Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Necla Kelek: Sinnloses und Schund von der Kelek - Sammelthread
Interview mit Necla Kelek, Soziologin und Autorin
... Frau Kelek, wie viel Mut braucht es als Deutsch-T?rkin, ein Buch ?ber dieses Thema zu schreiben?
Necla Kelek:
Also, mehr als Mut braucht man Verstand, also Sachverstand, und Interesse nat?rlich. Und ich verfolge dieses Thema seit bereits 15 Jahren und f?r mich war es mittlerweile selbstverst?ndlich, dass dieses Buch erscheinen musste.
Heinlein:
Dieses Thema ist also nicht neu. Doch warum beginnt die Diskussion ?ber Zwangsehen und Ehrenmorde in Deutschland erst jetzt? Das Ph?nomen ist ja nicht neu.
Kelek:
Also, das ?rgert mich immer wieder, diese Frage, das Fass ist so schon l?ngst voll, es l?uft ?ber, und ich bin auch nicht die Einzige, die dar?ber berichtet und geschrieben hat - Seyran Ates ist die Rechtsanw?ltin hier in Berlin, die seit Jahren auch dar?ber berichtet. Ich bin nur froh, dass endlich die Medien aufmerksam geworden sind.
Heinlein:
Es ?rgert Sie. Wollte man in Deutschland einfach nicht wissen, was sich da hinter geschlossenen T?ren in t?rkischen Migrantenfamilien abspielt?
Kelek:
Ja, das ist so. Wir wissen ja, dass seit ?ber 20 Jahren von einer Multikulturalit?t in Deutschland gesprochen wird. Und was tats?chlich in dieser bestimmten Kultur, dir f?r sich selbst lebt, wirklich passiert, das hat niemanden interessiert. Aber mich hat nur das interessiert und zwar: Wie leben die Migranten, wenn sie mit ihrer Kultur in ein christliches Land kommen? Wie ziehen sie sich zur?ck in ihre Kultur? Warum ziehen sie sich aus dieser Kultur und warum ist es wichtig, dass sie ihre eigene Kultur leben? Das hat mich mein Leben lang interessiert.
Heinlein:
Was ist Ihre Antwort auf diese Frage?
Kelek:
Es ist so, dass sie mit bestimmten Vorstellungen, einem bestimmten Weltbild und Menschenbild in ein Land kommen, wo sie merken, genau das Gegenteil wird gelebt. Und dann versuchen sie, erst mal sich selbst zur?ckzuziehen. Und danach arbeiten sie daran, dass ihre Kinder auf keinen Fall diese Richtung gehen, also dieser Mehrheitsgesellschaft, und halten sie zur?ck und arbeiten daran, dass sie ihre Kinder nicht an diese andere Kultur verlieren.
Heinlein:
Was sind die Motive, dass man sich so abschottet von der deutschen, von der westlichen Kultur und diese archaischen Ehrbegriffe und die Tradition der Zwangsheirat auch in der zweiten, dritten Generation aufrecht erh?lt?
Kelek:
Die archaischen Kulturen sind halt kollektiv bestimmt, das hei?t das Individuum hat kein Recht auf sich selbst. Und die Mehrheitsgesellschaft lebt halt sehr selbstbestimmt, das hei?t Individualismus widerspricht gegen jeden Kollektivismus. Und wenn sie lernen, ihren eigenen Weg zu gehen, m?ssen sie auch ihre Eltern verlassen, das hei?t diese Strukturen verlassen, das passt diesen Menschen nicht, daher versuchen sie mit allen Mitteln, ihre Kinder in der Gro?familie zu halten.
Heinlein:
Wird der Begriff der Ehre und diese Gro?familientradition besonders hochgehalten, um sich von den Deutschen zu unterscheiden, mit denen man vielleicht wirtschaftlich oder beruflich nicht mithalten kann?
Kelek:
Das kommt sicherlich dazu. Aber das f?hrt eben dazu, wenn man sagt, das Kind ist die Ehre der Familie und nicht das Kind, damit f?ngt das ja schon an. Sie geh?rt sich ja nicht selbst, wenn sie Ehre ist, und ihre Sexualit?t die Ehre des Mannes ist und nicht ihre eigene Sexualit?t. Damit geht es ja eigentlich schon los, wenn ich das besch?tzen muss, damit ich meine eigene Ehre nicht verliere, dann kann dieses Kind ja mit der anderen, das hei?t Mehrheitsgesellschaft nichts zu tun haben.
Heinlein:
Welche Rolle spielt der Islam, die Religion? Im Koran gibt es ja keine Rechtfertigung f?r Ehrenmorde.
Kelek:
Also, f?r Ehrenmorde sicherlich nicht. Aber der N?hrboden, dass ich traditionell, das hei?t im Kollektiv leben muss und nach Gottes Gesetzen leben muss, das hei?t, dass ich mich unterwerfen muss, was die ?lteren sagen und die, die halt behaupten, mehr zu wissen als ich, wenn ich mich dem unterwerfen muss und nicht nach meiner eigenen Verantwortung leben kann, - das sagt der Islam und da sehe ich Zusammenh?nge.
Heinlein:
Sind die Ph?nomene, sind die Tatsachen, ?ber die Sie schreiben und ?ber die jetzt berichtet wird, nicht die Ausnahme? Der ?berwiegende Teil der t?rkischen Familien lebt doch schon seit Jahren, seit Generationen zum Teil, fest integriert in die deutsche Gesellschaft.
Kelek:
Das ist eine Lebensl?ge. Die Mehrheit lebt unter sich. Und die paar Prozent, die tats?chlich also selbstbestimmt leben, modern leben - so bezeichne ich das - f?r die habe ich das Buch auch nicht geschrieben, ich hoffe sie lesen das und unterst?tzen halt dieses Buch. Aber das behaupte ich nicht, dass diese Leute nicht f?r sich selbst sprechen k?nnen, das k?nnen sie selbst, aber das ist die Minderheit.
Heinlein:
Muss eine tolerante Gesellschaft wie die deutsche nicht gewisse kulturelle Unterschiede aushalten und ertragen, auch wenn sie den eigenen Werten und Normen widerspricht?
Kelek:
Also, Kultur ist ja f?r mich ein Begriff, der nicht positiv besetzt ist - leider. In der europ?ischen Aufkl?rung auf jeden Fall verbinden wir ja Zivilisation damit. Das hei?t ein faires, ein humanistisches Miteinander. Aber wenn Kulturen ihre eigenen Kinder unterdr?cken und misshandeln, dann m?ssen wir nicht von Kulturen sprechen, dann m?ssen wir von Umst?nden sprechen, die wir verhindern m?ssen mit der europ?ischen Kultur, die das verhindern muss.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/351532/
(Das Bild ist ja mal wieder typisch deutsch!)
Meine Meinung:
Immerhin ist Frau Kelek nicht so polemisch wie Frau Ates, zumindest nicht in diesem Interview.
Doch genau wie Frau Ates zeichnet auch sie ein Bild von der Mehrheitst?rkin, welche unterdr?ckt wird und von der Minderheitst?rkin, welche ?frei? leben kann, ohne dies ?frei? jedoch genauer zu spezifizieren.
Das sie froh ist, dass die Medien endlich (f?r eine gewisse Zeit) aufmerksam geworden sind, ist eine Sache, warum sie bzw. Leute wie sie jahrelang nichts gegen Zwangsverheiratung und Gewalt in der Familie unternehmen konnten, ist eine andere Sache.
Sie spricht zwar davon, dass man als T?rkin die Gro?familie verlassen muss und nennt Europa bzw. die europ?ische Kultur vorbildlich, verschweigt aber das Demographie-Problem in z. B. Deutschland (wer zahlt die Renten?) und die Vereinsamung der Eltern in Altersheimen.
Mich als T?rken ?rgert es schon fast, dass ich keine Zwangsverheiratung in meinem Bekanntenkreis kenne. Evtl. geh?re ich ja zu den Minderheitst?rken, die "frei" leben.
Aber dann w?rde ich einer ziemlich gro?en Minderheit angeh?ren...
Die ist doch eine armenisch-kurdische Propaganda Tante.
Es gibt bei den T?rken keine Kultur der Zwangsverheiratung, die in Deutschland bekannt geworden w?re. Wenn andere V?lker ihre Angeh?rige unterdr?cken, so ist das nicht den T?rken anzulasten, nur weil sie gegebenenfalls t?rkische P?sse haben.
Im ?brigen ist das doch wieder die typische Doppelmoral der Christen. Anstatt tats?chliche Probleme dieser Welt zu bek?mpfen, diffarmieren sie lieber wieder die T?rken.
Wer f?r Menschenrechte im Allgemeinen f?r Frauenrechte im Besonderen k?mpfen m?chte, soll z.B. nach Sudan gehen und dort die kollektive Dauervergewaltigungen der christlichen S?ldner anprangern.
Wer Menschen sch?tzt soll nach Irak gehen und das christlich besetzte Land vor Mord und Totschlag retten.
Wer Frauenemazipation will soll NACH Vatikan gehen und die Antichristen im Robe davon ?berzeugen, dass sie die Messdiener nicht zu entjungfern und fromme Frauen nicht zu schw?ngern.
Refa... wenn du meinst...
:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Ich verstehe auch nicht warum die deutschen Medien samt ihren türkischstämmigen Onkel Toms, so scharf auf dieses Thema sind!
Sonst gingen denen doch Probleme der Türken so ziemlich am Arsch vorbei!
Refa hat volllkommen recht mit dem was er/sie sagt!
... Mit Necla Kelek sprach Deniz Yücel.
Durch den mutmaßlichen »Ehrenmord« an Hatun Sürücü hat Ihr Buch eine furchtbare Aktualität gewonnen. Welche Konsequenzen sind aus diesem Fall zu ziehen?
Ich freue mich, dass der Türkische Bund Berlin-Brandenburg zusammen mit Frauenorganisationen ein Programm gegen die Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen vorgestellt hat. Es ist wichtig, dass sich endlich auch die türkischen Organisationen dieser Fragen annehmen. Eine Konsequenz aus diesen Fällen – der Mord an Hatun Sürücü ist ja kein Einzelfall – muss lauten, dass in den Schulen und anderswo Aufklärungsarbeit betrieben wird. Wir müssen auch über gewaltfreie Erziehung in der Familie sprechen, weil diese Dinge aus einer bestimmten Erziehung resultieren.
Ist Gewalt gegen Frauen allein ein Problem von Türken und Arabern?
Natürlich nicht, Gewalt gegen Frauen findet sich auf der ganzen Welt. Ich habe mich aber einer bestimmten Gruppe von Frauen angenommen, die keine Stimme in dieser Gesellschaft hat. Ich spreche im Übrigen nicht nur über Gewalt gegen Frauen, sondern auch über Gewalt gegen Kinder. Ich spreche davon, dass in diesen Familien Kinder als Eigentum behandelt werden. Diese Willkür ist nicht mit den demokratischen Prinzipien unserer Gesellschaft vereinbar.
Wie funktioniert eine arrangierte Ehe?
Zwei Familien treffen sich und sagen: Ihre Tochter passt prima zu unserem Sohn. Komm her, Hasan, findest du die Fatma nicht schön? Die passt zu uns. Na gut, nehm’ ich. Eine Alternative zur Ehe gibt es für die beiden nicht. Und für sie ist es selbstverständlich, dass die Familien übereinkommen müssen. Das Kind ist so erzogen, dass es gar nicht fragt: Werde ich mit diesem Menschen glücklich? Diese Erziehung zur Unmündigkeit ist das Problem. Und das Kind, das nicht gelernt hat, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, überträgt dieses Defizit auf die eigenen Kinder. Die Grenzen zwischen einer erzwungenen und einer arrangierten Ehe sind fließend. Ob ein Mädchen zum Heiratsvorschlag ihrer Eltern nickt, schweigt oder gegen ihren erklärten Willen verheiratet wird – ihren Partner und ihre Lebensweise kann sie so oder so nicht selbst bestimmen. Durch arrangierte Ehen werden jährlich tausende türkischer Frauen nach Deutschland »importiert«. Sie kommen mit vagen Hoffnungen auf ein besseres Leben, aber die meisten von ihnen kommen nie in dieser Gesellschaft an. Die jüngste »Importbraut« ist elf Jahre alt. Elf!
Werden diese Ehen nicht weniger?
In der Türkei gibt es seit 80 Jahren eine Modernisierungsbewegung. Im Laufe dieses Prozesses, der sich gegen islamisch geprägte Traditionen gewandt hat, hat sich die Idee durchgesetzt, dass der Mensch ein Individuum ist. Dazu gehört, dass sich junge Menschen finden und selbst entscheiden können, ob sie heiraten. Ledig bleiben, heute eine Freundin haben und in zehn Jahren vielleicht eine andere – das erlaubt selbst der moderne Teil der türkischen Gesellschaft nicht. Viel schlimmer sieht es im anderen Teil aus. Durch die Landflucht und die Re-Islamisierung hat diese Kultur auch die westlichen türkischen Städte erreicht. In Gegenden wie Istanbul-Fatih trägt jede dritte Frau einen Tschador. Glauben Sie, dass sich diese Frauen ihre Ehemänner selbst aussuchen? Dass eine Frau in der anatolischen Provinz die Möglichkeit hat, ihren Ehepartner in einer Diskothek kennen zu lernen? Die islamische Kultur dominiert inzwischen das Land und hat ihren eigenen Ministerpräsidenten hervorgebracht.
Recep Tayyip Erdogan und sein Personal entstammen zwar der islamistischen Bewegung, aber sie haben eine Reihe von demokratischen Reformen zustande gebracht, auch im Hinblick auf die Frauenrechte.
Das stimmt. Aber wenn die Regierung Erdogan die Strafmilderung bei »Ehrenmorden« abschafft, heißt das nicht, dass sie sich für die Rechte der Frauen einsetzt. Diesen Leuten ist es zu verdanken, dass in der heutigen Türkei massenhaft Frauen bandagiert herumlaufen. Und eines Tages wird es ein böses Erwachen geben.
Sie verhandeln feudale Vorstellungen zusammen mit dem politischen Islam. Die selbstbewusste islamistische Frau taucht in Ihrem Buch ebenso wenig auf wie der Vater, der seine Tochter als Eigentum betrachtet, aber die säkulare Ordnung gutheißt.
Mit diesen Frauen, etwa den Kopftuchstudentinnen, habe ich mich bewusst nicht auseinandergesetzt. Sie werden wahrgenommen. Ich spreche über die schweigende Mehrheit der Frauen mit Kopftuch, die nicht selbst sprechen dürfen. Aber es wundert mich, dass diese vermeintlich selbstbewussten Musliminnen immer über sich selbst reden, nie über ihre unterdrückten »Schwestern«. Allerdings kann ich auf diese Art von selbstbewussten Frauen verzichten. Sie berufen sich auf den Koran und bestehen auf dessen wörtlicher Auslegung. Und der macht Frauen zu den Gefangenen der Männer. Unter einer bürgerlichen Gesellschaft verstehe ich etwas anderes, als dass wir uns einem Gott unterwerfen, der mir vorschreibt, wie ich meine Füße zu waschen habe.
Sie kritisieren deutsche Linke und Liberale dafür, dass sie »noch die Intoleranz und alltägliche Gewaltverhältnisse als Bestandteil eines ›anderen kulturellen Kontextes‹« hinnähmen. Geht die Debatte seit dem 11. September 2001 nicht in die entgegengesetzte Richtung?
In fast allen Institutionen gibt es doch diese gutwilligen Menschen. Vor 15 Jahren habe ich mich in meiner Diplomarbeit damit auseinandergesetzt, warum die Integration muslimischer Frauen nicht so gelingt wie die italienischer Frauen. Seit 15 Jahren beschäftige ich mich mit dem Islam im Alltag, und ich habe niemanden bei den Grünen oder den Sozialdemokraten gefunden, der meine Kritik unterstützt hätte. Alle waren davon überzeugt, dass man fremde Kulturen akzeptieren müsse und jeder nach eigener Fasson glücklich werden könne. Die Vorstellung lautet, dass die Ausländer arm und gut sind und vor Rassismus beschützt werden müssen. Dabei übersieht man, wie ein Teil dieser Leute mit ihren Frauen umgeht.
Der Ton ist doch viel rauer geworden …
Herr Schily lässt sich nicht alles gefallen. Aber Sanktionen gibt es höchstens, wenn einer ruft: »Tod den Deutschen!«
Ist der Rückzug vieler Einwanderer auf den Islam nicht auch eine Folge ihrer Ausgrenzung?
Dass die Integration der Mehrheit der hier lebenden Türken gescheitert ist, hat verschiedene Gründe: die verfehlte Integrationspolitik, die von der Lebenslüge getragen war, Deutschland sei kein Einwanderungsland, die kulturrelativistische Sicht auf die Ausländer, Fremdenhass und strukturelle Benachteiligung der Einwanderer. Aber es wäre zu einfach, die Schuld allein der deutschen Gesellschaft zu geben. Ein großer Teil der türkischen Einwanderer scheint eine Integration gar nicht zu wollen.
Ihr Verlag nennt Sie im Klappentext eine »Türkin mit deutschem Pass«. Keine allzu republikanische Formulierung.
Ich fühle mich als Teil dieses Landes. Ich bin gebürtige Türkin mit deutschem Pass.
http://www.jungle-world.com/seiten/2005/09/5016.php
Frau Kelek stellt die Mehrheit der Türkinnen wieder als unterdrückte Wesen dar. Deniz Yücel hätte hier noch einmal nachfragen sollen.
Frau Kelek ist gegen Ende des Interviews fast genauso polemisch wie Frau Seyran Ates. Es gibt tatsächlich viele Türkinnen, die freiwillig ein Kopftuch tragen, vor allem in der Türkei, doch das will Frau Kelek nicht wahrhaben, sie sagt ja selber, dass sie sich mit diesen Frauen nicht auseinandersetzt. Ich finde sie sehr arrogant und hochnäsig.
Ich sage es nur ungern, weil ich es selber sehr ungern lese, aber Frau Kelek scheint den Islam tatsächlich zu hassen!
Was treibt diese Frauen bloss dazu solch Schwachsinn von sich zu geben!
Ich krieg jedesmal Magenschmerzen, wenn ich solche Interviews oder Artikel lese!
Man hält diese Frauen für selbtsbewusst, intelligent und mutig, aber in meinen Augen sind sie verlogene, publicitygeile Onkel Toms, denen man mal gehörig die Meinung sagen sollte!
Für das ganze Geld der Welt würde ich nicht solche Unwahrheiten verbreiten!
Was sind das für Frauen? Welchen Background haben sie, von wem werden sie bezahlt und wie kann man sie wieder los werden?
Wo sind sie, die wirklich mutigen Türkinnen???
Was treibt diese Frauen bloss dazu solch Schwachsinn von sich zu geben!
Ich krieg jedesmal Magenschmerzen, wenn ich solche Interviews oder Artikel lese!
Man hält diese Frauen für selbtsbewusst, intelligent und mutig, aber in meinen Augen sind sie verlogene, publicitygeile Onkel Toms, denen man mal gehörig die Meinung sagen sollte!
Für das ganze Geld der Welt würde ich nicht solche Unwahrheiten verbreiten!
Was sind das für Frauen? Welchen Background haben sie, von wem werden sie bezahlt und wie kann man sie wieder los werden?
Wo sind sie, die wirklich mutigen Türkinnen???
Den wirklich mutigen Türkinnen würde doch keiner zuhören. Keiner interessiert sich für die Wahrheit, denn es passt ihnen nicht, das die meisten türkischen Frauen nicht unterdrückt werden...
Jeder würde es schaffen in die Medien zu kommen, wenn er/sie
etwas über die Türken behauptet, das in das Türkenbild der Europäer passt. :-(
Was treibt diese Frauen bloss dazu solch Schwachsinn von sich zu geben!
Ich krieg jedesmal Magenschmerzen, wenn ich solche Interviews oder Artikel lese!
Man hält diese Frauen für selbtsbewusst, intelligent und mutig, aber in meinen Augen sind sie verlogene, publicitygeile Onkel Toms, denen man mal gehörig die Meinung sagen sollte!
Für das ganze Geld der Welt würde ich nicht solche Unwahrheiten verbreiten!
Was sind das für Frauen? Welchen Background haben sie, von wem werden sie bezahlt und wie kann man sie wieder los werden?
Wo sind sie, die wirklich mutigen Türkinnen???
Den wirklich mutigen Türkinnen würde doch keiner zuhören. Keiner interessiert sich für die Wahrheit, denn es passt ihnen nicht, das die meisten türkischen Frauen nicht unterdrückt werden...
Jeder würde es schaffen in die Medien zu kommen, wenn er/sie
etwas über die Türken behauptet, das in das Türkenbild der Europäer passt. :-(
Vielleicht werde ich ja diese mutige Türkin sein, mir platzt nämlich langsam der Kragen! :threaden:
Durch TIGD könnten wir Berühmtheit erlangen und ich werde die Pressesprecherin! 8)
Das würd ich sehr gerne machen!
Frau Kelek stellt die Mehrheit der Türkinnen wieder als unterdrückte Wesen dar. Deniz Yücel hätte hier noch einmal nachfragen sollen.
Frau Kelek ist gegen Ende des Interviews fast genauso polemisch wie Frau Seyran Ates. Es gibt tatsächlich viele Türkinnen, die freiwillig ein Kopftuch tragen, vor allem in der Türkei, doch das will Frau Kelek nicht wahrhaben, sie sagt ja selber, dass sie sich mit diesen Frauen nicht auseinandersetzt. Ich finde sie sehr arrogant und hochnäsig.
Ich sage es nur ungern, weil ich es selber sehr ungern lese, aber Frau Kelek scheint den Islam tatsächlich zu hassen!
Ich bin genau gegenteiliger Meinung. Sie hat genug differenziert! Sie hat nicht von einer Mehrheit in dem Sinne gesprochen, wie du es schreibst. Sie hat über eine Mehrheit innerhalb der Gruppe der Kopftuchträgerinnnen gesprochen... Nicht innerhalb der Gruppe der Türken insgesamt! Ich fand ihr Interview klar und realistisch im Gegensatz zu Ates, die schon etwas gaga zu sein scheint. :D
Ich hatte in diesem Interview nicht das Gefühl, daß gleich alle türkischen Frauen unterdrückt werden oder daß deren Mehrheit unterdrückt wird. Ich habe verstanden, daß die Mehrheit der Kopftuchträgerinnen falsch erzogen worden sind und leicht unterdrückt werden. Das macht für mich allemal Sinn und unrealistisch ist es auch nicht. Hm...
... Sie hat über eine Mehrheit innerhalb der Gruppe der Kopftuchträgerinnnen gesprochen... Nicht innerhalb der Gruppe der Türken insgesamt!...
Ich hatte in diesem Interview nicht das Gefühl, daß gleich alle türkischen Frauen unterdrückt werden oder daß deren Mehrheit unterdrückt wird. Ich habe verstanden, daß die Mehrheit der Kopftuchträgerinnen falsch erzogen worden sind und leicht unterdrückt werden..
Dann hast du aber ganz ganz aufmerksam gelesen... glaubst du wirklich, dass Frau Kelek das so gemeint hat?
Stell dir mal vor, ich spreche mit 10 Mördern und behaupte danach, dass sie alle Mörder sind! Na, was soll ich denn sonst behaupten!
Frau Kelek spricht aber mit 10 unterdrückten/zwangsverheirateten Frauen, und spricht danach von 10.000 unterdrückten/zwangsverheirateten Frauen, da sie die anderen 9.990 Frauen nicht interessieren!
Dann hast du aber ganz ganz aufmerksam gelesen... glaubst du wirklich, dass Frau Kelek das so gemeint hat?
Stell dir mal vor, ich spreche mit 10 Mördern und behaupte danach, dass sie alle Mörder sind! Na, was soll ich denn sonst behaupten!
Frau Kelek spricht aber mit 10 unterdrückten/zwangsverheirateten Frauen, und spricht danach von 10.000 unterdrückten/zwangsverheirateten Frauen, da sie die anderen 9.990 Frauen nicht interessieren!
Ich habe es aber wirklich so verstanden, weil für mich die Differenzierungen klar waren.Sie sagte, daß sie sich nur auf die Gruppe der Unterdrückten konzentriert und hat nicht verallgemeinert. Bei der Ates hab ich schon komisch geguckt. Ich denke, aus lauter Attacken aus vielen Richtungen, seid ihr auf jede Aussage sensibler als der Durchschnittsleser, was auch nachvollziehbar ist. Also ich sehe in diesem Artikel keine Verallgemeinerungen. Das ist aber auch alles sehr subjektiv. Jeder Leser kann was anderes darunter verstehen!
Familienzusammenhalt ist nicht nur eine Tradition sondern auch und gerade eine soziale Absicherung. Die Untiefen der Kirchendiktatur in Europa sollte sich ersteinmal umsehen wie die Christen in einer der reichsten Städte Deutschlands ein Kind VERGUNGERT werden kann.
Die Krokodilstränen der Christen auf angeblich unterdrückte Frauen aus dem islamischer Kulturkreis ist ein Teil der Diffarmierungskampagne und das Fundament aller Missionäre im Auftrag der Kirche AG mit shareholder Value.
Abrechnung mit dem Islam
Necla Keleks Aufschrei: Muslimische Frauen in Deutschland
Hüzün ist türkisch und bedeutet Melancholie, Trauer. Es beschreibt das Innenleben eines Menschen, der hilflos seinem Schicksal ausgeliefert ist, sagt Necla Kelek. Die deutsch-türkische Soziologin kennt dieses Gefühl. Als sie 1968 im Alter von neuen Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland ging, ließ sie ihr geliebtes Istanbul zurück. Als Tscherkessin war sie schon in der Türkei eine Außenseiterin gewesen, als Türkin in einer deutschen Kleinstadt verschärfte sich dieser Zustand. Ihre Busenfreundin Steffi gab ihr den Laufpass: Ihretwegen hätte sie sich im Deutschunterricht verschlechtert.
Der unnahbare Vater entfernte sich von der Familie bald so weit, dass er für sie zu einem Fremden wurde und verhaßt dazu, weil er ihr die Geborgenheit, ja ihre Kindheit, gestohlen hatte. Als sie in die Pubertät kam, verbot er ihr jeglichen Sport – zum Schutz ihrer Jungfernhaut und der Ehre der Familie. Am Völkerballspiel nahm sie fortan nur noch als Zuschauerin teil: „Der Platz auf der Ersatzbank entsprach so ganz meinem damaligen Lebensgefühl.“ Anders als ihre beiden älteren Geschwister revoltierte sie jedoch gegen die traditionsbedingten Auflagen der Eltern – durch Depression und dann offene Verweigerung. Die Schule und die Berufsausbildung waren für die begabte junge Frau die Rettung. Verbittert kehrte der Vater schließlich in die Türkei zurück, ließ seine zerrüttete Ehe scheiden und heiratete eine 35 Jahre jüngere Frau. Hüzün als Lebensthema: „Mein Vater war für mich schon lange gestorben – mein halbes Leben lang hatte ich schon um ihn getrauert.“
Frau Keleg sagt, sie habe viele Jahre gebraucht, um dieses Hüzün-Gefühl zu überwinden und endlich in der neuen Heimat anzukommen. Heute ist die Mutter eines Sohnes auf ihren deutschen Paß sogar stolz. Als promovierte Volkwirtschaftlerin und Soziologin ist sie auf das Thema Parallelgesellschaften spezialisiert und berät die Hamburger Justizbehörde im Zusammenhang mit türkischen Straftätern. Ihr Schreibstil ist fesselnd, und man spürt in ihren bewegenden Erzählungen die Kraft einer Person, die viel erlitten hat, bevor sie dort angelangt ist, wo sie jetzt ist: integriert in die deutsche Gesellschaft und erfolgreich.
Man kann sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass der schmerzhafte Anpassungsprozess und Keleks Wunsch, endlich nicht mehr zu den Ersatzbänklern, sondern zur Mitte zu gehören, seinen Preis gekostet hat: Die Autorin benutzt mitunter eine fast aggressive Sprache, wenn sie mit der türkisch-muslimischen Gesellschaft ins Gericht geht. Das lässt auf tiefe Verletzungen und auf eine überzogene Abgrenzung von einer Welt schließen, von der die Autorin sich wohl noch immer bedroht fühlt. Denn dort, wo ihre Lebensgeschichte abrupt endet, beginnt – Hüzün ade – eine kompromisslose Abrechnung mit dem Islam, den die Autorin als größtes Hindernis zur Integration der Türken in Deutschland sieht. Ihr Hauptthema ist die Lage der muslimischen Frauen und insbesondere der „Importbräute“ – jener jungen Frauen, die, gerade eben mal 18 Jahre alt, aus der Türkei geholt und mit türkischen Männern verheiratet werden, nicht lesen und nicht schreiben können und von der Familie ihres Ehemannes vollkommen abhängig sind.
Gesicherte Zahlen gibt es nicht, aber Frau Kelek vermutet, dass jährlich Tausende junger Menschen unfreiwillig heiraten – ob von den Eltern arrangiert oder unter massivem Druck, ist ihr einerlei, denn in beiden Fällen sieht sie das Grundrecht auf Selbstbestimmung verletzt. Diese Frauen gingen nicht nach Deutschland, sagt sie, sondern in eine fremde, eine türkische Familie. Dort lebten sie unter einem Schleier nach den Regeln ihrer Männer und den Regeln des Islam – fern vom deutschen Alltag: „Wir brauchen die Deutschen nicht“, zitiert sie eine Importbraut. Sie bezieht sich ausgerechnet auf Oriana Fallaci
... der Islam ist ein Teich. Und der Teich ist ein stehendes Gewässer. Voll mit Wasser, das nie abfließt, sich nie bewegt, sich nie reinigt, nie zu fließendem Wasser wird, das bis ins Meer strömt. In der Tat verunreinigt es leicht und taugt auch wenig als Tränke. Der Teich liebt das Leben nicht. Er liebt den Tod ... Der Westen dagegen ist ein Fluss. Und Flüsse sind Wasserläufe. Wasser, das ständig weiterströmt und sich dabei reinigt, erneuert, noch mehr Wasser aufnimmt, ins Meer fließt, und Geduld, wenn es manchmal zu Überschwemmungen kommt. Geduld, wenn der Fluss manchmal vor Kraft über die Ufer tritt. Der Fluss liebt das Leben." ("Die Kraft der Vernunft", Seite 311) , um diese Parallelwelt „zweite Stadt“ zu nennen; die italienische Journalisten ist mit ihren zornigen Schriften gegen den Islam schon mehrfach des Rassismus bezichtigt und wegen ihrer populistischen Hasstiraden gar gerichtlich belangt worden. Wenn auch nicht so vehement, stößt Frau Kelek in dieselbe Richtung: Die Islamisten seien überall „auf dem Vormarsch“ erorberten unsere Städte und bedrohten unsere freie Welt und deren demokratische Prinzipien.
Die Integration, so das Fazit der Autorin, ist gescheitert. Schuld daran seien vor allem die Türken selbst, resistent gegen die deutsche Gesellschaft und ihre Sprache. Eine große Verantwortung trügen aber auch die Alt-Achtundsechziger: Durch die Nazi-Zeit und den Holocaust beladen, voller Schuldkomplexe, hätten sie die Ausgrenzung der Türken durch übertriebene Toleranz unbewußt forciert: „Es gibt eine panische Angst davor, Islamisten wegen ihrer Religion oder Herkunft zu diskriminieren, lieber nimmt man deren Verletzung von Grundrechten in Kauf.“
Die Autorin hat recht, wenn sie konstatiert: „Verantwortlich für das Scheitern ist eine verfehlte Integrationspolitik, die von der Lebenslüge getragen wurde, Deutschland sei kein Einwanderungsland.“ Ihre Empfehlungen für härtere Auflagen bei der Familienzusammenführung zum Schutz der Frauen und für sprachliche und kulturelle Leistungen, die die Migration zu erbringen haben, sind wichtig. Problematisch ist aber, dass sie unwissenschaftlich vorgeht und oft undifferenziert argumentiert, pauschal verurteilt und damit eine ganze Bevölkerungsgruppe unter Generalverdacht stellt. Indem sie stigmatisiert und provoziert, fördert sie keinen Dialog, sondern vertieft die Spaltung.
Dass in Berlin Anfang Februar der sechste „Ehrenmord“ an einer jungen Türkin innerhalb von nur vier Monaten stattfand, trägt auf eklatante Weise dazu bei, die von Frau Kelek beschriebenen Fehlentwicklungen deutlich zu machen und den dringend notwendigen Diskurs über die soziale Situation von Migranten voranzutreiben. Es ist wahrscheinlich aber auch ihren Übertreibungen und großen Verallgemeinerungen zu verdanken, dass die deutsche Öffentlichkeit ihren Aufschrei überhaupt wahrnimmt.
Quelle: FAZ Di, 31. Mai 2005, Nr.123 / Seite 9 – Politische Bücher v. Alexandra Senfft
@Refa
Danke für den Artikel. Ihre Kindheit erklärt wohl, warum Necda Kelek so einen tiefen Hass gegen die türkische Bevölkerung und den Islam hat. Die arme Frau braucht eine Therapie!
Frau Kelek ist eine Kulturrassistin!
Frau Kelek ist eine Kulturrassistin!
ihre eltern erzählen aber anderes als ihre tochter..dass sie vieles lügen über ihre kindheit bzw. jugentzeit erzählt.
Migranten integrieren – doch wie? Thomas Kessler glaubt an Förderprojekte, Necla Kelek befürwortet restriktive Gesetze
Was braucht es, damit Ausländer sich erfolgreich integrieren? Die deutsch-türkische Soziologin Necla Kelek und der Basler Integrationsbeauftragte Thomas Kessler diskutieren.
Moderation Kristina Reiss
Frau Kelek, Herr Kessler, wie gut sind Ausländer in unserer Gesellschaft integriert?
Necla Kelek: Ich glaube, dass es keine Integration gibt. Dass die Integration – wenn sie von beiden Seiten überhaupt gewollt war – gescheitert ist. In den letzten zehn Jahren ist eine parallele Welt entstanden, in die sich vor allem traditionelle muslimische Familien zurückziehen, die mit der europäischen Gesellschaft nichts zu tun haben wollen. Sie leben dort nach ihrer alten islamischen Tradition. Diese Parallelwelt wächst immer mehr, und die Mehrheitsgesellschaft schaut tatenlos zu.
Thomas Kessler: In Basel haben wir die Ausländerpolitik in den 90ern neu definiert. Unter anderem wegen der Probleme, die Sie geschildert haben, Frau Kelek. Wir sind abgekommen vom Defizitansatz, versuchen stattdessen nun, aktiv zu werden, bevor Probleme auftauchen. Damit fahren wir recht gut. Denn wenn wir Probleme mit konservativen, sozialschwachen Familien lösen wollen, reicht es nicht, nur die Gesetze zu verschärfen. Das Ziel muss heissen, im Vorfeld die Chancengleichheit herzustellen. Migranten sollen möglichst früh Fördermassnahmen bekommen, aber es wird auch etwas von ihnen gefordert: Die deutsche Sprache zu lernen zum Beispiel.
Sie bieten in Basel über 100 Förderprojekte an. Darunter auch so exotische wie «Abfalltraining». Ist das notwendig?
Kessler: In der Sozialkontrolle werden Leute tatsächlich danach beurteilt, wie korrekt sie ihren Abfall entsorgen, ob die Säcke am richtigen Ort stehen. In Kursen über das sinnliche Thema Abfall begreifen Migranten aber auch unsere Identität und an was man in der Sozialkontrolle gemessen wird. Das tönt banal, ist aber entscheidend für das Zusammenleben im Quartier.
Sie zeichnen für Basel ein optimistisches Bild, Herr Kessler, was die Integration verschiedener Minderheiten angeht. Während Sie, Frau Kelek, finden, in den letzten zehn Jahren sei fast alles schief gelaufen.
Kelek: Ja, es ist sehr interessant, das von Ihnen zu hören, Herr Kessler. Die Integrationsbeauftragten von Berlin und Hamburg argumentieren ähnlich und sagen: «Wir haben alles im Griff, es gibt keine Probleme.» Doch in Deutschland gehöre ich ja auch zu den wenigen, die Klartext reden. Mir wird oft gesagt, ich übertreibe. Aber für mich gehen die Behörden – sei es in Deutschland, sei es in der Schweiz – einfach zu wenig weit. Sie schauen immer nur, dass nicht gegen die Gesetze verstossen wird, alles Weitere interessiert sie nicht. Dabei muss man viel früher ansetzen! Mein Thema sind die muslimischen Frauen und Mädchen, die – obwohl in Europa geboren – die europäischen Rechte für sich oft nicht in Anspruch nehmen können. Ich beobachte seit Jahren die Tendenz, dass gerade Migranten, die beschlossen haben, hier zu bleiben, ihre Kinder von Europa fern zu halten versuchen. Ein Mittel dazu ist die frühe Verheiratung. Auch das Tragen von Kopftüchern spielt immer mehr eine politische und weniger eine religiöse Rolle. Wie reagieren Sie zum Beispiel in der Schweiz, wenn ein Mädchen mit Kopftuch zur Schule kommt? Kessler: Das Bundesgericht sagt, Kinder dürfen mit dem Kopftuch in die Schule, das liegt im Rahmen der religiösen Freiheit der Familie. Bis das Kind 16 ist, darf die Familie darauf Einfluss nehmen. Kelek: In Deutschland ist das auch so. Aber das finde ich schlimm, denn genau da passiert die wichtigste Sozialisation. Später, in der Ablösephase von der Familie, zwischen 15 und 20, werden muslimische Mädchen und Jungen dann oft verheiratet – um zu verhindern, dass sie europäische Partner wählen. In meinem Buch habe ich gezeigt, dass Parallelgesellschaften gerade auf Grund der Zwangsehen entstehen.
Was müsste man dagegen tun?
Kelek: Früher intervenieren! Als ich 13 war, wollte mein Vater, dass ich nicht mehr am Turnunterricht teilnehme. Die Reaktion der Lehrerin darauf war: «Na, dann wollen wir deinen Vater nicht ärgern, dann liest du eben so lange ein Buch.» Ich aber finde, Gleichberechtigung muss schon in der Schule anfangen.
Sie fordern also, Migranten sollen sich in Sachen Kindererziehung den deutschen oder Schweizer Gepflogenheiten anpassen?
Kelek: Ich sage, dass diesen Kindern geholfen werden muss, eine Identität zu finden, dass sie sich mit diesem Staat, in dem sie leben, identifizieren. Ich wäre für ein absolutes Kopftuchverbot, vor allem für Kinder bis 14 Jahre. Kessler: Ich verstehe Ihre Argumente, aber ich halte so einen Eingriff in die Familie wegen der kulturellen Vielfalt bei uns für undenkbar. Für einen Eingriff in die Freiheit, bestimmte Kleider zu tragen, sehe ich in der Schweiz keine Mehrheit.
Halten Sie das auch nicht für nötig?
Kessler: Ich halte es im Moment nicht für nötig. Ich finde eine proaktive Politik besser. Dass wir etwa zu jenen Familien einen Mediator schicken, bei denen wir Anhaltspunkte haben, dass die Tochter dies nicht freiwillig tut oder diskriminiert wird. Bei Kleiderverboten wiederum bin ich skeptisch. Diese müssten bei uns ja für alle Minderheiten gelten. Im Vorfeld von Verboten hingegen können wir viel flexibler reagieren, als wenn wir jetzt wie in Frankreich erst mal mit einer Kopftuchdebatte anfangen, gleichzeitig aber den Jugendlichen keinerlei Chancen bieten. Dann hört sich das wunderbar an – ein Kulturkampf auf politischer Ebene. In der Praxis ist das jedoch ein Witz. Denn dann tragen muslimische Kinder zwar keine Kopftücher, aber die einzige Stelle, die sich wirklich um sie kümmert, ist die Moschee.
Muss man denn eingreifen in die Erziehung? Und wenn ja: wie weit?
Kessler: So weit, wie es unsere Rechtsordnung vorschreibt. Die Schulbildung ist obligatorisch, für alle. In Basel möchten wir etwa, dass alle ins Skilager gehen. Das ist wichtig für die gemeinsame Sozialisierung. Die Kompromisse gehen so weit, dass ganz Frommen zugestanden wird, die Tochter im Schullager bei der Lehrerin schlafen zu lassen. Aber niemals sollte es so weit gehen, dass ein Kind nicht mit ins Schullager oder auf den Ausflug darf. Kelek: Ich finde es absurd, wenn wie im Schwimmbad einer Berliner Schule aus Anpassung an die muslimischen Schülerinnen ein Vorhang gezogen wird, damit die Geschlechter getrennt voneinander schwimmen können. Kessler: Das finde ich auch. Das Entgegenkommen darf nie so weit gehen, dass man Parallelstrukturen zulässt. Kelek: Dann verstehe ich nicht, dass Sie das Thema nicht ernster nehmen. Es ist wichtig und lobenswert, wie Sie Integration innerhalb der bestehenden Gesetzgebung behandeln. Aber genauso notwendig ist es zu schauen, was der Staat noch regeln müsste. Was mir Sorgen macht, ist dieser islamische Fundamentalismus, der in der Welt wächst – was wir gerade wieder erst in London erlebt haben.
Kessler: In der Analyse stimme ich Ihnen zu, es ist ein sehr ernstes Thema. Aber ich bin gegen Überreaktionen. Unsere Rechtsordnung ist uns zu wichtig, als dass wir uns von dieser Islamistendebatte blenden lassen. Wir sind überzeugt, wir schützen unser Prinzip am besten mit einem kohärenten Gesamtkonzept, das alle Aspekte angeht – von der Bildung bis zur gezielten Bekämpfung von Kriminellen.
Wovon hängt es ab, ob Integration gelingt?
Kessler: Das Wichtigste ist, dass die Mehrheitsgesellschaft eine geklärte Identität hat und weiss, was sie will – und auf dieser Basis die Regeln definiert. Hier haben wir bei uns ein Problem: Die Schweiz ist genau gespalten zwischen der Vorstellung, wir seien immer noch die Mythen-Schweiz – ein Agrarstaat mit Geburtsjahr 1291 -, und der Realität, dass über ein Drittel der Menschen immigriert ist oder von Migranten abstammt. Zudem ist die ganze Wirtschaft aussenhandelsorientiert, wir sind faktisch total globalisiert und modernisiert. Doch diese Wirklichkeit ist nicht mehrheitsfähig – das spiegelt sich auch im Umgang mit Fremden. Deshalb ist auch unsere Gesetzgebung immer ambivalent – zwischen offen und repressiv. Da spielt immer die ungeklärte Identität mit rein. Kelek: Für mich misst sich Integration an der Sprache. Wenn Migranten nicht bereit sind, die Sprache des Landes zu lernen, wollen sie sich auch nicht integrieren. Ausserdem muss die Mehrheitsgesellschaft eine klare Identität haben, da gebeich Ihnen Recht, Herr Kessler. Das hat auch in Deutschland in den letzten 40 Jahren gefehlt. Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges war den Deutschen nur daran gelegen, zu zeigen, dass sie ein tolerantes Volk sind, dass in ihrem Land jeder seine Kultur leben kann, dass niemandem eine fremde Kultur aufgedrückt wird. Die Deutschen brauchten die Migranten, um sich selbst zu beweisen: «Wir haben es gelernt, wir sind keine Rassisten mehr.» Und die Migranten haben die Situation für sich ausgenutzt und keine Anstalten gemacht, sich zu integrieren.
Muss nicht auch die Mehrheitsgesellschaft ihren Anteil leisten, wenn die Integration von Migranten gelingen soll?
Kessler: In der Schweiz sehe ich den grösseren Handlungsbedarf bei den politischen Verantwortlichen, vor allem beim Bundesrat. Er soll endlich dazu stehen, dass die Schweiz ein Migrationsland ist, und die Integration höher gewichten. Kelek: Ich fordere in diesem Punkt von Deutschen und Schweizern, dass sie sich einmischen und Missstände ansprechen, anstatt sich hinter Toleranz zu verstecken – es muss gefördert und gefordert werden.
Dieses Einmischen kommt bisher – wenn überhaupt – von Migrantinnen. Musliminnen wie Sie, Frau Kelek, oder Ayaan Hirsi Ali, die sehr scharf ihre Kultur, den Islam kritisieren, drängen an die Öffentlichkeit. Wie erklären Sie sich das?
Kelek: Es sind eben vor allem Frauen, die von Ungerechtigkeiten betroffen sind. Wenn jetzt endlich ein paar an die Öffentlichkeit gehen, ist das höchste Zeit.
Laufen Sie mit Ihren harschen Worten über Ihre Landsleute nicht Gefahr, sich von Integrationsgegnern als Kronzeugin instrumentalisieren zu lassen?
Kelek: Nein, das sehe ich überhaupt nicht. Wir reden ja gerade von Parallelgesellschaften, dass dort Menschenrechtsverletzungen passieren.
Inwiefern erleben Sie Ausländerfeindlichkeit als Integrationshemmnis?
Kelek: Für mich gibt es Ausländerfeindlichkeit in dem Sinne nicht. Es ist eher ein Wegschauen.
Als Türkin in Deutschland erlebt man keine Ausländerfeindlichkeiten?
Kelek: Ich persönlich habe dies nie erlebt – dafür aber die Ausländerfeindlichkeit der Migranten. Wie manche Türken über Deutsche sprechen, möchte ich Ihnen ersparen. Da tut sich ein Abgrund auf.
Aber es ist doch nicht zu leugnen, dass zum Beispiel Schulabgänger mit ausländisch klingendem Namen es deutlich schwerer bei der Lehrstellensuche haben, oder nicht?
Kelek: Dann fragen Sie doch, was derjenige, der dies behauptet, für Qualifizierungen hat. War er wirklich gut in der Schule? Es ist einfach, immer alles auf die Herkunft zu schieben. Wenn türkisch-muslimische Schüler mehrheitlich schlechtere Leistungen bringen, liegt dies auch oft an der mangelnden Integration der Eltern, die kein Verständnis für Bildung haben. Ich fordere meine Landsleute deshalb auf: «Kommt endlich an, versteckt euch nicht hinter der Opferrolle.» Kessler: Ich muss da präzisieren: Es gibt diese Diskriminierungen. Wir haben Blindtests durchgeführt, und je nach Namen bekam man die Stelle oder nicht. Deshalb hat bei uns der Kanton eine Anlaufstelle gegen rassistische Diskriminierung eingerichtet. Diese kann zwar aufklären, intervenieren – aber eine Welt ohne Vorurteile wird es nie geben. Deshalb sind Migranten überdurchschnittlich gefordert, müssen immer ein wenig mehr leisten. Daran kommen sie nicht vorbei. [TA | 21.07.2005]
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/leben/gesellschaft/520660.html
aaaaaaaaaaaaaa
naja jetzt weiss ich was ich zutun habe:D
DeLaHoya
ganz meine meinung...die Frau ist wirklich ein eindeutiger Beweis der deutschen fehlgeschlagenen Migrationspolitik an sich: Sie klaefft an jedem Winkel und an jeder Ecke...
Habt ihr mal 'ne statistik, für die Raten der Zwangsehen in D unter Migranten.Waere interessant. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass diese Frau nur in den Extremen taumelt. Kopftuch und London..was für eine Logik :rolleyes:
Und diese restriktiven gesetze :rolleyes: Die glaubt doch wirklich dass man in D "QuasiTaliban - Gesetze" einführen kann.. :rolleyes:
Das ist Knabenlese Umgekehrt.So ist das Leben.Früher haben wir ihre Kinder gegen sie benutzt heute machen sie das selbe gegen uns. Hayat bu,bize karsi olsa bile adalet yerini buluyor!
Ingolstädter
22.07.05, 16:15
Das Ziel muss heissen, im Vorfeld die Chancengleichheit herzustellen. Migranten sollen möglichst früh Fördermassnahmen bekommen, aber es wird auch etwas von ihnen gefordert: Die deutsche Sprache zu lernen zum Beispiel.
Kelek: Früher intervenieren! Als ich 13 war, wollte mein Vater, dass ich nicht mehr am Turnunterricht teilnehme. Die Reaktion der Lehrerin darauf war: «Na, dann wollen wir deinen Vater nicht ärgern, dann liest du eben so lange ein Buch.» Ich aber finde, Gleichberechtigung muss schon in der Schule anfangen.
Kelek: Ich persönlich habe dies nie erlebt – dafür aber die Ausländerfeindlichkeit der Migranten.[/size] Wie manche Türken über Deutsche sprechen, möchte ich Ihnen ersparen. Da tut sich ein Abgrund auf.
hm... diese Kelek argumentiert mir zu einseitig... sie sagt immer nur die agression der migranten gegen einheimische... dabei gibt es den umgekehrten effekt selbstverständlich auch... diesen ignoriert sie was schlecht ist...
wo ich zustimme ist beim schulunterricht... es kann nicht angehen dass kinder aufgrund irgendwelcher unterschiedlichkeiten besondere erziehungsrechte bekommen... klar ich sehe dass ihr es nicht gern seht dass eure kinder von armenier-lügen in der schule heimgesucht werden... aber wenn ihr mit ihnen vernünftig daheim diskutiert und dieses thema nicht ausblendet wird das ergebnis besser und auch "die deutschen" in der schule bekommen die möglichkeit die andere sichtweise kennenzulernen.
chancengleichheit ist wichtig aber "mediatoren" in jede ausländische familie zu schicken ist zu teuer und unpragmatisch... besser ist es einen gewissen integrationsdruck aufzubauen indem man alle gleich behandelt...
"Na, dann wollen wir deinen Vater nicht ärgern, dann liest du eben so lange ein Buch."
diese lehrerin hat meiner ansicht nach unverantwortlich gehandelt.
wenn ich eine religion gründe die es verbietet dass meine kinder noten bekommen, muss sich der staat dann daran halten? nein muss er nicht und soll er auch nicht... wenn mir nicht gefällt dass meine kinder benotet werden und das sehr wichtig ist, dann ziehe ich einfach dahin wo diese regeln beachtet werden...
welche von beiden ist immigrant..
frau kelek oder kessler...ich kann die frau keltek nicht als immigrantin einordnen..
oder lese ich falsch
welche von beiden ist immigrant..
frau kelek oder kessler...ich kann die frau keltek nicht als immigrantin einordnen..
oder lese ich falsch
:D
Der Schakal
22.07.05, 18:40
welche von beiden ist immigrant..
frau kelek oder kessler...ich kann die frau keltek nicht als immigrantin einordnen..
oder lese ich falsch
Muahahahahaa...abicim...das war das i tüpfelchen...helal olsun...:) :D :D :)
Abbas Mirza
22.07.05, 18:46
Migranten integrieren – doch wie? Thomas Kessler glaubt an Förderprojekte, Necla Kelek befürwortet restriktive Gesetze
Unglaublich, was einige Vaterlansverräter tun um als Vorzeige Türkin etwas Rum zu ernten, wie tief kann man sinken sich auf dieser Art und weise in aller öffentlichkeit zu Prostituieren....:confused:
Zur Sache:
Intergrations Debatte ist ein Gespenst, welches mal hier mal da auftaucht, niemand weiß worum es geht doch alle sprechen davon...:rolleyes:
Niemals hört man die türkische Seite (solhce Subikjekte wie die Dame zählt sich wohl selbst nichtmal als türkisch) nur die Deutsche, immer kommt das Bild von Kreuzberg etc. wie paar Frauen mit Kopftuch durch die Kamera laufen, und dann fängt die Schow an "Zwangsverheiterung mitten in unserer Gesselschaft" "Islamismus" bla bla
Wir dürfen diese Debatte nicht ernsthaft aufrgeifen, das ist nur eine Zermürbungstaktik von denen, man kann niemals vernünftig diskutieren.
Wenn man endlich mal eine vernübnftige Lobby hätte, und sich selbst um die Probleme kümmern würde (die ja lustigerweise in der Intergrationsdebatte angesprochen werden) würde sich die Debatte erledigen.
Edmund Stoiber und seine Kollege sind eifrig am kritiesieren aber was Konrket schlagen sie vor? "Die Ausländer haben schuld" Diese Rhetroik dürfte so manchem Historiker gerade aus München bekannt vorkommen...:rolleyes:
Es müssen Schulen gebaut werden, es müssen Projekte gestartet werden nicht mit dem Ziel Publisiyt zu machen sondern Erfolge zu erzielen.
Dabei sind türkische Studenten und Akademiker am gefragtesten, alle müssen in Hand in Hand arbeiten, erstes Ziel ist es soviele Jugendliche zum abitur zu verhelfen. Und viele wissen nicht das man jederzeit sein Abitur nachholen kann...
Wir brauchen Ärzte, Medienleute, Anwälte, Ingeneure, BWLer etc. dann müssen wir lernen effektiver zusammen zu arbeiten, hier sage ich immer von den Juden lernen heisst siegen lernen.
Schaut euch die nur mal an, mit sowenigen sind die so eine Kraft dort. _Es gibt jüdische Schulen gar Krankenhäuser, Universitäten (und auf jder Elitee Uni jüdische Studentbünde)
Wie integriert sind diese wohl?
Also macht euch nix vor, diese Debatte ist augenwischerei!
Wir wollen konrkete Vorwürfe und Lösungsvoerschläge hören!
Wir können für islamisten genauso wenig oder viel wie die Deutschen für die NPD, das alles ist nur eine frage der öffentlichen Kommunikation wie sie dargsetllt wird.
Wie bringen wir unsere Jugendlichen dazu sich zu bilden?
Wir müssen eien Kraft innerhalb der SPD werden, um nach deren Wahl siegen (auf Kommunaler Ebene) Projekte finanzieren und durchführen zu lassen.
Türkisch Unteriocht auf Schulen, türkische Geschichte (ohne Armenier Lügen)
Mehr Schulen, mehr Nachhilfe, freundlichere Lehre (viel mehr türkische Lehrer und auch Direktoren)
Und und und, das sind die Dinge die wir zu packen haben, und nicht uns für Kopftücher zu rechtfertigen (im Ürbigen trägt Angela Merkel komischerweise auch welche wenn sie beim Papst ist...:rolleyes: )
...
Also macht euch nix vor, diese Debatte ist augenwischerei!
Wir wollen konrkete Vorwürfe und Lösungsvoerschläge hören!
Wir können für islamisten genauso wenig oder viel wie die Deutschen für die NPD, das alles ist nur eine frage der öffentlichen Kommunikation wie sie dargsetllt wird.
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Thumbs up!
Kelek baci kelek baci!
Stoiber amca bize kiz verdi de biz mi almadik?!!
Schon klar, dass die Frau Kelek keine Ausländerfeindlichkeit seitens der Deutschen verspürt, wenn Sie ständig über die Türken bzw. Ausländer herzieht!
Einigen Deutschen ist man erst dann ein guter Integrator, wenn man
- über seine Landsleute herzieht
- Schweinefleisch frißt
- Alkohol trinkt
- nicht in die Moschee geht
- sich von der Kultur der Eltern distanziert und und ....
Diese Aufzählungen habe ich von meiner deutschen (natürlich auch deutschstämmigen) Freundin.
Abbas Mirza
23.07.05, 17:24
Schon klar, dass die Frau Kelek keine Ausländerfeindlichkeit seitens der Deutschen verspürt, wenn Sie ständig über die Türken bzw. Ausländer herzieht!
Einigen Deutschen ist man erst dann ein guter Integrator, wenn man
- über seine Landsleute herzieht
- Schweinefleisch frißt
- Alkohol trinkt
- nicht in die Moschee geht
- sich von der Kultur der Eltern distanziert und und ....
Diese Aufzählungen habe ich von meiner deutschen (natürlich auch deutschstämmigen) Freundin.
Das alles errinnert ein Wenig an einen Ethnozid, wenn sie aus Weltpoltischen Gründen uns alle nichtr ausweisen können (schließlich haben türkische Gastarbeiter dieses Land aufgbeaut, und Deutschland hatte da ja schonmal so ein Problem mit fremden im Land die sie nicht wollten) versucht man unsere Kultur zu vernichten.
Ich habe gestern so ein ekelhaften antitürkistischen Film auf ZDF gesehen das ich mich fast übergeben musste.
In dem Film waren alle Türken dumm, und krimininell, es kamm den ganzen Film lang warum brauch eine türkische Frau drei Männer (einer der für sie hört, einer der für sie sieht, und einer der für sie spricht...) den ganzen Film lang, dann sind ein Deutscher mit seinen Freunden in die Türkei geflogen, und wieder alles negativ, mant hat richtig schön wieder über uns her gezogen, ich dachte die Filmen in Afghnaistan.... alles chatisch und nix funktioniert, dann brüllt der Deutsche noch rum das Deutschlnad viel besser ist und was alles in der Türkei Scheixxe ist...
Dann macht diesder Deutsche noch eine türkische Frau an, die bedeckt und mit ihrem Mann in einem Cafe sitzt....
Sogar auf die Armenier Lügen wurde angspeigelt, und als die türkischen Polizisten deutsche Frauen retten wurden sie trotzdem als Brutal hingestellt...
Verwunderlich war das diesesmal die Qulität 8nicht inhaltich) einem Kinofilm gleich käme, diese Leute imnvestieren immer mehr in die Endlösung der Türken Frage
Abbas Mirza
23.07.05, 17:45
Hierr das ist der Film
http://www.klack.de/TvItem.php?ID=928559535
die drei Türken sollen wohl an eine neue variante von Dick und Doff errinern, und wie immer haben sich die Herren und Damen selbst übertroffen und einen Necla Kelek aboleger gefunden der das ganze verfilmte (spielt selber im Film mit, als Hasan der kein türkisch kann, und zum deutschen geworden ist...)
So wird angegeben das der Film aus der Türkei stammt!
Unfassbar, wer entscheidet eigentlich was für Filme auf ZDF gespielt werden und welche nicht?
Gibt es auch bitte wenigstens einen einzigen türkischen Regieseur in der BRD der sich von Fatih Akin und seinen Genossen deutlich unterscheidet?
Hierr das ist der Film
http://www.klack.de/TvItem.php?ID=928559535
Ja, hier haben wir Müllabfuhrmitarbeiter Ali und seine Kollegen in der Heimat:
http://www.klack.de/1886327119.jpg
Ach ja, in der Türkei leben natürlich auch Kannibalen aus Südamerika:
http://www.klack.de/1886329210.jpg
Und das ist deutscher Humor in Höchstform:
http://www.klack.de/1886333864.jpg
Keine gute Wahl
Der Scholl-Preis für Necla Kelek
VON JAMAL TUSCHICK
Die Vergabe des Geschwister-Scholl-Preises an die türkisch-deutsche Soziologin Necla Kelek lässt sich als Einverleibungsvorgang verstehen. Die 1957 in Istanbul geborene und in Deutschland aufgewachsene Autorin steht in einer Reihe von Kulturbrücken-Pionieren, die wie aus tieferen und dunkleren Lagen der Welt die deutsche Mehrheit ins Bild setzen. Necla Keleks "Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland", der die Anlass für die Preisvergabe war, zerfällt in eine Familiengeschichte mit folkloristischem Tenor und in eine Art Pamphlet, das alarmieren soll. Sie beschreibt Verhältnisse so genannter Import-Gelins, "gekaufter Bräute", die in der Türkei aufgewachsen sind und in Deutschland mit Türken verheiratet werden. Diese Ehen sind arrangiert, Braut und Bräutigam besiegeln kein Liebesverhältnis.
Es erfordert eine erhebliche Anstrengung, um Keleks Buch Fremde Braut in einen Zusammenhang mit früheren Scholl-Preisträgertiteln zu bringen. Seit 1980 vergibt der Landesverband Bayrischer Verlage und Buchhandlungen zusammen mit der Stadt München diese Auszeichnung im Andenken an den Widerstand gegen Hitler der Bewegung "Weiße Rose". Sie würdigt Werke, die als Zeugnisse "geistiger Unabhängigkeit" und "moralischen Mutes" auffallen. Rolf Hochhuth war der erste Preisträger. Ihm folgten unter anderen Georges-Arthur Goldschmidt und Victor Klemperer, Autoren, die im langen Schatten des Holocaust wirken. Necla Keleks Auszeichnung deutet einen Paradigmenwechsel an.
Keleks Buch Die fremde Braut changiert zwischen privat erscheinenden Mitteilungen, romantischen Auslassungen und Belehrungen. So bringt Kelek ihren tscherkessischen Urgroßvater ins Spiel, einen wahren Haudegen, der einst zu seinem Vorteil mit zweihundert Sklavinnen in Istanbul einzog. Sie erwähnt tscherkessische Sultansmütter, die ihre Karrieren im Zustand der Leibeigenschaft begannen. Necla Kelek erzählt sie nicht, formuliert stattdessen wie für ein Flugblatt: "Seitdem eine verstärkte Islamisierung der türkischen Gesellschaft auch unter den Migranten in Deutschland zu beobachten ist, kommen die alten Traditionen (… ) wieder zur Anwendung. Die Tradition frisst die Moderne." Wahr ist aber: Der Hochgeschwindigkeitsexpress der Moderne längst in der Türkei angekommen.
Der Kiepenheuer & Witsch-Verlag bewirbt Die fremde Braut mit dem Satz: "Eine Türkin in Deutschland erklärt, woran die Integration immer wieder scheitert". Das Buch räume mit "Multi-Kulti-Illusionen auf". Dass es auf Zahlen und Fakten nicht ankam, darauf hat die Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim hingewiesen: "Im Buch fehlen alle soliden und nachprüfbaren Daten. Die Autorin setzt arrangierte Ehe einfach mit Zwangsheirat gleich, so als gäbe es nicht wesentliche Unterschiede dazwischen".
Die fremde Braut ist derart gezielt als Anklage zu verstehen, dass man sich fragen muss, ob in Keleks Auszeichnung nicht auch eine ins Allgemeine auswandernde Ablehnung von Türken in Deutschland steckt. Das Buch stößt auf Vorbehalte gerade da, wo die Mehrheitsgesellschaft Reserve kaum erwartet. Die Türkei nach der Umma (der Gemeinschaft der Muslime) zu beurteilen, ist ebenso verfehlt wie der Versuch, Italien aus der Omerta (dem Mafiagesetz des Schweigens) zu verstehen. Keleks Überlegungen wirken über weite Passagen undifferenziert und werden den tatsächlichen Verhältnissen nicht gerecht. Würden die vor vierzig Jahren in Deutschland eingewanderten Türken heute in die Gebiete ihrer Herkunft zurückkehren, kämen sie dort als Fremde an. Einige der ursprünglich bäuerlich geprägten türkischen Enklaven sind in der doppelten Diaspora erstarrt. Sie haben die Modernisierung Deutschlands und der Türkei verpasst.
Das weiß Necla Kelek. Die Crux ergibt sich aus der Verknüpfung von abenteuerlichen Episoden und unbestreitbaren historischen Einlassungen mit soziologisch anmutenden Behauptungen, die auf den Staus quo zielen. Danach sind im erfassten Milieu Zwangsheiraten üblich. Die nach Deutschland verbrachten Ehefrauen werden "wie Sklavinnen gehalten". Auf deutschem Boden existiert eine türkische Parallelgesellschaft, die ihre islamischen Wertvorstellungen gegen den Westen verteidigt. Insoweit wirkt Die fremde Braut wie eine Warnung vor den Türken, die von Deutschen gehört werden soll. Dass sie ihr Ziel erreicht, darauf kann die Autorin sich verlassen, da ihre Auffassung der Verhältnisse jetzt auf hohem Niveau für preiswürdig befunden wurde.
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cnt=754259
Es wurde langsam Zeit, dass man dies zum Ausdruck bringt!
Das hat sich ein Deutscher wohl nicht getraut oder trauen dürfen.
Einer hats erkannt!
:aferin:
Telli Baba
10.11.05, 23:33
Tschäm (Ötzi) Ötzdömier ist doch tscherkesse oder nicht? Was haben die Tscherkessen denn für ein Problem mit der Türkei? Nach den Lazen sind die Tscherkessen die am Fundamentalistischten die ich in der Türkei kennenlernen durfte.
Insoweit wirkt Die fremde Braut wie eine Warnung vor den Türken, die von Deutschen gehört werden soll. Dass sie ihr Ziel erreicht, darauf kann die Autorin sich verlassen, da ihre Auffassung der Verhältnisse jetzt auf hohem Niveau für preiswürdig befunden wurde.
wie wahr... die Junge Union zitiert auch schon Seyran Ates... Tja, diese Frauen werden nun als Martin Luther Kings der türkischen Frau dargestellt... Nur, ohne Gefolgschaft!
Manastirli Hamdi
11.11.05, 00:09
Kelek ist der Bassam Tibi der Geschlechtersoziologie.
Immer dieser türkische Selbsthass.
Kelek ist der Bassam Tibi der Geschlechtersoziologie.
Immer dieser türkische Selbsthass.
Bassan Tibi ist Syrer und Kelek ist kurdin.Wenn es nach denen geht,sind Türken in der Mehrheit El-Kaida anhänger oder Steinigen ihre Frauen.
Zu welcher Ethnie gehörten denn die letzten Ehrenmord Opfer an?
Das ist kein Selbsthass sondern einfach nur ein plumper versuch die Türkische Gemeinde in Deutschland zu verleumden.
Kelek ist kurdin.
Du hast dein Beirag wohl gar nicht gelesen.
Diese Frau Kelek hat es nun mal einfach nicht begriffen. Sie will auf Mißstände aufmerksam machen? Ich sage, diese Frau ist ein Mißstand für die türkische Gesellschaft in Deutschland.
Anstatt zu pauschalisieren und ihre eigenen Erfahrung zum Ausdruck zu bringen, sollte diese Frau mal wissenschaftlich arbeiten und ihren Hass versuchen zu bändigen.
Doch ist es ja auch nicht so, dass diese Frau ganz unrecht hat, doch die Art und Weise wie sie ihre Meinung verkauft, ist einfach nur heuchlerisch.
Das diese Frau Kurdin ist, wusste ich bisher nicht, doch macht es für mich nun noch mal einiges klarer.
Sie verwechselt hier die kurdische Gesellschaft in Deutschland mit der türkischen. Im Grunde ist die kurdische nicht von der türkischen zu unterscheiden, da die türkische Gesellschaft für mich ein Sammelbegriff ist, für jeder der sich als Türke bezeichnet. Doch in Punkto Zwangsheirat, Importehefrauen und Ehrenmorde, sind unsere kurdischen MItbürger leider Weltmeister.
:gewalt:
Doch in Punkto Zwangsheirat, Importehefrauen und Ehrenmorde, sind unsere kurdischen MItbürger leider Weltmeister.
´
Da wir aber gegen Separatismus sind, können wir das als unsere eigenen Probleme verstehen!
Bassan Tibi ist Syrer und Kelek ist kurdin.Wenn es nach denen geht,sind Türken in der Mehrheit El-Kaida anhänger oder Steinigen ihre Frauen.
Zu welcher Ethnie gehörten denn die letzten Ehrenmord Opfer an?
Das ist kein Selbsthass sondern einfach nur ein plumper versuch die Türkische Gemeinde in Deutschland zu verleumden.Man kann es nicht häufig genug wiederholen!!!
:aferin:
´
Da wir aber gegen Separatismus sind, können wir das als unsere eigenen Probleme verstehen!
Moment mal, wer will sich hier von wem abspalten? Wer möchte einen eigenen Staat und eigenes Land?
Sry, ich bin strikt dagegen, dass türkischer Boden abgespalten wird, aber den Schuh mit Ehrenmorden und Zwangsheirat ziehe ich nicht auf die Mehrheit der türkischen Gesellschaft.
Es ist in soweit unser Problem, dass unsere Gesellschaft durch solche Verbrecher ( die Menschen, die meinen ihre Töchter zwangsverheiraten zu müssen oder gar zu töten) in den Dreck gezogen wird.
Ich sehe keine Möglichkeit, diese Menschen aufzuklären, dass ihr Handeln falsch ist. Die Hoffnung bleibt, dass der Generationenwechsel diese Traditionen hinter sich lässt... .
Moment mal, wer will sich hier von wem abspalten? Wer möchte einen eigenen Staat und eigenes Land?
Sry, ich bin strikt dagegen, dass türkischer Boden abgespalten wird, aber den Schuh mit Ehrenmorden und Zwangsheirat ziehe ich nicht auf die Mehrheit der türkischen Gesellschaft.
Es ist in soweit unser Problem, dass unsere Gesellschaft durch solche Verbrecher ( die Menschen, die meinen ihre Töchter zwangsverheiraten zu müssen oder gar zu töten) in den Dreck gezogen wird.
Ich sehe keine Möglichkeit, diese Menschen aufzuklären, dass ihr Handeln falsch ist. Die Hoffnung bleibt, dass der Generationenwechsel diese Traditionen hinter sich lässt... .
Das ist deine Persönliche Haltung und Meinung trifft aber auf den Bigboss, den Staat nicht zu weil er jeden mit TR Pass als seinen Bürger anerkennt.
Ich weiß wie du das meinst, aber ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen das das "Bölücülük" ist! Ob es PKK ler machen oder Türken, ist dem Staat egal, beiden droht die selbe Strafe!
Erst sagen das sie ein Teil von uns sind und dann mit denen nichts zu tun haben wollen wenn sie scheiße Bauen ist Doppelzüngigkeit ala some europeans!
Das ist deine Persönliche Haltung und Meinung trifft aber auf den Bigboss, den Staat nicht zu weil er jeden mit TR Pass als seinen Bürger anerkennt.
Ich weiß wie du das meinst, aber ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen das das "Bölücülük" ist! Ob es PKK ler machen oder Türken, ist dem Staat egal, beiden droht die selbe Strafe!
Erst sagen das sie ein Teil von uns sind und dann mit denen nichts zu tun haben wollen wenn sie scheiße Bauen ist Doppelzüngigkeit ala some europeans!
Katiliyorum carlito....wenn es unsere Menschen sind ist es auch unser Abschaum der sich darunter befindet.
Das ist deine Persönliche Haltung und Meinung trifft aber auf den Bigboss, den Staat nicht zu weil er jeden mit TR Pass als seinen Bürger anerkennt.
Ich weiß wie du das meinst, aber ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen das das "Bölücülük" ist! Ob es PKK ler machen oder Türken, ist dem Staat egal, beiden droht die selbe Strafe!
Erst sagen das sie ein Teil von uns sind und dann mit denen nichts zu tun haben wollen wenn sie scheiße Bauen ist Doppelzüngigkeit ala some europeans!
Nein, Nein. Sie verstehen das falsch. Natürlich muss die Gesellschaft die Probleme mit tragen, dass meinte ich nicht anders. Aber wenn jemand wie Frau kelek daher kommt und es pauschalisiert und damit über 70 Millionen Türken verurteilt, dann werd ich giftig.
Anstatt rumzubrüllen, sollte diese Frau endlich mal etwas vernünftiges tun und einen Lösungsvorschlag hervorbringen.
Es reicht nicht einfach eine Feststellung zu machen ( die jedenfalls umstritten ist ) und sich dann zurückzuziehen.
Und an Frau Kelek gerichtet:
Frau Kelek es tut mir um Ihre Kindheit und Jugend leid, aber bitte lernen Sie wissenschaftlich zu arbeiten und vorallem zu differenzieren. Damit wäre den zur Ehe gezwungenen Mädchen mehr gedient.
PS: Und zu diesen 70 Millionen Türken gehören natürlich Menschen kurdischer Herkunft.
Nein, Nein. Sie verstehen das falsch. Natürlich muss die Gesellschaft die Probleme mit tragen, dass meinte ich nicht anders. Aber wenn jemand wie Frau kelek daher kommt und es pauschalisiert und damit über 70 Millionen Türken verurteilt, dann werd ich giftig.
Anstatt rumzubrüllen, sollte diese Frau endlich mal etwas vernünftiges tun und einen Lösungsvorschlag hervorbringen.
Es reicht nicht einfach eine Feststellung zu machen ( die jedenfalls umstritten ist ) und sich dann zurückzuziehen.
Und an Frau Kelek gerichtet:
Frau Kelek es tut mir um Ihre Kindheit und Jugend leid, aber bitte lernen Sie wissenschaftlich zu arbeiten und vorallem zu differenzieren. Damit wäre den zur Ehe gezwungenen Mädchen mehr gedient.
PS: Und zu diesen 70 Millionen Türken gehören natürlich Menschen kurdischer Herkunft.
Dem kann ich mich nur anschließen.
Diese Frau Kelek hat es nun mal einfach nicht begriffen. Sie will auf Mißstände aufmerksam machen? Ich sage, diese Frau ist ein Mißstand für die türkische Gesellschaft in Deutschland.
Anstatt zu pauschalisieren und ihre eigenen Erfahrung zum Ausdruck zu bringen, sollte diese Frau mal wissenschaftlich arbeiten und ihren Hass versuchen zu bändigen.
Sie könnte auch ganz einfach zum Psychiater gehen.
Das diese Frau Kurdin ist, wusste ich bisher nicht...
Korrektur: Kelek ist keine Kurdin, sondern Tscherkessin und ein große Beleidigung aller Tscherkessen!
Sie verwechselt hier die kurdische Gesellschaft in Deutschland mit der türkischen. Im Grunde ist die kurdische nicht von der türkischen zu unterscheiden, da die türkische Gesellschaft für mich ein Sammelbegriff ist, für jeder der sich als Türke bezeichnet. Doch in Punkto Zwangsheirat, Importehefrauen und Ehrenmorde, sind unsere kurdischen MItbürger leider Weltmeister.
Das ist wieder richtig.
Feindbild Islam
Die plakative Debatte über die Unterdrückung muslimischer Frauen kommt weitgehend ohne Fakten aus - und sie erschwert die Integration in die Mehrheitsgesellschaft
Ein Tabu muss gebrochen werden, heißt es immer. Doch jetzt werde endlich über die Frauenunterdrückung im Islam geschrieben, sagt Alice Schwarzer in der FAZ. Dabei boomt schon seit Jahren die so genannte Schleierliteratur, wie sie im islamwissenschaftlichen Fachjargon genannt wird. Deutsche Buchläden sind voll von Büchern über entrechtete Frauen, die vor ihren Männern oder Vätern fliehen mussten.
Den Anfang machte in den Achtzigerjahren Betty Mahmoodys Buch "Nicht ohne meine Tochter". Auch Necla Keleks Buch "Die fremde Braut" funktioniert nach dem Mechanismus der Schleierliteratur. Übertragen auf den Rechtsradikalismus in Deutschland hieße das: Ein ausländischer Journalist untersucht das Phänomen und besucht dazu einige ausländerfreie Dörfer in Ostdeutschland. Und schreibt: Das und nur das ist Deutschland.
Es gibt über 3,2 Millionen Muslime in Deutschland. Unter ihnen sind viele, die sich nicht integrieren wollen oder archaische Vorstellungen von der Rolle der Frau haben. Es gibt Zwangsehen und Männer, die ihre Frauen schlagen, Brüder, die ihre Schwestern töten. Deshalb brauchen wir eine Auseinandersetzung mit dem bedrohlichen Phänomen, das Frauen wie Necla Kelek benennen. Doch dazu brauchte man Zahlen. Kelek nennt keine. Ihrem Buch "Die fremde Braut" liegt keine Datenerhebung zugrunde, die Nachweise sind nicht belegbar. Das Buch ist somit vollkommen unwissenschaftlich, suggeriert aber, die Zahl der Zwangsheiraten würde in die tausende gehen. Zudem wolle ein Großteil der Muslime sich von der deutschen Mehrheitsgesellschaft abschotten, um unter allen Umständen an ihrer muslimischen, mit der deutschen angeblich nicht zu vereinbarenden Identität und Kultur festzuhalten.
Wissenschaftliche Untersuchungen hingegen bestreiten dies. Laut Heiner Bielefeldt, dem Direktor des deutschen Instituts für Menschenrechte, sind die Muslime im deutschen säkularen Rechtsstaat schon seit einiger Zeit angekommen. In seiner Publikation "Muslime im säkularen Rechtsstaat" heißt es: "Eine aktive Abwehrhaltung gegenüber dem säkularen Staat ist in Deutschland jedoch offenbar Sache einer radikalen Minderheit unter den Muslimen." Die Mehrheit scheine sich mit den bestehenden Verhältnissen mehr oder weniger arrangiert zu haben.
Vermutlich würde jede empirische Untersuchung ergeben, dass gerade die muslimischen Frauen nicht das sind, was aus ihnen gemacht wird. Doch dazu müsste man mit ihnen sprechen, statt nur über sie. Ein Beispiel: Auch wenn sie hier "angekommen" sind, halten viele Frauen am Kopftuch fest. Warum das so ist, hat Nilüfer Göle, eine Türkin, die in Paris Soziologie unterrichtet, untersucht. Ihre Untersuchungen belegen, dass für viele junge Musliminnen das Kopftuch gerade nicht Zeichen einer islamistischen Gesinnung ist, sondern "statt eines Stigmas für Muslime zum positiven Bekenntnis zu ihrer islamischen Identität geworden ist". Das Schandmal, das sagt "Muslim is ugly" wird umgekehrt in "Muslim is beautiful." Das Kopftuch ist meist Ausdruck von Religiosität oder der Zugehörigkeit zu einer Gruppe - und nicht zwingend von Fundamentalismus.
Zu ähnlichen Ergebnissen wie Nilüfer Göle kam auch Necla Kelek einst. In ihrer 2002 erschienenen Dissertation schreibt sie: "Die Jugendlichen […] partizipieren größtenteils selbstverständlich an den vielen Möglichkeiten, die die Moderne bietet. […] Ihre Lebensbedürfnisse sind, wenn auch in unterschiedlicher Spannweite auf Deutschland, auf die Moderne bezogen. […] Was ihre familiären Vorstellungen angeht, orientieren sie sich mehr oder minder an Modellen der modernen Kleinfamilie mit überwiegend emanzipativem Verhältnis zwischen Mann und Frau und liberaler Kindererziehung. Zusammenfassend ist perspektivisch eine weitgehende Anpassung an die Lebensweisen der westlichen Moderne festzustellen."
Heute stellt sie die Situation von Türken in Deutschland vollkommen anders dar und trägt im Gestus der Märtyrerin - gekoppelt mit dem Topos der Gefährdung - eine vermeintlich neue Erkenntnis vor (dass Muslime in der Welt und zum Teil auch hier Auffassungen anhängen, die mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nicht zu vereinbaren sind), obschon sie eigentlich nur das allgemeine Ressentiment ausspricht. Die reaktionärsten Positionen treten so auf im Gewande des Progressiven. Denn auch sie führt heute alle Probleme, die Frauen haben, auf eine "islamische Leitkultur" zurück: "Dieses Kulturmuster prägt das Handeln der muslimischen Migranten in Deutschland bis in den letzten Winkel ihres Alltags, ihr Leben, ihr Verhalten, die Erziehung ihrer Kinder", schreibt sie heute. "Und diese Werte haben mit den Werten und Normen der deutschen Mehrheitsgesellschaft nicht viel gemein. Wer glaubt, dass sich diese Haltung im Laufe der Generationen gleichsam ,auswächst', der irrt." Das islamische Recht zementiert die Geschlechterdiskriminierung.
Aber wenn sie nur im Islam begründet läge, wäre die Möglichkeit einer Veränderung ausgeschlossen. Dann ist die Alternative nur: entweder Islam oder Frauenrechte. Doch viele Muslime verweigern sich dieser ultimativen Aufforderung, sie betrachten den Islam als offenes Gebilde. Sie sehen ihn als veränderlich an - im Unterschied zu den Fundamentalisten und einigen westlichen Experten. Das macht die Art und Weise, wie Necla Kelek die Diskussion führt, so gefährlich. Sie stellt die muslimischen Migrantinnen vor die Alternative, sich von der Kultur ihres Elternhauses zu lösen oder stigmatisiert zu werden.
Zudem sind bestimmte Positionen, die sie vertritt, nicht haltbar: So sieht sie keinen Unterschied zwischen einer arrangierten Ehe und einer Zwangsheirat. Natürlich ist es schwierig zu entscheiden, wo der soziale Druck das Mädchen "überzeugt" oder wo es ihr normal erscheint, sich dem Willen der Eltern zu beugen. Dennoch kann eine arrangierte Ehe nicht pauschal als Zwangsheirat bezeichnet werden. Es ist in vielen Kulturen normal, dass junge Menschen einander von den Eltern vorgestellt werden und diese versuchen, eine Ehe zu stiften.
Und die so genannten Ehrenmorde sind kein allgemein muslimisches oder auch nur türkisches Phänomen, sondern kommen vor allem unter Kurden, aber auch in Sizilien vor. In bestimmten Milieus herrscht ein gravierendes Ausmaß an häuslicher Gewalt - in russlanddeutschen beispielsweise weit stärker als in türkischen. Das Phänomen liegt vor allem in einer ländlichen Kultur begründet. Wäre es nur der Islam, der die Männer zu Tyrannen macht, müssten Gewalt in der Ehe, Ehrenmorde und Zwangsheiraten in allen muslimischen Migrantenmilieus hoch sein. Tatsächlich aber sind es bestimmte soziale Schichten - in denen Muslime aufgrund der Anwerbungspolitik der 60er-Jahre, die sich gezielt an eine ländliche türkische Bevölkerung richtete, überrepräsentiert sind -, in denen diese Gewalttaten geschehen.
Die gegenwärtige Debatte, so notwendig sie prinzipiell ist und so wichtig es ist, gegen Zwangsehe, häusliche Gewalt oder mangelnde Bildung in Migrantenfamilien vorzugehen, könnte die Integration von Muslimen in Deutschland eher verhindern: Viele sehen die Debatte als ein Beispiel für den Islamhass im Westen, ziehen eine Linie von ihr zur Rhetorik des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi vom Kreuzzug des Islams und Huntingtons Thesen vom "Kampf der Kulturen".
Viele Migrantenkinder der zweiten und dritten Generationen reagieren trotzig auf den aufklärerischen, selbstherrlichen Impuls, mit dem die Debatte geführt wird. Ihnen wird unterstellt, alles an ihnen und ihrer Religion sei rückschrittlich und sie sollten jetzt doch die Entwicklung nehmen, die der Westen ihnen vorgemacht hat. Da verweisen sie instinktiv darauf, dass keineswegs alles im Westen vorbildlich ist und ein Land, das sechs Millionen Juden umgebracht hat, nicht zum Oberlehrer in Sachen Toleranz taugt. Die deutsche Geschichte kennen Migrantenkinder nämlich in der Regel besser, als es ihren deutschen Mitschülern oft recht ist. Nur sind ihre Schlüsse andere.
So richtig es ist, bestimmte Gesetze des Islams oder Manifestationen seiner Kultur als rückschrittlich zu brandmarken: Wer Muslimen beständig das Gefühl gibt, sie müssten sich ihrer Religion schämen, wird ihr Bedürfnis nach kultureller Selbstbehauptung verstärken.
KATAJUN AMIRPUR
taz Nr. 7837 vom 5.12.2005, Seite 11, 295 Zeilen (Kommentar), KATAJUN AMIRPUR
www.taz.de
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Geler Artikel....:aferin:
Katajan Amirpur schreibt in der Tat interessante und differenzierte Artikel. Hier noch ein Beispiel:
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Katajun Amirpur:
Prozessiert! Demonstriert! Aber bekennt euch endlich!
Nach dem Mord am holländischen Regisseur Theo van Gogh müssen sich Muslime gegen den Fanatismus stellen, meint Katajun Amirpur in ihrem Kommentar..
Richtig ist, schrieb kürzlich eine ägyptische Zeitung, dass nicht alle Muslime Terroristen sind. Aber richtig sei eben auch, fuhr der Kommentator fort, dass immer mehr Muslime Terroristen sind.
Peinlich, aber wahr. Man muss sich fast schon schämen, Moslem zu sein. Weil es Menschen gibt, die im Namen dieser Religion andere töten. Man kann sich hundertmal sagen, dass es sich hier um Missbrauch der Religion handelt, langsam tröstet das nicht mehr.
Seine geschätzten Glaubensgenossen kann man - und zwar auch in Deutschland - nur zurufen: Verinnerlicht endlich die Werte, die nicht umsonst universell heißen, aber von vielen und leider gerade von vielen Muslimen nicht für solche gehalten werden.
Sich zu diesem Staat bekennen
Natürlich darf man nicht alle Muslime unter Generalverdacht stellen, wie das die islamischen Verbände immer wieder befürchten. Aber man darf auch nicht verharmlosen:
Islamistisches Gedankengut breitet sich gerade an den Universitäten immer mehr aus. Zwar predigen die wenigsten Gewalt, aber viele ihrer Ansichten sind schlicht mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung dieses Landes nicht vereinbar.
Und das ist der Boden, auf dem Fanatismus und Radikalität gedeihen. Zwar ist nicht strafbar, etwas zu denken, das gegen das Grundgesetz verstößt. Aber als Muslimin sollte ich an meine Glaubensgenossen die Forderung stellen dürfen, sich eindeutig zu diesem Staat, seiner Rechtsordnung und seinen Prinzipien zu bekennen.
Meinungsfreiheit muss akzeptiert werden
Denn neben denen, die lauthals undemokratisches Gedankengut in die Welt hinausposaunen, gibt es durchaus auch die Muslime, die diesen Mord leise verteidigen. Die, zwar mit schlechtem Gewissen, aber doch, einräumen, van Gogh hätte den Propheten eben nicht als Päderasten bezeichnen sollen. Und dass van Gogh Muslime als Ziegenficker bezeichnete, sei ja wohl auch zu viel gewesen. So etwas darf man nicht einmal denken.
Es ist völlig irrelevant, ob er hätte oder nicht hätte sollen. In den Niederlanden herrscht Meinungsfreiheit und wer das nicht akzeptieren will, sollte gehen. Wer sich nicht anpasst an den hier herrschenden Wertekanon, der hat hier eben nichts verloren.
Wer sich von van Gogh beleidigt fühlt, der soll gegen ihn prozessieren. So wie das etliche andere auch getan haben, denn seine Häme hat van Gogh ja nicht nur über die Muslime ausgeschüttet.
Über Leon de Winter, dem er vorwarf, sein Jüdischsein zu vermarkten, sagte van Gogh einmal, er wickle sich wohl Stacheldraht um den Penis beim Sex und schreie "Auschwitz, Auschwitz". De Winter ging vor Gericht. So macht man das in einem Rechtsstaat; oder man schreibt dagegen an.
Auch eine Kölsche Wurst
Zu viele meiner Glaubensbrüder haben das noch nicht begriffen. Viele fordern eine Toleranz ein, die sie selbst gegenüber anderen nicht haben. Sie wollen, dass man sie fromm sein lässt und dafür das öffentliche Leben in Deutschland umkrempelt, sind aber nicht bereit hinzunehmen, dass andere anders leben.
Von mir aus sollen Muslime in Deutschland Moscheen bauen, ruhig auch immer höher, auch der Muezzin stört mich nicht; aber sie sollen nicht mich schief ansehen, weil ich in meiner Heimatstadt Köln noch nie eine Moschee betreten habe.
Muslime sollen islamisch geschlachtetes Fleisch kaufen können, aber nicht jene für Sünder halten, die gern mal eine Kölsche Bratwurst essen. Die Muslimin soll ihr Kopftuch in der Schule tragen, auch wenn sie dort als Lehrerin arbeitet; aber wenn sie meine Tochter nur ein einziges Mal fragt, warum ich keines trage, werde ich alles daran setzen, dass diese Lehrerin von der Schule fliegt.
Unkenntnis der eigenen Religion
Vielleicht fühlte sich der Mörder van Goghs tatsächlich beleidigt durch dessen Provokationen in dem Film "Submission". Koranverse hatte van Gogh darin auf geschundene, mit einem durchsichtigen Schleier bedeckte Frauenkörper schreiben lassen.
Aber selbst wenn der Mörder sie als blasphemisch empfunden hat, ist es nicht seine Aufgabe, dieses Verbrechen (das es nach islamischem Recht durchaus ist) zu rächen. Das ist das Vorrecht von Gott im Himmel. Ihm sollte man es lassen und so wurde es in der islamischen Geschichte zumeist gehandhabt.
Das wusste auch Ayatollah Khomeini, als er Salman Rushdie zum Apostaten erklärte - er hatte dafür politische, keine religiösen Motive. Khomeini wusste, dass Blasphemie und Apostasie Vergehen sind, über die Gott allein zu richten hat.
Aber irgendein verblendeter Fanatiker wusste es nicht und deshalb musste Rushdies norwegischer Verleger sterben. Und eine ganze Reihe von Muslimen in den Niederlanden wissen es scheinbar auch nicht, sonst würden sie nicht Ayaan Hirsi Ali, die Mitautorin von van Goghs Film "Submission", als Apostatin bezeichnen und ihr mit dem Tode drohen.
Dummerweise wissen eben viele Muslime nicht besonders viel über ihre Religion. Das macht das Ganze so gefährlich.
Frauenunterdrückung ist eine Tatsache
Und selbst wenn van Gogh irgendwelche Geschmacksgrenzen überschritten haben sollte: Was er in "Submission" angeprangert, die Frauenunterdrückung in islamischen Ländern, ist ja nicht zu leugnen. Mag es provokant sein, wie er darauf hinweist: Muslime - gerade hier in Europa - täten gut daran, sich mit der Tatsache der Frauenunterdrückung auseinander zu setzen anstatt mit dem Provokateur.
Denn es gibt diese Frauenunterdrückung in großem Maße; und auch wenn ihre Ursache eher im Patriarchat liegt, als Argument herhalten muss meist der Koran. Und wer weiß schon in Ägypten, dass der Koran die Klitorisbeschneidung keineswegs vorschreibt.
Hier muss es zu einer Auseinandersetzung mit der Tradition kommen. Wenn manche islamischen Bestimmungen nicht mit den Menschenrechten zu vereinbaren sind, dann muss man sich von ihnen trennen. Hier einem Kulturrelativismus das Wort zu reden und auch noch Verständnis zu haben für Menschenrechtsverstöße - das ist schlicht falsch und keineswegs tolerant.
Koran anders interpretieren
Im übrigen zieht das Argument "Das schreibt der Islam aber so vor" ohnehin nicht, in jeden Vers kann man unzählige Bedeutungen hineinlesen. Nicht ohne Grund hat die islamische Exegese im Laufe der Jahrhunderte mystische, philosophische, linke und rechte Korankommentare hervorgebracht.
