Der Schakal
15.08.05, 14:12
60 Jahre Kriegsende
Japan entschuldigt sich erneut
Japan hat sich zum 60. Jahrestag seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg erneut für die militärische Aggression entschuldigt. Ministerpräsident Junichiro Koizumi richtete die Entschuldigung an die Länder Asiens und versprach, sein Land werde sich nie wieder an einem Krieg beteiligen. Wie auch in den vergangenen Jahren nach seiner Amtseinführung 2001 wurde erwartet, dass Koizumi an diesem Tag nicht den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht. Dort wird der 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten gedacht, darunter auch Kriegsverbrecher. Zwar hat der Regierungschef nie an einem 15. August den Schrein besucht, mit jährlichen Besuchen zu anderen Anlässen aber Kritik auf sich gezogen.
"Am 60. Jahrestag des Endes des Krieges, betone ich, dass der Frieden und der Wohlstand, den wir heute genießen, errichtet ist auf den Opfern der Vielen, die im Krieg gegen ihren Willen ihr Leben verloren haben", erklärte Koizumi. "Ich erneuere meine Entschlossenheit, dass Japan niemals wieder den Weg des Krieges gehen wird."
Japan habe mit seiner Kolonisierung und Aggression in vielen Ländern großen Schaden und Leid angerichtet, besonders in Asien. "Diese Tatsache der Geschichte in Demut akzeptierend drücken wir erneut unsere tiefe Reue und herzliche Entschuldigung aus und sprechen den Opfern des Krieges zu Hause und im Ausland unser Beileid aus." Er ergänzte, von Vertrauen geprägte Beziehungen mit den Ländern Asiens aufbauen zu wollen.
Die ohnehin schwierigen Beziehungen zu China und Südkorea hatten im April einen weiteren Rückschlag erlitten. Japans Streben nach einem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat und die Genehmigung eines Schulbuchs, das die Kriegsvergangenheit des Landes beschönigt, hatten in den beiden Ländern zum Teil gewaltsame anti-japanische Demonstrationen ausgelöst.
http://www.n-tv.de/566835.html
Japan entschuldigt sich erneut
Japan hat sich zum 60. Jahrestag seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg erneut für die militärische Aggression entschuldigt. Ministerpräsident Junichiro Koizumi richtete die Entschuldigung an die Länder Asiens und versprach, sein Land werde sich nie wieder an einem Krieg beteiligen. Wie auch in den vergangenen Jahren nach seiner Amtseinführung 2001 wurde erwartet, dass Koizumi an diesem Tag nicht den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht. Dort wird der 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten gedacht, darunter auch Kriegsverbrecher. Zwar hat der Regierungschef nie an einem 15. August den Schrein besucht, mit jährlichen Besuchen zu anderen Anlässen aber Kritik auf sich gezogen.
"Am 60. Jahrestag des Endes des Krieges, betone ich, dass der Frieden und der Wohlstand, den wir heute genießen, errichtet ist auf den Opfern der Vielen, die im Krieg gegen ihren Willen ihr Leben verloren haben", erklärte Koizumi. "Ich erneuere meine Entschlossenheit, dass Japan niemals wieder den Weg des Krieges gehen wird."
Japan habe mit seiner Kolonisierung und Aggression in vielen Ländern großen Schaden und Leid angerichtet, besonders in Asien. "Diese Tatsache der Geschichte in Demut akzeptierend drücken wir erneut unsere tiefe Reue und herzliche Entschuldigung aus und sprechen den Opfern des Krieges zu Hause und im Ausland unser Beileid aus." Er ergänzte, von Vertrauen geprägte Beziehungen mit den Ländern Asiens aufbauen zu wollen.
Die ohnehin schwierigen Beziehungen zu China und Südkorea hatten im April einen weiteren Rückschlag erlitten. Japans Streben nach einem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat und die Genehmigung eines Schulbuchs, das die Kriegsvergangenheit des Landes beschönigt, hatten in den beiden Ländern zum Teil gewaltsame anti-japanische Demonstrationen ausgelöst.
http://www.n-tv.de/566835.html