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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schächten



KingTurek
26.07.05, 13:33
Schächten ist in Deutschalnd grundsätzlich nicht gestattet, da das Tierschutzgesetz das Schlachten von Wirbeltieren ohne vorherige Betäubung untersagt (Generalverbot mit Ausnahmeerlaubnisvorbehalt - §§ 4ff TierSchG (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/tierschg/BJNR012770972BJNG000302301.htm l)). Die Einfuhr des Fleisches im Ausland geschächteter Tiere ist dagegen ohne Weiteres legal. Wer von dieser Vorschrift ohne Aussnahmegenehmigung abweicht, macht sich strafbar oder begeht mindestens eine Ordnungswidrigkeit, was auch zu einem Berufsverbot oder einem Verbot des Umgangs mit Tieren führen kann - §§ 17ff TierSchG (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/tierschg/BJNR012770972BJNG001103301.htm l).

Aus religiösen Gründen können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Lange Zeit wurden Juden diese Genehmigungen meist erteilt, Muslimen dagegen meist nicht. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes muss wegen der nach Art. 4 Grundgesetz (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/gg/art_4.html) verfassungsmäßig uneingeschränkt gewährten Religions- und Glaubensfreiheit auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, sofern das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere verbieten (Urteil (http://www.bundesverfassungsgericht.d e/entscheidungen/frames/rs20020115_1bvr178399) vom 15. Januar 2002, sog. Schächturteil). Dies kann die Religionsgemeinschaft jedoch weit gehend selbst definieren, ohne sich etwa einer gutachterlichen Prüfung von Außen aussetzen zu müssen. Das Schächten muss jedoch von einer sachkundigen Person in einem zugelassenen und registrierten Schlachtbetrieb erfolgen und ist vom zuständigen Veterinäramt zu überwachen.

In der Schweiz ist das Schächten verboten.

In Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Spanien, Großbritannien und Irland ist es erlaubt.
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Was haltet ihr von diesem Gesetz?
Ist es für euch wichtig das das Tier geschächtet wurde?

KingTurek
26.07.05, 13:36
Unter Schächten oder Shechita (hebr. šahat = schlachten) versteht man das rituelle Schlachten von Tieren, insbesondere im Judentum und im Islam. Bezweckt wird das möglichst rückstandslose Ausbluten des Tieres, da der Genuss von Blut z.B. im Judentum verboten ist. Die Tötung erfolgt unbetäubt mittels eines speziellen Messers mit einem einzigen großen Schnitt quer durch die Halsunterseite, in dessen Folge die großen Blutgefäße sowie Luft- und Speiseröhre eröffnet werden. Es ist Teil des jüdischen und des moslemischen Ritus.

Der Schakal
26.07.05, 18:52
...

Was haltet ihr von diesem Gesetz?
Ist es für euch wichtig das das Tier geschächtet wurde?

Ich finde es sollte in Deutschland erlaubt sein zu schächten. Ich finde es gut, dass "Ausnahmegenehmigung erteilt werden, sofern das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere verbieten". So können wir Muslime weiterhin geschächtetes Fleisch essen.

Saygilarimla...

KingTurek
26.07.05, 18:58
Ich finde es sollte in Deutschland erlaubt sein zu schächten. Ich finde es gut, dass "Ausnahmegenehmigung erteilt werden, sofern das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere verbieten". So können wir Muslime weiterhin geschächtetes Fleisch essen.

Saygilarimla...

Ich finde es aber auch irgendwie komisch das man geschächtetes Fleisch importieren darf baer hier nicht schächten darf. Was will man damit bezwecken, das die Nachbarländer mehr Fleisch exportieren indem sie es erlauben zu schächten?

Deniz
26.07.05, 19:26
Ich finde es sollte in Deutschland erlaubt sein zu schächten. Ich finde es gut, dass "Ausnahmegenehmigung erteilt werden, sofern das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere verbieten". So können wir Muslime weiterhin geschächtetes Fleisch essen.

Saygilarimla...

aynen katılıyorum..bu bizim için çok önemli..kimse helal olmayan bişii yemek istemiyor..ve bu temel bir insan hakkı: Religionsfreiheit ve tabi ihre Ausübung

ama bir de biyolojik bişii var..Hayvanı doğal yollarla (ki bu çok acısız bir yöntem, eğer ehil biri yaparsa tabi) öldürmek, sağlık açısından da daha iyi..o uyuşturucu kana karıştıktan sonra acaba etin sağlık değeri/lezzeti düşmüyor mu? (bunu söyleyen bir hrıstiyan arkadaşımdı!!!! bu yüzden de tercihan hep Türk yerlerinden alış veriş yapıyor, bu bilinçli almanlar...)

dikkat çekmek istedim..yanlış biliyorsam düzeltin lütfen...

Ingolstädter
26.07.05, 20:01
ich halte schächten für barbarisch und unnötig grausam.

ich esse ja auch gerne fleisch (schweinshaxn etc...) aber dass das tier völlig umsonst leidet finde ich nicht ok.

DeLaHoya
26.07.05, 20:17
ich halte schächten für barbarisch und unnötig grausam.

ich esse ja auch gerne fleisch (schweinshaxn etc...) aber dass das tier völlig umsonst leidet finde ich nicht ok.

Hauptsache es schmeckt!

Ingolstädter
26.07.05, 20:20
Hauptsache es schmeckt!

wenn durch das schächten eine geschmackliche verbesserung entsteht ist nichts dagegen einzuwenden. dann ist es ja nicht umsonst.

kann man die viecher eigentlich nicht zuvor auf irgendeine billig/effektive weise schmerzfrei machen? oder wird durch den adrenalinausstoß das fleisch geschmacklich besser?

KingTurek
26.07.05, 20:27
wenn durch das schächten eine geschmackliche verbesserung entsteht ist nichts dagegen einzuwenden. dann ist es ja nicht umsonst.

kann man die viecher eigentlich nicht zuvor auf irgendeine billig/effektive weise schmerzfrei machen? oder wird durch den adrenalinausstoß das fleisch geschmacklich besser?

Das Blut muss so schnell wie möglich rausfließen und wenn man das Messer richtig ansetzt sind sie sowieso tod bevor es merken was los ist.
Am Ende werden sie so oder so sterben, deshalb ist es doch egal ob sie beim vollen Bewusstsein sterben. Wenn es in Deutschland religionsfreiheit gibt sollte Schächten erlaubt sein.
Wir sollten nicht vergessen das diese Tiere nur dazu dienen uns zu ernähren.

DeLaHoya
26.07.05, 20:36
wenn durch das schächten eine geschmackliche verbesserung entsteht ist nichts dagegen einzuwenden. dann ist es ja nicht umsonst.

kann man die viecher eigentlich nicht zuvor auf irgendeine billig/effektive weise schmerzfrei machen? oder wird durch den adrenalinausstoß das fleisch geschmacklich besser?

Ich bin kein Schächten-Experte, in der Türkei wurden vor meinen Augen Tiere geopfert, ok, sah nicht schön aus, aber den Leuten fehlen auch die finanziellen Mittel.

In Deutschland sieht das anders aus, hier kann man das Leid der Tiere gering halten und trotzdem nach islamischen Regeln schächten.


Wenn das nicht erlaubt ist... na dann gute Nacht Demokratie!

Ay_Dogar
26.07.05, 20:41
In früheren zeiten kannten die Menschen keine Methode ,die Tiere zu betäuben.Doch heutzutage darauf zu bestehen ist reinste Tierquälerei.
Wenn ich das schon höre "Helal Et".:mad:

Ingolstädter
26.07.05, 21:07
Wenn es in Deutschland religionsfreiheit gibt sollte Schächten erlaubt sein.

NEIN... NEIN NEIN und NEIN!!!

religionsfreiheit bedeutet nicht dass man leute opfern darf oder sich auf irgendeine weise über die allgemein gültigen gesetze emporheben darf.

wir können rational diskutieren ob schächten erlaubt sein sollte, aber die religion sollte außen vor bleiben. ich mag es nicht wenn religionen einen zu großen einfluss haben... das hatten wir in europa schon mal (siehe Kreuzzüge).

religionsfreiheit heißt dass man seine religion wählen darf. diese darf jedoch keine ansprüche an den staat stellen da staat und religion getrennt sind.

ich gründe auch keine religion die besagt dass ich faul rumliegen muss und trotzdem gut von meiner umwelt genährt werden muss da ich sie sonst töten muss und poche dann auf das recht der religionsfreiheit um dies durchzusetzen. (ein extremes beispiel, aber religionsfreiheit geht nicht mit einmischung in staatsangelegenheiten einher)

zurück zum schächten:

warum darf man das tier vor dem schächten nicht betäuben?

Bátor
26.07.05, 21:25
Schächten ist was eckelhaftes. Ich kann nur hoffen, dass diese
Urbräuche bald aussterben, die Religion dürfte als Alibi für
derartige Qualäreien nicht dienen. Europa , als Brutstätte des
Humanismus ,tut gut derartige, rückständige Bräuche niemals
zuzulassen. Ich würde nicht einmal das im Ausland geschächtete
Fleisch einführen lassen.

KingTurek
26.07.05, 21:38
NEIN... NEIN NEIN und NEIN!!!

religionsfreiheit bedeutet nicht dass man leute opfern darf oder sich auf irgendeine weise über die allgemein gültigen gesetze emporheben darf.

wir können rational diskutieren ob schächten erlaubt sein sollte, aber die religion sollte außen vor bleiben. ich mag es nicht wenn religionen einen zu großen einfluss haben... das hatten wir in europa schon mal (siehe Kreuzzüge).

religionsfreiheit heißt dass man seine religion wählen darf. diese darf jedoch keine ansprüche an den staat stellen da staat und religion getrennt sind.

ich gründe auch keine religion die besagt dass ich faul rumliegen muss und trotzdem gut von meiner umwelt genährt werden muss da ich sie sonst töten muss und poche dann auf das recht der religionsfreiheit um dies durchzusetzen. (ein extremes beispiel, aber religionsfreiheit geht nicht mit einmischung in staatsangelegenheiten einher)

zurück zum schächten:

warum darf man das tier vor dem schächten nicht betäuben?

Hä? wer sagt denn das man Leute schächten soll? Wir reden hier von tieren und Gläubige moslems und juden dürfen nicht geschächtete Tiere, außer bei Fisch..., essen. Es hat doch hierbei garnichts mit Laizismus zu tun.

Der Islam bezieht sich auf die Traditionen von Abraham und dabei ist der Verzehr von Schweinefleisch, Blut und Verendetem verboten.
Siehe auf dieser Seite nach Sure: 5 Ayat: 3 (http://www.islam-basis.de/index.php?option=com_quran&Itemid=119)

Ingolstädter
26.07.05, 21:58
Hä? wer sagt denn das man Leute schächten soll? Wir reden hier von tieren und Gläubige moslems und juden dürfen nicht geschächtete Tiere, außer bei Fisch..., essen. Es hat doch hierbei garnichts mit Laizismus zu tun.

Der Islam bezieht sich auf die Traditionen von Abraham und dabei ist der Verzehr von Schweinefleisch, Blut und Verendetem verboten.
Siehe auf dieser Seite nach Sure: 5 Ayat: 3 (http://www.islam-basis.de/index.php?option=com_quran&Itemid=119)

ich hab nie gesagt dass man menschen schächten soll... das war nur allgemein über religionsfreiheit, dass man mit religionsfreiheit auch das töten von leuten nicht begründen kann...

schön dann bezieht sich der islam darauf. ich esse aber (als bayer) gerne schweinefleisch wie generationen meiner vorfahren die in diesem land aufgewachsen sind. wenn dir schächten so wichtig ist, geh halt in die türkei zurück oder wenn du in einem islamischen staat leben willst in den iran.

aber ich sehe in der sure, dass einem "götzendiener" wie mir das essen von schweinefleisch nicht verboten ist :).


also fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich.

boah... allah ist ganz schön jähzornig oder? erstaunlich, ich wusste nicht dass ihr euch vor allah fürchten sollt.

Der Schakal
26.07.05, 22:07
Ich sage nur, Schächten ist richtig und sollte überall durchgeführt werden. :)

KingTurek
26.07.05, 22:07
ich hab nie gesagt dass man menschen schächten soll... das war nur allgemein über religionsfreiheit, dass man mit religionsfreiheit auch das töten von leuten nicht begründen kann...

schön dann bezieht sich der islam darauf. ich esse aber (als bayer) gerne schweinefleisch wie generationen meiner vorfahren die in diesem land aufgewachsen sind. wenn dir schächten so wichtig ist, geh halt in die türkei zurück oder wenn du in einem islamischen staat leben willst in den iran.

aber ich sehe in der sure, dass einem "götzendiener" wie mir das essen von schweinefleisch nicht verboten ist :).



boah... allah ist ganz schön jähzornig oder? erstaunlich, ich wusste nicht dass ihr euch vor allah fürchten sollt.

Ersteinmal bin ich Deutscher Staatsbürger und demnach Deutscher.
Ich sage ja nicht das du kein Schweinefleisch essen sollst und will auch nicht die Scharia in Deutschland einführen. Ich bin ein Kemalist und bestehe auf Laizismus.
Ich will nur das das Schächten erlaubt wird, weil meine Religion(der Islam) es so vorsieht.
Mir ist es egal ob andere nicht schächten oder Schweinefleisch essen. Ich will nur die selben Freiheiten wenn es um den Verzehr von Fleisch geht.

