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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Standage: Der Türke



DeLaHoya
04.08.05, 23:52
Ruth Hafen (emagazine.feedback@credit-suisse.com)


Redaktion emagazine http://emagazine.credit-suisse.com/_images/pic/platzhalter.gif (http://emagazine.credit-suisse.com/index.cfm?fuseaction=OpenSendP age&aoid=106274&lang=DE)
http://emagazine.credit-suisse.com/_images/pic/platzhalter.gifhttp://emagazine.credit-suisse.com/_images/pic/platzhalter.gifSchach: der mechanische Türke

02.08.2005 War es ein Zwerg? Magnetismus? Magie? Im 18. Jahrhundert faszinierte ein Schachautomat sein Publikum in Europa und Amerika. Alle Versuche, sein Geheimnis zu lüften, scheiterten lange Zeit. In seinem Buch "Der Türke" rollt Tom Standage die Geschichte des Automaten auf. Lesen Sie, wie der Schachautomat wirklich funktionierte.

Der mechanische Türke bezauberte die Schachbegeisterten des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Viele glaubten gerne an einen Automaten. Doch einige vermuteten richtig, der Türke würde tatsächlich von einem versteckten Spieler gesteuert, der während der ganzen Vorführung in seinem Kasten sass, blieben den Beweis jedoch schuldig.

Edgar Allan Poe ist dem Geheimnis auf der Spur
Edgar Allan Poe war mit seiner Erklärung der Funktionsweise dem Geheimnis des Türken gefährlich nah gekommen: Der Uhrwerksmechanismus, der dem Publikum gezeigt wurde, reichte nicht bis an die hintere Wand des Kastens, sondern füllte nur ein Drittel aus. Nachdem der Spieler in den Kasten gestiegen war, nahm er auf einem Schiebesitz hinter dem Mechanismus Platz. Der Oberkörper wurde vom Mechanismus verdeckt, die Beine versteckte er im unteren Teil. Der Spieler konnte mit aufrechtem Oberkörper dasitzen, es wurden also weder Zwerge noch Kinder missbraucht.

Leerer Kasten voll Räderwerk
Zu Beginn der Vorstellung rutschte der Spieler mit seinem Sitz, der auf gut gefetteten Schienen im hinteren Teil des Kastens beinahe lautlos hin- und herrollen konnte, nach vorne. Dann zog er die Knie an und beugte den Oberkörper nach vorn. Durch die Bewegung des Sitzes wurden ein paar funktionslose Zahnräder hinter das Uhrwerk geschoben. Wenn der Präsentator die Tür in der Rückwand des Kastens öffnete und das Licht seiner Kerze durch den Mechanismus scheinen liess, hatte das Publikum den Eindruck, der Kasten sei in seiner ganzen Tiefe voll von kompliziertem Räderwerk. Wenn die hintere Tür geschlossen war, konnte der Spieler den Sitz wieder nach hinten schieben und die Beine strecken. Nun musste noch die Hauptabteilung für die Inspektion durch das Publikum vorbereitet werden. Nachdem er sich aufgesetzt hatte, versteckte der Spieler seine Beine unter einem Klappdeckel, und brachte mit einigen Handgriffen ein Brett an, dass auch seinen Oberkörper versteckte. Derweil stellte der Präsentator gemächlich die Schachfiguren auf. Wenn er fertig war, konnte er ohne weiteres die Vordertüren öffnen – der Kasten schien leer.


Kandelaber lenken vom Kerzenrauch ab
Nachdem das Publikum sich überzeugt hatte, dass niemand im Kasten sein konnte, schloss der Präsentator alle Türen und zog den Automaten geräuschvoll auf. In dieser Zeit musste der versteckte Spieler das Innere nochmals umbauen. In einem kleinen Abteil konnte er eine Kerze verstecken, die das Innere des Automaten beleuchtete. Der Rauch dieser Kerze wurde durch ein kaminartiges Rohr durch den Turban abgeleitet; zwei Kandelaber, die augenscheinlich zur Beleuchtung des Schachbretts dienten, lenkten gleichzeitig vom Geruch und dem Rauch der Kerze ab. Obwohl kleine Löcher an der Oberfläche des Türken für Frischluftzufuhr sorgten, muss es im Innern des Türken so stickig und verqualmt gewesen sein, dass die Auftritte des Türken auf die Dauer einer Stunde beschränkt werden mussten.

