Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Islambild in den Medien
Studie: TV-Sender El Dschasira hat ähnliches Islambild wie Westen
Dresden (epd). Das englischsprachige Programm des arabischen
TV-Senders El Dschasira vermittelt einer Studie zufolge kaum ein
anderes Islambild als vergleichbare westliche Nachrichtenkanäle. Die
Nachrichten seien ebenso von Krisen, Konflikten und Politik bestimmt,
heißt es in der am Dienstag verbreiteten Kurzfassung der Studie der
Technischen Universität Dresden.
Das Dresdner Institut für Kommunikationswissenschaft untersuchte
im Jahr 2007 drei Monate lang die täglichen Hauptnachrichten von El
Dschasira Englisch (Katar), BBC World (Großbritannien) und CNN
International (USA). Nur knapp 21 Prozent der Beiträge von El
Dschasira vermittelten positive Inhalte über den Islam (BBC 17
Prozent, CNN 15 Prozent).
Die Annahme, der erste arabische Nachrichtenkanal für ein
westliches Publikum biete einen differenzierteren Blick auf den
Islam, habe sich für die Nachrichtensendungen nicht bestätigt, hieß
es. Stark geprägt sei die Berichterstattung aller Sender zudem von
Stereotypen wie Gewaltbereitschaft von Muslimen oder der
Rückständigkeit islamischer Länder.
Auch für das Verständnis der ethischen Grundlagen des Islams
leiste El Dschasira Englisch nur wenig, hieß es. In nur sechs Prozent
der Nachrichtenbeiträge sei dies ein Thema. Die Zusammenarbeit mit
anderen Religionen spiele in zehn Prozent der Nachrichten eine Rolle.
Allerdings bestehen der Studie zufolge auch Unterschiede. So
berichtet El Dschasira länger über Themen mit Islambezug, stellt
Muslime weniger als Täter militanter Aktionen dar und lässt ihnen
mehr Raum für Meinungsäußerungen. Ihre Untersuchung sieht die Autorin
Susan Schenk als Beleg dafür, dass die internationale
Berichterstattung zu einer globalen Medienkultur verschmilzt.
El Dschasira Englisch startete 2006. Nach seinem Selbstverständnis
will der Kanal die vorrangig auf Krisen reduzierte westliche
Berichterstattung über den Islam durch andere Inhalte erweitern. Er
ist ein Ableger des arabischen Muttersenders El Dschasira.
Islam in den Medien von Dr.Sabine Schiffer
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Islam/schiffer2.html
http://al-sakina.de/inhalt/artikel/islam_medien/islam_medien.html
... Sabine Schiffer: quasi die deutsche Necla Kelek... .
Aber fraglos erste Wahl zur Aufrechterhaltung des liebgewonnen Opferseinwohlgefühls.
... Sabine Schiffer: quasi die deutsche Necla Kelek... .
Aber fraglos erste Wahl zur Aufrechterhaltung des liebgewonnen Opferseinwohlgefühls.
Kommt noch mehr oder beschränkst du dich bloß auf Stimmungsmache?
... Sabine Schiffer: quasi die deutsche Necla Kelek... .
Aber fraglos erste Wahl zur Aufrechterhaltung des liebgewonnen Opferseinwohlgefühls.
Oha, haben wir etwa mit einem Beteiligten der Haß-Mailkampagne von PI gegen Frau Dr. Sabine Schiffer zu tun?
Selbstredend ist derjenige, der eine andere Ansicht oder Wahrnehmung, womöglich auch nur eine etwasdifferenziertere hat, und nicht in das hier unisono vertretene Opfer sein wollen (um so eine Rechtfertigung zu haben gegen den Unterdrücker bzw. Feind - den bösen Deutschen, Europäer, Christen etc. - agieren zu könnn), einstimmen kann in höchstem Maße irgendwelcher unlauterer Absichten verdächtigt.
Ich bin Deutscher. Das dürfte wohl als Feindbild ausreichen.
Wozu noch weitere Anstrengungen oder Verschwörungstheorien skizzieren?
