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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Eigentum der Frau im Vergleich



Rania
23.09.10, 19:41
Habe diesen Beitrag in Facebook gefunden und fand ihn interessant. Habe oft davon gelesen das Frauen im Islam eigentlich finanziell unabhängig sein sollten. Das ihnen erst im 7.Jahrhundert eine Persönlichkeit "anerkannt" wurde ist ein böser Witz, aber besser spät als nie.
Mich bringt der Artikel auch deswegen zum nachdenken, da man gerne das christlich-jüdische Abenland so preist als Menschenrechtstraum, anscheinend waren Frauen immer ausgeschlossen, dank Paulus.



Zum Artikel:

EIGENTUM der FRAU Die drei Religionen teilen den unerschütterlichen Glauben an die Wichtigkeit von Ehe- und Familienleben. Auch sind sie einig, was den Mann als Haushaltsvorstand betrifft. Dennoch bestehen eklatante Unterschiede darin, wie weit diese Vorstandsrechte reichen. Die jüdisch-christliche Tradition, ganz anders wie der Islam, lässt sie praktisch bis zur Verfügungsgewalt über die Ehefrau als Eigentum reichen. Die jüdische Tradition der Rolle des Ehemannes gegenüber seiner Frau, stammt von der Vorstellung, dass er sie besitzt, wie er einen Sklaven besitzt. Diese Auffassung sind der Grund hinter den Doppelstandards bei Ehebruch und der Möglichkeit des Mannes die Eide seiner Frau aufzulösen. Diese Auffassungen sind auch dafür verantwortlich, dass man der Frau jegliche Verfügungsgewalt über ihr eigenes Vermögen oder ihre Einkünfte vorenthielt. Im Moment der Heirat verlor ein jüdisches Mädchen die gesamte Kontrolle über ihr Eigentum und ihre Einkünfte an ihren Mann. Jüdische Rabbiner behaupten, dass des Ehemanns Verfügungsgewalt über das Eigentum der Frau, quasi eine Draufgabe auf sein Eigentumsrecht über sie selbst darstellt: "Wenn jemand in den Besitz einer Frau gekommen ist, folgt nicht daraus, dass er ebenfalls in den Besitz ihres Eigentums gelangen sollte?" "Da jemand eine Frau erworben hat, sollte er dadurch nicht auch ihren Besitz erwerben?" Auf diese Weise verursachte die Heirat für die reichste Frau völlige Mittellosigkeit. Der Talmud beschreibt die finanzielle Situation einer Ehefrau wie folgt: "Wie kann eine Frau irgendetwas besitzen; was immer ihr gehört, gehört ihrem Mann. Was immer ihm gehört, gehört ihm und was ihr gehört, gehört auch ihm… Ihre Einkünfte und was sie auf der Straße findet, gehört ebenfalls ihm. Der Hausrat und selbst die Brotkrümel auf dem Tisch gehören ihm. Sollte sie einen Gast nach Hause einladen und ihn bewirten, wäre dies Diebstahl an ihrem Mann … (San. 71a, Git. 62a) Die Tatsache ist, dass das Eigentum einer jüdischen Frau Heiratskandidaten anziehen sollte. Eine jüdische Familie überschrieb der Tochter einen Teil des väterlichen Besitzes, welches im Falle einer Heirat als Mitgift diente. Es war diese Mitgift, welche die jüdischen Töchter zur unwillkommenen Last für ihre Väter werden ließ. Der Vater musste eine Tochter über Jahre hin großziehen und dann die Hochzeit für sie vorbereiten, indem er eine großzügige Mitgift bereitstellte. So war ein Mädchen für ihre Familie kein Gewinn, sondern ein Negativposten. Diese Verbindlichkeit erklärt, warum die Geburt einer Tochter in der alten jüdischen Gesellschaft nicht mit Freude gefeiert wurde (siehe Kapitel "Schändliche Tochter"). Die Mitgift war das Hochzeitsgeschenk welches dem Bräutigam überschrieben wurde. Der Ehemann war der praktische Eigentümer der Mitgift, durfte sie allerdings nicht verkaufen. Die Braut verlor ab der Verheiratung jegliche Kontrolle über ihre Mitgift. Darüber hinaus wurde von ihr die Ausübung eines Berufes erwartet, dessen Einkünfte an den Mann gingen, als Ausgleich für ihren Unterhalt, für welchen aufzukommen seine Pflicht war. Sie konnte nur in zwei Fällen wieder in den Besitz ihres Eigentums gelangen: Scheidung oder Tod des Gatten. Sollte sie zuerst sterben, erbte der Ehemann ihr Vermögen. Im