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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leonardo da Vinci - Der Universalmensch



Steppenwolf
11.10.09, 20:51
Leonardo da Vinci leistete Außerordentliches als Künstler, Techniker und Wissenschaftler. Der Außenseiter der späten Renaissance war ein Meister des Unvollendeten.

http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/0,1518,652396,00.html

AlGhazali
11.10.09, 21:33
Weisst du Steppenwolf...irgendwann leuchtete es mir ein...als ich mich damals mit Geschichtsphilosophie mich befasste. Geschichte dient nicht in erster Linie um zu berichten was geschah in Wirklichkeit sondern es dient oft als "Identitätsstiftend" und "gibt Orientierung". Wenn Da Vinci wirklich deswegen geehrt wird weil ein ein grosser Künstler Erfinder usw wardann ist es eine schöne Sache und was wenn nicht deswegen? Für Identität braucht man auch Mythen wie "Anfangsmythos"..."Mythos der goldenen Zeiten" und sehr wichtig "Pantheon der Helden und Halbgötter". Zu dem letzten müssen einige historische Persönlichkeiten herhalten. Sie werden verklärt. Damit "wir" zurückblikend sagen "Man wir hatten tolle Helden und grosse Geister. Wir können auf uns stolz sein. Wir sind die Guten und unsere Lebensweise ist die Beste." "Andere" erscheinen dann einem wie Halbwilde die kaum Zivilisation hatten. Ein Freund von mir ging mal nach Südafrika und lebte einige Tage mit den Bushmännern zusammen. Er meinte "ich habe sowiel Weisheiten von denen gehört, dass meine Philosophielehrer blass dagegen erscheinen."

Solange z.B. Biruni ein ähnliches Aufmerksamkeit erlebt wie da Vinci solange werde ich auch meine Zweifel haben.

stilicho
11.10.09, 22:31
Für Identität braucht man auch Mythen wie "Anfangsmythos"..."Mythos der goldenen Zeiten" und sehr wichtig "Pantheon der Helden und Halbgötter". Zu dem letzten müssen einige historische Persönlichkeiten herhalten. Sie werden verklärt. Damit "wir" zurückblikend sagen "Man wir hatten tolle Helden und grosse Geister. Wir können auf uns stolz sein. Wir sind die Guten und unsere Lebensweise ist die Beste." "Andere" erscheinen dann einem wie Halbwilde die kaum Zivilisation hatten.
Solange z.B. Biruni ein ähnliches Aufmerksamkeit erlebt wie da Vinci solange werde ich auch meine Zweifel haben.

Aufschlußreich, was dich da stört,
von Biruni nie gehört!

"Mittlerweile sind es vor allem anderen die Haltung und die Weltsicht Leonardos, die faszinieren: seine experimentelle Leidenschaft; sein rastloser Drang, Wissen an die Stelle von Glauben zu setzen; schließlich der außergewöhnlich produktive Eigensinn eines Mannes, der als uneheliches Kind, als Linkshänder und als Homosexueller immer schon anders war als die anderen. Vor Augen tritt ein Mensch, der als Vorbild eines neuzeitlichen, autonomen Individuums erscheint."

aus:
http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/0,1518,652396,00.html

AlGhazali
12.10.09, 00:21
STilicho gerade diese Passage die du zitierst was sagt es tatäschlich aus ? Nichts ! Da wird alles beiseite gekehrt und gesagt "seine Haltung" (? ) "seine Weltsicht" (was die wohl war und wer kennt sie denn ?) "produktive Eigensinn" (?) das uneheliche Kind , angebliche Homosexualität, Linkshändlersein...wir lesen und dann dieses komplette Blödsinn "immer schon anders war als die anderen". Diese Sätze sollten anscheinend eine Art "Anlauf" sein zu diesem Satz "Vor Augen tritt ein Mensch, der als Vorbild eines neuzeitlichen, autonomen Individuums erscheint." tja...das ist die Rolle die bitte schön Da Vinci und einige andere zu spielen haben. Die Rolle darum geht es...nicht um die Wirklichkeit alleine.

Über Abu Rayhan el-Biruni

Uas dem Internet:

Abu Raihan Muhammad al-Biruni wurde im Jahr 973 in der Nähe von Kjat, der alten Hauptstadt von Khowarizm (im heutigen Usbekistan) geboren. Er studierte Sprachen, islamisches Recht und viele Bereiche der Wissenschaft. Im Alter von 17 Jahren führte er astronomische Beobachtungen durch, 5 Jahre später konstruierte er erste astronomische Geräte und arbeitete bald selbständig. Er hielt sich vorerst meist in Gorgan (Iran) und Urgentsch (am Amu-Darja) auf. Er unternahm mehrere Reisen zu Studienzwecken nach Indien während der Herrschaft des Königs, Mahmud von Ghasna. Er starb im Jahre 1048.
Al-Biruni war einer der größten und bedeutendsten Enzyklopädisten seiner Zeit. Er war materiellen Reichtümern gegenüber gleichgültig und gab sich vollkommen dem Wissenserwerb hin, war ständig über die Bücher gebeugt, die er zusammenstellte. Er beschäftigte sich mit allen Wissengebieten seiner Zeit. Er war nicht nur Astronom und Mathematiker; Seine Arbeiten auf dem Gebiet der Physik und Geographie, zur Geschichte und zur Chronologie, zur Mineralogie und Pharmakologie, seine Beiträge zur Dichtkunst und seine philosophischen Auseinandersetzungen mit ibn Sina sind ein unschätzbarer Beitrag für alle diese Wissenschaften.
In der Mathematik beschrieb er die geometrische Trigonometrie. In der Geographie berechnete er den Äquatorumfanges sehr genau, fertigte einen Globus und lieferte eine Grundlage für die genaue Orts- und Entfernungsberechnung. In der Astronomie berechnete er die Entfernung einige Sterne sehr genau. Er zeichnete Finsternisse mit hoher Genauigkeit auf und benutzte die Mondfinsternisse, um die Längenunterschiede auf der Erdoberfläche zu berechnen. Auf diese Weise bestimmte er den Längenunterschied zwischen zwei Orten im heutigen Iran, die ca. 1300 km voneinander entfernt sind, auf 13,5 km genau. Er diskutierte über die Rotation der Erde und die Bewegung der Planeten im All.
In der Physik berechnete er das spezifische Gewicht verschiedener Substanzen.
In der Philosophie beschäftigte er sich mit der aristotelischen Logik und sein Briefwechsel mit ibn Sina war sehr bedeutungsvoll für die Entwicklung des dialektischen Denkens. In der Stiftungsbibliothek der Moschee von Merv ist ein Verzeichnis seiner Werke auf 60 engbeschriebenen Blättern aufbewahrt. Die wichtigsten seiner Werke sind:
Al-Qanun al-Mas uudi (Mas uud Kanon): über Astronomie, Mathematik und andere Wissenschaften.
Kitab al-Hind (Das Buch über Indien): Ein Buch über die indische Kultur, Religionen und Sprachen; Auch für alle heutigen Indienhistoriker und -Forscher bleibt dieses Werk darüber eine wertvolle und objektiv-analytische QuelleAl-Athaar al-Baaqia fil-Umamil Khalia (Hinterlassenschaften früherer Nationen): Über die Geschichte des Altertums.

Kitab as-Saidala (Buch der Apotheke): Über Pharmakologie

Attafhim fi Awa il Sinaat att-Tanjim (Einführung in Astronomie)

(Biruni war gleichzeitig auch ein islamischer Religionsgelehrter.)

Über sein Leben und seine Arbeitsweise schreibt ein Zeitgenosse, Muhammad Machmud al Nisaburi:
"Zum Leben genügt ihm das allernotwendigste. Biruni war materiellen Reichtümern gegenüber gleichgültig und achtete die alltäglichen Dinge gering, er gab sich vollkommen dem Wissenserwerb hin, war ständig über die Bücher gebeugt, die er zusammenstellte. Seine Hand legte die Feder nie weg, seine Augen beobachteten ständig, und sein Herz war auf das Nachdenken gerichtet..."

Al Bagdadi berichte, daß noch in seiner Sterbestunde Biruni sich nicht von seiner Arbeit lösen konnte:
"Ist es nicht besser, ich verlasse die Welt und kenne das Problem, als daß ich die Welt verlasse ohne das Problem zu kennen?"

Auszüge aus seinen Werken sind in "In den Gärten der Wissenschaften" Gotthard Strohmeier ,1991 Leipzig zu lesen.

Eine Kostprobe:

Abur-Raihan Mohammed ibn Ahmed Al-Biruni (973 – 1050)
Iranischer Universalgelehrter, der als einer der größten Gelehrten des arabischen Mittelalters gilt. Al-Biruni lebte seit 1018 als Astrologe am Hof des Sultans Mahmud von Ghasni und seiner Nachfolger. Er lieferte bedeutende wissenschaftliche Beiträge zur Geographie, Astronomie, Physik, Mineralogie, Chronologie, Geschichte u. a. und bestimmte als erster spezifische Gewichte. Insbesondere wirkte er als Vermittler zwischen dem arabischen und indischen Kulturkreis.

