Kuvayi Milliye
19.07.05, 18:11
Urlauberansturm hält trotz Anschlägen an
Nach den Anschlägen an der türkischen Ägäisküste bieten die TUI und Co. ihren Kunden an, Reisen in die Türkei kostenlos umzubuchen. Doch die Veranstalter rechnen nicht mit großer Nachfrage. Der sommerliche Ansturm auf türkische Urlaubsziele ist ungebrochen.
Dresden/Hannover - Am Flughafen der Provinz Antalya am Mittelmeer wurde ein neuer Urlauberrekord aufgestellt: Am Sonntag trafen mehr als 53.000 Touristen ein, teilten die örtlichen Tourismusbehörden mit. Seit Anfang des Jahres kamen bislang 3,5 Millionen Urlauber mit dem Flugzeug nach Antalya. Das seien 26 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Mittelmeerküste im Süden der Türkei ist bislang von Bombenanschlägen verschont geblieben.
An der Ägäisküste wurden bei den Bombenanschlägen in Cesme und Kusadasi hingegen auch einige Touristen verletzt. Falls Reisende jetzt vor einem Urlaub in der Türkei zurückscheuten, sollten sie auf Umbuchungsangebote ihres Reiseveranstalters eingehen, empfiehlt Ronald Schmid, Reiserechtsexperte an der Universität Dresden am Montag. "Ein Anspruch auf kostenlose Stornierung liegt nur bei höherer Gewalt vor." Ob es sich aber bei den Anschlägen um höhere Gewalt handelt, sei nicht ganz klar. "Ich würde zu einem Ja tendieren, weil es sich eher nicht mehr um einen Einzelfall handelt und keine konkreten Hinweise vorlagen."
Trotzdem könnten Gerichte den Sachverhalt vor dem Hintergrund der inzwischen unberechenbaren Anschläge in aller Welt anders einordnen, so Schmid. Deshalb sollten sich Türkei-Reisende mit ihrem Veranstalter in Verbindung setzen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. "Wenn man sich nicht einig wird oder die Umbuchungsangebote inakzeptabel sind, kann man immer noch wegen höherer Gewalt vom Vertrag zurücktreten", empfiehlt Schmid.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,365689,00.html
Dass die Touristen von den Anschägen nicht abschrecken, ist eine gute Nachricht. Man darf dem Terror kein Nährboden geben.
Nach den Anschlägen an der türkischen Ägäisküste bieten die TUI und Co. ihren Kunden an, Reisen in die Türkei kostenlos umzubuchen. Doch die Veranstalter rechnen nicht mit großer Nachfrage. Der sommerliche Ansturm auf türkische Urlaubsziele ist ungebrochen.
Dresden/Hannover - Am Flughafen der Provinz Antalya am Mittelmeer wurde ein neuer Urlauberrekord aufgestellt: Am Sonntag trafen mehr als 53.000 Touristen ein, teilten die örtlichen Tourismusbehörden mit. Seit Anfang des Jahres kamen bislang 3,5 Millionen Urlauber mit dem Flugzeug nach Antalya. Das seien 26 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Mittelmeerküste im Süden der Türkei ist bislang von Bombenanschlägen verschont geblieben.
An der Ägäisküste wurden bei den Bombenanschlägen in Cesme und Kusadasi hingegen auch einige Touristen verletzt. Falls Reisende jetzt vor einem Urlaub in der Türkei zurückscheuten, sollten sie auf Umbuchungsangebote ihres Reiseveranstalters eingehen, empfiehlt Ronald Schmid, Reiserechtsexperte an der Universität Dresden am Montag. "Ein Anspruch auf kostenlose Stornierung liegt nur bei höherer Gewalt vor." Ob es sich aber bei den Anschlägen um höhere Gewalt handelt, sei nicht ganz klar. "Ich würde zu einem Ja tendieren, weil es sich eher nicht mehr um einen Einzelfall handelt und keine konkreten Hinweise vorlagen."
Trotzdem könnten Gerichte den Sachverhalt vor dem Hintergrund der inzwischen unberechenbaren Anschläge in aller Welt anders einordnen, so Schmid. Deshalb sollten sich Türkei-Reisende mit ihrem Veranstalter in Verbindung setzen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. "Wenn man sich nicht einig wird oder die Umbuchungsangebote inakzeptabel sind, kann man immer noch wegen höherer Gewalt vom Vertrag zurücktreten", empfiehlt Schmid.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,365689,00.html
Dass die Touristen von den Anschägen nicht abschrecken, ist eine gute Nachricht. Man darf dem Terror kein Nährboden geben.