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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kann der Mensch sich ändern?



Steppenwolf
13.08.10, 22:59
Was denkt ihr?

Seid ihr eventuell schon mal Zeuge geworden, wie sich jemand in eurem Umfeld verändert hat – in einem Maße, das ihr nicht für möglich gehalten hattet?

polatinum
13.08.10, 23:25
Was denkt ihr?

Seid ihr eventuell schon mal Zeuge geworden, wie sich jemand in eurem Umfeld verändert hat – in einem Maße, das ihr nicht für möglich gehalten hattet?

Ja.

In den meisten Fällen blieb es aber bei: Can cikar, huy cikmaz. Bis ins späte Alter

Maha
13.08.10, 23:27
Can cikar, huy cikmaz.

Was bedeutet das?

Gökcen
13.08.10, 23:30
man kann sich in einigen sachen ändern, aber der grundcharakter bleibt..bir insan 7 sinde ne ise, 70inde odur diye atasözü vardir, cok dogru..evet tecrüben ve yedigin kaziklar arttikca olgunlasiyosun..ama inat, hirs, iyi niyetlilik, saflik vs. gibi ana temeller hep kaliyor

ben cok degistim son senelerde..eskiden vurdum kirdim, höt hut rambo gibi biseydim..simdi daha oturakli oldum.haaa hala asabiyim, hala bazen sinirliyim, hala aklimdan geceni hemen söyleyen biriyim ve hala insanlarin yüzüne konusan biriyim..ama bunu artik ölcerek yapiyorum

polatinum
13.08.10, 23:32
Was bedeutet das?

Lebens raus, Charakter immer noch drin :)

Soll bedeuten dass sich manche Menschen nie änden werden.

Maha
13.08.10, 23:50
Lebens raus, Charakter immer noch drin :)

Soll bedeuten dass sich manche Menschen nie änden werden.

Da ist was wahres dran! =)

Ich bin der Meinung, dass sich der Mensch ständig verändert. Denn es haben sich Leute aus meinem unmittelbaren Umfeld sehr stark verändert. In einem Maße, das ich für unmöglich gehalten habe? Ja, unter anderem. Manchmal ist es schockierend. Aber manchmal verändern sich Mensch zum Guten hin, und das finde ich super.

Komiker
14.08.10, 02:42
Er kann sich nicht nur ändern, er ändert sich manchmal auch wenn er es garnicht will! Das nennt man dann vielleicht, reifer oder älter werden. Wenn es um Charakterzüge geht, dann glaube ich eher sie werden klarer sichtbar. Es gibt auch verschiedene Ebenen die geändert werden können, auch die Situationen die zu Änderungen beitragen können unterschiedlich sein.




Zitat Zitat von polatinum Beitrag anzeigen
Lebens raus, Charakter immer noch drin :)

Soll bedeuten dass sich manche Menschen nie änden werden.

in einzelnen Fällen schon, Choleriker zum Beispiel, oder Menschen mit Suchtproblemen, die es nie schaffen davon loszukommen. Auch Geiz und Neid sind vielleicht Eigenschaften, die schwer loszuwerden sind, es sei denn, es ändert sich in den Lebensumständen oder Situationen etwas gewaltig. Da kann sogar passieren, daß jemand die Religion ändert.

Zuhruf
14.08.10, 02:50
Wenn Gott jeden Moment neu erschafft, so wird auch der Mensch jeden Moment neu erschafft. Also hat er in jedem Augenblick seines Lebens das Potenzial, etwas Neues (oder wieder Altes) zu sein oder zu werden. Daran muss er sich nur erinnern...

Komiker
14.08.10, 02:54
das ist ein guter Gedanke und deckt sich auch mit dem Multiversum, der M- Theorie.

