. Jh. Kücük Kaynarca).

Es wurde übrigens auch nicht die Kalifenwürde Sultan Selim I. in Ägypten durch den abbasidischen Schattenkalifen "übergeben". Dies ist eine bis heute gängige falsche Legende, die erst im 18. aufkam, ausgerechnet durch einen armenischen Mann, in schwedischen Diensten... :D
Nein, die Osmanen haben sich auch schon zuvor gelegentlich Kalif genannt, vor der Eroberung des Mamluken-Reiches.

Falls es ein Kalif heute geben würde, dann demokratisch legitimiert. Was denn sonst? Größter Reichtum? Längstes Studium? Bestes Bakschisch?
Dazu müssten allerdings viele Staaten erstmal selber demokratisch werden, damit die Menschen dort den demokratischen Gedanken verinnerlichen. Dieser Kalif wäre dann aber auch (erst oder für lange Zeit) nur religiöses Oberhaupt der Sunniten.
So wie der orth. Patriarch von Istanbul Bartholomäus I.
Amtssitz wäre wohl Ägypten als kleinster gemeinsamer Nenner momentan.

Letztlich ist das aber alles utopisch, denn die Arabische Liga, die OIC, und andere islamische Organisationen schaffen es noch nicht einmal sich in einigen wenigen Fragen zu einigen.
Erinnert mich immer noch teilweise in der Zerstrittenheit an eine Szene im Film "Lawrence von Arabien", wo Anthony Quinn mit dem Schuh auf dem Tisch hauen muss, um für Ruhe zu sorgen... ;)

Der Schakal
15.12.08, 09:40
Salavat, die Araber haben noch bedeutend mehr hervorgebracht, ausser das Zahlensystem. Jedenfalls bedeutend mehr, als die Türken in ihrer Geschichte, falls einer das noch nicht wusste.

Ach ehrlich? Und sie haben sich als Araber verstanden oder konstruierst du ein national Konzept des 21 Jahrhunderts in die Vergangenheit und proklamierst einen Nationsverständnis das diese Menschen niemals hatten?

AlGhazali
15.12.08, 13:14
Lieber lynxxx

man soll vorsichtig sein mit der Geschichte und vor allem wenn es um das Thema Kalifat es sich dreht. Es gibt viel zu viel Unsinn was geschrieben wird und viele kennen sich gar nicht aus in Fiqh. Demut ist unumgänglich für den Wissenschaftler.

Die Geschichte des Nahen Ostens ist nicht geschrieben worden wie es hätte sein sollen. Es ist sehr mühsam sich darin zurechtzufinden. Sehr mühsam.

Bevor ich einiges zum Thema kalifat schrieben zunächst ein Text welches ich sehr gelungen fand : http://weisheit.over-blog.de/article-25638401.html

Später mehr...wenn ich Zeit finde...

lynxxx
15.12.08, 19:21
Ach ehrlich? Und sie haben sich als Araber verstanden oder konstruierst du ein national Konzept des 21 Jahrhunderts in die Vergangenheit und proklamierst einen Nationsverständnis das diese Menschen niemals hatten?

Du hast recht.
Ich habe mich unklar ausgedrückt. (So unklar, wie die meisten hier im Forum übrigens.)

Also:

Im arabisch-islamischen Kulturkreis, unter den arabischen Dynastien der Umayyaden, Abbasiden, usw. und deren Höfen und Mäzenen, gab es größere Fortschritte in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, besonders den Naturwissenschaften, als später in dem irano-türkisch-islamischen Kulturkreis der Seldschuken, oder unter der turkischen Dynastie der Osmanen, der Kadscharen, usw. und deren Höfe und Mäzene.

AlGhazali, die schreibst: "Die Geschichte des Nahen Ostens ist nicht geschrieben worden wie es hätte sein sollen."

Was soll das denn heißen, wie meinst du das?
Meinst du die nationalistisch verblendeten Historiographien in weiten Teilen der Nachfolger des Osmanischen Reiches?

EDIT:
@AlGhazali: Wenn du auf deinen Link bezogen deine Aussage machtest, so muss ich S. Demirel und dir Recht geben und dem Artikel. Ich habe dauernd in einem anderem Forum mit den falschen Vorstellungen der Nachfolgerstaaten und deren Geschichtsbild über das Osm. Reich zu tun (also aus dem Balkan, aus arab. Staaten, Kurden, Iraner, oder veraltete westeurop. Geschichtsbilder)

Es gibt aber positive Signale, dass sich die Geschichtsschreibung in den Nachfolgestaaten des Osm. Reiches langsam dem westlichen, bzw. internationalem Standard annähert. In Bulgarien z.B. erst zaghaft. In Griechenland schon mehr. In Ungarn ist man noch weiter. Es gibt auch erste Ansätze in Ägypten, usw. Die Türkei ist da schon weiter. Ich würde schätzen, dass die Türkei in der Mehrheit der historischen Forschung den internationalen Standard schon vor 15-20 Jahren erreichte. Eine Minderheit hinkt seitdem nur noch hinterher mit Minderheitenpositionen in Anwendung theoretischer Konzepten, etc.

AlGhazali
15.12.08, 19:41
"Was soll das denn heißen, wie meinst du das?"

Man hat die Geschichte nicht nur aus nationalistischen sondern auch aus politischen und ideologischen GRünden nach eigenem Interessen "gebogen". Ferner die Unzulänglichenkeiten bzgl Archive usw. In diesem Forum kann man in den endlosen Diskussionen bezgl Armenier-thema daran auch erkennen.

AlGhazali
15.12.08, 20:30
Zur Kalifat ein Nachtrag

Kalifat ist eine theologische eine "theokratische" Institution. Der Kalif konnte seinen Nachfolger bestimmen (wie der erste Kalif Ebu Bekir) es tat oder einen Gremium bestimmen, die unter sich wählte (2.Kalif), dann durch Durchsetzung (Hz.Ali und Muawiya). Alle diese Methoden waren legitim in der Fiqh. Die Methode der Ernennung dominierte gänzlich in der Geschichte. Es war möglich seinen Sohn zu ernennen, daher auch wenn es nach aussenhin wie Monarchie aussah religions-rechtlich waren es Ernennungen.

