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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DW-World, Baha Güngör



TIC-Redaktion
04.08.05, 15:26
Zu Händen Herrn Baha Güngör

Ihr Artikel "Die Türkei, Europa und die Armenier-Frage" vom 21. April 2005
http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1560248,00.html


Sehr geehrter Herr Güngör,

da man der Türkei einen Genozid vorwirft und Sie in Ihrem Artikel dieses Thema behandeln, würden wir Sie bitten, uns folgende Fragen zu beantworten. Wir möchten Ihre Antwort oder Nichtantwort auf unserer Homepage unter "Medienbeobachtung" veröffentlichen.


-- "Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?"

Würden Sie uns bitte Ihre Quelle zum vermeintlichen Hitler-Zitat nennen.


-- "Denn die damalige deutsche Reichsführung war in die Vernichtungspläne vollständig eingeweiht (...)"

Welche "Vernichtungspläne" meinen Sie? Würden Sie uns bitte Ihre Quellen dazu angeben.


-- "90 Jahre sind seit der Verhaftung der Armenier in Istanbul und deren anschließender Verschleppung nach Anatolien vergangen."

Welche "Armenier" wurden vor 90 Jahren in Istanbul verhaftet und anschließend nach Anatolien verschleppt? Würde Sie dies bitte genauer erläutern.


Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Olgun Bayrak

Türkische Internet Community

www.turkcom.org (http://www.turkcom.org/)

DeLaHoya
06.08.05, 15:15
Baha Güngör... den habe ich mal im ZDF-Morgenfernsehen gesehen, wie er sein Buch vorgestellt hat.

Es ist mehr als peinlich, dass ausgerechnet ein Türke das gefälschte Hitler-Zitat zitiert.

Die ist ein Zeichen, wie viel Schaden die armenischen Lügen- und Hasspropaganda bereits angerichtet hat.

hpgeissen
28.08.05, 17:51
Anders als offenbar viele auf dieser Seite angeschriebene Autoren hat Prof. Glotz sich um Verifizierung bemüht, nachdem ich auf einen mutmaßlichen Fehler auf der homepage des "Zentrums gegen Vertreibungen" hingewiesen hatte. Nachfolgend entsprechende Mitteilungen.
hpg

Sehr geehrter Herr Geissen

Dank für Ihre vielfältigen Hinweise zum Thema Armenier. Ich lasse sofort prüfen, ob das Hitler-Zitat authentisch beziehungsweise wie es gestützt ist. Sie schreiben ja selbst, dass Sie nicht bezweifeln, dass es sich um Vertreibungsverbrechen handelt. Deswegen gehören sie wohl auf die Homepage eines Zentrums gegen Vertreibungen. Ich werde mich aber gerne mit den Literaturangaben beschäftigen, die Sie mir geschickt haben.

Beste Grüsse,
Ihr Peter Glotz


Lieber Herr Geissen

Herr Glotz hat, wie er Ihnen mitgeteilt hat, das Zitat von einem Mitarbeiter prüfen lassen. Die Antwort sehen Sie unten.

Beste Grüsse,
Lea Hotz, Office P. Glotz

>
Sehr geehrter Herr Professor Glotz,
das auf der Homepage des ZgV veröffentliche Zitat Hitlers lautet: "Wer
redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?"
Es wird immer wieder von renommierten Wissenschaftlern zum Beweis für
die Absichten Hitlers herangezogen. Zuletzt zitierte es der Leiter des
Zentrum für Antisemitismusforschung Prof. Dr. Wolfgang Benz in einem
Vortrag in Frankfurt a. M. am 24. April 2004:
"Das prominenteste Beispiel dafür bietet Hitler, der am 22. August 1939
die militärischen Befehlshaber auf den Obersalzberg befohlen hatte, um
ihnen in langer Rede die Ziele des unmittelbar bevorstehenden Krieges zu
entwickeln. Er propagierte seine Strategie als Ideologie der
Vernichtung, als er erklärte, Ziel sei die „Beseitigung der lebendigen
Kräfte“ Polens, nicht die Erreichung einer bestimmten strategischen
Linie. Hitlers Ansprache an die Generale enthielt verräterische Sätze
über die wahren Absichten des bevorstehenden Krieges, bei denen die
Teilnahms- und Gedächtnislosigkeit der Weltöffentlichkeit bereits
einkalkuliert war: „Dschingis Chan hat Millionen Frauen und Kinder in
den Tod gejagt“ sagte Hitler, und „Wer redet heute noch von der
Vernichtung der Armenier?“
Gute Gesellschaft allein bestätigt natürlich noch nicht die Richtigkeit
eines Zitats.
Nach meinen Recherchen gibt es über die Rede Hitlers zwei Berichte, die
als Beweisstücke in den Nürnberger Prozessen Verwendung fanden. Darin
wird der Ausspruch Hitlers nicht erwähnt. In einer dritten Überlieferung
- kein Beweisstück in Nürnberg - hingegen ist das Zitat enthalten.
Einzelne Personen halten diesen Bericht für gefälscht. Welche Begründung
dieser Fälschungsvermutung zugrunde liegt, ist mir nicht bekannt.
Ich bemühe mich um weitere Verifizierung.
Mit freundlichen Grüßen
Jesko v. Samson