AlGhazali
14.08.10, 03:38
In der islamischen theoretischen Ethik wurde diskutiert ob der Mensch seinen Charaktereigenschaften ändern könne. Es gab gewichtige Gründe dagegen und gewichtige dafür. Die zweite überwog. Der Charakter ist veränderbar. Nur ob dies leicht ist oder nicht wurde dadurch nicht zum Ausdruck gebracht.
Wenn wir Sprüche hören wie "Asil azmaz. Bal kokmaz (bozulmaz)." (ungefähr : der von edler Abstammung überschreitet nicht die Grenzen. Und Honig wird nicht schlecht.") so soll dies heissen "In der Regel ist es so dass....".
Und wenn es heisst "paslanmis demir saf demir olmaz" ("ein verrostetes Eisen wird nie ein reines Eisen.") so will dies sagen dass es meist so ist.
Es ist möglich, dass man sich ändert, jedoch in der Realität verlässt ein mensch selten seine Grundlinien senes Verhaltens.
So gibt es eine bittere Geschichte in Scheich Sadis Rosengarten:
Die Soldaten eines Sultans fassten Wegelagerer/Räuberbande darunter auch ein Jugendlicher. Der Herrscher entschied die Todesstrafe für alle. Der Wezir jedoch erbarmte sich dem jungen Mann. Der Wezir bat den Sultan den Jungen zu begnadigen er wolle ihn die beste Erziehung und Bildung geben durch die besten Lehrer und Gelehrten. Der Sultan winkte ungerne ein und begnadigte. So genoss der junge Mann um Palast des Wezirs gute Bildung und Erziehung. Eines Tages fand dieser junger Mann Zugänge zu dem Schätze des Wezirs und raubte es und bei der Flucht erstach er auch mit seinem Messer den Wezir.
Neben diesen pessimistischen Geschichte gibt es auch die optimistischen. Fudayl bin Iyad war ein berühmter berüchtigter Wegelagerer und Räuber. Doch eines Tages vollzog er seine Wende und wurde ein grosser Sufi. Oder Ibrahim Ethem ein Herrscher in Indien der alles aufgab und bettelarm unterm Volk lebte und ebenfalls ein Sufi wurde. Das Leben weist beides nach. Sowoh sich Veränderer als auch jene die so bleiben wie sie gestrickt sind. So im engerem SInne. Jedoch im weitem Sinne ändert sich der Mensch wie auch sein Körper sich ändert.

Zuhruf
16.08.10, 12:05
Wie steht es eigentlich nach islamischem Weltbild um die Willensfreiheit bzw. Handlungsfreiheit? Ich glaube nämlich, dass die philosohpischen Vorarbeiten über die Freiheit des Willen zum Ergebnis führten, dass der Mensch die Wahl hätte (auf was bezogen auch immer) und auch so die Wahl hat, gut oder böse zu sein, bzw. gutes zu tun oder schlechtes.

War es zu Beginn des Islam nicht gängig von einem deterministischen Weltbild auszugehen? Folgt solch einem Weltbild nicht die Erkennis, dass der Mensch unveränderbar ist? Dann würd ich mir die Frage stellen, ob, wenn der Mensch unveränderbar ist, sein Platz in der Hölle oder im Himmel nicht bereits vorgeschrieben ist? Woher dann der Sinn auf der Erde zu verweilen, wenn Gott um das Ergebnis wissend ist? Andererseits, wenn wir von keinem deterministischen Weltbild ausgehen (da bleibt als logische Konsequenz zwar nur das Chaos übrig aber ignorieren wir mal), und der Mensch jeden Moment die Wahlfreiheit besäße, weiß dann Gott nicht um das Ergebnis des Wesens?

Zerd
16.08.10, 15:45
Hier ist in einem aktuellen SPON-Beitrag (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-711331,00.html) nachzulesen, dass die Neigung der Menschen, sich auf Neues einzulassen unterschiedlich ist, worauf ja auch schon ALGhazali hingewiesen hat, und dass es dabei einen gewissen Zusammenhang mit dem Kunstgeschmack des jeweiligen Menschen geben könnte. Den Konjunktiv finde ich hier sehr angebracht, da ich gar nichts davon halte, Menschen anhand von statistischen Verfahren auszuwerten.

Eine zeitlang dachte ich, dass die Neigung eines Menschen sich zu ändern damit zusammenhinge, wie viel ihm auf seinem bisherigen Weg mit seiner bisherigen Art schief gelaufen sei. Und tatsächlich ist es ja häufig so, dass erst Brüche im Lebenslauf Menschen zum Umdenken motivieren und verleiten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn bei anderen haben Brüche und Misserfolge genau die gegenteilige Wirkung, nämlich sich nur noch fester an ihre bisherigen Werte und Überzeugungen zu klammern, weil sie die eben am besten kennen und sich Sicherheit und Geborgenheit dadurch erhoffen. Während es auf der anderen Seite häufig ein großes Mass an Selbstbewusstsein und Mut benötigt (also schon recht viel auf dem bisherigen Weg gelungen sein muss), das Wagnis einzugehen, wirklich neue Wege einzuschlagen.

Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass alle Menschen ganz ähnliche Optionen mit sich als Möglichkeiten herumtragen und es letztlich nur darauf ankommt, welche dieser Optionen durch Konditionierung durch die eigenen Vorstellungen, Handlungen und Umweltbedingungen aktiviert wird. Ganz ähnlich scheint es sich ja auch bei den genetischen Voraussetzungen des Menschen zu verhalten, dass nämlich von zahllosen Optionen immer nur ganz bestimmte Abschnitte aktiviert werden und andere inaktiv bleiben.

Bezogen auf die Ausgangsfrage bedeutet das für mich, dass der Mensch immer schon viele und anders ist und es prinzipiell nur an ihm und seiner Umgebung liegt, ob er sich zwanghaft auf eine Option reduziert oder mehreren eine Chance gibt sich zu bewähren.

Zuhruf
16.08.10, 15:50
Eine zeitlang dachte ich, dass die Neigung eines Menschen sich zu ändern damit zusammenhinge, wie viel ihm auf seinem bisherigen Weg mit seiner bisherigen Art schief gelaufen sei. Und tatsächlich ist es ja häufig so, dass erst Brüche im Lebenslauf Menschen zum Umdenken motivieren und verleiten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn bei anderen haben Brüche und Misserfolge genau die gegenteilige Wirkung, nämlich sich nur noch fester an ihre bisherigen Werte und Überzeugungen zu klammern, weil sie die eben am besten kennen und sich Sicherheit und Geborgenheit dadurch erhoffen. Während es auf der anderen Seite häufig ein großes Mass an Selbstbewusstsein und Mut benötigt (also schon recht viel auf dem bisherigen Weg gelungen sein muss), das Wagnis einzugehen, wirklich neue Wege einzuschlagen.

Dieses Phänomen (wieso einige bei belastenden Erlebnissen resistenter als andere sind) versucht die Psychologie unter dem Begriff der Resilienz zu erforschen. Ziemlich interessant. Untersucht wurden u.a. Kinder mit "zerrütteten Familienverhältnissen" und suchtabhängigen Eltern. :)

Haluk
16.08.10, 16:02
Auf jedenfall

Mein Vater.. oder besser meine Eltern.. haben sich total gewandelt..

Mein Vater von einem trinker, raucher, spieler und schlechter Ehemann sowie prügelnder Vater zu einem herzensguten religösen Menschen..

Hatte er noch seine Macken?? Klar.. war sofort auf 100 aber er schlug dann nicht mehr um sich.. war vll 1-2 tage sauer und dann war wieder alles bestens..

Haluk
16.08.10, 16:10
Bezogen auf die Ausgangsfrage bedeutet das für mich, dass der Mensch immer schon viele und anders ist und es prinzipiell nur an ihm und seiner Umgebung liegt, ob er sich zwanghaft auf eine Option reduziert oder mehreren eine Chance gibt sich zu bewähren.

So sehe ich das auch und kann ich wieder an meinem Vater bestätigen

Kam so 1969-1970 nach Deutschland.. lebten in einem Wohnheim.. mein vater wuchs in sehr armen Verhältnissen auf.. sein Dorf hat heute noch Gassen ohne Asphalt.. ich denke.. nein ich bin mir sicher.. der plötzliche Wohlstand hat ihnen den Kopf verdreht..

Viel später.. er war glaube ich so 40-45 Jahre alt.. kam dann langsam die Erleuchtung für ihn.. in dieser Zeit hatte er schweres Asthma.. lag manchmal tage im KH.. kann auch viel damit zu tun haben.. wenn jemand innerlich merkt, irgendwann kommt der tod.. vor allem wenn er noch schwerkrank ist.. muss bei ihm dann wohl einige schalter aktiviert haben..

der prozess dauerte aber jahre..

TomBac
16.08.10, 16:15
Ändern wir uns nicht jeden Tag?
Und sind diese Änderungsprozesse nicht manchmal von fundamentaler Natur, ohne dass sie uns vielleicht gar nicht oder ziemlich spät bewußt werden?