Wieso blieb es in einer Familie ? Das hatte auch seine Gründe wenn auch Gründe die mit Religion nichts zu tun haben. Nach der Generation der Gefährten der Propheten waren waren die Menschen noch nicht bereit die "Asabiyya" genannte Stammesgehorsamkeit zu überwinden, da die Neumuslime die ide Mehrheit bildeten nicht so weit waren wie die Gefährten. Die Umayyaden-Familie hatte sehr viele Gouveneursämter inne und der Kalif Hz.Muawiya der Hz.Ali zum Nachfolger ernennen wollte scheiterte an der Druck der Umayyaden. Die Umayyaden sagten, dass sie niemanden folgen würden es sei denn der Kalif ist aus ihrer Reihe. So musste Hz.Muawiya sein Sohn ernnnen , der nicht reif für dieses Amt war. Ibn Khaldun beschreibt es ausführlich in der MUkaddima. Ca. 100 Jahre später putschten die Abbasiden und mit dem Mongoleneinfall verloren sie ihre politische Herrschaft und waren nur noch nominell Kalifen. Die Seldschuken, Eyyubiden und andere Dynastien hätten keinen Konsens und Einheit unter den Muslimen schaffen können, wenn sie das Kalifenamt übernommen hätten. Die Türken waren in der islamischen Welt noch nicht richtig bekannt und anerkannt. Als die Osmanen jedoch Istanbul eroberten wurden, wussten nun alle Muslime dass sie diejenigen waren, den der Prophet lobte (Hadith bzgl Istanbul-eroberung). Seitdem war es sehr nahe für sie Kalifenamt zu übernehmen. Erst als die Mamluken den Fehler machten die Sawafiden gegen die Osmanen zu unterstützen, war der Weg zu den heiligen Stätten nun offen und Sultan Selim hatte Jerusalem, Madina und auch Mekka dem Osmanischen Reich eingegliedert. Die Sharifen in Mekka überreichten ihm die Schlüssel der Stadt und auch die Ulama der vier Rechtschulen der Azhar, Damaskus und Istanbul und auch der letzte lebende Kalif waren auf der Seite der Osmanen und so entstand der Konsens. Sultan Selim und die anderen Sultane hatten sich nicht Kalifen gennant aus Demut. Genauso wie Hz.Omar nicht "Kalifen" benannt werden wollte aus seinem Respekt gegenüber Hz.Ebu Bekir. Sultan Selim sagte "Hadim ul Harameyn" würde ausreichen als Titel statt Kalif. Hadim ul Harameyn heisst "Der Diener der beiden heiligen Stätte". Wäre der letzte abbasidische Kalif der letzte Kalif gewesen und Sultan Selim nicht so entünde ein islam-rechtliches Vakuum wozu die Gelehrten opponiert hätten.
In der Neuzeit war es aus aussenpolitischen Gründen wichtig explizit den Titel Kalif zu betonen.
Das Kalifat endete faktisch 1909 durch die jungtürkische Revolution und nur dem Namen nach ohne staatliche Gewalt bis 1924.

Es war das Ziel der Briten, Holländer, Franzosen, das Kalifat abzuschaffen, da sie sehr viele Kolonialgebiete hatten und sie hatten die Sorge, dass die Muslime den Kalifen hörend Aufstände machen könnten. Es besteht in der Geschichtsschreibung der neuen Zeit das Phenomaen das Kalifenamt so darzustellen als wäre es in Wirklichkeit eine Dynastie und die Osmanen wären keine echten Kalife gewesen oder es wären unbedeutend gewesen.

lynxxx
16.12.08, 01:34
AlGhazali, ich glaube, du hast meine Posts oben überlesen?

Ich schreibe deshalb nochmals kurz auf, was es mit dem Kalifen-Titel und den Osmanen auf sich hat.

1. Es gab schon vor Selim I. Sultane, die gleichzeitig den Titel Kalif führten, z.B. Murad I.

2. D'Ohsson behauptete irrtümlich 1788 nach dem Frieden von Kücük Kaynarca 1774, (wo sich die Sultane erstmals ernsthaft politisch und im Gegenzug zur Zarin als Kalifen aller Muslime sahen), dass schon Selim I. 1517 von dem letzten Schattenkalifen al-Mutawakkil in Kairo die Kalifenwürde übertragen wurde. Dieses ist schon vor einem halben Jahrhundert als Fehler oder Phantasie D'Ohsson von Historikern erkannt worden.
Es gibt keine einzige frühere Quelle für diesen Vorgang der Übertragung der Kalifenwürde. Also muss man sie solange als obsolet bezeichnen, bis vielleicht irgendwann einmal das Gegenteil in den osmanischen Archiven auftaucht.
Diese Legende taucht leider immer wieder auf, vor allem in populärwissenschaftlichen Büchern.

3. Der letzte Kalif Mutawakkil übertrug dem Sultan den presigeträchtigen Titel als "Hüter der Heiligen Stätten des Hedschas". Nachdem der Kalif wieder nach Kairo zurückkehrte, blieb er dort weiterhin Kalif bis zu seinem Tode.

4. Erst lange nach dem Tode Selims, 1554, hat Lutfi Pascha eine Denkschrift zum Kalifat verfasst, um diesen Titel in ein theoretisches Konzept zu binden und den Titel mit Leben zu füllen. Dieses Konzept starb aber mit seinem Befürworter 1574, und tauchte erst 200 Jahre später wieder auf im Zuge der Verhandlungen von Kücük Kaynarca

5. Es gab auch andere Dynastien, die den Titel Kalif trugen, auch gleichzeitig mit den Osmanen, z.B. die Hafsiden, Mariniden, die Moguln, usw.

Wenn du mehr zu D'Ohsson wissen möchtest:
http://www.srii.org/FINDLEY.pdf

:hallo:

AlGhazali
16.12.08, 09:51
"1. Es gab schon vor Selim I. Sultane, die gleichzeitig den Titel Kalif führten, z.B. Murad I."

