Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Imam Muhammed Ebu Hamid el Ghazali
Büyük islam alimi idi...
www.ghazali.org
http://www.dinimizislam.com/detay.asp?Aid=1827
http://kitap.ihya.org/mukasefe.php
http://de.geocities.com/hafis71/Islam-Lesebuch.htm
Über seine Werke
Imam Ghazali war zweifelslos einer der ganz grossen Gelehrten.
Sein "Al-Qistas al-mustaqim" ist ein Meisterstück der Apogeletik gegen die schiitischen Batiniyya-sekte. Die Ausführungen darin sind brilliant. Das "itikad fil iktisad" ist einer der wichtigen Werke der islamischen Glaubenslehren die dort ausführlich behandelt werden. Das Buch ist ein muss. das "Risala-i laduniyya" ist ein wichtiges Buch worin das Sufitum genauer die Möglichkeit und Wirklichkeit des "Ilham" (Eingebung) bewiesen wird und erläutert wird. Sein "Mischkat ul anwar" ist einer seiner schwer oder kaum zu verstehenden Werke über die Licht-symbolik im Koran. Das über 100 Seitige Buch ist eine Erläuterung eines Koranverses. In Methodologie der Rechtswissenschaft hat er eines der wichtigsten und umfassensten Werke, den "El mustasfa" geschrieben dass für jeden Rechtsgelehrten ein muss ist vor allem dür Schafii-gelehrte. In seinem Werk "Maksad ul felasife" stellt er die Philosophien Aristoteles und Platons ausführlich dar und schriebt dass er in einem gesondertem Werk darauf Antworten schreiben werde. Die Antwort lautete "Tehafut ul felasife" welches einer seiner grössten Werke sind worin er die Unterschiede und gemeinsamkeiten zwischen Philosophie und Islam erläutert, ferner naturwissenschaftliche Themen. In Tehafut schrieb er dass zum besseren verständnis des Buches man sein "Miyar ul ilim" lesen solle. Miyar ul ilim ist ein umfassendes Buch über die Wissenschaft der Logik. In "Esma ul hüsna" erläutert er die 99 Namen Allahs. In "Durretul fahire" schriebt er speziell die jenseitigen Vorgänge nach dem Tod. In "Sirrul alemin" behandelt er viele Geheimnisse der Welt.ferner schrieb er Tafsir (Erläuterungen) zu Koran den "Cewahir". Den "Redd ul cemil" schrieb er gegen jakobitische Christen. Seine Rechts und Ethik-Bücher sind : Ihya ul ulumuddin ( 4 grosse Bände, 40 Kapitel) dessen Zusammenfassung in persisch : "Kimya-i seadet", dann "Minhac ul arifin" ferner "Murschid ul emin", für Jugendliche : "Eyyuhel weled" und "Bidayet ul Hidaye". Für Herrscher und Beamte schrieb er auch ein Buch mit Ratschlägen "Nasihat ul muluk". Sein Leben und wissenschaftliches Werdegang behandelt er in "Munkiz ul min ed dalal". Briefe sind von ihm auch erhalten. Seine früheren Werke sind : Kitab ul basit fil furu, Kitab ul vesit, El veciz und Meahiz ul hilaf und Et Tibr ul mesbuk.Insgesamt sind 75 Werke bekannt bei Orientalist Brokelmann, 404 Bücher bei P.Bouyges. Sein Rang war "Mudschtehid fil mezheb" , d.h er hatte den zweitgrössten Rang der Gelehrsamkeit erreicht vegleichbar mit Imam Abu Yusuf, imam Muhammed , Imam Rafii und dergleichen, nach "Mudschtehid-i mutlak" (wie z.B vier Imame). Er lebte 56 jahre (gest.1111) und umgerechnet müsste er ca 18 Blätter pro Tag geschrieben haben sagen manche Autoren. In Europa hiess er "Algazel". Seine Werke werden von Marokko bis Indonesien überall gelesen und zahllos wurde er sehr gelobt all die Jahrhunderte hindurch. Die Wahhabiten mögen ihn nicht und schwärzen ihn an. Er gehörte einem Sufiorden an aus dem später die Nashibandiyya hervorging. Sein Mentor war Abu Ali Farmedi. In seinen Werken schreibt er komplizierte Dinge einfach und didaktisch sehr gut. Er behandelt Themen systematisch und gibt viele Beispiele zur besseren Verständnis.Manche seiner Bücher sind für Gelehrte gedacht manche fürs Volk. Er kannte neben Arabisch und Persisch auch Griechisch und vermutlich Hebräisch und Koptisch.
Al-Ghazzali
Abu Hamid Muhammad ibn Muhammad Al-Ghazali At-Tusi wurde im Jahre 540 (1058) in dem Ort Tabiran (oder Tabaran) nahe Tus in Khorasan, im Osten des heutigen Iran, geboren, einer Region, die damals für ihre zahlreichen Gelehrten berühmt war. Tus wurde später von den Mongolen zerstört; in unmittelbarer Nähe davon entstand die heutige Stadt Maschhad.
Nachdem sein Vater früh verstorben war, wurde Muhammad Al-Ghazali zusammen mit seinem Burder Ahmad, der später ebenfalls Bekanntheit erlangte, gemäß dem Wunsch des Vaters in die Obhut eines Lehrers gegeben, der die geistige Erziehung der beiden Brüder übernahm. Al-Ghazali studierte Schafi’i-Fiqh bei dem großen Imam Al-Dschuwaini, der auch „Imam Al-Haramain”, der Imam der beiden Stätten (Mekka und Medina) genannt wurde und einer der größten Gelehrten seiner Zeit war.
Al-Ghazali gilt auch als Erneuerer (Mudschaddid) des fünften Jahrhunderts und hat auch den Beinamen „Hudschatu’l-Islam”, „Beweis des Islam”, erhalten. Er war ein Mudschtahid im Fiqh, hatte also die höchste Stufe darin erreicht und konnte selbstständig Rechtspositionen und -urteile ableiten. Al-Ghazali übernahm die wichtige Aufgabe, sich mit den zu seiner Zeit zahlreichen abweichenden Gruppierungen und philosophischen Strömungen, die dem authentischen Islam widersprechen, auseinanderzusetzen und sie intellektuell zu bekämpfen, wobei er gegen sie auch ihre eigenen, philosophischen Mittel einsetzte. „At-Tahafut Al-Falasifa” („Die Inkohärenz der Philosophen”) zählt zu seinen bekanntesten und bedeutendsten Werken überhaupt. Vom berühmten Wazir des seldschukischen Sultans Malik Schah, Nizamu’l-Mulk, wurde Al-Ghazali an die von ihm neu gegründete Nizamija-Madrassa nach Bagdad berufen. Bereits in jungen Jahren erlebte Al-Ghazali auf der Suche nach der Gewissheit im Glauben und im Zuge seiner Infragestellung des Erkenntnisvermögens der menschlichen Sinne - auch der Vernunft - eine kurze Krise, die er, wie er selbst berichtete, durch ein Licht, das Allah ihm ins Herz eingab, überwand. Er erkannte dadurch, dass Wissen von Allah und Nähe zu Ihm nicht durch intellektuelle Analyse, Argumentation und Dialektik, sondern letztlich nur durch göttliche Gnade und spirituelle Erfahrung erlangt werden kann. Diese Erkenntnis sollte eines der wesentlichen Motive in seinem Leben und seinen späteren Werken, auch der Ihja ‘Ulum Ad-Din, werden.