Falle des Todes des Ehemannes konnte die Frau ihr voreheliches Vermögen zurückbekommen, war jedoch nicht erbberechtigt am Vermögen ihres verstorbenen Mannes. Es muss hinzugefügt werden, dass auch der Bräutigam verpflichtet war der Braut ein Hochzeitsgeschenk zu überreichen, doch gleichwohl war er wieder der praktische Besitzer so lange sie verheiratet waren. Bis vor kurzem folgte auch das Christentum der gleichen jüdischen Tradition. Im christlich römischen Reich (nach Konstantin) verlangten sowohl Zivil- wie auch Kirchenrecht eine Eigentumsübereinkunft als Heiratsanerkennungsbedingung. Die Familien statteten ihre Töchter mit höherer Mitgift aus, und als Folge wollten die Männer früher heiraten, wohingegen die Familien die Heirat ihrer Töchter weiter hinausschoben als es der Brauch gewesen war. Unter kanonisiertem Recht hatte die Frau nach Annullierung ihrer Ehe Recht auf Rückerstattung ihrer Mitgift, ausgenommen sie war des Ehebruchs für schuldig befunden. In diesem Falle verwirkte sie dieses Recht und ihr Eigentum verblieb in den Händen ihres Ehemannes. Unter kanonisiertem und zivilem Recht hatte eine verheiratete Frau im christlichen Europa und Amerika ihre Eigentumsverfügungsrechte bis ins späte neunzehnte und frühe zwanzigste Jahrhundert verloren gehabt. Zum Beispiel wurden unter englischem Gesetz die Frauenrechte zusammengestellt und 1632 veröffentlicht. Diese "Rechte" schlossen mit ein: "Was der Ehemann besitzt gehört ihm. Was die Ehefrau besitzt gehört ... Mehr anzeigenihrem Mann." Die Frau hatte nicht nur ihr Eigentum bei der Hochzeit verloren, sondern auch ihre Persönlichkeit. Keine ihrer Handlungen besaß gesetzliche Relevanz. Ihr Mann konnte jedes ihrer Geschäfte rückgängig machen oder Geschenk zurückfordern, da ihre Handlungen keinerlei bindende Rechtskraft hatten. Die Person mit welcher sie einen Vertag hielt, wurde als Gesetzesbrecher angesehen, der an einem Betrug beteiligt war. Darüber hinaus konnte sie in eigenem Namen weder jemanden verklagen, noch verklagt werden, auch ihren Ehemann durfte sie nicht verklagen. Eine Frau wurde im Auge des Gesetzes praktisch wie ein Kind behandelt. Die Frau gehört ganz einfach ihrem Mann und daher hatte sie ihr Eigentum, ihre gesetzliche persönliche Identität und ihren Familiennamen verloren. Islam hat seit dem siebten Jahrhundert der Frau eine eigenständige Persönlichkeit zuerkannt, was ihr im christlich-jüdischen Westen bis erst vor kurzem zugestanden wurde. Im Islam haben die Braut und ihre Familie keinerlei Verpflichtung dem Bräutigam ein Geschenk zu machen. In einer muslimischen Familie ist das Mädchen kein Passivposten. Im Islam wird eine Frau derart gewürdigt, dass sie kein Geschenk zu geben braucht, um mögliche Ehemänner anzuziehen. Der Bräutigam muss die Braut mit einem Geschenk ausstatten. Dieses Geschenk wird als ihr Eigentum betrachtet und weder der Bräutigam oder die Familie der Braut haben irgendeinen Anteil oder Verfügungsgewalt daran. In einigen heutigen muslimischen Gesellschaften ist ein Hochzeitsgeschenk von hunderttausend Dollar in Diamanten nicht unüblich. Die Frau behält dieses Geschenk selbst im Falle einer erfolgten Scheidung. Dem Mann steht keinerlei Anteil am Vermögen seiner Frau zu, ausgenommen was sie ihm bereitwillig überlässt. Der Koran hat sich hierüber ziemlich deutlich ausgedrückt: "Und gebt den Frauen ihre Brautgabe als Schenkung. Und wenn sie euch gern etwas davon erlassen, so könnt ihr dies unbedenklich zum Wohlsein verbrauchen". (Koran Sure 4, Vers 4) Das Eigentum und Einkommen der Frau unterliegen vollständig ihrer Kontrolle und stehen ihrem Eigenverbrauch zu Verfügung und ihr und der Kinder Unterhalt obliegen alleine dem Ehemann. Ohne Rücksicht auf den Reichtum der Frau, ist sie nicht verpflichtet zum Familienunterhalt beizutragen, außer aus freien Stücken. Eheleute beerben einander.

polatinum
24.09.10, 00:26
Wirklich sehr schrecklich.