Was tut es denn zur Sache ? Die Umayyaden in Andalusien nannten sich auch Kalifen. Wie kann es denn sein dass es zwei oder mehere Kalifen gibt? Verwirrend?
Es gab die Hulefa-i rashidin, die alle Bedingungen des Kalifseins erfüllten.
Es gab die Kalifen, die viele aber nicht alle Bedingungen erfüllten aber religions-rechtlich hinhembar war.
Schliesslich waren die konkreten Lebensbedingungen derart, dass die tragende Säule des Kalifats, die war dass der Regent das islamische Recht (Fiqh) pratizieren liess. Demnach wären alle Sultans, Emire und muslimische Chans auch "Kalife". Neben diesen Kalifen ragte der abbasidische hervor, da diese mehr Eigenschaften des Kalifs innehatte. Die übrigen muslimischen Herrscher hatten sich nicht angemasst sich als Kalif zu bezeichnen, es sei denn irgendetwas schien dies notwendig zu machen oder sinnvoll.
Nach Lutfi Pascha und Iyaz wurde Sultan Selim der Nachfolger vom 3. Mutevekkil. Und alles deutet auch daraufhin. Der Transport der Reliquien nach Istanbul, der Titel Hadimul harameyn und der Banner des Propheten usw usw.
"Sultan" ist ein Emir der im Namen des Kalifs quasi als dessen Helfer regiert. Nominell unter dem Kalifen aber faktisch autonom. So wurde Tugrul Bey "Sultan" des Kalifs.
Sultan Halife Abdulhamid Han heisst er war Sultan, Kalif und Chan (und Römischer Kaiser). Das Chanat ist vorislamisch und bezieht sich auf das Stammesherrschaft. Nach dem Römischen Recht musste der Kaiser kein Christ sein und wenn jemand per Zwang den Kaiser entmachtet und sein Thron einnimmt wird dieser Kaiser. Fatih Sultan Mehmet hatte die Rolle des Kaisers auch dahingehend erfüllt, als er Patriarchen ernannt hat, wie seine Vorgänger.

lynxxx
16.12.08, 12:58
Was es zur Sache tut?

Ich glaube, dass viele hier vielleicht eine idealisierte romantische Vorstellung vom Kalifat (der Osmanen) haben oder hatten. Sie glauben vielleicht, dass dieser Titel zu jener Zeit schon eine immense Bedeutung gehabt hatte, und in einer prächtigen Zeremonie Sultan Selim I. übergeben wurde. Und das die Nachfolger eben "echte" Kalifen im Sinne der ersten vier Rechtgeleiteten waren, also von der islam. Umma auch so gesehen wurden.
Dass also hier im Forum eine Kontinuität der (gerechtfertigten) Legitimation von Abu Bakr bis zu den letzten Sultanen gesehen wird.
Dem war nicht so, es war letztlich nur ein weiterer Titel, den sich die Osmanen in die lange Reihe von Titeln (z.B. Kaysar-i-Rum) auf ihre Urkunden schrieben, bis 1774 sie den Titel wieder eine Bedeutung versahen, in Hinblick auf die Krimtataren.
Dieser reale Bedeutungsverlust des Titels lag wohl vor allem daran, dass es eben schon lange keine Kontinuität der wirklichen Führerschaft der gesamten Umma mehr gab, seit dem 10. Jh., und seit den Mongolen im 13. Jh. der Kalif und der Titel nur noch ein schwacher Abglanz einstiger Legitimität war und er nichts mehr mit dem Kalifat der früheren Abbasiden gemein hatte. Bedeutung erlangte er also nach einer längeren Pause erst wieder im 18. Jh.

Mehr nicht. :hallo:

EDIT:
PS: Man kann auch sehr schön sehen, welche Bedeutung die Sultane dem Titel Kalif beimaßen, indem man in deren Tugra schaut, wo andere Titel immer Vorrang hatten.

AlGhazali
16.12.08, 14:27
Lieber lynxxx ...
kann es sein dass du das Kalifat wie ein Königtum betrachtest ? Einfache Übertragung der Eigenschaften ?

Was tut denn bitte schön eine "Zeremonie" zur Sache ? Was ist denn eine Legitimation ? Wie des Römischen Kaisers? Und wonach bemessen? Dieses Gebiet ist eine Gebiet des Fiqh des islamischen Staatsrechtes. Kalifat war nicht ein blosser Titel einer unter vielen. Es hatte rechtliche Konsequenzen und Pflichten und Rechte.

Du scheinst dir nicht klarmachen welche Bedeutung das Kalifat hatte sogar die eines abbasidischen Kalifs der im Schatten des Mamlukensultans lebte. Es hatte religions-rechtliche Bedeutungen. Was du tust ist eine blosse Widergabe was die aktuellen Schriften der modernen Geschichtsforschung schreibt. Man muss gedanklich den Stoff druchdringen und Zusammenhänge durchgehen und nicht reduzierend vereinfachend und verharmlosend den Blick einengen. Dass die breite keine Ahnung hat von den Feinheiten des Fiqh kann man schön "ausnutzen" und selber etwas hineininterpretieren. Das ist zwar nicht schlimm, denn die Geschichtswissenschaft lebt neben Materialerfassung und Bearbeitung auch mit Interpretation aber was verleitet einem blind einfach alles hinzunehmen was einem plausibel erscheint. Interpretationen bleiben vorläufig. Nur frage ich mich wieso die Zusammenhänge aus der Fiqh meist unterm Tisch fallen müssen als wären sie bedeutungslos gewesen, obwohl man weiss dass die Jurisprudenz sich auf die Rechtsschulen baute.

Kurz : es ist zu wenig dass man nur auf Urkunden schaut wo "Kalif" steht und nicht und die rechtlichen Thematiken aussenvorlässt und so zu dem "Wenig-Bedeutungs-Theorie" zu gelangen.

In deinem Text werden Vorrausetzungen gemacht quasi postuliert. Mir sind all dies gut bekannt.

Theologisch islam-rechtlich war das Kalifat niemals und zu keiner Zeit bedeutungslos oder bedeutungsarm. Der Historiker muss nicht nur seine eigene Interpretation vorführen sondern aus dem Blickwinkel der Muslime wenigstens die Bedeutung des Kalifats herausarbeiten und nicht seine Interpretation so darstellen als wäre all dies bei den Muslimen der Fall gewesen.

lynxxx
16.12.08, 15:08
Ich sehe das Kalifat nicht als Königstum an.
Natürlich hatte ein Kalif-Titelträger ein bestimmtes Prestige, wenn auch nur räumlich, u.a. deshalb legte er sich den Titel ja auch an, z.B. Murad I. nach Eroberung von Edirne, und es gab auch bestimmte Pflichten für einen Kalifen.

