PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tunceli: «Der Weg in die EU ist 26 Kilometer lang»



DeLaHoya
18.08.05, 21:09
«Der Weg in die EU ist 26 Kilometer lang»


Schlechtes Image durch Entführungen und Gefechte - Slogan beschreibt Entfernung von München

von Ingo Bierschwale, 16.08.05, 10:26h, aktualisiert 16.08.05, 20:20h



http://www.mz-web.de/ks/images/mdsBild/1120742632831l.jpg
Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) ist zum Ehrenbürger der vor zweieinhalb Jahren von einem Erdbeben heimgesuchten osttürkischen Kleinstadt Pülümür ernannt worden (Foto vom 13.08.2005, rechts seine Frau Edith Welser-Ude). (Foto: dpa)




Pülümür/dpa. Nach dem paramilitärischem Gendarmerieposten auf der anderen Seite des Euphrats führt eine breite Schotterpiste über die Berge nach Pülümür. Die Kleinstadt in den Bergen Ostanatoliens gehört nicht zur Europäischen Union, könnte es aber eines Tages, wenn EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in 10 oder 15 Jahren zum Erfolg führen sollten. Bereits heute leben und arbeiten mehr Menschen aus Pülümür in Deutschland und anderen europäischen Ländern, als die Stadt Einwohner zählt. Doch außer den «Pülümerern», die in München, Schweinfurt oder Darmstadt, in Lyon oder London eine zweite Heimat gefunden haben, verirren sich kaum Besucher aus Europa in die bizarre Bergwelt der Provinz Tunceli, zu der Pülümür gehört. Und das aus gutem Grund.

Kurdische Guerilleros machen die Gegend erneut unsicher, seit die PKK vor einem Jahr die nach der Festnahme ihres Führers Abdullah Öcalan verkündete Waffenruhe für beendet erklärt hat. Seither wurde erstmals wieder ein Soldat verschleppt, den militante Kurden bei einer nächtlichen «Straßenkontrolle» in Tunceli trotz Zivilkleidung als solchen erkannten. Ein in der Nachbarprovinz Bingöl verschleppter Bürgermeister musste tagelang mit seinen Entführern durch die Berge ziehen, bevor er wieder freikam. Gefechte zwischen der Armee und bewaffneten PKK-Mitgliedern tun ein übriges, um die Gegend in den Ruf einer tunlichst zu meidenden Provinz zu erheben.

Dabei kommen die Bewohner der Gegend europäischen Maßstäben eigentlich sehr nahe. Das islamische Kopftuch oder andere Verschleierungen liegen den Frauen dort fern. Beim Honigfest von Pülümür tanzen Mädchen und junge Männer gemeinsam vor der Bühne, auf der Sänger zu den Klängen des Saiteninstruments Saz für «europäische Partystimmung» sorgen. Viele Bewohner der Gegend sind zwar Kurden, vor allem sind sie aber Aleviten, die von der großen sunnitischen Mehrheit der islamischen Bevölkerung der Türkei nicht gut angesehen sind.

«Wir tolerieren ihren Glauben, aber sie tolerieren uns nicht», sagt eine junge Alevitin, die in der südostfranzösischen Stadt Lyon wohnt und im Urlaub die anatolische Heimat besucht. Ihr ist die Moschee in Pülümür ebenso ein Dorn im Auge wie das überlebensgroße Poster des türkischen Republikgründers Atatürk, das zum Honigfest das Gebäude der Kreisverwaltung schmückt. Anders als die meisten anderen Moslems beten Aleviten nicht in Moscheen, sondern in «cem evi» genannten Gotteshäusern - Frauen und Männer gemeinsam.