Komplexes Hebelsystem führt Türkenhand
Im Kasten hatte der Spieler ein Schachbrett, in dessen Felder jeweils zwei Löcher gebohrt waren. In eines davon wurden die Schachfiguren, die an ihrer Unterseite einen passenden Stift hatten, hineingesteckt; das zweite wurde dazu benötigt, um mittels eines Pantografen (einem komplexen Hebelsystem) den Arm des Türken auf dem oberen Schachbrett zu positionieren. Mit einem Metallstab, der sich auf jedes Feld des inneren Schachbretts bewegen liess und der über ein System von Hebeln mit dem Arm des Türken verbunden war, positionierte der Spieler die linke Hand der Figur genau über dem entsprechenden Feld des oberen Schachbretts. Durch Auf- und Abbewegen des Stabs konnte er die Hand des Türken heben und senken, wenn der Stab gedreht wurde, öffneten oder schlossen sich die Finger. Bei jedem Zug stellte der Spieler zuerst seine eigene Schachfigur auf das gewünschte Feld und dirigierte dann den Arm der Figur so, dass diese dasselbe auf dem oberen Schachbrett wiederholte.

Magnete verraten unten, was oben passiert
Wie aber wusste der versteckte Spieler, welchen Zug sein Gegner gemacht hatte? Die Figuren des oberen Brettes enthielten kleine, starke Magnete. Unter jedem Feld befand sich eine kleine Metallscheibe, die an einem feinen, spiralförmig gedrehten Draht hing. Wenn eine Schachfigur auf ein bestimmtes Feld gestellt wurde, zog der Magnet in ihr die Scheibe an und hob sie bis an den Deckel des Kastens. Wurde die Figur weggenommen, fiel die Scheibe wieder nach unten und wackelte noch einige Sekunden an der Drahtspirale. Der verborgene Spieler musste also nur die Unterseite des oberen Schachbretts beobachten, um zu sehen, welche Figur gezogen wurde. Er übertrug das Ganze auf sein eigenes Brett und überlegte sich seinen Gegenzug.





http://emagazine.credit-suisse.com/article/index.cfm?fuseaction=OpenArtic le&aoid=106274&lang=DE

DeLaHoya
04.08.05, 23:54
Komischer Name für eine Automaten, mit dem den Leuten etwas vorgegaukelt soll...

dertli4u
04.08.05, 23:54
getürkt kelimesi burdan geliyor diye duymustum

DeLaHoya
05.08.05, 00:16
getürkt kelimesi burdan geliyor diye duymustum

Diğer insanları korkutmak, 'bakın ben Türk kadar güçlüyüm' diye okumuştum... gerçi biraz propaganda gibi geliyor fakat bunu bir Alman yazmıştı. Zamanım olursa biraz googeln ederim.

dertli4u
05.08.05, 00:46
Diğer insanları korkutmak, 'bakın ben Türk kadar güçlüyüm' diye okumuştum... gerçi biraz propaganda gibi geliyor fakat bunu bir Alman yazmıştı. Zamanım olursa biraz googeln ederim.

bu makine viyanada bir müzede var diye duydum..

Carlito
05.08.05, 00:58
Komischer Name für eine Automaten, mit dem den Leuten etwas vorgegaukelt soll...

Ich habe gelesen das die Türken bis zum 18 Jahrhundert in Europa als unbesiegbar galten. Vielleicht daher der Name. Oder weil er Orientalisch aussieht?! .
Als später herauskam das die Sache ein Schwindel war, galt der Türke (der Automat) als synonym für Täuschung. Daher getürkt.
Oder?
Ich habe bisher auch nirgendwo eine vernünftige Erklärung für das Wort “getürkt” gefunden.

KingTurek
05.08.05, 00:58
getürkt kelimesi burdan geliyor diye duymustum

Dogru galileoda "getürkt" kelimesinin nereden geldigini anlatmislardi ve orda bende görmüstüm.