Wenn es mehrere Kalifen gleichzeitig gibt, zeigt es hingegen, wie die tatsächliche Macht des Titels bestellt ist, wie die tatsächliche Anerkennung in der Umma und der Ulema ist. Ich kenne auch die Diskussionen in der islamischen Welt, als Atatürk das Kalifat abschaffte, die Versuche der Haschemiten im Hedschas, diesen Titel für sich zu beanspruchen, die Antwort der Wahhabiten, usw.

Jedoch, wenn vor 500 Jahren jemand einen Titel für sich in Anspruch nehmen wollte, und dadurch Prestige und Legitimtät unter den Untertanen erlangen wollte, dann ist es notwendig, nicht nur in einer Bibliothek unter Ulemas zu diskutieren, sondern diesen Titel auch nach aussen zu tragen, sei es in einer Zeremonie, wie z.B. die "Inthronisierung" eines neuen Sultans in Eyüp, oder die Münzprägung, oder neue Inschriften an öffentlichen Bauten, oder neue Bauten zu errichten, oder Titelnennung in der Freitagspredigt, usw.
Es muss also nach aussen getragen werden, damit der Titel überhaupt bekannt wird. Dieses hat z.B. Sultan Süleyman I. gemacht, gleichzeitig mit dem universalem Anspruch als Kaiser von Rom und als Alexander der Große, der Weltbeherrscher zu sein. (Was auch Karl V. beanspruchte, deshalb Zweikaiserproblem in der Diplomatiekorrespondenz). Er hat denn auch die religiöse Funktion des Kalifen ernster genommen, als seine Vorgänger, und seine Nachfolger. Die Quellen geben nämlich für die Nachfolger nichts mehr her, so dass das genuine Kalifatskonzept für die Sultane erstmal bis Kücük Kaynarca einschlief und nur inhaltsleere Rhetorik blieb. sie blieben natürlich die Verteidiger der Sunna gegen die Schia, die Hüter der Heiligen Stätten, usw.

Mehr Infos findest du hier (im Übrigen alles Autoren, die in Unis auf der ganzen Welt gelesen werden, im Gegensatz zu mir... ;)):

Artikel Khalifa in der EI (http://books.google.de/books?id=UZU3AAAAIAAJ&printsec=frontcover&lr=#PPA883,M1), bzw. auch die neueren Ausgaben in bibliotheken,
Gülrü Necipoglu ab S. 27 (http://books.google.de/books?client=firefox-a&id=lR9UAAAAMAAJ&dq=the+age+of+sinan+caliph+of+ God+on+earth&q=calling+himself&pgis=1#search),
vor allem Klaus Kreiser S. 27 und S. 117 und die darin enthaltenen Fussnoten (http://books.google.de/books?id=SKayebxEDTAC&printsec=frontcover&dq=klaus+kreiser&lr=),
CARTER VAUGHN FINDLEY: Presenting the Ottomans to Europe: Mouradgea d’Ohsson and His Tableau général de l’empire othoman (http://www.anonym.to/?http://www.srii.org/FINDLEY.pdf)
usw.

AlGhazali
16.12.08, 16:57
lynxxx du scheinst kaum etwas zu kennen was das Kalifensein ausmacht. Ein Sultan oder Emir ist schon legitimiert er muss sich nicht "noch mehr legitimieren" indem er Kalif wird. Kalifentum macht man nicht wegen Prestige das wäre grosse Sünde. Und dieses Geschwätz von Zeremonie, Münzenprägung usw. das allein erklärt noch gar nicht substantielles. Was die Orientalisten über Kalifat schreiben damit kann sich ein kritischer Geist sich nicht naiv glaubend zufriedengeben. Das ändert sich auch dann nicht wenn man hunderte Links einfügt und nicht nur auf der Erde auch auf anderen Planeten diese Texte gelesen werden.

Zur Ethos und Eigenschaften eines echten Wissenschaftlers gehört auch die kritische Einstellung ohne ins Skeptizismus fallend. Es reicht nicht einfach wiederzugeben. Jemand der in Werken wie des Imam Serahsi, Ghazali, Mawardi, Ibni Khaldun, Marginani, Ibni Abidin und viele mehr usw sich nicht auskennt wird auch nie verstehen was das Kalifat ist

lynxxx
16.12.08, 17:06
Was faselst du da von anderen Planeten? Wollen wir die schöne Unterhaltung nun in Polemik abgleiten lassen?
Ich hoffe nicht, da ich dich bislang als sachlichen Diskutanten kennenlernen durfte.

Könnte es sein, dass wir aneinander vorbei reden? Auf verschiedenen Ebenen? Wir von der historischen Praxis und der theoretischen, oder theologischen Ausführung reden?

Was ein Orientalist schreibt, ist eben naiv? Ein Orientalist zeichnet sich ja auch dadurch aus, dass er eben Serahsi, Ghazali, Mawardi, Ibn Khaldun, Marginani liest, UND zusätzlich z.B. die osmanischen Archive, andere Orientalisten und deren Erkenntnisse liest, usw.

Vielleicht kommen wir uns gedanklich näher, wenn du mir schreibst, was das Kalifensein deiner Meinung nach ausmacht.

PS: Für die Mitleser: In der Onlinevorlesung in meiner Signatur gibt es auch kurze Ausführungen dazu, quasi als Einstieg. Vielleicht komme ich dazu, heute abend mal reinzuschauen.

AlGhazali
16.12.08, 20:04
Lieber lynxxx ich gebe zu ich war genervt und in meiner Wortwahl herb. Ich hoffe du entschuldigst.

lynxxx
16.12.08, 21:33
Null Problemo, problem yoktur, Nada Problemos, ... ;)

Ich bin nicht sooo empfindlich (meistens jedenfalls...;)).
Magst du mir schreiben, was das Kalifensein deiner Meinung nach ausmacht, damit ich dich besser verstehe, oder was deine Gedanken momentan sind?

senk yu. :D

SINAN_ALBANER
03.01.11, 12:40
Schade, dass das Kalifat abgeschafft wurde.