Vergöttlichung
Es gibt Worte, die in der einen Religion häßlich klingen und in einer anderen nicht und die von der einen Sprache toleriert und von der anderen ausgeschlossen werden. Dazu gehört der Ausdruck ta‘alluh („Vergöttlichung“) in der Religion des Islam. Denn wenn wir ihm im Bereich der arabischen Sprache nachgehen, werden wir finden, daß alle Namen, mit denen man das reine wahre Wesen bezeichnet, auch in irgendeiner Weise auf anderes bezogen werden können, mit Ausnahme des Namens Allah, denn er gehört ihm ganz allein zu, und es heißt von ihm, daß er sein größter Name sei. Wenn wir ihn aber innerhalb des Hebräischen und des Syrischen betrachten, in denen die vor dem Koran offenbarten Bücher geschrieben sind, werden wir finden, daß in der Thora und in den ihr später zugerechneten prophetischen Büchern die Bezeichnung „der Herr“ gleich dem arabischen Allah ist. Sie erhält kein Genitivattribut wie etwa in dem Ausdruck „der Herr des Hauses“ oder „der Herr des Vermögens“. Umgekehrt finden wir, daß in ihnen der arabischen Bezeichnung für „Herr“ ein Wort von der Wurzel ilah entspricht. So heißt es: „Die Söhne Elohims kamen vor der Sintflut zu den Töchtern der Menschen herunter und vermischten sich mit ihnen.“ Im Buche Hiobs, des Gerechten, wird gesagt: „Satan trat mit den Söhnen Elohims in ihre Versammlung. “ Im Gesetz des Moses ergeht an ihn das Wort des Herrn: „Siehe, ich mache dich zu einem Gott für Pharao.“ Im zweiundachtzigsten der Psalmen Davids heißt es: „Gott steht auf in der Versammlung der Götter“, das heißt der Engel. In der Thora werden die Götzen „fremde Götter“ genannt. Und wenn nicht die Thora jede Anbetung, die nicht auf Gott gerichtet ist, und die Verehrung der Götzen, ja sogar, daß man sie nur nennt oder an sie denkt, mit Verbot belegte, könnte man von diesem Ausdruck her auf die Idee kommen, daß damit nur die Verwerfung fremder, nichthebräischer Götter geboten sein sollte. Die Völker, die um das Land Palästina herum wohnten, verehrten die Götzen wie die Griechen, und die Israeliten empörten sich immer wieder gegen Gott, indem sie das Bild des Baal oder das der Astarte, das der Venus geweiht war, anbeteten. Aus: India (S.17,20-18,12)
Aus: Al-Biruni, In den Gärten der Wissenschaft (S.122-123)
Ausgewählte Texte aus den Werken des islamischen Universalgelehrten übersetzt und erläutert von Gotthard Strohmaier
© Reclam-Verlag Leipzig 1988
Veröffentlichung auf Philos-Website mit freundlicher Erlaubnis des Reclam Verlages

Nach G. Sarton , „Introduction to the History of Science, Baltimore 1927, Bd. 1, S. 707 war Biruni “Reisender, Philosoph, Mathematiker, Astronom, Geograph und Enzyklopädist, einer der größten Wissenschaftler des Islam, und alles in allem, einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten. Sein kritischer Geist, Toleranz, Liebe zur Wahrheit und geistigen Mut waren fast ohne Parallele in den mittelalterlichen Jahrhunderten.“


http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Biruni

stilicho
12.10.09, 11:23
STilicho gerade diese Passage die du zitierst was sagt es tatäschlich aus ? Nichts ! Da wird alles beiseite gekehrt und gesagt "seine Haltung" (? ) "seine Weltsicht" (was die wohl war und wer kennt sie denn ?) "produktive Eigensinn" (?) das uneheliche Kind , angebliche Homosexualität, Linkshändlersein...wir lesen und dann dieses komplette Blödsinn "immer schon anders war als die anderen". Diese Sätze sollten anscheinend eine Art "Anlauf" sein zu diesem Satz "Vor Augen tritt ein Mensch, der als Vorbild eines neuzeitlichen, autonomen Individuums erscheint." tja...das ist die Rolle die bitte schön Da Vinci und einige andere zu spielen haben. Die Rolle darum geht es...nicht um die Wirklichkeit alleine.

Und wenn schon. Ich habe nichts dagegen, daß er nach wie vor als leuchtendes Vorbild gilt wie viele andere auch.

Hätte Abu Rayhan el-Biruni doch in ähnlicher Weise in der islamischen Welt als Vorbild gedient. Sie hätte sich vielleicht anders entwickelt.

Dort hat sich wohl eher folgende Lehrmeinung eines ebenfalls schon mindestens tausend Jahre toten Gelehrten durchgesetzt:
Abu Hanifa (rh) sagte:"Halte fest an den Überlieferungen (athar) und dem Weg der Salaf und hüte dich vor den neu erfundenen Dingen, denn sie sind alles Innovationen."
(aus Path to Guidance/Ibn Qayyim)

AlGhazali
12.10.09, 11:58
Abu Hanifa (rh) sagte:"Halte fest an den Überlieferungen (athar) und dem Weg der Salaf und hüte dich vor den neu erfundenen Dingen, denn sie sind alles Innovationen."
(aus Path to Guidance/Ibn Qayyim)

"Bidah" heisst lexikalisch "Neuerungen" in der Theologie aber wird differenziert zwischen einem Bidah, welches die Gebote Allahs und seinem Propheten widerspricht oder verändert. Diese betreffen die Anbetungsweisen und Formen. Nicht alle Dinge des Lebens. In den indifferenten Dingen wie technische Dinge oder Alltagsgegenstände usw. dort sind Innovationen gutgeheissen oder sogar erwünscht. Ich habe in so manchen Büchern aus den Federn von Nicht-Muslimen diese Differenzierung vermisst. Einige sind "entschuldigt" weil sie vermutlich gar nichts von dem verstanden was sie schrieben. Doch was sind mit jenen, die es wissen müssten ?

stilicho
12.10.09, 13:41
"Bidah" heisst lexikalisch "Neuerungen" in der Theologie aber wird differenziert zwischen einem Bidah, welches die Gebote Allahs und seinem Propheten widerspricht oder verändert. Diese betreffen die Anbetungsweisen und Formen. Nicht alle Dinge des Lebens. In den indifferenten Dingen wie technische Dinge oder Alltagsgegenstände usw. dort sind Innovationen gutgeheissen oder sogar erwünscht. Ich habe in so manchen Büchern aus den Federn von Nicht-Muslimen diese Differenzierung vermisst. Einige sind "entschuldigt" weil sie vermutlich gar nichts von dem verstanden was sie schrieben. Doch was sind mit jenen, die es wissen müssten ?

