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Der Schakal
24.08.05, 21:19
Experte: Bevorstehendes Treffen der Präsidenten Aserbaidschans und Armeniens wird kaum ungeklärte Probleme lösen




MOSKAU, 24. August (RIA Nowosti). Das Treffen zwischen den Präsidenten Aserbaidschans und Armeniens, Ilcham Alijew und Robert Kotscharjan, das am 27. August in Kasan stattfindet, wird kaum die Probleme zwischen Armenien und Aserbaidschan lösen, die seit Jahren ungeklärt sind. Diese Auffassung vertrat Konstantin Satulin, Mitglied des Dumaausschusses für Angelegenheiten der GUS und Direktor des Instituts für die GUS-Länder, am Mittwoch in einem Interview für RIA Nowosti.

"Davon abgesehen, dass dieses Treffen überhaupt nötig ist und bis jetzt ab und zu allerlei Probleme bei der Durchführung von Treffen zwischen Armenien und Aserbaidschan auf verschiedenen Ebenen entstanden - der Präsident Aserbaidschans weigerte sich einige Zeit demonstrativ, mit dem Präsidenten Armeniens zusammenzutreffen - , so ist natürlich schon die Tatsache eines solches Treffens allein positiv", sagte der Experte.

"Werden in dieses Treffen übermäßige Hoffnungen gesetzt, dass es Probleme löst, die sich seit Jahren angesammelt und von Armenien und Aserbaischan nicht geklärt wurden, so gibt es hierbei, wie ich glaube, keinen Grund zu der Hoffnung auf irgendwelche Fortschritte", meinte der Experte.

Auf die Frage, ob sich die Verlegung eines Teils der russischen Truppen von den Stützpunkten in Georgien in den Stützpunkt Gjumri in Armenien auf die Beilegung des Karabach-Konfliktes auswirken könne, bemerkte Satulin, die aserbaidschanische Seite nutze dieses Thema als einen weiteren Anlass, Armenien und Russland wegen irgend etwas zu verdächtigen.

"Der Abzug unserer Militärangehörigen aus Batumi und Achalkalaki in den russischen Stützpunkt in Armenien wird von der aserbaidschanischen Seite einfach als Anlass genutzt, Armenien und Russland wegen irgend etwas zu verdächtigen", sagte der Abgeordnete. "Die Beziehungen zwischen Armenien und Russland sind Beziehungen innerhalb einer Verteidigungsunion, und Aserbaidschan sollte dies, wie ich glaube, begreifen", schloss der Experte.


http://de.rian.ru/world/20050824/41220540.html

DeLaHoya
24.08.05, 21:31
... der Präsident Aserbaidschans weigerte sich einige Zeit demonstrativ, mit dem Präsidenten Armeniens zusammenzutreffen...

Tja, warum wohl...



Auf die Frage, ob sich die Verlegung eines Teils der russischen Truppen von den Stützpunkten in Georgien in den Stützpunkt Gjumri in Armenien auf die Beilegung des Karabach-Konfliktes auswirken könne, bemerkte Satulin, die aserbaidschanische Seite nutze dieses Thema als einen weiteren Anlass, Armenien und Russland wegen irgend etwas zu verdächtigen.

Wie wäre es mit Krieg? Immherin hält Armenien 20 % aserbaidschanisches Territorium besetzt.



"Die Beziehungen zwischen Armenien und Russland sind Beziehungen innerhalb einer Verteidigungsunion, und Aserbaidschan sollte dies, wie ich glaube, begreifen", schloss der Experte.

Kriegsdrohung.