Sympathien mit den Guerilleros der PKK, die sich hin und wieder Gefechte mit den Soldaten liefern und mit Entführungen auf sich aufmerksam machen, haben die wenigsten Aleviten in Tunceli. Andererseits verdächtigen nicht wenige den Staat, den Kampf gegen die von ihm so bezeichneten «Terroristen» als willkommenen Vorwand zu nutzen, um die Provinz von der Außenwelt abzukapseln, die Entwicklung zu hemmen und die Entvölkerung voranzutreiben. Dem Trend entgegen wirken soll ein neues Bildungs- und Kulturzentrum, dessen Grundstein am Tag des Honigfestes in Pülümür gelegt wurde. Benannt wurde es wegen vielfacher persönlicher Beziehungen zwischen München und Pülümür nach dem Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt, Christian Ude. Als Ehrenbürger der Stadt versprach Ude seinem türkischen Kollegen Mesut Coskun, sich bei Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan für den Ausbau der Straße einzusetzen. In Abwandlung der auf die Unterentwicklung des Südostens anspielenden Devise: «Der Weg der Türkei in die EU führt über Diyarbakir», will Ude bei Erdogan mit der Parole werben: «Der Weg in die EU ist 26 Kilometer lang.» So lang ist die Straße nach Pülümür.

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1124021100356&openMenu=1013016724415&calledPageId=1013016724415&listid=1018881578341

Detan
18.08.05, 22:42
. Ihr ist die Moschee in Pülümür ebenso ein Dorn im Auge wie das überlebensgroße Poster des türkischen Republikgründers Atatürk, das zum Honigfest das Gebäude der Kreisverwaltung schmückt.

So so...madamme ist also genervt von einer Moschee und Atatürk!
Na dann würde ich sagen sie ist im falschen Land.

mika
18.08.05, 23:03
So so...madamme ist also genervt von einer Moschee und Atatürk!
Na dann würde ich sagen sie ist im falschen Land.

Ne, ne, das paßt schon, sie wohnt doch in Frankreich. Und so ganz auf Anhieb möchte ich Herrn Bierschwale (nomen est omen?) nicht recht glauben, habe bisher noch nicht gehört, daß es viele solche Aleviten gibt, die Atatürk nicht mögen. Da scheint wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens gewesen zu sein.

DeLaHoya
18.08.05, 23:15
Ne, ne, das paßt schon, sie wohnt doch in Frankreich. Und so ganz auf Anhieb möchte ich Herrn Bierschwale (nomen est omen?) nicht recht glauben, habe bisher noch nicht gehört, daß es viele solche Aleviten gibt, die Atatürk nicht mögen. Da scheint wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens gewesen zu sein.

Na ja, die Zazas bilden da eine Ausnahme. Ihr "Dersim-Mythos" hält sie zusammen wie der "Genozid-Mythos" der Armenier.

DeLaHoya
29.08.05, 17:22
Aktuelles
Unterwegs im wilden Kurdistan
Christian Ude in Ostanatolien zum Ehrenbürger ernannt



Donnerstag: Münchner Flughafen, Terminal 1, Ebene C, beim Schalter der Turkish Airlines, 17.15 Uhr (etwa 17 Grad Celsius): Unruhig schaut Ali Kilic, der Vorsitzende des bundesdeutschen Vereins der „Deutsch-Türkischen Freundschaftsföderation“, auf die Uhr. Denn seine Hauptakteure für die nächsten fünf Tage – Oberbürgermeister Christian Ude und seine Frau Edith von Welser-Ude – sind noch nicht aufgetaucht.

http://www.wochenanzeiger.de/images/redaktion/52583.jpgAls gelehriger Schüler erwies sich OB Ude, gerade frischgebackener Ehrenbürger von Pülümür. Im Laufe des Honigfestes wagte Christian Ude übrigens mehrere der anatolischen Rundtänze. Fotos: Inés Berber



Genau eine Stunde später soll die Maschine nach Istanbul losgehen, wo aber ist der OB? Da klingelt ein Handy: „Wir sind gleich da“, die Erklärung folgt: Katze Lola hatte die Abreiseambitionen von Herrchen und Frauchen genau beobachtet und sich zum passenden Zeitpunkt versteckt. Es half kein Rufen, kein Locken, sie blieb verschwunden. Voller Unruhe begab man sich doch auf die Reise und erst am Abend kam die erleichternde SMS des Sohnes: „Lola ist da, ich streichele sie gerade“.

Großes Aufatmen, die SMS kommt gegen 22 Uhr an, inzwischen sitzt man allerdings am Meeresstrand in Istanbul, im Garten eines Strandrestaurants, an einer riesigen Tafel voller Köstlichkeiten, die nur zur Vorspeise dienen. Etwa 15 türkische Top-Journalisten sitzen mit am Tisch, und bis 2 Uhr morgens muss Christian Ude unzählige Fragen beantworten.