Im Jahre 490 (1095 n. Chr.) - er lehrte schon etwa 10 Jahre an der Nizamija und war ein berühmter Gelehrter, der sehr gefragte Werke verfasst hatte und der zu einer immens großen Zahl von Schülern sprach, welche aus der ganzen islamischen Welt kamen -, erlebte Al-Ghazali eine zweite, noch schwerwiegendere spirituelle Krise. Er zweifelte an seiner eigenen Aufrichtigkeit und sah sich mit dem fundamentalen Gedanken an den eigenen Tod und das Danach konfrontiert, wobei er seine bisherige Gelehrtenkarriere radikal in Frage stellte. Er verließ Bagdad und begab sich auf eine mehrjährige Wanderschaft, die ihn zur Hadsch nach Mekka, nach Damaskus und Jerusalem (Al-Quds) führte und während der er sich dem Weg der Sufis, der sich durch die unmittelbare Erfahrung auszeichnet, zuwandte. Den intellektuellen und spirituellen Prozess, den Al-Ghazali in diesen Jahren durchlebte, hat er selbst in seinem Buch „Al-Munqidh min Ad-Dalal“ („Der Erretter aus dem Irrtum“) wiedergegeben. Später kehrte er nach Tus zurück und unterrichtete dort. Al-Ghazali starb im Jahre 505 (1111) in dem Ort seiner Geburt.
Die Ihja ‘Ulum Ad-Din
Die „Ihja ‘Ulum Ad-Din“, sein wohl berühmtestes Werk und nach überwiegender Auffassung zweifellos eines der bedeutendsten Bücher des Islam, verfasste Al-Ghazali im Laufe mehrerer Jahre während seiner Wanderschaft. In ihr stellt Al-Ghazali die Gottesfurcht (Taqwa) ins Zentrum aller Handlungen.
Die Ihja ist in vier Teile unterteilt, die jeweils zehn Kapitel enthalten. Der erste Teil befasst sich mit Grundlagen des Wissens und den praktischen Grundlagen des Dins - rituelle Reinheit, Gebet, Zakat, Fasten, Hadsch oder auch der Qur’an-Rezitation, also Themen aus dem Fiqh, die hier aber auch im Hinblick auf ihre spirituelle Bedeutung und Perfektionierung erläutert werden. Auch die Glaubensinhalte werden hier behandelt. Der zweite Teil konzentriert sich auf den Mensch in der Gemeinschaft, mit sozialen Aspekten wie Esssitten, Heirat und Ehe, Erwerb des Lebensunterhalts, Reisen, Brüderlichkeit, Erlaubtes und Verbotenes, Aufruf zum Guten und Verwehrung des Schlechten und ähnlichem. Der dritte und vierte Teil des Werkes beschäftigen sich mit den inneren Dingen, der dritte Teil mit den schlechten Eigenschaften, die der Mensch überwinden muss, und der Vierte mit den positiven Eigenschaften, die er erreichen soll, um im Diesseits wie im Jenseits Erfolg zu haben. Darin gibt es beispielsweise Kapitel über Geduld und Dankbarkeit, Furcht und Hoffnung, Armut und Verzicht, Vertrauen in die göttliche Einheit und Versorgung und die Erinnerung an den Tod und das Jenseits. Letzteres Kapitel ist besonders ausführlich und stellt gewissermaßen den Höhepunkt des Buches dar, auf den die anderen Kapitel zulaufen, in denen dieses elementar wichtige Thema bereits immer wieder durchscheint.
Die Ihja wurde und wird von der Mehrheit der Gelehrten hoch gelobt, doch gab es seitens anderer auch Kritik an dem Werk, die sich insbesondere daran festmachte, dass die Ihja auch eine Reihe zweifelhafter, schwach belegter oder nicht belegbarer, ja sogar gefälschter Hadithe enthalte. Viele der großen Gelehrten, auch der Hadithgelehrten, vertreten dazu aber die Position, dass die Verwendung solcher Überlieferungen akzeptabel ist, wenn damit ein Aufruf zum Guten und eine Warnung vor dem Schlechten, zu mehr Frömmigkeit oder Ehrfurcht vor Allah beabsichtigt wird, und sie nicht zur Ableitung rechtlicher Urteile herangezogen werden. Zudem haben einige Gelehrte wie der berühmte Kommentator der Ihja, Murtada Al-Zabidi (gest. 1205/1791), nach eingehender Untersuchung festgestellt, dass nur wenige der in der Ihja enthaltenen Überlieferungen tatsächlich nicht belegbar oder zweifelhaft sind. Al-Zabidis Kommentar der Ihja umfasst zehn Bände und beinhaltet auch eine sehr umfassende Dokumentation der von Al-Ghazali verwendeten Hadithe. Al-Ghazali hat auch manche Überlieferungen nicht wörtlich, sondern sinngemäß zitiert, was ebenfalls als zulässig betrachtet wird.
Al-Ghazali hat sich in dem Buch nachweislich auch stark auf frühere, ähnliche Werke gestützt und einiges daraus übernommen, insbesondere aus dem „Qut Al-Qulub” von Abu Talib Al-Makki und der „Risala” von Al-Quschairi, was allerdings keinen Anlass zur Kritik darstellte. Weite Teile der „Ihja“ wurden bereits ins Englische übertragen. Das in Persisch verfasste Buch „Kimja As-Sa’ada”, das als eine kurze Zusammenfassung der Ihja gilt, ist unter dem Titel „Elixier der Glücksseligkeit” auch in deutscher Übersetzung erschienen.
http://www.sufi-braunschweig.de/Al_Ghazali-.htm?PHPSESSID=400c61aa504fa4e 4362a647838cf42d2
Der Schakal
07.12.08, 22:42
Ich kann jedem das Buch "Elexier der Glückseligkeit" von Ghazaly (rahimullah) empfehlen.