Den Einwand habe ich erwartet. Mir ist das Zitat bei dem User "Der Schakal" aufgefallen und habe danach gegoogelt und eine etwas andere Übersetzung gefunden. Dennoch habe ich mich entschlossen, es in der schakal'schen Form zu bringen, um betonen, worauf ich hinauswill.
Denn ich kann die strikte Trennung zwischen sakraler und profaner Welt, die du vornimmst, nicht nachvollziehen. Die Trennung ist für den westlichen Teil der Welt seit einigen hundert Jahren selbstverständlich, noch lange nicht für den Islam. Erst recht nicht für den Islam von vor tausend Jahren. Ein islamweltberühmter Schriftgelehrter, nach dem sogar eine Mosche genannt wurde (nach Al Biruni nicht), predigt den Stillstand. Natürlich hat das Folgen.

Der Schakal
12.10.09, 13:48
...
Ein islamweltberühmter Schriftgelehrter, nach dem sogar eine Mosche genannt wurde (nach Al Biruni nicht), predigt den Stillstand. Natürlich hat das Folgen.

Am besten du liest den Beitrag von Ghazaly nochmal ...

AlGhazali
12.10.09, 14:23
Lieber stilicho...

diese Trennung zwischen "profan" und "sakral" will ich an Beispielen mal erläutern, obwohl es überflüssig ist. Wir dürfen nicht wollen nicht z.B. den Ramadan entgegen Allahs Gebot nicht an einem anderen Monat verschieben oder verkürzen. Wir dürfen nicht und woillen nicht z.B. nach einem anderen Stadt als Mekka pilgern und dort die Pilgerfahrt vollziehen . So können wir sehr viele weitere Beispiele nennen. Es betrifft auch die moralischen Gebote. Niemand kann das Lügen als SÜnde abschaffen oder die Barmherzigkeit usw. usw. Das gilt auch für in eurem Bewusstsein als "Kleinigkeit" geltenden Dinge. Wenn wir z.B. ins Moschee eintreten dann ist es eine prophetische Sunna zuerst mit dem rechten Fuss einzutreten. Wenn z.B. ein muslimischer Sektierier das ganze leugnet oder es umdreht so sehen wir dies auch als "Bidah" an und opponieren dagegen. Neben diese festen Anteil der Religion gibt es auch die elastische bewegliche Teil, welches ein grosses Teil ausmacht und Räume für vielfältige Deutungen öffnet die alle legitim sind. So entstanden die vier Rechtschulen und in jeder Rechtschule entstanden weitere plurale Deutungen. In all diese Themen kann ich hier nicht eingehen und sowieso sind wir schon ausserhalb der Thema "da Vinci".

Zu Imam Abu Hanifa...Ich habe alle seine Bücher bei mir. Gerade er war es, der den Kalam (dialektische Theologie) stark machte. Schon zu Beginn seiner "Musned" schreibt er den Hadith "Das Erwerb von Wissenschaft ist Pflicht für jeden Muslim".

Im Islam gilt die Regel den Menschen die Dinge einfacher zu machen, dass dies als ein Verdienst gilt im Islam. Technologien bezwecken (eigentlich) das Lebensbedingungen der Menschheit zu bessern.
Eines Tages kamen einige Gefährten des Propheten zum Gesandten und sagten, dass die Jemeniter anders die Obstbäume behandeln und deren Ernte sei ergiebiger als die der Medinenser. Der Prophet sagte "Testet es aus" und legte nahe dass man die bessere Methodik übernehmen solle. Auch vor dem Grabenkrieg wussten die Muslime nicht so recht, wie sie die Stadt verteidigen sollten. Selman ein Muslim persischer Herkunft erklärte in Persien würde man auch zu Verteidigungszwecken graben ausheben. Der Vorschlag wurde angenommen und rund um Medina wurde Graben gemacht. Schliesslich rettete dieser Graben Medina. So könnte man weitere Beispiele nennen. Wäre es der Stillstand ein religiöser Pflicht so hätten die Muslime die antike Erbe nicht angenommen und weiterentwickelt.
Kalif Harun Raschid förderte die Übersetzungen aus dem griechischen und gleichzeitig war der oberste Richter des Staates kein geringerer als Imam Abu Yusuf, der bedeutendste Schüler des Imam Abu Hanifa.

Steppenwolf
12.10.09, 14:37
Aufschlußreich, was dich da stört,
von Biruni nie gehört!



