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Der Schakal
20.07.05, 01:55
Gewaltlos gegen den Genozid

Franz Alt gehört zu Deutschlands bekanntesten Journalisten. Er gratuliert dem Dalai Lama zum 70. Geburtstag und klagt China des kulturellen Völkermords in Tibet an

von Franz Alt

Wer hat Angst vor dem Dalai Lama? Weder Gerhard Schröder noch Helmut Kohl und kein deutscher Bundespräsident war bisher bereit, den Mann zu empfangen, den 33 Prozent der Deutschen für "den weisesten Menschen unserer Zeit" halten.


Das kommunistische China hält seit 1950 Tibet besetzt. Von den sechs Millionen Tibetern sind etwa 1,2 Millionen dem Terror der chinesischen Besatzungsmacht zum Opfer gefallen. Der Dalai Lama, der seit 1959 im indischen Exil lebt, spricht vom "kulturellen Völkermord an meinem Volk".


"Wir sind gekommen, um euch von den ausländischen Teufeln zu befreien", behaupteten Mao Tsetungs Truppen, als sie 1950 Tibet besetzten. Damals lebten in ganz Tibet nur sechs Ausländer, darunter die beiden österreichischen Bergsteiger Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter. Diese "Befreiung auf chinesisch" dauert nun schon über 55 Jahre. Sie ist in Wahrheit Völkermord.


Eine junge Nonne, die wegen ihrer Forderung "Freiheit für Tibet" im Gefängnis saß und dort permanent vergewaltigt wurde, klagte weinend vor unserer Fernsehkamera: "Man brachte mich mit Handschellen zur Polizeiwache. Dort warf man mich auf den Boden, trat mir ins Gesicht, schlug mich mit einem Vielstachel-Stock und trat mich in die Brust. Wir mußten uns ausziehen und drei oder vier Leute prügelten uns mit den elektrischen Stachelstöcken. Sieben oder acht Männer schlugen uns - immer wieder. Wir standen nackt da und man sagte uns, wenn wir gegen den Kommunismus agieren, dann werden wir hingerichtet."


Ein Arzt, der anonym bleiben wollte: "Die Chinesen unterdrücken das tibetische Volk. Wenn uns die Welt nicht hilft, bleibt uns wenig Hoffnung." Eine Frau, die ihr kleines Kind auf dem Arm hielt, sagte uns in Lhasa: "Wir Tibeter fürchten die Ausrottung unseres Volkes. Kein Mittel ist der chinesischen Politik zu brutal, um die Tibeter zur Minderheit im eigenen Land zu machen. Viele tibetische Frauen werden zur Abtreibung gezwungen." Zwangssterilisation, Zwangsabtreibung, ja sogar das Töten von Neugeborenen sind Realität.


Ein tibetischer Flüchtling berichtete: "Ein chinesisches Ärzteteam kam nach Tschirtsuka. Von den Behörden wurde bekanntgegeben, daß nun Abtreibungen vorgenommen würden. Ich mußte die erste Namensliste für schwangere Tibeterinnen aufstellen. Es waren 140! Zum ersten Mal habe ich dann alles hautnah miterlebt. Und dabei ist mir bewußt geworden, welches grauenhafte Leid ich meinen eigenen Landsleuten antue. Die Ärzte arbeiteten schneller und schneller, weil jeder täglich 20 bis 30 Frauen operieren mußte. Die Behörden schleppten täglich 100, 200, ja sogar 300 Frauen herbei. Die Tibeter nennen diese Geburten-Kontroll-Stationen Schlachthöfe."


Den Dalai Lama fragte ich nach diesen Berichten. Seine Antwort: "Zwangsabtreibungen, Zwangssterilisationen und das Töten von Neugeborenen gehen auf Chinas Ein-Kind-Politik zurück. Ursprünglich hatte die chinesische Regierung Tibet zugestanden, daß die Ein-Kind-Politik für unser Land nicht gelte. Aber Peking hält sich nicht an diese Zusage. Auch deshalb werfe ich der chinesischen Führung kulturellen Völkermord vor. In unserer Hauptstadt Lhasa leben heute schon dreimal mehr Chinesen als Tibeter."


Vor wenigen Tagen traf ich den Dalai Lama wieder - es war unsere 21. Begegnung. Der "Papst des Ostens" bleibt konsequent bei seiner Politik der Gewaltlosigkeit, obwohl diese Politik seit 50 Jahren scheinbar erfolglos ist.

"Gewalt würde zu noch mehr Unterdrückung meiner Landsleute führen. Gewalt führt immer zu noch mehr Gewalt. Schauen Sie doch in den Irak. Gewaltlosigkeit braucht allerdings einen langen Atem. Tibet wird eines Tages frei sein. Und dann hat die Welt ein wirklich neues Modell des Friedens - ein Modell, das durch Gewaltlosigkeit errichtet wurde. Das ist wichtig für die ganze Welt, für eine bessere Welt."


Was sagt der Dalai Lama zum Wunsch des Bundeskanzlers, Waffen an China liefern zu dürfen? "Braucht China Waffen? Mir ist nicht bekannt, daß das Riesenreich China von irgendeinem Land angegriffen werden soll. Wenn ich für Waffenlieferungen wäre, müßte ich ja meinen Friedensnobelpreis zurückgeben - und das will ich nicht", sagt er milde und lacht lange und laut. Eine diplomatische Ohrfeige für Politiker, die vor chinesischen Machthabern feige in die Knie gehen, weil sie Politik für ein Geschäft und für sonst gar nichts halten.


Angesprochen auf die globale ökologische Krise meint der Dalai Lama: "Ohne Menschen ginge es der Erde besser. Wir sind der größte Schädling auf diesem Planeten. Statt für Waffen und Kriege sollten wir unser Geld für die Rettung der Umwelt ausgeben. Das wäre weise."