Also soll man den Koran heute, im 21. Jahrhundert, so interpretieren, dass er zu Meinungsfreiheit, Menschenrechten und Rechtsstaat nicht mehr im Widerspruch steht.
Deshalb kann man von jedem Moslem, der hier leben will, fordern, dass er sich zu dem hier herrschenden Wertekanon bekennt und nicht eine Toleranz einfordert, die er selber gegenüber anderen Lebensentwürfen nicht zu gewähren bereit ist. Das ist wehrhafte Demokratie und die brauchen wir.
© Katajun Amirpur
Der Text erschien in der Süddeutschen Zeitung vom 11. November 2004
Musel,
auch ich finde den zweiten Artikel gut. Selbstkritik muss sein. Allerdings macht sie es ganz anders als Necla Kelek.
Das Problem bei Kelek: Sie projiziert die eigenen schlechten Erfahrungen auf die ganze Gesellschaft und versucht sich selbt so zu therapieren. Bei Kelek vermischen sich persönliche Erfahrungen mit verallgemeinerungen und wie Amipur bemerkt, bietet Sie keinen Ausweg an.
Anders Fr. Amipur. Das ist auch eine intelligente Frau. Die sehe ich häufiger im Presseclub.
Anders Fr. Amipur. Das ist auch eine intelligente Frau. Die sehe ich häufiger im Presseclub.
Ist das diese Techno-Disse in Frankfurt, in der du jedes Wochenende abhängst? :brüll:
Ist das diese Techno-Disse in Frankfurt, in der du jedes Wochenende abhängst? :brüll:
Hast du das vergessen? Ich bin Türke und komme sowieso in keine Disse!
Hast du das vergessen? Ich bin Türke und komme sowieso in keine Disse!
:lach:
Du (und deine 17 Kumpels) bist eben kein Stammgast, mein Bester.... :p
:lach:
Du (und deine 17 Kumpels) bist eben kein Stammgast, mein Bester.... :p
Stimmt, aber der Türsteher sollte öfter mal unter sein Auto schauen
nettes pladuerchen, aber offtopic.
ich würde zum artikel zurückkommen.
es ist erfreulich, dass in der presse endlich zweifel an kelek's methoden laut werden. schon die SZ hatte einen sehr kritischen artikel verfasst, als sie als gewinnerin des scholl-preises feststand.
und genau so muss es weitergehen!
Der Schakal
05.12.05, 18:44
Feindbild Islam
....
Geler Artikel....:aferin:
Ja ich find den Artikel auch nicht schlecht ... endlich mal jemand der ein wenig verstand bestitzt...:german::türkiye::g erman:
Kelek & Co. leben nur davon, dass sie das sagen, was die Mehrheitsgesellschaft über die Türken und den Islam hören wollen.
Der Schakal
06.12.05, 13:05
Kelek & Co. leben nur davon, dass sie das sagen, was die Mehrheitsgesellschaft über die Türken und den Islam hören wollen.
So siehts aus ... diese Heuchler ... solche Leute sollte man ... :motz: :motz: :motz:
Kelek & Co. leben nur davon, dass sie das sagen, was die Mehrheitsgesellschaft über die Türken und den Islam hören wollen.
bingo!
Es gibt entsprechende Daten
Ihren Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Ihre Aussage, dass "Die fremde Braut" von Necla Kelek "vollkommen unwissenschaftlich" sei, weil ihr "keine Datenerhebung zugrunde" liege, kann ich nicht unwidersprochen lassen. Diese Aussage wäre nur dann gerechtfertigt, wenn es überhaupt keine entsprechenden Daten gäbe, die die Thesen von Frau Kelek stützen. Dies ist jedoch nicht der Fall.
Nach einer Umfrage des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland aus dem Jahr 2004 sind 21 % der in Deutschland lebenden Muslime der Meinung, das Grundgesetz sei nicht mit dem Koran vereinbar. Und dies gilt insbesondere für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die ja hinter der Schleier-Debatte steht.Hatun Sürücü - eine Deutsche türkischer Herkunft - musste laut Zeitungsmeldungen sterben, weil sie "wie eine Deutsche" gelebt hat. Dass dies keine - wissenschaftlich unbeachtliche - Einzelmeinung ist, zeigte sich nicht nur daran, welche Unterstützung dieser "Ehrenmord" bei jungen Türken an Berliner Schulen gefunden hat, sondern auch daran, dass bei einer Befragung türkischstämmiger Migranten in NRW (2001) durch das Zentrum für Türkeistudien 47 % dem Satz zugestimmt haben "Wir Türken müssen aufpassen, dass wir nicht allmählich zu Deutschen werden".
Diese und weitere Fakten sind so allgemein bekannt, dass ein Werk, das sie nicht explizit wiederholt, sondern sie voraussetzt, dadurch nicht unwissenschaftlich wird, auch wenn seine Aussagen mit dem eigenen Weltbild nicht übereinstimmen. RAINER GRELL,
Innenministerium Baden-Württemberg,
Referat 54 - Staatsangehörigkeitsrecht, Personenstandsrecht,
andere Rechtsgebiete, Stuttgart
taz Nr. 7840 vom 8.12.2005, Seite 12, 28 Zeilen (LeserInnenbrief)
http://www.taz.de/pt/2005/12/08/a0175.nf/text.ges,1
... Ihre Aussage, dass "Die fremde Braut" von Necla Kelek "vollkommen unwissenschaftlich" sei, weil ihr "keine Datenerhebung zugrunde" liege, kann ich nicht unwidersprochen lassen. Diese Aussage wäre nur dann gerechtfertigt, wenn es überhaupt keine entsprechenden Daten gäbe...
Aha, lesen wir einmal weiter, was für "entsprechenden Daten" es gibt...
Nach einer Umfrage des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland aus dem Jahr 2004 sind 21 % der in Deutschland lebenden Muslime der Meinung, das Grundgesetz sei nicht mit dem Koran vereinbar.
Aha... und was sagt uns das? "Ehrenmorde" sind auch nicht mit dem Koran vereinbar.
Lesen wir weiter...
Hatun Sürücü - eine Deutsche türkischer Herkunft...
Aha... und ich dachte immer, sie wäre Kurdin und besonders nachdem ich den Vater auf Kurdisch habe sprechen hören...
... welche Unterstützung dieser "Ehrenmord" bei jungen Türken an Berliner Schulen gefunden hat...
Und wie glaubwürdig sind kleine Hosenscheißer?
... Befragung türkischstämmiger Migranten in NRW (2001) durch das Zentrum für Türkeistudien 47 % dem Satz zugestimmt haben "Wir Türken müssen aufpassen, dass wir nicht allmählich zu Deutschen werden".
Das sehe ich auch so, und mich wird man freitags nicht in der Moschee sehen...
Diese und weitere Fakten sind so allgemein bekannt...
Ja, ganz tolle Fakten waren das...
Abbas Mirza
08.12.05, 23:10
Musel,
auch ich finde den zweiten Artikel gut. Selbstkritik muss sein. Allerdings macht sie es ganz anders als Necla Kelek.
Der zweite Artikel scheint mir zu Alibihaft.... wieso soll man von einem hier lebenden Moslem etwas anderes und mehr erwarten als von einem Moslem der in Saudi Arabien lebt?
Es gibt Gesetzte an die hällt sich jeder, alles andere ist in einer Demokratie die Sache eines einzelnen! Es kann den Polikern egal sein wie ich meine familiären Angelegenheiten regele solange sie nicht gegen das Gesetzt verstossen!
Ich habe in der Novemberausgabe von der Zeitschrift "Mitbestimmung", das Magazin der Hans-Böckler-Stiftung, ein Porträt von Necla Kelek gelesen. Kelek selbst war Böcklerstipendiatin.
Der Autorin Necla Kelek, während ihres Studiums Stipendiatin der Hans-Böckler-
Stiftung, warnt davor, dass sich in Deutschland eine türkische Parallelgesellschaft entwickelt. Ihre Bücher sind längst Beststeller.
Meine kultur heisst Aufklärung
Neugierig schaut Necla Kelek dem Besucher ins Gesicht,
als sie die Tür ihrer geräumigen Berliner Altbauwohnung
öffnet. Vom hellen, hohen Flur gehen Türen in
mehrere Richtungen ab. Eine führt direkt in das ausgedehnte
Herzstück der Wohnung, den früheren Salon, der
üppig mit Möbeln und Küchengerät bestückt ist und als
Küche, Ess- und Wohnzimmer dient. Alles wirkt so
wohnlich warm und persönlich, als habe es sich im Laufe
von Jahren in der Wohnung angesammelt. Dabei
wohnt die Bestsellerautorin erst seit wenigen Wochen
hier. Sie ist frisch von Hamburg nach Berlin gezogen.
"Ich wollte schon länger hierher", sagt sie, und jetzt hat
es gerade gepasst, auch mit der Arbeit ihres Lebensgefährten.
Barfüßig läuft sie durch den Salon und das Arbeitszimmer,
das mit diesem verbunden ist. Man sieht
türkische Teppiche, einen orientalisch anmutenden
Kronleuchter, ein goldfarbenes Jugendstiltischchen, Gemälde
ihrer Hamburger Freundin Beate Wassermann -
und Bücher, viele Bücher, davor ein messingfarbenes Döschen
aus der Stadt Kayseri in Anatolien. Ein Mix der
Kulturen.
"Die verkaufte Braut" ist ein Bestseller
Vom Schreibtisch aus, auf dem zwei Laptops stehen, sieht
man die grünen Baumwipfel des Volksparks. Hier arbeitet
Necla Kelek, die promovierte Migrationsexpertin,
täglich, hier forscht sie und schreibt an ihrem neuen Buch
über islamische Männer, das im nächsten Jahr gedruckt
werden soll. Ihre letzte Veröffentlichung, "Die fremde
Braut", handelt von türkischen Frauen, die durch arrangierte
Ehen nach Deutschland kommen. Es hat für viel
Wirbel in der Öffentlichkeit gesorgt. Erst vor wenigen
Monaten bei Kiepenheuer und Witsch veröffentlicht,
steht es in Deutschland auf der Bestsellerliste. Auch in
Frankreich und den Niederlanden hat es in den Medien
große Beachtung gefunden, wenn nicht gar einen Nerv
getroffen, und soll demnächst auch in Großbritannien erscheinen.
"Mocca kochen" heißt eines der Kapitel in ihrem
Buch. Darin beschreibt Kelek das Mocca-Kochen als
wichtigen Teil der Brautwerbung in der traditionellen
türkischen Kultur. Die potenzielle Braut ist während der
Verhandlungen nicht im Raum, sie bereitet für die Familie
des Brautwerbers den Mocca zu. Wenn dieser gut ist,
taugt sie als künftige Ehefrau und bekommt die Achtung
der Schwiegermutter. Kelek kocht heute keinen Mocca,
sondern Cappuccino aus der Maschine. "Das geht schneller",
sagt sie. Aber die Maschine streikt, sie setzt stattdessen
einen "echten DDR-Kaffee" auf, den man direkt in
der Tasse aufbrüht, wie sie es in ihrer "zweiten Heimat
Greifswald" gelernt hat. Dazu serviert sie Kuchen "vom
Bäcker hier um die Ecke" zwischen Kassetten, dem Telefon,
Aufzeichnungen und Stiften auf dem Tisch.
Sie will über ihr neues Buch reden, für das sie in den
letzten fünf Jahren muslimische Männer, die straffällig
geworden sind, interviewt hat. "Die verlorenen Söhne"
wird es heißen. Es sei "wieder ein gesellschaftskritisches
Buch", sagt sie selbstbewusst, wie auch die "Die fremde
Braut". Kein religiöses Buch. Sie lächelt. Den Vorwurf,
antiislamisch zu sein, den man ihr aus verschiedenen
Ecken macht, wischt sie mit einer Handbewegung weg:
"Ich spreche von Menschenrechtsverletzungen, von Unfreiheit,
von Menschen, die ihr Leben nicht leben können."
Durch ihr Buch fühlen sich Liberale angegriffen,
die zuweilen aus falsch verstandener Toleranz die Augen
verschließen, türkische Landsleute, für die sie eine Nestbeschmutzerin
ist, und Linke, die ihr vorwerfen, sie lenke
von den eigentlichen Problemen der Migranten ab.
"Das ist moderner Sklaven handel"
"Die fremde Braut" verbindet Keleks eigene Familiengeschichte,
die türkische Historie und Wissen, das sie aus
Interviews mit "Importbräuten" gewonnen hat, Schicksalsergebenen
Frauen, die direkt aus der Türkei von ihren
Eltern nach Deutschland verkauft werden. Kelek
nennt das "modernen Sklavenhandel". Die typische Importbraut,
unter Türken auch "Gelin" (die, die kommt)
genannt, ist meist gerade 18 Jahre alt. Sie stammt aus einem
Dorf und hat in vier oder sechs Jahren notdürftig
schreiben und lesen gelernt. Wenn sie nicht macht, was
man ihr sagt, kann sie von ihrem Ehemann in die Türkei
zurückgeschickt werden, was ihren sozialen Tod bedeutet.
Oder den physischen Tod. Immer wieder werden sogar
in Deutschland türkische Mädchen und Frauen von
ihren Brüdern oder Männern ermordet, wenn sie die Familie
verlassen. Verlassen zu werden ist für türkische
Männer eine tiefe Kränkung, eine Verletzung der väterlichen
Ordnung, die es einzuhalten gilt.
Die Frauen, die Kelek getroffen hat, leben in Deutschland,
aber sie sind nie in Deutschland angekommen. Für
viele werde nach und nach der Glaube zum Daseinsinhalt,
berichtet Kelek: "Es befreit sie aus der sozialen Isolation,
sie können in die Moschee gehen und Frauen mit
gleichem Schicksal treffen." Während in der deutschen
Gesellschaft aus Liebe geheiratet werde, versuche man
genau das in der türkischen zu vermeiden. Denn Liebe ist
Freiheit. Das Paar könnte sich verselbstständigen, einen
"Nebenstaat" zur Familie bilden. Die Liebe gehört allein
der Mutter. Eine der Frauen, die Kelek interviewt hat,
sagt über die erste Begegnung mit ihrem Mann: "Er redete
so, als suche er eine Putzfrau für seine Eltern."
Warum tut Kelek das alles? "Ich will verstehen", sagt
sie.
Sie selbst wurde 1957 in Istanbul geboren, kam im
Alter von zehn Jahren als Kind von Migranten nach
Deutschland. Ihr Verhältnis zur Religion ist klar: "Ich
kritisiere, dass der Islam immer mehr im Alltag eine Rolle
spielt, er verbreitet sich als Gesellschaftsform wie ein
Feuer." Sie unterstreicht jeden einzelnen Satz mit aufgeregten
Handbewegungen, als sie weiter spricht: "Ich bin
sehr froh, nicht in einem islamischen Land zu leben. Meine
Sozialisation ist europäisch: diskutieren, sich streiten,
seine eigene Meinung haben zu dürfen. Die Epoche der
Aufklärung, der Rationalität und des Empirismus, das
macht Europa gerade aus", sagt sie mit fast übergroßem
Idealismus. Und die Diskussion über die daraus resultierenden
Fragen, sagt sie, vermisse sie in den islamischen
Staaten: "Dort wird Religion immer mehr zur Ideologie.
Das lehne ich ab." Kelek wollte nie etwas mit einem türkischen
Mann zu tun haben. Sie sagt, das habe sie sich
früh geschworen. Und so entging sie dem Schicksal, von
der Familie verheiratet zu werden.
"Man dient und dient und dient"
"Aufklärung - das ist meine Kultur", sagt sie und etwas
später: "Hier lebe ich so, wie ich immer leben wollte. Joggen,
mit Freunden essen, Kino, Konzerte. Sehr deutsch. "
Das war nicht immer so. Als sie noch in einer niedersächsischen
Kleinstadt lebte, war auch für sie alles anders. Als
sie zwölf ist, muss sie Eltern und Bekannten bei Behördengängen
helfen: Behörden sind der erste Kontakt zur
deutschen Gesellschaft: "Man dient und dient und dient,
man erwartet das von den Töchtern." Kelek hat Erfolg in
der Schule, aber die Eltern untersagen ihr nach der
Grundschule den Kontakt zu Deutschen. Die Mutter hatte
Pläne, sie mit 14 in eine Keramikwerkstatt zum Arbeiten
zu schicken, wie sie selbst es tut. Es geht darum, Geld
zu verdienen, um schnell in die Türkei zurückzugehen.
Ein Drohbrief von der Schulbehörde rüttelt den Vater
wach, und am nächsten Tag geht Necla wieder zur Schule.
Nach der Verheiratung der älteren Schwester in die
Türkei sind von den vier Geschwistern nur noch die 15-
Jährige und der kleinere Bruder mit den Eltern in
Deutschland. Kelek beendet die Schule und macht auf
Drängen ihrer Klassenlehrerin eine Ausbildung zur technischen
Zeichnerin. "Die Ausbildung machte mich stark.“
Sie rebelliert gegen den Vater, der daraufhin endgültig die
Familie verlässt. "Das war mein Glück", sagt sie.
Im Betrieb wird Kelek von einer Gewerkschaftsvertreterin
angesprochen, sie wird zur Jugendvertreterin gewählt,
tritt mit 16 in die Gewerkschaft ein. Die Gewerkschaftsarbeit
habe sie politisch sozialisiert, so sieht sie es
heute: "Ab da habe ich das Gefühl gehabt, ich trage jetzt
Verantwortung für die deutsche Gesellschaft." Die Gewerkschafterin,
die Kelek angesprochen hat, überredet
die Mutter, ihre Tochter allein aus dem Haus zu lassen.
Sie geht also nach der Berufsausbildung auf ein Internat
in Celle und bereitet sich auf ein Studium im Zweiten Bildungsweg
vor. Anschließend studiert sie Volkswirtschaft
an der HWP in Hamburg, wieder durch einen Glücksfall,
denn sie bekommt ein Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung.
"Die Stiftung war für mich wie meine Eltern", sagt
sie, "auch wenn es makaber klingt." Von zu Hause hatte
sie keine Unterstützung, weder finanziell noch ideell. Sie
fängt ein zweites Studium an, Soziologie, geht für sieben
Jahren nach Greifswald und unterrichtet Verwaltungsangestellte
in Umschulungsprogrammen. Dann wieder eine
Entscheidung: Sie beginnt eine Dissertation, trotz des
kleinen Sohnes, den sie inzwischen bekommen hat.
Wenn sie heute fast täglich mit ihrer Mutter, die wieder
in der Türkei lebt, telefoniert, sagt diese oft, wie stolz
sie auf ihre Tochter sei. Zum Vater hat Kelek keinen Kontakt
mehr. Geld, sagt sie, sei zweitrangig, "es gibt mir
bloß eine Freiheit, in Ruhe arbeiten zu können." Wie sie
das alles geschafft hat? "Ich habe eine Gabe", erklärt
Necla Kelek ihren Werdegang: "Die Leichtigkeit des
Seins." Sie vergleicht sich gern mit der Figur der Tereza
in Milan Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des
Seins", einem ihrer Lieblingsbücher: "Besonders mutig
bin ich nicht, ich sage nur, was mein Herz bewegt."
Kämpferisch sei sie vielleicht, meint sie: "Das habe ich bei
meiner Gewerkschaftsarbeit gelernt - dass man streiten
darf, zum Beispiel wenn jemand ungerechtfertigt gekündigt
wird." Mit ernst gemeinter Naivität sagt sie dann:
"Wenn man an das glaubt, was man tut, mit Leidenschaft
und Liebe, dann wird man nicht verlieren."
Eine Deutsche in Deutschland
Die Sonne ist im Laufe des Nachmittags tiefer gesunken.
Kaum noch lugt sie über die Baumwipfel am nahen Horizont.
Goldene Sonnenstrahlen fallen auf ein Gemälde
des in der Türkei bekannten Malers IIhami Ataly, das an
einer Wand des Arbeitszimmers lehnt. Es zeigt traditionelle
türkische Bäuerinnen. "Die türkische Kultur habe
ich immer geliebt" , kommentiert Necla Kelek. Sie deutet
auf die gemusterten roten Teppiche zu ihren Füßen. "Ich
komme ja aus einem Teppichland. " Sie liest türkische
Schriftsteller wie Orhan Pamuk und Orhan Kemal, und
die türkische Sprache spreche sie "wahnsinnig gern".
Aber diese Kultur, so wie Kelek sie versteht, werde
nicht weitergegeben. Der Islam drohe, den Alltag und das
Handeln der Mensch zu dominieren, kritisiert Kelek.
Neue Moscheen werden gebaut, die Menschen wird das
Beten gelehrt. Aber was lernen sie außerdem? Lernen sie
auch, frei zu sein? Kelek ist deutsche Staatsbürgerin: Zu
engen Jeans trägt sie ein weißes T-Shirt, durch dessen
leichten Baumwollstoff die BH-Träger durchscheinen -
ein Tabu in manchen muslimischen Kreisen, wie sie erklärt.
Keleks Lächeln verschwindet, als sie weiter spricht
und erzählt, was ihr neulich passiert ist: Ein kleiner Laden
in Berlin-Wedding, im Hintergrund ist türkische Musik
von "Radio Istanbul" zu hören. Am Tresen ein streng
blickender Mann mit Bart, hinten, im Schatten verborgen,
sitzt eine Frau mit Kopftuch. "Merhaba. Leblebi istiyorum",
sagt Kelek. Das heißt "Guten Tag", und dass
sie geröstete Kichererbsen kaufen will. Der Mann hinter
dem Tresen schaut noch grimmiger drein, auf ihr rotbraun
glänzendes Haar, auf ihr T-Shirt. Es passiert nichts,
auch nicht, als sie ihr Anliegen mit fester Stimme, auf
Türkisch, wiederholt. Kelek ist nicht willkommen in diesem
Laden. Als sie kurz drauf wieder draußen auf der
Straße steht, atmet sie auf. Sie ist wieder in Deutschland.
Sie wird durch dieses Land reisen, auf etwa 50 Lesungen,
und sie fürchtet sich nicht.
Sehr interessanter Artikel. Ich muss unbedingt mal ein Buch von Necla Kelek lesen, denn sie schreibt gut, intelligent und differenziert. :aferin:
Gibt es das neue Buch schon?
Sehr interessanter Artikel. Ich muss unbedingt mal ein Buch
Gibt es das neue Buch schon?
Nö, anscheinend hast du den Artikel doch nicht ganz gelesen. Das wird "bald erscheinen" steht da drin.
Eigentlich hätte ich mich auf deine Meinung gefreut, aber mit so einem Spruch wie " intelligent und differenziert" zeigt mir, dass du rein provozieren willst.
Sag mal wieviele Türken kennst du eigentlich, die in solchen Umständen leben wie da oben beschrieben??? Wirklich persönlich?
Nö, anscheinend hast du den Artikel doch nicht ganz gelesen. Das wird "bald erscheinen" steht da drin.
Eigentlich hätte ich mich auf deine Meinung gefreut, aber mit so einem Spruch wie " intelligent und differenziert" zeigt mir, dass du rein provozieren willst.
Sag mal wieviele Türken kennst du eigentlich, die in solchen Umständen leben wie da oben beschrieben??? Wirklich persönlich?
Ich war mir nicht ganz sicher, wie aktuell der Artikel ist. Von daher dachte ich, dass das "bald" erscheinende Buch schon erschienen sein könnte. :hallo;
Auch wenn es dir nicht gefällt, ich finde die Meinung von Kelek eben differenziert. Und intelligent ist sie auch. Also weiß ich nicht, was du daran rumzumeckern hast. Dass ihr kritische türkische Autoren am liebsten mundtot machen würdet, brauchst du mir nicht zu sagen..... :rolleyes:
Eine Studien-Freundin von mir, die übrigens auch Necla heißt, hat mir in langen Gesprächen mal von ihrem Leben und ihrer Familie erzählt. Sie wuchs in Deutschland auf in einem Umfeld von Unterdrückung und Gewalt. Dass sie studierte wurde ihr von ihren türkischen Verwandten stets übel genommen und bis heute hat sich dies nicht gebessert. Und sie bestätigte mir auch, dass ihr Schicksal sicherlich alles andere als ein Einzelfall in der türkischen Gesellschaft in Deutschland ist. Hat sie sich das eingebildet? Ist sie etwa eine TÜV-Türkin? Sicherlich nicht......
Ich war mir nicht ganz sicher, wie aktuell der Artikel ist. Von daher dachte ich, dass das "bald" erscheinende Buch schon erschienen sein könnte. :hallo;
Auch wenn es dir nicht gefällt, ich finde die Meinung von Kelek eben differenziert. Und intelligent ist sie auch. Also weiß ich nicht, was du daran rumzumeckern hast. Dass ihr kritische türkische Autoren am liebsten mundtot machen würdet, brauchst du mir nicht zu sagen..... :rolleyes:
Eine Studien-Freundin von mir, die übrigens auch Necla heißt, hat mir in langen Gesprächen mal von ihrem Leben und ihrer Familie erzählt. Sie wuchs in Deutschland auf in einem Umfeld von Unterdrückung und Gewalt. Dass sie studierte wurde ihr von ihren türkischen Verwandten stets übel genommen und bis heute hat sich dies nicht gebessert. Und sie bestätigte mir auch, dass ihr Schicksal sicherlich alles andere als ein Einzelfall in der türkischen Gesellschaft in Deutschland ist. Hat sie sich das eingebildet? Ist sie etwa eine TÜV-Türkin? Sicherlich nicht......
Das es solche Schicksale gibt ist doch unbenommen. Natürlich macht Sie das auch nicht zu einer TÜV Türkin. Hier in diesem Forum wirst du niemanden finden, der Gewalt, Unterdrückung von Frauen usw. gut findet.
Unser Problem mit Kelek ist ein anderes. Zunächst mal differenziert Sie nicht genug zwischen ihrem eigenen, persönlichen Schicksal, dem Islam, der türkischen Kultur und den Eigenheiten patriarchalischer Gesellschaften.
Das aller schlimmste aber ist, dass Sie fatalistisch Argumentiert: Naja, der Islam (oder die türkische Kultur) ist halt so. Das heisst, du musst dich entscheiden Türke oder Modern, Deutscher oder Frauenschläger usw....
Auf die Tour wird ein Bild gemalt, dass die Probleme unlösbar erscheinen lässt. Dann müsstest du konsequenterweise (als Kelek Befürworter) sämtliche Integrationsbemühungen einstellen, denn dass hat sowieso keine Aussciht auf Erfolg.
Und diese Einstellung macht das ganze "undifferenziert und dämlich" und nicht differenziert und intelligent.
Das es solche Schicksale gibt ist doch unbenommen. Natürlich macht Sie das auch nicht zu einer TÜV Türkin. Hier in diesem Forum wirst du niemanden finden, der Gewalt, Unterdrückung von Frauen usw. gut findet.
Unser Problem mit Kelek ist ein anderes. Zunächst mal differenziert Sie nicht genug zwischen ihrem eigenen, persönlichen Schicksal, dem Islam, der türkischen Kultur und den Eigenheiten patriarchalischer Gesellschaften.
Das aller schlimmste aber ist, dass Sie fatalistisch Argumentiert: Naja, der Islam (oder die türkische Kultur) ist halt so. Das heisst, du musst dich entscheiden Türke oder Modern, Deutscher oder Frauenschläger usw....
Auf die Tour wird ein Bild gemalt, dass die Probleme unlösbar erscheinen lässt. Dann müsstest du konsequenterweise (als Kelek Befürworter) sämtliche Integrationsbemühungen einstellen, denn dass hat sowieso keine Aussciht auf Erfolg.
Und diese Einstellung macht das ganze "undifferenziert und dämlich" und nicht differenziert und intelligent.
Um eben diesen Widerspruch aufzuklären, meinte ich, dass ich bei Gelegenheit gerne mal ein Buch von Kelek lesen werde.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sagt, dass Muslime nicht fähig seien, sich zu intergrieren und dass es keine Lösung für die existierenden Probleme gäbe.
Um eben diesen Widerspruch aufzuklären, meinte ich, dass ich bei Gelegenheit gerne mal ein Buch von Kelek lesen werde.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sagt, dass Muslime nicht fähig seien, sich zu intergrieren und dass es keine Lösung für die existierenden Probleme gäbe.
Doch das tut Sie, glaube mir wir beobachten Kelek, Ates und Konsorten schon lange. Aber kauf ruhig das Buch und berichte mir davon und auch davon welche Lösungen Sie vorschlägt (ausser härtere Gesetze)
"Mocca kochen" heißt eines der Kapitel in ihrem
Buch. Darin beschreibt Kelek das Mocca-Kochen als
wichtigen Teil der Brautwerbung in der traditionellen
türkischen Kultur. Die potenzielle Braut ist während der
Verhandlungen nicht im Raum, sie bereitet für die Familie
des Brautwerbers den Mocca zu. Wenn dieser gut ist,
taugt sie als künftige Ehefrau und bekommt die Achtung
der Schwiegermutter.
jaja die Kelek's und Kabak's..
Das Mocca kochen sollte man so verstehen, wenn die Braut kein Bock auf den
Brautbewerber hat, dann kocht sie den Mocca halt nicht so gut. Das ist dann
auch ein Zeichen für die Gegenseite dass mann von der Idee mit dem Heiraten nicht so begeistert ist. :motz:
Ganz so unrecht hat Frau Kelek nicht was die Frauen in der Türkei angeht :rolleyes:
Dies ist im Osten der Türkei Realität und kenne viele solche Fälle unter meinen Verwandten
jaja die Kelek's und Kabak's..
Das Mocca kochen sollte man so verstehen, wenn die Braut kein Bock auf den
Brautbewerber hat, dann kocht sie den Mocca halt nicht so gut. Das ist dann
auch ein Zeichen für die Gegenseite dass mann von der Idee mit dem Heiraten nicht so begeistert ist. :motz:
Sunx
sie ist ja auch nur scheinbar intelligent
Doch das tut Sie, glaube mir wir beobachten Kelek, Ates und Konsorten schon lange. Aber kauf ruhig das Buch und berichte mir davon und auch davon welche Lösungen Sie vorschlägt (ausser härtere Gesetze)
Du willst mir doch wohl nicht erzählen, dass du noch nie selbst ein Buch von ihr gelesen hast, oder?
Bei deiner fundierten Meinung über sie kann ich mir das gar nicht vorstellen.... :rolleyes:
"Mocca kochen" heißt eines der Kapitel in ihrem
Buch. Darin beschreibt Kelek das Mocca-Kochen als
wichtigen Teil der Brautwerbung in der traditionellen
türkischen Kultur. Die potenzielle Braut ist während der
Verhandlungen nicht im Raum, sie bereitet für die Familie
des Brautwerbers den Mocca zu. Wenn dieser gut ist,
taugt sie als künftige Ehefrau und bekommt die Achtung
der Schwiegermutter.
Ich frage mich wie ein Mensch so einen Müll von sich geben kann.
Sie verfälscht und verteufelt. Konstruiert aus den harmlosesten Bräuchen etwas negatives. Die Frau ist einfach nur verachtenswert. Und die deutschen Leser glauben das auch noch.
Hier ein Artikel um die türk. Sichtweise auf Ehen besser zu verstehen...Ist zwar Indien, doch ähnlich wie in der Türkei
Nach der Hochzeit kommt die Liebe
In Indien suchen Eltern meist die Partner für ihre Kinder aus - Oft funktionieren die Vernunft-Ehen gut
Neu-Delhi - Ravi Chandrasekharan kennt das Gefühl, hoffnungslos verliebt zu sein, ausgerechnet die Tochter des Familienastrologen hatte es ihm angetan. Ein großer Konflikt für den jungen Architekten. Denn der Besuch beim Astrologen war als Vorbereitung für die Brautsuche gedacht, die die Eltern planten. "Es ist nicht möglich, meinem Vater zu widersprechen", sagt Ravi. Er schlug sich die junge Frau aus dem Kopf und heiratete die Kandidatin, die seine Eltern aussuchten. Für ihn war es ein guter Schritt, meint er heute. Seine Ehefrau sei freundlich zu seinen Eltern, und vor allem habe sie nichts dagegen, in dem kleinen Dorf und der Großfamilie zu leben, in dem Ravis Familie Land bewirtschaftet.
"Erst kommt die Hochzeit, dann die Liebe", nach diesem Motto verheiraten auch heute noch im demokratischen Milliardenstaat Indien zwischen 85 und 90 Prozent der Familien ihre erwachsenen Kinder. Der passende Partner wird durch Anzeigen in Zeitungen und Internet oder durch ein Heer von professionellen Vermittlern gefunden. Neben Einkommen und Bildungsgrad ist auch heute noch die Kaste wichtig, die nicht nur die Herkunft festlegt, sondern vor allem auch die religiöse Tradition der Familie. Auch das astrologische Horoskop muß passen.
Darüber hinaus sind die Anforderungen an die Frauen stark gestiegen, zeigt eine Untersuchung der Heiratsanzeigen zwischen 1967 und 1997, die der Sozialwissenschaftler Ranjana Kumari, Direktor des Centre for Social Study in Neu-Delhi, durchgeführt hat: Während in den 1960er Jahren das Mädchen vor allem häuslich und "unberührt" zu sein hatte, müssen heutige Top-Kandidatinnen nicht nur hochgewachsen und hellhäutig sein, sondern außerdem noch gebildet, beruflich erfolgreich, gleichzeitig häuslich sowie bereit, die Schwiegereltern zu umsorgen. Der Wert des Bräutigams mißt sich am Bildungsgrad, am Einkommen und der Position. Ein guter Bräutigam kostet die Familie der Braut buchstäblich ein Vermögen, auch die perfekteste Tochter ist daher eine finanzielle Bürde. Auch treffen heute die Kandidaten ihre künftigen Partner im Vorfeld, können auch ablehnen, wenn sich keine Sympathie einstellt.
Der bekannte Psychoanalytiker Sudhir Kakar, Autor von zahlreichen Büchern über Liebe und Sexualität, erklärt: "Jahrhundertelang war nicht das Paar der Kern der Familie, sondern die Großfamilie. Die eheliche Beziehung wurde sogar als gefährlich erachtet, denn die sexuelle Anziehung, die die junge Frau auf den Mann ausübte, konnte den Sohn der Familie von seinen Pflichten gegenüber seinen Eltern ablenken." Früher hatten frischvermählte Eheleute oft nicht einmal ein eigenes Zimmer, Intimitäten fanden eilig und heimlich statt. "Vor 40 Jahren gab die Mehrzahl der Männer an, daß sie sich ihren Müttern näher fühlen würden als ihren Frauen. Das würde so heute nicht mehr stimmen, aber dennoch fühlen Männer den Konflikt zwischen den beiden Verpflichtungen", sagt Kakar.
Heute machen es viele Frauen zur Bedingung, daß sie nicht bei der Großfamilie einziehen müssen, sondern eine eigene Wohnung mit dem Mann haben.
Auch heute sehen die meisten Inder die Ehe als Verbindung zwischen zwei Familien an. In den Filmen aus "Bollywood" dagegen, der größten Traumfabrik der Welt, dreht sich alles um die große Leidenschaft zwischen Mann und Frau, die erst nach tausend Hindernissen in Hochzeit oder Tod bei Filmende gipfelt. Im echten Leben schauen diese Filme Millionen Paare an, die sich erst nach der Heirat näher kennenlernen konnten. Aber, so Sudhir Kakar: "Oft verlieben sich die Partner nach der Heirat wirklich ineinander. Das Fehlen jeglicher Erfahrung mit dem anderen Geschlecht, der Mangel an Vergleichsmöglichkeiten, trägt dazu bei, daß man sich eben in den Partner verliebt, sofern der einigermaßen in Ordnung ist." Arrangierte Ehen können funktionieren, wenn die Geschlechter ziemlich getrennt aufwachsen und die Ehen früh geschlossen werden, meint der Psychoanalytiker.
Auch weltweit betonen Psychologen inzwischen, daß Verliebtheit und Leidenschaft nicht tragfähig genug für eine lang dauernde harmonische Ehe sind. Gemeinsamkeiten und geteilte Werte sowie Respekt vor dem anderen sind wichtiger als das kurzzeitige Wallen der Hormone - wenngleich es auch schön sein kann, sich an die anfängliche, überschwengliche Zeit zu erinnern.
Werden bei uns fast 40 Prozent der Ehen wieder geschieden, so sind Scheidungen auf dem indischen Subkontinent noch immer selten, wenn auch nicht mehr vollkommen geächtet. "Die Stabilität der Ehen ist auch dadurch gesichert, daß die Menschen die Heirat nicht mit solch hohen Ansprüchen eingehen wie im Westen, wo die Ehe so viele unausgesprochene Erwartungen erfüllen soll", meint Kakar. Das gelte besonders für die Frauen, gerade die sind noch oft sehr genügsam: Solange der Mann nicht trinkt, sie nicht schlägt und ab und zu sogar mit ihnen spricht, finden sie: "Mehr kann ich nicht von meiner Ehe verlangen", berichtet Kakar.
Vor allem in den oberen Schichten der Gesellschaft ändert sich das allmählich, die Frauen werden anspruchsvoller. Aber viele spotten auch ein bißchen über die westlichen Vorstellungen von ewiger Romantik, meint der Psychoanalytiker Kakar: "Mit der Ehe kann man Zufriedenheit erreichen, und in Europa soll es Ekstase sein."
http://www.welt.de/data/2005/11/05/798931.html?s=2
Ich frage mich wie ein Mensch so einen Müll von sich geben kann.
Sie verfälscht und verteufelt. Konstruiert aus den harmlosesten Bräuchen etwas negatives. Die Frau ist einfach nur verachtenswert. Und die deutschen Leser glauben das auch noch.
Nur weil für dich irgendwelche Bräuche harmlos sind, müssen sie es für betroffene und moderne Menschen noch lange nicht sein. Es gibt auch Leute auf der Welt, die finden es harmlos, wenn die Frauen nur mit einer Burka das Haus verlassen dürfen...... :rolleyes:
Ganz so unrecht hat Frau Kelek nicht was die Frauen in der Türkei angeht :rolleyes:
Dies ist im Osten der Türkei Realität und kenne viele solche Fälle unter meinen Verwandten
deshalb sollte sie sich vielleicht mehr für Ihre landsleute veantwortlich fühlen,und mehr direkte soziale arbeit leisten und nicht nur ihre lebensart,kultur,zwänge einseitig darstellen.
solche leute werden als entwickelt betrachtet,wenn ich schon höre "ich lese orhan pamuk" also ich bin modern und bebildet, "ausserdem laufe ich in meinem alter bauchfrei rum",und diese türken schauen dann so merkwürdig.
sie möchte auch gern ein nobelpreis haben,solche nerven nur noch
deshalb sollte sie sich vielleicht mehr für Ihre landsleute veantwortlich fühlen,und mehr direkte soziale arbeit leisten und nicht nur ihre lebensart,kultur,zwänge einseitig darstellen.
solche leute werden als entwickelt betrachtet,wenn ich schon höre "ich lese orhan pamuk" also ich bin modern und bebildet, "ausserdem laufe ich in meinem alter bauchfrei rum",und diese türken schauen dann so merkwürdig.
sie möchte auch gern ein nobelpreis haben,solche nerven nur nochWas wir an ihr schätze sollten ist, dass sie konkrete Probleme vieler türk. Frauen anspricht
So muss jetzt World of Warcraft zocken, komme abends wieder zurück ;)
Der Schakal
14.12.05, 14:42
Su kelek tek kelek anlatiyor ... :kafa: ... wie kann man nur soviel scheisse erzählen ... :motz:
Der Schakal
14.12.05, 14:42
...
Ich frage mich wie ein Mensch so einen Müll von sich geben kann.
Sie verfälscht und verteufelt. Konstruiert aus den harmlosesten Bräuchen etwas negatives. Die Frau ist einfach nur verachtenswert. Und die deutschen Leser glauben das auch noch.
Wo soll ich unterschreiben? :aferin:
Su kelek tek kelek anlatiyor ... :kafa: ... wie kann man nur soviel scheisse erzählen ... :motz:Es ist die REALITÄT im Osten der Türkei..."Scheisse" ist es das zu verleugnen
Wo soll ich unterschreiben? :aferin:
Auf der Beitrittserklärung des Vereins der traditionellen Islamisten und Frauenunterdrücker ...... :brüll:
boah..ne,nich schonwieder sowas.. gabs nicht erst gestern nen thread mit ner psycho-autorin?
@Sema Die Welt wird halt beherrscht von Scheinintelligenten die meinen alle Leute mit ihrer geist. Abfall aufhetzen zu müssen. - Dazu zählen auch unsere lieben Autoren ~_~
Aber nya..wenns sich gut verkauft.. *zu Musel schiel*
boah..ne,nich schonwieder sowas.. gabs nicht erst gestern nen thread mit ner psycho-autorin?
@Sema Die Welt wird halt beherrscht von Scheinintelligenten die meinen alle Leute mit ihrer geist. Abfall aufhetzen zu müssen. - Dazu zählen auch unsere lieben Autoren ~_~
Aber nya..wenns sich gut verkauft.. *zu Musel schiel*
_____________
evet öyle canim.
Eddayi okudunmu?
Nur weil für dich irgendwelche Bräuche harmlos sind, müssen sie es für betroffene und moderne Menschen noch lange nicht sein. Es gibt auch Leute auf der Welt, die finden es harmlos, wenn die Frauen nur mit einer Burka das Haus verlassen dürfen...... :rolleyes:
Herr Musel sie kennen sich doch offensichtlich mit der türkischen tradition überhaubt nicht aus. Aber das macht ja nix, Sie sind ja schließlich hier um was zu lernen nehme ich an. Und hören Sie doch auf uns unterschwellig als rückständig darzustellen . Moderne und tradition kann man verbinden.
Deswegen ein Beispiel wie es bei meiner Verlobung war und so wie es bei den meißten Türken abläuft. Ich hab meine Verlobte vor zwei Jahren auf einer geburtstags Party kennengelernt.
Ich weiß was Sie denken ....aber nein ich habe sie nicht aus der Türkei importiert..... und importieren kommt auch nicht so oft vor wie sie denken.
Ich mußte sie auch nicht entführen. Und ihre drei jüngern Brüder die von unserer Beziehung wußten drohten mir oder meiner Frau auch nicht mit Ehrenmord. Das ist auch die regel bei den 2 millionen Türken in Deutschland.
Irgendwann beschloßen wir uns zu Verloben. Und ich mußte mit meinen Eltern zu den Eltern meiner jetzigen Frau. So ist das nunmal bei uns Türken. Es ist eine Tradition oder ein Protokoll, wie sie auch wollen. Dort angekommen waren schon einige ihrer Freundinen anwesend die ganze Show belustigt und erwartungsfroh beobachten. Einige halfen ihr bei dem Zeremoniell.
Meine Eltern mußten ihre Eltern um die Hand anhalten . Und Ihr Vater gab sie somit für die Hochzeit frei. Das ist eine tradition oder Brauch die vorallem von Frauen hochgehalten wird. Und dazu gehören auch das Mocca und das Tee servieren. Dazu gehörte auch das ich versalzenes Tee trinken mußte ohne eine Miene zu verziehen. Zum entzücken aller Weiblichen anwesenden
Die alte Edda hab ich nur mal angelesen..wieso? ^^ hab btw. mich mal ne zeitlang mit Germanen,Wikingern und co. beschäftigt. Sind mir nen recht interessantes Völkchen gewesen,wenn man das so liest.. (und Viking Metal hört :rolleyes: )
sen okkudun mu?
Herr Musel sie kennen sich doch offensichtlich mit der türkischen tradition überhaubt nicht aus. Aber das macht ja nix, Sie sind ja schließlich hier um was zu lernen nehme ich an. Und hören Sie doch auf uns unterschwellig als rückständig darzustellen . Moderne und tradition kann man verbinden.
Deswegen ein Beispiel wie es bei meiner Verlobung war und so wie es bei den meißten Türken abläuft. Ich hab meine Verlobte vor zwei Jahren auf einer geburtstags Party kennengelernt.
Ich weiß was Sie denken ....aber nein ich habe sie nicht aus der Türkei importiert..... und importieren kommt auch nicht so oft vor wie sie denken.
Ich mußte sie auch nicht entführen. Und ihre drei jüngern Brüder die von unserer Beziehung wußten drohten mir oder meiner Frau auch nicht mit Ehrenmord. Das ist auch die regel bei den 2 millionen Türken in Deutschland.
Irgendwann beschloßen wir uns zu Verloben. Und ich mußte mit meinen Eltern zu den Eltern meiner jetzigen Frau. So ist das nunmal bei uns Türken. Es ist eine Tradition oder ein Protokoll, wie sie auch wollen. Dort angekommen waren schon einige ihrer Freundinen anwesend die ganze Show belustigt und erwartungsfroh beobachten. Einige halfen ihr bei dem Zeremoniell.
Meine Eltern mußten ihre Eltern um die Hand anhalten . Und Ihr Vater gab sie somit für die Hochzeit frei. Das ist eine tradition oder Brauch die vorallem von Frauen hochgehalten wird. Und dazu gehören auch das Mocca und das Tee servieren. Dazu gehörte auch das ich versalzenes Tee trinken mußte ohne eine Miene zu verziehen. Zum entzücken aller Weiblichen anwesenden
Ich finde es bezeichnend, dass hier viele meinen, nur ich müsste etwas lernen durch dieses Forum, weil nur ich ja die falschen Ansichten habe.....:rolleyes:
Das muss man ja wohl nicht mehr weiter kommentieren. Einige müssen hier mal dringend von ihrem hohen Ross heruntersteigen.......
Wenn bei dir und deiner Frau alles in Ordnung ist, so ist das ja eure Sache und nicht weiter von Belang. Wenn deine Frau sich wirklich in ihrer traditionellen Rolle wohl fühlt, dann ist das vollkommen in Ordnung. Niemand (auch ich nicht) will sie zwingen, moderne Verhaltensweisen anzunehmen.
Das Problem liegt bei den Frauen (und teilweise auch Männern), die sich von den traditionellen Zwängen unterdrückt und eingeengt fühlen. Die mit Gewalt (physisch oder psychisch) in ihrer traditionellen Frauenrolle gefangen gehalten werden. Und dieses Problem gibt es nun mal in der muslimischen Gesellschaft. Und es ist auch nicht nur seltene Ausnahmefälle. Wer das behauptet, lügt in meinen Augen......
Die alte Edda hab ich nur mal angelesen..wieso? ^^ hab btw. mich mal ne zeitlang mit Germanen,Wikingern und co. beschäftigt. Sind mir nen recht interessantes Völkchen gewesen,wenn man das so liest.. (und Viking Metal hört :rolleyes: )
sen okkudun mu?
hab ich auch nicht gelesen,möchte ich aber auch gerne in zukunft,
simdi cilgin türkleri okuyorum.cok güzel bir roman,aslinda bütün gercekleri antlatiyor:buuh:
Auf der Beitrittserklärung des Vereins der traditionellen Islamisten und Frauenunterdrücker ...... :brüll:
1. Ich bin kein Islamist sondern Atheist.
2. Meine Frau ist emanzipiert und Intelligent und darauf bin ich Stolz.
3. Ich hoffe Sie schalten jetzt nicht die Menschenrechts Organisation ein weil ich versalzenen Tee trinken mußte. Wie gesagt Tradition ist Tradition und ich habe es gern getan für meine Frau
@Sema hab dich mal geICQ´t ^^ Worum geht es in Cilgin Türkler überhaupt(über Amazon findet man keine beschreib. drüber)?
btw. Me liest grad Koran und paar Überlebenshandbücher..
@Sema hab dich mal geICQ´t ^^ Worum geht es in Cilgin Türkler überhaupt(über Amazon findet man keine beschreib. drüber)?
btw. Me liest grad Koran und paar Überlebenshandbücher..
wann denn icq,t? na ja bin nicht oft am pc
kurtulus savasini antlatiyor,detayli bir sekilde,mit authentischen namen die in der geschischte vorkommen.,sende dir eine pn wenn ich morgen zu hause bin und gib dir die isbn nummer,
;)
Ich finde es bezeichnend, dass hier viele meinen, nur ich müsste etwas lernen durch dieses Forum, weil nur ich ja die falschen Ansichten habe.....:rolleyes:
Das muss man ja wohl nicht mehr weiter kommentieren. Einige müssen hier mal dringend von ihrem hohen Ross heruntersteigen.......
Wenn bei dir und deiner Frau alles in Ordnung ist, so ist das ja eure Sache und nicht weiter von Belang. Wenn deine Frau sich wirklich in ihrer traditionellen Rolle wohl fühlt, dann ist das vollkommen in Ordnung. Niemand (auch ich nicht) will sie zwingen, moderne Verhaltensweisen anzunehmen.
Das Problem liegt bei den Frauen (und teilweise auch Männern), die sich von den traditionellen Zwängen unterdrückt und eingeengt fühlen. Die mit Gewalt (physisch oder psychisch) in ihrer traditionellen Frauenrolle gefangen gehalten werden. Und dieses Problem gibt es nun mal in der muslimischen Gesellschaft. Und es ist auch nicht nur seltene Ausnahmefälle. Wer das behauptet, lügt in meinen Augen......
Es ist mir echt schleierhaft aus welchem seiner Sätze du herausgelesen haben willst das seine Frau oder Verlobte nicht modern ist.
Ich kenn ihn nicht und weiß nicht ob er und seine Frau "modern" sind, aber aus seinen Text konnte ich wirklich garnichts darüber herauslesen.
Aus deinem Text kann ich aber aufjedenfall die üblichen Vorurteile herauslesen.
Es ist echt lächerlich von irgendwelchen Leuten hören zu müssen wie die eigene Kultur "wirklich" ist...:rolleyes:
Aber ich nimms dir nicht übel, da du als Herrenmensch sowas machen musst. Ich sag mal es gehört einfach zu deiner Natur, um dein Selbstwertgefühl zu steigern und damit deine Mitherrenmenschen keine Sekunde an ihre höhere und weitaus bessere Kultur und Religion zweifeln findet man Frauen wie Kelek(Die in ihrer traditionellen Rolle als TÜV-Türken physisch oder psychisch geschädigt sind)
Wisst ihr, ich hätte mit Frau Keleks Aussagen kein Problem, wenn sie sich doch nur dazu bekennen würde, dass eben nicht die Merhheit der türkischen Frauen diesem Schicksal erlegen sind.
Ich persönlich gebe ja auch zu, dass es diese Machoväter und Brüder gibt, die ihre Töchter am liebsten an sich ketten würden, um jede Bewegung dieser zu kontrollieren. Doch bei der KElek klingt das so, als wäre es ein Gesetz bei den Türken die Frauen schlecht zu behandeln und dass diese Fälle die Mehrheit darstellen.
Die Frau hat meines Erachtens nur eins erreicht: Nen Bestseller mit dem sie sich und ihrem Lebensgefährten nen schönes Leben finanzieren kann, auf dem Rücken von so vielen Türken, die nun für ihre Launenhaftigkeit und Gier hinhalten müssen.
Danke, Frau Kelek.
Was wir an ihr schätze sollten ist, dass sie konkrete Probleme vieler türk. Frauen anspricht
So muss jetzt World of Warcraft zocken, komme abends wieder zurück ;)
Auf welchem Server zockst du? :lach:
Wisst ihr, ich hätte mit Frau Keleks Aussagen kein Problem, wenn sie sich doch nur dazu bekennen würde, dass eben nicht die Merhheit der türkischen Frauen diesem Schicksal erlegen sind.
Ich persönlich gebe ja auch zu, dass es diese Machoväter und Brüder gibt, die ihre Töchter am liebsten an sich ketten würden, um jede Bewegung dieser zu kontrollieren. Doch bei der KElek klingt das so, als wäre es ein Gesetz bei den Türken die Frauen schlecht zu behandeln und dass diese Fälle die Mehrheit darstellen.
Die Frau hat meines Erachtens nur eins erreicht: Nen Bestseller mit dem sie sich und ihrem Lebensgefährten nen schönes Leben finanzieren kann, auf dem Rücken von so vielen Türken, die nun für ihre Launenhaftigkeit und Gier hinhalten müssen.
Danke, Frau Kelek.
einwandfreier Kommentar!!!!!!
insanoglu iste...die schlechtesten Nachrichten sind immer noch am interessantesten und sensationellsten. so dumm ist die Fr. Kelek halt nicht ;-)
Ich finde es bezeichnend, dass hier viele meinen, nur ich müsste etwas lernen durch dieses Forum, weil nur ich ja die falschen Ansichten habe.....:rolleyes:
Das muss man ja wohl nicht mehr weiter kommentieren. Einige müssen hier mal dringend von ihrem hohen Ross heruntersteigen.......
Wenn bei dir und deiner Frau alles in Ordnung ist, so ist das ja eure Sache und nicht weiter von Belang. Wenn deine Frau sich wirklich in ihrer traditionellen Rolle wohl fühlt, dann ist das vollkommen in Ordnung. Niemand (auch ich nicht) will sie zwingen, moderne Verhaltensweisen anzunehmen.
Das Problem liegt bei den Frauen (und teilweise auch Männern), die sich von den traditionellen Zwängen unterdrückt und eingeengt fühlen. Die mit Gewalt (physisch oder psychisch) in ihrer traditionellen Frauenrolle gefangen gehalten werden. Und dieses Problem gibt es nun mal in der muslimischen Gesellschaft. Und es ist auch nicht nur seltene Ausnahmefälle. Wer das behauptet, lügt in meinen Augen......
Doch, genau das ist es, es sind Ausnahmefälle. Dass ich nun in Deinen Augen ein Lügner sein soll, sagt mehr über Dich aus, als über mich. Es ist nämlich mitnichten so, dass Du Dich tatsächlich damit abfindest, wenn Menschen sich aus freien Stücken an diese Traditionen gebunden fühlen, das lässt Dein missionarisches Sendungsbewußtsein nämlich nicht zu. Weder Deines, noch das von dieser "Alibitürkin", die sich wegen ein paar seelischer "Streicheleinheiten" als die andere Türkin - als löbliche Ausnahme von der ach so mißratenen Regel - für ihre deutschen Herrchen prostituiert. Viel Spaß mit den Keleks und wie sie nicht alle heißen mögen - da gibts noch so zwei Spatzenhirne, deren Namen mir gerade entfallen sind - wundert Euch dann aber bitte auch nicht darüber, dass wir mit Euch nichts zu tun haben wollen. So schafft man quasi Parallelgesellschaften als sich selbst erfüllende Prophezeiungen.
Ach ja, hierzu noch:
Ich finde es bezeichnend, dass hier viele meinen, nur ich müsste etwas lernen durch dieses Forum, weil nur ich ja die falschen Ansichten habe.....
Ich habe selten eine dämlichere Aussage gelesen. Was soll denn daran bezeichnend sein? Wir debattieren hier nicht über einen Gegenstand, zu dem wir die gleiche Distanz oder Nähe haben, so dass eine Gleichwertigkeit der Argumente und Perspektiven per se ausgeschlossen ist. Du bist hier in einem türkischen Forum, kennst türkische Taditionen, Kultur, Sitten, Bräuche, Sprache, kurzum alles, was uns als Türken ausmacht, bestenfalls aus zweiter Hand, resp. über das, was Dir medial vermittelt wird. Natürlich und selbstredend bist Du somit hier in der Position desjenigen, der in diesne Fragen von uns zu lernen hat. Bezeichnend ist allerdings, dass Du diese sich aus der Natur der Sache ergebende Rollenverteilung schon in Frage stellst. Denn das, mein lieber, ist typisch deutsch. Von tuten und blasen keine Ahnung haben, aber überall an vorderster Front mitqautschen wollen.
Habe folgende e-mail von bilisim.de bekommen:
Merhaba,
Necla Kelek hakkinda bir yazi hazirladim. Bilisim platformunda
yayinlarsaniz cok sevinirim. Bu yazinin uzun versiyonu ayrica
Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung'da yayinlanmasi icin gazetenin sorumlu
müdürü ile
anlasmistik. Makaleyi okuduktan sonra yayinlamayacagini söyledi.
Görüsmelerimiz devam ediyor, ama ortak bir düsünce cizgisinden hala
cok
uzagiz. Belki baska yazilarda anlasabiliriz. Ben özellikle FAZ gibi
gazetelerde Türkler ve Türkiye hakkinda burada yasayan Türklerin
yazilarinin
yayinlanmasini istiyorum.
Kendim Deutscher Fachverlag yayin grubunda (Frankfurt) yazar olarak
calisiyorum. Ayrica ressamim. Iyi günler ve cok selamlar
Kemal Calik
kemal.calik@gmx.de
Die Kronzeugin
Eine Soziologin postuliert die kollektive Zwangsverheiratung und wird
dafür geehrt
In den achtziger Jahren machte ein Buch Schlagzeilen, das weltweit
zum Bestseller avancierte: „Nicht ohne meine Tochter“ von Betty
Mahmoody. Seitdem gibt es auf dem Büchermarkt eine Flut von
Leidensliteratur, die nun meistens von den Migrantinnen geschrieben
werden. Die Bekenntnisse angeblich oder tatsächlich gedemütigter und
verfolgter Frauen verkaufen sich gut und ein verschleiertes
Frauengesicht, als Versinnbildlichung der Unterdrückung der
muslimischen Frau schlechthin darf auf dem Cover nicht fehlen.
Auch Necla Kelek hat einen Bericht vom Rande des türkischen Lebens
geschrieben, doch der Verlag wirbt damit, dass es vom Inneren des
türkischen Lebens in Deutschland handele. Für ihr „zorniges,
aufrüttelndes Buch“, „Die fremde Braut“, erhielt sie den diesjährigen
Geschwister-Scholl-Preis. In ihrem Werk will sie Einblicke in die
Praxis der Zwangsverheiratung von in Deutschland lebenden Türkinnen
geben. Es sei eine „Streitschrift“, so die Jury, „für das Recht auf
selbst bestimmte Lebensführung“.
Es gibt in der Türkei immer wieder Fälle von zwangsverheirateten
Mädchen und ermordeten Frauen. Daran ist nichts zu beschönigen. Diese
Missstände werden dort auf breiter Ebene diskutiert. Frauen- und
Menschenrechtsorganisationen kämpfen seit Jahren gegen Gewalt und
Unterdrückung der Frau und auch die Medien beteiligen sich an dieser
Diskussion. Dabei werden alle Facetten des Problems ausgeleuchtet.
Warum ist das Problem ein Phänomen „wenig gebildeter Schichten?“
Warum trifft es jene Frauen, die keine eigene ökonomische Kraft
haben? Warum wird die gute alte Sitte der Eheanbahnung derart
pervertiert? Wie können sich traditionsorientierte Schichten an die
Moderne adaptieren? Wie können sich die betroffenen Frauen selbst
helfen?
Doch die in der Türkei ausgiebig erörterten Exzesse zeigen nur einen
Teil der türkischen Realität – und darüber sind sich alle Türken im
Klaren. Anders in Deutschland. Hier wird ein Randphänomen zum
Massenphänomen stilisiert und mit banalen Verallgemeinerungen
begründet.
Ohne Zweifel gibt es auch in Deutschland Fälle von türkischen Frauen,
die von Zwangsheirat betroffen sind. Wie viele es hierzulande
tatsächlich gibt, ist noch ungeklärt. Auch die Autorin hat keine
Zahlen. Trotzdem vertritt Kelek die Meinung, dass jede zweite Ehe in
Deutschland das Ergebnis einer Zwangsverheiratung sei. Sie definiert
so kurzerhand jede Form von Eheanbahnung oder Beziehungsstiftung
durch Freunde und Familie zur Zwangsehe um. Was an sich ein Unding
ist, denn Ehestiftungen dieser „türkischen“ Art sind zwanglose
Instrumente, um die Kontaktaufnahme von Singles einzuleiten, die
möglicherweise zusammenpassen könnten und als solche sind sie selbst
unter Deutschen üblich.
Wenig überzeugend ist ebenso, dass die Soziologin die Schuld für die
mangelnde Integrationsbereitschaft der Migranten in der „islamischen
Leitkultur“ sieht. Sie widerspricht damit sogar sich selbst, denn in
ihrer 2002 erschienen Dissertation bescheinigte sie den türkischen
Jugendlichen noch eine weitgehende
Anpassungsbereitschaft an westliche Lebensweisen.
Die Begeisterung, mit der die Mehrheitsgesellschaft Keleks gezielten
Anklagen aufgegriffen hat, fällt besonders auf. In einer Zeit, in
der laut einem Bericht (8/2005) der Bundesmigrationsbeauftragten 2004
fast 70 Prozent der Befragten der Auffassung sind, dass die
muslimische Kultur nicht in die westliche Welt passe, sollten wir uns
darüber nicht wundern. Obwohl auch unter der Sonne des Abendlandes
der Geschlechterkampf keineswegs zu Ende gefochten ist, kann sich
manch eine(r) jetzt erleichtert zurück lehnen. Doch die islamische
Gefahr kommt scheinbar immer näher: Kelek prognostiziert, dass die
islamische Unterwanderung voranschreite. Die Deutschen müssten ihre
Werte und Errungenschaften selbstbewusster verteidigen, und zwar
„unter allen Umständen“. Verkauft sie den Deutschen nicht ihre
persönlichen, irrationalen Ressentiments gegen den Islam als
tatsächliche Bedrohung? Und missbraucht dabei den
Vertrauensvorschuss, den sie durch die Vorspiegelung verzerrter
Tatsachen über türkische Ehen bei der deutschen Leserschaft gewonnen
hat? Nach dem Motto, wer ihr glaubt, dass die türkischen Frauen
allesamt geknechtet sind, wird ihr auch glauben, dass der Westen
durch den Islam bedroht ist. Was man der Autorin mit Sicherheit nicht
vorwerfen kann, ist, dass sie die Ängste der deutschen Leserschaft
nicht gekonnt in eigener ideologischer Sache missbraucht.
Kemal Calik
Merhaba,
Necla Kelek hakkinda bir yazi hazirladim. Bilisim platformunda
yayinlarsaniz cok sevinirim. Bu yazinin uzun versiyonu ayrica
Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung'da yayinlanmasi icin gazetenin sorumlu
müdürü ile
anlasmistik. Makaleyi okuduktan sonra yayinlamayacagini söyledi.
Görüsmelerimiz devam ediyor, ama ortak bir düsünce cizgisinden hala
cok
uzagiz. Belki baska yazilarda anlasabiliriz. Ben özellikle FAZ gibi
gazetelerde Türkler ve Türkiye hakkinda burada yasayan Türklerin
yazilarinin
yayinlanmasini istiyorum.
Bezeichnend für die Linie der FAZ! Ist ein Artikel über die Türken nicht in Ihrem Sinne, wird er, trotz Absprache nicht verfasst!
Deutlicher geht es nicht!
Lieber Herr Calik,
Ihr Artikel trifft mitten ins Schwarze und hätte abgedruckt werden müssen. Aber dies zeigt mal wieder, dass die andere Seite, also die türkische Sicht der Dinge, in den deutschen Medien nicht erwünscht ist. Denn so kann man die Leserschaft besser täuschen... . Traurig, aber wahr.
Lassen Sie sich nicht entmutigen.
Liebe Grüße
Sahika
So ein Artikel wird sicher nicht in der F.A.Z. veröffentlicht. Ich würde es bei der taz versuchen, aber dort sitzt nicht das "Zielpublikum". Dieses holt sich seine Vorurteile bei der F.A.Z. oder Die Welt.
Flagellum Dei
28.12.05, 22:12
Für ihr „zorniges,
aufrüttelndes Buch“, „Die fremde Braut“, erhielt sie den diesjährigen
Geschwister-Scholl-Preis.
es ist mir an dieser Stelle ein inneres und aufrichtiges Anliegen,
2 wichtigen Personen gegenüber meinem Bedauern und meiner
Bitte um Verzeihung stellvertretend für die
deutschen Zeitgenossen in der entsprechenden hierfür
verantwortlichen Position, welcheselbige sie
verantwortungslos entweihen,
Ausdruck zu verleihen.
verzeiht, dass euer Name und Ansehen derart mißbraucht wird;
verzeiht, dass ihr, die ihr für Menschenwürde, und gegen
Faschismus gekämpft und euer Leben geopfert habt,
nun mißbraucht werdet von Leuten, die aufs Neue ganze Bevölkerungsgruppen
zu stigmatisieren, zu marginalisieren und mit
dem Kainsmal zu versehen sich bemühen, mit einem Wort: hetzen!
.......
http://kriegsende.ard.de/container/ndr_style_images_default/0,2299,OID1098172,00.jpg
Hans und Sophie Scholl
Hallo Kemal,
der erste Beitrag, den ich hier im Forum lesen durfte. Hat mich als Erstes
interessiert. Frau Necla Kelek ist eine sehr interessante Biografie. Die Steigerung ihrer Bemühungen zum besseren Verständnis zwischen Türken und Deutschen ist ja nun auch mit einem hohen Preis belohnt worden. Ich gratulliere dieser duchaus begnadeten Soziologin. Ihr Temperament und ihr Wissen über die Türkei und den türkischen Frauen und den türkischen Männern sollte für dieses Deutschland vorbildlich sein. Sie wird "gebraucht".
Nun zu Deinem Artikel. Du hast Dir ja wahrlich viel Mühe gemacht. Diese Mühe machen wir uns schon seit 35 Jahren. Nicht daß ich Dich damit abschrecken will, aber seie nicht enttäuscht, wenn Dein Beitrag im FAZ nicht gedruckt werden sollte. Dein Beitrag ist so nicht "zu gebrauchen". Wer will das schon lesen ? Es ist nicht interessant genug ! Die meisten Menschen haben ja bereits eine "vorgefertigte" Meinung im Kopf, z.B. von einer Alice im Wunderland" oder einer "Istanbuler Kelek". Diese Meinung muß unterstützt werden und nicht wachgerüttelt. Seie bitte also nicht enttäuscht. Die deutsche Öffentlichkeit kennt die türkische Minderheit unter sich schon seit 40 Jahren. Willst Du sie noch belehren ?? Und dafür vielleicht nocht einen PREIS kassieren. Nein, ich glaube dann muß Du Dir andere Überschriften ausdenken. "Das was gehört werden will". Ach laß doch die, die nicht belehrbar sind. Es ist viel wichtiger uns nicht darum zu kümmern, was sie über uns denken und schreiben, sondern viel wichtiger für mich, ihre sonderbaren Denkensweisen und Weisheiten herauszustellen und ihnen immer schön unter die Nase zu führen. Heute hatte ich eine gewisse Genugtuung:
Hast Du das auch gesehen: im Heute-Journal das Interview der "schwar verschleierten deutschen Archälogin Susanne Osthoff" !!! Halleluja. Das ich das noch erleben durfte ? Und das im ZDF ! Eine verschleierte im Taliban- Gewand ! Sie erinnerte mich an Lawrence von Arabien ! Der war ja zum Schluß auch so ein wenig durchgeknallt. Ja also kommen wir zu Frau Kelek,
mach Dir also nichts daraus. Die türkische Frau ist nicht das was Frau Kelek zu wissen denkt. Die türkische Frau, lieber Kemal, bin z.B. ich, die Zübeyde, dann meine Mutter, dann meine Großmutter, meine Urgroßmutter. Und alle samt irgendwie doch anders und total stark und selbstbewußt als eine preisgerönte arme, einsame KELEK.
Ich wünsche Dir alles Gute. Und bleib lässig !
Zübeyde
Hallo Kemal,
der erste Beitrag, den ich hier im Forum lesen durfte. Hat mich als Erstes
interessiert. Frau Necla Kelek ist eine sehr interessante Biografie. Die Steigerung ihrer Bemühungen zum besseren Verständnis zwischen Türken und Deutschen ist ja nun auch mit einem hohen Preis belohnt worden. Ich gratulliere dieser duchaus begnadeten Soziologin. Ihr Temperament und ihr Wissen über die Türkei und den türkischen Frauen und den türkischen Männern sollte für dieses Deutschland vorbildlich sein. Sie wird "gebraucht".
Nun zu Deinem Artikel. Du hast Dir ja wahrlich viel Mühe gemacht. Diese Mühe machen wir uns schon seit 35 Jahren. Nicht daß ich Dich damit abschrecken will, aber seie nicht enttäuscht, wenn Dein Beitrag im FAZ nicht gedruckt werden sollte. Dein Beitrag ist so nicht "zu gebrauchen". Wer will das schon lesen ? Es ist nicht interessant genug ! Die meisten Menschen haben ja bereits eine "vorgefertigte" Meinung im Kopf, z.B. von einer Alice im Wunderland" oder einer "Istanbuler Kelek". Diese Meinung muß unterstützt werden und nicht wachgerüttelt. Seie bitte also nicht enttäuscht. Die deutsche Öffentlichkeit kennt die türkische Minderheit unter sich schon seit 40 Jahren. Willst Du sie noch belehren ?? Und dafür vielleicht nocht einen PREIS kassieren. Nein, ich glaube dann muß Du Dir andere Überschriften ausdenken. "Das was gehört werden will". Ach laß doch die, die nicht belehrbar sind. Es ist viel wichtiger uns nicht darum zu kümmern, was sie über uns denken und schreiben, sondern viel wichtiger für mich, ihre sonderbaren Denkensweisen und Weisheiten herauszustellen und ihnen immer schön unter die Nase zu führen. Heute hatte ich eine gewisse Genugtuung:
Hast Du das auch gesehen: im Heute-Journal das Interview der "schwar verschleierten deutschen Archälogin Susanne Osthoff" !!! Halleluja. Das ich das noch erleben durfte ? Und das im ZDF ! Eine verschleierte im Taliban- Gewand ! Sie erinnerte mich an Lawrence von Arabien ! Der war ja zum Schluß auch so ein wenig durchgeknallt. Ja also kommen wir zu Frau Kelek,
mach Dir also nichts daraus. Die türkische Frau ist nicht das was Frau Kelek zu wissen denkt. Die türkische Frau, lieber Kemal, bin z.B. ich, die Zübeyde, dann meine Mutter, dann meine Großmutter, meine Urgroßmutter. Und alle samt irgendwie doch anders und total stark und selbstbewußt als eine preisgerönte arme, einsame KELEK.
Ich wünsche Dir alles Gute. Und bleib lässig !
Zübeyde
sauber zübeyde.wenn die wüssten,dass bei uns schon frauen im parlament und in flugzeugen (als PILOTEN wohlgemerkt!) gesessen haben-im freiheitskrieg seite an seite mit männern (sogar als kommandeure!) gekämpft haben..als ihre frauen noch in den küchen angekettet waren.tz tz..wollen uns doch genau diese jetzt beibringen was >frauenrechte< sind.wie armselig..naja,wenn man die geschichte von >anderen< nicht kennt können auch schnell mal irgendwelche mundpropaganda >völkermorde< entstehen....
Merhaba,
ilginiz ve düsünceleriniz icin cok tesekkür ediyorum. Yeni yazilarda bulusmak üzere.
Cok selamlar
Kemal
Manastirli Hamdi
16.01.06, 13:59
http://www.taz.de/pt/2006/01/16/a0128.1/text
Der Pascha-Test
Wer deutscher Staatsbürger werden will, muss in Baden-Württemberg seit
Anfang des Jahres Fragen zu seiner Einstellung zur Verfassung beantworten.
Ein Plädoyer für die Überprüfung durch den Staat
VON NECLA KELEK
Die deutsche Gesellschaft hat mit dem Zuwanderungsgesetz - wenn auch spät -
Migranten ein Angebot zur Integration gemacht. Jeder Einwanderer kann bei
Erfüllung bestimmter Voraussetzungen deutscher Staatsbürger werden. Aber wer
Bürger dieses Landes werden will, sollte Grundsätzliches über das Leben
dieses Landes wissen und seine Regeln und Gesetze akzeptieren und sich zur
Verfassung dieses Landes bekennen. Es gibt keinen Automatismus Deutscher zu
werden, sondern es ist ein Angebot, und dieses ist an die Zustimmung zu der
Grundordnung gebunden, die sich dieses Land selbst gegeben hat. Damit hat
der Staat auch die Möglichkeit, einen solchen Antrag abzulehnen, wenn ein
Bewerber die Zustimmung zur Grundordnung verweigert oder seine Handlungen
der Verfassung entgegenstehen.
Es mag ein unzulänglicher Versuch sein, dies herauszufinden, indem man sich
mit dem Bewerber unterhält, nachfragt, ihm zuhört, mit ihm ein Gespräch
führt und sich ein Bild zu machen versucht. Denn gegen Täuschungen oder
falsche Interpretationen, sowohl auf Seiten des Auskunft Gebenden wie auf
Seiten des fragend Zuhörenden, ist niemand gefeit. Wenn jemand einen
besseren Vorschlag vorzubringen hat, möge er dies tun.
Viele der mit einem solchen Gespräch betrauten Beamten nicht nur in
Baden-Württemberg dürften vor dem Problem stehen, dass sie sich Geboten,
"Gesetzen", den Vorstellungen über das, was Männern oder Frauen in anderen
Kulturen erlaubt oder verboten ist, kaum auskennen. Dementsprechend dürften
sie vor der Schwierigkeit stehen, wie sie das Gehörte interpretieren,
einordnen, zuordnen können. Wer weiß schon, was Muslime mit den Begriffen
Ansehen, Respekt, Ehre und Schande verbinden. Interkulturelle Kompetenz ist
kein Kriterium bei der Besetzung von Verwaltungsposten. Die Landesregierung
Baden-Württemberg wollte ihren Beamten deshalb für diese - laut
Zuwanderungsgesetz - Gespräche einen Leitfaden an die Hand geben.
Aber darf man das? Ist das, wie der Alt-68er Peter Schneider meint, ein
neuer "Radikalenerlass?" Die Schriftstellerin Thea Dorn hat in der Welt auf
den entscheidenden Unterschied hingewiesen, nämlich "dass es hier nicht um
einen ,Gesinnungs-Check' geht, der bei deutschen Staatsbürgern durchgeführt
werden soll, sondern bei Leuten, die sich um die deutsche Staatsbürgerschaft
bewerben. Bevor noch auch nur ein einziges Gespräch mit Antragstellern nach
diesem Leitfaden geführt worden ist, ist die gesamte muslimische und
politische Szene zur Kritik angetreten. Von "Verfassungsbruch" und
"Gesinnungsschnüffelei" ist die Rede, Verfassungsklagen werden angekündigt.
Deftig reagiert der türkischstämmige CDU-Politiker Bülent Arslan auf die
Initiative seiner baden-württembergischen Parteifreunde: "Wer das formuliert
hat, war besoffen oder hat kein Gefühl." Ablehnung also allerorten, selbst
CDU-Politiker gehen in Deckung, wollen sich nicht den Mund verbrennen. Nur
einige türkische Frauen - Seyran Ates und Cerap Cileli und ich - fragen
sich, was die Aufregung soll. Fälle von Gewalt gegen Frauen,
Zwangsverheiratungen, Polygamie, Ehrenmorde sind in unserer Gesellschaft
unter Migranten nun mal Fakt und kein Vorurteil. Dass solche Praktiken, die
alle mit dem deutschen Grundgesetz kollidieren, mitnichten aber von allen
Migranten abgelehnt werden, sollten die Erfahrungen der Vergangenheit
gezeigt haben. Weggesehen wurde in der deutschen Öffentlichkeit lange genug.
Oder ist diese Gewalt gegen Frauen für Alt-68er immer noch wie anno dazumal
ein "Nebenwiderspruch"? "Dabei steht außer Frage, dass deutscher
Staatsangehöriger nur werden kann, wer sich zum Grundgesetz bekennt", sagt
der Grünen-Politiker Cem Özdemir, der vom Leitfaden als "diskriminierenden
Verfassungstest" spricht, um dann doch in einer überraschenden Volte
vorzuschlagen, die Verfassungstreue in einem Gespräch zu klären.
Aber worüber sollen sich Antragsteller und Sachbearbeiter unterhalten? Über
das Wetter? Über die Ergebnisse der Fußball-Bundesliga? Über den Islam und
die Scharia offensichtlich nicht, denn das wäre schon der Sündenfall der
Diskriminierung von Muslimen - bei einem protestantisch-calvinistischen
Schweizer Antragsteller machen solche Fragen auch keinen rechten Sinn.
Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, empfiehlt dann auch
den Muslimen, gar nichts zu sagen. Zieht sich hier jemand einen Schuh an,
der ihm passt? Warum geht er nicht von der Unschuldsvermutung gegenüber
seinen Schützlingen aus? Warum meinen er und andere eigentlich, Muslime
könnten Probleme mit den Fragen haben wie: "Wie stehen Sie zu der Aussage,
dass die Frau ihrem Ehemann gehorchen soll und dass dieser sie schlagen
darf, wenn sie ihm nicht gehorsam ist?" Oder misstraut ausgerechnet Herr
Elyas der Lebensführung von Muslimen? Oder soll uns hier nur wieder zum xten
Mal das Wiederholungsstück "Verfolgte Unschuld staatlicher Willkür"
vorgeführt werden?
In den 21 Fragen des Leitfadens kommen die Worte "Muslim" oder "Islam"
nirgends vor. Es ist immer von "Glauben" und "Religion" die Rede. Die Fragen
gelten Themen, die in der Tat für eine Demokratie lebenswichtig sind: Gewalt
gegen Frauen, Freizügigkeit, Selbstbestimmung, Demokratieverständnis. Warum
ist das ein "Muslim-Test"? Mit der gleichen Berechtigung könnte man ihn
einen "Pascha-Test" nennen, denn die Fragen problematisieren mehrheitlich
die Männerrolle.
Die in der deutschen Öffentlichkeit gepflegte Kultur des "Alarmismus" nötigt
mir einerseits immer wieder Bewunderung ab: Man ist sofort bereit,
vermeintlich Schwachen, Bedrohten wortreich zur Seite zu stehen;
andererseits bestürzt es mich, dass diese Solidaritätsbereitschaft oft mit
Blindheit geschlagen ist - Blindheit für das, was an der eigenen
Gesellschaft, der eigenen Verfassung verteidigenswert ist und im
Zweifelsfalle auch verteidigt werden muss.
Und ich wundere mich, mit welchen Widersprüchen die jetzige Reaktion
einhergehen kann: Da wird für die gleichgeschlechtliche Ehe gestritten und
gekämpft, und dieselben Leute weigern sich, mit der gleichen Vehemenz für
das gleichberechtigte Verhältnis zwischen Mann und Frau zu kämpfen -
zumindest wenn es dabei um Muslime geht. Die Vermutung, dass Migranten ganz
automatisch in der modernen Gesellschaft ankommen und alles an ihnen
schützenswerte "Kultur" ist, hat die Wirklichkeit längst brutal widerlegt.
Hören wir doch auf, Migranten und ihre andere Einstellung zu den Kernfragen
der Demokratie unter Naturschutz zu stellen. Ich möchte wissen, ob sie
bereit sind, mit aller Konsequenz den "Geist der Gesetze" dieser Republik
anzuerkennen, ob sie Deutschland als ihre Heimat annehmen, ob sie ihre
Frauen vor Diskriminierung und Gewalt schützen, ob sie dazu beitragen, dass
ihre Kinder selbst entscheiden können, wann, wen und ob sie heiraten wollen
- das ist der wahre "Muslim-Test".
Necla Kelek, 48, Migrationsforscherin und Geschwister-Scholl-Preisträgerin,
hat das Innenministerium in Baden-Württemberg bei der Entwicklung des
Gesprächsleitfadens zur Einbürgerung von Muslimen aus Ländern der
Islamischen Konferenz beraten. Dieser Text ist ein Auszug aus Keleks neuem
Buch "Die verlorenen Söhne", das im März bei Kiepenheuer und Witsch
erscheint
taz vom 16.1.2006, S. 13, 249 Z. (TAZ-Bericht), NECLA KELEK
Es sieht so aus, dass die schon mal im unteren Thread geäußerten Befürchtungen über die Instrumentalisierung von den "devsirme aydnlar" gegen die TürkInnen doch nicht so unbegründet waren.
http://www.politikcity.de/forum/showpost.php?p=97601&postcount=148
Der Schakal
16.01.06, 14:06
Meine Sehr geehrten Damen und Herren,
sind sie Türke oder Türkin? Und wollen sie Karriere machen?
Na dann Herzlichen Glückwunsch ... Hetzen sie schön gegen alles türkische und sie werden mit Geld überhäuft und bekommen sogar Preise und gelten fortan als Integriert und "EliteTürke".
Mit freundlichen Grüßen
Schakal
Ich bin dafür, dass jemand eine Karikatur über diese Frau zeichnet mit nem zerrissenem Brautkleid und ner Faust in der Fr.... von nem "Pala-Biyik-Osman".
Wie will man ernsthaft noch über diese Frau diskutieren?
http://www.taz.de/pt/2006/01/16/a0128.1/text
Der Pascha-Test
Es sieht so aus, dass die schon mal im unteren Thread geäußerten Befürchtungen über die Instrumentalisierung von den "devsirme aydnlar" gegen die TürkInnen doch nicht so unbegründet waren.
http://www.politikcity.de/forum/showpost.php?p=97601&postcount=148
Ganz recht hast Du, Aydinlarimiz !
Wirklich schade, echt schade.
Ich hatte doch hier im Forum auch mal ein Artikel über Atilla Ilhan reinge-
stellt, der auch genau das bestätigt, was uns so große Sorgen macht.
Aber Frau Kelek - na sie freut sich auf ihr nächstes Buch. Hoffentlich isoliert sie sich nicht zunehmends von ihrer türkischen Wirklichkeit.
Die Frau ist ganz schön dumm....sie weiss gar nicht was sie da schreibt.
Redet von Unschuldsvermutung etc.....selber Schuld wenn diese Frau ernstgenommen wird.
Ich frage mich auch, wieso die Frau integrationsexpertin genannt wird? Hat sie das studiert?
Die Frau ist ganz schön dumm....sie weiss gar nicht was sie da schreibt.
Redet von Unschuldsvermutung etc.....selber Schuld wenn diese Frau ernstgenommen wird.
Ich frage mich auch, wieso die Frau integrationsexpertin genannt wird? Hat sie das studiert?
Frau Necla Kelek ist für mich auf keinen Fall eine Integrationsexpertin, sie ist eine "Integrationserschwererin".
Wenn sie wirklich für die Sache der "unterdrückten" und "ausgebeutelten" türkischen Frauen was bewirken hätte wollen, dann hätte sie sich auch unter den und mit den türkischen Frauen zusammen stark machen können. Das machen ganz viele andere auch, ohne daß man von ihren Namen was hört oder sie einen Preis bekommen. Sie hat mit ihren Büchern und so provozierenden Auftritten bei vielen Türken eine richtige Abwehr ausgelöst, aber das ermutigt sie weiter bis lang, und die Preise, die sie von unseren deutschen Freunden bekommt, sind für sie noch mehr Anlaß, so weiterzuverfahren wie gehabt. Frau Kelek wird "nichts" an der Situation von irgendwelcher Frau hier was positiv bewirken, nur, daß wir schöne breite Gesinnungstests machen müssen, die ohnehin ihren Zweck verfehlen werden, und daß man über uns schön viel reden wird.
Wo bleiben eigentlich die unterdrückten Kinder. Gibt es schon für Eltern auch Gesinnungstests, ob deutsch oder türkisch ?
deryatulga
16.01.06, 16:39
Die Frau ist ganz schön dumm....sie weiss gar nicht was sie da schreibt.
Redet von Unschuldsvermutung etc.....selber Schuld wenn diese Frau ernstgenommen wird.
Ich frage mich auch, wieso die Frau integrationsexpertin genannt wird? Hat sie das studiert?
Warum sollte sie denn? Fang ruhig damit an, festzustellen, welchen Türken in den deutschen Medien nach welchen Kriterien eine Karriere ermöglicht wurde. WDR, SBF, HR sollten als Stichwörter dienen. Necla Kelek ist verglichen mit ihnen ein harmloses Fischlein!
Warum sollte sie denn? Fang ruhig damit an, festzustellen, welchen Türken in den deutschen Medien nach welchen Kriterien eine Karriere ermöglicht wurde. WDR, SBF, HR sollten als Stichwörter dienen. Necla Kelek ist verglichen mit ihnen ein harmloses Fischlein!
Naja, für so einen kleinen Fisch, stinkt sie aber gewaltig!
Ich bin immer ganz stolz, wenn ich von türkischen Karrieren hier und da höre, und vor allem, wenn aus unseren Kreisen Bücher geschrieben werden. Bücher bleiben ! Bücher werden noch von vielen auch in 30 Jahren gelesen. Ich freue mich, wenn ich immer mehr türkische Namen geehrt sehe.
Aber, wenn sich jemand instrumentalisieren läßt und dann noch zu Zeiten, wo es die türkische Gesellschaft hier wirklich nicht einfach hat, dann bekommt es meine Abneigung. Sie kann mit ihrem Gerechtigkeitssinn wirklich viel erreichen, aber nur mit uns und zwischen uns. Und nicht so abgehoben da, wo sie keine Türkin sehen will, wie sie unsere Gesellschaft so zerreißt. Das mag ich absolut nicht. Ich bin auch eine Frau und ich mußte mir auch vieles rauskämpfen, aber daß mein Vater ein Tyran und meine Mutter eine unterdrückte Frau sei, daß habe ich niemandem erlaubt zu sagen, denn sie haben für mein Verständnis ohne Bildung ohne Sprachkenntnisse und dann noch in einem Land, wo sie mit ihren Traditionen und Glauben so verkehrt waren, wirklich viel erreicht. Vorallem die Familie zusammengehalten.
Per mail von Bilgi erhalten, eine Stellungnahme einer jungen Türkin
Necla Keleks Diskurs von "uns und den Migranten" zeugt von einer
schizophrener Haltung.
Necla Kelek ist selbst eine Migrantin. Der "Widerspruch im Subjekt" ist laut
Paul Parin eine der fürchterlichsten Folgen des Rassismus und der ethnischen
Diskriminierung.
In der Medizin nennt man das auch schlicht "Selbsthass".
Der türkische Psychologe Gündüz Vassaf weist in seinem Buch über türkische
Arbeiterkinder in Westeuropa ("Wir haben unsere Stimme noch nicht laut
gemacht") auf einen für die Schulpsychologie relevanten Beispielfall: Ein in
Afrika in den Eliteschulen des Kolonialregimes erzogener junger Mann geht in
London ins Kino. Es läuft "Tarzan". Während sich der junge Mann aus Afrika
wie alle anderen auch mit dem Helden, Tarzan, identifiziert, sehen die
autochtonen
weißen britischen Kinobesucher in ihm einen der schwarzen Wilden auf der
Leinwand.
Das Beispiel ist krass, trifft jedoch auch auf unseren Fall zu. Deutschland
ist kein Land ohne Rassismus und ethnische Diskriminierung. Wi wissen aus
eigener Erfahrung, wie es ist. Nur sehen es
viele deutsche Liberale gern als ein solches an. Daß Keleks Auftritte
zumindest "problematisch" sind, fällt ihnen genauso wenig auf wie offenbar
der Protagonistin selbst.
Empfohlen werden soll in diesem Zusammenhang das herausragende Buch von
Sander Gilman über den "Jüdischen Selbsthass". Das Phänomen dieser
aggressiven Beschuldigung der "eigenen Gruppe" gegenüber der Mehrheit, die
diese Gruppe seit jeher stigmatisiert, tauchte in Deutschland zuletzt vor
der Machtergreifung Hitlers auf. Alteingesessene Juden (oder Konvertierte)
zeigten mit dem Finger auf die relativ Neueren aus dem Osten und sagten: "Oh
wie schrecklich! Mit diesen Leuten haben wir nichts zu tun! Laßt sie bloß
nicht in unser schönes Land!" Nur haben die Nazis den Juden (und
Konvertiten) bald gezeigt, wer zu diesem "Wir"-Kollektiv gehörte und wer
nicht.
Erstens: Frau Kelek sollte "uns" einmal sagen, wer ihrer Meinung nach zu
"uns" gehört und wer nicht. Ich bin der Ansicht, daß das noch gar nicht
feststeht. Trotz Einbürgerung & vollkommener Integration bleibt der Wilde
ein Wilder und wird nicht zum Tarzan.
Zweitens: Was folgt aus dieser Lehre? Daß die Aufforderung zur Integration
eine Heuchelei ist; zumindest in dem Sinne, daß Integration heute noch nicht
belohnt wird. Vollkommen integrierte, emanzipierte Türkinnen - warum sehe
ich keine als Ansagerin der Tagesschau, als CEO in einer städtischen
Einrichtung oder als Museumsdirektorin? Daß es gut ausgebildete Türkinnen
gibt, wissen wir. Warum sind sie so unsichtbar? Kann es sein, daß sie mit
ihrem Können und Ehrgeiz eher als Bedrohung empfunden werden, wenn sie
alteingesessenen Deutschen ("uns") Konkurrenz machen? Es gibt die
"Importbräute" und "-bräutigame", es gibt Analphabetismus, Prügel,
Zwangsehen usw.
Niemand bestreitet das und in der türkischen Community wird das auch nur von
einer Minderheit gelobt und verteidigt. Ist aber nicht die kopfbetuchte,
arme Türkin ein Klischee, das "in unserem Land" doch lieber und am liebsten
ewig weiterleben soll, damit "wir uns" gut und immer besser fühlen, und
unsere Überlegenheit legitimieren können, und ist Frau Kelek die Hauptstütze
dieses Klischees heute?
Wo ist die Couch, bitte?
Dilek Zaptcioglu
Widerspruch im Subjekt....das ist gut!
Piramses fällt auch in diese Kategorie. Er ist der Wilde ger gerne Tarzan wäre :lach:
deryatulga
17.01.06, 15:50
Per mail von Bilgi erhalten, eine Stellungnahme einer jungen Türkin
Dilek Zaptcioglu wird sich freuen, wenn sie erfährt, dass man sie eine "junge Türkin" nennt. Sie ist aber ein kluges Köpfchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten sogar mutig.
Per mail von Bilgi erhalten, eine Stellungnahme einer jungen Türkin
@tralles
Danke. Ist interessant auch andere Stimmen zu hören. Wie ich finde, hat sie
auch sehr wichtige Punkte, wie Berufswelt etc. angesprochen.
Dilek Zaptcioglu wird sich freuen, wenn sie erfährt, dass man sie eine "junge Türkin" nennt. Sie ist aber ein kluges Köpfchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten sogar mutig.
