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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leserbrief an Die Welt: "Getürktes Eheglück" vom 30.07.2005



TIC-Redaktion
04.08.05, 14:46
Ihr Artikel "Getürktes Eheglück" vom 30.07.2005


Sehr geehrte Frau Kirchstein,

Ihre Wahl "Getürktes Eheglück" als Titel finde ich weder lustig noch originell und betrachte dies als Ergebnis der in den letzen Tagen geführten "IQ-Diskussion".

Als Türkin frage ich mich, warum Frau Çileli deutsche Zeitungen als Sprachrohr wählt, obwohl sie über türkische Zeitungen – und diese gibt es reichlich und in jeder Couleur - ihre eigentliche "Zielgruppe" am ehesten erreichen würde. Weiter erstaunt mich die Tatsache, dass ihre Homepage auf Deutsch ist und führt mich zur Frage: Wie gut Deutsch verstehen "Importbräute"?

Andererseits lese ich in türkischen Zeitungen Interviews mit ihren Eltern oder den Verwandten von "Ehrenmord"-Opfern. Daher konstatiere ich, dass Frau Çileli die Fehler ihrer Familie und ihre Vergangenheit auf die gesamte türkische Gemeinschaft projiziert, sich jedoch nicht traut, sich dieser zu stellen und dies von deutschen Medien kritiklos hingenommen wird.

Des Weiteren stelle ich mir die Frage – die Ihnen anscheinend nicht in den Sinn gekommen ist – wie es sein kann, dass sich eine 26 jährige Person beinahe zum zweiten Mal "zwangsverheiraten" lässt.

Frau Çilelis Schuldzuweisungen erfolgen durch Verallgemeinerungen, Übertreibungen und vor allem Diffamierungen des islamischen Glaubens und der türkischen Kultur, welche man in den deutschen Medien in letzter Zeit offenbar gerne und ungeprüft übernimmt.

Ich verwehre mich gegen die Diskreditierung als "allgemein schlecht integrierte Volksgruppe", streite jedoch keineswegs die Tatsache ab, dass von beiden Seiten Fehler begangen wurden, möchte aber darauf beharren, dass es nicht nur Fatih Ak1n und Cem Özdemir sind, die es in dieser Gesellschaft zu etwas gebracht haben. Das Gros z. B. unserer Gemeinschaft besteht aus Studenten und Akademikern, die jedoch aufgrund ihrer "erfolgreichen Integration" ignoriert werden.

Mich würde ferner interessieren, wie sich die "104 Fälle von Zwangsheirat, Unterdrückung im Namen der Ehre oder konkreter Ehrenmord-Gefahr" zusammensetzen, da Frau Çileli auf ihrer Homepage in einem eigens eingerichteten "Mahnmal" selbst obskure Eifersuchtsdramen als "Ehrenmorde" präsentiert.

Ich bin religiös erzogen worden, durfte dennoch zum Sportunterricht, auf Klassenfahrten und ich darf sogar mit Männern reden und Freundschaften schließen und muss jedes Mal erstaunt zusehen, wie selbsternannte "muslimische Feministinnen" versuchen um jeden Preis, sei es auch durch das Mitleid erflehende Ausschlachten der eigenen Vergangenheit, im Rampenlicht zu stehen und eine ganze Religion und Kultur zu verunglimpfen.

Abschließend möchte ich unterstreichen, dass Frau Çileli nicht Opfer des Islams oder der türkischen Kultur sondern ihrer Familie und ihrer eigenen Natur ist. Als "erfolgreich integrierte" Türkin rate ich ihr, einen guten Psychiater aufzusuchen und ihre Vergangenheit nicht in der deutschen Öffentlichkeit und auf dem Rücken der türkischen Gemeinschaft aufzuarbeiten.