Ist doch gar nicht erforderlich.
Selbstredend ist derjenige, der eine andere Ansicht oder Wahrnehmung, womöglich auch nur eine etwasdifferenziertere hat, und nicht in das hier unisono vertretene Opfer sein wollen (um so eine Rechtfertigung zu haben gegen den Unterdrücker bzw. Feind - den bösen Deutschen, Europäer, Christen etc. - agieren zu könnn), einstimmen kann in höchstem Maße irgendwelcher unlauterer Absichten verdächtigt.
Ich bin Deutscher. Das dürfte wohl als Feindbild ausreichen.
Wozu noch weitere Anstrengungen oder Verschwörungstheorien skizzieren?
Ist doch gar nicht erforderlich.
Nö.
Ich habe dich nur gefragt, ob noch eine differenzierte Argumentation folgt oder du dich nur auf plumpe Polemik (Verweis "Necla Kelek") beschränken möchtest. Warum reagierst du so "allergisch"? Wenn nur noch plumpe Polemik folgen sollte, dann lass uns am 25.10.2009 darüber reden. Ich habe mir extra diesen Tag für Schlachtenbummlerei reserviert.
PretzelLogic
19.07.09, 11:54
Selbstredend ist derjenige, der eine andere Ansicht oder Wahrnehmung, womöglich auch nur eine etwasdifferenziertere hat, und nicht in das hier unisono vertretene Opfer sein wollen (um so eine Rechtfertigung zu haben gegen den Unterdrücker bzw. Feind - den bösen Deutschen, Europäer, Christen etc. - agieren zu könnn), einstimmen kann in höchstem Maße irgendwelcher unlauterer Absichten verdächtigt.
Ich bin Deutscher. Das dürfte wohl als Feindbild ausreichen.
Wozu noch weitere Anstrengungen oder Verschwörungstheorien skizzieren?
Ist doch gar nicht erforderlich.
Hier vermisse ich eine einer Diskussion würdige Substanz.
Soweit ich das hier sehen kann ist deine Grundthese die dass du eine andere Meinung vertrittst.
Im übrigen ist dieser Absatz hier pure Polemik und seiner Natur nach alles nur nicht differenziert:
... (um so eine Rechtfertigung zu haben gegen den Unterdrücker bzw. Feind - den bösen Deutschen, Europäer, Christen etc. - agieren zu könnn), einstimmen kann in höchstem Maße irgendwelcher unlauterer Absichten verdächtigt.
Ich bin Deutscher. Das dürfte wohl als Feindbild ausreichen.
Ich würde vorschlagen du trollst dich dahin wo du herkommst.....
Nach PIistan !
Nö.
Gut zu wissen. Ich habe allerdings auch gar nicht auf Dich, sondern auf die Mutmaßung des Teilnehmers "Mirage" geantwortet.
Ich habe dich nur gefragt, ob noch eine differenzierte Argumentation folgt oder du dich nur auf plumpe Polemik (Verweis "Necla Kelek") beschränken möchtest.
Ich sehe gar nicht, warum meine - fraglos säuerliche - Anmerkung nur als eine plumpe Polemik begriffen wird.
Aus meinem Blickwinkel: ich weiße auf eine Studie (also eine Erhebung mit objektivem Anspruch hin), die darlegt, daß das Islambild westlicher Medien jedenfalls kaum schlechter ist als das einer der größten islamischen Medienanstalten.
Eigentlich eine Feststellung, bei der vielleicht ein A-Ha-Effekt auftreten könnte und die Ausgangspunkt für einen interessanten Gedankenaustausch sein könnte.
Und was passiert?
(1) Gar nichts. Auf die Studie wird nicht eingegangen. Die für mich einzig Erklärung: Es gehört hier zum weitestgehenden Konsens, daß "der Westen" und seine Medien den Islam und die Muslime schlecht machen. (Grundannahme mit Vertiefungsmöglichkeiten bis hin zu tiefsten Verschwörugnstheorien). Wenn die Berichterstattung der wohl größten arabisch-islamischen Medienanstalt gleichfalls nicht anders aussieht, dann könnte man diese einseitige Wahrnehmung, die wiederum nur dazu dient ein Feindbild ("der Westen") zu generieren, ja in Frage stellen. Das dürfte aber wohl nicht im Interesse von so etlichen Teilnehmern hier liegen. Ergo: Studie am besten ignorieren.
