Coyote
31.05.11, 12:04
Eine turkmenische Tradition: Silberschmiedekunst & Silberschmuck
Turkmenische Teppichkunst ist vielen zumindest ein Begriff und originale Produkte sind weltweit auch leicht einzusehen und zu erwerben. Anders steht es mit einem weiteren traditionellen turkmenischen Handwerk: der turkmenischen Silberschmiedekunst. Allein um an gesicherte Informationen zu kommen muß sich der Interessent lange umschauen und suchen. Der indio-basar – Fachhandel für Ethnoschmuck, Mode und Kunsthandwerk – informiert kurz und bündig auch über das traditionell turkmenische Silberhandwerk.
„Der Schmuck hat einen Mitteilungscharakter und ist damit eine Sprache im ganz wörtlichen Sinn. Er gehört zu den Menschen wie Sprache, Kunst und Religion. So lässt sich am Silberschmuck deutlich ablesen, dass die Menschen in den Oasen in einer gewissen Isolation lebten und einen ausgeprägten, eigenen Stil entwickelten. (…) Der turkmenische Schmuck ist nicht nur ein Zeichen materiellen Reichtums und äußerlicher Pracht, er befriedigt nicht nur den menschlichen Schönheitssinn oder die Eitelkeit! Er ist ein System sozialer und ethnischer Kennzeichnung und gleichzeitig Abbild der Beziehung der Menschen untereinander. (…) Der Käufer ist also nicht nur Besitzer, sondern Erbe und dies bringt die Verpflichtung mit sich, diesen wunderschönen Schmuck auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Es ist deshalb ein Unding, nach eigenem Geschmack „Verschönerungen“ vorzunehmen, etwa durch Austausch der Ketten oder Glassteine. Niemand kommt doch auf die Idee, in Rembrandt-Bildern, Farben und Figuren zu verändern, nur weil es ihm dann so besser gefällt.“ (Quelle: indio-basar.de bzw. Hermann Rudolph, Der Turkmenenschmuck. Stuttgart und London, 1984.)
„Formen und Ornamente des Schmuckes lassen sich teilweise auf vorislamische türkische Traditionen zurückführen, wie z. B. Widderhörner, Adlerdarstellungen oder das Balkenkreuz als Symbol des Weltbildes. Teilweise sind die Ornamente aber auch klassisch islamische aus der Zeit, in der die Turkmenen ihre heutigen Siedlungsräume erreicht haben.“ (Quelle: lindenmuseum.de)
Weitere Quellen:
Turkmenischer Silberschmuck (Antike Beispiele turkmenischer Silberschmiedearbeiten)
Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Quelle: turkmenistaninfo.wordpress.com (http://turkmenistaninfo.wordpress.com )
Turkmenische Teppichkunst ist vielen zumindest ein Begriff und originale Produkte sind weltweit auch leicht einzusehen und zu erwerben. Anders steht es mit einem weiteren traditionellen turkmenischen Handwerk: der turkmenischen Silberschmiedekunst. Allein um an gesicherte Informationen zu kommen muß sich der Interessent lange umschauen und suchen. Der indio-basar – Fachhandel für Ethnoschmuck, Mode und Kunsthandwerk – informiert kurz und bündig auch über das traditionell turkmenische Silberhandwerk.
„Der Schmuck hat einen Mitteilungscharakter und ist damit eine Sprache im ganz wörtlichen Sinn. Er gehört zu den Menschen wie Sprache, Kunst und Religion. So lässt sich am Silberschmuck deutlich ablesen, dass die Menschen in den Oasen in einer gewissen Isolation lebten und einen ausgeprägten, eigenen Stil entwickelten. (…) Der turkmenische Schmuck ist nicht nur ein Zeichen materiellen Reichtums und äußerlicher Pracht, er befriedigt nicht nur den menschlichen Schönheitssinn oder die Eitelkeit! Er ist ein System sozialer und ethnischer Kennzeichnung und gleichzeitig Abbild der Beziehung der Menschen untereinander. (…) Der Käufer ist also nicht nur Besitzer, sondern Erbe und dies bringt die Verpflichtung mit sich, diesen wunderschönen Schmuck auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Es ist deshalb ein Unding, nach eigenem Geschmack „Verschönerungen“ vorzunehmen, etwa durch Austausch der Ketten oder Glassteine. Niemand kommt doch auf die Idee, in Rembrandt-Bildern, Farben und Figuren zu verändern, nur weil es ihm dann so besser gefällt.“ (Quelle: indio-basar.de bzw. Hermann Rudolph, Der Turkmenenschmuck. Stuttgart und London, 1984.)
„Formen und Ornamente des Schmuckes lassen sich teilweise auf vorislamische türkische Traditionen zurückführen, wie z. B. Widderhörner, Adlerdarstellungen oder das Balkenkreuz als Symbol des Weltbildes. Teilweise sind die Ornamente aber auch klassisch islamische aus der Zeit, in der die Turkmenen ihre heutigen Siedlungsräume erreicht haben.“ (Quelle: lindenmuseum.de)
Weitere Quellen:
Turkmenischer Silberschmuck (Antike Beispiele turkmenischer Silberschmiedearbeiten)
Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Quelle: turkmenistaninfo.wordpress.com (http://turkmenistaninfo.wordpress.com )