Ingolstädter
26.07.05, 22:15
Ersteinmal bin ich Deutscher Staatsbürger und demnach Deutscher.
Ich sage ja nicht das du kein Schweinefleisch essen sollst und will auch nicht die Scharia in Deutschland einführen. Ich bin ein Kemalist und bestehe auf Laizismus.
Ich will nur das das Schächten erlaubt wird, weil meine Religion(der Islam) es so vorsieht.
Mir ist es egal ob andere nicht schächten oder Schweinefleisch essen. Ich will nur die selben Freiheiten wenn es um den Verzehr von Fleisch geht.

gut wenn du für laizismus bist haben wir viel gemeinsam.

ich verstehe jedoch nicht dass man beim schächten die tiere unnötig quälen muss... klar wenn es mit wenig schmerzen geht hab ich nichts gegen das schächten... aber dieser punkt ist strittig. warum darf man die tiere nicht betäuben? es geht doch ursprünglich nur um das blut...

EFE1987
26.07.05, 22:27
Schächten ist was eckelhaftes. Ich kann nur hoffen, dass diese

Urbräuche bald aussterben, die Religion dürfte als Alibi für

derartige Qualäreien nicht dienen. Europa , als Brutstätte des

Humanismus ,tut gut derartige, rückständige Bräuche niemals

zuzulassen. Ich würde nicht einmal das im Ausland geschächtete

Fleisch einführen lassen.



Ja dem Tier einpaar hundert Volt ins Gehirn jagen und somit sein Gehirn zefetzen ist ein angenehmehrer zustand .

[Redaksiyon: Aggressive Worte]... niemand fordert dich auf ein Tier zu schächten jedem dass seine.

[Redaksiyon: Beleidigung]

KingTurek
26.07.05, 22:29
gut wenn du für laizismus bist haben wir viel gemeinsam.

ich verstehe jedoch nicht dass man beim schächten die tiere unnötig quälen muss... klar wenn es mit wenig schmerzen geht hab ich nichts gegen das schächten... aber dieser punkt ist strittig. warum darf man die tiere nicht betäuben? es geht doch ursprünglich nur um das blut...

nenn mir mal die Betäubungmethoden.

Ingolstädter
26.07.05, 22:43
nenn mir mal die Betäubungmethoden.

hm totschlagen fällt aus nachdem ich die sure gelesen habe. was spricht gegen den vorschlag efe's ein paar hundert volt durch den kopf zujagen so dass das tier nichts spürt?

EFE1987
26.07.05, 22:46
hm totschlagen fällt aus nachdem ich die sure gelesen habe. was spricht gegen den vorschlag efe's ein paar hundert volt durch den kopf zujagen so dass das tier nichts spürt?
Das Tier ist ein Opfer für Gott(allah)
Das Tier hat nich dieser Aktion kein Gerhirn mehr
würdest du jemandem ein kaputtes Geschenk überreichen ?
Das Tier muss Gesund sein sonst hat es kein Sinn.

Ingolstädter
26.07.05, 22:49
Das Tier ist ein Opfer für Gott(allah)
Das Tier hat nich dieser Aktion kein Gerhirn mehr
würdest du jemandem ein kaputtes Geschenk überreichen ?
Das Tier muss Gesund sein sonst hat es kein Sinn.

... und du kannst mir sicher die koran-sure dafür nennen.

Der Schakal
26.07.05, 23:06
... und du kannst mir sicher die koran-sure dafür nennen.


...oder den Hadith. Und da im deutschsprachigen Raum recht wenig zur Verfügung steht...wird das schwer...

KingTurek
26.07.05, 23:11
hm totschlagen fällt aus nachdem ich die sure gelesen habe. was spricht gegen den vorschlag efe's ein paar hundert volt durch den kopf zujagen so dass das tier nichts spürt?

Also ist dir ein Stromschlag und dann kehle durchschneiden lieber als ohne Stromschlag? Spürt ein Tier keine Stromschläge? Wenn ja ist es weniger schmerzhaft als wenn das Tier sofort geschächtet wird?
Die Jenigen die schächten sind profis und es geht viel schneller als man glaubt.

Ingolstädter
26.07.05, 23:27
Also ist dir ein Stromschlag und dann kehle durchschneiden lieber als ohne Stromschlag? Spürt ein Tier keine Stromschläge? Wenn ja ist es weniger schmerzhaft als wenn das Tier sofort geschächtet wird?
Die Jenigen die schächten sind profis und es geht viel schneller als man glaubt.

wenn das schächten relativ schmerzfrei ist hab ich keine probleme... man muss pragmatisch überlegen was am billigsten/effektivsten und tierfreundlichsten ist. ich kenne mich in der materie zugegeben zuwenig aus um verwertbare aussagen treffen zu können... ich bin auch kein biologe.

tja damit verläuft für mich die diskussion in den sand, da ich aufgrund meines unwissens auf dem gebiet der schmerzforschung weniges sachliches beitragen kann...

yücel
27.07.05, 00:32
Also ich habe einige Schlachthöfe wegen meinem Beruf gesehen und obwohl ich ein hartgesottener Glaubensschlachter bin, kann ich z.B. Bolzenschussapparate nicht sehen. Elektroshocktherapie ist auch nicht von schlechten Eltern oder kann mir einer sagen wie sich das anfühlt? Also ich schon :D

deshalb finde ich jede Art von Tötung, ob mit betäubung (was ja auch mit schmerzen verbunden ist) oder ohne, immer "grausam" aber unumgänglich.

Caution
27.07.05, 11:55
Das islamische Schächten wird aus dem Grund praktiziert, damit den Tieren beim Schlachten KEINE oder möglichst geringe Schmerzen zugefügt werden. Von daher ist das islamische Schächten genau das gegenteil von "barbarisch". Barbarisch oder grausam oder tierquälerisch wäre es, wenn es im Islam heißen würde: "Leute, tötet und ersclaget die Tiere wie euch lieb ist..". Stattdessen wird genaustens gesagt das man das jeweiligeTier zuvor füttern muss, es streicheln muss, es das Messer nicht sehen darf, dessen Augen zugebunden werden müssen, das das Messer besonders scharf und groß sein muss, das der Schächter besonders professionell sein muss und und und und... Würde man ein Tier zuvor quälen, um vielleicht wie hier gesagt das fleisch schmackhafter zu machen und derartiges, dann ist der Verzehr dieses Fleisches des zuvor gequälten Tieres für jeden Moslem VERBOTEN, es ist Murdar, ein gequältes Tier ist verboten für Moslems, denn auch ein Tier ist ein Geschöpf Gottes. Der Fleischverzehr, so wird es im Islam gesagt, ein Bedarf, etwas Notwendiges, also sollte nicht wild geschlachtet werden, sondern geschächtet, was für die damalige Zeit mit Sicherheit ein großer Fortschritt war.

Und genau aus diesem Grund, weil der Islam ihre eigenen Tierschutzgesetze vorschreibt und das die zu schlachtenden Tiere so geringe Schmerzen wie nur möglich erleiden sollen, sagt das türkische Ministerium für Religionswissenschaften, das das zuvorige Betäuben eines zu schächtenden Tieres, wenn es denn dazu dient damit es weniger Schmerzen erleidet grundsätzlich erlaubt ist. Es darf nur nicht dabei sterben.


Mehmet Nuri Yılmaz: Kurbana şoklama sakıncasız


Diyanet İşleri Başkanı Mehmet Nuri Yılmaz, kurban kesiminde hayvanlara eziyet etmemek ve daha temiz şartlarda kesiminin yapılması için şoklamayla bayıltılıp, kesilmesinde İslami açıdan bir sakınca olmadığını bildirdi. Yılmaz, ‘‘Ancak, kesim öncesi şokla bayıltma ameliyesi esnasında hayvanın kesinlikle ölmemesi gerekir. Kurban edilen hayvanın kesilmeden önce şok etkisiyle ölmesi halinde, bu hayvan dinen kurban olmayacağı gibi eti de yenmez’’ dedi.
http://arsiv.hurriyetim.com.tr/hur/turk/99/12/19/turkiye/24tur.htm

Wolf
27.07.05, 12:54
Ich habe selten soviel Unsinn und selten soviel gutes in einem einzigen Thread gelesen. Das Highlight setzte - wie so oft - Caution, von dem ich froh bin, dass er hier schreibt (alle Achtung an dieser Stelle).

Schächten ist natürlich NICHT schmerzfrei. Und wer so etwas behauptet hat offenbar einige Sachen nciht verstanden. Schmerz sind Signale/Empfindungen, die im Gehirn stattfinden. Wenn einem Tier bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird, ist das Gehirn vollkommen funktionsfähig und spürt den ersten Schnitt, das Zerteilen des Fleisches bis zum Knochen sowie das Austreten des eigenen Blutes ohne jeglichen Widerstand.

Das Vermögen, diese grausame Tötungsart wahrzunehmen endet dann, wenn das Gehirn aufgrund Blutmangels bzw. des absinkenden Blutdrucks den Dienst versagt und das Tier ohnmächtig wird. WIE LANGE das dauert, hängt vom Geschick des Schächters ab und kann sich gerade bei Amateuren, die in der Türkei jedes Jahr zu Tausenden auf die Tiere losgelassen werden, bis auf mehrere Minuten ausdehnen, gerade wenn MEHRERE Schnitte angesetzt werden müssen.

Ein Stromschlag von mehreren hundert Volt hingegen hat das Tier in sehr kurzer Zeit betäubt, da diese Schockart direkt auf das GEHIRN wirkt, wo der Schmerz entsteht.

Im Laizismus kann sich die Religion nicht über Staatsgesetze hinwegsetzen. "Religionsfreiheit" heisst nicht, dass man ehebrechende Frauen steinigen darf und auch nicht, dass man Hände abhacken darf und EBENFALLS nicht, dass man Tiere umsonst quälen darf.

Der von Caution freundlicherweise mit Quellenangabe übersetzte hervorragende Artikel (den ich übrigens ab jetzt weiterverwenden werde) zeigt deutlich, dass man die Religion und Traditionen an von Fachleuten erstellte Gesetze ANPASSEN muss und auf gar keinen Fall umgekehrt.

Falls das jemandem nicht passen sollte, sollte dieser an einen Ort gehen, der sich mit seiner Lebenseinstellung besser verträgt. Ich würde (als Hilfestellung) den Iran vorschlagen.

Das Schächten bei vollem Bewusssien ist und bleibt in der heutigen Zeit barbarisch (vor 1400 Jahren mag das anders gewesen sein), hat sich an aktuelle Tierschutzgesetze anzupassen und gehört in zivilisierten Ländern auf jeden Fall verboten.

Yakamoz
27.07.05, 13:17
....und zwar ohne dass jetzt gleich der Verdacht des Antisemiten oder so aufkommt. Für die Juden gibt es eine Ausnahmegenehmigung, die Moslems mussten es sich erstmal einklagen....."


No Comment!!!

Selam
Meric

Wolf
27.07.05, 17:56
....und zwar ohne dass jetzt gleich der Verdacht des Antisemiten oder so aufkommt. Für die Juden gibt es eine Ausnahmegenehmigung, die Moslems mussten es sich erstmal einklagen.....

Da hast Du vollkommen Recht. Ist historisch begründet, aber natürlich unfair. Hier siegt die Politik über Recht und Gesetz.

dertli4u
27.07.05, 19:31
ich halte schächten für barbarisch und unnötig grausam.

ich esse ja auch gerne fleisch (schweinshaxn etc...) aber dass das tier völlig umsonst leidet finde ich nicht ok.

ingo

warst du schonmal in ein schlachthof..haste mal zugehört wie die schweine schreien, trotz elektroschock.

dertli4u
27.07.05, 20:09
....und zwar ohne dass jetzt gleich der Verdacht des Antisemiten oder so aufkommt. Für die Juden gibt es eine Ausnahmegenehmigung, die Moslems mussten es sich erstmal einklagen....."


deswegen schächten viele "helal et" verkäufer bei judische fleischer firmen:D





wenn dir schächten so wichtig ist, geh halt in die türkei zurück oder wenn du in einem islamischen staat leben willst in den iran.

.

so können wir nicht weiter..ich lebe und arbeite hier..
in europa, wurde viele sitten bzw. gesetze geändert worden..woher soll ich das wissen ob später auch "fleischer verordnung" nicht geändert wird

falls! schächten erlaubt wird, soll ich wieder zurück nach europa?


********

@all

vorher lebte ich in osnabrück.(1978-79).bei opfer fest hatten wir immer die gleiche problem..mann hat "heimlich" in "wohnheim kellern" geschächtet..und es gab ein katzen maus spiel zwischen ordnungsamt und müslimen.

wir haben ein termin bei bürger meister beantragt..3 imame von verschiedene moscheen und eine gruppe von tierärtzte und ausländervertretern...wir haben lange darüber diskutiert.. praktische übungen gezeigt.

stadt osnabrück hat es als erste stadt erlaubt, das muslime beim opferfest schächten dürften.

****

aber, wie auch "diyanet" erkläert hat, beim elektroschock, stirbt das tier nicht sofort..so das tier ist nicht tod(nicht murdar)..und bei sofortoges schächten, das blutt fliest auch,
ich finde diese methode "islamisch" korrekt..und fleisch ist "helal"...

Ingolstädter
27.07.05, 20:37
....und zwar ohne dass jetzt gleich der Verdacht des Antisemiten oder so aufkommt. Für die Juden gibt es eine Ausnahmegenehmigung, die Moslems mussten es sich erstmal einklagen....."


No Comment!!!