Hier ist die Übersetzung von dem Buch "Oh mein Kind!". Allerdings wurde es als "Oh mein Sohn" übersetzt da es in Wirklichkeit eine Antwort auf einen Schüler von ihm ist, der ihm eine Frage gestellt hat!
Ayyuha-l Walad - Oh mein Sohn!
by Imam Al-Ghazali
Oh mein Sohn, liebster Freund!
Möge dir Allah ein langes Leben in Seiner Gehorsamkeit gewähren und dich auf den Pfad Seiner Übenden führen. Wisse, daß die (eigentlichen) Ratschläge der Quelle der prophetischen Botschaft entspringen. Sollte dich der gute Rat dieser Quellen schon erreicht haben, wozu brauchst du dann noch meinen Rat? Sollte der Rat aber noch nicht bei dir angelangt sein, dann verrate mir, was hast du in diesen letzten Jahren erworben?
Oh mein Sohn, der Gesandte Gottes s.a.w.s., d.h. Friede und Gottes Segen sei mit ihm - legte seiner Gemeinschaft unter anderem ans Herz:
"Das Zeichen, wenn sich Gott, der Erhabene, von Seinem Knecht abwendet, ist daß dieser sich Dingen zuwendet, die keinen Sinn für ihn haben (nichts nutzen). Wenn ein Mensch eine Stunde seines Lebens für etwas anderes vorbeiziehen läßt, als für das, wofür er geschaffen worden ist am Dienste Gottes, so wird sein Klagen darüber wahrhaft lange währen. Wer die Vierziger überschritten hat, bei dem aber sein Gutes das Böse (sein Schlechtes) noch nicht überwunden hat, der möge sich auf das Höllenfeuer vorbereiten."
Dieser Rat möge denjenigen genügen, welche die Weisheit begehren (ahl `ilm).
http://www.abc.se/~m9783/n/ayw_d.html
Brilliant!
http://www.geocities.com/hayatbilgisi2005/kimyaisaadet.html
Basliklar
Kimyâ-i Saâdet
İmam Gazâli
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İÇİNDEKİLER
Mukaddime
BİRİNCİ UNVAN
KENDİ NEFSİNİ BİLMEK
[Bu unvanda on sekiz fasıl vardır.]
BİRİNCİ FASIL
İnsan Kaç Şeyden Yaratılmıştır?
İKİNCİ FASIL
Kalbin Hakikatini Bilmek
ÜÇÜNCÜ FASIL
Kalbin Hakikati
DÖRDÜNCÜ FASIL
İnsanin Bedene İhtiyaci
BEŞİNCİ FASIL
Kalb Askerinin Bilinmesi
ALTINCI FASIL
Şehveti, Gazabı, Bedeni, Duygu Organlarını, Aklı ve Kalbi Doğru Yolda Kullanmak
YEDİNCİ FASIL
İnsandaki Kötü ve İyi Sıfatların Hali
SEKİZİNCİ FASIL
Kendi Hareket ve Durumunu Kontrol Etme
DOKUZUNCU FASIL
İnsanın Aslının Melekler Cevherinden Olduğu
ONUNCU FASIL
Kalb Âleminin Şaşılacak Hâlleri
ONBİRİNCİ FASIL
Kalb Penceresi, Uyanıklıkta da Âlem-i Melekûta Açık Olur
ONİKİNCİ FASIL
Her İnsan Fıtrat Üzere Doğar
ONÜÇÜNCÜ FASIL
Kudret Sebebiyle Kalbin Üstünlügü
ONDÖRDÜNCÜ FASIL
Peygamberliğin ve Evliyalığın Hakikati
ONBESİNCİ FASIL
İlim Bu Yolda Perdedir
ONALTINCI FASIL
İnsanın Saadeti, Allahü Teâlâ'yı Bilmektedir
ONYEDİNCİ FASIL
İnsan Bedeninde Allahü Teâlâ'nin Şaşılacak Sun'u
ONSEKİZİNCİ FASIL
İnsan Bu Dünyada Son Derece Âciz ve Noksandır
İKİNCİ UNVAN
ALLAHÜ TEALAYI TANIMAK
[Bu unvanda on fasıl vardır]
BİRİNCİ FASIL
Kendini Bilmek, Allahü Teâlâ'yı Bilmenin Anahtarıdır
İKİNCİ FASIL
Allahü Tealâ'nin Tenzih ve Takdîsini Bilmek
ÜÇÜNCÜ FASIL
Allahü Teâlâ'nın Saltanatı
DÖRDÜNCÜ FASIL
İnsanın Âzalarınin Kuvvetleri ve Sıfatları ile Olan Bağlılığı
[ÖNCEKI FASILA EK]
BESINCI FASIL
Tabiiyyecilerin ve Müneccimlerin Karıncaya Benzetilmesi
ALTINCI FASIL
İnsanların Körler Zümresine Benzetilmesi
YEDİNCİ FASIL
Yıldızların ve Burçların Padişahın Kudretine Teşbihi
SEKİZİNCİ FASIL
Dört Tesbihin Mânâsını Bilmek
DOKUZUNCU FASIL
Şeriata Uymak Saadet Yoludur
ONUNCU FASIL
Ehl-i İbâhenin Yanlış ve Cahillik Yolları
ÜÇÜNCÜ UNVAN
DÜNYAYI TANIMAK
[Bu unvanda beş fasıl vardır]
BİRINCİ FASIL
İnsanın Dünyada Bulunmasının Sebebi
İKİNCİ FASIL
Dünyanın Hakikati, Âfeti ve Maksadı
ÜÇÜNCÜ FASIL
Dünyanın Aslı Üç Şeydir: Yemek, Elbise ve Mesken
DÖRDÜNCÜ FASIL
Dünyanin Cadılığı (Büyücülügü) Hakkında Misâller ve Dünya Ehlinin Gafleti
BEŞİNCİ FASIL
Dünyadaki Her Şey Mezmum [Kötülenmiş] Değildir
DÖRDÜNCÜ UNVAN
ÂHİRETİ TANIMAK
[Bu unvanda on beş fasıl vardır]
BİRİNCİ FASIL
Beden ve Ruhla Alâkalı Cennet ve Cehennem
İKİNCİ FASIL
Ölümün Hakikati
ÜÇÜNCÜ FASIL
Senin Benliğin Bu Bedenle Değildir
DÖRDÜNCÜ FASIL
İnsanî Ruhun İtidalini Korumak
BESİNCİ FASIL
Haşrin, Neşrin, Ba'sin ve İadenin Mânâsi
ALTINCI FASIL
Bu Dünyada Cennet ve Cehennemi Müşahede
YEDİNCİ FASIL
Kabir Azabının Mânâsı
SEKİZİNCİ FASIL
Kabir Azâbının Hakikati ve Dereceleri
DOKUZUNCU FASIL
Kabirdeki Ejderhalar Baş Gözüyle Görülemez
ONUNCU FASIL
Kabir Azabı Herkes İçin Değildir
ONBİRİNCİ FASIL
Kabir Azabından Emin Olmayı Deneme Yolu
ONİKİNCİ FASIL
Ruhla Alâkalı Üç Cins Cehennem Ateşi
ONÜÇÜNCÜ FASIL
Ruhanî Ateş, Cismanî Ateşten Daha Acıdır
ONDÖRDÜNCÜ FASIL
Ruhun Dünyadaki Seyrüsefer Menzilleri
ONBEŞİNCİ FASIL
Zayıf Bir Zanla Bile Âhireti İnkâr Caiz Değildir
MÜSLÜMANLIGIN ŞARTLARI
[Dört Rükündür]
BİRİNCİ RÜKÜN
İBÂDETLER
[Kişinin kendisini ibâdetle süslemesi mevzuunda olup 10 asla ayrilir]
BİRİNCİ ASIL
Ehl-i Sünnet Itikadını Doğru Öğrenmek