Nicht alles, von dem du nichts gehört hast, Stilicho, - weil es nicht in deinem Schulkanon stand - ist unbedeutend! Wenn du ebenfalls noch nie von Mimar Sinan, dem osmanischen Chefarchitekten ("Michelangelo der Osmanen") gehört hast, dann ist es nicht verwunderlich, wenn dir Biruni, al Ghazali etc. nichts sagen. Ibn Sina ging ja auch als "Avicenna" durch, damit dann ein Stilicho 1000 Jahre später feststellen darf, dass er von "Ibn Sina" vielleicht noch nie gehört hat - obwohl er von einigen für den größten Wissenschaftler (!) aller Zeiten gehalten wird. Wenn du Ibn Sina kennst, dann solltest du einen weiteren Schritt gehen, weg von westlicher Arroganz und selektiver Auslese - und verstehen dass Universalgenies wie Leonardo da Vinci nicht nach Kulturkreis vergeben sind - Ignoranz schon! ;)

Und wenn du den "Namen Ibn sina" nicht mal kennst, brauchen wir hier gar nicht weiterzusprechen. :)

Aber bleiben wir bei Leornardo da Vinci...

omar
12.10.09, 14:41
Denn ich kann die strikte Trennung zwischen sakraler und profaner Welt, die du vornimmst, nicht nachvollziehen.
Würde auch intuitiv sagen, dass die Zuordnung stark vom Interpreten abhängt und dadurch Spannungen entstehen können. Das Mittelalter ist durchzogen von solchen Zuständigkeitsstreiten. Ein Unterschied zur heutigen islamischen Welt ist sicher, dass (gläubige) Muslime auch ohne eine allgemeine Institution wie die Kirche im Denken von der Religion geprägt sind. Wobei eine pakistanische Koranschule auch nicht viel besser sein dürfte. Natürlich kann das zu Problemen und Defiziten in der Bildung führen, was sich in der Masse auch auf die Entwicklung von Ländern und Regionen auswirkt. Atatürk hat das wohl ähnlich gesehen und zum Glück weltliche Schulen (Eine nicht gestattete Neuerung?)eingerichtet.

Achja, Da Vinci war übrigens ein feiner Kerl. Ob er inzwischen Halt oder Orientierung für die Identitätsfindung der Europäer bietet ist für mich nicht wichtig.

Der Schakal
12.10.09, 15:38
... zum Glück weltliche Schulen (Eine nicht gestattete Neuerung?)eingerichtet. ...

Im Islam existiert dieser Dualismus nicht. Deswegen waren diejenigen die sich in unterschiedlichen Wissenschaften eine Expertise zulegten auch immer in den religiösen (Hadith-, Quran- etc.) Wissenschaften bewandert.

Deswegen ist diese Trennung eine Katastrophe, getränkt durch das europäische Bewusstsein und Projektion seiner Geschichte.

stilicho
12.10.09, 15:41
Nicht alles, von dem du nichts gehört hast, Stilicho, - weil es nicht in deinem Schulkanon stand - ist unbedeutend!
Mimar Sinan und Ibn Sina waren mir bekannt. Beide sind ebenfalls schon sehr lange tot.

stilicho
12.10.09, 15:48
Im Islam existiert dieser Dualismus nicht. Deswegen waren diejenigen die sich in unterschiedlichen Wissenschaften eine Expertise zulegten auch immer in den religiösen (Hadith-, Quran- etc.) Wissenschaften bewandert.
Deswegen ist diese Trennung eine Katastrophe, getränkt durch das europäische Bewusstsein und Projektion seiner Geschichte.

Genau das habe ich geschrieben. Selbstredend halte ich den fehlenden Dualismus für eine sich langfristig auswirkende Tragödie im Vergleich zu anderen Kulturräumen.
Wenn die Trennung duch den europäischen Einfluß jetzt nachgeholt muß, bedingt das natürlich einen schmerzlichen Umorientierungs- und Umdenkprozess, den du "Katastrophe" nennst.

AlGhazali
12.10.09, 15:53
Über Da Vinci und die Muslime ein interessanter Artikel:

http://www.medyahane.com/haber/3624/DA_VINCININ_SIFRESI_ISLAM_BILI MIND.html

Der Schakal
12.10.09, 15:56
Genau das habe ich geschrieben. Selbstredend halte ich den fehlenden Dualismus für eine sich langfristig auswirkende Tragödie im Vergleich zu anderen Kulturräumen.
Wenn die Trennung duch den europäischen Einfluß jetzt nachgeholt muß, bedingt das natürlich einen schmerzlichen Umorientierungs- und Umdenkprozess, den du "Katastrophe" nennst.

Eben nicht. Wir müssen Back to the roots ...

stilicho
12.10.09, 15:57
Zu Imam Abu Hanifa...Ich habe alle seine Bücher bei mir. Gerade er war es, der den Kalam (dialektische Theologie) stark machte. Schon zu Beginn seiner "Musned" schreibt er den Hadith "Das Erwerb von Wissenschaft ist Pflicht für jeden Muslim".

Der Erwerb von irgendwo - und sei es bei den Chinesen - schon vorhandenem Wissen! Hätte man sich daran gehalten, hätte der europäische Vorsprung nie und nimmer so groß werden können.
Wie steht es aber mit der Kreierung neuen, nochniedagewesenen Wissens? Hier wirkt die Aversion gegen das Neue und die Vorstellung, daß Allah allein schöpferisch tätig sein kann, blockierend.
Im übrigen fällt mir auf, daß die genannten Autoren allesamt schon mindestens 800 Jahre tot sind. Danach, weil nicht zitierenswert, hat es also kein aufregendes Geistesleben mehr im islamisch geprägten Raum gegeben. WARUM?