DeLaHoya
26.08.05, 21:48
Annäherung zwischen Georgien und Armenien

Micheil Saakaschwilihttp://www.dw-world.de/img/transpa.gifhttp://www.dw-world.de/img/transpa.gif http://www.dw-world.de/dwelle/images/transpa.gifPräsident Micheil Saakaschwili hat Armenien besucht.
Warb er dort für die ukrainisch-georgische Initiative "Koalition der Demokratischen Wahl"? Moskau reagierte auf die Gespräche mit Misstrauen.
Es ist kein Geheimnis, dass die Ukraine in Georgien einen wichtigen politischen Partner sieht. Beweis dafür ist, dass in den vergangenen Monaten zahlreiche ukrainisch-georgische Treffen auf verschiedenen Ebenen stattgefunden haben. Gleichzeitig werden aber auch neue Partner im postsowjetischen Raum gesucht. Gerade vor diesem Hintergrund muss man den zweitägigen inoffiziellen Besuch des georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili im Moskau-treuen Armenien betrachten.


Die Verhandlungen zwischen Saakaschwili und dem armenischen Präsidenten Robert Kotscharjan fanden in der komfortablen Residenz des armenischen Staatsoberhauptes am Ufer des Bergsees Sevan statt. Das Treffen der Präsidenten fand hinter verschlossenen Türen statt.

Reaktionen aus Moskau

Nach Abschluss ihrer Gespräche traten die Präsidenten kurz vor die Presse. Zuerst nahm der Pressesprecher des armenischen Präsidenten, Wiktor Sogomonjan, Stellung zu den Reaktionen Moskaus auf das Treffen. In Moskau wurde buchstäblich erklärt, die Annäherung zwischen Armenien und dem gegen Russland offen feindlich gesinnten Georgien sei ein Schlag gegen die russischen Interessen in der Region. Kotscharjan, der einzige verlässliche strategische Partner Russlands im Südkaukasus, verrate Russland, meint man in Moskau. In einem Gespräch mit der Deutschen Welle sagte Sogomonjan, es gebe keinen Grund davon auszugehen, dass die Annäherung zwischen Jerewan und Tiflis eine Änderung der armenisch-russischen Beziehungen bedeute. Es handele sich um bilaterale Beziehungen, die das Verhältnis Armeniens zu Drittstaaten bisher nicht beeinflusst hätten, so Sogomonjan. Der armenische Präsident Kotscharjan sagte auf die Frage eines georgischen Journalisten, ob man in Moskau mit diesem Treffen unzufrieden sei, der russische Präsident Wladimir Putin begrüße solche Kontakte.

Demonstratives Einvernehmen

Auf der Pressekonferenz wurde mitgeteilt, die Präsidenten hätten über viele Fragen gesprochen – über die armenische Diaspora in Georgien, die Rückkehr der Turk-Mescheten in armenisch besiedelte georgische Regionen, den Wiederaufbau der durchgehenden Eisenbahnstrecke durch Abchasien, den Verkauf von Strom am Georgien und den Abzug der russischen Truppen aus Georgien. Bekanntlich soll ein Teil der Militärtechnik und Waffen in den russischen Stützpunkt im armenischen Gjumri verlegt werden. In allen Fragen sei Einvernehmen erzielt worden.

Überzeugungsversuche?

Man geht davon aus, dass auch über die Lage in der GUS gesprochen wurde, aber auch über die Initiative der Präsidenten Georgiens und der Ukraine, eine Koalition der Demokratischen Wahl zu bilden. Das erklärte der Deutschen Welle der armenische Politologe Sergej Schakarjan. Er schließt nicht aus, dass Saakaschwili in Armenien versucht hat, Kotscharjan davon zu überzeugen, diese Initiative zu unterstützen. Was eine mögliche Umorientierung Jerewans Richtung Westen betrifft, so sei dies übertrieben, sagte Schakarjan. Während in der Öffentlichkeit entsprechende Diskussionen andauern, vertritt das offizielle Jerewan den Standpunkt, dass eine Vertiefung der Kooperation zwischen Armenien und Georgien sowie die persönlichen Kontakte der Präsidenten zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Moskau und Tiflis beitragen können.









Aschot Gasasjan, Jerewan




DW-RADIO/Russisch, 22.8.2005, Fokus Ost-Südost














http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1691294,00.html