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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Türkei lädt Deiss wieder aus



KingTurek
05.08.05, 01:47
Aus «Termingründen»wurde die Türkei-Reise von Bundesrat Deiss abgesagt. Das wahre Motiv liegt wohl in Verfahren gegen türkische Völkermord-Leugner.

Von Annetta Bundi und René Lenzin, Bern

Vor drei Tagen teilte das türkische Aussenministerium dem Schweizerischen Botschafter in Ankara offiziell mit, dass die für September geplante Türkei-Reise von Wirtschaftsminister Joseph Deiss nicht stattfinden kann. Das bestätigte Christophe Hans, der Pressesprecher von Deiss, gestern auf Anfrage des TA. Begründet werde die Absage mit Terminproblemen von Deiss’ türkischem Amtskollegen Kürsal Tüzmen. Auf die Frage, ob die Absage mit der Einvernahme des türkischen Politikers Dogu Perinçek durch die Winterthurer Justiz zu tun habe, antwortete Hans: «Das müssen Sie die türkische Seite fragen. Wir würden es bedauern, wenn dies so wäre.»

Perinçek hatte an einer kürzlichen Veranstaltung in der Schweiz den Völkermord an den Armeniern geleugnet. Das verstösst gegen die Antirassismus-Strafnorm, weshalb er vom Winterthurer Staatsanwalt Rolf Jäger befragt wurde.

Die Absage der Reise habe nichts mit dem Fall Perinçek zu tun, sagte die Sprecherin der türkischen Botschaft in Bern und führte erneut Terminkollisionen an. In der Schweiz geht man jedoch davon aus, dass diese Begründung nicht stimmt. Bereits im Mai, als Jäger ein Verfahren gegen den türkischen Historiker Yusuf Halacoglu eröffnet hatte, seien aus Ankara Signale gekommen, dass die Reise von Deiss in Gefahr sei, heisst es in Bern. Vor zwei Jahren wurde bereits Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ausgeladen, nachdem das Waadtländer Parlament den Genozid an den Armeniern anerkannt hatte.

Die meisten Aussenpolitiker sind irritiert ob der Haltung Ankaras. Die Schweiz dürfe jedoch vor der Türkei nicht in die Knie gehen, sagen die Präsidenten der beiden aussenpolitischen Kommissionen. Keine Einigkeit herrscht darüber, ob die Schweiz den Völkermord offiziell anerkennen soll, wie das der Nationalrat kürzlich verlangt hat. Längst fällig wäre dieser Schritt für die Gesellschaft Schweiz-Armenien. Sie kritisierte gestern, dass die Schweiz die Reise von Deiss nicht von sich aus abgesagt habe.

http://www.tagesanzeiger.ch/images/dynamic/news/artikel/215620.jpg
Joseph Deiss hofft, später doch
noch in die Türkei reisen zu können.

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/526387.html

tralles
05.08.05, 02:14
das habe ich erwartet, ist dasselbe wie mit calmy-rey!

ich glaube, die schweizer sind ziemlich stinkig gerade. perinceks worte ("Türkei ist freier als die Schweiz") sitzt bei denen tief!

Refa
05.08.05, 09:10
Diese Doppelmoral-Apostel auf den Bergen sollen endlich mal einsehen, dass sich die Türkei nicht länger von ihnen verarschen lässt.

Die Schweizer sollen dort bleiben, wo Ziegengras wächst.

Erkan
05.08.05, 10:12
und in den Käse mehr löcher reinmachen steigert den Gewinn

KingTurek
05.08.05, 11:11
ich glaube, die schweizer sind ziemlich stinkig gerade. perinceks worte ("Türkei ist freier als die Schweiz") sitzt bei denen tief!

lol:D Ich finde perincek ziemlich sympathisch, er weiß wie man mit sowas umgeht:cool:

Der Schakal
05.08.05, 11:34
lol:D Ich finde perincek ziemlich sympathisch, er weiß wie man mit sowas umgeht:cool:

aynen...kardes...:D :D

LAZ
05.08.05, 12:15
Ich glaube es liegt wohl eher an den Wirtschaftsinteressen der Schweiz nicht weiter die Beziehungen zu verschlechtern...die Arbeitgeberlobby wird wohl Druck machen:D

Je stärker die Wirtschaft in der Türkei wird, desto mehr müssen wohl Europäer Türken auch zuhören können:D

Yakamoz
05.08.05, 13:13
Ich glaube es liegt wohl eher an den Wirtschaftsinteressen der Schweiz nicht weiter die Beziehungen zu verschlechtern...die Arbeitgeberlobby wird wohl Druck machen:D

Je stärker die Wirtschaft in der Türkei wird, desto mehr müssen wohl Europäer Türken auch zuhören können:D


Mich wundert es auch, dass dieser Hr. Deiss das überhaupt bedauert. In der Tat scheint die Türkei als "Markt" immer interesanter zu werden.