"Wissenschaft ist wichtig - aber Weisheit ist wichtiger", sagte er einmal vor 2000 Studenten in Tübingen, die ihm zujubelten. Ethische Reife, geistige Ruhe, intuitives Wissen - diese buddhistischen Werte sind heute im westlichen Rationalismus weitgehend verschüttet. "Aber Mitgefühl und Ethik sind für die Menschwerdung unverzichtbar. Nur durch Mitgefühl können wir uns vom Leiden befreien", meint "Seine Heiligkeit" - eine Anrede, über die er oft lauthals lacht.


Der Dalai Lama ist der toleranteste aller heute lebenden Religionsführer. In der Schweiz, wo viele tibetische Flüchtlinge leben, fragte ich ihn, ob es ihn störe, daß einige junge Tibeter zum christlichen Glauben übergetreten sind. Seine Antwort ist typisch für seine Toleranz: "Warum soll mich das stören? Wichtig ist doch nicht, welcher Religion ein Mensch angehört. Wichtig ist, daß er glücklich ist. Wenn junge Tibeter in der christlichen Schweiz zum Christentum übertreten und glücklich dabei sind, dann freue ich mich für sie und mit ihnen."


Am 6. Juli wird dieser vorbildliche Mensch und Politiker 70 Jahre alt. Auf ein langes Leben, lieber Freund!

http://www.wams.de/data/2005/07/03/740554.html?s=1

Ingolstädter
20.07.05, 02:57
verdammt da kommt einem echt das heulen :o.

die tibeter sterben friedlich aus und wir sehen zu... ok wir deutschen sterben ja großteils auch aus, allerdings auf freiwilliger basis, da ist schon ein unterschied...

eine mongolin (sie sagt die mongolen fühlen sich mit den tibetern kulturell verbunden) fürchtet auch dass mit der wahl eines neuen dalai lamas ein dalai lama unter chinesischem einfluss entschieden werden könnte...

das ist mitunter ein großes problem...

Komiker
21.03.08, 02:51
was mich wundert ist die Tatsache, daß seit ein paar Tagen die Hölle ausgebrochen ist in Tibet, ein Aufstand mit hunderten Toten, Nachrichtensperre usw. und die spärlichen Beiträge haben keine Information zu....ich will keinen neuen Thread aufmachen.

Eskalation, tibetische Reiter stürmen chinesische Stadt usw.


wenn das schlimmer wird, ist Olympia wie bei den Sovjets....glaubt doch keiner, daß wir nach Peking gehen wenn tausende Tibeter umgekommen sind...

Yigit Efe
21.03.08, 03:41
Der UN-Sicherheitsrat ist die Lachnummer überhaupt. Republik China = hat Recht / kommunisitisches China = hat Unrecht und galt früher als böse=kommunistisch. Heute Rep. China = Taiwan hat Unrecht und wird nur von wenigen Staaten anerkannt = Nicht mehr UNO-MItglied. Anstelle ist kommunistisch China UN-Mitglied und ständiges UN-Sicherheitsrat. Völkermörder China, USA, Britannien und Frankreich sind die stängigen Mitglieder des Rates. Das alles paradoce hat die meisten geldgierigen Staaten nicht daran gehindert mit China zu handeln, sie anzuerkennen! Man belohnt sogar China für ihre Untaten. Was ist aus dem amerikanischen Kampf gegen den Kommunismus geworden? Haben sie nach Vietnam aufgegeben und nehmen es jetzt mit dem Moslems auf?

China handelt völkerrechtswidrig, wenn dieses Wort überhaupt noch eine Bedeutung hat. Man schaue sich die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und ihre glorreichen Taten mal an und dann nehme man noch solches UN-Vokabular wie völkerrecht in den Mund tz tz tz....

China besetzt Tibet und Ostturkestan völkerrechtswidrig! In Ostturkestan stellen die Chinesen die große Mehrheit, obwohl dort früher fast keine Chinesen gelebt hatten. Tibet geht es so ähnlich! In Ostturkestan werden nachweißlich Atombombentests durchgeführt! Die Rate der Fehlgeburten und missgebildeten Kinder ist hoch! Den Uiguren und Tibeter wurden ihre Länder weggenommen, sie wurden eine Minderheit im eigenem Land!!!

DIE WELT SCHAUT ZU UND DIE UN MUSS WEGSCHAUEN UND NICHTSTUN, sie kann nicht anders... UN-Sicherheitsrat= Achse des Bösen!

Erkan
21.03.08, 09:16
der UN Sicherheitsrat ist eine Interssenvertetung der Staaten die da einen Sitz haben und da werden im weitesten sinne auch nur deren Interessen vertreten und die sogenannten Menschnrechte ausser Kraft gesetzt dieser BAN ist die grösste pfeife die der Menscheit unter die augen trat und ist gekauft,
in diesem Sicherheitsrat gehören alle Völker und Entscheidungen sollten von allen getroffen werden,
In Afrika sterben die Menschen an Hunger weil die Imperialisten das land plündern
im Irak am Krieg weil mann entschieden hat auch dieses Land zu plündern
in yugoslavien wurde unter eigener regie Völkermord begangen,
danach kam noch die Ehrung der daran beteiligten Soldaten und diese Soldaten kommen ausgerechnet aus einem Land das die Mohammed Karikaturen der Menscheit als freie Meinungsäuserrung verkauft diese Vereinigung sollte aufgelöst werden (UNSICHERHEITSRAT)

Bilge Khan
21.03.08, 09:37
Dalai lama will zurücktreten wenn dieTibeter weiter Gewalt anwenden... RESPEKT das ist ein wahrer Friedensmensch und Freiheitskämpfer !

