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Gebhard
11.08.09, 17:51
Sauerland-Prozess

Fritz G.: Die Geschichte einer Radikalisierung

Im Prozess gegen die vier mutmaßlichen Terroristen der „Sauerland-Gruppe“ hat der Angeklagte Fritz G. am Dienstag seinen Werdegang und seine Radikalisierung beschrieben. Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf betonte der mutmaßliche Rädelsführer zugleich, dass hauptsächlich er und Adem Y. die geplanten Anschläge auf Amerikaner in Deutschland befürwortet hätten. „Adem und ich standen für diese Operation“, sagte der Konvertit aus Ulm.
Der Mitangeklagte Daniel S. war nach Aussage G.s zögerlicher und ängstlicher. Der vierte Angeklagte Attila S. sei nach einem Gespräch mit G. wegen „persönlicher Bedenken“ aus der Operation ausgestiegen und in die Türkei ausgereist. S. habe nur noch den Auftrag gehabt, für die „Sauerland-Gruppe“ Zünder für die Bomben in der Türkei zu beschaffen. „Nur wer weitergemacht hat, der gehört dazu“, versuchte G. seinen Mitangeklagten zu entlasten.


Hohe Erwartungen des Vaters nie erfüllt


Zunächst schilderte G. seine familiäre Herkunft: Der Sohn einer Ärztin und eines Unternehmers wuchs in München und Ulm in der oberen Mittelschicht auf. Die Erwartungen seines Vaters konnte er schon als Kind nicht erfüllen. Weil er nach der Grundschule nur die Empfehlung zur Realschule bekam, musste er seinem Vater zuliebe die vierte Klasse wiederholen, um dann wie gewünscht doch noch auf dem Gymnasium aufgenommen zu werden.
Schon in der siebten Klasse war die nächste „Ehrenrunde“ fällig, und G. kam schließlich doch auf der Realschule. Eine Rechtschreib-Schwäche und Probleme mit den Lehrern sorgten dafür, dass er erst nach einem Wechsel auf eine Abend- Realschule seinen Abschluss schaffte.
Seine Eltern ließen sich scheiden, als er 15 Jahre alt war. In Opposition zu seinem Vater, einem überzeugten Atheisten, konvertierte er mit 16 Jahren zum Islam. An Literatur hatte er wenig Interesse, Bücher lese er „eher selten“. Auf dem Berufs-Kolleg schaffte G. schließlich sein Fach-Abitur. Nach dem Zivildienst versuchte er auf der Berufs-Oberschule, doch noch das Ziel seines Vaters zu erfüllen und das allgemeine Abitur abzulegen zu schaffen - und scheiterte wieder. Er jobbte bei seinem Vater, bis er 2001 an der Fachhochschule Ulm ein Studium zum Wirtschaftsingenieur aufnahm.


„Rationaler“ Übertritt zum Islam


Anschließend beschrieb G. dem Gericht seine allmähliche Hinwendung zum Islam. Sein Übertritt zum Islam an seinem 16. Geburtstag sei eine „rein rationale“ Entscheidung gewesen, der viele Gespräche mit türkischen Schulfreunden vorausgegangen seien, sagte G. Zunächst habe er der Religion sogar „eher skeptisch“ gegenübergestanden. Dann aber hätten ihn die Diskussionen überzeugt. Anfangs habe er auch nicht streng nach muslimischen Regeln gelebt.
Zur allmählichen Radikalisierung sei es nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gekommen, sagte der 29-Jährige weiter. Damals habe „der Westen sein wahres Gesicht gezeigt“, weil er nun offen Krieg gegen den Islam geführt habe. G. informierte sich daraufhin nach eigenen Angaben im Internet mehr über den Islam und ging alle zwei Tage in das Multikulturhaus in Ulm, einen bekannten Islamisten-Treffpunkt.


„Irgendwann einmal in den heiligen Krieg“


Bereits Ende 2002 habe er den allgemeinen Entschluss gefasst, „irgendwann einmal“ in den Dschihad zu ziehen, sagte G.
Ein Schlüsselerlebnis sei auch die Verschleppung seines Glaubensbruders Khaled Al-Masri durch die CIA im Jahr 2004 gewesen, sagte G. Er habe den Deutsch-Libanesen Al-Masri aus der Ulmer Moschee gekannt, sie hätten bei den Gebeten stets nahe beieinander gesessen. Der Krieg der Amerikaner gegen die Muslime sei daher „bis auf drei Meter“ an ihn herangekommen, sagte G. Das habe seinen Entschluss bestärkt, in den Heiligen Krieg zu ziehen.
Er habe gegen die Amerikaner und die Nato kämpfen wollen, sagte G. Der Ort des Kampfes sei dabei zweitrangig gewesen. Er habe auch den Kampf gegen deutsche Soldaten nicht ausgeschlossen, auch wenn er „konkret nicht darüber nachgedacht“ habe, sagte G. auf Nachfrage des Bundesanwaltes Volker Brinkmann. Auch sei ihm bewusst gewesen, dass er im Dschihad selbst getötet werden könne, sagte G.
Am Nachmittag wurde die Verhandlung mit der Vernehmung von Adem Y. fortgesetzt. Die Bundesanwaltschaft wirft den vier Angeklagten vor, im Jahr 2007 Autobombenanschläge auf US-Einrichtungen in mehreren deutschen Großstädten geplant zu haben. Die Männer sollen sich dazu zwölf Fässer mit Chemikalien beschafft und in einer Ferienwohnung im sauerländischen Medebach-Oberschledorn damit begonnen haben, Sprengstoff herzustellen.


Text: FAZ.NET mit ddp
Bildmaterial: dpa
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26F B23A0/Doc~EC87516CAF25D4DFDA9DE09A16 E127E9B~ATpl~Ecommon~Scontent. html?rss_aktuell

Gebhard
11.08.09, 17:59
ZEIT ONLINE, 10.08.2009 11.8.2009 - 11:09 Uhr [http://www.zeit.de/online/2009/33/sauerlandprozess-gestaendnis]

Sauerland-Prozess

Schreckliche Geständnisse mit einem Lächeln

Von Tim Farin, Düsseldorf
Im Sauerland-Prozess hat der Hauptangeklagte Fritz G. ein ausführliches Geständnis abgelegt. Das hat das Klima im Gericht erheblich verändert

Ein bemerkenswerter Klimawandel ist im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf spürbar. Als am Montag nach zwei Monaten die erste Sitzung im "Sauerland-Verfahren" anstand, hatten die vier Angeklagten ebenso ein Lächeln auf den Lippen wie ihre Verteidiger und sogar die Vertreter der Bundesanwaltschaft. Obwohl es um den Heiligen Krieg und Anschlagspläne ging, deren Ziel es war, Tod und Schrecken in die Welt zu tragen, leitete der sonst eher autoritäre Richter Ottmar Breidling das Verfahren in sanftem Ton. Ja, sagt auch Johannes Pausch, Rechtsanwalt des Beschuldigten Daniel S.: "Es war der Tag der Entladung."


Der Montag brachte tatsächlich einen richtungweisenden Auftritt für das weitere Verfahren: Fritz G. hat gestanden, der "Islamischen Dschihad Union"(I-JU) angehört und Sprengstoff-Anschläge vorbereitet zu haben. Sein Ziel und das seiner drei Mitstreiter sei es gewesen, mit Bomben sowohl möglichst viele amerikanische Soldaten zu töten, als auch Signale an die deutsche Öffentlichkeit zu senden. Fast vier Stunden dauerte Gelowicz‘ Aussage – zu Recht hatte seine Verteidigung ein "umfassendes Geständnis" angekündigt.


Im Juni hatten die vier jungen Männer der sogenannten "Sauerland-Zelle" überraschend angekündigt, ihr Schweigen zu brechen und ihre Version der Wahrheit zu berichten. Ihnen wird von der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, der IJU angehört und im Jahr 2007 Autobombenanschläge auf amerikanische Kasernen und Pubs in Deutschland geplant zu haben.


Seit der Ankündigung waren sie von Beamten des Bundeskriminalamts verhört worden – alle vier haben inzwischen ihre Geständnisse zu Protokoll gegeben. 1584 Seiten umfasst die Akte nun inklusive aller Anhänge – Material genug, um vermutlich den Rest des Sitzungsjahres damit zu verbringen.


Am Montag schilderte Fritz G., ein deutscher Konvertit aus Ulm, wie er zum Terroristen wurde. Im Januar 2005 begab er sich auf eine Pilgerreise nach Mekka und Medina, bei der die Idee des "Dschihad", des "Heiligen Kriegs", plötzlich in den Vordergrund rückte. Schon im Sommer 2005 sei G. und seinen religiösen Freunden Adem Y. und Atilla S. klar gewesen, dass sie möglichst schnell "Dschihad machen" wollten – "uns war eigentlich egal, wo".


G. berichtete von einer Odyssee: Eigentlich wäre er gerne in den Irak gezogen, um amerikanische Soldaten zu töten – doch nach einem Aufenthalt in Syrien verabredete er sich mit Y. zum "Heiligen Krieg" in Tschetschenien. Daraus wurde letztlich doch eine abenteuerliche Reise nach Wasiristan, in das Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan.


Es wirkte ein bisschen wie eine Abenteuergeschichte, die kleine Jungen beeindrucken: In sehr ruhigem und gefasstem Ton berichtete Fritz G. von einer kräftezehrenden Reise zu den Gotteskriegern der IJU, die in Lehmhütten ihre Kalaschnikows und Panzerfäuste horteten. Dort unterwiesen sich die Angeklagten nach seiner Aussage einer terroristischen Ausbildung. Doch anstatt direkt gegen amerikanische Kräfte in den Kampf zu ziehen, habe die Führung der IJU die Idee gehabt, dass die neuen Mitstreiter aus Deutschland doch auch in Europa zuschlagen könnten. Das Kalkül: "Mit viel weniger Aufwand viel größeren Schaden anrichten", wie es Fritz G. beschrieb.


Das Gericht dürfte die Ausführungen der vermeintlichen Terroristen deutlich würdigen. Richter Breidling jedenfalls eröffnete schon die Sitzung mit einer Anerkennung: "Wir sind beeindruckt, zum einen vom Umfang der Aussage, zum anderen auch von der Offenheit – soweit wir das bisher beurteilen können." Der Prozess habe jetzt eine ganz neue Grundlage, um sich der Anklage in einer großen Präzision nähern zu können. "So etwas habe ich in meiner richterlichen Zeit noch nicht erlebt", sagte Breidling, "wir haben den Eindruck, dass sie die Karten ungezinkt auf den Tisch gelegt haben". Warme Worte aus dem Mund eines Juristen, der gern Tacheles redet und den Angeklagten Adem Y. zu Prozessbeginn noch mit Ordnungshaft belegt hatte, weil der sich rebellisch gezeigt hatte.


Das Geständnis wird den Angeklagten wahrscheinlich zu Gute kommen. G. tat zudem alles, um die Angeklagten Atilla S. und Daniel S. zu entlasten. Er könne sich vorstellen, dass sie über das Scheitern ihrer Pläne glücklich gewesen sein, sagte er. G's Anwalt Dirk Uden sagte während einer Sitzungspause, dass jeder Angeklagte nach einem Geständnis die Chance für einen Neubeginn verdiene.


Die offenen Worte in BKA-Vernehmungen und vor Gericht dürften jedenfalls zu milderen Strafen führen. Vorausgesetzt, die Qualität der kommenden Worte überzeugt auch den sicher anspruchsvollen Senat davon, dass es sich um ein aufrichtiges Geständnis handelt. Aber danach sieht inzwischen alles aus.


Zum Schluss der Vernehmung am Montag stellte Richter Breidling dem Angeklagten noch einige Nachfragen. Ob G. das Gefühl habe, den falschen Weg eingeschlagen zu haben, wollte er wissen. "Rückblickend würde ich das nicht noch einmal tun", sagte der junge Mann mit dem braunen Bart und der dünnen Brille. Es sei nach seiner Überzeugung Allahs fester Wille, dass die Anschlagspläne scheiterten. Durch das Fenster an der Wand brach zum ersten Mal die Nachmittagssonne, als Fritz G. sich davor verwehrte, öffentlich über seine persönliche Reue zu reden. "Wenn ich den falschen Weg gegangen bin, ist das eine Sache, die ich mit Allah ausmachen muss."


http://www.zeit.de/online/2009/33/sauerlandprozess-gestaendnis

nilu
11.08.09, 18:48
sorry leuts, gewiss werde ich nicht zulassen, dass hier im FORUM terror jeglicher art toleriert wird.

der nächste spammer fliegt, die verwarnung gibt es gratis dazu.