Stigma
03.01.11, 13:02
es steht dir frei in albanien einen auf den thron zusetzen:lach:

polatinum
03.01.11, 13:07
Wieso wurde sinans beitrag gelöscht?

Stigma
03.01.11, 13:08
??

ka frag die mods

polatinum
03.01.11, 13:09
On Monday 3rd March 1924 (28th Rajab 1342AH), the world woke to the news that Mustafa Kemal in Turkey had officially abolished the Khilafah. That night Abdul-Mejid II, the last Khaleefah of the Muslims, was bundled in to a car with a suitcase of clothes and money and exiled from Turkey, never to return. This is how 1342 years of Islamic rule ended. The following is a historical account of the actions of the colonial powers in first sowing the seeds of disunity amongst Muslims by implanting the idea of nationalism and then finally administering the destruction of the Khilafah state by their treacherous agents.

A few months after the destruction of the Khilafah on 24th July, Turkey’s independence was officially recognised with the signing of the Lausanne Treaty. Britain and its allies withdrew all their troops that had occupied Turkey since the end of the First World War. In response to this, protests were made in the House of Commons to the British Foreign Secretary Lord Curzon, for recognising Turkey’s independence. Lord Curzon replied, “The situation now is that Turkey is dead and will never rise again, because we have destroyed its moral strength, the Caliphate and Islam.”
As admitted by Lord Curzon, Britain along with France played a pivotal role in destroying the Khilafah and carving up the Muslim lands between them. Their plans against the Khilafah were not just a reaction to the Khilafah siding with Germany in World War I. These plans were set in motion hundreds of years ago finally coming to fruition when the Uthmani Khilafah began to rapidly decline in the mid eighteenth century.

The first attempt at destroying the unity of Islam came in the 11th century when Pope Urban II launched the first crusade to occupy Al-Quds. After 200 years of occupation the crusaders were finally defeated at the hands of Salahudeen Ayyubi. In the 15th century Constantinople was conquered and the last stronghold of the Byzantine Empire defeated. Then in the 16th century the Islamic State swept across southern and eastern Europe carrying Islam to its peoples. Consequently millions of people in Albania, Yugoslavia, Bulgaria and other countries embraced Islam. After the siege of Vienna in 1529 Europe formed alliances to stop the Khilafah’s expansion in to Europe. It was at this point the crusaders animosity towards Islam and the Khilafah was revived and plans were hatched to deal with this “Oriental Problem” as it became known.

Count Henri Decastri, a French author wrote in his book entitled ‘Islam’ in 1896:
“I cannot imagine what the Muslims would say if they heard the tales of the mediaeval ages and understood what the Christian orators used to say in their hymns; all our hymns even those which emerged before the 12th century emanated from one concept which was the cause of the crusades, these hymns were filled with hatred towards the Muslims due to the total ignorance of their religion. As a result of those hymns and songs, hatred against that religion became fixed in people’s minds, and the erroneous ideas deeply rooted, some of which are still carried nowadays. Everyone used to regard the Muslims as polytheists, disbelievers, idol worshippers and apostates.”
After their defeat the crusaders realised that the cause of Muslims strength and resolve was the Islamic Aqeeda. As long as Muslims were strongly attached to Islam and the Qur’an the Khilafah could never be destroyed. This is why at the end of the 16th century they established the first missionary centre in Malta and made it their headquarters for launching a missionary onslaught against the Muslim world. This was the beginning of western culture entering the Muslim world by British, French and American missionaries.

These missionaries worked under the guise of educational and scientific institutions. Initially their effect on the Muslims was minimal. But during the 18th and 19th centuries when decline had set in to the Khilafah the missionaries managed to exploit weaknesses in the state and spread corrupted concepts to the people. In the 19th century Beirut became the centre for missionary activity. During this time the missionaries exploited civil strife between Christians and Druze and later Christians and Muslims, with Britain siding with the Druze and France siding with the Christian Maronites.

The missionaries had two main objectives during this time.

1. To separate the Arabs from the Uthmani state
2. To alienate the Muslims from the bond of Islam

In 1875 the “Secret Association” was formed in Beirut in an attempt to encourage Arab nationalism among the people. Through declarations and leaflets it called for the political independence of the Arabs, especially those in Syria and Lebanon. Those in charge repeatedly accused Turkey in their literature of snatching the Islamic Khilafah from the Arabs, violating the Islamic Shari’ah, and abusing the Deen.

These seeds of Arab nationalism came to fruition in 1916 when Britain ordered its agent Sharif Hussein of Mecca to launch the Arab Revolt against the Uthmani Khilafah. This revolt was successful in dividing the Arab lands from the Khilafah and placing them under British and French mandates.

At the same time nationalism was being incited among the Turks. The Young Turks movement was established in 1889 on the basis of Turkish nationalism and achieved power in 1908 after ousting Khaleefah Abdul-Hamid II. The traitor Mustafa Kemal who went on to abolish the Khilafah was a member of the Young Turks. This is why Mustafa Kemal later said: “Was it not because of the Khilafah, Islam and the clergy that the Turkish peasants fought and died for five centuries? It is high time Turkey looked after her own interests and ignored the Indians and the Arabs. Turkey should rid itself of leading the Muslims.”

polatinum
03.01.11, 13:19
Die Kraft lag laut diesem Lord Curzon also im Kalifat und im Islam?

Stigma
03.01.11, 13:48
ka den letzten abbasidenkalifen haben die mongolen in seine schatzkammer gesperrt und verhungern lassen zwischen seinem ganz gold
schaut nicht nach kraft aus

PretzelLogic
03.01.11, 14:00
Nun wenn Lordchen Curzon das gesagt haben soll (Quelle?) dann spiegelt das seine Sicht wieder.

Die Frage die man sich stellen sollte ist die!

Was bringt zivilisatorisch gesehen Fortschritt ?
Sind es die Früchte der Wissenschaft oder erwächst das was man Fortschritt nennt in erster Linie aus einem festen Glauben an den Islam und der existenz einer Person die sich Kalif nennt?

