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DeLaHoya
18.08.05, 20:19
ZUSAMMENARBEIT / Welche Islam-Vertreter der Vatikan zum Dialog bittet. Und welche nicht„Wir möchten voneinander lernen“

http://www.merkur.de/image/roterpunkt.gifWOLFGANG THIELMANN

Rafet Öztürk buchstabiert perfekt. „Ökonom“ kommt ihm sofort über die Lippen. „Muslime sind längst dabei, sich in die westliche Gesellschaft zu integrieren und das Zusammenleben mit zu organisieren, politisch, kulturell und religiös“, hat er vorher gesagt. Und das will er am Samstag auch dem Papst berichten. Öztürk ist für die religiöse Zusammenarbeit der Ditib zuständig, des Zusammenschlusses, der den Papst zur Begegnung am Samstag eingeladen hat.

Unter den etwa dreieinhalb Millionen Muslimen, von denen aber nur etwa über zehn Prozent, knapp 400000, organisiert sind, vertritt die Ditib 120000. Sie ist damit nach dem Islamrat die zweitgrößte der sechs islamischen Spitzenorganisationen in Deutschland und ein „semistaatlicher Verband“, wie das Islam-Archiv Deutschland feststellte. Sie unterstehe der oberstenReligionsbehörde der Türkei und sei weisungsgebunden. Bei den derzeit laufenden Bestrebungen, eine Gesamtstruktur für die Muslime in Deutschland zu schaffen, hat die Ditib die Nase vorn und sowohl Bereitschaft als auch Anspruch bekundet, alle deutschen Muslime zu vertreten.

Das traf auf freundliche Reaktionen in Bundes- und Landespolitik, als die Ditib im vergangenen November in Köln eine Demonstration für Verständigung und gegenTerror organisierte. Der bayerische Innenminister Günther Beckstein, einer der Redner auf der Demonstration, kann sich die Ditib als Vertretung des Islam inDeutschland vorstellen. Doch nicht nur unter Muslimen traf die perfekt organisierte Demonstration, bei der Türkei-, Deutschland- und Europaflaggen geschwenkt wurden, auch auf kritische Stimmen, die darin eine von der Türkei bestellte Aktion sahen, um ihren Anspruch auf einen Platz in der EuropäischenUnion zu untermauern und ihr Verständnis eines laizistischen Islam durchzusetzen. Inzwischen finanziert die Ditib einen islamkundlichenLehrstuhl innerhalb der evangelisch-theologischenFakultät an der Frankfurter Universität mit. Sie will nach eigenem Bekunden auch Vorbeter aus Deutschland anstellen, wenn sie hier ausgebildet werden können. Bisher kommen sie für jeweils fünf Jahre als Staatsbeamte aus der Türkei.

Die Begegnung mit dem Papst ist ein weiterer Erfolg auf dem Konto der Ditib. Sie stellt sieben von zehn Teilnehmern der halbstündigen Begegnung mit dem Papst. Auf die Deutsche Bischofskonferenz soll es zurückgehen, dass drei weitere Verbandsvertreter dazu kommen, darunter Nadeem Elyas, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, der auf 35000 Mitglieder kommt. Weitere Namen will Öztürk nicht nennen. Es sei Stillschweigen vereinbart worden. Ali Kizilkaya, der Vorsitzende des Islamrats mit 147000 Mitgliedern, berichtet, dass er nicht dabei ist.

Sein Verband hat in Politik und Kirche nicht das beste Ansehen, weil sein größtes Mitglied Milli Görüs vom Verfassungsschutz beobachtet wird. In letzter Zeit ist der Islamrat deutlich um eine Öffnung bemüht. „Wir müssen uns überlegen“, sagte Kizilkaya jüngst, „ob wir ein Teil dieser Gesellschaft werden oder ob wir ein Anhängsel der islamischenStrukturen unserer Herkunftsländer bleiben wollen.Wir müssen uns schon um unserer Kinder willen auf die deutsche Gesellschaft einstellen.“ Man kann die Sätze auch als Spitze gegen die Ditib lesen. Für denIslamrat und den Zentralrat steht derzeit viel auf dem Spiel. Bisher sind sie die Verlierer der innerislamischen Einigungsbemühungen. Möglich, dass es sie im nächsten Jahr gar nicht mehr gibt.

Dialog, Verständigung, Zusammenarbeit – immer wieder betont Öztürk diese Trias. Als Beispiel für Letzteres nennt er die Mitgliedschaft der Türkei in der EuropäischenUnion. Dem Einwand, dass sich gerade in letzter Zeit Nachrichten über Menschenrechtsverletzungen in der Türkei häufen, vor allem im Blick auf religiöse Minderheiten wie etwa die Orthodoxen, widerspricht er nicht. Er antwortet mit einem Sprichwort:„Bevor es ruhig wird, sollte es richtig regnen – und in der Türkei regnet es jetzt stark.“ Man solle sie einen „natürlichenWeg“ zur Achtung der Menschenrechte gehen lassen und ihre Bereitschaft dazu honorieren. „Wir“, sagt er, „wir möchten voneinander lernen.“

Ob er das auch dem Papst vortragen wird, wenn er das Ergehen von Christen in der Türkei anspricht? Öztürk antwortet stets diplomatisch. „Es ist eine freundliche Geste des Papstes, dass er die Einladung angenommen hat.“ Eigentlich wollte die Ditib ihn in eine Moschee bitten, als bekannt wurde, dass er die Kölner Synagoge besucht. Aber das lehnte der Vatikan ab. Keine Zeit.

Und die Audienz dauert nur eine halbe Stunde, spielt Öztürk größere Erwartungen herunter. „Der Papst wird sprechen, unser Vorsitzender wird reden, und dann ist die Zeit wohl schon fast um.“

© Rheinischer Merkur Nr. 33, 18.08.2005
http://www.merkur.de/6827.0.html?&no_cache=1

DeLaHoya
18.08.05, 20:24
Doch nicht nur unter Muslimen traf die... Demonstration... auch auf kritische Stimmen, die darin eine von der Türkei bestellte Aktion sahen, um ihren Anspruch auf einen Platz in der EuropäischenUnion zu untermauern und ihr Verständnis eines laizistischen Islam durchzusetzen...


Muss man das wirklich kommentieren? Da beschweren sich also andere islamische Vereine, dass die DiTiB laizistisch sei!

Und diese, wie z. B. Milli Görüs und der "Zentral"rat wollen die Moslems in Deutschland vertreten und die größte Organisation, DiTiB, soll das nicht?

Na dann, have fun Germanien...

mika
18.08.05, 23:34
Muss man das wirklich kommentieren? Da beschweren sich also andere islamische Vereine, dass die DiTiB laizistisch sei!

Und diese, wie z. B. Milli Görüs und der "Zentral"rat wollen die Moslems in Deutschland vertreten und die größte Organisation, DiTiB, soll das nicht?

Na dann, have fun Germanien... Deine Anmerkung verstehe ich nicht ganz. Den Zahlen nach sind in der Islamischen Union nicht weniger Leute organisiert, als in dem Ableger des türksichen Amtes fürs Religionswesen. Außerdem gibt es auch Muslime, die nichts mit der Türkei zu tun haben. Bisher war im Gespräch, daß (zumindest) die großen drei Verbände eine Dachorganisation gründen wollen, um alle Muslime in D zu vertreten (natürlich nur auf politischer Ebene, damit endlich ein Organ geschaffen wird, mit dem man sich auch tatsächlich in der Öffentlichkeit Gehör verschaffen kann).

Wenn jetzt das DITIB so schlau sein will, mit der deutschen Politik einen Kuhhandel zu machen und sich exklusiv die politische Gesamtvertretung aller in D lebenden Muslime unter den Nagel zu reißen, dann wird dabei am Ende für die Muslime garnichts gewonnen sein, sondern für Streit in den eigenen Reihen gesorgt. Daß das einigen eingefleischten Atatürkisten ganz zupaß kommt, wundert mich nicht. Mir kommt gleich das Kotzen.

Carlito
18.08.05, 23:47
@Mika

Was passt dir denn nicht mein Freund? Ist die DITIB nicht Radikal genug? Dann erzähl mal von deinem Verein! Der größte Teil der Muslime kommt aus der Türkei also was ist daran falsch, das eine Vereinigung die von unserem Staat unterstützt wird als Vertreter zu berufen. Nicht Kompetent genug oder hast du auch ein Problem mit der Türkischen Republik? Hmulah?! Komm erzähl ich bin Sunni vielleicht lass ich mich versüleymanien oder Nurcu werden. Was gibt es bei euch?

mika
19.08.05, 00:24
@Mika

Was passt dir denn nicht mein Freund? Ist die DITIB nicht Radikal genug? Dann erzähl mal von deinem Verein! Der größte Teil der Muslime kommt aus der Türkei also was ist daran falsch, das eine Vereinigung die von unserem Staat unterstützt wird als Vertreter zu berufen. Nicht Kompetent genug oder hast du auch ein Problem mit der Türkischen Republik? Hmulah?! Komm erzähl ich bin Sunni vielleicht lass ich mich versüleymanien oder Nurcu werden. Was gibt es bei euch?Also ich weiß nicht recht, wenn die Leute, die hier die größte Hetze gegen den Islam machen (islamkundlichenLehrstuhl innerhalb der evangelisch-theologischenFakultät = die EKD hat die Kontrolle) zusammen mit dem DITIB die Lehrer in D ausbilden wollen, komm ich nicht mehr mit. Wenn diejenigen, die sich der T.C. verbunden fühlen, sich vom DITIB vertreten lassen wollen, ist das deren Angelegenheit, das Recht haben sie. Aber ich wage mal die Behauptung, daß in D nicht unbedingt die türkische Regierung und die Herren Bechstein und Schily bestimmen müssen, wer hier die Gesamtheit der Muslime politisch zu vertreten hat. Das ist deren eigene Angelegenheit und nicht Gegenstand eines politischen Kuhhandels zwischen Berlin und Ankara. Ich habe kein Vertrauen in das DITIB. Ich glaube der Islam wird in D nachher nicht weniger geächtet sein als zuvor, nur daß es mehr rechtliche Mittel geben wird alle zu bevormunden und zu kontrollieren.

Carlito
19.08.05, 00:32
Also ich weiß nicht recht, wenn die Leute, die hier die größte Hetze gegen den Islam machen (islamkundlichenLehrstuhl innerhalb der evangelisch-theologischenFakultät = die EKD hat die Kontrolle) zusammen mit dem DITIB die Lehrer in D ausbilden wollen, komm ich nicht mehr mit. Wenn diejenigen, die sich der T.C. verbunden fühlen, sich vom DITIB vertreten lassen wollen, ist das deren Angelegenheit, das Recht haben sie. Aber ich wage mal die Behauptung, daß in D nicht unbedingt die türkische Regierung und die Herren Bechstein und Schily bestimmen müssen, wer hier die Gesamtheit der Muslime politisch zu vertreten hat. Das ist deren eigene Angelegenheit und nicht Gegenstand eines politischen Kuhhandels zwischen Berlin und Ankara. Ich habe kein Vertrauen in das DITIB. Ich glaube der Islam wird in D nachher nicht weniger geächtet sein als zuvor, nur daß es mehr rechtliche Mittel geben wird alle zu bevormunden und zu kontrollieren.
Dein Standpunkt ist mir Klar, komm lass mal deine Alternative hören und die Begründung warum du diese bevorzugen würdest.

mika
19.08.05, 00:52
Dein Standpunkt ist mir Klar, komm lass mal deine Alternative hören und die Begründung warum du diese bevorzugen würdest.Meiner Ansicht nach sind die großen Vereine in Deutschland (DiTiB,IGMG, Zentralrat, falls ich welche vergessen habe auch die) dazu verdammt, sich zu einigen, einen Dachverband zu gründen, ähnlich wie in Österreich, und dieser muß von der Politik akzeptiert werden, ob sie mag oder nicht. Es geht ja nur darum endlich einen Ansprechpartner zu finden, den die Politik akzeptiert. Das heißt in erster Linie, die Rechtsform muß stimmen. Für die Ausbildung z. B. der Lehrer und Hocas, Imame, usw. braucht man keine zwangsweise Vereinheitlichung. Wichtig ist vor allem, daß ein solider rechtlicher und finanzieller Rahmen möglich wird. Innerhalb dieses Rahmens sehe ich keinen Grund warum nicht eine gewisse Vielfalt existieren soll. Das heißt Schulen mit Lehrern von DiTiB, IGMG, Zentralrat, was weiß ich. Wenn irgendwo in einer Stadt soviele Nurcu wohnen, daß sie einen Lehrer haben wollen, der auch ihre wichtigen Sachen bringt, warum nicht? Die Türken die ich kenne, Sofern es Sünni sind und sie einigermaßen religiös sind, teilen sich etwa 50/50 in DiTiB-Leute und IGMG auf. Eher mehr MilliGörüsch. Wieso sollen die dann nicht auch in "Forschung und Lehre" eingebunden sein? Diese Scheißpropaganda mit dem Extremismus kannst du vergessen, wenn du kein Alevit bist. 99,9 % aller Muslim sind keine Spinner, sondern friedliche und kultivierte Leute. Wenn es dich stört, daß sie nicht alle gleich angezogen herumlaufen, dann beschwer dich bei Hernn Schily. Kriegste Pluspunkte, die kannste brauchen wenn sie hier anfangen durchzudrehen.