Selam
Meric

tja weil sich einige deutsche den juden verpflichtet fühlen... ich finde das unsinnig; jeder sollte gleich behandelt werden. darum: keine extrawürste für den islam. (leider ist das christentum eine ausnahme.. wir sind in deutschland rückständig und haben noch keinen laizistischen staat... ich bedaure das auch aber kann beruhigen: die meisten leute in deutschland denken laizistisch)



so können wir nicht weiter..ich lebe und arbeite hier..
in europa, wurde viele sitten bzw. gesetze geändert worden..woher soll ich das wissen ob später auch "fleischer verordnung" nicht geändert wird

entschuldige ich habe überreagiert. am besten wäre es wenn das schächten tierfreundlicher angepasst werden kann.


Ein Stromschlag von mehreren hundert Volt hingegen hat das Tier in sehr kurzer Zeit betäubt, da diese Schockart direkt auf das GEHIRN wirkt, wo der Schmerz entsteht.

ausgezeichnet, was spricht also gegen eine elektroschock-behandlung mit anschließendem schächten? das schächten kam doch ursprünglich daher dass man kein blut essen darf oder? wäre damit nicht allen gedient?

EFE1987
27.07.05, 22:10
Ist ja wiedermal klar Islam lästerei.
Ou man wieso kümmern sich die Europäer nicht um ihre eigenen Probleme.
Als ob Europäer Engel wären .
Ich brauche nur die Stierkämpfe in Spanien zu erwähnen ,werden diese armen Geschöpfe betäubt?
Ausserdem werden die nichtmal für die Religion usw sondern nur so zum Spass geschlachtet

yücel
27.07.05, 22:21
Ich habe selten soviel Unsinn und selten soviel gutes in einem einzigen Thread gelesen. Das Highlight setzte - wie so oft - Caution, von dem ich froh bin, dass er hier schreibt (alle Achtung an dieser Stelle).

Schächten ist natürlich NICHT schmerzfrei. Und wer so etwas behauptet hat offenbar einige Sachen nciht verstanden. Schmerz sind Signale/Empfindungen, die im Gehirn stattfinden. Wenn einem Tier bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird, ist das Gehirn vollkommen funktionsfähig und spürt den ersten Schnitt, das Zerteilen des Fleisches bis zum Knochen sowie das Austreten des eigenen Blutes ohne jeglichen Widerstand.

Das Vermögen, diese grausame Tötungsart wahrzunehmen endet dann, wenn das Gehirn aufgrund Blutmangels bzw. des absinkenden Blutdrucks den Dienst versagt und das Tier ohnmächtig wird. WIE LANGE das dauert, hängt vom Geschick des Schächters ab und kann sich gerade bei Amateuren, die in der Türkei jedes Jahr zu Tausenden auf die Tiere losgelassen werden, bis auf mehrere Minuten ausdehnen, gerade wenn MEHRERE Schnitte angesetzt werden müssen.

Ein Stromschlag von mehreren hundert Volt hingegen hat das Tier in sehr kurzer Zeit betäubt, da diese Schockart direkt auf das GEHIRN wirkt, wo der Schmerz entsteht.

Im Laizismus kann sich die Religion nicht über Staatsgesetze hinwegsetzen. "Religionsfreiheit" heisst nicht, dass man ehebrechende Frauen steinigen darf und auch nicht, dass man Hände abhacken darf und EBENFALLS nicht, dass man Tiere umsonst quälen darf.

Der von Caution freundlicherweise mit Quellenangabe übersetzte hervorragende Artikel (den ich übrigens ab jetzt weiterverwenden werde) zeigt deutlich, dass man die Religion und Traditionen an von Fachleuten erstellte Gesetze ANPASSEN muss und auf gar keinen Fall umgekehrt.

Falls das jemandem nicht passen sollte, sollte dieser an einen Ort gehen, der sich mit seiner Lebenseinstellung besser verträgt. Ich würde (als Hilfestellung) den Iran vorschlagen.

Das Schächten bei vollem Bewusssien ist und bleibt in der heutigen Zeit barbarisch (vor 1400 Jahren mag das anders gewesen sein), hat sich an aktuelle Tierschutzgesetze anzupassen und gehört in zivilisierten Ländern auf jeden Fall verboten.
Ein Stromschlag oder auch Stromschock, lähmt nicht das Gehirn, es wird nur nach einer ein paar sekunden langen Stromstosses bewusstlos, in dieser Phase wird der Schmerz weiterhin empfunden und der Schmerz, wenn er den unerträglich ist, schaltet als Selbstschutz das bewusstsein aus. Wenn es falsch oder nicht richtig angewendet wird, kann es sogar zu Herzkammerflimmern kommen und in den meissten Fällen zum Tode. Hast du schon mal einen Elektroschock ausprobiert? Das einzige was wirklich Schmerzfrei sein soll, ist der Bolzenapparat, mit dem man direkt am Kopf ansetzt und durch den Schuss, eine dermassen hohen Schmerz auslöst, das damit das bewusstsein verloren wird.

Ingolstädter
27.07.05, 23:48
Ist ja wiedermal klar Islam lästerei.
Ou man wieso kümmern sich die Europäer nicht um ihre eigenen Probleme.
Als ob Europäer Engel wären .
Ich brauche nur die Stierkämpfe in Spanien zu erwähnen ,werden diese armen Geschöpfe betäubt?
Ausserdem werden die nichtmal für die Religion usw sondern nur so zum Spass geschlachtet

stierkämpfe in spanien sind ebenfalls barbarisch... bitte eröffne einen thread dazu wenn du darüber diskutieren möchtest.

wer sagt dass europäer engel wären? aber guck doch mal auf das thread-thema...

da steht: s c h ä c h t e n. also geht es hier ums schächten.

Yakamoz
11.01.06, 17:13
Deutschland: Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Schächten http://www.migration-info.de/grafik/spacer.gifDas Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe entschied am 15. Januar, dass in Deutschland lebenden muslimischen Metzgern unter bestimmten Bedingungen das Schächten von Tieren gestattet werden muss. Diese Form der Schlachtung ohne Betäubung des Tieres ist hierzulande grundsätzlich verboten. Das Tierschutzgesetz sieht jedoch Ausnahmen vor, wenn „zwingende Vorschriften einer Religionsgemeinschaft" dies nahe legen.
Die Verfassungsbeschwerde hatte ein in Hessen lebender türkischer Metzger eingereicht. Bis 1995 wurden ihm Ausnahmegenehmigungen nach dem Tierschutzgesetz erteilt. Ein im selben Jahr ergangenes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) verschärfte jedoch die Bedingungen. So urteilte das BVerwG damals, der Islam verbiete nicht zwingend den Verzehr von Fleisch nicht geschächteter Tiere. Im Gegensatz zu Juden, die ebenfalls aus religiösen Gründen schächten, erhielten Muslime seitdem keine Ausnahmegenehmigungen mehr.
Das Verfassungsgericht stellte in der einstimmig gefassten Entscheidung klar, dass das Schächten für einen muslimischen Metzger vor allem „eine Frage der Berufsausübung und nicht der Religionsausübung ist." Da religiösen Vorschriften jedoch unzweifelhaft eine wichtige Bedeutung zukomme, „ist das Grundrecht der Religionsfreiheit als Maßstab für die Auslegung von Vorschriften, die die Berufsausübung einschränken", ergänzend heranzuziehen. In diesem Fall sei für die Frage der zwingenden Vorschrift des Schächtens nicht der Islam insgesamt maßgeblich, sondern die konkrete Glaubensgemeinschaft. Innerhalb des Islams gibt es eine Vielzahl verschiedener Glaubensgemeinschaften. So könne laut BVerfG nicht per se ausgeschlossen werden, dass sowohl der Beschwerdeführer als auch seine Kunden „einer Religionsgemeinschaft angehören, die von ihnen die Beachtung des Schächtgebots zwingend verlangt".
Das Gericht räumte in seinem Urteil allerdings ein: „Die Grundannahme, dass es Tieren weniger Schmerzen und Leiden bereitet, wenn sie vor dem Schlachten betäubt werden, ist zumindest vertretbar". So lehnt der Deutsche Tierschutzbund das Schächten ab, da die Tiere dabei nicht sofort ihr Bewusstsein verlören. Das BVerfG stellte in diesem Zusammenhang fest, diese Frage sei „wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt". Jedoch verstoße es gegen das Grundgesetz, wenn dem Tierschutz „einseitig der Vorrang" gegenüber der Religionsfreiheit eingeräumt werde.
Das Urteil des BVerfG betrifft ausschließlich den gewerblichen Handel mit Fleisch, der in Deutschland nur ausgebildeten Metzgern erlaubt ist. Das fachgerechte Schächten gehört bislang nicht zu den üblichen Inhalten der Metzgerausbildung in Deutschland. Die beiden größten Dachverbände der Muslime in Deutschland, der Zentralrat für Muslime und der Islamrat für Deutschland, wollen gemeinsam mit dem Bundesverbraucherministerium Richtlinien für die Ausbildung muslimischer Metzger erarbeiten.
Beide Dachverbände begrüßten das Urteil. Es beseitige eine „Benachteiligung der Muslime" und sei ein Beitrag zu deren Integration. Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, das Urteil sei ein Erfolg für den Tierschutz, da das Schächten nur in Ausnahmefällen erlaubt sei. Die CDU hingegen kritisierte das Urteil. So befürchtete die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, das Urteil werde die Integration von Migranten erschweren, „weil letztlich gewachsene Traditionen und akzeptierte Prinzipien unseres Staates zurückgedrängt werden". Ihr Stellvertreter Jürgen Rüttgers erklärte, das Urteil sei „für normale Menschen unverständlich". Wer die Integration der in Deutschland lebenden Ausländer wolle, müsse „auch dafür eintreten, dass in dieser Gesellschaft gleiche Rechte und Pflichten gelten".
Andere westeuropäische Länder regeln das Schächten ebenfalls gesetzlich. In der Schweiz, Norwegen und Schweden ist das Schächten verboten, das Gesetz erlaubt auch keine Ausnahmeregelungen für einzelne Religionsgemeinschaften. In den Niederlanden sind Metzger verpflichtet, zum Schächten die Erlaubnis des Agrarministeriums einzuholen und dabei nachzuweisen, dass tatsächlich ein Bedarf an Fleisch geschächteter Tiere besteht. In Österreich hatte der Verfassungsgerichtshof 1999 Schächtungen mit Hinweis auf das Grundrecht der Religionsfreiheit erlaubt. vö

http://www.migration-info.de/migration_und_bevoelkerung/artikel/020202.htm

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@musel: Bitte halte dich an die hier gültigen Gesetze und Regeln.

Musel
11.01.06, 17:50
@musel: Bitte halte dich an die hier gültigen Gesetze und Regeln.

Meric, ein Urteil ist weder ein Gesetz noch eine Regel. Aber wenn noch weitere Unklarheiten zum deutschen Recht bei dir bestehen, frag ruhig.....

Im Übrigen ist das Urteil bereits vier Jahre alt. Auch falls du es nicht mitbekommen hast, es verändert sich vieles in Deutschland. Und auch der Tierschutz und dessen Status hat sich geändert seitdem.

Auch dir möchte ich nochmal den folgenden Link und den Schächtfilm 1 ans Herz legen:

http://www.animal-life.ch/projekte/b...ht_film_1.html

Danach können wir uns gerne weiter unterhalten über diese überaus modernen Schlachtmethoden. Im Gegensatz zu dir gibt es aber auch in der Türkei schon fortschrittlichere Leute, die für ein vorheriges Betäuben der Tiere eintreten und nicht nur auf Traditionen pochen.....

Musel
11.01.06, 17:58
Zum Schächten

Was ist betäubungsloses Schächten?

Dies ist eine Schlachtmethode, bei der den Tieren bei vollem Bewusstsein der Hals bis in die Tiefe durchschnit-ten wird, um eine Ausblutung zu erreichen. Dabei fließt Blut in die Lunge, die Tiere ringen angstvoll nach Luft, bis sie unter großen Schmerzen und Todesqualen ersticken -- eine entsetzliche, völlig unnötige Tierquälerei! -- Die Bundestierärztekammer lehnt deshalb jede Schlachtung ohne vorherige Betäubung mit Entschiedenheit ab.

Warum wird an diesem archaischen Brauch trotz aller Aufklärung immer noch festgehalten?

Als Gründe werden von einem Teil der Muslime und orthodoxen Juden angegeben:
Das Tier dürfe vor der Schlachtung nicht verletzt werden -- es müsse vollständig ausbluten, denn im Blut sei der Sitz der Seele, dessen Verzehr deshalb verboten sei. Auf die Grausamkeit hingewiesen, wird behauptet, dass die Tiere nichts mehr spüren, da sie nach dem Kehlschnitt durch den Blutverlust sofort bewusstlos würden. Man beruft sich auf einen Jahrhunderte alten Ritus, der durch ihre Religion vorgeschrieben sei; dieses Fleisch wird dann als "halal" bzw. "koscher" bezeichnet.

Was stimmt aus wissenschaftlicher und fachlicher Sicht an diesen Scheinbehauptungen?