Obwohl ich es gut finde klipp und klar Stellung zu beziehen, hätte ich es besser gefunden den Termin stattfinden zu lassen. SO heisst es wieder, wir sind die beleidigte Leberwurst.

Wolfsblut
05.08.05, 14:58
Mich wundert es auch, dass dieser Hr. Deiss das überhaupt bedauert. In der Tat scheint die Türkei als "Markt" immer interesanter zu werden.

Obwohl ich es gut finde klipp und klar Stellung zu beziehen, hätte ich es besser gefunden den Termin stattfinden zu lassen. SO heisst es wieder, wir sind die beleidigte Leberwurst.

Die Schweiz merkt es jetzt auch langsam,lange werden sie nicht mehr Stur bleiben,es werden noch mehr solche Leute wie Hr.Deisst abgang machen müssen,bis die Schweiz sich entschuldigt.

DeLaHoya
05.08.05, 15:12
... das Waadtländer Parlament den Genozid an den Armeniern anerkannt hatte.

.... Keine Einigkeit herrscht darüber, ob die Schweiz den Völkermord offiziell anerkennen soll...

Fällt auch was auf? Nur ein Regionalparlament hat den "Genozid" anerkennt, NICHT die Schweiz!

tralles
05.08.05, 16:21
Zwei Kantone soweit ich informiert bin. Es heißt der Bundesrat erkennt den Genozid an, nicht aber der Nationalrat (so ungefähr war das). Leider kenne ich die Struktur der Schweiz nicht besonders, deshalb wurd eich auch nicht sehr schlau aus dem, was gesagt worden ist.

Nun, die Schweizer Medien regen sich ja auch auf, dass Deiss trotz dieser "Beleidigungen" (wir wissen, Wahrheiten) in die Türkei will, um dort eben die wirtschaftlichen Beziehungen auf Trab zu halten. Die Türkei ist ein wichtiger Handelspartner für die Schweizer. Die Zahlen standen in der schweizer Presse in den letzten Tagen zuhauf. Aus der schweizer Sicht verkauft Deiss die eidgenössische Ehre wegen einiger Kröten durch den Handel mit der Türkei.

Diese Kapitalisten-Schlangen kann man dann am Kopf anpacken, wenn man selber eine starke Wirtschaft hat. Dann sind diese Schlangen auch nicht in der Lage, einen zu beissen.

KingTurek
06.08.05, 12:07
Türkei lädt Schweizer Wirtschaftsminister aus

05-08-05 13:50
http://www.dieneueepoche.com/clear.gif


Offenbar im Streit um Beurteilung des Massakers an Armeniern




Bern - Die türkische Regierung hat einen für September geplanten Besuch des Schweizer Wirtschaftsministers Joseph Deiss abgesagt. Offiziell wurden Termingründe angegeben, wie Deiss' Sprecher Christophe Hans am Freitag mitteilte. Wirklicher Grund sind Hans zufolge die schon länger andauernden Differenzen wegen des türkischen Massakers an den Armeniern im Jahr 1915, das die Regierung in Bern als Völkermord verurteilt.



Schweizer Behörden eröffneten im Juli ein Verfahren gegen den Vorsitzenden der türkischen Arbeiterpartei, Dogu Perincek, der das Massaker während einer Veranstaltung in der Schweiz als »Lüge von Imperialisten« bezeichnet hatte. Ankara bestellte daraufhin den Schweizer Botschafter ein. Aus Protest gegen ein ähnliches Verfahren gegen den Präsidenten der Türkischen Historischen Gesellschaft hat im Juni ein ranghoher türkischer Politiker eine Reise in die Schweiz abgesagt. Ebenfalls wegen diplomatischer Verstimmungen in dieser Frage wurde vor zwei Jahren bereits die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey von der Türkei ausgeladen.


http://www.dieneueepoche.com/Nachricht.33+M5884a22e653.0.ht ml
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Zwar steht dort das die Regierung als Völkermord verurteilte, aber es wird von Massakaer gesprochen.