Trotzdem hat man genügend Zeit, den in Salzteig gebackenen Meeresfisch zu genießen, die sonnengereiften Melonen als Nachtisch und überhaupt, die laue Luft – ganz anders als im kalten München. Dann ab ins Hotel, dem 89 Stockwerke hohen Polat-Hotel, wo sofort etwas augenfällig wird, die „Bierstube“, neben fünf anderen internationalen Lokalitäten, die zum Hotel gehören. „Irgendwann will ich da schon mal reingehen“, meint der OB.

Freitag, Flughafen Istanbul, 12.10 Uhr, rund 35 Grad Celsius, Abflug nach Erzurum, von wo aus der Weg mitten ins „wilde Kurdistan“ führt. Die Münchner Delegation wird in drei Privatautos verstaut, denn ganz ungefährlich ist die Chose nicht. Der Weg führt nach Pülümür, einem kleinen Städtchen mitten im kurdischen Gebirge und damit in ein Gebiet, das von der PKK oft terrorisiert wird. Zwei Stunden führt der Weg in das kurdische Gebirge, doch dann der Hammer: 26 Kilometer geht es hinauf nach Pülümür, auf einer Schotterstrecke, bei der jeder Meter Milliarden von Feinstaub-Partikeln aufwirbelt und Augen Mund und Nase völlig austrocknet.

Kurz vor Pülümür geht es vorbei an Militärposten (die dort als Abschreckung für die PKK stationiert sind) und plötzlich – unmittelbar vor der Stadt gibt es einen Stopp: Nein, keine Entführung, sondern ein herzliches Willkommen für Christian Ude. „Hosgeldin Christian!“ steht auf einem riesigen Plakat, die Musiker des Dorfes spielen auf.

Anschließend findet das Kontrastprogramm zum Luxus-Hotel in Istanbul statt: Unterbringung in einem Haus, das Mesut Coskun, der Bürgermeister von Pülümür, von deutschen Spendengeldern eingerichtet hat. Das Haus wird 24 Stunden von den Mitgliedern des Stadtrates bewacht, die im übrigen auch für das Essen sorgen. Stundenlang brieten sie Lämmer, bereiteten diverse heimische Gemüse zu und brachten als Dessert Trauben, verschiedene Melonen, Feigen. Gegen 22 Uhr geht man zu Bett, gut bewacht.

Samstag, Pülümür: Nach dem Frühstück geht es zur Grundsteinlegung für das künftige „Christian Ude-Kulturzentrum“. Eingebettet ist die Veranstaltung in das große Honigfest von Pülümür. In seiner Ansprache erinnert Christian Ude daran, dass er vor genau 33 Jahren zum ersten Mal hier in der Gegend gewesen war – als Student und Journalist.

Bei dieser Gelegenheit lernte er die Gastfreundschaft der Familie Kilic kennen. Und er nahm etwas mit, das ihn die weiteren 33 Jahre begleitet: Seinen Schnauzbart. Die ständige Frage „Du Tourist?“ ging ihm so auf die Nerven, dass er sich kurzerhand den damals landesüblichen Bart wachsen ließ. Zu Udes Überraschung wird er auch noch zum Ehrenbürger von Pülümür ernannt.

Nach vielen Reden der örtlichen Politiker und Abgeordneten des türkischen Parlaments macht sich die Münchner Delegation auf eine ganz geheime Tour. Denn keiner sollte wissen, dass sich der Münchner Oberbürgermeister, der dieses kleine alevitische Städtchen so ins Herz geschlossen hat, sich noch weiter in das „wilde Kurdistan“ hinein wagt. Denn dort oben in den Bergen – auf etwa 2.000 Metern Höhe – lernte er den damals siebenjährigen Ali Kilic kennen, der nun unter anderem zusammen mit seinem Bruder eine Gebäudereinigungsfirma in München leitet. Und dort lebt noch immer die Familie der Kilic.

Und hier ist die Idylle perfekt: Picknick im Freien, mit allem, was es hier in den Bergen gibt: Honig in Waben aus eigenen Bienenstöcken, selbstgemachter Ayran, Schafskäse von den eigenen Schafen, selbstgebackenes Brot. „Ein wahres Schlaraffenland“, meinen Edith von Welser-Ude und ihr Mann unisono. Die Rückfahrt nach Pülümür ist abenteuerlich: Am besten Augen zu und durch, nicht darauf achten, dass die Straße nicht nur unbefestigt und schmal ist, sondern der steile Abhang ganz nah.