Oder Papst je nachdem welchen monotheisten Club man sich zuordnet ?

Flüge zum Mond verschafft ein Kalif nicht!
Moralisch gefestigtes tun und handeln ist kein Privileg von Theisten !

Also welche Schlüsse Vermögen wir denn aus dem Beitrag zu ziehen ?
Polat ?

emire
03.01.11, 14:54
Das Osmanische Reich konnte das Kalifat nicht retten und umgekehrt.
Kalifat,ein künstlich erschaffenes um die eigene Macht etwas Gottgewolltes zu verleichen...
Sowie Wilhelm der II. Deutscher Kaiser von Gottes Gnaden

Devrim.
03.01.11, 15:10
Ich frage mich, was der Sinn dabei war, dass Atatürk das Kalifat in der Türkei abgeschaftt hat.
Weil, wenn er das nicht getan hätte, dann wäre die Türkei doch noch mächtiger, weil das so eine Art 2. Mekka für die Moslems wäre.

Eine Erfundene, oder Tatsächliche ? Mekka ....

Keder
03.01.11, 15:12
Die Zeit des Kalifats war einfach abgelaufen. Genauso wird irgendwann die Zeit der Republik ablaufen. Wir können nur hoffen, dass das neue System dann nicht von Idioten gegründet wird.

Devrim.
03.01.11, 15:16
Die Zeit des Kalifats war einfach abgelaufen. Genauso wird irgendwann die Zeit der Republik ablaufen. Wir können nur hoffen, dass das neue System dann nicht von Idioten gegründet wird.

Die Zeit des Khalifats war nicht abgelaufen. Sie wurde "abgeschafft" .

Keder
03.01.11, 15:21
Die Zeit des Khalifats war nicht abgelaufen. Sie wurde "abgeschafft" .
Wenn deine Zeit abläuft, dann wirst du abgeschafft. Wenn deine Zeit abläuft, dann bist du schwach, so wie das osmanische Reich vor seinem Ende. In solchen Momenten kommen die Helden und Legenden der Geschichte, die ein neues Reich, Nation etc. gründen.

Stigma
03.01.11, 15:24
es war für die türkei sinnfrei ein kalifat beizubehalten was bedeutet das man beschützer des islam ist wenn man nicht mal seine eigenen grenzen schützen konnte

jeder türke soll selbst entscheiden ob er atatürk mag oder nicht aber man sollte keine tatsachen verdehen um sich heute besser zu fühlen

Devrim.
03.01.11, 15:27
Die Zeit des Khalifats wurde von den Republiksgründern beendet.

Adiyamanli
03.01.11, 15:27
Die Kraft lag laut diesem Lord Curzon also im Kalifat und im Islam?

Welche Kraft?

Stigma
03.01.11, 15:35
Welche Kraft?

yeniceri horden die nichtmal ein dixiklo verteidigen konnten
60% der osmanischen verlust im 1wk sind durch hunger,durst und kälte verursacht worden manchmal sollte man nicht von krieg sprechen sondern von schlachtvieh

ugur32
03.01.11, 15:39
Welche Kraft?

yigit i öldür hakkini yeme, auch wenn man am ende keine kraft mehr hatte hatte man doch mal eben diese kraft besessen.
jedes reich hatte seinen anfang seinen höhepunkt und danach einen untergang.
ich bin mir nicht sicher aber ich denke die meisten grossmächte wurden irgendwann von anderen mächten bezwungen, nur wir haben den krieg gewonnen und danach uns selber bezwungen, schade.

Adiyamanli
03.01.11, 15:41
yigit i öldür hakkini yeme, auch wenn man am ende keine kraft mehr hatte hatte man doch mal eben diese kraft besessen.
jedes reich hatte seinen anfang seinen höhepunkt und danach einen untergang.
ich bin mir nicht sicher aber ich denke die meisten grossmächte wurden irgendwann von anderen mächten bezwungen, nur wir haben den krieg gewonnen und danach uns selber bezwungen, schade.

Wir haben den Krieg gewonnen, der Kalif hat den Krieg verloren.

ugur32
03.01.11, 15:46
Wir haben den Krieg gewonnen, der Kalif hat den Krieg verloren.

ja natürlich hat er ihn am schluss verloren, amma gene de biz türkler yigitin hakkini yemeyiz, bu sonradan bize intikal eden bir alsikanlik olmasi gerek.
cünkü sen dedin ki "Welche Kraft?" o yenilgiye gelene kadar güclü degilmiydik? istanbulu fethederken gücsüzmüydük?

tabi sen kendini ne olarak gördügünü bilemem bizler osmanlinin tümüne bakariz, düsüsü oldugu gibi bir zamanlar da yükselisi vardi.

ugur32
03.01.11, 15:47
Wir haben den Krieg gewonnen, der Kalif hat den Krieg verloren.

noch etwas. hat der khalif den krieg ganz allein verloren?

Stigma
03.01.11, 15:54
noch etwas. hat der khalif den krieg ganz allein verloren?

gott war mit den stärkeren batallionen

N.bonaparte

Devrim.
03.01.11, 15:57
noch etwas. hat der khalif den krieg ganz allein verloren?

Er war dem stinknormalen, menschlichem Schicksal erlegen.

Es war einmal, und war nie mehr.

Adiyamanli
03.01.11, 16:00
ja natürlich hat er ihn am schluss verloren, amma gene de biz türkler yigitin hakkini yemeyiz, bu sonradan bize intikal eden bir alsikanlik olmasi gerek.
cünkü sen dedin ki "Welche Kraft?" o yenilgiye gelene kadar güclü degilmiydik? istanbulu fethederken gücsüzmüydük?

tabi sen kendini ne olarak gördügünü bilemem bizler osmanlinin tümüne bakariz, düsüsü oldugu gibi bir zamanlar da yükselisi vardi.

noch etwas. hat der khalif den krieg ganz allein verloren?