Gebhard
11.08.09, 18:53
Was mich immer wieder erstaunt ist, wie man im Angesicht solcher Äußerungen - wie sie auch hier im Forum ab und an getätigt werden - denjenigen Menschen in Deutschland, die meinen, daß es Muslime gibt, die die Ermordung von Menschen in Europa im Namen des Islam billigen und gutheißen "Rassismus" oder "Islamophobie" unterstellen kann.

nemrut
11.08.09, 19:52
was mich wundert ist, dass weder staatsanwälte noch journalisten der aussage nachgehen, dass es einen v-mann der geheimdienste gab (CIA, BND, MIT) , der dieser sauerland gruppe behilflich war.

ausserdem wurde fritz g. durch einen gewissen yehia yousif radikalisiert und gelenkt, der jahreland für den BND gearbeitet hat. yousif lebt heute in saudi arabien, es gibt keinen auslieferungsbefehl für diesen hassprediger.

das ganze ist ein abgekartetes spiel, eine bühnenveranstaltung für das fussvolk.

hier die quelle:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/918250/vorschau/

nemrut
11.08.09, 20:42
Was mich immer wieder erstaunt ist, wie man im Angesicht solcher Äußerungen - wie sie auch hier im Forum ab und an getätigt werden - denjenigen Menschen in Deutschland, die meinen, daß es Muslime gibt, die die Ermordung von Menschen in Europa im Namen des Islam billigen und gutheißen "Rassismus" oder "Islamophobie" unterstellen kann.

islamophobie wird durch politiker und medien im gegenseitigen wechselspiel geschürt, denn so kann man die eingeschlagene politik mit dem volk im rücken weiterführen.

innenpolitisch übt man druck auf die hier lebenden moslems auf, ihre weltanschauung und lebensweise umzustellen, indem man ihre religion diskreditiert. der michel auf der strasse macht da wohlwollend mit.

aussenpolitisch kann man seine militärpräsenz in afghanistan und anderen interessensgebieten ausbauen. der michel ist hier noch nicht ganz überzeugt, da muss er mit propaganda weiter weichgeklopft werden.

Gebhard
13.08.09, 07:42
11. August 2009, 20:37 Uhr


SAUERLAND-PROZESS

Zweiter Angeklagter legt Terror-Geständnis ab

"Das stimmt alles" - als zweiter Angeklagter im Sauerland-Prozess hat auch Adem Yilmaz seine Beteiligung an den Terror-Plänen der Gruppe umfassend gestanden. Er sei seit 2003 fest entschlossen gewesen, sich am Dschihad zu beteiligen.


Düsseldorf - Am Dienstag legte der mutmaßliche Rädelsführer Fritz Gelowicz ein umfassendes Geständnis ab (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,641631,00.html) - und auch Adem Yilmaz zeigte sich an diesem Mittwoch im Sauerland-Prozess redebereit. Der zweite Angeklagte räumte seine Beteiligung an den Terror-Plänen umfassend ein. Die Vorwürfe gegen ihn stimmten in fast allen Punkten, sagte der 30-Jährige laut einem am Dienstag im Oberlandesgericht Düsseldorf verlesenen Protokoll.
Bereits seit Oktober 2003 sei er fest entschlossen gewesen, sich am Dschihad zu beteiligen. Auch im Gerichtssaal bestätigte er auf Nachfrage: "Das stimmt alles."


Gelowicz hatte Yilmaz zuvor als wie er selbst von den Plänen der Gruppe stark überzeugt beschrieben. Die Angeklagten Daniel Schneider und Atilla Selek hätten dagegen geschwankt, Selek sei sogar vorzeitig ausgestiegen. Er habe ihn aber noch um die Zünderbeschaffung gebeten: "Ich hätte nicht gedacht, dass da eine Gefahr für ihn besteht."


Auf die Frage nach der Rolle der Geheimdienste in den Planungen sagte Gelowicz, diese seien nicht beteiligt gewesen und hätten die Gruppe keinesfalls gesteuert. Die Verteidigung hatte die Rolle von Mevlüt K. beleuchtet, der bei der Zünderbeschaffung geholfen haben und für den türkischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Gelowicz sagte, er habe gewusst, dass K. mit dem Geheimdienst "zu tun" hatte - habe dies aber eher als "nützlich" empfunden.


Gelowicz wurde nach eigener Aussage nicht religiös erzogen und konvertierte kurz vor seinem 16. Geburtstag zum Islam. "Es war einfach die Überzeugung, dass der Koran die Wahrheit ist", sagte er. Anfangs habe er nicht viel über seine Religion gewusst - später sei der Glaube auch wegen der Berichterstattung über den 11. September 2001 präsenter geworden. Über seine Einstellung zu den Anschlägen sagte er, er habe sie zunächst nicht gut gefunden: "Später hat sich das geändert." Der Konvertit beschrieb sich als streng gläubig. Er halte sich an die räumliche Trennung von Männern und Frauen und höre keine Popmusik. Anderen zwinge er diese Regeln aber nicht auf: "Jeder muss wissen, was er macht."


Ende 2002 fasste Gelowicz die "allgemeine Entscheidung", in den Dschihad zu ziehen. Diese habe sich immer weiter konkretisiert.
Seine Einstellung zum bewaffneten Kampf sei besonders geprägt worden durch die Entführung von Khaled el Masri - eines Deutschen libanesischer Herkunft - durch die CIA nach Afghanistan. Er habe Masri aus dem Multikulturhaus in Ulm gekannt, sagte Gelowicz.
Damals habe er gedacht: "So weit ist der Krieg also gekommen - nur drei Meter von mir entfernt." Das habe seine Einstellung bestätigt, "dass die Amerikaner nicht nur gegen Muslime vorgehen, die irgendwo kämpfen".
Bei seinen Dschihad-Plänen hatte der Hauptangeklagte auch seinen eigenen möglichen Tod in Kauf genommen. "Ich war mir bewusst, dass man dort umkommen kann", sagte er. "Das ist ein Teil des Dschihad." Jedoch habe er nicht den Märtyrer-Tod als Ziel gehabt - das Ziel sei "der Sieg über den Feind" gewesen. Über die Möglichkeit, dass er bei Kämpfen auch auf deutsche Soldaten hätte treffen können, habe er nicht nachgedacht: "In meinem Kopf waren eher die Amerikaner."


Auch Yilmaz beschrieb sich in seiner Aussage als überzeugt vom Dschihad. "Am liebsten wäre ich sofort in den Irak gereist", sagte er. Mit Gelowicz und Selek habe er darüber erst eine Weile nach dem Kennenlernen geredet. Yilmaz hatte erst 2001 begonnen, strenger nach den Regeln des Islam zu leben. Damals habe er einen Bekannten getroffen, der ihn dazu ermahnte und ihm mit dem "Höllenfeuer" drohte. "Ich habe mich nach und nach gesteigert", sagte der 30-Jährige. Er habe regelmäßig gebetet, sich einen Bart wachsen lassen und in der Moschee einen neuen Freundeskreis aufgebaut.


Auf die Frage nach seiner Einstellung zur Demokratie sagte Yilmaz: "Ein Muslim darf gar nicht die Demokratie akzeptieren." Diese erlaube Dinge, die die Religion verbiete, und verbiete Dinge, die in der Religion erlaubt seien. Gelowicz tat sich mit der Frage schwerer und gab nur an: "Als Muslim folge ich dem Koran." Trotz seiner ansonsten ausführlichen Aussage weigerte sich Gelowicz auch, Fragen der psychiatrischen Sachverständigen zu beantworten - weder im Gerichtssaal noch in einem Gutachter-Gespräch.
Die vier Angeklagten sollen eine deutsche Zelle der Islamischen Dschihad Union gegründet und Anschläge mit Autobomben in Deutschland geplant haben. Die Anklage gegen sie lautet unter anderem auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags.

hen/AP


URL:



http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,641908,00.html

Gebhard
13.08.09, 07:49
DIE ZEIT, 13.08.2009 Nr. 34 [http://www.zeit.de/2009/34/Sauerland-Prozess]
Terrorprozess

Hauptsache Dschihad

Von Christian Denso
Im Sauerland-Prozess zeigen sich deutsche Islamisten als unscheinbare Jungs. Aber es gibt keinen Grund zur Entwarnung

Zwei Jahre lang, seit der Festnahme im September 2007, wurde über sie geredet, spekuliert, wurden sie zu den sichtbaren Köpfen einer unheimlichen Bedrohung erhoben – jetzt reden die Angeklagten der sogenannten Sauerland-Gruppe selbst. Ihre Geständnisse vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf erlauben tiefe Einblicke in die Motivation der Islamisten und in ihre Netzwerke. Und sie werden unser Bild vom Dschihad in Deutschland verändern.


Fanatiker in blauen Overalls, die Hände in Handschellen, eskortiert von Polizisten mit Maschinenpistolen – die ersten Fotos der »Sauerländer«, aufgenommen, als sie kurz nach ihrer Verhaftung im September 2007 in Karlsruhe aus einem Polizeihubschrauber stiegen, prägten bislang unseren Eindruck von den deutschen Islamisten.


Spätestens seit Prozessbeginn Ende April begann sich jedoch ein anderes Bild darüberzuschieben: Abgesehen vielleicht von dem aufmüpfigen Angeklagten Adem Yilmaz wirkten die Männer hinter dem Panzerglas allesamt unscheinbar, beinahe harmlos, geradezu deplatziert im Hochsicherheitstrakt. Diese Jungspunde sollten wirklich »Anschläge von unvorstellbarem Ausmaß« geplant haben, wie die Bundesanwaltschaft ihnen vorwirft?


Auf in den Kampf – »um das Leid der Muslime zu lindern«


Die Anklage, sie scheint sich dank der Geständnisse (http://www.zeit.de/online/2009/33/sauerlandprozess-gestaendnis) in beinah allen Punkten zu bestätigen – aber anders als gedacht. Nüchtern berichtete der mutmaßliche Anführer der Gruppe, Fritz Gelowicz, an den ersten beiden Verhandlungstagen über seinen Weg bis in jenes Ferienhaus im sauerländischen Oberschledorn, wo die Zelle bei dem Versuch, Bomben zu basteln, verhaftet wurde. Kurz vor der Festnahme spielten die »Sauerländer« noch mit der Idee, einen Lkw-Fahrer zu überfallen, um seinen Laster als rollende Bombe einzusetzen – angeblich überwogen aber die Skrupel, einen Unschuldigen zu töten.


Dass bei den geplanten Anschlägen in amerikanischen Soldatendiscos aber auch nicht nur GIs sterben würden, hätten sie hingegen in Kauf genommen, sagte Gelowicz: Wer sich dort aufhalte, werde »der amerikanischen Sache nicht abgeneigt sein«. Es ist diese lapidare, ja zynische Differenzierung, die seine Ausführungen so unheimlich machen – dschihadistischer Abenteuertourismus eines Sinnsuchers, der am Ende den gewaltsamen Tod für unzählige Menschen bedeutet hätte.


Gleich mehrfach schilderte Gelowicz ein diffus bleibendes Gefühl, das ihn trieb, von seiner Heimatstadt Ulm aus in den bewaffneten Kampf zu ziehen. Russische Soldaten in Tschetschenien töten? Amerikaner im Irak? Oder doch Anschläge in Deutschland verüben? »Egal, Hauptsache, Dschihad« – um »das Leid der Muslime zu lindern«.


Massenmord als eine Terror-Option unter vielen?



Natürlich waren die Erklärungen der Angeklagten, wie bei jedem Geständigen, auch von dem Bemühen geprägt, beim Gericht einen hohen Bonus für die eigene Offenheit zu erzielen. Doch selbst die Bundesanwälte zeigten sich »beeindruckt« und nahmen die Ausführungen weitgehend ernst: Das sei »kein taktisches Spiel mit der Wahrheit«, hieß es von den Anklägern. Und zu dem neuen Bild der »Sauerländer« passt eben auch, dass sie jetzt so ungewöhnlich offen aussagen, sogar ohne sich gegenseitig zu schonen.


Sie waren sich so sicher, dass die Anschläge klappen würden
Entwarnung also? Waren Gelowicz und seine Kumpane nur ein paar dilettantische Heimwerker des Todes? Keineswegs. Man sollte sich durch die ordentlichen Frisuren der Angeklagten und ihre Redseligkeit nicht täuschen lassen. Wären die »Sauerländer« nicht aufgehalten worden, durch die Festnahme oder durch ihre eigene Unfähigkeit, die Bomben »scharf« zu bekommen, sie hätten Anschläge verübt. Neben US-amerikanischen Einrichtungen in Deutschland standen die Parkdecks von »zwei oder drei Flughäfen (http://www.zeit.de/online/2009/33/sauerland-gruppe-anschlag-flughafen)« auf ihrer Liste potenzieller Ziele. Der deutsche Flugverkehr sollte lahmgelegt werden, »eine Prestigesache«. Und selbst als die Männer um Gelowicz kurz vor dem Zugriff der Sicherheitsbehörden bei einer Polizeikontrolle über Funk mithörten, dass sie auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts standen, blieben sie unbeeindruckt. »Wir waren uns so sicher, dass alles klappen wird«, sagte Gelowicz.


