Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Osmanen vs. Safaviden, Sunniten vs. Schiiten/Aleviten
1.3 Zur Abkehr von der Kerngesellschaft als reaktive Verhaltensweise der protoAlewitischen Turkmenen: Annäherung an Persien, Alewitisierung und Aufstände
Die sozialökonomischen, regionalen, quasiethnisch-politischen, administrativen Cleavages zwischen der sunnitisch-osmanischen Zentralmacht der herrschenden kosmopolitischen Feudaleliten in den Städten und den aus (halb-)nomadischen und bäuerlichen reaya bestehenden Turkmenenstämmen auf dem Lande mit ihrer diffusen Volksreligion fielen zusammen bzw. überschnitten sich, und zwar so, daß die Bevorzugten in allen Bereichen privilegiert und die Benachteiligten in allen Bereichen verrandet waren. Dieser Umstand gab Anlaß für die Abkehr der letzteren von der Kerngesellschaft als Reaktion auf wirtschaftliche, politische, quasiethnische und religiöse Deprivilegierung sowie Diskriminierung durch das Reich.
Viele islamisch-heterodoxe Turkmenen wandten sich am Anfang des 16. Jahrhunderts wegen ihrer Verrandungslage Schach Ismail, dem turkmenischstämmigen König Persiens aus der Dynastie der Safaviden, zu. Dies war ihre "aus Begeisterung oder Not und Hoffnung geborene gläubige, ganz persönliche Hingabe". Die soziale, religiöse, regionale, politische, ökonomische Veränderung der turkmenischen Nomadenstämme intensivierte deren seit dem Babailer-Aufstand im Seldschukenreich bestehenden Glauben an einen religiösen und charismatischen Erlöser. Der Schah hatte zuvor seine Dynastie im Iran mit Hilfe von quasischiitischen Kriegern seines Ordens gegründet und rivalisierte seitdem mit dem Osmanenreich um Einflußzonen in Westanatolien und auf dem Balkan:
…
Die osmanisch-safavidische Grenze verlief damals durch die ostmittelanatolische Stadt Sivas, d.h. Ostanatolien gehörte (auch mit seinem zum Teil kurdischstämmigen sunnitischen Bevölkerung) dem turkmenischdominierten, schiitischen Safavidenreich.
Osmanisch- bzw. anatolischstämmige Turkmenen, die nach Persien emigriert waren, hatten darin ihren Platz in der Gesellschaft gefunden: Sie bekleideten nach der Reichsgründung nach der Eroberung von Täbris (Nordiran/Südaserbaidschan) hohe Ämter, was die Push-und-Pull-Faktoren für die Migration der verbliebenen Anatolier weg vom Osmanischen hin zum turkmenischen Perserreich beeinflußte. Schah Ismail versuchte, die bestehenden Gegensätze zwischen dem Osmanischen Reich und den islamisch-heterodoxen Turkmenen und die Sehnsucht dieser nach einem endzeitlichen Erlöser für seine Interessen nutzbar zu machen und die (Halb-) Nomadenstämme als Alliierte zu gewinnen:
…
Schah Ismail hatte Erfolg dabei, sich ihnen als den von ihnen 'Erwarteten Erlöser' ('Beklenen Mehdi'), als Reinkarnation Alis und Allahs, darzustellen. Darüber hinaus hatte der Safavidenstaat weitere Gründe, um die Turkmenen Anatoliens an sich zu binden:
"Während die Osmanen die von der Bevölkerung nicht verstandene Mischsprache Osmanisch sprachen und von einer Bürokratie mit ehemaligen Christen aus dem Balkan regiert wurden, sprachen die Safaviden türkisch und hielten an ihren turkmenischen Bräuchen fest."
Das intensive Werben für schiitisch-islamische Ideen und um das politisch-religiösen Bewußtsein der Turkmenen Anatoliens führte zum Einzug schiitischer Elemente wie der Ali- und Zwölfimamekult und die Trauer um Kerbela in die bisher islamisch-heterodoxe Volksreligion der Turkmenen. Esoterisch-schiitische Katechismen (Buyruk) wurden unter größter Geheimhaltung über Verbindungsmänner als Missionierungsschreiben nach Anatolien zu den politischen und religiösen Clanchefs der turkmenischen (Halb-) Nomadenstämme gebracht. Diese wurden durch Bescheinigungen des Schah zu Nachfahren Alis und der 12 Imame proklamiert. Sie erwarben als Dede die religiöse und erbcharismatische Legitimation gegenüber ihren Clanmitgliedern und wurden Untertanen des Safavidenkönigs. Und über die Dede hatte Ismail die religiöse Kontrolle über die heterodoxen Turkmenenstämme, wohingegen der osmanische Sultan über die ülema die orthodoxen Muslime religiös beherrschte:
...
Viele osmanisch-Alewitische Anhänger Schah Ismails hatten begonnen, die zylindrische, zwölfeckige rote Kopfbedeckung als emblematisches Ausdrucksmittel zu benutzen, um Mitgliedschaft in der Gruppe der 'Rotköpfe' und Abgrenzung von den sunnitischen Osmanen für die interpretierenden Außenstehenden zu veranschaulichen. Dabei wurden gruppenkonforme Einstellungen, Verhaltensweisen und Kleidung zu einer 'signifikanten Inszenierung' zusammengestellt. Dadurch fanden nun schiitische Elemente Einzug in die turkmenische Heterodoxie. Die Alewitische "Ära ohne Ali" wurde somit beendet.
Alewiten zahlten über die erwähnten Verbindungsmänner Steuern an Persien. Als weiteres Beispiel für die Abkehr von den Osmanen läßt sich ihre Emigration in das Safavidenreich in Erwartung besserer Lebensbedingungen nennen, "was zu einer wirtschaftlichen und militärischen Schwächung des Reiches führte."
Der offene Widerstand bzw. die Rebellion der Alewiten in Form der (prosafavidischen) Aufstände am Anfang des 16. Jahrhunderts, die teilweise von Schah Ismail mit unterstützt wurden, ist ein weiteres Beispiel. Auch wenn die meisten Aufstände nicht direkt von den Safaviden organisiert waren, kann laut Ocak angenommen werden, daß die Teilnehmer große Sympathie für Schah Ismail gehegt haben. Diese Aufstände hatten zwar primär wirtschaftlich-soziale und politische und damit vordringlich nicht religiöse Gründe, weil bei den Alewitisch dominierten Erhebungen auch zum kleinen Teil sunnitische Landbewohner teilgenommen hatten. Jedoch kann die Rolle der Religion nicht vernachlässigt werden. Denn die Tatsache, daß wenige Sunniten bei den Aufständen beteiligt waren, kann vermutlich darauf zurückgeführt werden, daß sie sich innerlich oder äußerlich an den herrschaftsstabilisierenden sunnitischen Normen und Deutungsmustern orientiert und Aufstände als 'unislamisch' betrachtet haben. Das war bei den religiös abweichenden Alewiten nicht der Fall, die ja ihren Clanchefs bzw. Dede unterstanden. Das herrschende sunnitische Werte- und Normensystem diente zur Statusbestätigung und Selbstbildoptimierung sunnitischer Untertanen und hielt sie von der Rebellion ab:
"Die Unterdrückung und Rückständigkeit ... war gerade so gegeben wie in der sunnitischen Nachbardörfern. Aber die sunnitischen Muslime besaßen ... das Privileg, daß ihr Glaube zugleich Herrschaftsideologie war. Selbst der ärmste Bauer konnte sich immer damit trösten, daß auch der Sultan seines Glaubens war, während die alewitischen Bauern sich nie mit dem Sultanat zu identifizieren vermochten."