Vergleicht Dalei Lama mal mit Abdulllah Öcalan..

Für Dalei Lama ist jedes Menschen leben wichtig..

Für Öcalan ist egal ob Mensch, Frauen, Kinder oder Baby und auch egal ob Türke oder " verätterische kurdische Dorfbewohnerr" alle werden gnadenlos abgeschlachtet.... haa und Drogen, Erpressung und Meschenhandel die Haupteinnahmequelle der PKK habe ich vergessen.

Deshalb verdient Tibet ein Eigenes Land !!

easydogi
21.03.08, 09:52
Kann der Dalai Lama überhaupt zurücktreten? Ich dachte, der ist eine Wiedergeburt von dem letzten Lama.

Mir geht das Wort Genozid langsam gründlich auf den Sack. Wenn es inzwischen für alles verwendet wird, verliert es für mich an Bedeutung.

Der Schakal
21.03.08, 10:34
Kann der Dalai Lama überhaupt zurücktreten? Ich dachte, der ist eine Wiedergeburt von dem letzten Lama.

Mir geht das Wort Genozid langsam gründlich auf den Sack. Wenn es inzwischen für alles verwendet wird, verliert es für mich an Bedeutung.

Wenn er zurücktritt, was ich ebenfals für unmöglich hielt, kann es erst einen Ersatz geben sobald er stirbt. Das ist wohl der westliche Einfluss der ihn dort geritten hat. Er dachte wohl er wäre ein Präsident und könnte einfach so zurücktreten.

Ingolstädter
21.03.08, 16:16
eine mongolin (sie sagt die mongolen fühlen sich mit den tibetern kulturell verbunden) fürchtet auch dass mit der wahl eines neuen dalai lamas ein dalai lama unter chinesischem einfluss entschieden werden könnte...

das ist mitunter ein großes problem...
die problematik bleibt immer noch.

gibt es einen chinesischen dalai lama, haben die chinesen gewonnen..

ich empfehle den tibetern im stillen ihre kultur und eigenheiten zu bewahren. china hat durch die ein-kind-politik bald nicht mehr das potential unbegrenzt menschen nach tibet zu schicken..
aber wenn die tibeter sich ordentlich vermehren, können sie ihr land in 50 jahren mit friedlichen mitteln wieder holen... doch jetzt ist die gewalt ein sinnloser akt (ungefähr so sinnlos wie das streiten von wiederständlern kurz nach dem 2 weltkrieg für eine deutsche einheit und deutsche souveränität).



China besetzt Tibet und Ostturkestan völkerrechtswidrig! In Ostturkestan stellen die Chinesen die große Mehrheit, obwohl dort früher fast keine Chinesen gelebt hatten.
lol was sollen wir deutschen dann erst sagen? vor nicht einmal zweihundert jahren gab es deutsche überall in europa, doch insbesondere aus dem osten wurden sie stück für stück gewaltsam vertrieben und enteignet..
jetzt gibt es fast nur noch in deutschland deutsche und auch hier immer weniger..

Yigit Efe
21.03.08, 16:39
lol was sollen wir deutschen dann erst sagen? vor nicht einmal zweihundert jahren gab es deutsche überall in europa, doch insbesondere aus dem osten wurden sie stück für stück gewaltsam vertrieben und enteignet..
jetzt gibt es fast nur noch in deutschland deutsche und auch hier immer weniger..

Ein sehr schlechter Vergleich! Wurden alle deutschen Gebiete besetzt, die Deutschen zur Minderheit gemacht, von allen staatlichem ausgenommen, zwangsabtreibungen Durchgeführt, allen kulturellen Rechten entraubt, ihre Religion verachtet mit Füßen getreten, ihre Schrift mehrere mal in andere Alphabeten zwangsumgezogen, ihre Bücher in anderen Alphabeten verbrannt, ihre literarische Kulturgeschichte ausgelöscht,zu tausenden getötet, gefoltert, ins Exil geschickt, Atombombentests durchgeführt? NEIN! Sei nicht so naiv!

KÖNIGSTIGER
22.03.08, 15:01
Er kann alls Staatsoberhaupt der Tibetanischen Exilregierung zurücktreten, jedoch nicht alls geistiges Oberhaupt seiner Religion.


Kann der Dalai Lama überhaupt zurücktreten? Ich dachte, der ist eine Wiedergeburt von dem letzten Lama.

Mir geht das Wort Genozid langsam gründlich auf den Sack. Wenn es inzwischen für alles verwendet wird, verliert es für mich an Bedeutung.

Der Schakal
23.03.08, 00:19
Exil-Jugend wendet sich von Dalai Lama ab
Die tibetische Jugend im Exil will vom friedlichen Kurs des Dalai Lama gegenüber der Führung in Peking nichts mehr wissen. Ihr Argument: Seit dem chinesischen Einmarsch vor 58 Jahren hat sich durch Gewaltlosigkeit nichts geändert. Nun sind sie bereit, zu den Waffen zu greifen und zu kämpfen.

http://www.welt.de/politik/article1828175/Exil-Jugend_wendet_sich_von_Dalai_L ama_ab.html

Manastirli Hamdi
23.03.08, 14:55
Exil-Jugend wendet sich von Dalai Lama ab
Die tibetische Jugend im Exil will vom friedlichen Kurs des Dalai Lama gegenüber der Führung in Peking nichts mehr wissen. Ihr Argument: Seit dem chinesischen Einmarsch vor 58 Jahren hat sich durch Gewaltlosigkeit nichts geändert. Nun sind sie bereit, zu den Waffen zu greifen und zu kämpfen. http://www.welt.de/politik/article1828175/Exil-Jugend_wendet_sich_von_Dalai_L ama_ab.html

Klar, damit die NATO/UNO dann auch eines Tages in China/Tibet sein darf.