İtikad
Tenzih
Kudret [Gücü Yetmek]
İlim [Bilmek]
İrade [Istemek, Dilemek]
Semi' ve Basar [Işitmek ve Görmek]
Kelâm [Söylemek]
Ef'al [Allahü Teâlâ'nin Fiilleri]
Ahiret
Sırat
Peygamberler
Wisse: Der Schlüssel zur Erkenntnis Gottes ist die Selbsterkenntnis. Darum ist gesagt worden:"Wer sich selbst erkannt hat, der hat seinen Herrn erkannt", und darum heißt es im Worte Gottes:"Wir werden sie unsere Zeichen sehen lassen an den Enden der Erde und in ihnen selbst, auf das offenbar werde, daß es die Wahrheit ist".
Es gibt nichts, was dir näher wäre, als du selbst. Wenn du dich aber selbst nicht kennst, wie willst du dann andere kennen? Sagst du:"Ich kenne mich doch!" so irrst du dich, denn solche Erkenntnis taugt nicht zum Schlüssel für die Erkenntnis Gottes. Auch die Tiere kennen so viel von sich selbst wie du von dir. Dies äußere Haupt und dies Gesicht, diese Hand und diesen Fuß, dies Fleisch und diese Haut, die kennst du,sonst nichts; von deinem Inneren aber weißt du gerade so viel, daß du issest, wenn du hungrig bist, die Menschen angreifst, wenn du zornig wirst, und nach Begattung strebst, wenn die Begierde über dich kommt. Darin aber sind dir alle Tiere gleich.
Darum sollst du nach Erkenntnis deines wahren Wesens streben, was du bist, woher du gekommen bist, wohin du gehst, und zu welchem Zwecke du für diese paar Tage in diese Karawanserei gekommen bist, wozu du erschaffen bist, worin dein Glück besteht und wodurch du glücklich wirst, worin dein Elend besteht und wodurch du elend wirst."
Aus: Das Elixier der Glückseligkeit von Al Ghasali
Mehr über Imam Ghazali : www.ghazali.org
Kendi nefsini bilmek
Bil ki, Allahü Teâlâ'yi tanimanin anahtari, kisinin kendini taniyip bilmesidir. Bu yüzdendir ki, söyle buyurulmustur: «Nefsini (kendi hakikatini) bilip taniyan, rabbini tanir.» Bu mevzuda Cenab-i Hak söyle buyurmustur: «Pek yakinda onlara dislarinda ve kendi nefislerinde âyetlerimizi (kudretimizin ve varligimizin belgelerini) gösterecegiz. Ta ki, (Peygamberin söylediginin) hak oldugunu anlasinlar.» (1) Hulâsa, sana senden yakin hiçbir sey yoktur. Kendini bilmezsen, baskasini nasil bilirsin? Kendimi biliyorum, taniyorum diyorsan yaniliyorsun! Zira böyle bilmek, Hakki tanimanin anahtari olamaz. Hayvanlar da kendilerinden bu kadar bilir. Sen kendinden basin, yüzün, elin, ayagin, etin ve derinden fazla bir sey bilmiyorsun. Bâtindan ise bildigin, aciktigin zaman yemen, kizdigin zaman bir kimseye saldirman, sehvetin galebe çaldigi zaman hanimina yaklasmandan fazla bir sey degildir. Bu hususlarda, bütün hayvanlar seninle aynidir. O hâlde senin, hakikatini araman lâzimdir. Sen nesin, nereden gelmissin, nereye gideceksin, bu dünyaya ne yapmak için geldin, seni niçin yarattilar, saadetin nedir, nededir; sakiligin [saki: bedbaht], ziyanin nedir, nededir? Senin bâtininda toplanan sifatlarin bir kismi umum hayvanlara, bir kismi yirtici hayvanlara, bir kismi seytanlara ve bir kismi da meleklere mahsus sifatlardir. Sen bunlardan hangisindensin? Cevherinin hakikati hangisidir? Hangileri ariyettir [tekrar alinmak üzere sana verilmistir?]. Bunu bilmezsen, saadetini arayamazsin. Çünkü, her birinin gidasi ayri, saadeti baskadir. Hayvanin gidasi ve saadeti yemek, uyumak ve çiftlesmektir. Eger hayvan isen, gece - gündüz mideni doldurma ve çiftlesme yollarini ara. Yirtici hayvanlarin gidasi ve saadeti yirtmak, parçalamak, öldürmek ve saldirmaktir. Seytanlarin gidasi ise kötülük, aldatmak ve hile yapmaktir. Eger onlardan isen, kendi rahat ve iyiligine kavusman için, onlarin yaptiklarini sen de yap!.. Meleklerin gidasi ve saadeti Allahü Teâlâ'nin cemâlini müsahededir. Hirs, tasallut, hayvan ve yirtici hayvan sifatlari meleklige çikan yol degildir. Eger sen aslinda melek cevheri isen, Allahü Teâlâ'yi tanimaya ugras ve kendini o cemâli müsahede edecek hâle getir. Kendini sehvet ve gazab elinden kurtar ve bu hayvan ve canavar sifatlarinin sende niçin yaratildigini anlamaya çalis. Onlar, seni kendilerine esir etmek, kendi hizmetlerinde çalistirmak, gece - gündüz bedava hizmet ettirmek için mi yaratilmislardir? Yoksa, senin onlari esir etmen, ilerde vâki olacak yolculukta onlari kendi emrine alman, birinden binek hayvani, digerinden silâh yapman için mi yaratildilar? Bu dünyada kaldigin birkaç gün içinde onlardan faydalan. Ancak böylece kendi saadet tohumunu elde edebilirsin. Saadet tohumunu elde ettikten sonra, onlari ayaklarinin altina al ve yüzünü saadetinin bulundugu tarafa çevir. Orasi havas [seçilmis kullar] için Allahü Teâlâ'nin zâti, avam için ise cennet diye ta'bir olunur. O hâlde bu mânâlarin hepsini bilmen lâzimdir. Böylece kendinden az bir sey bilmis olursun. Bunlari bilmeyenin dinden nasibi, suret ve görünüstür. Dinin hakikatinden, özünden haberi yoktur.