Aus Burak Gümüş, Zur Lage der Alewiten im Osmanischen Reich (1299-1922)
http://www.alewiten.com/osmanien.htm
Ich habe die Passagen über die Unterdrückung und Diskriminierung der Aleviten mal weggelassen, interessant ist folgendes:
"Während die Osmanen die von der Bevölkerung nicht verstandene Mischsprache Osmanisch sprachen und von einer Bürokratie mit ehemaligen Christen aus dem Balkan regiert wurden, sprachen die Safaviden türkisch und hielten an ihren turkmenischen Bräuchen fest."
Wer an Turan glaub, sollte sich genau überlegen, ob die Konfession tatsächlich so wichtig ist, besonders unsere Freunde von der MHP sollten sich das durch den Kopf gehen lassen.
@DeLaHoya
Du hast ein interessantes Thema angesprochen, das mich besonders an der türkischen Geschichte interessiert, aber manches beim bestem Willen nicht verstehen lässt.
Über die Anerkennung des Islams durch die Türken gibt es verschiedene Thesen. Die offiziele Geschichte sagt, dass wir
bei der Schlacht von Talas entweder gegen die Araber gekämpft und gegen sie verloren haben und somit zu Muslimen wurden
oder mit den Arabern zusammen gegen die Chinesen gekämpft haben, den Krieg gewonnen und durch die Annäherung zu Muslimen geworden sind.
Nun sollen wir entweder völlig freiwillig den Islam angenommen haben, oder es wurden durch die Emeviden (die die nicht-arabischen Muslime als Sklaven bezeichnet haben sollen) durch Druck der Islam aufgezwungen. die Türken, die somit den Islam nicht freiwiliig angenommen haben, haben sehr viele Sachen aus ihrer alten Religion in die neue reinflißen lassen. Der Druck der Emeviden, veranlasste die Türken dazu, dass sie sich auf die Seite der Anhänger Hz. Ali's stellten, der eigentlich das Anrecht darauf hatte Khalif zu sein. Folge: Alevilik ist entstanden.
Ob nun frewillig oder nicht, die Türken vermischten ihre alte Religion mit ihrer neuen und wurden Anhänger Hz. Ali's un der 12 Imamen.
Die Islamisierung der Perser brachte ähnliches hervor, was bei den Türken die Aleviten hervorbrachte, brachte bei den Persern die Schiiten hervor.
Yavuz Sultan Selim und Ismail Sah waren beides Türken, der eine Sunnite und der eine Schiite. Einerseits die Feindschaft zwischen den beiden verschiedenen Religionsinterpretationen und einerseits die Gefahr, die Yavuz für sein Rech durch die zu Ismail Sah sympathisierenden Aleviten spürte, veranlasste ihn dazu gegen Ismail Sah zu kämpfen. Der letztere hatte gegen die starke osmanische Armee keine Chance.
Doch nun kommen wir zum interessanten Thema, was ich auch gleichzeitig nicht verstehe.
Obwohl die Safaviden viel türkischer als die Osmanen waren, tauchen sie unter den (offizielen, natürlich waren es mehr) 16 türkischen Staaten nicht auf! D.h. offziell gesehn erkennen wir das Reich Ismail Sahs nicht als ein türkisches Reich an.
Da frage ich mich: Warum?
Die Abbasieden Dynastie
Die Abbasiden verdanken ihren Namen dem Onkel des Propheten Abbas. Vorausgegangen waren Streitigkeiten mit dem Kalifen Marvan und einem Nachkommen von Alyy. Abdallah ibn Ali ibn Abbas zog am 25. Januar 750 mit einer Streitmacht gegen das omiyanische Heer und besiegte es. Das war der Anfang vom Ende der Umiyaden Dynastie. Im Juni 50 wurden die Tore von Damaskus geöffnet, das weiße Banner der Umiyaden wurde durch die abbasidische schwarze Fahne ersetzt. Der Kalif al-Mansur legte den Grundstein für die neue Hauptstadt der Abbasiden Dynastie, Bagdad.
Die Epoche der Abbasiden war stark durch Wissenschaft und Kunst geprägt. Die landesinneren Konflikte blieben auch unter der abbasidischen Herrschaft nicht aus. Dennoch blüte das islamische Reich in Bagdad auf.
Um mit den Problemen jener Zeit fertig zu werden, erwarb man an der Nordgrenze des Reiches türkische Sklaven. Die Anzahl türkischer und persischer Soldaten stieg rapide an. Waren es am Anfang noch überwiegend Sklaven, meldeten sich nun freiwillige Türken in den Dienst des Kalifen.
Der Kalif Mahdi führte den Posten des Wezires ein. Die Wezire übernahmen die Staatsgeschäfte. Über die Finanzen entschied bis dahin alleine der Kalif. Nun aber entschieden Wezire über die Verwendung der Gelder. Es entwickelte sich eine Beamtenschaft, die nicht immer religiöse Aspekte im Auge hatte.
Unter den Abbasiden stach besonders der Kalif Harun ar-Raschid heraus. Als er das Kalifenamt übernahm, war er gerademal 23 Jahre alt. Alle drei Jahre unternahm Harun die Pilgerfahrt. Im Jahre 796 vollzog er die Pilgerfahrt von Mekka nach Medina zu Fuß (ca. 300 km). Sein Eifer für den Islam war unübersehbar. Die Religiösität nahm im ganzen Land zu. Ribate (klosterähnliche Einrichtungen) „schossen aus dem Boden“. Im Ribat zogen sich die Gläubigen zur Andacht an Allah und zum Studium des Islam zurück.
Der Kalif Harun war bemüht, mit den Nachbarländern in Frieden zuleben. Es wurden überallhin Gesandte des Kalifen geschickt. An Karl den Großen lies Harun ein Geschenk, eine Wasseruhr, überbringen. Harun blieb bis zum Ende die bedeutendste Persönlichkeit der Abbasiden Dynastie. Die islamische Theologie erlebte einen Aufschwung ohne seines gleichen. Gelehrte schrieben unzählige Bücher. Die Biographie Muhammeds entstand in dieser Zeit. Schulen bildeten sich heraus. Abu Hanifa und as-Schafi lebten unter Haruns Herrschaft. Harun lies Pläne anfertigen, um einen Kanal zu errichten, der das Mittelmeer und das Rote Meer verbinden sollte. Tausendjahre später wurde an der gleichen Stelle der Suezkanal gebaut. In Europa wurde Harun durch die Erzählungen von „tausend und einer Nacht“ bekannt. Im Jahre 809 verstarb Harun ar-Raschid.