Hochachtungsvoll

Hilal Kartal

Türkische Internet Community

01.08.2005

www.turkcom.org (http://www.turkcom.org)


Die Welt: Getürktes Eheglück (http://www.welt.de/data/2005/07/30/752766.html)

TIC-Redaktion
04.08.05, 19:36
Anonymous 04 Aug : 09:58
Gast
Registriert: 01 Jan : 01:00

Alle Familien, die ihren Töchtern verbieten am Sport- und Schwimmunterricht und an Klassenfahrten teilzunehmen und schlimmer noch, die kleinen Mädchen das Kopftuch aufzwingen, sind so. Und davon gibt es sehr viele.

Ciceli ist kein Einzelfall und es ist richtig, daß sie damit an die Öffentlichkeit geht. Sie klärt über unhaltbare Zustände auf. Es ist ein Beitrag zur Emanzipation, der durch Tradition und islamische Religion unterdrückten und erniedrigten Frauen.

Sie hingegen, versuchen alles herunterzuspielen. Sie haben kein Recht, diese Frau zu kritisieren.

Lernen Sie doch endlich einmal, ihre eigene Gesellschaft , ihre Religion und Tradition und die Türkei kritisch zu sehen und versuchen Sie nicht Tatsachen, die doch ohnehin jeder kennt , herunterzuspielen.

TIC-Redaktion
06.08.05, 15:01
Alp Arslan 04 Aug : 14:12
Kommentare: 5
Registriert: 01 Aug : 19:09

Diese Frauen sind klar in der Minderheit, aber es wird gezielt von den Medien und Cileli so dargestellt als ob das selbstverständlich bei uns wäre und jede Frau davon betroffen.

Ist ganz klar warum. Man hat in Deutschland ein bestimmtes Türkenbild und will es auch so behalten und da jetzt jeder den medien blind alles glaubt und mehr wissen will macht es sich gut das einige "Türkinnen" Bücher darüber schreiben.

TIC-Redaktion
06.08.05, 15:01
ahmet ertürk 04 Aug : 16:23
Gast
Registriert: 01 Jan : 01:00

Anonymous

Sie schirieben;

Da haben Sie ja Glück gehabt! Es gibt aber nicht nur Familien wie Ihre, die schon so weit vom Glauben abgefallen sind, daß sie unverheirateten Mädchen Freundschaften oder intime Beziehungen zu Männern gestatten.

*****

sehr geehrte oder geehrter herr/frau anonymous

haben Sie probleme mit ihrer umfeld, oder schreckliche kindheit gehabt..brauchen Sie ärtzliche Beistand.oder schonmal schlilimmeres erlebt.

wenn Sie selbst, keine freundschaften ohne intimität vorstellen können, mussen Sie dringend ein artzt besuchen.weill so was nennt man "gefährliche sexual trieb"

TIC-Redaktion
06.08.05, 15:02
ahmet ertürk 04 Aug : 16:28
Gast
Registriert: 01 Jan : 01:00

ich habe eine wichtige presse erklärung über schwimmunterricht / klassenfahret usw. gefunden..es ist von

Islamische Rat Hessen

hier die adresse:
http://www.irh-info.de/nachrichten/mitteilungen/2005/dok/IRH-PM20050615-VSB2004.pdf

TIC-Redaktion
06.08.05, 15:02
@Anonymus 04 Aug : 16:36
Gast
Registriert: 01 Jan : 01:00

"Aufgeklärtheit" kann verschiedene Sachen bedeuten. Bei der Famile von der Autorin scheint dies eine positive Auslegung zu haben und [TIC-Redaktion: gelöscht]

DeLaHoya
06.08.05, 15:18
Als "erfolgreich integrierte" Türkin rate ich ihr, einen guten Psychiater aufzusuchen und ihre Vergangenheit nicht in der deutschen Öffentlichkeit und auf dem Rücken der türkischen Gemeinschaft aufzuarbeiten.

Das würde ich auch Necla Kelek und Seyran Ates raten.

DeLaHoya
13.08.05, 00:26
Nun ratet mal... wenn ich... soeben gescannt habe:

DeLaHoya
13.08.05, 00:34
Tja, und wenn ich den Scanner schon einmal anwerfe...