(2) Al-Gazhali nimmt sich (nachdem ich in einem anderen Faden auf dieses Thema hier hingewiesen habe) des Themas an. Geht er auf die Studie und ihren Inhalt ein? Nein. Er beharrt auf dem unter (1) dargelegten politischen Credo der Islamfeindlichkeit westlicher Medien und postet zu dessen Beleg einen Beitrag der nur so strotzt von antiwestlicher Polemik.
Besagte Frau Schiffer ist aus meiner Sicht nichts anderes als Necla Kelek für viele Muslime und Türken. Nur die deutsche Version. Ich halte diesen analogen Vergleich für durchaus zutreffend. Wer sich über Nekla Kelek erregt, der sollte sich - wenn es ihm um eine objektive Sicht der Dinge geht - auch über Frau Schiffer erregen.
Warum reagierst du so "allergisch"?
Du hast recht, ich reagiere allergisch und säuerlich. Genau aus den zuvor dargelegten Gründen und den Eindrücken, die ich hier in diesem Forum seit ein paar Wochen zunehmend erhalte. Das Forum hier ist - jedenfalls für mich - nicht gerade dazu angetan für Verständnis zwischen Türken und Deutschen beizutragen. Eher dürfte das Gegenteil der Fall sein.
Wenn nur noch plumpe Polemik folgen sollte, dann lass uns am 25.10.2009 darüber reden. Ich habe mir extra diesen Tag für Schlachtenbummlerei reserviert.
So? Was gibt es denn am 25.10. des Jahres? Ich trinke gerne mal eine Tasse türkischen Tee (aber bitte ohne Zucker) in ruhiger Runde.
Gruß
Gehbard
Hier vermisse ich eine einer Diskussion würdige Substanz.
Soweit ich das hier sehen kann ist deine Grundthese die dass du eine andere Meinung vertrittst.
Im übrigen ist dieser Absatz hier pure Polemik und seiner Natur nach alles nur nicht differenziert:
Vollkommen zutreffend. Die Günde dafür habe ich zuvor dargelegt.
Ich würde vorschlagen du trollst dich dahin wo du herkommst.....
Nach PIistan !
Und sowas ist wohl nicht nur Polemik...
Hier vermisse ich eine einer Diskussion würdige Substanz.
Was ich bei Deiner Einlassung vermisse, erspare ich mir und Dir ausdrücklich zu benennen.
Gebhard, du willst inhaltlich diskutieren. Na, gut; auch wenn sich das Folgende polemisch anhören sollte; es ist nicht polemisch gemeint:
Erstens verlinkst du deinen Einstiegsbeitrag und versiehst diesen mit einer Quelle, damit dies für die restlichen Leser nachvollziehbar ist. Oder ist der Einstiegsbeitrag von dir verfaßt?
Zweitens kommst du deiner Forderung nach differenzierter Argumentation dadurch nach, dass du dir die Magisterarbeit von Schenk, die Publikationen von Dr. Schiffer, die Publikationen von Kelek einmal vornimmst und durcharbeitest. Außerdem würde ich auch die Lektüre der Vielzahl weiterer Publikationen und Studien zum Thema "Medien und Islam" empfehlen. Im Internet gibt es eine Menge dazu; auch aus, so wie du schreibst, "objektiver" Ecke.
Drittens müßtest du mir anschließend darlegen, was bedeuten würde, wenn du Recht hättest und Al-Dsch. - English genau so verzerrend berichten würde wie westliche Medien.
Du willst eine differenzierte Argumentation, bitteschön! Mach dich an die Arbeit; ansonsten sehen wir uns dann im Oktober hier in diesem Kino.