Herr Deryatulga,
ich liebe Ihre Diplomatie !:rolleyes:
Dilek Zaptcioglu wird sich freuen, wenn sie erfährt, dass man sie eine "junge Türkin" nennt. Sie ist aber ein kluges Köpfchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten sogar mutig.
stimmt, das mit dem jung habe ich hineininterpretiert ;)
eine mail einer mutigen Türkin dann! :)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/19.01.2006/2298914.asp#art
Die Soziologin Necla Kelek verteidigt den Muslim-Fragebogen in Baden-Württemberg
Seit Wochen wird über einen Fragebogen diskutiert, mit dem das baden-württembergische Innenministerium die Gesinnung der Muslime überprüfen will, die eingebürgert werden möchten. Sie haben das Innenministerium bei der Entwicklung des Fragebogens beraten. Was war Ihnen wichtig?
Das Innenministerium hat mir die Fragen geschickt und wollte meine Meinung wissen. Ich fand die Fragen in Ordnung. Schließlich hat der deutsche Staat ein Recht zu erfahren, was in den Köpfen der Leute vor sich geht, die eingebürgert werden wollen. Denn wer die Werte nicht akzeptiert, die sich in unserer Verfassung widerspiegeln, kann doch kein Deutscher werden, glaubte ich zu wissen.
Die Verfassung schreibt aber nicht vor, wie Eltern mit ihrem Kind umzugehen haben, das homosexuell ist. Der Fragebogen will aber genau das wissen. Das geht den Staat doch gar nichts an.
Doch. Einer der Pfeiler unserer Demokratie ist doch das Selbstbestimmungsrecht eines jeden, also auch homosexueller Kinder gegenüber Eltern. Außerdem will man mit den Fragen gezielt herausfinden, wie Muslime zu Dingen stehen, die in ihrer Heimat verboten sind. Dort werden Homosexuelle mitunter gesteinigt.
Viele Fragen zielen auf das Selbstverständnis der Männer ab. Warum?
In traditionellen muslimischen Familien haben Männer das Sagen und üben Gewalt aus, wenn man ihnen nicht folgt. Der Fragebogen ist eine Art „Pascha-Test“.
Muslime kritisieren, dass sie unter Generalverdacht gestellt würden. Auch Innensenator Ehrhart Körting hat den Fragebogen als diskriminierend zurückgewiesen. Verstehen Sie das?
Nein, denn Muslime, die nach westlichen Werten leben – und nur ihnen werden die Fragen fremd vorkommen – müssen sich nicht angesprochen fühlen. Außerdem sollen die Fragen nur im Verdachtsfall gestellt werden. Wenn Sie an den Fall Kaplan denken, dann ist es sogar notwendig.
Auch deutsche Familienväter würden unter Verdacht geraten, würde man ihnen diese Fragen stellen. Auch hier gibt es welche, die ihren Töchtern keine freie Berufswahl gestatten, auch unter Deutschen gibt es Antisemiten.
Aber darum geht es doch hier nicht. Wenn ich einen Muslim, der Deutscher werden will, nach seinen Kenntnissen über die Verfassung frage, muss ich doch nicht gleich jeden Deutschen befragen. Dass es Neonazis gibt, ist ein Problem. Aber ein ganz anderes. Wenn alles gleich in einen Topf geworfen wird, können wir doch gar nichts mehr problematisieren.
Vielleicht ist ein bürokratischer Fragebogen das falsche Mittel?
Es ist ja kein Fragebogen, den man ausfüllen muss. Es ist ein Gesprächsleitfaden, eine Hilfe für die Beamten in den Behörden, die keine multikulturelle Kompetenz besitzen, die nicht wissen, was zum Beispiel Ehre für einen türkischen Mann bedeutet. Viele Beamten ahnen gar nicht, dass es etwa muslimische Männer gibt, die drei Ehefrauen haben oder Ehrenmorde gutheißen. Und die einen Pass bekommen haben, weil sie die Formalien erfüllt haben. Den meisten Deutschen ist es doch egal, wer den deutschen Pass bekommt.
Hat Sie die Kritik an dem Gesprächsleitfaden überrascht?
Sie hat gezeigt, dass Muslime unter Naturschutz stehen. Nicht mal fragen ist erlaubt. Aber offenbar empfinden tatsächlich viele die Fragen als nicht konstruktiv. Das sollte man ernst nehmen. Schließlich wollen wir ja, dass sich die Leute mit Deutschland identifizieren. Deshalb sollten wir den baden-württembergischen Leitfaden weiterentwickeln – zusammen mit denen, die Kritik geübt und vielleicht bessere Ideen haben, wie man ein Einbürgerungsgespräch führen könnte.
ich will hier jetzt gar nicht grossartig zitieren. was mich immer mehr in erstaunen versetzt ist, das sogar die deutsche journalistin, die sie interwievt hat, vor allem die fragen zu innerfamiliären angelegenheiten kritisiert.
also in meinen augen ist diese kelek necla echt nicht mehr ganz dicht.
auch irgendwie unbegreifflich, dass solche dumpfbacken immer noch hofiert werden :kafa:
Wow Kelek hat sich hochgelogen und hochgeweint bei TÜV und entscheidet ab sofort wer TÜV ist und wer nicht.
Diese Necla Kelek lügt, dass sich die Balken biegen! Es ist einfach unfassbar, was diese Frau von sich gibt! Sie vergleicht die Mehrzahl der Türken in Deutschland mit Metin Kaplan, einem Terroristen und mit dem iranischen Regime sympathisierenden Religionsfanatiker, der aus der Türkei fliehen musste! Es ist ein Skandal, dass Sie ausgerechnet solche Kriminellen als Argumentationsgrundlage für ihren verfassungsfeindlichen, diskriminierenden Test anführt!
Darüber hinaus, wo werden bitteschön in der Türkei Homosexuelle gesteinigt?
Jeder Türke kennt den Homosexuellen Zeki Müren (ging immer mit Frauenkleidern auf die Bühne), er gilt als einer der absolut grössten Ikonen der Türkei und wird verehrt wie wenige.
Als Zeki Müren starb, haben sich die Strassen mit Trauernden gefüllt, dass man damals anhand der Fernsehbilder hätte glauben können, dass es sich um Staatsbegräbnis handelt:
http://www.byegm.gov.tr/YAYINLARIMIZ/yuzyil/images/1990-1999/Image239001.jpg
Darüber hinaus gibt es Bülent Ersoy (sogar Transvestit?), er ist wie Zeki Müren beliebt seit Jahrzehnten. Zeki Müren war ein Superstar seit den 60er Jahren!
Dagegen kann ich mich sehr gut daran erinnern, was für ein Theater man hier veranstaltet hat, als sich gerade mal vor ein Paar Jahren deutsche Volksmusiker entsprechend outeten. Erinnert sich jemand an die Schlagzeilen? Man spekulierte dabei, ob das eventuell das Karriereaus der Betroffenen wäre!
So langsam sollte sich die Frau Kelek Gedanken darüber machen, ob das nicht gezielte Volksverhetzung ist, was Sie da insgeheim verbreitet!
Ich würde Kelek gerne mal fragen, was sie über die Armenische Frage denkt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auch zu diesem Thema eine Meinung vertritt, die vom deutschen Anti-Türken-Mainstream abweicht.
Ich würde Kelek gerne mal fragen, was sie über die Armenische Frage denkt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auch zu diesem Thema eine Meinung vertritt, die vom deutschen Anti-Türken-Mainstream abweicht.
Keine Angst, bald schreibt sie bestimmt ein Buch darüber und berichtet wie ihr Großvater Armenier schlachtete und ihre Großmutter(Tochter einer der zahlreichen Familien die ihr Großvater tötete) entführte...
Danach fließen einpaar tränen und sie wird von deutschen Medien zur Armenierexpertin erklärt und kriegt den Literaturnobelpreis...:aferin:
das ist eine Minderheit:
http://myblog.de/kewil/art/2713156#comm
Und die Türken sind auch schuld an der Vergewaltigung der Pakistanerin Mukhtar Mai:
http://www.eussner.net/artikel_2006-01-16_19-18-01.html
Woher dieser Haß???
Die Zeuginnen der Anklage
Wer differenziert, hat schon verloren: Mit ihrer Kritik an Necla Kelek haben Migrationsforscher eine nötige Debatte angezettelt. Doch deren konservative Fürsprecher halten lieber an ihren Vorurteilen fest, als eine sachliche Integrationsdebatte zu führen
Von DANIEL BAX
Vor einer Woche veröffentlichten 58 Migrationsforscher, darunter Mark Terkessidis und Yasemin Karakasoglu, in der Zeit einen offenen Brief. Darin forderten sie, die deutsche Integrationspolitik solle sich besser auf Fakten stützen denn auf fragwürdige Kronzeuginnen wie die Bestsellerautorin Necla Kelek, die an dem diskriminierenden Einbürgerungs-Leitfaden in Baden-Württemberg mitgewirkt hat. Prompt konterte die Gescholtene mit einem klassischen Zirkelschluss: Ihre Kritiker seien selbst die Hauptschuldigen an den Integrationsproblemen, die es ohne sie nicht gäbe.
Doch wie absurd auch immer, Necla Keleks Wort hat inzwischen Gewicht - das sieht man schon daran, dass gleich drei Zeitungen, die taz inbegriffen, ihre Replik fast wortgleich druckten. So etwas hätte Martin Walser sicher auch gefallen. Schon als im vergangenen Jahr Keleks Buch "Die fremde Braut" erschien, wurde es vom damaligen Innenminister Otto Schily wohlwollend besprochen, obwohl dieser in seiner Amtszeit nicht gerade durch den Kampf gegen Zwangsehen aufgefallen war. Niemand störte sich daran, dass Necla Kelek in "Die fremde Braut" das genaue Gegenteil von dem behauptete, was sie einst in ihrer Doktorarbeit schrieb. Auch, dass sich die von ihr porträtierten Frauen nachträglich falsch zitiert und diffamiert fühlten, fand kein größeres Medienecho.
All das würde bei anderen als Nachweis von Opportunismus und mangelnder Seriösität genügen. Nicht aber bei Necla Kelek, der nun das konservative Feuilleton von FAZ und Welt zur Seite springt, um sie gegen die Kritik in Schutz zu nehmen und ihre Gegner gleich noch als weltfremde Deppen zu denunzieren.
Dabei war es gar nicht Necla Kelek, sondern der schockierende Mord an der jungen Hatun Sürücü, die vor einem Jahr in Berlin von ihrem Bruder erschossen wurde, der die Nöte türkischer Mädchen mit einer repressiven Familienmoral einer breiteren Öffentlichkeit ins Bewusstsein rief. Im Fahrwasser dieser Empörung avancierte Necla Kelek bald zur gern zitierten "Expertin" für alle Migrationsfragen, die alle Probleme schlicht auf "den Islam" zurückführte.
Den Migrationsforschern ging es eigentlich darum, diese Debatte nun zu versachlichen. Doch wer sich Differenzierungen erlaubt, hat schon verloren. Als finales Argument dient die Unterstellung, ihre Kritiker wollten "eine notwendige Debatte verhindern", wie es in der Welt im verschwörungstheoretischen Duktus heißt. Dabei war das Thema bislang keineswegs tabu, im Gegenteil: Der Topos von der unterdrückten türkischen Frau zieht sich seit fast 30 Jahren wie ein roter Faden durch deutsche und türkische Filme, von Yilmaz Güneys "Yol" über "40 Quadratmeter Deutschland" bis zu "Gegen die Wand" von Fatih Akin. Ebenso lange schon stapeln sich tragische Erfahrungsberichte türkischer Frauen in deutschen Bücherläden, und der Spiegel hat mit solchen Geschichten immer wieder gern Schlagzeilen gemacht. Ein Tabu sieht anders aus.
Ein wenig erinnert die aktuelle Hysterie um Zwangsehen und Ehrenmorde daher an die Debatte um sexuellen Missbrauch, die vor etwa zehn Jahren ähnlich hohe Wellen schlug. Damals behaupteten Selbsthilfegruppen wie Wildwasser, jede vierte Frau sei als Kind missbraucht worden - eine Zahl, die dem eigenen Anliegen besondere Dringlichkeit verlieh und Fördergelder versprach, aber später offiziell zurückgenommen werden musste. Heute behauptet Necla Kelek, jede zweite türkische Frau in Deutschland sei unter Zwang verheiratet worden. Den Beweis bleibt sie zwar schuldig. Doch wer Zweifel anzumelden wagt, wird der Verharmlosung des Problems und damit der Mitschuld angeklagt.
Aktivistinnen wie Necla Kelek und Seyran Ates sind authentische Stimmen, weil sie in ihrer Jugend selbst familiären Druck und Gewalt erfahren haben. Wer ihre Bücher liest, erhält ein eindrückliches Bild ihrer persönlichen Leidenswege, und sicher sind die Übel, die sie anprangern, nicht nur Einzelfälle. Kelek & Co. wollen die deutsche Gesellschaft wach rütteln, und das ist ihr gutes Recht. Wenn ihr Einsatz dazu beiträgt, türkischen Frauen und Mädchen Mut zu machen und die Öffentlichkeit für deren Schwierigkeiten zu sensibilisieren, dann ist das eine gute Sache, denn Zwangsheiraten oder gar Ehrenmorde sind intolerabel.
Was nicht nur Migrationsforscher so stört, ist jedoch, dass sich Kelek und Ates zu Kronzeuginnen einer repressiven Ausländerpolitik machen lassen. Man kann das als Beleg dafür sehen, das eine autoritäre Erziehung nun mal keinen liberalen Geist gebiert. Statt mehr Frauenhäuser, mehr wissenschaftliche Untersuchungen oder publizistische Aufklärungskampagnen zu fordern, was weniger Aufmerksamkeit verspricht, reden Kelek & Co. einem autoritären Strafkatalog das Wort. Klar ist, dass ihr Furor gerade konservativen Politikern zugute kommt, die gern von ihren eigenen Integrationsversäumnissen ablenken.
Der Erfolg von Necla Kelek und Seyran Ates beruht darauf, dass sie ein klares Feindbild haben. Wenn vor allem die Migranten selbst und eine finstere Gutmenschenmafia aus Multikulti-Ideologen und Migrationsforschern für die Integrationsmisere verantwortlich sind, wie sie behaupten, dann trifft die deutsche Gesellschaft keine Schuld. Kelek und Ates bedienen damit die Ressentiments der Mehrheitsgesellschaft, denn ihre Wut auf türkische Männer passt gut zur deutschen Angst vor allem Fremden. Und so sind die Gesetze des Medienmarkts: Wo eine Nachfrage besteht, da gibt es auch ein Angebot.
taz Nr. 7895 vom 11.2.2006, Seite 20, 184 Kommentar DANIEL BAX
www.taz.de
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Bravo Hr. Bax, sehr richtig!
also leute
diese zwei benannten personen stellen uns nicht dar das ist meine meinung ich kann diese leute nicht mehr sehen ich schalte um weil das was die von sich geben nicht meinen vorstellungen entspricht
FAZ.Net 12.02.2006
Integration
Die wahre Empirie
Von Regina Mönch
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/img/leer.gif
08. Februar 2006 Als die Soziologin und Autorin Necla Kelek vor drei Jahren ihre Dissertation „Islam im Alltag” vorlegte, schien die Welt der Migrationsforschung noch in Ordnung.
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Nicht, daß jene, die zuerst und am direktesten mit den Problemen und Besonderheiten der Zuwandererfamilien konfrontiert sind, mit ihren Erkenntnissen allzuviel anzufangen wußten. Die Lehrer etwa oder die Ausbilder in den Betrieben, wache Kommunalpolitiker oder auch Gefängnispsychologen, die immer mehr junge Migranten betreuen müssen - sie alle wissen noch immer kaum etwas über die Herkunft ihrer Klientel, ihre Lebensformen, Religiösität und Tradition. Und sie verstehen ihre Sprachen nicht - was zudem meist auf Gegenseitigkeit beruht.
Sie galt als brav
Necla Kelek galt bis dahin als brav, noch stellte sie keine Fragen, die die verabredeten Grenzen forschender Wißbegier überschritten, noch polemisierte sie nicht gegen die falschen Töne, die Konflikte in den Parallelgesellschaften kleinredeten. Das hat sich geändert, spätestens seit der Arbeit an ihrem Buch „Die fremde Braut” über das Schicksal der achtundzwanzigjährigen Zeynep und ihrer Großfamilie. Seitdem stellt sie für die einen endlich die richtigen Fragen.
Doch die anderen, die sich wohl bisher darauf verließen, daß zumindest nicht auffällt, wenn da jemand ausschert aus dem verabredeten Kreis der Wohlmeinenden, erkennen nun, daß sich hier eine Debatte abzuzeichnen beginnt, zu der sie wenig beizutragen haben. Denn verläßliche Studien über die tatsächlichen Lebensverhältnisse, vor allem über den Grad der Ausgrenzung muslimischer Frauen und Mädchen aus der Gesellschaft, legte man unseren Maßstab demokratischer Selbstverständlichkeiten an, gibt es nicht.
Überfällige Debatte
Darum findet der Wunsch nach Aufklärung, der Necla Kelek antreibt, durchaus Widerhall in der Öffentlichkeit; und man wird diese überfällige Debatte nicht mehr mit den eingeübten Verunglimpfungen - vom Rassismusverdacht bis zum Vorwurf der Unseriosität - ersticken können. Doch wenn Necla Kelek nun auch noch bekennt, sie räume in ihren Büchern mit eigenen Irrtümern auf, weil sie zum Beispiel die Rolle des Islam, des politisch instrumentalisierten genauso wie des im Alltag der muslimischen Zuwanderer gelebten, bisher unterschätzt, ja teilweise falsch beurteilt habe, ist die Grenze des Zumutbaren fürihre Kritiker offenbar überschritten. Der Furor, mit dem ihre Kritiker gegen sie vorgehen, wie zuletzt in einer in der „Zeit” publizierten Unterschriftenaktion, die ihr Unseriosität vorwarf, läßt sich anders nicht erklären (siehe auch: „Migrationsforscher” gegen drei Autorinnen (http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A1 82360/Doc%7EE219B499DEFC244DA968C125 3A8E3C88A%7EATpl%7EEcommon%7ES content.html)).
Kelek, die 1957 in Istanbul geboren wurde, glaubt, daß allzu viele bisherige Bemühungen um Integration ins Leere laufen, vorbei am wirklichen Leben in den abgeschotteten Milieus vieler Migranten. Die anderen warnen trotzdem unverdrossen weiter vor einer Überforderung ihrer Mündel. Doch mit dieser „vormundschaftlichen Politik” und der Fürsorge so vieler Institutionen, ihrem scheinbaren Verständnis für jeglichen anderen Lebensstil von Migranten, mauern sie diese, so Necla Kelek, nur in die eigene Rückständigkeit ein.
Das Aufblühen einer Gegenkultur
Necla Kelek beschäftigt sich seit fünfzehn Jahren mit dem Thema Migration, sie hat Volkswirtschaft und Soziologie studiert und unterrichtet in Hamburg an einer Fachhochschule. Außerdem berät sie die Hamburger Justizbehörde, auch andere Behörden suchen ihren Rat - was ihr jene, die bis dahin gefragt worden waren, übelnehmen. Kelek hat über Parallelgesellschaften geforscht, einige ihrer Untersuchungen hat sie in eigener Verantwortung durchgeführt und selbst finanziert. Es sind Untersuchungen zu lange vernachlässigten Themen wie Assimilation, Zwangsheirat, die Macht der Familienclans und das Aufblühen einer Gegenkultur, die sich keineswegs auf dem Weg in die Moderne befindet, wie das beruhigende Mantra vieler Migrationsforscher lautet.
Kelek behauptet nicht, sich dabei auf verläßliche Zahlen stützen zu können, empirische Daten etwa, wie wir sie zum Beispiel seit den Pisa-Studien für einige Bereiche unseres Schulsystems haben. Ihre Methode ist trotzdem nicht unwissenschaftlich, sie stützt sich auf ausgewählte Beispiele, nur sind es eben andere Beispiele als die bisher bekannten. Versklavte Frauen oder muslimische Jungen und Männer, die, um die Ehre ihrer Familie wiederherzustellen, straffällig geworden sind.
Die verlorenen Söhne
Sie weiß, daß sie angreifbar ist. Doch ist es nicht ihre Aufgabe, die blinden Flecken wissenschaftlicher Wahrnehmung zu erhellen - sie hat darauf hingewiesen, das ist mutig genug im Klima giftiger Empörungsdebatten. Für dergleichen Studien haben wir, so sollte man meinen, zahlreiche Institute. Doch nicht einmal die erschreckenden Befunde von Schulleistungsstudien wie Pisa, die unmißverständlich auf das Schulversagen türkischer und arabischer Migrantenkinder hinwiesen, weckten sie auf.
Mitte März erscheint Necla Keleks neues Buch, in dem sie sich dem schwierigsten aller Integrationshindernisse zu nähern versucht: „Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes”.
Text: F.A.Z., 09.02.2006, Nr. 34 / Seite 39
Bildmaterial: ddp
Die verlorenen Söhne
Sie weiß, daß sie angreifbar ist. Doch ist es nicht ihre Aufgabe, die blinden Flecken wissenschaftlicher Wahrnehmung zu erhellen - sie hat darauf hingewiesen, das ist mutig genug im Klima giftiger Empörungsdebatten. Für dergleichen Studien haben wir, so sollte man meinen, zahlreiche Institute. Doch nicht einmal die erschreckenden Befunde von Schulleistungsstudien wie Pisa, die unmißverständlich auf das Schulversagen türkischer und arabischer Migrantenkinder hinwiesen, weckten sie auf.
Mitte März erscheint Necla Keleks neues Buch, in dem sie sich dem schwierigsten aller Integrationshindernisse zu nähern versucht: „Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes”.
Text: F.A.Z., 09.02.2006, Nr. 34 / Seite 39
Bildmaterial: ddp[/quote]
"Die verlorenen Söhne" - spätestens nach diesem Buch wird Sie dann alle "Integrationshindernisse" beseitigt haben, und sich als eine "seriöse Migrationsforscherin" noch dazu. Die Söhne werden immer noch von "unterdrückten, gepeinigten" "türkischen Frauen" erzogen, die ihre Antwort auf Frau Kelek parat haben werden. Soll sie mal nur weiter schreiben.
sagt mal ist diese frau..intelligent?
ich finde schon..so kann man reich werden.
sie weiss sich zu vermarkten..obwohl das was sie schreibt schlicht überzogener und dramatisierter quatsch ist.
sagt mal ist diese frau..intelligent?
ich finde schon..so kann man reich werden.
sie weiss sich zu vermarkten..obwohl das was sie schreibt schlicht überzogener und dramatisierter quatsch ist.
wir sollten uns dagegen wehren das solche leute uns vertreten kelek = hohl und die soll sich vermarkten wie sie will aber nicht in meinem namen kelek adi üstünde
wir sollten uns dagegen wehren das solche leute uns vertreten kelek = hohl und die soll sich vermarkten wie sie will aber nicht in meinem namen kelek adi üstünde
Wir wäre es mit einer Kampagne:
Kelek, du bist nicht "wir", in Anlehnung an "Du bist Deutschland".
wir sollten uns dagegen wehren das solche leute uns vertreten kelek = hohl und die soll sich vermarkten wie sie will aber nicht in meinem namen kelek adi üstünde
@ Greyson @ Erkan
Frau Necla Kelek ist "keine" Vertreterin einer türksichen Frau oder eines türkischen Mannes. Sie ist eine "Wissenschaftlerin". Sie vertritt ihre Thesen als "Wissenschaftlerin", spricht aber in einem Interview:
"meine persönliche Freiheit habe ich der deutschen Gesellschaft zu verdanken".
Ich finde das gut, daß sie dazu steht, muß mich nur wundern, wenn dieses Zitat in Zusammenhang mit ihren aufgestellten Thesen über die türkische Gesellschaft insgesamt kommt. Da muß ich ihr unterstellen, daß sie aus "sehr persönlichen" Erlebnissen "ihres Frauseins" heraus hier versucht, wissenschaftliche Belege für ihre ungerechtfertigten "Verallgemeinerungen" zu finden.
Soll sie sich für ihre "persönliche Freiheit" im Dienste einer "staatlichen Migrationspolitik" dafür bedanken, nur vertreten tut sie nicht diejenigen, die ihre persönliche Freiheit auch mit Prägung ihrer eigenen Kultur und Identität, die nicht nur aus "Unterdrückung" und "Sklaverei" der Frau besteht und
natürlich im Einklang mit den Werten der Mehrheitsgesellschaft zusammen finden möchten.
Soll ich glauben, daß Frau Kelek mit ihren "sehr provozierenden" Büchern zur Integration beitragen wird ?
Meiner Meinung nach wird sie eher sehr provokative Diskussionen öffnen, die der Sache nicht besonders dienlich sind. Sachlichkeit und wissenschaftliche Forschung des "kulturellen Werdeganges eines türkischen Menschens in Europa" wäre wohl angebrachter, um diese Gesellschaft, um die es geht besser zu verstehen und nicht "anzuprangern" als die "Unterdrücker" schlechthin.
Als Anklägerin der "Zwangsverheiratungen, Frauendiskriminierungen (überall in der Welt, sonst gebe es keine Frauenbewegungen) ist sie "gut". Aber als "Migrationsforscherin" kann sie keinen "Namen" sich so verdienen.
@ Greyson @ Erkan
Frau Necla Kelek ist "keine" Vertreterin einer türksichen Frau oder eines türkischen Mannes. Sie ist eine "Wissenschaftlerin". Sie vertritt ihre Thesen als "Wissenschaftlerin", spricht aber in einem Interview:
"meine persönliche Freiheit habe ich der deutschen Gesellschaft zu verdanken".
Ich finde das gut, daß sie dazu steht, muß mich nur wundern, wenn dieses Zitat in Zusammenhang mit ihren aufgestellten Thesen über die türkische Gesellschaft insgesamt kommt. Da muß ich ihr unterstellen, daß sie aus "sehr persönlichen" Erlebnissen "ihres Frauseins" heraus hier versucht, wissenschaftliche Belege für ihre ungerechtfertigten "Verallgemeinerungen" zu finden.
zübeyde..es geht ihr nicht um "wissenschaft".ihre "meinung" oder "arbeit" ist lobbyarbeit im eigenen sinne
und hat nur eines zum zweck-GELD machen.
Soll sie sich für ihre "persönliche Freiheit" im Dienste einer "staatlichen Migrationspolitik" dafür bedanken, nur vertreten tut sie nicht diejenigen, die ihre persönliche Freiheit auch mit Prägung ihrer eigenen Kultur und Identität, die nicht nur aus "Unterdrückung" und "Sklaverei" der Frau besteht und
natürlich im Einklang mit den Werten der Mehrheitsgesellschaft zusammen finden möchten.
Soll ich glauben, daß Frau Kelek mit ihren "sehr provozierenden" Büchern zur Integration beitragen wird ?
definitiv NEIN!
Meiner Meinung nach wird sie eher sehr provokative Diskussionen öffnen, die der Sache nicht besonders dienlich sind. Sachlichkeit und wissenschaftliche Forschung des "kulturellen Werdeganges eines türkischen Menschens in Europa" wäre wohl angebrachter, um diese Gesellschaft, um die es geht besser zu verstehen und nicht "anzuprangern" als die "Unterdrücker" schlechthin.
Als Anklägerin der "Zwangsverheiratungen, Frauendiskriminierungen (überall in der Welt, sonst gebe es keine Frauenbewegungen) ist sie "gut". Aber als "Migrationsforscherin" kann sie keinen "Namen" sich so verdienen.
aber eine goldene nase,wenn es ihr wirklich ernst wäre würde sie nicht so einen destruktiven und kontraproduktiven kurs fahren.
deswegen kann ich ihre "ehrlichkeit" ihr nicht abnehmen.
aber eine goldene nase,wenn es ihr wirklich ernst wäre würde sie nicht so einen destruktiven und kontraproduktiven kurs fahren.
deswegen kann ich ihre "ehrlichkeit" ihr nicht abnehmen.
Hallo Greyson,
natürlich verdient sich mit "Anklagen" einer Gesellschaft mehr Geld, als sich "ehrlich" und "angestrengt", "bemüht" mit Migrationsproblemen auseinanderzusetzten.
Deshalb sagte ich ja: Sie ist für mich eine "Anklägerin" und keine "Migrationsforscherin". Dazu gehört schon viel mehr als ewig nur "anzuklagen". Naja gut, ihre "Meinung" zählt in der Politik, sie wird zu Rate gezogen. Aber was nutzt das denn ? Sind die, um die es geht auch im "Boot". Eben nicht.
Hallo Greyson,
natürlich verdient sich mit "Anklagen" einer Gesellschaft mehr Geld, als sich "ehrlich" und "angestrengt", "bemüht" mit Migrationsproblemen auseinanderzusetzten.
Deshalb sagte ich ja: Sie ist für mich eine "Anklägerin" und keine "Migrationsforscherin". Dazu gehört schon viel mehr als ewig nur "anzuklagen". Naja gut, ihre "Meinung" zählt in der Politik, sie wird zu Rate gezogen. Aber was nutzt das denn ? Sind die, um die es geht auch im "Boot". Eben nicht.
darum geht es ihr im grunde auch garnicht.ich denke dieser mensch ist auf einem selbstbestätigungslauf beim dem sie alles was nicht niet und nagelfest ist versucht mitzunehmen.ein troll eben...laut-lauter-am erfolgreichsten UND reichsten.dies ist ihre doktrin.was juckt sie noch die junge fatma von nebenan?wenn geld und talkshows warten..und jedes buch von ihr-begleitet mit viel "staub aufwirbeln"- erscheint?
dieses "staub aufwirbeln" ist übrigens eine sehr gute vermarktungstaktik.man sehe sich nur die stars,sternchen und sogar eine "regierung" an die das sehr sehr gut beherrschen und sich damit dumm und dämlich verdienen oder sich damit gehör für ihre sache finden.
Das war doch von Anfang an nichts als eine Schlammschlacht.
Die Zeuginnen der Anklage
... die deutsche Integrationspolitik solle sich besser auf Fakten stützen denn auf fragwürdige Kronzeuginnen wie die Bestsellerautorin Necla Kelek...
... Niemand störte sich daran, dass Necla Kelek in "Die fremde Braut" das genaue Gegenteil von dem behauptete, was sie einst in ihrer Doktorarbeit schrieb. Auch, dass sich die von ihr porträtierten Frauen nachträglich falsch zitiert und diffamiert fühlten, fand kein größeres Medienecho.
All das würde bei anderen als Nachweis von Opportunismus und mangelnder Seriösität genügen. Nicht aber bei Necla Kelek, der nun das konservative Feuilleton von FAZ und Welt zur Seite springt, um sie gegen die Kritik in Schutz zu nehmen und ihre Gegner gleich noch als weltfremde Deppen zu denunzieren.
Dabei war es gar nicht Necla Kelek, sondern der schockierende Mord an der jungen Hatun Sürücü... Im Fahrwasser dieser Empörung avancierte Necla Kelek bald zur gern zitierten "Expertin" für alle Migrationsfragen, die alle Probleme schlicht auf "den Islam" zurückführte.
Den Migrationsforschern ging es eigentlich darum, diese Debatte nun zu versachlichen... Als finales Argument dient die Unterstellung, ihre Kritiker wollten "eine notwendige Debatte verhindern", wie es in der Welt im verschwörungstheoretischen Duktus heißt. Dabei war das Thema bislang keineswegs tabu, im Gegenteil: Der Topos von der unterdrückten türkischen Frau zieht sich seit fast 30 Jahren wie ein roter Faden durch deutsche und türkische Filme...
Ebenso lange schon stapeln sich tragische Erfahrungsberichte türkischer Frauen in deutschen Bücherläden, und der Spiegel hat mit solchen Geschichten immer wieder gern Schlagzeilen gemacht. Ein Tabu sieht anders aus.
Ein wenig erinnert die aktuelle Hysterie um Zwangsehen und Ehrenmorde daher an die Debatte um sexuellen Missbrauch, die vor etwa zehn Jahren ähnlich hohe Wellen schlug. Damals behaupteten Selbsthilfegruppen wie Wildwasser, jede vierte Frau sei als Kind missbraucht worden - eine Zahl, die dem eigenen Anliegen besondere Dringlichkeit verlieh und Fördergelder versprach, aber später offiziell zurückgenommen werden musste. Heute behauptet Necla Kelek, jede zweite türkische Frau in Deutschland sei unter Zwang verheiratet worden. Den Beweis bleibt sie zwar schuldig. Doch wer Zweifel anzumelden wagt, wird der Verharmlosung des Problems und damit der Mitschuld angeklagt.
Aktivistinnen wie Necla Kelek und Seyran Ates sind authentische Stimmen, weil sie in ihrer Jugend selbst familiären Druck und Gewalt erfahren haben. Wer ihre Bücher liest, erhält ein eindrückliches Bild ihrer persönlichen Leidenswege, und sicher sind die Übel, die sie anprangern, nicht nur Einzelfälle. Kelek & Co. wollen die deutsche Gesellschaft wach rütteln, und das ist ihr gutes Recht...
Was nicht nur Migrationsforscher so stört, ist jedoch, dass sich Kelek und Ates zu Kronzeuginnen einer repressiven Ausländerpolitik machen lassen. Man kann das als Beleg dafür sehen, das eine autoritäre Erziehung nun mal keinen liberalen Geist gebiert. Statt mehr Frauenhäuser, mehr wissenschaftliche Untersuchungen oder publizistische Aufklärungskampagnen zu fordern, was weniger Aufmerksamkeit verspricht, reden Kelek & Co. einem autoritären Strafkatalog das Wort. Klar ist, dass ihr Furor gerade konservativen Politikern zugute kommt, die gern von ihren eigenen Integrationsversäumnissen ablenken.
Der Erfolg von Necla Kelek und Seyran Ates beruht darauf, dass sie ein klares Feindbild haben. Wenn vor allem die Migranten selbst und eine finstere Gutmenschenmafia aus Multikulti-Ideologen und Migrationsforschern für die Integrationsmisere verantwortlich sind, wie sie behaupten, dann trifft die deutsche Gesellschaft keine Schuld. Kelek und Ates bedienen damit die Ressentiments der Mehrheitsgesellschaft, denn ihre Wut auf türkische Männer passt gut zur deutschen Angst vor allem Fremden. Und so sind die Gesetze des Medienmarkts: Wo eine Nachfrage besteht, da gibt es auch ein Angebot...
Der Artikel ist sehr gut. Lohnt sich komplett zu lesen.
Die renovierte Version eines Ressentiments
Migranten benötigen gesellschaftliche Teilhabe: Eine Antwort an die Kritiker eines Aufrufs von 60 Migrationsforschern
VON MARK TERKESSIDIS
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
Im Oktober 2004 brachte die CDU im nordrhein-westfälischen Landtag einen Antrag zum Thema Zwangsheirat ein. Gesicherte Daten, so gestanden die Antragsteller ein, habe man nicht - nach Schätzungen aber könne man von jährlich 30 000 solcher Ehen in Deutschland ausgehen. In dem Antrag wurde durchaus betont, dass solche Zwangsheiraten nicht nur bei "islamischen Familien der Türkei" verbreitet seien. In der Berichterstattung zum Thema Zwangsheirat freilich war gleichzeitig nur von den Muslimen die Rede. Bei einem Sachverständigengespräch im Landtag ein Jahr später stellte die Berliner Sozialwissenschaftlerin Gaby Straßburger dann fest: 30 000 lautet die Gesamtzahl aller von türkischen Migranten hierzulande jährlich geschlossen Ehen.
Mediales Agenda-Setting über Muslime
Nun kann man sagen, die Überschätzung ist im Dienst der guten Sache zulässig - es geht hier ja um den Kampf gegen eine furchtbares Verbrechen. Man kann aber auch sagen: Solche falschen Zahlen sorgen in Verbindung mit einer äußerst emotionalen öffentlichen Debatte dafür, dass letztlich alle Personen türkischer Herkunft unter Verdacht geraten, an einer organisierten Form der Menschenrechtsverletzung beteiligt zu sein. Dieser Verdacht passt ins derzeitige mediale Agenda-Setting über Muslime: Da ergibt sich im Überblick ein Szenario aus religiöser Intoleranz (Kopftuch-Debatte), gewollter Abschottung (Parallelgesellschaft, Ghettoisierung, schlechte Deutschkenntnisse) und Gewalt (Antisemitismus, Schwulenfeindlichkeit, "Ehrenmorde") - stets illustriert mit Bildern von verschleierten Frauen und wütenden Männern.
Nun sagt niemand: Gegen Zwangsheirat sollte nichts unternommen werden. Selbstverständlich auch im Vorfeld der Tat - Aufklärung ist richtig und notwendig. Allerdings lässt sich das Umfeld von Kampagnen nun einmal nicht ausblenden. Und da ist es erstaunlich, dass konservative Kreise plötzlich ihr Herz für die Emanzipation der Frau entdeckt haben - insbesondere der muslimischen. Das berechtigte Anliegen der Aufklärung kann sehr schnell umschlagen in eine renovierte Version des Ressentiments gegen "die Muslime". Musste bei "denen" die arme verschleierte Frau nicht immer schon stumm einen Meter hinter ihrem Mann herlaufen? Solche Vorurteile verstärken die Trennung zwischen "uns" und "ihnen".
Und daraus entwickeln sich für Frauen "Fatale Effekte" - so der Titel einer Untersuchung von Margarete Jäger über die Kritik am Patriarchat im Einwanderungsdiskurs. Einerseits scheint es, als müsse man an den einheimischen Geschlechterverhältnissen nicht mehr arbeiten. Mit Blick auf die rückständigen Anderen wirkt bei "uns" doch alles perfekt in Sachen Gleichberechtigung. Zum anderen wird die berechtigte Kritik am Sexismus in den Migrantencommunities Teil der Ausgrenzung: Es ist "eure" Kultur und Religion, die dafür verantwortlich ist.
So kann sich schwer ein sinnvoller Dialog entwickeln. Und das war auch ein Grund, warum Yasemin Karakasoglu und ich den Aufruf in der Zeit vom 2. Februar initiiert haben, den fast 60 Kollegen und Kolleginnen unterzeichnet haben. Gerade bei solchen Themen kommt es darauf an, dass man mit gut abgesicherten Erkenntnissen und Besonnenheit argumentiert. Deswegen ist es nicht nachvollziehbar, dass die Vorwürfe gegen die Arbeitsweise von Necla Kelek offenbar nicht ernstgenommen werden. Man kann seine Meinung ändern, aber es ist unlauter, wenn man aus der eigenen Untersuchung Islam im Alltag von 2002 die radikalsten Befragten herauspickt und sie 2005 ohne Verweis auf das ältere Buch noch einmal vorstellt, als hätte man sie gerade interviewt. Und daraufhin die Untersuchung von 2002 genau entgegengesetzt neu interpretiert: Von einem Element in der individuellen Gestaltung des Lebens hat sich der Islam plötzlich zu einem unhinterfragten, alles beherrschenden "Kulturmuster" gewandelt.
Nun ist gegen Erlebnisberichte nichts einzuwenden, doch nicht nur im Fall Necla Kelek wird der subjektive Bericht gelesen wie eine unumstößliche und vor allem verallgemeinerungswürdige Wahrheit. Zudem werden Autorinnen zu Politikberaterinnen. Ich möchte nicht abstreiten, dass auch Betty Mahmoody vor Jahren genau die Geschichte erlebt hat, die sie in ihrem Buch Nicht ohne meine Tochter beschrieben hat. Aber dennoch gehorchen solche Werke auch den Gesetzen des Literaturmarktes, und daher lautet die Frage: Können diese Berichte tatsächlich gute Ratgeber für die Politik sein?
Die Rolle der Mehrheitsgesellschaftwird heruntergespielt
Das Problem ist, dass die meisten dieser Bücher Vorurteile bedienen und dabei die Rolle der Mehrheitsgesellschaft herunterspielen. Das kann im konkreten Fall für die betroffenen Mädchen verheerende Wirkung haben. In meiner Untersuchung Die Banalität des Rassismus gab es den Fall des Mädchens "Neijla", dessen Familie dem Klischee des religiösen Horrorclans entsprach. Schließlich floh sie von zu Hause und zog zu ihrem Freund. Bald wurde sie von der Vermieterin zum Verlassen der Wohnung aufgefordert. Die Frau fürchtete sich - vor dem Auftauchen der bösen Brüder des türkischen Mädchens. Das war für Neijla katastrophal, denn bei ihrem Ausbruch fand sie in der einheimischen Gesellschaft keine Unterstützung; und das wegen der Klischeevorstellungen über jene Familienverhältnisse, gegen die sich Neijla gewehrt hat. Das ist auch der Grund, warum Mädchen türkischer Herkunft in einer Untersuchung von Berrin Özlem Otyakmaz sagen, dass sie nicht gern mit einheimischen Frauen über ihr konservatives Elternhaus sprechen: Die regen sich schnell auf und raten zur Flucht und begreifen dabei leider überhaupt nicht, dass die Mehrheitsgesellschaft die Mädchen keineswegs mit offenen Armen empfängt.
Neijla jedenfalls kann die Geschichten über die armen türkischen Mädchen nicht mehr hören. Und deshalb ist es auch ein wenig zweifelhaft, dass Rahel Volz von Terres des Femmes (siehe FR vom 14. 2., Dokumentation) Recht hat, wenn sie auf eine weitere Funktion der autobiographischen Berichte über Zwangsheirat hinweist: "Wer sonst", schrieb sie, "kann ein Vorbild sein für die jungen Migrantinnen, die frei und selbstbestimmt leben wollen?" Tatsächlich kommen diese Vorbilder auch ein wenig spät in einem Alter, wo es bereits ums Heiraten geht. Im Kindergarten sollte es solche Vorbilder geben. Nur: die Erzieherinnen mit muslimischem Hintergrund sind in Deutschland oft arbeitslos. Das hat damit zu tun, dass viele Kindergärten von den christlichen Kirchen getragen werden und dort zumeist keine Musliminnen angestellt werden.
"Es gibt keine Diskriminierung von Muslimen", hat Necla Kelek der Süddeutschen Zeitung nach unserem Aufruf gesagt. Wer von Zwangsheirat sprechen will, der darf von Diskriminierung aber nicht schweigen. Das war auch eine Stoßrichtung des Aufrufes: Wenn es um Integration geht, dann muss ein breiteres Themenspektrum auf den Tisch. In Nordrhein-Westfalen liegt die Arbeitslosigkeitsquote von "Ausländern" derzeit bei 29,7 Prozent. Das ist fast dreimal so hoch wie bei den Einheimischen.
Zwangsheirat ist ein Skandal. Aber es ist auch ein Skandal, wenn ganze Bevölkerungsgruppen keine Chance auf gesellschaftlichen Teilhabe haben. Für Emanzipation und Selbstbewusstsein braucht es unbedingt Mittel und Möglichkeiten.
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cnt=807291 (http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cnt=807291)
Deswegen ist es nicht nachvollziehbar, dass die Vorwürfe gegen die Arbeitsweise von Necla Kelek offenbar nicht ernstgenommen werden. Man kann seine Meinung ändern, aber es ist unlauter, wenn man aus der eigenen Untersuchung Islam im Alltag von 2002 die radikalsten Befragten herauspickt und sie 2005 ohne Verweis auf das ältere Buch noch einmal vorstellt, als hätte man sie gerade interviewt. Und daraufhin die Untersuchung von 2002 genau entgegengesetzt neu interpretiert: Von einem Element in der individuellen Gestaltung des Lebens hat sich der Islam plötzlich zu einem unhinterfragten, alles beherrschenden "Kulturmuster" gewandelt.
a) nicht lauter, nicht ehrlich: -e Absichten, Motive;
b)nicht fair, nicht legitim: -er Wettbewerb.
-> unredlich.
unredlich, unlauter, unreell, unsolid, unehrlich, illoyal, disloyal, betrügerisch, unaufrichtig, unwahrhaftig, lügnerisch, verlogen, scheinheilig, gleisnerisch, heuchlerisch, falsch, katzenfreundlich, scheißfreundlich (salopp), lügenhaft, erlogen, nicht ehrenhaft; bestechlich, ehrlos, unaufrichtig, unfair; lügen, übertreiben; Lüge, Schlaukopf, Verstellung.
© Duden - Die sinn- und sachverwandten Wörter. 2. Aufl. in neuer Rechtschreibung (Mannheim 1997; CD-ROM)
Ali Ria Ashley
18.02.06, 21:15
bruhahahahaha.... :brüll:Ne ne? Ist´n Witz! Komm schon... das kann nur ne Ente sein!!! Bruhahahahahahah!!! Ich krieg mich nicht wieder ein... :brüll: …ruf doch mal einer einen Arzt!!!
"Bei einem Sachverständigengespräch im Landtag ein Jahr später stellte die Berliner Sozialwissenschaftlerin Gaby Straßburger dann fest:
30 000 lautet die Gesamtzahl aller von türkischen Migranten hierzulande jährlich geschlossen Ehen"
... mir fällt die Pizza aus dem Mund. Oh Angela! Oh Merkel! Oh Du Deutsche Leiterkultur... oh Du fröhliche... oh du Osterhase... Oh du friedrich märznix, oh du nackter Wahnsinn!!!
Hey, alles Zwangsverheiratete hier! Wusste ich ja noch gar nicht. Muss ich mal gleich meine Frau Fragen, was Sie dazu sagt... Jede Wette die weiß auch nichts davon, dass Sie Zwangsverheiratet worden ist. Ich auch nicht. Aber unsere Christlichen Abgeordneten, die wissen das. Is ja grell. Und überhaupt... die Türken sind alle alle alle ganz böse!!!
Passt mal auf, als nächstes kommt:
“Eine Studie hat ergeben, dass jeder dritte türkische Immigrant Fußpilz hat. Aufgrund dieser unglaublich seriösen Untersuchung hat die CDU/CSU Fraktion ein Gesetzesentwurf zugestimmt, nachdem im Kampf gegen den Fußpilz, jeder Türke sich bei einem Hautarzt vorstellen muss…“ etc. Dass wird immer grotesker, das ganze.Das ganze nimmt immer Bizarrere Züge an. Eine echte Drei-Groschen-Vorstellung, dieser Wahnsinnig komischen und irrsinnig witzigen Typen... die meinen uns mit so einem erbärmlichen scheißndreck... Tut, tut, tut.“
Ist doch irre oder ? Diese Personen, die uns attackieren machen sich immer mehr lächerlich. Sie versuchen einen Pudding an die Wand zu Nageln.
Selam
Ali Ria
Ja, das ist lustig, aber ich finde es gar nicht lustig, dass solche Schnellschüsse ohne Konsequenzen bleiben.
könnte ein statistisches problem sein, gibt es denn forschungen über zwangsheiraten?
könnte ein statistisches problem sein, gibt es denn forschungen über zwangsheiraten?
Das ist kein statistisches sondern ein ideologisches Problem. Leute wie Kelek neigen aus einer radikalen feministischen Kampfesrhetorik dazu, jede Ehe, die nicht gegen den (lapidar formuliert) äußersten bewaffneten Widerstand der Eltern oder Familie geschlossen wurde und wo der Ehepartner auch noch die gleiche Nationalität hat, als Zwangsehe zu stigmatisieren.
Deswegen ist es nicht nachvollziehbar, dass die Vorwürfe gegen die Arbeitsweise von Necla Kelek offenbar nicht ernstgenommen werden. Man kann seine Meinung ändern, aber es ist unlauter, wenn man aus der eigenen Untersuchung Islam im Alltag von 2002 die radikalsten Befragten herauspickt und sie 2005 ohne Verweis auf das ältere Buch noch einmal vorstellt, als hätte man sie gerade interviewt. Und daraufhin die Untersuchung von 2002 genau entgegengesetzt neu interpretiert: Von einem Element in der individuellen Gestaltung des Lebens hat sich der Islam plötzlich zu einem unhinterfragten, alles beherrschenden "Kulturmuster" gewandelt.
Wenn das wahr ist, wäre dies in der Tat ein Skandal. Hört sich fast so an, als habe man sie dafür bezahlt.
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Wenn das wahr ist, wäre dies in der Tat ein Skandal. Hört sich fast so an, als habe man sie dafür bezahlt.Fanatisierte Menschen tun vieles auch ohne daß ihnen Geld gegeben wird. Darauf würde ich mich nicht konzentrieren.
Wichtig ist Publizität. So wie in dem zitierten fr-Artikel. Dann wird die Geschichte irgendwann kippen und Madame Kelek nicht mehr als Referenzexpertin für Politik und Medien taugen.
Fanatisierte Menschen tun vieles auch ohne daß ihnen Geld gegeben wird. Darauf würde ich mich nicht konzentrieren.
Wichtig ist Publizität. So wie in dem zitierten fr-Artikel. Dann wird die Geschichte irgendwann kippen und Madame Kelek nicht mehr als Referenzexpertin für Politik und Medien taugen.
Ob Fanatismus oder Kalkül ist eigentlich relativ zweitrangig. Aber ein solcher Sinneswandel
wenn man aus der eigenen Untersuchung Islam im Alltag von 2002 die radikalsten Befragten herauspickt und sie 2005 ohne Verweis auf das ältere Buch noch einmal vorstellt, als hätte man sie gerade interviewt. Und daraufhin die Untersuchung von 2002 genau entgegengesetzt neu interpretiert: Von einem Element in der individuellen Gestaltung des Lebens hat sich der Islam plötzlich zu einem unhinterfragten, alles beherrschenden "Kulturmuster" gewandelt.
... lässt eher auf Kalkül, als auf fanatisierte Überzeugung zurückzuführen. Und da steht die Frage nach einem Motiv schon im Raum. Übrigens: wir sollten diesen Mann, der den Artikel geschrieben hat, bestärken und ihm für seine Kelek-Artikel danken (ist ja nicht der erste, den ich von ihm gelesen habe. Der ist wirklich gut).
:aferin:
VON MARK TERKESSIDIS:aferin:
Durch solche Leute erkennt man noch einen Hoffnungsschimmer, aber immernoch gaanz weit in der Ferne.
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Wenn das wahr ist, wäre dies in der Tat ein Skandal. Hört sich fast so an, als habe man sie dafür bezahlt.
Kann man da juristisch was machen?
Das ist kein statistisches sondern ein ideologisches Problem. Leute wie Kelek neigen aus einer radikalen feministischen Kampfesrhetorik dazu, jede Ehe, die nicht gegen den (lapidar formuliert) äußersten bewaffneten Widerstand der Eltern oder Familie geschlossen wurde und wo der Ehepartner auch noch die gleiche Nationalität hat, als Zwangsehe zu stigmatisieren.
ich denke auch, das 30.000 zwangsehen pro jahr sehr übertrieben sind.
deswegen hab ich ja gefragt, obs dazu studien gibt.
Ali Ria Ashley
21.02.06, 13:07
Ja, das ist lustig, aber ich finde es gar nicht lustig, dass solche Schnellschüsse ohne Konsequenzen bleiben.
Bitte sei mir nicht böse deswegen... ich weiß halt auch nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll; bei all der Verlogenheit seitens der CDU/CSU...
Ali
Ali Ria Ashley
21.02.06, 13:14
ich denke auch, das 30.000 zwangsehen pro jahr sehr übertrieben sind.
deswegen hab ich ja gefragt, obs dazu studien gibt.
Ach komm moxx, hör mir auf mit Statistiken. Statistiken kannst Du doch ziehen und dehnen wie Du Lustig bist. Du kannst sogar mit echten Zahlen Lügen, dass sich die Balken biegen…
Gib mir eine Frage und ich stelle mich damit in die Einkaufzone und frage 100 Personen.
Jehnachdem, welche Personen ich mir aussuche, bekomme ich die Antworten. Suche ich mir konservativ aussehende Personen aus, oder flippig angezogene, Hippys oder Panker oder Nazis oder farbige… du kriegst jedes Ergebnis, das Du haben willst. Wetten?
:rolleyes:
Kann man da juristisch was machen?
Nö. muss man auch nicht. Darüber hinaus: nicht die Keleks sind unser Problem sondern diejenigen, die sie systematisch in Szene setzen. Die gesamte Debatte um Ehrenmorde, Zwangsheiraten, etc.pp. ist inszeniert, um die Intensivierung des politischen Assimilationszwangs zu rechtfertigen. Hier hat das BMI seine Finger im Spiel.
ich denke auch, das 30.000 zwangsehen pro jahr sehr übertrieben sind.
deswegen hab ich ja gefragt, obs dazu studien gibt.
Nein, dazu gibt es keine Studien, da das Problem kein wirkliches und an sich eigentlich ein marginales ist. Du kannst - auch wenn es nicht repräsentativ ist - hier ja gerne mal fragen. Die Mädels und Jungs hier sind weder sonderlich elitär, noch einer bestimmten sozialen oder kulturellen Schicht zugehörig. Hier wirst Du Menschen aus allen Ethnizitäten, Weltanschauungen und Glaubensrichtungen der türkischen Gesellschaft finden. Ich glaube nicht, dass hier jemand aus seinem persönlichen Umfeld Frauen und Mädchen kennt, die zwangsverheiratet wurden. Wäre es ein quantitaiv nennenswertes Problem, wäre die statistische Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass es unter uns welche gäbe, die dieses Phänomen aus eigener Anschauung in ihrem nächsten Umfeld bestätigen können.
Ali Ria Ashley
21.02.06, 15:11
Kann man da juristisch was machen?
Ja selbstredend!
Ach komm moxx, hör mir auf mit Statistiken. Statistiken kannst Du doch ziehen und dehnen wie Du Lustig bist. Du kannst sogar mit echten Zahlen Lügen, dass sich die Balken biegen…
Gib mir eine Frage und ich stelle mich damit in die Einkaufzone und frage 100 Personen.
Jehnachdem, welche Personen ich mir aussuche, bekomme ich die Antworten. Suche ich mir konservativ aussehende Personen aus, oder flippig angezogene, Hippys oder Panker oder Nazis oder farbige… du kriegst jedes Ergebnis, das Du haben willst. Wetten?
:rolleyes:
ich studiere VWL, ich weiss wie man statistiken drehen kann, glabue mir, deswegen traue ich mir auch einigermassen zu herauszubekommen, was genau wohinter steckt.
und cem, klar ist es ein marginales problem, dass stelle ich gar nicht zur debatte. viele dinge ueber die diskutiert wird sind marginal.
nimm bspw. autounfaelle, die sollten zurueckgehen, da sind wir uns alle einer meinung, es wird viel darueber geredet wie das zu schaffen sei. dabei wird vergessen, dass millionen von menschen jeden tag auto fahren, ohne auch nur einen kratzer zu verursachen...
ist es daeshalb nicht sinnvoll darueber zu diskutieren, wie man die marginalen autounfaelle weiter reduziert?
jeder autounfall ist schlecht und wenn er zu verhindern ist, so sollte man das machen. jede gezwungene ehe ist schlecht, wenn sie zu verhindern ist, sollte sie verhindert werden.
p.s.
ich werfe niemandem hier vor das er zwangsverheiratet ist, aber glaubst du wirklich irgendwer wuerde hier offen gestehen, wenn es so waere...
Ich gestehe, ich wurde zwangsverheiratet.....meine Frau hat mich solange psychisch unter Druck gesetzt, bis ich schliesslich eingeknickt bin.
Der Staat hat seinen Teil dazu geleistet in dem er mir durch Steuererleichterungen den Weg in den Eheknast erleichtert hat.
ICH KLAGE AN!!!
@Meric
Wenn Du vor Gericht glaubhaft machen kannst, daß Du
1. unter psychischen Druck gesetzt wurdest und
2. der Staat durch Steuererleichterungen Beihilfe geleistet hat,
dann kannst Du beruhigt Deine Klage einreichen.
Und weiß Du, was das Gute daran ist? Es wird nach dem Strafgesetzbuch geurteilt
und nicht nach dem 2. Buch Mose! http://www.politikcity.de/forum/images/icons/icon12.gif
Nein, dazu gibt es keine Studien, da das Problem kein wirkliches und an sich eigentlich ein marginales ist. Du kannst - auch wenn es nicht repräsentativ ist - hier ja gerne mal fragen. Die Mädels und Jungs hier sind weder sonderlich elitär, noch einer bestimmten sozialen oder kulturellen Schicht zugehörig. Hier wirst Du Menschen aus allen Ethnizitäten, Weltanschauungen und Glaubensrichtungen der türkischen Gesellschaft finden. Ich glaube nicht, dass hier jemand aus seinem persönlichen Umfeld Frauen und Mädchen kennt, die zwangsverheiratet wurden. Wäre es ein quantitaiv nennenswertes Problem, wäre die statistische Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass es unter uns welche gäbe, die dieses Phänomen aus eigener Anschauung in ihrem nächsten Umfeld bestätigen können.
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=7776
Also das ist ja sowas von marginal, was Cem?
Die Frau soll sich mal nicht so anstellen, oder? Meine Güte, so ein bißchen Zwangsheirat, Vergewaltigung und Mordversuch. Als ob das ein Problem wäre? Kommt doch kaum vor.......
Das Motto: "Was ich nicht persönlich kenne, kann auch kein Problem sein, das es zu lösen gelte" ist unterste Schublade!
Aber die ziehst du ja leider öfter mal auf........
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=7776
Also das ist ja sowas von marginal, was Cem?
Die Frau soll sich mal nicht so anstellen, oder? Meine Güte, so ein bißchen Zwangsheirat, Vergewaltigung und Mordversuch. Als ob das ein Problem wäre? Kommt doch kaum vor.......
Das Motto: "Was ich nicht persönlich kenne, kann auch kein Problem sein, das es zu lösen gelte" ist unterste Schublade!
Aber die ziehst du ja leider öfter mal auf........
Hallo Musel,
ich verstehe Ihre Panik nicht.
Es ist schlimm, wenn Frauen zwangsverheiratet werden und es ist auch schlimm, wenn sie Vergewaltigungen und Mordversuche über sich ergehen lassen müssen.
Das was hier so ziemlich jeden aufregt ist, dass diese armen Personen instrumentalisiert werden in der europäischen/deutschen Politik. Auf die Art, mit diesen Fällen können wir es den zurückgebliebenen Türken mal richtig zeigen.
Wie Cem hier schon erwähnte, fragen Sie doch mal hier im Forum rum, wer zwangsverheiratete Frauen kennt , oder welche, die ermordet wurden der Ehre wegen.
Ich kenne nicht eine türkische Frau in meinem Umkreis.
Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass die Medien sich bewusst diese Fälle herauspicken, um sie anzuprangern?
Es ist natürlich Berichtenswert, immerhin wurden schreckliche Taten begangen. Doch der Ton macht die Musik.
Das was hier so ziemlich jeden aufregt ist, dass diese armen Personen instrumentalisiert werden in der europäischen/deutschen Politik. Auf die Art, mit diesen Fällen können wir es den zurückgebliebenen Türken mal richtig zeigen.
Das ist leider die türkische Sichtweise. Da wird immer nur Provokation und Ablehnung hinter allem vermutet. Bei dieser Paranoia kann ich leider auch nicht weiterhelfen. Davon müssen sich die Türken selbst mal irgendwie befreien.
Schlimm ist einfach die Bagatellisierung dieses Problems. Und genau das tun hier viele.
Ich persönlich kenne auch keinen Kinderschänder in meinem Umfeld. Da muss ich gar nicht herumfragen.
Aber ist es deshalb kein Problem, mit dem sich die Öffentlichkeit beschäftigen müsste? Sicher nicht!
Das ist leider die türkische Sichtweise. Da wird immer nur Provokation und Ablehnung hinter allem vermutet. Bei dieser Paranoia kann ich leider auch nicht weiterhelfen. Davon müssen sich die Türken selbst mal irgendwie befreien.
Schlimm ist einfach die Bagatellisierung dieses Problems. Und genau das tun hier viele.
Ich persönlich kenne auch keinen Kinderschänder in meinem Umfeld. Da muss ich gar nicht herumfragen.
Aber ist es deshalb kein Problem, mit dem sich die Öffentlichkeit beschäftigen müsste? Sicher nicht!
Hehe ,
es war mir klar, dass Sie die Kinderschänder rauspacken. Ist das nicht eigentlich meine Aufgabe ? (achtung ironie)
:kafa:
Als dieses Gesetz gegen Zwangsheiraten verabschiedet wurde, war ich die erste, die aufgestanden ist und applaudiert hat. So muss das sein. Wer denkt, Frauen gegen ihren Willen zu verheiraten, der muss bestraft werden.
In dem Punkt sind wir uns doch einig, Musel.
Aber, wenn Sie die Nachrichten mal aus unserer Sicht sehen könnten, sich wirklich mit jedem Artikel beschäftigen könnten, dann würden Sie sehen, dass es nicht mehr normal ist, wie berichtet wird.
Ich habe nichts gegen einen sachlichen Artikel, aber gegen Polemik schon.
Ich schrieb schon oft, der Journalismus des 21. Jhd. ist zum größten Teil im Eimer. Ich hoffe, die wenigen die es noch drauf haben, werden überleben.... .
Als dieses Gesetz gegen Zwangsheiraten verabschiedet wurde, war ich die erste, die aufgestanden ist und applaudiert hat. So muss das sein. Wer denkt, Frauen gegen ihren Willen zu verheiraten, der muss bestraft werden.
In dem Punkt sind wir uns doch einig, Musel.
Aber, wenn Sie die Nachrichten mal aus unserer Sicht sehen könnten, sich wirklich mit jedem Artikel beschäftigen könnten, dann würden Sie sehen, dass es nicht mehr normal ist, wie berichtet wird.
Ich habe nichts gegen einen sachlichen Artikel, aber gegen Polemik schon.
Ich schrieb schon oft, der Journalismus des 21. Jhd. ist zum größten Teil im Eimer. Ich hoffe, die wenigen die es noch drauf haben, werden überleben.... .
Ja Sahika, wir sind uns insofern einig.
Aber schauen Sie sich doch mal das gestrige Beispiel an:
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=7776
Ein überaus sachlicher Bericht. Eigentlich nur ein Polizeibericht, der ganz nüchtern die Tat schildert, keine weitere Wertung, keine Hetze....
Was passiert? Dieser Bericht wird hier zunächst mal in den Müll befördert.
Wie soll das auf Außenstehende wirken? Ist dieses Thema wirklich so unwichtig, als dass man es schnell wegwerfen muss? Oder will man nur das Problem verstecken, damit es nicht am eigenen Image kratzen kann?
Dass dieses Problem oftmals fälschlich auf die türkische Kultur verallgemeinert wird ist nicht gut, aber wohl nicht ganz zu ändern. Trotzdem kann es daher nicht angebracht sein, das Problem kleinzureden und zu verstecken. Jedes Opfer zählt und jedem einzelnen muss effektiv geholfen werde. Und hier leistet auch Frau Kelek in meinen Augen einen wichtigen Beitrag.
Hehe ,
es war mir klar, dass Sie die Kinderschänder rauspacken. Ist das nicht eigentlich meine Aufgabe ? (achtung ironie)
Haben Sie etwa auch hellseherische Kräfte, so wie meric? ;)
Der Vergleich passt aber einfach ganz gut, das können Sie nicht abstreiten.....
Ich persönlich kenne auch keinen Kinderschänder in meinem Umfeld. Da muss ich gar nicht herumfragen.
Aber ist es deshalb kein Problem, mit dem sich die Öffentlichkeit beschäftigen müsste? Sicher nicht!
Du bist sogar zu dumm, um zu merken, wann Du ein klassisches Eigentor fabrizierst. Genau darum geht es hier. Man stelle sich vor, ein Soziologe würde versuchen, einen Kausalzusammenhang zwischen der vermeintlich typischen Sozialisation des deutschen Mannes, einem gestörten und ins Wanken geratenen Verhältnis zwischen den gesellschaftlichen Geschlechterrollen, sowie einem daraus resultierenden Machtverlust des einen Geschlechtes über das andere herzustellen, um schlusszufolgern, dass Kindesschändung somit Ausdruck und Folge immanenter normativer, sozialer und kultureller Missverhältnisse wäre. Das könnte man sogar wunderbar und plausibel konstruieren. Man halte sich nur an den Leutsatz, dass Plausibilität der größte Feind der Wahrheit ist. Auf der medialen und populärwissenschaftlichen Ebene wäre die hängenbleibende Botschaft, dass der deutsche und/ oder westliche Mann - also Du - latent zur Kinderschändung neig(s)t. Schmeckt Dir das? Genau das ist es, was eine Kelek fabriziert - auch noch wider besseren Wissens, wenn es denn stimmt, was der Autor des Eingangsbeitrages über ihre Thesen und Schlussfolgerungen aus ihrer Dissertation von 2002 recherchiert hat.
Wenn Du darüber hinaus in Deinem einfältig monokausalen Denksystem noch nie etwas davon gehört hast, dass Quantität und Qualität in einem dialektischen, sich wechsel- und gegenseitig durchdringenden Verhältnis zueinander stehen, ist das Dein Problem. Wenn Du gesamtgesellschaftliche Verhältnisse, letztlich also die Beschaffenheit eines Systems und somit die Qualität, debattieren willst - und darum geht es Kelek - bedarf es hierfür Phänomene, die über Einzelschicksale, und somit über das quantitativ Marginale hinausgehen. Da hilft es Dir auch nicht weiter, dass Du die Ebenen wechselst und versuchst, den nicht existenten Zusammenhang durch geheucheltes weinerliches Moralisieren über solche Einzelschicksale notdürftig zu konstruieren. Das ist letztlich nur instrumentalisierende Zweckentfremdung, gepaart mit einer gehörigen Portion Voyeurismus auf Bild-Zeitungsniveau.
Und jetzt geh mir aus der Sonne und lass Dir nicht noch einmal einfallen, uns hier einer kollektiven Störung des Geisteszustandes zu bezichtigen.
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=7776
Also das ist ja sowas von marginal, was Cem?
Die Frau soll sich mal nicht so anstellen, oder? Meine Güte, so ein bißchen Zwangsheirat, Vergewaltigung und Mordversuch. Als ob das ein Problem wäre? Kommt doch kaum vor.......
Das Motto: "Was ich nicht persönlich kenne, kann auch kein Problem sein, das es zu lösen gelte" ist unterste Schublade!
Aber die ziehst du ja leider öfter mal auf........
Nimmst Du Kelek an die Hand und machst Du Licherkette. Wir brauchen und wollen sie nicht. Werdet glücklich mit ihr. In geheuchelter Betroffenheit und seichtem Moralisieren seid Ihr beide nicht zu überbieten. Und richtig: das Problem ist marginal. Tragische Einzelschicksale eben, die man zur Kenntnis nimmt und sich ansonsten darauf verlässt, dass Polizei und Justiz sich solcher Dinge annehmen. Mit dem hier debattierten Thema hat das nicht das geringste zu tun. Das ist eine Sache für voyeuristische Boulevardmagazine, RTL-Explosiv, etc. Dein Niveau eben.
Dass dieses Problem oftmals fälschlich auf die türkische Kultur verallgemeinert wird ist nicht gut, aber wohl nicht ganz zu ändern. Trotzdem kann es daher nicht angebracht sein, das Problem kleinzureden und zu verstecken. Jedes Opfer zählt und jedem einzelnen muss effektiv geholfen werde. Und hier leistet auch Frau Kelek in meinen Augen einen wichtigen Beitrag.
Selbst im seichten Moralisieren verwickelst Du Dich in Widersprüche. Entscheide Dich mal. Kelek gehört zu den Hauptverantwortlichen für eben diese Verallgemeinerungen, die Du noch in der ersten Zeile als "nicht gut" erachtest. Du dreschst hier nichts anderes als hohle Phrasen.
Och Cem, bist du mal wieder mit dem falschen Fuß aufgestanden? Tut mir leid, aber es kommen auch für dich wieder glücklichere Tage, vertrau mir.....
Ich habe natürlich höchsten Respekt vor dir, da du deine niveaulosen Beleidigungen immer in so hübsche pseudointellektuelle Wörter verpacken kannst. Aber jetzt leg den Duden wieder weg, ich durchschaue dich. Hinter all der heißen Wortschwallluft verbirgt sich leider nichts Substantielles. Auch all die Verdrehungen meiner Aussagen in überriechende Cem-Fantasien bringen dir nichts ein. Darüber lache ich nur.
Manchmal bin ich aber auch nicht sicher, ob du das alles nicht wirklich so siehst und einfach nicht verstehen kannst, um was es wirklich geht. In dem Fall tut es mir natürlich leid, dass ich dich immer wieder auf deine Fehler hinweise.
Im Übrigen behautet niemand, dass alle Türken potentielle Ehrenmörder sind. Genauso wenig sind alle Männer Kinderschänder. Diese Behauptung bzw. Unterstellung hast du aber zur Grundlage deiner Pseudo-These oben gemacht, die ich von daher nicht weiter ernst nehme.
Frau Kelek macht darauf aufmerksam (und das deutlich), dass es diese (vereinzelten) Ehrenmörder in unserer Gesellschaft gibt. Und genau das finde ich gut.
Wenn du das mit deinem Stolz nicht vereinbaren kannst, dann ist das leider dein Problem. Die deutsche Gesellschaft sollte (und wird) wegen diesen Empfindlichkeiten nicht davon abrücken, die Opferinteressen in den Vordergrund zu stellen, ob es dir nun passt oder nicht. Da ändern auch all deine Beschimpfungen, Beleidigungen und sonstigen Wutausbrüche gegenüber Deutschland, Frau Kelek oder mir nichts daran.
Falls du noch etwas zum Thema zu sagen hast, so bitte ich dich übrigens darum, dies in höflicher und zivilisierter Form zu tun. Mit deinen Frechheiten und Beleidigungen machst du jede Diskussion kaputt, persönlich lassen die mich aber kalt. Also lass es doch besser. Das traue ich dir eigentlich schon noch zu und wir können dann vielleicht eine sachliche Diskussion führen.
Kelek verallgemeinert nicht? Du redest anscheinend schon wieder über Dinge, von denen Du nicht den Hauch einer Ahnung hast. Keleks zentrale These basiert auf der Behauptung, diese Phänomene seien religiös-kulturell determiniert. Damit ist natürlich und selbstredend jeder Mensch mit einer Verwurzelung in diesem kulturellen Indentitätskontext ein solcher potenzieller Täter. Damit erübrigen sich auch all Deine üblich-seichten Relativierungsversuche. Und kleiner Tipp: Dinge, die man nicht auf Anhieb versteht, können auch durchaus auf einen unzureichenden Intellekt des Rezipienten zurückzuführen sein.
Begriffe wie Zwangsehe oder Ehrenmorde sind keine solchen neutraler Natur sondern Teil einer weltanschaulich-politischen Kampfrhetorik. Denjenigen, die mit diesen Begriffen hausieren gehen, ist sonnenklar, dass man auf der Grundlage von quantitaiv vernachlässigbaren Einzelschicksalen keine gesellschafts- und intergrationspolitischen Forderungskataloge legitimieren kann, die einen praktischen Nutzwert für den angestrebten Paradigmenwandel in der Migrationspolitik hätten, welcher auf eine gezielte und systematische Assimilationspolitik hinausliefe. Also bedarf es der aufgebauschten Pappkameraden, in dem jeder Fall mikroskopiert und Huckepack sowie im Windschatten zehn weitere Fälle in diese Kategorien gepackt werden, die bei näherem Hinsehen nichts damit zu tun haben.
Du magst dämlich und naiv genug sein, um Dich derart manipulieren zu lassen. Nur verkennst Du ganz eindeutig unsere Konstitution. Es ist eine unserer leichtesten Übungen, hier eine voll intakte und in allen belangen funktionierende Parallelgesellschaft aufzuziehen, in der ihr bestenfalls noch Zaungäste seid. Das ist für mich schon lange kein Tabu mehr sondern eine realistische Verhaltensoption auf diese lächerlichen Versuche der Durchsetzung und Scheinlegitimation einer restriktiveren Politik uns gegenüber.
Und was die vermeintlichen Beleidigungen anbelangt: Du bezeichnest Türken als Volk dezidiert als geistesgestört und hast hier auch noch die Chupze, auf Mimöschen zu machen? Aber was rede ich: jemand, dessen Ehrgefühl derart degeneriert ist, dass er sich hier weiterhin rumtrollt, obwohl ihm sogar seitens der Redaktion nahe gelegt wurde, das Forum doch bitte freiwillig zu verlassen - keine Sekunde würde ich irgendwo verweilen, wo ich derart unwillkommen bin - von dem kann man auch nicht erwarten, dass er in der Lage ist, sich selbst und andere in adäquaten und vor allem redlichen Maßstäben zu beurteilen.
Dinge, die man nicht auf Anhieb versteht, können auch durchaus auf einen unzureichenden Intellekt des Rezipienten zurückzuführen sein.
Ok, dann lies meine Beiträge noch ein paar Mal, vielleicht verstehst du sie ja dann doch noch. Man sollte nie zu schnell aufgeben.....
Es ist eine unserer leichtesten Übungen, hier eine voll intakte und in allen belangen funktionierende Parallelgesellschaft aufzuziehen, in der ihr bestenfalls noch Zaungäste seid. Das ist für mich schon lange kein Tabu mehr sondern eine realistische Verhaltensoption auf diese lächerlichen Versuche der Durchsetzung und Scheinlegitimation einer restriktiveren Politik uns gegenüber.
Oha, interessante Dinge, die du da von dir gibst. Dir glaube ich das sogar und ich habe dir in anderem Zusammenhang auch schon erklärt, weshalb du unbedingt auf diese von dir geliebte Parallelgesellschaft angewiesen bist. Du kannst einem nur leid tun.....
Du bezeichnest Türken als Volk dezidiert als geistesgestört
So? Das musst du mir aber mal zeigen. Nur weil du inhaltlich nicht weiter kommst, musst du nicht mit solch billigen Unterstellungen daherkommen....
Aber was rede ich
Gute Frage! Du bist sicherlich nicht der Einzige, der sich das fragt.
- keine Sekunde würde ich irgendwo verweilen, wo ich derart unwillkommen bin -
Ich weiß. Du brauchst willfährige Unterstützer um dich herum, die dich als tollen Typen ansehen. Eine abgeschlossene Parallelgesellschaft, das ist dein Traum. Aber so wird es zum Glück nicht kommen. So lange du hier in Deutschland lebst, musst du es dir gefallen lassen, dass sich die Deutschen auch in dein Leben einmischen und deine Heucheleien aufdecken. Falls ich es nicht tue, wird es ein anderer sein. Um deine kleine überschaubare Welt aufrecht zu erhalten, gibt es für dich nur einen Weg...... :hallo;
Und jetzt reicht es mir. Weitere Beleidigungen werde ich mir von dir nicht anhören. Falls du nicht mehr zum Thema zu sagen hast (ich meine etwas Neues, kein blabla), dann werde ich dich ignorieren.
Lieber Musel,,
worüber ich mich hier wundere ist, daß ich seit dem ich hier in diesem Forum schreibe, nie mal was Positives oder was Bejahendes betreffend unseren Sorgen und Problemen von Dir gehört habe. In keiner Sache zeigst Du mal Solidarität. Ganz im Gegenteil.
Ist das nicht merkwürdig ? Dabei leben wir in ein und demselben Land und hatten darüberhinaus noch die selben Lehrer.
Dabei frage ich mich, was willst Du unter Beweis stellen ? Interessiert Dich eigentlich der "türkische Mensch" an sich ? Oder willst Du hier uns vorführen, wie unterentwickelt wir eigentlich sind.
Das interessiert mich.
Lieber Musel,,
worüber ich mich hier wundere ist, daß ich seit dem ich hier in diesem Forum schreibe, nie mal was Positives oder was Bejahendes betreffend unseren Sorgen und Problemen von Dir gehört habe. In keiner Sache zeigst Du mal Solidarität. Ganz im Gegenteil.
Ist das nicht merkwürdig ? Dabei leben wir in ein und demselben Land und hatten darüberhinaus noch die selben Lehrer.
Dabei frage ich mich, was willst Du unter Beweis stellen ? Interessiert Dich eigentlich der "türkische Mensch" an sich ? Oder willst Du hier uns vorführen, wie unterentwickelt wir eigentlich sind.
Das interessiert mich.
Zübeyde, dass mein Image hier in diesem Forum so schlecht ist, liegt vor allem daran, dass den meisten Usern vor allem die Konflikte in Erinnerung bleiben. Unter meinen nun schon über tausend Beiträgen sind sehr viele in netten und angenehmen Unterhaltungen enstanden.
Mir persönlich macht es nichts aus, dass ich hier nicht geliebt werde. Mich interessieren ja gerade die Kontroversen, die Diskussionen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen.
Zudem kommt noch, dass viele User hier ihre negativen Ansichten über Deutsche in mich projezieren. Ich verkörpere hier anscheinend für manche alles böse Deutsche. Und daher werden viele meiner Aussagen missverstanden. Aber auch damit kann ich umgehen. Nur eskalieren daher so manche Diskussionen, obwohl das weder aufgrund meiner Meinung noch aufgrund meiner Intention notwendig wäre.
Ich bin kein Unschuldslamm, das habe ich nie behauptet. In Diskussionen halte ich hier dagegen, auch wenn es manchmal besser wäre, aufzuhören. Aber ich bin weder hier, um nur zu provozieren noch um mich zu streiten und erst Recht nicht um eine Missachtung gegenüber Türken auszudrücken.
Ok, dann lies meine Beiträge noch ein paar Mal, vielleicht verstehst du sie ja dann doch noch. Man sollte nie zu schnell aufgeben.....
Meinst Du Deine zur Hälfte aus icons bestehenden Zweizeiler? Danke, über das Comic-Zeitalter bin ich hinaus.
Oha, interessante Dinge, die du da von dir gibst. Dir glaube ich das sogar und ich habe dir in anderem Zusammenhang auch schon erklärt, weshalb du unbedingt auf diese von dir geliebte Parallelgesellschaft angewiesen bist. Du kannst einem nur leid tun.....
Du bist einfach nur ein Megatrottel, anders kann man es nicht mehr formulieren. All diejenigen, die hier schreiben, sind perfekt integriert. Und wenn wir abspringen, habt Ihr verloren, nicht wir. Du kannst dem 3-er-BMW-Fahrer mit Goldkette ja gerne mal versuchen, die Sprüche zu drücken, die wir hier in bemerkenswerter Toleranz von so einem Forentroll wie Dir hinnehmen.
So? Das musst du mir aber mal zeigen. Nur weil du inhaltlich nicht weiter kommst, musst du nicht mit solch billigen Unterstellungen daherkommen....
Nichts leichter als das
Das ist leider die türkische Sichtweise. Da wird immer nur Provokation und Ablehnung hinter allem vermutet. Bei dieser Paranoia kann ich leider auch nicht weiterhelfen. Davon müssen sich die Türken selbst mal irgendwie befreien.
Du hast mit diesem Satz nicht mehr und nicht weniger zum Ausdruck gebracht, als dass wir Türken eine besondere Neigung zur Paranoia und somit zu einer Geistestörung hätten. Und in einem hast Du tatsächlich recht, das mache ich Dir aber nicht zum Vorwurf. Ich komme inhaltlich mit Dir tatsächlich nicht weiter, allerdings auch nur deswegen, da ich Perlen vor die Säue kippe. Das sind eben Deine intellektuellen Kapazitäten, daran kann man nichts ändern.
Ich weiß. Du brauchst willfährige Unterstützer um dich herum, die dich als tollen Typen ansehen.
Wie alt bist Du eigentlich? Das ist Kindergartennieveau, nichts weiter.
Eine abgeschlossene Parallelgesellschaft, das ist dein Traum. Aber so wird es zum Glück nicht kommen. So lange du hier in Deutschland lebst, musst du es dir gefallen lassen, dass sich die Deutschen auch in dein Leben einmischen und deine Heucheleien aufdecken. Falls ich es nicht tue, wird es ein anderer sein. Um deine kleine überschaubare Welt aufrecht zu erhalten, gibt es für dich nur einen Weg...... :hallo;
Du irrst Dich. Die Parallelgesellschaft ist eine rein rationale Option, die unter den gegebenen Umständen immer realistischer wird. Und mit dem selbstgefälligen Anspruch, den Du hier formulierst, werdet Ihr Euch eben künftig immer häufiger verzweifelt-hysterisch in irgendwelchen Selbstgesprächen und Wehklagen in Leitartikeln über irgendwelche türkischen Filme, etc.pp. ergehen. Diese Hysterie ist übrigens zu einem Großteil der schemerzlichen Erkenntnis geschuldet, dass sich die Versuche der manipulativen Lenkung als durch die Bank heiße Luft erwiesen haben. Ihr könnt Euch, wie gesagt, als Zaungäste die Haare ausraufen, die Suppe habt Ihr Euch selbst eingebrockt. Uns haben schon ganz andere versucht zu brechen. Aus Eurer Geschichte und Tradition heraus habt Ihr eine latente Neigung dazu, es als empörend wahrzunehmen, wenn sich andere den aufrechten Gang "anmaßen". Daran hat sich nicht sonderlich viel geändert. Nur werdet Ihr Euch daran gewöhnen müssen, dass dass es Euch nichts bringen wird, uns gegenüber die Mentalität von Verhaltensforschern oder Zoologen an den Tag zu legen.
Und jetzt reicht es mir. Weitere Beleidigungen werde ich mir von dir nicht anhören. Falls du nicht mehr zum Thema zu sagen hast (ich meine etwas Neues, kein blabla), dann werde ich dich ignorieren.
Ich bitte sogar darum. Verhalte Dich einfach nicht wie eine penetrante Fliege, in dem Du einem Letzt-Wort-Fetischismus fröhnst. Und hör auf hier einen auf armes missverstandenes Hascherl zu machen. Du bist nicht mehr als eine lästige Plage für dieses Forum.
Zübeyde, dass mein Image hier in diesem Forum so schlecht ist, liegt vor allem daran, dass den meisten Usern vor allem die Konflikte in Erinnerung bleiben. Unter meinen nun schon über tausend Beiträgen sind sehr viele in netten und angenehmen Unterhaltungen enstanden.
Mir persönlich macht es nichts aus, dass ich hier nicht geliebt werde. Mich interessieren ja gerade die Kontroversen, die Diskussionen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen.
Zudem kommt noch, dass viele User hier ihre negativen Ansichten über Deutsche in mich projezieren. Ich verkörpere hier anscheinend für manche alles böse Deutsche. Und daher werden viele meiner Aussagen missverstanden. Aber auch damit kann ich umgehen. Nur eskalieren daher so manche Diskussionen, obwohl das weder aufgrund meiner Meinung noch aufgrund meiner Intention notwendig wäre.
Ich bin kein Unschuldslamm, das habe ich nie behauptet. In Diskussionen halte ich hier dagegen, auch wenn es manchmal besser wäre, aufzuhören. Aber ich bin weder hier, um nur zu provozieren noch um mich zu streiten und erst Recht nicht um eine Missachtung gegenüber Türken auszudrücken.
Wenn Du die große Chance hier hast :lach:, mit so viel türkischen Menschen zu diskuttieren und sie kennenzulernen, dann nutzt diese Gelegenheit doch lieber auch dafür aus, mal Deine Sichtweisen zu überprüfen.
Das nächste mal in großen "Türkei-Problemen" zeigst Du gefälligst mehr Solidarität Musel :hallo;. Was hast Du bloß mit Necla Kelek zutun ?
Noch nicht mal ich als Türkin habe was mit Necla Kelek zu tun !
ottoman1299
22.02.06, 23:26
Wenn Du die große Chance hier hast :lach:, mit so viel türkischen Menschen zu diskuttieren und sie kennenzulernen, dann nutzt diese Gelegenheit doch lieber auch dafür aus, mal Deine Sichtweisen zu überprüfen.
Das nächste mal in großen "Türkei-Problemen" zeigst Du gefälligst mehr Solidarität Musel :hallo;. Was hast Du bloß mit Necla Kelek zutun ?
Noch nicht mal ich als Türkin habe was mit Necla Kelek zu tun !
Gerade eben deshalb, hat er mit Kelek zu tun. weil wir türken nichts mit kelek gemeinsamm haben.
kelek!
Wenn Du die große Chance hier hast :lach:, mit so viel türkischen Menschen zu diskuttieren und sie kennenzulernen, dann nutzt diese Gelegenheit doch lieber auch dafür aus, mal Deine Sichtweisen zu überprüfen.
Das nächste mal in großen "Türkei-Problemen" zeigst Du gefälligst mehr Solidarität Musel :hallo;. Was hast Du bloß mit Necla Kelek zutun ?
Noch nicht mal ich als Türkin habe was mit Necla Kelek zu tun !
Glaube mir Zübeyde, ich habe aufgrund dieses Forums schon oft meine Sichtweise hinterfragt, auch wenn man das hier im Forum so nicht mitbekommt.
Ich bin kein großer Fan von Necla Kelek. Aber ich erkenne ihre Arbeit an. Das Problem ist aber, dass sie hier ein großes Feindbild ist. Jeder auch nur ansatzweise positive Kommentar zu ihrer Person wird hier in der Luft zerissen.
Und liebe Zübeyde, ich würde dich nun im Gegenzug auch mal bitten, meine Sichtweise nachzuvollziehen. Schau dir nur mal diesen Thread hier an. So und ähnlich werde ich hier desöfteren angegriffen und beleidigt. Und dies zu ignorieren fällt nicht immer leicht. Manchmal schieße ich dann eben zurück, wodruch jedoch leider nur mein Image hier weiter beschädigt wird. Aber ich strenge mich schon an...... ;)
ottoman1299
22.02.06, 23:42
Glaube mir Zübeyde, ich habe aufgrund dieses Forums schon oft meine Sichtweise hinterfragt, auch wenn man das hier im Forum so nicht mitbekommt.
Ich bin kein großer Fan von Necla Kelek. Aber ich erkenne ihre Arbeit an. Das Problem ist aber, dass sie hier ein großes Feindbild ist. Jeder auch nur ansatzweise positive Kommentar zu ihrer Person wird hier in der Luft zerissen.
Und liebe Zübeyde, ich würde dich nun im Gegenzug auch mal bitten, meine Sichtweise nachzuvollziehen. Schau dir nur mal diesen Thread hier an. So und ähnlich werde ich hier desöfteren angegriffen und beleidigt. Und dies zu ignorieren fällt nicht immer leicht. Manchmal schieße ich dann eben zurück, wodruch jedoch leider nur mein Image hier weiter beschädigt wird. Aber ich strenge mich schon an...... ;)
wende dich nach süd-ost!
http://members.surfeu.at/veitschegger/papstklagemauer.jpg
Glaube mir Zübeyde, ich habe aufgrund dieses Forums schon oft meine Sichtweise hinterfragt, auch wenn man das hier im Forum so nicht mitbekommt.
Ich bin kein großer Fan von Necla Kelek. Aber ich erkenne ihre Arbeit an. Das Problem ist aber, dass sie hier ein großes Feindbild ist. Jeder auch nur ansatzweise positive Kommentar zu ihrer Person wird hier in der Luft zerissen.
Und liebe Zübeyde, ich würde dich nun im Gegenzug auch mal bitten, meine Sichtweise nachzuvollziehen. Schau dir nur mal diesen Thread hier an. So und ähnlich werde ich hier desöfteren angegriffen und beleidigt. Und dies zu ignorieren fällt nicht immer leicht. Manchmal schieße ich dann eben zurück, wodruch jedoch leider nur mein Image hier weiter beschädigt wird. Aber ich strenge mich schon an...... ;)
Selbstverständlich gibt es Menschen, die die "Arbeit" von Frau Kelek anerkennen, so wie Du Musel. Vielmehr aber in der Innenpolitik hier in diesem Land. Frau Kelek wird gebraucht und mißbraucht.
Interessant wäre doch auch mal für Dich hier festzustellen und zu erkennen, daß Frau Kelek z.B. für mich als eine türkische Frau und viele, viele andere noch dazu, nicht sprechen "darf". Sie ist keine Wissenschaftlerin, die die Belange der türkischen Frauen hier in Deutschland gerecht und ehrlich vertritt. Durch ihre "wertvolle Arbeit" , wie Du gerne so nennen darfst, hat sie aber nicht gerade viel zur Verbesserung der Situation türkischer Menschen in Deutschland beigetragen. Ihre Thesen sind ein zusammengewürftes Durcheinander von Extremen zu Extremen, aus der wir lernen sollen, wie wir nach "kellekischen Maßstäben" hier in Deutschland uns besser sozialisieren sollten. Dabei erkennt sie selber nicht die kulturellen Werte und sozialen Belange und Sorgen der türkischen Menschen an, sondern kreist die eigentlichen Sorgen aus, in dem sie auf Extrembeispiele zurückgreift. Somit klammert sie die eigentlichen Sorgen der türkischen Mitbürger hier in Deutschland aus, in dem sie sinnlos nur noch "Anklage" erhebt. Sie ist stark von ihren persönlichen Erlebnissen noch dazu geprägt. Z.B. spricht sie von ihrer "persönlichen Freiheit", die sie allein dem deutschen Volk zu verdanken hätte. Sollten wir uns auch so fühlen wie die Dame ? Also kannst Du Dir Deine Reime über ihre Arbeit machen.
Für keine einzige türkische Frau oder einen türkischen Mann wird sie je was Positives in Sachen Integration bewirken. Sie polarisiert stark, ist ständig auf Konfrontation mit der türkischen Community. Wer will sie noch hören ? Wer kauft ihre Bücher ? Die Deutschen. Aber sprechen tut sie für mich. So geht das nicht.
Sobald eine sogenannte Wissenschaftlerin von einem "Minister für Inneres" gelobt und referenziert wird, habe ich große Zweifel an ihrer Ehrlichkeit bei ihren "wissenschaftlichen Recherchen". Sie ist keine "unabhängige Wissenschaftlerin" für mich, damit ist auch ihre Arbeit für mich gegenstandlos.
Ich möchte auch mit Frau Kelek nicht in Verbindung gebracht werden. Sie ist mir sehr, sehr fern.
Kannst Du das bitte auch nachvollziehen und akzeptieren Musel.
Kannst Du das bitte auch nachvollziehen und akzeptieren Musel.
Ich kann deine Ansicht nachvollziehen und akzeptiere sie auch. Deshalb müssen wir ja nicht einer Meinung sein und ich denke, es muss möglich sein, dass ich meine Sicht der Dinge hier auch darstellen kann ohne gleich beleidigt zu werden. Kannst du dies auch nachvollziehen und akzeptieren?
