Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist Zweifeln Blasphemie?
Steppenwolf
16.06.10, 13:48
Was denkt ihr?
Kommt drauf an, an was man zweifelt.
Zweifeln an Gott/Allah/Tanri ist blasphemie - gotteslästerung.
Skeptisches und kritisches Denken gehört zum Menschen dazu. Wer die Welt so hinnimmt wie sie ist, der wird keinen Bedarf sehen, in der Welt etwas zu verändern. Die Menschheit hätte sich also nie weiterentwickelt ohne solche Menschen.
Dann ist auch das Zweifeln an der Endlichkeit des Universums Blasphemie, da es in völligem Gegensatz zu einigen Glaubensrichtungen steht.
Ich meine mit einer der Gründe für die Himmelsreise des Propheten war ihm die letzten Zweifel zu nehmen.
Steppenwolf
16.06.10, 14:00
Weitere Ansichten, bitte!
In arabischen Ländern schon!
Zweifeln ist eine Methodik die dazu führt verankerte Glaubensdogmen (auch des gesellschaftlichen Lebens) auf ihre Authentizität, soweit wie möglich, analytisch zu überprüfen. Hierbei ist es eine Methodik dessen Umfang und Ursprung man nicht kennt aber sie durch vorhandene innere ''Anlagen'' oder rationalistisch ergebnisoffen führen kann. Für viele mittelalterliche Kirchenväter oder andere Religionsgelehrte war Zweifeln zweifelsohne Blasphemie. Auf der anderen Seite waren es aber immer diese verhassten ''Zweifler'' die diese sogenannten Paradigmenwechsel herbeigeführt haben.
...in den Worten Kants: „die Vertheidigung der höchsten Weisheit des Welturhebers gegen die Anklage, welche die Vernunft aus dem Zweckwidrigen in der Welt gegen jene erhebt." Diese Anklage erfolge nach Kant völlig zurecht, da der Mensch "als ein vernünftiges Wesen berechtigt ist, alle Behauptungen, alle Lehre, welche ihm Achtung auferlegt, zu prüfen, ehe er sich ihr unterwirft, damit diese Achtung aufrichtig und nicht erheuchelt sei."
http://www.gkpn.de/theodizee.html
Zweifel woran denn? Etwa an der Existenz Gottes? Oder daran, dass er der Urheber des Korans ist, dass Mohamed sein Prophet ist, dem er seine Offenbarung verkündete und dieser sie auch tatsächlich genauso so, wie sie ihm offenbart wurde, verstanden und überliefert hat? Oder etwa Zweifel daran, dass gewisse Gelehrte das Monopol auf das Verständnis der Offenbarung und ihre Deutung haben? Oder etwa Zweifel daran, was irgendjemand für blasphemisch hält?
Ich denke, dass grundsätzlich der Vorwurf der Blasphemie schon blasphemisch ist, weil er die Anmassung impliziert, für und anstelle Gottes zu werten und zu urteilen.
stolperetikette
16.06.10, 14:38
Wer zweifelt, der denkt...
Zeig mir eine der drei monotheistischen Religionen, die frei von Doktrinen ist, kein Bekenntnis abverlangt, und somit auch das Denken darin nicht vorgibt. Die Doktrin sagt hier eindeutig: Wer innerhalb dieser drei Religionen an Allah/Tanrı/Gott/Jahwe zweifelt, begeht eine blasphemische Beleidigung.
Daher merke:
Das schwammige Organ zwischen den Ohren ist als eine Füllmasse zur physischen Gleichgewichterhaltung des Schädels gedacht - nicht des Denkens. Die Schafe sind hierbei den Menschen um einiges voraus. Wobei der Trend auch innerhalb der Menschheit immer mehr zur vernünftigen Rückorientierung des Vorbilds Schaf geht... bis das der letzte Erdenmensch blökt... im Takt und auf Anweisung versteht sich. DARAN zweifle ich nicht.
Was denkt ihr?
Es gibt sogar Leute die sich nicht trauen manche Gedankengänge weiterzuführen, weil sie Angst haben, sie könnten Gott anzweifel. Das muss man sich mal reinziehen, Menschen die sich vorm denken fürchten.
Steppenwolf
16.06.10, 14:51
Es gibt sogar Leute die sich nicht trauen manche Gedankengänge weiterzuführen, weil sie Angst haben, sie könnten Gott anzweifel. Das muss man sich mal reinziehen, Menschen die sich vorm denken fürchten.
...aber ist es für manche Menschen nicht "vorteilhafter" nicht zu zweifeln?
Andererseits hat ein Theologe mal gesagt: „Jene, die niemals gezweifelt haben, haben nie wirklich geglaubt.“
...aber ist es für manche Menschen nicht "vorteilhafter" nicht zu zweifeln?
Andererseits hat ein Theologe mal gesagt: „Jene, die niemals gezweifelt haben, haben nie wirklich geglaubt.“
Es macht vorallem die Dinge leichter, was für einige sicher auch ein Vorteil. Wer grübelt bekommt Falten.
Wie blasphemisch ist eigentlich der Zweifel an Wissenschaft und Vernunft? Die prägenden Glaubensinhalte in modernen Gesellschaften gründen schließlich auf Wissenschaft und Vernunft, was hier sogar teilweise mit Zweifeln gleichgesetzt wird.
Der Mensch hat die Möglichkeit des Zweifelns. Er könnte alles zweifeln ausser seine eigenem Zweifeln. Dieses Zweifel hat ein Träger sein Selbst welches er nicht zweifeln kann. Ferner weiss er mit Gewissheit dass er er selbst ist, d.h. über ihm gilt eines der logischen Grundsätze der Identität, A = A. Dieses Identitätssatz als eines der Regelinstrumente findet es in sich vor. Auch die Fähigkeit des Zweifelns, was eigentlich ein Teilbereich des Denkens ist. Zweifeln hat mit Wahrheit und Unwahrheit zu tun. Das bedeutet diese Grundbegriffe sind vorrausgesetzt und schon vorhanden in ihm. Zur Grundausstattung des Denkens gehört auch das kausale Denken, d.h. die Verknüpfung der Dinge mit Ursache-Wirkung innerhalb des Denkens. Allein das kontingente Sein alle sein-könnenden und seiende, begrenzte , abhängige Dinge all dem müssen eine Ursache haben. Ihr Sein muss sich auf etwas stützen, da bei kontingenten Dingen nicht die Ursache seiner Selbst bei sich selbst liegen kann. Die Ursache muss der Wirkung vorrausgehen jenseits des Zeitflusses. (Dem Sein liegt das Nicht-Sein ebenbürtig gegenüber. Damit etwas zu sein kommt muss zuvor ein Wahl zwischen Alternativen gegeben haben. D.h. die Ursache ist wählend. Ferner es bestimmt über das kontingentem Sein. Es erhält es im Sein. Allein das Sein der Dinge um uns und wir selbst ist ein Beleg für diese Ursache. Neben unserem Selbst und der Natur existiert viel mehr als möglich und zwar notwendig die Ursache eben der Natur, unser selbst und auch der geistigen Grundausstattung in uns selbst.). So ist eigentlich Gottes Existenz unbezweifelbar sogar evident.
(In Griechenland hatte man Vorstellungen die Substanz könne von sich aus existieren, jedoch wurde dies nie begründet wieso das so sein soll. Daher kam man zur der Meinung die Natur genauer gesagt die Materie schon immer oder es habe einen ersten "Beweger" gegeben der alles zum laufen brachte aber es bestünde von sich selbst aus. Diese und weitere Gedanken beeinflussten die christliche Theologie und die Philosophien später. (Vor allem Spinoza und Descartes muss man getrennt betrachten). So wurde Gottes Existenz als etwas Mögliches gesehn welches man beweisen müsse. Die Muslime sehen in allem ein Beweis Gottes zusätzlich auch die Beweise der Theologen und Philosophen. Die Christen bzw. der gewöhnliche Christ sieht im "Natur" eine Art 2.Gott, der unpersönlich ist der wie eine Maschine ist, welches andauernd arbeitet. Daher hat es ein Problem: gehen die Dinge auf die "Natur" oder auf Gott zurück? Obwohl Naturgesetze nur Beziehungen und Verhältnisse ausdrückt will man darüberhinausgehend in der Natur die Ursache der Erscheinungen sehen. Die Naturgesetze werden behandelt als wäre diese Gründe für das Sein und Wechsel der Dinge. Die Naturkausalität ist eine Naturphilosophie und nichts Naturwissenschaftliches. )
Der Mensch kann nicht seine eigenes Sein, die Gültigkeit der geistigen Grundausstattung im Denken und im Grunde genommen die Existenz Gottes nicht zweifeln.