Manastirli Hamdi
23.03.08, 15:14
Benim hayat görüşüm de şu da var: Batılı olmayan devlet ve toplumlar hem kendileri hetrojenik hem de dingil yöneticiler tarafından yönetiliyor. Ondan dolayı farklılıklar zıtlıklara yolaçıyor, iç çelişkiler de baskı ortamına.

Baskıya maruz kalanlar da elbette radikalleşip militanlaşıyor ve eninde sonunda silaha başvuruyorlar. Ondan sonra da "dış mihraklar" bu ayaklanmacı olan "özgürlük savaşçıları"/"teröristler" e yardım ediyorlar. Ardından iş büyüyor. Ve çatışma olan devletin iç ve dış gücü olmayınca oraya insan hakları bahanesiyle SİYASİ bir müdahale oluyor.

Ben dikkati şu hususa çekmek istedim. O kadar.

"çile çekmek"ten laf açılmışken: eh o zaman en azından Saddam döneminde Irak'ta da belki çile çekmiş Kürtler de vardı, ya da başka gruplar. O zaman sadece bu aregümanı kullanırsak peşmergeye de hak vermen lazım secgili carlito kardeşim :-)

Carlito
23.03.08, 15:21
Yo hayır, hiç de değil. Cinsi bir etkisi yok bende.
Elbette insanlık açısından kötü bir şey.

Benim hayat görüşüm de şu da var: Batılı olmayan devlet ve toplumlar hem kendileri hetrojenik hem de dingil yöneticiler tarafından yönetiliyor. Ondan dolayı farklılıklar zıtlıklara yolaçıyor, iç çelişkiler de baskı ortamına.

Baskıya maruz kalanlar da elbette radikalleşip militanlaşıyor ve eninde sonunda silaha başvuruyorlar. Ondan sonra da "dış mihraklar" bu ayaklanmacı olan "özgürlük savaşçıları"/"teröristler" e yardım ediyorlar. Ardından iş büyüyor. Ve çatışma olan devletin iç ve dış gücü olmayınca oraya insan hakları bahanesiyle SİYASİ bir müdahale oluyor.

Ben dikkati şu hususa çekmek istedim. O kadar.

"çile çekmek"ten laf açılmışken: eh o zaman en azından Saddam döneminde Irak'ta da belki çile çekmiş Kürtler de vardı, ya da başka gruplar. O zaman sadece bu aregümanı kullanırsak peşmergeye de hak vermen lazım secgili carlito kardeşim :-)
Das Dilemma hast du gut beschrieben. Olaylara genel degilde ayri ayri bakmak lazim. Ben daha Amerikanin acik bu olayda parmagini görmedim. Kürtlerde acikti. Olaylarin olmasi ve gelismesi manasinda. Simdi karistiklari ortada ve bagimsiz bir Tibet üzerinde gücleri olacaklarida kesin.

Carlito
23.03.08, 15:44
Chinesische Intellektuelle für neue Tibet-Politik

Chinesische Intellektuelle haben erstmals kritisch und öffentlich zur Tibet-Krise Stellung gegen ihre Regierung bezogen. In einem offenen Brief, der im Internet kursiert, fordern sie Peking auf, die Tibet-Politik grundlegend zu ändern und in einen direkten Dialog mit dem Dalai Lama einzutreten. WELT ONLINE dokumentiert das Manifest.
http://www.welt.de/politik/article1829458/Chinesische_Intellektuelle_fue r_neue_Tibet-Politik.html

Der Schakal
24.03.08, 18:48
Auch in China regt sich Kritik

Abseits der Propaganda melden sich in China auch kritische chinesische Stimmen, die vor nationalistischer Hetze nach den Unruhen in Tibet warnen. Die Intellektuellen verlangena uch, dass China seine gescheiterte Nationalitätenpolitik überdenken müsse.
...
"Wir kennen keine anderen Mittel als Waffen und Geld, kulturelle Zerstörung und geistige Vergewaltigung, um 'Harmonie' zu erreichen",
...

http://www.stern.de/politik/ausland/:Unruhen-Tibet-Auch-China-Kritik/614922.html

Der Schakal
25.03.08, 07:23
Keine Ketten aus Olympischen Ringen
Der Wandel in China wird nicht durch einen Olympia-Boykott vorangetrieben. Zeichen des Protests sind dennoch nötig – während der Spiele in Peking.

http://www.focus.de/politik/deutschland/mitten_aus_berlin/mitten-aus-berlin_aid_266676.html?

Wo soll ich unterschreiben?

Der Schakal
26.03.08, 20:08
China verbietet Video-Seiten im Internet

http://www.youtube.com/watch?v=flLQ5-8Tecs&feature=user

Komiker
27.03.08, 10:30
habe heute morgen im "Frühstücksfernsehen" eine kurze Doku gesehen, in der auch ein deutscher Schauspieler ( Namen kann ich mir nicht merken ), der aktiv die Exil-Tibeter in Indien betreut, gesprochen hat...


Er sagt, es wären seit der Annektion Tibets durch China etwa 1.000.000 Tibeter umgekommen, bei Aufständen würden Tibeter öffentlich und direkt vor den Augen anderer erschossen, wer ein Dalai Lama Bild oder die Fahne Tibets besitzt wird eingekerkert, Sprache, Kultur usw. wird systematisch zerstört.

Ein Volk, das nur außerhalb seiner Heimat überleben kann....


Er hebt Frau Merkels Rückrat hervor, als sie den Dalai Lama empfängt und kritisiert die heuchlerischen anderen Staatsleute, die aus Feigheit, oder weil sie selbst im Glashaus sitzen, nichts unternehmen.