Ich kann deine Ansicht nachvollziehen und akzeptiere sie auch. Deshalb müssen wir ja nicht einer Meinung sein und ich denke, es muss möglich sein, dass ich meine Sicht der Dinge hier auch darstellen kann ohne gleich beleidigt zu werden. Kannst du dies auch nachvollziehen und akzeptieren?
Nachvollziehen kann ichs selbstverständlich. Frau Necla Kelek ist ja auch für die Bestätigung Deiner Meinung da und nicht für meine. Verehre sie so viel Du willst. Kaufe ihre Bücher. Und bald erscheint auch ihr neuer Buch.
Akzeptieren ? Was soll ich da akzeptieren ? Mir ist das doch echt egal. Integriert euch gemeinsam Frau Kelek, ein Musel. Ich bin nicht dabei. Aber das ist ja wohl egal. Ich habe mir mein Deutschland geschaffen, da war Frau Kelek noch völlig unbekannt.
F.A.Z.: Frau Kelek, Sie haben Ihre Familie in den Mittelpunkt Ihres Buches „Die fremde Braut” gestellt. Warum?
Ihre Geschichte ist exemplarisch für die Entwicklung der Türkei seit 1923, aber auch für die Migration in Deutschland. Sie fängt an, als der Traum von der Republik in das private Leben meiner Familie einzog, die sich langsam aus dem Kollektiv, das der Islam prägt, zu lösen beginnt. Ich beschreibe Menschen, die die individuelle Freiheit entdecken, die versuchen, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Ich wollte erklären, wie es zu diesem Bruch mit dem Kollektiv, der Umma, kam. Meine Kindheit in Istanbul war wunderbar, wir schwärmten für Amerika, für diese Filme, diese Musik, diese Autos. Aber vor allem für die unendliche Freiheit des Individuums. Mein Vater gehörte zu jener Aufbruchsgeneration, die sich davon anstecken und wegen dieses Traums das Dorf verließ. Meine Eltern waren Anhänger von Kennedy und Atatürk. Aber das ist lange vorbei.
Und heute?
Die Illusionen, die meine frühe Kindheit prägten, sind mit der millionenfachen Binnenmigration, vom Dorf in die Stadt erstickt. Sollte ich heute ein Resümee ziehen, würde ich sagen: Die Dörfer mit ihren islamischen Traditionen haben die Städte erobert, auch Istanbul. Nicht mehr der einzelne trägt für seinen Lebensweg die Verantwortung, sondern wieder das islamische Kollektiv.
Während der ersten Jahre, die Ihre Familie in Deutschland lebte, schien das noch anders zu sein. Wie erklären Sie sich diese Umkehr?
Der kulturelle Hintergrund, die Religion, ist inzwischen viel entscheidender geworden als sozioökonomische Ursachen. Der Islam spielt heute eine größere politische Rolle, als viele wahrhaben wollen, und er regelt auch den Alltag: wie gelebt, was gedacht und was abgelehnt wird - Unreine zum Beispiel, zu denen für viele Türken die Deutschen gehören, die sie verachten.
Existiert denn nur dieser traditionelle Dorfislam, oder gibt es auch liberalere Spielarten?
Natürlich. Der Islam war auch für meine Familie eine Bereicherung in diesen Jahren, als sich die Türkei öffnete, doch nicht das Bestimmende, so wie heute, wo die politische Dimension dazugekommen ist. Religion ist eigentlich Privatsache, aber der Islam darf nicht nur als persönlicher Glaube diskutiert werden. Er muß politisch gesehen werden, er ist Politik. Der gewaltige Demonstrationszug durch Istanbul zum Beispiel gegen die dänischen Karikaturen, da brüllten und schrien die radikalen Nationalisten gemeinsam mit den Islamisten. Das ist Islam-Faschismus. Und doch freut sich der deutsche Radio-Reporter über diese „friedliche” Demonstration, weil keine Botschaft brannte.
Haben Sie das früher anders wahrgenommen? Oder haben sich die Verhältnisse verändert?
Meine Auseinandersetzung mit dem Islam begann schon 1988 mit meiner Diplomarbeit. Ich stellte die These auf, daß die türkisch-muslimische Frau - wegen der Stellung der Frau im Islam - sich nicht wie andere Migrantinnen integrieren kann in Deutschland. Die Frau existiert eigentlich gar nicht als Mensch in diesen Glaubensvorschriften. Sie kommt auf die Welt, um den Mann auf das Paradies vorzubereiten, sie hat ihm zu dienen und Kinder zu gebären.
Wird der Glaube denn auch auf diese Weise in Deutschland praktiziert?
Natürlich, das habe ich erlebt, und wer sehen will, kann es jederzeit sehen. Das war nicht nur so auf dem Dorf bei meiner Großmutter, sondern in der gesamten, wenn auch kleinen türkisch-muslimischen Welt, in der ich groß geworden bin und die nur ein exemplarisches Beispiel für andere, hier etablierte Parallelwelten ist. Nur ganz zu Beginn, als meine Familie neu in Deutschland war, hatten wir noch Kontakte zu Deutschen, spielte das Kopftuch keine Rolle, war nur die Erziehung sehr traditionell. Aber das hat sich rasend schnell geändert.
In Ihrem Buch „Die fremde Braut” erzählen Sie, wie Sie Ihrer deutschen Lehrerin unter Tränen gestehen, daß sie nicht mehr am Sportunterricht teilnehmen, weil Ihre Eltern das so beschlossen. Die Lehrerin glaubte sie zu beruhigen, als sie versprach, sie werde Ihre Eltern nicht ärgern...
Das war ein furchtbarer Schlag. Ich kam ja überhaupt schlecht mit auf der Oberschule, aber meine Eltern interessierte das wenig. Ich gehöre zu dieser zweiten Generation, von der viele glauben, die habe es noch so gut gehabt. Aber vielen Kindern ging es wie mir, die Väter sparten, es ging ihnen um ihre Häuser in der Türkei, nicht um uns. Nicht einmal ihren Lohn durften die meisten Frauen behalten, die Töchter sowieso nicht.
Haben die Deutschen darauf nicht reagiert?
Ich mußte schon als Schulkind begreifen, daß es Freiheiten gibt, die für Deutsche selbstverständlich sind, für solche wie mich aber nicht gelten. Und daß die Deutschen, nicht nur die Lehrerin, das genauso wie meine Eltern sahen. Diese Spaltung in Die und Wir, das ist die kritische Debatte, die ich jetzt zu führen versuche. Denn ich habe ein ähnlich gespaltenes Leben geführt, eines, das ich mit deutschen Freunden lebte, und ein türkisch-muslimisches. Wenn ich meine Großmutter besuchte, habe ich mich gekleidet wie die anderen, die Tanten bedient und mich verhalten wie alle. Und ich habe auch hingenommen, daß meine dreizehnjährige Cousine einem fremden Mann versprochen wurde, aber nicht in die Schule durfte. Ich habe also genau das gemacht, was ich von den Deutschen gelernt habe: Das kann man von muslimischen Türken nicht verlangen, die sind noch nicht soweit, die hatten noch keine Aufklärung! Wenn ich im Radio höre, warum man verstehen soll, daß ein Film wie „Tal der Wölfe” Erfolg hat - weil „die” eben so sind -, dann glaube ich, daß diese Haltung immer noch sehr verbreitet ist.
Sind wir blind gegenüber dem, was sich vor unseren Augen abspielt?
Nein, aber wir unterschätzen die Macht der Kultur und Politik des Islam. Man kann hier dreißig Jahre mitten in einer deutschen Großstadt leben, ohne sein anatolisches Dorf im Geiste auch nur einen Tag verlassen zu müssen. Und es wird von der Mehrheit akzeptiert, daß die Emanzipation der europäischen Gesellschaft, und seien es nur die in den siebziger Jahren errungenen Frauenrechte, für andere mitten unter uns nicht unbedingt gelten muß. Das gilt als kulturelle Differenz, zuweilen offenbar schützenswerter als Menschenrechte. Und weil es einige geschafft haben, werden die Mißstände in der Parallelwelt einfach hingenommen. Mißstände, die ich in meinen Büchern anprangere, vor allem das erschreckende Defizit an individueller Freiheit für viele Migranten, Jungen wie Mädchen.
Warum hat die Freiheit nicht die Verführungskraft entwickelt, die wir ihr gern zuschreiben?
Weil die Kulturbarriere zu hoch ist. Wir vergessen, daß sehr viele muslimische Migranten in Kollektiven leben, deren Weltbild der Islam ist. Was wir liebevoll Großfamilie nennen, lebt nach anderen Regeln, es gibt keine individuelle Freiheit, kein Ja oder Nein zum Kopftuch, zu importierter Braut oder Bräutigam. Wer dieses Kollektiv verläßt, begeht Verrat. Das wagen nicht viele, und weder die Schulen noch die Arbeits- oder Sozialämter senden so starke Signale aus, daß sich das ändern könnte. Ich habe in meinen Interviews mit muslimischen Jugendlichen gefragt: Habt ihr deutsche Freunde? Nein, war die häufigste Antwort, die haben keinen Stolz, keine Ehre. Meine Hoffnung, das werde sich erledigen, weil die Moderne ihre Kraft entfaltet, habe ich verloren. Wir können die Entwicklung doch sehen, spätestens seit den neunziger Jahren. Ich habe viele Interviews nach zwei Jahren wiederholt. Die Haltungen hatten sich noch verfestigt.
Man hat versucht, gegen Sie und andere Autorinnen eine Kampagne zu inszenieren. Warum?
Meine Kritiker blenden die soziale Wirklichkeit aus, und aus politischen Gründen lassen sie den Islam und seine Wirkungsmacht außer acht. Aber es gibt andere Forschungsansätze, die durchaus den Nachweis erbringen, warum es einen auffälligen Zusammenhang zwischen islamischer Religiosität und Gewaltbereitschaft bei jungen Türken gibt. Die politische Dimension des Islam ist in unserer Gesellschaft angekommen, das ignorieren diese Leute. Es geht um einen Richtungsstreit. Hinter den Kulissen werde ich mit übler Nachrede überzogen, meine Kritiker wollen die Deutungsmacht behalten. Aber die soziale Realität läßt sich nicht wegforschen.
Ihre Kritiker werfen Ihnen vor, Vorurteile zu schüren und zu übertreiben.
Ich übertreibe nicht. Aber im kulturalistischen Verständnis meiner Kritiker sind Diskussionen über Mehrehen, den Zwang zur Heirat, der auch die arrangierten Ehen umfaßt, undenkbar. So habe ich das ja auch an der Hochschule erlebt, so wird Migrationsforschung immer noch betrieben: Arbeitet mit positiven Beispielen, denkt an die positiven Ressourcen! Probleme gibt es überall, im Leitbild vom positiven Aufstieg stören sie nur. So werden hierzulande auch Lehrer ausgebildet - das wirkliche Leben an Schulen dürfte sie schnell überfordern.
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A1 82360/Doc~EA41F05B48B8D489FB7611FD6A 99A1F78~ATpl~Ecommon~Scontent. html
Und liebe Leute, plastischer kann man das gar nicht darstellen. Wie wirken denn solche Artikel von Fr. Kelek. Ich rate dieser Dame mal die Kommentare der FAZ Leser nach so einem Interview zu lesen:
HIer ein Auszug.
Nachdenken (javascript:HideT(10786);)
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/forum/img/visitenkarte_blau.gifPeter Milka (McDuff) (javascript:fnShowVisitenkarte ()
24.02.2006, 06:32
Wenn dem so ist, daß wir hier eine Menge Leute unter uns haben die uns verachten und sich nicht integrieren wollen, dann sollten wir mal darüber nachdenken ob wir die hier brauchen. Es wird sicher Orte auf diesem Planeten geben wo eben diese Menschen besser aufgehoben sind als in unserem Land und wir zwingen ja auch niemanden hier zu leben.
türkische freunde (javascript:HideT(10785);)
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/forum/img/visitenkarte_blau.gifchristian rohloff (elvisthe) (javascript:fnShowVisitenkarte ()
24.02.2006, 02:50
ich habe auch keine türkischen freunde. ich kenne nur 3 namentlich: den pizzaman, einen ehemaligen mitschüler und einen kunden von mir. aber ich sehe taglich hunderte von türken und anderen moslems und stimmt...die wollen nichts mit mir zu tun haben. warum? vielleicht weil ich nicht so gekleidet bin wie sie: fußballschuhe, trainingshose, daunenjacke mit pelzrand und schirmkappe. oder liegt es an der sprache? ich spreche deutsch und die sprechen kanak so eine mischung aus türkisch und deutsch. oder es liegt vielleicht auch daran das ich gewaltandrohungen aus dem weg gehe und nicht sofort anfange wie bruce lee mit den füßen zu treten und mit meinen brüdern zu drohen. ich glaube ich will gar keinen kennenlernen, sie machen mir mehr angst und das wissen sie und das nutzen sie aus. die einzige möglichkeit für rache, bleibt mir bei der nächsten bundestagswahl, wenn ich eine partei wähle die mit abschiebung von integrationsunfähigen ausländern wirbt. die gefahr ist nur leider, das eine solche partei sonst kein programm hat. auch will ich nicht von einem misstand in den nächsten kommen, denn solche parteien schieben dann auch gleich all meine anderen nichtdeutschen freunde ab.so lebe ich halt weiter mit den türken die mich nicht akzeptieren obwohl ich doch der gastgeber bin und sie meine gäste und nicht umgekehrt. es könnte noch ein problem geben mit den vielen anderen wähler die den kanal voll haben und nicht so weit denken wie ich. die wählen dann extrem...die folgen wären extrem
Die und Wir (javascript:HideT(10780);)
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/forum/img/visitenkarte_blau.gifStefanie Neubert (contactsteff) (javascript:fnShowVisitenkarte ()
24.02.2006, 00:17
"Diese Spaltung in Die und Wir, das ist die kritische Debatte, die ich jetzt zu führen versuche."
Diese Aussage sowie die vorhergehenden Kommentare passen sehr gut zusammen. Tatsächlich scheint mir damit ein wunder Punkt getroffen worden zu sein.
Ich habe die Bücher leider nicht gelesen, fand das Interview jedoch sehr aufschlussreich und interessant und finde darin einige Überlegungen zum "Integrationsverhalten" und der Wahrnehmung der islamischen Migranten in Deutschland, die sehr realistisch erscheinen. Das oben aufgeführte Zitat ist dafür als exemplarisch zu sehen.
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Jetzt möchte ich mal die deutschen Forenuser fragen...glauben Sie wirklich die Keleks leisten einen positiven Beitrag zur Integration?
eine gefahr für alle...
"Aber die soziale Realität läßt sich nicht wegforschen."
aber auch aus geltungsbedürfniss nicht daher lügnen.
Phoenix - 26.02.2006
12.00 h
Im Palais "Kampf der Kulturen- Ist Integration Wunschdenken?"
Mit Necla Kelek (Autorin "Die fremde Braut, Migrationsforscherin),
Ali Kizilkaya (Vorsitzender Islamrat für die Bundesrepublik
Deutschland),
Prof. Barbara John (Humboldt Universität Berlin, ehem.
Ausländerbeauftragte des Berliner Senats) und
Prof.Christian Pfeiffer (Kriminologe und ehem. Justizminister des Landes Niedersachsen)
Moderation: Michael Naumann (VPS 13.01) Die Diskussion
Phoenix - 26.02.2006
12.00 h
Im Palais "Kampf der Kulturen- Ist Integration Wunschdenken?"
Mit Necla Kelek (Autorin "Die fremde Braut, Migrationsforscherin),
Ali Kizilkaya (Vorsitzender Islamrat für die Bundesrepublik
Deutschland),
Prof. Barbara John (Humboldt Universität Berlin, ehem.
Ausländerbeauftragte des Berliner Senats) und
Prof.Christian Pfeiffer (Kriminologe und ehem. Justizminister des Landes Niedersachsen)
Moderation: Michael Naumann (VPS 13.01) Die Diskussion Nicht vergessen, heute ist "Kampf der Kulturen" Tag.
Mal sehen, was die Protagonisten heute absondern. Ich werde mir die Sendung aufzeichnen, zwecks Analyse ;-)
Wer kein Phoenix hat, es gibt den Live-Stream zur Sendung:
http://www.phoenix.de/startseite/1.1.htm
Wiederholt wird es am 02.03.2006 um 07.05 Uhr bei EinsExtra.
Zu Necla Keleks "pseodowissenschaftlichen Aussagen" möchte ich nichts mehr hinzufügen. Da stellt sich in dieser Sendung ein Prof. Christian Pfeiffer hin und erklärt sein Institut ("Kriminologisches Institut") hätte unter 17.000 Personen eine Umfrage gestartet und davon wären 2000 türkische Jugendliche. Eine der Fragen an die türkischen Jugendlichen lautete sinngemäß: "Kann der Vater notfalls Gewalt anwenden?" Angeblich hätte die überwiegende Anzahl der türkischen Jugendlichen dies bejaht und bei den deutschen Jugendlichen wäre es umgekehrt gewesen. Man sollte die Fragestellung in Frage stellen, denn man kann auch Anhand der Frage die Antwort bekommen, die ich mir erhoffe oder wünsche. Wie sagte einst Winston Churchill: "Ich glaube an die Statistik die ich selbst gefälscht habe." Ich halte die angesprochene Methode der Fragestellung für höchst zweifelhaft. Wenn der Fragesteller schon im Vorfeld sich eine Meinung gebildet hat und die Fragen dann in dieser Richtung stellt, darf man sich über die Antworten nicht wundern.
Historikerzunft
26.02.06, 12:31
Zu Necla Keleks "pseodowissenschaftlichen Aussagen" möchte ich nichts mehr hinzufügen. Da stellt sich in dieser Sendung ein Prof. Christian Pfeiffer hin und erklärt sein Institut ("Kriminologisches Institut") hätte unter 17.000 Personen eine Umfrage gestartet und davon wären 2000 türkische Jugendliche gewesen. Eine der Fragen an die türkischen Jugendlichen lautete sinngemäß: "Kann der Vater notfalls Gewalt anwenden?" Angeblich hätte die überwiegende Anzahl der türkischen Jugendlichen dies bejaht und bei den deutschen Jugendlichen wäre es umgekehrt gewesen. Man sollte die Fragestellung in Frage stellen, denn man kann auch Anhand der Frage die Antwort bekommen, die ich mir erhoffe oder wünsche. Wie sagte einst Winston Churchill: "Ich glaube an die Statistik die ich selbst gefälscht habe."
"Ich verbitte es mir, mich einen Nazi zu nennen. Ich war, ich bin und bleibe Nationalsozialist."
Otto Ernst Remer in Braunschweig, 15. März 1951.
Ich habe gerade die Wiederholung gesehen. Mir ist auch aufgefallen, dass Kelek immer wieder zu dem Islam-Vertreter gesagt hat "Ihre Religion".
Für mich ist das ein Zeichen, dass sie selber offensichtlich keine Muslimin ist. Das macht sie zu einer Aussteigerin. Wie authentisch bzw. ehrlich ist es überhaupt was sie sagt.
Was mich auch ärgert ist, dass niemand mal auf die Idee kommt zu fragen, was nach Ihrer Meinung zu tun seie (ausser die Gesetze zu verschärfen).
ottoman1299
26.02.06, 14:10
Ich habe gerade die Wiederholung gesehen. Mir ist auch aufgefallen, dass Kelek immer wieder zu dem Islam-Vertreter gesagt hat "Ihre Religion".
Für mich ist das ein Zeichen, dass sie selber offensichtlich keine Muslimin ist. Das macht sie zu einer Aussteigerin. Wie authentisch bzw. ehrlich ist es überhaupt was sie sagt.
Was mich auch ärgert ist, dass niemand mal auf die Idee kommt zu fragen, was nach Ihrer Meinung zu tun seie (ausser die Gesetze zu verschärfen).
So dumm ist sie nicht. Sie hat eine lücke entdeckt, wo sie in deutschland sehr leicht berühmt werden kann. Jeder moslem bsw. türke, der gegen islam aussagen trifft, gewinnt die sympathie der deutschen.
Ist auch ein weg um reich und berühmt zu werden.
deryatulga
26.02.06, 14:22
So dumm ist sie nicht. Sie hat eine lücke entdeckt, wo sie in deutschland sehr leicht berühmt werden kann. Jeder moslem bsw. türke, der gegen islam aussagen trifft, gewinnt die sympathie der deutschen.
Ist auch ein weg um reich und berühmt zu werden.
Weiss die Kelek noch, was PSI auf Tschekessisch heisst? Haussklave, so ungefähr! Es sollte eigentlich jemand von unserer Gruppe dort sein, um den unbeholfenen Ali Kizilkaya zu ersetzen. Die Gelegenheit wäre da, um zwischen Hauskanacken und TÜV-Türken zu variieren und dann Fragen, ob PSI's auch dort
angesiedelt werden darf. Psi heisst es nicht Pisi Pisi!
Zwei türkische Namen - kein einziger Vertreter der Türken!
Der Kriminaloge fand ich hat reprasantitive Statistiken angesprochen. Mal ehrlich leute, wir wissen doch alle das türkische männer gewaltätiger zu ihren frauen sind als deutsche. allein das hat er angesprchen.
Der Kriminaloge fand ich hat reprasantitive Statistiken angesprochen. Mal ehrlich leute, wir wissen doch alle das türkische männer gewaltätiger zu ihren frauen sind als deutsche. allein das hat er angesprchen.
Hallo,
ich habe auch die Sendung heute um zwöf gesehen und musste die ganze Zeit nur lachen.
Da holen die sich einen Kriminologen, eine Türkenhasserin, einen Islamvertreter in die Sendung und erzielen genau das, was die Medienmacher erreichen wollen.
Fazit der Sendung könnte lauten: "Alles was Frau Kelek, Herr Naumann und der Kriminologe gesagt haben sind richtig und alles was der hilflose Islamtyp da verplappert ist nur Ausrede.
Herr Tulga hat es schon angesprochen. Es fehlte da jemand, der zum Einen die deutsche Sprache beherrscht, zum Anderen die deutsche UND die türkische Kultur kennt. Wenn ich dort gewesen wäre, hätte ich Frau Kelek zunäüchst einmal gefragt, ob es nicht sehr unfair den in Deutschland lebenden Türken gegenüber ist, ihre persönliches Leid das sie erfahren hat, als Exemple zu statuieren und damit richtig Kohle zu machen?!
Die Frau tut so, als würde es jedem Mädchen so ergehen wie ihr, als würde jede Familie so zurück geblieben sein, wie die ihre, ja, als hätte sie selbst vergessen die Entwicklung in Deutschland mitzumachen und zu sehen, das dem alles eben nicht so ist.
Es hat dort eine Person gefehlt, die mal auf den Tisch haut und sagt: "Ja, es gibt diese Beispiele wie Frau Kelek und es gibt auch diese Familien, wo das Mädchen nicht zum Schwimmunterricht mit darf. Aber genauso muss man endlich differenzieren können und darauf hinweisen, dass der Teil der Migranten, bei denen es eben nicht so ist, auch existiert und danach Ursachenforschung zu betreiben. "
Ich habe während meines Studiums sehr viele Türken kennengelernt, darunter ein großer Teil Frauen, die ihr Leben selbstbestimmt leben.
Ich kanns einfach nicht mehr hören, Frau Kelek!
deryatulga
26.02.06, 15:07
Der Kriminaloge fand ich hat reprasantitive Statistiken angesprochen. Mal ehrlich leute, wir wissen doch alle das türkische männer gewaltätiger zu ihren frauen sind als deutsche. allein das hat er angesprchen.
Gewalttätigkeit gegenüber Frauen, sprich Schwächeren, ist niemals ethnisch oder religiös bedingt, es sei denn, hier handelt es sich um ein Ritual. In den "Siyer" Büchern, erzählt man alles über den Propheten, bis zu den intimsten Details. Wie oft kommt es dort vor, dass er seine Frauen verprügelt hat? "Die Frauen sind aus Adams Rippe erschaffen, versucht man sie zurechtzubiegen, werden sie zerbrochen!" Das sind seine Worten. Wenn man mich auch, obendrein im Ausland zum Pariah degradiert hätte, hätte ich genauso aggressive Gelüste entwickelt.
@shaika
das die türkische bzw. auch die islamische position in den medien nicht wirklich vertreten wird, stimm ich dir völlig zu.
von frau kelek kann man halten was man will. ob es moralisch richtig ist oder nicht, mit ihren persönlichen erlebnissen kohle zu machen ist nicht wichtig. der punkt ist, dass sie themen anspricht die jahrzehnte lang von allen bewusst nicht gesehen wurden. jezt entdecken die deutschen das erste mal ihre "bösen" türken und versuchen sie kennenzulernen. das sie mit abstand und misstrauen uns gegenüber stehen ist verständlich, wenn sie die "böse"seite der türken das erste mal sehen.
Ich habe während meines Studiums sehr viele Türken kennengelernt, darunter ein großer Teil Frauen, die ihr Leben selbstbestimmt leben.
soviele können es ja nicht gewesen sein, wenn nach der statistik des kriminalogen nur 7% der türken abitur haben.
Gewalttätigkeit gegenüber Frauen, sprich Schwächeren, ist niemals ethnisch oder religiös bedingt, es sei denn, hier handelt es sich um ein Ritual. In den "Siyer" Büchern, erzählt man alles über den Propheten, bis zu den intimsten Details. Wie oft kommt es dort vor, dass er seine Frauen verprügelt hat? "Die Frauen sind aus Adams Rippe erschaffen, versucht man sie zurechtzubiegen, werden sie zerbrochen!" Das sind seine Worten. Wenn man mich auch, obendrein im Ausland zum Pariah degradiert hätte, hätte ich genauso aggressive Gelüste entwickelt.
du meinst jezt ob es dieses phänomen nur bei türken bzw. muslimen gibt. ich stimme dir zu, dass der islam es nicht fördert das man gewalt anwendet. aber du darfst nicht vergessen, dass die meisten türken die heute in deutschland leben, aus dem anatolischen dorf direkt in die großstadt gezogen sind. bei den meisten türken ist gewalt gegenüber der frau nicht schlimm. natürlich ändert das sich jezt so langsam, dank den türken die nicht mehr als bauern auf dem dorf arbeiten, sondern stattdessen in deutschland zur schule gehen.
bei den meisten türken ist gewalt gegenüber der frau nicht schlimm.
Wie war das? Karisini / kizini doevmeyen dizini doevermis........
natürlich ändert das sich jezt so langsam, dank den türken die nicht mehr als bauern auf dem dorf arbeiten, sondern stattdessen in deutschland zur schule gehen.
....die sie dann zu ueber 60% ohne irgendeinen Abschluss verlassen..... wenn ich mich an die Zahl richtig erinnere. Vom Schultor zum Sozialamt in ueber 60%? Ob sich bei denen wirklich was aendert? Ich weiss nicht......
deryatulga
26.02.06, 15:51
Wie war das? Karisini / kizini doevmeyen dizini doevermis........
....die sie dann zu ueber 60% ohne irgendeinen Abschluss verlassen..... wenn ich mich an die Zahl richtig erinnere. Vom Schultor zum Sozialamt in ueber 60%? Ob sich bei denen wirklich was aendert? Ich weiss nicht......
"Verprügele deine Frau, wenn du den Grund nicht kennst, sie kennt ihn bereits!"
Ein sehr bekanntes französisches Sprichwort. Seltsamer Weise hat es mir eine französische Freundin beigebracht!
Ich habe die Sendung verfolgt...bin eher durch Zufall Zappen darauf gestossen.
Die Diskussion fand ich so typisch einseitig , klischeehaft, deutsch...dass ich mir erlaubt habe dem Sender Phoenix diese Mail zu schreiben:
----------------------------------------------------------------
"..Es ist immer wieder interessant zu sehen, dass zu
gleichen Themen, immer wieder dieselben "Experten" wie
Frau Kelek eingeladen werden, die in ihrer Sicht der
Dinge immer gegen den Islam bzw. gegen die türkische
Minderheit mit einer voreingenommmenen Sichtweise
auftreten, die keinesfalls die Merheit der Türken
repräsentiert.
Schade dass die deutschen demokratischen
pluralistischen Medien immer wieder diese Leute zu
solchen Diskussionen einladen.
Interessant ist auch, dass Herr Neumann die Auslegung
des des Islam als "Problem" tituliert.
Darin liegt das eigentliche "Problem", dass es diese
demokratische Offenheit gar nicht gibt.
Systematische Verurteilungsversuche von
Randerscheinungen, sollen einen Kampf der Kulturen
herbeten, der in dieser Form gar nicht in Deutschland
existiert.
Man sollte endlich offener sein und nicht immer wieder
dieselben Klischees und Vorurteile über den Islam oder
die türkische Bevölkerung Deutschlands vorbeten, schon
gar nicht mit solch willigen Helfern wie Frau Kelek.
Mit freundlichen Grüssen"
----------------------------------------------------
"Verprügele deine Frau, wenn du den Grund nicht kennst, sie kennt ihn bereits!"
Ein sehr bekanntes französisches Sprichwort. Seltsamer Weise hat es mir eine französische Freundin beigebracht!
Wenn Du jetzt noch einen tasaechlichen statistischen Zusammenhang herstellen kannst, gratuliere, dann waere das einen Beitrag wert. Ich denke aber, da wirst Du nicht weit kommen. Jedenfalls waere es mir neu, dass Franzosen ihre Frauen besonders haeufig schlagen.
Auch kann ich mich nicht daran erinnern, dass franzoesische Religioese ein Heftchen herausgeben, "wie" man genau seine Frau zu schlagen hat. An derartige islamische Schriften (als Heftchen herausgegeben) hingegen kann ich mich SEHR WOHL erinnern.
Abgesehen davon entstammt dieses Sprichwort meines Wissens dem Arabischen und wurde eventuell nach Frankreich "exportiert". Aber - was die Umsetzung in die Tat angeht - wohl nicht weiter adaptiert.
Abbas Mirza
26.02.06, 16:59
Kam einer Hetzveranstaltung gleich, immer nach dem gleichen Schema fast schon nicht mehr provozierend sondern eher langweilig.
Einen gefügingen Islam representanten der nichtmal richtig deutsch kann, ein paar Idealisten einen Hetz-Moderator und eine Nestbeschmutzerin.... fertig ist der deutsche Sonntag-Vormitag unterhaltungscocktail... :rolleyes:
Ob die sich langsam mal selber langweilen ? Das frage ich mich schon lange.
Warum sollten die auch jemanden von uns dazu einladen ? Solche Diskussionen sollen ja nicht gerade zur Verständigung beitragen. Auch da gibt es Drehbücher. Oder, was haben wir uns von der vielseitigen und freien Presse so erhofft in den letzten 40 Jahren ?
Warum sollte Frau Kelek nun auch anfangen, sich Gedanken über eine türkische Gesellschaft zu machen, zu der sie sich in keinster Weise zugehörig fühlt ? Soll sie jetzt einem Publikum und der erwartungsvollen Politik anfangen "die Türken" und ihre Migrationsgeschichte zu erklären ? Zu mühsam, und auch ein tiefes sozio-kulturelles Wissen erforderndes Thema, wie ich meine.
"Almanya da Türk olmak" kann man nicht immer wieder in 45 Min. Sendezeit abhaken und immer wieder mit gleichen Aussagen, die man mittlerweile schon im Schlaf aufsagen kann. Da möchte ich nach Intelligenz und Vernunft schreien.
Habe ich denn je von dieser Wissenschaftlerin gehört, was es für einen Familienvater aus tiefstem Anatolien bedeutet hat, mit Frau und Kinder nach Deutschland zu kommen ? Er, der Ernährer und Behüter der Familienehre in seinem Dorf stand hier und mußte einen Neuanfang starten und seinen alten Werten hinterherschauen. Daß das nicht ein leichter Prozeß werden würde, Agressionen und tiefe Verletzungen mit sich ziehen würde, die auch mit Islam nicht zu erklären sind, müßten erfahrene Psychologen sogar einer Migrationsforscherin beibringen. Dann hätte man klügere Wege sich um Integration zu bemühen, längst gefunden.
Nun macht sie die gleichen Fehler bei den nächsten Generationen, die noch die Wehwehchen und Verletzungen der I. Generation mit sich tragen, aber kraftvoll alles tun, sich Wege der Besserstellung in der Mehrheitsgesellschaft zu finden. Frau Kelek wirkt auf diese Bemühungen der jüngeren Generationen störend und demoralisierend.
Die Arbeit von Frau Kelek ist auch von Selbstwut begleitet, was wir nicht unterschätzen dürfen. Nicht wenig bezieht sie die Lage der muslimischen Frauen auch auf sich persönlich. Unter dem Decknamen "Migrationsforscherin" läßt sie leider auch in würdiger Zusammenarbeit mit Kirchen und Vertretern aus der Politik, die nicht gerade die "Integration" als Ziel vor sich haben, eine tiefe Kluft entstehen, die ein Näherkommen in Sachen Verständigung selbstverstänlich behindert. Was sollen jetzt die Frauen davon profettiert haben ? Daß ihr Name in einem Buch vorkommt, was sie nie lesen werden, weil dieses Buch ihre ganze Kultur beleidigt, aber nichts dazu beiträgt, die persönliche Lage zu verbessern.
Frau Kelek sie verscheuchen sogar die, die Sie meinen, retten zu wollen. Bereden sie ihre Bücher mit der EKD, mit Frau Merkel und mit Frau Schwarzer. Nicht mit uns. An der türksichen Hochzeitssuppe werden Ihre Salzkörner weiterhin nicht erwünscht sein, es sei denn sie kochen mit.
deryatulga
26.02.06, 18:17
Wenn Du jetzt noch einen tasaechlichen statistischen Zusammenhang herstellen kannst, gratuliere, dann waere das einen Beitrag wert. Ich denke aber, da wirst Du nicht weit kommen. Jedenfalls waere es mir neu, dass Franzosen ihre Frauen besonders haeufig schlagen.
Auch kann ich mich nicht daran erinnern, dass franzoesische Religioese ein Heftchen herausgeben, "wie" man genau seine Frau zu schlagen hat. An derartige islamische Schriften (als Heftchen herausgegeben) hingegen kann ich mich SEHR WOHL erinnern.
Abgesehen davon entstammt dieses Sprichwort meines Wissens dem Arabischen und wurde eventuell nach Frankreich "exportiert". Aber - was die Umsetzung in die Tat angeht - wohl nicht weiter adaptiert.
Wer sich in der französischen Literatur des XIX Jahrhunderts auskennt, dem geht jede Vorliebe an französischer Galanterie verloren. Wo die Frau keine ökonomische Unabhängigkeit erreicht hat und wo der Mann nicht mehr als blosser Tagelöhner ist, glauben die Schwächeren immer dran. Was Kulturrezeption anbelangt, haben die Europäer erst nach den Kreuzzügen begonnen, Frauen als liebenswürdige Lebewesen zu betrachten. Ganze Troubadorentradition oder Minnegesänge sind den Arabern abgekupfert, wie sollte man im Westen sonst auf die Idee kommen, eine Frau mit den Rosen zu überhäufen? Weiss jemand noch, dass sogar "He is a jolly god fellow" ein arabisches Lied aus dem Mittelalter ist? Ich erwarte von niemandem als Ebenbild von Friedrich II von Hohenstaufen zu firmieren. Den Anspruch auf die universelle Gültigkeit höchst persönlicher Ansichten in Zaum zu halten, wäre dennoch nicht zu viel verlangt.
Weiss die Kelek noch, was PSI auf Tschekessisch heisst? Haussklave, so ungefähr! Es sollte eigentlich jemand von unserer Gruppe dort sein, um den unbeholfenen Ali Kizilkaya zu ersetzen. Die Gelegenheit wäre da, um zwischen Hauskanacken und TÜV-Türken zu variieren und dann Fragen, ob PSI's auch dort
angesiedelt werden darf. Psi heisst es nicht Pisi Pisi! Psi heisst nicht Sklave, sondern Wasser auf tscherkessisch.
deryatulga, das mit dem Möchtegern-Tscherkessen ist ein Thema für sich, was mich oft ärgert. Es kommen leider viele und meinen Tscherkessen zu sein, sind es aber in Wahrheit nicht! Wenn ich mir nämlich vor Augen führe, mal angenommen es stimmt alles was Kelek über seinen Vater und seine Familie erzählt, dann entspricht es nicht den Traditionen und Lebensweisen der Tscherkessen.
Als Tscherkessen werden ausschliesslich die Adyge, Abaza und Kabardiner bezeichnet. Nicht jeder der aus dem Kaukasus kommt, ist auch ein Tscherkesse. Damit wird leider viel Schindluder betrieben. Im Kaukasus sind sehr viele Völker vertreten. Ich habe in zahlreicher "seriöser" Literatur bereits erlebt, dass Lazen, Georgier, Tschetschenen, selbst Tataren (auch ukrainische Tataren!) als Tscherkessen bezeichnet wurden.
Vom Aussehen her habe ich sehr grosse Bedenken, dass die Kelek eine Tscherkessin sein soll. Darüber hinaus entspricht ihr Verhalten gegenüber ihrer Familie, das vermeintliche Verhalten ihrer Familie ihr gegenüber, die Art und Weise wie ihr Grossvater gelebt haben soll, nicht den von Tscherkessen. Ich habe bei diesen Leuten nicht das Gefühl, dass irgendjemand von der Kelek-Sippe weiss was das Wort Adyge-Habze bedeutet. Weder Kelek, noch seine Familie hält sich nämlich daran. So etwas bezeichnet man auch als Haynap. Es gibt eine tscherkesssiche Weissheit, das ich von klein auf eingetrichtert bekommen habe: "Die Zivilisiertheit und Kultur eines Volkes erkennt man daran, wie es seine Frauen behandelt."
Ein tscherkessischer Ehemann darf bei uns nicht mal in Anwesenheit seiner Frau fluchen.
Jetzt soll mir ein türkischer oder anderer Landsmann sagen, ob das nachfolgende in anderen ländlichen Dörfern in der Türkei möglich wäre. Ich werde jetzt kurz erzählen, wie es bei den Tscherkessen ist. Mal angenommen, ein tscherkessisches Mädchen gefällt mir und ich möchte unbedingt mit ihr ausgehen. Die beste Gelegenheit dafür wäre beispielsweise eine Hochzeit oder eine andere Feier bzw. Tanzabend. Als Tscherkesse brauche ich nur bei den Eltern anzuklopfen, wohlgemerkt ich kenne die Familie überhaupt nicht(!), und die Eltern höflich zu fragen, ob ich mit ihrer Tochter ausgehen darf. Nach Adyge-Tradition ist es absolut verpönt, dass der Vater so etwas ablehnt, er muss mich zunächst fragen, wer ich bin und welcher Familie ich komme, darf mich also nicht zurückweisen. Anschliessend antworte ich darauf und der Vater des Mädchens muss mir dann sagen, ob er es als problematisch sieht, dass ich mit seiner Tochter ausgehe. Mal angenommen ich hätte bereits den Ruf, mich nicht immer an die Adyge-Habze zu halten oder meine Eltern, dann wäre das mit einer entspechenden Begründung ausreichend und höflich müsste er mir erklären, warum das nicht ginge.
Weil ich früher nur die Traditionen bei uns kannte, bekam ich von meinen Eltern und Verwandten immer den Rat, dass ich mit unseren Traditionen bei Nicht-Tscherkessen sehr aufpassen solle. Denn das würde woanders ein Mädchen in sehr grosse Schwierigkeiten bringen, unter Umständen auch meine Person. So naiv wie ich war, hatte ich das nicht immer beherzigt, das ist leider weniger lustig, habe dahingehend einige sehr prägende traurige Erfahrungen gemacht.
Mir kamen in Deutschland lange Zeit, ohne Übertreibung, die traditionellen Verhaltensweisen von Schwaben und Bayern in den dörflichen Gegenden extrem hinterwäldlerisch vor. Teilweise ist es immer noch so.
Es gibt sicherlich auch bei uns Leute, die sich nicht oder nicht immer nach den Adyge Sitten und Gebräuchen verhalten. Aber bei allem Respekt, die Familie von Frau Kelek, angefangen mit ihrem Grossvater bis hin zu ihrer eigenen Familie zeigt nicht mal ansatzweise irgendetwas tscherkessisches. Und ich habe bisher einiges von und über sie gelesen.
P.S.:
Was ich oben geschildert habe (Einladung eines Mädchens zu einem Tanzabend, zum Essen oder ähnliches), würde ich allerdings bei Abaza-Tscherkessen auch nicht versuchen, sondern nur bei Adyge. Denn bei den Abaza geht es dahingehend etwas strenger zu. Es würde zwar nicht zu Schwierigkeiten kommen, aber man würde auf Unverständnis stossen.
deryatulga
26.02.06, 20:55
Psi heisst nicht Sklave, sondern Wasser auf tscherkessisch.
deryatulga, das mit dem Möchtegern-Tscherkessen ist ein Thema
Es gibt sicherlich auch bei uns Leute, die sich nicht oder nicht immer nach den Adyge Sitten und Gebräuchen verhalten. Aber bei allem Respekt, die Familie von Frau Kelek, angefangen mit ihrem Grossvater bis hin zu ihrer eigenen Familie zeigt nicht mal ansatzweise irgendetwas tscherkessisches. Und ich habe bisher einiges von und über sie gelesen.
Erstens ist meine Quelle Vollbluttscherkessin, die sogar die Klagelieder von der Grossen Flucht kennt. Zweitens warnte sich mich bereits vor orthographischen Schwierigkeiten, denn es gibt kaukasische Dialekte, die mit 80 Buchstaben geschrieben werden. Ich bin selbst alt genug, um die Konferenzen vom alten Dumesnil beizuwohnen. Letztens entwickelten sich in den kaukasischen Tälern beinahe 200 Sprachen, die voneinander sehr stark unterscheiden. So viel über Psi und Pisi Pisi.
Die Tscherkessen sind leider nicht so stark, was die Bewahrung der Tradition anbelangt. Wenn man im Auge behält, wie viele von ihnen binnen kürzester Zeit kurdifiziert worden sind, kann man sich daraus ein Bild malen. Mich erstaunte die Sitte sehr, dass die tscherkessischen Väter in Anwesenheit ihrer eigenen Väter dem eigenen Nachwuchs praktisch kalte Schultern zeigen mussten. In einer Grossstadt wie Istanbul gehen auch ähnliche mores verschütt, die jüngere Generation wird mehr und mehr von solchen Pflichten entbunden. Ärgerlich, was Kelek sag, ist die Behauptung, dass sie in der Türkei diskriminiert wurde, weil sie Tscherkessin war, denn wenn man in der Türkei von einer positiven Diskriminierung sprechen darf, ist dies im Fall der Tscherkessen. Tschechenen sind natürlich keine Tscherkessen, dafür ist die Sprache total anders. Andererseits sind die Georgier in der Türkei, also nicht nur die Adjaren sehr selbstbewusst. Es gibt keine ukrainische Tataren, sie sind die Nachkommen von Krimtataren. Da sie im Auftrag des osmanischen Reiches öfters über Kaukasus den Iran überfielen, verschleppten sie etliche Tscherkessen mit. Übrigens, dass die Tscherkessen sich selbst bescheiden "Kavm-i necip" nennen, vermindert den Wert anderer Ethnien kaum.
Von der Physiognomie her weist die Kelek armenoide Züge auf, macht euch also bereit für die zweite Episode der Geschichte. Sie sieht wahrlich nicht so aus, wie die von uns besungene Schönheit. In der alten Istanbuler Kultur darf man überhaupt nicht fluchen; wenn alle stricke reissen, haut man die osmanische Ohrfeige herunter, damit werden im seltensten Fall die Frauen gezielt. Ich selbst geniesse bei den Frauen nicht so einen schlechten Ruf aber anscheinend verdanke ich dieses Renommee meiner 1/8 tserkessischen Identität. Wie wäre es denn, wenn ich ein Vollblut wäre? Das lässt mich beileibe nur träumen!
In meiner Jugend wurden tserkessischen Mädchen aber anders angemacht. Traditionell sind für sie die Milchbruder zuständig. Erst wird er angesprochen, dann bei einer Hochzeit oder so nähert man sich tanzend dem Mädchen an und schiesst dann ein paar Salven in die Luft. Später fragt der Milchbruder sein Milchschwesterchen, ob der Ballermann ihm gefiel oder nicht! Und so weiter!
Es gibt nur noch einen Punkt hervorzuheben: Wenn man mit ethnischer Herkunft allzusehr angibt, soll man auch mit der anderen Seite der Medaille leben, nämlich mit den Spöttereien der Gegenseite. Was wäre dann, wenn man damit anfängt, die sattsam bekannten Witze über tserkessische Gastfreundschaft zu erzählen? Also in diesem kurzen Leben nicht alles zu sehr ernst nehmen und sich ja nicht für den Nabel der Welt halten.
Erstens ist meine Quelle Vollbluttscherkessin, die sogar die Klagelieder von der Grossen Flucht kennt. Zweitens warnte sich mich bereits vor orthographischen Schwierigkeiten, denn es gibt kaukasische Dialekte, die mit 80 Buchstaben geschrieben werden. Ich bin selbst alt genug, um die Konferenzen vom alten Dumesnil beizuwohnen. Letztens entwickelten sich in den kaukasischen Tälern beinahe 200 Sprachen, die voneinander sehr stark unterscheiden. So viel über Psi und Pisi Pisi. Sie kann allerdings auf keinen Fall eine Adyge oder Kabardinerin sein, denn ich bin ein Adyge, kenne unsere Sprache sehr gut. Natürlich hast Du Recht, dass es im Kaukasus viele Sprachen gibt, aber mir ist im Adyge kein Dialekt bekannt, wo "Psi" Sklave bedeuten soll. Vielleicht ist Sie eine Abchazin bzw. Abaza(?), deren Sprache ist etwas anders, sind allerdings auch Tscherkessen.
Die Tscherkessen sind leider nicht so stark, was die Bewahrung der Tradition anbelangt. Wenn man im Auge behält, wie viele von ihnen binnen kürzester Zeit kurdifiziert worden sind, kann man sich daraus ein Bild malen. Es ist leider richtig, dass es Tscherkessen gibt, die ihre Traditionen nicht mehr pflegen. Mit der kurdifizierung meinst Du sicherlich die Heirat mit Kurden. Normalerweise wird bei uns die Heirat mit Kurden oder Lazen abgeraten, denn die Frauen habe bei uns ziemliche Freiheiten, sind sehr selbstbewusst. Das gab in der Vergangenheit immer wieder grosse Schwierigkeiten. Nichtsdestotrotz haben wir keine Probleme damit, wenn ein Laze oder Kurde eine Tscherkessin heiratet, wenn er denn respektieren kann, dass er seiner Frau entsprechende Freiheiten zugestehen muss. In meiner Verwandtschaft gibt es speziell auch Kurden (kommen ursprünglich aus dem Azerbeidschan) oder mein Vater ist beispielsweise Laze.
Tscherkesse wird man nicht nach Blutsverwandtschaft, sondern man kann sich einheiraten, wenn man nach den Adyge-Habze lebt, das bestätigt bekommt, wird man als 100% Tscherkesse akzeptiert. In dem Fall meines Vaters kann ich sagen, dass die Eltern meiner Mutter extreme Vorbehalte hatten, ob es nicht Probleme mit einem Lazen geben könnte. Die Familien lernten sich genauer kennen und schliesslich willigte irgenwann mein Grossvater ein. Nachdem sich mein Vater mit den tscherkessischen Gebräuchen vertraut machte und sich in die Gesellschaft eingelebt hatte, gibt es absolut niemanden, der ihn abgrenzt. Meine tscherkessische Grossmutter, die sehr pingelig gewesen ist, was die Gebräuche anbelangt, hat meinen Vater irgendwann als "echten Tscherkessen" bezeichnet - sie sagte, Du bist einer von uns, auch ein Tscherkesse. Der Kurde von dem ich oben sprach, entspricht übrigens weder von der Familie noch er selbst dem Bild, wie man es sonst in Klischees von Kurden kennt. Er ist vollkommen akzeptiert, lebt allerdings nach seinen eigenen Sitten, wird entsprechend nicht als Tscherkesse in unserem Umfeld angesehen.
Mich erstaunte die Sitte sehr, dass die tscherkessischen Väter in Anwesenheit ihrer eigenen Väter dem eigenen Nachwuchs praktisch kalte Schultern zeigen mussten. Das ist allerdings nur gegenüber den Jungs so. Es gibt noch andere Sitten, beispielsweise gibt man seinen Sohn in die Obhut eines Verwandten, damit dieser in erzieht. Denn bei anderen muss er sich mehr anstrengen als Zuhause. Das war mal in der alten Heimat so, wird in der Türkei nicht praktiziert.
Wenn jemand seine tscherkessische Ehefrau nicht ordentlich behandelt, gibt es auch bei uns die Sitte, dass die Eltern ihre Tochter zurücknehmen und wenn nötig nicht mehr hergeben ;-)
In einer Grossstadt wie Istanbul gehen auch ähnliche mores verschütt, die jüngere Generation wird mehr und mehr von solchen Pflichten entbunden. Meine Verwandten kommen einerseits aus dem Kaukasus. Ein anderer Teil lebte unter den Osmanen in Istanbul, daher kann ich dahingehend sehr gut Vergleiche ziehen. Man sah sich immer als Tscherkessen an, auch wenn man nicht die Adyge-Habze sich als Vorbild nahm. Aber unter Tscherkessen selbst werden diese zwar als Verwandte angesehen, aber nicht als echte Tscherkessen.
Ärgerlich, was Kelek sag, ist die Behauptung, dass sie in der Türkei diskriminiert wurde, weil sie Tscherkessin war, denn wenn man in der Türkei von einer positiven Diskriminierung sprechen darf, ist dies im Fall der Tscherkessen. Über diese Frau muss ich mich wirklich nur wundern! Was soll ich dazu noch sagen? Man sieht wieder einmal WIE LÄCHERLICH diese Frau ist. Ich wünschte mir alle Türken in Deutschland würden genauso "diskriminiert" werden wie Tscherkessen in der Türkei!
Tschechenen sind natürlich keine Tscherkessen, dafür ist die Sprache total anders. Aber auch die Sitten und Gebräuche sind anders.
Andererseits sind die Georgier in der Türkei, also nicht nur die Adjaren sehr selbstbewusst. Bei den Georgiern gibt es Regionen im Nordwesten, das ist die Sprache vielleicht anders, aber die Sitten und Gebräuche sind unseren sehr ähnlich, wesshalb viele Tscherkessen die Georgier als verwandtes Volk betrachten.
Es gibt keine ukrainische Tataren, sie sind die Nachkommen von Krimtataren. Ich bezeichne diese desshalb als ukrainische Tataren, weil diese oft ihre ukrainische Herkunft hervorheben bzw. sich als Zeichen ihrer Verbundenheit zu den Ukrainern, entsprechende Vornamen geben.
Da sie im Auftrag des osmanischen Reiches öfters über Kaukasus den Iran überfielen, verschleppten sie etliche Tscherkessen mit. Übrigens, dass die Tscherkessen sich selbst bescheiden "Kavm-i necip" nennen, vermindert den Wert anderer Ethnien kaum. Später hat den Tataren im Kaukasus Stalin sehr zugesetzt. So ändern sich neben den Herrschern auch die Zeiten bzw. das Wohlwollen gegenüber den Tataren.
Ich hatte ja erwähnt, dass ich einiges von Kelek gelesen habe, mir ist seit langem ein Rätsel was an Keleks Familie Tscherkessisch sein soll. Ich kann nicht mal ansatzweise etwas erkennen. Nach dem was ich bisher mitbekommen habe, muss sich der Vater entweder in eine tscherkessische Familie eingeheiratet haben oder es handelt sich bei denen um Tataren. Denn so wie sie ihre Familie schildert, wird sie von niemandem als Tscherkessin anerkannt.
Von der Physiognomie her weist die Kelek armenoide Züge auf, macht euch also bereit für die zweite Episode der Geschichte. Sie sieht wahrlich nicht so aus, wie die von uns besungene Schönheit. Das ist mir übrigens auch bereits aufgefallen. Man kann bei manchen Leuten sehr gut erkennen, woher sie einst kommen. Wie eine Tscherkessin aus dem Kaukasus sieht die Kelek jedenfalls nicht aus. Und von den Armeniern ist bekannt, dass sie weitestgehend unter sich heiraten, entsprechend kann man Armenier vom Äusseren her erkennen, so wie man z.B. oft Kurden oder Lazen erkennen kann.
Keleks Grossvater soll ja Sklavenhändler gewesen sein. Da ergeben sich einige Fragen.
In der alten Istanbuler Kultur darf man überhaupt nicht fluchen; wenn alle stricke reissen, haut man die osmanische Ohrfeige herunter, damit werden im seltensten Fall die Frauen gezielt. Ich selbst geniesse bei den Frauen nicht so einen schlechten Ruf aber anscheinend verdanke ich dieses Renommee meiner 1/8 tserkessischen Identität. Wie wäre es denn, wenn ich ein Vollblut wäre? Das lässt mich beileibe nur träumen! Bei uns gibt es keine Tscherkessen nach Blutherkunft. Bei uns heiratet man nicht mal aus dem selben Ort, um zu vermeiden, dass irgendein Urgrossvater aus jenem Ort eventuell mit einem Verwandt ist. Blutherkunft spielt absolut keine Rolle. Das ist eventuell auch das Problem der Tscherkessen, die Grenzen dadurch für Aussenstehende nicht immer zu erkennen war, wenn nämlich jemand in die Familie eingeheiratet hatte, nach den Traditionen lebte, er als echter Tscherkesse anerkannt wurde. Dabei musste er nicht mal die Adyge-Sprache beherrschen.
In meiner Jugend wurden tserkessischen Mädchen aber anders angemacht. Traditionell sind für sie die Milchbruder zuständig. Erst wird er angesprochen, dann bei einer Hochzeit oder so nähert man sich tanzend dem Mädchen an und schiesst dann ein paar Salven in die Luft. Später fragt der Milchbruder sein Milchschwesterchen, ob der Ballermann ihm gefiel oder nicht! Und so weiter! :brüll:
Oft muss man allerdings absolut nichts tun, wird eher von tscherkessischen Mädchen "angemacht". Kennst Du eigentlich die monatlichen Versammlungen der Jugendlichen, wo Eltern nicht anwesend sein dürfen? Natürlich wird das Adyge-Habze, also die "Ritterlichkeit" sehr hoch gehalten, weil es das Ansehen steigert, aber es wird zumeist geflirtet was das Zeug hält!
Es gibt nur noch einen Punkt hervorzuheben: Wenn man mit ethnischer Herkunft allzusehr angibt, soll man auch mit der anderen Seite der Medaille leben, nämlich mit den Spöttereien der Gegenseite. Was wäre dann, wenn man damit anfängt, die sattsam bekannten Witze über tserkessische Gastfreundschaft zu erzählen? Also in diesem kurzen Leben nicht alles zu sehr ernst nehmen und sich ja nicht für den Nabel der Welt halten. Meine Herkunft ist mir insofern wichtig, weil ich meine Vorfahren nicht in Vergessenheit geraten lassen möchte. Das sind für mich eher persönliche Dinge. Ausserdem klingen in meinen Ohren immer noch die Schönheit der Natur der einstigen Heimat, was in unzähligen Gedichten und Erzählungen wiedergegeben wird. Ein Teil meiner Verwandten leben in der Türkei in Gegenden, die sie an die einstige Heimat erinnern. So zeigt man oft an diese und jene Stelle und erzählt, wie es in Kaukasien einst gewesen ist.
Der Kaukasus ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man als Volk nicht zusammenhält. Wenn ich mich mit Kabardinern unterhalte, schmerzt es diese genauso wie uns.
deryatulga
26.02.06, 22:14
Efendim her ne kadar tam yazilamiyorsa da o sözün dogrusu PŞ'Lİ imis. Necla Kelek karsimiza cikarsa kendisine Ham Hay Yagut demeliymisiz. Istersek daha arkasi da varmis.
Efendim her ne kadar tam yazilamiyorsa da o sözün dogrusu PŞ'Lİ imis. Necla Kelek karsimiza cikarsa kendisine Ham Hay Yagut demeliymisiz. Istersek daha arkasi da varmis. Von der Persönlichkeit her schätze ich die Kelek so ein, dass Sie sich immer als das ausgibt, wo Sie glaubt, dass Sie persönliche Vorteile davon ziehen kann. Denn als Indiz dafür nehme ich ihre Rede, als Sie ihren Preis überreicht bekam. Das ist allerdings nur ein Stein in Keleks Mosaik.
Ich würde Kelek gerne mit Ihrer "tscherkessischen" Koketterie konfrontieren und Sie darauf ansprechen, wie es denn sein kann, dass absolut nichts in ihrer Familie an eine tscherkessische Herkunft erinnert? Darüber hinaus sagte die Kelek mal, dass ihr Grossvater in kurzer Zeit sehr viel Geld mit dem Sklavenhandel machte.
Als Experte für türksiche Geschichte sollte es Dir vielleicht auch bekannt sein, speziell mit wem man viel Geld in "sehr kurzer Zeit" verdienen konnte. Die Worte von Kelek klingen daher in meinen Ohren nach blankem Hohn!
Mit Keleks Herkunft ist es wie mit ihren "Forschungsarbeiten", sie basieren vielmehr auf Einbildung bzw. sie verdreht die Dinge so, wie es ihr gerade nützlich ist. So gesehen kann man eine gewisse Kontinuität bzw. Muster in ihrem Verhalten feststellen.
Tesekkürler sayenizde Necla Kelek hanim hakkinda ayrintili bilgiler edinmis olduk. :lach: Biografisinide biz yazsak, sevinir belkide.
Telli Baba
26.02.06, 22:38
Necla Kelek de mi Çerkes?
Wow, soviel über Tscherkessen habe ich ja noch nie gelernt.
Meine Oma ist Tscherkessin und spricht auch mir ihren Geschwisstern Tscherkessisch, aber mehr über die Tscherkessen kannte ich nicht. Um ehrlich zu sein hat es mich auch nicht besonders interessiert.
Im nächsten Türkeiurlaub muss ich sie denn mal ausfragen.
Necla Kelek de mi Çerkes?
Derya bey Ham Hay Yakut gibi birseyler yazmisti.
deryatulga
26.02.06, 22:48
Derya bey Ham Hay Yakut gibi birseyler yazmisti.
Sen de mi "Kavmi Necip"tensin Zübeyde?
Ach nasil anlatsam, biraz lazlik varmis, ama Türk derler, Derya bey.
ottoman1299
26.02.06, 22:53
Ham Hay Yakut
derya abi, sunun türkce aciklamasini bir zahmet yaparmisin?
abhaza arkadasimi aradim, o bilemedi :)
Telli Baba
26.02.06, 22:54
Ach nasil anlatsam, biraz lazlik varmis, ama Türk derler, Derya bey.
Çerkes aşiretleri galiba.
deryatulga
26.02.06, 23:15
derya abi, sunun türkce aciklamasini bir zahmet yaparmisin?
abhaza arkadasimi aradim, o bilemedi :)
Kelime anlami "Köpek kakasi karistir" demekmis, bizim "B.. ye!" sözünü karsilarmis.
ottoman1299
26.02.06, 23:25
Kelime anlami "Köpek kakasi karistir" demekmis, bizim "B.. ye!" sözünü karsilarmis.
:brüll: :brüll:
:brüll: :brüll:
Baksana anlami bu kadar basitmis, bizde kafa yoruyoruz. Haksizlik !
Çerkes aşiretleri galiba.
Es gibt schon gewisse Ähnlichkeiten, auch in der traditionellen Bekleidung oder der Musik. Die Lazen spielen traditionell das Kemence, wir hingegen haben das Akkordeon. Die Musik klingt allerdings sehr ähnlich. Bei uns ist die traditionelle Musik etwas melodischer, bei den Lazen rythmischer.
Die Tscherkessen sind wie viele Völker im Kaukasus bzw. die Türken generell ein klassisches Reitervolk. Unser berühmtes Pferd ist der Kabardiner. Sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg waren es Kabardiner-Pferde, die das russische Militär in grosser Anzahl einsetzte.
Ich habe einige Verwandte, die heute noch Kabardiner-Pferde züchten, aber nicht im grossem Masstab oder zum Verkauf, sondern nur für sich oder die Verwandtschaft. Wir lieben die Pferde, ich selbst hatte eins, was leider vor Jahren gestorben ist. Kabardiner-Pferde zeichnen sich in ihrer Persönlichkeit dadurch aus, dass sie extrem auf eine Person fixiert sind. Sie akzeptieren daher kaum jemand anderen als Reiter. Mein Pferd z.B. liess sich von einem meiner Cousins abgesehen, von absolut niemanden reiten ;-)
Kabardiner- bzw. Tscherkessen-Pferde kann man daher schlecht stehlen, weil man nichts mit ihnen anfangen kann als fremde Person.
Der bereits angesprochene Prof. Pfeiffer erwähnte noch eine Statistik. Zwei deutsche Städte (ich glaube Oldenburg und Dortmund) wären verglichen worden. In beiden Städten wären türkische Jugendliche danach befragt worden ob Sie zu einem Geburtstag eines deutschen Freudes gehen oder gegangen sind. Nach den Angaben von Herrn Pfeiffer zu urteilen war der Anteil türkischer Jugendlicher die eine Geburtstagsfeier eines deutschen Freundes besucht haben in Oldenburg höher und in Dortmund viel geringer.
Dann hätte man die Kriminalitätsrate beider Städte einem Vergleich unterzogen. Resultat: In Oldenburg -also in der Stadt wo wesentlich mehr türkische Jugendliche zur Geburtstagsfeier eines deutschen Freundes gingen -wäre die Kriminalitätsrate viel niedriger als in Dortmund. Ergebnis: "Liebe Türken, lernt Deutsch und ihr werdet nicht kriminell, denn Deutsche sind fleißig, ehrlich, hilfsbereit und innovativ." Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Amen.
Kelime anlami "Köpek kakasi karistir" demekmis, bizim "B.. ye!" sözünü karsilarmis.
"Ham Hay Y'evut" kann man schwer direkt übersetzen. "Ham Hay Y'evut" würde kein Tscherkesse in Gegenwart jemanden sagen, den er irgenwie kennt, nur gegenüber Fremden Tscherkessen könnte es ihm vielleicht rausrutschen, denn das gilt als EXTREM "Haynap" (im Türkischen kann man es als "ayip" übersetzen)!
Eine ungefähre Übersetzung "Ham Hay Y'evut" würde sinngemäss bedeuten, "Auf den kann man scheissen."
Hay bedeutet "Scheisse" generell und "Y'evut" bedeutet sinngemäss "darauf treten" bzw. mit dem Fuss auf der Scheisse "rum-manschen" :D
Ham bedeutet meines Wissens nach nicht "Hund", sondern es ist eine Bezeichnung für Personen, von dem man allgemein nichts hält. "Hund" ist in diesem Zusammenhang (in der Übersetzung) eher im übertragenem Sinne zu verstehen.
Telli Baba
26.02.06, 23:55
Stimmt es das tscherkessisch eine agglutinierende Sprache ist und deshalb dem türkischen ähnelt?
Telli Baba
26.02.06, 23:57
Es gibt schon gewisse Ähnlichkeiten, auch in der traditionellen Bekleidung oder der Musik. Die Lazen spielen traditionell das Kemence, wir hingegen haben das Akkordeon. Die Musik klingt allerdings sehr ähnlich. Bei uns ist die traditionelle Musik etwas melodischer, bei den Lazen rythmischer.
Die Tscherkessen sind wie viele Völker im Kaukasus bzw. die Türken generell ein klassisches Reitervolk. Unser berühmtes Pferd ist der Kabardiner. Sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg waren es Kabardiner-Pferde, die das russische Militär in grosser Anzahl einsetzte.
Ich habe einige Verwandte, die heute noch Kabardiner-Pferde züchten, aber nicht im grossem Masstab oder zum Verkauf, sondern nur für sich oder die Verwandtschaft. Wir lieben die Pferde, ich selbst hatte eins, was leider vor Jahren gestorben ist. Kabardiner-Pferde zeichnen sich in ihrer Persönlichkeit dadurch aus, dass sie extrem auf eine Person fixiert sind. Sie akzeptieren daher kaum jemand anderen als Reiter. Mein Pferd z.B. liess sich von einem meiner Cousins abgesehen, von absolut niemanden reiten ;-)
Kabardiner- bzw. Tscherkessen-Pferde kann man daher schlecht stehlen, weil man nichts mit ihnen anfangen kann als fremde Person.
Du hattest ein Pferd? :D
Ich durfte nicht mal auf den Esel meiner Oma. :D
Stimmt es das tscherkessisch eine agglutinierende Sprache ist und deshalb dem türkischen ähnelt? Ja, aber extrem!
Wobei die Aussprache unglaublich schwer ist. Ich würde behaupten, selbst die chinesische Sprache dürfte im Vergleich zu Tscherkessisch einfach zu erlernen sein.
Du hattest ein Pferd?
Ich durfte nicht mal auf den Esel meiner Oma. :D
Lange Zeit durfte ich allerdings nicht reiten, weil es mir meine Mutter damals strikt verboten hat, sie meinte ich wäre noch zu jung und hatte Angst, ich würde runterfallen. Die Kabardiner sind sehr eigenwillig, zwar nicht unbedingt bockig, aber sie haben so ihre Launen besonders gegenüber den Leuten, die sie kaum kennen.
Zum ersten Mal durfte ich dann mit etwa 13 Jahren reiten.
Telli Baba
27.02.06, 00:08
Ja, aber extrem!
Wobei die Aussprache unglaublich schwer ist. Ich würde behaupten, selbst die chinesische Sprache dürfte im Vergleich zu Tscherkessisch einfach zu erlernen sein.
Das scheint eine beliebte Geschichte bei Tscherkessen zu sein, ich meine die Schwierigkeit der Sprache. Ein Tscherkessische Bekannte von uns hat dasselbe behauptet.
Gibt es eigentlich eine Einheitliche Sprache die von jedem Tscherkessen verstanden wird?
Der bereits angesprochene Prof. Pfeiffer erwähnte noch eine Statistik. Zwei deutsche Städte (ich glaube Oldenburg und Dortmund) wären verglichen worden. In beiden Städten wären türkische Jugendliche danach befragt worden ob Sie zu einem Geburtstag eines deutschen Freudes gehen oder gegangen sind. Nach den Angaben von Herrn Pfeiffer zu urteilen war der Anteil türkischer Jugendlicher die eine Geburtstagsfeier eines deutschen Freundes besucht haben in Oldenburg höher und in Dortmund viel geringer.
Dann hätte man die Kriminalitätsrate beider Städte einem Vergleich unterzogen. Resultat: In Oldenburg -also in der Stadt wo wesentlich mehr türkische Jugendliche zur Geburtstagsfeier eines deutschen Freundes gingen -wäre die Kriminalitätsrate viel niedriger als in Dortmund. Ergebnis: "Liebe Türken, lernt Deutsch und ihr werdet nicht kriminell, denn Deutsche sind fleißig, ehrlich, hilfsbereit und innovativ." Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Amen.
Was mich immer verwundert, wieso spricht absolut niemand darüber, dass beispielsweise in Sachsen im Durchschnitt ca. 20% der deutschen Schüler überhaupt keinen Schulabschluss haben?
Welche Schlussfolgerungen kann man daraus ziehen?
Die angesprochenen 40% sind ganz bestimmte Problemgegenden und nicht der Durchschnitt in Deutschland.
Das scheint eine beliebte Geschichte bei Tscherkessen zu sein, ich meine die Schwierigkeit der Sprache. Ein Tscherkessische Bekannte von uns hat dasselbe behauptet.
Dann mach einfach die Probe aufs Exempel und lass Dir irgendwelche Sätze auf Tscherkessisch vorsprechen und versuch anschliessen es nachzusprechen :D
Ich weiss zum Beispiel wie das chinesische Mandarin sich anhört, da habe ich weniger Probleme es nachzusprechen. Ich kann wirklich sagen, Tscherkessisch ist EXTREM schwer.
Gibt es eigentlich eine Einheitliche Sprache die von jedem Tscherkessen verstanden wird?
Es gibt eigentlich nur zwei Dialekte, man versteht sich allerdings ohne grosse Probleme. Zum einen ist es adygeisch und zum anderen kabardinisch.
Adygeisch wird generell von jedem verstanden.
deryatulga
27.02.06, 02:07
"Ham Hay Y'evut" kann man schwer direkt übersetzen. "Ham Hay Y'evut" würde kein Tscherkesse in Gegenwart jemanden sagen, den er irgenwie kennt, nur gegenüber Fremden Tscherkessen könnte es ihm vielleicht rausrutschen, denn das gilt als EXTREM "Haynap" (im Türkischen kann man es als "ayip" übersetzen)!
Eine ungefähre Übersetzung "Ham Hay Y'evut" würde sinngemäss bedeuten, "Auf den kann man scheissen."
Hay bedeutet "Scheisse" generell und "Y'evut" bedeutet sinngemäss "darauf treten" bzw. mit dem Fuss auf der Scheisse "rum-manschen" :D
Ham bedeutet meines Wissens nach nicht "Hund", sondern es ist eine Bezeichnung für Personen, von dem man allgemein nichts hält. "Hund" ist in diesem Zusammenhang (in der Übersetzung) eher im übertragenem Sinne zu verstehen.
Wie dem auch sei, eine passende Redewendung bei entsprechender Angelegenheit! Bei Bedarf wurde schärfere Munition versprochen. Wer nicht weiss, was das bedeutet, darf es ruhig weiterreichen!
Wie dem auch sei, eine passende Redewendung bei entsprechender Angelegenheit! Bei Bedarf wurde schärfere Munition versprochen. Wer nicht weiss, was das bedeutet, darf es ruhig weiterreichen! Nein, bitte nicht! Das ist Haynap!
Mittlerweile kann ich Deinem Bekannten wirklich attestieren, dass diese Adyge sein müssen, denn "Ham Hay Y'evut" ist definitiv adygeisch. Das könnte ich allerdings niemals im Beisein eines Tscherkessen sagen, damit würde ich im Umfeld so gut wie jeden schocken, das ist eine ziemlich ernste Sache und mein Prestige wäre sehr schnell im Keller :D
Ich bin allerdings kein nativer Sprecher, daher weiss ich leider nicht, was speziell Sklave in adygeisch heisst. Es gibt, wenn ich es richtig zusammenkriege mind. 5 verschiedene "sch"-Laute in Adygeisch. Während PSI wirklich Wasser heisst, kann das von Dir erwähnte PSCHI tatsächlich Sklave heissen. Wie gesagt, ich kenne nur Allgemeinbegriffe, bin kein nativer Sprecher, mein Wortschatz ist daher eingeschränkt. Es stimmt, dass es unheimlich schwer ist die Adyge-Sprache mit lateinischen Buchstaben zu schreiben, weil schlichtweg zuwenig Buchstaben da sind und es zu ziemlichen Missverständnissen je nach Schreibweise kommen kann. Es ist übrigens mit der georgischen Sprache nicht anders, so wie auch anderen Kaukasusvölkern ;-)
"Ham Hay Y'evut" hatte ich am Anfang auch nicht sofort verstanden, was es heissen soll, ich muss es zumeist hören, dann habe ich Wort für Wort überlegt und dann klingelte es im Hinterstübchen.
Es ist übrigens auch unheimlich schwer Adyge-Sätze ins Türkische zu übersetzen. Die Grammatik stimmt nämlich hinten und vorne nicht überein. Bei einer direkten Wort für Wort Übersetzung kommt absolut nichts sinnvolles raus. Man kann immer nur versuchen, sinngemäss zu übersetzen.
Wenn man es wirklich genau nimmt, bin ich jeweils zu einem Drittel türkisch, tscherkessisch und lazisch. Das Türkische kommt auch von väterlicherseits. Mein Grossvater väterlicherseits hatte es mir mal lang und breit erklärt welchem Oguz-Stamm sie abstammen, weiss leider nicht mehr den Namen, müsste da nochmal nachfragen. Ursprünglich kommen sie aus der Trabzoner Gegend. Die Hochzeiten werden aber traditionell mit dem Kemence, sprich Laz-Havasi gefeiert.
@shaika
das die türkische bzw. auch die islamische position in den medien nicht wirklich vertreten wird, stimm ich dir völlig zu.
von frau kelek kann man halten was man will. ob es moralisch richtig ist oder nicht, mit ihren persönlichen erlebnissen kohle zu machen ist nicht wichtig. der punkt ist, dass sie themen anspricht die jahrzehnte lang von allen bewusst nicht gesehen wurden. jezt entdecken die deutschen das erste mal ihre "bösen" türken und versuchen sie kennenzulernen. das sie mit abstand und misstrauen uns gegenüber stehen ist verständlich, wenn sie die "böse"seite der türken das erste mal sehen.
soviele können es ja nicht gewesen sein, wenn nach der statistik des kriminalogen nur 7% der türken abitur haben.
Hallo Omar auch ich habe die Sendung gestern verfolgt.
Und auch ich habe mich über manche Statistik gewundert welches die Contra Integration untermauern sollte.
Streng genommen hatte der Kriminologe ja recht nur war in der Statistik nicht die Zahl der eingebügerten Türken enthalten.
Originalzitate im Quelltext:
http://www.social-science-gesis.de/Information/soFid/pdf/Migration_2005-1.pdf
Eingebürgerte (Deutsch-Türken) haben einen besseren Bildungsstatus als Türken
• 50,8 % der Türken sprechen gut/sehr gut deutsch, aber 71,6 % der Eingebürgerten,
• 24,1 % der Türken verfügen über keinen Schulabschluss, verglichen mit 16,2 % der Eingebürger-
ten,
• nur 5,5 % der Türkinnen und Türken haben Abitur, aber 14,7 % der Eingebürgerten.
6
Die Daten belegen, dass die Integrationsbilanz besser ausfällt, wenn die Eingebürgerten mit berücks-
ichtigt werden. Allerdings bleibt auch deren sozioökonomische Lage hinter der von Deutschen zu-
rück. Aus den Ergebnissen ergibt sich die Forderung, die statistischen Systeme nicht mehr nur an der
rechtlichen Unterscheidung von Deutschen und Ausländern auszurichten, sondern endlich so zu ge-
stalten, dass sie die Nachhaltigkeit des Zuwanderungsprozesses erfassen.
Man sieht das unterschlagung von fakten auch eine Methode sein kann
Hallo Omar auch ich habe die Sendung gestern verfolgt.
Und auch ich habe mich über manche Statistik gewundert welches die Contra Integration untermauern sollte.
Streng genommen hatte der Kriminologe ja recht nur war in der Statistik nicht die Zahl der eingebügerten Türken enthalten.
Originalzitate im Quelltext:
http://www.social-science-gesis.de/Information/soFid/pdf/Migration_2005-1.pdf
Eingebürgerte (Deutsch-Türken) haben einen besseren Bildungsstatus als Türken
• 50,8 % der Türken sprechen gut/sehr gut deutsch, aber 71,6 % der Eingebürgerten,
• 24,1 % der Türken verfügen über keinen Schulabschluss, verglichen mit 16,2 % der Eingebürger-
ten,
• nur 5,5 % der Türkinnen und Türken haben Abitur, aber 14,7 % der Eingebürgerten.
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Die Daten belegen, dass die Integrationsbilanz besser ausfällt, wenn die Eingebürgerten mit berücks-
ichtigt werden. Allerdings bleibt auch deren sozioökonomische Lage hinter der von Deutschen zu-
rück. Aus den Ergebnissen ergibt sich die Forderung, die statistischen Systeme nicht mehr nur an der
rechtlichen Unterscheidung von Deutschen und Ausländern auszurichten, sondern endlich so zu ge-
stalten, dass sie die Nachhaltigkeit des Zuwanderungsprozesses erfassen.
Man sieht das unterschlagung von fakten auch eine Methode sein kann
Das sind ja hier wieder Statistiken.
Ich bin mir sicherm wenn man einen Vergleich aufstellt, welche Bildungsschichten welche KFZ fahren wird man (oh Überraschung) feststellen, dass Menschen mit einem höheren Schulabschluss teurere Autos fahren.
Ergo...kauft teure Autos wenn ihr einen guten Schulabschluss haben wollt???
Die Statistiken hinken. Wenn dann muss man Unterschicht gegen Unterschicht stellen.
Die Spaltung der Gesellschaft
Von Integration wird in Deutschland hauptsächlich geredet - getan jedoch wenig. Über Diskriminierung und Chancenungleichheit wird dagegen lieber geschwiegen
Wenn man die letzten Wochen einen Blick in deutsche Zeitungen und Zeitschriften warf, dann konnte man den Eindruck gewinnen, als hätten viele zum ersten Mal festgestellt: In Deutschland, da leben Personen mit türkischer Herkunft, und die gehen nicht mehr in die "Heimat" zurück. Das ist eine Erkenntnis, die sich offenbar recht langsam durchgesetzt hat. Erst 1998 hat die Bundesrepublik die Tatsache anerkannt, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Nun hat es noch mal acht Jahre gedauert, bis das Feuilleton der FAZ entdeckt, dass hierzulande Filme in türkischer Sprache gezeigt werden.
40 Jahre türkische Migration hin oder her, jetzt wird erst mal kräftig Hobby-Anthropologie betrieben: Und siehe da, bei "denen" ist nicht alles so, wie es sein soll. Wenn die in die Kinos strömen, dann läuft da eigentlich kein Film, sondern eine "filmische Hasspredigt". Kein Wunder, denn die Muslime, die werden ja täglich religiöser. Sie setzen sich ab, in "Parallelgesellschaften", die man nicht mehr im Griff hat. Sie zwingen ihre Kinder zur Heirat, damit immer noch mehr von ihnen nach Deutschland kommen können. Und Deutsch sprechen sie auch nicht richtig! Mal ehrlich, wenn wir "die" rausrechnen, dann würden wir gar nicht so schlecht dastehen.
Sicher, das ist polemisch: Es gibt ja auch all die Stimmen, die sagen, dass der überwiegende Teil der Türken und Muslime in Deutschland sich an die Gesetze hält und gut "eingepasst" ist, wie Hans-Ulrich Jörges vom Stern in einer Talkshow meinte. Was jetzt her muss, heißt es, ist mehr Integration: Wir brauchen gute Sprachförderung, Imame, die in Deutschland ausgebildet werden, wir brauchen einen kontrollierten Religionsunterricht für muslimische Schüler und einen entschiedenen Kampf gegen islamische Fundamentalisten.
Stellt sich nur die Frage: Warum gibt es das eigentlich alles noch nicht? Antwort: Die "Multikulti-Träumer" haben all das verhindert. Aber wer soll das sein? Die Beschuldigten sind so namenlos wie diejenigen, die hierzulande angeblich den Terror der "politischen Korrektheit" verbreitet haben. Tatsächlich sollen sich aber wohl all jene angesprochen fühlen, die sich über die Jahre in Pädagogik, Wissenschaft, sozialen Einrichtungen und Verbänden mit dem Thema Migration beschäftigt haben und die genau das stets gefordert haben, das verhindert zu haben man sie heute zeiht: eine ernst gemeinte Integrationspolitik.
Aber darf man eine Minderheit denn nicht kritisieren? Hat der CDU-"Migrationsexperte" Wolfgang Bosbach etwa Recht, wenn er sagt: Wenn man Probleme anspricht, dann gilt man gleich als "ausländerfeindlich". Nun, selbstverständlich darf man: Man sollte sogar die Geschlechterverhältnisse kritisieren, gegen die Homophobie vorgehen und antisemitische Tendenzen benennen. Allerdings sollte man zwei Dinge dabei besser nicht tun. Zunächst darf man die Kritik nicht instrumentalisieren, um den Unterschied zwischen "ihnen" und "uns" zu zementieren. Denn Deutschland schneidet insgesamt im europäischen Vergleich nicht so gut ab, was die Gleichstellung von Männern und Frauen betrifft. Zudem wird einem jeder Aufenthalt in einer Männerumkleide nach dem Sport ziemlich schnell klarmachen, dass ein zünftiger Schwulenwitz hier nicht geahndet wird. Und Antisemitismus ist auch in der einheimischen Bevölkerung durchaus verbreitet.
Wenn man aber stets darauf hinweist, dass die Migranten sich an "unsere" Regeln halten sollen und gleichzeitig all diese Phänomene mit "ihrer" Kultur in Verbindung bringt - insbesondere mit dem Islam -, dann geht es nicht etwa um Integration, sondern darum, die Spaltung innerhalb der Bevölkerung voranzutreiben. So wird jeder Migrant schlicht zum Repräsentanten seiner Kultur. Das nimmt bizarre Züge an. So forderte etwa Wolfgang Bosbach in einer Talkshow einen in Deutschland geborenen Vertreter eines islamischen Vereinigung mit deutscher Mutter und ägyptischem Vater allen Ernstes dazu auf, sich für die Rechte der Christen in Saudi-Arabien einzusetzen! Ständig wird so mit doppeltem Maß gemessen, was die Migranten genau registrieren. Und das führt dazu, dass man lieber unter sich bleibt, als sich immer rechtfertigen zu müssen.
Zum zweiten muss man Veränderung auch tatsächlich wollen. Seit Jahrzehnten weisen alle, die sich mit dem Thema Migration befassen, darauf hin, dass über Integration hauptsächlich geredet wird - getan aber wird wenig. Die Pisa-Ergebnisse liegen nicht erst seit gestern auf dem Tisch. In einzelnen Schulen hat sich viel verändert. Aber wo ist das große Konzept, das die Probleme anpackt? Was machen die Länder, die doch für Bildung zuständig sind? Und was die Geschlechterverhältnisse betrifft: Wo sind die Massen von Sozialarbeitern, die ausschwärmen, um Frauen in besonders konservativen Familien zu helfen? Und ist es wirklich so, dass man Zwangsheiraten verhindern kann, wenn man gleichzeitig überall die Gelder für Frauenprojekte und -häuser zusammenstreicht? Der einzige konkrete Vorschlag, der auf dem Tisch liegt, ist die Heraufsetzung des Zuzugsalters bei Heiraten im Ausland. Doch Integration sollte mehr sein als nur der Ruf nach schärferen Gesetzen. Und auch mehr als das Geschrei der Kulturkrieger, die stets nach dem Einmarsch in die Parallelgesellschaft rufen.
Schon lange genug ist Integration kaum mehr als die Mohrrübe, die den Migranten vor die Nase gehalten wird. Der sie hinterherlaufen, ohne sie je zu bekommen. Jeder in Deutschland versteht etwas anderes unter Integration, aber eines ist klar: Den Maßstab für Integration legen die Einheimischen fest. Und sie befinden auch darüber, wer integriert ist und wer nicht.
Heute sitzen gebildete Frauen da und sagen zu Mädchen türkischer Herkunft: Mir reicht das nicht, dass du gut Deutsch sprichst und einen integrierten Eindruck machst; ich muss wissen, ob du "meine Werte" teilst.
Die umgekehrte Frage ist nicht gestattet: Was tun Sie eigentlich für Integration? Warum schreit niemand " Skandal", wenn in Nordrhein-Westfalen die Arbeitslosenzahlen verkündet werden und die Quote bei so genannten Ausländern 29,7 Prozent beträgt? Hierzulande haben Leute aufgrund ihrer Herkunft ein dreimal höheres Risiko, arbeitslos zu werden. Zudem sind nicht alle Migranten Muslime. Die Bildungschancen italienischer Kinder gehören ebenso auf die Agenda wie der Religionsunterricht für Orthodoxe.
Am Ende muss man die Frage von Wolfgang Bosbach umdrehen. Tatsächlich werden die Minderheiten bereits permanent kritisiert. Aber kann man in Deutschland auch offen von Diskriminierung sprechen, ohne dass sich gleich jemand angegriffen fühlt und es heißt: So was gibt es doch gar nicht: bei "uns"!
MARK TERKESSIDIS
taz vom 27.2.2006, S. 11, 231 Z. (Kommentar), MARK TERKESSIDIS
www.taz.de (http://www.taz.de)
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ottoman1299
27.02.06, 11:35
Das sind ja hier wieder Statistiken.
Ich bin mir sicherm wenn man einen Vergleich aufstellt, welche Bildungsschichten welche KFZ fahren wird man (oh Überraschung) feststellen, dass Menschen mit einem höheren Schulabschluss teurere Autos fahren.
Ergo...kauft teure Autos wenn ihr einen guten Schulabschluss haben wollt???
Die Statistiken hinken. Wenn dann muss man Unterschicht gegen Unterschicht stellen.
Die zahlen kannst du vergessen!
Die 1. generation der Türken in Deutschland, sind fast ausschliesslich bauern. In der 2. generation haben es sehr wenige geschafft einen abitur zu machen. Aus ganz einfachem grund, weil die eltern überhaupt keine ahnung über die schul möglichkeiten hier in deutschland wussten. Ich z.B. habe nie kindergarten besucht. Noch schlimmer war es für mich, das ich 1-3 schuljahr eine türkische klasse mit einem türkischen lehrer hatte.
Jetzt habe ich 2 kinder. beide sind gymnasiasten. Die kinder meiner geschwister bis auf 2, sind auch gymnasiasten.
Die 2. generation türken hatten sehr wenig chance. Mit der 3. generation ist es schon viel besser geworden.
Ich wollte aufzeigen das deutlich mehr als 5% der Türken Abitur haben.
Ob sie jetzt den deutschen Pass haben oder nicht spielt für mich keine Rolle.
ottoman1299
27.02.06, 11:47
Ich wollte aufzeigen das deutlich mehr als 5% der Türken Abitur haben.
Ob sie jetzt den deutschen Pass haben oder nicht spielt für mich keine Rolle.
du hast recht, man sollte es vielleicht mit der generation messen. dann ist es auch vieles klarer. ich kann mir sehr gut vorstellen, das die 3. generation prozentual sehr gut mit dem deutschen gut mithalten kann.
Ich muss noch eins sagen, bei meinem tochter musste ich kämpfen. ihre lehrerin war der meinung, sie sei ein realschulkind. jetzt besucht sie schon die 7. klasse. ihr letztes schulzeugniss durchschnitt war 2.2!
Ich habe die befürchtung, viele lehrer wollen gar nicht das die türkischen kinder, gymnasien besuchen...
Ich wollte aufzeigen das deutlich mehr als 5% der Türken Abitur haben.
Ob sie jetzt den deutschen Pass haben oder nicht spielt für mich keine Rolle.
Ich war am Wochenende auf einer Versammlung der TGD. Dort hat der Vorstitzende der Türkischen Elternverbandes gesagt, dass im Unterschichtenvergleich die Statistik türkischer Kinder besser ist als die der Deutschen. Leider habe ich nicht gehört, worauf er diese Aussage basierte (Quelle). Zurückgeführt hat er das auf die eigentlich bei uns Kulturell verankerten höheren Stellenwert der Bildung (oku da adam ol!!).
ottoman1299
27.02.06, 11:49
(oku da adam ol, baban gibi esek olma!!).
sagol meric kardes, biz okuyamadik :)
sagol meric kardes, biz okuyamadik :)
Estagfurullah....hayat da bir okuldur!
ottoman1299
27.02.06, 11:54
Estagfurullah....hayat da bir okuldur!
okumamak gercekten bir eksklik. gecmisteki hatalari yeni yeni telef etmeye calisiyoruz.
du hast recht, man sollte es vielleicht mit der generation messen. dann ist es auch vieles klarer. ich kann mir sehr gut vorstellen, das die 3. generation prozentual sehr gut mit dem deutschen gut mithalten kann.
Ich muss noch eins sagen, bei meinem tochter musste ich kämpfen. ihre lehrerin war der meinung, sie sei ein realschulkind. jetzt besucht sie schon die 7. klasse. ihr letztes schulzeugniss durchschnitt war 2.2!
Ich habe die befürchtung, viele lehrer wollen gar nicht das die türkischen kinder, gymnasien besuchen...
Man könnte meinen es ist so. Bei meiner Schwester war es ähnlich. Ihre Grundschullehrerin schlug sie für die Hauptschule vor. Obwohl sie zu den besten Ihrer Klasse gehörte. Mein Vater hat Sie aber trotzdem am Gymnasium
an gemeldet. Und jetzt ist Sie Anwältin.
Man könnte meinen es ist so. Bei meiner Schwester war es ähnlich. Ihre Grundschullehrerin schlug sie für die Hauptschule vor. Obwohl sie zu den besten Ihrer Klasse gehörte. Mein Vater hat Sie aber trotzdem am Gymnasium
an gemeldet. Und jetzt ist Sie Anwältin.
Meine Mutter hat auch kräftig auf den Tisch hauen müssen, damit ich aufs Gymnasium durfte.
etwas gutes haben unsere eltern ja
sie können gut diskutieren und setzen ihren willen durch:aferin:
mein vater hat in der oberstufe auch richtig dampf gemacht
Meine Mutter hat auch kräftig auf den Tisch hauen müssen, damit ich aufs Gymnasium durfte.
Da hatten wir noch Glück gehabt das unsere Eltern bescheid wußten.
Am Anfang wurden die Türkischen Kinder sogar direkt auf Sonderschulen geschickt.
ottoman1299
27.02.06, 12:17
Da hatten wir noch Glück gehabt das unsere Eltern bescheid wußten.
Am Anfang wurden die Türkischen Kinder sogar direkt auf Sonderschulen geschickt.
das stimm leider auch. meine cousinen wurden in die sonderschule geschickt. später hat mein grosser bruder mit viel krach u. mit bedrohung geschafft sie doch noch in die hauptschule zu versetzten.
Die zahlen kannst du vergessen!
Die 1. generation der Türken in Deutschland, sind fast ausschliesslich bauern. In der 2. generation haben es sehr wenige geschafft einen abitur zu machen. Aus ganz einfachem grund, weil die eltern überhaupt keine ahnung über die schul möglichkeiten hier in deutschland wussten. Ich z.B. habe nie kindergarten besucht. Noch schlimmer war es für mich, das ich 1-3 schuljahr eine türkische klasse mit einem türkischen lehrer hatte.
Jetzt habe ich 2 kinder. beide sind gymnasiasten. Die kinder meiner geschwister bis auf 2, sind auch gymnasiasten.