Das Zweifeln selbst als Teilgebiet des Denkens ist an sich nicht verwerfliches sondern hat es Sinn und Funktion. Es kommt drauf an wie wir es anwenden und worauf wir es richten.
Es ist logisch an der Existenz von Gott (in der Form der Religionen) zu zweifeln, denn es gab und gibt Unmengen von Religionen die alle ihre eigenen Unterschiede besitzen. Die Griechen hatten mehrere Götter, die heutigen Weltreligionen haben einen Gott, man kann dies alles hinterfragen. Wir haben heutzutage auch Bücher dieser Religionen (Koran, Bibel) die man hinterfragen kann. Man kann nicht beweisen das es keinen Gott gibt, aber genauso kann man nicht beweisen das es kein unsichtbares Spaghettimonster gibt was sich jemand vorstellt. Religion ist dafür da um die Komplexität des Lebens von den Schultern des Menschen zu nehmen, denn anstatt das sich ein Mensch Gedanken darüber macht was mit ihm nach dem Tod passiert hat die Religion schon eine Antwort und der Mensch muss sich deswegen nicht mehr den Kopf zerbrechen (da Gott ja schon alles regelt).
Wenn du mit zweifeln, sowas wie isyan meinst, so glaube ich schon das es Blasphemie ist, denn das würde bedeuten das man nicht an die Gerechtigkeit Allahs vertraut.
Ich denke, dass grundsätzlich der Vorwurf der Blasphemie schon blasphemisch ist, weil er die Anmassung impliziert, für und anstelle Gottes zu werten und zu urteilen.
Kein Widerspruch.
Nur in der Realität war und ist das ganz anders.
Der Mensch kann nicht seine eigenes Sein, die Gültigkeit der geistigen Grundausstattung im Denken und im Grunde genommen die Existenz Gottes nicht zweifeln.
Warum kann der Mensch an Gott nicht zweifeln?
Warum kann der Mensch an Gott nicht zweifeln?
Wenn der Mensch rein nach Vernunft denkt kann er nicht zweifeln, aber wer denkt denn schon rein ? Wir sind in Wechselwirkungen mit allerlei inneren und äusseren Faktoren die unser Denken beeinflussen. Wer denkt denn schon über die Grundkategorien des Denkens und des Seins nach ? Sowas findet man selten. Die Evidenz dass Gott existiert ist grösser als die Evidenz dass man selbst existiert.
Ich kann die Bücher Meditationes von Descartes und "der Erretter vom Irrtum" von Ghazali empfehlen. Diese sind sehr nützliche Bücher in solchen Themen.
Ich kann die Bücher Meditationes von Descartes und "der Erretter vom Irrtum" von Ghazali empfehlen. Diese sind sehr nützliche Bücher in solchen Themen.
Du meinst also der ontologische Gottesbeweis funktioniert? Was sagst du zu Kants Kritik diesbezüglich?
Desweiteren empfiehlst du Ghazalis Werk, in dessen Vorwort u.a. folgendes steht:
"Wer also glaubt, dass die Enthüllung der Wahrheit nur von den niedergeschriebenen Argumenten abhängig ist, der hat die große Barmherzigkeit Gottes eingeengt."
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?32094-Imam-Ghazali-Webseite
"Wer also glaubt, dass die Enthüllung der Wahrheit nur von den niedergeschriebenen Argumenten abhängig ist, der hat die große Barmherzigkeit Gottes eingeengt."url]
Sehr guter Satz. Lesen reicht nicht muss man erleben, ist eine Reise.
Zunächst muss man Descartes und Ghazali sehr genau lesen Satz für Satz im Zusammenhang. Kants Kritik zielt eher auf Anselm von Canterbury. Descartes Beweis ist vielschichtig. Man muss es genau lesen. Dieses Zitat von Ghazali will sagen dass die blosse Schriftargumentation ohne rationale Argumentation eine unzulässige Einengung ist.
Sehr guter Satz. Lesen reicht nicht muss man erleben, ist eine Reise.
Jedem seine Reise! Nur sollte man sich dann die Philosophie nicht zum Instrument machen um seine subjektive Reise als allgemein gültige, objektive Wahrheit darzustellen. Sonst muss man sich drehen und wenden, und nochmal drehen und nochmal wenden, um seine Dogmen im Schleier der Rationalität zu präsentieren. Sowas kann nicht ernst genommen werden.
Siehe hier:
"Dieses Zitat von Ghazali will sagen dass die blosse Schriftargumentation ohne rationale Argumentation eine unzulässige Einengung ist."
Schriftargumentation vs. rationale Argumentation
"Dieses Zitat von Ghazali will sagen dass die blosse Schriftargumentation ohne rationale Argumentation eine unzulässige Einengung ist."
Schriftargumentation vs. rationale Argumentation
Nur kleine Anmerkung:
Schriftargumentation vs. (Schriftargumentation und rationale Argumentation) =
unzulässige Einengung vs. zulässige Einengung
Edit: Ich habe den Satz nur so wiedergegeben, wie der dort steht.
Schriftargumentation ist komplämentär mit rationaler Argumentation. Eine Schriftargumentation völlig losgelöst vom Ratio ist unmglich und der Versuch die natürliche Ratio unterdrückend "argumentieren" versagt oder bringt Schwierigkeiten mit sich. Ghazali erläutert das sehr gut mit dem Augu-Sonne-Gleichnis Die Auge ist der Verstand und das Licht die Prophetie und nur wenn Auge gesund ist und das Licht vorhanden ist dann ist es zusammen ein Ganzes.
Was ist Schriftargumentation?
Ghazalis beschwert sich im Vorwort darüber, dass er kurzzeitig vom Glauben abgefallen ist, aber oh glück, Gott ihn nun doch durch das Licht auf den richtigen Weg brachte. Scheiss auf Philosophie und eigene Gedanken und teuflische Schlussfolgerungen, sie waren Blasphemie, aber Gott hat ihn ja gerettet, sodass er nun die anderen, die an diesem Weg festhalten mit dem Unglauben bezichtigen kann( u.a. Aviencca?).
Omar du hast nichts vom Buch verstanden. Er schrieb nicht dass er vom Glauben abgefallen war. Du weisst nicht was er mit "Licht" dort und in Miskat al anwar meint. Du willst nicht einsehen dass er die Philosophie nicht als ganzes von sich weist. Und du fragst dich was Schriftargumentation ist.
Wer so plump und voreingenomen ist dass er mit Begriffen wie "scheiss" herkommt dem fehlt die richtige EInstellung. Ausser irgendwelche gängigen billigen Kommentaren von deren Autoren sogut wie niemand Ghazalis Werke studierte kannst du nehmen und es einfach wiederholen. Mehr wird wohl nicht drin sein.
Omar du hast nichts vom Buch verstanden. Er schrieb nicht dass er vom Glauben abgefallen war. Du weisst nicht was er mit "Licht" dort und in Miskat al anwar meint. Du willst nicht einsehen dass er die Philosophie nicht als ganzes von sich weist. Und du fragst dich was Schriftargumentation ist.
Ich habe nicht behauptet sein Werk gelesen zu haben. Ich habe über google books darin rumgestöbert, das Vorwort und das erste Kapitel angelesen. Ich möchte nicht sagen, dass es für mich unnütz wäre mich weiter mit ihm zu beschäftigen, aber diese ersten Seiten reichen schon, um zum Schluss zu kommen, dass sein Denken, aus heutiger Sicht, stark beschränkt ist. Allein auf diesen ersten Seiten argumentiert er nur für Leute die bereits an Gott glauben!
"...bis der erhabene Gott mich von dieser Krankheit heilte, die Seele wieder in den Zustand der Gesundheit und der Ausgegleichenheit zurückfand und die notwendigen Gegebenheiten der Vernunft auf der Basis der Sicherheit und Gewißheit wieder annehmbar und vertrauenswürdig wurden. Dies geschah nicht durch einen geordneten Beweis und eine systematische Redeweise, sondern durch ein Licht, das der erhabene Gott in meine Brust warf, jenes".
So was ist dieses Licht?
"Es ist ein Licht, das Gott in das Herz hineinwirft. Er wurde ferner gefragt: Und was ist sein Zeichen? Er erwiderte: Die Abkehr von dem verführersichen Diesseits und die Rückkehr zum ewigen Jenseits."
Das habe ich dir schon öfter geschrieben, aber bis jetzt hast du immer geschickt von diesem Punkt abgelenkt, wie jetzt auch.