Die Zeit nach Haruns Tod, war für die nachfolgenden Kalifen keine angenehme Regierungszeit mehr. Die türkischen und persischen Soldaten wurden aufständig, und übten immer mehr Druck auf die Kalifen aus. Der Kalif wurde zur „Marionette“ der türkischen Soldaten.
Trotz der vielen inneren Unruhen entwickelte sich das islamische Imperium immer weiter. 872 wurden zahlreiche Krankenhäuser eröffnet. Die Wissenschaft schien kein Ende zu erreichen. Auf der Grundlage des Qur’an studierten die Gelehrten alles über Gott und die Welt. Es gab kaum einen Gelehrten, der weniger als drei Lehrfächer wahrnahm. 794 wurde in Bagdad die erste Papierfabrik eröffnet. Den arabischen Gelehrten ist der Durchbruch in Mathematik zu verdanken. Durch den Papierdruck entstanden im ganzen Land zahlreiche Bibliotheken. Die berühmteste wurde 820 vom Kalifen Mamun in Bagdad mit der Bezeichnung „das Haus der Weisheit“ gegründet. Die ersten Militärkapellen wurden von den Arabern ins Leben gerufen. Am Ostufer der Stadt Bagdad lies der Kalif Mahdi ein Kloster für die nestorianischen Christen errichten. Dieses Kloster suchte der Kalif Mamun oft auf, und führte lange Diskussionen mit den Mönchen.
Unter dem Kalifen Mutasim, der bis 842 regierte, gelangten die Türken zu hohen Staatsämtern. Die Türken hinterließen bei den arabischen Einwohnern bitteren Hass. Sie wurden immer mächtiger, und so kam der Zeitpunkt, als die Türken den Kalifen selber auswählten. Über vierzig Jahre bestimmten die Türken, wer Kalif sein sollte.
Trotzallem dehnte sich das islamische Reich unaufhaltsam aus. Spanien, Südfrankreich, Süditalien, die Inseln um Italien und Frankreich fielen in islamische Hände. Auf europäischem Boden lebten die Muslime, wie z.B. in Spanien 800 Jahre lang. Unter den Muslimen und Christen entwickelte sich eine eigenständige Wissenschaft. Als die Muslime genauso wie die Juden schließlich aus Spanien vertrieben wurden, gab es noch eine kleine Minderheit an Christen. Die Lebensart der Muslime hatte es den christlichen Spaniern so angetan, dass sie den Glauben des Islam annahmen. Das spätere Erwachen, hat das restliche Europa dem muslimischen Spanien zu verdanken. Die abendländischen Zivilisationen saugten begierrich das andalusische Wissen auf. Von 850 bis 952 wurde das Mittelmeer vollständig durch die Araber beherrscht.
Der letzte Kalif der Abbasiden, der noch annährend eigenständig herrschte, war Mutavakkil. Er fiel einem Mordkomplott zum Opfer.Danach waren die Abbasiden noch 400 Jahre lang vollständig ein Marionettenkalifat, bis schließlich die Osmanen die Führung des islamischen Reiches übernahmen.
Die Hauptauseinandersetzungen im Islam wurden zwischen Sunni`iten und Schi’iten geführt. Es hatten sich verschiedene schi’itische Sekten gebildet, die eigene Reiche gründeten . Die Anfänge der Schi’iten gehen auf die grausame Ermordung von Husain in Kerbela zurück. In Laufe der Zeit entwickelte sich eine eigene Form des Schi’ismus.
Wenn man bedenkt, wie viele Probleme das islamische Reich zu überstehen hatte, ist es doch bemerkenswert, dass die Wissenschaft und Kultur jeweils ihre Blütezeit im Islam ereichten. Ein riesiges Reich war geboren, und wuchs ständig weiter. An allen Ecken gab es Kämpfe zu verzeichnen. Der Islam selber war nie Auslöser für Einfälle in andere Reiche, doch nahmen die neugewonnen Einwohner in kürzester Zeit den Islam als ihr Heil an. In den Anfängen der Islamforschung durch Europäer im Mittelalter wurde den Muslimen viele Unwahrheiten unterstellt. Es hieß:„Sie verbreiten den Glauben mit dem Schwert, sie regieren mit äußerster Brutalität, sie überfallen fremde Länder ohne Grund“. Jüngere Islamstudien bringen auch in Europa die Tatsachen ans Licht. Die Verbreitung des Islams erfolgte nie durch das Schwert, und die Religion wurde keinem Menschen aufgezwungen. Trotz der Macht, die die Kalifen hatten, sahen sie sich weitgehend den religiösen Vorschriften verpflichtet. Die Kriege mit anderen Ländern dienten meistens der Stabilität des eigenen Reiches. Unter vielen Kalifen wurden diplomatische Beziehungen zu nichtmuslimischen Staaten gepflegt, obwohl sie es aufgrund ihrer Machtstellung nicht nötig hatten.
Quelle: http://www.ansary.de/Islam/Abbasieden.html (http://www.ansary.de/Islam/Abbasieden.html)
Doch nun kommen wir zum interessanten Thema, was ich auch gleichzeitig nicht verstehe.
Obwohl die Safaviden viel türkischer als die Osmanen waren, tauchen sie unter den (offizielen, natürlich waren es mehr) 16 türkischen Staaten nicht auf! D.h. offziell gesehn erkennen wir das Reich Ismail Sahs nicht als ein türkisches Reich an.
Da frage ich mich: Warum?
Ich finde das nicht interessant, sondern traurig.
Ich finde das nicht interessant, sondern traurig.
Naja, so ähnlich meine ich das auch...
PS: Trotzdem verstehe ich es nicht...
Wir kennen die Antwort! 600 Jahre sehr viele Volksgruppen, sehr viele Religionen! Und die Klügsten haben irgendwann ganz leise die macht an sich gerissen, genau wie die Türkischen Solldaten zur zeit der AbbasiedenDynastie. Diese haben dann auch die Politik nach ihren Interessen geleitet. Es ist ein Fakt das die Türken auch den Buddhismus Praktiziert haben wovon nur die wenigsten wissen, die von den ausgewählten Geschichtsschreibern auch nicht übermittelt wurde! Ich gehe davon aus das was wir wissen alles nur Halbwahrheiten sind!
http://www.bbaw.de/forschung/turfanforschung/dta/ (http://www.bbaw.de/forschung/turfanforschung/dta/)
Das ist eine Interessante Seite!!