Eigentlich nichts! Die Tiere werden durch eine vorherige Betäubung weder verletzt noch getötet -- auch eine vollständige Ausblutung gibt es nicht, denn immer bleibt 1/5 bis 1/4 der Gesamtblutmenge im Tierkörper zurück und dies unabhängig davon, ob vorher betäubt wurde oder nicht. Bei strenger Befolgung der religiösen Vorschriften dürfte also gar kein Fleisch gegessen werden (es gibt Juden, die deshalb Vegetarier sind). Die Tiere werden auch nicht sofort bewusstlos, denn die in der Nackenmuskulatur und im Rückenmark verlaufenden Nervenstränge und großen Blutgefäße versorgen weiterhin das Gehirn während des Ausblutens bis zum Schluss. Auch ist in keiner der Heiligen Schriften vorgeschrieben, dass man die Qualen eines Tieres nicht durch eine Betäubung mindern dürfe -- im Gegenteil, in den Religionen wird ein tierschonendes Verhalten gefordert. Durch die Panik und die Schmerzen der unbetäubten Tiere allerdings gelangen jede Menge schädlicher Stresshormone in das Fleisch -- dieses dann als "rein" (koscher und halal) zu bezeichnen, ist aus unserer Sicht ziemlich absurd!

Wie wird in unserem Lande politisch und juristisch mit diesem Problem umgegangen?

Das Verhalten von Politikern und Gerichten reicht von Ignoranz bis unbekümmert zur Schau getragener Toleranz, hinter der sich allerdings Schlaffheit und Ängstlichkeit verbergen (siehe die Argumentation für die Abweisung unserer Petition in der Drucksache 13/3042 d. Landtags von Baden-Württemberg, bei der man sich nach "Hinter"anatolien versetzt wähnt). Lieber macht man Kniefälle vor ausländischen, religiös verpackten Forderungen als hier im Lande Kultur und humane Wertvorstellungen zu bewahren. -- Obwohl ein halbes Jahr nach dem skandalösen "Schächt-Urteil" des BVerfG Karlsruhe (v. 15. Jan. 2002) der Schutz der Tiere in die Verfassung aufgenommen wurde, kommt diese Tatsache richterlich und auch sonst in den verantwortlichen Köpfen leider immer noch nicht zum Tragen. Offensichtlich sind die alten verkrusteten Vorstellungen, die Tiere weiterhin als Ware zu betrachten, so leicht nicht aufzubrechen. Vor allem, da -- wie überall -- nur der Profit zählt (für so manche Schafhalter sind die Moslems, wie sie selbst sagen, "die Rettung"!).

Was können Sie tun, um zu verhindern, dass sich dieser, nicht in unsere Kultur passende grausa-me Brauch hier dauerhaft festsetzt?

Da von unserer schwarzen Landesregierung weder ein Verbot angestrebt wird, noch Ministerien, Ämter und Behörden gegen illegales Schwarz-Schächten mit der nötigen Konsequenz und Härte vorgehen, sind wir BürgerInnen gefragt.
Allen tierfreundlichen Menschen sei ans Herz gelegt, jederzeit die Augen und Ohren offen zu halten, ob irgendwo illegales Schächten stattfindet. Besonders gefährlich für die Tiere (hauptsächlich Ziegen u. Schafe) ist die Zeit des muslimischen Opfer- u. Schlachtfestes (Kurbanbayrami, in diesem Jahr zwischen dem 19. und 23. Januar 2005). Der Brauch besagt, es sei gottgefällig, Tiere zu schlachten, um das Fleisch zusammen mit "Bedürftigen" zu teilen. Informieren Sie bitte auch Tierhalter, ihre Tiere vor und während dieser Tage in Sicherheit und unter Aufsicht zu bringen. Schon der Verdacht auf illegales Schächten (u. damit auch Umgehung der vorgeschriebenen Fleischbeschau) muss unverzüglich angezeigt werden. Verlangen Sie bei einer Anzeige ausdrücklich, dass die amtlichen Behörden (Polizei, WKD, Veterinäramt) Ihre Angaben vertraulich behandeln und Ihren Namen und Adresse unter Datenschutz stellen.
In Tierschutzkreisen ist allgemein bekannt, dass nicht nur der Schwarz-Schächter sich strafbar macht, sondern auch der Mithelfer, der seinen Hof / Waschküche od. dergl. zur Verfügung stellt sowie auch der Tierhalter, der sein Tier an einen Moslem zur Schächtung verkauft. Obwohl letzteres nicht leicht zu beweisen ist, trifft auch hier der § 27 StGB zu: "Als Gehilfe wird bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat. ..."
Amtliche Stellen sollte man extra darauf hinweisen. Beim illegalen Schächten handelt es sich um eine Straftat nach § 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes. Dieses gibt als Strafmaß eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe bis zu 50.000 DM (25.000 €) an. Man darf sich wundern, dass Richter trotz dieses Gesetzes auch schwere Tierquälerei meist immer nur als "Kavaliersdelikt" behandeln.

Was sollten Sie für sich noch wissen?

Fleisch, welches aus dieser qualvollen Schlachtung kommt, muss nicht gekennzeichnet werden. Da z.B. Juden nur bestimmte vordere Teile eines Tieres verzehren, bleibt eine Menge übrig, die unerkannt in den normalen Handel gelangt. Käufer oder Käuferin dieses stressbelasteten Fleisches könnten evtl. Sie sein, ohne es zu wissen. Auch bei den Döner-Imbissbuden ist größte Vorsicht geboten, denn auch dort wird oft genug Halal-Vermischtes angeboten.


http://www.tierschutzpartei-bw.de/05berichte/0501schaechten.php

TOZKOPARAN
11.01.06, 18:08
Musel deine Argumente werden auch noch billiger als sie es schon sind. Zunächstmal schaffst du es immer wieder egal welches Thema auch immer mit dem Wort Integration zu binden und kommst immer wieder auf den gleichen Schluss, nämlich das wir Türken nicht integrierbar wären. Seit wann werden nach Deutschland koscher geschlachtete Tiere importiert?? Das ist auch wieder einer deiner Lügen. Dafür muss man wissen, wer denn überhaupt sowas tut. Ausser den muslimischen Staaten und ich einigen Teilen der USA wird nirgendwo sonst koscher geschlachtet. Nicht zu vergessen ist natürlich das Deutschland nur aus europäischen Ländern Fleisch importiert. Also welches europäisch und damit natürlich auch christliche Land schlachtet die Tiere bitte so wie es die Moslems tun. Genau. GARKEIN LAND. Deutschland hat absolutes Importverbot für Fleisch, damit meine ich Rind usw, aus nicht europäischen Ländern verhangen. Dieses Verbot gilt nur bei gefrorenem Geflügelfleisch nicht. Wenn dich so sehr Tierrechte interessieren, dann setzt dich lieber für artgerechtere Tiertransporte in Europa ein, die Bilder sind noch schrecklicher.

Cengizhan
11.01.06, 18:35
was ich dazu sagen kann.. als nicht-strenger vegetarier bin ich nicht gerade für das schächten,
aber was mich besonders stört, ist die art&weise, wie manche die tiere beim schächten quält. ich finde es ziemlich abstossend & respektlos!
sogar der wolf nimmt den schaf am hals, damit es nicht gequält wird, aber anscheinend können es unsere lieben menschen nicht.

Yasin
11.01.06, 19:20
Wie wäre es eigentlich mit nem sauberen Kopf oder Genickschuss bei Schafen? Scheint bei Menschen ja auch den sofortigen Tod zu bedeuten..?

Hab mal im Fernsehen (man kennt ja diese Fabrik-Film-Sendungen auf div. regionalen Sendern) gesehn wie die Tiere hier betäubt werden/wurden.
Da war es soweit ich weiß ein gezielter Schlag auf den Schädel durch eine Maschine,durch den es bewusstlos wurde. Anschließend gings dann unter die Säge ^^

tralles
11.01.06, 19:23
Wie wäre es eigentlich mit nem sauberen Kopf oder Genickschuss bei Schafen? Scheint bei Menschen ja auch den sofortigen Tod zu bedeuten..?

Hab mal im Fernsehen (man kennt ja diese Fabrik-Film-Sendungen auf div. regionalen Sendern) gesehn wie die Tiere hier betäubt werden/wurden.
Da war es soweit ich weiß ein gezielter Schlag auf den Schädel durch eine Maschine,durch den es bewusstlos wurde. Anschließend gings dann unter die Säge ^^

mit islamischen geboten kennst du dich aber nicht wirklich aus, oder? das blut muss ganz aus dem tier geflossen sein, damit muslime fleisch essen können. und das geht nur durchs schächten.

Musel
11.01.06, 19:26
mit islamischen geboten kennst du dich aber nicht wirklich aus, oder? das blut muss ganz aus dem tier geflossen sein, damit muslime fleisch essen können. und das geht nur durchs schächten.

Aber wie steht es dann mit folgender Aussage, die in dem obigen Artikel der Tierschützer getroffen wird?



Die Tiere werden durch eine vorherige Betäubung weder verletzt noch getötet -- auch eine vollständige Ausblutung gibt es nicht, denn immer bleibt 1/5 bis 1/4 der Gesamtblutmenge im Tierkörper zurück und dies unabhängig davon, ob vorher betäubt wurde oder nicht. Bei strenger Befolgung der religiösen Vorschriften dürfte also gar kein Fleisch gegessen werden (es gibt Juden, die deshalb Vegetarier sind).

kanki
11.01.06, 19:34
musel . lerne erst mal dann scprechen wir weiter ....du kannst nicht beurteilen was davon ncht die kleineste ahnung hast

Yasin
11.01.06, 19:38
mit islamischen geboten kennst du dich aber nicht wirklich aus, oder? das blut muss ganz aus dem tier geflossen sein, damit muslime fleisch essen können. und das geht nur durchs schächten.

Nya,ich hab den Koran gelesen falls du das meinst,oder hab ich die methode mit der man die Tiere schlachten soll überlesen?
Man kann sie ja erst erschiessen und danach immernoch Ausbluten lassen,läuft doch aufs selbe hinaus ~_?

tralles
11.01.06, 19:41
Aber wie steht es dann mit folgender Aussage, die in dem obigen Artikel der Tierschützer getroffen wird?




und?

es gibt bestimmte religiöse regeln, wie man so ein vieh zu schlachten hat. wenn man nach gewissen "helal"-regeln ein tier schächtet, hat man den segen, dieses stück fleisch auch zu verzehren.

Irgendwelche aussagen von irgendwelchen tierschützen, die von irgendwelchen museln hier gepostet werden, interessieren mich da relativ wenig.

tralles
11.01.06, 19:42
Nya,ich hab den Koran gelesen falls du das meinst,oder hab ich die methode mit der man die Tiere schlachten soll überlesen?
Man kann sie ja erst erschiessen und danach immernoch Ausbluten lassen,läuft doch aufs selbe hinaus ~_?

ohne den druck eines kreislaufs, dass das blut aus dem körüer des tieres pumpt?

Musel
11.01.06, 19:42
Nya,ich hab den Koran gelesen falls du das meinst,oder hab ich die methode mit der man die Tiere schlachten soll überlesen?
Man kann sie ja erst erschiessen und danach immernoch Ausbluten lassen,läuft doch aufs selbe hinaus ~_?

Glückwunsch Yasin! Aus dir spricht die Zukunft! Wie ich gelesen haben, gibt es auch schon viele andere Muslime, die auch so fortschrittlich denken.

sunx1569
11.01.06, 19:58
ich find's auch hart, aber es muß sein.! zum Glück :lach:

Yasin
11.01.06, 20:04
ohne den druck eines kreislaufs, dass das blut aus dem körüer des tieres pumpt?

Man kann es doch Kopfüber aufhängen. - Das tut man doch sowieso damit das Blut besser rausfliesst.
Das Fleisch wird danach doch eh gereinigt und gekocht. Was verändert sich denn großartig?

@Musel thx ^^

Musel
11.01.06, 20:08
Man kann es doch Kopfüber aufhängen. - Das tut man doch sowieso damit das Blut besser rausfliesst.
Das Fleisch wird danach doch eh gereinigt und gekocht. Was verändert sich denn großartig?