(1) 41 - Fussilet: 53.
für englischkundige empfehlenswert:
Stanford Encyclopedia of Philosophy:
http://plato.stanford.edu/entries/al-ghazali/
Ansonsten empfehlenswertes Büchlein zur Einführung in die Geschichte der isl. Philosophie:
Ulrich Rudolph: ISLAMISCHE PHILOSOPHIE. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 2004. Beck Wissen Reihe. S. 56 ff.
"7. Eine theologische Reaktion:
al-Ghazâlî
Mit Avicennas Entwurf war ein neuer Diskussionsstand erreicht
und eine andere Grundlage für künftige Überlegungen gewonnen.
Hatte Fârâbî die religiösen Fragen als partikular eingestuft
und deswegen weitgehend aus der Philosophie ausgeklammert
(vgl. oben S. 31-33); hatten die Theologen seiner Zeit umgekehrt
darauf bestanden, dass das rationale Denken der religiösen
Überlieferung unterzuordnen sei (vgl. S. 22 mit dem Verweis
auf al-Asch‛arî und al-Mâturîdî), so legte Avicenna jetzt ein
Konzept vor, das als Synthese oder zumindest als ein Angebot
zur Integration verstanden werden konnte, weil es die Autonomie
der Philosophie beibehielt und gleichzeitig wichtige Themenfelder
aus der Theologie aufnahm.
Das entsprach an sich den Erwartungen, die man an die Philosophie
richten konnte. Auf diese Weise wurde sie nämlich für
Fragen geöffnet, die sich den Muslimen neu stellten, und blieb
nicht auf Problemhorizonte, die schon aus den antiken Texten
überliefert waren, beschränkt. Gleichwohl entzündete sich an
Avicennas Vorgehen heftige Kritik. Denn sein Versuch, der Philosophie
eine umfassende Kompetenz zuzusprechen, irritierte all
jene, die an den herkömmlichen Zuständigkeiten festhielten und
sich ausschließlich einer einzelnen Disziplin verpflichtet fühlten.
Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass von den Vertretern
dieser Disziplinen jeweils Attacken gegen Avicennas
Konzept ausgingen.
Den Anfang machten die Theologen, deren Kritik noch im II.
Jahrhundert formuliert wurde. Ihr Wortführer war Abû Hamid
al-Ghazâlî (gest. im), der zu den herausragenden religiösen
Gelehrten seiner Epoche, wenn nicht der gesamten islamischen
Geistesgeschichte zählt. Sein Wirken war ausgesprochen vielseitig,
denn Ghazâlî verband eine unermüdliche Produktivität mit
einem unsteten, teilweise dramatisch anmutenden Leben. Ersteres
dokumentiert sich in seinem breiten OEuvre (Theologie,
Recht, Sufismus, Paränese, Polemik usw.). Das zweite wird
daran deutlich, dass bei ihm Zeiten des öffentlichen Wirkens und
Phasen der völligen Zurückgezogenheit abrupt wechselten. Deshalb
sah er sich schließlich sogar gezwungen, seinen Lebensweg
in einer autobiographischen Schrift (dem berühmten Erretter aus
dem Irrtum) zu rechtfertigen. All das hat die moderne Forschung
schon lange beschäftigt. Dabei wurde zurecht betont, dass in
Ghazâlîs Werdegang nicht nur das persönliche Ringen eines Gelehrten,
sondern auch die intellektuelle Krise eines Zeitalters
zum Ausdruck kamen. Diese Krise hatte verschiedene Gründe,
aber die Herausforderung, die von der Philosophie ausging,
zählte ohne Zweifel zu den auffälligsten unter ihnen. Sie hatte
durch Avicenna eine neue Dimension angenommen, so dass sich
Ghazâlî vor eine ausgesprochen ernste Aufgabe gestellt sah.
Wie sehr ihn das Problem beschäftigte, zeigt schon die Tatsache,
dass er sich nirgends zu einer abschließenden und umfassenden
Stellungnahme durchringen konnte. Ghazâlî versucht
nämlich gar nicht, die Philosophie als ganze, in sich geschlossene
Wissenschaft zu beurteilen. Stattdessen plädiert er dafür,
sie in verschiedene Segmente zu unterteilen und diese Segmente
dann unterschiedlich zu bewerten.
Einer der Teile, die er dabei ins Auge fasst, besteht aus der Mathematik
und der Logik. Sie werden von ihm ausdrücklich gelobt
und ohne Einschränkung geschätzt. Denn Ghazâlî meint nicht
nur, dass die Philosophen in diesen Bereichen klare Reflexionen
und unwiderlegbare Argumente vortrügen, sondern fordert sogar
die religiösen Gelehrten auf, es ihnen gleichzutun. Das gilt
speziell für die Logik (d. h. das Organon) und innerhalb der Logik
wieder für die Beweislehre (d. h. die Zweiten Analytiken). Sie
sind für Ghazâlî die Grundlage, auf der jede wissenschaftliche
Argumentation aufbauen muss. Deswegen verfasst er selbst zwei
Handbücher, Die Richtschnur der Erkenntnis und Der Prüfstein
des Denkens, um seine Kollegen in der aristotelischen Logik zu
unterweisen. Damit will er erreichen, dass die Theologie (und die
Jurisprudenz), methodisch gesehen, auf ein neues Fundament
gestellt werden. Sie sollen nicht mehr auf die Anwendung dialektischer
Schlüsse beschränkt bleiben – wie es Fârâbî mokant,
aber mit einer gewissen Berechtigung unterstellt hatte (vgl. oben
S. 31)–, sondern demonstrative Wissenschaften werden, die mit
einem umfassenden Beweisanspruch auftreten können.