AlGhazali
16.08.10, 17:20
Liebe Zuhruf...der Islam zumindest die Sunniten und Schiiten lehren WIllensfreiheit. Die Kader/Kismet-Lehre hebt die Willensfreiheit nicht auf. Im Bereich des Willens ist der Mensch frei, kann so oder so entscheiden. Was aber die Handlungen betrifft so sind diese im Allmacht Allahs. Also wenn du entscheidest dein Arm hoch zu bewegen dann lässt Allah dein Arm hochbewegen über Naturgewohnheiten (Naturgesetze). Es ist Sein Brauch Seine Gewohnheit. Auf der Ebene der Erscheinungen erscheint dass wir handeln oder dass die Natur handelt. In der Geitesgeschichte Europas sieht es bischen anders aus. Sie denken meist die Wille-Handlung beziehung absolut verbunden. Und so kommt man schnell zu philosophischen Problemen.

Zerd
16.08.10, 18:09
Dieses Phänomen (wieso einige bei belastenden Erlebnissen resistenter als andere sind) versucht die Psychologie unter dem Begriff der Resilienz zu erforschen. Ziemlich interessant. Untersucht wurden u.a. Kinder mit "zerrütteten Familienverhältnissen" und suchtabhängigen Eltern. :)

Ich kannte den Begriff noch nicht und habe die Wiki-Seite zu Resilienz (http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_%28Psychologie_und_v erwandte_Disziplinen%29)überfl ogen. Es scheint ein interessanter Themenkomplex zu sein, der auch Migranten-Nachkommen in besonderem Masse interessieren könnte. Vielleicht lohnte es sich ja, ein eigenes Thema dafür zu eröffnen.

Ich habe vor einigen Jahren schon einmal versucht, die Bedingungen von Migrantenkindern mal von ihrer positiven Seite zur Diskussion zu stellen, aber die Ergebnisse damals waren recht bescheiden, wie hier (http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?18519-kore-nire)nachzulesen ist, gegen die Lehrmeinung, dass es nun einmal schlechtere Bedingungen seien, war einfach nicht anzukommen.

Zuhruf
16.08.10, 18:22
Ich werd' mir das 'mal durschlesen. Aber ich bin voreingenommen. Eine meiner Vor-Urteile ist, dass wir keine Migranten sind. Wir machen nicht die Unterschicht aus. Mit dieser Brille werd' ich dann Eure Thesen & Konklusionen analysieren. Bis später.

TomBac
16.08.10, 18:27
Ich werd' mir das 'mal durschlesen. Aber ich bin voreingenommen. Eine meiner Vor-Urteile ist, dass wir keine Migranten sind. Wir machen nicht die Unterschicht aus. Mit dieser Brille werd' ich dann Eure Thesen & Konklusionen analysieren. Bis später.

Inwiefern ist denn Teil-von-Unterschicht-sein ein Definitionsbestandteil von "Migrant"?

Zuhruf
16.08.10, 18:58
Nein nein. Das sind zwei getrennte Aussagen, da im anderen Thread (ich schnupperte bereits rein) das Gegeteilige behauptet wird.

TomBac
16.08.10, 19:08
Nein nein. Das sind zwei getrennte Aussagen, da im anderen Thread (ich schnupperte bereits rein) das Gegeteilige behauptet wird.

Aso... bin nämlich etwas überfordert bei Thread-übergreifender Kommunikation. :)

Zerd
16.08.10, 19:10
Ich werd' mir das 'mal durschlesen. Aber ich bin voreingenommen. Eine meiner Vor-Urteile ist, dass wir keine Migranten sind. Wir machen nicht die Unterschicht aus. Mit dieser Brille werd' ich dann Eure Thesen & Konklusionen analysieren. Bis später.

Keep cool....Keiner erwartet eine abschließende Lösung von Dir. Es wäre schon hilfreich, wenn sich ein facettenreiches Gespräch entwickelt, in dem viele interessante orginelle vielleicht unterschiedliche Ansichten und Aspekte zusammenkommen können.

usakLiim
17.08.10, 02:21
Wie das Sprichwort so schön besagt : Zeiten ändern sich, Zeiten ändern DICH

Keder
17.08.10, 16:02
Das menschliche Wesen war und ist immer gleich, nur die oberflächigen Gegebenheiten ändern sind.