Sehe ich auch so. Zumal ein vollständiges Ausbluten doch gar nicht erreicht wird und Blutrückstände doch immer in den Gefäßen und somit im Tierkörper verbleibt.

aslanpence
11.01.06, 20:15
Muslime in Deutschland dürfen Tiere ohne Betäubung nur mit einer Ausnahmegenehmigung schächten; die Betäubung wird durch Elektroschock oder Bolzenschuss durchgeführt. Die Befürworter dieser Art der Betäubung bringen vor, dass dem Tier dadurch weniger Schmerzen zugefügt werden. Allerdings gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung, die belegt, dass das Schlachten eines Tieres mit oder ohne Betäubung schmerzhafter oder weniger schmerzhaft wäre. Die Muslime sind der Meinung, dass, wenn man sich an die Art und Weise des islamischen Schächtens hält, das Tier am wenigsten Schmerzen erleidet. Die Muslime sind sich zudem gewiss, dass Allah keinem seiner Geschöpfe Unrecht antut (siehe z.B. Koran 3:108) und dass Er der Barmherzigste gegenüber Seinen Geschöpfen ist. Auch verhindert das islamische Schächten eine Kontamination des Fleisches mit BSE, wie es auch von der Bundesanstalt für Fleischforschung bestätigt wurde.
quelle http://www.muslimeopfern.de/index.php?id=674&backPID=613&tx_faq_faq=17

aslanpence
11.01.06, 20:16
Auszug aus dem Artikel „Anmerkungen zur BSE-Krise aus muslimischer Sicht“ von Ahmad von Denffer, erschienen in der Zeitschrift „Al-Islam – Zeitschrift von Muslimen in Deutschland“, 2001 Nr. 1

BSE-Erreger im Gehirn und Rückenmark

Mit der zunehmenden Diskussion über das Thema BSE wurden auch einem Laien wie ich es bin verschiedene Informationen bekannt, aus denen man sich ein differenzierteres Bild machen konnte. So war zu erfahren, dass die BSE-Erreger im wesentlichem im Gehirn des Tieres und darüber hinaus im Rückenmark vorkommen. Diese Teile des Schlachttieres nannte man in der Folge kurz das ‚Risiko-Material’, während das Muskelfleisch an sich bis heute noch als erregerfrei gilt. Allerdings erfuhr man auch, dass Fleisch dann BSE-Erreger enthalten kann, wenn es mit dem `Risiko-Material’ in Berührung kommt, also kontaminiert wird. Diese Verseuchung tritt beim Schlachten ein, und zwar aus dem Gehirn und aus dem Rückenmark. Damit wurde nun auch der bislang im Hintergrund gebliebene Schlachtvorgang zu einem Diskussionsthema. Jetzt ging es um den ‚Bolzenschuss’ und das ‚Spalten’.

http://muslimehelfen.org/713.0.html

aslanpence
11.01.06, 20:17
Betäubung per Bolzenschuss

Zum gesetzlich vorgeschriebenen Schlachtverfahren in Deutschland gehört das Betäuben des Rindes, das hier üblicherweise mit dem sogenannten Bolzenschuss erfolgt, wobei dem lebenden Rind ein Metallbolzen in den Kopf geschossen wird, der in das Gehirn eindringt. Muslime haben diese Art von Schlachten aus verschiedenen Gründen stets abgelehnt und versuchen seit Jahren, die gesetzliche Regelung dahin zu verändern, dass sie auf ihre eigene Weise schlachten dürfen. Auf die Einzelheiten muss an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Aber hier ergibt sich nun im Zusammenhang mit der BSE-Krise ein neuer Gesichtspunkt. Denn die Kontamination des Fleisches geschieht, so war zu erfahren, durch den Bolzenschuss. Als Folge des Bolzenschusses gelangen BSE-Erreger über die Blutbahnen in den übrigen Körper und damit in das zum Verzehr vorgesehene Fleisch des Schlachttieres noch bevor der Kopf des Tieres abgetrennt und die Blutbahnen erst unterbrochen werden.
http://muslimehelfen.org/713.0.html

bigberta
11.01.06, 20:33
Nabend, Ihr Lieben, ich denke, hier gehen einige Sachen durcheinander: ich denke, wenn sichergestellt wäre, daß die, die schächten, es auch wirklich sicher können, dann wäre es nicht so ein Problem. Nach der Regel: über Gutes wird maximal dreimal geredet, über Schlechtes 15mal, kursieren natürlich die Stories über's Schlachten in der Badewanne oder auf dem Balkon, und was man manchesmal aus dem Orient sieht, ist auch nicht so schön. Das führt dann zu solchen Auffassungen: http://www.myblog.de/kewil/art/2629409#comm

Ich habe mich mal vor Jahren, als ich gerade frisch konvertiert war, sehr ausführlich mit dem Schächten beschäftigt. "Die Muslime" sind nicht in ihrer Gesamtheit gegen Betäubungsmaßnahmen, sonfern sie am Tier nichts verändern und das wäre z.b. ein leichter Stromstoß. Ehrlich, es kann nicht bestritten werden, daß es Muslime gibt, die es eben nicht können. Es gibt ein Hadith, da heißt es so sinngemaß: Du sollst das Tier nicht ängstigen (einige lassen es dann im Schlachthof im Blut seiner Artgenossen waten und schreien rum, du sollst das Tier beruhigen und es freundlich ansprechen (dann wird geschrieen, das Tier auf den Boden geschmissen...) und Du sollst ein scharfes Messer nehmen und mit einem Schnitt...(und dann wird dann mit einem stumpfen Messer gesäbelt). Es hat sich übrigens mal ein deutsches Gericht eine Fatwa in Medina besorgt: es darf betäubt werden. Möglicherweise sogar von bin Baz, der die Welt ja schon mit seiner 1992 erlassenen Fatwa, daß die Erde eine Scheibe sei, erfreut hat. Ich denke, die Lösung wird sein, daß nur die schlachten/schächten dürfen, die's wirklich können. Bei den Juden ist das so, da ist das Amt des Schächters ein religiöses Amt, da der das Tier noch bewerten muß, ob's wirklich koscher ist, und das hängt noch von einigen anderen Bedingungen ab: http://www.payer.de/judentum/jud504.htm#4.
Wie Ihr dort seht, argumentieren die Juden zwar auch, daß nur betäubungslos geschlachtetes Fleisch koscher (=erlaubt) ist, und Fleisch von einem betäubten Tier trefe, aber ich denke, der wesentliche Unterschied ist, daß im Judentum sichergestellt ist, daß er, der schlachtet, es kann. Oder sehe ich das falsch?

bigberta
11.01.06, 20:41
Informationen
Islam

Zum Schächtungsurteil des Bundesverfassungsgerichts
Materialdienst
3/02




Am 23. Februar 2002 fand das diesjährige Opferfest der Muslime in aller Welt seinen Höhepunkt im gemeinsamen Festmahl, gefeiert in Familien, in Moscheen - mit Fleisch von Tieren, die nach dem im Islam vorgeschriebenen Schächtungsritus geschlachtet werden. Hierzu war am 15. Januar ein Urteil des BVG (1 BvR 1783/99) ergangen, mit dem dies einer Klage des türkischstämmigen Metzgers Rüstem Altinküpe aus Aßlar (Hessen) stattgab. Altinküpe hatte seit 1995 aufgrund eines Bundesverwaltungsgerichtsurtei ls keine Sondergenehmigung mehr zum rituellen Schlachten erhalten. Er hat nunmehr wieder das Recht, gemäß § 4a Tierschutzgesetz (TierSchG) Absatz 2 Nr. 2 Ausnahmegenehmigungen zum Schächten zu erhalten, die im Falle von religiösen Gründen erteilt werden können, während betäubungsloses Schlachten grundsätzlich im § 4a TierSchG Absatz 1 verboten wird. Ausnahmegenehmigungen dieser Art werden jüdischen Metzgern im Rahmen ihrer Speisevorschriften für koscheres Fleisch in Deutschland seit langem erteilt. Gegenüber den Muslimen, die im Wesentlichen die gleichen Speisevorschriften einschließlich des Schächtungsrituals befolgen, wurde 1995 vom Bundesverwaltungsgericht argumentiert, der Verzehr geschächteten Fleisches sei im Islam nicht zwingend vorgeschrieben. Diese Ansicht wurde seinerzeit vermeintlich durch eine Stellungnahme der al-Azhar-Universität in Kairo (gegenüber der dortigen dt. Botschaft) von 1982 gestützt, nach der Muslimen grundsätzlich auch der Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere gestattet sei. Dieses Zugeständnis bezieht sich nach Ansicht von Fachleuten jedoch nur auf Notsituationen, die laut Zentralrat der Muslime in Deutschland nicht gegeben seien (z. B. Betäubung von Kamelen, die vor der Schlachtung anders nicht zu bändigen seien). Das BVG hat großen Wert auf die Erhaltung der Berufsfreiheit des Metzgers Altinküpe gelegt, der in seiner Existenzgrundlage bedroht sei, sofern ihm das Schächten nicht wieder gestattet werde, ferner auf die grundgesetzlich verbürgte Freiheit der religiösen Ausübung und - in Anbetracht der Verbindlichkeit der Speisevorschriften für die Muslime wie für die Juden - auf die Gleichbehandlung mit der jüdischen Gemeinschaft.

Die Schächtungspraxis der Muslime ist weithin von den Juden übernommen worden, die dies hebräisch Schechita nennen - daher das Wort "Schächten". Die muslimische Tradition bezieht sich hauptsächlich auf Sure 2,173 und vor allem 5,3, wo Schächten geboten wird. Es geht darum, das möglichst mit dem Kopf nach unten abschüssig liegende oder hängende Schlachttier (Schaf, Huhn, seltener Rind v.a.) ohne vorherige Betäubung mit einem sorgfältig vorbereiteten und besonders geschärften Messer mit einem einzigen sauberen und schnellen Schwungschnitt durch die Kehle zu töten und es vollständig ausbluten zu lassen, da der Verzehr von Blut nicht erlaubt ist. Eine Betäubung, die meist durch Bolzenschuss oder Elektroschock herbeigeführt wird, ermögliche, so die Muslime (und Juden), keine vollständige Entblutung - und führe oft bereits zum Tode. Der Schächtungsvorgang beinhaltet ferner eine "Liturgie" mit Segnungsformeln etc., die auch über dem Messer gesprochen werden: "Verboten hat er … das, worüber ein anderer als Gott ausgerufen worden ist" (2,173). Diese Art der rituellen Schlachtung bedarf einer Sonderausbildung und der Vetärinär-Kontrolle, wie auch jede nach dem erlaubten Standard ausgeführte Schlachtung. Dies soll durch die erforderliche Sondergenehmigung gewährleistet werden. Da allemal im "rechtsfreien Raum" private Schächtungen in Wohnungen mit unzureichenden Instrumenten und unter hygienisch zweifelhaften Umständen stattfinden, ging es in dem Karlsruher Urteil auch darum, das ohnehin Geschehende öffentlich kontrollierbar zu machen. Darüber, wie "human" und schmerzarm Schächtung bzw. Betäubungsschlachtung im Vergleich zueinander sind, gehen die Meinungen weit auseinander: Der Tierschutzbund zeichnet scharfe Kontraste und meint bei Unterlassen der Betäubung eine lange Leidenszeit der Tiere vermuten zu müssen, während sich am anderen Ende der Palette die Meinung findet, dass die schächtende Schlachtungspraxis sogar die "humanere" sei. Diverse Versuche u. a. hessischer Tierschützer, Muslimen betäubungseinschließende Schlachtvorgänge zu empfehlen, die trotzdem ein vollständiges Ausbluten ermöglichen, sind von den Muslimen nicht akzeptiert worden. Auch im Falle der vorgeschriebenen Betäubungsschlachtung scheinen gesetzliche Vorschriften und die Ideale der Tierschützer einerseits und die Realität in manchen Schlachthöfen andererseits auseinander zu klaffen, zumal auch Betäubungsvorgänge keineswegs Schmerzfreiheit bedeuten müssen. Hinweise auf die Probleme und auf die verlängerte Leidensphase bei der rituellen Schlachtung von Rindern verfehlen die überwiegende Realität der Muslime, die in der Regel Schafe oder Geflügel vorziehen. Stellungnahmen aus der islamischen Welt sind mitunter mehrdeutig, wie schon das besagte Votum der al-Azhar-Universität. Auch ist die Einschätzung des Betäubungsvorgangs nicht einheitlich. Stellungnahmen zum Beispiel der türkischen Botschaft in Bonn (im Namen des Islam!) an die A.G. Deutscher Tierschutz von 1981/1982 lassen die Betäubung ausdrücklich zu - Muslime, zumal nicht-türkische, würden dieser Instanz allerdings die Repräsentation des Islam wohl kaum zugestehen.

Die "nette" Form des Schlachtens ist, so der Berliner Rabbiner Walter Rothschild, sicherlich noch nicht erfunden. Sofern es bei dem Karlsruher Urteil ja nicht um die flächendeckende Legalisierung der Schächtung geht, die die Aufhebung des Tierschutzgesetzes bedeuten würde, sondern um die einige Jahre lang unterbrochene Wiedereinbeziehung des Islam in die Ausnahmegenehmigungsfähigkeit (und damit Gleichberechtigung mit dem Judentum), kann hier sicherlich nicht von einer "Aufgabe westlicher zivilisatorischer Werte", von einem "weiteren Schritt zur Scharia in Deutschland" oder ähnlichen Produkten der Dammbruch-Fantasie die Rede sein. Die EKD hat sich durch ihren Beauftragten für agrar-soziale Fragen, Rudi Job, skeptisch zu dem Urteil geäußert und insbesondere Tierschutz und Religionsfreiheit gegeneinander abgewogen. Die Zukunft wird zeigen, wie weit dieses Urteil zur Integration der Muslime in Deutschland beiträgt. - Einen Überblick über bisherige Vorgänge und Diskussionen um die Schächtung bieten: U. Spuler-Stegemann, Muslime in Deutschland, Freiburg 1998, 161-166, P. Heine, Halbmond über deutschen Dächern, München 1997, 273 ff, sowie A. Th. Khoury / P. Heine / J. Oebbecke, Handbuch Recht und Kultur des Islams in der deutschen Gesellschaft, Gütersloh 2000, 171-183.

Ulrich Dehn





Informationsdienst der evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen
http://www.ekd.de/ezw/index_frame.html?http://www.ekd.de/ezw/8358.html

und hiwer noch eine tierärztliche Stellungnahme:
http://www.tierschutz-tvt.de/schaechten.html

Telli Baba
11.01.06, 20:50
Also das Judentum ist in Bezug auf das Koschersein um einiges strenger als der Islam mit seinem Helal/Halal. Beispielsweise muß das Messer des Schächters einwandfrei sein, es darf nicht eine Bruchstelle in der Klinge haben. Hat das Messer eine Bruchstelle und es wird trotzdem eine die Schächtung durchgeführt, so ist das Fleich nicht koscher und es wird an die Muslime/Nicht-Juden gegeben.