Seine Schilderungen sind auch deswegen bedeutsam, weil die Angeklagten Teil eines weit verzweigten deutschen Netzwerks von Islamisten sind – Al-Qaida-Helfer oder Unterstützer der Islamistischen Dschihad-Union, in deren Lager die »Sauerländer« an der Kalaschnikow ausgebildet wurden. Dazu gehören auch Deutsche, die zuletzt wiederholt in Videos aus dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet mit Anschlägen drohten. Viele von ihnen dürften ähnlich denken wie die »Sauerländer«. So stellt Gelowicz’ naiv wirkender, letztlich gescheiterter Versuch, 2005 im Irak gegen die Amerikaner zu kämpfen, ein Motiv dar, das immer wieder bei Islamisten zu finden war – etwa bei dem Ende vergangenen Jahres vom selben Düsseldorfer Strafsenat verurteilten »Kofferbomber« Youssef al-Hajdib.


Aber die Düsseldorfer Geständnisse zeigen noch etwas anderes – wie weit entfernt die deutschen Dschihadisten trotz aller Gefährlichkeit von anderen islamistischen Terroristen sind. Erinnert sei etwa an Khalid Scheich Mohammed, den mutmaßlichen Chefplaner der Anschläge vom 11. September 2001. Auch »KSM« bekannte sich 2008 vor einem Militärtribunal in Guantánamo in allen Punkten schuldig – allerdings, um als Märtyrer durch die Hand des verhassten Feindes zu sterben. Vor dem Strafsenat in Düsseldorf, sagte einer der Verteidiger, gehe es hingegen darum, für die Angeklagten »Perspektiven zu erarbeiten« – nach der Haft. Auch das gehört zum neuen Bild der »Sauerländer«: So irrwitzig sich ihre Taten in Deutschland ausnehmen mögen, die Täter lassen sich doch noch erreichen.

nemrut
13.08.09, 09:21
das hier ist investigativer journalismus und keine gleichgeschaltete hofberichterstattung wie man sie in massenmedien trifft.


Marionetten und Drahtzieher – Sauerland-Gruppe: Am 22. April beginnt der Prozess gegen die angeblichen Planer eines angeblichen 9/11-Anschlages in Deutschland

Jürgen Elsässer
Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf beginnt am 22. April der größte Terroristenprozess seit den Tagen der Roten Armee Fraktion (RAF). Im Hochsicherheitstrakt am Kapellweg, zur abgeschirmten Festung ausgebaut wie damals Stuttgart-Stammheim, werden die vier Angeklagten der sogenannten Sauerland-Gruppe mindestens die nächsten zwei Jahre verbringen müssen – so lange soll das Verfahren wenigstens dauern. Allein die Bundesanwälte haben sich mit 521 Aktenordnern Beweismaterial munitioniert und wollen 219 Zeugen und Sachverständige aufrufen. (1)

Ob die vier verurteilt werden und dann noch länger hinter Gittern bleiben müssen, ist indes alles andere als ausgemacht: Anders als Ulrike Meinhof, Andreas Baader und ihrem Gefolge können dem Quartett keine Morde angelastet werden. Richter Ottmar Breidling wird immerhin zugetraut, die Maximalstrafe durchzusetzen. Sein Engagement im Anti-Terrorkampf bewies er zuletzt im Dezember 2008 bei der Verurteilung des sogenannten Kofferbombers Youssef Mohamad al Haj-dib zu lebenslänglicher Haft.



Die Verteidigung soll dem Vernehmen nach planen, die beiden Geheimdienstmitarbeiter Yehia Yousif und Mevlüt K. als Zeugen zu laden. Man darf gespannt sein, ob das klappt.



http://info.kopp-verlag.de/news/marionetten-und-drahtzieher-sauerland-gruppe-am-22-april-beginnt-der-prozess-gegen-die-angebli.html

Gökcen
13.08.09, 09:23
Ich kann Menschen nicht verstehen die so einen SCHEISS auch noch tolerieren!

Sprüche wie: Das sind gute Jungs usw. müssen nicht sein!

Als man im RE 1 die Kofferbombe gefunden hat, hatte man echt Glück!
Was wäre passiert wenn die Bombe explodiert wäre?Ich fahre jeden Tag mit diesem RE!

Ob das das auch gute Jungs sind, wenn jmd aus der Familie in die Luft gejagt wird?

Wer sich als Moslem bezeichnet und so einen Blödsinn toleriert,sollte sich echt mal überlegen, ob er nicht an seiner Menschlichkeit zweifeln sollte

Gebhard
13.08.09, 09:43
das hier ist investigativer journalismus und keine gleichgeschaltete hofberichterstattung wie man sie in massenmedien trifft.
[/URL]

Ja, "gleichgeschaltet" (i.Ü. ein interessanter Begriff) ist Herr Elsässer ganz sicher nicht. Aber fraglos ein Hofberichterstatter. Nur halt von einem Hof, der gefällt, weil er die gängigen Feindbilder - merkwürdigerweise genau die selben von Fritz G. und Konsorten - bedient.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Els%C3%A4sser (http://info.kopp-verlag.de/news/marionetten-und-drahtzieher-sauerland-gruppe-am-22-april-beginnt-der-prozess-gegen-die-angebli.html)

Sind die Teilnehmer, die sich hier positiv billigend zur Ermordung von Menschen äußern eigentlich auch Teil der großen Verschwörung gegen den Islam?

theinsider
13.08.09, 12:59
kopp verlag? investigativer journalismus?

früher bekannt als anlaufstelle für esoteriker und verschwörungsfans, sucht der verlag heute sein seelen(geld)heil in ulfkotte und rechten schreiberlingen.....ob die rechnung aufgeht?

nemrut
13.08.09, 14:10
falls bei einigen usern der eindruck entstanden sein sollte, dass ich diese leute befürworte, dann möchte ich das hier mal richtig stellen.

selbstverständlich distanziere ich mich von terror und verabscheue ihn. aber was schlimmer als terroristen sind, sind menschen, die terrorismus fördern. ich bin auch nicht religiös, respektiere aber alle religionen. bezeichne mich eher als kulturmoslem.

dass mainstream medien auf die bekannten fakten durch aussagen der verdächtigen und auf leicht zugängliche informationen nicht eingehen, ist mehr als bedenklich. alles was man von ihnen hört und liest sind die aussagen der behörden. so etwas kann man schwer als investigativ bezeichnen. es scheint doch eher eine ganz bewusste vorgehensweise zu sein. die medien haben ihre aufgabe als watchdog der politk schon lange aufgegeben und sich zu einer propagandaabteilung der regierung entwickelt.

was die von mir aufgezeigten quellen betrifft, wäre es doch wünschenswert auf den inhalt einzugehen.

lieber insider, da du sehr gerne das wort verschwörung gebrauchst, solltest du besser mal nachschauen, was dieser begriff überhaupt bedeutet. denn in diesem sauerland-fall haben wir so oder so eine verschwörung.

hier mal eine definition für dich:
duden
Verschwörung: gemeinsame Planung eines Unternehmens gegen jmdn. od. etw.

nemrut
13.08.09, 14:19
Zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung in den westlichen Demokratien durch Geheimdienste und Lobbyisten

Vortrag von Andreas von Bülow (Ex-Bundesminister und Mitglied der parlamentarischen Kontrollkommission für die Nachrichtendienste, Autor u.a. ‚Im Namen des Staates’)

http://www.scribd.com/doc/17663118/Medien-und-Geheimdienste-Vortrag-von-Andreas-von-Bulow

theinsider
13.08.09, 14:45
falls bei einigen usern der eindruck entstanden sein sollte, dass ich diese leute befürworte, dann möchte ich das hier mal richtig stellen.



lieber nemrut, ich habe deinen bericht aus zwei gründen gekürzt. einerseits müssen wir (leider) peinlichst genau auf die urheberrechte der autoren achten, andererseits beraubst du denn user der möglichkeit, durch bereitsstellung des gesamttextes, sich ein bild über die quelle zu machen.

auch wenn ich deine meinung zur tendenziellen berichterstattung seitens der massenmedien teile, aber investigativer journalismus heisst nicht wertfrei/objektiv, sondern kann in seiner intention genauso tendenziell sein.

wenn ich dem unbedarften leser einen blick auf die quelle empfehle, so finde ich daran nichts verwerfliches. wenn ich mich über die themenbereiche und autoren des kopp-verlages irren sollte, kannst du mich gerne berichtigen....

so back to topic......

KingTurek
13.08.09, 15:05
Man versucht die muslimischen Jugendlichen im Westen zu radikalisieren, damit man die schmutzigen Kriege gegen die muslimischen Länder und die schrittweise Entziehung der Grundrechte und Freiheiten(Schäuble) in der Öffentlichkeit rechtfertigen kann. Mal sehen wie lange das gut geht...

PretzelLogic
13.08.09, 15:42
Man versucht die muslimischen Jugendlichen im Westen zu radikalisieren, damit man die schmutzigen Kriege gegen die muslimischen Länder und die schrittweise Entziehung der Grundrechte und Freiheiten(Schäuble) in der Öffentlichkeit rechtfertigen kann. Mal sehen wie lange das gut geht...

Mit Verlaub !

Das ist doch absoluter Stuss, nicht die westlichen "Dunkelmänner" radikalisieren hier sondern ein Haufen von wahabitisch geprägten Islam Dogmatikern tut es.

Und die Jungen Leuten glauben es und ziehen mit Freuden aus um in irgendwelche Regionalzüge (Die von Frauen Kinden Greisen und anderen unschuldigen Menschen frequentiert werden) mit Kofferbomben in Fetzen zu reißen.

Da werden aus Taliban die keinerlei Legitimation durch das Volk geniessen Freiheitskämpfer für Afghanistan.
Wie Talibansche Freiheit aussieht wissen wir ja, Mädchen haben die Fresse zu halten und gefälligst von Schulbesuchen Abstand zu nehmen.
Warum?
Weil der gemeine Taliban der nicht mal schreiben kann von einem "Schriftgelehrten" diesen Stuss verkauft bekommt, er kauft Ihn aber auch noch !!!!

[ich hör se schon kommen:
Das ist alles gelogen, alles westliche Propaganda, gelogen !]

Frauen im Sudan kommen in den Genuss unter einer Sharia zu leben die es Ihnen unter Androhung von Peitschenhieben untersagt HOSEN zu tragen.

[ich hör se schon kommen:
Das ist alles gelogen, alles westliche Propaganda, gelogen !]

Demonstranten im Iran werden durch die Staatsgewalt im Gefängnis systematisch vergewaltigt alles unter dem Banner einer Islamischen Republik die von sich aus davon ausgeht der Stern des Humanismus zu sein.

[ich hör se schon kommen:
Das ist alles gelogen, alles westliche Propaganda, gelogen !]

Es ist dieses Bild des Islam der die Denke hier im Westen bestimmt, ich weiss dass es nicht in jedem Land der sogenannten Islamischen Welt derartige Seltsamkeiten gibt es gibt Sie jedoch und sie sind verabscheuungswürdig !

P U N K T

Auch in diesem Forum hier finden sich Freunde dieses ISLAM und alleine dieser Umstand führt für mich dazu immer weniger zu lesen und zu schreiben hier.

Da wird bei Ablehnung der Sharia eine ganze Anti Allah Fraktion !
Stundenlange Diskussionen über die einzige RICHTIGE Auslegung des Koran.

Rafft es endlich mal:

Zum Radikalisieren braucht es einen der es zulässt einen der es tut und einen Grund den ersten durch "gute Gründe" zum Kofferbomber zu machen.

Oft dient dazu das Unrecht das den Palästinensern geschieht, die Gewalt die die Tschetschenen erdulden müssen, die Opfer an Menschen im Irak.

Aber selbst wenn man sich all dieses Unrecht auswählt um eigene Taten damit zu legitimieren, ist es mitnichten so dass es für mich akzeptabel ist im Namen Gottes Menschen in Fetzen zu bomben.

So einen Gott kann es nicht geben, einen Gott der Töten von Menschen fordert, eine Tat die jeden Akt von Menschlichkeit entbehrt in Anbetracht dieses Umstandes will ich von einer Göttlichkeit gar nicht erst anfangen !

Diese Kreaturen sind die Fleischgewordene BLASPHEMIE ein ROTZ ins GESICHT eines jeden aufrechten Muslim auf diesem Planeten.

Und dann auch noch davon auszugehen mit einer solchen Tat in den "Himmel" zu kommen.