Wer an Turan glaub, sollte sich genau überlegen, ob die Konfession tatsächlich so wichtig ist, besonders unsere Freunde von der MHP sollten sich das durch den Kopf gehen lassen.
es ist auch nicht massgebend für Turan.
und mhp denkt auch so..
Die Safaviden und die Aleviten waren übrigens keine Unschuldslämmer:
5.2.7.1.Thesen über Schah Ismails Friedfertigkeit und Sultan Selims glaubensfanatische Motive, die zur Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Alewiten führten
Abgesehen davon, dass der von Tuncel Kurtiz erwähnte Scheichülislam Ebu Suud Effendi nicht in der Herrschaftszeit von Yavuz Sultan Selim, sondern später in der Ära Kanuni Sultan Süleyman gelebt hat, gibt es weitere Punkte, bei denen die Verklärung historischer Tatsachen offenbar wird. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die osmanischen Sultane gegenüber den glaubensfanatischen Gelehrten relativ machtlos waren und deren antialewitisches Rechtsgutachten ausführen mussten. Aber nicht die Religion bestimmte die Politik, sondern religiöse Autoritäten mussten nach den politischen Vorstellungen ihrer Herrscher entsprechende Fatwas ausstellen: Selim I., der proiranische aufständische Alewiten eher aus sicherheitspolitischen Gründen bedrängen wollte, hat den ihm untergebenem Mufti Nurettin Hamza Saru Görez beauftragt (Akpinar 2000: 242-243; Aydin 2000b: 165-166), ein religiöses Rechtsgutachten zur Bekämpfung der Alewiten bzw. zur islamischen Legitimierung ihrer massiven Verfolgung auszustellen. Die Ausstellung dieses religiösen Rechtsgutachtens ist zumindest aus heutiger Sicht sowieso nicht schariakonform (vgl. Akpinar 2000: 243).
Das von Tuncel Kurtiz genannte Beispiel über den Alewitenaufstand von Sahkulu fand vor der Vernichtungspolitik von Yavuz statt und war somit keine Reaktion, sondern Ursache bzw. Anlass der osmanischen Repression.
Alewitische Kreise verschweigen den Umstand, dass sich die protoalewitischen und antiosmanischen Aufstände unterstützende expansive Safavidenreich bereits zehn Jahre nach der Gründung in 1501 von Ceyhun bis zur Ostgrenze des Osmanenreiches am Euphrat imperial ausgedehnt und die bisher sunnitischen und auch zum Teil kurdischen Bewohner auf diesem Gebiet entweder zwangsschiitisiert oder vernichtet hatte (vgl. Kücükdag 2002: 283). Somit stellte Ismails Reich für die osmanische Führungsriege und sunnitische Bevölkerung eine sicherheitspolitische Bedrohung dar: Denn es waren zum Beispiel 40.000 bis 50.000 sunnitische Turkmenen von dem Stamm der Wissen Hammel ("Akkoyunlu"), weitere 20.000 Menschen während der Schlacht um Täbris und eine nicht identifizierte Menge von hauptsächlich sunnitischen Frauen, Kindern und Geistlichen nach der Eroberung wegen ihrer Zugehörigkeit zum sunnitischen Islam durch protoalewitische Safaviden bzw. kizilbas getötet worden (vgl. Sümer 1999: 24, Fußnote 37; Akyol 1999: 37f.; Ekinci 2002: 141). Es wurden alle (arabischen) Angehörigen und Nachfahren von Halid bin Velid, des Gouverneurs von Kufe in 680, der am gewaltsamen Tod des schiitischen Imam Hüseyins mitverantwortlich war, nach Ismails Einmarsch in Kazuin in 1505 getötet (vgl. Ekinci 2002: 140). Im Jahre 1510 hatte Ismail den von ihm besiegten sunnitischen Usbekenfürsten Seybani Han enthaupten, häuten, ausstopfen und dessen Körper ausstellen sowie Schädelpyramiden von weiteren ermordeten sunnitischen Personen aufstellen lassen (vgl. Ekinci 2002: 140; Sarwar 1939: 63). Schah Ismail hat zur Abschreckung des Botschafters des Osmanenreiches vor dessen Augen führende sunnitische Geistliche bei lebendigem Leibe verbrennen lassen (vgl. Ekinci 2002: 140; Bulut 1998: 164; Sümer 1999: 24, Fußnote 37). Auch seine eigene sunnitischstämmige Mutter, die gegen seine Massaker protestierte, wurde nicht verschont (vgl. Sümer 1999: 24, Fußnote 37). Der Umstand der Ermordung sunnitischer Turkmenen, Frauen, Kindern und Geistlichen zeigt auch die Distanz des Safavidenkönigs zu den von alewitischen Kreisen unterstellten Toleranz bzw. zur Friedfertigkeit und protürkischen Grundhaltung von Sah Ismail an. Auch alewitisch-turkmenische Aufständische des misslungenen Sahkulu-Aufstandes, die bei ihm auf der Flucht von den Osmanen um Asyl ersuchten, wurden in Töpfen mit kochend heißem Wasser exekutiert (vgl. Kücükdag 2002: 182). Für Gülag Öz, der die Ermordung sunnitischer Turkmenen und Usbeken sowie die Exekution turkmenisch-alewitischer Aufstandsführer verschweigt, ist Schah Ismail "ein großer türkischer Herrscher." (Öz 1997c: 185) Selbst für den Vorsitzenden der CEM-Stiftung, Professor Izzettin Dogan, ist Schah Ismail "kein Krieger, der das Osmanische Reich zu kontrollieren versucht hat, wie er uns immer dargestellt wird. Er ist ein Philosoph, ein poetischer [und somit sanftmütiger; BG] Mensch." (Cem Vakfi 2000: 59)
Dass Schah Ismail selber eher machtorientiert statt alewitenfreundlich war, zeigt das Beispiel des Fürsten und Stammesfürsten von Cemisgezek in Dersim, Haci Rüstem Beyn an, der als alewitischer und Zaza-Clanchef nach dem Bekenntnis zu Schah Ismail trotzdem von dessen eigenen ihm treuergebenen Gefolgsleuten ersetzt, degradiert und in den Irak zwangsversetzt und somit räumlich marginalisiert sowie politisch deprivilegiert wurde. Schah Ismails Statthalter Nur Ali übte auf die Dersimalewiten so sehr Repressionen aus, dass sie als reaktive Verhaltensweise sich gegen ihn erhoben und zusammen mit Haci Rüstems Sohn Pir Hüseyin auf Seiten des sunnitischen Sultan Selim I. gegen Schah Ismails Truppen kämpften (vgl. Ge-zik 2000: 48; Kaya 1999: 127) Die Ersetzung Haci Rüstem Beys durch Schah Ismail ist ein weiterer Beleg dafür, dass es ihm nicht primär um das Wohl der Alewiten, sondern um die Sicherung seiner eigenen Herrschaft in Anatolien ging.