Carlito
19.08.05, 01:07
Mili Görüs VS tarafindan izleniyor sana söylegim. Hem ilim ayaklari yapmana gerek yok biz Nurcular falan filan ne söylediklerini biliyoruz. Senin Alevilerle ne derdin var? Ben Sünniyim ve Islam dinini iyi biliyorum sizin yaptiginiz iyi degil bu benim kisisel fikrim sen katilmaya bilirsin.

Sana iyi geceler

mika
19.08.05, 01:39
Mili Görüs VS tarafindan izleniyor sana söylegim. Hem ilim ayaklari yapmana gerek yok biz Nurcular falan filan ne söylediklerini biliyoruz. Senin Alevilerle ne derdin var? Ben Sünniyim ve Islam dinini iyi biliyorum sizin yaptiginiz iyi degil bu benim kisisel fikrim sen katilmaya bilirsin.

Sana iyi gecelerSry kann nicht so gut Türkisch, daß ich Dir in TR antworten kann. Das mit den Lehrern ist ok, habe ich nicht so übertrieben gemeint (nurcu), nur halt, daß man nicht unedingt alles über einen Kamm scheren soll. Mit den Alevi hab ich keine Probleme, nur wenn sich welche in die deutsche Politik verirren, hielte ich es für besser, wenn sie sich nicht als "Islamexperten" zu profilieren versuchen. Sie haben da gelegentlich etwas paranoide Züge. ;-)

Was meinst du mit dem, das nicht gut ist, was wir (?) gemacht haben?

Falls Du jetzt erstmal wegwillst, sana da iyi geceler, görüşmek üzere.

Carlito
19.08.05, 02:14
Was meinst du mit dem, das nicht gut ist, was wir (?) gemacht haben?

Ich meine damit, es ist nicht gut sich in Gruppen zu splittern und verschiedenes zu Lehren obwohl der Koran sagt, das es jedem offenbart wurde und für jeden verständlich ist! Na ja ist ein langes Thema und ich mische mich nicht in anderer Leute Glaubensweg ein. Nur sie sollen wie du selber sagst aufgeschlossene und vernünftige Muslime sein und nicht die Leute Radikalisieren.
Bei dir gibt es einpaar dinge die auch rechts extreme verbreiten, nämlich das mit dem “wenn es losgeht”, denk mal darüber nach! Du bewegst dich auf einem schmalen grad. Im Internet schwirren viele dinge herum die Gefakte sind, ich würde aufpassen niemanden auf den Leim zu gehen! Ich hoffe du hast verstanden worauf ich hinaus will. Im übrigen haben wir hier im Forum viele Alevitische Kollegen, wir Respektieren uns gegenseitig also Pass bitte auf das du nichts verletzendes oder sonst beleidigendes über sie schreibst.
Ich kenne weder die Nurcus noch Mili Görüs, kannst du mir vielleicht beschreiben was diese Gruppen von anderen unterscheidet oder was sie ausmacht?
Man Berichtet immer Kontroverses, in einem bin ich aber sicher, sie denken nicht gut über Atatürk. Ich hab ein freund mal gefragt was die da reden und er sagte mir das die meiste Zeit erzählt wird was Atatürk falsch gemacht hätte. Das kannst doch nicht sein oder?

yücel
19.08.05, 18:31
Bring mal 10 Hodchas dazu, sich zu einigen! Ich würde eher auf den Koran vetrauen, als mir von irgend jemandem etwas einbläueln zu lassen. Die Ditib mag zwar in der Frage der Religion besonders Staatsreguliert sein, aber den Rest kann ich mir immer noch aus dem Koran holen und falls ich mal nicht weiterkomme, dann eben den Koran in die Hand und jede Sure übersetzen und vermitteln lassen. Da gehe ich wiederum lieber zum Ditib-Hodcha als zu irgend einem anderem "Club"

Nicht die Ditib-Hodchas haben den schlechten Ruf des Islams in letzter Zeit in die Medien gezogen, es waren insbesondere Splittergruppen, die sich es zur Tagesordnung gemacht haben, nichtmuslime als "Gavur" und "dreckige Menschen" zu outen.

mika
19.08.05, 19:06
Hallo Carlito,


Bei dir gibt es einpaar dinge die auch rechts extreme verbreiten, nämlich das mit dem “wenn es losgeht”, denk mal darüber nach!Vielleicht haben wir uns da falsch verstenden. Das mit dem "losgehen" empfinde ich als eine Bedrohung, die in D unterschwellig immer vorhanden ist. Alle zivilisierten Menschen müssen da sehr wachsam sein, daß sich nichts in die falsche Richtung entwickelt. Am meisten sind die Muslime bedroht und es wird gut sein, wenn zwischen ihnen soviel Einigkeit wie möglich besteht. Man sollte schon sehr genau aufpassen, wer hier (aus welchen Gründen auch immer) hier auf der einen Seite "bölücülük" betreibt, um es mal mit dem schönen Ausdruck von Türkesch zu benennen und wer andererseits ernsthaft daran arbeitet die faulen Äpfel aus den eigenen Reihen zu entfernen.

In dieser Hinsicht irritieren mich einige Beiträge (nicht von dir) hier in diesem Forum.


Im übrigen haben wir hier im Forum viele Alevitische Kollegen, wir Respektieren uns gegenseitig also Pass bitte auf das du nichts verletzendes oder sonst beleidigendes über sie schreibst.Habe ich nicht vor. Bin kein "Hassprediger" und achte die Menschen.


Ich kenne weder die Nurcus noch Mili Görüs, kannst du mir vielleicht beschreiben was diese Gruppen von anderen unterscheidet oder was sie ausmacht?Kann versuchen, es dir so zu erklären, wie ich es selber verstehe.

Die Unterschiede liegen meiner Ansicht nach nur auf der politischen Ebene, im religiösen Bereich sind sie nicht groß. Zu den Nurcu nur 2 Links (heute zufällig über dies Forum entdeckt), die das beschreiben, was ich selber mitbekommen habe.
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-578/_nr-2/_p-1/i.html
No 2 ist eine pdf-Datei
http://www.eurozaman.com/ss/deusch/die_tageszeitung_zaman.pdf

Die halte ich wirklich nicht für die bösen Buben, als die sie manchmal beschimpft werden.

Zu IGMG:
Die mir bekannten Leute, die damit zu tun haben, sind so eine Art konservative türkische Provinzler, scheint es wohl nicht in jeder Region gleichviele zu geben. Wenn man das auf deutsche Vehältnisse übertragen würde, wären es überwiegend Handwerker, Bauern, Angestellte, die in der CDU sind. Also ganz normale Leute und als religiöse Extremisten würde ich die nicht bezeichnen. Es sei denn, ich will Stimmung machen gegen den Islam. Dann bieten sie ein feines Zeil, denn viele laufen halt auch in D so herum, wie ihre Verwandten daheim in den kleineren Städten und den Dörfern der inneren Türkei. Da haben die laizistischen Eiferer und Fremdenfeinde halt was zu gucken. Über die Konflikte in der politischen Auseinandersetzung mit der MG in der T.C. und in D brauche ich dir wohl nicht viel zu erzählen. Daß sie wirklich eine Bedrohung für des Staat darstellen, glaube ich nicht. Ein Freund von Verschwörungstheorien bin ich ebenfalls nicht. Im Prinzip handelt es sich bei MG um die große Masse der Leute, die in der T.C. die jetzige Regierung gewählt haben.

Und genauso ist es auch mit ihrer Einstellung zu Atatürk bestellt. Die Bandbreite in der Türkei ist halt sehr groß und Gehirnwäsche funktioniert bei den Türken nicht richtig. Es sind halt immer wieder viele dabei, die doch ihren eigenen Kopf haben. Aber eines ist allen gemeinsam. Was Atatürk für die Türken bedeutet, das wissen sie. Und zu behaupten, es wäre nicht so, ist in meinen Augen eine Beleidigung gegen eine große Menge normaler Türken. Die Idee, sie streben nach einem "islamistischen" Staat ist in meinen Augen die Propagande einer Minderheit, die teilweise Angst um ihre Macht im Staatsapparat hat. Mit den eigentlichen Ideen Atatürks und dem Wohlergehen der Türken hat diese Propaganda aber nicht unbedingt viel zu tun.

Carlito
19.08.05, 19:16
@Mika
Danke erst mal, an deiner Einstellung zweifele ich nicht nur das gleiche kann ich über diese besagte Gruppen nicht sagen, warum, das hat Yücel ganz gut beschrieben. Ich werde mich mal mehr mit diesen Leuten beschäftigen. Viele müssen verstehen das das Arabische System von Menschen gemacht ist und nicht vom Kuran ausgeht, und deswegen ist es sehr Kompliziert! Guck dir die Arabischen Staaten an, das ist alles andere als Allah würdig!!

Corman
11.11.08, 23:52
IGMG und die Ditib (die übrigens auch von den aleviten als Gesprächspartner abgelehnt werden) vertreten so round-about 90% der muslimischen Türken. Diese als Gesprächspartner abzulehnen mit fadenscheinigen Argumenten wie bspw. die Tatsache, dass man vom Verfassungsschutz beobachtet wird darf man doch hinterfragen oder? Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass eine Kooperation mit der PKK, die ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet wird anscheinend Hr. Toprak nicht stört.


Guten Abend.
Als kleinen Beitrag zur Diskussion hier möchte ich kurz eine irrige Annahme
korrigieren:

Die in Deutschland tätigen "Verbände" wie DITIB,ATIB,MILLI GÖRÜS,VIKZ
u.a. "vertreten" laut Bundesinnenministerium und VS höchstens 15-20%
der im Lande lebenden Menschen islamischen Glaubens.

ALLE Verbände weigern sich, belastbares Zahlenmaterial vorzulegen.

MILLI GÖRÜS wird wegen verfassungsfeindlicher Tendenzen vom VS beobachtet, ATIB und vor allem die VIKZ werden von den Innenministerien der
Länder beobachtet.

Die DITIB "firmiert" zwar als e.V. , wird aber (sogar von Herrn Dr.Schäuble)
als weisungsgebunden der türkischen DIYANET zugerechnet.

Yakamoz
11.11.08, 23:54
Guten Abend.
Als kleinen Beitrag zur Diskussion hier möchte ich kurz eine irrige Annahme
korrigieren:

Die in Deutschland tätigen "Verbände" wie DITIB,ATIB,MILLI GÖRÜS,VIKZ
u.a. "vertreten" laut Bundesinnenministerium und VS höchstens 15-20%
der im Lande lebenden Menschen islamischen Glaubens.

MILLI GÖRÜS wird wegen verfassungsfeindlicher Tendenzen vom VS beobachtet, ATIB und vor allem die VIKZ werden von den Innenministerien der
Länder beobachtet.

Die DITIB "firmiert" zwar als e.V. , wird aber (sogar von Herrn Dr.Schäuble)
als weisungsgebunden der türkischen DIYANET zugerechnet.

liebe(r) Corman, deshalb habe ich auch geschrieben "der muslimischen Türken....

bitte korrekt lesen.

dertli4u
11.11.08, 23:57
Guten Abend.
Als kleinen Beitrag zur Diskussion hier möchte ich kurz eine irrige Annahme
korrigieren:

Die in Deutschland tätigen "Verbände" wie DITIB,ATIB,MILLI GÖRÜS,VIKZ
u.a. "vertreten" laut Bundesinnenministerium und VS höchstens 15-20%
der im Lande lebenden Menschen islamischen Glaubens.


ne alaka?