Wer hat schon Bock mit solchen Primaten und Schriftfetischisten einen solchen Ort für die EWIGKEIT zu teilen......

Ohne MISCH, diese Irren einem Irrlicht einem Göttlichen Abglanz anbetenden Gestalten sind eine Beleidigung der Menschheit !

Okadar !

nemrut
13.08.09, 16:33
Mit Verlaub !

Das ist doch absoluter Stuss, nicht die westlichen "Dunkelmänner" radikalisieren hier sondern ein Haufen von wahabitisch geprägten Islam Dogmatikern tut es.

!

du hast mit dem was du sagst natürlich recht. da gibt es nicht viel darüber zu diskutieren. das sind allerdings alles innerpolitische angelegenheiten, so unschön sie auch sind.

aber ist das der grund warum merkel und konsorten den kampf gegen diese terroristen führen? um den afghanen, irakern, persern etc. ein schöneres leben zu bescheren?

wer führt hier eigentlich krieg gegen wen? irak gegen usa, afghanistan gegen europa?

global war on terror heist es ja so schön. wenn es den terror nicht gibt, wird man ihn notfalls züchten, um anschliessend zuzuschlagen. denn dumme gibt es in jeder gesellschaft und in jeder religion. du kannst sie nutzen und lenken und wenn es sein muss werden sie eben liquidiert.

PretzelLogic
13.08.09, 21:10
du hast mit dem was du sagst natürlich recht. da gibt es nicht viel darüber zu diskutieren. das sind allerdings alles innerpolitische angelegenheiten, so unschön sie auch sind.

Die Kofferbomber sind hier radikalisiert worden, die Primaten Horde die man Sauerlandgruppe nennt ebenso.
Die Fliegen dann in das Afghanisch Pakistanische Grenzgebiet und lernen wie man Bomben baut !

Also mithin keine Innenpolitischen Angelegenheiten.



aber ist das der grund warum merkel und konsorten den kampf gegen diese terroristen führen? um den afghanen, irakern, persern etc. ein schöneres leben zu bescheren?

Wer das glaubt hat einen Hau weg, Merkel ist das Wohlergehen irgend eines Paschtunischen Afghanen genauso egal wie dir und mir.
Afghanistan ist ein archaischer zurückgebliebener Staat der in seiner ganzen Exisitenz als solcher gescheitert ist.

Die Taliban haben sich dort breit gemacht und Leute die öffentlich Musik gehört haben ausgepeitscht usw usf.

Auch das ist mir scheissegal weil die Afghanen zusehen sollen wie sie Ihre Scheisse in den Griff bekommen.

Was jedoch nicht Scheissegal ist, ist der Umstand dass eine AL QUAIDA sich dort eingenistet hat und von dort Terror und Tod in die ganze Welt exportiert.
Ganze Horden von Jungen Männern finden und fanden sich dort ein um die Welt in die Freiheit zu Bomben.

Darum ist die Bundeswehr dort und darum ist die TSK dort.........


wer führt hier eigentlich krieg gegen wen? irak gegen usa, afghanistan gegen europa?



global war on terror heist es ja so schön. wenn es den terror nicht gibt, wird man ihn notfalls züchten, um anschliessend zuzuschlagen. denn dumme gibt es in jeder gesellschaft und in jeder religion. du kannst sie nutzen und lenken und wenn es sein muss werden sie eben liquidiert.

Wer züchtet denn Terror ?

Eigentlich müsste sich hier jeder aufrechte Moslem am Kopf kratzen und Fragen was genau schiefgeht !

In was für einer Welt leben wir eigentlich dass ein Haufen Leute im Namen deiner und meiner Religion hier Menschen umbringen, Frauen auspeitschen weil sie hosen Tragen, Lehrer bedrohen die Mädels in der schule ausbilden....

ve say ve say !

GEt the fuckin Picture right sagt der Angelsachse........

Mir geht es hierbei weniger um den Pöbel der sowieso nur gequirlte Scheisse im Hirn hat.
Sondern um die Leute die sich Schriftgelehrte nennen und nur Hass und Lügen ausspeien.

Wenn man diese Kreaturen dann Drecksmullahs nennt ist schwuppdiwupp die Hölle los........

Viel Spass wünsche ich euch beim weiterdiskutieren.........

nemrut
13.08.09, 22:57
Die Kofferbomber sind hier radikalisiert worden, die Primaten Horde die man Sauerlandgruppe nennt ebenso.
Die Fliegen dann in das Afghanisch Pakistanische Grenzgebiet und lernen wie man Bomben baut !


also wenn ich mir das durchlese was du schreibst, habe ich das gefühl ich würde eine zusammenfassung der massenmedien lesen. hier sind so viele punkte falsch, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll.

in meinen vorherigen posts habe ich schon darauf hingewiesen, dass der anführer der sauerland-gruppe von einem saudi namens yahia yousif gelenkt wurde, der unter der regie des BNDs gearbeitet hat. diese aussage stammt vom baden württembergischen verfassungsschutz.

Johannes Schmalzl, Direktor des Verfassungsschutzes Baden-Württemberg, wurde nach den Oberschledorner Festnahmen zur Bedeutung von Yousif für die Ulmer Szene um Gelowicz. befragt: »Yousif zieht nach wie vor die Fäden, auch im Hintergrund«, urteilte er.

radikal sein ist das eine, den nächsten schritt zu gehen, um anschläge von diesem ausmass zu verüben, dazu bedarf es schon weitgehender gruppierung und unterstützung.

zu den taliban kann ich nicht glauben was du da schreibst. es ist doch hinlänglich bekannt, das diese taliban jahrelang von den usa gefördert wurde. genauso wie die sogenannte al qaida. den begriff al qaida haben die amis im übrigen von al qaida malomat abgeleitet, was so viel wie datenbank heist. es ist die datenbank von rekrutierten kämpfern, die gegen die sowjets gekämpft haben (nafeez ahmed, prof. of contemporary history, university of sussex). das ist also die den weltfrieden bedrohende, fürchteinflössende al qaida.

der grund warum die usa und viele nato-länder in afghanistan sind werden wohl kaum die saudis gewesen sein, die angeblich das wtc gesprengt haben. genausowenig die menschenverachtende taliban. der grund ist wie bei allen kriegen derselbe, das geld in diesem fall das öl.

falls du es nicht mitgekriegt hast, die usa haben mit dem herrn karzai, der laut eines artikels von le monde vor seiner präsidentenernennung für die ölgesellschaft unocal corporation (union oil company of california) gearbeitet hat, kurz nach dem krieg einen vertrag über den bau einer pipeline unterzeichnet. ach ja, bevor ich es vergesse, unocal wurde von chevron übernommen. haben nicht condoleezza ricet und dick cheney kontakte zu dieser firma gehabt?

hier einige nette artikel. diese artikel wirst du in den mainstream medien nicht lesen, oder besser gesagt nicht mehr lesen. nach ende des afghanistan krieges gab es die eine oder andere kritische berichterstattung über geschäftliche machenschaften, aber mittlerweile haben sich selbst diese medien einer "selbstzensur" unterzogen.

http://www.wsws.org/de/2002/jan2002/oel-j08.shtml

http://www.cainkuelbel.de/56701/49522.html?*session*id*key*=*s ession*id*val*


zu diesem ganzen passt auch sehr gut, dass die nato ihre statuten dahingehend verändert hat, dass sie präemptiv agieren darf. wie sagte rassmussen, wir bleiben in afghanistan bis der job getan ist. vielleicht weiten sie ihn ja auch aus auf pakistan, wo die pipeline auch durchlaufen soll, und usbekistan. die al qaida soll ja auch im ölreichen nigeria operieren. der kampf gegen den terror wird uns also solange begleiten bis wir ergraut sind.

Stigma
14.08.09, 05:06
als die al quaida die russen aus afganistan rausgebombt hat war das ein freiheitskampf

und wenns amerikaner trifft ist es terror

genauso wie unser israelischen freunde sie selbst haben die briten aus dem land gebombt aber beschweren sich über terroranschläge so einfach kann man sich alles machen

wieder was gelernt

nemrut
16.08.09, 15:28
dies ist ein zitat:

"Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg..... Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. ...

das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land."

das zitat ist übrigens von hermann göring. die o.g. politik, also nazipolitik, findet heute immer noch anwendung.

Salzkartoffel
16.08.09, 17:07
kopp verlag? investigativer journalismus?

früher bekannt als anlaufstelle für esoteriker und verschwörungsfans, sucht der verlag heute sein seelen(geld)heil in ulfkotte und rechten schreiberlingen.....ob die rechnung aufgeht?

Dort findet man in der Tat viel Blödsinn, aber auch hilfreiche Informationen. Da muss jeder für sich filtern. An manche Informationen würde man nie kommen, wenn es solche Verlage nicht gäbe. Leider.

nemrut
16.08.09, 17:16
Dort findet man in der Tat viel Blödsinn, aber auch hilfreiche Informationen. Da muss jeder für sich filtern. An manche Informationen würde man nie kommen, wenn es solche Verlage nicht gäbe. Leider.

der klopp verlag bietet die plattform, die sonst niemand bereit ist zur verfügung zu stellen. allein das sollte einem schon zu denken geben. die quelle ist jürgen elsässer.

es gibt viele informationen, die man sich wirklich selber aus dem internet rausfiltrieren kann, die in den mainstream medien gar keine beachtung bis kaum beachtung finden. oder sollte ich sagen, verschwiegen werden.

oder hattest du aus irgendwelchen massenmedien erfahren, dass es zur selben zeit der londoner u-bahnanschläge an den selben stationen eine anti-terror übung gab? hab ich später erst aus dem internet erfahren. zur selben zeit an genau den selben orten wo die bomben zeitgleich hochgingen. die polizei berichtete ursprünglich, dass es sich um sprengstoff handeln würde, den man bei militärs findet. revidierte diese aussage später.

ein amerikanischer congressmann sagte mal, dass es günstiger sei sich einen journalisten zu halten als ein callgirl.

Gebhard
19.08.09, 08:43
Sauerland-Gruppe

BGH erlässt Haftbefehl gegen mutmaßlichen Terrorhelfer Mevlüt K.

Von Dietmar Hipp und Yassin Musharbash

Er gilt als mutmaßlicher fünfter Mann der Sauerland-Gruppe: Der Bundesgerichtshof hat nach Informationen von SPIEGEL ONLINE Haftbefehl gegen Mevlüt K. erlassen. Der Türke, der bis 2002 in Ludwigshafen lebte, soll die Zünder für die geplanten Bombenanschläge in Deutschland besorgt haben.

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat am Dienstag bestätigt, dass der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof antragsgemäß einen Haftbefehl gegen Mevlüt K. erlassen hat. Dem 30-Jährigen wird die Unterstützung einer inländischen terroristischen Vereinigung sowie die Vorbereitung eines Sprengstoffverbrechens zur Last gelegt. Den Antrag auf Haftbefehl hatte die Bundesanwaltschaft erst am vergangenen Donnerstag gestellt.
REUTERS; DDP

Mevlüt K., der bis 2002 in Ludwigshafen lebte und seitdem in der Türkei vermutet wird, gilt als fünfter Mann der sogenannten Sauerland-Gruppe. Deren Mitglieder Fritz Gelowicz, Daniel Schneider, Adem Yilmaz und Attila Selek stehen seit Juni vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf vor Gericht, weil sie im Auftrag der "Islamischen Dschihad-Union" (IJU) eine Serie von Bombenanschlägen in Deutschland geplant haben sollen.

Mevlüt K. gilt als der Mittelsmann, der den Angeklagten maßgeblich half, die dafür nötigen Sprengzünder zu organisieren. Insgesamt stellten die Ermittler bei der Festnahme von Gelowicz, Yilmaz und Schneider am 4. September 2007 im sauerländischen Medebach-Oberschledorn 26 Zünder fest. 20 waren laut Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes in Schuhsohlen eingeklebt aus der Türkei nach Deutschland geschmuggelt worden, die übrigen besorgten islamistische Gesinnungsgenossen aus dem Balkan. Bei beiden Routen soll K. seine Hände im Spiel gehabt haben.

Mehrere Ermittlungsverfahren laufen schon gegen Mevlüt K.

Diese Version bestätigt im Wesentlichen auch Attila Selek. Seit die vier Angeklagten im Juni angekündigt hatten, umfassend auszupacken, haben sie zusammen über 1200 Seiten umfassende geständige Aussagen beim Bundeskriminalamt (BKA) gemacht. Selek erklärt darin, dass er die Zünder ohne K. Hilfe nicht hätte organisieren können.