Die alewitische These von der antialewitischen Einstellung Selim I. wird auch dadurch erschüttert, dass der islamische Kalif Yavuz Sultan Selim dem alewitischen und Zaza-Führer Pir Hüseyin in Cemisgezek in Dersim genauso wie den anderen sunnitisch-kurdischen Talfürsten Halbautonomie gewährte, sodass Dersim ein alewitisches Fürstentum mit gewisser Selbstverwaltung wurde (vgl. Gezik 2000: 48; Kaya 1999: 127, Serefhan 1975: 207-222). Das Fürstentum (Beylik) Cemisgezek wurde als Sancak an das Eyalet Diyarbakir angeschlossen und erlangte wie die anderen kurdischen oder Zaza-Provinzen und Distrikte Halbautonomiestatus. Die osmanische Aufstellung von dersimalewitischen Truppen gegen Schah Ismail, die dauernde Gewährung des Teilautonomiestatus und des Mangels an Quellenangaben über vermeintliche Deportationen und Vernichtungen von Alewiten in Cemisgezek/Dersim nach dem Sieg über den gemeinsamen Gegner Schah Ismail stützen die Vermutung, dass nicht Konfessionshass oder Glaubensfanatismus, sondern politische Nutzenskalküle Handlungsmotive von Selim I. gewesen sein müssen. Sonst wäre die Autonomie nach dem Sieg über Ismail kassiert und die Bekämpfung von Alewiten in Dersim durchgeführt worden. Die Tötung von nur aufständischen alewitischen Aktivisten durch Selim I. (vgl. Sümer 1999: 36) deutet wieder auf den Primat des Politischen als Handlungsmotiv von Yavuz hin.
5.2.7.2. Über Thesen über die angeblich anfänglich guten Beziehungen zwischen dem Osmanischen und Safavidenreich
Nicht wenige alewitische Autoren verklären die Beziehungen zwischen Schah Ismail und Bayezid II. als freundlich, die letztlich durch das aggressive Verhalten des Gouverneurs von Trabzon, Sehzade Selim, der sich an den Thron geputscht hatte, zerstört worden sei (vgl. Ko-cadag 1998: 124). Diese idyllisch anmutende und vielfach beschworene Freundschaft zwischen Schah Ismail und Selims Vater Bayezid II. wird zum einen durch eine dem letzteren unterstellte Zugehörigkeit zum Bektaschiten-Orden und durch die bereits erwähnte eigentliche "Toleranz" und "Friedfertigkeit" des Safavidenkönigs Ismail zu erklären versucht (vgl. Koca-dag 1998: 124), ohne auf die politischen Entscheidungen und Durchführungen von beiden Führern einzugehen. Dass Schah Ismail bereits zu Beyazits Herrschaftszeit versucht hat, seinen Herrschaftsbereich von Ostanatolien aufs osmanische Westanatolien auszuweiten, und dabei Alewitenaufstände mitunterstützt hat, und daraufhin Bayezid II. die Schließung der Grenzen zu Persien zur Verhinderung weiterer transnationaler konfessioneller Allianzen und die Tötung illegaler Grenzübertreter angeordnet sowie die Aktenführung von hingerichteten Anhängern Ismails befohlen hat, wird von alewitischen Autoren nicht selten verschwiegen (vgl. Kücükdag: 279) . In 1502 wurden vorsorglich kizilbas auf Anordnung Bayezits II. im Gesicht entsprechend gebrandmarkt und damit optisch als nichtdazugehörige Abweichler stigmatisiert (vgl. Bozkurt 1993: 48). Teile der osmanisch-alewitischen Bevölkerung wurden auch räumlich marginalisiert, indem sie zur Senkung der Herrschafts- und Bedrohungsschwelle zur Verstetigung der Sicherheit und der herrschenden Ordnung nach Morea auf dem nord-westlichen Peleponnes (vgl. Franz 2000: 18; Bozkurt 1993: 48), Bulgarien und Albanien (vgl. Öz 1992: 122) deportiert wurden. Dies weist eher auf eine Krise zwischen den Osmanen und Safaviden hin.
5.2.7.3. Zum Mythos von der Nichtverfolgung von Sunniten durch kizilbas und Safaviden am Anfang des 16. Jahrhunderts
Nicht wenige alewitische Kreise verschweigen im Opferdiskurs die Täterschaft protoalewitischer Kizilbas-Aufständischer und Safaviden bei der Verfolgung und Vernichtung von kurdischen, usbekischen und turkmenischen Sunniten bei und nach der Eroberung von Südostanatolien, Aserbaidschan, Usbekistan und Persien durch Schah Ismails turkmenisch-alewitische Truppen. Neben den geschilderten Beispielen der Ermordung von Zehntausenden Akkoyunlu-Frauen und -Kindern, der Aufstellung sunnitisch-usbekischer Schädelpyramiden, der Sippenhaft-Verfolgung der Nachfahren von Halid bin Velid und der Verbrennung von sunnitischen Geistlichen wurden auch sunnitische Kurden in Ostanatolien bei dem alewitisch-safavidischen Überfall z.B. auf die Städte Maras und Elbistan in Mitleidenschaft gezogen, sodass sie Yavuz Sultan Selim um Hilfe gebeten hatten (vgl. Ekinci 2002: 186-187). Es wurden zum Beispiel ein Sohn und zwei Enkel eines kurdischen Talfürsten lebendig verbrannt und ihre Knochen Hunden zum Fraß vorgeworfen (vgl. Bulut 1998: 164). Muhammed Bey Ustalyu, der Schwager Schah Ismails, der mit der safavidisch-alewitischen Besetzung Ostanatoliens betraut war und auf den Widerstand sunnitischer Kurden stieß, "massakrierte ... viele Kurden und schlug die [turkmenisch-sunnitischen; BG] Soldaten aus [dem mit den Kurden verbundenen; BG] Zulquadir. Auf diese äußerst blutige Weise behauptete er entsprechend auch seine Herrschaft über Mardin, Cezire und Mosul. 'Er tötete und plünderte die Kurden.'" (van Bruinessen 1989: 184-185; vgl. Sarwar 1939: 52-54; Sher 1910: 123-126) Eine in aramäischer Sprache abgefasste zeitgenössische Dokumentation beschreibt die Kette von der Eroberung und Rückeroberung von Cizre durch die safavidischen und alewitischen Truppen mit der Verfolgung von Sunniten und Christen sowie Juden als Folge:
"Die Stadt wurde niedergebrannt. Muslime, Syrer (Jakobiten) und Juden, die dem Blutbad entkommen waren, wurden in Gefangenschaft verschleppt. Alle die unterwegs aus Erschöpfung die erzwungene Reise nicht fortsetzen konnten, wurden getötet ...[Schah Ismail, BG]der sich selbst für Gott hielt und den ganzen Osten erobert hatte, sandte ... Muhammad Beg als Statthalter nach Armenien .... [, d.h. Cizre. Muhammed Bey; BG] plünderte das ganze Land aus, er nahm die Tiere weg, er tötete die Bewohner in großer Zahl; er schlachtete Priester, Diakone, Kinder, Bauern, Handwerker, junge und alte Leute hin; er brannte Dörfer nieder, er zerstörte die Klöster und die Kirchen und nahm viele junge Männer und Frauen als Sklaven. [Der sunnitisch-kurdische; BG] König Seref mußte danach mit ihm Frieden schließen und ihm einer seiner Nichten zur Frau geben ... [Die Kizilbas-Truppen; BG] plünderten ... die Stadt und metzelten ihre Bewohner nieder. Zuerst wurden Notabeln, Christen und Muslime gleichermaßen gefoltert, Frauen und Mädchen vergewaltigt. Danach kam es zu einem großen Massaker; die neuen Truppen töteten ohne Ausnahme Christen und Muslime, Menschen und Tiere." (Scher 1910: 123-126, zitiert von van Bruinessen 1989: 184-186)
Auch bei der Schlacht um Diyarbakir kam es zu Massakern an sunnitischen Kurden durch Alewiten, wie der Kurdenexperte van Bruinessen feststellt: "Qara Khan, der Befehlshaber der Qizilbash ließ sofort nach seiner Ankunft die bedeutendste Stadt belagern: Amid. Er erhielt von den Städten, die noch in der Herrschaft der Quizilbash unterstanden in Mardin, Hasankeyf und Urfa, Verstärkung. Die Belagerung dauerte ein Jahr und kostete die Einwohner viele Tote und Verwundete (50.000 ...), doch die Einnahme gelang den Quizilbash nicht." (van Bruinessen 1989: 189) Nach dem Sieg der Osmanen über die Safaviden bei Caldiran und der Verfolgung, Vertreibung und teilweise Vernichtung der Alewiten, wurde den sunnitisch-kurdischen Talfürsten, die sich aus Furcht vor ihnen Selim I. angeschlossen hatten, Halbautonomie für Südostanatolien gewährt. Dies wird von alewitischen Kreisen verständnislos heftig kritisiert: "Seit dem Tag an riecht jede von einem kurdischen Aga gegessene Speise nach alewitischem Blut." (Arslan 2002: 126)
Besonders interessant finde ich die Tatsache, dass es der "islamische Eifer" war, der die Expansion der beiden islamischen Reiche der Osmanen und Safaviden forciert hat.
Das eigentlich interessante jedoch ist, dass es ausgerechnet dieser "islamische Eifer" war, der die Entstehung eins großen türkischen Reiches bedingt durch konfessionelle Unterschiede (Sunniten, Schiiten, Aleviten) verhindert hat.
Man sollte sich folgendes historisches Szenario durch den Kopf gehen lassen:
Wenn 1926 im Iran nicht die persisch-chauvinistische aber laizistische Pahlawi-Dynastie sondern eine türkisch-laizistische Dynastie an die Macht gekommen und sich mit der jungen Türkei verbündet hätte, wo ständen wir heute?
Und noch was: hier wird auch deutlich, dass die Jungtürken nie ein großtürkisches Reich hätten gründen können, abgesehen davon, dass sie es nie vorhatten.
Die Safaviden und die Aleviten waren übrigens keine Unschuldslämmer:
du hast eine wichtige punkt erreicht.
bei der geschichte(egal welche land,armee) es war üblich das mann gegnern massakierte..leider.
heute haben wir andere sicht..aber, oftmals vergessen wir das wir über vergangenheit reden..und beschuldigen wir eine oder andere..eigentlich alle waren gleich.
Interessante Karte...
http://www.politikcity.de/mkportal/modules/gallery/album/a_557.gif
Ist der Autor ein Türkmene ? :rolleyes:
Ist der Autor ein Türkmene ? :rolleyes:
Gefällt dir unser türkisches Großreich?
Die Safaviden und die Aleviten waren übrigens keine Unschuldslämmer
ist der autor hier auch burak gümüs??
ist der autor hier auch burak gümüs??
Ja, siehe auch homepage... aber nicht die Karte.
Ja, siehe auch homepage... aber nicht die Karte.
Oder siehe hier:
http://www.politikcity.de/index.php?ind=downloads&op=entry_view&iden=5
http://www.politikcity.de/index.php?ind=downloads&op=entry_view&iden=6
@DeLaHoya
Gefällt dir unser türkisches Großreich?
Naja nee, die eine hälfte ist Arabisch und die beiden anderen Europäisch und Iranisch, das ist doch nicht wirklich das was du willst mein Pan-Türkistischer Freund.
Nochwas, für die Graue Wölfe Partei sind die Safawiden unwichtig weil niemand die Safawiden als Türkische Dynastie ansehen würde, zumindest nicht in der Öffentlichkeit.
Ach ja, kannst du mir vielleicht was über die Aleviten in Syrien erzählen ? Sind das Türkmenen oder Araber die dort an der macht sind ?
@DeLaHoya
Naja nee, die eine hälfte ist Arabisch und die beiden anderen Europäisch und Iranisch, das ist doch nicht wirklich das was du willst mein Pan-Türkistischer Freund.
Nochwas, für die Graue Wölfe Partei sind die Safawiden unwichtig weil niemand die Safawiden als Türkische Dynastie ansehen würde, zumindest nicht in der Öffentlichkeit.
Du hast DeLaHoya wirklich nicht verstanden,. oder? Ich kanns dir auch nicht übel nehmen, wenn er dir zu hoch ist. Doch so oft wie du hier schreibst, hätte ich mir gewünscht, dass du mittlerweile weisst, mit was für einem Typen du es hier zu tun hast...
@tralles
Vielleicht hab ich es tatsächlich nicht verstanden, kannst du mich vielleicht aufklären ? Das DeLaHoya es leugnet weiß ich.
Der krieg der zwischen den safawiden und den osmanen wird von persischen nationalisten als eine erungenschaft irans angesehen obwohl er nix mit den persern zu tun hatte den krieg hatten nur aserbaidschaner und keine perser angeführt.
ps : schwachsiniger glaubensgrieg:cool:
persianprince
03.01.06, 20:10
Der krieg der zwischen den safawiden und den osmanen wird von persischen nationalisten als eine erungenschaft irans angesehen obwohl er nix mit den persern zu tun hatte den krieg hatten nur aserbaidschaner und keine perser angeführt.
ps : schwachsiniger glaubensgrieg:cool:
Scheich Ismael war ein Azari...Stimmt. Es wird natürlich als
iranischer Krieg gegen die Türken dargestellt. Aber es ging
vielmehr um den Kampf zweier Religionsideologien.
Schiitentum gegen Sunnitentum.