Die 2. generation türken hatten sehr wenig chance. Mit der 3. generation ist es schon viel besser geworden.
die 1.generation-wollte wieder zurückkehren und war nie mit dem gedanken gekommen zu bleiben.
die 2.generation-war in zwei lager aufgespalten und etwas planlos.
die 3.generation-hat sich zu 80% entschieden hier zu bleiben(intregration) und verhält sich danach.
die 4.generation(80%)-wird vollständig intregriert und assimiliert sein.demnach auch sehr gebildet,ausgebildet.die restlichen 20% werden zurückkehren.
ottoman1299
27.02.06, 12:31
die 1.generation-wollte wieder zurückkehren und war nie mit dem gedanken gekommen zu bleiben.
die 2.generation-war in zwei lager aufgespalten und etwas planlos.
die 3.generation-hat sich zu 80% entschieden hier zu bleiben(intregration) und verhält sich danach.
die 4.generation(80%)-wird vollständig intregriert und assimiliert sein.demnach auch sehr gebildet,ausgebildet.die restlichen 20% werden zurückkehren.
nicht ganz! ich gehöre der 2. generation an.
Wir waren nicht planlos, wir wussten schon ganz genau das wir nicht zurückkehren werden. unser problem war, das wir von niemanden überhaupt keine unterstützung bekommen haben. wie denn auch? unsere eltern waren noch nicht einmal der deutschen sprache mächtig!
ich weiss nicht woher du aus deutschland kommst, aber hier in köln wird die zahl der assmilierten türken bestimmt nicht so hoch sein!
Der Schakal
27.02.06, 15:45
Der Artikel könnte glatt von der TIC sein :lach:
:aferin: :aferin: :aferin:
http://www.buchwelt.de/picts/platz.gif http://www.buchwelt.de/cover/15429710N.jpghttp://www.buchwelt.de/picts/platz.gif Kelek, Necla
Die verlorenen Söhne
Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes
2006. 208 S. GEB
ISBN / Best.Nr.: 3462036866
Verlag / Hersteller: KIEPENHEUER & WITSCH
Preis: EUR 18.90
Titel noch nicht erschienen.
Warum sind so viele muslimische und türkische Jungen Schulversager? Warum sitzen so viele Muslime in deutschen Gefängnissen? Sind nur soziale Benachteiligung und mangelnde Bildungschancen die Ursache dafür? Oder auch die türkisch-muslimische Erziehungund die archaischen Stammeskulturen einer sich ausbreitenden Parallelgesellschaft? Mit ihrem Buch"Die fremde Braut"- das lange auf der Bestsellerliste stand und von dem über 75.000 Exemplare verkauft wurden - hat Necla Kelek eine heftige Debatte über Zwangsheirat und die gescheiterte Integration der Türken in Deutschland entfacht. Jetzt wendet sie sich der anderen Hälfte der türkisch-muslimischen Gesellschaft zu: den Vätern, die als Patriarchen das Leben der Familie bestimmen, den Söhnen, die sich von den Müttern vorschreiben lassen, wen sie zu heiraten haben, und den Brüdern, die ihre Schwestern kontrollieren und bestrafen - bis hin zum"Ehrenmord", dem die junge Türkin Hatan Sürücü zum Opfer fiel. Necla Kelek untersucht anhand von L ebensgeschichten muslimischer Männer - vom Mörder bis zum Vorbeter einer Moschee - das auf Ehre, Schande und Respekt, tatsächlich aber auf Gehorsam und Gewalt aufgebaute System der türkisch-muslimischen Erziehung. Sie schildert die exemplarische Sozialisation türkischer Jungen - von der Wiege über die Beschneidung bis zu den Aufgaben als Vater.
Vehement kritisiert die Autorin den mangelnden Willen zur Integration bei vielen Muslimen, deren Vertreter den Dialog mit den Deutschen oft nur als Einladung zur Bekehrung zum Islam verstehen.
Endlich hat Keleks Werk Gestalt angenommen... Seit Monaten warten wir nun auf unsere Analyse! Ein Werk, das im gegenwertigem islamophoben Hype sich gut verkaufen, und das Portemonnaie der Frau Kelek für die nächsten Jahre voll halten!
Die Frau ist gar nicht so arm. Nur spätestens ab diesem Buch, wird ihr der Gegenwind nur so ums Gesicht wehen. Wir müssen dieses Buch lesen und auseinandernehmen. Zeile für Zeile, Wort für Wort.
Unsere Migrantionsforscherin geht babylonische Treppen hoch, da sollten wir nicht hinterhersehen.
http://www.buchwelt.de/picts/platz.gifDie verlorenen Söhne
Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes
:brüll: :brüll:
Ich musste jetzt beim Lesen laut auflachen!
Das wird immer absurder...
absurd und über allenmassen nervig ist dieses hier:
".. bis hin zum"Ehrenmord", dem die junge Türkin Hatan Sürücü zum Opfer fiel!"
DAS WAR NE KURDIN!UND DIE MÖRDER GENAUSO KURDEN!
wenn sie schon nicht den türkischen pass respektieren sollen sie gefälligst auch für ihren dreck BENANNT werden.nämlich den des KURDEN und nicht des TÜRKEN!
Telli Baba
01.03.06, 20:41
http://www.buchwelt.de/picts/platz.gif http://www.buchwelt.de/cover/15429710N.jpghttp://www.buchwelt.de/picts/platz.gif Kelek, Necla
Die verlorenen Söhne
Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes
2006. 208 S. GEB
ISBN / Best.Nr.: 3462036866
Verlag / Hersteller: KIEPENHEUER & WITSCH
Preis: EUR 18.90
Titel noch nicht erschienen.
Warum sind so viele muslimische und türkische Jungen Schulversager? Warum sitzen so viele Muslime in deutschen Gefängnissen? Sind nur soziale Benachteiligung und mangelnde Bildungschancen die Ursache dafür? Oder auch die türkisch-muslimische Erziehungund die archaischen Stammeskulturen einer sich ausbreitenden Parallelgesellschaft? Mit ihrem Buch"Die fremde Braut"- das lange auf der Bestsellerliste stand und von dem über 75.000 Exemplare verkauft wurden - hat Necla Kelek eine heftige Debatte über Zwangsheirat und die gescheiterte Integration der Türken in Deutschland entfacht. Jetzt wendet sie sich der anderen Hälfte der türkisch-muslimischen Gesellschaft zu: den Vätern, die als Patriarchen das Leben der Familie bestimmen, den Söhnen, die sich von den Müttern vorschreiben lassen, wen sie zu heiraten haben, und den Brüdern, die ihre Schwestern kontrollieren und bestrafen - bis hin zum"Ehrenmord", dem die junge Türkin Hatan Sürücü zum Opfer fiel. Necla Kelek untersucht anhand von L ebensgeschichten muslimischer Männer - vom Mörder bis zum Vorbeter einer Moschee - das auf Ehre, Schande und Respekt, tatsächlich aber auf Gehorsam und Gewalt aufgebaute System der türkisch-muslimischen Erziehung. Sie schildert die exemplarische Sozialisation türkischer Jungen - von der Wiege über die Beschneidung bis zu den Aufgaben als Vater.
Vehement kritisiert die Autorin den mangelnden Willen zur Integration bei vielen Muslimen, deren Vertreter den Dialog mit den Deutschen oft nur als Einladung zur Bekehrung zum Islam verstehen.
Diese Frau ist nicht dumm.
Diese Frau ist nicht dumm.
was dann?
Telli Baba
01.03.06, 20:44
was dann?
Sie spielt mit Halbwahrheiten und Klischees geschickt herum und verdient Geld. Das ist nicht dumm.
Sie spielt mit Halbwahrheiten und Klischees geschickt herum und verdient Geld. Das ist nicht dumm.
eine heuchlerin.ich denke sie ist perfekt "intregriert".
Telli Baba
01.03.06, 20:57
eine heuchlerin.ich denke sie ist perfekt "intregriert".
Integration ist ein leerer Begriff. Aber auch diesbezüglich gibt es berechtigte Kritik. Beispielsweise das schlechte Deutsch der hiergeborenen ausländischen Kinder. Man muß immer die Kritik aussortieren.
Necla Kelek geht über Leichen um Geld zu verdienen. Wie bei der Armenierhematik hilft hier nur ruhiges Blut und konstruktive Kritik.
frustrierte arme frau
Sie und frustriert? pfff eher sind wir frustriert wenn wir sehen wieviel sie durch diese Bücher verdient.
Sie und frustriert? pfff eher sind wir frustriert wenn wir sehen wieviel sie durch diese Bücher verdient.
frustriert in einem anderen sinne.
wieso sie wohl über tr männer so ablästert..bei der gesichtsbaracke kein wunder
sorry aber ich konnte es nicht mehr für mich behalten
deryatulga
01.03.06, 21:53
frustriert in einem anderen sinne.
wieso sie wohl über tr männer so ablästert..bei der gesichtsbaracke kein wunder
sorry aber ich konnte es nicht mehr für mich behalten
Aus deinem Herzen machst du ohnehin keine Mördergrube aber damit nimmst du vielen von uns zugleich die Last ab, unflätige Bemerkungen zu machen. Ich würde ihr Buch wirlich gern rezensieren, vor allem hätte ich Lust sie bei einer Diskussionsrunde zu treffen.
Ich frage mich, wie ein Buch mit so einer Überschrift und mit solchem Inhalt geschrieben von einer Türkin, auf unsere Jugendlichen wirken wird. Die Jugendlichen, die sich nicht in so einem Forum austauschen können, die keine Zeitungen lesen, ihren Frust und Ärger über diese Defarmierung nicht öffentlich machen können; wie stecken die das weg.
Denn sie werden mit diesem Buch ganz sicher konfrontriert werden. Was hinterläßt dieses Buch bei den heranwachsenden türkischen Jungs ?
Vielleicht werde ich mehr Klarheit darüber haben, wenn ich das Buch gelesen habe.
Von demoralisieren bis hin zu öffentlicher Diskriminierung nenne ich auf alle Fälle schon mal die "Überschrift".
deryatulga
01.03.06, 21:58
Ich frage mich, wie ein Buch mit so einer Überschrift und mit solchem Inhalt geschrieben von einer Türkin, auf unsere Jugendlichen wirken wird. Die Jugendlichen, die sich nicht in so einem Forum austauschen können, die keine Zeitungen lesen, ihren Frust und Ärger über diese Defarmierung nicht öffentlich machen können; wie stecken die das weg.
Denn sie werden mit diesem Buch ganz sicher konfrontriert werden. Was hinterläßt dieses Buch bei den heranwachsenden türkischen Jungs ?
Vielleicht werde ich mehr Klarheit darüber haben, wenn ich das Buch gelesen habe.
Von demoralisieren bis hin zu öffentlicher Diskriminierung nenne ich auf alle Fälle schon mal die "Überschrift".
Ich veranstalte mit den Jungs Lesestunden und wir werden uns dabei köstlich amüsieren!
Ich veranstalte mit den Jungs Lesestunden und wir werden uns dabei köstlich amüsieren!
Ich würde mir das sehr wünschen, Herr Derya Tulga. Tun wir doch bitte alles, was in unserer Macht steht, dagegen anzugehen.
Ich habe genug türkische Mädchen und Jungs gesehen, die mit geneigtem Kopf aufm Schulhof herumrennen und ihre einzige Sorge nicht gerade die schlechten Noten im Unterricht sind. Wahrlich nicht. Und es ist nicht mehr mitanzusehen.
Ich habe nicht vor, irgendein Buch von Necla Kelek zu kaufen. Ich möchte so etwas nicht noch finanzieren.
Ich werde einfach ein paar Wochen abwarten, dann gibts das Buch vielleicht an der Uni oder in einer Stadtbücherei zum ausleihen.
Auf solche Bücher sind manche Büchereien scharf....gerade in Zeiten der "Integrationsdebatte".... .
deryatulga
02.03.06, 02:35
Deutschandfunk: 06.03.2006 · 19:15
Armenien - Auschwitz - Ruanda
Boris Barths Geschichte des Genozids im 20. Jahrhundert
Das vergangene Jahrhundert war ein Jahrhundert der Völkermorde: Angefangen bei den Armeniern, dem deutschen Vernichtungskrieg gegen die Herero, über Hitlers systematische Ausrottung der europäischen Juden bis zu den Vorgängen in Ruanda 1994. Boris Barth, Professor für Geschichte an der Universität Konstanz, legt nun mit seinem Buch "Genozid - Völkermord im 20. Jahrhundert" einen historischen Überblick vor, der zugleich versucht, die Unterschiede zwischen Genozid , Massakern, "ethnischen Säuberungen" und anderen Formen staatlicher Massengewalt herauszuarbeiten.
Außerdem in dieser Sendung: Necla Keleks "Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes", Mukhtar Mais autobiographische Schilderung zur Situation der Frauen in Pakistan und Elizabeth Kolberts Report "Vor uns die Sintflut - Depeschen von der Klimafront".
Manastirli Hamdi
02.03.06, 02:48
Deutschandfunk: 06.03.2006 · 19:15
Armenien - Auschwitz - Ruanda
Boris Barths Geschichte des Genozids im 20. Jahrhundert
Das vergangene Jahrhundert war ein Jahrhundert der Völkermorde: Angefangen bei den Armeniern, dem deutschen Vernichtungskrieg gegen die Herero, über Hitlers systematische Ausrottung der europäischen Juden bis zu den Vorgängen in Ruanda 1994. Boris Barth, Professor für Geschichte an der Universität Konstanz, legt nun mit seinem Buch "Genozid - Völkermord im 20. Jahrhundert" einen historischen Überblick vor, der zugleich versucht, die Unterschiede zwischen Genozid , Massakern, "ethnischen Säuberungen" und anderen Formen staatlicher Massengewalt herauszuarbeiten.
Außerdem in dieser Sendung: Necla Keleks "Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes", Mukhtar Mais autobiographische Schilderung zur Situation der Frauen in Pakistan und Elizabeth Kolberts Report "Vor uns die Sintflut - Depeschen von der Klimafront".
the usual suspects?
Bischöfin Käßmann für Gesetz gegen Zwangsehen - "Necla Kelek hat die Menschen im Land wachgerüttelt" - (epd-Gespräch)
http://www.evlka.de/content.php3?contentTypeID=4&id=4057
...
Käßmann verteidigte die umstrittene Berliner Soziologin Necla Kelek, die in ihrem Bestseller "Die fremde Braut" Zwangsverheiratungen als Menschenrechtsverletzungen anprangert. Kelek habe "die Menschen im Land wachgerüttelt", sagte die Bischöfin. Das sei gut. Migrationsforscher werfen der gebürtigen Türkin vor, sie arbeite unseriös und zeichne ein "Zerrbild des Islam".
"Manchmal muss etwas so drastisch dargestellt werden, damit Missstände wahrgenommen werden und Aufmerksamkeit erzeugt wird", sagte Käßmann zur Kritik an Kelek. Es sei ihr Verdienst und das anderer Autorinnen, dass "endlich darüber diskutiert wird, wie muslimische Frauen in unserem Land leben und ob ihnen die Rechte zugestanden werden, die ihnen zustehen".
... Mittlerweile müssen auch die letzten Kelek-Anhänger zugeben, dass Frau Kelek gezielt die Dinge drastisch darstellt, um Aufmerksamkeit er erhaschen. Und nebenbei kann man sich natürlich noch eine goldene Nase verdienen. Das ist insbesondere desshalb merkwürdig, weil gezielt Fronten aufgebaut werden, es überhaupt nicht darum geht aufzuklären oder gegen die Misstände anzugehen, sondern schlichtweg um Selbstprofilierung.
Ich kann es immer wiederholen, Personen wie Kelek und ihre Anhänger sollten sich fragen, warum sie absolut kein Gehör in der türkischen Gemeinde finden, warum die Leute immerzu nur ungläubig mit dem Kopf schütteln, wenn ihre Thesen verbreitet werden. Die Zielgruppe der Kelek-Bücher sind nicht etwa die Türken, denn diese finden sich weder in ihren Bücher wieder, noch können sie sich mit den Inhalten identifizieren, sondern die Zielgruppe ist seltsamerweise die deutsche Gesellschaft.
In einem ihrer letzten Interviews spricht Frau Kelek plötzlich von Leuten aus "Kurdistan" und dem Südosten der Türkei und nicht mehr pauschal von Türken. Dabei setzt sie sich erneut in Nesseln. Differenzierung scheint jedenfalls nicht die Stärke von Frau Kelek zu sein. Denn faktisch und objektiv betrachtet betreffenen Keleks Darstellungen ausschliesslich Menschen, die in tribalen Familienstrukturen leben. Vermutlich kann man weniger Bücher verkaufen, wenn man derart differenziert. Das wäre für die Leserschaft von Keleks Büchern wohl intellektuell nicht zumutbar. Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären.
Das Problem liegt ja nicht allein bei Kelek, sondern an der Gesellschaft in Deutschland überhaupt. Kelek greift Themen auf, die für die aufgeklärte deutsche Gesellschaft "undenkbar" wären.
Eltern die ihrem Kind verbieten mit auf Klassenfahrt zu fahren oder Eltern die nicht wollen, dass ihr Mädchen am Schwimmunterricht teilnimmt.
Das sind Tatsachen und Fakten die in muslimischen Familien vorkommen. Kelek weiss diese Probleme aufzugreifen.Sie macht dies jedoch nicht differenziert und fair, sondern in einem großen Umfang und das bringt ihr den Erfolg bei den deutschen Politikern, Soziologen etc.. .
Ich muss unbedingt an meinem Ausdruck und an meinem Wissen arbeiten, denn ich bin sehr sauer und würde dieser Frau gerne Contra geben. Mir schwebt ein Gegenbuch oder ein umfassendere Stellungnahme vor.
Ich bin sogar überzeugt davon, dass eine Stimme aus der muslimischen Ecke, die nicht männlich ist, viel mehr erreichen kann.
Es nützt überhaupt nichts, wenn ein Vorsitzender irgendeiner Islamgesellschaft sich bei jemandem in die Talkshow setzt und davon schwafelt, wie gut es doch den Frauen im Islam geht. Mir fehlt auf der Medienbühne eine Frau, die auf Personen wie Kelek gleichberechtigt reagieren können.
Abgesehen von einer Frau könnte ich mir aber auch Personen vorstellen, die wirklich etwas drauf haben, so zum Beispiel Herrn Tulga oder auch Cem.
Doch wer lädt diese Personen zu einer Diskussionsrunde mit Frau Kelek ein?
Wenn die Talkshow-Macher den Verlauf der Sendung nicht von vornherein geplant hätten, vielleicht, aber da eh alles von vorn bis hinten geplant ist, wohl niemand.
Gibt es einen Talksmaster, der gut ist? Mir fällt auf Anhieb nur Günther Jauch ein, aber der hat ein ganz anderes Gebiet... .
Frau kelek, ist meines achtens nichts anderes, als eine Frau, die in bestimmten Themen allgemein Pauschalisiert und für die misslungen Integration, mancher türken-muslime, die Allgemeinheit zu rechenschaft zieht, zu mindest ist es ihre Intention. Natürlich findet ihre Opportunistisches verhalten sehr viel gehör in den deutschen Medien, und daher lässt sich vieleicht ihre Bücher gut verkaufen, aber eine lösung für die Problematik hat sie nicht! Das ständige Diffamierung gegen türken-moslem bezeugt nur armutszeugniss! Frage mich, ob Kelek und co. nicht dessen bewusst ist, das mit ihrer vorgesehensweise kein Dialog stattfindet., geschweige davon eine Lösung der gesellschaftlichen Probleme! Ich glaube nicht, das Kelek und co. diesbezüglich sich gedanken machen. Hauptsache die Kohle stimmt!!
Ich habe nicht vor, irgendein Buch von Necla Kelek zu kaufen. Ich möchte so etwas nicht noch finanzieren.
Ich werde einfach ein paar Wochen abwarten, dann gibts das Buch vielleicht an der Uni oder in einer Stadtbücherei zum ausleihen.
Auf solche Bücher sind manche Büchereien scharf....gerade in Zeiten der "Integrationsdebatte".... .
Ich habe vor einigen Wochen das Buch beim Verlag angefordert. Sobald ich das Werk rezensiert habe, werde ich den Beitrag in das Forum reinstellen.
Kemal
Fransa´da kadınlara şiddet artıyor
Ulaslararası Af Örgütü (Amnesty Inrernational) şubat ayı raporunda Fransa´da yaşayan kadınların erkekler tarafından şiddete maruz kaldığı ve her hafta 1-2 kadının hayatını kaybettiğini açıkladı.
Af Örgütü, raporunda, Fransa´da kadınlara şiddetin uygulanması ve her geçen gün artmasını bir skandal olarak nitelendirdi.
Raporda ayrıca Fransa´da her on kadından birinin şiddet kurbanı olduğu, çoğu kadınların kendi haklarını yeterince bilmediği, bununla beraber adaletin yetersiz olmasıyla sosyal alanda çalışan polis, doktor, hukukçuların mağdurlara yeterince destek olmadıkları belirtildi.
Koruma sistemi genişletilsin
Uluslararası Af Örgütü (ai) Fransa Şubesi Başkanı Genevieve Sevrin, raporda kadınların artık şiddete karşı sesiz kalmamalarını, şikayette bulunmalarını isterken, Fransa´da şiddet kurbanları için yeterince imkan sağlanmadığından şikayetçi oldu. Şiddet mağduru kadını koruyamayan adalet sistemini de eleştiren Sevrin, kadınlar için özel yurtların sayısının da yetersiz olduğuna dikkat çekti.
Rapor Başbakan´a sunuldu
Raporu, Fransa Başbakanı Villepin’e sunan Genevieve Sevrin, şiddet uygulayanlara ağır ceza getirilmesini ve cezaların caydırıcı olmasını talep etti.
Mağdur kadınlara terapi ve tazminat imkanı verilmesi, hayat kadını olarak Doğu Avrupa ülkelerinden gelen yaklaşık 14 bin kadının şiddete maruz kalmalarına ve insan ticaretine son verilmesi istendi.
Ayrıca Fransa´nın insan hakları ve insan ticaretine yönelik Avrupa Konvansiyon anlaşmasına tasdik etmesi önerildi.
Levent GÜNDÜZ / STRASBOURG
Hallo, ich habe zum Thema Necla Kelek vor einigen Tagen einen Artikel geschrieben. Demnächst möchte ich auch das zweite Buch von ihr rezensieren.
Kemal
Hitzige Debatten in Germanien
Necla Kelek rechnet ab. Mit den Türken. Mit dem Islam.
Beifallklatschen auf der einen Seite. Buhrufe auf der anderen Seite.
Die sachliche Diskussion über die tatsächlichen Probleme bleibt auf der Strecke.
Türkiye. „Herif ‚Mann’, es wird das gemacht was ich möchte“, sagte meine türkische Großmutter zu meinem türkischen Großvater, wenn wieder eine wichtige Entscheidung zu treffen war. Mit den Worten: „Ich habe entschieden, dass...“, teilte er danach den Familienangehörigen oder Bekannten „seine“ Entscheidung mit. Mit einem großen, viel sagenden Lächeln quittierten die Menschen die Information. Diese starke, selbstbewusste und listige Frau hat mich bis in die heutige Zeit hinein geprägt. Jahre später habe ich diesen Menschen die Bilderserie „L’anatomie d’Anatolie“ gewidmet.
Deutschland. Seitdem die Soziologin Necla Kelek die hiesige Bühne betreten hat, bekommt meine „heile Welt“ jedoch einen Kratzer. Kelek hat vergangenes Jahr das „zornige, aufrüttelnde“ Buch „Die fremde Braut“ veröffentlicht und erhielt für die Aufdeckung „dieses Skandals“ den Geschwister-Scholl-Preis. In ihrer Dankesrede fiel kein einziger türkischer Name. Sicherlich nur eine Marginalie. Hauptthema des Buches ist die Situation der „Importbräute“. Jede zweite türkische Ehe in Deutschland, so haben ihre Recherchen ergeben, ist das Ergebnis einer Zwangsverheiratung. Dies behauptet zumindest die Wissenschaftlerin.
In einem hat die Autorin natürlich recht: Jede Zwangsheirat ist unakzeptabel. Aber: „Anders als in den Medien immer wieder kolportiert, gibt es … keinen Zweifel daran, dass Zwangsehen von der türkischen Bevölkerung ebenso als Menschenrechtsverletzung erachtet werden, wie von der deutschen Bevölkerung“, bemerkt die Professorin Gaby Straßburger, die das Heiratsverhalten von Türken untersucht hat (Heiratsverhalten und Partnerwahl im Einwanderungskontext – Eheschließungen der zweiten Migrantengeneration türkischer Herkunft, Würzburg 2003).
Es ist auch zweifelsfrei, dass es in Deutschland Fälle von türkischen Frauen gibt, die von Zwangsheirat betroffen sind. Wie viele es hierzulande tatsächlich gibt, ist noch ungeklärt. „Anstatt ihre Thesen empirisch zu unterfüttern, äußert Kelek einen Generalverdacht. Dieser wird nun – ohne Möglichkeiten der Überprüfung – den türkischen Gemeinden übergestülpt“, schreibt die Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim, Professorin an der Universität Erlangen-Nürnberg. Und weiter: „Die arrangierte Ehe wird von ihr umstandslos mit der Zwangheirat gleichgesetzt, als gäbe es nicht wesentliche Unterschiede zwischen beiden.“ Gerade deshalb ist es schwer nachvollziehbar, dass Kelek kurzerhand jede Form von Beziehungsstiftung durch Freunde und Familie zur Zwangsehe umdefiniert. Was an sich ein Unding ist, denn Ehestiftungen dieser „türkischen“ Art sind zwangslose Instrumente, um die Kontaktaufnahme von Singles einzuleiten, die möglicherweise zusammenpassen könnten. Straßburger beschreibt die Idee hinter diesen „Heiratsverhandlungen“ wie folgt: „Bei arrangierten Ehen basiert der Entschluss zu heiraten darauf, dass die Familie gemeinsam zu dem Ergebnis kommt, dass die Basis für eine glückliche und stabile Ehe vorhanden ist.“ Dazu gehöre neben dem Einverständnis der Heiratkandidat/innen auch die insgesamt positive Bewertung ihres Charakters und ihrer sozialen, familiären und beruflichen Lebensumstände. Man versuche, das Gelingen der Ehe dadurch zu sichern, das man vor der Heirat im Familienband abwägt, ob die Rahmenbedingungen so positiv sind, dass sich nach Abklingen des vergänglichen Verliebt seins eine stabile Paarbeziehung entwickeln kann.
Vor einigen Wochen veröffentlichten sechzig Migrationsforscher einen offenen Brief in der „Zeit“. Die Absender warfen Necla Kelek vor, „unwissenschaftlich“ zu arbeiten. Es werde Zeit, eine rationale Diskussion über die zukünftige Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft zu führen. „Doch das kann man nicht auf der Grundlage von Boulevardliteratur tun, sondern indem man sich auf Erkenntnisse stützt, die auf rationale Weise gewonnen wurden“ und nicht auf „reißerische Pamphlete, in denen eigene Erlebnisse und Einzelfälle zu einem gesellschaftlichen Problem aufgepumpt werden, das umso bedrohlicher erscheint, je weniger Daten und Erkenntnisse eine Rolle spielen.“ Kelek konterte sogleich in drei Zeitungen mit den Worten: „Für mich sind es gerade diese Migrationsforscher, die seit 30 Jahren für das Scheitern der Integrationspolitik verantwortlich sind. Die Politik hat viel zu lange auf sie gehört.“ Der Migrationsexperte Werner Schiffauer hingegen äußerte sich folgendermaßen zu dem Disput: „Nicht Necla Kelek sollte man angreifen, sondern die deutsche Öffentlichkeit, die nur auf so jemanden wie Kelek gewartet hat, der all das bestätigt, was sie schon immer über Muslime gedacht haben.“
Woran sich nicht nur die Migrationswissenschaftler stören, ist jedoch, dass sich Necla Kelek, Seyran Ates und Serap Cileli zu „Kronzeuginnen“ einer repressiven Ausländerpolitik machen lassen. Anstatt zum Beispiel mehr Erzieher und Sozialarbeiter im interkulturellen Bereich, mehr Frauenhäuser oder mehr wissenschaftliche Untersuchungen zu fordern, schlagen sie schärfere Gesetze vor: So soll laut Kelek Zwangsheirat zu einem eigenen Straftatbestand werden. Familienzusammenführungen sollen erst bei über zwanzigjährigen möglich sein. Doch auch die Autorin erkennt, dass Gesetze nur einen Anstoß geben können, entscheidend aber ein Wandel in den Köpfen sei. Wesentlich nützlicher sind die Vorschläge von Gaby Straßburger: „Grundlegendes Ziel präventiver Maßnahmen sollte die Stärkung des Selbstbewusstseins und der selbst bestimmten Lebensführung von jungen Frauen und Männern sein.“ Zudem würden Präventionsmaßnahmen gegen Zwangsheirat nur Erfolg haben, wenn es gelingt, diejenigen Migrantenfamilien anzusprechen und einzubinden, die dazu tendieren, Ehen zu arrangieren. Es gehe darum, mit ihnen gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Regeln einer freien Partnerwahl durchgängig eingehalten werden. „Dazu ist es erforderlich, arrangierte Ehen, deren Anbahnung diesen Regeln folgt, ausdrücklich als gleichwertige Form der Partnerwahl anzuerkennen“, verlangt die Professorin.
Keleks Beschreibungen des türkischen (Ehe-)Lebens in Deutschland kann man in die Serie der meisten Bücher einreihen, die sich bis dato der „Migrantinnen und ihrer Nöte annehmen wollten“ (Beck-Gernsheim). Eindeutig haben diese Texte mit dafür gesorgt, dass sich in der Mehrheitsgesellschaft die Botschaft verbreiten konnte, dass das Leben der türkischen Frauen insgesamt „bemitleidenswert“ sei. Nicht von ungefähr kritisieren neuere Schriften aus der Frauenforschung vor allem zwei Punkte in diesen Werken: zum einen die allgegenwärtige Opferperspektive, zum anderen der Überlegenheitsanspruch. „Die erste und vielleicht offensichtlichste Schwierigkeit besteht darin, dass in den Texten der beschriebenen Art Migrantinnen immer nur aus einem Blickwinkel gesehen werden: als passive Opfer – Opfer der deutschen Gesellschaft, Opfer der türkischen Männer, Opfer der kapitalistischen Wirtschaft“, analysiert Beck-Gernsheim. Es scheine kaum vorstellbar, dass sie auch einmal lacht, liebt, Freude empfindet. Die Reflexion, das Bewusstsein dagegen sei den deutschen Frauen vorbehalten. Ein derartig mitleidiger Blick hätte immer auch etwas Herablassendes an sich, er komme von oben. „Ein solches Verhalten ist charakteristisch für hierarchische Strukturen, für die wohlwollende Herablassung von Statushöheren gegenüber Statusniederen“, schreibt die Professorin. Diese Aussagen brauchen keinen zusätzlichen Kommentar.
Was sagen eigentlich die Angeklagten, die Türken in Deutschland, zu den Vorwürfen von Necla Kelek? Was halten sie zum Beispiel von dieser These? „Die Türken haben sich massenhaft in ihre Moscheen zurückgezogen und verteidigen ihre islamische Welt. Sie haben sich längst ihre eigene Parallelgesellschaft geschaffen, auch mithilfe der deutschen Errungenschaften von Sozialversicherung und Arbeitslosenunterstützung. Und trotzdem meint die deutsche Gesellschaft, bei den Ausländern in der Schuld zu stehen. Das kann ich nicht verstehen“, schreibt die Wissenschaftlerin. Ihre Integration sei gescheitert. Nicht an Deutschland und an seiner mangelhaften Ausländerpolitik, sondern am fehlenden Willen der Türken, im demokratischen Deutschland mit seinen liberalen Freiheitswerten anzukommen. Ihre türkisch-islamische Tradition, so protokolliert sie, „fresse die Moderne“. Folgende Kernaussage spiegelt recht gut die vorherrschende Meinung vieler Türken über die Autorin wider: „Sie erkennt selber nicht die kulturellen Werte und sozialen Belange … der türkischen Menschen an, sondern kreist die eigentlichen Sorgen aus, indem sie auf Extrembeispiele zurückgreift“, schreibt eine Türkin in einer Online-Diskussionsplattform. Und weiter: „Sie ist mir sehr fern.“
Das Medienecho für Keleks Thesen fiel in Deutschland bislang äußerst positiv aus. Das ist an sich in Ordnung. Aber, dass ein Teil der Medien mittlerweile die kritische Distanz zu den Statements der Autorin aufgegeben hat und jede ihrer Teilwahrheiten aus dem Leben von türkischen Frauen und über den Islam wie eine Tatsache behandelt, ist beunruhigend. Vielleicht braucht man sich darüber doch nicht zu wundern, denn auch die Medien funktionieren nach dem Marktprinzip: „Wo eine Nachfrage besteht, da gibt es auch ein Angebot“. Ist das akzeptabel? War die Abbildung vielfältiger Perspektiven, die Differenzierung, nicht eine der größten Errungenschaften unserer aufgeklärten Gesellschaft gewesen? Mehr denn je wird eine der wichtigsten Herausforderungen für Journalisten in Deutschland sein, die Zusammenhänge innerhalb einer „fremden“ Kultur zu durchschauen. Wahrlich keine leichte Aufgabe.
Zweifelsohne kann man die Necla-Kelek-Debatte nicht völlig losgelöst von den derzeit stattfindenden Diskussionen betrachten, in der Deutschland versucht, sich selbst zu finden. Und im Moment schauen wir misstrauisch auf unsere „neuen“ Bewohner. Auf die Türken bezogen bedeutet das: Was immer sie auch tun, es ist nicht okay. Zusätzlich offenbaren die Kontroversen, dass man sich bisher kaum mit den Wertmaßstäben des anderen Menschen auseinandergesetzt hat.
„Bilder sind mehr als Bilder: Sie können eminent politische Folgen haben“, schreibt Beck-Gernsheim. Haben sie bereits. Deutschland streitet über Sprachverbote auf Schulhöfen, Einbürgerungstests, Parallelgesellschaften, Islamphobie, den Film „Tal der Wölfe“. Vergleiche hinken immer. Zitronen schmecken anders als Honigmelonen. Überraschend ist trotzdem, dass diejenigen, die die Türkei in der Vergangenheit wegen des Verbots der kurdischen Sprache kritisiert haben, jetzt befürworten, dass die Schüler verpflichtet werden sollen, in den Pausen nur Deutsch zu reden. Und irritierend ist, dass im so genannten Karikaturenstreit die Fahne der Meinungsfreiheit hochgehalten wird und im Fall eines türkischen Films ein Verbot verlangt wird. Der Frankfurter Kabarettist Sinasi Dikmen nimmt diese teutonischen Debatten auf seine Art und Weise aufs Korn: „Je demokratischer die Türkei wird, desto orientalischer werden die Deutschen.“
Werden die Distanzen zwischen den Deutschen und Türken heute größer – die immerhin seit über vierzig Jahren in unserem Vater- und Mutterland zusammenleben? Eine vielschichtige Frage, die an und für sich keine eindimensionale Antwort zulässt. Schon über diese Bemerkung ließe sich in unserer deutschen Heimat bis zum letzten Atemzug sprechen. Man muss sich zwar nicht gleich um den Hals fallen, aber: „Vielleicht wäre schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan, wenn die Deutschen es irgendwann schaffen würden, anstatt von „den“ Türken, von „unseren“ Türken“ zu sprechen“, sagte vor einigen Tagen eine Redakteurin. Das gleiche gelte natürlich auch vice versa. Und wie schön schreibt Heinrich Heine: „Das Vaterland und die Religion / Das sind nur Kleidungsstücke – Fort mit der Hülle! / Dass ich ans Herz / Den nackten Menschen drücke.“ Ist das ein Angebot?
Kemal, Redakteur und bildender Künstler
Lieber Kemal,
ich hoffe, daß Dein Text gedruckt wird. Hier im Forum war der erste Text, den ich las, über Necla Kelek, und zwar von Dir. Ich hatte Dir auch was dazu geschrieben. Seit Jahren beschäftige ich mich mit "diesem Phänomen Necla Kelek". Sie nervt zunehmends.
Aber je mehr ich solche Texte lese, wie z.B. wieder der "Super Text" von Dir, habe ich Hoffnung, daß ihr II. Buch eine leichtere Lektüre wird.
Ich hoffe, daß Deine Rezension über "die verlorenen Söhne" nicht lange auf sich warten läßt. Ich freue mich schon riesig darüber:aferin:.
Gruß
Hallo Kemal,
danke für das tolle Kommenar. Schließe mich Zübeyde an und freue mich schon über die Rezension.
Grüsse
Sahika
tayfur_sökmen
03.03.06, 18:24
Sehr interessanter Artikel. Ich muss unbedingt mal ein Buch von Necla Kelek lesen, denn sie schreibt gut, intelligent und differenziert. :aferin:
Gibt es das neue Buch schon?
und das sind deine mitstreiter wenn es um necla kelek geht, musel !!
http://www.deutsche-stimme.de/Ausgaben2006/Sites/03-06-Tuerken.html
Unbestellte Erkenntnisse
Auch Türken können politisch unkorrekt forschen
Wer die Feuilletonseiten der großen überregionalen Zeitungen aufschlägt, kommt seit geraumer Zeit ins Grübeln. Wo lebt man eigentlich? In Anatolien, Hinterindien, Kurdistan? Deutsche Kultur und Lebensweise, Theaterinszenierungen, deutsche Musik und Kunst, wer etwas darüber lesen will, muß lange in den etablierten Blättern suchen. Selbst über Stars, Sternchen und die Filme der 56. Berlinale wird nur unter »ferner liefen« berichtet. Statt dessen sinnen deutsche Wissenschaftler und Kulturphilosophen seitenlang darüber nach, ob wir hierzulande »auf einen Islam hoffen können, der sich mit unseren Freiheitsrechten verträgt«. Auch Schriftsteller, Politiker und Theologen beteiligen sich an der Debatte und fragen, »ob die Entwicklung eines europäisch-gemäßigten Islam« möglich ist, ein Glaube, der in seinem »Verhältnis zu Staat und Politik dem deutschen Grundgesetz zuwider läuft«.
Ausgelöst hat die Diskussion aber nicht etwa der Protest der islamischen Welt gegen die in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen. Die deutschen Don Quichotes und Sancho Pansas rückten aus, um gegen das Buch einer türkischen Autorin zu Felde zu ziehen. Es heißt »Die fremde Braut«, und geschrieben hat es die in Istanbul geborene Wissenschaftlerin Necla Kelek. Sie berichtet darin aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland, über Zwangsheirat, arrangierte Ehen und über das Leben von Frauen, denen ihre Familien die elementarsten Rechte verweigern. Das Buch verstößt natürlich gegen eines der am besten gehüteten Tabus der Gesellschaft – es macht das Schicksal der verkauften Bräute öffentlich, die mitten in Deutschland ein modernes Sklavenleben führen. Daß Frau Kelek keine Einzelfälle darstellt und vor allem wissenschaftlich begründen kann, worüber sie schreibt, zeigte bereits ihre Dissertation »Islam im Alltag«. Jedenfalls hätte man annehmen können, daß die deutschen Migrationsforscher dankbar Necla Keleks Innenansichten der Parallelgesellschaften zur Kenntnis nehmen würden. Ganz abgesehen davon, daß sich kein deutscher Wissenschaftler bisher traute, das heiße Eisen der Zwangsverheiratungen auch nur anzufassen. Und so kam, was kommen mußte: 60 deutsche Migrationsforscher aus Instituten in Hamburg, Köln und Essen taten sich zusammen und veröffentlichten in der Zeit eine Gegendarstellung. Frau Kelek habe nur Einzelfälle dargestellt und in einem »reißerischen Pamphlet« veröffentlicht. Ihre Berichte seien nicht seriös.
Das Leid anderer zugelassen
In der Süddeutschen Zeitung bemängelte ein Kulturanthropologe der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder sogar, Frau Kelek hätte in ihrem Buch »nicht gründlich genug zwischen arrangierten Ehen und Zwangsheiraten unterschieden.« Dies sei ein gravierender Fehler. Die jungen Türken nämlich erwarteten von ihren Eltern geradezu, daß diese für sie einen Partner aussuchten. Für Heirat in den Großfamilien seien nicht die jungen Leute selbst sondern immer nur die Eltern verantwortlich. Würden die Eltern sich nicht um Ehepartner kümmern, nähmen die jungen Türken das übel und sie würden deshalb Vater und Mutter verachten oder hassen.
Es soll genug zitiert sein, der normale Deutsche wird über solche »Forschungsergebnisse« und Konstrukte ohnehin nur den Kopf schütteln und sich fragen, in welchem Film er lebt. In einem aus dem 12. Jahrhundert? Die gleichen »Wissenschaftler« nämlich, die der Jugend sonst eine schier grenzenlose Freiheit angedeihen lassen wollen, die Protest und Widerstand gegen auch noch die kleinste gesellschaftliche Pflicht predigen, kriechen zurück ins Mittelalter und plädieren für arrangierte Ehen, vollzogen im Interesse von anatolischen Großfamilien. Warum sie das tun? Necla Elek schreibt: »Meine Kritiker kommen aus der gut ausgestatteten Welt der öffentlich finanzierten Migrationsforschung… Anstatt inhaltliche Ergebnisse auf den Tisch zu legen, kaprizieren sie sich auf persönliche und wissenschaftliche Diskreditierungen – alles nur, weil ihnen die Richtung nicht paßt. Dabei hätten die Institutsleiter, C 3- und C 4-Professoren, in den vergangenen Jahrzehnten Zeit, Mittel und Assistenten gehabt, die Fragen von Zwangsheirat, arrangierten Ehen und Ehrenmorden sowohl quantitativ und qualitativ zu untersuchen. Die 60 Migrationsforscher hätten die Fragen stellen können, die ich gestellt habe. Sie haben es nicht getan, weil solche Fragen nicht in ihr ideologisches Konzept des Multikulturalismus passen und weil sie die Menschenrechtsverletzungen nicht sehen wollen. Damit haben sie aber auch das Tabu akzeptiert und das Leid anderer zugelassen.«
Linker Kulturkampf statt Dialog
Womit Frau Kelek die Angelegenheit auf den Punkt gebracht hat. In den letzten Jahrzehnten hat das linke Gutmenschentum nicht nur jede öffentliche Diskussion abgewürgt, die sich aus der Zuwanderung von Abermillionen Muslimen ergaben. Vor allem aber hat man die sieben Jahre Regierungszeit genutzt, um ein vom deutschen Steuerzahler bezahltes Netzwerk an »Wissenschaftlern« zu schaffen, die für die nötigen »Erkenntnisse« der Multikulti-Träumer sorgten. Es ist bezeichnend, daß gerade die Grünen, die sich angeblich für die Gleichstellung der Frauen einsetzen, das dann unterlassen, wenn es sich um moslemische Immigrantinnen handelt. Natürlich sind die Netzwerke- und Forschungseinrichtungen auch weiterhin bestrebt, Gefälligkeitsgutachten auszugeben – da ihnen ja andernfalls die Geldhähne abgedreht werden. Darum greifen sie aus ihren teuren Instituten heraus jene an, die wie Necla Kelek die realen Verhältnisse ans Licht bringen.
Dr. Rita Hoffmann
Die Tageszeitung 04.03.2006
DAS GIBT ZU DENKEN
Necla Kelek, 48, Autorin,
begrüßt das "Muslimische Manifest", in dem der Schriftsteller Mustafa Akyol und die in Washington forschende Politologin Zeyno Baranist die islamische Scharia und "theokratische Herrschaft" in manchen arabischen Staaten kritisieren. "Ein Manifest wie das von Martin Luther in der Reformation gegen den katholischen Klerus damals", so Kelek zur taz.
taz vom 4.3.2006, S. 18, 6 Z. (TAZ-Bericht):brüll:
http://www.taz.de/pt/2006/03/04/a0141.1/text
deryatulga
04.03.06, 15:25
Die Tageszeitung 04.03.2006
DAS GIBT ZU DENKEN
Necla Kelek, 48, Autorin,
begrüßt das "Muslimische Manifest", in dem der Schriftsteller Mustafa Akyol und die in Washington forschende Politologin Zeyno Baranist die islamische Scharia und "theokratische Herrschaft" in manchen arabischen Staaten kritisieren. "Ein Manifest wie das von Martin Luther in der Reformation gegen den katholischen Klerus damals", so Kelek zur taz.
taz vom 4.3.2006, S. 18, 6 Z. (TAZ-Bericht):brüll:
http://www.taz.de/pt/2006/03/04/a0141.1/text
Zeyno Baran ist etwas mehr als eine forschende Politologin in Washington. Sie
hat eine sehr wichtige Funktion innerhalb des Kontrollmechanismus der USA über die Türkei. Sie ist übrigens arrogant genug, die entsprechenden Anweisungen während der Symposien in der Türkei zu unseren ehrbaren Geschäftsleuten zu erteilen.
Ich möchte nochmals ausdrücklich betonen das Fr. Kelek mich nicht representieren darf. Und die Leser warne ich vor! Leute nach durchlesen dieses Artikels ist mir speiübel geworden!! Diese Frau ist gefährlich.
DIE ZEIT
Heimat, ja bitte!
Wie Integration gelingen kann: Ein Plädoyer für klare Regeln – und für eine gemeinsame Zukunft von Deutschen und Einwanderern
Von Necla Kelek
Die deutsche Gesellschaft hat mit dem Zuwanderungsgesetz – wenn auch spät – den Migranten ein Angebot zur Aufnahme in diese Gesellschaft gemacht. Seit Anfang des vorigen Jahres kann jeder Einwanderer bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen deutscher Staatsbürger werden. Aber wer Bürger dieses Landes werden will, sollte Grundsätzliches über das Leben dieses Landes wissen, seine Regeln und Gesetze akzeptieren und sich zur Verfassung dieses Landes bekennen. Es gibt keinen Automatismus, Deutscher zu werden, das Angebot ist vielmehr an die Zustimmung zu der Grundordnung gebunden, die sich dieses Land selbst gegeben hat.
Man kann die Migranten in Orientierungskursen auf ihre Staatsbürgerschaft vorbereiten; aber die Bundesrepublik ist mehr als die Summe ihrer Gesetze, Verordnungen und Institutionen. Sie ist ein Stück von Europa und seiner Geschichte. Und Europa ist eine durch die Erfahrungen von Kriegen und Krisen, von Aufklärung und Vernunft, von Freiheits- und Emanzipationskämpfen zusammengewachsene Gemeinschaft. Mit einem islamischen Welt- und Menschenbild, das, über Jahrhunderte hinweg »versiegelt«, wie Dan Diner es formuliert, von Generation zu Generation weitergereicht wird, hat diese nicht viel gemein – in den grundlegenden Prinzipien sind beide unvereinbar. (anm. Schlussfolgerung Moslem nicht integrierbar, Debatte zu Ende!!!)
Viele der traditionell gläubigen Muslime gehen davon aus, dass die im Koran niedergelegten Offenbarungen des Propheten Gottes Wort sind, Gesetzeskraft haben und gegenüber den von Menschen gemachten Gesetzen eine »überlegene Wahrheit« darstellen. Viele glauben, sie könnten auch in Europa nach dem Gesetz des Islams, nach der Scharia, leben. (anm. Eine klassische Keleks`sche Übertreibung/ Riecht nach Volksverhetzung) Die Scharia aber kollidiert mit säkularen Rechtsnormen. Sie ist ein Vergeltungsrecht, das körperliche Schmerzen für ein Vergehen verlangt. Wer Ehebruch begeht, ein so genanntes Hadd-Vergehen, verletzt Gottes Recht. Mit den Schuldigen gibt es laut Sure 24, Vers 2, kein Mitleid, hundert Peitschenhiebe oder Steinigung als Vergeltung gibt der Koran vor. Die Tötung eines Menschen hingegen – auch Mord – gehört nicht zu den Kapitalverbrechen, sondern zu den Qisas-Vergehen, den Verbrechen mit der Möglichkeit der Wiedervergeltung: »Ihr Gläubigen! Bei Totschlag ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien…« (Sure 2, Vers 178). Und so reißt die Blutrache bis heute ganze Familien in den Abgrund.
Ohne die Ächtung der Scharia und des Prinzips der Vergeltung sind alle Bemühungen um Integration der Muslime zum Scheitern verurteilt.
Durch eine falsche Integrationspolitik, die ihre Herkunftsidentität stärkte, fühlen sich selbst türkische Migranten, die schon Jahrzehnte hier leben und einen deutschen Pass haben, immer noch als Türken. Sie gehören nirgendwo richtig dazu – für das Land, aus dem sie kommen, sind sie die »Deutschländer«, und zu dem Land, in dem sie leben, wollen sie nicht gehören. Diese ungeklärte Identität trägt zum Rückzug in die eigene Community, in die »Parallelgesellschaft« bei. Wer seinen Kindern nach 30 Jahren Aufenthalt in Deutschland immer noch die Türkei als die wahre Heimat verkauft, wer ihnen die Maxime en büyük türk, »Der Türke ist der Größte«, vorlebt, der diskreditiert seinen eigenen Lebensweg als Irrtum. (Anm: Wieso?? Begründung? Scheisshausparole ohne Inhalt, Politikerniveau!!!)
Wer als Migrant gekommen ist, muss Deutschland als seine »wahre Heimat« annehmen. Er muss aufhören, die Deutschen als Fremde zu sehen, deren Sitten und Gebräuche er verachtet (Anm: Kelek`sche Übertreibung, riecht stark nach Diffamierung); er muss lernen, sich mit diesem Land auseinander zu setzen, und er muss respektieren, dass auch ein Migrant vor Einmischungen in seine »Angelegenheiten«, vor Kritik nicht gefeit ist. »Es ist völlig in Ordnung, dass Muslime, dass alle Menschen in einer freien Gesellschaft Glaubensfreiheit genießen sollten«, schreibt der Muslim Salman Rushdie. »Es ist völlig in Ordnung, dass sie gegen Diskriminierung protestieren, wann und wo immer sie ihr ausgesetzt sind. Absolut nicht in Ordnung ist dagegen ihre Forderung, ihr Glaubenssystem müsse vor Kritik, Respektlosigkeit, Spott und auch Verunglimpfung geschützt werden. (anm: Ich glaube Fr. Kelek hat Probleme mit dem Grundgesetz. Sie sollte schleunigst ausgewiesen werden)« Diesen selbstbewussten Umgang mit den Errungenschaften der Aufklärung wünschte ich den Muslimen, aber auch ihren selbst ernannten Verteidigern, die auf Kritik reagieren, als würde damit ein Dschinn, ein böser Geist, losgelassen.
Wir dürfen die Migranten, ihr Verhältnis zu ihren Söhnen und Töchtern, (anm: Erneut zeigt Fr. Kelek ihre Probleme mit dem Grundgesetz, Schutz der Familie) ihre Einstellung zu Glauben und Religion, zu Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nicht länger unter Naturschutz stellen. Migranten sind nicht per se »Opfer«. Mit ihnen auf gleicher Augenhöhe zu verkehren heißt, sich überall dort einzumischen, wo sie den »Geist der Gesetze« dieser Republik verletzen, aber auch jede vormundschaftliche Politik aufzugeben, die sie zu Mündeln degradiert. Niemand kann ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Leben abnehmen. Wir müssen alles tun, um sie vor der Willkür, besonders auch der ihrer eigenen Väter, zu schützen, aber wir sollten aufhören, sie als Bedürftige zu sehen. Wir müssen sie anspornen und fördern, aber wir müssen auch etwas von ihnen fordern.
Ich möchte, dass die Integration gelingt, dass wir gemeinsam diese Gesellschaft gestalten. Viele Migranten, das ist mir bewusst, fühlen sich überfordert. Sie wollen von der Gesellschaft, von den Deutschen, von den Behörden in Ruhe gelassen werden, um nach ihren Traditionen und religiösen Vorstellungen leben zu können. Aber es sind gerade diese archaischen Traditionen, die einem freien Leben im Wege stehen. Kinder von Migranten sind Kinder dieser Gesellschaft, ihre Not und ihr Scheitern trifft uns alle. Den Söhnen fehlt oft der Mut und auch die Perspektive, sich aus den Verstrickungen der Tradition zu lösen. Dabei müssen wir ihnen helfen. Und das fängt mit ganz einfachen Dingen an:
Jedes Kind muss vor Gewalt geschützt werden. Körperliche Züchtigung ist in Deutschland verboten und muss geahndet werden. Wer Kindesmisshandlung nicht anzeigt, macht sich unterlassener Hilfeleistung schuldig. Gewalt gegenüber Kindern und Frauen ist, so zeigen Untersuchungen, unter Migranten ein häufig auftretendes Problem. Kinderärzte, Kindergärten und Schulen müssen darüber gezielte Aufklärung unter Eltern, Schülern und Lehrern betreiben, und sie sollten jede Möglichkeit der Kontrolle zum Schutz der Kinder wahrnehmen. Beschneidung ohne medizinische Indikation ist eine Körperverletzung (anm: Bin mal gespannt was unsere jüdischen Freunde dazu sagen!) und nicht zulässig.
Gewalt, Rassismus, diskriminierendes Verhalten werden nicht geduldet – weder gegen Migranten noch von ihnen. Schulen sollten entsprechende Schulverfassungen formulieren, auf die sich alle Beteiligten verpflichten. Besonders Jugendliche sollten durch Kampagnen über ihre Rechte informiert werden. Es muss verhindert werden, dass 16-jährige Schülerinnen in den Sommerferien in der Türkei gegen ihren Willen verheiratet werden und aus Deutschland verschwinden. (Anm: Verallgemeinerung Kelek`scher Art, diese Frau ist unterstes Niveau)
Die Schule ist generell als deutscher Sprach- und Kulturraum zu begreifen; es wird Wert darauf gelegt, dass während der Schulzeit, auch auf dem Schulgelände, Deutsch gesprochen wird. Die Migrantenkinder haben oft keinen anderen Ort als die Schule, um die deutsche Sprache zu sprechen und die deutsche Kultur kennen zu lernen. (Anm: Zb Nachmittagsfernsehen, deutsche Kultur in Reinform.) Ziel ist es, möglichst früh sprachliche Defizite abzubauen und Deutsch als Umgangssprache der Kinder zu etablieren. Gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung für einen Schul- und Integrationserfolg. In einer von Eltern, Schülern und Lehrern gemeinsam beschlossenen Hausordnung einer überwiegend von Migrantenkindern besuchten Schule im Berliner Stadtteil Wedding steht: »Die Schulsprache unserer Schule ist Deutsch, die Amtssprache der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Schüler ist verpflichtet, sich im Geltungsbereich der Hausordnung nur in dieser Sprache zu verständigen.«
Kindergärten mit Sprachförderung, Vorschule und Sprachtests werden vom fünften Lebensjahr an obligatorisch; Sexualkunde-, Schwimm- und Sportunterricht sind Regelunterricht. Eine Befreiung aus religiösen Gründen wird abgelehnt. Die Schule muss als »Integrationsagentur« verstanden werden, die die Kinder auf ein selbstbestimmtes Leben in dieser Gesellschaft vorbereiten soll. Anm: Vorbereiten auf ein Selbsbestimmtes Leben durch totale entmündigung und entwurzelung der Menschen aus ihrem Herkunftskontext? Tolle Idee!)
Jede Frau, jeder Mann muss das Recht haben, selbst zu entscheiden, ob sie oder er heiraten will, wann und wen. Um Zwangsehen zumindest zu erschweren, wird eine Familienzusammenführung erst vom 21. Lebensjahr an zugelassen. Es wird verstärkt darüber aufgeklärt, welche Gesundheitsrisiken Ehen zwischen Cousin und Cousine für die Nachkommen haben. Elternschulen unterrichten Väter und Mütter in der Kinderpflege und -erziehung. Schwangerschafts- und Babykurse sollen junge Migrantenmütter und -väter auf die Geburt vorbereiten.
Die Mehrehe wird geächtet. In den Sozialversicherungssystemen werden entsprechende Regelungen geschaffen, die eine Unterstützung der Polygamie verhindern. Polygamie ist ein Grund, die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen.
Der organisierte Islam hat eine besondere Verantwortung für die Integration. Auch an ihn sind Forderungen zu richten:
Koranschulen müssen ihr Programm und ihr pädagogisches Konzept öffentlicher Kontrolle zugänglich machen; Unterricht und Predigten müssen in deutscher Sprache erfolgen; Männern und Frauen ist gleichberechtigter Zutritt zu allen Veranstaltungen zu gewähren; die Betreiber von Moscheen haben ihre Satzung und ihre Finanzen offen zu legen; Moscheevereine verpflichten sich, ein Angebot für Sprachförderung anzubieten; Hodschas haben neben Sprachkenntnissen auch Kenntnisse in Landes- und Gesetzeskunde nachzuweisen.
Ich plädiere für diese klaren Regeln, statt die Integrationspolitik weiterhin dem Zufall zu überlassen – wohl wissend, dass die politischen Vertreter der Migrantenorganisationen und ihre Freunde diese Vorschläge mit Entrüstung zur Kenntnis nehmen werden und sich gegen jeden »Generalverdacht« und gegen jede »Gängelung« der Muslime und Migranten wehren werden. Aber ich bin davon überzeugt, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, wenn wir die Söhne und Töchter der Migranten nicht verlieren wollen. Wir brauchen ihre Talente und Tatkraft für unsere gemeinsame Zukunft.
Sich an die Arbeit der Integration zu machen bedeutet nicht, seine Muttersprache zu vergessen, seine Identität zu verraten oder seinen Glauben aufzugeben. Bis heute berührt mich nichts so sehr wie meine türk halkmüzigi, türkische Volksmusik, ich esse immer noch nur zu gern meinen Döner und tanze leidenschaftlich gern tscherkessische Tänze (anm: Kelek`sches Verständnis von Kultur scheint ja ziemlich eingeschränkt zu sein. Ich bin sicher Yunus Emre hält die Fra für eine Fischsorte) – so wie ich Latte Macchiato, Grünkohl, Bach und Jazzrock schätzen gelernt habe. Kultur ist ein ständiger Lernprozess, eine sinnliche Erfahrung, die anderes hören, anderes sehen, anderes schmecken, anderes fühlen lässt – eine Erweiterung für alle.
Es kann nicht darum gehen, Identitätspolitik zu betreiben, wie es die türkisch-muslimischen Vereine immer noch gern tun. Es kann nicht darum gehen, normativ für alle Türken und Muslime zu definieren, was es heißt, »türkisch« oder »muslimisch« zu sein, wie die Gesellschaft den Türken zu begegnen hat und was die Türken selbst zu tun und zu lassen haben. Verräterisch sind Formeln wie »wir Türken« oder »wir Muslime«, sie erheben immer noch das »Türkentum« und das »Muslim-Sein« zur kollektiven Identität. An dem »Sprachenstreit« auf deutschen Schulhöfen wird deutlich, dass die Auseinandersetzung um die Integration erst jetzt begonnen hat. Jeder in dieser Gesellschaft hat das Recht, Türke, Deutscher, Muslim, Christ oder etwas anderes zu sein. Als Individuum kann er frei wählen, seine Integration als Türke oder Türkin, als Muslim oder Muslimin muss daran keineswegs scheitern – wohl aber, wenn er sich zurückzieht auf die kollektive Identität. Ein Einzelner kann integriert werden, ein Kollektiv nicht.
Viele Söhne haben sich verloren, weil sie den Gesetzen der Väter folgen. (anm: Eine Wissenschaftliche Meisterleistung sage ich Fakten Fakten Fakten!) Sie imitieren ein Ideal oder spielen eine Rolle, die sie im Leben scheitern lässt. Macht nichts, wird ihnen beigebracht, die Familie sorgt für dich, sie schützt dich, die Familie ist das, woher du kommst, was du bist, wohin du gehen wirst. Sie ist alles, was du hast. In Wahrheit ist die Familie ein Kontrollsystem, in dem das Wort der Väter Gesetz ist und die Söhne die Rolle der Wächter über Frauen und Kinder spielen. Sie sind Mitglied eines fest gefügten Ensembles, das ein Stück mit festgelegten Rollen aufführt, auf einer Bühne, die sie nicht erbaut haben, mit Texten, die ihnen vorgegeben werden. Ihre Zuschauer sind die Mitglieder der Umma, der Gemeinde. Sie achten darauf, dass keiner das Theater verlässt. Aber auf eine Teilhabe an der Welt außerhalb des Theaters sind die muslimischen Söhne ohnehin nicht vorbereitet. Dafür taugt das Repertoire nicht, das sie erlernen müssen. Macht nichts, wird ihnen beigebracht, denn – »Alles ist vorherbestimmt«, so hat der Hodscha bei meinem Moscheebesuch gepredigt. »Nur Gott kennt unser Schicksal«, warnt der Vorbeter, »wollt ihr euch in Gottes Handwerk einmischen?« (Übelste Polemik in Göbbels Manier!)
Niemand hat den »verlorenen Söhnen« beigebracht, Fragen zu stellen, an Autoritäten zu zweifeln; niemand hat sie gelehrt, sich fremden Einflüssen zu öffnen, die Welt mit den Augen der anderen zu sehen. Sie bleiben Fremde in einem fremden Land, eingeschlossen in eine versiegelte Welt.
Der türkisch-muslimische Mann in Deutschland wird, wenn er sich dem Leben, der Liebe und der Freiheit aussetzt, seinem eigenen Empfinden nach zunächst »verlieren«. Er wird die Welt künftig mit seiner Frau und seinen Kindern teilen müssen. Mit Widerspruch und Kritik wird er leben müssen, denn seine Auffassung wird nur noch eine Meinung unter mehreren Meinungen sein, kein Gesetz. Er wird sie begründen müssen und nicht mehr mit Gewalt durchsetzen können. Glauben werden ihm nur die, die keine Angst vor ihm haben, sondern ihm vertrauen. Geliebt wird er nur werden, wenn er selbst lieben kann. Und das heißt auch, die Söhne und Töchter loslassen zu können, sie in »die Fremde« ziehen zu lassen. Sie dafür zu lieben, nicht zu strafen, dass sie andere werden, als ihre Väter und Mütter gewesen sind. Sie bleiben die Kinder ihrer Mütter und Väter, was immer auch passiert, und eines Tages werden sie heimkehren, als Menschen mit einer eigenen Geschichte, ihrer Geschichte.
Es ist ein ganz anderes Leben, als der türkisch-muslimische Mann es kennt. Vielleicht ist es nicht das Paradies, aber es ist ein Leben, das auch ihn selbst reicher und freier machen wird.
Necla Kelek steht seit einigen Wochen im Mittelpunkt einer scharfen Debatte über Immigranten in Deutschland. Nachdem sie in ihrem Bestseller »Die fremde Braut« die Zwangsehe angeprangert hatte, kritisierten Migrationsforscher in einem offenen Brief (ZEIT Nr. 6/06) Keleks Methoden als »unwissenschaftlich« und deren öffentliche Wirkung als »besorgniserregend«. In diesen Tagen erscheint nun das neue Buch der 1957 in Istanbul geborenen Soziologin. Unter dem Titel »Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes« (Kiepenheuer & Witsch, Köln 224 S., 18,90 Euro) porträtiert Kelek türkisch-deutsche Väter, Söhne und Brüder. Wir drucken einen Auszug mit den Schlussfolgerungen der Autorin.
DIE ZEIT 09.03.2006 Nr.11
Ich möchte nochmals ausdrücklich betonen das Fr. Kelek mich nicht representieren darf. Und die Leser warne ich vor!
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Frau Necla Kelek kann sich nicht mal mehr selbst als "Wissenschaftlerin" / "Migrantenforscherin" representieren. Wie soll sie Dich oder mich respresentieren ?
Einerseits auch gut, daß sie immer mehr Angriffsfläche bietet. Ihr neuestes Buch wird allerdings so ziemlich zerrissen werden, selbstverständlich nicht auf kellekischem Niveau.
Ich lese die Sachen von Kelek gar nicht mehr.
Frau Necla Kelek kann sich nicht mal mehr selbst als "Wissenschaftlerin" / "Migrantenforscherin" representieren. Wie soll sie Dich oder mich respresentieren ?
Einerseits auch gut, daß sie immer mehr Angriffsfläche bietet. Ihr neuestes Buch wird allerdings so ziemlich zerrissen werden, selbstverständlich nicht auf kellekischem Niveau.
Ich habe versucht zu markieren...es war schwer, denn eigentlich hätte diese Schundschrift komplett rot eingefärbt werden müssen.
Ich habe versucht zu markieren...es war schwer, denn eigentlich hätte diese Schundschrift komplett rot eingefärbt werden müssen.
Ich finde, man sollte den Text und das Buch hinterher auch Wort für Wort lesen, obwohl es einem wirklich nicht einfach fällt. Aber "neuerliche" Attacken, die bestimmte Ziele verfolgen, sollte man nicht unbeachtet lassen.
@ DeLaHoya,
schade, daß Du das neue Buch von ihr nicht lesen wirst. Es geht um Deine "Befreiung". Nicht, daß Du was verpaßt !
Ich finde, man sollte den Text und das Buch hinterher auch Wort für Wort lesen, obwohl es einem wirklich nicht einfach fällt. Aber "neuerliche" Attacken, die bestimmte Ziele verfolgen, sollte man nicht unbeachtet lassen.
@ DeLaHoya,
schade, daß Du das neue Buch von ihr nicht lesen wirst. Es geht um Deine "Befreiung". Nicht, daß Du was verpaßt !
Ja Zübeyde (abla) insan u yaziyi okuyunca ya sinir oluyor yada o kadar sacma buluyor ki, nasilsa akli basinda hicbir insan bunu ciddiye almaz diye bir karara variyor.
Öff Öff...almanla da bu kelege kulak veriyor.
... besser als jedes Aufputschmittel. Entlastet die Haushaltskasse, da man morgens nicht mehr so viel Kaffee braucht, um auf "180" zu kommen. Und so gehts: unter welt.de links oben in die Suchleiste das Stichwort "Türkei" eingeben. So dann ein beliebiges Ergebnis anklicken, wie z.B. dieses:
http://www.welt.de/data/2006/03/09/857236.html
"Viele türkische Frauen müssen Gewalt erleiden"
Die Soziologin Necla Kelek über den Mord an der 23 Jahre alten Deutsch-Kurdin Hatun Sürücü und Deutschpflicht auf Schulhöfen
von Michael Mielke
Die Türkin Necla Kelek ist streitbare Autorin von Büchern, die vor allem von Islamisten scharf kritisiert werden. Michael Mielke sprach mit ihr über den Sürücü-Prozeß am Berliner Landgericht, die "Pflichtsprache" Deutsch auf Schulhöfen und die Wirkung des umstrittenen Filmes "Tal der Wölfe":...
Zumeist reicht schon der erste Satz, wenn etwa - wie oben - Kritiker "der 'Welt' ihrer Lieblingstürkin" als Islamisten diffamiert werden. Weiterlesen brauche ich zumindest nicht mehr, ist auch nicht zu empfehlen, da man schnell Gefahr läuft, durch eine Überdosis das Nervenkostüm nachhaltig zu schädigen.
Meric (kardesim),
Almanlar ona kulak vermiyor. O bazi Alman kismina kulak verip, onlarin bizim hakkimizda birikmis ön yargilarini bir kitapciga sigdiriyor ve onlarin banaz görüslerini tastikliyor.
Bunun yanisira bazi asiri siyasi ve medial düsüncelerede yelpaze aciyor.
Kendisi artik asirilarin en basinda yer almis. Ve git gide de radikallesiyor.
@ Cem
Heftig ! Kritisierst Du Kelek, bist Du ein "Islamist". Bunlar safmi yoksa delimi ?
Ich habe mir dieses "Welt"-Interview auch nochmal durchgelesen. Zum größten Teil unerträglich, wie sie z.B. auch über Gewalt in den türkischen Familien und über die nicht deutsch sprechenden türkischen Kinder erzählt. Der Film "Tal der Wölfe" findet hierin auch seinen Platz.
Sie verfolgt unermüdlich ein bestimmtes Ziel. Ich wünsche ihr den Erfolg dabei nicht.
Ich suche für mich und meine Frau einen Job in der Türkei....kann mir jemand helfen? Hab keinen Bock mehr auf sowas.
... besser als jedes Aufputschmittel. Entlastet die Haushaltskasse, da man morgens nicht mehr so viel Kaffee braucht, um auf "180" zu kommen. Und so gehts: unter welt.de links oben in die Suchleiste das Stichwort "Türkei" eingeben. So dann ein beliebiges Ergebnis anklicken, wie z.B. dieses:
http://www.welt.de/data/2006/03/09/857236.html
Zumeist reicht schon der erste Satz, wenn etwa - wie oben - Kritiker "der 'Welt' ihrer Lieblingstürkin" als Islamisten diffamiert werden. Weiterlesen brauche ich zumindest nicht mehr, ist auch nicht zu empfehlen, da man schnell Gefahr läuft, durch eine Überdosis das Nervenkostüm nachhaltig zu schädigen. Wundert es Dich denn, Cem? Mir kann keiner erzählen, dass das bei WELT keine Methode ist. Dahinter steckt eine ganz bestimmte Gesinnung, dass da zu Tage tritt. Zuletzt wurden in einem WELT-Interview seitens des WELT-Redakteurs die türkischen Migranten mit den Vandalen gleichgesetzt:
http://www.welt.de/data/2006/02/28/852764.html
Die WELT: Bei den Römern kam der Wohlstand, der Luxus, die Trägheit, und dann kamen die Vandalen. Sie wollen doch nicht sagen, dann kamen die Türken zu uns?
Auch der bei Neonazis sehr beliebte Volkmar Weiss bekommt bei WELT ein Podium:
http://www.welt.de/daten/2001/02/04/0204pg220237.htx
Bei den Rechtsradikalen ist Volkmar Weiss sehr beliebt:
http://www.deutsche-stimme.com/Ausgaben2004/Sites/11-04-Gespraech.html
Abschliessend ein Hintergrundbericht zu dieser Person:
Erbforscher in der Intelligenzfalle
Thomas H. Barth 14.02.2001
Auf der Suche nach einem "Zentralgen" der Intelligenz
Wird das deutsche Volk dümmer, weil die Intelligenten immer weniger Kinder bekommen? Unter dieser Fragestellung referierte eine offenbar begeisterte WELT am SONNTAG unter dem Titel Deutschland in der Intelligenzfalle (1) angeblich "brisante Thesen" des Leipziger Humangenetikers und Genealogen Volkmar Weiss über die Vererbbarkeit von Intelligenz. Seine Thesen, denen man offenbar mehr Popularität verschaffen wollte, sollen auf "einer Fülle von Erkenntnissen und Informationen zur genetischen Vererbung psychischer Eigenschaften" beruhen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Gesellschaft seien äußerst alarmierend.
Was ist eigentlich ein Genealoge? Ein Blick auf die Homepage der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (2) (im Beirat: Dr. Volkmar Weiss, der wiederum Leiter der Deutschen Zentralstelle für Genealogie (3) ist) verrät: es geht um Erbforschung. Schrifttumsberichte, familiengeschichtliche Bibliographien, Ortssippenbücher, Ahnenlisten und - als Prunkstück der Genealogischen Sammlungen in der Deutschen Zentralstelle für Genealogie - um die "Ahnenstammkartei des deutschen Volkes". Die Ahnenforschung, eigentlich Domäne der Adelshäuser, die mit ihrer edlen Abstammung glänzen wollen, hat längst auch auch bürgerliche Fans gefunden.
Den Mythos der Blutsverwandtschaft und dem Ruhm der hehren Vorfahren zu pflegen, mag ein harmloses Hobby sein - im Nazi-Deutschland gewann dieses Gebiet allerdings tödliche Bedeutung. Nur wer "arische" Ahnen vorweisen konnte, wurde als lebenswert anerkannt. Aus diesem Fach kommen nun Ambitionen, wenn schon kein blaues Blut, so doch wenigstens vererbbare Intelligenz nachzuweisen. Kein Hindernis ist für die Genealogen, dass Jahrhunderte angestrengtester Bemühungen keinen überzeugenden Beweis liefern konnten, und wir inzwischen wissen, dass die Komplexität des menschlichen Gehirns die der DNS weit übersteigt. Auch der Genealoge und Humangenetiker Weiss stellt sich in diese Tradition.
Volkmar Weiss beruft sich auf den Bestseller "The Bell Curve" der US-Autoren Herrnstein und Murray, die biologistische Thesen zu Intelligenz und Kriminalität mit einer fremdenfeindlichen Attitüde verknüpften. Diese Linie, die weltweit das rechte politische Spektrum frohlocken ließ und in den USA vom neoliberalistischen Mainstream enthusiastisch aufgegriffen wurde, scheint Weiss in seiner Arbeit imitieren zu wollen. Er postuliert, die gegenwärtige Einwanderung erhöhe den Bevölkerungsanteil mit niedrigem IQ, hoher Kriminalität und vielen Nachkommen. Besonders die "Zigeuner", die Roma und Sinti, haben es Weiss angetan; ihr IQ liege im Schnitt nur bei 85, weshalb sie oft kriminell würden - durchaus lobend erwähnt er eugenische Sterilisationsprogramme der stalinistischen CSSR (siehe etwa: The emergence of a cognitive elite (4)).
Unter Kriminalität wird hier offensichtlich eher der Handtaschenraub durch ins soziale Abseits gedrängte Jugendliche verstanden, als Steuerhinterziehung und auf Parkplätzen übergebene Schmiergeld-Millionen. Die migrationssoziologische Erkenntnis, dass es sich bei Migranten eher um intelligente, tatkräftige Menschen handelt, passte hier nicht ins Konzept. Ebensowenig die kriminologischen Einwände, Ausländer wären statistisch nicht krimineller als Deutsche, wenn man Alter und Sozialstatus einbezieht: Wer 17jährige türkische Hauptschüler mit der deutschen Rentner- und Gymnasialchormädchen-Bevölkerung vergleiche, komme freilich zu Unterschieden in der Kriminalität.
Seine Daten will der DDR-Humangenetiker Weiss gegen den ideologischen Widerstand des Regimes gewonnen haben. Im DDR-Staatsdienst testete er den IQ von Teilnehmern der jährlichen "Olympiaden Junger Mathematiker", deren Werdegang er später überprüfte. Die große Sensation: "Tatsächlich üben heute 97 Prozent der männlichen und 90 Prozent der weiblichen Hochbegabten Berufe aus, die zur wissenschaftlichen Intelligenz zählen. Hunderte von ihnen sind Diplom-Mathematiker, Diplom-Physiker und Diplom-Ingenieure". Mathe-Asse unter den Schülern studieren also später gerne Mathe und Physik, darauf muß man erstmal kommen. Aber ist das Mathegenie auch vererbbar? Weiss in der WELT: "Meine Fragebögen belegten die große Dominanz der Gene: Mathe-Asse, die im Schnitt über einen Intelligenz-Quotienten (IQ) von 130 verfügten, hatten Eltern, die entweder selbst der Gruppe der Hochbegabten angehörten oder in Berufen mit mittlerer Qualifikation tätig waren."
"Wir werden nach der Entzifferung des genetischen Codes erleben, wie die Humangenetiker Erkenntnisse über die Natur des Menschen gewinnen, die vor unserer geistigen Ausstattung nicht halt- machen und neue Fragen über Wert und Sinn von Abstammung im sozialen Kontext aufwerfen werden. Ein Zentrum für mitteleuropäische Sozialforschung sollte sich diesen Fragen bewußt stellen und auf diesem Gebiet eine Vordenkerrolle übernehmen. Familiengeschichte hat stets auch etwas mit Familienpolitik zu tun, mit Rentenpolitik und nicht zuletzt mit Problemen der ethnischen Zusammensetzung einer "Bevölkerung". Wer die Mikrohistorie nutzbar macht, wird die Geschichte im großen beeinflussen. Mögliche Aktionsfelder der Stifung sind damit angedeutet." Volkmar Weiss in einem Artikel, der die Gründung eines "sozialhistorisches Forschungszentrums" fordert.
Die Eltern der Mathe-Asse gehörten zur privilegierten Schicht der DDR, waren also intelligent, ergo ist Intelligenz vererbbar. Diese "Fülle von Erkenntnissen und Informationen" mutet etwas dürftig an und zeugt nicht unbedingt von fachlicher Kompetenz: Hat Volkmar Weiss sich nie gefragt, warum die psychologische Intelligenzforschung des letzten Jahrhunderts so mühsam nach den seltenen, getrennt aufgewachsenen eineiigen Zwillingen suchte, um die Vererbbarkeit geistiger Eigenschaften zu beweisen? Niemand hat je bestritten, dass eine Kindheit bei privilegierten Eltern die geistige Entwicklung fördern kann, auch wenn die DDR die Existenz bessergestellter Klassen gern geleugnet hätte. Dennoch hofft Weiss, das "'Zentralgen' der Intelligenz in den nächsten 5 bis 15 Jahren entdeckt zu haben". Seine größte Sorge dabei: Die "Tabuisierung" der biologistischen Intelligenzforschung, wegen der bis heute dominierenden "egalitären Tendenzen" der 68er Kulturrevolution.
Die dieser Tage gern ventilierten Vorbehalte gegen die 68er-Generation sollten aber nicht verdecken, dass manche Tabuisierungen auch ihren Sinn haben. So scheint Weiss nicht zu ahnen - oder tut nur so -, in welche unheilige Tradition er sich mit seinen Ängsten vor einer "humangenetischen Verdummung der Deutschen" stellt: Vom finsteren Malthusianismus des frühen 19.Jahrhunderts über den grausamen Sozialdarwinismus Herbert Spencers führt dieses Denken hin zur modernen Eugenik und den Verbrechen der Nazis. Arglos wundert sich Weiss, die Intelligenzforschung sei "zu einer umstrittenen Disziplin geworden". Dafür aber sorgt er selbst natürlich auch, beispielsweise wenn er eine Unterscheidung der Menschen durch IQ-Messungen in die drei Typen: Intelligente, Mittelmäßige und Einfache vorschlägt, um sie gezielt zum Wohl der Wirtschaft und des Kulturfortschritts einsetzen zu können. Das politische Wahlrecht würde er am liebsten nur seiner Intelligenz-Elite geben, weil die überall herrschende "Diktatur der Mittelmäßigkeit" nur Mist produziert.
Auch Professor Weiss' Kenntnisse der Geschichte der deutschen Psychologie lassen zu wünschen übrig, wenn er fragt: "Wer weiß heute noch, dass auch Hitler IQ-Tests strikt ablehnte, weil die jüdischen Testpersonen überdurchschnittlich hohe Werte erzielten?" Hier übersieht Weiss, dass die deutsche Psychologie als Fachdisziplin unter Hitler aufblühte und zu Ansehen gelangte. Nazi-Akademiker richteten Lehrstühle und erstmals sogar Beamtenstellen für Psychologen ein und erließen die erste Diplom-Prüfungsordnung. Auch wenn Weiss sich einen jüdischen, von den Nazis vertriebenen Intelligenzforscher zum geistigen Ahnherren erwählt, liegt er vollkommen falsch, damit den IQ-Test zum antifaschistischen Widerstand hoch zu stilisieren.
Die Einführung psychologischer Eignungstests für Offiziersanwärter bahnte der Praxis dieses Faches erst den Weg. Trotz ideologischer Phrasen über Rassenpsychologie und Charakterkunde war der Kern dieser von Wehrmachtspsychologen der 30er Jahre entwickelten Prüfung ein Intelligenztest - von Verfahren ergänzt, die heute "Assessment-Center" genannt werden. Nach den ersten Kriegserfolgen der Wehrmacht überlegte man 1941 sogar beim US-Militär, die Eignungstests nach deutschem Vorbild zu reformieren. Abgeschafft wurden die Tests von der Wehrmacht 1942, da man mangels Nachschub an Menschenmaterial nicht mehr so wählerisch sein und Offiziersanwärter außerdem nach Bewährung im Kampf auswählen konnte. Die Psychologen hatten außerdem Söhne berühmter Nazi-Kriegsgrößen als untauglich für die Offizierslaufbahn getestet, so die Sprösslinge von Generaloberst Fromm und Generalfeldmarschall Keitel. Dies spricht aus heutiger Sicht nicht unbedingt gegen die Testverfahren, lief aber der Nazi-Ideologie von einer Vererbarkeit geistiger Fähigkeiten zuwider. Mit den von Weiss kolportierten "jüdischen Testpersonen", die "überdurchschnittlich hohe Werte erzielten", hatte die Einstellung der IQ-Tests aber nichts zu tun. In solchen Thesen zeigt sich eher ein - womöglich überkompensatorischer - Philosemitismus, der zu einer Rehabilitierung der biologistischen Variante der Intelligenzforschung eingespannt werden soll.
Auch die positive, weitgehend mit Springers WELT übereinstimmende und die Einwanderung kritisierende Rezension von Weiss' neuem Buch "Die IQ-Falle. Intelligenz, Sozialstruktur und Politik" in der Rechts-Postille "Der Republikaner" warnt "ausdrücklich" vor "falschen >rassistischen< Schlüssen" (5). Die liegen allerdings so fern nicht, wenn man sich das weitere Angebot von Volkmar Weiss' Verlag ansieht: Im "Leopold Stocker"-Verlag findet man neben dem prominenten Autor Jörg Haider die rechtsradikale Monatszeitschrift "Nation+Europa" sowie Bücher wie "Rudolf Heß: Ich bereue nichts" oder "Adolf Hitler - mein Jugendfreund".
Links
(1) http://www.welt.de/daten/2001/02/04/0204pg220237.htx
(2) http://www.genealogy.net/gene/vereine/DAGV/index.html
(3) http://www.genealogy.net/gene/reg/DEU/dzfg-de.html
(4) http://www.mugu.com/cgi-bin/Upstream/Issues/psychology/IQ/elite.html
(5) http://www.der-republikaner.de/repxxx/rep_zeitung_buch.htm#buchdiens t
Telepolis Artikel-URL: http://www.telepolis.de/r4/artikel/4/4916/1.html
Weitere Artikel bei WELT von/über/mit Volkmar Weiss, anscheinend kam das bei der Leserschaft gut an:
http://www.welt.de/data/2005/07/23/749450.html?prx=1
http://www.welt.de/data/2006/01/04/826392.html
http://www.welt.de/daten/2001/09/28/0928de284980.htx
ottoman1299
09.03.06, 11:09
Kelek, Cem Özdemir, Ermeni, PKK...
Bu Konularda biz Türklerin %90 birlik ve hemfikir oluyoruz. Kendi aile(türkiye) problemlerimize gelince, birbirimiz ile kanli bicakli oluyoruz. Aklim ermiyor, hata nerede???
@ Cem
Heftig ! Kritisierst Du Kelek, bist Du ein "Islamist". Bunlar safmi yoksa delimi ?
Viel wichtiger ist es herauszufinden, wer sie protegiert und mit welchem Ziel. Ich habe Ende 2004 ihren allerersten Fernsehauftritt miterlebt, im ZDF - wo sonst(?) - als "Türkeiexpertin" in einer mehrstündigen Sendung unter dem Titel "die lange Nacht der Sterne", in der es ausschliesslich um die türkische EU-Mitgliedschaft ging. Ebenfalls im Studio: Raddatz. Die beiden auf einem Podium, da könnt Ihr Euch ja vorstellen, was Sache war. Aus Raddatz Umfeld kenne ich wiederum eine in Berlin sehr einflussreiche Unternehmensberaterin mit besten Kontakten zu Politik und Medien. Diese Frau ist das mit Abstand Schlimmste an Türken- und Islamhass, was mir jemals begegnet ist. Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass sie eigentlich einer umfangreichen psychischen Therapie bedarf. Sie hat Kelek in der besagten Sendung gesehen und war hellauf begeistert. So weit ich das mitbekommen habe, war sie es auch, die ihr den Kontakt zum BMI hergestellt hat.
Viel wichtiger ist es herauszufinden, wer sie protegiert und mit welchem Ziel. Ich habe Ende 2004 ihren allerersten Fernsehauftritt miterlebt, im ZDF - wo sonst(?) - als "Türkeiexpertin" in einer mehrstündigen Sendung unter dem Titel "die lange Nacht der Sterne", in der es ausschliesslich um die türkische EU-Mitgliedschaft ging. Ebenfalls im Studio: Raddatz. Die beiden auf einem Podium, da könnt Ihr Euch ja vorstellen, was Sache war. Aus Raddatz Umfeld kenne ich wiederum eine in Berlin sehr einflussreiche Unternehmensberaterin mit besten Kontakten zu Politik und Medien. Diese Frau ist das mit Abstand Schlimmste an Türken- und Islamhass, was mir jemals begegnet ist. Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass sie eigentlich einer umfangreichen psychischen Therapie bedarf. Sie hat Kelek in der besagten Sendung gesehen und war hellauf begeistert. So weit ich das mitbekommen habe, war sie es auch, die ihr den Kontakt zum BMI hergestellt hat.
Ich hatte diese Sendung im ZDF auch verfolgt. War da nicht auch "Hallmann" zugegen ? Jedenfalls erinnere ich mich so.
Stimmt, man kann schon gut erahnen, wem Kelek so gefällt. Sie gefällt eben solchen Menschen, wie Sie oben beschrieben haben. Und Karriere kann man ja bekanntlich auch gut mit denen und unter diesen bestimmten Kreisen machen.
Die allergrößte und für mich völlig unakzeptabel erscheinende Sache ist die, daß einige deutschsprachige Zeitungen sich Kelek regelrecht "angeeignet" haben. Als würde sie für diese auch eine bestimmte Leistung erbringen.
Der Schakal
09.03.06, 11:19
Viel wichtiger ist es herauszufinden, wer sie protegiert und mit welchem Ziel. Ich habe Ende 2004 ihren allerersten Fernsehauftritt miterlebt, im ZDF - wo sonst(?) - als "Türkeiexpertin" in einer mehrstündigen Sendung unter dem Titel "die lange Nacht der Sterne", in der es ausschliesslich um die türkische EU-Mitgliedschaft ging. Ebenfalls im Studio: Raddatz. Die beiden auf einem Podium, da könnt Ihr Euch ja vorstellen, was Sache war. Aus Raddatz Umfeld kenne ich wiederum eine in Berlin sehr einflussreiche Unternehmensberaterin mit besten Kontakten zu Politik und Medien. Diese Frau ist das mit Abstand Schlimmste an Türken- und Islamhass, was mir jemals begegnet ist. Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass sie eigentlich einer umfangreichen psychischen Therapie bedarf. Sie hat Kelek in der besagten Sendung gesehen und war hellauf begeistert. So weit ich das mitbekommen habe, war sie es auch, die ihr den Kontakt zum BMI hergestellt hat.
Hart aber ...
... intellektuelle Prostitution ...
:rolleyes:
ottoman1299
09.03.06, 11:26
Ich suche für mich und meine Frau einen Job in der Türkei....kann mir jemand helfen? Hab keinen Bock mehr auf sowas.
Mir ergeht es genau so!
Uns Türken pickt man jeden fehler raus, bringt sie ganz gross auf tittelblättern. Meine hoffnungen auf eine integration der türken hier in deutschland, ist am ist am boden versunken. Es wird von tag zu tag schlimmer...
Ich hatte diese Sendung im ZDF auch verfolgt. War da nicht auch "Hallmann" zugegen ? Jedenfalls erinnere ich mich so.
Stimmt, man kann schon gut erahnen, wem Kelek so gefällt. Sie gefällt eben solchen Menschen, wie Sie oben beschrieben haben. Und Karriere kann man ja bekanntlich auch gut mit denen und unter diesen bestimmten Kreisen machen.
Die allergrößte und für mich völlig unakzeptabel erscheinende Sache ist die, daß einige deutschsprachige Zeitungen sich Kelek regelrecht "angeeignet" haben. Als würde sie für diese auch eine bestimmte Leistung erbringen.
Stimmt, Hallmann war auch dabei. Die Medien instrumentalisieren Kelek, um Dinge zur Sprache zu bringen, die sie sich sonst nicht trauen würden. Nur über eines müssen wir uns im Klaren sein: wenn das ganze System hat, dann sind nicht wir die Adressaten dieser Botschaften, sondern die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Diese wird bis weit ins bürgerlich-liberale Lager uns gegenüber Schritt für Schritt radikalisiert, es wird ein Problembewußtsein konstruiert. Mit welchem Zweck? Es werden Pappkameraden aufgebaut, die dann natürlich auch einer weitreichenden politischen Lösung bedürfen. Ich denke, hier soll gegenüber der eigenen, der deutschen Öffentlichkeit ein politischer Maßnahmenkatalog legitimiert werden, der unter normalen Bedingungen nie und nimmer mehrheitsfähig wäre.
Stimmt, Hallmann war auch dabei. Die Medien instrumentalisieren Kelek, um Dinge zur Sprache zu bringen, die sie sich sonst nicht trauen würden. Nur über eines müssen wir uns im Klaren sein: wenn das ganze System hat, dann sind nicht wir die Adressaten dieser Botschaften, sondern die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Diese wird bis weit ins bürgerlich-liberale Lager uns gegenüber Schritt für Schritt radikalisiert, es wird ein Problembewußtsein konstruiert. Mit welchem Zweck? Es werden Pappkameraden aufgebaut, die dann natürlich auch einer weitreichenden politischen Lösung bedürfen. Ich denke, hier soll gegenüber der eigenen, der deutschen Öffentlichkeit ein politischer Maßnahmenkatalog legitimiert werden, der unter normalen Bedingungen nie und nimmer mehrheitsfähig wäre.
Wo haben wir denn sowas schon alles erlebt? Hmmm....lass mich nachdenken!!
ottoman1299
09.03.06, 11:35
Meric (kardesim),
Almanlar ona kulak vermiyor. O bazi Alman kismina kulak verip, onlarin bizim hakkimizda birikmis ön yargilarini bir kitapciga sigdiriyor ve onlarin banaz görüslerini tastikliyor.
Bunun yanisira bazi asiri siyasi ve medial düsüncelerede yelpaze aciyor.
Kendisi artik asirilarin en basinda yer almis. Ve git gide de radikallesiyor.
Yani kitaplarini yazarken geldigi yere hic bakmadan, almanlarin agzindan cikani, türk kalemi ile yaziyor. Kendi ameline, türkiyenin gururu ve sahsiyetini hice sayiyor.
Abla, kisaca bu bayana Vatan haini diyebilirmiyiz?