Mit rumstöbern, erste Seite Blättern ist nicht ausreichend. Ich wll dir verraten was sein Motiv ist : die Wahrheit der Dinge an sich zu erkennen. Dasselbe Grundmotiv begleitet auch Descartes. Das ist das Grundmotiv aller Philosophie. Ich will dir nahelegen dass er mit das "Licht" die höhere Vernunft meint und kein irrationales Intuition. Erötern tu er das in einem anderen Werk. Das Anzeichen zu bennen heisst nicht das Wesen benennen. Man kann Ghazali überhaupt nur zusammenhängend lesen. Er macht des Öfteren Verweise auf seine anderen Bücher. Ergo : diese muss man auch kennen und verstanden haben.
"Vernunft ist die Naturanlage und das ursprüngliche Licht, wodurch der Mensch die Wahrheit der Dinge begreift, wenn es sich von den Täuschungen der Phantasie und Imagination befreit." Ghazali
Die Nische der Lichter, Imam Ghazali, 1986, Meiner Verlag , S.14
"Wahrlich, du warst dessen ahnungslos gewesen; nun haben Wir deine Augenbinde von dir genommen, so daß dein Blick heute scharf ist."
[Koran al karim 50:22]
Keine Frage: natürlich ist es nicht ausreichend sich ein endgültiges Bild von Ghazali oder gar der gesamten islamischen Philosophie zu machen.
"Das Ding an sich" erkennen... Schön. Das Licht dazu, also die "höhere Vernunft" (was ist denn niedrige Vernunft?) hat jeder Mensch oder nur von Gott auserwählte? Lass mich raten und dir nochmal meine Voreingenommenheit demonstrieren: Das Ding an sich erkennt man bestimmt nur, wenn man Gottes Existenz anerkennt, "Die Abkehr vom verführerischen Diesseits und die Rückkehr zum ewigen Jenseits" vollzieht?!
Was denkt ihr?
Was denkst du?
Ich denke, die Möglichkeiten der reinen Vernunft hat Kant in seinen Antinomien (http://de.wikipedia.org/wiki/Antinomien_der_reinen_Vernunft )weidlich ausgeschöpft und mir ist nicht bekannt, dass diese Widersprüche in der Folge aufgelöst worden sind. Man muss einfach damit leben, dass sich manche Fragen sowohl der Vernunft als auch der Anschauung entziehen. Und ob man sich darüber hinaus einem rationalen Positivismus verschreibt und postuliert, dass man über solche Fragen schweigen müsse, oder kreativ metaphysisch menschlich mit ihnen umgeht, ist nichts anderes als eine persönliche Präferenz, die jeglicher realen oder vernünftigen Grundlage entbehrt.
Ich denke, die Möglichkeiten der reinen Vernunft hat Kant in seinen Antinomien (http://de.wikipedia.org/wiki/Antinomien_der_reinen_Vernunft )weidlich ausgeschöpft und mir ist nicht bekannt, dass diese Widersprüche in der Folge aufgelöst worden sind. Man muss einfach damit leben, dass sich manche Fragen sowohl der Vernunft als auch der Anschauung entziehen. Und ob man sich darüber hinaus einem rationalen Positivismus verschreibt und postuliert, dass man über solche Fragen schweigen müsse, oder kreativ metaphysisch menschlich mit ihnen umgeht, ist nichts anderes als eine persönliche Präferenz, die jeglicher realen oder vernünftigen Grundlage entbehrt.
Wie hat es der "jute Fichte" gesagt: 'Der Anfang wird nicht be- sondern gegründet'.
Es stellt eine Basispräposition dar - nichts anderes.
Und selbst mit den raffiniertesten vernünftigen Argumenten kriegt man keine Letztbegründung hin: Man endet entweder in einem logischen Zirkel, in einem infiniten Regress oder im Dogma...
Lieber Omar ich hatte vor nicht allzulanger Zeit hier kurz die Geschichte des jungen Ibrahim (Friede sei mit ihm) kurzgefasst. Im Koran steht die Geschichte des jungen Ibrahim der durch Vernunft geleitet ein Erkenntnisweg durchläuft und zwar angefangen von den Dingen um uns herum und endet in der Erkenntnis dass Gott existiert. Die Erkenntnis endet nicht absolut dort. Erkenntnis ist ein nicht endender Ozean. Nur wahrhaftige Senhsucht nach der Wahrheit und Wirklichkeit der Dinge ist der Anfang und dies ist potentiell in jedem mit Verstand ausgestattetem Menschen vorhanden.
Und selbst mit den raffiniertesten vernünftigen Argumenten kriegt man keine Letztbegründung hin: Man endet entweder in einem logischen Zirkel, in einem infiniten Regress oder im Dogma...
Anything goes?
Anything goes?
Ne, ein Schritt vorher: Münchhausen-Trilemma; Feyerabend baut sozusagen darauf auf.
Ne, ein Schritt vorher: Münchhausen-Trilemma; Feyerabend baut sozusagen darauf auf.
Ja.
Ich meinte, meinst du aufgrund dieses Trilemmas "Anything goes".
Und ob man sich darüber hinaus einem rationalen Positivismus verschreibt und postuliert, dass man über solche Fragen schweigen müsse, oder kreativ metaphysisch menschlich mit ihnen umgeht, ist nichts anderes als eine persönliche Präferenz, die jeglicher realen oder vernünftigen Grundlage entbehrt.
Solange Metaphysik das Sein thematisiert und nicht das Seiende als höhere Wirklichkeit finde ich es durchaus reizend.
Ja.
Ich meinte, meinst du aufgrund dieses Trilemmas "Anything goes".
Jein, sorry, Omar muss ins Bett; wird lange Woche... Antwort kommt...
Ja.
Ich meinte, meinst du aufgrund dieses Trilemmas "Anything goes".
Ömerciğim, „akla ve mantığa veda“ ne „Münchhausen Tilemma“yla başlar nede Feyerabend’ın çoğulcu görüşüyle yada „ne olsa gider“le biter. Referans eksikliği, akıl kriterlerin sosyolojik ve özellikle psikolojik sebeplere dayanması ve teorilerin ölçülemesi, bunlar hepsi epistemolojik relativizmin mozaik taşları.
Steppenwolf,
Imam Gazali’nin dediği gibi sorgulamadan iman olmaz.
Bilim dünyasında yaşayan ve modern/ post-modern hayatın sorunlarıyla boğuşan insanlara «böyle sorular kesinlikle sorulmaz» yada «sırf belli kurallar içinde sorulabilir» gibi yanıtlar verenler soran insanları anlamamış olurlar; aynı zamanda böyle yanıtlar bence (!) din’e verilebilecek büyük bir zarardır.
Çünkü korkunun ecele faydası yoktur. Ya er yada geç insanlarda septizicm ortaya çıkabiliyor.
Ama akıl „niye“ sorularına cevap bulabilir mi?
Islami düşünürler bu soruya cevaplar sunmuşlar:
Ibn-i Sina’ya göre akıldan başka hiçbir kabiliyet kendi kendini bilemez.
Anadoluğu’nun sevgi pınarı da (Mevlâna) bir kaç asır evel „bıçak sapını yontamaz“ sözünü bize miras olarak bırakmış.
Yani, Insanoğlu «Homo Rationalis» gibi aklını kullanarak bütün değerlerden ve bilginin her türünden bağımsız olup «gerçeği» tespit edemez. Akıl ancak içinde bulunduğu belli şartlara değişmez şekilde bağlıdır!
Her insan sonuçta kendi inancıyla başbaşadır. Islamiyet inancın «fert ile Allah» arasında bir mesele olduğunu tebarüz ettirmiş ve bu konuda dış müdahaleyi yasaklamış. Bu nedenle her ferdin “niye” sorusunu sorup ve kendisine özgürlük ve ferahlık veren (!) bir şekilde cevaplandırmalıdır.
Her insan sonuçta kendi inancıyla başbaşadır. Islamiyet inancın «fert ile Allah» arasında bir mesele olduğunu tebarüz ettirmiş ve bu konuda dış müdahaleyi yasaklamış. Bu nedenle her ferdin “niye” sorusunu sorup ve kendisine özgürlük ve ferahlık veren (!) bir şekilde cevaplandırmalıdır.
Wie schön! So ungefähr habe ich das in meinem familiären Umfeld auch gelernt, aber gibt es dazu auch belastbare Stellen direkt aus dem Koran. Denn wenn ich so argumentiere, werde ich immer nur auf irgendwelche Islamgelehrte verwiesen, denen die Deutungshoheit des Koran zuerkannt wird.