"Biz türkler" ve "siz" deme. Biz osmanli torunlari de. Ben Türküm, bilmeyen yok burada.
Hangi son yeniligiden bahsediyorsun? Son 200 yil osmanlisi yenilgiyle gecti. Göster bakalim 1700den sonra hangi Rus muharebesinden basrari saglayabildik? Yunanlara karsi bile yenildik. Iki üc Ingiliz gemisi, bittik. Osmanli perisandi, 200 yil boyunca, ayakta baskalari tutuyordu, o Lord Curzonlar. Hatta onlarin sözlerinden cikamiyorlardi. Kirim savasina neden girdi Osmanli? Kime güvenerek girdi söylermisin bana? Kim direktifi verdi? Ne sanayi devrimi, ne kültürel devrim, halk cahil, devlet borclu ve yalaka, bol bol ithal. Tüm Tanzimat vesairen bastirmalarini kim kabul etti? Sevres sonuncu lokma idi. Son yenilgi degil, 200 senelik yenilgi. Halife tabiiki yalniz kayibetmedi, tüm ihtilafci takim kayibetti ve her zaman kayibetmeye mahkumlar.

polatinum
03.01.11, 16:10
Nun wenn Lordchen Curzon das gesagt haben soll (Quelle?) dann spiegelt das seine Sicht wieder.

?


Pretzel, ist das nicht ein bißchen wie:

Da ist ein älterer Mann (das Khalifat/islamische Reich) der mal sehr wohlhabend und gutaussehend war und nun arm und hässlich. Da kommt ein jüngerer,gutaussender, gebildeter Großgrundbesitzer (westliche Imperialisten) und vergewaltigt und kidnapped dessen Frau (Muslime) und die bekommen sogar Kinder (Republik). Nun fragt man die Frau Jahre später wieso die nun immer noich freiwillig mit diesem Vergewaltiger lebt und die sagt, dass es ihren Kindern doch sehr gut geht, die gehen auf die "besten" Schulen, sind gebildet, gutaussehend und "gesund" (naja). Vielleicht stimmt das, vielleicht sind die gebildeter und wohlhabender als die Kinder die noch mit dem alten, armen Mann zusammen sind, ist das aber in Ordnung und ein Grund mit dem Vergewaltiger zusammen zu leben?

Stigma
03.01.11, 16:12
Pretzel, ist das nicht ein bißchen wie:

Da ist ein älterer Mann (das Khalifat/islamische Reich) der mal sehr wohlhabend und gutaussehend war, da kommt ein jüngerer,gutaussender, gebildeter Großgrundbesitzer (westliche Imperialisten) und vergewaltigt und kidnapped dessen Frau (Muslime) und die bekommen sogar Kinder (Republik). Nun fragt man die Frau Jahre später wieso die nun immer noich freiwillig mit diesem Vergewaltiger lebt und die sagt, dass es ihren Kindern doch sehr gut geht, die gehen auf die "besten" Schulen, sind gebildet, gutaussehend und "gesund" (naja). Vielleicht stimmt das, vielleicht sind die gebildeter und wohlhabender als die Kinder die noch mit dem alten, armen Mann zusammen sind, ist das aber in Ordnung und ein Grund mit dem Vergewaltiger zusammen zu leben?

ka polat aber tragen die kinder ne schuld an der vergewaltigung?
und wenn welche bitte

polatinum
03.01.11, 16:14
ka polat aber tragen die kinder ne schuld an der vergewaltigung?
und wenn welche bitte

Natürlich nicht, sollte die Mutter aber nicht trotzdem ins Dorf zurück?

Ich weiss es nicht...

Stigma
03.01.11, 16:20
Natürlich nicht, sollte die Mutter aber nicht trotzdem ins Dorf zurück?

Ich weiss es nicht...

jedenfalls nicht wenn der alte ehemann noch im dorf lebt sowas sorgt nur für schlechtes blut

Stigma
03.01.11, 16:24
aber polat wir weichen vom thema ab

sag mir mal bitte was für ein vorteil uns ein neuer kalif in der türkei oder der ganzen islamischen welt einbringen würde?

vllt ein gutes vorbild für die kinder und alle anderen oder
mehr bekehrungen zum islam

oder eine stimme die für alle moslems spricht sowas würde mich intressieren

PretzelLogic
03.01.11, 16:28
Gibt ja so ein paar Muslimische Mitforisten hier die lesen nur den Kur´an weil alles was man wissen muss steht da schon drin.
Ich will trotzdem mal ein paar interessante Bücher hier auführen:

What Went Wrong?: The Clash Between Islam and Modernity in the Middle East: Amazon.de: Bernard Lewis: Englische Bücher (http://www.amazon.de/What-Went-Wrong-Between-Modernity/dp/0060516054/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1294068137&sr=8-1)

What Went Wrong?: Western Impact and Middle Eastern Response: Approaches to the Modern History of the Middle East: Amazon.de: Bernard W. Lewis: Englische Bücher (http://www.amazon.de/What-Went-Wrong-Response-Approaches/dp/0195144201/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1294068137&sr=8-3)

The Ottoman Empire, 1700-1922 New Approaches to European History: Amazon.de: Donald Quataert: Englische Bücher (http://www.amazon.de/Ottoman-1700-1922-Approaches-European-History/dp/0521547822/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1294068344&sr=8-3)

Wer Sie nicht kaufen will soll sich bei mir per PN melden ich biete an entweder einzeln oder Gänze diese Bücher zu verleihen. Die kriegt man nicht überall.

polatinum
03.01.11, 16:30
aber polat wir weichen vom thema ab

sag mir mal bitte was für ein vorteil uns ein neuer kalif in der türkei oder der ganzen islamischen welt einbringen würde?

vllt ein gutes vorbild für die kinder und alle anderen oder
mehr bekehrungen zum islam

oder eine stimme die für alle moslems spricht sowas würde mich intressieren


Ich persönlich habe nirgendwo geschrieben dass man nun sofort das Khalifat einführen sollte oder dass es eine sofortige Besserung für die gesamte muslimische Welt mit sich bringen wird. Aber auch nicht dass das alles NUR schlecht war und das westliche System perfekt und unfehlbar.

PretzelLogic
03.01.11, 16:32
Ich empfehle euch desweiteren mal die Beiträge von Lynxx hier in diesem Strang näher zu untersuchen.
Leider ist er ja nicht mehr dabei weil man Ihm wohl die Zugangsdaten gelöscht bzw diesen gesperrt hat. Vielleicht ist er hier dem einen oder anderen aufn Sack gegangen weiss ich nicht.