Mevlüt K. ist eine den Behörden schon lange bekannte und äußerst schillernde Person. Es laufen seit Jahren mehrere Ermittlungsverfahren wegen Terrorverdachts gegen ihn. So soll er früher ein Gefolgsmann des jordanischen Topterroristen Abu Musab al-Sarkawi gewesen sein, der später Chef der al-Qaida im Irak wurde. Nach Informationen des SPIEGEL war er zudem nach 2002 Zuträger des türkischen Geheimdienstes. Damals hatte er sich in die Türkei abgesetzt, wurde kurzzeitig festgenommen und dann wieder laufen gelassen. Auch der Libanon sucht ihn mit internationalem Haftbefehl wegen Terrorverdachts.


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,643510,00.html#ref=rs (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,643510,00.html#ref=rss)

Gebhard
28.08.09, 13:47
Sauerland-Gruppe

Terrorverdächtiger festgenommen

Von Katharina Iskandar (http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5 F6867/Doc%7EEFD7D1D2978CD4C7D9F0D33B 72A4E46FE%7EATpl%7EEcommon%7ES content.html)

Die Polizei hat in Langen einen Terrorverdächtigen festgenommen, der zum erweiterten Kreis der sogenannten Sauerland-Gruppe gehören soll. Nach F.A.Z.-Informationen handelt es sich um einen 24 Jahre alten Mann mit deutscher und türkischer Staatsbürgerschaft, der von dem inzwischen angeklagten mutmaßlichen Terroristen und Mitglied der Sauerland-Gruppe, Adem Yilmaz, und anderen Anhängern der Islamischen Dschihad Union (IJU) angeworben worden sei.

Der Beschuldigte, Kadir T., war den Angaben zufolge gerade auf dem Weg in ein Ausbildungslager im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet, als die Festnahme erfolgte. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt.

Inwiefern der Verdächtige die Islamische Dschihad Union (IJU) unterstützen sollte, blieb zunächst unklar. Fest steht nach den polizeilichen Erkenntnissen bislang nur, dass sich der Langener mit dem festen Vorhaben in das Terror-Camp begeben wollte, sich dort als Attentäter ausbilden zu lassen.

Internet bedeutend für „Rekrutierung“

Der Festgenommene wurde am Mittwoch von Beamten des Bundeskriminalamtes festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Ihm wird demnach zur Last gelegt, im Juni 2007 für den momentan vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht angeklagten Adem Y. eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die Terrorgruppe „Islamische Dschihad-Union“ (IJU) gekauft zu haben.

Offenbar ist der Vierundzwanzigjährige nicht der einzige, der sich im Umfeld der Langener Terrorzelle mit dem Dschihad, dem „heiligen Krieg“ befasst hat. Wie aus Sicherheitskreisen zu hören ist, gibt es in Hessen ungefähr ein halbes Dutzend weiterer junger Männer, die sich „für den Aufenthalt in einem Ausbildungslager interessieren“.

Der Präsident des Landeskriminalamts, Peter Raisch, sagte auf Anfrage, zu der genauen Zahl der sogenannten Gefährder und zu laufenden Ermittlungen könne er keine Angaben machen. Die Sicherheitsbehörden seien aber „sehr aufmerksam“, obgleich man „in die Köpfe junger Fanatiker nicht hineinschauen kann“.

Nach wie vor spielt das Internet eine bedeutende Rolle bei der Rekrutierung von potentiellen Attentätern. Die Zahl der Aufrufe, sich in Terror-Camps ausbilden zu lassen und Anschläge zu verüben, hat in den vergangenen Monaten zugenommen. Gewachsen ist laut Verfassungsschutz auch die Zahl derjenigen, die sich anwerben lassen.

http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC 294CC/Doc~E63A5CB4E7A144A5DBE73A40B4 FA49488~ATpl~Ecommon~Scontent. html?rss_aktuell (http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC 294CC/Doc%7EE63A5CB4E7A144A5DBE73A40 B4FA49488%7EATpl%7EEcommon%7ES content.html?rss_aktuell)

leonsecure
28.08.09, 15:16
Was ist denn jetzt eigentlich mit dieser Islamische Dschihad Unio? Gibt es die wirklich? Das wurde doch mal in bezweifelt und als Scheinkonstrukt bezeichnet.

Gebhard
28.08.09, 15:40
Festgenommener Kadir T.

Der Nachtsichtgerät-Lieferant aus der Grillgruppe

Von Yassin Musharbash (yassin_musharbash@spiegel.de)

Es war ein Freund von Adem Yilmaz, einem der Angeklagten der Sauerland-Gruppe. Er besorgte ein Fernglas und ein Nachtsichtgerät, die später bei der "Islamischen Dschihad-Union" landeten. Nun wollte der Deutsch-Türke Kadir T. anscheinend selbst ins Terrorcamp - und wurde festgenommen.


Berlin - Grillen, Reden, Beten: In der Gartenlaube der Familie Yilmaz im hessischen Langen versammelte sich an den Wochenenden des Frühsommers 2007 immer wieder eine Gruppe von Freunden und Bekannten der Yilmaz-Söhne Adem und Burhan.


Doch was nach Idylle und Frömmigkeit aussah, war für einige Mitglieder der Runde wohl der Anfang vom Abschied in den Extremismus. Betrachtet man die Liste der regelmäßigen Gäste heute, erscheint sie wie ein Who-is-Who der deutschen Terrorszene: Sadullah Kaplan starb im Herbst 2007 in Afghanistan im Gefecht in den Reihen der Terrororganisation "Islamische Dschihad-Union" (IJU). Adem Yilmaz steht seit April dieses Jahres in Düsseldorf vor Gericht, weil er sich, wie er mittlerweile gestanden hat, der IJU in Waziristan angeschlossen hatte und dann mit seinen Mitstreitern von der "Sauerland-Gruppe" in ihrem Namen Anschläge in Deutschland plante. Die Brüder Hüseyin und Bekir Ö. wurden später mutmaßlich auf dem Weg ins Ausbildungslager der IJU festgenommen.



Und nun sitzt ein weiterer Griller im Gefängnis: Der 24-jährige Deutsch-Türke Kadir T. wurde am Mittwoch in Langen von Beamten des Bundeskriminalamtes (BKA) festgenommen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, "eine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt und dabei gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben".

Yilmaz beteuert T.s Unkenntnis


Wieder geht es dabei um die IJU. Denn T. wird zur Last gelegt, im Juni 2007 per Ebay eine Digitalkamera und ein Nachtsichtgerät erstanden zu haben. Er soll dies auf Wunsch von Adem Yilmaz getan haben, der dann, über seinen Bruder Burhan, die Gerätschaften Sadullah Kaplan zukommen ließ, der sie wiederum im Spätsommer 2007 an die IJU übergeben haben soll.


Der grundsätzliche Vorgang kann dabei als bereits bestätigt gelten. T. selbst gab den Kauf zu, als er im September 2007 vernommen wurde - noch am selben Tag, an dem Yilmaz und seine Mitverschwörer Fritz Gelowicz und Daniel Schneider im sauerländischen Medebach-Oberschledorn festgenommen wurden. Mittlerweile hat auch Yilmaz in seinen Aussagen gegenüber dem BKA bestätigt, dass er T. darum bat, die Sachen zu ersteigern. Er habe damals keinen Internetanschluss in der Wohnung gehabt, und wollte nicht immer ins Internetcafé laufen. 70 Euro habe das Fernglas gekostet, 130 das Nachtsichtgerät.

Auf dem Weg nach Waziristan gestoppt


Allerdings stritt T. bislang ab, gewusst zu haben, wofür die Technik gedacht war. Yilmaz interessiere sich eben für Militärisches, deshalb habe er nicht nachgefragt, gab er 2007 zu Protokoll.


Yilmaz stützt diese Version: Nie habe er T. eingeweiht, dass er damals bereits eine Terrorausbildung durchlaufen hatte, über Kontakte zur IJU verfügte und gemeinsame Bekannte von ihm selbst und T. ins IJU-Camp in Pakistan vermittelte. Yilmaz sagte dem BKA, er habe nie versucht, T. zu rekrutieren, schließlich sei der verheiratet und habe vor, nach seiner Ausbildung in einem Supermarkt dort anzufangen.


Die Behörden fanden 2007 keinen Beweis für eine Einbeziehung T.s in Rekrutierungen oder Anschlagsplanungen. Nun aber gab es doch einen Haftbefehl. Ein möglicher Grund, der sich aufdrängt: Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" war T. gerade dabei , sich selbst ins Ausland abzusetzen, mutmaßlich wohl ebenfalls zur IJU.

(http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,645586,00.html#ref=rss)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,645586,00.html#ref=rss

(http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,645586,00.html#ref=rss)

Salzkartoffel
28.08.09, 16:06
Festgenommener Kadir T.

Der Nachtsichtgerät-Lieferant aus der Grillgruppe...



Danke für den Artikel. Er zeigt sehr genau auf wie grotesk das Ganze ist.

Das werden Ferngläser, Digicams und Nachstsichtgeräte ersteigert und dann nach Pakistan mitgenommen. Da muss es doch bei jedem normalen Menschen klingeln.

Eine wirkliche professinelle Organisation kauft das Zeug anonym im Laden. Al Kaida läßt sich das Zeug sicher palettenweise liefern. Die werden auch nicht bei Grenzkontrollen verhaftet. Da steckt keine professionelle Organisation dahinter.

Der Besitz dieser Dinge ist nun mal nicht strafbar und ich kann die mitnehmen wohin ich will, solange ich nicht exportiere.

Gebhard
28.08.09, 16:21
Terror-Helfer wollen gestehen

Von Markus Bickel, Frankfurt (http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5 F6867/Doc%7EEABF62BF6862D448FA6D3CAF E377B1167%7EATpl%7EEcommon%7ES content.html)
[/URL]
28. August 2009 Die beiden vor dem Frankfurter Oberlandesgericht wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung angeklagten Hüseyin Ö. und Omid S. wollen kommende Woche umfassende Geständnisse ablegen. Das kündigten ihre Verteidiger am Freitag an. Den Männern wird vorgeworfen, die in Düsseldorf vor Gericht stehenden Mitglieder der sogenannten Sauerland-Gruppe mit Ausrüstungsgegenständen unterstützt zu haben.

Adem Yilmaz, der neben Fritz Gelowicz als treibende Kraft der der terroristischen Islamischen Dschihad Union (IJU) zugerechneten Vereinigung gilt, verweigerte vor Gericht unterdessen die Aussage. Auch sein ebenfalls als Zeuge geladener - von der Bundesanwaltschaft der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung beschuldigter - jüngerer Bruder Burhan wollte keine Angaben machen.

Man kennt sich aus Langen

Die Yilmaz-Brüder waren als Zeugen geladen worden, weil sie 2007 mit den beiden Angeklagten kooperiert haben sollen. Mit Hüseyin Ö. aus dem hessischen Langen und dessen Bruder Bekir lebten sie zeitweise im selben Haus. Ehe sie im September 2008 nach Deutschland ausgeliefert wurden, verbrachten sie mehrere Wochen in Haft in Pakistan - abgefangen von den dortigen Sicherheitsbehörden, ehe sie eines der Dschihad-Ausbildungslager erreichen konnten. Freundlich nickt Burhan Yilmaz Ö. vom Zeugenstand aus zu, doch der 27 Jahre alte Deutschtürke verzieht keine Miene. Bis vor zwei Wochen befand er sich noch auf freiem Fuß. Wegen angeblich bevorstehender Abreise in ein Dschihad-Ausildungslager wurde er nun aber wieder in Haft genommen. In Handschellen führten ihn die Sicherheitsbeamten in den Gerichtssaal.

Auch der am Donnerstag in Langen durch Beamte des Bundeskriminalamts festgenommene Deutschtürke Kadir T. zählte offenbar zur Langener Islamistenszene, in der Adem Yilmaz bis zu seiner Verhaftung im September 2007 eine Führungsrolle innehatte. T. soll von dem 30 Jahre alten Sauerland-Gruppen-Mitglied angeworben worden sein und befand sich nach polizeilichen Erkenntnissen kurz vor dem Absprung in ein Ausbildungslager im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, im Juni 2007 im Auftrag Yilmaz' eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die IJU gekauft haben. Yilmaz soll die Gegenstände über seinen Bruder Burhan an den IJU-Kämpfer Sadullah K. weitergegeben haben.

Langen gilt neben Ulm und Neu-Ulm, wo die Sauerland-Gruppe entstand, als eines der wichtigsten Zentren gewaltbereiter Islamisten in Deutschland. In Sicherheitskreisen geht man davon aus, dass in Hessen etwa eine Handvoll weiterer Männer ernsthaft an einer Ausbildung in einem von der IJU oder anderen islamistischen Terroroganisationen betriebenen Lager in Pakistan interessiert ist.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

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Gebhard
28.08.09, 21:42
Danke für den Artikel. Er zeigt sehr genau auf wie grotesk das Ganze ist.