Im Prinzip muß beim schächten gewährleistet werden, daß der Hirntod sofort eintritt. Das wäre die die beste Methode und würde auch auf mehr Akzeptanz stoßen denke ich. Ob mit dem Bolzenschuß das Tier sofort stirbt ist eine andere Frage. Also es sollte beim schächten in jedenfall ein Veterinär mitdabeisein, der das Tier und die Schlachtumgebung inspiziert sowie begutachtet. Schächten nur in den dafür vorgesehen Gebieten. Wir leben nichtt mehr in Moses' Zeiten.

dertli4u
11.01.06, 21:09
habt ihr schonmal eine deutsche schlachthof von innen gesehen?

habt ihr schonmal deutsche bauern gesehen? wisst ihr wie schweine geschlachtet wird?

****

mann redet immer über teorien ohne es wissen wie es praktiziert wird.

wir haben uns mal, mit bürgermeister, veterinär und tierschutzer getroffen und eine schlachthof besichtigt.

die haben selbst beobachtet wie die am haken hängende schweine durch die automatische messer , die köpfe getrennt wird.(elektroschocks und bolzen reichen nicht immer)

und anschliessend, haben wir begutachtet wie ein islamische fleischer sein werk getan hat.

danach, hat man während der "opfer fest" eine extra schlachthof reservieret und schächten erlaubt.

Mirage
11.01.06, 22:13
...Seit wann werden nach Deutschland koscher geschlachtete Tiere importiert?? Das ist auch wieder einer deiner Lügen. Dafür muss man wissen, wer denn überhaupt sowas tut. Ausser den muslimischen Staaten und ich einigen Teilen der USA wird nirgendwo sonst koscher geschlachtet. Nicht zu vergessen ist natürlich das Deutschland nur aus europäischen Ländern Fleisch importiert. Also welches europäisch und damit natürlich auch christliche Land schlachtet die Tiere bitte so wie es die Moslems tun. Genau. GARKEIN LAND.

Das stimmt nicht ganz. In Frankreich ist das Schächten auch in den öffentlichen Schlachthöfen erlaubt, nicht nur beim Opferfest. In dem Großschlachthof von Paris gibt es folgende Regelung: bei der letzten Schicht abends gegen 22 Uhr 30 werden die Schlachträume gründlich gereinigt. Am nächsten Tag werden mit Beginn der neuen Schicht gegen 3 Uhr zuerst die Tiere geschächtet, die für das koschere bzw. Halal-Fleisch vorgesehen sind. Neben den tierärzlichen Behörden sind übrigens auch Vertreter der muslimischen und jüdischen Religion anwesend, die das "Echtheit"-Stempel anbringen. Das Fleisch wird nicht nur an spezialisierte Metzegereien geliefert, sondern auch an ganz normale Supermärkte, wenn muslimische Feiertage bevorstehen. Oder es wird an weiterverarbeitende Fleischfabriken geliefert. Diese Halal-Produkte (mit dem Stempel der Großmoschee von Paris) sind ebenfalls in den Supermärkten der Großstädten zu erhalten.

Und noch etwas. Als 1995 keine Sondergenehmigungen mehr für das rituale Schächten in Deutschland erteilt wurden, hatte sich ein türkischer Metzger im lothringischen Kreuzwald direkt hinter der deutschen Grenze niedergelassen, weil eben dort das Schächten erlaubt ist. Er belieferte mit seinen Produkten sowohl die muslimische als auch die jüdische Gemeinschaft in Deutschland, und zwar bis nach München.

dertli4u
11.01.06, 22:46
Zitat von TOZKOPARAN
...Seit wann werden nach Deutschland koscher geschlachtete Tiere importiert?? Das ist auch wieder einer deiner Lügen. Dafür muss man wissen, wer denn überhaupt sowas tut. Ausser den muslimischen Staaten und ich einigen Teilen der USA wird nirgendwo sonst koscher geschlachtet. Nicht zu vergessen ist natürlich das Deutschland nur aus europäischen Ländern Fleisch importiert. Also welches europäisch und damit natürlich auch christliche Land schlachtet die Tiere bitte so wie es die Moslems tun. Genau. GARKEIN LAND.


doch,

in frankfurter schlachthof, gibts einige firmen die die tiere nach dem koscher regeln schlachten.

und;
Die Metzgereien stehen unter Aufsicht der Rabbinate Frankfurt, München und Berlin. Tiefgefrorenes Fleisch wird aus Antwerpen, Straßburg, Paris oder Israel importiert und erfüllt in vielen Fällen die Anforderungen für koscher lemehadrin.

Vor dem Schlachten prueft der Schochet (Hebraeisch fuer Schaechter) penibel das rasierklingenscharfe Spezialmesser. Selbst die kleinste Scharte macht es fuer das Schaechten untauglich. Auch das Tier wird genau untersucht. Anschliessend fuehrt es der Schochet in eine Box, die die Bewegungsfreiheit des Tieres einschraenkt. So kann der Schochet ohne Stoerung und Gefahr den Schnitt ausfuehren. In diesen Boxen werden die Tiere stehend oder umgekippt geschaechtet.

****

Ein Vorwurf der Tierschuetzer lautet: Das Tier ist nicht bewusstlos, wenn der toedliche Schnitt erfolgt. Sie meinen, dass dadurch unnoetige Qualen entstuenden. Rabbiner Dr. med. vet. Dr. phil. I. M. Levinger aus Basel weisst diese Vorwuerfe vehement zurueck. ''Sofort nach dem Schaechtschnitt bleibt das Tier fuer mindestens zehn Sekunden total ruhig. Dies bedeutet, dass es den Schmerz nicht empfindet'', sagt der international anerkannte Schaechtspezialist. ''Normalerweise wehrt es sich innerhalb der ersten Sekunden gegen Schmerz. Aber selbst wenn ein EKG (elektroencephalographische Registrierung) vorgenommen wird, werden keine Schmerzen registriert.'' Die sofort nach dem Schnitt einsetzende Blutleere im Gehirn macht das Tier unempfindlich fuer alle Empfindungen. Nach etwa drei Sekunden zeigt die Gehirnregistrierung, dass das Tier bewusstlos ist. Die Kraempfe der Muskeln kommen erst spaeter und sind, so Levinger, sicher nur das Resultat von Sauerstoffmangel und nicht der Schmerzen.

Eine Ausnahme vom Verbot, warmbluetige Tiere ohne Betaeubung zu schlachten, kann nach Artikel 4a Absatz 2 Nr. 2 TierSchG zum Zwecke der Nahrungsmittelversorgung nur zugelassen werden, wenn objektiv festgestellt wird, dass zwingende Vorschriften einer Religionsgemeinschaft den Genuss von Fleisch nicht geschaechteter Tiere verbieten; eine individuelle Glaubensueberzeugung vom Bestehen eines solchen Verbots reichen nicht aus.

LAZ
12.01.06, 13:11
Ich esse zwar ausschließlich Helal Fleisch, doch habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber den armen Tieren...gibt es den gar keine Möglichkeit innerhalb des Islams das Betäuben zu erlauben?:(

Adult
12.01.06, 16:00
ganz ehrlich.....ich habe auch ein schlechtes Gewissen gegenüber den Tieren, ist ja weltweit ein tägliches Massenschlachten...aber ich komme auch nicht raus aus meinen Gewohnheiten, ein Freund von mir hat seit Jahren das Fleischessen ganz beendet...ich bin da noch nicht so weit..

dertli4u
12.01.06, 21:03
gibt es den gar keine Möglichkeit innerhalb des Islams das Betäuben zu erlauben?:(

doch,das ist erlaubt.aber das tier muss dabei nicht sterben.

STUDENTT
23.11.06, 18:44
das habe ich heute in der Financial Times gelesen



"Schächten von Tieren ist rechtens

Das Bundesverwaltungsgericht hat das Schächten von Tieren trotz eines Verbots im Tierschutzgesetz genehmigt. Es ist das erste höchstrichterliche Urteil, nachdem Deutschland den Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen und zum Staatsziel erklärt hat."

mehr infos unter
http://www.ftd.de/politik/deutschland/134754.html?nv=cd-topnews

Mahmut T.
23.11.06, 20:17
"Schächten von Tieren ist rechtens


Eine echte Chuzpe,dass man einem islamischen kasab das
verbieten wollte;
ich würde niemals in einem deutschen supermarkt fleisch kaufen.

hami yildiz
23.11.06, 22:37
doch,das ist erlaubt.aber das tier muss dabei nicht sterben.

Hallo erstmal, bin ganz neu in euerem FORUM.
Bin zufällig beim stöbern zu diesem thread gestossen, sehr interessant zu lesen.

dertli4u, muss das Tier beim Betäuben nicht sterben oder darf es nicht sterben?

Mein wissen vom Schächten ist dies: Das Messer muss wirklich sehr scharf sein und das wichtigste überhaupt ist ja das man das Messer so ansetzen muss dass dabei die Halsschlagadern sofort durchgeschnitten sind, also nicht erst die Kehle.
Wenn die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird, wird das Tier Ohnmächtig und somit spürt es auch nichts , das Schmerzzentrum kann im Gehirn durch die Unterbrechung der Blutzufuhr gar nicht aktiviert werden.
Ich denke dabei auch an Menschen die Schlaganfall erleiden, da läuft das Blut ja auch ins Gehirn und dadurch werden sie gelähmt.
Also beim Schächten erst schön die Halsschlagadern durchschneiden und nicht die Kehle.

deryatulga
23.11.06, 22:48
Hallo erstmal, bin ganz neu in euerem FORUM.
Bin zufällig beim stöbern zu diesem thread gestossen, sehr interessant zu lesen.

dertli4u, muss das Tier beim Betäuben nicht sterben oder darf es nicht sterben?

Mein wissen vom Schächten ist dies: Das Messer muss wirklich sehr scharf sein und das wichtigste überhaupt ist ja das man das Messer so ansetzen muss dass dabei die Halsschlagadern sofort durchgeschnitten sind, also nicht erst die Kehle.
Wenn die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird, wird das Tier Ohnmächtig und somit spürt es auch nichts , das Schmerzzentrum kann im Gehirn durch die Unterbrechung der Blutzufuhr gar nicht aktiviert werden.
Ich denke dabei auch an Menschen die Schlaganfall erleiden, da läuft das Blut ja auch ins Gehirn und dadurch werden sie gelähmt.
Also beim Schächten erst schön die Halsschlagadern durchschneiden und nicht die Kehle.

Geht man mit dem Messer gekonnt um, ist die Halsschlagader sofort durchgeschnitten. Es ist aber nicht so, dass das Gehirn im Nu von der Blutzufuhr abgeschnitten wird und in einer solchen Situation dauert bereits 15 Sekunden eine Ewigkeit für das arme Geschöpf. Darum muss mann unbedingt und zwar geschwind das Rückenmark zertrennen. So oder so schadet aber eine vorherige Betäubung nicht.

hami yildiz
23.11.06, 23:01
Geht man mit dem Messer gekonnt um, ist die Halsschlagader sofort durchgeschnitten. Es ist aber nicht so, dass das Gehirn im Nu von der Blutzufuhr abgeschnitten wird und in einer solchen Situation dauert bereits 15 Sekunden eine Ewigkeit für das arme Geschöpf. Darum muss mann unbedingt und zwar geschwind das Rückenmark zertrennen. So oder so schadet aber eine vorherige Betäubung nicht.
Also ich vergleiche das mit einem Wasserschlauch, wenn ich den durchtrenne läuft das Wasser auch nicht mehr ,weil der Druck fehlt.
So funktioniert das meiner Meinung nach auch mit der Halsschlagader.
Man kann das auch mit Stromkabeln vergleichen, wenn ich die durchtrenne fließt auch kein Strom, weil die Impulse fehlen.

Gökcen
07.07.08, 21:27
der user hürvetek kann keine themen eröffnen..deswegen mache ich es für ihn


Live stream on TIDE TV hier der Link dazu

http://streaming.tidenet.de:8000/tide-40.mp3

yücel
07.07.08, 22:54
Ist Schächten Tierquälerei?
Neue Erkenntnisse der Bundestierärztekammer

Nächste Sendung:
7. Juli 2008
21.45 Uhr, im Ersten
Wiederholungen
8. Juli 2008
00.57 Uhr, SWR Fernsehen
05.00 Uhr, im Ersten
09.30 Uhr, rbb


Kurz:
Schächten, also verbluten lassen eines Warmblüters, das noch am Leben ist, ist laut Gesetz verboten. Nur bei Religionen wie dem Judentum oder dem Islam gibt es Sonderregelungen, die von Amtswegen erteilt werden. So dürfen islam. Metzger nur Kontingente an Tieren schächten, die zuvor beantragt wurden. Statistisch gesehen steigt diese Nachfrage von Jah zu Jahr.

Laut Report Mainz, wurde in der Türkei von der Diyanet eine Fatwa erlassen, nach dem ein Tier auch betäubt geschächtet werden kann, also erst betäuben dann Gurgel durch. Davon weis ich zwar nichts, könnte mir aber vorstellen, das dem so ist.

Über den jüdischen Ritus wurde kein Wort verschwendet, das ist mir auch aufgefallen.

http://www.swr.de/report/-/id=233454/sgpaia/index.html

Der Schakal
07.07.08, 22:58
eben lief die sendung Report aus Mainz es ist kaum zu glauben aber die wollen nicht mehr das Tiere geschäschert werden....
:motz:
das bedeutet ich werde zum Vegetarier... kein kaburga etc.
bei KÖZ OCAKBASI mehr

guckt euch den Bericht mal an ...meint ihr ich habe da etwas falsch verstanden:motz:

hier der LINK : (http://www.swr.de/report/-/id=233454/sgpaia/index.html)
Wiederholungen
8. Juli 2008
00.57 Uhr, SWR Fernsehen
05.00 Uhr, im Ersten
09.30 Uhr, rbb

Mach dir keine Sorgen!