Stimmt, Hallmann war auch dabei. Die Medien instrumentalisieren Kelek, um Dinge zur Sprache zu bringen, die sie sich sonst nicht trauen würden. Nur über eines müssen wir uns im Klaren sein: wenn das ganze System hat, dann sind nicht wir die Adressaten dieser Botschaften, sondern die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Diese wird bis weit ins bürgerlich-liberale Lager uns gegenüber Schritt für Schritt radikalisiert, es wird ein Problembewußtsein konstruiert. Mit welchem Zweck? Es werden Pappkameraden aufgebaut, die dann natürlich auch einer weitreichenden politischen Lösung bedürfen. Ich denke, hier soll gegenüber der eigenen, der deutschen Öffentlichkeit ein politischer Maßnahmenkatalog legitimiert werden, der unter normalen Bedingungen nie und nimmer mehrheitsfähig wäre.
Cem,
das ist tatsächlich eine weit gedachte und sehr gute Analyse der z.Zt. herrschenden Atmosphäre und deren Urheber. Wir werden sehen, ob sich die demokratisch und werteorientierte Mehrheitsgesellschaft in Deutschland mit nötiger Sensibilität und Aufmerksamkeit gegen diese "Maßnahmenkataloge" zu Wehr setzen kann und wird. Daran wird sie sich ja auch messen lassen.
Für mich jedenfalls hat das Ganze ein System und klare Botschaften.
MissUnderstood
09.03.06, 11:49
Cem,
das ist tatsächlich eine weit gedachte und sehr gute Analyse der z.Zt. herrschenden Atmosphäre und deren Urheber. Wir werden sehen, ob sich die demokratisch und werteorientierte Mehrheitsgesellschaft in Deutschland mit nötiger Sensibilität und Aufmerksamkeit gegen diese "Maßnahmenkataloge" zu Wehr setzen kann und wird. Daran wird sie sich ja auch messen lassen.
Für mich jedenfalls hat das Ganze ein System und klare Botschaften.
welche klaren Botschaften sind das für dich Zübeyde???? Nenn sie doch mal beim Namen!
Zum Thema Necla Kelek ...
http://www.emma.de/06_2_offene_antwort.html (http ://www.emma.de/06_2_offene_antwort.html)
EMMA März/April 2006
Offene Antwort
Das Klima wird kühler für Multi-Kultis. Und die Pfründe weniger.
Quer über dem Text mit dem pathetischen Titel "Gerechtigkeit für Muslime" steht ein Foto, aus dem acht fröhliche junge Frauen und ein lächelnder Mann herausschauen. Der Mann trägt eine modische Wollmütze, die Frauen tragen ihr Haupthaar. Offen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass auch nur eine der acht sich in dem Text wiederfinden würde.
Denn in dem "Offenen Brief" in der Zeit vom 1.2.06, geschrieben von einer Frau und einem Mann und unterzeichnet von "60 deutschen Migrationsforschern", geht es eben nicht um diese Art junger Frauen, die aussehen wie alle anderen, egal ob sie nun muslimisch, christlich, jüdisch oder atheistisch sind. Es geht um die Anderen.
Die drei Frauen allerdings, gegen die der "Offene Brief" im Namen der "Wissenschaft" polemisiert, könnten locker zwischen den acht stehen. Sie heißen Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und Seyran Ates und sind von Beruf Politikerin, Soziologin und Anwältin. Doch das, wofür sie bekannt geworden sind, hat weniger mit ihrem Beruf zu tun und eher mit ihren Lebenserfahrungen.
Die eine, Hirsi Ali, hat ihre Familie irgendwie überlebt, ist vor einer Zwangsverheiratung geflohen und hat mit ihrer Kritik am fundamentalistischen Islam mitten in Europa eine lebensbedrohliche Fatwa auf sich gezogen. Die andere, Ates, hat sich von einer traditionellen muslimischen Familie, die sie bis heute liebt, schmerzlich emanzipiert und als Mitarbeiterin eines Frauenladens die Schüsse eines Türken, Motiv Frauenhass, nur knapp überlebt. Die dritte, Kelek, ist ebenfalls den langen Weg der zweiten Generation von der Türkei nach Deutschland in die Selbstständigkeit gegangen und macht zur Zeit Furore als Autorin von Büchern, die über diese Erfahrung subjektiv berichten und objektiv informieren.
Die Frauen sind drei von vielen, die endlich – nach Jahrzehnten des Schweigens – reden. Und es werden jeden Tag mehr. Diese Frauen riskieren viel: den Verlust der Liebe ihrer Familie, die Ächtung ihrer Community, die Heimatlosigkeit zwischen allen Fronten oder auch die psychische und physische Einschüchterung bis hin zur Vernichtung. Doch ihrem Mut verdanken wir alles. Sie waren es, die die Omerta gebrochen haben. Das Gesetz des Schweigens, das besagt: Was innerhalb der Familie passiert, geht draußen niemanden etwas an. Draußen, das sind die Nachbarn, das sind die Deutschen, das sind die Anderen.
Wir können heute von einer regelrechten Emanzipationsbewegung junger Musliminnen in Westeuropa reden: vom Wedding Seyran Ates’ über das Amsterdam Ayaan Hirsi Alis bis hin zu den Pariser Vororten der Gruppe ‚Ni putes, ni soumises‘ (Weder Huren noch Unterworfene). Dieser Bewegung verdanken wir die Wahrheit über das, was da hinter verschlossenen Türen – oder auf offener Straße – Tag für Tag passiert. Das Private ist eben immer noch politisch.
Einer der Nebeneffekte dieser Bewegung ist ihre manchmal voyeuristische Vermarktung durch Verlage und Medien oder der Versuch fremdenfeindlicher Kräfte, diese bittere Wahrheit gegen ganze Menschengruppen zu funktionalisieren: gegen "den" Islam, gegen "die" Muslime, gegen "die" Araber etc. Das kann, ja muss kritisiert werden. Aber darum geht es hier nicht.
Die AutorInnen des "Offenen Briefes" in der Zeit sind nach eigenen Angaben "Migrationsforscher", also aus einer Branche, die unter den Fittichen rotgrüner Multi-Kulti-Förderung boomte. Sie haben es jahrelang verstanden, mit ihrem politisch korrekten "Dialog" und ihrem Anti-Rassismus-Diskurs die wirklichen Verhältnisse zu verschleiern. So wurde nicht nur deutsche Ignoranz genährt, sondern auch der überwältigenden Mehrheit der nicht-fundamentalistischen Menschen im muslimischen Kulturkreis schwer geschadet. Denn deren Probleme wurden geleugnet und so immer größer.
Eigentlich wäre zu vermuten gewesen, dass diese Islamisten-Freunde nach dem 11. September endlich nachdenklich werden. Oder aber spätestens erschrecken angesichts der Terror-Welle gelenkter Gottesstaatler, die für ein paar Karikaturen Botschaften und Menschen abfackeln. Mitnichten. Sie gehen in die Offensive, im Jahr 2006. Was Gründe hat. Das politische Klima wird kühler für die Multi-Kultis. Und der warme Strom der Pfründe fließt jetzt weniger in die oft separatistische Migrationsforschung und eher in integrative Initiativen.
Die Erfahrungen, Proteste, Bücher oder Filme der sich befreienden Musliminnen sind für diese 60 vorgeblichen Migrationsforscher (von denen laut FAZ vom 9.2.06 nur jeder fünfte auch einer ist) nichts als "unwissenschaftlich" und "unseriös", "reißerische Pamphlete" oder "Boulevardliteratur". Und arrangierte Ehen sind für sie lediglich "das Ergebnis der Abschottungspolitik Europas gegenüber geregelter Einwanderung". Dass Migrationsforscher wagen, so etwas zu schreiben, kann nur so erklärt werden, dass sie von ihren Schreibtischen an den Unis in Bremen und Hamburg (daher kommen die meisten) oder Köln und Essen (daher kommen ein paar) selten wegkommen und Berlin-Kreuzberg, Köln-Mülheim oder Anatolien vorwiegend vom Papier her kennen. Vor allem aber: Seit wann hätte jemals die Wissenschaft die Gesellschaft verändert? Das tun Betroffene – und die Wissenschaft liefert im besten Fall objektive Informationen und Analysen dazu.
Vollends grotesk aber wird der in der Zeit erhobene Vorwurf der "Unwissenschaftlichkeit", wenn wir uns die AutorInnen des Traktats ansehen: Yasemin Karakasoglu und Mark Terkessidis. Die eine ist Erziehungswissenschaftlerin an der Uni Bremen und der andere ist freier Autor in Köln. Beide haben interessanter Weise binationale Eltern, sie einen türkischen Vater, er einen griechischen. Sie kommt aus der militanten Pro-Kopftuchszene, deren hervorragende Stimme sie ist; er kommt aus der radikalen Linken.
Yasemin Karakasoglu selbst ist sehr, sehr weit von wissenschaftlicher Neutralität entfernt und sehr, sehr eng mit der islamistischen Szene in Deutschland verbandelt. Es war ihr Gutachten, das beim so genannten Kopftuch-Urteil des Verfassungsgerichtes – bei dem es um die Frage ging, ob Lehrerinnen in deutschen Schulen das Recht haben sollen, in der Klasse Kopftuch zu tragen – den Ausschlag gab für die halbherzige Entscheidung, nichts zu entscheiden. Karakasoglu, für die ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst eine "deutsche Fatwa" ist und Kopftuchträgerinnen "glückliche Töchter Allahs" sind, stützte sich dabei auf eine eigene "wissenschaftliche Untersuchung", die beweise, dass das islamische Kopftuch absolut vereinbar sei mit einer "modernen Lebensführung". Für diese Untersuchung hatte die Professorin 25 (!) von ihr ausgesuchte türkische Pädagogikstudentinnen nach ihrer Haltung zum Kopftuch befragt. Übrigens: Yasemin Karakasoglu selbst wurde noch nie mit Kopftuch fotografiert.
Seit den 90ern ist die Erziehungswissenschaftlerin politisch sehr aktiv, seit 2004 hat sie eine Professur in Bremen für "interkulturelle Bildung". WissenschaftlerInnen, die es wagen, auf die Gefahr von Identitätsstörungen und Gewaltbereitschaft islamischer Jugendlicher in Deutschland aufmerksam zu machen, wie Prof. Wilhelm Heitmeyer in einer Studie, greift sie als "rassistisch" an. Und gern gibt sie über diesen "rassistischen Diskurs" ellenlange Interviews, zum Beispiel in der Islamischen Zeitung.
Letzten Monat saß Karakasoglu mal wieder auf einem Podium mit den Freunden und Freundinnen der bärtigen Brüder, wie dem deutschen Konvertiten Mohammed A. Hobohm (Geschäftsführer der König-Fahad-Akademie in Bonn, die der Verfassungssschutz eigentlich geschlossen wissen möchte wg. fundamentalistischer Umtriebe), dem Konvertiten Murat Hofmann (Ex-Botschafter, deklarierter Fundamentalist und Verantwortlicher des Annemarie-Schimmel-Forums) und last but not least Tariq Ramadan (führender islamistischer Theoretiker in Europa).
Auch Sabiha El-Zayat saß mit auf dem Podium bei diesem "Internationalen Symposium" am 21./22. Januar 2006 im Bonner Haus der Evangelischen Kirche. (Die mit ihrer übereifrigen Bereitschaft zur Anbiederung, Selbstaufgabe und zum sich Erstickenlassen in der Umarmung der Anderen nochmal ein Extra-Kapitel wäre.) El-Zayat ist die Tochter von Amina Erbakan, Nichte des Islamistenchefs Necmettin Erbakan, Schwester des langjährigen Milli Görüs-Chef Mehmet Erbakan und Ehefrau von Ibrahim El-Zayat, "der als Multi-Manager in ein weitgefächertes islamistisches Geflecht hineinwirkt" (Raddatz). Kurzum, da saßen mal wieder alle beieinander. Und Karakasoglu mittendrin.
Es wären noch etliche Namen aus dem harten Kern dieser Kreise der Rede Wert, die selbstverständlich auch 2003 bei dem von der grünen Ex-Ausländerbeauftragten Marie-Luise Beck initiierten ‚Aufruf wider eine Lex-Kopftuch‘ dabei waren. Prof. Barbara John zum Beispiel, ehemalige Berliner Ausländerbeauftragte und Initiatorin und Kuratoriumsmitglied der ‚Muslimischen Akademie‘; oder Prof. Ursula Boos-Nünning, Pädagogin von der Uni Duisburg/Essen; oder Prof. Ursula Neumann, an der Hamburger Universität zuständig für "interkulturelle Pädagogik" (Neumann antwortet der Welt übrigens auf die Nachfrage, ob ihr Forschungen zum Problem der Ehrenmorde bekannt seien: "Man kann nicht über alles forschen"). Oderoderoder. Es sind eben immer dieselben.
Aber was macht ein Mark Terkessidis in der Runde? Diplom-Psychologe in Köln, Ex-Spex-Redakteur und Mitglied von Kanak Attak, seine Themen: Populärkultur, Identitätsbildung, Rassismus. Zu letzterem liefert Terkessidis auch gleich eine wissenschaftliche Definition: "Ich möchte Rassismus als eine Verbindung von sozialer Praxis und gleichzeitiger Wissensbildung fassen". Noch ein Zitat? "Die wenigen Merkmale, mit denen der Islam dargestellt wird, ergeben eine Art Syndrom, das wie ein Spiegel funktioniert – eine glatte Fläche, in der wiederum in strategischem Sinne das Fremde umgekehrt das Eigene reflektiert."
Genug der Quälerei. Terkessidis gehört also zu dieser Sorte postmoderner, selbstreferenzieller, pseudoradikaler Intellektueller, die viel mit ihrer Selbstdarstellung und wenig mit dem Begreifen der Welt zu tun haben.
"Eine einzige geballte Peinlichkeit" nennt nicht nur die Islamwissenschaftlerin Prof. Ursula Spuler-Stegemann (Muslime in Deutschland) das Traktat dieser "60 so genannten Migrationsforscher, die den Islam und die hiesige Lebenswirklichkeit nur selektiv wahrnehmen – und die offenbar ihre Pfründe schwinden sehen".
Nun, für eine Seite in der so liberalen Zeit reicht es noch immer. Doch die war aufschlussreicher, als es ihren AutorInnen und deren Gefolgschaft lieb sein kann.
Alice Schwarzer, EMMA März/April 2006
Zum Weiterlesen: Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz, Hrsg. Alice Schwarzer Ich habe in meinem Leben sehr viele Türken in Deutschland kennengelernt, ganz sicher mehr als eine Frau Schwarzer und mehr als ich zählen kann, bin darüber hinaus fast in allen Regionen der Türkei gewesen, kenne unsere Landsleute in- und auswendig, weiss wie sie denken und fühlen, muss mir aber von einer Alice Schwarzer sagen lassen wer oder was die Türken sind! Das ist grotesk! Es fällt einem nicht gerade leicht, es mit Humor bzw. Sarkasmus zu nehmen.
Necla Kelek ist immerhin nach der Kritik der Wissenschaftler(innen) zurückgerudert und spricht aktuell nur noch von "Kurdistan" (PKK-Jargon!) und "Südosten der Türkei", wenn sie ihre Thesen thematisiert. Auch hier lehnt sie sich wieder zu weit aus dem Fenster, denn nicht alle im "Südosten der Türkei" leben in archaischen Stammestraditionen. Es gibt durchaus sekulare und moderne Kurden, aber erzählt das mal den Kelekisten! Von denen wird man auch noch als "gefährliche Gutmenschen" tituliert:
http://www.welt.de/data/2006/02/08/842540.html
welche klaren Botschaften sind das für dich Zübeyde???? Nenn sie doch mal beim Namen!
Das ist ein weitreichendes Thema. (Ich bin leider gerad aufm Sprung). Komme aber auf dieses Thema wieder zurück.
Was ich aber auf die Schnelle noch antworten möchte ist als erstes Schlagwort: Die ASSIMILATION.
Dann frage Dich selber, warum und wieso Frau Kelek bei allen Themen, wenn es um die Türkei geht, überall auftaucht. Ob das Thema Schule, türkischer Film, EU, türkische Frauen oder türkische Ehrenmörder geht. Ich denke, wenn man sich das im Ganzen anschaut, kommt man sehr schnell auf die Antworten. Überdenke Du mal lieber die neuerlichen Einbürgerungsgesetzesvorhaben in Deutschland. Auch da taucht Frau Kelek auf. Frau Kelek für alle Fälle. Andere Wissenschaftler würden sie um ihren Stand beneiden. Die Kluge.
Tschüß
deryatulga
09.03.06, 12:04
Meric (kardesim),
Almanlar ona kulak vermiyor. O bazi Alman kismina kulak verip, onlarin bizim hakkimizda birikmis ön yargilarini bir kitapciga sigdiriyor ve onlarin banaz görüslerini tastikliyor.
Bunun yanisira bazi asiri siyasi ve medial düsüncelerede yelpaze aciyor.
Kendisi artik asirilarin en basinda yer almis. Ve git gide de radikallesiyor.
Simdi tam onikiden vurdun iste. Ancak yakinda basta devletimiz olmak üzere birileri ismiyle müsemma Bayan Kelek'in Almanlara söz geciren birisi oldugu imajini yaratarak kendisini onurlandirma moduna gececeklerdir. Tipki Taner Akcam hatta Elif Safak'a yapildigi gibi. Yoksa Necla Hanim radikallesse ne olur, soyadini Kavun veya Karpuz diye degistirse ne olur? "Bos fici cok ses cikartir" güzel bir Fransiz atasözüdür bilirmisin?
ottoman1299
09.03.06, 12:10
Wir türken sind eine gefahr für deutschland. Nicht nur weil wir türken sind, vielmehr ist es unser religion. Wenn man hört, das es in 30-50 jahren fast die hälflte der einwohner deutschland moslems seien werden. Die sorgen der Christ-Demokraten-Deutschen ist verständlich.
Ein land mit einem sehr schelchten image, was es nationalismus an betrifft. Kann nicht mit eigener identität, die hier lebenden ausländer für "nicht integrations fähig" erklären. Spezien wie Keleks, werden vorgeschoben.
Diesen Artikel habe ich auch nicht gelesen, denn mich langweilt das nur noch und gerade morgens kann ich Langeweile nicht gebrauchen.
Ich möchte nochmals ausdrücklich betonen das Fr. Kelek mich nicht representieren darf. Und die Leser warne ich vor! Leute nach durchlesen dieses Artikels ist mir speiübel geworden!! Diese Frau ist gefährlich.
Es wird verstärkt darüber aufgeklärt, welche Gesundheitsrisiken Ehen zwischen Cousin und Cousine für die Nachkommen haben
Bei diesem Thema ist wohl Frau Kelek ins Strudel geraten!
Denn die meisten europäischen Ländern verbieten solche Eheschließungen nicht. Dass sie jedoch nur einen sehr geringen Anteil (unter 1%) bilden, liegt einzig und alleine daran, dass die katholische Kirche mindestens seit dem Mittelalter Eheschließungen zwischen Verwandten (bis zur 6. Generation) verbietet bzw. nur gegen eine Sondergenehmigung des Bischoffs oder des Vatikans zuläßt, eine Sondergenehmigung, die sich die Kirche selbstverständlich bezahlen läßt.
Was die Eheschließungen unter Verwandten in den vom Islam geprägten Ländern angeht, ist es in erster Linie eine arabische Tradition, wie die Statistiken deutlich machen:
Saudi-Arabien 51 bis 58 %
Jordanien 51 %
Vereinigte arabische Emirate 50 %
Jemen 40 bis 45 %
Syrien 33 %
Libanon 25 %
Algerien 22 bis 25 %
Oman 21 %
Marokko 20 %
Türkei 13 % Die Zahlen sind aus dem Jahr 1999
Und so viel ich weiß, obwohl ich als Atheist ein absoluter Greenhorn in Sache religiöser Dogmen bin, rät der Prophet Mohammed von Eheschließungen unter Verwandten ab.
Beim Lesen des Textes musste ich irgendwie an das NPD Parteiprogramm denken. Bei denen war ich nicht mehr entsetzt als hier.
Simdi tam onikiden vurdun iste. Ancak yakinda basta devletimiz olmak üzere birileri ismiyle müsemma Bayan Kelek'in Almanlara söz geciren birisi oldugu imajini yaratarak kendisini onurlandirma moduna gececeklerdir. Tipki Taner Akcam hatta Elif Safak'a yapildigi gibi. Yoksa Necla Hanim radikallesse ne olur, soyadini Kavun veya Karpuz diye degistirse ne olur? "Bos fici cok ses cikartir" güzel bir Fransiz atasözüdür bilirmisin?
Derya bey,
Sayin Basbakanimiz, Tayyip Erdogan bey, Necla Kelek hanimefendiden gercekten birseyler bekliyebilirmi ? Yani tabiki 2. kitabinida okuduktan sonra:lach:.?
Diger partilerdende herhalde yine Türk insaninin imajini karaladigi sebebiyle, zannederim Necla hanimdan pek hoslanmayacaklardir. Yanilmiyorsam.
Sayet dediginiz gibi olursa, bu sefer ben bir yürüyüs organize edecegim. Hedef bu sefer Ankara .:türk:
Slogan: Türk kadininin ismini karalayanlara sevgi göstermeyin !!!!:hallo;
Cem,
das ist tatsächlich eine weit gedachte und sehr gute Analyse der z.Zt. herrschenden Atmosphäre und deren Urheber.
Der Meinung bin ich auch.
Wir werden sehen, ob sich die demokratisch und werteorientierte Mehrheitsgesellschaft in Deutschland mit nötiger Sensibilität und Aufmerksamkeit gegen diese "Maßnahmenkataloge" zu Wehr setzen kann und wird. Daran wird sie sich ja auch messen lassen.
Ich bezweifle, dass die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland sich zur Wehr setzen wird. Denn sie wird mit solchen Artikeln und ähnlich gelagerten Berichterstattungen in anderen Medien solange bearbeitet, bis die Meinungsumfragen ergeben, das Terrain ist nun für solche "Maßnahmenkataloge" aufnahmefähig.
Die französische Öffentlichkeit hat auch nicht reagiert, als im Dezember 2005 kurz nach den Unruhen in den Vorstädten (sehe ich da vielleicht einen nicht existierenden Kausalzusammenhang!) die Gesetzgebung über Eheschließung und Familienzusammenführung verschärft wurde (es handelt sich also um eine EU-weite Kampagne bzw. Offensive).
Von nun an gilt jede im Ausland zwischen einem französichen Staatsbürger und einem Ausländer geschlossenen Ehe als "potentiell kriminell". Für die Aufenthaltsgenehmigung und den Zuzug des ausländischen Ehepartners gelten andere Regelungen und längere Fristen als bei einer ähnlichen in Frankreich geschlossenen Ehe.
Eine große Mehrheit der Franzosen waren mit diesen Verschärfungen einverstanden, hatte man sie doch vorher unentwegs damit berieselt, solche Ehen würden nur zum Erlangen einer Aufenthaltserlaubniss geschlossen. Für mich persönlich, die vor langer Zeit in Deutschland (also aus französischer Sicht im Ausland) geheiratet hat, war das wie eine Ohrfeige ins Gesicht!
Der Meinung bin ich auch.
Ich bezweifle, dass die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland sich zur Wehr setzen wird. Denn sie wird mit solchen Artikeln und ähnlich gelagerten Berichterstattungen in anderen Medien solange bearbeitet, bis die Meinungsumfragen ergeben, das Terrain ist nun für solche "Maßnahmenkataloge" aufnahmefähig.
Die französische Öffentlichkeit hat auch nicht reagiert, als im Dezember 2005 kurz nach den Unruhen in den Vorstädten (sehe ich da vielleicht einen nicht existierenden Kausalzusammenhang!) die Gesetzgebung über Eheschließung und Familienzusammenführung verschärft wurde (es handelt sich also um eine EU-weite Kampagne bzw. Offensive).
Von nun an gilt jede im Ausland zwischen einem französichen Staatsbürger und einem Ausländer geschlossenen Ehe als "potentiell kriminell". Für die Aufenthaltsgenehmigung und den Zuzug des ausländischen Ehepartners gelten andere Regelungen und längere Fristen als bei einer ähnlichen in Frankreich geschlossenen Ehe.
Eine große Mehrheit der Franzosen waren mit diesen Verschärfungen einverstanden, hatte man sie doch vorher unentwegs damit berieselt, solche Ehen würden nur zum Erlangen einer Aufenthaltserlaubniss geschlossen. Für mich persönlich, die vor langer Zeit in Deutschland (also aus französischer Sicht im Ausland) geheiratet hat, war das wie eine Ohrfeige ins Gesicht!
Ok Leute analyse gut....und die Konsequenzen für uns daraus?? Handlungsvorschläge und Strategien?
Bu Necle Kelek adli Bayanin dedigi acikca ortada: ASLIMILATION
Also Leute wir sollen uns Asimilieren, ansonsten haben wir keine Überlebungs möglichkeiten in Deutschland:lach:
Es Lebe die Asimilation der Türken:brüll:
Mirage,
Du hast es sogar als eine "EU-weite Kampagne" genannt. Ich stimme Dir hier vollkommen zu. Nur das auszusprechen, fällt mir manchmal schwer, weil die Gefahr besteht, daß man dann zu schnell als "anti-europäisch" eingestellt gebrandmarkt wird. Fakt ist, daß wir diese Art von Angriffen auch durch verschäftere Gesetze für Migranten fast gleichzeitig in Europa beobachten.
Mit Frankreich kennst Du Dich ja gut aus. Vielen Dank für diese Infos. Ich hatte mich etwas mit Nachrichten aus den Niederlanden und Dänemark beschäftigt. Genau das selbe. Österreich wissen wir ja längst.
Kommt mir fast so vor, als wäre ein "Kompetenzteam in Sachen Migranten" für ganz Europa eifrig am Werke.
Ok Leute analyse gut....und die Konsequenzen für uns daraus?? Handlungsvorschläge und Strategien?
Wir können ja nicht alle samt auswandern.:lach:. Dann sollten wir uns dem stellen und uns intensiv damit beschäftigen. Im Moment fällt mir nur das schöne Wort "Öffentlichkeitsarbeit" ein. Konsequent aufklären und auch die Veröffentlichungen sachgerecht kritisieren. Selber schreiben. Mehr fällt mir nicht ein.
MissUnderstood
09.03.06, 23:27
@Mirage
Für die Aufenthaltsgenehmigung und den Zuzug des ausländischen Ehepartners gelten andere Regelungen und längere Fristen als bei einer ähnlichen in Frankreich geschlossenen Ehe.
das ist in vielen Ländern der Welt so. Oder glaubst du, wenn ein Türke und eine Ausländerin in der Türkei heiraten, die Bürokratie genauso ist wenn beide türkische Staatsbürger wären???????:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Nach Repressalien gingen die Türken zurück nach Anatolien.
@Mirage
das ist in vielen Ländern der Welt so. Oder glaubst du, wenn ein Türke und eine Ausländerin in der Türkei heiraten, die Bürokratie genauso ist wenn beide türkische Staatsbürger wären???????:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Bitte genau lesen und nachdenken, bevor man antwortet.
Ich habe nicht von Eheschließungen zwischen zwei französischen Staatsbürgern gesprochen, sondern von in Frankreich zwischen einem französischen Staatsbürger und einem Ausländer gesprochen. Dann gelten nämlich für die Erlangung eines Aufenthaltsrechtes kürzere Fristen, als wenn die Eheschließung im Ausland stattgefunden hat.
deryatulga
09.03.06, 23:39
@Mirage
das ist in vielen Ländern der Welt so. Oder glaubst du, wenn ein Türke und eine Ausländerin in der Türkei heiraten, die Bürokratie genauso ist wenn beide türkische Staatsbürger wären???????:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Eine Ausländerin, die einen Türken heiratet, bekommt sofort dir türkische Staatsbürgerschaft.
MissUnderstood
09.03.06, 23:41
@Mirage
das meinte ich doch auch. Ich versteh nicht was du daran auszusetzen hast. Jedes Land hat das Recht sich gegen Missbrauch zu schützen.
Eine Ausländerin, die einen Türken heiratet, bekommt sofort dir türkische Staatsbürgerschaft.
Oh ja! auch wenn es sogar eine sog. Scheinehe ist!
@Mirage
das ist in vielen Ländern der Welt so. Oder glaubst du, wenn ein Türke und eine Ausländerin in der Türkei heiraten, die Bürokratie genauso ist wenn beide türkische Staatsbürger wären???????:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
immer oppi und wieder oppi.
eine ausländerin die mit ein türke heiratet(egal ob in deutschland oder in der türkei) bekommt automatisch Türkische staatsbürgerschaft.
sofort beim konsulat kann man personal ausweis bzw.pass beantragen und bekommen.
@Mirage
das meinte ich doch auch. Ich versteh nicht was du daran auszusetzen hast. Jedes Land hat das Recht sich gegen Missbrauch zu schützen.
Jedes Land hat das Recht sich gegen Missbrauch zu schützen, aber nicht das Recht seine Bürger aufgrund des Eheschließungsorts zu diskriminieren.
Ich suche für mich und meine Frau einen Job in der Türkei....kann mir jemand helfen? Hab keinen Bock mehr auf sowas.
meric
hungern werden wir bestimmt nicht:hallo;
brotfabrik arbeitet zur zeit mit ! schicht..machen wir 3 schicht arbeit.
dann haben wir arbeitsplätze für insgesammt 24 personen.
ich backe das brot. du machts marketing..laudozio macht werbung.
und derya tulga ist unsere chef.
cem unf HZ sucht die historische sachen über brot und brot backen.
dela macht buchhaltung.
telli nervt uns dass wir wach bleiben.
so, wir brauchen noch ministens 5-6 fahrern.
und PC damen arbeiten am verkaufstheke.
wir sind gerettet.:lach:
@Mirage
das meinte ich doch auch. Ich versteh nicht was du daran auszusetzen hast. Jedes Land hat das Recht sich gegen Missbrauch zu schützen.
findest du es richtig dass man z.Bsp. bei visum antrag unterschreiben muss
unzwar "ich werde in deutschland nicht heiraten"
„Bei uns gehört Brutalität zur Kultur“
Necla Kelek erklärt das Rollenverständnis türkischer Männer – am Beispiel von Strafgefangenen
Von Claudia Keller
Ibo ist glücklich. Denn Ibo sitzt im Gefängnis. Er ist 28 Jahre alt, in Deutschland aufgewachsen und hat einen türkischen Pass. „Gefängnis ist keine Strafe“, sagt Ibo, „hier wollen sie uns helfen, ein anständiges Leben zu führen, da freuen sich doch die meisten darauf, weil ihnen draußen niemand etwas beibringt.“ Er hat die Hauptschule ohne Abschluss verlassen und eine Lehre abgebrochen, nachdem er bei einer Messerstecherei schwer verletzt worden war. Danach verbrachte er die meiste Zeit auf der Straße, nahm Drogen und wurde wegen Rauschmittelbesitzes und Körperverletzung verurteilt. „Hier im Knast finde ich mich wieder“, sagt Ibo, „draußen war ich im Knast, hier bin ich im richtigen Leben.“ Seine Eltern haben ihm nicht helfen können, sagt Ibo, sie haben sich nicht sonderlich für ihn interessiert. „Eltern glauben, ein Junge gehört nach draußen. Sie glauben, er wird schon das Richtige machen.“
Ibo ist einer von fünf muslimischen Strafgefangenen, deren trostlose Schicksale die preisgekrönte und umstrittene Soziologin Necla Kelek in ihrem neuen Buch „Die verlorenen Söhne“ schildert. Sie sind zwischen 28 und 50 Jahre alt und sitzen in deutschen Gefängnissen, wo die Deutschtürkin Kelek sie interviewt hat.
Da ist Mehmet. Sein Leben wurde von Anfang an von der Blutrache-Fehde seines kurdischen Clans in den Bergen der Türkei bestimmt. Oder Adam, der schon als Zwölfjähriger in einem anatolischen Dorf für das Überleben seiner fünfjährigen Schwester und eines Babys sorgen musste. Niemand half ihm, das Baby starb. Mit 15 wurde er von seinem Onkel verheiratet und nach Deutschland geschickt. Dem Iraner Rahman verstümmelte der Vater die Hand, weil er Geld aus seinem Portemonnaie geklaut hatte. Rahman findet die Strafe angemessen. Er sagt: „Bei uns gehört die Brutalität zur Kultur.“ Aus diesen Geschichten destilliert Kelek Erklärungen dafür, warum viele türkische Jungen gewalttätig sind und in der Schule versagen und wieso überdurchschnittlich viele Muslime in deutschen Gefängnissen sitzen.
Die Männer, die nun ihr Leben hinter Gittern verbringen, wurden schon früh von ihren Familien in ein patriarchalisch-archaisches Rollenschema gezwängt, das sich aus starren Vorstellungen von Ehre, Schande und Respekt speist und mit der Religion, mit dem Islam, gerechtfertigt wird. Dadurch wurde es den Jungen unmöglich gemacht, einen eigenen Weg für ihr Leben zu finden, Verantwortung für sich zu übernehmen und so etwas wie ein Gespür für persönliche Schuld zu entwickeln. Auch der Eintritt in die moderne deutsche Gesellschaft wurde ihnen so unmöglich gemacht. „Jungen sind nach den archaischen Traditionen der Türken und Muslime die Ordnungshüter der Familie. Mit einem Sohn kann der Vater seine Macht nach außen, in der Öffentlichkeit, und nach innen, durch die Aufsicht über die Frauen, festigen“, schreibt Kelek. Während die Tradition für die Mädchen den Platz im Haus vorsieht, werden die Jungen mit Beginn der Pubertät nach draußen geschickt, wo sie die Familienehre notfalls mit Gewalt verteidigen müssen. Statt Liebe und Fürsorge erfahren die Söhne drakonische Strafen, wenn sie versuchen, aus der aufgezwungene Rolle auszubrechen.
Das Buch kommt zur rechten Zeit. Vergangene Woche förderte die Kriminalitätsstatistik zutage, dass 2005 jeder dritte ausländische Jugendliche in Berlin straffällig geworden ist. Auch wenn darunter viele sind, die jeweils viele Dutzend Straftaten begangen haben, und die Taten nicht so breit gestreut sind, wie die Zahl auf den ersten Blick glauben macht, ist das Ergebnis erschreckend.
Aber Necla Kelek will mehr, als nur die Hintergründe muslimischer Straftäter aufzudecken. Ihr Ziel ist, anhand der Verbrecher-Biografien „die grundlegenden Merkmale der türkisch-muslimischen Männerrolle herauszuarbeiten“. Ihr Buch ist ein „Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes“. Die Lebensgeschichten der Straftäter würden Licht auf die „Schattenwelt von Gehorsam, Gewalt und Gefängnis werfen, in die muslimische Männer eingesperrt sind – nicht nur die, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind“.
Die Verallgemeinerung ist problematisch. Es gebe zwar „in großer Zahl“ Männer, die sich aus der von ihr beschriebenen türkisch-muslimischen Rolle befreit haben und in der deutschen Gesellschaft integriert sind, schreibt Kelek. Warum porträtiert sie keinen von ihnen? Warum beschränkt sie sich auf die Biografien von Straftätern, die noch dazu alle aus Dörfern und der gleichen sozialen Schicht stammen? Hätte Kelek ein breites Spektrum an Lebensentwürfen herangezogen oder sich in ihren Schlussfolgerungen auf die Gefangenen beschränkt, ihre Studie wäre glaubhafter. Weil vage bleibt, auf wen sich die Schlussfolgerungen beziehen, auf den türkischen Mann schlechthin oder auf eine bestimmte Schicht, bleibt im Gedächtnis der Leser hängen, dass sich letztlich kein türkischer Mann seiner vorgesehenen archaischen Rolle entziehen kann – was an der Realität vorbeigeht.
Vielleicht noch bedauerlicher ist, dass es Kelek durch solche Verallgemeinerungen ihren Kritikern leicht macht, ihre im Kern richtigen und unbequemen Fragen und Erkenntnisse vom Tisch zu wischen. Dabei geht es weniger darum, jene Migrationsforscher zu überzeugen, die ihr vor kurzem in der „Zeit“ vorwarfen, „reißerische Pamphlete“ zu schreiben. Die haben sich durch ihre teilweise recht krude Argumentation selbst unglaubwürdig gemacht (etwa indem sie behaupteten, arrangierte Ehen seien eine Folge der Abschottungspolitik Europas gegenüber Einwanderern). Schwerer wiegt, dass die Autorin auch jene Männer und Frauen innerhalb der türkischen Gemeinschaft vor den Kopf stößt, die mit den archaischen Rollenmustern genauso wenig anfangen können wie sie, sich aber diffamiert fühlen dürften, wenn aus Verbrecher-Biografien auch auf ihr Leben Rückschlüsse gezogen werden. Genau mit jenen müsste Necla Kelek aber an einem Strang ziehen, damit sich an den fatalen Missständen etwas ändert, die sie zu Recht anprangert. So verbaut sich Kelek vermutlich die Chance, als Brückenbauerin zwischen beiden Welten zu fungieren.
Am kommendem Mittwoch stellt Necla Kelek in Berlin ihr Buch im Gespräch mit dem Journalisten Jörg Lau vor (20 Uhr, Maxim-Gorki-Theater, Festungsgraben 2, Mitte).
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/13.03.2006/2405886.asp
Schwerer wiegt, dass die Autorin auch jene Männer und Frauen innerhalb der türkischen Gemeinschaft vor den Kopf stößt, die mit den archaischen Rollenmustern genauso wenig anfangen können wie sie, sich aber diffamiert fühlen dürften, wenn aus Verbrecher-Biografien auch auf ihr Leben Rückschlüsse gezogen werden.
Bingo!
Bingo!
Antitürklügü bile profesyoncele yapamiyor bizim Türk milleti :lach:
Isi en sonunda abartiyor.
deryatulga
13.03.06, 16:00
Antitürklügü bile profesyoncele yapamiyor bizim Türk milleti :lach:
Isi en sonunda abartiyor.
Kelek'e dert mi? Ilk kitabi 75000 satmis, bu da 100000 satar. Sie soll aber tunlichst Finger davon lassen von allem, was Strafverfolgung und Strafvollzug der Ausländer anbelangt. Das ist nämlich eine kaffende Wunde.
Eine ehrliche Analyse von Frau Claudia Keller.
Frau Necla Kelek wird nicht, sondern hat bereits ihre "Brückenfunktion" sich verbaut. Obwohl ich mir auch gar nicht sicher bin, ob sie so eine Brücke überhaupt sein wollte. Davon abgesehen, werden ihre "Verallgemeinerungen" auch unter den deutschen Lesern, wie es aussieht, zunehmend mit Befremden aufgenommen. Hoffentlich kommt es irgendwann mal auch in der Politik an, die was Migrationspolitik angeht, nicht gerade die Vernunf sprechen läßt.
Ich freue mich Frau Necla Kelek. Auf weitere Bücher.
Telli Baba
13.03.06, 20:14
Necla Kelek ist für mich die Erich Däniken der Soziologie.
Necla Kelek ist für mich die Erich Däniken der Soziologie.
hehe..der war sauber.:brüll:
Tam kelek bu kadin da... Allah islah etsin. tam karakterine yakisir bir isim. KELEK.
Man sollte ganz vorsichtig sein mit solchen AMOK laufenden Frauen.
Welche Früchte zu Tage kommen werden (negative Auswirkungen auf die GESAMTE Gesellschaft), mit den Aktionen dieser Art von Frauen, wird nicht direkt ersichtlich sein.
Manastirli Hamdi
14.03.06, 14:04
„Bei uns gehört Brutalität zur Kultur“
Necla Kelek erklärt das Rollenverständnis türkischer Männer – am Beispiel von Strafgefangenen
Von Claudia Keller
Ibo ist glücklich. Denn Ibo sitzt im Gefängnis. Er ist 28 Jahre alt, in Deutschland aufgewachsen und hat einen türkischen Pass. „Gefängnis ist keine Strafe“, sagt Ibo, „hier wollen sie uns helfen, ein anständiges Leben zu führen, da freuen sich doch die meisten darauf, weil ihnen draußen niemand etwas beibringt.“ Er hat die Hauptschule ohne Abschluss verlassen und eine Lehre abgebrochen, nachdem er bei einer Messerstecherei schwer verletzt worden war. Danach verbrachte er die meiste Zeit auf der Straße, nahm Drogen und wurde wegen Rauschmittelbesitzes und Körperverletzung verurteilt. „Hier im Knast finde ich mich wieder“, sagt Ibo, „draußen war ich im Knast, hier bin ich im richtigen Leben.“ Seine Eltern haben ihm nicht helfen können, sagt Ibo, sie haben sich nicht sonderlich für ihn interessiert. „Eltern glauben, ein Junge gehört nach draußen. Sie glauben, er wird schon das Richtige machen.“
Ibo ist einer von fünf muslimischen Strafgefangenen, deren trostlose Schicksale die preisgekrönte und umstrittene Soziologin Necla Kelek in ihrem neuen Buch „Die verlorenen Söhne“ schildert. Sie sind zwischen 28 und 50 Jahre alt und sitzen in deutschen Gefängnissen, wo die Deutschtürkin Kelek sie interviewt hat.
Da ist Mehmet. Sein Leben wurde von Anfang an von der Blutrache-Fehde seines kurdischen Clans in den Bergen der Türkei bestimmt. Oder Adam, der schon als Zwölfjähriger in einem anatolischen Dorf für das Überleben seiner fünfjährigen Schwester und eines Babys sorgen musste. Niemand half ihm, das Baby starb. Mit 15 wurde er von seinem Onkel verheiratet und nach Deutschland geschickt. Dem Iraner Rahman verstümmelte der Vater die Hand, weil er Geld aus seinem Portemonnaie geklaut hatte. Rahman findet die Strafe angemessen. Er sagt: „Bei uns gehört die Brutalität zur Kultur.“ Aus diesen Geschichten destilliert Kelek Erklärungen dafür, warum viele türkische Jungen gewalttätig sind und in der Schule versagen und wieso überdurchschnittlich viele Muslime in deutschen Gefängnissen sitzen.
Die Männer, die nun ihr Leben hinter Gittern verbringen, wurden schon früh von ihren Familien in ein patriarchalisch-archaisches Rollenschema gezwängt, das sich aus starren Vorstellungen von Ehre, Schande und Respekt speist und mit der Religion, mit dem Islam, gerechtfertigt wird. Dadurch wurde es den Jungen unmöglich gemacht, einen eigenen Weg für ihr Leben zu finden, Verantwortung für sich zu übernehmen und so etwas wie ein Gespür für persönliche Schuld zu entwickeln. Auch der Eintritt in die moderne deutsche Gesellschaft wurde ihnen so unmöglich gemacht. „Jungen sind nach den archaischen Traditionen der Türken und Muslime die Ordnungshüter der Familie. Mit einem Sohn kann der Vater seine Macht nach außen, in der Öffentlichkeit, und nach innen, durch die Aufsicht über die Frauen, festigen“, schreibt Kelek. Während die Tradition für die Mädchen den Platz im Haus vorsieht, werden die Jungen mit Beginn der Pubertät nach draußen geschickt, wo sie die Familienehre notfalls mit Gewalt verteidigen müssen. Statt Liebe und Fürsorge erfahren die Söhne drakonische Strafen, wenn sie versuchen, aus der aufgezwungene Rolle auszubrechen.
Das Buch kommt zur rechten Zeit. Vergangene Woche förderte die Kriminalitätsstatistik zutage, dass 2005 jeder dritte ausländische Jugendliche in Berlin straffällig geworden ist. Auch wenn darunter viele sind, die jeweils viele Dutzend Straftaten begangen haben, und die Taten nicht so breit gestreut sind, wie die Zahl auf den ersten Blick glauben macht, ist das Ergebnis erschreckend.
Aber Necla Kelek will mehr, als nur die Hintergründe muslimischer Straftäter aufzudecken. Ihr Ziel ist, anhand der Verbrecher-Biografien „die grundlegenden Merkmale der türkisch-muslimischen Männerrolle herauszuarbeiten“. Ihr Buch ist ein „Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes“. Die Lebensgeschichten der Straftäter würden Licht auf die „Schattenwelt von Gehorsam, Gewalt und Gefängnis werfen, in die muslimische Männer eingesperrt sind – nicht nur die, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind“.
Die Verallgemeinerung ist problematisch. Es gebe zwar „in großer Zahl“ Männer, die sich aus der von ihr beschriebenen türkisch-muslimischen Rolle befreit haben und in der deutschen Gesellschaft integriert sind, schreibt Kelek. Warum porträtiert sie keinen von ihnen? Warum beschränkt sie sich auf die Biografien von Straftätern, die noch dazu alle aus Dörfern und der gleichen sozialen Schicht stammen? Hätte Kelek ein breites Spektrum an Lebensentwürfen herangezogen oder sich in ihren Schlussfolgerungen auf die Gefangenen beschränkt, ihre Studie wäre glaubhafter. Weil vage bleibt, auf wen sich die Schlussfolgerungen beziehen, auf den türkischen Mann schlechthin oder auf eine bestimmte Schicht, bleibt im Gedächtnis der Leser hängen, dass sich letztlich kein türkischer Mann seiner vorgesehenen archaischen Rolle entziehen kann – was an der Realität vorbeigeht.
Vielleicht noch bedauerlicher ist, dass es Kelek durch solche Verallgemeinerungen ihren Kritikern leicht macht, ihre im Kern richtigen und unbequemen Fragen und Erkenntnisse vom Tisch zu wischen. Dabei geht es weniger darum, jene Migrationsforscher zu überzeugen, die ihr vor kurzem in der „Zeit“ vorwarfen, „reißerische Pamphlete“ zu schreiben. Die haben sich durch ihre teilweise recht krude Argumentation selbst unglaubwürdig gemacht (etwa indem sie behaupteten, arrangierte Ehen seien eine Folge der Abschottungspolitik Europas gegenüber Einwanderern). Schwerer wiegt, dass die Autorin auch jene Männer und Frauen innerhalb der türkischen Gemeinschaft vor den Kopf stößt, die mit den archaischen Rollenmustern genauso wenig anfangen können wie sie, sich aber diffamiert fühlen dürften, wenn aus Verbrecher-Biografien auch auf ihr Leben Rückschlüsse gezogen werden. Genau mit jenen müsste Necla Kelek aber an einem Strang ziehen, damit sich an den fatalen Missständen etwas ändert, die sie zu Recht anprangert. So verbaut sich Kelek vermutlich die Chance, als Brückenbauerin zwischen beiden Welten zu fungieren.
Am kommendem Mittwoch stellt Necla Kelek in Berlin ihr Buch im Gespräch mit dem Journalisten Jörg Lau vor (20 Uhr, Maxim-Gorki-Theater, Festungsgraben 2, Mitte).
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/13.03.2006/2405886.asp
Ohne (einkommens-, berufs- und bildungs-)schicht-bezogene Ansätze für die Erklärung abweichenden Verhaltens heranzuziehen und einen Design zur empirischen Untersuchung ihrer Hypothesen mit quantitaiven und statistischen Methoden zu bnutzen, kulturalisiert sie und führt durch einen Induktionsschluß die Straftaten einzig und allein auf den Islam zurück.
Wenn dem so wäre, wären alle Muslime kulturbedingt im Gefängnis gelandet.
Kelek leistet durch ihre Kulturalisierung einen Beitrag zur Diffamierung des Islams und liefert die Legitimationsgrundlage für deutsche Repressionen gegen die Muslime.
Was das Verbrechensproblem anbelangt, leistet sie keine Abhilfe, weil sie die mit bildungs- und geld-arme Unterschichtsherkunft der Gefangenen nicht ausdrücklich nicht thematisiert.
Außerdem wird von Kelek der Beitrag türkische rund muslimische Strukturen und sozialer Kontrolle zur VERMEIDUNG VON STRAFTATEN peinlichst verschwiegen und als Grundlage für Straftaten verklärt.
Die Tatsache, dass Verbände und Familien gerade durch das familiäre Wächterauge und ERZIEUNG Jugendliche von Straftaten abhalten, ist von Kelek wiederum außer Acht gelassen worden.
Als 2002 die Währungskrise in der TR war, gab es trotz plötzliche Massenverarmung keine Plünderungen wie in Argentinien. Es gab auch keine Export-Prostituierten. Niemand sagt "Ayse"ler geliyor, "Natasa" hingegen hat sich umgangssprachlich eingebürgert. Hier geht es nicht um meine Vorurteile, sondern um die Plausibilisierung des positiven türkischen SONDERWEGS, die von Kelek ignoriert wird.
Manastirli Hamdi
14.03.06, 14:05
Necla Kelek ist für mich die Erich Däniken der Soziologie.
Lieder werden so "qualitativ" vorgehende Personen wegen ihrer Loyalität und Knechtschaft zur Obrigkeit hervorgehoben und belohnt.
Der nächste Verriss: der Hype scheint wirklich vorbei zu sein:
Null Toleranz beim Pascha-Test
Skandal in Sicht: Necla Keleks Plädoyer für die Befreiung der türkisch-muslimischen Männer
Sabine Vogel
Als Khomeini 1979 im Iran die islamische Republik ausrief, feierten die westeuropäischen Linken das als Sieg gegen den amerikanischen Imperialismus. Wenn eine "Türkin mit deutschem Pass" jetzt die Gefahr einer islamischen Parallelgesellschaft in Deutschland an die Wand malt, freuen sich die Rechten, die schon immer wussten, dass "die" nicht zu "uns" gehören. Das fürchten jedenfalls die "rot-grünen Islamversteher", die Necla Kelek mit ihrem im vergangenen Jahr erschienenen "Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland" aufgeschreckt und verärgert hat. Darin klagt die Soziologin die Praxis der Zwangsehe oder "arrangierten Heirat" unter türkischen Migrantenfamilien an. Der Bestseller "Die fremde Braut" hat die öffentliche Meinung polarisiert, wobei die Frontlinie zwischen linken und rechten Lager mäandert.
Während die einen das "mutige" Buch über die Importbräute gleich zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen machen wollen, werfen ihr andere vor, in dieser "medienkompatiblen" Mischung aus reißerischer Unterhaltung und Skandalisierung vor allem das Klischee vom barbarischen Islam zu bedienen. "Gerechtigkeit für die Muslime!" überschrieben Keleks Kritiker aus dem linken Spektrum einen von 59 "Migrationsforschern unterzeichneten "offenen Brief". Neben Kelek wurden darin auch die Anwältin Seyran Ates ("Große Reise ins Feuer") und Ayaan Hirsi Ali ("Ich klage an") attackiert. Diese boomende Schleierliteratur in der Tradition von Betty Mahmoodys "Nicht ohne meine Tochter" sei unseriös, unwissenschaftlich und dämonisiere das Feindbild Islam.
Es ist dabei schon etwas grotesk, wenn sich Medienvertreter öffentlich empören über die mediale Aufregung, die sie selbst produzieren. Während der Verfasser jenes "offenen Briefes", der Pädagoge und Ex-Spex-Redakteur Mark Terkessidis die Frauenbefreierinnen etwas später in der "Welt" mit den missionierenden Kreuzrittern vergleicht, erinnert Alice Schwarzer in der "FAZ" daran, dass seine Koautorin Yasemin Karakasoglu als Gutachterin beim Kopftuchstreit von den "glücklichen Töchtern Allahs" gesprochen hat. Doch auch die kämpferische Kelek ist munter beim medialen Schlagabtausch dabei. In einer Erwiderung poltert sie, es gehe ihren Kritikern nur um Deutungsmacht und Forschungspfründe. Außerdem hätten diese "Migrationsforscher" ja die Fragen stellen können, die sie nun stelle, die hätten das aber nicht getan, weil das nicht in ihre Multi-Kulti-Kuschel-Ideologie passe.
Dabei fordert Kelek eigentlich nur das, was die deutschen Sozialarbeiter und Integrationsbeauftragten seit dreißig Jahren wünschen: Integration. Nur über diesen Zivilisationsprozess ließe sich die patriarchale Rückständigkeit der Muslime überwinden und die Frauen aus der mittelalterlichen Knechtschaft befreien.
Die ideologische Frontenverwirrung wird nicht einfacher dadurch, dass Kelek selbst ihre Meinung revidiert hat. In ihrer Dissertation zum "Islam im Alltag" vor ein paar Jahren sah sie noch positive Anzeichen für eine Verwestlichung und Modernisierung bei türkischen Jugendlichen. Inzwischen liegt ihr Fokus auf der Feststellung, dass sie von den muslimischen Familienvätern unterdrückt sind. Und dass es mit der Re-Islamisierung rasend schlimmer wird. Grund für ihr Umschwenken ist ihre Erfahrung, dass die islamische Leitkultur unter Migranten zunehmend aggressiver auftritt. Dass die türkischen Jugendlichen hier quasi von selbst auf den Geschmack der Freiheit kommen würden, sei eine illusorische Hoffnung gewesen. Stattdessen sei der politische Islam in den hermetischen Parallelgesellschaften hier angekommen. Im Zuge der "Religionisierung der Politik", wie es der Politologe Bassam Tibi nennt, hätten die Muslime den Konsens über die westliche Werteordnung aufgekündigt. Kurzum: Die Integration sei gescheitert. Die politisch korrekten "Islamversteher" wollten das bloß nicht wahrhaben.
In einem Text aus Anlass des "Ehrenmordes" an Hatun Sürücü attackiert Kelek den Gutmenschen-Multikulturalismus und die "interkulturelle Pädagogik" als "fundamentales Missverständnis". "Die andere Kultur ist keine Entschuldigung" titelt sie provokant. Die "übertriebene Toleranz" gegenüber einer "schützenswerten kulturellen Differenz" habe nur die Selbstausgrenzung der Migranten und so die Erstarkung islamischer Identitäten befördert.
Nun will Kelek ganz und gar nicht, dass die anpassungsresistenten Migranten dorthin zurückgeschickt werden, wo sie herkommen. Aber sie knüpft ihr Bleiberecht an Bedingungen, die in ihrer Schärfe noch den konservativsten Politiker verblassen lassen: Deutschpflicht nicht nur auf Schulhöfen, sondern auch für die Hodschas und Imame, Familienzusammenführung (für Importbräute) erst ab 21 Jahren, keine Befreiung vom Schwimmunterricht aus religiösen Gründen, die Beschneidung von Jungen soll als Körperverletzung geahndet werden.
Kelek setzt auf die Macht des Staates und die Stärkung seiner Kontrollinstanzen, um die erstarkenden Parallelgesellschaften zu reglementieren. In den Koranschulen würden die Kinder bewusst so erzogen, dass sie Frauen unterdrücken und die Deutschen als Unreine verachten. Deshalb ist sie auch für das neue Zuwanderungsgesetz, das Einwanderer verpflichtet, Deutsch und deutsche Staatsbürgerkunde zu lernen. Deshalb hat sie sich an der Ausarbeitung des von Innensenator Ehrhart Körting als diskriminierend bezeichneten baden-württembergischen "Pascha-Tests" beteiligt. Deshalb fordert sie, den "Naturschutz für Muslime" aufzuheben. Der damalige Innenminister Schily fand das natürlich gut. Er rezensierte Keleks Buch im "Spiegel" - und warnte davor, dass sie damit "falsche Freunde" auf den Plan rufen würde.
Alles, was sie an persönlicher Freiheit gewinnen konnte, habe sie der deutschen Gesellschaft zu verdanken, sagte Kelek, als sie im November den Geschwister-Scholl-Preis für Zivilcourage erhielt. Die 1957 geborene Türkin kam als Neunjährige mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihre Eltern, die in der Türkei noch den "american way of life" bewundert hätten - ihre Mutter schneiderte Jacky-Kennedy-Kostüme nach - seien hier erst zu muslimischen Traditionalisten geworden. Das hört sich schon fast zu bilderbuchmäßig nach der typischen Migrantensozialisation an.
In ihrem neuen Buch kontert Kelek gleich zu Beginn den Vorwurf des unwissenschaftlich Vorgehens. Ihre Methode sei "qualitativ". In ihrem "Plädoyer für die Befreiung der türkisch-muslimischen Männer" schreibt sie die Horror- und Skandalgeschichten aus der Dunkelwelt eines reaktionären, primitiven, antiemanzipatorischen Islam fort. Nur sind es jetzt die "verlorenen Söhne", die im Würgegriff patriarchaler Zucht- und Zwangsverhältnisse als Ehrenmörder und Bluträcher enden. Sie wollen mit 20 heiraten, ihre Frau soll ein Kopftuch tragen, daheim bei den Kindern bleiben, und wenn sie selbst keine Lehrstelle oder Arbeit fänden, springe der Familienverband für sie. Und alles liegt am Islam: Der sei per definitionem koranum ein System der Entmündigung, er lasse kein selbstbestimmtes Leben zu, Eigenverantwortung gelte als "Gott ins Handwerk pfuschen".
Aus diesen wenig differenzierten Brachialbeobachtungen folgert sie die Notwendigkeit durchgreifender staatlicher Reglementierung. Insofern dürfte Keleks Karriere als "Kronzeugin repressiver Ausländerpolitik" nichts mehr im Wege stehen. Ihr neues Werk kommt morgen mit einer Startauflage von 50 000 auf den Markt.
Necla Kelek: Die verlorenen Söhne. Kiepenheur & Witsch. 207 S., 18,90 Euro. Buchvorstellung morgen,15. 3. um 20 Uhr im Maxim-Gorki-Theater.
... die Beschneidung von Jungen soll als Körperverletzung geahndet werden.
Damit soll sich Frau Kelek mal an den Zentralrat der Juden wenden.
Die Frau ist am Ende, absolut kaputt.
deryatulga
14.03.06, 17:02
Damit soll sich Frau Kelek mal an den Zentralrat der Juden wenden.
Die Frau ist am Ende, absolut kaputt.
Sie hat Recht, seit diesem unseligen Eingriff leide ich unter permanenten Kastrationskomplexen!
Zwischen den Welten
Sie müssen sich zwischen archaischen Familientraditionen und dem Land entscheiden, in dem sie leben. Necla Kelek beschreibt die tragische Zerreißprobe junger türkischer Männer in Deutschland
von Mariam Lau
http://www.welt.de/media/pic/000/327/32765v1.jpg
Die türkische Flagge weht vor der Siegessäule in Berlin
Foto: dpa
Ibo ist froh, im Gefängnis zu sein. "Hier im Knast finde ich mich wieder", hat er der Autorin Necla Kelek erzählt, "draußen war ich im Knast, hier bin ich im richtigen Leben." Seine Eltern hätten ihm nicht helfen können. Ein Junge gehört für sie nach draußen, über Probleme "redet man bei uns Türken nicht". Ein Zellennachbar, Mehmet, sitzt für einen Mord im Auftrag seiner kurdischen Familie; er hat das Gefühl, ein Held zu sein, auch wenn er die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbracht hat. Adam fand sich als Zwölfjähriger in einem Dorf in den eiskalten Bergen Anatoliens plötzlich als Ernährer für zwei kleine Geschwister und die 16jährige Witwe seines Vaters. Zehn Jahre später hat er auf die Frau eingestochen, mit der sein Onkel ihn damals gegen seinen und ihren Willen verheiratet hatte.
Necla Keleks neues Buch "Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkischen Mannes" ist keine Anklageschrift gegen den türkischen Mann, kein "raus mit ihnen". Sie beschreibt anhand von Fallgeschichten - auch der ihrer eigenen Brüder -, wie die Söhne der Einwanderer den Gesetzen der Väter folgen, den archaischen Regeln eines Dorfes, in denen es um Ehre, Blutrache und Respekt für die Älteren geht. "Die Einwanderer haben", so schreibt Kelek, "ihre Söhne damit einer fast tragisch zu nennenden Zerreißprobe ausgesetzt, aus der es keinen "richtigen" Ausweg gibt: Wer sich für die Familie entscheidet, entscheidet sich gegen das Land, in dem er lebt; wer sich für die neue Heimat entscheidet, "verrät" die Familie." Festgezurrt in einem System, das ihnen selbst keine Kindheit, keine Wärme und keinen eigenständigen Weg in ein erwachsenes Leben ermöglicht, fehlt ihnen ein Gefühl für persönliche Verantwortung. Männer und Frauen wissen nichts voneinander; die Hochzeitsnächte mit den oft völlig Unbekannten sind ein endloses Grauen, an dessen Ende ein blutiges Laken aus dem Fenster gehalten werden muß. Das Schimpfwort "Du Opfer!", das türkische Jugendliche in Neukölln so gern benutzen, könnte da sprechender sein, als ihnen bewußt ist.
Kelek weiß, wovon sie redet. Ihre beiden Bücher, "Die fremde Braut" und "Die verlorenen Söhne", sind auch so etwas wie ihr eigener Entwicklungsroman, eine Odyssee in die deutsche Freiheit mit Heulen und Zähneklappern und einer großen Portion Zivilcourage. Sie wurde 1957 in Istanbul geboren als mittlere Tochter eines Ehepaares, das dem eisernen Griff ihrer tscherkessischen Familien aus Lehmhäusern in den kalten Bergen Ostanatoliens in die große Stadt am Bosporus entflohen war. Ihre Mutter war für den Preis von zwei Ochsen an die Familie des Vaters verkauft worden. Aber in Istanbul blühte das Paar auf: Arm in Arm ins Kino, niemand trug Kopftuch, Mädchen und Jungen spielten zwischen den Pinien, Zeitungen, fließend Wasser, Mutter mit Lockenwicklern und Zigarette auf der Terrasse, Jackie-Kennedy-Style. Im Radio wird "Onkel Toms Hütte" gelesen. Der von Atatürk initiierte Aufbruch in die Moderne hatte Istanbul in eine glühende, amerikanisierte Metropole verwandelt. Keleks Familie zog 1966 nach Deutschland, etappenweise, in ein Souterrain nach Hannover, mit dem Motto der Bremer Stadtmusikanten im Kopf. Der Vater, dem man morgens und abends die Hand küssen mußte, übte mit Necla vor ihrer Einschulung die deutsche Nationalhymne, weil man dachte, darauf käme es an. Mit 13 wollte er sie von Sport und Schwimmen "befreien", ihren Lieblingsfächern. "Ein türkischer Familienvater", so Kelek, " muß Respekt einfordern, ob er will oder nicht. Er kann nicht einfach sagen: "Kinder, macht es euch gemütlich."" Als Necla ihm eines Tages widersprach, kam es zum Eklat. Er schlug mit einem Beil nach ihr. Dann gab er auf. Er hatte in Deutschland nie richtig Fuß fassen können und ging zurück nach Anatolien, in die Berge, ins Haus seiner Mutter. Kelek hat ihn nie wiedergesehen.
Heute abend wird "Die verlorenen Söhne" im Berliner Maxim-Gorki-Theater vorgestellt. Etliche Abgeordnete haben sich angesagt. Keleks erstes Buch, "Die fremde Braut", in dem sie sich mit Zwangsehen und der Rolle der Frau beschäftigt, war noch von Otto Schily vorgestellt worden. 80 000 Exemplare hat der Verlag Kiepenheuer & Witsch davon verkauft. Alle möglichen deutschen Behörden suchen ihren Rat. Dieser Erfolg, diese ungewohnte Eintracht zwischen einer deutschlandbegeisterten Migrantin und dem politischen Establishment, war vielen aus der Community übel aufgestoßen. "Vorzeigetürkin", "Verräterin", "Lügnerin", wird Kelek im deutsch-türkischen Internet-Forum "Politikcity" genannt.
An der Unterschriftenaktion gegen Kelek in der "Zeit" waren zwar die wichtigsten deutschen Migrationsforscher - etwa der Ethnologe Werner Schiffauer, der Berlins Innensenator in Sachen Islam berät; oder Klaus J. Bade, Direktor des Instituts für Migrationsforschung (IMIS) in Osnabrück, oder Hartmut Esser, der kürzlich am Berliner Wissenschaftszentrum eine große Studie zum Thema vorgelegt hat - nicht beteiligt, allerdings nicht aus Sympathie für Keleks Anliegen, sondern eher aus Unbehagen an der Form. Sie alle sind Mitglieder im renommierten Rat für Migration, der jährlich für die Bundesregierung einen Lagebericht verfaßt. In diesem Lagebericht fehlt aber Keleks Thema - der Zusammenhang zwischen Stammeskultur, Geschlechterbeziehung, Religion und Integration - völlig. Die Berliner Kriminalitätsstatistik 2005, erst letzte Woche veröffentlicht, gibt an, daß jeder dritte ausländische Jugendliche in Berlin straffällig geworden ist. Jeder dritte! Tendenz steigend. 40 Prozent verlassen die Schule ohne Hauptschulabschluß. Die traditionelle Migrationsforschung hat diese Phänomene immer soziologisch oder "politisch" gedeutet, mit anderen Worten, der deutschen Gesellschaft überantwortet, die sie dann mit pädagogischen Maßnahmen oder Geld beworfen hat. "Die Familienstrukturen haben wir vernachlässigt", räumt Werner Schiffauer ein, "da hat Kelek durchaus ein Verdienst." Obwohl die ersten Gastarbeiter in den sechziger Jahren kamen, gibt es Migrationsforschung eigentlich so recht erst seit den siebziger Jahren. "Vorher durfte man keine "Bevölkerungsforschung" machen", so Klaus J. Bade, "das war durch den Nationalsozialismus diskreditiert. Danach war es schwierig, weil man die Vertriebenen nicht "Migranten" nennen dürfte. Die sozial-liberale Koalition der siebziger Jahre wollte dann von kulturellen Konflikten eben auch nichts hören. Und auf diese Weise haben wir den Übergang vom "Ausländer" zum "Einwanderer" im Grunde verpaßt." Er habe schon seit den achtziger Jahren vor der "Zeitbombe Gastarbeiterfrage" gewarnt. "Man hat Zuwanderung und Integration immer als Probleme der Arbeitsmarktpolitik, nie als gesellschaftliches Thema gesehen."
"Necla Kelek ist die Kronzeugin einer repressiven Einwanderungspolitik", schreibt die "Berliner Zeitung" in ihrer Rezension des Buches. Stimmt das?
"Ich plädiere für klare Regeln, die Integrationspolitik nicht mehr wie bisher dem Zufall überlassen. Wir brauchen die Talente und Tatkraft der Söhne und Töchter der Migranten für unsere gemeinsame Zukunft - geben wir ihnen eine Chance, in der Moderne anzukommen." Diese Regeln lauten: Jedes Kind muß vor Gewalt geschützt werden, Beschneidung ist Körperverletzung. "Gewalt, diskriminierendes Verhalten werden nicht geduldet - weder gegen Migranten noch von ihnen." Es dürfe nicht geduldet werden, daß 16jährige Schülerinnen in den Sommerferien in der Türkei gegen ihren Willen verheiratet werden und aus Deutschland verschwinden. "Schulen und Kindergärten sind deutscher Sprachraum." Imamen und Hodschas kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Verantwortung zu; "Unterricht und Predigten müssen in deutscher Sprache stattfinden. Kelek fordert, jede Frau, jeder Mann muß das Recht haben, selbst zu entscheiden, wen er heiraten will. Ist das repressiv? "Der türkisch-muslimische Mann wird die Welt künftig mit seiner Frau und seinen Kindern teilen müssen", ist Keleks Fazit. "Vielleicht ist es nicht das Paradies, aber ein Leben, das auch ihn selbst freier machen wird."
Artikel erschienen am Mi, 15. März 2006
http://www.welt.de/data/2006/03/15/860122.html
Zwischen den Welten
Sie müssen sich zwischen archaischen Familientraditionen und dem Land entscheiden, in dem sie leben. Necla Kelek beschreibt die tragische Zerreißprobe junger türkischer Männer in Deutschland
von Mariam Lau
... Dieser Erfolg, diese ungewohnte Eintracht zwischen einer deutschlandbegeisterten Migrantin und dem politischen Establishment, war vielen aus der Community übel aufgestoßen. "Vorzeigetürkin", "Verräterin", "Lügnerin", wird Kelek im deutsch-türkischen Internet-Forum "Politikcity" genannt.
Liebe Frau Lau,
für mich ist Frau Kelek "nur" eine TÜV-Türkin und eine üble Kulturchauvinistin.
Ihr
DeLaHoya
Liebe Frau Lau,
darüber hinaus ist Frau Kelek nicht nur für uns Türken bei politikcity eine Betrügerin, sondern für viele andere seriöse Soziologen und Islamwissenschaftler auch...
Liebe Frau Lau,
darüber hinaus ist Frau Kelek nicht nur für uns Türken bei politikcity eine Betrügerin, sondern für viele andere seriöse Soziologen und Islamwissenschaftler auch...
http://www.evlka.de/content.php3?contentTypeID=4&id=4057
Käßmann verteidigte die umstrittene Berliner Soziologin Necla Kelek, die in ihrem Bestseller "Die fremde Braut" Zwangsverheiratungen als Menschenrechtsverletzungen anprangert. Kelek habe "die Menschen im Land wachgerüttelt", sagte die Bischöfin. Das sei gut. Migrationsforscher werfen der gebürtigen Türkin vor, sie arbeite unseriös und zeichne ein "Zerrbild des Islam".
"Manchmal muss etwas so drastisch dargestellt werden, damit Missstände wahrgenommen werden und Aufmerksamkeit erzeugt wird", sagte Käßmann zur Kritik an Kelek. Es sei ihr Verdienst und das anderer Autorinnen, dass "endlich darüber diskutiert wird, wie muslimische Frauen in unserem Land leben und ob ihnen die Rechte zugestanden werden, die ihnen zustehen".
So, so, manchmal muss man also auch übertreiben und die Dinge auch drastisch darstellen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und hinterher wundern sich die selben Leute, warum sie als unseriös gelten. Die Show ist vorbei.
Der Schakal
15.03.06, 12:43
Die Dame sollte lieber sagen wenn sie wo zitiert ... ich warte ...
Das ist der hundertste Kelek thread hier im Forum. Wie im Fall Pamuk macht ihr echt gute werbung für die Dame :aferin:
Wer sich angesprochen fühlt ist selber schuld.
Das ist der hundertste Kelek thread hier im Forum. Wie im Fall Pamuk macht ihr echt gute werbung für die Dame :aferin:
Wer sich angesprochen fühlt ist selber schuld.
wer mal wieder meint, durch ignorieren wird alles gut, ist selbst schuld!
wer mal wieder meint, durch ignorieren wird alles gut, ist selbst schuld!
Schlag was konstruktives vor, rumgequatscht wird in jedem billigen Kaffeehaus.
In heißeluft produzieren sind wir Weltmeister!
Ok ich schließe mich an, die kelek ist Blöd :p! Bin ich jetzt ein Superpatriot?
Schlag was konstruktives vor, rumgequatscht wird in jedem billigen Kaffeehaus.
In heißeluft produzieren sind wir Weltmeister!
Ok ich schließe mich an, die kelek ist Blöd :p! Bin ich jetzt ein Superpatriot?
wenn du der meinung bist,das nützt eh nichts, hier über kelek zu diskutieren,neden katiliyorsun o zaman? yanlis anlama ,ama werbungdan ziyade,wird sich hier kritisch dazu geäussert was für ein mist die kelek versucht zu verbreiten oder verbreitet hat.ich möchte nicht in so eine schublade gesteckt werden ,als moslem und türke ,als mann oder frau.
es gibt genug leute die hier die seiten lesen und es ist wichtig ,zu zeigen was man von dieser frau hält,die uns hier total falsch darstellt.
vielleicht regt man damit einige leute an ,die keleks büchern glauben schenken,doch das ganze kritischer zu betrachten!!!
selbst wenn nur einer ,anfängt zu zweifeln ist es ein erfolgreicher anfang!
Sie hat Recht, seit diesem unseligen Eingriff leide ich unter permanenten Kastrationskomplexen!
Macht nix, dafuer kannst Du laenger poppen..... :lach:
....hab ich jedenfalls mal so gehoert...... :rolleyes:
Schlag was konstruktives vor, rumgequatscht wird in jedem billigen Kaffeehaus.
In heißeluft produzieren sind wir Weltmeister!
Ok ich schließe mich an, die kelek ist Blöd :p! Bin ich jetzt ein Superpatriot?
wo sind wir hier? in einem forum! was wird da gemacht? gedanken ausgetauscht.
wenn du politisch aktiv sein willst, kannst du das gerne tun!
andere leute wollen aber in foren informationen bekommen/austauschen. mehr nicht.
und in einem politischen, türkischen forum wird nun mal auch über necla kelek geschrieben, weil sie gerade seitens gewissen kreisen der deutschen medien massiv gegen die türken benützt wird.
wie gesagt, wenn du mehr erreichen willst, bitte sehr, und in einem forum, dass reagiert nicht zufrieden bist, geh raus, und agiere!
deryatulga
15.03.06, 13:45
Macht nix, dafuer kannst Du laenger poppen..... :lach:
....hab ich jedenfalls mal so gehoert...... :rolleyes:
Hey Mann, wo warst du ganzer Zeit? Wenn ich es früher gewusst hätte! Ich dachte, ich wäre eine Lusche!:motz: :motz:
wenn du der meinung bist,das nützt eh nichts, hier über kelek zu diskutieren,neden katiliyorsun o zaman? yanlis anlama ,ama werbungdan ziyade,wird sich hier kritisch dazu geäussert was für ein mist die kelek versucht zu verbreiten oder verbreitet hat.ich möchte nicht in so eine schublade gesteckt werden ,als moslem und türke ,als mann oder frau.
es gibt genug leute die hier die seiten lesen und es ist wichtig ,zu zeigen was man von dieser frau hält,die uns hier total falsch darstellt.
vielleicht regt man damit einige leute an ,die keleks büchern glauben schenken,doch das ganze kritischer zu betrachten!!!
selbst wenn nur einer ,anfängt zu zweifeln ist es ein erfolgreicher anfang!
Genau verda, da stimme ich Dir zu. Es ist wichtig, gegen Frau Kelek gute Argumentationen zu haben. Es geht um Politik und davon sind wir nunmal betroffen.
wenn du der meinung bist,das nützt eh nichts, hier über kelek zu diskutieren,neden katiliyorsun o zaman? yanlis anlama ,ama werbungdan ziyade,wird sich hier kritisch dazu geäussert was für ein mist die kelek versucht zu verbreiten oder verbreitet hat.ich möchte nicht in so eine schublade gesteckt werden ,als moslem und türke ,als mann oder frau.
es gibt genug leute die hier die seiten lesen und es ist wichtig ,zu zeigen was man von dieser frau hält,die uns hier total falsch darstellt.
vielleicht regt man damit einige leute an ,die keleks büchern glauben schenken,doch das ganze kritischer zu betrachten!!!
selbst wenn nur einer ,anfängt zu zweifeln ist es ein erfolgreicher anfang!
Klar du hast recht. Ich wollte nur kundtun das die Frau soviel aufmerksamkeit nicht verdient hat und wollte die diskutanten kritisieren. Ist mein gutes Recht oder?
Klar du hast recht. Ich wollte nur kundtun das die Frau soviel aufmerksamkeit nicht verdient hat und wollte die diskutanten kritisieren. Ist mein gutes Recht oder?
klar ist das dein gutes Recht... Dann dürfte aber mein Hinweis auf eventuelle Fehldeutungen in deiner Aussage auch mein gutes Recht sein, oder?
wo sind wir hier? in einem forum! was wird da gemacht? gedanken ausgetauscht.
wenn du politisch aktiv sein willst, kannst du das gerne tun!
andere leute wollen aber in foren informationen bekommen/austauschen. mehr nicht.
und in einem politischen, türkischen forum wird nun mal auch über necla kelek geschrieben, weil sie gerade seitens gewissen kreisen der deutschen medien massiv gegen die türken benützt wird.
wie gesagt, wenn du mehr erreichen willst, bitte sehr, und in einem forum, dass reagiert nicht zufrieden bist, geh raus, und agiere!
klar ist das dein gutes Recht... Dann dürfte aber mein Hinweis auf eventuelle Fehldeutungen in deiner Aussage auch mein gutes Recht sein, oder?
Jep, gute Antwort. Bißchen streiten schärft die Sinne :lach:
deryatulga
15.03.06, 13:53
Genau verda, da stimme ich Dir zu. Es ist wichtig, gegen Frau Kelek gute Argumentationen zu haben. Es geht um Politik und davon sind wir nunmal betroffen.
Dilek Zaptcioglu und Derya Tulga gegen Necla Kelek, Myriam Lau darf moderieren
Open End Diskussion selbstverständlich!
Dilek Zaptcioglu und Derya Tulga gegen Necla Kelek, Myriam Lau darf moderieren
Open End Diskussion selbstverständlich!
Irgendwie mögen Sie Dilek Zaptcioglu:lach:, habe ich den Eindruck.
Frau Lau muß bei Ihnen aufpassen, sonst reden Sie sie noch zu.
Und warum Open End ? Wird es kein Ende geben ?
Da bin ich sehr gespannt. Werden Sie bei der Diskussion Frau Kelek überhaupt
beachten ?
Dilek Zaptcioglu und Derya Tulga gegen Necla Kelek, Myriam Lau darf moderieren
Open End Diskussion selbstverständlich!
keske hocam
deryatulga
15.03.06, 14:11
Irgendwie mögen Sie Dilek Zaptcioglu:lach:, habe ich den Eindruck.
Frau Lau muß bei Ihnen aufpassen, sonst reden Sie sie noch zu.
Und warum Open End ? Wird es kein Ende geben ?
Da bin ich sehr gespannt. Werden Sie bei der Diskussion Frau Kelek überhaupt
beachten ?
Ach, diese ewige weibliche Intuition! Nein im Ernst verfügen wir leider nicht über viele Zaptcioglus. Und sie war bis heute die einzige Frau, dir die Kelek frontal attackiert hat. Darüber hinaus hat sie einen gefestigten Namen in deutschen Medien. Um jemanden verachten zu können, muss man ihn zunächst beachten oder? Open End schwant mir nach der Diskussion mit Akcam. Also meinetwegen soll sie bloss 5 Stunden dauern, mit weniger komme ich nicht ans Ziel!
Ach, diese ewige weibliche Intuition! Nein im Ernst verfügen wir leider nicht über viele Zaptcioglus. Und sie war bis heute die einzige Frau, dir die Kelek frontal attackiert hat. Darüber hinaus hat sie einen gefestigten Namen in deutschen Medien. Um jemanden verachten zu können, muss man ihn zunächst beachten oder? Open End schwant mir nach der Diskussion mit Akcam. Also meinetwegen soll sie bloss 5 Stunden dauern, mit weniger komme ich nicht ans Ziel!
Ich warte gespannt drauf. Und würde mich sehr freuen.
Mariam Lau
15.03.06, 16:16
Jep, gute Antwort. Bißchen streiten schärft die Sinne :lach:
Dem ist nichts hinzuzufügen! Grüße, Mariam Lau
Dem ist nichts hinzuzufügen! Grüße, Mariam Lau
Dann können wir ja anfangen. :lach:.
Was ist Ihr Lieblingsthema ?
Telli Baba
15.03.06, 21:16
Macht nix, dafuer kannst Du laenger poppen..... :lach:
....hab ich jedenfalls mal so gehoert...... :rolleyes:
Und soll vor Geschlechtskrankheiten schützen, d.h. man ist weniger anfällig für diese!
Ali Ria Ashley
15.03.06, 21:20
Necla Kelek ist für mich die Erich Däniken der Soziologie.
Das stimmt nicht!!! Wie kannst Du Erich von Däniken so Beleidigen?
Diese Kellek ist nichts weiter, als eine die ihem Bruder aus Habgier mit einem Messer in den Rücken stößt... die Ihre Schwestern in der Ferne mit Füßen tritt... also hör auf den netten und sypatischen Autor Erich von Däniken mit sowas zu vergleichen.
Ali Ria
Das stimmt nicht!!! Wie kannst Du Erich von Däniken so Beleidigen?
Diese Kellek ist nichts weiter, als eine die ihem Bruder aus Habgier mit einem Messer in den Rücken stößt... die Ihre Schwestern in der Ferne mit Füßen tritt... also hör auf den netten und sypatischen Autor Erich von Däniken mit sowas zu vergleichen.
Ali Ria
Irgendwie scheint Frau K. irgendwas nicht verarbeitet zu haben; allerdings ist sie jetzt gut im Geschäft, nicht wahr? Bloß, wer sich so anwanzt, wird auf Dauer nicht gemocht, ist mit meiner "Lieblingsautorin" Hirsi A. genau dasselbe. Das erinnert mich immer an den Fall eines "eingeborenen" deutschen Kolonialsoldaten (Askari): der durfte in Deutschland dann sogar in Nazi-Filmen mitspielen, wenn ein "Neger" gebraucht wurde. Dann fing er offenbar an, sich für so weiß zu halten, daß er ein Verhältnis mit einer Deutschen anfing. Das fanden die Herrenmenschen dann so uncool, daß sie ihn gleich wegen "Rassenschande" ins KZ sperrten, wo er dann starb. Was lernt und das? Solche Leute werden hofiert, solange man sie braucht, aber wehe, sie überschreiten ihre Grenzen. Daß das euch ärgert, verstehe ich; ich habe "die fremde Braut" auch gelesen; spätestens, wo dann wieder das Kinderf****-Motiv angetönt wurde, hatte sie für mich verspielt. also, laßt mal: solche Onkel Toms erledigen sich von selber.
deryatulga
15.03.06, 21:46
Dem ist nichts hinzuzufügen! Grüße, Mariam Lau
Frau Lau, mit Verlaub, warum sahen Sie von der Stellungnahme von Dilek Zaptcioglu ab? Sie erschien nicht auf dem Bulletin vom türkischen Geheimdienst, sondern in der taz. Zaptcioglu ist immerhin ihre langjährige Kollegin
und Gustav Heinemann Preisträgerin. Ist sie Ihnen zu links? Ein Parvenu wie die Kelek ist sie nicht, liegt der Grund darin? Nun, weil Sie Politikcity so eindeutig zitiert haben, fiel mir diese Frage auf! Obwohl Necla Kelek weiss, wovon sie redet und unsereiner nicht weis, was er tut!!
deryatulga
15.03.06, 22:34
Ganz bewusst negativ
Necla Kelek hat erschütternde Berichte aus dem Leben muslimischer Strafgefangener gesammelt. Die Emanzipationsideale des Westens sind ihnen fremd. Diese Fälle sind jedoch alles andere als repräsentativ für die türkisch-muslimischen Einwanderer
VON HEIDE OESTREICH
An der türkischstämmigen Soziologin Necla Kelek scheiden sich die Geister. Hat sie es geschafft, der fahrlässig ignoranten deutschen Gesellschaft die Augen zu öffnen für die Drangsal, die in der Migrantengemeinschaften herrscht - von Zwangsheirat bis Ehrenmord? Oder springt da eine begabte Autorin mit Hang zur Dramatisierung auf den Zug der "Schleierliteratur", mit der deutsche Vorurteile gegenüber Muslimen bedient werden?
Leider stimmt beides. Denn trotz aller Schleierliteratur hat sich die Problemlage bedrängter muslimischer Frauen in bestimmten Einwanderermilieus nicht geändert, sondern durch den Druck des politischen Islam teils noch verschärft. Aber so bitter nötig Kritik an Migranten ist - wobei Polemik und Zuspitzung natürlich zulässig sind -, sie muss sich auch dazu verhalten, dass Muslime und Türken in Deutschland eben auch diskriminierte Minderheit sind. Grobgeschnitzte Bilder von "den Muslimen" und "den Türken" werden von der Mehrheit dankbar aufgenommen und als Munition für weitere Diskriminierungen eingesetzt.
Diesen Kollateralschaden aber nimmt Kelek in ihrem neuen Buch wieder billigend in Kauf. Wie schon ihr Erfolgswerk "Die fremde Braut" ist auch "Die verlorenen Söhne" eine bewusste Negativauswahl, ein "Worst of Islam". Obwohl Kelek selbst das Buch als "qualitative Sozialforschung" über muslimische Männer ankündigt, erfüllt es diesen Anspruch nur in einem Teilbereich. Kelek hat strafgefangene muslimische Männer interviewt. Man fragt sich allerdings: Warum sucht jemand, der Aussagen über muslimische Männer treffen möchte, seine Hauptgesprächspartner im Gefängnis?
Selbstverständlich findet sie dort Musterbeispiele für unglückliche Menschen, die herzzerreißend schreckliche Familiengeschichten haben und offenkundig nach Regeln leben, die mit der hiesigen Gesellschaft nicht vereinbar sind. Sonst säßen sie nicht im Gefängnis. Kelek aber suggeriert mit dieser Auswahl, es sei geradezu ein Versäumnis der Integrationspolitik, dass der Rest der türkischen Männer noch frei herumlaufe.
Kelek mischt diese Aussagen mit persönlichen Erfahrungen: Szenen aus dem Kreuzberger Freibad, die Beschneidung ihrer Cousins in Anatolien, ihre eigene Befreiungsgeschichte, die über einen Axt schwingenden Vater, Max Weber, Jesus und griechischen Göttinnen verlief. Aus all dem generiert sie Bilder von "dem muslimisch-türkischen Mann", die eine wortgewaltige und mitreißende Anklage anreichern. Dass es auch andere Erfahrungen gibt, ist ihr zwar bewusst. Doch Kelek will anprangern und wählt deshalb Negatives aus - wozu es durchaus Gründe gibt.
So bietet sie spannende Einblicke vor allem in das Leben einer bestimmten Gruppe türkisch-muslimischer Männer. Die Strafgefangenen kommen meist aus der türkischen Provinz, in der von Atatürks autoritärer Modernisierung nur das Autoritäre, nicht aber die Moderne angekommen ist. Dem Staat und seinen Werten fühlen sich die Familien der Interviewten deshalb nicht verpflichtet. Die Regeln bestimmt der Clan. Darin gilt das Gesetz des Vaters oder des ältesten Bruders. Dieser muss die Ehre der Familie wahren, was letztlich in die Gängelung und nicht selten in die Misshandlung der Frauen mündet.
Die Geschichten der jungen Männer bebildern eindrucksvoll das Elend, das diese archaische Denkweise hervorruft. Es sind Jungen, denen Gefühl und Schmerz verboten sind. Sie entwickeln keine Individualität, sondern sind darauf gepolt, dem Gesetz des Vaters, der absoluten Autorität, zu genügen. Zu den eindringlichsten Passagen in Keleks Buches zählen die Berichte von der Beschneidung ihrer kleinen, zutiefst schockierten Cousins, denen mit der Bluttat die Ohnmacht vor dem Gesetz der Familie in den Leib geschnitten wird.
Frauen sind in diesem Denken nur als Dienerinnen und Mütter zugelassen, auch sie sollen keine eigenständige Persönlichkeit ausbilden - das gibt nur Ärger. Die arrangierte Ehe hat deshalb auch Vorrang vor der Liebesheirat, die als instabil angesehen wird. Und ob die Kinder damit einverstanden sind, ist wegen der Ausrichtung auf das Wohl der Familie uninteressant. Ein Ergebnis dieser Ignoranz kann ein total verkorkstes Sexualleben sein. Bei Kelek lesen sich die entsprechenden Berichte, als sei dies eine Zwangsläufigkeit.
Keleks Band bietet wertvolle Einblicke in die Inkompatibilität dieses Systems mit den Emanzipationsidealen des Westens. Wer nicht möchte, dass das Kind selbstständig wird, wird sich allen pädagogischen Bemühungen der deutschen Gesellschaft widersetzen. Und wo man den Koran zur Begründung heranziehen kann, wird man es auch tun.
Am Beispiel Religion lässt sich aber ebenso gut zeigen, wie sehr Keleks Darstellung einseitig idealisiert. Mohammed habe eine autoritäre Herrenreligion voller Gesetze hinterlassen, Jesus dagegen nur das Gebot der Liebe, so ihr Vergleich. Dass Mohammed keine staatlichen Strukturen vorfand, während Jesus im römischen Reich agierte und deshalb keine Gesetze brauchte, solche historischen Einordnungen finden nicht statt.
Hinzu kommt: Die unzähligen Menschen, die gerade im Namen der "Liebesreligion" Christentum geopfert wurden - "Hexen", Juden oder Abtrünnige - kann man mit dieser schlichten Wahrnehmung nicht erklären. Wie blind die starke Identifikation mit dem Goldenen Westen machen kann, zeigt ein weiteres Beispiel: So schreibt Kelek, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sei "der Lackmus-Test für die Muslime". Als emanzipatorisches Ideal zitiert sie später ausgerechnet Rousseau. Der aber sah in der Frau nur die Dienerin des Mannes - ohne volle Bürgerrechte.
Necla Kelek ist eine Art Konvertitin. Und wie viele Konvertitinnen zeigt sie Erbarmungslosigkeit im Urteil über ihre Herkunft. Deshalb neigt sie dazu, einem repressiven und diskriminierenden Umgang mit muslimischen Migranten das Wort zu reden, nach dem Motto: "Geschieht ihnen ganz recht!" Dass der von ihr mitentwickelte Einbürgerungstest zum diskriminierenden "Muslim-Test" verkam, hat die Autorin nicht gestört.
Ähnlich rabiat sind ihre politischen Ansätze in dem neuen Buch: "Wer als Migrant gekommen ist, muss Deutschland als seine ,wahre Heimat' annehmen", verfügt Kelek. Ihr Vorwurf, die deutschen Behörden hätten aus falscher Toleranz den Menschenrechtsverletzungen der Muslime zugesehen, ist in vielen Fällen berechtigt. Die zuständigen Stellen auf Versäumnisse hinzuweisen, reicht Kelek aber nicht. Neue Gesetze müssen her. Dass eine moderne Einstellung nicht per Gesetz verfügt werden kann, sondern ein Prozess sein muss, sollte sie das Beispiel Türkei eigentlich gelehrt haben. Keleks Verdienst ist dennoch, dass sie diesen Prozess mit der ihr eigenen Schonungslosigkeit vorantreibt.
Necla Kelek: "Die verlorenen Söhne. Plädoyer zur Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes". Kiepenheuer & Witsch, Köln 2006, 208 Seiten, 18,90 €
taz Nr. 7923 vom 16.3.2006, Seite 16, 239 Kommentar HEIDE OESTREICH, Rezension
ANTJE SCHRUPP
Multikulti ist schuld
Necla Kelek fordert von der türkisch-muslimischen Kultur in Deutschland mehr Anpassung
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
I m Mittelpunkt des neuen Buches von Necla Kelek, das dem umstrittenen Bestseller Die verkaufte Braut folgt, stehen Interviews mit türkisch-muslimischen Männern, die Kelek nach ihrer Lebensgeschichte, ihren Wertvorstellungen und ihrer Sozialisation befragt hat. Diese Erzählungen geben Einblicke in fest gefügte, patriarchale Weltbilder, denen zufolge Frauen rechtlose Untermenschen sind und der Islam gegen jede Kritik abgeschottet werden muss. Und sie illustrieren die Grausamkeit einer Pädagogik, die auf Gehorsam und Strafe beruht. Necla Kelek ist zuzustimmen, dass derlei nicht verharmlost werden darf. Insofern liefern die Interviews wertvolles Material, das auch die deutsche Gesellschaft beschäftigen muss.