Das werden Ferngläser, Digicams und Nachstsichtgeräte ersteigert und dann nach Pakistan mitgenommen. Da muss es doch bei jedem normalen Menschen klingeln.

Eine wirkliche professinelle Organisation kauft das Zeug anonym im Laden. Al Kaida läßt sich das Zeug sicher palettenweise liefern. Die werden auch nicht bei Grenzkontrollen verhaftet. Da steckt keine professionelle Organisation dahinter.

Verstehe nicht, was Du damit zum Ausdruck bringen willst.

Daß die Sauerland-Terroristen und ihre Helfershelfer eben nicht die klügsten waren?

Daß echte Terroisten klug sind und deswegen derjenige, der nicht klug agiert kein echter Terrorist ist?


Der Besitz dieser Dinge ist nun mal nicht strafbar und ich kann die mitnehmen wohin ich will, solange ich nicht exportiere.

Dann laß Dich mal von einem Fachanwalt für Strafrecht Deiner Wahl über die Kommentierung und Rechtsprechung zu §§ 129a Absatz 2 Nr. 5 (Stichwort "beteiligen"); Absatz 5 (Stichwort "unterstützen"); 129 b Abs. 1 und ganz allgemein zum Stichwort "Unterstützung" bzw. "Beihilfe" § 27 Abs. 1 StGB unterrichten.

Gebhard
01.09.09, 11:47
Sauerland-Gruppe sollte deutsche Politiker töten

Angeklagter Fritz Gelowicz: "Es wäre ein legitimer Dschihad gewesen"

Die Anregung kam von der Islamischen Dschihad-Union: Die Mitglieder der Sauerland-Gruppe sollten auch Anschläge auf deutsche Politiker verüben. Das sagte einer der Angeklagten vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Die Gruppe habe dieses Ziel jedoch nicht verfolgt - weil das zu aufwendig war.

Düsseldorf - Skrupel hatte Fritz Gelowicz offenbar keine, allein der hohe Aufwand hielt ihn davon ab, Attentate auf deutsche Politiker zu verüben. Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht sagte der Angeklagte am Dienstag, dass die Sauerland-Gruppe einen entsprechenden Auftrag von der Islamischen Dschihad-Union (IJU) erhalten hatte. "Es wäre ein legitimer Dschihad gewesen, wenn deutsche Politiker, die Soldaten nach Afghanistan schicken, getroffen worden wären", sagte Gelowicz.

IJU-Chef "Ahmed" habe dazu zwar keine Vorgabe gemacht, es sich aber gewünscht. Die Gruppe habe das Ziel aber nicht mehr verfolgt, weil es zu aufwendig gewesen sei. Hauptsächlich habe es sich bei den geplanten Anschlägen allerdings um eine "Operation gegen die Amerikaner" mit vielen Toten handeln sollen, sagte Gelowicz laut Protokoll weiter.

Den vier Angeklagten im Alter von 23 bis 30 Jahren wird vorgeworfen, im Namen der IJU Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant zu haben. Laut Anklage hatten sich die vier Männer zwölf Fässer mit Chemikalien beschafft und in einer Ferienwohnung im sauerländischen Medebach-Oberschledorn damit begonnen, daraus Sprengstoff herzustellen. Am 4. September 2007 wurden sie dort festgenommen. Seit April stehen sie vor Gericht, vor drei Wochen hatten sie dort mit ihren umfangreichen Geständnissen begonnen.

Neue Details sind möglicherweise auch im Frankfurter Terroristen-Prozess gegen zwei mutmaßliche Anhänger der Islamischen Dschihad-Union (IJU) zu erwarten: Die Angeklagten wollen an diesem Dienstag aussagen. Das hatten sie am vergangenen Freitag über ihre Anwälte angekündigt. Der 27-jährige Türke Hüseyin Ö. muss sich mit dem 28 Jahre alten Deutsch-Afghanen Omid S. wegen Unterstützung der terroristischen Vereinigung IJU verantworten.

Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden vor, für die IJU am Aufbau des europäischen Netzwerks beteiligt gewesen zu sein. Zudem sollen sie für die Organisation technisches Gerät sowie Kleidung in größerem Umfang zur Verfügung gestellt haben. Davon soll auch die Sauerland-Gruppe bei ihrer Anschlagsvorbereitung profitiert haben. Der Frankfurter Prozess läuft seit Ende Juni.
hen/dpa/ddp

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,646231,00.html#ref=rss

Salzkartoffel
01.09.09, 12:02
Verstehe nicht, was Du damit zum Ausdruck bringen willst.

Daß die Sauerland-Terroristen und ihre Helfershelfer eben nicht die klügsten waren?

Daß echte Terroisten klug sind und deswegen derjenige, der nicht klug agiert kein echter Terrorist ist?


Ich will damit sagen dass hier keine professionelle Organisation dahinter steht. Es sind einzelne Irre. Terroristen bleiben es trotzdem. Aber das imaginäre Feindbild stimmt so nicht.

Wer in Berlin (oder anderen deutschen Großstadt) eine Bombe hochgehen lassen will der braucht keinen Sprengstoff, ein Bagger und ein Stück Brachland reicht. Es gibt noch so viele Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, ständig werden wegen Bombenentschärfungen Wohnviertel oder Straßen gesperrt. Auch heute gibt es noch Tote. Dort sind die Probleme.

Gebhard
01.09.09, 12:04
Wird ja immer abwegiger dieses Ansinnen die Gefahr durch solche frommen Männer wie Fritz G. und Konsorten zu verharmlosen.


Dort sind die Probleme.

Terroristen und ihre Ideologie sind also keine so große Gefahr für unseren Staat und unsere Gesellschaft wie die in Deutschland noch herumliegenden Blindgänger?

Aberwitzig.

Salzkartoffel
01.09.09, 13:10
Wird ja immer abwegiger dieses Ansinnen die Gefahr durch solche frommen Männer wie Fritz G. und Konsorten zu verharmlosen.



Terroristen und ihre Ideologie sind also keine so große Gefahr für unseren Staat und unsere Gesellschaft wie die in Deutschland noch herumliegenden Blindgänger?

Aberwitzig.

Aberwitzig sind solche Konstrukte wie "internationaler Terrorismus". Durch Blindgänger sterben num mal in Deutschland mehr Menschen als durch Terroristen. Die wirklich kranken Ideologen sitzen im Reichstag.

PretzelLogic
01.09.09, 13:12
Wird ja immer abwegiger dieses Ansinnen die Gefahr durch solche frommen Männer wie Fritz G. und Konsorten zu verharmlosen.



Terroristen und ihre Ideologie sind also keine so große Gefahr für unseren Staat und unsere Gesellschaft wie die in Deutschland noch herumliegenden Blindgänger?

Aberwitzig.

Terroristen sind eine Gefahr nicht nur für Deutschland sondern für die Menschheit Gebhard.
Wenn man sich jedoch vor Augen hält wieviele Islamistische Anschläge und Anschlagspläne es in Deutschland gegeben hat erscheint mir der Medienhype darum jedoch, um es mit deinen Worten zu sagen:

A B E R W I T Z I G

Gibt es eine Bedrohung durch militante und Gewaltbereite Islamterroristen?
Ja

Aber die gibt es meiner bescheidenen Meinung nach auch im Osten dieses Landes hier in Form von NPD und FASCHO Partei Anhängern......

Komiker
01.09.09, 13:19
Ich kann Menschen nicht verstehen die so einen SCHEISS auch noch tolerieren!


Ist auch schwer nachzuvollziehen,

würde ich sagen......40 Leute getötet auf einer Hochzeitsfeier in Afghanistan durch eine ferngelenkte Drohne im Vergleich zu solchen Amateuren relativiert die ganze Sache erheblich....Gut oder Böse, Recht oder Unrecht.....was soll ich da mit dem Wort Toleranz ?

Muß Dir ganz ehrlich sagen, daß ich mit dem innerlichen Richterspruch ganz aufgehört habe....ich entscheide für mich selbst und die Entscheidung heißt
ganz klar. Ich werde weder für einen Staat noch für einen Staatsfeind oder einer Ideologie oder Religion zum Mörder, aber wenn ich mich und meine Familie schützen muß, dann werde ich zum Verteidiger dessen was ich liebe...
Afghanistan zum Beispiel wird nicht das Land sein, in dem ich meine Liebsten verteidige, aber wer dorthin geht um "sein Liebstes" zu verteidigen, sei es auch nur seine Liebe zum Befehl, muß das mit sich selbst ausmachen. Toleranz?


Toleranz ist doch auch nur ein innerer Richterspruch....




Aberwitzig sind solche Konstrukte wie "internationaler Terrorismus". Durch Blindgänger sterben num mal in Deutschland mehr Menschen als durch Terroristen. Die wirklich kranken Ideologen sitzen im Reichstag.

Wenn man wählt hat man die Krankheit mitzuverantworten. Es ist eine ewige Diskussion, die ich für mich selbst nicht abgeschlossen, aber ziemlich genau sortiert habe.
Ich kann nichts dafür, daß ich da bin, aber deshalb muß ich mich nicht anstecken bei den Kranken. Wie ich sauber aus der Sache herauskomme, weiß ich natürlich nicht sicher, dennoch glaube ich an mein Glück. Allerdings denke ich im Moment an das 3. Reich und sage mir....wieviele Menschen haben in dieser Zeit gelebt, die deckungsgleich meiner Sehnsüchte und Gedanken lebten und letztendlich versagt haben oder vergast wurden, oder vielleicht sogar zu Täter wurden......also

richte ich nicht, ist besser so... was denkst Du ?

Gebhard
01.09.09, 13:26
Aberwitzig sind solche Konstrukte wie "internationaler Terrorismus". Durch Blindgänger sterben num mal in Deutschland mehr Menschen als durch Terroristen.

Was für ein menschenverachtender Vergleich. Unfälle und gezielte Morde auch nur als Vergleichsmaßstab heranziehen zu wollen.

Sollte man erst diese Terroristen gewähren lassen, damit Deine "Statistik" ins wanken gerät?

Du hättest womöglich auch den Angehörigen der Opfer von Madrid oder London gesagt: "Trösten sie sich, die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Verkehrsufnalls zu werden ist viel größer, also müssen wir doch unser Augenmerk vor allem auf die Verkehrssicherheit legen!"

Finde diese Anmerkung noch zynischer als das hier schon gefallene "Das sind doch gute Jungs."

PretzelLogic
01.09.09, 13:33
Du hättest womöglich auch den Angehörigen der Opfer von Madrid oder London gesagt: "Trösten sie sich, die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Verkehrsufnalls zu werden ist viel größer, also müssen wir doch unser Augenmerk vor allem auf die Verkehrssicherheit legen!"


Warum wird der Anschlag der Al Quaida von Istanbul der im selben Zeitraum geschah und ähnlich hinterfotzig getätigt wurde wie die ersten beiden eigentlich immer "VERGESSEN?"

Wahrscheinlich weils nicht ins Muslime gegen die zivilisierte Welt nicht passt oder was meinst du ?

Gebhard ?

Ansonsten wieviele Terrorpläne wurden in D denn vereitelt ? Und wieviele wurden verübt ?

Steht das in einem Verhältnis zur Medienberichterstattung deiner Meinung nach?
Ich meine es gibt glaube ich vier MIO Muslime in Deutschland, glaubt man den Kulturkämpfern müsste hier eine Bombe nach der anderen hochgehen, guckt man nach der Airtime die diese Schrate und andere Schrate hier im TV haben und den Leitartikeln und Pressmeldungen müsste Deutschland schon längst in Schutt und Asche liegen.

Denk mal drüber nach........

Im übrigen hat er mit der Aussage dass mehr Menschen in D durch Blindgänger umgekommen sind als durch Islamisten durchaus Recht !

Auch wenn es ein mehr als vager vergleich ist, ist er doch in seiner Konsequenz korrekt.

Gebhard
01.09.09, 13:34
Terroristen sind eine Gefahr nicht nur für Deutschland sondern für die Menschheit Gebhard.
Wenn man sich jedoch vor Augen hält wieviele Islamistische Anschläge und Anschlagspläne es in Deutschland gegeben hat erscheint mir der Medienhype darum jedoch, um es mit deinen Worten zu sagen:

A B E R W I T Z I G

Sehe ich ganz anders. Ich kann auch gar keinen "Medienhype" erkennen. Ganz im Gegenteil


Gibt es eine Bedrohung durch militante und Gewaltbereite Islamterroristen?
Ja

Aber die gibt es meiner bescheidenen Meinung nach auch im Osten dieses Landes hier in Form von NPD und FASCHO Partei Anhängern......