Halal-Fleisch wird aus Holland, Frankreich etc. importiert.

yücel
07.07.08, 23:01
das Thema wurde von der Bundesärztekammer aufgeworfen, die eine Studie vorgelegt bzw. untersucht haben. Demnach soll es Tierquälerei sein. Der Minister für was weis ich was, sagte: So lange Religionen das fordern, kann man diese Frage nicht erneut aufwerfen.

hami yildiz
07.07.08, 23:15
Wenn das Schächten barbarisch und verboten ist, warum soll es dann Ausnahmen geben und wieso ist die Einfuhr von geschächtetem Fleisch erlaubt?

Ist es , weil das Tier im Ausland geschächtet wurde, nicht barbarisch und illegal?

Über die deutsche Rechtsprechung kann man sich nur amüsieren, alles wischi waschi.



Auszug aus dem Gesetzestext (§§ 4ff TierSchG):

Die Einfuhr des Fleisches im Ausland geschächteter Tiere ist dagegen ohne Weiteres legal.

Der Schakal
07.07.08, 23:20
man beachte

Über den jüdischen Ritus wurde kein Wort verschwendet, das ist mir auch aufgefallen.

.... ich gehe jetzt mal kurz raus laufe um den Block schreie meinen unmut über diesen Beitrag von SWR hinaus...:motz:

Solange der Zentralrat der Juden stark ist wird sich in diesem Punkt wohl wenig ändern, außer der religiöse Flügel wird sehr sehr schwach.

Salzkartoffel
08.07.08, 00:11
Ich selbst (Vegetarier) bin selbstverständlich dagegen. Man sollte Lebewesen nicht unnötig quälen. Man sollten das Schächten und den Import generell verbieten. Und zwar für alle Religionen, nicht nur für islamische Gemeinschaften:).

Ein paar Worte zum Tod. Es dauert Minuten, bevor ein geschächtetes Tier tot ist. Der Tod ist erst da wenn das Gehirn seine Funktion komplett aufgibt. Und das kann dauern. Wenn jemand z.B. durch Abschlagen des Kopfes getötet wird, dann ist er deswegen nicht tot. Der Tod tritt erst nach einiger Zeit ein wenn die Versorgung des Gehirns insbesondere mit Sauerstoff unterbrochen wird. Normalerweise würde der Kopf in einen Schockzustand verfallen. Dieser muss aber nicht zwangsläufig eintreten. Es gibt durchaus Fälle wo die Köpfe noch voll bei Bewußtsein waren. Deshalb ließ man sie meist in Säcke fallen.

Das Argument mit dem blutleeren Fleisch zieht doch gar nicht. Es bluten doch nur die größeren Gefäße aus. Das Blut aus dem Fleisch kommt doch gar nicht heraus. Insbesondere die Kapillargefäße werden nicht blutleer, und das ist nun mal mindestens ein Drittel. Der Unterschied zwischen beiden Arten des Schlachtens dürfte rein technisch kaum meßbar sein. Die Leute reden sich ein dass das Tier blutleer sei, das ist jedoch grundfalsch. Diese Menge Blut verliert es auch beim normalen Schlachten.

Eine Änderung gibt es jedoch. Der Körper setzt massiv Streßhormone nach dem Schächten frei. Die gelangen auf jeden Fall noch in die Kapillargefäße und somit in das Fleisch. Ich habe keine Ahnung ob die beim Braten zerstört werden aber wenn nicht würde das erklären warum es in Palästina keine Ruhe gibt:(.

Die Betäubung beim normalen Schlachten läßt auch zu Wünschen übrig. Ein schneller Tod tritt nur ein wenn das Gehirn sofort zerstört wird. Entweder Kopfschuß für das Tier oder ähnliche Mechanismen.

Der Schakal
08.07.08, 00:14
Ich selbst (Vegetarier) bin selbstverständlich dagegen. Man sollte Lebewesen nicht unnötig quälen. Man sollten das Schächten und den Import generell verbieten. Und zwar für alle Religionen, nicht nur für islamische Gemeinschaften:).

Ein paar Worte zum Tod. Es dauert Minuten, bevor ein geschächtetes Tier tot ist. Der Tod ist erst da wenn das Gehirn seine Funktion komplett aufgibt. Und das kann dauern. Wenn jemand z.B. durch Abschlagen des Kopfes getötet wird, dann ist er deswegen nicht tot. Der Tod tritt erst nach einiger Zeit ein wenn die Versorgung des Gehirns insbesondere mit Sauerstoff unterbrochen wird. Normalerweise würde der Kopf in einen Schockzustand verfallen. Dieser muss aber nicht zwangsläufig eintreten. Es gibt durchaus Fälle wo die Köpfe noch voll bei Bewußtsein waren. Deshalb ließ man sie meist in Säcke fallen.

Das Argument mit dem blutleeren Fleisch zieht doch gar nicht. Es bluten doch nur die größeren Gefäße aus. Das Blut aus dem Fleisch kommt doch gar nicht heraus. Insbesondere die Kapillargefäße werden nicht blutleer, und das ist nun mal mindestens ein Drittel. Der Unterschied zwischen beiden Arten des Schlachtens dürfte rein technisch kaum meßbar sein. Die Leute reden sich ein dass das Tier blutleer sei, das ist jedoch grundfalsch. Diese Menge Blut verliert es auch beim normalen Schlachten.

Eine Änderung gibt es jedoch. Der Körper setzt massiv Streßhormone nach dem Schächten frei. Die gelangen auf jeden Fall noch in die Kapillargefäße und somit in das Fleisch. Ich habe keine Ahnung ob die beim Braten zerstört werden aber wenn nicht würde das erklären warum es in Palästina keine Ruhe gibt:(.

Die Betäubung beim normalen Schlachten läßt auch zu Wünschen übrig. Ein schneller Tod tritt nur ein wenn das Gehirn sofort zerstört wird. Entweder Kopfschuß für das Tier oder ähnliche Mechanismen.

Morgen werde ich mir als erstes ein Essen gönnen. Mit Viel Viel HALAL- Fleisch!

ayyıldız66
08.07.08, 00:17
Morgen werde ich mir als erstes ein Essen gönnen. Mit Viel Viel HALAL- Fleisch!

Döner! Mit ayran!

yücel
08.07.08, 00:21
tut mir leid Salzkartoffel, das ich dir deinen vegetarische Mahlzeit versauen werde, aber so ganz richtig sind deine Schlussfolgerungen auch nicht.

1) Die deutschen Metzger benutzen Bolzapparate, mit dem ein Schockzustand herbeigeführt wird.
2) Wird die Kehle eines Tieres, insbesondere nach der islam. Art, bis auf die Wirbelsäule durchtrennt, ist der Tod eingetreten, das Tier leidet minimal, wobei ich mich Frage, ob man das Leid umkehren will?
3) Das nicht alles Blut entleert ist, Wissen die Muslime ;)
4) Sind Reaktion wie Bewegung usw.. nach dem durchschneide, Reflexe, ausgelöst durch das Muskelgewebe selber. Man kann das sehr gut nachvollziehen, wenn man Salz auf die Wunde streut bzw. es gibt z.B. Hühner die weiterhin Kopflos rumlaufen, bzw. torkeln. Es scheint, das Fluchttiere allgemein diese Reflexe an sich haben ohne das es mit dem Hirn selber zu tun hat.

Der Schakal
08.07.08, 00:31
Döner! Mit ayran!

Keiner kennt mich so gut wie ayyildiz. *grins* Aber vielleicht esse ich ein Adana ... hehehe....

Salzkartoffel
08.07.08, 00:41
2) Wird die Kehle eines Tieres, insbesondere nach der islam. Art, bis auf die Wirbelsäule durchtrennt, ist der Tod eingetreten, das Tier leidet minimal, wobei ich mich Frage, ob man das Leid umkehren will?

Es ist eine Frage wie man Tod definiert. In 100 Jahren ist man vielleicht in der Lage (oder besser nicht) einen Kopf EINSCHLIESSLICH der Wirbelsäule zu durchtrennen und an eine Maschine anzuschließen. Der lebt dann noch Jahre weiter. Ich will lieber nicht daran denken was noch alles möglich sein wird.

KingTurek
08.07.08, 00:46
Es ist eine Frage wie man Tod definiert. In 100 Jahren ist man vielleicht in der Lage (oder besser nicht) einen Kopf EINSCHLIESSLICH der Wirbelsäule zu durchtrennen und an eine Maschine anzuschließen. Der lebt dann noch Jahre weiter. Ich will lieber nicht daran denken was noch alles möglich sein wird.

So würde nie ein Tier sterben und alle wären Glücklich:D
Am besten wäre natürlich, wenn die getrennten Stellen nachwachsen würden, unzwar noch saftiger und nährhafter...

yücel
08.07.08, 00:49
Es ist eine Frage wie man Tod definiert. In 100 Jahren ist man vielleicht in der Lage (oder besser nicht) einen Kopf EINSCHLIESSLICH der Wirbelsäule zu durchtrennen und an eine Maschine anzuschließen. Der lebt dann noch Jahre weiter. Ich will lieber nicht daran denken was noch alles möglich sein wird.Mein Gutster :lach:
wenn es soweit ist, wird man auch feststellen können, ob Pflanzen auch Gefühle und Schmerz empfinden. Ich meine, was 2 bis mehrere Augen und 2, 4 oder 8 Füße und Gefühle und Schmerz empfinden kann, ist die eine Seite, aber meinst du, das du damit deinem Gewissen etwas Luft verschaffst in dem du diese aus dem Speiseplan tilgst? Was ist wenn du herausfindest, das eine Pflanze Schmerz empfindet? Wo willst du das Messer ansetzen? :lach:
Ich beneide dich nicht, das kannst du mir Glauben und wenn der dritte Weltkrieg ausbricht, wirst du wohl als erster an die Fleischrationen ran gehen :brüll:

KingTurek
08.07.08, 00:56
Ein Kumpel von mit hatte alles gegessen was ein Schatten warf und ich war Zeuge wir er fast 30 Hot-Wings runterdrückte... Paar Wochen später kommt er aus dem Urlaub wieder und sagt er ist Vegetarier.
Er hat erstmal ne Weile gebraucht bis er mich wirklich überzeugen konnte, aber er hältst durch. Hätt ich nie gedacht:D

Salzkartoffel
08.07.08, 00:57
Ich beneide dich nicht, das kannst du mir Glauben und wenn der dritte Weltkrieg ausbricht, wirst du wohl als erster an die Fleischrationen ran gehen.

Ich verzeichte nicht aus Mitleid auf Fleisch. Solche Gefühle sind mir fremd. Das hat andere Gründe die hier den Rahmen sprengen würden.

Im Krieg werde ich vermutlich als letzter verhungern, ich kenne mich gut in der Natur aus und das Kriegshandwerk habe ich selbst mal erlernt:kueken:.

Wieso wenn der dritte Weltkrieg ausbricht? Ist er das nicht schon?:confused:

Aber ich kann Entwarnung geben: Ich selbst gehöre nicht dem militanten Flügel der Vegetarier an, ich bin sozusagen kein Vegetarist:lach:.

ayyıldız66
08.07.08, 01:01
Asl Vegetarier würde man normalerweise nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf andere tierische Produkte wie Eier, Milch und Joghurt verzichten.

KingTurek
08.07.08, 01:05
Asl Vegetarier würde man normalerweise nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf andere tierische Produkte wie Eier, Milch und Joghurt verzichten.

Das sind schon Veganer.
Manche Vegetarier essen sogar Fisch...

Danielus
08.07.08, 01:05
Wenn das Schächten barbarisch und verboten ist, warum soll es dann Ausnahmen geben und wieso ist die Einfuhr von geschächtetem Fleisch erlaubt? Über die deutsche Rechtsprechung kann man sich nur amüsieren, alles wischi waschi.

Du vermischt hier einiges. Selbst Grundrechte sind grundsätzlich einschränkbar (und dieses wiederum nur beschränkt) und werden auch gegeneinander abgewogen. Die Menschenwürde ist natürlich ausgenommen - diese ist nicht Abwägungsfähig und gilt absolut. Es ist dem deutschen Recht immanent, dass es Ausnahmen geben muss, wenn Grundrechte sonst unzulässig tangiert werden. Auch ist es durch Gesetz meist nicht möglich, alle möglichen Situationen vorherzusehen oder miteinzubeziehen. Das erledigen dann Gerichte im Einzelfall. Das hat gar nichts mit einer inkonsequenten Haltung zu tun.

Danielus
08.07.08, 01:10
Ein Kumpel von mit hatte alles gegessen was ein Schatten warf und ich war Zeuge wir er fast 30 Hot-Wings runterdrückte... Paar Wochen später kommt er aus dem Urlaub wieder und sagt er ist Vegetarier. Er hat erstmal ne Weile gebraucht bis er mich wirklich überzeugen konnte, aber er hältst durch. Hätt ich nie gedacht:D

Ich bin überzeugt davon, dass uns zukünftige Generationen moralisch verurteilen werden, was unseren Fleischkonsum und die Tierhaltung betrifft. Mir selbst läuft jedoch bei einem blutigen Steak immer noch das Wasser im Mund zusammen und ich stelle Kontakt her zu meiner tierischen Seite.