PretzelLogic
19.07.09, 13:01
Werter frischer Mitforist,
anhand Ihrer langen Ausführungen kann ich sehen dass Ihnen dieses Thema anscheinend doch am herzen liegt und Sie offensichtlich ehrlich an einem Gedankenaustausch in dieser Angelegenheit interessiert sind.
Ich denke bei aller Polemik meinerseits und einer gewissen Säuerlichkeit Ihrerseits werde ich mir die Zeit nehmen und Ihnen den notwendigen Respekt erweisen indem ich mir die Mühe mache und mir diese Erhebung mal zu gemüte ziehe.
Meine Schlussfolgerungen werde ich die kommenden Tage dann hier präsentieren.
Mal sehen zu welchen Schlüssen wir kommen werden.
Postscriptum:
Können Sie auf die Quelle (Primärquelle) verweisen ?
Merci
Gut zu wissen. Ich habe allerdings auch gar nicht auf Dich, sondern auf die Mutmaßung des Teilnehmers "Mirage" geantwortet.
Ich sehe gar nicht, warum meine - fraglos säuerliche - Anmerkung nur als eine plumpe Polemik begriffen wird.
Aus meinem Blickwinkel: ich weiße auf eine Studie (also eine Erhebung mit objektivem Anspruch hin), die darlegt, daß das Islambild westlicher Medien jedenfalls kaum schlechter ist als das einer der größten islamischen Medienanstalten.
Eigentlich eine Feststellung, bei der vielleicht ein A-Ha-Effekt auftreten könnte und die Ausgangspunkt für einen interessanten Gedankenaustausch sein könnte.
Und was passiert?
(1) Gar nichts. Auf die Studie wird nicht eingegangen. Die für mich einzig Erklärung: Es gehört hier zum weitestgehenden Konsens, daß "der Westen" und seine Medien den Islam und die Muslime schlecht machen. (Grundannahme mit Vertiefungsmöglichkeiten bis hin zu tiefsten Verschwörugnstheorien). Wenn die Berichterstattung der wohl größten arabisch-islamischen Medienanstalt gleichfalls nicht anders aussieht, dann könnte man diese einseitige Wahrnehmung, die wiederum nur dazu dient ein Feindbild ("der Westen") zu generieren, ja in Frage stellen. Das dürfte aber wohl nicht im Interesse von so etlichen Teilnehmern hier liegen. Ergo: Studie am besten ignorieren.
(2) Al-Gazhali nimmt sich (nachdem ich in einem anderen Faden auf dieses Thema hier hingewiesen habe) des Themas an. Geht er auf die Studie und ihren Inhalt ein? Nein. Er beharrt auf dem unter (1) dargelegten politischen Credo der Islamfeindlichkeit westlicher Medien und postet zu dessen Beleg einen Beitrag der nur so strotzt von antiwestlicher Polemik.
Besagte Frau Schiffer ist aus meiner Sicht nichts anderes als Necla Kelek für viele Muslime und Türken. Nur die deutsche Version. Ich halte diesen analogen Vergleich für durchaus zutreffend. Wer sich über Nekla Kelek erregt, der sollte sich - wenn es ihm um eine objektive Sicht der Dinge geht - auch über Frau Schiffer erregen.
Du hast recht, ich reagiere allergisch und säuerlich. Genau aus den zuvor dargelegten Gründen und den Eindrücken, die ich hier in diesem Forum seit ein paar Wochen zunehmend erhalte. Das Forum hier ist - jedenfalls für mich - nicht gerade dazu angetan für Verständnis zwischen Türken und Deutschen beizutragen. Eher dürfte das Gegenteil der Fall sein.
So? Was gibt es denn am 25.10. des Jahres? Ich trinke gerne mal eine Tasse türkischen Tee (aber bitte ohne Zucker) in ruhiger Runde.