Imam Gazali’nin dediği gibi sorgulamadan iman olmaz.
Tahkiki iman tabi ki muteber olandir ... gerci belli bir akil seviyesi bulunanlarda taklidi iman ulemanin cumhuruna göre kabul edilir ...
Bilim dünyasında yaşayan ve modern/ post-modern hayatın sorunlarıyla boğuşan insanlara «böyle sorular kesinlikle sorulmaz» yada «sırf belli kurallar içinde sorulabilir» gibi yanıtlar verenler soran insanları anlamamış olurlar; aynı zamanda böyle yanıtlar bence (!) din’e verilebilecek büyük bir zarardır.
Ne gibi sorulardir bunlar?
Çünkü korkunun ecele faydası yoktur. Ya er yada geç insanlarda septizicm ortaya çıkabiliyor.
Yes ... sceptizim, yani $üphecilik yada vesvese ... öf be amma da cok kelimelerimiz var ayni $eyi söylemek icin ...
Ama akıl „niye“ sorularına cevap bulabilir mi? Hayir, bulamaz ... hangi acidan bakarsan bak ...
Islami düşünürler bu soruya cevaplar sunmuşlar:
Ibn-i Sina’ya göre akıldan başka hiçbir kabiliyet kendi kendini bilemez. Akil tabi ki ruh icin bir alet ... Ruh o aleti bazen nefsin bazen ise vicdanin galep gelmesiyle calistirir. Tabi ki kalb de var, ama orasi iman yada küfrün "evi". Vicdan da aslinda her zaman kalbinde insanin, ama nefs,küfür iktidar olunca, sesi iyice kisilir vicdanin ...
Anadoluğu’nun sevgi pınarı da (Mevlâna) bir kaç asır evel „bıçak sapını yontamaz“ sözünü bize miras olarak bırakmış. Dogru demi$ ... bir fikra, kel alaka degil aslinda ... adamin biri arkada$ina bir balyoz göstermi$, demi$ ki, bu balyoz 120 ya$inda, dedemin ninesinden kalma ... arkada$i bakmi$, baya yeni gibi duruyor demi$. Evet demi$ balyozun sahibi, kafasi dört, sapi da yedi defa degi$tide ondandir ...
Yani, Insanoğlu «Homo Rationalis» gibi aklını kullanarak bütün değerlerden ve bilginin her türünden bağımsız olup «gerçeği» tespit edemez. Akıl ancak içinde bulunduğu belli şartlara değişmez şekilde bağlıdır!
En azindan üc boyut konusunda ...
Yes ... sceptizim, yani $üphecilik yada vesvese ... öf be amma da cok kelimelerimiz var ayni $eyi söylemek icin ...
What shall I say? It's a kind of intellectual brouhaha. :)
TomBac,
neden türkçe çevep verdiğini anlamış değilim. Neyse, bende türkçe cevap yazıyim.
Düşünmek gerçeyi bulmak içindir. Her ne kadar bügünün (bilim) dünyası bu gerçeyi sonuna kadar varmak gibi gayesi olmasada, değişik derecede yaklaşmaya çalışır. Bu yolda elde edilien bilgiler herzaman geliştirilip, hatta zaman zaman tamamen yenilendiği için dogmatik olamaz.
Popper'in dediği gibi, teorilerin birbiriyle yarışması söz konusu olabilir ve teorilere nasıl, hangi şekilde erişildiği o kadar önemli değildir. Teorilerin ortaya çıktıktan sonra işin ilginç yani başlar. Bu konseptin metafizik konularda kullanışlığı tabi ki tartışıla bilir, fakat dini sürekli sağlam temeller üzerini kurmak isteyenler için söylemekte fayda vardır herhalde.
Ana konumuza dönelim. Dine inanmak ve gerçeye yaklaşmak (bilim şeklinde) bence tamamen iki ayrı konudur. Benim eleştirdiğim bazı dindarların inançlarını bilim üzerine kurmak istemeleri dir. Bunu yaparken felsefi sorunları kullanıp kendilerini kuşkucu posisyonuna getirdikten sonra, bu şüpeler üzerine o koca dogmatik yapılıarını kurmalarıdir.
Bu kültürü ve dini az çok tanıdım için bir yandan dindarlara saygı göstermek istesemde, diğer yandan felsefi ve bilim alanına atıldıkları için sonuna kadar eleştirmek gerekiyor. Din'e böyle bir yaklaşımın din'e büyük zarar verebileceğini söylüyorum. Ve sadece dine değil, toplumsal her alanda büyük zararları vardır. Benim biyoloji ile biraz ilgilendiğim için bu alandan örnek vereceğim. Evrim konusunda bölye bir sentez girişimin ne kadar zarları olduğunu türkiye'de görebilirsin. Türkiye'nın yüzde 80den fazlası evrim verisine şüpeci bakışı türklerin din'in hangi şekilde akılcı ve mantıkçı düşüncenin kilitlendiğini görürsün. Karşıtlar in çoğu ne feyerabend'in relativiziminden haberdardır, ne de münchhausener trilemma dan. (Burda senin cok sevdigin AKP de tam olarak görveni yapmiyor ya, neyse). Üyenin bazıları diğer bir konuda benim hiç bir mok anlamadığmı idda etti. Belki doğrudur. Şimdi "bilim teorisı" dersine gitmek zorundayım ve dinin ne kadar bilim den uzak olduğunu bir kez daha görmek şansım olacak.
Konu biraz sapti galiba. Egal, dafür hab ich türkisch (?) geschrieben.
Selamlar
Er will zeigen, dass es der Philosophie nicht gelingt, irgendeine der tatsächlich gelebten Religionen zu verteidigen. Werde die Philosophie der Theologie eingegliedert, "statt die Prinzipien zu kontrollieren, die von Bedeutung sind, wenn Philosophie auf Theologie aufeinandertreffen, so wird sie jedes Mal dazu missbraucht, den Zwecken des Aberglaubens zu dienen".
Zitiert wird Hume, aus "Das Wunder des Theismus" von Mackie
What shall I say? It's a kind of intellectual brouhaha. :)
Tatsächlich? ist es nicht mehr der Zustand von Zerissenheit und Entfremdung ...
Wozu sonst sollte man systematisch Worte durch andere ersetzen, ja sie sogar bekämpfen?
Its a kind of brain engineering, yes, in every single case ...
Toplum mühendisligi de deniliyor buna ...
TomBac,
neden türkçe çevep verdiğini anlamış değilim. Neyse, bende türkçe cevap yazıyim.
Ich hatte letztens Besuch; alles gebildete Menschen und die hatten eine Tonne Titel.
Und aufgrund der Sprachprobleme (eigentlich meine!) mussten wir den "Universalienstreit" auf Türkisch führen; seitdem bombadieren die mich mit diesbezüglichen Publikationen in türkischer Sprache und ich musste denen versprechen, diesbezüglich meinen Wortschaft zu verbessern. Daher! :)
Den Rest, am Wochenende...
aber dies vorab: Ich glaube, du hättest viel Spaß an der Evolutionären Erkenntnistheorie (EE); such 'mal im Internet nach "Vollmer" und EE.
Tatsächlich? ist es nicht mehr der Zustand von Zerissenheit und Entfremdung ...
Wozu sonst sollte man systematisch Worte durch andere ersetzen, ja sie sogar bekämpfen?
Its a kind of brain engineering, yes, in every single case ...
Toplum mühendisligi de deniliyor buna ...
Ich gebe 'mal eine linguistische, wissenschaftstheoretische und persönliche Antwort...
Aus linguistischer Perspektive kann es doch von Vorteil sein, wenn es für einen Begriff mehrere Bezeichner gibt; sozusagen Wort- und Sprachvielfalt. Wissenschaftstheoretisch betrachtet bilden sich für bestimmte Interessensgemeinschaften bestimmte Begriffe aus; sprachspielend werden gesamte Konzeptualisierungen darauf aufbauend gebildet; so ist das bei "scepticism"; und persönlich: Es ist mein intellektuelles Gehabe ("intellectual brouhaha"). :)
suya tirit bir cevap aslinda ...
Ich gebe 'mal eine linguistische, wissenschaftstheoretische und persönliche Antwort...
ich würde eine ernste Antwort vorziehen ...
Aus linguistischer Perspektive kann es doch von Vorteil sein, wenn es für einen Begriff mehrere Bezeichner gibt; sozusagen Wort- und Sprachvielfalt. Hayat ve Ya$am gibi mesela ... Ein Wort mit "philosophischen" Wurzeln die unseren alltag bereichern ...