Der Schakal
12.10.09, 16:05
Der Erwerb von irgendwo - und sei es bei den Chinesen - schon vorhandenem Wissen! Hätte man sich daran gehalten, hätte der europäische Vorsprung nie und nimmer so groß werden können.
Wie steht es aber mit der Kreierung neuen, nochniedagewesenen Wissens? Hier wirkt die Aversion gegen das Neue und die Vorstellung, daß Allah allein schöpferisch tätig sein kann, blockierend.
Im übrigen fällt mir auf, daß die genannten Autoren allesamt schon mindestens 800 Jahre tot sind. Danach, weil nicht zitierenswert, hat es also kein aufregendes Geistesleben mehr im islamisch geprägten Raum gegeben. WARUM?

Warum gab es in Europa kein Geistesleben zwischen dem Untergang Griechenlands bis zur Vertreibung der Muslime aus Spanien? So ist die Geschichte. Nur weil sich die westlichen Staaten in einem vermeintlichen Vorteil befinden und du in jenem Jahrzehnt, Jahrhundert oder Jahrtausend lebst brauchst du nicht so zu tun als wenn du auf einem hohen Ross dahergaloppiert kommst um als Retter darzustehen obwohl nichts anderes als die Vorherrschaft des Westens predigst, sowie das wir deine Religion/Lebensweise übernehmen sollen.

Nach dem wir Muslime uns unserer Selbst bewusst geworden sind und in den Islam vollständig eingetaucht sind, den Weg der Salaf wiederbeleben und unserer Verantwortung klar sind wird es wieder bergauf gehen. Im Moment befindet sich die islamische Welt an einem Wendepunkt. Die Grenzen zwischen den Munafiqun und den Muminun werden deutlicher. Die Muslime wehren sich gegen die Ausbeutung, Erniedrigung und die Implementierung der westlichen Vasallen.

Keine Sorgen mein Freund ... der Islam ist ein schlafender Riese der gerade aufwacht ...

Detan
12.10.09, 16:13
Das soll angeblich vor da Vinci gezeichnet worden sein

Turco-Mongol cut-chart

http://www.geocities.com/kaganate/cutchart.jpg

http://www.geocities.com/kaganate/olenkldz.html

AlGhazali
12.10.09, 16:35
Der Erwerb von irgendwo - und sei es bei den Chinesen - schon vorhandenem Wissen! Hätte man sich daran gehalten, hätte der europäische Vorsprung nie und nimmer so groß werden können.
Wie steht es aber mit der Kreierung neuen, nochniedagewesenen Wissens? Hier wirkt die Aversion gegen das Neue und die Vorstellung, daß Allah allein schöpferisch tätig sein kann, blockierend.
Im übrigen fällt mir auf, daß die genannten Autoren allesamt schon mindestens 800 Jahre tot sind. Danach, weil nicht zitierenswert, hat es also kein aufregendes Geistesleben mehr im islamisch geprägten Raum gegeben. WARUM?

Meine Güte was hat man deinem Geist angetan? Es ist schon ziemlich traurig.
Das hierzulande kaum oder nichts bekannt ist wass seit 800 Jahren an Wissenschaftsgeschichte im Orient war muss nicht heissen dass es sie nicht gab. "Ich weiss davon nicht also gibt es dort nichts?"

Wieso die Muslime später verloren haben in Technik usw ? Das hat keine Gründe in der Theologie oder Philosophie sondern in politischen, wirtschaftlichen und geographischen Gründen. Man merke stets : Technologischer Fortschritt und Wohlstand sind nicht Kultur und Nation und Religionsabhängig.

stilicho
12.10.09, 16:38
Warum gab es in Europa kein Geistesleben zwischen dem Untergang Griechenlands bis zur Vertreibung der Muslime aus Spanien?

Du meinst wohl den Untergang Roms? Im übrigen darf ich dich berichtigen und erinnern an
1. Augustinus (354 - 430 )
2. Joh. Scotus Eriugena (810 - 877 )
3. Anselm von Canterbury (1033 - 1109 )
3. Wilhelm von Champeaux (1070 - 1121 )
4. Peter Abelaerd (1079 - 1142 )
5. Roger Bacon (1215 - 1292 )
6. Bonaventura (1221 - 1274 )
7. Raymundus Lullus (1232 - 1315 )
8. Albertus Magnus (1206 - 1280 )
9. Thomas von Aquin (1225 - 1274 )
10. Duns Scotus (1265 - 1308 )
11. Meister Eckhart (1260 - 1328 )
12. Wilhelm von Ockham (1280 - 1348)
13. Nikolaus Cusanus (1401 - 1464)
14. Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543 )
14. Martin Luther

Der Schakal
12.10.09, 16:43
Du meinst wohl den Untergang Roms? Im übrigen darf ich dich berichtigen und erinnern an
...
Stimmt. Ich meinte den Untergang Roms.
Schade das du den sarkastischen Ansatz nicht verstanden hast. Aber Ghazaly ist darauf eingegangen.


Technologischer Fortschritt und Wohlstand sind nicht Kultur und Nation und Religionsabhängig.