DITIB,ATIB,MILLI GÖRÜS,VIKZ vertreten zusammen höchstens 15-20%
der im Lande lebenden Menschen islamischen Glaubens.

wer sagt den so was?

das ist die zahl alle nationen. wir reden aber über Türkisch stämmige müslimen und DITIB vertritt alleine mehr als 30%

Corman
12.11.08, 00:02
liebe(r) Corman, deshalb habe ich auch geschrieben "der muslimischen Türken....

bitte korrekt lesen.

Dann stellt sich aber doch die Frage, ob es sich bei diesen Organisationen um
Glaubensgemeinschaften, oder Vertretungen türkischer Interessen handelt.

Besonders die DITIB legt IMMER großen Wert darauf, als rein islamische Religionsgemeinschaft zu gelten.

Verwunderlich ist dabei dann allerdings, das zum Beispiel hinter der
Imam/Prediger-Position im Gebetsraum der Kölner DITIB Moschee
eine große türkische Fahne aufgehängt ist. Die Gläubigen wenden sich
also bei ihren Gebeten nicht nur dem (religiösen) Imam, sondern auch
der (nationalstaatlichen) Fahne zu.

Das scheint in vielen, wenn nicht in allen DITIB Moscheen der Fall zu ein.

Corman
12.11.08, 00:04
ne alaka?

DITIB,ATIB,MILLI GÖRÜS,VIKZ vertreten zusammen höchstens 15-20%
der im Lande lebenden Menschen islamischen Glaubens.

wer sagt den so was?

das ist die zahl alle nationen. wir reden aber über Türkisch stämmige müslimen und DITIB vertritt alleine mehr als 30%



Darf ich fragen, woher Sie diese Zahl haben? Sie wüßten dann mehr als das deutsche Innenministerium.

Yakamoz
12.11.08, 00:06
Dann stellt sich aber doch die Frage, ob es sich bei diesen Organisationen um
Glaubensgemeinschaften, oder Vertretungen türkischer Interessen handelt.

Besonders die DITIB legt IMMER großen Wert darauf, als rein islamische Religionsgemeinschaft zu gelten.

Verwunderlich ist dabei dann allerdings, das zum Beispiel hinter der
Imam/Prediger-Position im Gebetsraum der Kölner DITIB Moschee
eine große türkische Fahne aufgehängt ist. Die Gläubigen wenden sich
also bei ihren Gebeten nicht nur dem (religiösen) Imam, sondern auch
der (nationalstaatlichen) Fahne zu.

Das scheint in vielen, wenn nicht in allen DITIB Moscheen der Fall zu ein.

Nein, die DITIB hat noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie primär im Dienste türkischer Muslime steht. Die Ditib ist ein Ableger der Diyanet und mit dem Auftrag gegründet worden türkischen Staatsbürgern ihre Religionsausübung zu ermöglichen.

DITIB
Türkisch-Islamische Union
der Anstalt für Religion e.V.


steht doch sogar im Namen.

Corman
12.11.08, 00:14
Nein, die DITIB hat noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie primär im Dienste türkischer Muslime steht. Die Ditib ist ein Ableger der Diyanet und mit dem Auftrag gegründet worden türkischen Staatsbürgern ihre Religionsausübung zu ermöglichen.

DITIB
Türkisch-Islamische Union
der Anstalt für Religion e.V.


steht doch sogar im Namen.

Es stimmt,das die DITIB sich als Vertretung türkischer Muslime bezeichnet.
Aber sie legt in offiziellen Statements immer größten Wert darauf,
VÖLLIG eigenständig zu sein, und keinerlei Weisungen von DIYANET zu bekommen oder zu befolgen.

Bleibt aber immer noch die Frage, ob es sich um eine Glaubensgemeinschaft
handelt, die sich um die (rein) religiösen Belange türkischer Muslime
kümmert, oder ob sie sich auch um RECHTLICHE Belange jeder Art
kümmert. Daher der Punkt mit der türkischen Flagge hinter dem Imam.

Optisch erweckt das nämlich den Eindruck, das auch der türkische Staat
angebetet würde.

Yakamoz
12.11.08, 00:24
Es stimmt,das die DITIB sich als Vertretung türkischer Muslime bezeichnet.
Aber sie legt in offiziellen Statements immer größten Wert darauf,
VÖLLIG eigenständig zu sein, und keinerlei Weisungen von DIYANET zu bekommen oder zu befolgen.

Bleibt aber immer noch die Frage, ob es sich um eine Glaubensgemeinschaft
handelt, die sich um die (rein) religiösen Belange türkischer Muslime
kümmert, oder ob sie sich auch um RECHTLICHE Belange jeder Art
kümmert. Daher der Punkt mit der türkischen Flagge hinter dem Imam.

Optisch erweckt das nämlich den Eindruck, das auch der türkische Staat
angebetet würde.

Die DITIB ist ein Ableger der Diyanet. Sie leugnet das in keinster Weise. Die Imame werden vom türkischen Staat finanziert, die Publikationen ort abgesegnet. Das ist allen bekannt und bewusst. Kein Mensch, am wenigsten die Diyanet (DITIB) leugnet das.

Wo ist dein konkretes Problem? Das in den Räumlichkeiten der Diyanet eine türkische Fahne hängt? Ich kann dir versichern, dass das anbeten von Gegenständen in der islamischen Theologie verpönt ist. Mir scheint es, du bist etwas zu oberflächlich unterwegs.

dertli4u
12.11.08, 00:26
Darf ich fragen, woher Sie diese Zahl haben? Sie wüßten dann mehr als das deutsche Innenministerium.

darf ich fragen wie weit sie bei islam fragen mächtig sind?

Woher wissen Sie alles. Sie wüssten dann mehr als ich.






Verwunderlich ist dabei dann allerdings, das zum Beispiel hinter der
Imam/Prediger-Position im Gebetsraum der Kölner DITIB Moschee
eine große türkische Fahne aufgehängt ist. Die Gläubigen wenden sich
also bei ihren Gebeten nicht nur dem (religiösen) Imam, sondern auch
der (nationalstaatlichen) Fahne zu.


ist mir ganz neu. ich gehe seit 30 jahren in verschiedene Ditib moscheen. und nie eine türkische fahne hintger imame gesehen.

Corman
12.11.08, 00:30
Die DITIB ist ein Ableger der Diyanet. Sie leugnet das in keinster Weise. Die Imame werden vom türkischen Staat finanziert, die Publikationen ort abgesegnet. Das ist allen bekannt und bewusst. Kein Mensch, am wenigsten die Diyanet (DITIB) leugnet das.

Wo ist dein konkretes Problem? Das in den Räumlichkeiten der Diyanet eine türkische Fahne hängt? Ich kann dir versichern, dass das anbeten von Gegenständen in der islamischen Theologie verpönt ist. Mir scheint es, du bist etwas zu oberflächlich unterwegs.


Sorry, aber das ist nach meinem Eindruck nicht der Fall. Es gibt genügend
Interviews mit Herrn Alboga oder dem Vorstand der DITIB, in denen explizit
die Eigenständigkeit unterstrichen wird. Aber natürlich ist es der Politik
und auch den Medien bewußt. Nur, DITIB bestreitet es.

Aus gutem Grund. Sonst wäre ja der Bau einer DITIB Moschee in Deutschland eine Maßnahme der DIYANET, also des türkischen Staates.

Ja, die Imame kommen von der DIYANET in der Türkei , aber NUR
weil man in Deutschland keine Imame habe (sagt DITIB).

Yakamoz
12.11.08, 00:34
Sorry, aber das ist nach meinem Eindruck nicht der Fall. Es gibt genügend
Interviews mit Herrn Alboga oder dem Vorstand der DITIB, in denen explizit
die Eigenständigkeit unterstrichen wird. Aber natürlich ist es der Politik
und auch den Medien bewußt. Nur, DITIB bestreitet es.

Aus gutem Grund. Sonst wäre ja der Bau einer DITIB Moschee in Deutschland eine Maßnahme der DIYANET, also des türkischen Staates.

Ja, die Imame kommen von der DIYANET in der Türkei , aber NUR
weil man in Deutschland keine Imame habe (sagt DITIB).

Ich verstehe immer noch nicht worauf du hinaus willst. Ich würde mein Kind nur deshalb zur Koranschule der DITIB schicken, weil ich weiß, dass der türkische Staat sicher stellt, dass dort kein radikales Gedankengut verbreitet wird. Ich begrüße die staatliche Kontrolle der Türkei. Wie vermutlich alle hier.

Ist schon lustig. Du enlarvst hier quasi etwas, was nie jemand zum Geheimnis gemacht hat...quatsch.

dertli4u
12.11.08, 00:35
Verwunderlich ist dabei dann allerdings, das zum Beispiel hinter der
Imam/Prediger-Position im Gebetsraum der Kölner DITIB Moschee
eine große türkische Fahne aufgehängt ist. Die Gläubigen wenden sich
also bei ihren Gebeten nicht nur dem (religiösen) Imam, sondern auch
der (nationalstaatlichen) Fahne zu.

Das scheint in vielen, wenn nicht in allen DITIB Moscheen der Fall zu ein.

meinnst du folgende bilder(auch deutschefahnen aufgehängt sind?

Corman
12.11.08, 00:38
darf ich fragen wie weit sie bei islam fragen mächtig sind?

Woher wissen Sie alles. Sie wüssten dann mehr als ich.





ist mir ganz neu. ich gehe seit 30 jahren in verschiedene Ditib moscheen. und nie eine türkische fahne hintger imame gesehen.


Besuchen Sie die Kölner Moschee, da hängt sie.

Und was soll heißen "bei Islam fragen mächtig" ? Es gibt durchaus Menschen,
die sich nicht von RTL mit "unterirdischer" Unterhaltung berieseln lassen, sondern auch gesellschaftspolitisch/kulturelle Bildung besitzen.

Sollten Sie spez. Fragen haben, werde ich gern versuchen, sie zu beantworten und mit Fakten zu untermauern.

Nur so kann doch eine für alle Beteiligten fruchtbare Diskussion entstehen.

Corman
12.11.08, 00:39
meinnst du folgende bilder(auch deutschefahnen aufgehängt sind?


Nein, nein, das war Ramadan 2007.

dertli4u
12.11.08, 00:43
Besuchen Sie die Kölner Moschee, da hängt sie.



ich habe oft dort gewesen. noch nie sowas gesehen (kann sein das ich nicht gemerkt habe)

jetzt habe ich gerade mit eine vortsands mitglied angerufen. er meldet sich nicht.

ich werde morgen dort anrufen.
(obwohl ich es nicht falsch finde, möchte ich es wissen)

hürvetek
12.11.08, 00:44
darf ich fragen wie weit sie bei islam fragen mächtig sind?
ist mir ganz neu. ich gehe seit 30 jahren in verschiedene Ditib moscheen. und nie eine türkische fahne hintger imame gesehen.

das ist leider so deswegen meide Moscheen in HH....vorallem wegen der Bärtigenschwachmaten aber das ist ein anderes Thema...

btw.
vor 4 /5 wochen war ein Doku im WDR über einen CDU Toiputzer mit Migrationshintergrund aus Köln... der hatte dies mehrfach zum ausdruck gebracht und kritisiert " das in den Moscheen die TR -Fahne in richtung Kible hängen würde und man die TR-Fahne anbeten würde und nicht den Allah"....

dertli4u
12.11.08, 00:51
Und was soll heißen "bei Islam fragen mächtig" ? Es gibt durchaus Menschen,
die sich nicht von RTL mit "unterirdischer" Unterhaltung berieseln lassen, sondern auch gesellschaftspolitisch/kulturelle Bildung besitzen.



Der DITIB Dachverband vereint bundesweit über 880 Ortsgemeinden. Unser Vereinsziel ist es, Musliminnen und Muslime einen Ort zur Ausübung ihres Glaubens zu geben und einen Beitrag zur Integration zu leisten. Darüber hinaus engagieren wir uns intensiv im sozialen Bereich.

Stets haben wir als gemeinnützige Einrichtung einen offenen, kooperativen Umgang und Dialog mit allen Institutionen und Religionen.