Zu damaliger Zeit waren viele Perser noch Sunniten....
Scheich Ismael war ein Azari...Stimmt. Es wird natürlich als
iranischer Krieg gegen die Türken dargestellt. Aber es ging
vielmehr um den Kampf zweier Religionsideologien.
Schiitentum gegen Sunnitentum.
Zu damaliger Zeit waren viele Perser noch Sunniten....
stimmt nicht ganz! es wird zum größten teil so dargestellt, was aber nicht der ganzen realität entspricht!
es war mehr ein interessenskrieg als ein konfessionskrieg!
deryatulga
17.12.07, 03:22
Ich habe die Passagen über die Unterdrückung und Diskriminierung der Aleviten mal weggelassen, interessant ist folgendes:
Wer an Turan glaub, sollte sich genau überlegen, ob die Konfession tatsächlich so wichtig ist, besonders unsere Freunde von der MHP sollten sich das durch den Kopf gehen lassen.
Das grösste Problem des Osmanischen war der Abgrund zwischen der gesprochenen und der geschriebenen Sprache. Die geringste Beschäftigung mit einer osmanischen Chronik hätte gezeigt, dass die Sultane nur vornehmer als ihr Untertanen gesprochen haben, keineswegs aber unverständlich für sie!
KureCewlik81
17.12.07, 14:40
Die Safaviden und die Aleviten waren übrigens keine Unschuldslämmer:
hallo delahoya. kannst du die links angeben, wo du die beiden texte von gümüs her hast? der erste link unter deinem ersten beitrag funktioniert nicht.
mfg
deryatulga
17.12.07, 15:05
hallo delahoya. kannst du die links angeben, wo du die beiden texte von gümüs her hast? der erste link unter deinem ersten beitrag funktioniert nicht.
mfg
Ich fürchte, dass er wegen dauernder Abwesenheit deinem Wunsch nicht nachkomen kann. Die Werke sind Dr.Gümüs sind aber auf dem Markt frei erhältlich, in den Bibliotheken auch reichlich vorhanden. Ich bin mir sicher, dass du dort nützliche Unterstützung für deine Argumentation finden würdest. Ansonsten kannst du ihn persönlich kontaktieren, über google ist auch diese Möglichkeit vorhanden. Er ist ganz bestimmt nich so ein "Kurdenfresser" wie ich!
KureCewlik81
17.12.07, 15:14
Ich fürchte, dass er wegen dauernder Abwesenheit deinem Wunsch nicht nachkomen kann. Die Werke sind Dr.Gümüs sind aber auf dem Markt frei erhältlich, in den Bibliotheken auch reichlich vorhanden. Ich bin mir sicher, dass du dort nützliche Unterstützung für deine Argumentation finden würdest. Ansonsten kannst du ihn persönlich kontaktieren, über google ist auch diese Möglichkeit vorhanden. Er ist ganz bestimmt nich so ein "Kurdenfresser" wie ich!
achso, delahoya ist wohl nicht mehr hier aktiv. dann suche ich selber mal danach. PS: wie schmecken denn kurden so?
deryatulga
17.12.07, 15:28
achso, delahoya ist wohl nicht mehr hier aktiv. dann suche ich selber mal danach. PS: wie schmecken denn kurden so?
Durchwachsen bis ungeniessbar! :lach:
Vergessen wir nicht die 40.000 Aleviten, die in Sivas umgebracht wurden. Yavuz Sultan Selim der Kafr (eine alevitische Bezeichnung)
Frage: Wieso sind so viele Kizilbasstämme: Sine Milli,Kocgiri, sadilli oder kureysan PKK-Loyal?
Und wie lässt man die Affinität der Aleviten zur kommunistische Staatsfeinden erklären? Sei es Deniz Gezmis oder Mazlum Dogan.
stimmt nicht ganz! es wird zum größten teil so dargestellt, was aber nicht der ganzen realität entspricht!
es war mehr ein interessenskrieg als ein konfessionskrieg!
Schah Ismeal, ist laut einem Islamwissenschaftler aus Tunceli, der die arabische Schrift ließt und die Gedichte von ihm, wobei ca.93% Liebesgedichte waren- als Kurden identifiziert. Safi ad din Ardarabil war ein kurdischer Geistlicher, der die Safaviden Dynastie gegründet hatte.
Ich, als alevitischer Kurde, kenne es an, dass die Kizilbas - im Ursprung türkmenisch waren- aber das heißt nicht, dass die Leute, die sich Kizilbas nennen -noch- Türkmenen sind.
Ich, als alevitischer Kurde, .
Herzlich Willkommen.
Nehme an du bist Fan des crocops? Kroate biste ja nicht.
Ich, als alevitischer Kurde, kenne es an, dass die Kizilbas - im Ursprung türkmenisch waren- aber das heißt nicht, dass die Leute, die sich Kizilbas nennen -noch- Türkmenen sind.
achso haben die Ihre gene auswechseln lassen oder wie??
Vergessen wir nicht die 40.000 Aleviten, die in Sivas umgebracht wurden. Yavuz Sultan Selim der Kafr (eine alevitische Bezeichnung)
Frage: Wieso sind so viele Kizilbasstämme: Sine Milli,Kocgiri, sadilli oder kureysan PKK-Loyal?
Und wie lässt man die Affinität der Aleviten zur kommunistische Staatsfeinden erklären? Sei es Deniz Gezmis oder Mazlum Dogan.
Vergessen wir nicht die Opfer der aleviten!
5.2.7.1.Thesen über Schah Ismails Friedfertigkeit und Sultan Selims glaubensfanatische Motive, die zur Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Alewiten führten.
.......
Das von Tuncel Kurtiz genannte Beispiel über den Alewitenaufstand von Sahkulu fand vor der Vernichtungspolitik von Yavuz statt und war somit keine Reaktion, sondern Ursache bzw. Anlass der osmanischen Repression.
..........
Alewitische Kreise verschweigen den Umstand, dass sich die protoalewitischen und antiosmanischen Aufstände unterstützende expansive Safavidenreich bereits zehn Jahre nach der Gründung in 1501 von Ceyhun bis zur Ostgrenze des Osmanenreiches am Euphrat imperial ausgedehnt und die bisher sunnitischen und auch zum Teil kurdischen Bewohner auf diesem Gebiet entweder zwangsschiitisiert oder vernichtet hatte (vgl. Kücükdag 2002: 283).
Somit stellte Ismails Reich für die osmanische Führungsriege und sunnitische Bevölkerung eine sicherheitspolitische Bedrohung dar:
Denn es waren zum Beispiel 40.000 bis 50.000 sunnitische Turkmenen von dem Stamm der Wissen Hammel ("Akkoyunlu"), weitere 20.000 Menschen während der Schlacht um Täbris und eine nicht identifizierte Menge von hauptsächlich sunnitischen Frauen, Kindern und Geistlichen nach der Eroberung wegen ihrer Zugehörigkeit zum sunnitischen Islam durch protoalewitische Safaviden bzw. kizilbas getötet worden
(vgl. Sümer 1999: 24, Fußnote 37; Akyol 1999: 37f.; Ekinci 2002: 141).