Wissenschaftstheoretisch betrachtet bilden sich für bestimmte Interessensgemeinschaften bestimmte Begriffe aus; sprachspielend werden gesamte Konzeptualisierungen darauf aufbauend gebildet; Wie eben bei "Ya$am" statt "hayat" ... was für eine spezifische "Konzeptualisierung" könnte dem vorangegangen sein?
... mussten wir den "Universalienstreit" auf Türkisch führen; seitdem bombadieren die mich mit diesbezüglichen Publikationen in türkischer Sprache und ich musste denen versprechen, diesbezüglich meinen Wortschaft zu verbessern. Daher! :)
Wenn diese Publikationen auch in digitaler Form vorliegen sollten, wäre ich auch sehr interessiert daran!...
Was den Wortschatz angeht, kann ich von Prof. Bedia Akarsu "Felsefe terimleri sözlügü" empfehlen, mehrere hundert Begriffe werden im Umfang von ein paar Zeilen bis einer Seite erläutert und dabei jeweils die deutschen, englischen, französischen sowie ihre Herkunft aus dem lateinischen, griechischen oder arabischen angegeben. Im Anhang finden sich dann noch alphabetische Verzeichnisse in allen Sprachen und den alten (osmanischen) Bezeichnungen. Die Erstauflage stammte 1975 von der TDK, die allerdings nur die ersten beiden Auflagen verlegt hat; meine vierte Auflage stammt von Inkilap Kitabevi, Istanbul 1988 (ISBN 975-10-0023-8).
Der Skeptizismus wird dort übrigens unter ku$kuculuk geführt...
suya tirit bir cevap aslinda ...
Hayat yada yasam bazen "suya tirit" gibi gözüküyor, degil mi?
ich würde eine ernste Antwort vorziehen ...
Meine Antwort war ernst gemeint; OK, vielleicht meine persönliche Einschätzung nicht. :)
Hayat ve Ya$am gibi mesela ... Ein Wort mit "philosophischen" Wurzeln die unseren alltag bereichern ...
Wie eben bei "Ya$am" statt "hayat" ... was für eine spezifische "Konzeptualisierung" könnte dem vorangegangen sein?Bei "hayat" und "yasam" weiß ich es nicht, hat mich - um ehrlich zu sein - auch noch nie vorher interessiert. Da du es erwähnst, gehst du also davon aus, dass eines dieser beiden Begriffe nachträglich in die Sprachpraxis eingeführt wurde. Oder? Welcher? Und wieso stört dich das?
Aber, zurück zu "septicim" oder "skepticism" oder wie von Zerd vorgeschlagen zu "kuskuculuk": Auch die ersten beiden Begriffe haben sich "wohl" in die Sprachpraxis eingebettet. Man kann es mögen oder nicht. Mir ist es aber insofern lieb, dass dadurch meine persönliche Anschlussfähigkeit gewährleistet bleibt. Denn Begriffsverwendungen sind als Sprachspiele in eine menschliche Praxis eingebettet. Eine sprachliche Äußerung verstanden als Sprachspiel hat also nur dann einen Sinn, wenn diese sprachliche Äußerung eine bestimmte Verwendung/ Funktion innerhalb einer bestimmten Lebensform (Interessensgemeinschaft) hat. Es ist interessant, dass in dem letzten Buch, das ich in der Hand hatte über 300 Seiten immer von "septicism" gesprochen wurde und nicht von "kuskuculuk" oder vielleicht "süphecilik". Kann auch sein, dass ich unzulässig generalisiere. OK, aber ich froh, dass "septicism" verwendet wird, weil ich den Begriff dann sofort einordnen kann. :)
Edit: Andererseits gibt es Begriffe, die sind dann wirklich schräg: "Egzistansiyalizm".
Wenn diese Publikationen auch in digitaler Form vorliegen sollten, wäre ich auch sehr interessiert daran!...
Ja, ich habe auch einige Links bekommen, die ich hier an diesem Wochenende einstellen werde.
Für dich ein Beitrag zur Postmoderne. :)
Wie blasphemisch ist eigentlich der Zweifel an Wissenschaft und Vernunft? Die prägenden Glaubensinhalte in modernen Gesellschaften gründen schließlich auf Wissenschaft und Vernunft, was hier sogar teilweise mit Zweifeln gleichgesetzt wird.
Ein typischer Zerd!
Der Mensch hat die Möglichkeit des Zweifelns. Er könnte alles zweifeln ausser seine eigenem Zweifeln. Dieses Zweifel hat ein Träger sein Selbst welches er nicht zweifeln kann. Ferner weiss er mit Gewissheit dass er er selbst ist, d.h. über ihm gilt eines der logischen Grundsätze der Identität, A = A. Dieses Identitätssatz als eines der Regelinstrumente findet es in sich vor. Auch die Fähigkeit des Zweifelns, was eigentlich ein Teilbereich des Denkens ist. Zweifeln hat mit Wahrheit und Unwahrheit zu tun. Das bedeutet diese Grundbegriffe sind vorrausgesetzt und schon vorhanden in ihm. Zur Grundausstattung des Denkens gehört auch das kausale Denken, d.h. die Verknüpfung der Dinge mit Ursache-Wirkung innerhalb des Denkens. Allein das kontingente Sein alle sein-könnenden und seiende, begrenzte , abhängige Dinge all dem müssen eine Ursache haben. Ihr Sein muss sich auf etwas stützen, da bei kontingenten Dingen nicht die Ursache seiner Selbst bei sich selbst liegen kann. Die Ursache muss der Wirkung vorrausgehen jenseits des Zeitflusses. (Dem Sein liegt das Nicht-Sein ebenbürtig gegenüber. Damit etwas zu sein kommt muss zuvor ein Wahl zwischen Alternativen gegeben haben. D.h. die Ursache ist wählend. Ferner es bestimmt über das kontingentem Sein. Es erhält es im Sein. Allein das Sein der Dinge um uns und wir selbst ist ein Beleg für diese Ursache. Neben unserem Selbst und der Natur existiert viel mehr als möglich und zwar notwendig die Ursache eben der Natur, unser selbst und auch der geistigen Grundausstattung in uns selbst.). So ist eigentlich Gottes Existenz unbezweifelbar sogar evident.
(In Griechenland hatte man Vorstellungen die Substanz könne von sich aus existieren, jedoch wurde dies nie begründet wieso das so sein soll. Daher kam man zur der Meinung die Natur genauer gesagt die Materie schon immer oder es habe einen ersten "Beweger" gegeben der alles zum laufen brachte aber es bestünde von sich selbst aus. Diese und weitere Gedanken beeinflussten die christliche Theologie und die Philosophien später. (Vor allem Spinoza und Descartes muss man getrennt betrachten). So wurde Gottes Existenz als etwas Mögliches gesehn welches man beweisen müsse. Die Muslime sehen in allem ein Beweis Gottes zusätzlich auch die Beweise der Theologen und Philosophen. Die Christen bzw. der gewöhnliche Christ sieht im "Natur" eine Art 2.Gott, der unpersönlich ist der wie eine Maschine ist, welches andauernd arbeitet. Daher hat es ein Problem: gehen die Dinge auf die "Natur" oder auf Gott zurück? Obwohl Naturgesetze nur Beziehungen und Verhältnisse ausdrückt will man darüberhinausgehend in der Natur die Ursache der Erscheinungen sehen. Die Naturgesetze werden behandelt als wäre diese Gründe für das Sein und Wechsel der Dinge. Die Naturkausalität ist eine Naturphilosophie und nichts Naturwissenschaftliches. )
Der Mensch kann nicht seine eigenes Sein, die Gültigkeit der geistigen Grundausstattung im Denken und im Grunde genommen die Existenz Gottes nicht zweifeln.
Das Zweifeln selbst als Teilgebiet des Denkens ist an sich nicht verwerfliches sondern hat es Sinn und Funktion. Es kommt drauf an wie wir es anwenden und worauf wir es richten.
Seltsame Logik in einem unzureichenden Deutsch! Gott zu "beweisen" wird seit Kant nicht mehr ernsthaft versucht. Ist die Kunde davon nicht bis zu dir gedrungen?
Wenn du mit zweifeln, sowas wie isyan meinst, so glaube ich schon das es Blasphemie ist, denn das würde bedeuten das man nicht an die Gerechtigkeit Allahs vertraut.
Von der Gerechtigkeit des muslimischen Gottes ist im Koran viel zu oft die Rede, als daß ich nicht daran zweifelte.
Merke:
Was zu oft betont und versichert wird, daran sind die meisten Zweifel angebracht.
