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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dogan verkauft Massenblatt „Hürriyet“



Memo
06.01.11, 18:36
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Der türkische Medienkonzern will sein Massenblatt veräußern, um seine Steuerschulden zu begleichen. Die Zeitung gehört zu den größten des Landes. Bis zum ersten Februar sollen die ersten Gebote abgegeben werden.


Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Der über zwei Milliarden Euro schwere Steuerstreit um den türkischen Medienkonzern Dogan Yayin fordert seinen Tribut: Die bei der türkischen Regierung in Ungnade gefallene Mediengruppe will ihre populäre Zeitung "Hürriyet" verkaufen. Mit dem Verkaufsprozess ist laut Finanzkreisen die Investmentbank Goldman Sachs beauftragt worden.

Das Interesse ist offenbar groß. Nach früheren Angaben der Geschäftsführerin der Zeitungssparte Hürriyet Gazetecilik, Vuslat Dogan Sabanci, gegenüber dem Wirtschaftssender CNBC, habe Dogan Yayin schon erste Offerten erhalten.

Mit einer Auflage von rund einer halben Million Exemplaren gehört "Hürriyet" zu den größten Zeitungen der Türkei. Dogan Yayin ist bereits 1994 bei dem Massenblatt eingestiegen, das auch über eine große deutsche Redaktion verfügt.

Der Verkauf soll offenbar rasch über die Bühne gehen. Bereits bis zum 1. Februar sollen erste Gebote abgegeben werden. Dogan Yayin war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der deutsche Medienkonzern Axel Springer ist mit 19,9 Prozent an der Fernsehtochter Dogan TV beteiligt. Springer hatte vor über einem Jahr den Plan auf Eis gelegt, eine 29-prozentige Beteiligung an Dogan Yayin zu erwerben.

In der Branche wird spekuliert, ob Springer sich "Hürriyet" einverleiben möchte. Finanziell wäre die Transaktion für den renditestarken Medienkonzern kein Problem. Axel Springer wollte sich dazu gestern nicht äußern. Auch die Frage, ob ein Tausch des Anteils an Dogan TV gegen "Hürriyet" möglich wäre, blieb unkommentiert.

Die TV-Tochter des Dogan-Imperiums steht ebenfalls zum Verkauf. Unter den Bietern sollen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge der US-Medienkonzern Time Warner und die Finanzinvestoren KKR und Texas Pacific Group (TPG) sein.

Europas größter Medienkonzern, RTL Group, hat indes kein Interesse mehr, wie gestern ein Unternehmensinsider dem Handelsblatt sagte. Die Bertelsmann-Tochter hatte sich für den Dogan-Sender Kanal D interessiert. Die Dogan-Medientöchter sollen nach türkischen Berichten zusammen rund zwei Milliarden Euro wert sein.

handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/tuerkischer-medienkonzern-dogan-verkauft-massenblatt-huerriyet;2725071)

Keder
06.01.11, 22:52
Endet sich was für den Leser?

Karadeniz
07.01.11, 00:46
Satıldıktan sonra acaba yine her b.ka muhalif olacaklar mı...

KingTurek
07.01.11, 00:50
Satıldıktan sonra acaba yine her b.ka muhalif olacaklar mı...

hic birseye muhalif olmamaktan ve herseye eyvallah demekten iyidir.

karakartalci
07.01.11, 01:00
Endet sich was für den Leser?


Nö, denn die Berichterstattung (Onlineausgabe, denn mit der Druckausgabe habe ich nichts am Hut) in der Türkei ist hauptsächlich auf Sensationsgeilheit aufgebaut. Der eigentliche Inhalt entspricht so gut wie nie dem Überschrift der Nachricht. Die Überschrift ist nichts anderes als der Köder am Angelhaken, um Fische anzulocken, die nach einer Kostprobe wieder enttäuscht abziehen. Der Inhalt selbst ist zudem voll mit ständigen Wiederholungen. Die betreiben keine Berichterstattung sondern nur Beschäftigungstherapie.

Das einzige was sich ändern wird ist, dass sich das AKP/Feto$/Anti-TSK/Anti-Türken yandas Medium von derzeit gefühlten 75% auf etwa 90% steigern wird. Dogan scheint endlich eingesehen zu haben, dass es sich nicht mehr lohnt gegen eine bestimmte Mafiagruppe im Land anzukämpfen und macht die Biege. Ich würde so einer Bananenrepublik genauso den Rücken kehren.