Ein zweiter Bereich, den Ghazâlî separat behandeln möchte,
umfasst die Politik und die Ethik. Sie werden von ihm ebenfalls
gewürdigt. Aber hier hält er die Überlegungen der Philosophen
nicht unbedingt für originell, sondern eher für allgemein anerkannte
Meinungsäußerungen; sie könne man ebenso gut in
den Büchern der Propheten, in Weisheitssprüchen und in den
Abhandlungen der Sufis finden. Entsprechend einfach glaubt
Ghazâlî in diesen Fällen, Gedanken aus der religiösen und
der philosophischen Tradition verbinden zu können. Das wird
schnell deutlich, wenn er in seinen Schriften auf die genannten
Themen zu sprechen kommt. Das auffälligste Beispiel dafür ist
sein kleines Handbuch zur Ethik, Die Waage des Handelns, in
dem er sowohl auf mehrere philosophische Autoren als auch auf
ältere sufische Texte zurückgreift.
Wirklich zum Problem wird die Philosophie demnach nur,
wenn man sich ihrem dritten Bereich zuwendet. Er besteht aus
der Physik und der Metaphysik, die beide geeignet sein sollen,
die Menschen in die Irre zu führen. Für die Physik gilt das noch
mit gewissen Einschränkungen: Sie könnte eigentlich studiert
werden, ohne dass die Prinzipien der Religion Schaden nehmen.
Allerdings müsste dann der Grundsatz anerkannt werden, dass
die Kräfte in der Natur nicht selbständig agieren, sondern jederzeit
Gottes Willen unterworfen sind (was die Philosophen nach
Ghazâlîs Ansicht aber nicht tun). In der Metaphysik ist die
Situation dagegen vollends prekär. Denn hier werden nicht
nur falsche und ungesicherte Prämissen vorausgesetzt (weil die
Philosophen nicht von der Offenbarung ausgehen), sondern
auch mangelhafte Argumente verwendet (weil die Philosophen
sich selbst widersprechen und von ihren eigenen Theorien geblendet
sind). Deswegen wird Ghazâlî nicht müde zu betonen,
dass er im Gebiet der Metaphysik die meisten und die gravierendsten
Irrtümer seitens der Philosophen sieht.
Auch diese Haltung hat ihren Niederschlag in einer eigenen
Schrift gefunden. Gemeint ist das Werk über Die Inkohärenz der
Philosophen, das sicher zu den berühmtesten Schriften Ghazâlîs
zählt. Es enthält zwanzig Kapitel, die je einen Irrtum der Philosophen
anzeigen und analysieren (sechzehn aus dem Gebiet der
Metaphysik, vier aus der Physik). Deswegen heißt es in der
Sekundärliteratur häufig, das Werk sei eine umfassende und
schonungslose Abrechnung mit der Philosophie. Tatsächlich gibt
es aber auch im Rahmen dieses Textes Unterschiede. Denn Ghazäli
beharrt zwar in jedem Kapitel darauf, seinen Kontrahenten
einen Fehler nachweisen zu können. Aber weder die Art noch
das Ausmaß der Verfehlung, die er ihnen vorhält, sind immer
gleich. In drei Fällen erscheint ihm der Irrtum der Philosophen
als so gravierend, dass er meint, ihn als «Unglaube» einstufen zu
müssen (Kap. 1: Die Welt besteht von Urewigkeit her; Kap. 13:
Gott kennt die Einzeldinge nur auf allgemeine Weise; Kap. 20:
Der Mensch kann mit der Seele, aber nicht mit dem Leib auferstehen).
In neun Fällen genügt Ghazâlî der Vorwurf der «Häresie
» (Kap. 2: Die Welt besteht endlos fort; Kap. 3: Die Welt ist
nicht geschaffen, sondern durch Emanation entstanden; Kap. 6:
Gott hat keine Attribute; Kap. 7: Gott teilt mit nichts anderem
das Genus und kann folglich nicht definiert werden; Kap. 8: Bei
Gott sind Essenz und Existenz identisch; Kap. 15: Die Bewegung
des Himmels unterliegt einem bestimmten, erkennbaren Zweck;
Kap. 16: Die Himmelsseelen kennen im Gegensatz zu Gott alle
Einzeldinge; Kap. 17: In der Natur ist ein notwendiger Kausalzusammenhang
nachweisbar; Kap. 19: Die menschlichen Seelen
sind entstanden, aber unvergänglich). In acht weiteren Fällen
hingegen meint er gar nicht, dass die Philosophen eine falsche
Lehre vertreten hätten. In diesen Kapiteln will er nur nachweisen,
dass sie « unfähig » seien, für ihre – an sich richtigen – Ansichten
Beweise vorzulegen (Kap. 4: Gott existiert; Kap. 5: Es kann
nur einen Gott geben; Kap. 9: Gott ist unkörperlich; Kap. 10: Die
Welt muss entstanden sein; Kap. 11: Gott kennt anderes außer
sich; Kap. 12: Gott kennt sich selbst; Kap. 14: Der Himmel ist
lebendig und gehorcht Gottes Willen; Kap. 18: Die Seele des
Menschen ist eine geistige Substanz).
Selbst in Die Inkohärenz der Philosophen versucht Ghazâlî
also zu differenzieren. Er verwirft die Physik und die Metaphysik
der Philosophen nicht als ganze, sondern möchte aufdecken,
welche Gefahren und welche Bruchstellen in ihnen enthalten
sind. Dieses Verfahren wurde später zum Vorbild für viele Theologen.
Dabei blieben sogar die Bewertungskategorien, die Ghazäli
vorgeschlagen hatte, noch lange Zeit aktuell. Auch bei Autoren
des 13. oder des 15. Jahrhunderts findet sich nämlich die
Unterscheidung zwischen: 1) philosophischen Thesen, die aus
theologischer Sicht als unzumutbar galten (in der Regel die drei,
die Ghazâlî als «Unglauben» gebrandmarkt hatte); 2) solchen,
die korrigiert werden müssten und eine intensive theologische
Diskussion erforderten (Ghazâlîs «Häresien», insbesondere die
These zur Kausalität); und 3) wieder anderen, die durchaus als
akzeptabel betrachtet wurden und sogar Eingang in die theologischen
Handbücher fanden (Gott als Notwendig-Seiender, die
Geschöpfe als Möglich-Seiende, die Geistigkeit und Substantialität
der Seele usw.). Wie sich diese Auseinandersetzung im Einzelnen
vollzog, kann hier nicht geschildert werden. Denn der
Prozess dauerte lange (wenn man überhaupt ein Ende konstatieren
kann) und hatte zahlreiche Facetten, deren Beschreibung
nicht in die Geschichte der Philosophie, sondern in die Geschichte
der islamischen Theologie gehört. Insgesamt kann man
jedoch festhalten, dass Ghazâlîs Vorgehen ein viel beachteter
Versuch war, auf Avicenna zu antworten. Denn wenn jener eine
Philosophie entwickelt hatte, die ernsthaft auf theologische Anliegen
eingehen konnte, so schlug Ghazâlî jetzt den umgekehrten
Weg vor. Er suchte nach einer Theologie, welche die methodischen
Vorzüge der Philosophie (d. h. die aristotelische Logik)
nutzte und von einzelnen überzeugenden Thesen der Philosophen
(zur Ontologie, Psychologie und Ethik) profitierte – ohne
dabei den Vorbehalt aus den Augen zu verlieren, dass das metaphysische
System der Philosophen (mit seiner angeblichen Unabhängigkeit
von der Offenbarung und seinen scheinbar unwiderlegbaren
Argumenten) inkohärent sei und all jene, die ihm
blindlings vertrauten, in die Irre führe.