Du meinst also der ontologische Gottesbeweis funktioniert? Was sagst du zu Kants Kritik diesbezüglich?
Desweiteren empfiehlst du Ghazalis Werk, in dessen Vorwort u.a. folgendes steht:
"Wer also glaubt, dass die Enthüllung der Wahrheit nur von den niedergeschriebenen Argumenten abhängig ist, der hat die große Barmherzigkeit Gottes eingeengt."
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?32094-Imam-Ghazali-Webseite
Warum die Barmherzigkeit und nicht den Geist Gottes?
Mit rumstöbern, erste Seite Blättern ist nicht ausreichend. Ich wll dir verraten was sein Motiv ist : die Wahrheit der Dinge an sich zu erkennen. Dasselbe Grundmotiv begleitet auch Descartes. Das ist das Grundmotiv aller Philosophie. Ich will dir nahelegen dass er mit das "Licht" die höhere Vernunft meint und kein irrationales Intuition. Erötern tu er das in einem anderen Werk. Das Anzeichen zu bennen heisst nicht das Wesen benennen. Man kann Ghazali überhaupt nur zusammenhängend lesen. Er macht des Öfteren Verweise auf seine anderen Bücher. Ergo : diese muss man auch kennen und verstanden haben.
"Vernunft ist die Naturanlage und das ursprüngliche Licht, wodurch der Mensch die Wahrheit der Dinge begreift, wenn es sich von den Täuschungen der Phantasie und Imagination befreit." Ghazali
Die Nische der Lichter, Imam Ghazali, 1986, Meiner Verlag , S.14
"Wahrlich, du warst dessen ahnungslos gewesen; nun haben Wir deine Augenbinde von dir genommen, so daß dein Blick heute scharf ist."
[Koran al karim 50:22]
Unscharfes Denken par excellance, philosophisches Raunen. In Fachkreisen würde man sich damit heute nur lächerlich machen.
Ein typischer Zerd!
So typisch kann es ja kaum gewesen sein, denn während Du Dich für meine übrigen 3-4 Beiträge zum Thema artig bedankst, musstest Du gerade diesen so ungebührlich kommentieren.
Für mich tut der Zweifel an den wissenschaftlichen Glaubenselementen eben mehr Not als der Zweifel an irgendwelchen religiösen Inhalten. Denn erstens ist Zweifeln eine prinzipielle Voraussetzung für wissenschaftliche Erkenntnisse und nicht für religiösen Glauben. Und zweitens liegen die Glaubenselemente der Wissenschaften im verborgenen, quasi getarnt, während die Religionen ganz offen den Glauben ein- und erfordern. Es sind nämlich die nicht weiter zurückführbaren, weder beweis- noch widerlegbaren Axiome, TomBac würde wohl von "Basispräpositionen" reden. An sie muss man auch "glauben", aber nur, weil alle Erkenntnis, die auf ihnen aufbaut, einer strengen Methode folgt, wird suggeriert, dass es sich hier um einen irgendwie sichereren realistischeren Glauben handelt.
Aber nein, ganz grundsätzlich hat sich die wisenschaftliche Methode aus genau demselben Grund verbreitet wie Religionen, sie funktioniert gut. Auch wenn die Bereiche, in denen die Wissenschaft so gut funktioniert, ganz andere sind als die, die die Religionen bedienen.
So gesehen hat Wissenschaftshörigkeit durchaus etwas religiöses und Du weisst, dass manche Wissenschaftshörige auf diese Feststellung ganz ähnlich reagieren wie Religöse auf Blasphemie.
Das war jetzt ein typischer Zerd, würde ich meinen...
Ja, ich habe auch einige Links bekommen, die ich hier an diesem Wochenende einstellen werde.
Für dich ein Beitrag zur Postmoderne. :)
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?32769-Modernizme-bir-baskaldiri-projesi-olarak-postmodernizm
So typisch kann es ja kaum gewesen sein, denn während Du Dich für meine übrigen 3-4 Beiträge zum Thema artig bedankst, musstest Du gerade diesen so ungebührlich kommentieren.
Wieso "ungebührlich"? Imfolgenden führst du nur aus, was in deinem von mir als "typisch" bezeichneten Beitrag enthalten war. Für mich insgesamt nichts neues, hier vorgetragen mit dem Unterton, daß sich damit auch Religionskritik erübrige, weil ja doch die Axiome hier wie dort nicht hinterfragbar seien.
Für mich tut der Zweifel an den wissenschaftlichen Glaubenselementen eben mehr Not als der Zweifel an irgendwelchen religiösen Inhalten. Denn erstens ist Zweifeln eine prinzipielle Voraussetzung für wissenschaftliche Erkenntnisse und nicht für religiösen Glauben. Und zweitens liegen die Glaubenselemente der Wissenschaften im verborgenen, quasi getarnt, während die Religionen ganz offen den Glauben ein- und erfordern. Es sind nämlich die nicht weiter zurückführbaren, weder beweis- noch widerlegbaren Axiome, TomBac würde wohl von "Basispräpositionen" reden. An sie muss man auch "glauben", aber nur, weil alle Erkenntnis, die auf ihnen aufbaut, einer strengen Methode folgt, wird suggeriert, dass es sich hier um einen irgendwie sichereren realistischeren Glauben handelt.
Damit gibst du implizit zu, daß religiöse "Erkenntnisse" auf irrationalen Basisprädispositionen aufbauend nicht einmal einer strengen Methode folgen. Widersprüche spielen dann auch schon keine Rolle mehr, weil es lediglich auf den psychischen Nutzen ankomme, den man sehr gut (obgleich verkürzend) mit einer Strophe eines bekannten Liedes der Comedian Harmonists, veranschaulichen kann:
"Ich brauchte nie mehr ins Büro
Ich wäre dämlich, aber froh.
Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
Ich hätt' nicht viel zu tun,
Ich legte täglich nur ein Ei,
Und samstags auch mal zwei."
Aber nein, ganz grundsätzlich hat sich die wisenschaftliche Methode aus genau demselben Grund verbreitet wie Religionen, sie funktioniert gut. Auch wenn die Bereiche, in denen die Wissenschaft so gut funktioniert, ganz andere sind als die, die die Religionen bedienen.
Das will ich meinen. Und manche Religionen sind vom Ansatz her weniger irrational, folgen einer strengeren Logik und vermeiden Widersprüche, sind also mit der Vernunft vereinbar. Religionen funktionieren also unterschiedlich gut. Es ist legitim, darauf hinzuweisen.
So gesehen hat Wissenschaftshörigkeit durchaus etwas religiöses und Du weisst, dass manche Wissenschaftshörige auf diese Feststellung ganz ähnlich reagieren wie Religöse auf Blasphemie.
Ja,ja, "die Wissenschaft denkt nicht" (Heidegger), mitunter aber doch, wenn nämlich Paradigmata durch die Kraft des Zweifels umgestoßen und durch neue ersetzt werden. Dazu ist freilich mehr erforderlich als Logik und brave Anwendung des Gelernten. Und "alte Paradigmata sterben erst mit dem Ableben ihrer Vertreter aus" (Kuhn) und können der Wissenschaftsgeschichte bzw. der Religionsgeschichte übereignet werden. Insofern kann ich dich verstehen.
Die Religion selbst als Ganzes ist wie das Axiom; sie will gar nicht überprüfbar sein, das sind gar nicht ihre Kriterien, sie fordert einfach nur den Glauben. Sie ist da wie eine Blackbox, nur der Glaube führt in ihr Inneres. Von außen siehst Du nur eine schwarze Schachtel, eine Ansammlung von Geschichten und Regeln. Deren kritische Hinterfragung ist völlig belanglos, verstehst Du, denn "....dann hast Du die Teile in Deiner Hand, fehlt nur noch das geistige Band".
Die WIssenschaft, insofern sie von ihrer Methodik die kritische Hinterfragung, die intersubjektive Überprüfbarkeit fordert, dabei aber selbst auf nicht weiter hinterfragbaren und überprüfbaren Axiomen fußt, ist dagegen eine Mogelpackung, weil die Widerspruchsfreiheit eben ihr ureigenes Kriterium ist.
Aber wie sagte der gute Nietzsche schon: Widersprüche und Wahrheit haben uns im Grunde nie interessiert, es ging immer nur darum, wie förderlich ein Wissen oder eine Erkenntnis oder ein Glaube für das Leben war. Und da, mein lieber Stilicho, hat die aufgeklärte Wissenschaft in der Gesamtheit ihrer Auswirkungen in nur 200 Jahren weit mehr Schaden angerichtet als alle Religionen zusammen in Jahrtausenden nicht. Meine ich.