Ich weiss aber eins sehr wohl der Mann hat kein Gewäsch von sich gegeben sondern er konnte IMMER gesagtes in Form von Bibliografien und Quellangaben belegen.

Viele andere hier machen sich die Mühe nicht und oftmals habe ich auch den Eindruck dass man einfach so irgendwo gehörtes oder gelesenes aus Welchen Seiten auch immer man die hat nachplappern.
Wissenschaftliche Werke hingegen interessiert anscheinend keine Sau !

PretzelLogic
03.01.11, 16:35
Ich persönlich habe nirgendwo geschrieben dass man nun sofort das Khalifat einführen sollte oder dass es eine sofortige Besserung für die gesamte muslimische Welt mit sich bringen wird. Aber auch nicht dass das alles NUR schlecht war und das westliche System perfekt und unfehlbar.

Nee natürlich nicht weil wer sowas schreibt macht sich lächerlich.
Du hast mit deinem zitierten Beitrag jedoch impliziert dass die pöhsen Engländer sich über den Niedergang der Türken erfreut hätten weil ja nun der Quell Ihrer Kraft und Fortschrittlichkeit (die ja bekanntlich im Islam und in der Person des Kalifen manifestiert war) beraubt habe.

Ob das Curzon Zitat stimmt oder nicht müsste man auch überprüfen können, Welche Rede zu welchem Anlass an welchem Tag ?
Kontext ? Alles wichtige Dinge um die Aussage wiegen zu können.

Stattdessen irgend ein Traktat wo ich auch nicht sehen konnte wo es herkommt.........
Soll ich dir die Bücher schicken Polat ?

polatinum
03.01.11, 16:36
....er hat einen Blog wo ich desofteren drin lese.....


der weltberühmte lynxxblog.......ich bin mit ihm oft einer Meinung.....

Stigma
03.01.11, 16:39
Ich persönlich habe nirgendwo geschrieben dass man nun sofort das Khalifat einführen sollte oder dass es eine sofortige Besserung für die gesamte muslimische Welt mit sich bringen wird. Aber auch nicht dass das alles NUR schlecht war und das westliche System perfekt und unfehlbar.

hab ich nicht behauptet wollte nur deine einschätzung lesen was du dir jetzt als polat davon versprichst meine antwort hast du ja mich würde eine ehrlich haut die alle moslems in der welt vertritt schon intressieren

ich hab nie geschreiben das alles westliche super ist

meine persönliche meinung früher oder später wirds zwischen orient und okzident knallen nur wann das ist die frage und wo die türkei dann steht ich bin nicht so naiv zu glauben das diese heucheleien auf ewig so weiter gehen

polatinum
03.01.11, 16:40
Soll ich dir die Bücher schicken Polat ?

Solche Bücher habe ich in den späten 80ern und gesamten 90ern zuhauf gelesen könnte ich aber wieder tun, wirste dann auch bücher lesen die ich dir empfehle oder ausleihe? ZB Avrupanin 50 büyük yalani? Oder Demokrasi Oyunlari?

Siehste jeder liesst oft nur dass war er gerne lesen möchte.


edit:
Abdülhamid'in Kurtlarla Dansı

polatinum
03.01.11, 16:46
hab ich nicht behauptet wollte nur deine einschätzung lesen was du dir jetzt als polat davon versprichst

Sowas kann man doch niemals in einem Satz beantworten wir haben mitlerweile 1,5 Milliarden Muslime ist alles sehr kompliziert. Viel Grau kaum noch schwarz und weiss.

ugur32
03.01.11, 16:46
"Biz türkler" ve "siz" deme. Biz osmanli torunlari de. Ben Türküm, bilmeyen yok burada.
Hangi son yeniligiden bahsediyorsun? Son 200 yil osmanlisi yenilgiyle gecti. Göster bakalim 1700den sonra hangi Rus muharebesinden basrari saglayabildik? Yunanlara karsi bile yenildik. Iki üc Ingiliz gemisi, bittik. Osmanli perisandi, 200 yil boyunca, ayakta baskalari tutuyordu, o Lord Curzonlar. Hatta onlarin sözlerinden cikamiyorlardi. Kirim savasina neden girdi Osmanli? Kime güvenerek girdi söylermisin bana? Kim direktifi verdi? Ne sanayi devrimi, ne kültürel devrim, halk cahil, devlet borclu ve yalaka, bol bol ithal. Tüm Tanzimat vesairen bastirmalarini kim kabul etti? Sevres sonuncu lokma idi. Son yenilgi degil, 200 senelik yenilgi. Halife tabiiki yalniz kayibetmedi, tüm ihtilafci takim kayibetti ve her zaman kayibetmeye mahkumlar.

yazik, yazik diyom da, amma senden ne bekleyebilirdim ki kendi aslini inkar ediyorsun. hani kürtdün? kendini inkar eden osmanliyi hayli hay inkar eder.
arkadas sen yolluna ben yolluma devrim in dedigi gibi sonumuz gelmez...

Dicle
03.01.11, 17:56
also erstmal...
...ist es falsch, wenn ich neugierig war und mehr über die Vergangenheit der Türkei wissen wollte? Es heißt ja nicht, dass ich gleich für einen Gottestaat o.ä. bin. Da war ich 14, wie ich die Frage gestellt habe, in dem Alter weiß man halt noch nicht viel von der Welt.
Und nein, meine Eltern haben mich nicht vorgeschickt, damit ich diese Frage stelle. Die sind beide Atatürkcü. Der Thread war aus reiner Selbstmotivation entstanden.

Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

Aber dank euch weiß ich jetzt, warum das Atatürk so geregelt hat, und finde es logisch.
Aber zb Kopftuchverbot in öffentlichen Gebäuden find ich unlogisch. Doch das ist ein anderes Thema.

Theoretisch wäre so ein Kalifat eig schon was tolles. Aber in der Praxis wird es wohl in einen Machtkampf auslaufen. Die Khalife könnten es für ihre eigene Macht missbrauchen. Daher finde ich dieses Thema schwierig.