"
Ansonsten, für die Lesefaulen, schaut mal in die Vorlesung meiner Signatur, 7. Stunde, dort wird auch Ghazali kurz vorgestellt.
Viel Spass beim Schmökern.
PS:
Hier noch eine Hausarbeit, über die ich grad stolperte:
http://www.al-sakina.de/inhalt/studien/ghazali/ghazali.html
Zitate aus Imam Ghazali´s „Elixier der Glückseligkeit“ , München 1998 :
„Wisse: Kein Mensch hat den rechten Glauben, solange er nicht seinem Bruder dasselbe wünscht, was er sich wünscht; und den Bruder so zu behandeln, wie man selbst von ihm behandelt sein will. Das ist doch die allerniedrigste Stufe der Bruderschaft. Sicherlich erwartest du nun doch von ihm, dass er deine Blöße bedeckt und von deinen Fehlern und Schwächen stille schweigt, und würdest sehr zornig auf ihn werden, wenn er dich in dieser Erwartung täuscht. Wie befremdlich aber wäre es, wolltest du von ihm verlangen, was du selbst nicht zu gewähren willens bist. „
"Die fünfte Ursache der Liebe ist die verborgene innere Verwandtschaft zwischen dem Liebenden und dem Geliebten. Zuweilen befestigt sich die Liebe zwischen zwei Menschen, ohne daß Schönheit oder ein zu erlangendes Gut die Ursache wäre, nur infolge der Verwandtschaft der Geister. (...)"
In einem Gebet des Gesandten Allahs heißt es: "Herr, schenke mir Liebe zu dir und Liebe zu denen, die dich lieben, und zu allem, was mich zu deiner Liebe führt, und laß mir die Liebe zu dir lieber sein als dem Durstigen das frische Wasser.«
Ein Beduine kam zu dem Gesandten Allahs, dem Erhabenen, und fragte ihn: »0 Gesandter Allahs, wann wird der Jüngste Tag sein? «Er sprach: »Was hast du bereit für jenen Tag?« Sprach jener. - »Beten und Fasten habe ich nicht viel, aber ich liebe Allah und seinen Gesandten.« Da sprach er: »Morgen, am Jüngsten Tage wird jeder mit dem zusammen sein, den er liebt.«
Abu Bakr, der Erzgerechte, (erster Kalif) sprach: »Wer die reine Liebe zu Allah geschmeckt hat, der vergißt darüber diese Welt und kehrt sich von den Menschen ab.«(„Welt“ heisst hier religiöse Verbote und schlechte Verhaltensformen und die Neigung für diese)
aus Imam Ghazali´s „das Elixier der Glückseligkeit“
"Jede Existenz hat für sich besondere Schönheit"
" Schönheiten die man nicht durch Sinnesorgane erfassen kann gibt es auch. Wenn ein Mensch in sich Wissen, Verstand, Intelligenz, Scham, Heldenhaftigkeit, und Menschlichkeit vereint Eigenschaften ,die man mit Sinnesorganen nicht wahr nimmt empfindet man diesen Menschen als schöner als als andere. Beispielsweise die Liebe zu gelehrten kommt nicht durch ihre Körperbau. Dass wir Hazreti Ebu Bakr lieben liegt nicht an seine langen Körpergrösse sondern an Eigenschaften ,die ihn zu "SIDDIK" (Erzgerechter) macht. Auch wenn er gestorben ist, weil seine Eigenschaft Erzgerechtsein weiterwährt, lieben wir ihn."
"Jede Schönheit wird geliebt"
"Alle Schönheiten ,gute Eigenschaften, kann bei einem Jemandem nicht vollkommen zusammenkommen. Zum Beispiel kann der Mensch nichts aus dem Nichts ins Dasein bringen. Alle Schönheiten hat Allah, der Erhabene. Wahre Liebe gebührt nur Allah."
http://de.geocities.com/hafis71/Liebe2.htm
obiges aus:
http://de.geocities.com/hafis71/Liebe2.htm
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4581/pdf/Gramlich_Muhammad_al_Gazzalis. pdf
Muhammad al-Gazzalis kleine islamische Fundamentaldogmatik
Damit ist die Risala-i kudsiyye gemeint, die im Ihya vorhanden ist und die Glaubenslehren des Islams zusammengefasst wiedergibt.
Ich habe das Buch "Kalplerin Kesfi". Cok güzel bir kitap herkese tavsiye ederim.
@Schaki: "Kuffar", "Kuffar"-Alarm!!! :D ;-)
Obige Zitate aus der Geocities-Seite, sind Zitate des Orientalisten Hellmut Ritter in dem mit einem Vorwort DER Sufi-Expertin Annemarie Schimmel versehenen Buches:
Al Ghasâli: Das Elixier der Glückseligkeit. in Ausw. übertr. von Hellmut Ritter. Köln Düsseldorf 1979.
S. 114, S. 192, usw.
Hab ich gestern mal nachgeprüft, als ich mal hinter mir ins Bücherregal griff, um Original und Kopie zu vergleichen. Interessant auch die Auswahl, die auf diversen Hobby-Islam-Seiten gemacht werden...
Zu der immensen Bedeutung von Al Ghazali als Begründer eines versöhnten Sufismus hört/schaut euch auch mal den schon oben empfohlenen Podcast-Link an:
http://timms.uni-tuebingen.de/Browser/Browser01.aspx?path=%2fUnivers it%C3%A4t+T%C3%BCbingen%2fFaku lt%C3%A4t+f%C3%BCr+Kulturwisse nschaft%2fOrientalisches+Semin ar%2fVorlesung+Einf%C3%BChrung +in+die+Geschichte+und+Kulture n+des+Nahen+Ostens+II+SoSe+200 8%2f
7. Stunde.
Ich habe es mir nochmals reingezogen, und bis auf die Toposforschung in der Mitte der Vorlesung ist es nicht sooo kompliziert zu verstehen.
selam, und LG. :o)
Wem mein Zitat aus dem philosophischem Geschichtsbuch oben zu hoch war, hier ein wenig einfacher:
aus:
Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann und Peter Heine: Lexikon des Islam. Geschichte - Ideen - Gestalten. Berlin 2001.