Er sagt auch, daß in den olympischen Statuten steht, es dürfen nur Spiele in Staaten abgehalten werden, die Menschenrechte achten, was definitiv seit Jahrzehnten in China nicht der Fall ist....


somit denke ich persönlich....wenn man ein zeichen setzen will, dann darf man dort nicht fröhlich mitspielen und lächelnd durch den Propaganda-Kakao waden! Wenn man dort hin geht, dann muß man die Gelegenheit nutzen das chinesische Volk wachzurütteln, was in seinem Namen geschieht.

Der Schakal
27.03.08, 11:36
...
Er hebt Frau Merkels Rückrat hervor, als sie den Dalai Lama empfängt und kritisiert die heuchlerischen anderen Staatsleute, ...

Sie hat abgesagt. Der Dalai Lama wird aber wohl vor dem EU-Parlament sprechen.

Der Schakal
27.03.08, 19:12
Tibetische Mönche beschuldigen China der Lüge

Peking (Reuters) - Protestierende tibetische Mönche sind in eine für einige ausländische Journalisten inszenierte Pressekonferenz in Lhasa eingedrungen und haben China der Lüge bezichtigt.

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDENEI75081320080327

ZDF

http://www.youtube.com/watch?v=SbxV08-shZI

Der Schakal
05.04.08, 04:24
Tibet-Konflikt

Neue Gewaltausbrüche in Tibet

In Tibet ist es erneut zu Unruhen gekommen: In der Präfektur Garze soll es am Donnerstagabend eine Protestaktion gegeben haben. Dabei sei mindestens ein Beamter "angegriffen und schwer verwundet" worden, so chinesische Medien.

http://www.stern.de/politik/ausland/:Tibet-Konflikt-Neue-Gewaltausbr%FCche-Tibet/616348.html?vs=1

Der Schakal
07.04.08, 08:19
Olympia-Proteste
Peking will Fackellauf-Sabotage nicht hinnehmen
Die Führung in Peking hat die anti-chinesischen Proteste während des olympischen Fackellaufs in London scharf verurteilt. Die Störungen in der britischen Hauptstadt seien "abscheuliche Missetaten" tibetischer Separatisten. Dass sie Ausdruck berechtigter Sorge über das Vorgehen Chinas in Tibet sind, will Peking nicht akzeptieren.

http://www.welt.de/politik/article1876552/Peking_will_Fackellauf-Sabotage_nicht_hinnehmen.html

Mirage
09.04.08, 12:48
Konflikt in Tibet
Muslime als dritte Partei


Trotz Einreiseverbots gelang es einer ausländischen Journalistin, als Touristin in die Tibet-Unruheregion zu reisen. Ihren Beobachtungen zufolge sind die Proteste nicht nur das Resultat aufgestauter Aggressionen von Tibetern gegenüber Han-Chinesen, sondern auch gegenüber Muslimen. Von Nina Ritter*

Wie ein Lauffeuer haben sich in der vergangenen Woche Demonstrationen und Gewalt von der tibetischen Hauptstadt Lhasa auf tibetische Gebiete in den Nachbarprovinzen ausgeweitet. Dort richtet sich die Aggression jedoch nicht nur gegen Han-Chinesen, von denen sich die Tibeter kolonialisiert fühlen.

In dem Konflikt gibt es noch eine dritte Partei, die bisher weitgehend unbeachtet blieb: ortsansässige muslimische Volksgruppen. Zwischen ihnen und den Tibetern schwelt bereits seit Jahrhunderten ein Konflikt, der – von beiden Seiten ausgelöst – in den letzten Jahren immer wieder in Gewalt ausgeartet ist.

Konflikte um Wasser und Land

"Lass uns etwas essen gehen, aber nicht in einem Muslim-Restaurant", sagte eine tibetische Freundin, als ich sie vor ein paar Jahren in Lanzhou, der Hauptstadt der Provinz Gansu, besuchte.

Damals hatten tibetische Studenten an der lokalen Minderheitenuniversität zum Boykott muslimischer Geschäfte und Restaurants aufgerufen. Auslöser war eine Messerstecherei zwischen Tibetern und Muslimen in einem kleinen Ort in Qinghai gewesen, bei der ein Tibeter getötet worden war. Doch bei dem Boykott ging es um mehr: "Wir Tibeter sollten unser eigenes Ding machen. Wir sollten tibetische Geschäfte unterstützen", gab meine Freundin die Losung der Studenten wieder.

Wilde Gerüchte machten damals unter Tibetern die Runde und dienten vielen als Vorwand für den Boykott: Muslimische Köche mischten Tibetern dreckiges Spülwasser ins Essen oder streuten Asche von Verstorbenen hinein, um aus den Tibetern Muslime zu machen, hieß es da zum Beispiel. Dass Muslime ihre Toten nicht verbrennen, sondern beerdigen, blieb dabei unbeachtet.

Die Streitigkeiten zwischen Tibetern und Muslimen haben meist einen wirtschaftlichen Hintergrund. In zahlreichen Gegenden vor allem im Norden von Qinghai und Gansu, am Rand der Seidenstrasse, leben die beiden Gruppen gezwungenermaßen Seite an Seite eng miteinander. Immer wieder kommt es dabei zu Auseinandersetzungen um Wasser und fruchtbares Land, die in dieser kargen Gegend knapp sind.

Ein tibetischer Student in Xining beklagt sich über die Situation in seiner Heimatgegend: "Die Muslime haben sich das gute Land im Tal unter den Nagel gerissen und uns immer weiter in die Berge verdrängt."