Die Schilderungen sind allerdings alles andere als repräsentativ für die türkischen Muslime in Deutschland. Keleks Interviewpartner sind überwiegend Gefängnisinsassen - eine doch sehr spezielle Gruppe. Fraglich ist auch, wie aussagekräftig deren Schilderungen im Hinblick auf die Lebenswirklichkeit türkischer Jungen sind. Die Erzählungen bestehen aus Selbstdarstellungen und Schuldzuweisungen, ihren Wahrheitsgehalt konnte Kelek nicht überprüfen.
Hinzu kommt, dass die Befragten nicht in Deutschland, sondern in ländlichen Gebieten der Türkei geboren wurden und erst später hierher eingewandert sind. Der zweite Schwerpunkt des Buches, in dem Kelek die Erziehung ihrer Brüder und die Beschneidung ihrer Neffen schildert, spielt gleich ganz in der Türkei, teils vor mehreren Jahrzehnten. Inwiefern das alles auf junge Männer in Deutschland im Jahr 2006 übertragen werden kann, müsste erst einmal untersucht und nicht einfach nur behauptet werden. Dass patriarchale und voraufklärerische Weltanschauungen von Menschen, die aus Ostanatolien nach Deutschland einwandern, ein soziales Problem darstellen, ist eine Binsenweisheit. Auf die spannendere Frage, warum es dem deutschen Bildungs- und Gesellschaftssystem auch in der zweiten und dritten Generation nicht gelingt, Veränderungen im Lebensstil und in den Einstellungen muslimischer Männer anzustoßen, können die Erzählungen Keleks keine Antwort geben. Ebenso wenig kann sie damit ihre Auffassung belegen, eine zu große Toleranz gegenüber dem "Multikulti"-Milieu sei daran Schuld. Auch wenn sich die Geschichten spannend lesen und Keleks klares, engagiertes Plädoyer für Veränderungen in der türkisch-muslimischen Kultur auf jeden Fall lobenswert ist, gibt das Buch doch im Hinblick auf die Suche nach Lösungen für die Migrationsproblematik wenig her. Vor allem, wenn man es mit den ebenso streitbaren Thesen vergleicht, die die Französin Fadela Amara in Weder Huren noch Unterworfene vorgelegt hat.
Amara zeigt im Hinblick auf das maghrebinische Einwanderermilieu in Frankreich, wie es nach einer gelungenen Integration in den 1980er Jahren zu einer wieder frauenfeindlicher und islamistischer werdenden Tendenz seit den späten 1990er Jahren kam. Sie macht plausibel, dass dies nicht einfach einen Rückfall in alte Denkmuster darstellt, sondern ein neues Phänomen ist, das eigener Analysen bedarf und bei dem auch Versäumnisse der französischen Sozialpolitik eine Rolle spielen.
Kelek hingegen sieht die Schuld allein bei den Muslimen (und ihren "Multikulti"-Verteidigern). Sie wirft ihnen vor, nicht im Westen angekommen zu sein, weil sie sich den Idealen der Aufklärung verweigern. Der Duktus, in dem Kelek türkisch-anatolische Sitten und Gepflogenheiten beschreibt, erinnert doch sehr an Reiseberichte aus dem 19. Jahrhundert, in denen bürgerliche Abenteurer die Gebräuche von "Wilden" schildern und dabei nur einen einzigen Maßstab kennen: sich selbst. Allerdings hat der Westen seither eine Entwicklung durchlaufen. Vor allem hat es den Feminismus gegeben, dessen Erkenntnisse und Erfahrungen - gerade im Hinblick auf patriarchale Strukturen und wie sie überwunden werden können - Kelek überhaupt nicht zu Rate zieht.
Gegen den Islam, den sie für frauenfeindlich und antidemokratisch hält, singt Kelek stattdessen große Loblieder auf die griechische Philosophie, das Christentum und die Aufklärung. Sollte ihr entgangen sein, dass der heutige Lebensstil westlicher Gesellschaften und vor allem die Freiheit der Frauen erst in mühevollen Auseinandersetzungen sowohl mit als auch gegen die griechische Philosophie, das Christentum und die Aufklärung errungen wurden? Jahrhunderte lang sind ja auch diese Grundpfeiler des westlichen Denkens ganz ohne weibliche Freiheit ausgekommen.
Aber Kelek differenziert nicht, sondern zieht eine klare Trennlinie zwischen der aufgeklärten deutsch-christlichen und der rückständigen türkisch-muslimischen Kultur. Das wird zwar manche im Westen, die selbst auch keine besseren Ideen haben, ganz stolz auf ihre eigene Überlegenheit machen. Funktionieren wird es aber nicht.
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/literatur_rundschau/?cnt=826703
So hip ist sie jetzt wohl doch nicht mehr.
Ein guter Verriss!
ANTJE SCHRUPP
Multikulti ist schuld
Necla Kelek fordert von der türkisch-muslimischen Kultur in Deutschland mehr Anpassung
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
I m Mittelpunkt des neuen Buches von Necla Kelek, das dem umstrittenen Bestseller Die verkaufte Braut folgt, stehen Interviews mit türkisch-muslimischen Männern, die Kelek nach ihrer Lebensgeschichte, ihren Wertvorstellungen und ihrer Sozialisation befragt hat. Diese Erzählungen geben Einblicke in fest gefügte, patriarchale Weltbilder, denen zufolge Frauen rechtlose Untermenschen sind und der Islam gegen jede Kritik abgeschottet werden muss. Und sie illustrieren die Grausamkeit einer Pädagogik, die auf Gehorsam und Strafe beruht. Necla Kelek ist zuzustimmen, dass derlei nicht verharmlost werden darf. Insofern liefern die Interviews wertvolles Material, das auch die deutsche Gesellschaft beschäftigen muss.
Die Schilderungen sind allerdings alles andere als repräsentativ für die türkischen Muslime in Deutschland. Keleks Interviewpartner sind überwiegend Gefängnisinsassen - eine doch sehr spezielle Gruppe. Fraglich ist auch, wie aussagekräftig deren Schilderungen im Hinblick auf die Lebenswirklichkeit türkischer Jungen sind. Die Erzählungen bestehen aus Selbstdarstellungen und Schuldzuweisungen, ihren Wahrheitsgehalt konnte Kelek nicht überprüfen.
Hinzu kommt, dass die Befragten nicht in Deutschland, sondern in ländlichen Gebieten der Türkei geboren wurden und erst später hierher eingewandert sind. Der zweite Schwerpunkt des Buches, in dem Kelek die Erziehung ihrer Brüder und die Beschneidung ihrer Neffen schildert, spielt gleich ganz in der Türkei, teils vor mehreren Jahrzehnten. Inwiefern das alles auf junge Männer in Deutschland im Jahr 2006 übertragen werden kann, müsste erst einmal untersucht und nicht einfach nur behauptet werden. Dass patriarchale und voraufklärerische Weltanschauungen von Menschen, die aus Ostanatolien nach Deutschland einwandern, ein soziales Problem darstellen, ist eine Binsenweisheit. Auf die spannendere Frage, warum es dem deutschen Bildungs- und Gesellschaftssystem auch in der zweiten und dritten Generation nicht gelingt, Veränderungen im Lebensstil und in den Einstellungen muslimischer Männer anzustoßen, können die Erzählungen Keleks keine Antwort geben. Ebenso wenig kann sie damit ihre Auffassung belegen, eine zu große Toleranz gegenüber dem "Multikulti"-Milieu sei daran Schuld. Auch wenn sich die Geschichten spannend lesen und Keleks klares, engagiertes Plädoyer für Veränderungen in der türkisch-muslimischen Kultur auf jeden Fall lobenswert ist, gibt das Buch doch im Hinblick auf die Suche nach Lösungen für die Migrationsproblematik wenig her. Vor allem, wenn man es mit den ebenso streitbaren Thesen vergleicht, die die Französin Fadela Amara in Weder Huren noch Unterworfene vorgelegt hat.
Amara zeigt im Hinblick auf das maghrebinische Einwanderermilieu in Frankreich, wie es nach einer gelungenen Integration in den 1980er Jahren zu einer wieder frauenfeindlicher und islamistischer werdenden Tendenz seit den späten 1990er Jahren kam. Sie macht plausibel, dass dies nicht einfach einen Rückfall in alte Denkmuster darstellt, sondern ein neues Phänomen ist, das eigener Analysen bedarf und bei dem auch Versäumnisse der französischen Sozialpolitik eine Rolle spielen.
Kelek hingegen sieht die Schuld allein bei den Muslimen (und ihren "Multikulti"-Verteidigern). Sie wirft ihnen vor, nicht im Westen angekommen zu sein, weil sie sich den Idealen der Aufklärung verweigern. Der Duktus, in dem Kelek türkisch-anatolische Sitten und Gepflogenheiten beschreibt, erinnert doch sehr an Reiseberichte aus dem 19. Jahrhundert, in denen bürgerliche Abenteurer die Gebräuche von "Wilden" schildern und dabei nur einen einzigen Maßstab kennen: sich selbst. Allerdings hat der Westen seither eine Entwicklung durchlaufen. Vor allem hat es den Feminismus gegeben, dessen Erkenntnisse und Erfahrungen - gerade im Hinblick auf patriarchale Strukturen und wie sie überwunden werden können - Kelek überhaupt nicht zu Rate zieht.
Gegen den Islam, den sie für frauenfeindlich und antidemokratisch hält, singt Kelek stattdessen große Loblieder auf die griechische Philosophie, das Christentum und die Aufklärung. Sollte ihr entgangen sein, dass der heutige Lebensstil westlicher Gesellschaften und vor allem die Freiheit der Frauen erst in mühevollen Auseinandersetzungen sowohl mit als auch gegen die griechische Philosophie, das Christentum und die Aufklärung errungen wurden? Jahrhunderte lang sind ja auch diese Grundpfeiler des westlichen Denkens ganz ohne weibliche Freiheit ausgekommen.
Aber Kelek differenziert nicht, sondern zieht eine klare Trennlinie zwischen der aufgeklärten deutsch-christlichen und der rückständigen türkisch-muslimischen Kultur. Das wird zwar manche im Westen, die selbst auch keine besseren Ideen haben, ganz stolz auf ihre eigene Überlegenheit machen. Funktionieren wird es aber nicht.
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/literatur_rundschau/?cnt=826703
Ganz bewusst negativ
Necla Kelek hat erschütternde Berichte aus dem Leben muslimischer Strafgefangener gesammelt. Die Emanzipationsideale des Westens sind ihnen fremd. Diese Fälle sind jedoch alles andere als repräsentativ für die türkisch-muslimischen Einwanderer
VON HEIDE OESTREICH
... Wie schon ihr Erfolgswerk "Die fremde Braut" ist auch "Die verlorenen Söhne" eine bewusste Negativauswahl, ein "Worst of Islam". Obwohl Kelek selbst das Buch als "qualitative Sozialforschung" über muslimische Männer ankündigt, erfüllt es diesen Anspruch nur in einem Teilbereich. Kelek hat strafgefangene muslimische Männer interviewt. Man fragt sich allerdings: Warum sucht jemand, der Aussagen über muslimische Männer treffen möchte, seine Hauptgesprächspartner im Gefängnis?
... Kelek aber suggeriert mit dieser Auswahl, es sei geradezu ein Versäumnis der Integrationspolitik, dass der Rest der türkischen Männer noch frei herumlaufe.
... Am Beispiel Religion lässt sich aber ebenso gut zeigen, wie sehr Keleks Darstellung einseitig idealisiert. Mohammed habe eine autoritäre Herrenreligion voller Gesetze hinterlassen, Jesus dagegen nur das Gebot der Liebe, so ihr Vergleich. Dass Mohammed keine staatlichen Strukturen vorfand, während Jesus im römischen Reich agierte und deshalb keine Gesetze brauchte, solche historischen Einordnungen finden nicht statt.
Hinzu kommt: Die unzähligen Menschen, die gerade im Namen der "Liebesreligion" Christentum geopfert wurden - "Hexen", Juden oder Abtrünnige - kann man mit dieser schlichten Wahrnehmung nicht erklären. Wie blind die starke Identifikation mit dem Goldenen Westen machen kann, zeigt ein weiteres Beispiel: So schreibt Kelek, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sei "der Lackmus-Test für die Muslime". Als emanzipatorisches Ideal zitiert sie später ausgerechnet Rousseau. Der aber sah in der Frau nur die Dienerin des Mannes - ohne volle Bürgerrechte.
Necla Kelek ist eine Art Konvertitin. Und wie viele Konvertitinnen zeigt sie Erbarmungslosigkeit im Urteil über ihre Herkunft. Deshalb neigt sie dazu, einem repressiven und diskriminierenden Umgang mit muslimischen Migranten das Wort zu reden, nach dem Motto: "Geschieht ihnen ganz recht!"
"Necla Kelek ist eine Konvertitin!" So einen Satz hatte ich lange Zeit auf der Zunge!
Die bis dato beste Aussage über Kelek!
Misslingende Biografien vor literarischer Kulisse
Nicht die verengte Perspektive, sondern die vordergründige Dramatisierung ist das Problem in Necla Keleks neuem Buch "Die verlorenen Söhne". Eine Buchvorstellung
VON URSULA MÄRZ
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
necla Kelek
Mit ihrem Buch "Die verkaufte Braut" über die Praxis von Zwangsehen hat Necla Kelek eine engagierte Debatte entfacht, in der zuletzt 60 Migrationsforscher Keleks Thesen bestritten. Nun ist ihr neues Buch "Die verlorenen Söhne" im Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Es umfasst 217 Seiten und kostet 18,90 Euro. (Siehe auch FR Plus Kultur von gestern.)
Einen Tag nach dem Erscheinen von Necla Keleks neuer Streitschrift Die verlorenen Söhne eröffnete das Berliner Landgericht den Prozess gegen zwei junge deutsch-türkische Männer, deren Lebenssituation und deren gleichermaßen infantile wie brutale Mentalität Keleks Thesen zu belegen und auf traurige Weise zu illustrieren scheinen. Auf der Anklagebank sitzen zwei junge Männer, die in Deutschland geboren wurden, deutsch sprechen, deutsche Hauptschulen - ohne Abschluss - besuchten, aber in diesem Land und dieser Gesellschaft nicht den geringsten Boden unter den Füßen und in ihren Köpfen nur geringe Spuren deutscher Identität haben. Sie verfügen nicht über die geringste Vorstellung, was mit Selbstverantwortung gemeint sein könnte, worin ein individueller Lebensentwurf besteht. Zwei drogenabhängige Kriminelle ohne Berufsausbildung, ohne Berufswunsch, die in U-Bahnhöfen Passanten ausraubten.
Ideologie als Schutz-Mechanismus
Deshalb stehen sie vor Gericht. Sie mögen Opfer einer miserablen sozialen Situation sein. Sie sind aber auch - das zeigt der Prozessverlauf - Opfer eines traditionellen türkischen Moralkodex, der sich mit deutschen Wertvorstellungen nicht vereinbaren lässt und nicht vereinbaren lassen will, von einer verschwommenen Multi-Kulti-Ideologie, so Necla Kelek, aber geschützt wird wie eine exotische Pflanze.
Denn was den beiden jungen Männern an familiärer Erziehung zu Teil wurde, lief darauf hinaus, von ergebenen Müttern verhätschelt, kleinkindhaft versorgt, von ihren Vätern von Fall zu Fall brutal behandelt zu werden. Die Angeklagten sind 20 Jahre alt. Als der Vater eines der Angeklagten ahnte, dass mit seinem Sohn, der bis mittags im Bett lag, dann verschwand und in der Morgendämmerung nach Hause kam, etwas nicht stimmte, sperrte er ihn tagelang in einem Zimmer ein, als Methode des Drogenentzugs. Oder er band ihn fest, presste ihm den Mund auseinander und zwang ihn, dubiose Pillen zu schlucken, die ebenfalls gegen Drogenkonsum helfen sollten. Dies ist Misshandlung. Sie widerspricht deutschem Recht. Wie Zwangsheiraten deutschem Recht widersprechen. Wie körperliche Züchtigung von Ehefrauen durch ihre Ehemänner deutschem Recht widerspricht und nicht die Toleranz einer gewissen kulturellen Sonderregelung erlaubt.
Wenn Türken in Deutschland leben, die ökonomischen Standards der deutschen Gesellschaft genießen wollen, haben sie die Pflicht, die moralischen Standards der deutschen Gesellschaft und des deutschen Rechts zu respektieren und zu übernehmen. Das ist die umstrittene Kernthese der Bücher Necla Keleks, um die ein Kulturkampf tobt. Im vergangenen Jahr erschien das Buch Die verkaufte Braut. Kelek attackierte darin Zwangsheirat und die Praktiken des türkischen Heiratsmarktes der arrangierten Ehen. Anfang des Jahres veröffentlichte Die Zeit einen von 60 so genannten Migrationsforschern unterzeichneten Artikel, die Kelek eine Denunziation der türkischen Migranten vorwarfen sowie die Beförderung rechtslastiger Klischees gegen Muslime und Türken. Von den Unterzeichnern wiederum musste sich eine ganze Reihe sagen lassen, mit Migrationsforschung sehr wenig zu tun zu haben und ihre Kritik an Necla Kelek weniger auf wissenschaftliche Forschung denn auf geflissentliche politische Korrektheit zu berufen.
Man hätte also bei der offiziellen Vorstellung von Necla Keleks neuem Buch gestern im Berliner Maxim-Gorki-Theater mit einer tumultuösen Stimmung rechnen können. Sie blieb aus. Aber die Tumulte können noch kommen. Denn die intellektuell unerschrockene promovierte Soziologin packt in Die verlorenen Söhne ein Eisen an, das kaum weniger heiß ist als das Thema der Zwangsheirat oder des sklavenähnlichen Daseins türkischer Frauen mitten in der Bundesrepublik. Sie schreibt über die Männer. Über türkische Männerbilder. Über türkische Männlichkeits- und Familientradition und den verheerenden Einfluss dieser Tradition auf die Biografien deutsch-türkischer Söhne, Brüder und Väter. Über Söhne, die im Jugendalter mit so genannten Importbräuten verheiratet werden. Über Brüder, die ihre Schwestern wie Gefangene bewachen. Über verwitwete Väter, die eine blutjunge Nichte heiraten. Über eine Familienpyramide der Unterwerfung, in der Männer über Frauen, Ältere über Jüngere bestimmen.
Necla Kelek beschreibt eine in die Bundesrepublik verpflanzte Parallelwelt, deren Abschottungsgrenzen sich nicht allmählich auflösen, sondern sich - dies ist die zweite Kernthese der Autorin - mit der zunehmen Islamisierung der türkischen Community seit geraumer Zeit verhärten. Gegen die furchtsame, verunsicherte Duldung dieser Parallelwelt kämpft Necla Kelek. "Einmischen!", ruft sie von der Bühne des Maxim-Gorki-Theaters ins Publikum. "Wir müssen uns einmischen in diese Welt. Wir dürfen nicht sagen: Ach, das sind die dort, das sind die Türken mit ihrer eigenen Kultur, ihrer eigenen Moral, ihren schönen großen Familienclans. Die sind eben anders."
Necla Kelek hat Recht. Sie hat Recht damit, Integration als Forderung an Türken zu verstehen, nicht nur als Förderung durch den deutschen Staat. Dennoch ist ihr Buch Verlorene Söhne problematisch. Nicht durch die polemische Einseitigkeit, mit der Kelek über die Vielzahl gelungener Biografien deutsch-türkischer Männer hinweggeht und sich auf die misslingenden konzentriert. Wenn man, sagt Necla Kelek, über Wohnungslose schreibt, lässt man ja auch die Darstellung derer aus, die das Glück haben, in einer Wohnung zu leben.
Das Problem ihres Textes ist dessen dramaturgischer Anteil einer suggestiven Strategie, eine seltsame Vermischung sachlicher Polemik mit subjektiver, quasi literarischer Gefühligkeit. Ein Beispiel: Kelek erzählt fünf Lebensgeschichten muslimischer Haftinsassen, die in deutschen Gefängnissen einsitzen. Sie hat diese Männer besucht und interviewt, den Inhalt der Interviews zu fortlaufenden Erzählungen geformt. Sie beruft sich deutlich auf eine qualitative Sozialforschung, der solche Erzählformen durchaus zur Verfügung stehen, und sichert sich so gegen ihre Kritiker und den Vorwurf ab, sie arbeite unwissenschaftlich, ohne quantitative Grundlagen.
Die Dramatisierungs-Falle
Nun ist Die verlorenen Söhne in der Tat keine wissenschaftliche Arbeit, sondern eine Streitschrift, an der doch eines stört: Der sentimentale Sound der Befindlichkeit und dessen diffuse Wirkung, die den Verdacht des Manipulatorischen auf sich zieht. Denn Necla Kelek erzählt nicht nur die Lebensgeschichten der fünf türkischen Häftlinge nach. Sie dramatisiert und literarisiert die Erzählsituation in der Haftanstalt und ihre eigene emotionale Position als Zuhörerin, ja als Besucherin des Gefängnisses. "Die Tür aus graugestrichenem Metall hatte keine Klinke, nur eine Klingel... Der Pförtner in der Sicherheitsschleuse kontrollierte meinen Ausweis, nahm mir die Handtasche ab... Ich wartete, und erst die Beamtin, die wenige Minuten später mit einem dicken Schlüsselbund am Gürtel vor mir stand... "
Jeder Besucher eines Gefängnisses kennt die hier mitgeteilten Tatsachen und Abläufe. Sie tragen in einem Buch über türkische und islamische Männerbilder nichts Neues bei und sind sachlich funktionslos. Sie werden so unweigerlich zur literarischen Kulisse und bringen - was überaus bedauerlich ist - das Buch in den Verdacht, die Realität mit der tendenziösen Erfindung zu verwechseln. Sie bringen ein Sachbuch in den Verdacht, keines zu sein.
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cnt=827773 (http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cnt=827773)
Ali Ria Ashley
19.03.06, 15:37
Necla Kelek ist für mich die Erich Däniken der Soziologie.
Lieber Telli Baba,
bitte nimm das sofort zurück! Wie kannst Du Erich von Däneken so erniedrigen?
Der Mann ist klasse und kann sogar über sich selber lachen. Seine Gedanken mögen schon mal ganz schön schräg sein, aber das man ihn mit dieser Kepce, Kerek oder wie sie heißt, vergleicht wird, hat er nun wirklich nicht verdient.
Erich von Däneken ist ein Mann von Ehre!
Ali Ria:hallo;
Ali Ria Ashley
19.03.06, 15:50
Tam kelek bu kadin da... Allah islah etsin. tam karakterine yakisir bir isim. KELEK.
Es ist höchste Zeit, dass wir ein Gremium Gründen, welches entschieden unsere Interessen vertreten kann. Ich habe da ganz konkrete Vorstellungen. Ich dachte an eine Art tgd2, unter anderem mit einer starken Kanzlei. Die, wenn es sein muss, unsere Interessen auch gegen eine Kellek vertreten könnte.
Ali
Tageszeitung yazarından Necla Kelek'e döneklik suçlaması
Die Tageszeitung gazetesi yazarlarından Heide Östreich, Almanya'da yaşayan Yazar Necla Kelek'i Müslümanlara yönelik önyargılardan prim yapmakla suçladı.
Kelek'in 'Kayıp Oğullar' adlı kitabını eleştiren Östreich, yazarın son kitabında yine Almanların Müslümanlara karşı duyduğu önyargılardan yararlanarak 'peçe edebiyatı' yapmakla suçladı. Kelek'in Müslümanları veya Türkleri kaba saba gösteren tariflerin Alman toplumu tarafından memnuniyetle tüketildiğinin bilincinde olarak yazı yazdığını söyleyen Östreich, bunun da ırkçı ve ayrımcı yaklaşımlara zemin hazırladığını ifade etti.
Kelek'in son kitabında bilinçli bir şekilde olumsuzlukları biraraya getirdiğini kaydeden Östreich, kitapta sadece hapishanedeki erkeklerin görüşlerine başvurulduğuna dikkat çekti. "Müslüman erkekler hakkında ifadelerde bulunmak isteyen biri neden baş muhataplarını hapishanede arar?" diye soran Östreich, Kelek'in bu hikayelerle kendi şahsi tecrübelerini de karıştırarak Müslüman-Türk erkeğinin genel bir resmini çıkardığını kaydetti. Kelek'i kendi köklerini reddeden bir dönek olarak değerlendiren Östreich, "Bir çok dönek gibi o da hükümlerinde kökenine dair acımasızlık sergilemektedir. Bu yüzden de, 'Onlar buna müstehak' demek için Müslümanlarla olan ilişkisinde zorlayıcı ve dışlayıcı bir tutum sergiliyor." dedi.
Necla Kelek im Interview (http://bildung.focus.msn.de/bildung/buecher/kelek/necla-kelek-im-interview_aid_20329.html)
"Deutsche gelten als unrein“ (http://bildung.focus.msn.de/bildung/buecher/kelek/necla-kelek-im-interview_aid_20329.html)
http://a.relaunch.focus.de/_.gif
Türkische Jugendliche grenzen sich selbst aus, behauptet Bestsellerautorin Necla Kelek.
FOCUS: Frau Kelek, Sie nennen Ihr neues Buch ein „Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes“. Wovon muss er sich befreien?
Kelek: Genau wie die Frau hat er keine wirkliche Chance auf Selbstbestimmung seines Lebens.
FOCUS: Was steht dem entgegen?
Kelek: In der Welt der traditionell lebenden Muslime steht nicht das Individuum, sondern das Kollektiv im Mittelpunkt. Der Einzelne ist ein Sozialwesen, das der muslimischen Gemeinschaft mit ihren speziellen Werten und Normen gehört. Eines der wichtigsten Prinzipien ist, dass die Älteren zu respektieren sind und ihnen widerspruchslos zu gehorchen ist. Diese Erziehung verhindert eine Persönlichkeitsentwicklung, die den Jungen echte Freiheit ermöglicht.
FOCUS: Welche Aufgabe müssen sie in der Familie erfüllen?
Kelek: Schon früh leben sie faktisch von den Mädchen und Frauen getrennt. Sie werden dazu erzogen, die Wächter der Ehre ihrer Schwestern und Mütter zu sein. Wenn sie versagen, bekommen sie das auch mit Schlägen zu spüren. Trotzdem stellt niemand das Gewaltmonopol des Vaters in Frage.
FOCUS: Macht diese Art der Erziehung die Jungen gewaltbereit?
Kelek: Weil es keine geistige Auseinandersetzung, keine Erziehung im europäischen Sinn gibt, bleibt den Jungen oft nur ihre körperliche Stärke, um Konflikte zu lösen. Türkische Jugendliche werden drei- bis viermal so häufig straffällig wie Deutsche gleichen Alters und gleicher sozialer Herkunft. Das Schlimme ist, dass diese verlorenen Söhne sich mit ihrer persönlichen Schuld fast nie wirklich auseinander setzen, weil sie ja immer einem höheren Gesetz folgten oder das zumindest meinten.
FOCUS: Sie schreiben, viele schrecke sogar eine Haftstrafe nicht ...
Kelek: Es hört sich bitter an, aber das Gefängnis unterscheidet sich nicht sehr von ihrem Zuhause. Eigene Entscheidungen müssen sie da wie dort nie treffen. Sie sind auch sonst nicht Herr ihres Lebens. Liebe und Zuneigung lernen sie nicht wirklich kennen.
FOCUS: Allgemein gelten türkische Familien als intakt. Nur ein Vorurteil?
Kelek: Ja, ja, die glücklichen Großfamilien. Das ist eine Mär. Wer die Multikulti-Brille absetzt, sieht schnell, wie viel Unterdrückung es in diesen Clans gibt. Eine Ayse mag glücklich sein, ein Kopftuch zu tragen, und ein Ahmed damit zufrieden sein, zwangsverheiratet zu werden. Die Bildungsmisere und die Kriminalstatistik beweisen doch, dass es große Missstände gibt.
FOCUS: Wer ist daran schuld?
Kelek: Mich macht es wütend, dass die Mehrheit der Türken auch daran den Deutschen die Schuld zuweist. In ihren Augen hat das deutsche Schulsystem versagt, das wird ihnen von den türkischen Lobby-Verbänden eingetrichtert. Sie schaffen es nicht, die Verantwortung für ihr Leben hier in Deutschland zu übernehmen. Ich sage: Nicht die Deutschen haben die Türken ausgegrenzt, sondern sie sich selbst.
FOCUS: Warum kümmern sich die Familien so wenig um die Jungen?
Kelek: Ihre Mütter schicken sie auf die Straße oder lassen sie vor dem Computer mit Ballerspielen verelenden. Die importierten Bräute sind mit der Erziehung überfordert, sie sind ja oft selber noch Kinder. Diese jungen Frauen aus anatolischen Dörfern können ihre Kinder allenfalls versorgen, niemals erziehen. Jegliche Verantwortung delegieren sie an den Staat oder machen das Schicksal verantwortlich.
FOCUS: Das sind harte Vorwürfe.
Kelek: Nein, das ist die Wirklichkeit. Mit der ewigen Entschuldigung, dies sei ein Unterschichtenphänomen, kommen wir nicht weiter.
FOCUS: Warum treffen diese familiären Defizite die Jungen noch härter als die Mädchen?
Kelek: Die Jungen sind die Verlierer, vor allem weil sie schlicht keinen Raum haben, um etwa Hausaufgaben zu machen. In der Mehrheit der Familien gibt es auch keine Bücher. Aber ohne die Hilfe seiner Familie schafft auch ein deutsches Kind kein Abitur.
FOCUS: Es gibt doch auch bildungswillige Einwanderer aus der Türkei ...
Kelek: Natürlich gibt es sie, die Assimilierten. Aber selbst die türkischen Verbände führen an, dass 80 Prozent der Immigranten Landarbeiter oder deren Nachfahren sind. Sie sind oft tief religiös, gegenüber der europäischen Kultur nicht aufgeschlossen. Solche Eltern ermöglichen ihren Kindern keine Teilhabe an der Gesellschaft — ihr Geld überweisen sie lieber in die Türkei, statt es hier in Bildung zu investieren. Sie schicken ihre Kinder in die Koranschule, anstatt sie zum Deutschlernen zu ermutigen. Dabei wäre es doch viel besser, die hiesige Sprache und Kultur kennen zu lernen, um endlich hier anzukommen.
FOCUS: Verachten diese traditionellen Muslime die Deutschen?
Kelek: In deren Augen sind die ungläubigen Deutschen „unrein“ und schlechte Menschen. Sie fluchen bei jeder Gelegenheit über Deutschland, drohen aber zugleich ihren Kindern: Wenn du nicht gehorchst, schicke ich dich zur Tante nach Anatolien. Das ist alles sehr widersprüchlich.
FOCUS: Warum kommen sie dann?
Kelek: Viele Türken kommen gern nach Deutschland, weil der Wohlfahrtsstaat ihnen hier ein bequemeres Leben beschert, als sie es in der Türkei haben.
FOCUS: Der Islam erstarkt derzeit bei den türkischen Zuwanderern. Sie schildern ausführlich die Beschneidung und das Schächten. Was haben Sie gegen diese Rituale?
Kelek: Die Beschneidung ist eine ritualisierte Form der Unterwerfung. Der Junge erleidet Schmerz, ohne dass ihm jemand etwas erklärt. Es gibt ja auch keine Begründung, nur die Sunna, die Tradition. Wer nicht beschnitten ist, gilt nicht als Mann und Muslim. Als Mann unterwirft er beim Opferfest später selbst wehrlose Tiere. Dadurch wird in der türkisch-muslimischen Gemeinschaft die Achtung vor körperlicher Unversehrtheit abgeschafft. Von früh an verinnerlichen die Menschen diese Gewaltanwendung.
FOCUS: Welche Konsequenzen sollte die Gesellschaft aus Ihren pessimistischen Erkenntnissen ziehen?
Kelek: Es ist eine Parallelwelt entstanden, in der eine ganz andere Vorstellung von Gesellschaft herrscht als bei uns. Das dürfen wir nicht länger ignorieren.
FOCUS: Haben Sie keine Bedenken, durch verallgemeinernde Darstellungen die Integration zu behindern?
Kelek: Mir hat bisher niemand nachgewiesen, dass meine Schlussfolgerungen falsch seien. Ich sage voraus: All jene, die so weiterwursteln und alles mit vermeintlicher Armut, Kultur und Religion entschuldigen, wird die Realität schon bald einholen.
FOCUS: War die Beschäftigung mit der türkischen Welt für Sie schmerzhaft?
Kelek: Natürlich liebe ich noch immer die türkische Kultur — das Essen und die Geselligkeit, Musik und Literatur. Aber ich bin seit 40 Jahren hier, durch Schule und Studium europäisch sozialisiert. Dadurch wurde ich ein rational denkender Mensch — und das ist gut so.
http://bildung.focus.msn.de/bildung/buecher/kelek/necla-kelek-im-interview_aid_20329.html
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Man kann ja über Frau Kelek denken wie man will, aber zumindest ihre Ausführungen über die pauschale Schuldzuweisung an die Deutschen und das Verachten der Deutschen kann man auch hier im Forum ganz gut wiedererkennen....
Necla Kelek im Interview (http://bildung.focus.msn.de/bildung/buecher/kelek/necla-kelek-im-interview_aid_20329.html)
"Deutsche gelten als unrein“ (http://bildung.focus.msn.de/bildung/buecher/kelek/necla-kelek-im-interview_aid_20329.html)
http://a.relaunch.focus.de/_.gif
Türkische Jugendliche grenzen sich selbst aus, behauptet Bestsellerautorin Necla Kelek.
FOCUS: Frau Kelek, Sie nennen Ihr neues Buch ein „Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes“. Wovon muss er sich befreien?
Kelek: Genau wie die Frau hat er keine wirkliche Chance auf Selbstbestimmung seines Lebens.
FOCUS: Was steht dem entgegen?
Kelek: In der Welt der traditionell lebenden Muslime steht nicht das Individuum, sondern das Kollektiv im Mittelpunkt. Der Einzelne ist ein Sozialwesen, das der muslimischen Gemeinschaft mit ihren speziellen Werten und Normen gehört. Eines der wichtigsten Prinzipien ist, dass die Älteren zu respektieren sind und ihnen widerspruchslos zu gehorchen ist. Diese Erziehung verhindert eine Persönlichkeitsentwicklung, die den Jungen echte Freiheit ermöglicht.
FOCUS: Welche Aufgabe müssen sie in der Familie erfüllen?
Kelek: Schon früh leben sie faktisch von den Mädchen und Frauen getrennt. Sie werden dazu erzogen, die Wächter der Ehre ihrer Schwestern und Mütter zu sein. Wenn sie versagen, bekommen sie das auch mit Schlägen zu spüren. Trotzdem stellt niemand das Gewaltmonopol des Vaters in Frage.
FOCUS: Macht diese Art der Erziehung die Jungen gewaltbereit?
Kelek: Weil es keine geistige Auseinandersetzung, keine Erziehung im europäischen Sinn gibt, bleibt den Jungen oft nur ihre körperliche Stärke, um Konflikte zu lösen. Türkische Jugendliche werden drei- bis viermal so häufig straffällig wie Deutsche gleichen Alters und gleicher sozialer Herkunft. Das Schlimme ist, dass diese verlorenen Söhne sich mit ihrer persönlichen Schuld fast nie wirklich auseinander setzen, weil sie ja immer einem höheren Gesetz folgten oder das zumindest meinten.
FOCUS: Sie schreiben, viele schrecke sogar eine Haftstrafe nicht ...
Kelek: Es hört sich bitter an, aber das Gefängnis unterscheidet sich nicht sehr von ihrem Zuhause. Eigene Entscheidungen müssen sie da wie dort nie treffen. Sie sind auch sonst nicht Herr ihres Lebens. Liebe und Zuneigung lernen sie nicht wirklich kennen.
FOCUS: Allgemein gelten türkische Familien als intakt. Nur ein Vorurteil?
Kelek: Ja, ja, die glücklichen Großfamilien. Das ist eine Mär. Wer die Multikulti-Brille absetzt, sieht schnell, wie viel Unterdrückung es in diesen Clans gibt. Eine Ayse mag glücklich sein, ein Kopftuch zu tragen, und ein Ahmed damit zufrieden sein, zwangsverheiratet zu werden. Die Bildungsmisere und die Kriminalstatistik beweisen doch, dass es große Missstände gibt.
FOCUS: Wer ist daran schuld?
Kelek: Mich macht es wütend, dass die Mehrheit der Türken auch daran den Deutschen die Schuld zuweist. In ihren Augen hat das deutsche Schulsystem versagt, das wird ihnen von den türkischen Lobby-Verbänden eingetrichtert. Sie schaffen es nicht, die Verantwortung für ihr Leben hier in Deutschland zu übernehmen. Ich sage: Nicht die Deutschen haben die Türken ausgegrenzt, sondern sie sich selbst.
FOCUS: Warum kümmern sich die Familien so wenig um die Jungen?
Kelek: Ihre Mütter schicken sie auf die Straße oder lassen sie vor dem Computer mit Ballerspielen verelenden. Die importierten Bräute sind mit der Erziehung überfordert, sie sind ja oft selber noch Kinder. Diese jungen Frauen aus anatolischen Dörfern können ihre Kinder allenfalls versorgen, niemals erziehen. Jegliche Verantwortung delegieren sie an den Staat oder machen das Schicksal verantwortlich.
FOCUS: Das sind harte Vorwürfe.
Kelek: Nein, das ist die Wirklichkeit. Mit der ewigen Entschuldigung, dies sei ein Unterschichtenphänomen, kommen wir nicht weiter.
FOCUS: Warum treffen diese familiären Defizite die Jungen noch härter als die Mädchen?
Kelek: Die Jungen sind die Verlierer, vor allem weil sie schlicht keinen Raum haben, um etwa Hausaufgaben zu machen. In der Mehrheit der Familien gibt es auch keine Bücher. Aber ohne die Hilfe seiner Familie schafft auch ein deutsches Kind kein Abitur.
FOCUS: Es gibt doch auch bildungswillige Einwanderer aus der Türkei ...
Kelek: Natürlich gibt es sie, die Assimilierten. Aber selbst die türkischen Verbände führen an, dass 80 Prozent der Immigranten Landarbeiter oder deren Nachfahren sind. Sie sind oft tief religiös, gegenüber der europäischen Kultur nicht aufgeschlossen. Solche Eltern ermöglichen ihren Kindern keine Teilhabe an der Gesellschaft — ihr Geld überweisen sie lieber in die Türkei, statt es hier in Bildung zu investieren. Sie schicken ihre Kinder in die Koranschule, anstatt sie zum Deutschlernen zu ermutigen. Dabei wäre es doch viel besser, die hiesige Sprache und Kultur kennen zu lernen, um endlich hier anzukommen.
FOCUS: Verachten diese traditionellen Muslime die Deutschen?
Kelek: In deren Augen sind die ungläubigen Deutschen „unrein“ und schlechte Menschen. Sie fluchen bei jeder Gelegenheit über Deutschland, drohen aber zugleich ihren Kindern: Wenn du nicht gehorchst, schicke ich dich zur Tante nach Anatolien. Das ist alles sehr widersprüchlich.
FOCUS: Warum kommen sie dann?
Kelek: Viele Türken kommen gern nach Deutschland, weil der Wohlfahrtsstaat ihnen hier ein bequemeres Leben beschert, als sie es in der Türkei haben.
FOCUS: Der Islam erstarkt derzeit bei den türkischen Zuwanderern. Sie schildern ausführlich die Beschneidung und das Schächten. Was haben Sie gegen diese Rituale?
Kelek: Die Beschneidung ist eine ritualisierte Form der Unterwerfung. Der Junge erleidet Schmerz, ohne dass ihm jemand etwas erklärt. Es gibt ja auch keine Begründung, nur die Sunna, die Tradition. Wer nicht beschnitten ist, gilt nicht als Mann und Muslim. Als Mann unterwirft er beim Opferfest später selbst wehrlose Tiere. Dadurch wird in der türkisch-muslimischen Gemeinschaft die Achtung vor körperlicher Unversehrtheit abgeschafft. Von früh an verinnerlichen die Menschen diese Gewaltanwendung.
FOCUS: Welche Konsequenzen sollte die Gesellschaft aus Ihren pessimistischen Erkenntnissen ziehen?
Kelek: Es ist eine Parallelwelt entstanden, in der eine ganz andere Vorstellung von Gesellschaft herrscht als bei uns. Das dürfen wir nicht länger ignorieren.
FOCUS: Haben Sie keine Bedenken, durch verallgemeinernde Darstellungen die Integration zu behindern?
Kelek: Mir hat bisher niemand nachgewiesen, dass meine Schlussfolgerungen falsch seien. Ich sage voraus: All jene, die so weiterwursteln und alles mit vermeintlicher Armut, Kultur und Religion entschuldigen, wird die Realität schon bald einholen.
FOCUS: War die Beschäftigung mit der türkischen Welt für Sie schmerzhaft?
Kelek: Natürlich liebe ich noch immer die türkische Kultur — das Essen und die Geselligkeit, Musik und Literatur. Aber ich bin seit 40 Jahren hier, durch Schule und Studium europäisch sozialisiert. Dadurch wurde ich ein rational denkender Mensch — und das ist gut so.
http://bildung.focus.msn.de/bildung/buecher/kelek/necla-kelek-im-interview_aid_20329.html
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Man kann ja über Frau Kelek denken wie man will, aber zumindest ihre Ausführungen über die pauschale Schuldzuweisung an die Deutschen und das Verachten der Deutschen kann man auch hier im Forum ganz gut wiedererkennen....
Selber Schuld musel, wenn du diese Frau ernst nimmst. Allein beim durchlesen dieses Interviews sollten bei dir schon alle Alarmglocken aufgegangen sein.
Für die Gesellschatlichen Probleme in Deutschland ist die Gesellschaft in Deutschland (wir alle) zuständig.
Deine Behauptung hier im Forum würde alles nur auf die Deutschen abgeschoben stimmt schlicht nicht. Diese Aussage ist viel zu undifferenziert. Du "kelekst" auch nur rum.
Selber Schuld musel, wenn du diese Frau ernst nimmst. Allein beim durchlesen dieses Interviews sollten bei dir schon alle Alarmglocken aufgegangen sein.
Für die Gesellschatlichen Probleme in Deutschland ist die Gesellschaft in Deutschland (wir alle) zuständig.
Deine Behauptung hier im Forum würde alles nur auf die Deutschen abgeschoben stimmt schlicht nicht. Diese Aussage ist viel zu undifferenziert. Du "kelekst" auch nur rum.
Natürlich meric, ich bin schuld. Ich bin ja auch der Deutsche hier..... :rolleyes:
weiss die frau eigentlich was sie da schreibt?
so ein schwachsinn!!!
der erfolg macht sie wohl übermütig!!!
Natürlich meric, ich bin schuld. Ich bin ja auch der Deutsche hier..... :rolleyes:
Willst du weiterhin ernst genommen werden von mir?
FOCUS: Der Islam erstarkt derzeit bei den türkischen Zuwanderern. Sie schildern ausführlich die Beschneidung und das Schächten. Was haben Sie gegen diese Rituale?
Kelek: Die Beschneidung ist eine ritualisierte Form der Unterwerfung. Der Junge erleidet Schmerz, ohne dass ihm jemand etwas erklärt. Es gibt ja auch keine Begründung, nur die Sunna, die Tradition. Wer nicht beschnitten ist, gilt nicht als Mann und Muslim. Als Mann unterwirft er beim Opferfest später selbst wehrlose Tiere. Dadurch wird in der türkisch-muslimischen Gemeinschaft die Achtung vor körperlicher Unversehrtheit abgeschafft. Von früh an verinnerlichen die Menschen diese Gewaltanwendung.
Ich bin auch beschnitten worden. Kann mich weder an Schmerzen noch an Unterwerfung erinnern. Lediglich an ein tolles Fest. Mich würde es mal interessieren wie Juden darüber denken.
musel
ich würde dir vorschlagen ,diesen bericht in die hand zunehmen und auf die strasse zugehen.frag die türkischen jungs und männer ,was sie darüber denken,dann hast du eine antwort .
was wir hier von uns abgeben wird eh nicht ernst genommen,also geh und sammel reaktionen von betroffenen türkischen männern...
deine erkenntnis kannst du uns ja dann mitteilen
Ich bin auch beschnitten worden. Kann mich weder an Schmerzen noch an Unterwerfung erinnern. Lediglich an ein tolles Fest. Mich würde es mal interessieren wie Juden darüber denken.
Was wäre gewesen, wenn man dich nicht beschnitten hätte?
Wäre das ein Problem für deine Eltern oder deine Verwandtschaft gewesen? Wäre es ein Problem für dich gewesen in religiöser oder kultureller Hinsicht?
Oder wäre es einfach nur ein verpasstes tolles Fest gewesen und sonst nichts. So stellst du es nämlich dar gerade......
Die Kelek wird sogar für die FAZ zu heftig:
Pardon, sind Sie blutsverwandt?
Islamische Geschichten über Importbräute und Schwarze Witwen
04. Februar 2005 "Darf ich mal reinkommen?" fragte die Türkin aus der Wohnung darüber mit munter blinkenden Augen, um dann streng prüfend in alle Ecken zu sehen. "Ja, schön haben Sie es. Bei mir ist eine Arbeitskollegin, die gerne in einer großen Wohnung mit hohen Decken leben würde. Die liest auch Bücher und kocht gerne und so. Soll ich Sie vielleicht mal zusammen einladen?" Das war natürlich weniger als der Beginn einer arrangierten Ehe, aber mehr doch als bloße Kuppelei. Vielmehr zeigt sich da ein durch Tradition angeleitetes Verantwortungsgefühl für das Wohl des Nächsten, wo dessen für ihn zuständige Familie aus Gründen, über die man nicht richten soll, ihre Aufgabe nicht bewältigt. Genau wie zum Opferfest eine Bohnensuppe und ein Pilaw vom eigens geschlachteten Hammel vorbeigebracht werden.
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/img/leer.gif
Im übrigen muß man nur zwei Schritte vom Gewohnten wegdenken, um zu sehen, daß die Idee einer solchen Vermittlung gar nicht so dumm ist, kennt die Mittlerin doch beide Parteien lange genug, um zuverlässige Aussagen über deren Charakter und das heißt über deren zukünftiges Verhalten machen zu können. Jedenfalls gilt das, solange der gemeinsame Alltag aus einem allgemein bekannten Bündel zu bewältigender Aufgaben besteht, die Partnerwahl also nicht unterschiedliche Lebensgeschichten und Interessen miteinander abzugleichen hat. Außerdem muß es die Möglichkeit geben, nein zu sagen.
Atatürk läßt grüßen
"Arrangierte Ehen sind Zwangsheiraten und gehören verboten." Von der eigenen tscherkessisch-türkischen Familiengeschichte, von der Rolle der Frau im Islam, von Hochzeitsbräuchen und von Gesprächen mit deutschen Türkinnen erzählt Necla Kelek, damit endlich etwas geschieht gegen die Brautimporte aus der Türkei. Sie plädiert für Gesetze, die Familienzusammenführungen aufgrund von Eheschließungen erst ab dem 21. oder besser 24. Lebensjahr der Beteiligten genehmigen. Für den einreisenden Ehepartner müsse "schon bei der Einreise das Verständnis der deutschen Sprache und Kultur" geprüft und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung vom erfolgreichen Abschluß von Integrationskursen abhängig gemacht werden. Der bereits in Deutschland lebende Partner solle "über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr nachweisen, daß er ein für den Familienaufenthalt ausreichendes Einkommen durch Arbeit bezieht und einen eigenen Haushalt führt". Von der Ersparnis bei der Sozialhilfe ganz abgesehen, würde damit verhindert, daß die Importbraut im Haushalt ihrer Schwiegereltern als kostenlose Haushaltshilfe eingesetzt wird.
Schon um den Gefahren genetisch bedingter Erkrankungen von Kindern aus den - im ganzen Orient typischen - Cousin-Cousinen-Heiraten vorzubeugen, dürfe "die Einreise blutsverwandter Ehepartner nicht erlaubt werden". Selbstverständlich müsse außerdem Zwangsheirat ein Straftatbestand sein (was sie als Nötigung immer schon war). Es gehe indes nicht nur um die Verfolgung allemal schwer nachzuweisender Straftaten, sondern um "Vorbeugung und Verhinderung von Entmündigung". "Die jungen Menschen müssen vor der Bevormundung durch ihre Familie geschützt werden."
Geschützt werden müsse auch die deutsche Gesellschaft vor sich selber. Obwohl die Türken sich "massenhaft in ihre Moscheen zurückgezogen" haben und "ihre islamische Welt verteidigen", obwohl die Türken sich "mit Hilfe der deutschen Errungenschaften von Sozialversicherung und Arbeitslosenunterstützung" längst in einer Parallelgesellschaft eingerichtet haben, "meint die deutsche Gesellschaft, bei den Ausländern in der Schuld zu stehen". "Gerade die gutmeinenden Deutschen neigen dazu, in jedem hier Asyl suchenden Ausländer den Wiedergänger eines vor dem Holocaust zu rettenden Juden zu sehen" und darüber "muslimischer als die Muslime" zu werden. So tragen diejenigen, die es "geschafft haben, in diesem Land anzukommen, die doppelte Verantwortung".
Sie allein können aussprechen, was bei Türken wie bei Deutschen tabuisiert ist: "Die Leitkultur auch bei vielen Türken in Deutschland ist der Islam", und der Islam vertritt ein Welt- und Menschenbild, das mit den Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft nicht vereinbar ist. Er fordert die Unterordnung des einzelnen unter die Interessen des Ganzen und insbesondere die Unterordnung der Frau unter den Mann. In der türkisch-islamischen Kultur ist "die Liebe zwischen Mann und Frau nicht vorgesehen", statt dessen "versteckt die türkisch-islamische Gemeinde die Frauen unter Kopftüchern", was insbesondere für die "Persönlichkeitsentwicklung" junger Frauen "fatal" sei.
So oft wie die Autorin bekräftigt, in der deutschen Gesellschaft "angekommen" zu sein, ist vielleicht die Entgegnung erlaubt, daß "Kopftuch ab!"-Rufe und die Behandlung des Islam als einer rückständigen Religion eher dem Geist der nicht eben grundrechtsfreundlichen Atatürkschen Reformen verhaftet sind. Aber fraglos werden junge Türkinnen von ihren Brüdern, ihrer Schwiegermutter, ihrem Ehemann oft arg drangsaliert, und der Versuch, die Familie zu verlassen, kann Gefahr für Leib und Leben bedeuten. Darum ist es wichtig, an den richtigen Stellen die Beratungen zu intensivieren, Frauenhäuser besser auszustatten. Falsch, fatal wäre es jedoch, alle Türken, die einen Ehepartner in der Türkei gefunden haben, nicht nur unter Generalverdacht zu stellen, sondern ihnen erhebliche rechtliche Einschränkungen aufzuerlegen. Auch eine Thailänderin oder heute eine Moldauerin, deren Ehen vermittelt wurden, auch eine junge Schönheit, die einen alten, reichen Mann geheiratet hat, alle haben sie einen Anspruch, daß wir nicht davon ausgehen, sie hätten sich nur von den anerzogenen Werten des Materialismus nicht hinreichend befreit. Selbst wenn anfangs Armut oder Eltern gedrängt haben sollten, haben sie die Möglichkeit, das Arrangement in Liebe zu verwandeln. Ob das gelungen ist, ob sie den Versuch fortführen wollen, müssen sie selber entscheiden. Daß arrangierte Ehen unglücklicher enden als Liebesheiraten, dürfte nicht leicht nachzuweisen sein.
Schon das Material des Buches widerspricht im übrigen seiner These. "Die neue Braut himmelte ihren Bräutigam an." Die Arrangements werden akzeptiert "in der trügerischen Hoffnung, das Leben in Deutschland könne nur besser werden". Da gibt es Schwiegereltern, die dem Brautpaar das Schlafzimmer überlassen, selber sich auf einer Liege einrichten, also doch den Generationswechsel sichtbar machen. Da gibt es anscheinend problemlose Trennungen und Scheidungen, und da gibt es eine Frau Hodscha, die die Autorin lebhaft auffordert, sich doch selber mit den Frauen zu unterhalten. Vor allem gibt es die Frauen, die ihren Frieden aus der Zuwendung zum Islam gewonnen haben. "Seit ich in die Moschee gehe, ist alles leichter geworden." "Auch mit meinem Mann komme ich gut klar." Für die Autorin ist das ein "psychologisch interessanter Vorgang". Die Frauen, die den Bruch mit der Familie nicht ertrügen, "reagieren nicht mit Rebellion, wie man es von deutschen Jugendlichen kennt, sondern mit Überanpassung".
Doch eine solche Denunziation betreibt nicht nur die Entmündigung, gegen die anzugehen sie vorgibt, sie widerspricht auch der Erfahrung. Gerade die engagiert muslimischen jungen Frauen sind oft kluge und selbstbewußte Gesprächspartner. Mehr als die Autorin dürfte jene traditionelle Türkin von den demokratischen Werten verstanden haben, die auf die Forderung nach Integration entrüstet antwortet: "Ich habe dreißig Jahre lang hier gearbeitet, das dürfte doch wohl reichen!"
Von den Importbräuten zu den Schwarzen Witwen. Sabine Adler hat die Selbstdarstellung einer Tschetschenin, die sich aus Angst vor Zwangsrekrutierung mehr oder weniger freiwillig in russische Schutzhaft begeben hat, Interviews mit Geiseln aus dem Moskauer Musicaltheater und verschiedene tschetschenische Fallgeschichten zu einem dokumentarischen Roman verwoben. Das ist sprachlich wie sachlich offenbar mit Eile geschehen. Der Araber Jassir spricht zu einigen Aseris "in gebrochenem Tschetschenisch", und Medina übersetzt dann, "was Jassir auf russisch gesagt hatte". Dieselbe Sarema, die den Rucksack, mit dem sie eine Polizeistation sprengen soll, absetzt, kann sich einige Seiten später von dem Rucksack, mit dem sie ein Café sprengen soll, nicht trennen. (Die erste Version entspricht der Realität.)
Wenn Raissa das Lehrbuch mit dem arabischen Alphabet auswendig weiß und sich endlich einmal mit Arabern unterhalten möchte, kennt die Autorin nicht die Praxis, den Koran ohne Sinnverständnis nur als Lautfolge auf arabisch zu rezitieren. Und wenn eine Tschetschenin im saudiarabisch finanzierten Trainingslager durch einen ausführlich beschriebenen Zikr "an den Tanz eines afrikanischen Eingeborenenstammes" erinnert wird, dürfte in der Vorlage Zikr im weiten Sinne der Rezitation verwendet worden sein. Die Autorin fand dann beim Nachschlagen den im Deutschen geläufigen Sinn des Derwischtanzes. Aber Wahhabis haben für Sufismus rein gar nichts übrig. Genauso falsch ist es, daß fromme Tschetschenen, die sich mit vierzig einen Bart wachsen lassen, nicht mehr trinken dürfen - sie durften es auch schon vorher nicht.
Es wird gedreht und gewendet
"Die fremde Braut" von Necla Kelek ist bei weitem das bessere Buch. Trotzdem gibt es auch bei Adler eindrucksvolle Schilderungen zumal von den chaotischen Zuständen im Musicaltheater, von den russischen Grausamkeiten. Nur taugt das Erklärungsmodell nichts. Im ersten Drittel ihrer Schilderung werden, wie dem ethnographischen Lehrbuch entnommen, eine traditionelle Hochzeit und eine Blutrache ausgemalt. Vor dieser Folie erscheint die Heldin als eine Frau, die im Gegensatz zu den traditionellen Tschetscheninnen, die "fast nie aus sich heraus handeln", "Sehnsüchte und Wünsche" hatte. Doch das ganze Buch über werden Frauen angeführt, die entweder aus politischer oder religiöser Überzeugung handeln oder, in den weitaus meisten Fällen, genötigt werden, über ihre wahre Aufgabe im unklaren bleiben. Das hat mit traditionellen tschetschenischen Ehrenkodizes nichts zu tun.
Tradition nehmen beide Autorinnen - und nicht nur sie - als etwas, das seit Urzeiten besteht und die Menschen bewegt wie eine Naturkraft. Dabei ist die ethnologische Literatur voll von Erzählungen, mit wieviel List und Humor die Menschen schon in den einfachsten Gesellschaften ihre eigenen Regeln drehen und wenden. Und sie ist voll davon, wie manches uralt Geglaubte in Wahrheit rezente Erfindung ist. Da immer wieder neue Situationen entstehen, müssen die Regeln immer wieder neu verstanden werden. Das kann dann bedeuten, daß man den Koran befragt, wie sich angesichts der Unsittlichkeit der deutschen Gesellschaft ein Leben in Reinheit führen läßt. Es kann aber auch bedeuten, daß man seinen nichtmuslimischen Nachbarn in die Regeln des Opferfestes aufnimmt. Die Türkin von oben hat übrigens ihren Mann aus ihrem zentralanatolischen Dorf importiert. Bei Streitigkeiten behält hörbar sie die Oberhand. Worüber sie klagt, ist die Schichtarbeit.
GUSTAV FALKE
Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.02.2005, Nr. 29 / Seite 37
Was wäre gewesen, wenn man dich nicht beschnitten hätte?
Wäre das ein Problem für deine Eltern oder deine Verwandtschaft gewesen? Wäre es ein Problem für dich gewesen in religiöser oder kultureller Hinsicht?
Oder wäre es einfach nur ein verpasstes tolles Fest gewesen und sonst nichts. So stellst du es nämlich dar gerade......
Für einen männlichen Moslem ist die Beschneidung Pflicht. Genau wie die Taufe, Kommunion oder Konfirmation. Eine nicht Beschneidung wäre in der Tat eine religiöse Pflichtverletzung gewesen. Kulturell hätte es kein Auswirkungen, da ich mein Glied nicht in der Öffentlichkeit zur Schau stelle. Übrigens werden nicht moslemische Männer in der Türkei nicht beschnitten.
Für einen männlichen Moslem ist die Beschneidung Pflicht. Genau wie die Taufe, Kommunion oder Konfirmation. Eine nicht Beschneidung wäre in der Tat eine religiöse Pflichtverletzung gewesen. Kulturell hätte es kein Auswirkungen, da ich mein Glied nicht in der Öffentlichkeit zur Schau stelle. Übrigens werden nicht moslemische Männer in der Türkei nicht beschnitten.
Eben, deshalb finde ich deine Art und Weise, die Thesen von Frau Kelek zu widerlegen, unlauter. Denn es ist sehr wohl mehr als nur ein tolles Fest. In dem Ritual der Beschneidung steckt sehr viel Religion und Kultur, jedoch keine körperliche Notwendigkeit.
Mal davon abgesehen, dass man die Kommunion oder Konfirmation (die lediglich ein verbales Glaubensbekenntnis darstellt) nicht mit einem derartigen körperlich Eingriff auf eine Stufe stellen kann (nur meine Meinung), wäre eine fehlende Kommunion in der deutschen Gesellschaft (auch unter Christen) absolut egal. Könntest du das auch von der fehlenden Beschneidung unter Moslems behaupten?
Frau Necla Kelek, weiß nicht mehr, wo sie hinufert.
Spätestens jetzt, wenn sie in solchen Zeiten, die nicht gerade einfach sind, in einem Zeitungsinterview sagt: "die Deutschen gelten als unrein" (bei den Türken) verdient sie bei mir den Namen "Haßpredigerin". Denn nichts anderes ist es, solche haßschürenden Sprüche in die Welt zu setzen, damit noch mehr Unfriede herrscht. Ein häßlicher Spruch, was hier öffentlich verbreitet wird.
Ich glaube, es ist ihr alle Mittel Recht, um sich bloß nicht als die "Irrende" bloßzustellen. Was Zweck und Ziel ist, haben wir ja bei ihr längst durchschaut.
Nur muß sie langsam einsehen, daß sie sogar von der deutschen Presse mittlerweile "Gegenwind" erhält. Wer wird sie noch lange ernst nehmen.
Vielleicht heißt ja das nächste Buch von ihr "Goodbye honey".
Eben, deshalb finde ich deine Art und Weise, die Thesen von Frau Kelek zu widerlegen, unlauter. Denn es ist sehr wohl mehr als nur ein tolles Fest. In dem Ritual der Beschneidung steckt sehr viel Religion und Kultur, jedoch keine körperliche Notwendigkeit.
Mal davon abgesehen, dass man die Kommunion oder Konfirmation (die lediglich ein verbales Glaubensbekenntnis darstellt) nicht mit einem derartigen körperlich Eingriff auf eine Stufe stellen kann (nur meine Meinung), wäre eine fehlende Kommunion in der deutschen Gesellschaft (auch unter Christen) absolut egal. Könntest du das auch von der fehlenden Beschneidung unter Moslems behaupten?
Wieso liest du meine Antworten nicht.
Kelek behauptet, Beschneidung sei schmerzhaft und ein Unterwerfungsritual.
Das es nicht schmerzhaft ist kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Da es für jeden Männlichen Moslem Pflicht ist kann von Unterwerfung auch nicht gesprochen werden. Anders als die weibliche Beschneidung verliert der Mann dadurch keinerlei körperliche Funktion.
Die Frage nach der Gesellschaftlichen Ächtung habe ich dir oben beantwortet. Da man in der Regel nicht sieht ob ich beschnitten bin oder nicht, kann ich ja schlecht diskriminiert werden.
meric ,musel
es geht hier doch nicht nur um die beschneidung!
Kelek: Genau wie die Frau hat er keine wirkliche Chance auf Selbstbestimmung seines Lebens
Kelek: Es hört sich bitter an, aber das Gefängnis unterscheidet sich nicht sehr von ihrem Zuhause. Eigene Entscheidungen müssen sie da wie dort nie treffen. Sie sind auch sonst nicht Herr ihres Lebens. Liebe und Zuneigung lernen sie nicht wirklich kennen.
Kelek: Ja, ja, die glücklichen Großfamilien. Das ist eine Mär. Wer die Multikulti-Brille absetzt, sieht schnell, wie viel Unterdrückung es in diesen Clans gibt.
Kelek: Die Jungen sind die Verlierer, vor allem weil sie schlicht keinen Raum haben, um etwa Hausaufgaben zu machen.
frage :ist das die türkische erziehung?
werden/wurden so die türkischen jungs/männer erzogen ,und das in deutschland?
Kelek hat nur ein kaputtes Leben.Sie will sich nur eine fiktive Scheinwelt aufbauen damit sie mit ihrem kaputten Ego klar kommt.
Hey wer nimmt dieses Psychowrack überhaupt noch ernst?
Sie war es die Zwangsverheiratat wurde und dann wollte man sie zum 2. mal Zwangsverheiraten.
>Sie wurde von ihrer Familie unterdrückt usw.
Das ist der einzige Grund warum sie so reagiert.Ihr eigenes armes Leben auf die ganze türkische Gesellschaft projezieren um nicht alleine darzustehen
Da es für jeden Männlichen Moslem Pflicht ist kann von Unterwerfung auch nicht gesprochen werden.
Was ist das für eine Logik? Gerade Pflichten sind doch ein Zeichen von Unterwerfung.......
Ob man die Beschneidung im Alltag sieht oder nicht, kann ja nun keine Rolle spielen. Die Frage wäre, ob man eine mögliche Nicht-Beschneidung auf Nachfrage leugnen müsste/würde, um keine Nachteile zu erleiden.
Die Nicht-Konfirmation könnte ich mir um den Hals hängen, es würde niemanden interessieren........
Kelek hat nur ein kaputtes Leben.Sie will sich nur eine fiktive Scheinwelt aufbauen damit sie mit ihrem kaputten Ego klar kommt.
Hey wer nimmt dieses Psychowrack überhaupt noch ernst?
Sie war es die Zwangsverheiratat wurde und dann wollte man sie zum 2. mal Zwangsverheiraten.
>Sie wurde von ihrer Familie unterdrückt usw.
Das ist der einzige Grund warum sie so reagiert.Ihr eigenes armes Leben auf die ganze türkische Gesellschaft projezieren um nicht alleine darzustehen
Du meinst also, Frau Kelek berichtet nur von einem einzigen traurigen Einzelschicksal in einer türkischen Familie (ihrem eigenen), welches so in keiner anderen türkischen Familie auch nur ansatzweise vorkommt?
Was sie über die türkische Gesellschaft schreibt ist absolut frei erfunden und das absolute Gegenteil der Realität?
Du meinst also, Frau Kelek berichtet nur von einem einzigen traurigen Einzelschicksal in einer türkischen Familie (ihrem eigenen), welches so in keiner anderen türkischen Familie auch nur ansatzweise vorkommt?
Was sie über die türkische Gesellschaft schreibt ist absolut frei erfunden und das absolute Gegenteil der Realität?
ja musel tut sie .
ja musel ist es.
ottoman1299
20.03.06, 14:53
Eben, deshalb finde ich deine Art und Weise, die Thesen von Frau Kelek zu widerlegen, unlauter. Denn es ist sehr wohl mehr als nur ein tolles Fest. In dem Ritual der Beschneidung steckt sehr viel Religion und Kultur, jedoch keine körperliche Notwendigkeit.
Mal davon abgesehen, dass man die Kommunion oder Konfirmation (die lediglich ein verbales Glaubensbekenntnis darstellt) nicht mit einem derartigen körperlich Eingriff auf eine Stufe stellen kann (nur meine Meinung), wäre eine fehlende Kommunion in der deutschen Gesellschaft (auch unter Christen) absolut egal. Könntest du das auch von der fehlenden Beschneidung unter Moslems behaupten?
Fast 90% der neugeborenen in USA werden beschnitten. Warum tun sie das wohl?
musel :
Was sie über die türkische Gesellschaft schreibt ist absolut frei erfunden und das absolute Gegenteil der Realität?
sieh dir die herren diesem forum an(sind nicht so viele ,damit es nicht zuanstrengend wird)
manche sind inder türkei erzogen worden ,manche hier.
Kelek: Es hört sich bitter an, aber das Gefängnis unterscheidet sich nicht sehr von ihrem Zuhause.
haben sie den anschein ,in einem gefängnis erzogen worden zu sein???
Kelek: Die Jungen sind die Verlierer, vor allem weil sie schlicht keinen Raum haben, um etwa Hausaufgaben zu machen.
deshalb sind die herren auch so ungebildet und schreiben aus gefängnissen....
Was ist das für eine Logik? Gerade Pflichten sind doch ein Zeichen von Unterwerfung.......
Ob man die Beschneidung im Alltag sieht oder nicht, kann ja nun keine Rolle spielen. Die Frage wäre, ob man eine mögliche Nicht-Beschneidung auf Nachfrage leugnen müsste/würde, um keine Nachteile zu erleiden.
Die Nicht-Konfirmation könnte ich mir um den Hals hängen, es würde niemanden interessieren........
Ich verstehe nicht ganz worauf du hinauf willst. Die meisten Jungs werden in einem Alter beschnitten, wo das Thema "Unterwürfigkeit" keine Rolle spielt, weil man noch zu klein für solche Begriffe ist. Mein kleiner Bruder war 5 Jahre alt als er Beschnitten wurde. Die Erinnerungen daran sind wohl eher spärlich.
Da es für einen Jungen Moslem Pflicht ist sich beschneiden zu lassen kommt die Frage, ob man beschnitten sei oder nicht nicht vor.
Wenn ich einen Moslem treffe, weiss ich, dass er Beschnitten ist, genauso wie der Katholik getauft ist. Wenn er nicht Moslem ist Frage ich ihn auch nicht nach seiner Beschneidung.
Wo siehst du eigentlich das Problem? Im übrigen wird hier von der Beschneidung gesprochen als handele es sich um die Amputation eines Armes oder Auges.
musel :
Was sie über die türkische Gesellschaft schreibt ist absolut frei erfunden und das absolute Gegenteil der Realität?
sieh dir die herren diesem forum an(sind nicht so viele ,damit es nicht zuanstrengend wird)
manche sind inder türkei erzogen worden ,manche hier.
Kelek: Es hört sich bitter an, aber das Gefängnis unterscheidet sich nicht sehr von ihrem Zuhause.
haben sie den anschein ,in einem gefängnis erzogen worden zu sein???
Kelek: Die Jungen sind die Verlierer, vor allem weil sie schlicht keinen Raum haben, um etwa Hausaufgaben zu machen.
deshalb sind die herren auch so ungebildet und schreiben aus gefängnissen....
Siehst du, genau solche Aussagen wie deine sind der Grund, weshalb ich die wenigsten Äußerungen hier ernst nehmen kann.
Laut Frau Kelek schreibt sie von den bildungsfernen Türken in Deutschland. Türken, die kaum deutsch und tief in türkischen Traditionen verwurzelt sind.Und davon gibt es unbestritten viele in Deutschland.
Dass diese hier nicht in einem Internetforum diskutieren ist doch wohl keine Frage. Es beweist aber auch sicherlich nicht das Gegenteil von den Aussagen der Frau Kelek.
Wenn du wirklich versuchst, auf so billige Weise gegen Frau Kelek zu argumentieren, dann tut es mit leid, aber du wirst absolut nichts erreichen.
Wie wäre es mal mit dem Mittelweg, fernab von schwarz und weiß?
Siehst du, genau solche Aussagen wie deine sind der Grund, weshalb ich die wenigsten Äußerungen hier ernst nehmen kann.
Laut Frau Kelek schreibt sie von den bildungsfernen Türken in Deutschland. Türken, die kaum deutsch und tief in türkischen Traditioverwurzelt nen sind.Und davon gibt es unbestritten viele in Deutschland.
Dass diese hier nicht in einem Internetforum diskutieren ist doch wohl keine Frage. Es beweist aber auch sicherlich nicht das Gegenteil von den Aussagen der Frau Kelek.
Wenn du wirklich versuchst, auf so billige Weise gegen Frau Kelek zu argumentieren, dann tut es mit leid, aber du wirst absolut nichts erreichen.
Wie wäre es mal mit dem Mittelweg, fernab von schwarz und weiß?
musel sehe es wie du möchtest schwarz/weiß oder grau oder kunterbunt...
sie ist es ,die nicht den mittelweg findet und nicht ich!!!
kelek steckt alle in einen topf und das passt mir eben nicht!
ich kenne meine leute ,mein land...
da kann keiner mich mit etwas anderem belehren! :türkiye:
Wieso muss eigentlich jeder Thread mit diesem sinnlosen geplänkel verunstaltet werden? Ich werde alles Gepöbel und Off Topic löschen.
Beim nächsten Mal gibt es konsequent Verwarnungen.
Zuerst möchte ich erwähnen,das ich vor vier jahren nach deutschland gekommen bin und sogar aus der stadt aus Erzurum,die im Osten der Türkei liegt.Auf der Landkarte sieht man die Stadt sofort,die nicht zu übersehen ist,da sie ziemlich groß ist.
Eines der wichtigsten Prinzipien ist, dass die Älteren zu respektieren sind und ihnen widerspruchslos zu gehorchen ist. Diese Erziehung verhindert eine Persönlichkeitsentwicklung, die den Jungen echte Freiheit ermöglicht.
Die Älteren respektieren,da kann man ihr nicht wiedersprechen.ich habe Respekt gegenüber meinem Vater,er mutter,en Lehrern,en Älteren Menschen genauso gut den kindern.Kurz gesagt alle Menschen.Wiederspruchlos ihnen zu gehorchen ehrlich gesagt das können nur die jenigen behaupten,die keine Ahnung von der Türkischen Gesellschaft haben,die in der Steinzeit gelebt haben und immer noch leben.Der satz ist von mir so entfernt so wie der Abstand zwischen der Welt und der Sonne.Z.b Mein Vater darf mir nur irgentetwas empfehlen aber mir keine Befehle geben,die ich gehorchen muß.Ich höre gerne zu was Mein Vater sagt weil der mehr Ahnung im Leben hat.Der kennt die Menschen besser als ich.Nach der Realschule sagte mir mein Vater,Söhnchen mach bitte ne Ausbildung oder geh weiter in die Schule.Du hast keine chance ohne Ausbildung einen guten Beruf zu kriegen.Nach nem Jahr gabe ich ihm
recht.jetzt habe meine ausbildung,bin glücklich.Mein vater wiederholt s ständig :Eltern wünschen sich nur das beste für ihre kinder.
Wiederspruchlos ihnen zu gehorchen was sie mit dem satz wirklich ausdrücken will,sind ehrenmorde,zwangsheirat,die bei uns so fall nie gegeben hat und nie geben wird.Bei uns (>>>>>>>>>>>>>TÜRKEN <<<<<<<<<<<<<<).Bei den Liebliengs Nation der Deutschen (KURDEN) passierten solche Fälle häufig.Jahr zu Jahr vermindern sich die Ehrenmorde.Zwangsheirat ebenso.Die Kurdischstämmige Türken bemühen sich an die Türkische Gesellschaft zu integrieren.Die Türkei tut alles dafür aber es wird immer wieder versucht von außen und von innen die Türkei dabei zu verhindern.Hoffentlich (bete zu Gott) hören wir von sowas nichts mehr.Ehrenmorde,zwangsheirat widerlich,grausam hat nichts mit Menschensein zu tun.
Schon früh leben sie faktisch von den Mädchen und Frauen getrennt. Sie werden dazu erzogen, die Wächter der Ehre ihrer Schwestern und Mütter zu sein. Wenn sie versagen, bekommen sie das auch mit Schlägen zu spüren. Trotzdem stellt niemand das Gewaltmonopol des Vaters in Frage.
Ich rate den deutschen Freunden,wenn ihr ausgelacht werden wollt,besucht eine türkische schule irgendwo in der türkei,sagt den selben satz.
Türkische Jugendliche werden drei- bis viermal so häufig straffällig wie Deutsche gleichen Alters und gleicher sozialer Herkunft.
Türkische jugendliche auf zwei teilen,wie es die Deutschen gern tun.Kurdischstämmige Türken und Türken, was dabei rauskommen wird bin ich echt gespannt.
Ihre Mütter schicken sie auf die Straße oder lassen sie vor dem Computer mit Ballerspielen verelenden. Die importierten Bräute sind mit der Erziehung überfordert, sie sind ja oft selber noch Kinder.
Ich behaupte das gegenteil.ich will nicht verallgemeinern aber wo wir counter strike zockten ich und meine Freunde waren only deutsche kinder,die ständig zuguckten:lach:,die mich gezwungen haben,irgendwelche codes einzugeben,damit ich durch die wände sehen und schiessen kann.
Wie ich schon gesagt habe,ich kenne viele leute,importierte bräute noch kinder,tut mir leid,dazu kann ich nichts sagen.
FOCUS: Das sind harte Vorwürfe.
Kelek: Nein, das ist die Wirklichkeit. Mit der ewigen Entschuldigung, dies sei ein Unterschichtenphänomen, kommen wir nicht weiter.
JAJA reicht vollkommen aus.
Die Jungen sind die Verlierer, vor allem weil sie schlicht keinen Raum haben, um etwa Hausaufgaben zu machen. In der Mehrheit der Familien gibt es auch keine Bücher. Aber ohne die Hilfe seiner Familie schafft auch ein deutsches Kind kein Abitur.
4 Zimmer wohnung,1 salon,küche,wc,bad.Bücher haben wir ja auch genug.ich helfe ungern meiner schwester.weil ich net so geduldig bin.Mein Vater hilft ihr ständig.Sie wird Abitur locker schaffen.Das was sie sagt für alle die in deutschland leben.
Sie schicken ihre Kinder in die Koranschule, anstatt sie zum Deutschlernen zu ermutigen.
Da hat sie recht,die kinder gehen jeden tag in die koran schule.Vergessen die deutsche sprache,reden miteinander nur türkisch weil sie perfekt türkisch können.:confused:
Ich selbst ginge ich nur am samstag in die moschee.2 stunden bliebe ich dort.Da lernt man wie man kuran liest und wird auf türkisch-deutsch übersetzt.Da lernt man einiges.(lehrer mit uniabschluss).Z.b Ein Mann darf vier frauen haben,ehrenmorde,zwangsheirat bla bla.. überhaupt nichts mit Islam zutun haben.
Stellt euch ein Kind vor,deren Eltern keine ahnung von Islam haben und Kuran lesen können aber wiessen nicht was alles bedeutet.Das kind wird später genauso wie seine eltern.
es könnte kuranschulen geben,in der die kinder von den Lehrern unterrichtet werden,die nicht qualifiziert sind.ehrlich gesagt keine ahnung.
Als Mann unterwirft er beim Opferfest später selbst wehrlose Tiere. Dadurch wird in der türkisch-muslimischen Gemeinschaft die Achtung vor körperlicher Unversehrtheit abgeschafft. Von früh an verinnerlichen die Menschen diese Gewaltanwendung.
:brüll:sie ist nicht normal.sowas schwachsinniges.Opferfest ist die ursache aha.Man merkt was sie damit ausdrücken will.
FOCUS: Haben Sie keine Bedenken, durch verallgemeinernde Darstellungen die Integration zu behindern?
Kelek: Mir hat bisher niemand nachgewiesen, dass meine Schlussfolgerungen falsch seien. Ich sage voraus: All jene, die so weiterwursteln und alles mit vermeintlicher Armut, Kultur und Religion entschuldigen, wird die Realität schon bald einholen.
Gute frage,die antwort von ihr die man vorausahnen kann.
Natürlich liebe ich noch immer die türkische Kultur — das Essen und die Geselligkeit, Musik und Literatur.
Ich sehe keine spur von der geselligkeit bei ihr.Ich kann sie aber verstehen.Was sie erlebt hat,falls alles stimmt.Aber sie hat kein recht,Die ganze Bevölkerung in den dreck reinzusehen,und die türken so darzustellen,als ob alle zwangsheirat,ehrenmorde blabla für richtig halten.
Sorry,wenn ich sie und viele deutschen traurig mache,aber ich als Türke,der sich konservativ bezeichnet,kann ich mich nicht mal %10 prozent was sie da gesagt hat identifizieren.
Eine frage an dich MUSEL glaubst du wirklich was sie sagt,oder willst du uns nur ärgern?
danke ibnisina für dein beispiel!
aber damit es musel glaubt, muss die restliche türkei und bitte jeder einzelne,seine lebensgeschichte erzählen!
danke ibnisina für dein beispiel!
aber damit es musel glaubt, muss die restliche türkei und bitte jeder einzelne,seine lebensgeschichte erzählen!
Ob es musel glaubt oder nicht ist irrelevant. Mir würde es reichen wenn sich die Migrationspolitiker bei der Entwicklung von Konzepten nicht zu sehr an Kelek orientieren.
Falsche Diagnose führt zur falschen Behandlung. Damit ist dann niemandem geholfen. Weder den Türken noch den Deutschen.
Ob es musel glaubt oder nicht ist irrelevant. Mir würde es reichen wenn sich die Migrationspolitiker bei der Entwicklung von Konzepten nicht zu sehr an Kelek orientieren.
Falsche Diagnose führt zur falschen Behandlung. Damit ist dann niemandem geholfen. Weder den Türken noch den Deutschen.
wie gesagt ,der erfolg macht sie übermütig und das führt dazu ,das sie selbstsicher wird.wenn man zu selbstsicher ist macht man schnell fehler.
ihre verallgemeinerung ist so übertrieben ,dass sie langsam unglaubhaft wird.recht so...
die politiker wissen es auch,aber warum nicht von einer kelek gebrauch machen ,wenn es ins konzept passt?
danke ibnisina für dein beispiel!
aber damit es musel glaubt, muss die restliche türkei und bitte jeder einzelne,seine lebensgeschichte erzählen!
Verda, ich hatte das Glück, in den Jahren meiner Schulzeit und meines Studiums zwei tolle türkische junge Frauen kennenzulernen (u.a.). Beide erlebten eine ähnliche Geschichte. Sie wuchsen in einem sehr strengen türkischen Elternhaus auf. Ihre Eltern duldeten die westliche Orientierung der Töchter nicht. Und sie waren wahrlich keine schlimmen Mädchen, in Bezug auf Männer, Drogen oder sonstiges.
Die erste erlaubte sich, mit ca. 17 Jahren einen deutschen Freund zu haben. Die Folge war, dass sie mehrere Tage nicht in die Schule durfte. Daraufhin flüchtete sie zu ihrem Freund. Die kleinen Brüder von ihr, die auch auf unserer Schule waren, mussten allerdings dem Vater erzählen, wenn sie wieder in der Schule war. Dies taten sie auch. Die Folge war, dass die beiden Eltern auf dem Schulhof auftauchten, der Vater seine Tochter mehrmals ohrfeigte und sie ins Auto zerrte. Dieses Ereignis musste ich leider auch mit ansehen. Und vielleicht prägt mich das auch bis heute.
Meine zweite türkische Bekannte (ich lernte sie im Studium kennen) berichtete mir von einem ähnlichen Schicksal. Sie und ihre Brüder wurden mit viel Gewalt aufgezogen. Insgeheim hasste sie ihren Vater dafür, aber sie konnte ihm das nie zeigen. Sie machte gegen seinen Wunsch das Abitur und fing dann ein Jura-Studium an. Der Vater verachtete sie dafür nach ihren Angaben. Wohl auch, weil er mit ihrem Erfolg nicht klar kam.
Beide Frauen haben etwas gemeinsam, sie haben sich nicht unterkriegen lassen. Beide mussten mittlerweile den Kontakt zu ihrem Elternhaus abbrechen und beide leiden darunter. Ich achte die beiden aber sehr für ihren Mut und ihre Stärke. Diese Kraft haben sicher viele andere Frauen oder auch unterdrückte Männer nicht und fügen sich ihrem Schicksal.
Ich behaupte sicher nicht, dass die große Mehrheit der Türken in solchen Verhältnissen aufwächst. Ich freue mich für jeden (von euch), der so etwas nicht erleben muss. Aber ich glaube auch nicht, dass Frau Kelek von einem Einzelschicksal berichtet.
Ich als Ur-Deutscher aus guten Verhältnissen habe selbst solche Fälle in meinem Umkreis erlebt. Es kann sich also schon allein deshalb nicht um ein Einzelschicksal handeln, denn keiner meiner Bekannten war mit Frau Kelek verwandt.....
musel es gibt bestimmt solche fälle .
die kelek berichtet hier von jungen ,die unterdrückt werden!
die jungs sind was besonderes ,weil sie den namen ihrer familie weiterführen und für die eltern sorgen wenn sie mal alt sind!(das heisst jetzt nicht ,die mädchen sind 2.klasse kinder!)
den jungen gibt man fast immer den vorrang in der familie.sie werden schon als jungen wie männer behandelt.wenn ich meinem sohn zu etwas rate ,heisst es nicht ,das er gehorchen muss!wenn er meinen rat nicht möchte ,muss er es selber wissen ,denn ich habe lebenserfahrung und er nicht. dann muss er eben seine eigene erfahrung en sammeln.
ich war in dörfern ,städten und metropolen türkeis und hab ehrlich noch nie solche umstände wie von der kelek beschrieben mitbekommen.
alle jungen können lesen und schreiben ,gehen auf unis, arbeiten oder sind vielleicht auch arbeitslos oder kriminell,trotzdem werden sie von ihren familien auf " händen getragen".
sie kann einfach einige einzelfälle nicht auf alle türken beziehen!!!
Na ja Verda, von
musel :
Was sie über die türkische Gesellschaft schreibt ist absolut frei erfunden und das absolute Gegenteil der Realität?
zu
musel es gibt bestimmt solche fälle .
sie kann einfach einige einzelfälle nicht auf alle türken beziehen!!!
in nicht mal drei Stunden ist ja schon mal ein Fortschritt..... :aferin:
Na ja Verda, von
zu
in nicht mal drei Stunden ist ja schon mal ein Fortschritt..... :aferin:
ja :aferin:
fragt sich nur wie lange?! (ohne böswillige absichten zuhaben)
wie du schon öfters in diesem forum bemerkt haben solltest(kalnoky und sein bericht von heute z.b.):
komm du einen schritt zu mir
komme ich mit zwei schritten zu dir
so sind wir türken eben...
Vor einigen Monaten veröffentlichte die Wochenzeitung „Die Zeit“ einen offenen Brief von 58 Migrationsforschern, der an die Autorin Necla Kelek adressiert war und sprachen wegen deren Publikation „Die fremde Braut“ von einem „reißerischem Pamphlet“ und warfen dieser vor allem Unseriosität und Unwissenschaftlichkeit vor. Die Autorin des angesprochenen Werks ist in den hiesigen Medien und offenbar auch in der Politik ein gern gesehener Gast und Gesprächspartner. Ihr Leitmotto zur ersten Veröffentlichung: „Wir müssen den armen und entrechteten moslemischen Frauen helfen.“ Kein Thema mit dem diese Rat gebende Moralistin nicht bewandert zu sein scheint und das Stichwort Integration liegt ihr besonders am Herzen.
Die angesprochene Herzensangelegenheit hat sie wohl doch zu sehr persönlich genommen, denn diesmal hat sie ein bierernstes Anliegen: Die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes. Es sei angemerkt, dass ein ähnliches Vorhaben bereits früher von verschiedenen Autoren mit dem Versuch der Neudeutung des deutschen Mannes unternommen wurde und diese sind dabei kläglich gescheitert. Dieser Tage erschien die Schrift „Die verlorenen Söhne“ (Köln, Kiepenheuer & Witsch). Man mische paar Erlebnisse in der Türkei, Interviews mit Strafgefangenen hierzulande mit Migrationshintergrund und hier und da ein paar Gespräche mit Vorbetern, Kleinkriminellen und gescheiterten Existenzen und fertig ist ein Schmöker.
Wohl ahnend um die Deutung ihrer Schmähschrift schränkt diese Freizeit-Soziologin gleich zu Beginn ein, es handle sich dabei nicht um eine „empirisch-repräsentativen Bestandsaufnahme.“ Wie arm und unglücklich wäre eine Gesellschaft, wenn es nicht solche Gutmenschen vom Schlage einer Necla Kelek gäbe. Schon nach dem ersten Interview mit einem Gefängnishäftling Namens Mehmet kommt die Autorin sofort zur Sache: „Für mich aber gab seine Geschichte vor allem Auskunft darüber, wie die archaische kurdisch-türkische Stammesgesellschaft funktioniert.“ Da stört es auch nicht weiter wenn einige Seiten weiter behauptet wird, das türkische Militär habe 1980 die Macht deshalb an sich gerissen, weil der Grund dafür „ein Kongress der Islamistischen `Wohlfahrtspartei`(RP) gewesen, bei dem Demonstranten die grüne Fahne des Islam geschwenkt hatten „[…]. Eine bessere Recherche hätte es auch getan: Zu dieser Zeit gab es diese Partei noch gar nicht.
Das nächste Interview ist etwas verworrener: „Nachdem sich herumgesprochen hatte, dass mein Vater gestorben war, wollte die Schwiegermutter meine Stiefmutter wieder heiraten.“ Nach dieser glasklaren Ultima ratio offenbart sich Kelek dem Interviewten als Fan von melancholischen Volksliedern: „Zwei Rebhühner sitzen auf dem Felsen/ und singen./ O ihr Vögel, hört auf/ ihr wisst ja nichts, was mich quält/ die Mutter erreicht eine finstere Nachricht.“
Der Interviewte sollte sich von diesem vorgetragenen Volkslied nicht mehr erholen und bekennt offen: „Ich bin ein einfacher Mensch, und die Gesellschaft hier in Deutschland ist kompliziert.“ Da sag noch einer in diesem Land wäre alles so einfach. Nichts gegen die Zahl 40, aber die hat es Kelek besonders angetan, denn es kommt gleich mehrfach vor. Mal ist es ein Kind, das gerade vierzig Tage alt wurde und in einer anderen erzählten Geschichte holt ein Familienvater seine von ihm getrennt lebende Familie nach vierzig Tagen zurück. In einem anderen Fall ist die Rede von einem frisch verheirateten Paar, das sich nach vierzig Tagen trennt, weil die Braut zurück nach Deutschland ging. Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, die Zahl vierzig.
Es geht weiter mit der eigenen Familien-Biografie, die mit viel Pathos und Bitterkeit beschrieben über Kayseri, Istanbul schließlich nach Deutschland führt. Es ist die Geschichte der Konfrontation mit dem Vater, denn sie wollte nicht nach seinen Vorstellungen leben und zog es deshalb vor ihren eigenen Weg zu gehen. Nachdenklich hebt sie hervor: „Damals habe ich begonnen, die mit dem muslimischen Glauben verbundenen archaischen Sitten und Gebräuche infrage zu stellen.“ Die Erlebnisse bei der Beschneidung eines Neffen hinterließen bei der Autorin scheinbar einen derartigen negativen Eindruck und dienen etwas später für die Infragestellung dieser Tradition insgesamt.
Eine Teilung der Gesellschaft in Mädchen und Jungen, in Männer und Frauen, wiederhole sich immer wieder mit der Zeremonie der Beschneidung. So konsequent wie die Autorin ist, fordert sie einige Seiten später ein gesetzliches Verbot der Beschneidung von Jungen/Männern, denn Grundrechte dürften nicht mit einem Gewohnheitsrecht, durch eine „orientalische Sitte“ gebrochen werden. Das hätte ein gewisser Hans-Peter Raddatz oder ein Daniel Pipes nicht besser formulieren können. Aber auch ihre Beobachtungen türkischer Kinder und Jugendlicher in einem Berliner Freibad lassen nichts zu wünschen übrig.
Dort heißt es: „Deutsche Jugendliche sieht man nicht. Das Prinzenbad ist fast eine von deutschen Jungen befreite Zone, zumindest sind die jungen Türken Herren der Lage.“ Warum ruft sie nicht gleich die Ordnungshüter: Hallo Polizei, bitte melden, hier sind zu viele Türken im Freibad. Da es sich nach Ansicht der Autorin bei türkischen Jungen/Männern ausschließlich um Machos handelt, haben türkische Mädchen in einem Freibad nichts zu suchen, es sei denn die ganze Familie ist dort zugegen, aber das dürfte nach Kelek kaum der Fall sein: Türkische Frauen gehen nicht ins Freibad und schon gar nicht halbnackt. Die Brüder werden die Schwestern schon zu beschützen wissen und der Vater ist der wahre „Meister“ der türkischen Familie.