Sonntag, Erzurum/Istanbul: Zurück in der Metropole und im feudalen Hotel folgt ein Interview auf das andere, der Münchner Oberbürgermeister ist in der Türkei ein gefragter Mann.

Montag, Istanbul: Der Oberbürgermeister von Istanbul stellt für das Ehepaar Ude und Begleitung Dienstwagen zur Verfügung. Viele Einkäufe in Bazaren. Am späten Abend findet ein spontanes Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan statt (beide Ehefrauen verstehen sich auf Anhieb – auch ohne Worte). Ude bringt all das an, was er dem Ministerpräsidenten (dessen Charisma sich keiner entziehen kann) unbedingt sagen will. Dass er darauf drängen solle, den moslemischen Frauen, die nach Deutschland gehen, die deutsche Sprache zu lernen, damit ihre Kinder davon profitieren und so eher einen Arbeitsplatz in Deutschland bekommen.

Und dann kommt der Ehrenbürger von Pülümür zu Wort: „Sie haben Istanbul zu einer prosperierenden Stadt gemacht. Ist es vielleicht auch möglich, dass nach 33 Jahren die 26 Kilometer lange Schotterstraße nach Pülümür ausgebaut wird?“ In perfektem deutsch antwortet Erdogan: „Ich werde mich dafür einsetzen“.

Dienstag, Istanbul: Rückflug der Münchner Delegation in die kalte und regnerische Landeshauptstadt– von 40 Grad auf 12 Grad! Das Ehepaar Ude macht sich auf nach Athen, von wo aus es zum Ferienhäuschen auf Mykonos geht. Übrigens: Am Abend vorher wurde das Abendessen sehr spät, aber umso fröhlicher – in der Bierstube im Hotel eingenommen. Mit dem einheimischen Efes-Bier und köstlichem Wiener Schnitzel.


http://www.wochenanzeiger.de/article/52583.html

deryatulga
20.11.08, 22:33
Hasan Cemal
Resmi tarihin yazmadıklarını yazmak üzerine...
70 yıl önce Dersim’de yaşananlarla yüzleşmek!
20 Kasım Perşembe 2008