Aus einem schmalen Rinnsal schöpfen die Bewohner in seinem Dorf das Wasser. Der Ort liegt in Xunhua, einer Gegend in Qinghai, die von der Regierung als autonomer Bezirk der muslimischen Volksgruppe der Salar ausgewiesen ist. Ein anderer Tibeter von dort moniert: "Die Muslime dominieren die Wirtschaft und die Verwaltung. Sie schachern sich gegenseitig alles zu. Für uns Tibeter bleibt da nichts übrig."

Andere Tibeter behaupten, Muslime hätten den ganzen Handel in der Hand und betrögen häufig: "Als mein Bruder einmal einige Schafe verkaufen wollte", erzählt ein junger Tibeter aus einer Nomadenfamilie, "nahmen ein paar Hui-Muslime die Tiere mit und sagten unter einem Vorwand, die Hälfte der abgemachten Summe würden sie erst später zahlen. Natürlich hat mein Bruder sein Geld nie gesehen."

"Manche mögen es ausnutzen, wenn Tibeter unerfahren in Handelsangelegenheiten sind", wehrt sich ein Professor der muslimischen Salar aus Xining. "Aber das sind Ausnahmen."

Sehr unterschiedliche Lebensweisen

Dass die Muslime in der Region bis heute den Handel dominieren, haben sich die Tibeter nicht zuletzt selbst zuzuschreiben. Traditionell lebten sie fast ausschliesslich als Nomaden oder Bauern – und tun dies bis heute. Ortsansässige Muslime besetzten in früheren Jahrhunderten jene Berufe, die von den Tibetern als niedrig oder unrein angesehen waren. Dazu zählten Tiereschlachten, Handwerk und eben auch der Handel.

Über die Jahrhunderte konnten sie sich daher als Geschäftsleute etablieren; als nach dem Ende der Kollektivierungsphase in China im Zuge der Öffnungspolitik private Geschäfte wieder ermöglicht wurden, profitierten sie von ihren weit reichenden Netzwerken und waren den Tibetern geschäftlich haushoch überlegen.

Mit Boykotten, die im Jahr 2003 begannen, versuchten die Tibeter die muslimischen Geschäftsleute aus ihren Siedlungsgebieten zu verdrängen, was ihnen in einigen Fällen sogar gelang. Auf den Fensterscheiben einiger Restaurants in Mangra (Guinan) in der Provinz Qinghai, die zuvor Muslimen gehört hatten, war nach Beginn des Boykotts auf Tibetisch zu lesen: "Tibetische Nudelsuppe, tibetisches Fladenbrot" – dabei handelte es sich jedoch meist um die gleichen Gerichte, die zuvor die muslimischen Besitzer angeboten hatten.

Ein junger Tibeter in Jeans und Turnschuhen stellte damals hinter vorgehaltener Hand fest, eigentlich habe es bei den Muslimen besser geschmeckt. Doch dann fügte er schnell hinzu: "Trotzdem sollten wir Tibeter in unseren eigenen Restaurants essen." Fragt man wiederum Muslime aus der Region nach ihrer Meinung über die Tibeter, halten diese viele für dumm und ungehobelt.

Besonders in Nomadengegenden, wo gelangweilte junge Männer gern einmal vom Grasland in die Bezirksstädtchen kommen, um sich zu betrinken, und dann nicht selten eine Schlägerei anzetteln, haben die Tibeter ein schlechtes Image.
Ein muslimischer Taxifahrer aus Gansu kommentiert die derzeitigen Unruhen: "Die Tibeter sind ausgeflippt."

Der etwa 40-Jährige mit dem freundlichen runden Gesicht und dem weißen Käppi, Erkennungszeichen der chinesischen Muslime, macht grinsend ein paar abfällige Bemerkungen über Tibeter. Doch dann hält er kurz inne und fügt mit ernster Miene hinzu: "In Xiahe haben sie die Moschee in Brand gesetzt und in Lhasa auch, das geht doch wirklich zu weit."

Verordnete Harmonie

Die chinesischen Behörden tun wenig, um solche ethnischen Konflikte zu lösen. Nach offizieller Lesart herrscht ein harmonisches Verhältnis zwischen den ethnischen Gruppen im Vielvölkerstaat China – so zumindest lautet das von der Zentralregierung in Peking propagierte Ideal.

Ethnisch bedingte Auseinandersetzungen werden gerne unter den Teppich gekehrt. Und auf lokaler Ebene kümmern sich die, die Macht und Geld haben, meist lediglich darum, ihre eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen; ob es sich dabei um Muslime, Han-Chinesen oder auch Tibeter handelt, spielt keine große Rolle.

In der Vergangenheit hatten die lokalen Ordnungshüter bei sporadisch aufflackernden lokalen Scharmützeln die Sache meist schnell im Griff – zumindest vorübergehend. Aber jetzt, wo in vielen Teilen des tibetischen Siedlungsraums Gewalt aufgeflammt ist, von der alle drei großen Volksgruppen der Region betroffen sind, und wo nun ganze Landstriche vom Militär kontrolliert werden, ist die Lage kompliziert geworden.

Sollte sich die Situation allerdings wieder beruhigen, wäre die chinesische Regierung gut beraten, ihr Idealbild von der verordneten Harmonie der Volksgruppen, bei der Konflikte gerne einfach unter den Teppich gekehrt werden, zu überprüfen.

© Neue Zürcher Zeitung 2008

* Name von der Redaktion aus Sicherheitsgründen geändert.
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-922/i.html

Carlito
09.04.08, 13:05
Muslime
Sind es muslimische Han-Chinesen, oder eine andere Gruppe? Geht aus dem Artikel irgendwie nicht hervor. Oder werden die muslimischen Chinesen nicht zu den Han gezählt?

Mirage
09.04.08, 13:16
Sind es muslimische Han-Chinesen, oder eine andere Gruppe? Geht aus dem Artikel irgendwie nicht hervor. Oder werden die muslimischen Chinesen nicht zu den Han gezählt?