Eben. Im Moment verlagert sich ein großer Schwerpunkt nach China ...

stilicho
12.10.09, 16:56
Man merke stets : Technologischer Fortschritt und Wohlstand sind nicht Kultur und Nation und Religionsabhängig.

Die Geographie und das Klima spielt eine Rolle, die rechtliche und politische Ordnung sicher auch, wobei ausbalanzierte und sich gegenseitig kontrollierende Machtstrukturen Freiheitsspielräume begünstigen.
Wenn sich aber eine zentrale Macht, verbündet mit der vorherrschenden Religion (Cäsaropapismus bzw. Sultanokalifatismus ) wie eine Käseglocke über alles legt, dann entsteht nichts Neues bzw. das Neue, weil störend, wird schon im Keim erstickt.
Die weltliche Sphäre war von der geistlichen im Orient (auch im bytantinischen Reich) nie getrennt, sodaß die besonders dem Islam inhärente konservative Beharrungstendenz voll durchschlagen konnte.
Ein Leonardo im Orient wäre schon als Jugendlicher wegen Homosexualität gesteinigt worden. Man hätte gerne gewußt, wie viele deswegen oder wegen fitnaerrregender Ketzerei ein solches Schicksal tatsächlich erleiden mußten! Daß bekannte Gelehrte auch heute noch ihre Studien an europäischen Universitäten fortsetzen müssen, weil sie in der Heimat ihres Lebens nicht mehr sicher sind, hat sich herumgesprochen.

stilicho
12.10.09, 17:04
Die Muslime wehren sich gegen die Ausbeutung, Erniedrigung und die Implementierung der westlichen Vasallen.


Ein Freud'scher Versprecher! Die westlichen Länder als Vasallen der Muslims?
Die Wiedereinsetzung der Muslims in ihre allahgegebene Herrenrolle? So hättest du es wohl gerne!

stilicho
12.10.09, 17:26
Keine Sorgen mein Freund ... der Islam ist ein schlafender Riese der gerade aufwacht ...

Er erinnert mich an Turtur, den Scheinriesen bei "Jim Knopf und die wilde Dreizehn":
Herr Tur Tur ist ein „Scheinriese“: Je weiter man von ihm entfernt ist, desto größer sieht er aus. Nur wer sich ganz nah an ihn heran wagt, erkennt, dass er genauso groß ist wie jeder normale Mensch. Weil sich das aber niemand traut, ist Herr Tur Tur sehr einsam.

aus Wiki

Beyefendi
12.10.09, 17:34
...
WARUM?

Islam heisst Leben und leben lassen, also das krasse Gegensatz zu den christlichen Kolonialmächten, welche nach der effizientesten Ausbeutung des, für Sie fremden, Menschen und seiner Umwelt bestrebt waren.

stilicho
12.10.09, 17:46
Islam heisst Leben und leben lassen, also das krasse Gegensatz zu den christlichen Kolonialmächten, welche nach der effizientesten Ausbeutung des, für Sie fremden, Menschen und seiner Umwelt bestrebt waren.

Und ich dachte, Islam hieße Frieden durch Hingabe an (Unterwerfung unter) die gottgegebene Ordnung.
Die Kolonialmächte waren in erster Linie Mächte, welche in vorgefundene Machtvakuen vorstießen.
Der Islam hat in seiner Blütezeit nichts anderes gemacht, ja er hat es vorgemacht.
Und davor war Rom, und davor war...................etc.
Das Christentum hat, jedenfalls vom religiösen Ansatz her, nichts zu tun damit.

Beyefendi
12.10.09, 17:51
Und ich dachte, Islam hieße Frieden durch Hingabe an (Unterwerfung unter) die gottgegebene Ordnung.
Die Kolonialmächte waren in erster Linie Mächte, welche in vorgefundene Machtvakuen vorstießen.
Der Islam hat in seiner Blütezeit nichts anderes gemacht, ja er hat es vorgemacht.
Und davor war Rom, und davor war...................etc.
Das Christentum hat, jedenfalls vom religiösen Ansatz her, nichts zu tun damit.

Islam heisst viel.
Du verkennst eine Sache, der Islam ist gerade in seiner Blütezeit.

Es ist nicht sehr lange her da gaben sich u.a. England, Frankreich als von "Gott auserwählte Länder/Völker" aus, und du willst sagen das Christentum hätte nichts damit zutun?

stilicho
12.10.09, 17:59
Bleiben wir beim Thema und halten uns nicht mit historischen und schon immer vorgeschobenen Rechtfertigungsideologien auf!