Unser Haus ist ein Gemeindezentrum, in dem Muslime ihre Religion praktizieren können. Darüber hinaus haben wir eine Vielzahl an Bildungs-, Sport- und Kulturangeboten. Wir engagieren uns in den Bereichen Jugend-, Senioren- und Integrationsarbeit. Jährlich absolvieren bei uns 1.260 Menschen Sprach- und Alphabetisierungskurse, darunter Integrationskurse, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt werden.

Corman
12.11.08, 00:53
Die DITIB ist ein Ableger der Diyanet. Sie leugnet das in keinster Weise. Die Imame werden vom türkischen Staat finanziert, die Publikationen ort abgesegnet. Das ist allen bekannt und bewusst. Kein Mensch, am wenigsten die Diyanet (DITIB) leugnet das.

Wo ist dein konkretes Problem? Das in den Räumlichkeiten der Diyanet eine türkische Fahne hängt? Ich kann dir versichern, dass das anbeten von Gegenständen in der islamischen Theologie verpönt ist. Mir scheint es, du bist etwas zu oberflächlich unterwegs.


Zum Thema "DITIB bestreitet":

[B]Mehmet Yildirim, Generalsekretär von Ditib, bestreitet sowohl eine Weisung aus Ankara als auch eine Rücksprache mit der türkischen Regierung in dieser Frage: „Das ist nicht der Fall, das ist eine große Lüge“, sagte er dieser Zeitung. „Wir sind eine demokratische Organisation nach deutschem Vereinsrecht, wir gehören nicht zum Religionsministerium und haben das alles hier alleine entschieden.“

Aus der FAZ.
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B 196C3/Doc~E1EFAFA13ADC6450B863A894F8 CAAF6DE~ATpl~Ecommon~Scontent. html

Die DITIB bestreitet offiziell eine Dependance der türkischen Religionsbehörde
zu sein

Bericht der Konrad-Adenauer-Stiftung

In der laufenden Kontroverse um frauenfeindliche Anweisungen aus der Religionsbehörde hatte der deutsche Ditib-Chef Sardi Arslan eine enge Verbindung zwischen dem deutschen Verein und der türkischen Institution bestritten. Der Vorstand fasse seine Beschlüsse selbstständig und werde nicht aus Ankara gesteuert, sagte er. Aus der Satzung ergibt sich aber, dass in dem Beirat Religionsattachés sitzen, die für Botschaften der Türkei in Europa arbeiten. Auch kann der türkische Generalkonsul von Köln Beiratsmitglied sein. Die Aufgabe des Beirates sei es, den Vorstand „in allen wichtigen Angelegenheiten“ zu beraten. Die Ditib selbst will sich zur Besetzung ihres Beirates und seiner Funktion nicht äußern.

http://www.laleakguen.de/article/371.moschee_verein_von_ankara_ gesteuert.html

Ich denke,das reicht als Unterfütterung.

dertli4u
12.11.08, 00:53
vor 4 /5 wochen war ein Doku im WDR über einen CDU Toiputzer mit Migrationshintergrund aus Köln... der hatte dies mehrfach zum ausdruck gebracht und kritisiert " das in den Moscheen die TR -Fahne in richtung Kible hängen würde und man die TR-Fahne anbeten würde und nicht den Allah"....

in frankfurt haben wir eine moschee und träger verein ist ditib. und es ist eine wichtige bzw. grosse moschee

aber eine fahne in gebets raum, gibts nicht.

Yakamoz
12.11.08, 00:57
Zum Thema "DITIB bestreitet":

[B]Mehmet Yildirim, Generalsekretär von Ditib, bestreitet sowohl eine Weisung aus Ankara als auch eine Rücksprache mit der türkischen Regierung in dieser Frage: „Das ist nicht der Fall, das ist eine große Lüge“, sagte er dieser Zeitung. „Wir sind eine demokratische Organisation nach deutschem Vereinsrecht, wir gehören nicht zum Religionsministerium und haben das alles hier alleine entschieden.“

Aus der FAZ.
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B 196C3/Doc~E1EFAFA13ADC6450B863A894F8 CAAF6DE~ATpl~Ecommon~Scontent. html

Das betrifft doch nur diesen einen Fall....du hast einen Hang dazu die Sachen entweder nicht richtig zu lesen oder nicht richtig wieder zu geben. Ich unterstelle hier mal keine böse Absicht.

taycunist
12.11.08, 00:58
vor 4 /5 wochen war ein Doku im WDR über einen CDU Toiputzer mit Migrationshintergrund aus Köln... der hatte dies mehrfach zum ausdruck gebracht und kritisiert " das in den Moscheen die TR -Fahne in richtung Kible hängen würde und man die TR-Fahne anbeten würde und nicht den Allah".... Auch wenn es so ist. Ich glaube nicht dass es irgend jemand was angeht in welcher Richtung und an wem man betet.

dertli4u
12.11.08, 01:01
Ja, die Imame kommen von der DIYANET in der Türkei , aber NUR
weil man in Deutschland keine Imame habe (sagt DITIB).

ich bine eine mitunterschreiber der petition das islam als staatlich anerkante religion sein soll(vor ca.28 jahren)

und wir haben damals vorgeschlagen dass deutschland deutsch sprechende imame ausbilden soll.

deutsche regierung hat es nicht akzeptiert.

jetz nach soviel jahren versuchen Sie es.

taycunist
12.11.08, 01:02
Das betrifft doch nur diesen einen Fall....du hast einen Hang dazu die Sachen entweder nicht richtig zu lesen oder nicht richtig wieder zu geben. Ich unterstelle hier mal keine böse Absicht. Sana bir sey söyleyimmi, bunlara laf yetistirmeye bile degmez. Ön yargilari iliklerine kadar islemis iken, uzlasma yollari aramak gereksiz! Ne halleri varsa görsünler, istediklerine inansinlar!

Corman
12.11.08, 01:04
Das betrifft doch nur diesen einen Fall....du hast einen Hang dazu die Sachen entweder nicht richtig zu lesen oder nicht richtig wieder zu geben. Ich unterstelle hier mal keine böse Absicht.

Nein, das Faktum betrifft NICHT nur diesen Fall. Die AUSSAGE war ganz eindeutig .Der spez. Fall war nur Anlass für die erneute Behauptung. Ich habe noch 2 weitere Quellen zugefügt.

hürvetek
12.11.08, 01:06
diese ganze Diskussion wäre hinfällig geworden, wenn es Vereine gäbe die sich ausschließlich...
- nur mit Religion und deren derivate beschäftigen
- nur mit dem Vaterland beschäftigen (sone art Vaterlandverein egal ob Christen / Juden / Muslime hauptsache die Mitglieder fühlen sich als TÜRKINNEN).

warum gibt es sowas nicht...

ayyıldız66
12.11.08, 01:07
Sana bir sey söyleyimmi, bunlara laf yetistirmeye bile degmez. Ön yargilari iliklerine kadar islemis iken, uzlasma yollari aramak gereksiz! Ne halleri varsa görsünler, istediklerine inansinlar!

Bence de.

dertli4u
12.11.08, 01:08
Darf ich fragen, woher Sie diese Zahl haben? Sie wüßten dann mehr als das deutsche Innenministerium.

@corman

ihre zahlen sind -glaube ich- mitglieder zahlen.

in moscheen beten;

1-mitglieder der moschee vereine

2-müslime die nicht bei eine moschee verein mitglied sind.

***

wenn Sie nach dem mitglieder zahl ausgehen, dann haben Sie recht>>>

Die Zahl der Vereinsmitglieder ist kein Anhaltspunkt für die Bedeutung
der Vereine.


Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB): 150.000 Symbol: Haken
2007 / REMID.

Islamrat für die BRD: 136.000
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG): 26.500
2005 / VS. 274 Moscheevereine

Verband der Islamischen Kulturzentren: 20.000
2005 / REMID.

Nurculuk-Vereinigung: 12.000
2005 / REMID.

Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD): 12.000
2005 / REMID. 19 Dachorganisationen mit den dazugehörigen Moscheevereinen

Islamische Gemeinschaft Jama't un-Nur: 6.000
2005 / REMID. 120 Medressen

Türkisch-Islamische Union (ATIB): 1.300
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft in Deutschland: 1.300
2005 / REMID.

Kalifatsstaat: 750
2005 / VS. Die Organisation ist seit Dezember 2001 verboten.

Tablighi Jama´at (Gemeinschaft der Verkündigung der Mission): 500
2005 / REMID.

***

@corman

diese zahlen spiegeln nicht die "vertretung verhältnisse"

Corman
12.11.08, 01:09
Auch wenn es so ist. Ich glaube nicht dass es irgend jemand was angeht in welcher Richtung und an wem man betet.

Oha ! Eine meiner Ansicht nach etwas "exotische" Einstellung.
Sie sind also der Ansicht, das Menschen durchaus eine Staatsfahne anbeten können ?

Corman
12.11.08, 01:14
@corman

ihre zahlen sind -glaube ich- mitglieder zahlen.

in moscheen beten;

1-mitglieder der moschee vereine

2-müslime die nicht bei eine moschee verein mitglied sind.

***

wenn Sie nach dem mitglieder zahl ausgehen, dann haben Sie recht>>>

Die Zahl der Vereinsmitglieder ist kein Anhaltspunkt für die Bedeutung der Vereine.


Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB): 150.000 Symbol: Haken
2007 / REMID.

Islamrat für die BRD: 136.000
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG): 26.500
2005 / VS. 274 Moscheevereine

Verband der Islamischen Kulturzentren: 20.000
2005 / REMID.

Nurculuk-Vereinigung: 12.000
2005 / REMID.

Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD): 12.000
2005 / REMID. 19 Dachorganisationen mit den dazugehörigen Moscheevereinen

Islamische Gemeinschaft Jama't un-Nur: 6.000
2005 / REMID. 120 Medressen

Türkisch-Islamische Union (ATIB): 1.300
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft in Deutschland: 1.300
2005 / REMID.

Kalifatsstaat: 750
2005 / VS. Die Organisation ist seit Dezember 2001 verboten.

Tablighi Jama´at (Gemeinschaft der Verkündigung der Mission): 500
2005 / REMID.


Interessant,würden Sie mir die Quelle für diese Zahlen nennen, um mehr darüber zu erfahren ?


***

@corman

diese zahlen spiegeln nicht die "vertretung verhältnisse"

Interessant,würden Sie mir die Quelle für diese Zahlen nennen, um mehr darüber zu erfahren ?


Und zum anderen, wie kann ein Verein behaupten, Menschen (auch in politischen) Fragen gegenüber dem Staat zu vertreten, die noch nicht einmal Mitglied des Vereins sind.

Da muß doch zumindest ein anzweifeln dieser (fragwürdigen) Zahlen erlaubt sein.

hürvetek
12.11.08, 01:15
Auch wenn es so ist. Ich glaube nicht dass es irgend jemand was angeht in welcher Richtung und an wem man betet.

Eine Fahne anzubeten ist jedem Stolzenbürger einer Nation selbstverdrehlich selbst überlassen....

weiß net ... in einen Tempel / Moschee / Kirche / Synagoge geht der gläubige hin weil er / sie / es dem Gott / Allah etc. näher sein will ... und nicht irgend einer Nation... denke ich mir...
wenn ich Landsleute sehen will, gehe ich nicht in ein Gotteshaus sondern in einem Verein für Kulturellen krimskrams oder in einem Cafe oder so...

Yakamoz
12.11.08, 01:15
Nein, das Faktum betrifft NICHT nur diesen Fall. Die AUSSAGE war ganz eindeutig .Der spez. Fall war nur Anlass für die erneute Behauptung. Ich habe noch 2 weitere Quellen zugefügt.

Grundsätzlich wird die DITIB von der türkischen Behörde beeinflusst. Der Bewegungsrahmen wird dort fest gesteckt. Das heisst aber nicht, dass der türkische Staat bei jeder Einzelentscheidung mitwirkt.

Mir erschliesst sich immer noch nicht, wo dein Problem ist. Du machst nicht gerade den Eindruck, dass du Mitglied bei der Ditib werden willst. Im Übrigen herrscht ja auch keine Verbandspflicht für den Moslem.

taycunist
12.11.08, 01:16
Sie sind also der Ansicht, das Menschen durchaus eine Staatsfahne anbeten können ? Bin nicht in der Ansicht, dass sie es tuen sollen. Aber wenn es der freie Wille ist; nur zu. Unabhängig davon, du würdest an Steinen, oder sonst was anderes glauben und beten. Mir würde es vollkommen egal seien. Wie gewöhnlich ist Religion eine private Sache.

dertli4u
12.11.08, 01:18
Oha ! Eine meiner Ansicht nach etwas "exotische" Einstellung.
Sie sind also der Ansicht, das Menschen durchaus eine Staatsfahne anbeten können ?


lieber @corman

was wollen Sie "meinen". ?

müslime beten an Allah und ihre gebets richtung ist richtung Mekka.

auch wenn eine imam bzw. fahne vorne steht, das ändert nichts.