(Anm: Sizin Arab düsmanliginiz)
Es wurden alle (arabischen) Angehörigen und Nachfahren von Halid bin Velid, des Gouverneurs von Kufe in 680, der am gewaltsamen Tod des schiitischen Imam Hüseyins mitverantwortlich war, nach Ismails Einmarsch in Kazuin in 1505 getötet
(vgl. Ekinci 2002: 140).
Im Jahre 1510 hatte Ismail den von ihm besiegten sunnitischen Usbekenfürsten Seybani Han enthaupten, häuten, ausstopfen und dessen Körper ausstellen sowie Schädelpyramiden von weiteren ermordeten sunnitischen Personen aufstellen lassen (vgl. Ekinci 2002: 140; Sarwar 1939: 63). Schah Ismail hat zur Abschreckung des Botschafters des Osmanenreiches vor dessen Augen führende sunnitische Geistliche bei lebendigem Leibe verbrennen lassen (vgl. Ekinci 2002: 140; Bulut 1998: 164; Sümer 1999: 24, Fußnote 37).
Auch seine eigene sunnitischstämmige Mutter, die gegen seine Massaker protestierte, wurde nicht verschont (vgl. Sümer 1999: 24, Fußnote 37).
Der Umstand der Ermordung sunnitischer Turkmenen, Frauen, Kindern und Geistlichen zeigt auch die Distanz des Safavidenkönigs zu den von alewitischen Kreisen unterstellten Toleranz bzw. zur Friedfertigkeit und protürkischen Grundhaltung von Sah Ismail an. Auch alewitisch-turkmenische Aufständische des misslungenen Sahkulu-Aufstandes, die bei ihm auf der Flucht von den Osmanen um Asyl ersuchten, wurden in Töpfen mit kochend heißem Wasser exekutiert (vgl. Kücükdag 2002: 182). Für Gülag Öz, der die Ermordung sunnitischer Turkmenen und Usbeken sowie die Exekution turkmenisch-alewitischer Aufstandsführer verschweigt, ist Schah Ismail "ein großer türkischer Herrscher." (Öz 1997c: 185) Selbst für den Vorsitzenden der CEM-Stiftung, Professor Izzettin Dogan, ist Schah Ismail "kein Krieger, der das Osmanische Reich zu kontrollieren versucht hat, wie er uns immer dargestellt wird. Er ist ein Philosoph, ein poetischer [und somit sanftmütiger; BG] Mensch." (Cem Vakfi 2000: 59)
Dass Schah Ismail selber eher machtorientiert statt alewitenfreundlich war, zeigt das Beispiel des Fürsten und Stammesfürsten von Cemisgezek in Dersim, Haci Rüstem Beyn an, der als alewitischer und Zaza-Clanchef nach dem Bekenntnis zu Schah Ismail trotzdem von dessen eigenen ihm treuergebenen Gefolgsleuten ersetzt, degradiert und in den Irak zwangsversetzt und somit räumlich marginalisiert sowie politisch deprivilegiert wurde. Schah Ismails Statthalter Nur Ali übte auf die Dersimalewiten so sehr Repressionen aus, dass sie als reaktive Verhaltensweise sich gegen ihn erhoben und zusammen mit Haci Rüstems Sohn Pir Hüseyin auf Seiten des sunnitischen Sultan Selim I. gegen Schah Ismails Truppen kämpften (vgl. Ge-zik 2000: 48; Kaya 1999: 127)
Die Ersetzung Haci Rüstem Beys durch Schah Ismail ist ein weiterer Beleg dafür, dass es ihm nicht primär um das Wohl der Alewiten, sondern um die Sicherung seiner eigenen Herrschaft in Anatolien ging.
Die alewitische These von der antialewitischen Einstellung Selim I. wird auch dadurch erschüttert, dass der islamische Kalif Yavuz Sultan Selim dem alewitischen und Zaza-Führer Pir Hüseyin in Cemisgezek in Dersim genauso wie den anderen sunnitisch-kurdischen Talfürsten Halbautonomie gewährte, sodass Dersim ein alewitisches Fürstentum mit gewisser Selbstverwaltung wurde (vgl. Gezik 2000: 48; Kaya 1999: 127, Serefhan 1975: 207-222).
Das Fürstentum (Beylik) Cemisgezek wurde als Sancak an das Eyalet Diyarbakir angeschlossen und erlangte wie die anderen kurdischen oder Zaza-Provinzen und Distrikte Halbautonomiestatus. Die osmanische Aufstellung von dersimalewitischen Truppen gegen Schah Ismail, die dauernde Gewährung des Teilautonomiestatus und des Mangels an Quellenangaben über vermeintliche Deportationen und Vernichtungen von Alewiten in Cemisgezek/Dersim nach dem Sieg über den gemeinsamen Gegner Schah Ismail stützen die Vermutung, dass nicht Konfessionshass oder Glaubensfanatismus, sondern politische Nutzenskalküle Handlungsmotive von Selim I. gewesen sein müssen. Sonst wäre die Autonomie nach dem Sieg über Ismail kassiert und die Bekämpfung von Alewiten in Dersim durchgeführt worden. Die Tötung von nur aufständischen alewitischen Aktivisten durch Selim I. (vgl. Sümer 1999: 36) deutet wieder auf den Primat des Politischen als Handlungsmotiv von Yavuz hin.
http://ofk.kilu.de/Alevietn%20im%20Osmanli%20Devl eti.pdf
aleviten sind generell eher links, die Rechten (MHP) sind ja islamisch eingestellt, und das passt nicht in das Weltbild der aleviten wenn eine Partei sich zum Islam bekennt.
interessanter artikel.jedoch ist die behauptung das die osmanen eine mischsprache sprachen nicht ganz richtig.beispielsweise sind die gedichte der größten osmanischen dichter wie Baki,Nefi usw. für jeden Laien einfach zu verstehen.genauso sind die werke der osmanischen geschichtesschreiber wie naima ebenfalls in simplem türkisch verfasst.der grosse katip celebi schrieb seine werke in arabisch und einfachem türkisch.der osmanische reisende evliya celebi verfasste seine erlebnisse ebenfalls in türkisch und nicht "osmanisch".der brühmte seefahrer seydi ali reis schrieb seine abenteuer in türkisch.sein buch wurde sogar am hof der ebenfalls türkischen safawiden gerne gelesen.
und über die sprache am osmanischen hofe verweise ich auf folgenden artikel um mit den vorurteilen aufzuräumen die osmanen hätten kein türkisch mehr gesprochen.
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4678/pdf/Matuz_Zur_Sprache_der_Urkunden _Sueleymans.pdf
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