Sehr geehrter Geissen,
sehr geehrter Herr Professor Glotz,
bzgl. des von Herrn Geissen genannten Hitler-Zitats "Wer redet heute
noch von der Vernichtung der Armenier" hat Frau Steinbach eine
Verifizierung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages
in Auftrag gegeben.
Die Antwort lautet:
"Es existieren fünf Niederschriften der Ansprache Adolf Hitlers auf dem
Obersalzberg am 22. August 1939. Nur eines der Protokolle enthält den
zitiereten Hinweis auf das Schicksal der Armenier. Diese Niederschrift
gibt jedoch nicht den exakten Wortlaut wieder, sondern hat
zusammenfassenden Charakter. Der Autor ist unbekannt, Indizien sprechen
jedoch dafür, dass es sich um den späteren Leiter der Abwehr, Admiral
Canaris, gehandelt haben könnte. Den entsprechenden Nachweis aus einer
Quellenedition der "Akten zur deutschen Auswärtigen Politik" füge ich
als Anlage bei. Das Protokoll wurde, wie in Ihrem Anschreiben vermutet,
nicht als Beweisstück im Nürnberger Kriegsverbrechertribunal genutzt.
Unstreitig ist jedoch, dass Hitler Kenntnis über den Genozid an den
Armeniern hatte."
Das Resultat ist also nicht eindeutig.
Zwischenzeitlich wurde daher das Zitat von der Homepage des Zentrum
gegen Vertreibungen genommen. Damit sind wir auf der sicheren Seite.
Mit freundlichen Grüßen
Jesko v. Samson

Carlito
29.08.05, 11:19
Auch HPgeissen's beitrag spricht dafür das dies eine Fälschung ist und Hitler sowas nie gesagt hat!!

Es existieren fünf Niederschriften der Ansprache Adolf Hitlers auf dem
Obersalzberg am 22. August 1939. Nur eines der Protokolle enthält den
zitiereten Hinweis auf das Schicksal der Armenier. Diese Niederschrift
gibt jedoch nicht den exakten Wortlaut wieder, sondern hat
zusammenfassenden Charakter. Der Autor ist unbekannt, Indizien sprechen
jedoch dafür, dass es sich um den späteren Leiter der Abwehr, Admiral
Canaris, gehandelt haben könnte.




Wilhelm Canaris, Admiral der deutschen Marine, ist eine der undurchsichtigsten Figuren aus der Zeit des Dritten Reichs. Im Ersten Weltkrieg glühender Verteidiger des Deutschen Kaiserreichs, befreundet mit General Franco und möglicherweise auch mit Adolf Hitler (http://www.shoa.de/p_adolf_hitler.html) und Heinrich Himmler (http://www.shoa.de/p_heinrich_himmler.html), begrüßt er 1933 die Machtübernahme der Nationalsozialisten, unter denen er zum Chef der deutschen Abwehr aufsteigt. Erst ein Jahr vor Kriegsbeginn kommen erste Zweifel an der deutschen Regierung auf, die im Laufe der folgenden Jahre wachsen. Während seine engsten Mitarbeiter Generalmajor Hans Oster und Hans von Dohnanyi unter seinem Schutz Pläne zum Umsturz des Regimes schmieden, hält Canaris die Fassade des gut funktionierenden und loyalen Geheimdiensts aufrecht. Ohne sich je offen für die eine oder andere Seite zu entscheiden, arbeitet der Nationalist Canaris am Ende für seine eigenen Überzeugungen – für das Reich, aber gegen Hitler (http://www.shoa.de/p_adolf_hitler.html).

Quelle (http://www.shoa.de/p_wilhelm_canaris.html)

DeLaHoya
29.08.05, 15:24
Auch HPgeissen's beitrag spricht dafür das dies eine Fälschung ist und Hitler sowas nie gesagt hat!!
Quelle (http://www.shoa.de/p_wilhelm_canaris.html)

Es ist allgemein bekannt, dass es das Zitat nicht gibt, nur scheint das Baha Güngür nicht bekannt zu sein.

Der Schakal
29.08.05, 15:31
Das Zitat ist beispielhaft dafür wie die Lügen der Armenier geschluckt und weiterverbreitet werden.

Carlito
29.08.05, 15:38
Es ist allgemein bekannt, dass es das Zitat nicht gibt, nur scheint das Baha Güngür nicht bekannt zu sein.
Das werden seine Leser aber Später ganz anders Wissen und das ist das Problem! Bevor die Lüge seine Runde macht und zur Wahrheit wird Bitte was unternehmen!!