Schön. Dem könnte ich prima facie auch zustimmen. Ich frage mich nur:

(1) Wieviele vereitelte Terroranschläge in so groß angelegtem Maßstab, wie er hier von Islamterroristen bereits verübt und im Fall der Sauerland-Gruppe geplant wurde ist seit 1945 auf das Konto einer Neonationalsozialistischen oder gar faschistischen Gruppierung gegangen?

(2) Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich sehe da keinen Kontext. Welche Aussagekraft hat bei der Beurteilung der Gefährdung durch Islamterroristen die Frage der möglichen Gefährdung durch Neonationalsozialisten?

PretzelLogic
01.09.09, 13:48
Sehe ich ganz anders. Ich kann auch gar keinen "Medienhype" erkennen. Ganz im Gegenteil

Nein?
Wieviele Spiegel Titel hatten im vergangenen Jahr ein Islamthema als TITEL Story?
von 52?!

Es ist definitiv ein Medienhype wenn es um islamistischen Terror geht !


Schön. Dem könnte ich prima facie auch zustimmen. Ich frage mich nur:

Was auch immer das heissen soll, immer dieses pseudolateingeschreibsel, wir nehmen deine "humanistische" Erziehung zur Kenntnis.


(1) Wieviele vereitelte Terroranschläge in so groß angelegtem Maßstab, wie er hier von Islamterroristen bereits verübt und im Fall der Sauerland-Gruppe geplant wurde ist seit 1945 auf das Konto einer Neonationalsozialistischen oder gar faschistischen Gruppierung gegangen?

In Deutschland wurde kein islamistischer Terroranschlag verübt !
Die Oklahoma Bomber waren und sind Faschisten, Es gibt in Deutschland Todesopfer aufgrund von Nazionalfaschistischer Gewalt.
Erstaunlicherweise findet dieser Umstand findet man jedoch bestenfalls eine oder zwei Wochen lang in der Zeitung.

Danach Life goes on !


(2) Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich sehe da keinen Kontext. Welche Aussagekraft hat bei der Beurteilung der Gefährdung durch Islamterroristen die Frage der möglichen Gefährdung durch Neonationalsozialisten?

Dann lass dir mal die Augen öffnen:
Beide sind Terroristen, der eine Terrorisiert eine Staatsdoktrin und redet sich ein er kämpfe für die Freiheit seiner Religion vom Joch der Kreuzritter und der andere Terrorisiert Ausländer und andere Fremde oder Artfremde Menschen
Rostock Lichtenhagen ist für mich Terrorismus.

Die schenken sich nichts, dennoch sollte an dieser stelle mal darüber reflektiert werden warum der Islamobomber der nicht einen Anschlag in D verübt hat mehr Sendezeit, mehr Leitartikel und mehr Reportagen bekommt als der gemeine braune Nazi der wenn er losgelassen wie mehrmals in den letzten Wochen hingeht und die Staatsgewalt mit Molotowcocktails abzufackeln droht.

Das steht in keinem Vehältnis, insbesondere auch im Hinblick auf die erschreckend hohen Wahlergebnisse brauner Parteien in Hillbilly Ostdeutschland.

So einfach ist das.

Man sollte über die eine Gefahr nicht die Andere vergessen und sehr wohl haben die etwas miteinander gemein.
Auch wenn du lieber die Augen verschliessen willst.

Der böse Musel will euch ans Leder.......
Das die Bahnen die in die Luft gesprengt werden sollten auch von Musels frequentiert werden scheint irgendwie an euch ANGSTFRESSENSEELEAUF Gestalten vorbeizugehen.....

Gebhard
01.09.09, 13:51
Deine Stereotypen Feindbilder sind einfach lächerlich und enervierend.


Warum wird der Anschlag der Al Quaida von Istanbul der im selben Zeitraum geschah und ähnlich hinterfotzig getätigt wurde wie die ersten beiden eigentlich immer "VERGESSEN?"

Wahrscheinlich weils nicht ins Muslime gegen die zivilisierte Welt nicht passt oder was meinst du ?

Gebhard ?


Ganz einfach. Weil er nicht um die Ecke stattgefunden hat. Ich habe keinerlei persönlichen Bezüge zur Türkei. Wohl aber zu Deutschland meinem Vaterland und auch zu England und Spanien. Ansonsten - da hast Du völlig recht - müßte man jeden Anschlag durch Islamterroristen aufzählen. Zählst Du diejenigen noch mit, die täglich in Afghanistan, Irak oder sonstwo passieren? Ich nicht mehr. Ich kümmere und interessiere mich um das was in meiner Nähe passiert. Darauf habe ich Einfluß. Nicht auf das was auf der ganzen Welt passiert.

Dein ständiger Feindbildaufbau gegen mich persönlich aus mir nicht ersichtlichen Gründen ist im übrigen eher enervierend.


Ansonsten wieviele Terrorpläne wurden in D denn vereitelt ? Und wieviele wurden verübt ?

Zwei. Und glaubst Du wirklich, daß die Bevölkerung über alles informiert wird, was die Sicherheitslage von Deutschland angeht?


Steht das in einem Verhältnis zur Medienberichterstattung deiner Meinung nach?


Ja. Ich weiß gar nicht wo der angebliche "Medienhype" stattfinden soll. Es findet eine sachliche Berichterstattung in verschiedenen Printmedien statt, die bei einem solchen Mammutprozeß vollkommen normal und üblich ist.

Wenn es seit Prozeßauftakt jeden Abend in der Tagesschau einen "Sauerland-Gruppen-Spezial-Report" gäbe in dem alle möglichen journalistischen Mutmaßungen ausgestreut werden würden, dann könnte ich Dir folgen.


Ich meine es gibt glaube ich vier MIO Muslime in Deutschland, glaubt man den Kulturkämpfern müsste hier eine Bombe nach der anderen hochgehen, guckt man nach der Airtime die diese Schrate und andere Schrate hier im TV haben und den Leitartikeln und Pressmeldungen müsste Deutschland schon längst in Schutt und Asche liegen.

Denk mal drüber nach........

Habe ich schon. Kann Deine Wahrnehmung aber aus meinem Blickwinkel nur als "hysterisch" kennzeichnen.


Im übrigen hat er mit der Aussage dass mehr Menschen in D durch Blindgänger umgekommen sind als durch Islamisten durchaus Recht !

Auch wenn es ein mehr als vager vergleich ist, ist er doch in seiner Konsequenz korrekt.

Der Vergleich ist nicht vage. Er ist zynisch und gezielt verharmlosend.

Er unterschlägt zum einen den Unterschied zwischen Realisierung (Bombe geht hoch) mit Nichtrealisierung (Attentate nicht durchgeführt).

Und er unterschlägt den Unterschied zwischen "Blindgänger explodiert" (Unfall) und ein Mensch zündet eine Bombe in der Absicht Menschen zu töten (Mord).

Salzkartoffel
01.09.09, 13:55
Was für ein menschenverachtender Vergleich. Unfälle und gezielte Morde auch nur als Vergleichsmaßstab heranziehen zu wollen.

Beim Einsatz vom Bomben gegen Zivilisten handelt es sich sehr wohl um einen gezielten Mord, im dem Fall Massenmord. Das ist kein Unfall, die Bomben wurden gezielt abgeworfen um Zivilisten zu töten. Bomberpiloten sind auch Terroristen! In meinen Augen der größere Abschaum!

Gebhard
01.09.09, 13:56
Nein?
Wieviele Spiegel Titel hatten im vergangenen Jahr ein Islamthema als TITEL Story?

Etc. das ganze Posting. Falls Du - woran ich nach den bisherigen Eindrücken von Dir Zweifel habe - wirklich an einem Gedankenaustausch mit mir interessiert bist und mich nicht nur als virtuellen Dummy benutzen willst, dann sprich bzw. schreib doch zu mir als wäre ich ein vernunftbegabter Mensch und nicht der Stereotyp Deines Lieblingsfeindbildes.

Ansonsten kannst Du Dir halt jemand anderen suchen um ihn von der Seite anzumachen.

Achte einfach mal mehr darauf, was andere schreiben und nicht darauf, was Du denkst, was andere denken. Dann klappt es auch mit dem Nachbarn.

PretzelLogic
01.09.09, 14:10
Deine Stereotypen Feindbilder sind einfach lächerlich und enervierend.

Mir egal....
Insbesondere auch im Hinblick auf den Umstand dass du inhaltlich auf meinen Beitrag gar nicht eingehst sondern einer Mimose gleich deine verletzten Gefühle in den Vordergrund stellst.


Ganz einfach. Weil er nicht um die Ecke stattgefunden hat. Ich habe keinerlei persönlichen Bezüge zur Türkei. Wohl aber zu Deutschland meinem Vaterland und auch zu England und Spanien.

Thema hier ist Islamisten Terror ! Da solltest du schon auch wenn du eher auf Fish and Chips stehst und auf Malle wanderst zur Kenntnis nehmen dass der Anschlag von Istanbul in einer Reihe steht mit den von dir genannten.

Er ist in keinster Weise mit den Anschlägen in den gescheiterten Staaten Afghanistan und Irak vergleichbar.
Nimm zur Kenntnis dass du dich hier in einem von Türken frequentierten Forum bewegst.

Insofern solltest du alleine schon aus Gründen des Guten Tons von dieser sehr "Eurozentrischen" Wahrnehmung von Terror Abstand nehmen.


Dein ständiger Feindbildaufbau gegen mich persönlich aus mir nicht ersichtlichen Gründen ist im übrigen eher enervierend.

Wovon redest du denn konkret ?
Welches Feindbild ?
Fakt ist ich mag dich und deine ganze Art als Abendländischer möchtegern Humanist nicht die Bohne.

Deine Aussagen oben bestärken mich eigentlich nur noch in meiner Ablehnung deiner Person.
Dir geht es gar nicht um Terrorismus und die Verurteilung von Gewalt.
Dir geht es in erster Linie darum Bestätigung zu bekommen für die Sterotype die in dir schlummern.

Sagtest du nicht selber?


Ganz einfach. Weil er nicht um die Ecke stattgefunden hat.

Madrid ist aber auch nicht um die Ecke nicht wahr?!


Ich habe keinerlei persönlichen Bezüge zur Türkei. Wohl aber zu Deutschland meinem Vaterland und auch zu England und Spanien.

Danke !


Ja. Ich weiß gar nicht wo der angebliche "Medienhype" stattfinden soll. Es findet eine sachliche Berichterstattung in verschiedenen Printmedien statt, die bei einem solchen Mammutprozeß vollkommen normal und üblich ist.

Wenn es seit Prozeßauftakt jeden Abend in der Tagesschau einen "Sauerland-Gruppen-Spezial-Report" gäbe in dem alle möglichen journalistischen Mutmaßungen ausgestreut werden würden, dann könnte ich Dir folgen.

Es geht mir hier nicht in erster Linie um diesen speziellen Fall sondern um das gesamte Themengebiet:
Islamistischer Terror, Migration, Überfremdung, Christliches Abendland Contra Islamischer Barbarei.

Alles Andere ist Kakophonie....
Stilicho.......


[/QUOTE]

Gebhard
01.09.09, 14:19
Alles Andere ist Kakophonie....
Stilicho.......

Die mir von Dir unterstellte und abgelehnte humanistische Bildung (weiß gar nicht wo ich hier meinen persönlichen Bildungsweg offenbart habe.) hat zwar keine Kenntnis darüber, was "Stilicho" bedeutet, aber was nettes wird es wohl wieder mal nicht sein.

Zum Stichwort "Kakaphonie" und der Möglichkeit ihrer Vermeidung bitte nochmal mein vorangegangenes Posting lesen.

Danke.

Gebhard
01.09.09, 14:21
Insofern solltest du alleine schon aus Gründen des Guten Tons ...

Vorbilder können andere durch ihr Verhalten beeindrucken. Menschen die hingegen etwas von anderen fordern, was sie selbst nicht bringen- die konnte ich noch nie leiden.

PretzelLogic
01.09.09, 14:31
Vorbilder können andere durch ihr Verhalten beeindrucken. Menschen die hingegen etwas von anderen fordern, was sie selbst nicht bringen- die konnte ich noch nie leiden.

Na also dann haben wir in guter Demokratischer Tradition einen Konsens:
Ich mag dich nicht und du mich nicht.....

Damit kann ich bestens leben

Gebhard
01.09.09, 14:35
Prima. Nachdem diese das eigentliche Thema nicht berührende Angelegenheit nun - hoffentlich endlich - geklärt worden ist, steht ja einer vielleicht doch sachlich orientierten Debatte in diesem (und auch anderen) Fäden in Zukunft nichts (bzw. weniger) entgegen.

Gebhard
02.09.09, 13:50
Logbuch al-Qaida

Phantom IJU wird greifbar

Von Yassin Musharbash (yassin_musharbash@spiegel.de)
Als vor zwei Jahren die Bombenkocher der Sauerland-Gruppe festgenommen wurde, gab es kaum Informationen über die Auftraggeber der "Islamischen Dschihad-Union". Manche hielten sie für ein Phantom. Dank der Geständnisse der Angeklagten ist sie nun die wohl bestaufgeklärte islamistische Terrororganisation.