Gruß
Gehbard
Studie: TV-Sender El Dschasira hat ähnliches Islambild wie Westen
Das Dresdner Institut für Kommunikationswissenschaft untersuchte
im Jahr 2007 drei Monate lang die täglichen Hauptnachrichten von El
Dschasira Englisch (Katar), BBC World (Großbritannien) und CNN
International (USA). Nur knapp 21 Prozent der Beiträge von El
Dschasira vermittelten positive Inhalte über den Islam (BBC 17
Prozent, CNN 15 Prozent).
wer hat entschieden was positiv ist und was negativ? Nach welchen Gesichtspunkten wurde differenziert?
Traue nie einer Statistik die du nicht selber gefälsch hast. gibt es eine Quelle wie mein Vorredner schon gefragt hat?
Reicht das?
http://idw-online.de/pages/de/news325619
http://www.dradio.de/kulturnachrichten/2009071418/14/
(Das Ausgangsposting stammt - wie das Kürzel (epd) - zeigt vom evangelischen Pressedienst, dessen Nachrichten in einem Presseverteiler liegen, den ich dienstlich erhalte.)
reicht mir leider nicht. Das sind ja nur Pressemitteilungen die das Ergebnis mitteilen. Um die Statistik zu überprüfen müßte ich mir das Buch kaufen. ich nehme an du hast das schon gelesen?
PretzelLogic
19.07.09, 15:06
Nun leider sind die angegebenen Quellen keine die man gemeinhin als Primärquellen bezeichnen könnte.
Wichtig in diesem Zusammenahng wäre es zu wissen Wie genau die Dame auf die Schlüsse kommt.
Sprich:
Wie genau ist analysiert worden ?
Was genau wurde beleuchtet?
Sprich wurden die stündlichen Nachrichten auf Ihren Inhalt hin überprüft? (Hier kann es naturgemäß keine Unterschiede geben) oder ging es soweit dass Serien, Hintergrundberichte und Dokumentationen miteinander verglichen wurden.
Vielleicht sollten wir hier eine Basis finden auf der sich eine Diskussion entwickeln kann eine Pressemitteilung ist für mich leider nicht substantiell genug.
Muslime fühlen sich von Medien unfair behandelt
15. September 2009
Mainstream-Medien berichten unausgewogen und übertrieben negativ über Muslime – das finden jedenfalls viele Betroffene aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Jeder zweite ist einer Studie zufolge mit der Berichterstattung unzufrieden. Viele wenden sich deshalb ausländischen Medien zu.
Immer mehr Muslime in Deutschland, Frankreich und Großbritannien glauben nicht, dass die Mainstream-Medien ausgewogen über sie berichten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Pilotprojekt des Londoner Institute for Strategic Dialogue und der Vodafone Stiftung Deutschland, das auf der internationalen Medienkonferenz „M100 Sanssouci Colloquium 2009“ in Potsdam vorgestellt wurde. Für das Projekt mit dem Titel „Muslime in der europäischen Medienlandschaft“ hatten die Forscher fast 150 Medienkonsumenten und Experten aus der Medienbranche befragt.
55 Prozent der befragten Muslime vertraten die Auffassung, die großen Medien berichteten negativ über Muslime. Bei den nicht muslimischen Befragten waren es immerhin 39 Prozent.
Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass es in den meisten Berichten über Muslime um Terrorismus geht. Ein Drittel glaubt, dass vor allem Fundamentalismus eine Rolle spielt; ein Viertel nimmt als häufigstes Thema in der Berichterstattung über Muslime die Kopftuchdebatte wahr.
weiter (http://www.welt.de/politik/deutschland/article4541956/Muslime-fuehlen-sich-von-Medien-unfair-behandelt.html)
Das Potsdamer Medienforum M 100 debattierte über Muslime – und geriet fast in eine Zeitfalte
16.09.2009
Das Potsdamer M 100 Medienforum hat den Anspruch, abseits der Tageshektik von hundert maßgeblichen europäischen Medienmachern zentrale Fragen zwischen Öffentlichkeit und Politik zu diskutieren.
weiter (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11608138/63369/Das-Potsdamer-Medienforum-M-debattierte-ueber-Muslime-und.html)
MEDIEN IM VISIER (dr. Murad W. Hofmann)
(DER ISLAM IM 3. JAHRHUNDERT, eine Religion im Aufbruch, Diederichs, 2000)
»Wobei mir denn jene Gegner einfallen, die
irgend jemand, dem sie misswollen, zuvörderst entstellen
und dann als ein Ungeheuer bekämpfen.«
(J.W. von Goethe, Dichtung und Wahrheit, Band 16, S. 1)
I.