In dem Artikel wird von der muslimischen Volksgruppe der Salar gesprochen.
Mehr kann ich auch nicht sagen, da ich nur ganz grob über die ethnischen Gruppen in China bescheid weiß.

Carlito
09.04.08, 13:19
In dem Artikel wird von der muslimischen Volksgruppe der Salar gesprochen.
Mehr kann ich auch nicht sagen, da ich nur ganz grob über die ethnischen Gruppen in China bescheid weiß.
Danke, dass hatte ich übersehen.

"Manche mögen es ausnutzen, wenn Tibeter unerfahren in Handelsangelegenheiten sind", wehrt sich ein Professor der muslimischen Salar aus Xining. "Aber das sind Ausnahmen."

Carlito
09.04.08, 13:24
Die Salar (auf Deutsch auch Salaren; chin. 撒拉族, Sālāzú) sind eine der 55 offiziell anerkannten ethnischen Minderheiten der Volksrepublik China. Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2000 zählen sie 104.503 Menschen. Sie leben vor allem in Qinghai (im Autonomen Kreis Xunhua der Salar 循化撒拉族自治縣 und im Autonomen Kreis Hualong der Hui 化隆回族自治縣), in Gansu (im Autonomen Kreis Jishishan der Bonan, Dongxiang und Salar 積石山保安族東鄉族撒拉族自治縣) und im Kasachischen Autonomen Bezirk Ili (伊犁哈薩克自治州) in Xinjiang. Die Salar führen sich selbst auf die Oghusen zurück.
http://de.wikipedia.org/wiki/Salar

Hab leider nur diese Schrottquelle zur Hand.

neffetz
09.04.08, 13:25
http://de.wikipedia.org/wiki/Hui-Chinesen

und noch was offizielles

http://german.china.org.cn/german/187371.htm

theinsider
09.04.08, 13:26
Danke, dass hatte ich übersehen.

jetzt hat es mich auch interessiert. das sind hui-chinesen, also insofern zählen sie nicht zu den han-chinesen. hui-chinesen werden die muslimischen volksgruppen genannt, die man nicht direkt den größeren völkern (z.b.uyghuren) zuordnen kann...

Der Schakal
19.05.08, 03:05
„Tibet ist ein Teil Chinas“
Der Dalai Lama über Gewalt und Gegengewalt, das Ausbluten einer Kultur und seine Vision von der Autonomie

http://www.tagesspiegel.de/politik/div/;art771,2533750

Interessantes Interview.

Der Schakal
24.05.08, 13:20
Chinas begründeter Zynismus

Kishore Mahbubani, Politikwissenschaftler an der Universität von Singapur

Die Geschichte, die der Westen über Tibet erzählt, ist eine schwarz-weiß gefärbte Fabel. Der Westen trete bloß für die Menschrechte unschuldiger Tibeter ein, die ihre Unabhängigkeit jüngst an das autoritäre China verloren haben. Daher hallt der Ruf „Freiheit für Tibet“ im Westen so nach. Man versetze sich in die Chinesen, um zu verstehen, wie anders die gleiche Geschichte in ihren Ohren klingt. Die chinesische Vorherrschaft über Tibet reicht bis ins 13.Jahrhundert zurück. Wichtiger noch: Die Erinnerung, dass in den 40er- und 50er-Jahren britische und amerikanische Agenten versuchten, Tibet von China abzuspalten, ist im Reich der Mitte noch frisch. Die Opiumkriege und die Besetzung Hongkongs mögen im Westen vergessen sein, für die chinesische Psyche sind sie eine offene Wunde, in die der Westen Salz reibt, wo er den Eindruck zu erwecken scheint, erneut chinesisches Territorium abspalten zu wollen. Buchstäblich kein Chinese glaubt, dass der Westen den Tibetern aus rein moralischen Gründen hilft.

Ist eine solch zynische Sicht gerechtfertigt? Als der Westen, von Nixon und Kissinger angeführt, seine Liebe zu China entdeckte, hatte sich das Land kaum von der Kulturrevolution erholt. Die Menschenrechte wurden damals kaum erwähnt. In den 90ern hingegen, als sich die Lebensumstände der Chinesen verbessert hatten, konzentrierte sich der Westen auf chinesische Menschenrechtsverletzungen. Doch das ist nicht der einzige Grund für den Zynismus der Chinesen. Sie wissen genau, dass europäische Regierungschefs in Peking die meiste Zeit damit verbringen, ihre Produkte nach China zu verkaufen. Erst beim Abschied flüstern sie, dass man nun aber die Menschrechtsfrage ansprechen müsse, damit man zu Hause sagen könne, man habe das getan. Kein Wunder, dass die Chinesen wenig Respekt für die großen Gesten der Europäer haben.

Die eigentliche Tragödie aber ist, dass die Tibeter die wirklichen Opfer der europäischen Forderungen sein werden. Tatsächlich nämlich ist der Gegensatz zwischen dem Dalai Lama und der chinesischen Regierung in der Theorie nicht fundamental. Der Dalai Lama will Autonomie, nicht Unabhängigkeit. Die chinesische Regierung glaubt auch an Autonomie. Deshalb sollte der Westen die Kluft zwischen beiden nicht vergrößern, sondern mit den Mitteln einer stillen Diplomatie verkleinern. Westliche Effekthascherei wird nur einem neuen chinesischen Nationalismus Auftrieb geben. Kommt es dazu, sind die Tibeter dessen erste Opfer.

http://debatte.welt.de/kommentare/70368/chinas+begruendeter+zynismus


Ein sehr guter Artikel der uns eine andere Sichtweise zur Thematik eröffnet.