Yakamoz
12.11.08, 01:18
Interessant,würden Sie mir die Quelle für diese Zahlen nennen, um mehr darüber zu erfahren ?


Und zum anderen, wie kann ein Verein behaupten, Menschen (auch in politischen) Fragen gegenüber dem Staat zu vertreten, die noch nicht einmal Mitglied des Vereins sind.

Da muß doch zumindest ein anzweifeln dieser (fragwürdigen) Zahlen erlaubt sein.

Das liegt daran, dass es kein Melderegister im Islam ähnlich der Steuerkartei in Deutschland gibt. Man muss ein minimum an Kenntnissen haben wie der Islam und die Verbände organisiert sind um der Sache auf den Grund zu gehen.

Bspw. bin ich auch nicht gefragt worden wer Chef des ZdM sein soll.

Corman
12.11.08, 01:18
Zunächst Danke für die Diskussion bis hierher. Nun ruft die Nachtruhe.
Ich würde mich gern in den nächsten Tagen (wenns gestattet ist, und ich
"sprachlich" folgen kann) weiter beteiligen.

Gute Nacht.

dertli4u
12.11.08, 01:23
weiß net ... in einen Tempel / Moschee / Kirche / Synagoge geht der gläubige hin weil er / sie / es dem Gott / Allah etc. näher sein will ... und nicht irgend einer Nation... denke ich mir...
wenn ich Landsleute sehen will, gehe ich nicht in ein Gotteshaus sondern in einem Verein für Kulturellen krimskrams oder in einem Cafe oder so...

lieber @hürvetek


moscheen und alle gebest räume sind nicht nur gebets räume. dort wird auch viele soziale arbeit geleistet und es ist gut so.

was denkst du wieso kat.kirche viele schulen, teo. ünis, buch läden usw. hat.

hürvetek
12.11.08, 01:31
lieber @hürvetek


moscheen und alle gebest räume sind nicht nur gebets räume. dort wird auch viele soziale arbeit geleistet und es ist gut so.

was denkst du wieso kat.kirche viele schulen, teo. ünis, buch läden usw. hat.

ä
ä
ä
ä
nix da...
1. diese räumlichkeiten sind getrennt vom gebetsraum
2. wenn ich aus Hujipingland komme möchte ich vielleicht nicht die Spanischefahne anbeten... ich gehe in die Mosche um Gott anzubeten...
darum geht es mir....
ist prinzip felan filan...
Nation / Nationalität(diyeyim ben) ist eine Sache
und der Glaube eine andere...

dertli4u
12.11.08, 01:34
Interessant,würden Sie mir die Quelle für diese Zahlen nennen, um mehr darüber zu erfahren ?

das stand bei mein beitrag. aber ich schreib mal die HP adresse

www.remid.de

REMID e. V. - Universitätsstraße 55 - D-35037 Marburg

lieber @corman

nicht nur Sie können lesen und schreiben.



Und zum anderen, wie kann ein Verein behaupten, Menschen (auch in politischen) Fragen gegenüber dem Staat zu vertreten, die noch nicht einmal Mitglied des Vereins sind.

werkstadt frankfurt / förder verein hauptbahnhof und gutleut str. e.V.
hat ca. 20-30 mitglieder aber vertritt ganze bahnhofs gebiet (3.500 einwohner + mehrere hotelier, geschäftsleute)

lieber @corman

in deutschland vereinsarbeit ist ganz wichtig(das wissen Sie bestimmt)
aber vereins mitglieder zahlen und ehrenamtliche mitarbeiter zahlen sind nicht mal annährend.

haben wir uns verstanden.?

dertli4u
12.11.08, 01:43
ä
ä
ä
ä
nix da...
1. diese räumlichkeiten sind getrennt vom gebetsraum
2. wenn ich aus Hujipingland komme möchte ich vielleicht nicht die Spanischefahne anbeten... ich gehe in die Mosche um Gott anzubeten...
darum geht es mir....
ist prinzip felan filan...
Nation / Nationalität(diyeyim ben) ist eine Sache
und der Glaube eine andere...




doch da...

***

gib mir die möchlichkeit eine moschensteuer (wie Kirchensteuer) zu kassieren, dann baue ich getrennte gebets räume und soziale räume.

lieber @hürvetek

moscheen in deutschland sind meistens mit eigene kraft/geld gebaut und sind dringend auf Spenden angewiesen.


okay, Nation / Nationalität und der Glaube sind verschiedene sache.

hürvetek
12.11.08, 01:56
gib mir die möchlichkeit eine moschensteuer (wie Kirchensteuer) zu kassieren, dann baue ich getrennte gebets räume und soziale räume.


moscheen in deutschland sind meistens mit eigene kraft/geld gebaut und sind dringend auf Spenden angewiesen.


okay, Nation / Nationalität und der Glaube sind verschiedene sache.

haaaa gel söyle... (Y)

jetzt musst du noch die Bärtigenschwachmaten aus den Moscheen rausschmeisen und und in eine schule schicken ...
weil wenn ich aus Hujipingland komme und den ISLAM / Christentum / Budismus in Hujipingsprache predige versteht mich vmtl. meine gemeinde in der Türkei net...

polatinum
12.11.08, 03:13
Mir erschliesst sich immer noch nicht, wo dein Problem ist. Du machst nicht gerade den Eindruck, dass du Mitglied bei der Ditib werden willst. Im Übrigen herrscht ja auch keine Verbandspflicht für den Moslem.

Vielleicht möchte der Herr damit sagen dass die DITIB , im Namen der Türkischen Regierung eine geheime Islamisierung Deutschlands betreibt und dass das Ihm Sorgen bereitet. Was ja auch verständlich ist.
Ihr solltet ihm die Angst nehmen denke ich.

Der Schakal
12.11.08, 22:46
diese ganze Diskussion wäre hinfällig geworden, wenn es Vereine gäbe die sich ausschließlich...
- nur mit Religion und deren derivate beschäftigen
- nur mit dem Vaterland beschäftigen (sone art Vaterlandverein egal ob Christen / Juden / Muslime hauptsache die Mitglieder fühlen sich als TÜRKINNEN).

warum gibt es sowas nicht...

Nation ist eine Sache der Interpretation.


Oha ! Eine meiner Ansicht nach etwas "exotische" Einstellung.
Sie sind also der Ansicht, das Menschen durchaus eine Staatsfahne anbeten können ?

Meiner Ansicht nach haben Fahnen in einer Moschee nichts zu suchen.

hürvetek
12.11.08, 22:50
Meiner Ansicht nach haben Fahnen in einer Moschee nichts zu suchen.

3kilo davon

AIM Correspondent
13.12.08, 14:18
Meiner Ansicht nach haben Fahnen in einer Moschee nichts zu suchen.

Sagte der Prophet nicht "Lass die hände davon, es ist unrein", als es um rassismus und nationalismus ging?

Önkuzu
18.02.09, 16:08
DİTİB'de son yıllarda politize olmuşluk gözlüyorum

18 Şubat 2009 Çarşamba Saat 15:15

SPD Federal Meclis Milletvekili Lale Akgün, "DİTİB'de son yıllarda politize olmuşluk gözlüyorum" dedi


Alman Birinci Televizyonu Kanalı ARD'de bu akşam saat 22.45'te “Für Allah und Vaterland-Allah ve vatan için” adlı 45 dakikalık programda, DİTİB ve İslamiyet konusu ele alınacak. Ahmet Şenyurt ve Alessandro Nasini tarafından hazırlanan programda görüşlerine yer verilen SPD Federal Milletvekili Lale Akgün, Hürriyet'e yaptığı açıklamada “DİTİB artık politize olmuş bir kurum. AKP hükümetiyle bu hale geldi. Nasıl Türkiye'de mahalle baskısı oluyorsa aynı şeyi burada da yaşama başladık. Ben mahalle baskının kurbanı olmak istemediğim için bunu dile getiriyorum” dedi

Devami: http://2023haber.com/haber_detay.php?haberid=16504

AlGhazali
18.02.09, 16:11
Iddia iddia iddia....isbat nerde ? Polemiklik ve diyalogsuzluk neye faydasi var`? Lale Akgün bir defa olsun islami teskilatlar ile bir arada oturup sohbet ettimi ? Ne yani kendisini seyhul islammi yapalim ? Din ve dini hayatimiz ve dini teskilatlar onun dedigi gibimi olsun ?

Mirage
18.02.09, 21:40
Für Allah und Vaterland (WDR)

Neue Moscheen in Deutschland

Ein Film von Alessandro Nasini und Ahmet Senyurt

Sendeanstalt und Sendedatum: Mittwoch, 18. Februar 2009, 22.45 Uhr im Ersten

Unverständnis und Streit begleiten die meisten Moscheebaupläne in deutschen Städten. Rund 3,4 Millionen Muslime leben hier, doch für ihre gemeinsamen Gebete gab es in der Vergangenheit oft nur Keller oder Hinterhöfe.

Großmoscheen für die gesamte Republik

Jetzt werden Prachtbauten geplant, neue Großmoscheen für die gesamte Republik. Der größte Bauherr ist der türkische Verein DITIB, der vom türkischen Staat verwaltet wird. Der Verein ist die größte deutsche Muslimorganisation und vereint bundesweit über 880 Ortsgemeinden. Er untersteht der türkischen Regierung in Ankara und plant in Deutschland bis zu 100 repräsentative Moscheen.

Ihren Gemeindemitgliedern bietet DITIB Religion, soziale Kontakte, Sport, Nachhilfeunterricht - und Imame aus der Türkei, die von der Regierung in Ankara bezahlt werden. Der Chef der DITIB Deutschland ist gleichzeitig der türkische Botschaftsrat für religiöse Fragen. Religion und Staat liegen bei DITIB also dicht beieinander, für deutsche Verhältnisse zu dicht, behaupten Kritiker.

Zukunft des Islam in Deutschland

Der Verein hat den größten Stimmenanteil in der Islamkonferenz in Berlin und damit entsprechenden Einfluss auf die Zukunft des Islam in Deutschland. Die türkische Regierung auch? Versucht Ankara mit Hilfe von DITIB politischen Einfluss in Berlin und damit in der Europäischen Union zu gewinnen? In der Türkei galt die Trennung zwischen Religion und Staat über Jahrzehnte als wichtigstes Element der Verfassung. Aber seit der Regierungsübernahme der stark religiösen AKP wackelt der türkische Laizismus und droht aufzuweichen. Wird es also gelingen einen unabhängigen deutschen Islam zu entwickeln, am Grundgesetz orientiert, gesetzeskonform, staatsfern und integriert in die Landschaft der deutschen Religionsgemeinschaften? Der Film zeichnet die wichtigsten Fragen und Debatten nach, die sich am Bau der neuen repräsentativen Moscheen entfachen.

Redaktion: Angelika Wagner
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,sjdzcm0n2ofu92 kp~cm.asp




Dazu noch die in der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung veröffentlichte Kritik

Türkei-Reklame unter dem Minarett?„Für Allah und Vaterland“. Der Verein Ditib lässt die meisten Moscheen in Deutschland bauen.

Von Thomas Gehringer

Den Bau der meisten Moscheen in Deutschland verantwortet der Verein Ditib, die 100 000 Mitglieder starke Türkische-Islamische Union der Anstalt für Religion mit Sitz in Köln, wo auch das größte der neuen Gotteshäuser entstehen soll. Die beiden WDR-Autoren Alessandro Nasini und Ahmet Senyurt versuchen dieser bedeutenden muslimischen Organisation im Film „Für Allah und Vaterland“ auf den Zahn zu fühlen – allerdings mit ehe begrenztem Erfolg. Dass die Ditib der türkischen Religionsbehörde untersteht, ist weder neu noch wird das bestritten. Es ist auch Teil der Geschichte Deutschlands als Einwanderungsland.