Nicht nur das kollektive Gedächtnis der Menschen ist eine Tatsache, sondern auch ihre glückliche Fähigkeit, unangenehme Erinnerungen zu vergessen oder wenigstens zu verdrängen. Es wäre daher nicht unvernünftig, wenn die Muslime auf diesen Mechanismus vertrauten, also darauf, dass die Europäer den Islam eines Tages unbefangen betrachten und ihm eine zweite Chance geben würden.
Auf den ersten Blick sieht es dank pluralistischer Ethik und postmodernem Wohlwollen für ein Klein- und Anderssein tatsächlich so aus, gibt es doch einen religiösen Supermarkt mit grenzenlos scheinender Toleranz. Anthroposophen können trotz ihres Wiedergeburtsglaubens christlichen Zirkeln angehören. Drogenunterstützter Schamanismus in Nachahmung nordamerikanischer Dakotas oder mittelasiatischer Medizinmänner ist seit Carlos Castaneda „in“. Hare-Krischna-Jünger und Anhänger der Baghwan-Bewegung erregen kein Aufsehen mehr, so wenig wie die Bekehrung eines Filmstars wie Richard Gere zum Buddhismus. Wenn deutsche Druiden als keltische Priesterinnen nach Catal Höyük in Anatolien reisen, um dort die Wurzeln einer matriarchalischen Gesellschaft und ihre Göttinnen wiederzubeleben, ernten sie schlimmstenfalls ein wohlwollendes Lächeln. Man kann sich heutzutage als Neo-Thomist oder Neo-Marxist, als religionsfreier Mystiker oder als Atheist zu erkennen geben, ohne dass jemand daran Anstoß nimmt.
Besonderen Wohlwollens erfreuen sich jüdische Sitten und Gebräuche, selbst wenn sie muslimischen aufs Haar gleichen und bei Muslimen als obskurantistisch, mittelalterlich, ja grundgesetzwidrig verschrien werden. Zu denken ist an die orthodox-jüdische Bekleidung, Geschlechtertrennung, strikten Speisevorschriften, Schächten und die kompromisslose Observanz anderer göttlicher Gebote. So könnte man meinen, des Preußenkönigs Friedrichs II. Toleranzmaxime »Jeder soll nach seiner Façon selig werden!« sei im ganzen Westen endlich umgesetzt worden.
Das Bild ändert sich jedoch drastisch, sobald der Islam ins Spiel kommt. Dann sinkt die Toleranzschwelle im Nu. Ein Bart, der bei Che Guevara als progressiv galt, gilt beim Muslim als regressiv. Ein Kopftuch, welches in Gemälden das Haupt Mariens ikonenhaft ziert, ist emotional positiv besetzt, aber negativ, wenn eine Muslima sich so bedeckt. Wenn Muslime schächten würden, gälte das als grausamer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz; im jüdischen Fall beurteilt man es anders.
Der britische Runnymede Trust kam daher in seiner 1997 veröffentlichten Studie zu folgendem Ergebnis: »Islamophobie ist Furcht vor dem Islam oder Hass auf ihn. Sie hat jahrhundertelang in westlichen Ländern existiert, ist aber in den letzten zwanzig Jahren offenkundiger, extremer und gefährlicher geworden. Islamophobie ist Bestandteil aller Medienbereiche und herrscht in allen Teilen der Gesellschaft vor.«1
Die Medien tragen in der Tat ein großes Maß an Verantwortung dafür, dass der Islam nicht nur die meistverkannte Religion ist, sondern auch bleibt.