Aşağıdaki yazıyı lütfen sonuna kadar okuyun. "Dersim'38'in üzerinden 70 yıl geçti. Resmi rakamlar sayı olarak 12 bin deseler de, genç-yaşlı-çocuk ayırt edilmeksizin öldürülen insan sayısının 70 binden az olmadığı söylenmektedir.
Katliamdan sağ kurtulan Dersimliler, katliam yıllarında neler olup bittiğinin ayrıntılarını hiçbir zaman tam olarak anlatmadılar, anlatamadılar.
Katliamı ağıtlara konu ettiler.
Ve Dersim '38, 70. yıldönümünde hâlâ kanayan bir yaradır.
Dersimliler, hiçbir zaman bu olaydan dolayı başka halklara, Türk halkına düşman olmadılar. Yüreklerinde tanımsız bir acıyı bütün sıcaklığıyla her zaman yaşasalar da bunu bir kin ve nefret konusu haline getirmediler. Fakat katliamdan sonra da yürütülen bütün sistemli asimilasyon politikalarına rağmen bu olayı asla unutmadılar.
Avrupa Parlamentosu bünyesinde DTP'li bazı milletvekillerinin de katılımıyla bir konferans gerçekleşti ve herkes gibi ben de bu konferansı basından takip ettim. Türkiye basınında yer alan tepkiler, bu ülkede düşünce ve ifade özgürlüğünün ne denli büyük bir tehdit altında bulunduğunu bir kez daha gösterdi.
Avrupa Parlamentosu üyesi olmayı hedefleyen bir Türkiye var ve aynı Türkiye bu çatı altında kendi toprakları üzerinde yaşanmış bu büyük trajedinin gündeme getirilmesine ve tartışılmasına tahammül edebilmeli.
Kendi geçmişini sorgulamayan ve bu sorgulamanın gereğini yapmayan bir ülke, bir halk ve düşünce asla özgür olamaz.
Peki, Dersim’de 1937-38 yıllarında neler yaşandı?
Dersim bu katliama dili, kültürü, inancı nedeniyle uğradı. Bu değerlerini bugün de sahiplenmeye devam ediyor ve varlığının inkâr edilmesine karşı duruyor.
Türkiye’de rejimin Kürt ve Alevi sorunu konusundaki inkârcı zihniyet ve tutumunu sürdürmekteki ısrarı, yüreklerimizdeki Dersim '38 yarasını daha da kanatmaktadır.
Türkiye’deki rejimin Cumhuriyet tarihi boyunca uyguladığı katliamlarla yüzleşmekten kaçınması, bir demokrasi ve özgürlükler çağı olması gereken bu çağda, hâlâ farklı dillere, kültürlere, inançlara düşmanlık yapması sorununu doğurmaktadır.
Türkiye’deki rejimin Dersim '38'le yüzleşememesi,katliama karşı direndiği için asılarak katledilen Seyit Rıza ve arkadaşlarının naaşlarını ne yaptığını dahi açıklamaktan kaçınması, nasıl bir rejim ve zihniyetle karşı karşıya olduğumuzu gözler önüne sermektedir.
Bizler, Türkiye Cumhuriyeti devletinden, Dersim '37-38’ de neler olduğunu bütün açıklığıyla itiraf etmesini istiyoruz, ki bunu istemek bizim hakkımız.
Yine yakılarak külleri havaya savrulan Seyit Rıza ve yedi yoldaşının naaşlarına ne yaptıklarının açıklanmasını istiyoruz. Ancak bu şekilde hayatımızın bu kâbustan kurtulacağına ve rahat bir nefes alabileceğimize inanıyoruz.
Dünyada çağdaş bir demokrasi inşa etmiş bütün ülkeler kendi tarihleriyle yüzleşmişlerdir. Türkiye ’nin tam ve gerçek bir demokrasiye geçebilmesinin olmazsa olmaz şartının kendi gerçekleriyle yüzleşmek olduğunu göstermektedir.
1937-38 yılları arasında Dersim ’de bir insanlık suçu işlenmiştir. Kürt ve Alevi kimliğinden dolayı Dersim, katliama dayalı ve asimilasyoncu politikalarla yok edilmek istenmiştir.
Dolayısıyla hiç kimse bizden bu gerçekleri unutmamızı ve unutturmamızı beklemesin. Bu günün anısına, Seyit Rıza'nın idamı öncesinde söylediği şu sözleriyle bitirmek istiyorum:
'Evlâd-ı Kerbela’yız, bîhatayız. Ayıptır, zulümdür bu, katliamdır.'
Dersim’in 70. yıldönümünde; zulüm ve katliamların olmadığı, kardeşçe barış içinde yaşanılır bir Türkiye dileğimle..."
* * *
Biraz kısaltarak köşeme aldığım bu yazı benim değil.
Ferhat Tunç'un.
İmzasını sanatçı-aktivist diye atan Ferhat Tunç'un 17 Kasım 08 tarihli Taraf gazetesinin 16. sayfasında çıkan bu yazısını okuduktan sonra bir noktayı bir kez daha belirtmek istiyorum.
Tarihimizi, 'resmi tarih'e bırakmadan öğrenmek zorundayız; yoksa bu topraklarda barış ve huzuru, demokrasi, hukuk ve özgürlükler düzenini yakalamak çok zor olacak.
Gerçek tarihi öğrenmeden, birbirimizin acılarına saygı göstermeden, bu acılı tarihi serbestçe tartışıp yerli yerine oturtmadan, "Ya sev ya terket!" zihniyeti, trajediye bir türlü doymayan bu toprakları terketmeyecek çünkü...

Yigit Efe
20.11.08, 22:58
Herr Ude ist öfter mal in Nordzypern, scheint ein netter Mensch zu sein. Aus Plümür kommt übrigens der kurdisch-türkeistämmige Bundestagsabgeordnete Hüseyin Kenan Aydın. Von 5 türkischstämmigen Abgeordneten im Bundestag sind 4 ethnische Türken (~80%) und Aydin Kurde (kann sich auch um einen Zaza handeln, tippe aber eher auf Kurde).