Der Schakal
17.11.08, 13:30
Dalai Lama ruft Exil-Tibeter zusammen
In Dharamsala sind die im Exil lebenden Tibeter zu einer einwöchigen Konferenz zusammengekommen. Gegenstand der Konferenz ist die Durchsetzung der Selbstbestimmung gegenüber China. Der Dalai Lama wird nach Angaben eines Sprechers der Exilregierung nicht an der Konferenz teilnehmen.

http://www.focus.de/politik/ausland/indien-dalai-lama-ruft-exil-tibeter-zusammen_aid_349077.html

Komiker
17.11.08, 14:14
"Ein chinesisches Ärzteteam kam nach Tschirtsuka. Von den Behörden wurde bekanntgegeben, daß nun Abtreibungen vorgenommen würden. Ich mußte die erste Namensliste für schwangere Tibeterinnen aufstellen. Es waren 140! Zum ersten Mal habe ich dann alles hautnah miterlebt. Und dabei ist mir bewußt geworden, welches grauenhafte Leid ich meinen eigenen Landsleuten antue. Die Ärzte arbeiteten schneller und schneller, weil jeder täglich 20 bis 30 Frauen operieren mußte. Die Behörden schleppten täglich 100, 200, ja sogar 300 Frauen herbei. Die Tibeter nennen diese Geburten-Kontroll-Stationen Schlachthöfe."

Man stelle sich einmal vor .... es geschähe Deiner Schwester, Deiner Mutter oder Deiner Frau....im Leib, Deinen Bruder, Deine Cousine oder Dein Kind...

würdest Du dann nach "Lösungen" suchen um das "ernsthaft" und "gewaltfrei" zu regeln ?

Ehrlich gesagt, da gibts keine Lösung mehr die ich denken könnte, Hochachtung an den Dalai Lama, in Anbetracht der schieren Masse an Chinesen wäre jeder Aufstand nichts als der sofortige Tod seines Volkes anstatt der langsame Tod.

So sind die Chinesen in der Geschichte diejenigen mit Schuld...aber ernsthaft..

fühlen sich die heutigen US Amerikaner, die fast alle Ureinwohner ausgerottet haben oder in Reservate gesteckt haben heute schuldig und werden evtl. deshalb zur Rechenschaft gezogen? Nein....insofern sehr bitter....

Der Schakal
09.03.09, 17:37
50 Jahre Aufstand in Tibet
Es begann mit einer sonderbar intimen Einladung

Von Till Fähnders, Peking

Ein Gerücht trieb die Tibeter auf die Straßen: „Die Chinesen wollen den Dalai Lama entführen!“ Die Nachricht hatte sich in Windeseile in jeden Winkel der tibetischen Hauptstadt verbreitet. Es stehe sogar schon ein Flugzeug bereit, mit dem die Chinesen den Dalai Lama aus Tibet wegschaffen wollten, munkelte die aufgebrachte Menge. Aus Sorge um ihren geistlichen und weltlichen Führer strömten die Einwohner Lhasas am Morgen des 10. März 1959 zum Nordbulinka-Palast, der Sommerresidenz des höchsten Mönchs im tibetischen Buddhismus. Sie wollten ihr Yeshe Norbu, ihr „kostbares Juwel“, vor den Besatzern beschützen.

http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26F B23A0/Doc~E271E28FA81DC4034BB0409430 E7ECC1D~ATpl~Ecommon~Sspezial. html?rss_googlefeed

verda
10.03.09, 08:59
China riegelt Tibet komplett ab
10.3.2009

Militäraufmarsch und scharfe Kontrollen: Am 50. Jahrestag des tibetischen Volksauftstands demonstriert Peking Macht. Der Dalai Lama fordert echte Autonomie für sein Land
weiter (http://www.zeit.de/online/2009/11/tibet-china-volksaufstand-jahrestag)

Mustii
10.03.09, 09:38
China riegelt Tibet komplett ab
10.3.2009

Militäraufmarsch und scharfe Kontrollen: Am 50. Jahrestag des tibetischen Volksauftstands demonstriert Peking Macht. Der Dalai Lama fordert echte Autonomie für sein Land
weiter (http://www.zeit.de/online/2009/11/tibet-china-volksaufstand-jahrestag)

So viele angebliche "autonome" Gebiete aber kein einziges darf wirklich das tun wie es auf dem Papier steht. Das China gegen seine eigenen Gesetze verstößt scheint die restliche Welt nicht zu jucken.

Der Schakal
10.03.09, 09:55
So viele angebliche "autonome" Gebiete aber kein einziges darf wirklich das tun wie es auf dem Papier steht. Das China gegen seine eigenen Gesetze verstößt scheint die restliche Welt nicht zu jucken.

Die restliche Welt handelt auch nicht anders.

Der Schakal
28.03.09, 18:06
China feiert in Tibet die «Befreiung»
50 Jahre Abschaffung der tibetischen Regierung inszeniert

Chinas kommunistische Führung hat am Samstag den 50. Jahrestag der Abschaffung der tibetischen Regierung nach dem Volksaufstand 1959 als «Tag der Befreiung von der Leibeigenschaft» in diesem Gebiet gefeiert.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/china_tibet__1.2276918.html

Prognose:
Wenn der Dalai Lama stirbt und der nächste folgen wird. Also ein Baby. Dann wird ein gewaltsamer Widerstand in Tibet entfacht werden. Bürgerkrieg! Oder wie man das auch nennen will.

Allahu Alem.

AlGhazali
28.03.09, 18:16
So wie viele Minderheiten gegen die Osmanen gehetzt wurden und sie später selbst im Stich gelassen wurden oder von einen anderen zertreten lassen wurden so geht man mit den Tibetern um.

Der Mann hat recht.