Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erdogan: "Mehr Demokratie" im Kurden-Konflikt
"Mehr Demokratie" im Kurden-Konflikt
Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat Bemühungen um „mehr Demokratie“ bei der Lösung des jahrzehntelangen Konfliktes mit den Kurden zugesagt.
http://www.vol.at/resource.aspx/ResourceID/vol-news-grabhera-20050812-041502-resource
Die Regierung werde „keinen Rückschritt im demokratischen Prozess“ erlauben und „nicht hinter den Punkt zurückgehen“, den die Türkei inzwischen erreicht habe, sagte Erdogan am Freitag bei einer Rede in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir. „Wir werden alle Probleme mit mehr Demokratie, mehr Bürgerrechten und mehr Wohlstand lösen“, betonte der Ministerpräsident.
Erdogan reagierte mit seinen Äußerungen auf Befürchtungen, dass die jüngste Welle von Anschlägen auf militärische und zivile Ziele in der Türkei, hinter der zumindest teilweise die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) vermutet wird, zu neuen Beschränkungen der kurdischen Minderheitenrechte führt. Im Bemühen um einen Beitritt zur EU hatte Ankara in den vergangenen Jahren unter anderem den Notstand im Südosten des Landes aufgehoben und Unterricht sowie Rundfunksendungen in kurdischer Sprache zugelassen.
Die PKK hatte von 1984 bis zur Festnahme ihres Chefs Abdullah Öcalan 1999 für einen Kurden-Staat in der Türkei gekämpft und sich dann in den Nordirak zurückgezogen. Im vergangenen Jahr begann die Kurden-Gruppe wieder mit Anschlägen in der Türkei. Seit 1984 wurden in den Auseinandersetzungen rund 37.000 Menschen getötet.
http://www.vol.at/engine.aspx/page/vol-article-detail-page/cn/vol-news-grabhera-20050812-041502/dc/tp:vol:news-welt/ag/tp-apa
TÜRKEI
Erdogans Signal an die Kurden
Günter Seufert
DIYABARKIR, 12. August. Geschlagene zwei eineinhalb Jahre brauchte der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan für seinen ersten Amtsbesuch in Diyarbakir. Die Metrople im im Südosten der Türkei ist für die Kurden die heimliche Hauptstadt der Region. Am Freitag war es soweit - ein Zeichen dafür, dass sich Erdogan nicht länger um die Lösung der Kurdenfrage drücken kann. Bereits vor Monaten hob die kurdisch-nationalistische PKK den einseitig verkündeten Waffenstillstand auf. Allwöchentlich explodieren wieder Bomben, immer öfter auch im Westen des Landes und in den Tourismuszentren.
Generalstabschef Hilmi Özkök beklagte sich anfangs der Woche über mangelnde Kompetenzen des Militärs. Unterstützt von Hardlinern der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) rufen Geheimdienste und Polizei nach Verschärfung des Antiterrorgesetzes und der Zurücknahme demokratischer Reformen. Für Ihsan Arslan, Abgeordneter von Erdogans AKP aus Diyarbakir ist die Sache klar. Er meint, die EU-Gegner in Bürokratie und Militär wie auch der inhaftierte PKK-Führer Öcalan hätten heute das selbe Interesse: Das Scheitern der Erdogan-Regierung und ihres zentralen Projekts, der türkischen Mitgliedschaft in der EU.
Mit der Reise nach Diyarbakir versucht Erdogan, die Initiative wieder zu gewinnen. Das Rezept für eine Lösung des Problems, das er in seiner Rede präsentierte, ist eine Mischung aus mehr Wohlstand für alle, mehr Demokratie und zaghafter Selbstkritik. Er signalisierte Gesprächsbereitschaft mit den Kurden, zugleich betonte er das Festhalten an den Grundprinzipien der türkischen Republik: "Eine Nation, ein Staat und eine Fahne." Innerhalb dieser Grenzen will Erdogan in mehr Bereichen mit sich reden lassen als bisher üblich. "Die Kurdenfrage ist nicht nur Anliegen eines Teils der Bevölkerung, sondern der ganzen Nation", sagte Erdogan. Er versprach jedem zu sprechen, der sich der Gewalt enthält.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Erdogan genug Hoffnung wecken konnte, um der PKK die Unterstützung in der Bevölkerung zu entziehen. Eine umfassendere Amnestie wäre der beste Schritt.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/473753.html
Was soll denn das schon wieder heißen (zumindest teilweise die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) vermutet wird,
das wortspiel nimmt neue dimensionen ein,wer macht denn sonst noch Anschläge in der Türkei auser der PKK
der Besuch hat wohl nicht viel gebracht:
13.08.2005 09:30
Ein Toter bei Bombenexplosion in der Türkei
Ankara (dpa) - Bei der Explosion eines Sprengsatzes in einem Auto sind am Freitagabend in der türkischen Hafenstadt Mersin ein Mann getötet und ein zweiter schwer verletzt worden.
Die Polizei schloss nicht aus, dass in dem Wagen eine Bombe vorzeitig detonierte, mit der ein Anschlag verübt werden sollte, wie die türkische Zeitung «Hurriyet» am Samstag weiter berichtete. Die Explosion ereignete sich im Zentrum der Mittelmeerstadt etwa 100 Meter von einer Polizeistation entfernt. Ein Passant sei leicht verletzt worden.
In den vergangenen Monaten hat es in der Türkei eine Serie von Explosionen und Bombenanschlägen gegeben. Bei einem Anschlag auf einen Kleinbus im südwesttürkischen Urlaubsort Kusadasi waren Mitte Juli fünf Menschen getötet worden, unter ihnen Urlauberinnen aus Irland und England. Für die meisten Anschläge wird die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK verantwortlich gemacht, die ihre Waffenruhe vor mehr als einem Jahr beendet hatte.