In den achtziger Jahren, als die Ditib gegründet worden war, hat die Bundesregierung die Türkei damit beauftragt, die Ausübung der islamischen Religion für die „Gastarbeiter“ in Deutschland zu organisieren. Heute stößt das auf Bedenken. Kritiker wie der Erfurter Islamwissenschaftler Michael Kiefer und die Kölner Bundestagsabgeordnete und Islambeauftragte der SPD, Lale Akgün, drücken in dem Film ihren Argwohn über die Einflussnahme durch den türkischen Staat oder gar die regierende Partei von Ministerpräsident Erdogan aus. Der Verein vertrete „eher türkische Interessen als die ihrer Landsleute vor Ort“, sagt Michael Kiefer. Für die Ditib beteuert die Sprecherin Ayse Aydin, der Verein lege Wert auf Staatsferne und einen unpolitischen Islam. Der Ditib-Chef Sadi Arslan ist allerdings zugleich Bitschaftsrat in Berlin, ein Interview wollte der Theologe nicht geben.

Konkrete Beispiele fragwürdiger Propaganda in den Gemeinden – die Ditib betreibt 880 Gotteshäuser und plant angeblich hundert Moscheeneubauten in Deutschland – nennen die Autoren jedoch nicht. Weil es keine gibt? Aufschlussreicher ist die Gegenüberstellung der Baugeschichte verschiedener Moscheen in Deutschland. Auch in diesem Film gilt, nicht überraschend, der weitgehend konfliktfreie Neubau durch die örtliche Ditib-Gemeinde in Duisburg-Marxloh als vorbildliches Gegenbeispiel zu den Plänen in Köln, wo sich die Ditib-Zentrale eher um die politische Absicherung des repräsentativen Baus kümmerte und zu wenig mit den Anwohnern sprach.

In Duisburg bemühte man sich von Beginn an um einen guten Kontakt auch zu den nicht-muslimischen Nachbarn. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude lobt ebenfalls die Ditib-Gemeinde vor Ort über den grünen Klee, während er „Offenheit und Dialogbereitschaft bei der Zentrale nicht in gleichem Maße feststellen kann“. Die Moscheepläne in der bayrischen Landeshauptstadt liegen zurzeit aus finanziellen Gründen auf Eis.

Die Moschee in Wiesbaden wurde dagegen ohne die örtliche Ditib-Gemeinde gebaut, die sich nicht an dem nach langen, offen geführten Diskussionen gegründeten Netzwerk beteiligen wollte, Said Nasri vom Islamischen Kulturverein in Wiesbaden weist darauf hin, dass achtzig Prozent der Vereinsmitglieder deutsche Staatsbürger und beileibe nicht alle türkischer Herkunft sind, Für die Autoren markieren Wiesbaden und Duisburg den „Beginn eines unabhängigen deitschen Islam“ und sind somit „hohhnungsvolle Symbole“. Doch wie Muslime, deren Familien aus Asien oder Nordafrika stammen, zur Ditib stehen, und wie das Verhältnis zu anderen Muslimorganisationen in der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Islamkonferenz ist. Wären gerade dann keine unwichtigen Fragen gewesen.

Mittwoch 22.45 ARD

Erschienen in der Stuttgarter Zeitung Nr. 40 von Mittwoch, den 18. Februar 2009

ayyıldız66
18.02.09, 21:45
DİTİB'de son yıllarda politize olmuşluk gözlüyorum

SPD Federal Meclis Milletvekili Lale Akgün, "DİTİB'de son yıllarda politize olmuşluk gözlüyorum" dedi


Alman Birinci Televizyonu Kanalı ARD'de bu akşam saat 22.45'te “Für Allah und Vaterland-Allah ve vatan için” adlı 45 dakikalık programda, DİTİB ve İslamiyet konusu ele alınacak. Ahmet Şenyurt ve Alessandro Nasini tarafından hazırlanan programda görüşlerine yer verilen SPD Federal Milletvekili Lale Akgün, Hürriyet'e yaptığı açıklamada “DİTİB artık politize olmuş bir kurum. AKP hükümetiyle bu hale geldi. Nasıl Türkiye'de mahalle baskısı oluyorsa aynı şeyi burada da yaşama başladık. Ben mahalle baskının kurbanı olmak istemediğim için bunu dile getiriyorum” dedi

Devami: http://2023haber.com/haber_detay.php?haberid=16504
Lale Akgün'ü kim takar, agabey? Almanya parlamantosunda oturan tipleri bilmiyoruz mu saniyorlar? DITIB bana göre de politize olmus, ama Lale Akgün hanfendinin dedigi yönden degil, taviz verme yönünden bana göre.

AlGhazali
18.02.09, 22:17
Deutschland sollte den Vorständen der muslimischen Dachorganisationen Bundesverdienstkreuze geben. Diese Vereine und Verbände haben dieser Gesellschaft und zur Verständigung und durch Verhinderung, dass unzählige Jugendliche nicht in den Fängen der Extremisten landen, derart und sooo viel Gutes getan, dass dies anerkennt werden muss. Die Menschen die dort meist eherenamtlich aktiv sind tuen Dinge wo sonst der Staat Milliarden ausgeben müsste
Hunderttausende Alkoholiker weniger.
HUnderttausende die zusätzliche BIldung geniessen und untereinander soziale Hilfen leisten.
Tausende Orte für soziale Kontakte und Begegnungsstätten (hier spart der Staat sehr viel).
Der Imam predigt von unmengen an Dingen, die dieser Gesellschaft zu Gute kommen. Vom Verdienst einen Baum zu pflanzen bishin zur dass man auch Nicht-Muslime nicht schlecht behandeln solle und dass man die Extremisten meiden solle. Es wird Barmherzigkeit gepredigt und dass man bestrebt sein solle sich zu bilden.
Die Moschee-Lokale bieten Tee und Kaffee für ca. 30 cent und 50 cent. Damit auch Arme sowas geniessen können. Im Ramadan werden Speisen verteilt.
Bei Katastrophen werden Medikamente und weitere nützliche Sachen gespendet und verschickt.
MOschee-Jugenvereine fördern Sport für Jugendliche.
Moscheen haben leine bücherein und Buchecken.
Moscheevereine helfen, dass Ältere Menschen nicht in Depressionen und Vereinsamung fallen.
In unserer Stadt in der Moschee haben Kinder vom Korankurs auch eine Kirche besucht damit Muslim-Kinder lernen dass es auch andere Religionen gibt.
Bei der jährliche Friedens-Ostermärschen haben viele Moscheen mitgemacht.

usw usw.

nichts von all dem wird gewürdigt statt dessen kippt man Unmengen an MÜLL und schreibt von Hasspredigern und alles aber auch alles wird aufgeblasen als Problem.
Man sollte sich schämen...

taycunist
18.02.09, 23:03
Kinder in Fesseln
Im größten islamischen Dachverband in Deutschland schwelt ein schwerer Konflikt mit der eigenen Basis. Es geht um ein Stimmrecht für türkische Imame und Einflüsse aus Ankara.

Sie fühlen Wut. Sie fühlen Ohnmacht. Sie wollen nicht fremdbestimmt sein. Sie haben eine Idee von einem muslimischen Leben in Deutschland. Aber wie sollen sie ankommen gegen das, was da aus der Türkei gerade über sie hereinbricht?

Im Januar haben sie sich getroffen, in ihrer Moschee, einem grauen Bau mitten im Gewerbegebiet, links ein türkisches Lebensmittelgeschäft, rechts eine Autowerkstatt. Sechs Männer und eine Frau waren sie, allesamt Vorstandsmitglieder des Türkisch-Islamischen Kulturvereins im niederrheinischen Dormagen, und sie beschlossen, sich aufzulehnen gegen den Einfluss aus ihrer alten Heimat; sie wollten andere Moscheevorstände aufrütteln, eine Revolte von unten anzetteln.

Es sollte eine Revolte sein gegen den Machtzuwachs der türkischen Imame, die in deutschen Moscheen predigen - und für die Selbständigkeit der örtlichen Moscheevereine.

Der Konflikt trifft den größten islamischen Dachverband mitten im Umbruch. In der ganzen Republik baut die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) Regional- und Landesverbände auf. Die Veränderungen sind nötig, damit die Länder die islamischen Organisationen später einmal als Religionsgemeinschaften anerkennen können. Seit Jahren ist die Ditib der bevorzugte Ansprechpartner von Innenministern und Integrationsbeauftragten. Ihre Nähe zum türkischen Staat hat eine Vertrauensbasis geschaffen. Anders als etliche Islam-Verbände wird sie nicht vom Verfassungsschutz beobachtet.

Doch die Gründung einer einheitlichen Struktur nutzt die Kölner Ditib-Zentrale nun, ihre 891 Mitgliedsvereine enger zu führen. Sie hat für ihre Moscheen eine "Mustersatzung" entwickelt, die den Imamen ein besonderes Stimmrecht in den Regionalverbänden sichert. Bis Ende März soll das umstrittene Papier in 16 neuen Organisationen beschlossen sein...

Quelle: Der Spiegel

taycunist
18.02.09, 23:04
Der Aufstand der sieben Dormagener Muslime blieb ohne Folgen, die Revolte fiel aus. Emissären des Dachverbands gelang es, die Aufmüpfigen um den Moscheevereinsvorsitzenden Dursun Pekdemir, 47, und ihre Verbündeten in etlichen Gemeinden wieder einzufangen. "Wir wollten eine kritische und offene Debatte entfachen", sagt Pekdemir. Er klingt bitter. Denn es geht ja um mehr als das Stimmrecht eines auswärtigen Staatsbeamten. Es geht um die Entwicklung eines unabhängigen deutschen Islam als Religion; und um die Erkenntnis, dass eigenständige und gut integrierte Moscheevereine von den Zentralen der islamischen Verbände womöglich gar nicht gewünscht sind.

Die Ditib, geführt von einem türkischen Botschaftsrat, steht bei Experten in Verdacht, über die Moscheevereine nationalistische Interessen Ankaras vertreten zu wollen. "Die Ditib-Politik erschwert die Integration deutscher Muslime erheblich", urteilt der Erfurter Islamwissenschaftler Michael Kiefer - weil sie mit der Trennung von Religion und Politik lax umgehe.

Die jahrelange positive Arbeit vieler örtlicher Ditib-Moscheen könne so "wieder schleichend kaputtgemacht" werden, fürchtet die CDU-Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler. Und Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, will gar prüfen, ob der türkisch-staatliche Einfluss auf die Ditib-Vereine ein "Thema für die deutsch-türkischen Beziehungen" werden müsse.

Unisono rügen die Kritiker insbesondere die Fesseln, die Paragraf 12 der Mustersatzung den Vereinen anlege, als "Schritt in die falsche Richtung" und "klar antidemokratisch" (Islamwissenschaftler Kiefer). Darin heißt es, der hauptamtlich tätige Imam einer Gemeinde solle "geborener Delegierter" sein. So bekämen die ausländischen Prediger je nach Gemeindegröße ein Drittel oder die Hälfte der Stimmrechte ihrer Moscheevereine in den neuen Verbänden - und de facto eine Sperrminorität für alle Satzungsänderungen. "Damit wäre die Mitgliederversammlung quasi fremdbestimmt", kritisiert Kristina Köhler.

Die Regelung irritiert auch altgediente Moscheevorsitzende wie Yasar Altun, 44. Seit 15 Jahren steht der Industriemechaniker an der Spitze der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Duisburg-Rheinhausen. Er sitzt im Zuwanderungsbeirat. Wohnt in einer Doppelhaushälfte mit deutschen Nachbarn. Und geht jedes Jahr an Heiligabend in die evangelische Erlöserkirche, um den Christen ein frohes Fest zu wünschen.

Muslime, die in Deutschland aufgewachsen seien, könnten die Meinung ihrer Gemeinden viel besser vertreten als zugereiste Prediger, sagt Altun. Imame aus der Türkei, so seine Erfahrung, bräuchten im besten Fall "ein Jahr, um sich selbst in Deutschland zurechtzufinden, ein Jahr, um die Gemeinde kennenzulernen, und ein Jahr, um sich zu verabschieden".

Mit solchen Argumenten hat Altun heftig gegen den Imam-Passus gestritten. Wieso, fragte er, reicht nicht ein ehrenamtlicher Delegiertenstatus ohne Stimmrecht für die ausländischen Prediger? Der Imam seiner Rheinhausener Gemeinde wird den Verein nun als Delegierter im neuen Regionalverband repräsentieren, der Vorsitzende Altun nicht. Er fiel bei der Wahl durch - "weil ich zu kritisch war", sagt er.