In der Tat ist kaum zu bezweifeln, dass die fortwährende Intoleranz gegen alles Islamische und damit das Wachhalten des anti-islamischen kollektiven Geschichtsbewusstseins vor allem ein Werk der Medien ist.2 Akbar Ahmed sagt es ohne Umschweife: »Nichts in ihrer ganzen Geschichte hat die Muslime so sehr bedroht wie die westlichen Medien ... In diesem Medienspiel können die Muslime nicht gewinnen.«3
(weiter hier: http://www.dzemat-oberhausen.de/pages/auf-deutsch/islam-allgemein/medien-im-visier-murad-w-hofmann.php )
»Islamophobie ist Furcht vor dem Islam oder Hass auf ihn. Sie hat jahrhundertelang in westlichen Ländern existiert, ist aber in den letzten zwanzig Jahren offenkundiger, extremer und gefährlicher geworden.
Ich habe da eine differenziertere Wahrnehmung. Es gibt nämlich auch exakt die gegenteilige Stoßrichtung in den westlichen Gesellschaften. Jedwedes kritisches Beäugen von Entwicklungen, Verhalten und Bestrebungen von Muslimen in Europa wird tabuisiert und krampfhaft unterbunden. Auch das gehört zum ganzen Bild.
Warum aber "der Islam" (ist damit eigentlich, die abstrakte Weltanschauung oder deren Vertreter gemeint?) aus guten Gründen seit Jahrhunderten nicht positiv in der westlichen Welt besetzt war; die Frage stellt man sich selbstherrlich und mangels kritischer Selbstreflektion gar nicht erst.
Und die Tatsache, daß Millionen von Islamgläubigen in den angeblich pauschal "den Islam" hassenden Westen eingewandert sind und dort leben, und dies (bisher noch) zu keinem Bürgerkrieg oder staatlicher Verfolgung geführt hat - und dies trotz Terroranschlägen auf europäische Zivilisten im Namen des Islam (!) -, paßt auch nicht so rechts ins ideologische Gesamtkonzept.
Aber schrittweise wird man derart einäugig die Verhältnisse betrachtend und die Menschen entsprechend aufwiegelnd schon dafür sorgen, daß der gesellschaftliche Frieden kippt. Und solche Leute wie Herr Hoffman wollen das auch.
leonsecure
16.09.09, 15:54
Ich habe da eine differenziertere Wahrnehmung. Es gibt nämlich auch exakt die gegenteilige Stoßrichtung in den westlichen Gesellschaften. Jedwedes kritisches Beäugen von Entwicklungen, Verhalten und Bestrebungen von Muslimen in Europa wird tabuisiert und krampfhaft unterbunden.
Wo gibt es denn das genau? Muss unter den ganzen Anfeindungen und Klischeeverbreitungen untergegangen sein.
Das Potsdamer Medienforum M 100 debattierte über Muslime – und geriet fast in eine Zeitfalte
16.09.2009
Das Potsdamer M 100 Medienforum hat den Anspruch, abseits der Tageshektik von hundert maßgeblichen europäischen Medienmachern zentrale Fragen zwischen Öffentlichkeit und Politik zu diskutieren.
weiter (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11608138/63369/Das-Potsdamer-Medienforum-M-debattierte-ueber-Muslime-und.html)Ihr braucht bloß einen kurzen Blick auf die Leserkommentare unter dem Artikel zu werfen, dann wißt ihr, wie der Wind in Deutschland weht. So schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt.
leonsecure
16.09.09, 15:59
Ihr braucht bloß einen kurzen Blick auf die Leserkommentare unter dem Artikel zu werfen, dann wißt ihr, wie der Wind in Deutschland weht. So schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt.
Komm da gar nicht an die Kommentare ran. Aber sowas darfst Du nicht zu ernst nehmen. Kommentarbereiche von Zeitungen werden meist von Menschen mit extremeren Ansichten bevölkert (meist PIler, aber auch andere), dass sagt aber nichts über die Gesamtgesellschaft aus.
Wo gibt es denn das genau? Muss unter den ganzen Anfeindungen und Klischeeverbreitungen untergegangen sein.