Berlin - Es war Ende April 2007, als Fritz Gelowicz zum ersten Mal in seinem Leben von einer "Islamischen Dschihad-Union" las: Der SPIEGEL hatte gemeldet (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,478639,00.html), dass die CIA die deutschen Behörden vor einer Gruppe Terrorwilliger warne, die über die Türkei auf dem Weg nach Deutschland sei und aus dem Umfeld dieser Organisation stamme.

Gelowicz, der zu diesem Zeitpunkt schon mitten in den Planungen für eine potentiell verheerende Anschlagsserie in Deutschland steckte, nahm die Nachricht aufmerksam zur Kenntnis. Dass er selbst und seine Mitverschwörer Daniel Schneider, Attila Selek und Adem Yilmaz mit der Warnung gemeint waren, kam ihm allerdings nicht in den Sinn. Erst einen Monat später habe es "Klick gemacht", sagte Gelowicz im Juni dieses Jahres den Vernehmungsbeamten des Bundeskriminalamtes (BKA).
Gelowicz war nicht das einzige Zellen-Mitglied, dem es so ging. Attila Selek, der zu diesem Zeitpunkt in der Türkei Zünder für den Bombenplot beschaffen half, wunderte sich ebenso über die vermeintlich andere Terrorgruppe wie Adem Yilmaz und Daniel Schneider, die später dem BKA ebenfalls attestierten, dass sie den Namen "Islamische Dschihad-Union" oder deren gängige Abkürzung "IJU" allein aus den Medien kannten.
Dabei hatten alle vier Männer im Jahr 2006 eine Ausbildung in einem Lager der IJU im pakistanischen Waziristan nahe der Stadt Mir Ali durchlaufen. Und nicht nur das: Der IJU-Chef persönlich gab Gelowicz und Yilmaz damals den Auftrag, in Deutschland Terroranschläge durchzuführen und dabei vorzugsweise US-Soldaten ins Visier zu nehmen, gern aber auch symbolträchtige deutsche oder usbekische Ziele (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,646231,00.html). Bis auf Selek hatten die verhinderten Terroristen sogar eine "Bai'a", also einen Treueeid, im Terrorcamp abgelegt. Yimaz sagte dem BKA gar, er betrachte sich deswegen nach wie vor als Mitglied.

Eigentliches Ziel: Tschetschenien

Die scheinbare Ahnungslosigkeit der Sauerland-Gruppe über die IJU wirkt irritierend, lässt sich aber leicht erklären - denn die vier, die auszogen, den Dschihad zu lernen, kannten die Usbeken-Organisation unter anderen Bezeichnungen. Meistens war schlicht von der "Ahmad-Gruppe" die Rede, so benannt nach dem Kampfnamen ihres Anführers, dessen Klarname, wie mittlerweile feststeht, Nadschmeddin Schalolow ist. Auch der Begriff "usbekische Gruppe" kursierte. Am nächsten kam Gelowicz dem wahren Namen: Er betrachtete im Lager ein Propaganda-Video der IJU, in welchem ein Logo mit dem Schriftzug "Badr al-Tawhid", arabisch für "Vollmond des Monotheismus", eingefügt war. Er fragte, ob das der Name der Gruppe sei. Nein, beschied man ihm, der laute "Ittihad al-Jihad al-Islami", was übersetzt "Union des islamischen Dschihad" (so Gelowiczs Übertragung) oder eben "Islamische Dschihad-Union" heißen kann.

Ihr auch gegenüber dem BKA offen bekundetes Desinteresse an der Gruppe, die sie ausbilden sollte, hatte zudem einen spezifischen Grund: Sie hatten eigentlich vor, in Tschetschenien zu kämpfen; nach Waziristan zur Schulung gingen sie nur, weil die Vermittler für den Front-Trip im Kaukasus der Meinung waren, dies sei nötig. So eröffneten sie den vier Dschihadisten aus Deutschland den Weg nach Waziristan. Wenn es aber nach ihnen gegangen wäre, hätten sie sich danach tatsächlich nach Tschetschenien abgesetzt. Es kam anders: "Ahmad" wollte Bomben in Deutschland.

Näher kommt man nicht an die IJU

Als die CIA im April 2007 ihre vagen Warnungen nach Deutschland kabelte, da war die "Islamische Dschiad-Union" freilich auch den deutschen Sicherheitsbehörden nicht besonders gut bekannt. Es gab Material zu usbekischen Dschihadisten, aber es war nicht viel verlässliches darunter. Die vorherrschende Lesart war, dass die IJU eine Abspaltung der Ende der Neunziger gegründeten "Islamischen Bewegung Usbekistan" war. Man hatte aber immerhin Informationen über einige Kader der Truppe, schätzte sie auf ein paar hundert Kämpfer, war sicher, dass sie in Pakistan operierte und hatte Kenntnis, dass sie einen Schleuserring zur Verfügung hatte.
Heute, fast genau zwei Jahre nachdem Gelowicz, Schneider und Yilmaz beim Testkochen von Sprengstoff im Sauerland festgenommen wurden (Selek wurde wenig später in der Türkei verhaftet), sieht die Sache anders aus: Dank der über 1400 Seiten geständigen Auslassungen der vier Angeklagten gegenüber dem BKA ist die IJU vermutlich die am besten aufgeklärte Terrororganisation der Welt - jedenfalls für die deutschen Behörden. Es ist schwer genug, überhaupt mehr als Halbwissen und Gerüchte über solche Gruppen zu sammeln, geschweige denn, einen Spion zu platzieren. Umfassende Geständnisse von direkt Involvierten sind da eine große Hilfe.

Da die vier Angeklagten unabhängig voneinander und ohne vorherige Absprachen vernommen wurden, haben ihre Aussagen immer dann besonderen Wert, wenn sie sich decken. Das ist bei vielen Details der Fall.

Trouble mit der usbekischen Konkurrenz

So ergibt sich in der Summe das Bild einer eher kleinen und eher schlecht ausgestatteten Dschihadisten-Gruppe unter vielen, die in Waziristan ihre Basis haben und von dort aus entweder die pakistanische Armee angreifen oder gelegentlich nach Afghanistan einsickern, um US-Soldaten zu attackieren.

Auf ein paar Dutzend dauerhafte Mitglieder schätzen die Sauerländer die IJU, aufgeteilt in zwei Hauptgruppen: Einmal in Mir Ali, einmal an der Front, wo es einen eigenen Kommandeur gibt. Die Kooperation mit anderen Gruppen erschien den Kronzeugen nicht besonders ausgedehnt zu sein: Waffentausch mit al-Qaida, gelegentliche Begegnungen mit türkischen oder arabischen Gruppierungen. (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,628733,00.html) Zur anscheinend deutlich mitgliederstärkeren "Islamischen Bewegung Usbekistan", die ebenfalls dort operiert, gibt es demnach Spannungen.
In persönlichen Gesprächen plauderten "Ahmad" und seine rechte Hand "Suleyman" auch über die Ursprünge der IJU, und bestätigten damit die These der Abspaltung von der IBU. Die IJU, heißt es in den Aussagen, sei eher international orientiert.

Unabhängig von al-Qaida

Für Anschläge im Ausland, vermuten die Angeklagten, sei eine Absprache mit al-Qaida indes nicht erforderlich. Nur wenn sie in Afghanistan auftrete, unterstelle sie sich dem lokalen Taliban-Kommando.
Finanzieren würde sich die IJU wohl vor allem über Spenden, vermuten die Angeklagten weiter. Und zumindest zeitweise schloss die Gruppe wohl auch einen Waffenstillstand mit der pakistanischen Armee - sehr zum Missfallen von Adem Yilmaz, der gern gegen sie gekämpft hätte.
Schließlich offenbarten die Angeklagten das Curriculum der Terrorausbildung (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,641410,00.html) (Waffenkunde, Sicherheit, Gifte, Bombenbau, Sprengstofflehre, Sport, wenig Religion), mutmaßten über veraltete Lehrbücher, identifizierten auf Propaganda-Videos einzelne Kader der IJU und Häuser, und erklärten dem BKA, dass die IJU-Kader nur wenig Ahnung von Europa hätten.

Gegenwart aufgeklärt, Vergangenheit unklar

Es sind genau solche Informationen, nach denen Geheimdienste und Sicherheitsbehörden lechzen - sie helfen, dass Risiko, das von einer Gruppe ausgeht, einzuschätzen. Die IJU ist demnach kein besonders großer Faktor. Wenn doch, dann vor allem, weil sie nach wie vor einige deutsche Rekruten in ihren Reihen hat, namentlich Eric Breininger und Houssain al-M.1, beide mutmaßlich von Daniel Schneider vermittelt (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,643449,00.html).

Nie dürfte ein aktuelleres und umfassenderes Bild von der IJU vorgelegen haben. Andererseits helfen die Aussagen nur bedingt dabei, den Ursprung der IJU einzuschätzen. Verschwörungstheoretiker und andere Skeptiker haben von Beginn an gemutmaßt, die IJU sei eine Erfindung der usbekischen Behörden (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,509631,00.html). Die Sauerländer können das kaum einschätzen, auszuschließen ist es nicht. Aber selbst wenn es so wäre: Für die Gegenwart hat es keine Bedeutung, die IJU hat sich längst verselbständigt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,646268,00.html#ref=rss

nemrut
03.09.09, 21:07
Man hält es nicht für möglich aber Monitor bringt eine kritische Sendung.

Terroristen wurden von Geheimdiensten gelenkt!?


http://www.youtube.com/watch?v=mo2CwqlEG3U

AlGhazali
03.09.09, 21:15
http://www.islamische-zeitung.de/?id=12272

Falls wirs noch nicht hatten

nemrut
03.09.09, 22:57
http://www.islamische-zeitung.de/?id=12272

Falls wirs noch nicht hatten

es ist nicht neu, dass geheimdienste terror verübt haben oder terroristen unterstützt haben. dem internet sei dank ist alles nachzulesen.

in london liess man die bombe hochgehen, aber hier in deutschland wird man diesen schritt nicht gehen. das würde zu tiefe gräben zwischen den knapp 5 mio moslems und der deutschen bevölkerung schaffen, worüber sich schäuble und co. natürlich bewusst sind. also im letzten moment medienwirksam einen vermeintlichen anschlag vereiteln.

Gebhard
11.09.09, 08:35
Deutschland - «Sauerland-Gruppe» rekrutierte weitere «Gotteskrieger»

09.09.2009 | 15:05 Uhr

Er habe die Leute danach ausgesucht, «ob sie sich gut im Islam auskennen, ein islamisches Leben führen und Deutschland verlassen wollen», berichtete Y.. Darüber hinaus hätten die Leute «Durchhaltevermögen» mitbringen müssen. Doch in manchen Fällen habe er sich auch geirrt. Ob jemand für den Dschihad - den «heiligen Krieg» - «brauchbar» sei, habe sich erst vor Ort in den Ausbildungslagern herausgestellt. «Für unsere Verhältnisse ist es dort sehr schwierig. Manche schafften es nicht.»
Genaue Pläne, wer wie viele Menschen zu töten habe, habe es nicht gegeben, sagte Y. weiter. «Wer wie viele tötet, entscheidet im Endeffekt nur Allah.» Die angehenden «Gotteskrieger» habe er davor gewarnt, nach Deutschland zurückzukehren. Es sei zu befürchten gewesen, dass sie sofort festgenommen worden wären. Auch habe er den Männern davon abgeraten, vor ihre Ausreise ein Testament zu machen. Möglicherweise hätten sich die Eltern dann an die Polizei gewandt.
Auf die Frage der Bundesanwaltschaft, ob betrügerische Methoden zur Finanzierung des Dschihad mit dem Islam zu vereinbaren seien, sagte Y.: «Für sie ist das Betrug, für uns nicht.» Unter anderem sollten angehende Dschihadisten vor ihrer Ausreise Laptops in Elektronikmärkten per Ratenvertrag lediglich anzahlen und sich dann in den Nahen Osten absetzen. Wenn es «das Geld der Feinde ist, die den Islam bekämpfen», seien solche Methoden in Ordnung.
Den vier Angeklagten wird vorgeworfen, im Namen der IJU Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant zu haben. Laut Anklage hatten sich die vier Männer zwölf Fässer mit Chemikalien beschafft und in einer Ferienwohnung im sauerländischen Medebach-Oberschledorn damit begonnen, daraus Sprengstoff herzustellen.

ddp/fbr/stu
http://www.ad-hoc-news.de/deutschland-sauerland-gruppe-rekrutierte-weitere--/de/Politik/20502617