Liva
17.08.10, 23:01
Bir insanin deyisebilecegine kesinikle inaniyorum. Bu tamamen kisiye bagli birseydir. kisinin kendini yeterince tanimasina-bilincine,Istegine, yasadiklarina-tecrübelerine(acilar,sevincler ...) baglidir.-önemlidir.
Eger kendini yeterince taniyorsa ve mesela hangi huylarinin hos ve hos olmadigini biliyordur -memnun olmadigi huylarin bilincindeyse bu ilk adimdir deyistirmek istiyorsa bu ikinci adimdir...nefis mücadele sonucu deyisebilir!kendi tecrübelerimden biliyorumki bu cok kolay bir olay deyil...ama mümkün deyil deyil!
deyismeyedebilir tabiki istemiyorsa...insan diledigini yapar.
ayrica yanlis hatirlamiyorsam Peygamber efendimizin bir hadisi var: "Huyunuzu güzelestirin!" .Insanin deyismesi mümkün olmasa böyle bir hadis olmazdi diye düsünüyorum. yaniliyormuyum?

Anarchist
18.08.10, 14:48
Meiner Meinung nach können Menschen sich ändern, vor allem die "bösen/schlechten" Menschen, können aufgrund ihres schlechten Gewissens, das jeder von uns Menschen hat, zum besseren Menschen werden.Selten verläuft es anders herum, d.h. ein guter, freundlicher Mensch wird böse.

Komiker
18.08.10, 15:03
Das menschliche Wesen war und ist immer gleich, nur die oberflächigen Gegebenheiten ändern sind.

Die Materie bleibt die Selbe, nur die Form ändert sich.

Dennoch gibt es eben Unterschiede in der Geisteshaltung, also dem Aggregatszustand. Dieser wird beeinflusst durch die zugeführten Komponenten. Denken wir einmal an Menschen, die im Kindesalter mißbraucht wurden und als Folge davon psychisch deformiert ihr ganzes Leben durch zur Gefahr werden, klar, nicht jeder Mißbrauchte wird zum Gewalttäter, aber es scheint doch meistens so zu sein, daß Gewalttäter auch Mißbrauchopfer sind/waren. Selten wird ein
mit Liebe, Weißheit und Vernunft erzogener Mensch zum Gegenteil, aber auch das ist schon vorgekommen. Mir fällt als Hilfe da ein Sprichwort ein:"Jeder ist seines Glückes Schmied", das ist zwar ziemlich vereinfacht ausgedrückt, aber nicht von der Hand zu weisen, der Mensch, der an sich arbeitet wird auch den Schutt, Dreck und Müll entfernen können, der die Seele belastet und wenn er das als guter Moslem tut, ist er mir genauso lieb wie derjenige, der sich unter dem Kreuz bemüht. Wenn ich an das Individuum gehe wird es kompliziert, habe ich persönlich doch genug mit mir selbst zu tun, aber eins bin ich mir sicher, der Mensch ist lernfähig und schon aufgrund biologischer Prozesse kann sich sein Verhalten und das Denken verändern, das Alter zum Beispiel zwingt den Menschen zu Veränderungen und verantwortungsvolle Menschen müssen sich so und so ändern, sonst werden sie ihrer Verantwortung nicht gerecht. Daß das wiederum von Situation zu Situation veränderbar ist kommt noch hinzu. Also ist es eindimensional von oben her beobachtet oder in der Sache zwingend beobachtet wiederum nicht gänzlich zu beantworten. Ich glaube, es gibt Menschen, die sich nie ändern. Ein fauler Apfel wird nie wieder frisch und schmackhaft, aber ein Apfel, dessen Fäule herausgeschnitten wird, kann noch schmackhaft sein und wenn man ihn von der richtigen Seite ablichtet sogar motivierend wirken.



Meiner Meinung nach können Menschen sich ändern, vor allem die "bösen/schlechten" Menschen, können aufgrund ihres schlechten Gewissens, das jeder von uns Menschen hat, zum besseren Menschen werden.Selten verläuft es anders herum, d.h. ein guter, freundlicher Mensch wird böse.

Bei den Christen gibt es dazu eben die Metapher "Vom Saulus zum Paulus", also von einem durch und durch schlechten Menschen zu einem Heiligen. Ich weiß nicht, ob es im Islam so eine Geschichte gibt.

Zuhruf
19.08.10, 06:58
Wer sagte nochmal, dass der Mensch einen Gehirn bräuchte, weill er sich nicht vorstellen könne, dass jede Zelle denkt? :D

Ist mir grad entfallen..