Bislang schwenkten die meisten internen Ditib-Kritiker wie Altun in letzter Minute auf den Kurs der Zentrale um. Ein Moscheevereinschef aus Nordrhein-Westfalen behauptet, es habe kaum verhüllte Drohungen aus Köln gegeben, aufmüpfige Gemeinden bei der Zuteilung von Imamen zu benachteiligen. In der Ditib-Zentrale heißt es, dies sei "nicht nachvollziehbar".

Die Ditib folge einer "Doppelstrategie", die die türkische Religionsbehörde bereits im Jahr 2004 vorgegeben habe, urteilt die Marburger Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann. Einerseits wolle sie sich durch kooperatives Auftreten als einziger staatlicher Ansprechpartner für Islamfragen in Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union etablieren. Andererseits strebe der Verein die Absicherung und Stärkung türkisch-nationalistischer Einflüsse auf Muslime in den Mitgliedsländern an: "Die Ditib als verlängerter Arm der türkischen Religionsbehörde will ihre Kinder nicht nach Deutschland entlassen."

Das Kalkül dahinter ist für die Expertin klar: Eine Regierung, die über die Religion ihre abgewanderten Bürger weiter steuere, könne Muslime im Ausland auch leichter für eigene Ziele einspannen - zum Beispiel für den Aufbau türkischer Schulen.

Wie eng Politik und Religion tatsächlich verknüpft werden, lässt sich in der türkischen Buchhandlung im Erdgeschoss der Ditib-Zentrale in Köln-Ehrenfeld begutachten. Zwischen bunten Kopftüchern, Folklore-CDs und orientalischen Armreifen wird für 3,42 Euro in türkischer Sprache die Ditib-Broschüre "Temel Dini Bilgiler" (Religiöse Grundlagen) feilgeboten. Das Büchlein kommt als Islamkunde daher, präsentiert aber bereits im Klappentext die türkische Nationalhymne samt Flagge.

Die Hälfte der Publikation verbreitet türkische Staatsbürgerkunde und nationalistische Lyrik. Gedichte wie "Die Heimat, das Volk und die Fahne gehören uns" oder ein "Gebet" des Lyrikers Arif Nihat Asya rufen zum Einsatz für Volk und Vaterland auf: "Die, die auf ihre Helden warten, lass diese nicht ohne Helden, mein Allah."

Eine Etage höher sitzt Mehmet Günet, 40, Anwalt des Dachverbands. Nein, keineswegs gebe es türkisch-nationalistische Einflüsse bei der Ditib, sagt Günet. Und der in Deutschland eingetragene Verein sei "unabhängig" vom türkischen Staat.

Der Anwalt wirkt verbindlich, wie alle Ditib-Offiziellen. Er räumt ein, er sehe "das Problem" beim Qua-Amt-Stimmrecht für türkische Prediger: "Aber wir wollten einen vernünftigen Austausch zwischen gewählten Delegierten und den Imamen, die die Bedürfnisse der Gläubigen durch ihre Arbeit kennen, organisieren." Er vertraue darauf, dass die Imame "nicht im Block, sondern als Individuen" wählten.

In jedem Fall, da ist sich Günet sicher, werde das Vorzugsstimmrecht kein Thema mehr sein, wenn es irgendwann genügend von deutschen Universitäten ausgebildete Imame geben werde, so in 10 oder 15 Jahren. Und im Übrigen könne, setzt er freundlich nach, der deutsche Staat ja dazu beitragen, dass dies schneller gehe...

Quelle: Der Spiegel

lynxxx
19.02.09, 00:27
Lieber türkischer Einfluss auf Muslime in Deutschland, als saudi-arabischer Einfluss.

Oder mehr muslimische Islamwissenschaftler im eigenen Lande, noch besser. :D

Sputnik
19.02.09, 02:06
@ AlGhazali

"Der Imam predigt von unmengen an Dingen, die dieser Gesellschaft zu Gute kommen. Vom Verdienst einen Baum zu pflanzen bishin zur dass man auch Nicht-Muslime nicht schlecht behandeln solle und dass man die Extremisten meiden solle."

Ist das nicht selbstverständlich?

Mal überspitzt arrogant gesprochen, türkische Einwanderer und ihre Töchter/Söhne kamen/blieben nicht wegen dem "tollen Wetter" in der BRD, sondern um am vergleichsweise, aus globaler Sicht, weit überdurchschnittlichen Wohlstand zu partizipieren. Dafür braucht es keinen Kniefall vor der "so wunderbaren" dt. Gesellschaft mit all ihren Fehlern&Stärken, aber einen "gewissen" Respekt vor den "Nicht-Muslimen" sollte so selbstverständlich in der BRD sein dass er gar nicht erwähnt werden müsste.

Sorry, bei der Stelle mußte ich verwundert schlucken,
Sputnik

lynxxx
19.02.09, 03:06
Nö, ist nicht selbstverständlich.
Zumindest hier im Forum wird Nicht-Muslimen nicht immer mit Respekt begegnet, oder es werden ihnen üble Dinge unterstellt. Gilt natürlich auch andersrum, einige Nicht-Muslime behandeln Muslime hier nicht so respektvoll, wie sie selbst behandelt werden möchten, oder unterstellen ihrerseits üble Dinge.

Das liegt aber auch an der Anonymität hier, da die Schranken auf beiden Seiten schneller fallen, und man eher das sagt, was man wirklich denkt (und ggf. verwarnt und gesperrt wird, passiert jede Woche mehrmals). Auf der Arbeit oder auf dem Gemüsemarkt hört man sowas vielleicht seltener - wiewohl pöbelnde Opas, oder schief auf ein Kopftuch schauende Omas kennt sicher jeder "Öl-Auge"... leider.

Also kann es nicht schade, immer mal wieder darauf hinzuweisen, dass man im Netz und im Reallife nett und respektvoll miteinander umgehen sollte. Steht auch so im Koran und Bibel, by the way.

verda
19.02.09, 12:25
Den Kurs bestimmen Ankara und Köln

DITIB, ein Beispiel für wortreiche Bekenntnisse zur Integration und die Praxis vor Ort
19.02.2009

Die nach eigenen Angaben mitgliederstärkste muslimische Migrantenorganisation in Deutschland, die DITIB, lässt die Stadt abblitzen: Eine Unterschrift unter das Vorzeigeprojekt "Integrationsvereinbarung" lehnt die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion ab.

Peter Grella, der Ex-Dezernent, hat sich Abfuhren eingehandelt. Seiner Nachfolgerin im Dezernat für Bürgerangelegenheiten und Integration, Birgit Zeimetz-Lorz (CDU), geht es nicht besser. "In der Kölner DITIB-Zentrale wird abgeblockt", sagt sie. Die hiesige Gemeinde im DITIB-Dachverband sei dabei nicht gefragt. "Sie hat sich nach dem zu richten, was von Köln vorgegeben wird." Dort wiederum habe Ankara das Sagen. Es geht um Politik, um Einfluss der Türkei, Sicherung türkischer Interessen. "Ich habe den Eindruck, dass momentan Ankara die Zügel ganz straff in der Hand hält", kommentiert die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler (CDU).
...

Die "Fernsteuerung" der Gemeinde behindere deren Integrationsarbeit vor Ort, beklagt Köhler. "Was wir im Grunde bräuchten wäre eine deutsche DITIB". Denn: "Bei DITIB haben wir es de facto mit dem türkischen Staat zu tun." Die CDU-Politikerin sieht die Gemeinden mit der geplanten DITIB-Mustersatzung noch stärker fremdbestimmt. Vorgesehen ist, dass der hauptamtlich tätige Imam "geborener Delegierter" sein soll. "Damit bekämen die aus der Türkei geschickten Prediger je nach Gemeindegröße ein Drittel oder die Hälfte der Stimmrechte ihrer Vereine in den neuen Verbänden", sagt Köhler. Eine beherrschende Rolle. Ohnehin seien die importierten Imame oft eher ein Hindernis der Integration. An ihre Stelle sollten in Deutschland ausgebildete Imame treten. "Nach einer Übergangsfrist sollten keine importierten Imame mehr zugelassen werden."
weiter (http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3637459 )

AlGhazali
19.02.09, 12:39
Ich bitte um scharfsinn...
Es geht nicht darum, dass DITIB "INtegration hindere" oder "Interessen Türkei nachgehe"...(man muss diese Vorwürfe nicht treudoof hinnehmen. Behaupten kann man viel)...es geht darum dass man wie sie sagt "einen deutschen DITIB" brache (!). Nicht Türkei sondern Deutschland soll die Rolle Türkeis übernehmen oder wie ? Sie sagt nicht , DITIB solle verwaltungsmässig sich öffnen und transparenter werden, sondern sinngemäss "weg damit". Nun ist es die Aufgabe der Politik zu bestimmen wie religiöse Organisationen sein sollen oder ist deren Aufgabe ihren ursprünglichen Aufgaben den Bürgern zu dienen ? Gesetzt der Fall DITIB würde tatsächlich die Integration hindern, würde das rechtfertigen, dass die Politik sich in Religion und religiöse Angelegenheiten sich massiv einmischt ? Ist das Säkularität? Oder nicht eher Politik ohne Maß Und Rahmen? Wieso sagt man den Muslimen was sie genau zu tun haben ??? Wieso sagt man der katholischen Kirche nicht sie sollen die Desinformation und heftige Polemik gegen die Muslime in ihren Medien nicht verhindern oder wenigstens zügeln? Wieso zweierlei Maß?
Ich bin der Meinung wir sollten mal DITIB einen mail schreiben oder mal anrufen und sie sollen sich mal auch äussern zu all diesen medailen Vorwürfen. Wieso machen diese Medien z.B. kein Interwiews mit DITIB indem sie ihnen Chancen geben sich zu äussern?
EIn kleiner Einblick : DITIB und Integration:
http://www.ditib.de/default.php?id=22&lang=de
http://www.ditib.de/default.php?id=6&lang=de

verda
19.02.09, 13:01
sicher ,dass man keine interwiews führt,alghazali?
es gibt genug berichte in denen der beitrag von der ditib zur integ gelobt und gepriesen wird.anscheinend sind aber manche politiker blind und haben keine lust diese wahrzunehmen.
zweierlei maß ist doch genau die anstrebung zur findung der schuldigen woran die integ scheitert,denn verzweiflung macht sich breit...
wenn mal zusammenfasst,was alles bis jetzt von den vornehmlich muslimischen migranten nur in den letzten paar jahren gefordert wurde geht die tendenz stark zu einem neuen europäischen islamverständniss hin.weg vom traditionellem hin zum modernen...man geht in die offensive.
warum sonst will man imame unter der deutschen kontrolle "heranzüchten" und alles europäisieren?
man möchte gerne druck von allen seiten ausüben,sei es in der erziehung, religion oder bildung,sonst droht der ausschluss aus der gesellschaft ,wie man es uns weiss machen will.

ich bin echt gespannt was noch kommt und wie das alles enden soll!

AlGhazali
19.02.09, 13:29
Aktion führt zu Reaktion...ein allgemeiner Druck auf alle muslimischen Verbände wird dazu führen, dass die Muslime verstärkt ihr Bewusstsein schärfen werden und nicht passiv dastehen werden zu einem deutschen Staatsislam, das entleert ist zu einer Fassade. Ich glaube nicht, dass die Muslime blind sind, sondern haben auch genau dass was die Politiker nicht vermuten : einen kritischen Bewusstsein vor allem wenn es um ihre heiligen Dinge geht.
Ich habe den Verdacht dass der Euro-Islam gar nicht real existieren kann. Denn es ist ja nur eine Neuauflegung eines alten Politiks der Briten. Die Briten wollten als sie Ägypten 1882 besetzten einen islamischen Protestantismus züchten und haben die muslimischen Reformer erst recht gestellt und gefördert. Das haben sie aber nicht direkt getan sondern auf Umwegen. Äusserlich zeigten sich diese Reformer sich sogar anti-britisch. Als wollten die Briten ihre Spuren tilgen. Afghani arbeitete für die Briten und war in Wirklichkeit kein Reformer, wie er sich ausgab. Sein "Schüler" Abduh wurde an die Spitze der Al Azhar katapultiert. (die Briten haben ihr Finger im Spiel gehabt.) Doch es kam ganz anders wie man sich erwartete. Der Salafi-Reformismus spaltete sich von Anfang an in zig Richtungen entwickelte seine eigene Dynamik und mündete in grob zwei Richtungen : der Extremismus und ins Religionslosigkeit (man bezeichnet sie "Säkularisten"). Der "traditionelle Islam" war eigentlich auch der Riegel zur Extremismus aber das hatte man nicht verstanden. Dahinter liegt der GRundmissverständnis die Vorgänge würden so ähnlich ablaufen wie im Christentum. Jedoch die Struktur und Quellen des Islams sind komplett anders als bei Christentum. Der Islam hat selbst innere Mechanismen zur Meidung von Verfälschung des Islams.