Die türkischen Väter, so Kelek, sind die Vorbilder ihrer Söhne und weil dies so ist, haben die türkischen Kinder/Jugendlichen keine Zukunft, denn diese Väter haben die türkischen Wertvorstellungen in sich und das ist moralisch verwerflich. Nach dem die Autorin fast 155 Seiten gegen türkische Migranten und ihre Religion auf eine schamlose Weise sich auslässt, die türkischen Familienväter als „Diktatoren“ verunglimpft hat, die türkischen Jugendlichen/Männer als Versager und Nichtsnutze beschimpft, erklärt sie es gebe eine große „Zahl von Türken und Muslimen, die ihre Kinder anders erziehen, die ihren Kindern die Liebe, Fürsorge und Nähe angedeihen lassen „[…]. Das ist in der Tat mehr als unseriös und unwissenschaftlich, es ist der Versuch eine Minderheit vor der Öffentlichkeit bloßzustellen und diese Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Religion und Kultur mit einer gnadenlosen und unglaubwürdigen Anklage auszuschließen.
Aus allen Kanonen schießt die Autorin gegen den Islam und seine Gläubigen. Der Islam sei rückschrittlich und habe es versäumt sich zu reformieren, im Gegensatz dazu habe das Christentum es geschafft mit der Renaissance und dem Humanismus die Zukunft zu ebnen. Kein Wort über die Inquisition, die Verfolgung der Hugenotten, über jahrhunderte dauernde Religionskriege, die Kreuzzüge, die Eroberung Mittel- und Südamerikas durch die Spanier und Portugiesen oder über das Universalitätsprinzip des katholischen Christentums.
Man fragt sich zu recht für was all diese Pauschalisierungen, Vorurteile und Stigmatisierungen dienen sollen. Endlich, auf Seite 190 offenbart sich Missionarin Kelek ganz unverblümt. Sie bekennt, ihre geistigen „Mentoren“ seien Max Weber und Jesus. Ihr missionarische Eifer tritt offen zutage: „Während das Alte Testament wie der Koran Geschichten von Blut und Gewalt erzählt, ist das Neue Testament eine Botschaft der Liebe und der Hoffnung. Schon die Geschichte von Christi Geburt war für mich anders und neu.“ Zusammenfassend lassen sich folgende Dinge festhalten.
Die Autorin verwendet unkritisch Begriffe, stellt wissentlich Zusammenhänge falsch dar, obwohl die Ursachen dafür eine ganz andere sind. Menschen sind nicht ungebildet, weil sie aus einem anderen Land oder einer anderen Kultur kommen. Menschen werden nicht automatisch kriminell, weil sie auf Grund ihrer Herkunft belastet sind, sondern weil die Umstände und das Umfeld in dem Land, in dem sie leben, dies vielleicht ermöglicht haben. Gesamtbeurteilung: Fast-Food-Literatur mit vielen Zusatzstoffen.
Evliya B.
göcmen kizi
27.03.06, 14:55
Fast-Food-Literatur ist gut:aferin: !
ich würd es als mageres Blättchen bezeichnen!
deryatulga
27.03.06, 15:03
Jesus sagt "Liebet eure Feinde!" Um die Liebesfähigkeit von Frau Kelek ist nicht nur schlecht bestellt, sondern ist sie selbst ein Hassbündel par excellence! Sie könnte einem irgendwie Leid tun, wenn man an die Relation zwischen Boshaftigkeit und Einsamkeit denkt!
@evliya
...Nichts gegen die Zahl 40, aber die hat es Kelek besonders angetan, denn es kommt gleich mehrfach vor....
Vierzig ist die Symbolzahl der Prüfung, Bewährung, Initiation bzw. für den Tod. Als die verzehnfachte vier repräsentierte sie Vollkommenheit.
vielleicht hilft es dir ja weiter...
Morgen abend ist Frau Kelek bei "Menschen bei Maischberger" http://tinyurl.com/ntet5. Auf der Seite wird sie wie folgt beworben:
Die türkischstämmige Migrationsforscherin glaubt nicht an die Vereinbarkeit von westlichen und islamischen Idealen. "Die Vermutung, dass Migranten automatisch in der modernen Gesellschaft ankommen, hat die Wirklichkeit brutal widerlegt", sagt die promovierte Soziologin. Kelek hat die Regierung in Baden-Württemberg bei der Entwicklung des Gesprächsleitfadens zur Einbürgerung beraten.
Wobei Ihr Euch mal den letzten Satz auf der Zunge zergehen lassen müsst: Auf das Arbeitsergebnis ist sie wohl noch stolz. Is' ja klaaar, warum sie da aufläuft: um ihr neues Buch zu bewerben. Ihr könnt ja mal klicken und gucken, wer sonst noch da ist. Im Fernseh-Trailer ist sie übrigens "Islamkritikerin".
Eine Frage hätte ich noch: wer außer Evliya hat es denn gelesen? Ich überlege mir, ob ich es mir kaufen soll - manchmal bin ich wirklich schmerzfrei.
Daß sie gegen den Islam schießt, nun ja, aber mir ist aufgefallen, wie wenig Ahnung sie wirklich hat. Keine Ahnung von den Mutaziliten: http://www.zeit.de/2003/05/Abu_Zaid und keine Ahnung von z.B. Ulugh Beg http://en.wikipedia.org/wiki/Ulugh_Beg
oder hier auf Deutsch : http://de.wikipedia.org/wiki/Ulug_Beg, einem Onkel Tamerlans, der als Ulug der Tatar an den naturwissenschaftlichen Diskussionen der Frührenaissance teilnahm: Er hat in Samarkand nicht nur die Medresse auf der linken Seite des Registan-Ensembles gebaut, sondern dort auch unterrichtet: Mathematik, Philosophie, Astronomie. Desweiteren hat er in Samakand ein Observatorium gebaut, das mit linsenloser Teleskopie arbeitete. Seine Ergebnisse über bestimmte Zeitabläufe unterscheiden sich von den heute ermittelten nur im hundertstel-Sekunden-Bereich.
Ich bin sicher, jedem von Euch fallen noch weitere Persönlichkeiten ein, deren Arbeiten sich eben jene jetzt so heftig bemühte Aufklärung verdanket, die in den üblichen Listen nicht drin sind.
Wenn man und auch frau solche Bögen spuckt, sollte sie sowas eigentlich wissen. Aber sie weiß es nicht, davon bin ich überzeugt. Und mit der zahl vierzig: da versucht sie, poetisch zu sein. Netter Versuch.
Man fragt sich zu recht für was all diese Pauschalisierungen, Vorurteile und Stigmatisierungen dienen sollen. Endlich, auf Seite 190 offenbart sich Missionarin Kelek ganz unverblümt. Sie bekennt, ihre geistigen „Mentoren“ seien Max Weber und Jesus. Ihr missionarische Eifer tritt offen zutage: „Während das Alte Testament wie der Koran Geschichten von Blut und Gewalt erzählt, ist das Neue Testament eine Botschaft der Liebe und der Hoffnung. Schon die Geschichte von Christi Geburt war für mich anders und neu.“ Zusammenfassend lassen sich folgende Dinge festhalten.
Evliya B.
Jedem sei sein geistiger oder ideologischer Mentor gegönnt. Allerdings erwarte ich von einer "Migrationsforscherin", als die sie sich ja ausgibt, eine "unabhängige" und "vorurteilsfreie" Forschung. Spätestens ab diesem Zeitpunkt, wo sie klar zu ihren Mentoren Stellung bezieht, hat sie sich für mich als eine ideologisch zu sehr behaftete und abhängige Forscherin geoutet. Meiner Meinung nach verabschiedet sie sich mitlerweile immer mehr von ihrer Stellung als die "I. Instanz in Fragen Integration und Migration" von der Öffentlichkeit.
Gerade in diesem Buch erkenne ich bei Frau Necla Kelek einen gewissen Haß auf ihre nunmal nicht zu verleugnende Herkunf und Identität. Deshalb kann ich ihre Arbeiten nicht mehr ohne diese Eindrücke in Betracht ziehen.
Bei Bennenung ihrer Mentoren fehlt mir ein Hinweis wenigstens auf einen Literaten. Ich würde Frau Necla Kelek Gustave Flaubert empfehlen. Darin hat sich schon die Eine oder der Andere selbsterkannt.
@ Evliya
Vielen Dank für Deine Mühe und für Deine to
lle Kritik.
deryatulga
27.03.06, 23:09
Jedem sei sein geistiger oder ideologischer Mentor gegönnt. Allerdings erwarte ich von einer "Migrationsforscherin", als die sie sich ja ausgibt, eine "unabhängige" und "vorurteilsfreie" Forschung. Spätestens ab diesem Zeitpunkt, wo sie klar zu ihren Mentoren Stellung bezieht, hat sie sich für mich als eine ideologisch zu sehr behaftete und unabhängige Forscherin geoutet. Meiner Meinung nach verabschiedet sie sich mitlerweile immer mehr von ihrer Stellung als die "I. Instanz in Fragen Integration und Migration" von der Öffentlichkeit.
Gerade in diesem Buch erkenne ich bei Frau Necla Kelek einen gewissen Haß auf ihre nunmal nicht zu verleugnende Herkunf und Identität. Deshalb kann ich ihre Arbeiten nicht mehr ohne diese Eindrücke in Betracht ziehen.
Bei Bennenung ihrer Mentoren fehlt mir ein Hinweis wenigstens auf einen Literaten. Ich würde Frau Necla Kelek Gustave Flaubert empfehlen. Darin hat sich schon die Eine oder der Andere selbsterkannt.
@ Evliya
Vielen Dank für Deine Mühe und für Deine tolle Kritik.
Kelek und Flaubert! Lass sie doch Rosemary Pilcher internalisieren!
Kelek und Flaubert! Lass sie doch Rosemary Pilcher internalisieren!
Schade Flaubert schreibt nicht mehr. Er hatte so tolle Heldinnen nicht wahr ?
deryatulga
27.03.06, 23:17
Schade Flaubert schreibt nicht mehr. Er hatte so tolle Heldinnen nicht wahr ?
Was wäre denn, wenn er statt "Madame Bovary, das bin ich!" "Necla Kelek, das bin Ich!" gesagt hätte.
Meiner Meinung nach verabschiedet sie sich mitlerweile immer mehr von ihrer Stellung als die "I. Instanz in Fragen Integration und Migration" von der Öffentlichkeit.
Oder auch nicht. Sie meint vielleicht, sich damit eher noch als Vertreterin der "richtigen" Werte propagieren zu können. Das gehört zur ersten Instanz auch dazu.
Was wäre denn, wenn er statt "Madame Bovary, das bin ich!" "Necla Kelek, das bin Ich!" gesagt hätte.
Das müßte man Frau Necla Kelek fragen, natürlich falls sie überhaupt Interesse hätte, das zu beantworten. "Verletzbarkeit" ? Was hielte sie von diesem Thema. Vielleicht schreibt sie ja noch eine Biografie. Warten wir ab.
Morgen abend ist Frau Kelek bei "Menschen bei Maischberger" http://tinyurl.com/ntet5. Auf der Seite wird sie wie folgt beworben:
Wobei Ihr Euch mal den letzten Satz auf der Zunge zergehen lassen müsst: Auf das Arbeitsergebnis ist sie wohl noch stolz. Is' ja klaaar, warum sie da aufläuft: um ihr neues Buch zu bewerben. Ihr könnt ja mal klicken und gucken, wer sonst noch da ist. Im Fernseh-Trailer ist sie übrigens "Islamkritikerin".
Eine Frage hätte ich noch: wer außer Evliya hat es denn gelesen? Ich überlege mir, ob ich es mir kaufen soll - manchmal bin ich wirklich schmerzfrei.
Die Kelek war letzten Samstag als Dauergast bei Phoenix, die mediale Umarmung wird mit Maischberger noch erweitert. Ich habe in der Buchkritik einen Punkt nicht erwähnt. Die Forderungen und Maßnahmenkataloge der Bundesländer bei Einbürgerungen (1000-Euro Frage) und andere Vorschläge finden sich in leicht veränderter Form im Schlußkapitel des Buches. Mit dogmatischem Eifer benennt Frau Kelek die Forderungen an die Migranten oder sollte ich lieber "Ausländer" sagen.
Corine-Preise für Kelek, Ishiguro und Brandauer
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
München / Hamburg - Die Autorin Necla Kelek erhält den Sachbuchpreis Corine 2006. Wie der Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch am Dienstag mitteilte, wird sie für ihr im März erschienenes Buch Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes ausgezeichnet. Der Belletristikpreis geht an den japanischen Schriftsteller Kazuo Ishiguro für sein Buch Alles, was wir geben mussten. Klaus Maria Brandauer wird für die CD Brandauer liest Mozart mit dem Corine-Hörbuchpreis ausgezeichnet. dpa
http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=889533
Corine-Preise für Kelek, Ishiguro und Brandauer
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
München / Hamburg - Die Autorin Necla Kelek erhält den Sachbuchpreis Corine 2006. Wie der Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch am Dienstag mitteilte, wird sie für ihr im März erschienenes Buch Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes ausgezeichnet. Der Belletristikpreis geht an den japanischen Schriftsteller Kazuo Ishiguro für sein Buch Alles, was wir geben mussten. Klaus Maria Brandauer wird für die CD Brandauer liest Mozart mit dem Corine-Hörbuchpreis ausgezeichnet. dpa
http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=889533
hättest du etwas anderes erwartet?:kafa:
alles was negativ über die türkei berichtet ,gedreht,geschrieben wird ,bekommt eine auszeichnung...
hättest du etwas anderes erwartet?:kafa:
alles was negativ über die türkei berichtet ,gedreht,geschrieben wird ,bekommt eine auszeichnung...In dem Fall sollte man nicht zuviel hineininterpretieren. Der Preis ist ein reines Marketinginstrument ohne tiefere Bedeutung.
s. a.
http://www.corine.de/deutsch/preis/auswahlkriterien.html
"Preiskriterien sind die herausragende Qualität der Texte, die Aktualität der Themen und ihrer Umsetzung sowie der Erfolg beim Publikum."
Man beachte auch die Verantwortlichen (auf der Seite ganz unten im grauen Feld aufgelistet).
Soziologin Kelek:
Mit Scarlett O'Hara gegen Kopftuch
Umstrittene deutsch-türkische Soziologin: "Kopftuch ist für mich Körperverletzung" - Necla Kelek bekämpft "falsche Toleranz"
http://derstandard.at/img/dot_clear.gif
http://derstandard.at/img/dot_clear.gifhttp://images.derstandard.at/20060609/kelekgr.jpg
Vom Gastarbeiterkind zur promovierten Soziologin und ausgezeichneten Publizistin: Necla Kelek (49).
Von Lisa Nimmervoll
Nicht nur die Thesen der Soziologin sind umstritten - auch ihre Methoden, wie Ralf Hanselle am 25.3.2005 im STANDARD darlegte:
Soziologin Kelek: Mit Scarlett O'Hara gegen
das Kopftuch
Umstrittene deutsch-türkische Soziologin: "Kopftuch ist für mich Körperverletzung" - Necla Kelek bekämpft "falsche Toleranz"
Verschleierte muslimische Babys machen sie rasend, das Kopftuch hält sie für "Körperverletzung", mehr als die Hälfte der Muslime für integrationsunwillig, den westlichen Staaten wirft sie "falsche Toleranz"vor:
Die deutsch-türkische Soziologin Necla Kelek im Gespräch.
Wien -
Irgendwann fand sich Necla Kelek in ihrem Zimmer eingesperrt. Der Vater hatte die 13-Jährige von ihren Lieblingsfächern Turnen und Schwimmen "befreit". Muslimische Mädchen tun sowas nicht. Am liebsten hätte er den Schulbesuch verboten. Geblieben war ihr nur "meine Freundin Scarlett. Mit ihr habe ich mir immer geschworen, ich lass mir nichts gefallen". So wurde der Roman "Vom Winde verweht" quasi die Erweckungslektüre der aufmüpfigen Schülerin. Den Scarlett-Impuls trägt die deutsch-türkische Soziologin, die über "Islam und Alltag" promovierte, bis heute in sich:
Sie sei fast ausgerastet, als sie vor Kurzem in Pforzheim ein Baby mit Kopftuch erblickte, erzählt Kelek, die sich auf Einladung von Wiens ÖVP-Landesparteichef Johannes Hahn in Wien aufhält: "Das Kopftuch ist für mich Körperverletzung."Also verbieten, ganz eindeutig, meint die 49-jährige Publizistin, die zuletzt mit ihren Büchern "Die fremde Braut" über Importbräute und arrangierte Ehen, sowie "Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkischen Mannes", das auch so genannte Ehrenmorde behandelt, für Aufregung sorgte.
"Falsche Toleranz"
Kelek wirft nicht nur Deutschland, sondern den westlichen Gesellschaften insgesamt, "falsche Toleranz" im Umgang mit muslimischen Migranten vor - Betonung auf Muslime, denn so Kelek: "Der Islam ist Politik und Religion zugleich, er bestimmt Alltag, Denken und Handeln." Es gebe ein länderübergreifendes Phänomen, im Gegensatz zu "Griechen, Italienern, Portugiesen ist sich auszugrenzen ein Problem muslimischer Gruppen", meint Kelek.
Sie selbst kam als Kind eines zwangsverheirateten Gastarbeiterpaares mit zehn Jahren von Istanbul nach Deutschland und wurde vom immer traditionalistischer werdenden Vater wegen Aufmüpfigkeit in einem, wie sie sagt, "symbolischen Ehrenmord", fast zu Tode gewürgt.
Import-Gelins
Soziale Gründe oder Diskriminierungserfahrungen lässt Kelek für mangelnde Integration nicht gelten: "Ich sehe eher die Kulturdifferenz, nicht sozioökonomische Differenz. Die Eltern grenzen ihre Kinder bewusst aus. Mercedes kaufen, Häuser bauen in der Türkei und Flugtickets für den ganzen Clan geht, aber einen Schulausflug für die Tochter oder einen Deutschkurs können sie sich nicht leisten?"Für Kelek sind das alles Belege dafür, dass "mehr als fünfzig Prozent der Muslime nicht integrationswillig sind".
Sie fordert einen fordernden Staat, der Integration abverlangt und so muslimische Kinder "vor ihren Eltern beschützt. Der Staat ist verpflichtet, dem Menschen das Gefühl zu geben, dass er ein Ich ist."Ein Ich, das der Islam konsequent austreibe und "dem Kollektiv, dem Clan, der Sippe unterordnet", so Kelek.
Umgang mit Frauen
Überhaupt ist für Kelek "der Lackmustest für den Islam, wie er mit Frauen umgeht." In diesem Punkt ist sie unerbittlich: "Will ich Muslimin sein oder ein freier Mensch?", heißt Keleks Alternative. Das betreffe vor allem die halbe Million "gelins"- "Importbräute"- die nach Deutschland geholt worden seien und in "Parallelgesellschaften"ihr Leben fristen müssten, kritisiert Kelek.
"Für mich hat das Dimensionen angenommen, die zum Verhängnis für Europa werden können", warnt Necla Kelek. Als Gegenrezept setzt sie auf "Ratio", beginnend im Kindergarten, denn: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf dem Teppich in der Moschee Demokratie entstehen kann."
(DER STANDARD, Printausgabe 10./11.6.2006)
http://derstandard.at/?url=/?id=2475457
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Au weia liebe Necla Kelek ! Es wird immer schlimmer !
http://derstandard.at/img/dot_clear.gif
Bei dem Aussehen würde ich auch meinen Frust an anderen auslassen. meymenetsiz..bizim oralarda böylelerine ermeni cehreli derler..
Mann, muß die Frau Probleme haben. Soviel Hass kann ein einzelner Mensch doch gar nicht versprühen. Ich habe nur Mitleid mit dieser Frau. Unglücklich mit sich selbst. Unglücklich mit ihrer Umwelt. Unglücklich mit dem, was sie bisher als Leben bezeichnen durfte, und unglücklich mit dem Leben, was sie noch vor sich hat.
Die Frau scheint mir nicht gegen Unterdrückung der Muslimen oder ihrer Integrationsverweigerung zu kämpfen, sondern von ihrem traurigen Dasein abzulenken.
Sie sollte in pyschologische Behandlung. Bin zwar kein Neurologe, aber sie scheint mir hochgradig selbstmordgefährdet.
Sie ist sehr schlau. Sie sagt genau das was einige Kreise hören wollen, aber selbst nicht sagen können.
Sie macht bestimmt gutes Geld.
(Es ist höchste Zeit für einen KOTZ Simley)
Sich zuhause hinsetzen und den ganzen Tag darüber grübeln, wie sie einer Minderheit in deutschland, der sie auch angehört, mit Dreck bewerfen kann, kann auch kein Geld der Welt darüber hinwegtrösten.
Dann lieber keine Kohle in der Tasche, aber viel Spaß mit meinen kurdischen, deutschen, türkischen, islamistischen, linken, griechischen.... Freunden:aferin:
Den Text habe ich dieses Mal so in Rosa gehalten, da ich dachte, das unterstreicht den Inhalt einiger Passagen besser. Irgendwie hatte ich das merkwürdige Gefühl, daß vor lauter Sorgen und Ängste Frau Kelek und die Interviewerin nicht ganz nüchtern sein konnten. So viel Leid und Elend und dann noch der Verweis auf die Freundin "Scarlet" ! O jeh, o jeh.
Liebe Necla Kelek, ich habe mich jahrelang über sie geärgert, habe in Gedanken mit Ihnen debattiert und manchesmal habe ich sie sogar verflucht für ihre schamlose Übertragung Ihrer eigenen Ängste und schwere Kindheitserlebnisse auf unsere ganze Gesellschaft.
Aber nach dem ich nun über ihre Kraftquelle erfahren habe, schäme ich mich. Ich sollte sie lieber bemitleiden dafür, daß sie als "vom Gastarbeiterkind zur promovitierten Soziologin" (wie Sie hier im Text beschrieben werden) sich jetzt auch noch Leinwand-Legenden aus US-Bürgerkriegsfilmen heranziehen, um ihre Aufmüpfigkeit uns erklären zu können.
Ich schäme mich für solche Interviews einer erfahrenen Soziologin, die Sie ja wohl sind.
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Die Lage der Frauen und Mädchen ist sicherlich nicht immer optimal in türkischen Familien. Es gibt immer ein Grund hier und da zu klagen. Allerdings ist das, was Frau Kelek hier abzieht, schon nicht mehr "normal" und gehört eigentilch langsam verboten.
Mich haben ihre Erzählungen aus ihrem eigenen Erlebten schon ganz schön bedrückt. Ich kann gut nachvollziehen, wie schwer es für sie gewesen sein muß. Es ist wirklich nicht erträglich, solche Geschichten lebenlang mit sich zu tragen. Endlich redet sie mal darüber, damit wir - daß wir schon immer geahnt haben bei ihr - auch ins rechte Licht rücken können im Bezug auf ihre "soziologische Tätigkeit" und ihre "Ergebnisse".
Aber es ist verdammt unerhört, diese "privaten" Erlebnisse so maßlos überzogen auf die Hälfte der türkischen Community zu übertragen und zu behaupten, 50 % der türkischen Immigranten würden sich nicht integrieren wollen. Ich kann nicht glauben, wie man als Soziologin sich seinem Fach so unwürdig entledigen kann, in dem man allen Ernstes solche hetzerige Interviews abliefert.
"Europa wäre in Gefahr" ! Man muß wirklich langsam Frau Kelek zu einer längerfristigen Kur schicken, damit sie wieder normaler wird und ernster zu argumentieren in der Lage sein kann. Sie muß mittlerweile beim Thema Integration einfach den wichtigen Faden verloren haben. Anders kann ich mir ihre Ängste, Agressivität und Aufhetzung gegenüber der türkischen Community nicht erklären.
Es gibt auch in der Türkei genügend Frauen, die die gesellschaftlichen Strukturen kritisieren und anprangern. Sie setzen sich selber in Gefahr und beschützen Frauen, die in Not sind. Denn es gibt genug Frauen, die verfolgt und mißhandelt werden. Aber, die die das tun, erklären ihre Menschen nicht als "Gefahr für Europa" hin. Unerhört ! Man sollte seinen Job auch mit Würde erfüllen, um nicht zum Abschluß "Rosa" bemalt zu werden.
Die Annährung mit den von ihr angesprochenen Problemen an Scarlett O´Hara hat sie nun bei mir jegliche Ernsthaftigkeit verloren. Ich habe einfach zu viel wertvolle Zeit mit Frau Kelek verloren. Sinnlos.
Von nun an, ist wirklich dieser Kapitel "Necla Kelek" ein für allemal abgeschlossen und vergessen.
Man weiß wirklich nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll.
Es tut mir Leid um ihre Kindheit und um ihre schmerzvolle Jugend. Aber auch nicht die schlechtesten Erlebnisse unseres Lebens dürfen wir zur Diffamierung einer ganzen Gesellschaft nehmen.
Es gibt genügend zu ermahnen, dann aber bitte glaubwürdiger und nicht mehr unter dem Namen "Soziologin Kelek".
(Habe zufällig erfahren, daß ein Paar europäische Schriftstellerinnen sich zusammengetan haben, um gemeinsam ein Buch zu Schreiben mit dem Ziel "Frau Keleks" Thesen über Bord zu schmeißen. Es wird wohl eine seriöse Arbeit werden, die sich türkische Frauen und Frau Necla Kelek als Soziologin zum Thema gemacht hat) Das Phänomen Kelek beschäftigt schon eine ganze Generation ! Alles was Frau Kelek sagt, thematisieren wir als Frauen auch. Wir fordern, wir ermahnen, wir mucken auf. Nur die gesetzten Ziele und Mittel scheinen ganz andere zu sein. Man wird sehen, warum ?
Buna simdi -Allah göstermesin- birileri bise yapsa,kabak yine bizim basimiza patlicak.Belki de onu istiyordur,hayatindan bezmis traumatize edilmis zirdeli.
Wer weiss das schon.
Buna simdi -Allah göstermesin- birileri bise yapsa,kabak yine bizim basimiza patlicak.Belki de onu istiyordur,hayatindan bezmis traumatize edilmis zirdeli.
Wer weiss das schon.
:brüll:
deryatulga
11.06.06, 02:36
Buna simdi -Allah göstermesin- birileri bise yapsa,kabak yine bizim basimiza patlicak.Belki de onu istiyordur,hayatindan bezmis traumatize edilmis zirdeli.
Wer weiss das schon.
Yok canim, o Rhett Butler geri dönene kadar kimseye yüz vermez zaten. Was sagt er so schön? "Frankly my dear, I don't give a damn"
http://www.spokesmanreview.com/stories/2005/jan/3/03gonewind_01-03-2005_KP3E2AV.jpg
Damit wir die "richtige" Scarlett nocheinmal bewundern dürfen. Hier einige Bilder.
http://www.meredy.com/gwtwgableleighcloseup.jpg (http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.meredy.com/gwtwgableleighcloseup.jpg&imgrefurl=http://www.meredy.com/gwtwtriv3.html&h=675&w=548&sz=81&tbnid=asO3lxjfmfJfeM:&tbnh=137&tbnw=111&hl=de&start=6&prev=/images%3Fq%3Dscarlett%2Bo%2Bha ra%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26lr %3D%26client%3Dfirefox-a%26rls%3Dorg.mozilla:de:offic ial_s%26sa%3DN)
wenn der wind doch einfach nur sie verwehen würde...
[kurz und bündig:die frau ist schizophren.es gibt auch jung-gänse die hunden hinterher laufen..auch wenn sie das tun-sie werden niemals hunde sein.]
Adi üstünde "Kelek", ne bekliyorsunuz yani.:lach:
Der Hut steht ihr sehr gut.Allerdings weiss ich nicht ob Scarlett das gleiche Modell anhatte,hab den Film nie gesehen.
852
:lach:
Necla bei der Arbeit.Im übertragenden Sinn yani.
853
Der Hut steht ihr sehr gut.Allerdings weiss ich nicht ob Scarlett das gleiche Modell anhatte,hab den Film nie gesehen.
852
:lach:
:brüll::brüll::brüll: Cok güzel yakismis !
Ali Ria Ashley
11.06.06, 04:56
Bei dem Aussehen würde ich auch meinen Frust an anderen auslassen. meymenetsiz..bizim oralarda böylelerine ermeni cehreli derler..
yasasin türk kizi Gökcen!!!:aferin:
Ich bin stolz auf Dich...
Bei der ganzen Kelek Kritik, die berechtigt ist, dürfe wir aber das eigentliche Problem nicht aus den Augen verlieren.
Ich bin mal ganz offen und gebe zu, dass ich ebenfalls einen Hass auf die Menschen habe, die meinen, ihre Töchter/Kinder zu unterdrücken. Dieses Problem besteht bei muslimischen Familien und auch Importbräute sind kein Märchen. Die von Frau Kelek in den Raum geworfenen und zertrampelten Brennpunkte sind also Realität.
Wie geht man nun damit um? Das ist die notwendige Frage, doch eine Frau Kelek kann keine Lösung bieten.
Indem sie die Hälfte der muslimischen Bevölkerung für zwangsverheiratet und schädlich für die Gesamtgesellschaft abtut, ist diese Frau sowohl wisssenschaftlich, wie auch sozial nicht ernst zu nehmen.
Aber trotzallem müssen die Probleme gelöst werden und dauerhaft nur in die Defensive zu gehen und sich gegen Keleks zu wehren, ist nicht sinnvoll, sondern wie es Manastirli Hamdi schon hier im Forum schrieb, ist eine Aufklärung der eigenen Landsleute von Nöten. Ich frage mich, wieso man diesen Punkt bisher auch in der deutschen Politik versäumt hat?
Eine Kampagne gegen Zwangsverheiratung, Unterdrückung der Mädchen und Werbung für Sprachtests, müsste von jedem Plakat nach den Problemfamilien schreien.
Das ein Baby ein Kopftuch tragen musste, finde ich ziemlich unglaubwürdig, doch Verrückte gibt es überall und evtl. mag es sogar stimmen. Diesen Eltern wünsche ich nur eins, dass sie zur Vernunft kommen... .
Dass es viele Fälle von Zwangsheirat und Unterdrückung der muslimischen Frauen gibt, glaube ich sogar, aber man kann auch in einer anderen Form dagegen etwas tun. Man muß mit den Menschen arbeiten und nicht gegen sie.
Den einzigen Beitrag den Frau Kelek einbringt, ist der, dass sie in jedem Interview, in jeder Talkshow, in jedem Buch rumätzt. Sie hat mit zehn zwangsverheirateten Türkinnen gesprochen, die sie in der Republik aufgetrieben hat, und schon schreibt sie ganze Bücher darüber und rennt deswegen jahrelang durch alle Talkshows. "Alle Türken sind so. Alle!"
Jetzt gehe ich mal in die Gefängnisse, interviewe zehn deutsche Kinderschänder und behaupte, dass alle Deutschen so sind. Alle!
Letztens behauptet sie, dass die Türken nur die deutsche Staatsangehörigkeit wollen, damit man sie nach einer Straftat nicht abschiebt.
Alles Kriminelle diese Türken!
Dass wir zum großen Teil länger als zwanzig, dreißig Jahre hier leben, hier aufgewachsen, hier arbeiten, wohnen, Steuern zahlen und uns hier eine Existenz aufgebaut haben, zählt nicht als Grund, um uns einbürgern zu lassen. Der Grund ist der, weil wir alle Drogen verticken.
Sie natürlich nicht. Sie lebt dreißig Jahre hier und ist integriert, betont sie. Sie ist eine Ausnahmeerscheinung.
Gute Türken, schlechte Türken.
Das Ende eines solchen "Onkel Toms" ist dann immer traurig. Wenn die Deutschen sie lange genug für ihre Zwecke benutzt haben und die Türken mit ihr nichts zutun haben wollen, kommt der große Fall.
Au weia liebe Necla Kelek ! Es wird immer schlimmer !
http://derstandard.at/img/dot_clear.gif
Der Mercedes und die Flugtickets und die Scarlett O'Hara, zübeyde... du weißt wofür. Den nehmen wir!
die frau hat selber ein problem und hat ihren weg gefunden sich zu befriedigen,indem sie solchen mist verbreitet und es generalisiert !
diese betonung auf die muslimischen frauen stören mich ungemein!
ich kenne auch italiener,die ihre töchter von klassenfahrten und aus dem schwimmunterricht befreien.
und warum grenzen die italiener ihre töchter aus?
es sind nicht nur die muslimischen türken!
die traditionellen extremen gibt es auch bei ganz 'normalen' türken,die nicht extrem religiös sind.
waren die opfer von den ehrenmorden im osten der türkei alle streng gläubige muslime?wohl kaum...sie waren opfer ihrer tradition und die kann man nicht einfach aus den köpfen der menschen löschen ,und erst recht nicht in deutschland wie man sieht.
wieso geht sie nicht intensiver auf die z.b. probleme der import gelins ein?
die meisten heiraten doch freiwillig mit ihren männern.
selbst wenn es keine liebesheirat ist,denken sich die meisten mädchen ,wenn ich nach deutschland gehe ,geht es mir (finanziell) besser .aber ihre probleme fangen doch erst in deutschland an .sie kennen das land nicht,können die sprache nicht und fühlen sich fremd hier.auf ihren mann angewiesen zusein ,heisst für die aussenstehenden (wie kelek) wohl unterdrückung ...
ausserdem ist es immernoch eine zwangsheirat,wenn die eltern einem mädchen einen mann vorsetzen mit dem sie heiraten soll,aber das mädchen aus respekt nicht aus angst!,diese heirat eingeht? ist sie es nicht selber schuld,wenn sie nicht nein sagt?
ich kenne einige die so geheiratet haben und kann es nicht verstehen...
also frau kelek,sie sollten noch einiges mehr berücksichtigen und hinterfragen bevor sie mit irgendwelchen behauptungen um sich schmeissen!
solche soziologen wie sie sollten wirklich vom winde verweht werden...
Genau so muss es sein! Die Bilder sind echt super! Habe gut gelacht! Danke:lach:
Tuerkischer Humor!!! An manchen Stellen muss man es wirklich mit Humour nehmen!!
Genau so muss es sein! Die Bilder sind echt super! Habe gut gelacht! Danke:lach:
Tuerkischer Humor!!! An manchen Stellen muss man es wirklich mit Humour nehmen!!
Frau Kelek fehlt es etwas an Humor :lach:.
Oh, Sie ist immer so ernst = :motz:
http://www.smiley-town.de/smiley.php?bild=SGV4ZS8wMTkuZ2 lm
wie wärs mit diesem Smiley
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wie wärs mit diesem Smiley
Smiley göremedim maalesef bu linkte.
Nasil bir Smiley düsünmüstün ?:lach:
Smiley göremedim maalesef bu linkte.
Nasil bir Smiley düsünmüstün ?:lach:eine hexe die auf einem besen schwebt:D
eine hexe die auf einem besen schwebt:D
Huch, da bekommt man ja Angst !
:brüll:
Der Text ist zwar schon älter, lohnt trotzdem zu lesen!! @MODS Ich habe den Text auch nicht im Forum gefunden, daher neu gepostet ;)
09.01.2006
Petition (Terkessidis/Karakasoglu)
zur Berichterstattung über den Islam
zur Diskussion gestellt von Rania Yoksulabakan
Vor einiger Zeit hat der Berliner Stadtteil Neukölln eine Kampagne gegen die Zwangsheirat gestartet. Mit riesigen Plakaten wird über das Phänomen aufgeklärt und Beratung angeboten.
Auf der Seite www.zwangsverheiratung.de (http://www.zwangsverheiratung.de) wird zwar politisch korrekt darauf hingewiesen, dass die Zwangsheirat „in allen Kulturkreisen“ anzutreffen sei, doch der Klick auf die Literaturhinweise spricht eine ganz andere Sprache.
Dort findet man nämlich eine Liste der derzeit populären Sachbücher über den Islam – an erster Stelle Necla Keleks „Die fremde Braut“, dann „Ich klage an“ von Ayaan Hirsi Ali und „Große Reise ins Feuer“ von Seyran Ates.
Bei diesen Werken handelt es sich um eine Mischung aus Erlebnisberichten und bitteren Anklagen gegen den Islam, der durchweg als patriarchale und reaktionäre Religion betrachtet wird.
Zudem werden Romane empfohlen – durchweg Boulevard-Storys, in denen „muslimische Mädchen“ ganz „authentisch“ berichten, wie sie gequält und geschunden wurden. Schließlich finden all diese Mädchen ihr Refugium im Schoße der westlichen Zivilisation.
Die Stoßrichtung dieser Literaturempfehlungen ist eindeutig: Es ist der unverbesserlich rückschrittliche Islam, der verantwortlich ist für Zwangsverheiratungen und andere Grausamkeiten.
Als Gegenmittel hilft nur „Integration“ in die deutsche, sprich westliche Gesellschaft.
Dass diese Bücher mit der Autorität der städtischen Verwaltung empfohlen werden, ist kaum verwunderlich – schließlich hatte der deutsche Innenminister Otto Schily höchstpersönlich das Buch von Necla Kelek den Lesern des „Spiegel“ ans Herz gelegt.
Nun sollte man annehmen, dass Verwaltung und Ministerium dem interessierten Publikum eine Literatur ans Herz legen, die eine aufklärende Wirkung hat, also eine Literatur, deren Aussagen wissenschaftlich abgesichert sind.
Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall – bei den erwähnten Büchern handelt es sich um reißerische Pamphlete, in der eigene Erlebnisse und Einzelfälle zu einem gesellschaftlichen Problem aufgepumpt werden, das um so bedrohlicher erscheint, je weniger Daten und Erkenntnisse überhaupt eine Rolle spielen.
Diese Literatur ist unwissenschaftlich und arbeitet ganz offensichtlich mit unseriösen Mitteln.
Necla Kelek beispielsweise hat vor etwa drei Jahren ihre Dissertation zum Thema „Islam und Alltag“ vorgelegt, in der sie zu ganz anderen Ergebnissen kommt als in „Die fremde Braut“. Sie stellte damals fest, dass der Islam für die jungen Leute türkischer Herkunft vor allem ein Mittel der sozialen Identifikation sei – und weniger eine unhinterfragte religiöse Tradition.
In den Islamvorstellungen der von ihr interviewten jungen Leute zeige sich eine Modernisierung des Islam – eine Anpassung an die hiesigen Lebensumstände und eine Subjektivierung des Hergebrachten.
Dass sie in „Die fremde Braut“ das genaue Gegenteil behauptet, scheint für Necla Kelek kein Problem zu sein. Sie verwendet sogar Interviewmaterial aus ihrer frühren Untersuchung – allerdings wird es nun neu gedeutet.
2002 schrieb sie: „Das Bekenntnis zum Muslim-Sein darf im Regelfall nicht als traditionelle Selbstverortung missverstanden werden“.
2003 werden Interviewaussagen von „Mete“ und „Emil“, die aus der Untersuchung „Islam im Alltag“ stammen, völlig anders interpretiert.
Das Menschen- und Weltbild des Islam, das den einzelnen der Gemeinschaft und dem Willen Gottes unterwerfe, werde von den Jugendlichen überhaupt nicht hinterfragt, schreibt sie.
Und weiter: „Es kann auch gar nicht infrage gestellt werden, weil der Islam als Gesetzesreligion gottgegeben ist.
Dieses Kulturmuster prägt das Handeln der muslimischen Migranten in Deutschland bis in den letzten Winkel ihres Alltags – ihr Leben ihr Verhalten, die Erziehung der Kinder.
Und diese Werte haben mit den Werten und Normen der deutschen Mehrheitsgesellschaft nicht viel gemein.“
Offenbar wurden hier die eigenen – und zwar wissenschaftlich abgesicherten - Erkenntnisse mutwillig verbogen, um am Buchmarkt einen Erfolg zu landen und sich dabei selbst als authentische und vorgeblich wissenschaftlich legitimierte Ansprechpartner zu allem, was mit „den Türken“ oder „dem Islam“ zutun hat, in Szene zu setzten.
Das Kalkül geht auf, von der taz bis zur ZEIT wird Kelek gerne konsultiert, wenn es darum geht, „türkische“ oder „islamische“ Verhaltensweisen zu deuten.
Sie darf gewalttätige Übergriffe türkischer Fussballnationalspieler gegen die Schweizer Mannschaft unreflektiert auf die islamische Religionszugehörigkeit der türkischen Spieler zurückführen oder Vandalismus von jungen Migranten nach französischem Vorbild mit Hinweis auf das Unvermeidliche der „türkisch-islamischen Kultur“ auch für Deutschland prognostizieren.
Dabei sind die „Analysen“ nichts mehr als die Verbreitung billiger Klischees über „den Islam“ und „die Türken“, angereichert durch schwülstige Episoden aus Keleks Familiengeschichte.
Dass Politik mit Hilfe der Medien zur Verbreitung solch unseriöser Literatur beiträgt, um eigene integrationspolitische Fehler im Umgang mit dem Thema Zuwanderung zu verschleiern - diese Entwicklung beobachten wir mit Besorgnis.
Wir sind alle Forscher und Forscherinnen zu den unterschiedlichen Facetten des Themas Migration – wir haben gearbeitet zu Themen wie Generationenbeziehungen, Zugehörigkeit, Islamvorstellungen, Lebensentwürfe, Ethnizität/Ethnisierung, Rassismus oder Identitätsentwicklung.
In den letzten Jahren hat sich in Deutschland eine quantitativ und qualitativ-empirische Migrationsforschung entwickelt, die international anschluss- und konkurrenzfähig ist.
Wenn auch Unterschiede existieren, was die theoretische Rahmung der Befragungsergebnisse betrifft, so gibt es doch ganz erstaunliche Übereinstimmungen in den Ergebnissen unserer Forschung.
Im Großen und Ganzen werden die Ergebnisse gestützt, zu denen auch Necla Kelek gekommen ist, als sie noch wissenschaftlich vorgegangen ist.
In der „zweiten Generation“ muslimischer Einwanderer erfährt der Islam eine komplizierte Neuinterpretation, die sowohl mit dem familiären Umfeld als auch mit den Reaktionen der Mehrheitsgesellschaft interagiert.
Diese oft sehr subjektive Neuinterpretation lässt sich nicht einfach über den Kamm des Patriarchalen und Rückschrittlichen scheren.
Nun heißt das keineswegs, dass es keine Zwangsheiraten oder keine „Ehrenmorde“ gibt und dass die Gesellschaft nicht aufgerufen ist, dagegen etwas zu unternehmen. Dafür gibt es bekanntlich Gesetze.
Arrangierte Ehen wiederum sind u.a. die Folge von „Heiratsmärkten“ zwischen Herkunfts- und Einwanderungsländern. Solche „Märkte“ muss man mitnichten begrüßen, aber man sollte ihren Entstehungskontext begreifen: Sie sind das Ergebnis der Abschottungspolitik Europas gegenüber geregelter Einwanderung.
Wenn es keine transparenten Möglichkeiten für Einwanderung gibt, nutzen die Auswanderungswilligen eben Schlupflöcher. Das ist ein politisches und kein moralisches Problem.
In diesem Sinne macht es keinen - vor allen Dingen wissenschaftlichen - Sinn, solche Phänomene pauschal „dem Islam“ zuzuschreiben, der dann ebenso pauschal der hehren westlichen Zivilisation gegenübergestellt wird.
Dass der ehemalige Innenminister Necla Keleks Buch bespricht, dass sie für ihre in höchstem Maße unseriöse Arbeit den Geschwister-Scholl-Preis erhält und dass sie eine gern gesehene Beraterin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist; und dass große Teile der Verwaltung, Ministerien und Medien lieber auf unseriöse Pamphlete zurückgreifen, während die differenzierte wissenschaftliche Forschung kaum wahrgenommen wird – diese Entwicklung ist in der Tat besorgniserregend.
In der öffentlichen Diskussion führt die Ignoranz gegenüber der Wissenschaft nicht nur zu ungenauen und vorurteilsbeladenen Vorstellungen über den Islam und die Migranten, sondern auch zu einer Verengung des Themenspektrums.
Die Öffentlichkeit befasst sich unverhältnismäßig viel mit der muslimischen Minderheit, während kaum einmal aber über alltägliche Diskriminierung, die Selbstentwürfe von „anderen Deutschen“ oder die Probleme auch von nichtmuslimischen Migranten im Bildungsbereich gesprochen wird.
Derweil haben in manchen Bundesländern bereits 40 Prozent der Schüler Migrationshintergrund. Es wird also Zeit, eine rationale Diskussion über die zukünftige Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft zu führen.
Doch das kann man nicht auf der Grundlage von Boulevardliteratur tun, sondern indem man sich auf Erkenntnisse stützt, die auf rationale Weise gewonnen wurden.
Dr. Mark Terkessidis
Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu
Offenbar wurden hier die eigenen – und zwar wissenschaftlich abgesicherten - Erkenntnisse mutwillig verbogen, um am Buchmarkt einen Erfolg zu landen und sich dabei selbst als authentische und vorgeblich wissenschaftlich legitimierte Ansprechpartner zu allem, was mit „den Türken“ oder „dem Islam“ zutun hat, in Szene zu setzten.
Gut analysiert.
Bald kommt auch bestimmt ein Buch über dieses Phänomen. Denn auch andere wollen ja was verdienen. Warum denn nicht auch mit Necla Kelek.
Dr. Mark Terkessidis
Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu
:aferin:
Gestern hat mir eine Dame ( sie sah etwas verwirrt aus, um genauer zu sein verrückt!) im Supermarkt Necla Kelek´s " Die fremde Braut" in die Hand gedrückt und meinte ganz selbstverständlich ich solle mich von den Fesseln meiner Kultur befreien.
Habe angefangen in dem Buch zu lesen naja im Vorwort lobt sie erstmal Seyran Ates und Serap Cileli (siracinin sahidi bozaci). Da kommt einem schon die Galle weil sie andauernd davon spricht das sie dafür gesorgt hat das alles öffentlich geworden ist. Dann lobt sie sich ständig selber und erzählt irgendwelche Geschichten von ihrem Großvater der irgendwelche Frauen an den Sultan verkauft hat. Ab der Seite wo sie schreibt das ihr Bruder eine Frau aus der Türkei geheiratet hat, mit dem eigenen Willen usw und das es ya sooooo eine Revolution sei, habe ich aufgehört mir den Schund zu geben.
Spart euch das Geld, geht lieber zu McDonalds. Da wird man höchstens fett, wenn man aber den Schrott von dieser Frau liest verblödet man höchstens.
Der Schakal
06.09.06, 16:12
Gestern hat mir eine Dame ( sie sah etwas verwirrt aus, um genauer zu sein verrückt!) im Supermarkt Necla Kelek´s " Die fremde Braut" in die Hand gedrückt und meinte ganz selbstverständlich ich solle mich von den Fesseln meiner Kultur befreien.
Habe angefangen in dem Buch zu lesen naja im Vorwort lobt sie erstmal Seyran Ates und Serap Cileli (siracinin sahidi bozaci). Da kommt einem schon die Galle weil sie andauernd davon spricht das sie dafür gesorgt hat das alles öffentlich geworden ist. Dann lobt sie sich ständig selber und erzählt irgendwelche Geschichten von ihrem Großvater der irgendwelche Frauen an den Sultan verkauft hat. Ab der Seite wo sie schreibt das ihr Bruder eine Frau aus der Türkei geheiratet hat, mit dem eigenen Willen usw und das es ya sooooo eine Revolution sei, habe ich aufgehört mir den Schund zu geben.
Spart euch das Geld, geht lieber zu McDonalds. Da wird man höchstens fett, wenn man aber den Schrott von dieser Frau liest verblödet man höchstens.
Utanmiyormusun kiz sen ... Mach lieber Werbung für DÖNER ! :lach::lach:
Utanmiyormusun kiz sen ... Mach lieber Werbung für DÖNER ! :lach::lach:
niyeki:D mcs ist mein arbeitgeber:D
deryatulga
06.09.06, 18:02
niyeki:D mcs ist mein arbeitgeber:D
Nicht mehr lange:brüll:
Nicht mehr lange:brüll:
Noch ist nicht alles gesagt:D Ich hab noch eine Chance:D
Ich will dieses Buch schon seit langem lesen. Aber ich will nicht diese Frau unterschützten. Um Internet sind mir die Bücher noch zu teuer. Naja, ich warte noch ein paar Monate...
Ich will dieses Buch schon seit langem lesen. Aber ich will nicht diese Frau unterschützten. Um Internet sind mir die Bücher noch zu teuer. Naja, ich warte noch ein paar Monate...
wenn du willst schicke ich es dir
Ich will dieses Buch schon seit langem lesen. Aber ich will nicht diese Frau unterschützten. Um Internet sind mir die Bücher noch zu teuer. Naja, ich warte noch ein paar Monate...
Omar, ihr zweites Buch "Die verlorenen Söhne" ist kaum besser. Du kannst es in einer Nacht lesen, wobei ich mir schöneres vorstellen kann als Keleks Buch in einer Nacht durchzulesen. Wenn Interesse besteht kann ich es Dir gerne einmal zuschicken. Willst Du bißchen lesen, guckst Du hier:
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=8998&highlight=necla+kelek
Spart euch das Geld, geht lieber zu McDonalds. Da wird man höchstens fett,
Wo arbeitest du doch gleich noch? :lach:
wenn man aber den Schrott von dieser Frau liest verblödet man
Was hast du doch gleich noch für ein Buch gelesen? :brüll:
Wo arbeitest du doch gleich noch? :lach:
Was hast du doch gleich noch für ein Buch gelesen? :brüll:
Ich arbeite bei McDonalds, von essen war da nicht die rede.
Ich habe die sensationellen ersten 15 Seiten gelesen. Aber was hastdu gemacht um so zu sein wie du bist?Mit der Kelek geschlafen?
Ich arbeite bei McDonalds, von essen war da nicht die rede.
Ich habe die sensationellen ersten 15 Seiten gelesen. Aber was hastdu gemacht um so zu sein wie du bist?Mit der Kelek geschlafen?
Du denkst auch immer nur an das Eine! Pfui Gökcen! :gewalt:
Dr. phil. Necla Kelek ist die neue Inhaberin der Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen. Die bekannte Publizistin (u.a. „Die fremde Braut“) wird im kommenden Wintersemester zwei öffentliche Vorträge an den beiden Uni-Campi halten: in Duisburg am 16.11. und am 18.1.07 in Essen. Thematisch geht es beim ersten Termin um „Islam, Religion und Politik: eine Religion als politische Bewegung“ sowie um „Islam, Religion und Reform: Anmerkungen zur Integration einer Religion in die Demokratie“ beim zweiten. Beginn ist jeweils um 18 Uhr im Audimax am Campus Duisburg bzw. Essen.
Necla Kelek hat in Deutschland Volkswirtschaft und Soziologie studiert und über das Thema „Islam im Alltag“ promoviert. Sie forscht zum Thema Parallelgesellschaften und berät u. a. die Hamburger Justizbehörde zu Fragen der Behandlung türkisch-muslimischer Gefangener. Im November 2005 wurde sie für ihr Engagement mit dem Geschwister-Scholl-Preis der Stadt München ausgezeichnet. Am 24. September erhält sie für ihr jüngstes Buch „Die verlorenen Söhne“ den internationalen Sachbuchpreis CORINE 2006.
Nachdem Necla Kelek im letzten Jahr mit ihrem Buch „Die fremde Braut“ eine heftige Debatte über arrangierte Ehen und Importbräute und die gescheiterte Integration der Türken in Deutschland entfacht hat, wendet sie sich in „Die verlorenen Söhne“ der anderen Hälfte der traditionell türkisch-muslimischen Gesellschaft zu: den Vätern, die als Patriarchen das Leben der Familie bestimmen, den Söhnen, die sich von den Müttern vorschreiben lassen, wen sie zu heiraten haben, und den Brüdern, die ihre Schwestern kontrollieren und bestrafen. Anhand von Lebensgeschichten muslimischer Männer – vom Mörder bis zum Vorbeter einer Moschee –untersucht Necla Kelek das auf Ehre, Schande und Respekt, tatsächlich aber auf Gehorsam und Gewalt aufgebaute System der traditionell türkisch-muslimischen Erziehung.
Mit der Mercator-Professur soll das wissenschaftliche Vermächtnis des berühmten Duisburger Kartographen und Universalgelehrten aus dem 16. Jahrhundert wachgehalten werden. Zentrales Kriterium für die Vergabe der Mercator-Professur ist Weltoffenheit und Weitblick für die wichtigen Zeitfragen. Die bisherigen Inhaber der Mercator-Professur waren Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, der Schriftsteller Siegfried Lenz, der Literatur- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts a.D. Prof. Dr. Jutta Limbach, der Filmregisseur Volker Schlöndorff, der Journalist und TV-Moderator Ulrich Wickert, der ehemalige Top-Manager und Autor Daniel Goeudevert, der Schriftsteller Walter Kempowski sowie Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker.
Koordiniert wird die Mercator-Professur durch das Zentrum für Interdisziplinäre Studien an der Universität Duisburg-Essen.
http://www.uni-duisburg-essen.de/home/fb/presse/presse_4/presse_01.09.2006_24185.shtml
Eh görüsürüz artik
Simdiden sayin Kelek'in ruhuna el Fatiha okumaya baslayabiliriz öyleyse. :lach:
Simdiden sayin Kelek'in ruhuna el Fatiha okumaya baslayabiliriz öyleyse. :lach:
Ich werde an beiden Terminen da sein und mich ganz vorne hinsetzen:D Vay kelek vayyyy:brüll: Bin mal gespannt was die wieder von sich geben wird
Ich dachte immer, der große Mercator sei Holländer gewesen! Kelek bekommt einen Preis, der seinen Namen von einem der größten Kartographen überhaupt trägt...
Interessant, wieviele diverse Preise man bekommt, um das im CV aufzulisten, um später ja ernst genommen zu werden. Erinnert mich gerade etwas an Birsel Lemke...
Ich dachte immer, der große Mercator sei Holländer gewesen! Kelek bekommt einen Preis, der seinen Namen von einem der größten Kartographen überhaupt trägt...
Interessant, wieviele diverse Preise man bekommt, um das im CV aufzulisten, um später ja ernst genommen zu werden. Erinnert mich gerade etwas an Birsel Lemke...
Sie wird immense gepusch aber sobald ihre Förderer merken dass ihre übertribene und undifferenzierte Kritik bei den Adressaten nicht ankommt wird sie genau so enden wie Bassam Tibi.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,439308,00.html
deryatulga
28.09.06, 18:15
Sie wird immense gepusch aber sobald ihre Förderer merken dass ihre übertribene und undifferenzierte Kritik bei den Adressaten nicht ankommt wird sie genau so enden wie Bassam Tibi.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,439308,00.html
Mit alldem was dieser kifayetsiz muhteris Tibi eingesackt hat, lässt sich schon gut leben!
Ich werde an beiden Terminen da sein und mich ganz vorne hinsetzen:D Vay kelek vayyyy:brüll: Bin mal gespannt was die wieder von sich geben wird
Wenn Du es schaffst, Dir eine Kamera zu borgen, könnte ich die Kompressionssoftware beisteuern und dann könnte man die Highlights ins Netz stellen...
Wenn Du es schaffst, Dir eine Kamera zu borgen, könnte ich die Kompressionssoftware beisteuern und dann könnte man die Highlights ins Netz stellen...
Darf man denn aufnehmen ohne eine Genehmigung?Ich weiss ja nicht nicht das ich mir da was einbrocke:D Kamera ist kein Problem hab ein Camcorder..
deryatulga
28.09.06, 18:46
Darf man denn aufnehmen ohne eine Genehmigung?Ich weiss ja nicht nicht das ich mir da was einbrocke:D Kamera ist kein Problem hab ein Camcorder..
Vorlesungen sind öffentliche Veranstaltungen, keine Autorenlesung usw. Man könnte trotzdem zunächst höflich darum bitten!
Vorlesungen sind öffentliche Veranstaltungen, keine Autorenlesung usw. Man könnte trotzdem zunächst höflich darum bitten!
Hmm ok dann werde ich mal nächste Woche nachfragen.Wenn die Ok sagen nehme ich den ganzen Vortrag auf
Eine Frage an die Runde. Führt Necla Kelek eigentlich Wissenschaftliche Studien (Methodisch) durch. Habt ihr irgendwelche Relevanten äußerungen diesbezüglich von ihr.
Romane kann doch jeder schreiben, aber in ihrem ersten Buch habe ich nicht eine einzige Statistik gelesen, welches ihre Behauptungen bestätigen würde.
Mfg
Eine Frage an die Runde. Führt Necla Kelek eigentlich Wissenschaftliche Studien (Methodisch) durch. Habt ihr irgendwelche Relevanten äußerungen diesbezüglich von ihr.
Romane kann doch jeder schreiben, aber in ihrem ersten Buch habe ich nicht eine einzige Statistik gelesen, welches ihre Behauptungen bestätigen würde.
Mfg
ist das ne Fangfrage? :lach:
Exklusiv
Islam-Kritikerin Kelek: "Wir brauchen ein Kopftuchverbot an Grundschulen"
Am Mittwoch startet in Berlin die deutsche Islam-Konferenz. Frauenrechte, Mädchen im Schwimmunterricht, Integrationsdefizite - alles soll zur Sprache kommen. Mit dabei ist auch die Islam-Kritikerin Necla Kelek. Mariam Lau sprach für WELT.de mit der Autorin.
http://www.welt.de/media/pic/000/477/47776v1.jpg Islamkritisch: Necla Kelek
Foto: dpa
In der noblen Kulisse der Orangerie von Schloss Charlottenburg reden auf Einladung des Bundesinnenministers fünf Vertreter islamischer Verbände und fünf Einzelpersonen mit Vertretern aus Bund und Ländern Tacheles. Zum ersten Mal sitzen mit der Islamkritikerin Necla Kelek und dem Vorsitzenden des Islamrats, Ali Kizilkaya, zwei erbitterte Kontrahenten an einem Tisch.
WELT.de: Frau Kelek, fällt es Ihnen schwer, sich mit Kontrahenten wie Herrn Kizilkaya vom Islamrat an einen Tisch zu setzen?
Necla Kelek: Es ist nicht einfach, mit Männern oder deren Vertretern zu reden, die einem nachsagen, man würde Denunziationsfibeln schreiben, oder die einem noch nicht ein mal die Hand geben wollen. Aber Beleidigtsein gehört nicht zu meinen Eigenschaften.
WELT.de: Welche Rolle spielt für Sie der deutsche Staat in dem Konflikt zwischen den Muslimen in Deutschland, und welche müsste er spielen?
Kelek: Es geht nicht darum, die Konflikte zwischen den Muslimen zu schlichten. Miteinander zu leben fällt den Sunniten und Schiiten seit dem Streit um die Nachfolge Mohammeds seit über 1400 Jahren äußerst schwer. Das sie sich jetzt gemeinsam an einen Tisch setzen müssen, wenn sie gehört werden wollen, ist bereits ein Erfolg der deutschen Politik. Es geht darum, die in Deutschland lebenden Muslime auf Grundrechte und demokratischen Spielregeln zu verpflichten, und dann über ihre Vertretung zu sprechen. Die Islamkonferenz ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, mit den Muslimen gemeinsam zu beraten, wie Demokratie und Islam zusammenkommen können. Bisher hat der Staat den islamischen Organisationen überlassen, wie sie den Islam leben. Dabei wurden zu viele Dinge toleriert, die der Integration schaden, zum Beispiel Koranschulen und Internate, von denen niemand weiß, was dort gelehrt wird. Dabei hat sich eine Subkultur entwickelt, die außerhalb demokratischer Kontrolle liegt. Das war ein Fehler.
WELT.de: Wer ist eigentlich ein Muslim. Sind Sie einer?
Kelek: Es gibt im Islam kein Recht auf eine persönliche Entscheidung, es gibt in unserem Sinne keine Religionsfreiheit. Die Menschen sind von Geburt an - wenn sie einen muslimischen Vater haben - Muslim. Deshalb bin ich Muslimin, obwohl mich niemand gefragt hat. Eine Glaubensgemeinschaft kann aber nach unserer Rechtsauffassung nicht Unbeteiligte per Definition zu Mitgliedern erklären. Und daraus dann den Anspruch ableiten, diese Menschen zu vertreten und für sie zu sprechen. Das widerspricht dem Artikel 4 Grundgesetz, der die freie Religionsausübung schützt, aber auch einen Schutz vor religiöser Bevormundung garantiert. Die islamischen Organisationen nehmen mit einer großen Selbstverständlichkeit in Anspruch für die Umma, die Gemeinschaft der Muslime, zu sprechen. Diese Organisationen haben nach demokratischen Verständnis keine austreichende Legitimation. Ihre Vertreter sprechen für sich oder wie im Falle der DITIP für den türkischen Staat.
WELT.de: In welcher Organisation könnten nicht-gläubige Muslime Platz finden? Oder brauchen sie keine?
Kelek: Die säkularen, aufgeklärten Muslime haben keinen öffentlichen Ort, wo sie ihren spirituellen Bedürfnissen nachgehen können. Die Moscheen sind Männervereine, in denen sie ihre Legitimation für die Herrschaft über die Frauen abholen.
WELT.de: Was wäre ein glücklicher Ausgang des Gipfels?
Kelek: Ich möchte Konkretes erreichen. Nur ein kleines Beispiel: Ich fände ich es wichtig , wenn sich die Islamkonferenz für ein generelles Kopftuchverbot an Grundschulen einsetzen würde. Für das Kopftuch bei Kindern gibt es keine religiöse Begründung, trotzdem versuchen fundamentalistische Eltern das mithilfe von Islamvereinen durchzusetzen. Ich bin gespannt, ob dies von den Verbänden verteidigt wird. Jedes Kind hat ein Recht auf Kindheit und Bildung. Es muss Schwimmen lernen dürfen, an Klassenreisen teilnehmen und sich frei bewegen können. Von solchen konkreten Dingen habe ich noch eine Reihe auf meiner Agenda und ich hoffe, dass die Islamkonferenz und die Arbeitsgruppen der Platz ist, wo man offen darüber sprechen kann.
WELT.de: Und wann wäre der Gipfel gescheitert?
Kelek: Scheitern wird der Gipfel, wenn es nur darum geht, dass der Islam „anerkannt“ wird, wenn sich die Verbände Legitimationen für den Staus quo abholen wollen. Die Islamkonferenz ist eine große Chance für die Integration der in Deutschland lebenden Muslime. Ein Dialog mit und über den Islam kann aber nur gelingen, wenn sich alle Partner zu einer rationalen und ergebnisoffenen Auseinandersetzung bekennen. Wer von vorneherein bestimmte Themen für sakrosankt erklärt, heilige Bereiche abstecken will, über die nicht gesprochen werden darf, der hilft der Sache der Muslime nicht. Über alles, was den Islam betrifft, muss gesprochen werden. Dazu gehören die historisch-kritische Auseinandersetzung mit den Schriften des Islam genauso wie die Diskussion über die kulturellen Muster, die durch diese Religion bestimmt, legalisiert und reproduziert werden. Maßstab dieser Auseinandersetzung sind hierbei immer die unveräußerlichen Grundrechte des Einzelnen. Ayaan Hirsi Ali hat für mich die finale Antwort gegeben. Auf die Frage „Wie soll man über den Islam sprechen dürfen?“ antwortete sie: Frei.
Necla Kelek ist mit zwei Büchern über die muslimischen Familienstrukturen – „Die fremde Braut“ und „Die verlorenen Söhne“ - hervorgetreten. Sie erhielt gestern den internationalen Buchpreis Corine 2006 in München.
Artikel erschienen am 26.09.2006
Exklusiv
Islam-Kritikerin Kelek: "Wir brauchen ein Kopftuchverbot an Grundschulen"
Am Mittwoch startet in Berlin die deutsche Islam-Konferenz. Frauenrechte, Mädchen im Schwimmunterricht, Integrationsdefizite - alles soll zur Sprache kommen. Mit dabei ist auch die Islam-Kritikerin Necla Kelek. Mariam Lau sprach für WELT.de mit der Autorin.
http://www.welt.de/media/pic/000/477/47776v1.jpg Islamkritisch: Necla Kelek
Foto: dpa
In der noblen Kulisse der Orangerie von Schloss Charlottenburg reden auf Einladung des Bundesinnenministers fünf Vertreter islamischer Verbände und fünf Einzelpersonen mit Vertretern aus Bund und Ländern Tacheles. Zum ersten Mal sitzen mit der Islamkritikerin Necla Kelek und dem Vorsitzenden des Islamrats, Ali Kizilkaya, zwei erbitterte Kontrahenten an einem Tisch.
WELT.de: Frau Kelek, fällt es Ihnen schwer, sich mit Kontrahenten wie Herrn Kizilkaya vom Islamrat an einen Tisch zu setzen?
Necla Kelek: Es ist nicht einfach, mit Männern oder deren Vertretern zu reden, die einem nachsagen, man würde Denunziationsfibeln schreiben, oder die einem noch nicht ein mal die Hand geben wollen. Aber Beleidigtsein gehört nicht zu meinen Eigenschaften.
WELT.de: Welche Rolle spielt für Sie der deutsche Staat in dem Konflikt zwischen den Muslimen in Deutschland, und welche müsste er spielen?
Kelek: Es geht nicht darum, die Konflikte zwischen den Muslimen zu schlichten. Miteinander zu leben fällt den Sunniten und Schiiten seit dem Streit um die Nachfolge Mohammeds seit über 1400 Jahren äußerst schwer. Das sie sich jetzt gemeinsam an einen Tisch setzen müssen, wenn sie gehört werden wollen, ist bereits ein Erfolg der deutschen Politik. Es geht darum, die in Deutschland lebenden Muslime auf Grundrechte und demokratischen Spielregeln zu verpflichten, und dann über ihre Vertretung zu sprechen. Die Islamkonferenz ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, mit den Muslimen gemeinsam zu beraten, wie Demokratie und Islam zusammenkommen können. Bisher hat der Staat den islamischen Organisationen überlassen, wie sie den Islam leben. Dabei wurden zu viele Dinge toleriert, die der Integration schaden, zum Beispiel Koranschulen und Internate, von denen niemand weiß, was dort gelehrt wird. Dabei hat sich eine Subkultur entwickelt, die außerhalb demokratischer Kontrolle liegt. Das war ein Fehler.
WELT.de: Wer ist eigentlich ein Muslim. Sind Sie einer?
Kelek: Es gibt im Islam kein Recht auf eine persönliche Entscheidung, es gibt in unserem Sinne keine Religionsfreiheit. Die Menschen sind von Geburt an - wenn sie einen muslimischen Vater haben - Muslim. Deshalb bin ich Muslimin, obwohl mich niemand gefragt hat. Eine Glaubensgemeinschaft kann aber nach unserer Rechtsauffassung nicht Unbeteiligte per Definition zu Mitgliedern erklären. Und daraus dann den Anspruch ableiten, diese Menschen zu vertreten und für sie zu sprechen. Das widerspricht dem Artikel 4 Grundgesetz, der die freie Religionsausübung schützt, aber auch einen Schutz vor religiöser Bevormundung garantiert. Die islamischen Organisationen nehmen mit einer großen Selbstverständlichkeit in Anspruch für die Umma, die Gemeinschaft der Muslime, zu sprechen. Diese Organisationen haben nach demokratischen Verständnis keine austreichende Legitimation. Ihre Vertreter sprechen für sich oder wie im Falle der DITIP für den türkischen Staat.
WELT.de: In welcher Organisation könnten nicht-gläubige Muslime Platz finden? Oder brauchen sie keine?
Kelek: Die säkularen, aufgeklärten Muslime haben keinen öffentlichen Ort, wo sie ihren spirituellen Bedürfnissen nachgehen können. Die Moscheen sind Männervereine, in denen sie ihre Legitimation für die Herrschaft über die Frauen abholen.
WELT.de: Was wäre ein glücklicher Ausgang des Gipfels?
Kelek: Ich möchte Konkretes erreichen. Nur ein kleines Beispiel: Ich fände ich es wichtig , wenn sich die Islamkonferenz für ein generelles Kopftuchverbot an Grundschulen einsetzen würde. Für das Kopftuch bei Kindern gibt es keine religiöse Begründung, trotzdem versuchen fundamentalistische Eltern das mithilfe von Islamvereinen durchzusetzen. Ich bin gespannt, ob dies von den Verbänden verteidigt wird. Jedes Kind hat ein Recht auf Kindheit und Bildung. Es muss Schwimmen lernen dürfen, an Klassenreisen teilnehmen und sich frei bewegen können. Von solchen konkreten Dingen habe ich noch eine Reihe auf meiner Agenda und ich hoffe, dass die Islamkonferenz und die Arbeitsgruppen der Platz ist, wo man offen darüber sprechen kann.
WELT.de: Und wann wäre der Gipfel gescheitert?
Kelek: Scheitern wird der Gipfel, wenn es nur darum geht, dass der Islam „anerkannt“ wird, wenn sich die Verbände Legitimationen für den Staus quo abholen wollen. Die Islamkonferenz ist eine große Chance für die Integration der in Deutschland lebenden Muslime. Ein Dialog mit und über den Islam kann aber nur gelingen, wenn sich alle Partner zu einer rationalen und ergebnisoffenen Auseinandersetzung bekennen. Wer von vorneherein bestimmte Themen für sakrosankt erklärt, heilige Bereiche abstecken will, über die nicht gesprochen werden darf, der hilft der Sache der Muslime nicht. Über alles, was den Islam betrifft, muss gesprochen werden. Dazu gehören die historisch-kritische Auseinandersetzung mit den Schriften des Islam genauso wie die Diskussion über die kulturellen Muster, die durch diese Religion bestimmt, legalisiert und reproduziert werden. Maßstab dieser Auseinandersetzung sind hierbei immer die unveräußerlichen Grundrechte des Einzelnen. Ayaan Hirsi Ali hat für mich die finale Antwort gegeben. Auf die Frage „Wie soll man über den Islam sprechen dürfen?“ antwortete sie: Frei.
Necla Kelek ist mit zwei Büchern über die muslimischen Familienstrukturen – „Die fremde Braut“ und „Die verlorenen Söhne“ - hervorgetreten. Sie erhielt gestern den internationalen Buchpreis Corine 2006 in München.
Artikel erschienen am 26.09.2006
Meine Fragen an Frau Kelek:
Finden Sie es angebracht, bei einem so schwierigen Thema wie der Religion und Demokratie, alle Muslime in einen Topf zu werfen?
Zum Zwang des Glaubensbekenntnisses im Islam: Wurde ein getauftes Baby vorher gefragt, ob es ein Christ werden möchte?
Sie lehnen die DITIB ab? Inwiefern wird die DITIB vom türkischen Staat gelenkt?
Woher wissen Sie, was in den einzelnen Moscheen gepredigt wird? Wenn nur Männer in die Moschee dürfen, woher wissen Sie dann, dass ihr Vorwurf gerechtfertigt ist?
Sie treten dafür ein, dass ein Kopftuchverbot an deutschen Schulen eingerichtet wird und verurteilen die DITIB, sie werde von der türkischen Regierung beeinflusst. Ist das nun gut oder schlecht? Immerhin sind Kopftücher an türkischen Schulen seit Jahrzehnten verboten.
Weshalb können ausgerechnet Sie sich das Recht heraus nehmen, über den Islam zu urteilen? Haben Sie ihn studiert?
Wie erklären Sie es sich, dass ein Imam seine Tochter zum Schwimmunterricht schickt und ein nicht-gläubiger Türke dies seiner Tochter verbietet?
Eine Frage an die Runde. Führt Necla Kelek eigentlich Wissenschaftliche Studien (Methodisch) durch. Habt ihr irgendwelche Relevanten äußerungen diesbezüglich von ihr.
Romane kann doch jeder schreiben, aber in ihrem ersten Buch habe ich nicht eine einzige Statistik gelesen, welches ihre Behauptungen bestätigen würde.
Mfg
auf dem Haufen meiner ungelesenen Bücher liegt noch ihre Dr.-Arbeit...
Hallo, Sahika, Deine Fragen finde ich ganz hervorragend. Dewegen mache ich auch mal ein paar Anmerkungen, damit die Fragen nicht ganz schell vom Tisch gewischt werden. Mir sind nämlich ein paar Widersprüche bei Kelek aufgefallen, und darauf sollte man sie festnageln:
Finden Sie es angebracht, bei einem so schwierigen Thema wie der Religion und Demokratie, alle Muslime in einen Topf zu werfen? Hast Du dafür einen Beleg? Dann bring ihn an.
Zum Zwang des Glaubensbekenntnisses im Islam: Wurde ein getauftes Baby vorher gefragt, ob es ein Christ werden möchte? Nicht mit dem argumentieren, was Christen tun oder nicht tun...
Sie lehnen die DITIB ab? Inwiefern wird die DITIB vom türkischen Staat gelenkt? Besser: unterstellen wir mal, die Ditib werde vom türkischen Staat gelenkt, was genau finden Sie schlecht daran?
Woher wissen Sie, was in den einzelnen Moscheen gepredigt wird? Wenn nur Männer in die Moschee dürfen, woher wissen Sie dann, dass ihr Vorwurf gerechtfertigt ist? Da könnte sie sagen, ist mir berichtet worden. Besser: unterstellt, in einzelnen Moscheen wird wirklich dies und das gepredigt, was ist dann mit dne übrigen?
Sie treten dafür ein, dass ein Kopftuchverbot an deutschen Schulen eingerichtet wird und verurteilen die DITIB, sie werde von der türkischen Regierung beeinflusst. Ist das nun gut oder schlecht? Immerhin sind Kopftücher an türkischen Schulen seit Jahrzehnten verboten. Und wenn sie sagt, etwas Gutes bedingt nicht, daß man eine Geschichte komplett für gut hält. Immerhin hat "der Führer" auch Autobahnen gebaut...
Weshalb können ausgerechnet Sie sich das Recht heraus nehmen, über den Islam zu urteilen? Haben Sie ihn studiert? Da kann sie mir "Erfahrung" argumentieren. Ich habe gerade ein wunderschönes Zitat von ihr gefunden: Mohammeds Macht in Medina war nicht gesichert, der Kampf mit den Mekkanern und der jüdischen Gemeinde nicht gewonnen. Er brauchte Verbündete und musste der patriarchalischen Opposition, allen voran dem Kalifen entgegenkommmen... (Die Fremde Braut, S. 162, zweiter Absatz)
Wie erklären Sie es sich, dass ein Imam seine Tochter zum Schwimmunterricht schickt und ein nicht-gläubiger Türke dies seiner Tochter verbietet? - Gibt es hier eine Quelle?Falls ich noch was finde, werde ich es posten...
wir sollten ihre Inkompetenz zu Tage führen und dabei versuchen Fragen wie "Taufe-Zwang" nicht anzuwende, das kann nach hinten losgehen.Danke für die Arbeit bigb.
Ich liebe diese Frau. Ich bin froh, dass ich hier bei politikcity.de auf so eine grosse Fangemeinschaft von Frau Kelek gestossen bin. .-)
Das Sprachrohr der Tuerken.
Qualitaetsanhebung Deutscher Unis.
Es kann ja nur besser werden.
Die Testerin
29.09.06, 16:24
mir fällt zu euren luftschlössern ein:
vor etwa zwei monaten trat christoph blocher, unser SVP-bundesrat, vor studenten in zürich. die haben auch die hände gerieben und sich einiges ausgedacht, um ihn blosszustellen. doch der mann war aalglatt und bekam zum schluss noch applaus...
deryatulga
29.09.06, 16:29
mir fällt zu euren luftschlössern ein:
vor etwa zwei monaten trat christoph blocher, unser SVP-bundesrat, vor studenten in zürich. die haben auch die hände gerieben und sich einiges ausgedacht, um ihn blosszustellen. doch der mann war aalglatt und bekam zum schluss noch applaus...
Luftschlösser? Du sollstes die frühen 70er Jahren in deutschen Unis erleben, die Studenten von damals hätten die Kelek als Zahnstocher benutzt. Wenn so ein Hohlkopf wie sie doch Applaus bekommt, ist man ja selbst Schuld. Ich traue unseren Jungs aber ehrlich etwas mehr Schneid als ihren tranigen Kommilitonen jenseits der Alpen!
mir fällt zu euren luftschlössern ein:
vor etwa zwei monaten trat christoph blocher, unser SVP-bundesrat, vor studenten in zürich. die haben auch die hände gerieben und sich einiges ausgedacht, um ihn blosszustellen. doch der mann war aalglatt und bekam zum schluss noch applaus...
Das war ja mein Ansatz. Ich gebe Dir recht, sowas will gut vorbereitet sein, aber das wird ja hier offensichtlich versucht. Ich finde das gut, daß sahika den Anfang gemacht hat, und es ist wie beim Goldgraben: wenn aus zig Fragen zwei gute übrig bleiben, hat es sich gelohnt. Da können wir ja alle dran feilen.
Necla Kelek: Es ist nicht einfach, mit Männern oder deren Vertretern zu reden, die einem nachsagen, man würde Denunziationsfibeln schreiben, oder die einem noch nicht ein mal die Hand geben wollen. Aber Beleidigtsein gehört nicht zu meinen Eigenschaften.
Beleidigtsein, sei keine Eigenschaft von Ihr?
Sie hat ihrem Vater nie verziehen und als sie von seinem Tod erfuhr hatte sie das wohl nur am Rande registriert.
Frau Keleks erste Ehe mit ihrem ehemaligen deutschen Proffessor soll gescheitert sein, weil er, während des Türkeiurlaubs, sich von der Verwandtschaft Keleks, eingeengt gefühlt haben soll.
Soviel zu Selbstreflexion.
Zitat Kelek:zum Beispiel Koranschulen und Internate, von denen niemand weiß, was dort gelehrt wird. Dabei hat sich eine Subkultur entwickelt, die außerhalb demokratischer Kontrolle liegt. Das war ein Fehler.
Nicht die Koranschulen und Internate haben die Kinder in Schiefe Bahnen gebracht, sondern die schlecht ausgestatteten deutschen Schulen.
Überhaupt, wo von spricht sie eigentlich. Wo gibt es Internate, und welche Eltern können sich so etwas leisten?
Zitat Kelek:Ein Dialog mit und über den Islam kann aber nur gelingen, wenn sich alle Partner zu einer rationalen und ergebnisoffenen Auseinandersetzung bekennen.
Ob sie Rational handeln wird, die Kelek? Ergebnisoffen heißt ja, so lange wir die Muslime nicht auf die richtige Bahn gelenkt haben, gibts keine Unterschriften.
Zitat Kelek:Über alles, was den Islam betrifft, muss gesprochen werden. Dazu gehören die historisch-kritische Auseinandersetzung mit den Schriften des Islam genauso wie die Diskussion über die kulturellen Muster
Wieder mal ein Versuch, von Laien-Historikern, irgendetwas zu Politisieren.
Mfg
deryatulga
29.09.06, 17:02
Beleidigtsein, sei keine Eigenschaft von Ihr?
Sie hat ihrem Vater nie verziehen und als sie von seinem Tod erfuhr hatte sie das wohl nur am Rande registriert.
Mfg
Oh Mann, bist du vielleicht nachtragend! So hat die Kelek alles gar nicht gemeint, Jaaa!
Luftschlösser? Du sollstes die frühen 70er Jahren in deutschen Unis erleben, die Studenten von damals hätten die Kelek als Zahnstocher benutzt. Wenn so ein Hohlkopf wie sie doch Applaus bekommt, ist man ja selbst Schuld. Ich traue unseren Jungs aber ehrlich etwas mehr Schneid als ihren tranigen Kommilitonen jenseits der Alpen!
wen meinst du mit unseren jungs?
ich habe, noch am selben abend der versammlung, herr kizilkaya auf wdr in einer talkrunde angeschaut. unter anderem war auch der Broder das Kampfschwein zugegen. Ich weiss wirklich nicht mehr die genaue Wortwahl von Big Broder, aber irgend etwas mit Steinigung. Herr Kizilkaya äußert darauf hin lediglich, das wir nicht mehr im 13 Jhr. leben. Und das soll alles sein? Ich bitte dich, das wir nicht mehr im 13 Jhr. leben, ist mittlerweile jedem klar. Aber die Botschaft Broder, nämlich die Polemik, muss entschieden im Keim erstickt werden. Dafür ist er nicht Profi genug.
Mfg
deryatulga
29.09.06, 17:25
wen meinst du mit unseren jungs?
ich habe, noch am selben abend der versammlung, herr kizilkaya auf wdr in einer talkrunde angeschaut. unter anderem war auch der Broder das Kampfschwein zugegen. Ich weiss wirklich nicht mehr die genaue Wortwahl von Big Broder, aber irgend etwas mit Steinigung. Herr Kizilkaya äußert darauf hin lediglich, das wir nicht mehr im 13 Jhr. leben. Und das soll alles sein? Ich bitte dich, das wir nicht mehr im 13 Jhr. leben, ist mittlerweile jedem klar. Aber die Botschaft Broder, nämlich die Polemik, muss entschieden im Keim erstickt werden. Dafür ist er nicht Profi genug.
Mfg
Unseren Jungs von Politikcity, wen sonst? Ich hätte selbst diese Dame gefragt, was sie davon halten würde, die Mercatorprofessur ergattert zu haben, obwohl ihre Arbeit in den absolut neutralen Fachkreisen wegen mangelnder Objektivität zerrissen wird. Ich würde sie darum bitten, zu präzisieren, ob sie diesen Titel unter diesen Umständen als Verdienst oder Korrumpierung wissenschaftlicher Sitten empfindet.
Die Testerin
29.09.06, 17:28
Unseren Jungs von Politikcity, wen sonst?
Jungs gegen Mädchen: Das ist aber unfair.
deryatulga
29.09.06, 17:33
Jungs gegen Mädchen: Das ist aber unfair.
Die Jungs werden von Gökcen angeführt, was willst du mehr?
Ich würde gerne Frau Keleks Doktorarbeit lesen. Wie kommt man da dran?
Hat die Kelek es eigentlich nur auf türkische Muslime abgesehen oder wird der Islam im Ganzen kritisiert? Sie wurde zwangsverheiratet, das geht nicht spurlos an einem Menschen vorbei. Ich frage mich nur, inwiefern ihre Eltern dies aus religiösen Motiven heraus vollzogen haben. Gibt es eine Stelle im Koran oder in den Schriften des Propheten Mohammeds , wo dies ausdrücklich erlaubt ist?
Für mich ist das der springende Punkt bei der ganzen Sache und nur so kann man die Kelek wirklich dran kriegen. Sollte sich herausstellen, dass sich die Eltern tatsächlich auf religiöse Überlieferungen stützten, als sie ihr KInd zwangsverheirateten, dann sieht die Sache nämlich wieder ganz anders aus.
deryatulga
29.09.06, 17:49
Ich würde gerne Frau Keleks Doktorarbeit lesen. Wie kommt man da dran?
Hat die Kelek es eigentlich nur auf türkische Muslime abgesehen oder wird der Islam im Ganzen kritisiert? Sie wurde zwangsverheiratet, das geht nicht spurlos an einem Menschen vorbei. Ich frage mich nur, inwiefern ihre Eltern dies aus religiösen Motiven heraus vollzogen haben. Gibt es eine Stelle im Koran oder in den Schriften des Propheten Mohammeds , wo dies ausdrücklich erlaubt ist?
Für mich ist das der springende Punkt bei der ganzen Sache und nur so kann man die Kelek wirklich dran kriegen. Sollte sich herausstellen, dass sich die Eltern tatsächlich auf religiöse Überlieferungen stützten, als sie ihr KInd zwangsverheirateten, dann sieht die Sache nämlich wieder ganz anders aus.
Und wenn die Eltern riegelblöde Ignoranten sind und ihre fälschlicherweise geheiligte Sitte mit der tatsächlichen religiösen Überlieferung verwechseln? Was dann? Strafrechtlich würde es hier um einen Tatirrtum handeln. Für die Opfer bedeutet dies letztendlich nicht viel. Die Ehe im Islam ist ein Vertrag zwischen zwei Personen. Und kein Vertrag darf auch im islamischen Recht unter irgendwelcher Nötigung zustande kommen, womit sie sittenwidrig und ungültig wäre. Man kann hier natürlich über die strukturellen Gewalt, mit der
kürzlich Broder hausieren ging, bramarbasieren. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, das zig Kommentare und Superkommentare in diesem Gebiet geschrieben worden sind. Die deutsche Islamistik hat sich auch mit dem Thema näher beschäftigt. Die Kelek hätte bei einer aufgweckten Zuhörermenge keine geringste Chance!
deryatulga
29.09.06, 17:56
Süleyman Ateş (28.03.2004)
Küs durmak Müslümanlığa yakışmaz
http://www2.vatanim.com.tr/pics/yazarlar/31.jpgSoru: 20 yaşında bir bayanım. Eşimle hem resmi nikâh hem de imam nikahıyla evlendik. Ancak eşimi, ailem istemedi ve bizi ayırmaya çalıştılar ama biz bunlara karşı koyduk, ayrılmadık. Annemi babamı üzdüğüm için Allah beni affetmezse diye çok korkuyorum.
Cevap: Kardeşim sen hem resmi nikâhla hem de imam nikahıyla evlenmişsin. Yapacağın bir şey kalmamış. Evlenmek senin tercihin. Ama anne babayı kırmak elbette doğru değil. Şimdi yapacağınız şey, gidip onların ellerini öpüp özür dilemektir. Siz tercihinizi yapmışsınız artık onların da sizi hoş görmeleri gerekir. Sürekli küs ve kırgın durmak Müslümanlığa yakışmaz. İslâm'a göre ergenliğe ulaşmış kadın, seçtiği erkekle evlenebilir. Sizin nikâhınız geçerli, yasal nikâhtır. Siz onlara sevecen davranırsanız onlar da sizi kabul edecektir. Sadece onlardan özür dileyin, inşallah içiniz ve işiniz düzelir.
Dinimize göre nikâh, icap ve kabulden ibarettir. İcap erkeğin teklifi, kabul de kızın veya kız tarafının bu öneriyi kabul etmesidir. İşte erkekle kadın birbiriyle evlenme konusunda anlaşır ve bu anlaşma en az iki şahit tarafından saptanırsa nikâhın bütün unsurları tamamdır. Ancak bu anlaşmanın resmen tescili, bugün hukuk açısından şarttır. Çünkü taraflar ayrılırsa veya ölürse birbirlerine miras intikali ve diğer hukuki işler ancak böylece elde edilir.
Ama taraflar bunu düşünmeden birbiriyle anlaşır ve evlendiklerini şahitler huzurunda tespit ederlerse yasal açıdan bu evlilik geçerli sayılmasa da Allah huzurunda bu insanlar günah işlemiş olmazlar. Ancak bu husus, kendileri için toplumsal ve hukuk açıdan sorunlar çıkarabileceği gibi doğacak çocuklar için de hoş olmaz.
Und wenn die Eltern riegelblöde Ignoranten sind und ihre fälschlicherweise geheiligte Sitte mit der tatsächlichen religiösen Überlieferung verwechseln? Was dann? Strafrechtlich würde es hier um einen Tatirrtum handeln. Für die Opfer bedeutet dies letztendlich nicht viel. Die Ehe im Islam ist ein Vertrag zwischen zwei Personen. Und kein Vertrag darf auch im islamischen Recht unter irgendwelcher Nötigung zustande kommen, womit sie sittenwidrig und ungültig wäre. Man kann hier natürlich über die strukturellen Gewalt, mit der
kürzlich Broder hausieren ging, bramarbasieren. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, das zig Kommentare und Superkommentare in diesem Gebiet geschrieben worden sind. Die deutsche Islamistik hat sich auch mit dem Thema näher beschäftigt. Die Kelek hätte bei einer aufgweckten Zuhörermenge keine geringste Chance!
du gehst auf den beitrag von sahika ein. leider finde ich diesen zitat nirgendsmehr.
ich stelle fest. Necla Kelek wurde nie Zwangsverheiratet. Nicht einmal wurde um ihre Hand gebeten.
Lediglich beschreibt sie in ihrem ersten Buch, das ihre Schwester "Opfer" einer Arrangierten (für Kelek, gleichzusetzen mit Schwangsheirat) Ehe geworden ist.
Ich halte aber auch bezüglich der Arrangierten Ehe ihrer Schwester fest. Das sie den Bräutigam angehimmelt hat und sie zu dieser Ehe zugestimmt hat.
Mfg
Sorry, aber ihr macht es euch etwas einfach.
Ich kenne so manche angesehene Islamexpertin, die die Meinung von Dr. Necla Kelek teilt, zum Beispiel Frau Spuler-Stegeman.
Außerdem ist es doch gar nicht so wichtig, ob Frau Kelek einige Fehler in ihren Büchern hat, sondern daß Sie sich engagiert und bestimmte Sachverhalte thematisiert.Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was sie behauptet, aber Sie hat meiner Meinung nach Recht bei den Themen "Kopftuch in Grundschulen" oder "Schwimmunterricht".
Sorry, aber ihr macht es euch etwas einfach.
Ich kenne so manche angesehene Islamexpertin, die die Meinung von Dr. Necla Kelek teilt, zum Beispiel Frau Spuler-Stegeman.
Außerdem ist es doch gar nicht so wichtig, ob Frau Kelek einige Fehler in ihren Büchern hat, sondern daß Sie sich engagiert und bestimmte Sachverhalte thematisiert.Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was sie behauptet, aber Sie hat meiner Meinung nach Recht bei den Themen "Kopftuch in Grundschulen" oder "Schwimmunterricht".Frau Kelek ist keine Islamexpertin. Wer behauptet so etwas? Welche Kompetenzen bzw. Qualifikationen hat die Dame dahingehend denn aufzuweisen. Man sollte keine Aufschneidereien betreiben, wenn man seriös und fundiert die Themen angehen möchte.
Im übrigen, wo hat sich denn bitteschön Frau Kelek jemals für türkische Frauen eingesetzt? Die ganzen türkischen Frauenhilfsorganisationen erfahren über ihre Tätigkeiten nur über die Medien.
Mit Polarisierungen, Pauschalisierungen und bewussten Übertreibungen kommen wir in der Thematik nicht weiter.
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