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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieso berichtet die deutsche Medienlandschaft nicht...



Deniz
12.08.05, 16:36
Seit drei tagen ist in der TR alles auf den heutigen Besuch von Erdoghan in Diyarbakir, das Treffen mit den Intelllektuellen (vorgestern) und die gestrige Stellungnahme der Zana und CO abgestimmt. Die türkischen Medien berichten durchgehend..

Scheint wohl niemanden in D zu interessieren..Waere auch mal eine positive Berichterstattung zur türkischen Südost-Politik in der deutschen Medienlandschaft. Aber man sucht vergeblich :confused:

Jep, fehlt das öffentliche Interesse vielleicht? Ist es sooooo unwichtig, das sich ein türkischer Politiker mit dem Kurdenkonflikt befasst, und den Demokratisierungsprozess in die Hand nimmt. Desweiteren der region eine Zukunftsperspektive bietet...Alles sooo uninteressant??? :rolleyes:

Deutsche Berichterstattung :rolleyes:

emekli
13.08.05, 10:59
Es gibt Meldungen, Deniz. Bin jedoch mit dir einverstanden: Gemessen an der Publizität, welche ein Ehrenmord erlangt (wieviele Beziehungsmorde gibt es in Deutschland?), wird bis jetzt eher stiefmütterlich berichtet.

Mögliche Gründe:

- Diyarbakkir liegt weit von den Istanbuler Schreibstuben entfernt.

-Es ist einfacher, fertig vorbereitete Mitteilungen nach Europa zu verschicken, als auch vor Ort etwas zu recherchieren.

Wer schreibt über 50 Mio Türken und deren Leben?

Hier nun ein Beitrag:


DIYABARKIR, 12. August. Geschlagene zwei eineinhalb Jahre brauchte der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan für seinen ersten Amtsbesuch in Diyarbakir. Die Metrople im im Südosten der Türkei ist für die Kurden die heimliche Hauptstadt der Region. Am Freitag war es soweit - ein Zeichen dafür, dass sich Erdogan nicht länger um die Lösung der Kurdenfrage drücken kann. Bereits vor Monaten hob die kurdisch-nationalistische PKK den einseitig verkündeten Waffenstillstand auf. Allwöchentlich explodieren wieder Bomben, immer öfter auch im Westen des Landes und in den Tourismuszentren.

Generalstabschef Hilmi Özkök beklagte sich anfangs der Woche über mangelnde Kompetenzen des Militärs. Unterstützt von Hardlinern der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) rufen Geheimdienste und Polizei nach Verschärfung des Antiterrorgesetzes und der Zurücknahme demokratischer Reformen. Für Ihsan Arslan, Abgeordneter von Erdogans AKP aus Diyarbakir ist die Sache klar. Er meint, die EU-Gegner in Bürokratie und Militär wie auch der inhaftierte PKK-Führer Öcalan hätten heute das selbe Interesse: Das Scheitern der Erdogan-Regierung und ihres zentralen Projekts, der türkischen Mitgliedschaft in der EU.

Mit der Reise nach Diyarbakir versucht Erdogan, die Initiative wieder zu gewinnen. Das Rezept für eine Lösung des Problems, das er in seiner Rede präsentierte, ist eine Mischung aus mehr Wohlstand für alle, mehr Demokratie und zaghafter Selbstkritik. Er signalisierte Gesprächsbereitschaft mit den Kurden, zugleich betonte er das Festhalten an den Grundprinzipien der türkischen Republik: "Eine Nation, ein Staat und eine Fahne." Innerhalb dieser Grenzen will Erdogan in mehr Bereichen mit sich reden lassen als bisher üblich. "Die Kurdenfrage ist nicht nur Anliegen eines Teils der Bevölkerung, sondern der ganzen Nation", sagte Erdogan. Er versprach jedem zu sprechen, der sich der Gewalt enthält.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Erdogan genug Hoffnung wecken konnte, um der PKK die Unterstützung in der Bevölkerung zu entziehen. Eine umfassendere Amnestie wäre der beste Schritt.

Berliner Zeitung (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/473753.html)

Gefunden unter google bisher ein halbes Dutzend Beiträge, mehr nicht.

dertli4u
13.08.05, 21:37
Es gibt Meldungen, Deniz. Bin jedoch mit dir einverstanden: Gemessen an der Publizität, welche ein Ehrenmord erlangt (wieviele Beziehungsmorde gibt es in Deutschland?), wird bis jetzt eher stiefmütterlich berichtet.

Mögliche Gründe:

- Diyarbakkir liegt weit von den Istanbuler Schreibstuben entfernt.

-Es ist einfacher, fertig vorbereitete Mitteilungen nach Europa zu verschicken, als auch vor Ort etwas zu recherchieren.

Wer schreibt über 50 Mio Türken und deren Leben?

Hier nun ein Beitrag:


Berliner Zeitung (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/473753.html)

Gefunden unter google bisher ein halbes Dutzend Beiträge, mehr nicht.

naja, sollte gleiche tag "ein ehrenmord" passiert, dann hatten wir tausende beiträge:mad:

emekli
13.08.05, 22:04
Ja, leider ist es so. Und vielfach wird dem Ehrenmord in der Türkei in der deutschsprachigen Presse Flächen deckend mehr Platz eingeräumt, als dem Beziehungsdrama in Deutschland.

Das ist etwas, was ich vermisse. Ausgewogene Berichterstattung, im Positiven, wie im Negativen.

dertli4u
14.08.05, 00:34
Ja, leider ist es so. Und vielfach wird dem Ehrenmord in der Türkei in der deutschsprachigen Presse Flächen deckend mehr Platz eingeräumt, als dem Beziehungsdrama in Deutschland.

Das ist etwas, was ich vermisse. Ausgewogene Berichterstattung, im Positiven, wie im Negativen.

die kennen unsere frauen überhaupt nicht.

erst vor zwei wochen, eine türkische frau würde "ehrenmörderin" er hat seine eheman getötet..weil er sich scheiden wollte.(in deutschland)

dann heute in samsun, eine frau hat ihre mann getötet, weil er sie betrogen hat.

also, türkische frauen haben auch power.

:D