KingTurek
05.08.05, 01:13
Hier habe ich was gefunden
http://www.gierhardt.de/istanbul/geturkt.html

Carlito
05.08.05, 01:23
Die getürkte Band kommt Ihnen spanisch vor? Janitscharenband(e)
Recht haben Sie! Aber kennen Sie auch die sprachlichen Hintergründe der Frage? Das Wort getürkt stößt so manchem sauer auf. Woher der Ausdruck stammt, ist nicht ganz klar. Am häufigsten kursiert im Internet folgende Version:

Im Jahre 1769 baute der österreichische Erfinder Wolfgang von Kempelen (1734-1804) einen Schachautomaten, dessen angeblich mechanischer Spieler wie ein Türke gekleidet war. In Wirklichkeit verbarg sich im Innern des vermeintlichen Automaten ein Mensch, der den "Türken" dirigierte.
>> Bilder des Schachautomaten



Ein weiterer häufig zu lesender Deutungsversuch für "getürkt" ist mit der Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals im Jahre 1895 verbunden. Angeblich soll die Kapelle für eine osmanische Delegation das deutsche Volkslied "Guter Mond, du gehst so stille" gespielt haben — die Noten für die osmanische Nationalhymne sollen gefehlt haben.

Vermutlich stammt der Ausdruck aber bereits aus der Zeit der Türkenkriege. Dieser Deutung nach geht das Wort auf besondere Kriegslisten zurück. Auch hier gibt es verschiedene Versionen.

In der österreichischen Steiermark wird auf der Riegersburg folgende Geschichte erzählt: Beim Angriff der Türken stellte man Puppen mit türkischem Aussehen gut sichtbar auf der Burg auf. Dies sollte den vorbeiziehenden türkischen Truppen vortäuschen, dass die Burg bereits von anderen türkischen Einheiten eingenommen worden sei. (Quelle: http://www.etymologie.info/~e/t_/tr-ismen_.html)

In eine ähnliche Richtung weist, dass das Oxford English Dictionary unter "Turk" die veraltete Bedeutung "a human figure at which to practise shooting" verzeichnet. Die Belege für diesen Sprachgebrauch, der in etwa dem heutigen "Pappkamerad" entspricht, reichen bis ins Jahr 1569 zurück. (Quelle: http://faql.de/etymologie.html#tuerken)

Laut "Grimm" und Etymologieduden wird das Verb "türken" erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet. Die Bedeutung von "jemandem etwas vormachen" wird laut "Grimm" damit erklärt, dass die
"unter Ausnutzung der verbreiteten Türkenfurcht für einen Heereszug gegen die Türken ausgeschriebene Steuer für andere, vielfach eigennützige und der
Allgemeinheit abträgliche Zwecke" verwendet wurde. (Quelle: http://faql.de/etymologie.html#tuerken)

Und die Moral von der Geschichte?
Merken Sie etwas? Bei keinem der Deutungsversuche haben die Türken etwas "getürkt". Ob der Erbauer des Schachautomaten, die Kapelle bei der Kanal-Einweihung, die Österreicher auf der Riegersburg, die übenden Schützen, die Steuer-Zweckentfremder — sie alle waren waschechte "Abendländer". Wer also hinter "getürkt" betrügerische Machenschaften der Türken vermutet, liegt völlig falsch.

dertli4u
05.08.05, 01:39
Und die Moral von der Geschichte?
Merken Sie etwas? Bei keinem der Deutungsversuche haben die Türken etwas "getürkt". Ob der Erbauer des Schachautomaten, die Kapelle bei der Kanal-Einweihung, die Österreicher auf der Riegersburg, die übenden Schützen, die Steuer-Zweckentfremder — sie alle waren waschechte "Abendländer". Wer also hinter "getürkt" betrügerische Machenschaften der Türken vermutet, liegt völlig falsch.

bu yorumun süper..

Carlito
05.08.05, 02:31
bu yorumun süper..

Evet Abi tam yerinde ama Malesef bana ayigt deyil. Ama benden olabilirdi :D
Kopyaladigim Sayfanin yorumu.

dertli4u
05.08.05, 02:35
Evet Abi tam yerinde ama Malesef bana ayigt deyil. Ama benden olabilirdi :D
Kopyaladigim Sayfanin yorumu.

olsun..sen yazdiktan sonra sana aittir..yorumlar , benimseyenlere ait olur..yoksa yorum yapanlar, kendileri icin yapmazlar.;)

Carlito
05.08.05, 02:42
olsun..sen yazdiktan sonra sana aittir..yorumlar , benimseyenlere ait olur..yoksa yorum yapanlar, kendileri icin yapmazlar.;)

Simdi üstüne biraz tüsünüce anladim ;) zor oldu diyebilirim cünkü cok ince igdi :D (Vala bu Türkceyi cözmem lazim yoksa bizi de dutturular :D )