... jetzt bekomme ich Hunger auf Fleisch... nein, Tofu ist kein Ersatz, leider.

Salzkartoffel
08.07.08, 01:19
Asl Vegetarier würde man normalerweise nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf andere tierische Produkte wie Eier, Milch und Joghurt verzichten.

Das tue ich auch. Ich bin Veganer. Ich wußte nur nich ob der Begriff geläufig ist. Nach 40 Jahren DDR hat man irgendwie mehr Lust auf pflanzliche Kost::yippie:

Der Schakal
08.07.08, 01:23
eben noch frustriert raus gelaufen zum nächsten KÖZ Ocakbasi also Steindamm...:clap:
erst mal zu Nevzat gesat: ey alder bald gibed kein Totes Tier mehr also gib mich halbes schwein auf ocakbasi ( bir bucuk Kuzu kaburgasi) für nicht eingeweihte. :koch: kann ich euch nur empfehlen...das halbeschwein :lach: und das Lokal...

ach sag ich euch leutz....
ICH LIEBE TOTE TIERE habba habbaaaaaa:brüll:

Da war ich noch nie. Ist doch eher am Hauptbahnhof als am Steindamm.

ayyıldız66
08.07.08, 01:27
Kim kurban kesdi? Kurban kestirdiniz mi degil, kestiniz mi?

Der Schakal
08.07.08, 01:31
yep so iset :http://koezocakbasi.com/

bei diesen Urfa KÖZ gedönze in Altona und Steindamm da schmeckt es mir nicht so ....
aber das ist ja wieder eine geschmackssache...gelle

Ich liebe Köz-Urfa in Altona. Aber wenn du mich mal zum Essen einladen willst bin ich dabei. *grins*

Yabgu
09.07.08, 16:02
09.07.2008
Zentralrat der Juden und Türkische Gemeinde gegen Verbot
"Schürung religiöser Vorurteile"

Berlin (dpa) - Der Zentralrat der Juden und die Türkische Gemeinde in Deutschland haben sich gegen ein Verbot von Schächtungen ausgesprochen. Der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, warf der Bundestierärztekammer, die ein solches Verbot gefordert hatte, das Schüren religiöser Vorurteile vor. Der Tierschutzgedanke habe im Judentum bereits gegolten, lange bevor es Tierschutzorganisationen gegeben habe, sagte er am Mittwoch in Berlin. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, sagte, es gebe im Islam Methoden, die Tiere ohne Qual zu töten.

Kramer erklärte, im Judentum sei das Schächten präzise geregelt, nur Ausgebildete seien dazu befähigt. Durch den gezielten Kehlenschnitt verliere das Tier in Sekunden das Bewusstsein. «Wer beim Schächten von entsetzlichen Leiden und Schmerzen der Tiere spricht, aber beispielsweise die Bolzenschuss- oder Elektroschockmethode beim herkömmlichen Schlachten für vertretbar hält, der verspielt jede Seriosität und Glaubwürdigkeit.»

Die Schlachtung ohne Betäubung ist religiöser Brauch im Islam und Judentum. Dafür ist eine Ausnahmegenehmigung nach dem Tierschutzgesetz nötig. Jährlich werden nach Schätzung der Tierärztekammer in Deutschland bis zu 500 000 Schafe geschächtet.

http://www.islamische-zeitung.de/?id=10521

verda
12.01.09, 23:45
Unnötige Schmerzen vermeiden
11.01.2009

In der Türkei ist Schächten in einem Schlachthof ohne Einschränkung erlaubt. Trotzdem ist die Betäubung der Tiere in vielen türkischen Schlachtbetrieben üblich. medien-mittweida.de liegt eine Stellungnahme des Hohen Amtes für religiöse Angelegenheiten der Türkei zu diesem Thema vor.

Die Ablehnung der Verfassungsbeschwerde des hessischen Metzgers Altinküpe hat die Diskussion um das Schächten von Tieren ohne Betäubung in Deutschland erneut entfacht. Darüber berichtete medien-mittweida.de am 15. Dezember 2008. Im gesamten Land äußerten sich Religionsanhänger und Tierschützer zu der Thematik. In Deutschland ist das betäubungslose Schächten seit Jahren ein heikles Thema. Doch wie sieht die Situation in der Türkei aus? Einem Land, in dem sich ein Großteil der Bevölkerung zum Islam bekennt und es keinerlei Vorschriften zur Betäubung von Tieren gibt.

Perfektionismus als Grundprinzip

Das Hohe Amt für religiöse Angelegenheiten in der Türkei legt Wert darauf, dass das Schächten vorschriftgemäß abläuft. In der aus dem Türkischen übersetzten Stellungnahme heißt es:

"Die islamische Religion hat den Perfektionismus zum Grundprinzip erklärt. Im Bezug auf das Schächten erwartet sie von ihren Gläubigen auch diese Gründlichkeit. Aus diesem Grunde soll das Schlachttier weder gequält werden, noch unnötig leiden. Der Schlachtvorgang soll nur von fachkundigem Personal schnell vollzogen werden. […]

Um unnötige Aufregung zu vermeiden, sollen die Tiere während des Schlachtvorgangs getrennt und ohne Blickkontakt zueinander gehalten werden.

Die Betäubung der Tiere vor dem Schächten, ist nicht gegen den islamischen Sinn des Schächtens. Lediglich darf das Tier während oder auf Grund der Betäubung nicht sterben."

Dass dies nicht nur der Meinung von Dr. Muzaffar Sahin, dem Verfasser der Stellungnahme entspricht, zeigt die Praxis. Der größte Schlachthof der Türkei, "Tansas" in Izmir beispielsweise, verwendet seit mehreren Jahren eine Elektrobetäubung für Schafe und eine Schlagschussbetäubung für Rinder, bevor die Tiere geschächtet werden. Die Betäubungsmethoden und –geräte wurden dem Schlachtbetrieb von "Animal Life- Tierschutz ohne Grenzen" erklärt und zur Verfügung gestellt. Laut Aussage der "Animal Life"- Mitarbeiter wurden die Betäubungsverfahren mit großer Akzeptanz aufgenommen. Generell scheint die Betäubung der Tiere vor der Schächtung in der Türkei viel Zuspruch zu finden, wie auch Ullrich Dittmann vom "Arbeitskreis für Tierschutz" feststellt. Demnach fehlen häufig nur die finanziellen Mittel, um einen türkischen Schlachtbetrieb mit dem Betäubungsgeräten auszustatten.

http://www.medien-mittweida.de/aktuelles/artikel/2513.html

Yabgu
10.04.11, 09:27
08.04.2011
Niederländer wollen Schächten verbieten
In den Niederlanden wollen eine fremdenfeindliche und eine Tierschutz-Partei das Schächten per Gesetz verbieten. Das ist Zündstoff für den Religionsfrieden - denn Juden und Muslime fühlen sich diskriminiert.

AmsterdamDie Niederlande erwägen ein Verbot des rituellen Schlachtens von Tieren ohne vorherige Betäubung. Ein entsprechendes Gesetz wird von der fremdenfeindlichen Freiheitspartei und der Partei für die Tiere unterstützt und könnte noch in diesem Monat dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Jüdische und muslimische Verbände kritisierten das Vorhaben als Rückschlag für die Religionsfreiheit.
Der Sprecher der jüdischen Dachorganisation CJO, Ruben Vis, äußerte im Namen der jüdischen Gemeinde in den Niederlanden seine Besorgnis. Der Direktor von Halal Correct, das nach islamischem Recht gewonnenes Fleisch zertifiziert, Abdulfatteh Ali Salah, erklärte, es entstehe der Eindruck, dass die niederländische Gesellschaft mehr am Wohlergehen von Tieren liege als an der fairen Behandlung ihrer muslimischen Mitmenschen. Er kündigte Proteste an, sollte das Gesetz verabschiedet werden.
...
Freiheitspartei: Niederländer wollen Schächten verbieten - International - Politik - Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/politik/international/niederlaender-wollen-schaechten-verbieten/4040302.html)

reseller
10.04.11, 13:31
Der rapide Fall des Blutdrucks im Gehirn durch die Trennung der Halsschlag-Adern bewirkt eine Art plötzliche Ausschaltung des Gehirns. Es ist lächerlich zu sagen, dass ein mit Elektro-Schocks benebeltes Tier weniger leidet als ein Tier das professionell geschächtet wurde.

Die Palaverei um Tierschutz ist zum grössten Teil Islam- und somit Muslimen-Feindlichkeit.

Ganz offensichtlich wird es wenn man nichts dagegen hat wenn Juden seit Jahrhunderten schächten aber bei Muslimen von Tierschutz palavert wird.

Seltsame Parallelen der Vorwürfe auch zwischen den Assimilations-Fanatiker aus dem Mittelalter bis 1840 bis zu den Weltkriegen gegen die Juden ( wie im Film "der ewige Jude" auch zu sehen von wegen die Juden seien ja solche Barbaren , dass sie die Tiere schächten würden ) und den "Islam-Kritikern" besser: Islam-Hassern von heute ...

Typen , die ihre Hunde und Katzen in Städten in die Wohnung den ganzen Tag einsperren völlig gegen ihre Art palavern dann was von Tierschutz - lol wie lächerlich . Typen , die noch nie gesehen haben wie es denn ist wenn Schweine geschlachtet werden palavern dann von Tierschutz wenn die Muslime die Tiere schächten ... Da kann man eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln wie tief der Hass sitzt in manchen verlorenen Seelen .

1 Mio. MENSCHEN in Irak und Afghanistan in den letzten 10 Jahren abschlachten bzw. es applaudieren und uns was von Tierrechten erzählen wollen . Einen neuen Krieg gegen den Iran beihetzen und uns erklären wie man human Tiere töten solle ...

Wie lächerlich doch die Muslimen-Hasser sind ! Lernt erstmal wie man mit Menschen umgeht bevor ihr euch um Tier-Rechte kümmert . Lernt erstmal euch selbst wie Menschen zu benehmen statt wie Raub-Tiere . Und dann können wir gerne darüber reden wie man am besten ein Tier tötet um es dann zu essen .

Adiyamanli
10.04.11, 13:43
Die Muslime in den NL könnten auch zuvor betäuben, ist ebenfalls islamisch. Aber doch nicht weil dahergelaufene Muslimhasser das wollen. Diese Leute können von den Muslimen keine Anpassung erwarten. Leute, denen es schexxegal ist das vor ihren Haustüren täglich Menschen sterben, während sie selbst zeitgleich durch die Gegend schwulieren.
Erst vor 2 Tagen sollen 250 Afrikaner vor den Augen der italienischen Küstenwache und vor den Augen der NATO im Mittelmeer ertrunken sein. Sowas ist nicht einmal eine Schlagzeile wert. Später werden diese angeblichen Tierfreunde sagen, das sie dies alles nicht wussen. Warum weiss ich das denn?

Türk-Khagan
10.04.11, 22:36
ich hab nie gesagt dass man menschen schächten soll... das war nur allgemein über religionsfreiheit, dass man mit religionsfreiheit auch das töten von leuten nicht begründen kann...

schön dann bezieht sich der islam darauf. ich esse aber (als bayer) gerne schweinefleisch wie generationen meiner vorfahren die in diesem land aufgewachsen sind. wenn dir schächten so wichtig ist, geh halt in die türkei zurück oder wenn du in einem islamischen staat leben willst in den iran.

aber ich sehe in der sure, dass einem "götzendiener" wie mir das essen von schweinefleisch nicht verboten ist :).



boah... allah ist ganz schön jähzornig oder? erstaunlich, ich wusste nicht dass ihr euch vor allah fürchten sollt.

Christen ≠ Götzendiener im Koran.

Man sollte sich über etwas informieren bevor man es kritisiert.

Edit: Zu spät aufgefallen das der Beitrag 6 Jahre alt ist.

KingTurek
10.04.11, 22:45
Christen ≠ Götzendiener im Koran.

Man sollte sich über etwas informieren bevor man es kritisiert.

Edit: Zu spät aufgefallen das der Beitrag 6 Jahre alt ist.

ich glaube ingolstädter war kein christ, sondern hatte nen germanischen glauben, soweit ich mich erinnere.
aber dennoch sind christen heutzutage götzendiener. sie beten statuen von jesus an.

Türk-Khagan
10.04.11, 23:05
ich glaube ingolstädter war kein christ, sondern hatte nen germanischen glauben, soweit ich mich erinnere.
aber dennoch sind christen heutzutage götzendiener. sie beten statuen von jesus an.

Wenn er einen germanischen Glauben hatte war er Götzenanbeter.

Mhm aber deswegen würde ich Christen nicht explizit als Götzendiener also Ungläubige bezeichnen weil sie schließlich immer noch den einen Gott verehren und Monotheisten sind. Auch die Bibel gilt mehr oder weniger als heilige Schrift.

Korrigiere mich wenn ich falsch liege.

KingTurek
10.04.11, 23:13
Wenn er einen germanischen Glauben hatte war er Götzenanbeter.

Mhm aber deswegen würde ich Christen nicht explizit als Götzendiener also Ungläubige bezeichnen weil sie schließlich immer noch den einen Gott verehren und Monotheisten sind. Auch die Bibel gilt mehr oder weniger als heilige Schrift.

Korrigiere mich wenn ich falsch liege.

ich würde dir recht geben, doch die bibel wurde zu sehr verfälscht. heutzutage glauben christen das der prophet jesus gottes sohn und gott selbst ist. die christliche religion muss dringend bereinigt werden von allen fälschungen.