»Schlecht ist es um die Wissenschaft in Ägypten bestellt«, sagt Mohamed Khayyal. Wie in vielen Ländern der Dritten Welt sei das Niveau der Professoren alles andere als zufriedenstellend. Viele würden ihre Vorlesungen nicht aktualisieren, stattdessen veraltete Manuskripte an die Studenten verkaufen. Und die Studenten würden eine akademische Karriere nicht aus wissenschaftlichem Antrieb heraus anstreben, sondern weil sie einen sicheren Job an der Uni suchten. »Sie lernen nur auswendig, um die Prüfungen zu bestehen. Diskutieren und selbstständiges Denken haben sie nicht gelernt.« Der Fehler liege im System, sagt Khayyal: »Es gibt keine Anreize, der Staat unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Professoren, alle werden gleich bezahlt.« Durchschnittlich 500 Euro verdient ein Professor im Monat, das ist vielen zu wenig.
Die guten gehen ins Ausland, die schlechten bleiben und übernehmen die wissenschaftliche Führung im Land. Forschungsarbeiten seien meist so miserabel, dass sie in internationalen Fachblättern keine Chance auf eine Veröffentlichung hätten, sagt Khayyal. Um trotzdem auf die notwendige Zahl von Publikationen zu kommen, gründeten die Institute lokale Blätter, in denen Ramsch gedruckt werden könne. Wichtig für eine akademische Karriere sei, »wen man kennt – weniger, was man weiß«.
Harte Worte, denen Alexander Haridi vom Deutschen Akademischen Austauschdienst größtenteils zustimmt. Der langjährige Leiter des DAAD-Büros in Kairo glaubt, dass Forschung von vielen Professoren in Ägypten als zeitaufwändiges Übel betrachtet werde, das sie nur vom lukrativen Zweitjob abhalte – in einer Privatklinik oder einer Consultingfirma. Zu wenig Geld, veraltetes Lehrmaterial, zu viel Bürokratie, keine Autonomie, kein Wettbewerb unter den Hochschulen – alles Hürden auf dem Weg zu einem funktionierenden Bildungssystem.
Ins Griechische werden mehr Bücher übersetzt als ins Arabische

Schlechte Noten also in Bildung, Wissenschaft und Forschung für Ägypten, den geistigen und kulturellen Mittelpunkt der arabischen Welt, das Land, in dem im 10. Jahrhundert die erste Universität der Welt gegründet wurde. Ein miserables Zeugnis – das sich die Nation mit der gesamten arabischen Welt teilt. Anders als China oder Indien, Südkorea oder auch Brasilien haben die arabischen Länder die Wissenschaft bislang sträflich vernachlässigt.

http://www.zeit.de/2005/41/B-Arabien?page=all

AlGhazali
12.10.09, 18:31
Ich kannte einen Ägypter ein Chemiker...er erzählte mir dass er seine Arbeiten und Berichte usw heimlich nach Ausland "verkauft" wurden. Das ganze System sei so ausgerichtet, dass es kein Fortschritt geben kann. Es lege am System. Die die es können wandern nach Ausland.
Der erste Schritt muss die Privatisierung von Staatsbetrieben sein. Und libralere Wirtschaftspolitik. Dann bilden sich Konzerne die studierte Fachkräfte brauchen und machen Druck auf Politik damit die Universitäten voran kommen. Wenn die Demokratisierung vorangeht nachdem die wirtschaftliche Fortschritt auch in die Bildung einwirkt kommt dann der zunehmende Wunsch dass das Bildungswesen freier wird. In der Türkei ist all das passiert und geschieht immer noch.

omar
12.10.09, 18:50
In der Türkei ist all das passiert und geschieht immer noch.

Haben die Weißen Türken auch einen Einfluss auf diese Entwicklung?

Der Schakal
12.10.09, 20:16
Ein Freud'scher Versprecher! Die westlichen Länder als Vasallen der Muslims?
Die Wiedereinsetzung der Muslims in ihre allahgegebene Herrenrolle? So hättest du es wohl gerne!

Da kitzelt man den stilicho und er zeigt seine wahre FRATZE! ... Den Arischen Kreuzfahrer ... Jetzt wissen wir wenigtens was er darunter versteht wenn Muslime in Freiheit leben ...

stilicho
12.10.09, 20:55
Da kitzelt man den stilicho und er zeigt seine wahre FRATZE! ... Den Arischen Kreuzfahrer ... Jetzt wissen wir wenigtens was er darunter versteht wenn Muslime in Freiheit leben ...

Und ich weiß, was dabei herauskommt, wenn man mich mit Vorsatz mißverstehen will, nachdem ich einen unglücklich formulierten Satz als Freud'schen Versprecher gedeutet.

Der Schakal
12.10.09, 20:57
Und ich weiß, was dabei herauskommt, wenn man mich mit Vorsatz mißverstehen will, nachdem ich einen unglücklich formulierten Satz als Freud'schen Versprecher gedeutet.

Wenn du dein Fehler einsiehst. No Problems.

Der Schakal
12.10.09, 20:57
... Weißen Türken ...

Was isn das?

Steppenwolf
12.10.09, 22:22
Das soll angeblich vor da Vinci gezeichnet worden sein

Turco-Mongol cut-chart

http://www.geocities.com/kaganate/cutchart.jpg

http://www.geocities.com/kaganate/olenkldz.html

...kann ich nicht finden. Was hat es damit auf sich, Detan?

emire
12.10.09, 23:43
Haben die
Weißen Türken auch einen Einfluss auf diese Entwicklung?

Gibt es auch Bunte Türken ?

lynxxx
13.10.09, 00:06
...kann ich nicht finden. Was hat es damit auf sich, Detan?

Ich habe es endlich gefunden, stammt von einer Reenactment-Gruppe ("Hobby-Umkleide-Fans"):

http://www.geocities.com/Kaganate/saberfnc.html

Hat nichts mit Leo d. V. zu tun.