Wieso "ungebührlich"?
...weil einem inhaltlichen Beitrag eine inhaltliche Würdigung in irgendeiner Form zusteht, wenn man denn schon darauf antwortet
...weil, wenn Du schon völlig unnötigerweise eine Beziehung zwischen dem Beitrag und seinem Verfasser herstellst, Du dies zumindest begründen solltest
...weil Deine Feststellung offensichtlich falsch war
...weil sie scheinbar, außer vielleicht eben ungebührlich zu wirken, überhaupt keinen sichtbaren Grund oder Funktion hatte
Klare Frage, klare Antwort: Nein! Begründung: Zweifel gehören zum denkenden Menschen. Jede andere Auffassung ist weltfremd.
Die Religion selbst als Ganzes ist wie das Axiom; sie will gar nicht überprüfbar sein, das sind gar nicht ihre Kriterien, sie fordert einfach nur den Glauben. Sie ist da wie eine Blackbox, nur der Glaube führt in ihr Inneres. Von außen siehst Du nur eine schwarze Schachtel, eine Ansammlung von Geschichten und Regeln. Deren kritische Hinterfragung ist völlig belanglos, verstehst Du, denn "....dann hast Du die Teile in Deiner Hand, fehlt nur noch das geistige Band".
Das sind Ausflüchte in ungefähr der Qualität eines Tertullian aus den Kindertagen des Christentums: "Credo quia absurdum."
Die WIssenschaft, insofern sie von ihrer Methodik die kritische Hinterfragung, die intersubjektive Überprüfbarkeit fordert, dabei aber selbst auf nicht weiter hinterfragbaren und überprüfbaren Axiomen fußt, ist dagegen eine Mogelpackung, weil die Widerspruchsfreiheit eben ihr ureigenes Kriterium ist.
Damit packst du olle Kamellen aus und preist sie an als eben frisch in der Konditorei gekauft. Natürlich gibt es letztlich nicht mehr zu beweisende Grundlagen. Niemand hat das je bestritten, der auch nur einigermaßen bei Trost war.
Manchmal muß auch an den Grundlagen neu angesetzt werden, wenn man mit den üblichen Schemata nicht weiterkommt. In der Nationalökonomie z.B. ist derzeit die Rationalitätsannahme stark unter Beschuß geraten.
Aber wie sagte der gute Nietzsche schon: Widersprüche und Wahrheit haben uns im Grunde nie interessiert, es ging immer nur darum, wie förderlich ein Wissen oder eine Erkenntnis oder ein Glaube für das Leben war. Und da, mein lieber Stilicho, hat die aufgeklärte Wissenschaft in der Gesamtheit ihrer Auswirkungen in nur 200 Jahren weit mehr Schaden angerichtet als alle Religionen zusammen in Jahrtausenden nicht. Meine ich.
In der Gesamtheit ihrer Auswirkungen hat sie es in den letzten 200 Jahren ermöglicht, daß sich die auf der Erde lebende Zahl der Menschen versechsfacht, daß sich die Lebenserwartung dieser Menschen verdoppelt und die Kindersterblichkeit auf ein Mnimum reduziert hat, all das bei einer insgesamt gestiegenen Lebensqualität. Soweit zur Lebensdienlichkeit!
Was denkt ihr?
Glaubensfremde können nicht blasphemisch sein aus meiner Glaubensicht. Onlar cünkü cahildir, teslise, yani üclemeye (Dreifaltigkeit) inanirlar, zaten sirk yaparak bircok puta tapiyorlar.
Wer jedoch bereits im Glauben ist und die kelime-i sehadet abgelegt hatte, dann aber zu zweifeln beginnt, wird eindeutig blasphemisch. Punkt.
Man wechselt sowas nicht beliebig wie eine Jacke oder falsche, verlogene Typen wie Barino es taten.
Wer jedoch bereits im Glauben ist und die kelime-i sehadet abgelegt hatte, dann aber zu zweifeln beginnt, wird eindeutig blasphemisch. Punkt.
Man wechselt sowas nicht beliebig wie eine Jacke oder falsche, verlogene Typen wie Barino es taten.
Einmal in die Falle gegangen, immer in geistigen Fesseln!
Einmal in die Falle gegangen, immer in geistigen Fesseln!
Ich bin mit meinen Fesseln glücklich und zufrieden.
Ich bin mit meinen Fesseln glücklich und zufrieden.
Da bleibt mir die Spucke weg. Du gehörst also zu den glücklichen Hühnern der Comedien Harmonists.
"Ich brauchte nie mehr ins Büro
Ich wäre dämlich, aber froh.
Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
Ich hätt' nicht viel zu tun,
Ich legte täglich nur ein Ei,
Und samstags auch mal zwei."
Nun ja, wem's gefällt!
Was denkt ihr?
Zweifeln ist der beste Weg zur richtigen Fundstelle.Es ist ein natürlicher Prozeß der das Wahre vom Falschen aussortiert.
Ich möchte hier mal etwas Kritik am Threadersteller üben. Vielleicht tut er sodurch auch mal seine persönliche Meinung kund. Durch stumpfe Fragestellungen wie ''Was denkt ihr?'' ist so ein tiefsinniges Thema nicht erledigt meiner Meinung nach. Zugleich muss ein Umfang, ein gewisser Ursprung und die Abrufbarkeit der gesicherten Erkenntnis erwähnt bzw. für die Inbetrachtnahme bereitgestellt werden. Wir müssen wissen ob wir uns so nah wie möglich am Rande der Spekulation aufhalten möchten oder eher einen gereifteren, vernünftigeren Weg zu einschlagen bereit sind, wodann wir aber auch nicht wissen oder unserer erfahrbaren Erkenntnis entbehrt ob wir uns nun an irgendeinem Rand oder im Zentrum der herauszufindenden Materie befinden. Ich denke da vor allem an die Lehre des atheistischen Existenzialismus von Sartre, denn alles andere ist Glaube und entzieht sich in ihr selber jeglicher Verifikation, denn weit verbreitete Glaubensinhalte sind auch systematisch, jedoch nicht methodisch, aufgebaut. Letztenendes liegt es ohnehin an der Einberufung des individuellen Gewissens.
Zweifeln ist der beste Weg zur richtigen Fundstelle.Es ist ein natürlicher Prozeß der das Wahre vom Falschen aussortiert.
Ich denke nicht, dass Zweifeln ein natürlicher Prozess ist. Der innere Trieb, dass dazu verleitet in sich unüberprüfbare Scheindogmen an ihrer Authentizität nicht wahrhaftig zu folgen kommt eher aus der Selbsterkenntnis der eigenen Individualität, dessen Ausgang wir wohl auch aus der selbigen erfahren können. Jemand der von morgens bis abends arbeitet und völlig erschöpft und müde nach Hause kommt wird sich wohl bedingt weniger mit weltlichen Themen auseinandersetzen als jemand der dafür die notwendige freie Zeit mit sich bringt. Und aus der letzteren Sache erfolgt dann die eigentliche Erkenntnis, dass wir ohne Bedenken auch Zweifel nennen können. Kein Mensch wird deshalb natürlich auf Zweifel kommen und doch werden sie in seinem Unterbewusstsein repräsentiert, sodass er sie bei genügender Selbsterkenntnis allemal abrufen kann, vorausgesetzt irgendein Blitz trifft ihn und er kann sich vor den konsummaterialistischen Ausschweifungen der zeitgenössischen Umstände behüten.
Was denkst du?
Ich kann irgendwie nur von mir reden, weil ich natürlich meine Gedankengänge seit meiner Kindheit am besten kenne...ich wäge immer ab wenn mir jemand etwas "verklickern" will, ich denke darüber nach ob es gut oder schlecht ist (für mich oder allgemein) und ich suche nach Makeln und ich suche nach hammerfesten Belegen die die Behauptung untermauern - erst wenn die Angelegenheit durch mein Gedanken-TÜV gegangen ist, akzeptiere oder lehne ich sie ab.Der Weg von dem auditiven Zugang einer Sache, bis zur Abnahme oder Ablehnung, bezeichne ich als "Zweifel haben".
Gehst du nicht genauso vor?