Das ist die Meinung der Leute, deren Verstand von den Medien zu Brei geschlagen worden ist. Lies nur die Kommentare zu dem von Verda zitierten "Welt"- Artikel. Da hast du's dann in allen Schattierungen.
Komm da gar nicht an die Kommentare ran. Aber sowas darfst Du nicht zu ernst nehmen. Kommentarbereiche von Zeitungen werden meist von Menschen mit extremeren Ansichten bevölkert (meist PIler, aber auch andere), dass sagt aber nichts über die Gesamtgesellschaft aus.die Masse macht's, liebe Leon, das ist eine eindeutige Trendmeldung.
leonsecure
16.09.09, 16:04
Das ist die Meinung der Leute, deren Verstand von den Medien zu Brei geschlagen worden ist. Lies nur die Kommentare zu dem von Verda zitierten "Welt"- Artikel. Das hast du's dann in allen Schattierungen.
Der Kommentarbereich der Welt ist nach youube eh der beliebteste Tummelbereich für Rechtsradikale. Wie gesagt, dass ist imo nicht das normale deutsche Volk. Aber leider werden diese Verrückten dank Medien und Politik immer mehr.
Komm da gar nicht an die Kommentare ran. Aber sowas darfst Du nicht zu ernst nehmen. Kommentarbereiche von Zeitungen werden meist von Menschen mit extremeren Ansichten bevölkert (meist PIler, aber auch andere), dass sagt aber nichts über die Gesamtgesellschaft aus.Hoffe, das ist so. Liest sich erschreckend. Normalerweise verfolge ich das nicht.
leonsecure
16.09.09, 16:13
In dem Rahmen muss man aber auch noch mal raus stellen, dass es sehr gute und neutral berichtende Zeitungen gibt. Z.B. ist in der Hinsicht die Frankfurter Rundschau ist sehr gut oder auch die FAZ gibt sich Mühe (nicht immer erfolgreich, plakativ verkauft sichs halt besser) ein nicht allzu einseitiges Bild zu zeigen. Mit dem Stern haben wir sogar ein Polit-Boulevardmagazin das eine ausgewogene Berichterstattung zum Thema Islam abliefert.
Aber schrittweise wird man derart einäugig die Verhältnisse betrachtend und die Menschen entsprechend aufwiegelnd schon dafür sorgen, daß der gesellschaftliche Frieden kippt. Und solche Leute wie Herr Hoffman wollen das auch.Informier dich erstmal, wer Herr Hofmann ist, bevor du solch einen Unsinn absonderst. Das ist ja nicht mehr auszuhalten. Hinter deinem Wortgeklingel verbirgt sich nichts als ein Wall von Vorurteilen mit einem Mörtel aus Ignoranz. Oder du bist nicht in der Lage, vor lauter Bäumen den Wald zu sehen.
leonsecure
16.09.09, 16:18
Aber schrittweise wird man derart einäugig die Verhältnisse betrachtend und die Menschen entsprechend aufwiegelnd schon dafür sorgen, daß der gesellschaftliche Frieden kippt. Und solche Leute wie Herr Hoffman wollen das auch.
Wieso glaubst Du denn, dass der das will? Was hat er getan, um Dich davon zu übezeugen? Nur interessehalber.
Ich hatte nur mal Teile seines tagebuchs eine deutschen Muslims gelesen und da macht er nicht den Eindruck, dass das zutrifft. Natürlich ist das Buch auch schon etwas älter.
Informier dich erstmal, wer Herr Hofmann ist, bevor du solch einen Unsinn absonderst.
Ich kenne Herrn Hofmann. Nicht nur seine Bücher. Sondern auch persönlich. Ich hatte schon mehrfach die Gelegenheit mit ihm zu sprechen.
leonsecure
16.09.09, 16:29
Ich kenne Herrn Hofmann. Nicht nur seine Bücher. Sondern auch persönlich. Ich hatte schon mehrfach die Gelegenheit mit ihm zu sprechen.
Details?
Powered by vBulletin® Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
SEO by
vBSEO 3.6.0