In Mersin leben viele Kurden, leider auch viele DEHAPS!
Meine halbe Familielebt auch dort und musste (aus Sorge um meine Neffen) in ein anderen Stadteil ziehen.
Das mit der Bombe beunruhigt mich sehr.
Erdogan ergreift die Flucht nach vorne! Auf den Terror der PKK sollte man nicht wieder militärisch antworten, dass will die PKK und Europa doch nur.
Was für eine Flucht nach vorne?
Was für eine Flucht nach vorne?
Erdogan nimmt der PKK den Wind aus den Segeln.
Siehe die letzten Terroranschläge, außer den Hetzzeitungen "Die Welt" und F.A.Z. hat niemand etwas positives über die "Freiheitsorganisation PKK" und deren "Rebellen" geschrieben.
Davor sah es noch anders aus und der Mythos "Folterstaat Türkei" sowie ein "unterdrücktes kurdisches Volk" musste herhalten.
Erdogan ergreift die Flucht nach vorne! Auf den Terror der PKK sollte man nicht wieder militärisch antworten, dass will die PKK und Europa doch nur.
Anstelle von Erdogan, müsste das Militär die Flucht nach vorne ergreifen; Stichwort Nord Irak.
Ich sehe keine politische Alternative zu den Operationen.
Die Kurden geniessen im zuge der EU Ambitionen schon genug (zum Teil auch kontroverse) Rechte.
Jede weiteren Zugesständnisse würde die Einheit und Stabilität unseres Landes gefährden.
Und genau das will die EU und die PKK!
Erdogan verspricht Kurden mehr Rechte
VON GERD HÖHLER, 15.08.05, 07:00h, AKTUALISIERT 15.08.05, 16:41h
Rede in Südostanatolien wird als „historisch“ bewertet.
ATHEN -Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat der kurdischen Minderheit mehr Demokratie, Bürgerrechte und Wohlstand versprochen. Als erster türkischer Premier sprach Erdogan von der Existenz eines „Kurdenproblems“. Zugleich erteilte er aber dem „ethnischen Nationalismus“ eine klare Absage und bekräftigte seine „unerschütterliche Entschlossenheit“ im Kampf gegen den Terrorismus.
„Das Kurdenproblem ist nicht etwas, das nur einen Teil der Nation betrifft“, sagte Erdogan bei einem Besuch in der südostanatolischen Kurdenmetropole Diyarbakir, „es geht uns alle an - es ist auch mein Problem, weil ich der Ministerpräsident dieses Landes bin.“ Erdogan versprach: „Wir werden die bestehenden Probleme mit mehr Demokratie, mehr Bürgerrechten und mehr Wohlstand lösen.“ Der Demokratisierungsprozess werde fortgesetzt, „bis alle Bürger sich wirklich frei fühlen“. Nicht geduldet werden könne aber „ethnischer, regionaler oder religiöser Nationalismus“. Es gebe viele ethnische Gruppen in der Türkei, aber das seien „Sub-Identitäten“, sagte der Premier und betonte: „Wir alle sind vereint durch die türkische Staatsbürgerschaft.“
Während seiner einstündigen, von Beobachtern als „historisch“ bewerteten Rede vor mehr als tausend Zuhörern wurde der Premier immer wieder von Beifall unterbrochen. „Diyarbakir ist für uns so wichtig wie Ankara, Erzurum, Konya und Istanbul“, rief Erdogan den Menschen zu. Er räumte ein, der Staat habe in der Vergangenheit Fehler im Umgang mit den Kurden gemacht. „Ein großes Land und eine starke Nation können sich aber mit ihren Fehlern auseinander setzen und so gestärkt in die Zukunft gehen.“
Erdogan verwies darauf, dass er in den vergangenen zwei Jahren die Mittel für Bildung in Ost- und Südostanatolien um 56 Prozent erhöht und die Möglichkeiten kostenloser Gesundheitsvorsorge erweitert habe. Steuervergünstigungen und subventionierte Energiekosten würden für mehr private Investitionen in der wirtschaftlich schwachen Region sorgen, versprach er. Erdogans Besuch fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
http://www.ksta.de/html/artikel/1123781752116.shtml
Erdogan nimmt der PKK den Wind aus den Segeln.
Siehe die letzten Terroranschläge, außer den Hetzzeitungen "Die Welt" und F.A.Z. hat niemand etwas positives über die "Freiheitsorganisation PKK" und deren "Rebellen" geschrieben.
Davor sah es noch anders aus und der Mythos "Folterstaat Türkei" sowie ein "unterdrücktes kurdisches Volk" musste herhalten.
das ist doch aber keine antwort...
Unternimmt Erdogan diese Flucht nach vorne wegen deutschen zeitungen? oder wie meinst du das mit der Flucht nach vorne?
um deutschen medien zu gefallen :confused:
Erdogan will nicht von der EU vorgeschrieben bekommen, den Kurden eine Perspektive anzubieten, zu versuchen sie noch mehr zu integrieren.
Dieser historische Schritt - der immerhin auch auf den Rücken der Hinterbliebenen von Terrorattacken getätigt wurde ist ein wichtiger. Separatisten die darüberhinaus die Integrität der Nation gefärden verdienen nunmehr eine stählerne Faust.
Frei nach Tony Blair
"Ya sev, ya git"
Powered by vBulletin® Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
SEO by
vBSEO 3.6.0