Ich denke nicht, dass Zweifeln ein natürlicher Prozess ist. Der innere Trieb, dass dazu verleitet in sich unüberprüfbare Scheindogmen an ihrer Authentizität nicht wahrhaftig zu folgen kommt eher aus der Selbsterkenntnis der eigenen Individualität, dessen Ausgang wir wohl auch aus der selbigen erfahren können. Jemand der von morgens bis abends arbeitet und völlig erschöpft und müde nach Hause kommt wird sich wohl bedingt weniger mit weltlichen Themen auseinandersetzen als jemand der dafür die notwendige freie Zeit mit sich bringt. Und aus der letzteren Sache erfolgt dann die eigentliche Erkenntnis, dass wir ohne Bedenken auch Zweifel nennen können. Kein Mensch wird deshalb natürlich auf Zweifel kommen und doch werden sie in seinem Unterbewusstsein repräsentiert, sodass er sie bei genügender Selbsterkenntnis allemal abrufen kann, vorausgesetzt irgendein Blitz trifft ihn und er kann sich vor den konsummaterialistischen Ausschweifungen der zeitgenössischen Umstände behüten.
Was denkst du?
Ich kann irgendwie nur von mir reden, weil ich natürlich meine Gedankengänge seit meiner Kindheit am besten kenne...ich wäge immer ab wenn mir jemand etwas "verklickern" will, ich denke darüber nach ob es gut oder schlecht ist (für mich oder allgemein) und ich suche nach Makeln und ich suche nach hammerfesten Belegen die die Behauptung untermauern - erst wenn die Angelegenheit durch mein Gedanken-TÜV gegangen ist, akzeptiere oder lehne ich sie ab.Der Weg von dem auditiven Zugang einer Sache, bis zur Abnahme oder Ablehnung, bezeichne ich als "Zweifel haben".
Gehst du nicht genauso vor?
Das wovon du sprichst hört sich nach einem einmaligen Prozess an, dass sich nach dieser Art von Bestätigung in seiner Wahrhaftigkeit erledigt. Wenn nicht, dann meinst du auch das was ich meine. Wenn eine wiederholte kritische Hinterfragung aus reiner Eigenerkenntnis in unserem Verstand Eingang findet, nachdem sie aber schon an ihrer Authentizität überprüft und bestanden hat, erst dann wird der Weg von der eigenen Erkenntnis und dem damit verbundenen ''Zweifel haben'' nicht versperrt. Ich glaube man kann mit Leichtigkeit einsehen, dass man vieles nach einer kurzen Musterung und so verständlich wie immer aufnimmt und damit einen gewissen ''freien Lauf'' des Verstandes blockiert.
Es besteht die objektive Vernunft, die sich dem Existierenden als kosmologische Vernunft u.a. durch die kosmologischen Natur-Gesetze manifestiert. Dadurch wird die objektive Vernunft omnipräsent und omnipotent. Meine subjektive Vernunft, geprägt durch Beobachtungen und Erfahrungen meines Bewusstseins und filtriert durch meinen Verstand, orientiert sich letztendlich um den Punkt und die Peripherie der objektiven Vernunft. Kausal verdankt sie ihre Existenz der objektiven Vernunft. Der Aktivator für die Antagonie ist das Ego des Existierenden. Deshalb ist jede subjektive Vernunft unvollkommen und diskontinuierlich, aber sie hat das Bedürfnis die objektive Vernunft zu erreichen um sich zu vervollkommnen.
Zweifeln ist, meines Erachtens, das gelegentliche Abschweifen, gefolgt letztendlich von der Blasphemie und dem Nihilismus: die Odyssee der eigenen Vernunft außerhalb der Grenzen der kosmologischen Vernunft. Obwohl das Licht der objektiven Vernunft auch die Aussensphären erreicht und durchdringt, repressiert und verblendet das Ego ihre Wahrnehmung und führt ergo zum nicht-wahrnehmbaren Suizid und Leugnung des Existierenden selbst.
Einfache Sache. Im Christentum ist der Zweifel - als Suche nach Gott - der Weg zum Glauben. (Thomas der Zweifler; Jesu Ausruf "Mein Herr warum hast Du mich verlassen".
Im Islam Blasphemie. Steht ausdrücklich in den saudischen Koran--Ausgaben.
dann bin ich halt ein christlich durchtränkter muslim - im übrigen muss ich wohl darauf hinweisen, dass der islam das christentum nicht ausschliesst ;-)
An welcher Stelle im Koran steht das denn genau?Ich habe immer gerne Quellen um mir selber ein Bild davon zu machen.
Das Zweifeln im Christentum ist so ne Sache...es zeigt eher die Widersprüche auf , die durch die verschiedensten Interpretationsversuche entstehen.
Zuvor ist Jesus überaus überzeugt von Gott und verbreitet seine Lehre, den Vertrauen in den "Vater" und die Liebe zu ihm - ich weiss nicht wieviele Bibelstellen es gibt die von Vertrauen und Liebe handeln - "mein Gott, warum hast du mich verlassen?" sagt er kurz vorm Ende seines Lebens, also nicht etwa auf der Suche zu Gott, sondern ganz am Schluss.Damit verwirft er seine ganze Lehre und zeigt dass er niemals wirklich geglaubt zu haben scheint.
Das ist für mich kein Ausspruch im Zweifel oder auf der Suche nach Gott, sondern der Beweis dafür, dass er niemals an Gott geglaubt hat, also kein Vertrauen in ihn hat.Weiss denn Jesus nicht, dass auf ihn das Himmelreich wartet?Dass er wohlmöglich Sohn oder selber Gott ist.
Einfache Sache. Im Christentum ist der Zweifel - als Suche nach Gott - der Weg zum Glauben. (Thomas der Zweifler; Jesu Ausruf "Mein Herr warum hast Du mich verlassen".
Im Islam Blasphemie. Steht ausdrücklich in den saudischen Koran--Ausgaben.
Zweifeln ist eine grundlegende intellektuelle Anlage des Menschen. Jeder zweifelt, weil der Zweifel ganz einfach die Überlegung ist, ob das was man tut, glaubt oder meint überhaupt richtig ist. Es ist eine Grundvoraussetzung der Meinungsbildung.
Man kann abkürzen: Wer nicht zweifelt ist dumm, oder ein Fanatiker. Es kann auch eine Mischung sein.
wegen Zweifeln habe ich meinen Beitrag gelöscht, wollte eigentlich sagen
in dem Moment, wo der Mensch das Maul aufmacht, ist Zweifeln immer angebracht, auch wenn sie was zu Papier bringen, was Drucken usw. Zweifel ist eine natürliche Schutzfunktion aber man könnte auch wie ein Kind werden, das zweifelt ja wohl weniger und der Zweifel kommt wahrscheinlich erst aus der Erfahrung, daß ohne Zweifel man zuviel auf die Schnauze fällt. Wer aber zu viel auf die Schnauze fällt und nicht an sich selbst zweifelt, ob es nicht mit sich selbst zu tun hätte......ich rede mal nicht weiter, das Thema hört nicht auf. Vielleicht lösche ich den Beitrag auch wieder, habe so meine Zweifel....
Ist Glaube ohne Zweifel eigentlich tiefer bzw. fester Glaube oder ist es "Wissen"?
Vielleicht lohnt es sich in diesem Zusammenhang, sich ein wenig mit Wissen (http://de.wikipedia.org/wiki/Wissen)zu beschäftigen, dazu vielleicht dann auch noch das Gettier-Problem (http://de.wikipedia.org/wiki/Gettier-Problem)...
Ich hatte mal gelesen, weiss nicht mehr von wem, dass Glauben, wissen mit dem Herzen sei.
Ist Glaube ohne Zweifel eigentlich tiefer bzw. fester Glaube oder ist es "Wissen"?
Vielleicht lohnt es sich in diesem Zusammenhang, sich ein wenig mit Wissen (http://de.wikipedia.org/wiki/Wissen)zu beschäftigen, dazu vielleicht dann auch noch das Gettier-Problem (http://de.wikipedia.org/wiki/Gettier-Problem)...
Ich hatte mal gelesen, weiss nicht mehr von wem, dass Glauben, wissen mit dem Herzen sei.
Wissen mit dem Herzen ist Erkenntnis bzw. Weisheit
Weisheit ist höher zu bewerten als wissen
Ein weiser Mensch muss nicht zwangsläufig gläubig sein, religiös gesehen.
Was denkt ihr?
Nein. Nur wer zweifelt, kommt der Wahrheit näher. Wer nie zweifelt, hört auf zu denken und das kann nicht im Sinne des Erfinders -Allah/Gott/Jahwe usw.- sein.
Von der Gerechtigkeit des muslimischen Gottes ist im Koran viel zu oft die Rede, als daß ich nicht daran zweifelte.
Merke:
Was zu oft betont und versichert wird, daran sind die meisten Zweifel angebracht.
Der meiste Zweifel ist dort angebracht wo andere Leute behaupten in besitz der Wahrheit zu sein...
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