Der Euro-Islam wurde von Bassam Tibi in die Taufe geholt und er selbst ist Politologe. Er hat Ansichten, da würde einem die Haare zu Bergen stehen.
Was könnte hinter dem Euro-Islam stehen ? die Atomisierung der Muslime in zig religiöse Spaltungen, mehr als die heutige bis zur Bedeutungslosigkeit. Und in Kaufnahme von neuem Arten der Extremismus. Es gibt hunderte Splittergruppen dieser Strömungen, die sich gegenseitig Häresie und Unglaube usw. sich vorwerfen. Und gebe es nicht strukturierte Organisationen der Muslime und Bildungseinrichtungen in den islamischen Ländern wäre alles nur noch viel schlimmer gekommen. Trotz allem bilden sie alle zusammen (noch!) die Minderheit. Aber eine gefährliche Minderheit, denn viele von ihnen wollen Gesellschaft und Staat umstürzen.



Geschichtlicher Rückblick :
Abduh und sein Schüler Raschid Rida meinten uns beizubringen was der "wirkliche Islam " sei und gleichzeitig darauf hinweisend die Muslime wären seit über 1000 Jahren im Irrweg und sie seien jetzt da um den "wahren Islam" offenzulegen. (vgl. Prof Friedemann Büttner in "Reform und Revolution in der islamischen Welt, 1971, München,S.79)
Um den Islam zu manipulieren sagten sie das Taqlid nicht wichtig sei und ein jeder könne selber Urteile fällen und den Idschma umgehen sie indem sie sagen Idschma sei zeitabhängig und nur für bestimmte Umstände. Man müsse einen "neuen Schariah" schaffen !


Aus Lehrbuch der Religionsgeschichte Band I, 1925, Tübingen, E.Lehmann, Prof.Dr.C.Snouck-Hurgronje :

"..Während nun aber die Wahhabiten mit ihrer Verwerfung des Idschma der Schulen die Rückkehr zu den Zeiten der "vier Chalifen" bezweckten , wurde dieselbe den Modernisten des Islam zum Instrument, um einen modernen Protestantismus zu konstruieren, der aus den Quellen dasjenige schöpfte, was dienlich schien, um Gesetz und Dogma den die heutige Welt beherrschenden Ideen anzubequemen. Dies versuchten je in ihrer Weise die Jungtürken und ihre syrischen Gesinnungsgenossen, Muhammad Abduh und seine Schule in Kairo, Sajjid Amir Ali und andere unter dem Einfluß der englischen Kultur erzogene Muslime in Britisch-Indien. Es laufen diese Versuche meistens auf eine Vereinfachung und Vergeistigung des Gesetzes hinaus; in der Wertschätzung der überlieferten Vorschriften gehen die Modernisten weit auseinander."..
(S.707)

"Efgani und seine Anhänger traten als Reformatoren hervor... Sie sagen dass Islam aus Koran und Hadithen besteht (d.h. sie lehnen Icma ab ).Jeder soll so handeln (amal) wie er daraus (aus Koran und Hadithe) interpretiert. Sie sagen dass andere Propheten Wundertaten haben und unser Prophet (Sallalahu aleyhi vessellem) soll keine ausser dem Koran haben. Die anderen materiebezogenen Wunder akzeptieren sie es nicht... sie sagen im Sahih-i Buchari gebe es schwache und gefälschte Hadithe..." (Der Islam-Gelehrter Ahmed Davudoglu (gest.1983) im Vorwort des Buches "Mirac ve Hamidullah" Dr.Zeki Cikman , Istanbul , 1977; S.6-7) .

"Es ist ein Schüler Muhammad Abduhs selbst, Rashid Rida (gest.1935), gewesen , der die in der hanbalitischen Rechtschule wurzelnden (aber veränderten) Elemente der Ansätze seines Lehrers zu einem islamischen Fundamentalismus weiterentwickelt und sich schliesslich mit der Politik der Familie Sa´ud identifiziert hat, die in den zwanziger Jahren erneut die macht auf der Arabischen Halbinsel ergriff und den heutigen Staat Saudi-Arabien , dessen erklärte Staatsideologie die Wahhabiya ist, gegründet hat. An Rashid Ridas islamischen Fundamentalismus knüpft die 1928 gegründete radikale Bewegung der Muslim-Bruderschaft an, die eine umfassende Restauration des Islams eintritt und eine hartnäckige Opposition zu säkularitischen Entwicklungskonzepten bildet."
(aus "Der Islam Ein Lesebuch", München ,1992,Kapitel Re-Islamisierung Prof. Udo Steinbach, S.315-316)

Die geistigen Väter des türkischen Extrem-Nationalismus/Rasissmus sind Ziya Gökalp und Mehmed Emin Yurdakul. Gökalp war Reformist, Freimaurer und Anhänger des Soziologen Durckheim. Er wollte einen "türkischen Islam". Sein Freund Yurdakul ist einer der Schüler von Afgani ! Er bezeichnet Afgani als "seinen grössten Meister" und ferner soll er ihn stets ermuntert haben nationalistische Gedichte zu verfassen. Beide, Gökalp und Yurdakul, und deren Folger haben ALLE Araber stets schlecht dargestellt diskriminiert. Auf der arabischen Seite ist einer der Väter des arabischen Nationalismus und Türkenfeindlichkeit Kwakibi auch ein Reformist, Schüler von Abduh und Rida. Rida wurde später (ab 1908) auch Nationalist und rief zum Aufstand gegen die osmanischen Kalifen. Musa Carullah der einen "russischen Islam" gründen wollte hatte bei Afgani studiert. Carullahs Vorhaben scheiterte durch die kommunistische Revolution von 1917. Neben "Türkischen Islam" , "arabischen Islam" oder "Russischen Islam" gab es auch den Modernisten Ubeydullah Sindi der einen "indischen Hindu-Islam" sich basteln wollte. Die Befürworter der "Euro-Islam" bezeichnen sich auch "Reformmuslime" und scheinen sich an diese Salafi-Bewegungen sich zu orientieren.

Neben den Nationalisten und Fundamentalisten gibt es noch die Strömung der "Säkularisten" die auch an den Salafiten Afgani,Abduh sich orientierten. Abduh Schüler Ali Abderrazzak meint dass es im Islam kein Kalifat gäbe und Taha Hussein sogar "Dass Nationalgefühl wichtiger als alle andere Gefühle sei".
(vgl. Prof Friedemann Büttner in "Reform und Revolution in der islamischen Welt, 1971, München, S.99)

Die Salafiyya-Irrlehren spalteten sich in verschiedene Richtungen. Aus der fundamentalitischen Richtung entwickelten sich viele kleine extremistische Gruppen die zur Gewalt aufriefen und viel Unheil anrichteten. In den sechziger Jahren des 20.Jh. kamen Studenten und Asylanten aus den arabischen Staaten worunter auch Salafiten waren, die später einige Organisationen gründeten und einige Publikationen in europäischen Sprachen veröffentlichten wodurch eine gewisse Einflussnahme auf manche zum Islam eingetretene Intellektuelle gab.
Der an der Al Azhar ausgebildete Gelehrte Ahmed Davudoglu (gest.1983) schrieb sein 385 seitigen "Dini tamir davasinda Din tahripcileri" Anfang der 70ger des 20.Jh über die Salafiten und auf sie Antworten gebend. Es gibt auch eine ganze Reihe weitere Beispiele an solchen Werken worin die Islam-Gelehrten auf die Fragen und Behauptungen der "Modernisten" eingehen.

taycunist
21.02.09, 16:58
Sadi Arslan:

DİTİB Türkiye’den
yönetilmez

Diyanet İşleri Türk İslam Birliği Genel Başkanı Sadi Arslan DİTİB’e yönelik eleştirilere yanıt verdi. Arslan, DİTİB’in Türkiye’den yönetilmediğini ifade etti ve siyasallaştıkları iddialarının abest olduğunu söyledi. “En uygun muhatabız“ diyen Arslan, Köln’deki camiyi herkes için yaptıklarını kaydetti

Merkezi Almanya’nın Köln kentinde bulunan Diyanet İşleri Türk İslam Birliği (DİTİB) Genel Başkanı Sadi Arslan, Çarşamba günü Alman birinci kanalı ARD tarafından yayınlanan “Allah ve Vatan İçin-Almanya’da Yeni Camiler” isimli röportajda DİTİB’e yöneltilen eleştirilere yanıt verdi. Arslan, “DİTİB, Türkiye’den yönetilmez ve yönlendirilmez, çünkü DİTİB, bütün kararlarını kendisi alır ve uygular. Bu nedenle DİTİB’in siyasallaştırıldığı iddiaları abestir” dedi.
ARD’deki programın iyi pazarlanmış bir müzik klibini andırdığını söyleyen Arslan, “Kısa ve peş peşe dizilen kesitler, birbiriyle alakası olmayan insan, bina, soru, fikir ve ithamların harmanlanması, ürküten ve korku yaratan müzik, çarptırılan resimler ve sesler, görüntü ve sesle desteklenmiş ve özellikle seçilmiş etkileyici sözcükler. Seyirci ise bu izlenimlerin yarattığı tek bir soruyla baş başa bırakılıyor: Bu görüntülerin amacı nedir?” açıklamasında bulundu.

“SİYASET ÜSTÜ KURULUŞUZ”

Röportajda, Türkiye’deki siyasi gelişmeler ve hükümet partisi ile DİTİB’in arasında bir ilinti varmış gibi bir hava yaratıldığını sözlerine ekleyen Arslan, bu iddianın asılsız olduğunu ifade etti. Arslan, “DİTİB geçmişte olduğu gibi günümüzde de kendi temel ilkeleri doğrultusunda hareket ederek din hizmeti sunan siyaset üstü bir sivil kuruluştur. Tüm faaliyetlerinde temel ilkesi olan bu siyaset üstü olma prensibine riayet eder. Dinin herhangi bir şeye alet edilmesi ya da siyasallaştırılması, DİTİB için asla söz konusu olamaz” diye konuştu.

“EN UYGUN MUHATAP DİTİB”

Arslan, DİTİB’in, çağdaş bir İslam anlayışını temsil eden dini sivil bir kuruluş olarak Almanya’daki Müslümanların ihtiyaçlarını karşılamakta olduğunu sözlerine ekledi ve bu yönüyle DİTİB’in en uygun muhatap olduğunun altını çizdi. DİTİB’in tüm ilkelerinin belli olduğuna değinen Arslan, “Kuruluşundan bu yana ana hedef, Almanya’daki Müslümanlara, hangi ülkeden olurlarsa olsunlar, dini, kültürel ve sosyal hizmet sunmaktır. Müslümanların bu şekilde teşkilatlanmış olmaları kendi hür iradelerinin bir yansıması olduğu gibi, DİTİB’in hizmetlerinden faydalanmaları da kendi hür iradeleriyle verdikleri bir karardır” dedi. Hayri Tayçu/FRANKFURT

verda
05.07.09, 13:28
Diyanet Avrupa'da 10 bin cami yapıyor
05 Temmuz 2009

Şimdiye kadar inşa edilen üç bin camiye 10 bin yeni cami daha eklenecek
devami (http://dunyabulteni.net/news_detail.php?id=82337)

AlGhazali
05.07.09, 20:14
Das wir sicherlich nicht geschehen. Denn es wäre der wirtschaftliche Ruin. Die Moscheegänger- Anzahl reduziert sich. Die erste Generation ist dabei die Bühne zu verlassen und sind als Rentner die meiste Zeit in der Türkei. Ein Drittel des Jahres sind die Moscheen fast immer leer (!) inzwischen. Die wirtschaftliche Lage der Menschen ist schlecht und da kann man nicht tausende Moscheen erneuern oder gar ganz neu bauen.