Ich denke wir als Politikcity sollten uns für die Rechte der christlichen und jüdischen Frauen einsetzen.

Rania
24.09.10, 18:16
Männer die sich für Frauenrechte einsetzen sind ja mal ganz rar.

polatinum
24.09.10, 18:31
Ich bin auch was ganz Besonderes.

Das hatte meine Mutter schon behauptet damals.


http://bilgiyelpazesi.net/eglenceli_ve_komik_yazilar/karikaturlerden_secmeler_komik _karikaturler/foto_karikatur/hep_ayni_okuz.jpg

Rania
24.09.10, 19:15
Ach Polat, ich wusste immer du bist was besonders! Yalaka Modus aus.

:)

Efna
24.09.10, 23:00
Wirklich sehr schrecklich.

Ich denke wir als Politikcity sollten uns für die Rechte der christlichen und jüdischen Frauen einsetzen.

Der Unterschied zum Islam ist aber das es im Judentum und Christentum nicht mehr praktiziert, in vielen Teilen der islamischen Welt allerdings schon.

Minosh
24.09.10, 23:21
Der Unterschied zum Islam ist aber das es im Judentum und Christentum nicht mehr praktiziert, in vielen Teilen der islamischen Welt allerdings schon.

wenns soviel juden wie muslime gäbe, könnte man sagen daß es dort auch sehr verbreitet ist.es gibt schließlich immer einen nicht geringen teil der nach den göttlichen geboten lebt.kulturjuden sind ja nicht wirklich als gläubige zu verstehen. Und was genau meinst du was in islamischen ländern praktiziert wird?

Efna
25.09.10, 02:40
wenns soviel juden wie muslime gäbe, könnte man sagen daß es dort auch sehr verbreitet ist.es gibt schließlich immer einen nicht geringen teil der nach den göttlichen geboten lebt.kulturjuden sind ja nicht wirklich als gläubige zu verstehen. Und was genau meinst du was in islamischen ländern praktiziert wird?

Naja Ultra Orthodoxe Juden sind schon eine Sache für sich da gebe ich dir recht, Aber Christen? Welcher Christ verlangt eine Mitgift bei der eheschliessung?

Minosh
25.09.10, 03:11
Naja Ultra Orthodoxe Juden sind schon eine Sache für sich da gebe ich dir recht, Aber Christen? Welcher Christ verlangt eine Mitgift bei der eheschliessung?

es sind einfach juden im ursprünglichen sinne,diejenigen die den heiligen schriften folgen,wieso muß man sie als ultraorthodox bezeichnen?bei den christen?da fallen mir spontan die hutterer und amish ein.:-) hehe es ist vielleicht nicht gang und gäbe,aber es gibt viele strenggläubige christen die dinge tun,von denen man nicht denkt daß sie sie tun würden...

imzadi
26.09.10, 02:00
Glückwunsch, hast wieder was über 1000 Jahre altes gefunden um den nichtmuslimen ans Bein zu pullern. Wühl mal weiter, vielleicht findest was wo nur 100 Jahre alt ist und schlimmer praktiziert wurde als im Islam.

Rania
26.09.10, 02:40
Glückwunsch, hast wieder was über 1000 Jahre altes gefunden um den nichtmuslimen ans Bein zu pullern. Wühl mal weiter, vielleicht findest was wo nur 100 Jahre alt ist und schlimmer praktiziert wurde als im Islam.

Oh, ja. Jeden morgen denke ich mir: Wie kann ich heute die Christen und Juden nieder machen??
"Was wo nur 100 Jahre alt ist"? Bist beim wütenden tippen wohl über die Sprache gefallen? "The Christian people always butcher the language"
Oder was?
BTW: Jeden Tag finden Leute doch auch was um den Muslimen ans Bein zu urinieren.

Ach und noch was: Mein Avatar zeigt die Christlich-orthodoxe Georgische Königin Tamara, die ich bewundere. Bin wohl doch nicht so eine Christen-Hasserin?

imzadi
06.10.10, 23:29
BTW: Jeden Tag finden Leute doch auch was um den Muslimen ans Bein zu urinieren.

Wenn dir einer ans Bein pinkeln würde, würdest du zurückpinkeln um zu zeigen das du aber besser bist?

Alte Propheten oder Königinnen sollten kein Grund sein zu streiten. Lebst du jetzt oder in der Vergangenheit?