"
Ghazzali
Al-Ghazzali (1059-1111) gilt als einer der bedeutendsten Denker und Theologen des Islams, als großer Reformator unter den Gelehrten. Er wurde im Iran geboren. Er studierte Rechtswissenschaft und Theologie; er gehörte zur Schule der Ash'ariten. An der Hochschule in der Hauptstadt des islamischen Reiches, Baghdad, erhielt er einen Lehrauftrag, den er mit sehr großem Erfolg wahrnahm (um 1092). Die religionspolitischen Wirren dieser Zeit (mörderische Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten, Streitigkeiten zwischen dem Khalifen und den Seldjuken) verursachten bei ihm eine Krise: Er verfiel dem Skeptizismus. Er schildert selbst seinen Weg aus dem Zweifel zur Gewißheit des Glaubens: Zweifel an den Grundlagen der Erkenntnis (Autorität der Tradition, Sinneswahrnehmungen), aber Gewißheit der ersten Vernunftprinzipien, durch die göttliche Wahrheit garantiert; Kritik an den Methoden der Apologeten, welche sich an den konkreten Bedürfnissen ihrer Widersacher orientieren, an den Thesen der aristotelischen Philosophie, welche in manchen Punkten den Angaben der Offenbarung widersprechen, und an der schiitischen Esoterik; Bejahung der Mystik als Methode zur inneren Vollkommenheit des Menschen, welche eine erlebte Gewißheit vermittelt.
Al-Ghazzali verließ alles und begab sich auf eine lange Reise auf der Suche nach Einsamkeit, Innerlichkeit und geistlichen Erfahrungen. Nach elfjähriger Abwesenheit kehrte er zurück und übernahm an der Hochschule von Nishapur im Iran einen Lehrstuhl (1105). In dieser Zeit verfaßte er sein berühmtes Werk: Die Wiederbelebung der Wissenschaften von der Religion (Ihya' 'ulum al-din). Ghazzali starb in seiner Geburtsstadt Tus im Jahr 1111.
Al-Ghazzali hat sich die Aufgabe gestellt, eine theologische Lehre auszuarbeiten, die zur Belebung des Glaubens und zur Stärkung der Frömmigkeit beiträgt. Darüber hinaus versuchte er, die Mystik mit der Orthodoxie zu versöhnen, indem er das Wissen der Propheten, den Glauben auf der Grundlage der Offenbarung und die mystische Erkenntnis als verschiedene Zugänge zur einzigen Wahrheit Gottes und damit als miteinander vereinbar darstellte. Auch verteidigte er die Suche der Mystiker nach Gottesliebe, die er als das höchste Ziel bezeichnet. In sein Denken fand einiges aus gnostischer Tradition Eingang. Auch vermochte er keine überzeugenden Erläuterungen zu formulieren, die die theologische Wahrheit vom Erlebnis geistlicher Erfahrungen unterscheiden, obwohl er von der Überzeugungskraft der Reflexion ausging und die Wahrheit des Glaubens vor der Verengung durch die Apologetik und vor der Versteifung durch eine kasui-
stische Rechtswissenschaft zu bewahren suchte.
Literatur:
A. J. WENSINCK, La pensée de Ghazali, Paris 1940;
M. SMITH, Al-Ghazali the Mystic, London 1944;
F. JABRE, La notion de certitude selon Ghazzali, Paris 1958;
L. GARDET, Islam, Köln 1968.
A. Th. Khoury"
Der Schakal
20.12.08, 18:05
@Schaki: "Kuffar", "Kuffar"-Alarm!!! :D ;-)
...
Ich habe es mir nochmals reingezogen, und bis auf die Toposforschung in der Mitte der Vorlesung ist es nicht sooo kompliziert zu verstehen.
selam, und LG. :o)
Bitte was?
Na, nehme keine Erkenntnisse von Nichtmuslimen an, ist doch deine Devise?
Und nun habe ich von einer islamischen Seite doch festgestellt, dass deren Erkenntnisse, deren Übersetzungen von nichtmuslimischen Islamwissenschaftlern stammen... wie übrigens ein ziemlich großer Teil der deutschsprachigen Texte, selbst der islamistischten Seiten.
Kein Wunder, können doch nur seeehr wenige Ulemas in arab. Ländern deutsch, selbst der große Edward Said konnte kein deutsch.
Also sicherheitshalber lieber nur arabisch, türkisch, persisch, urdu oder höchstens noch englisch lesen, da gibt es mehr Texte von Muslimen als im deutschen ... ;)
Der Schakal
20.12.08, 19:24
Na, nehme keine Erkenntnisse von Nichtmuslimen an, ist doch deine Devise?
Und nun habe ich von einer islamischen Seite doch festgestellt, dass deren Erkenntnisse, deren Übersetzungen von nichtmuslimischen Islamwissenschaftlern stammen... wie übrigens ein ziemlich großer Teil der deutschsprachigen Texte, selbst der islamistischten Seiten.
Kein Wunder, können doch nur seeehr wenige Ulemas in arab. Ländern deutsch, selbst der große Edward Said konnte kein deutsch.
Also sicherheitshalber lieber nur arabisch, türkisch, persisch, urdu oder höchstens noch englisch lesen, da gibt es mehr Texte von Muslimen als im deutschen ... ;)
Ich lese sowieso lieber in türkisch, englisch etc. ... Die Literatur ist umfangreicher.
Ps
Im Bezug auf deine These bzgl. der Übersetzungen habe ich bis dato lange nicht mehr so einen Lachkrampf bekommen.
Wer hat denn die ganzen Originale ins Deutsche übersetzt?
Der Schakal
20.12.08, 19:56
Wer hat denn die ganzen Originale ins Deutsche übersetzt?
Ich weiss garnicht worüber du redest. Was ich meinte war deine Theorie von den übersetzten Texten angeblicher islamistischer Texte von islamwissenschaftlern etc. ... habe keine lust ausfürhlich darauf einzugehen ... das Hellmut Ritter "Elexier ..." +übersetzt hat bestreite ich nicht, wobei es überarbeitet wurde ...
Eine Diskussion bringt nichts. Daher ... tschööö ...
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